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* Düstere Musik *
* Musik wird traurig. *
Alles in Ordnung?
Alles in Ordnung bei Ihnen?
* Autos hupen. *
* Laute Sirenen nähern sich. *
* Titelmelodie: "Schlaflos" von Jennifer Rostock *
* Packende instrumentale Musik *
Friedrich Kronberg
Bernhard Strelitz
* Er räuspert sich. *
Guten Tag, entschuldigen Sie bitte.
Ich habe vom Termin eben erst erfahren. Tag, Herr Strelitz.
Wäre es vielleicht möglich,
Herrn Strelitz die Handschellen zu entfernen?
(Frau) Bitte.
Können wir fortfahren? Ja.
In der Tasche befanden sich 4,8 kg fast reines Kokain.
Ferner trug der Beschuldigte eine Waffe, das Pfefferspray.
Nach § 30a BtMG erfordert das
eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren.
Wollen Sie sich dazu äußern? Nein.
Nach § 112 StPO wird
gegen den Beschuldigten Strelitz die Untersuchungshaft angeordnet.
Es bestehen die Haftgründe Flucht- und Verdunklungsgefahr
§ 112 Absatz 2 Nr. 2 und 3 StPO.
Noch Fragen?
Keine.
Ich kenne Ihren Arbeitgeber, Herrn Schmidt, schon länger.
Ich müsste mir jetzt erst mal einen Überblick verschaffen.
Und wenn ich das Mandat dann übernehmen soll...
dann bräuchte ich von Ihnen noch eine Unterschrift.
Warten Sie. Warten Sie.
Lassen Sie uns erst reden, ja?
Ich brauche Ihre Hilfe.
Haben Sie Schmerzen? Ja, aber...
Die haben mir was gegeben.
Sie arbeiten in einem von Herrn Schmidts Supermärkten?
Ja, stellvertretender Leiter.
Gut, dann erzählen Sie mir doch jetzt mal in aller Ruhe,
was passiert ist, von Anfang an.
* Strelitz seufzt. *
Die ganze Woche war schon scheiße.
* Rockmusik *
Ma...
* Hupen * Sokolow!
Guten Morgen.
Guten Morgen.
Herr Sokolow...
* Musik aus Sokolows Kopfhörern *
Sie haben wieder Ihren Wagen auf meinen... Sorry, Chef.
Wir haben mehrfach drüber gesprochen.
Sie parken Ihr Auto sofort um.
Sie können doch lesen, oder? Auf dem Schild steht groß und...
Guten Morgen, Frau Ariz.
Guten Morgen, Herr Strelitz.
Und? Haben Sie sich schon ein bisschen bei uns eingelebt?
Es ist schon viel am Anfang, aber es macht Spaß. So soll es sein.
Bitte immer das MHD beachten.
Na klar, ich komm da nur nicht hoch.
Das haben wir gleich.
Danke, Herr Strelitz. Und jetzt die neuen.
Zu zweit geht es schneller. Stimmt.
(Durchsage) "Frau Ariz, Kasse drei."
Entschuldigung, die Tür stand offen.
(Frau Ariz) Oh, bin gleich fertig.
Wie Sie das machen mit den Kunden, das ist wirklich sehr gut.
Danke. Ist genau das, was man nicht lernen kann.
Entweder man hat es oder nicht.
Wenn die Kasse nicht so schwer wäre. Storno ist echt der Horror.
Ach, das haben Sie bald drauf.
Und? Warten die Kinder schon?
Welche Kinder? Na ja...
Hätte ja sein können. Nein.
Also dann, bis morgen.
Ja, oder...
Ich gehe noch eine Kleinigkeit essen, ein nettes Lokal.
Also wenn Sie wollen.
Jetzt?
Ähm, das geht leider nicht.
Vielleicht ein andermal? Ja, klar.
Auf Wiedersehen, Herr Strelitz.
* Traurige Musik *
* Popmusik dringt herüber. *
* Traurige Streichmusik *
Sie sind nicht verheiratet? Nein.
Wenigstens keiner, der einem reinredet.
Sie sollten sich jemanden organisieren,
der sich um Ihre Wohnung kümmert, solange Sie in Haft sind.
Das sind ein paar ganz nützliche Ratschläge und Adressen. Danke.
Warum sind Sie verhaftet worden?
Na ja, das war am nächsten Tag.
Nach der Arbeit gehe ich meistens in ein arabisches Lokal.
Bei mir gegenüber.
* Arabische Musik läuft. *
Hallo?
Hallo?
Entschuldigung, Sami!
Mein Bier bitte.
Kommt, Herr Strelitz.
Bitte schön. Danke.
Heute habe ich Lamm. Ja, gerne.
Mit Salat? Ja.
Kommt. Danke.
* Musik überlagert Dialog. *
* Spannungsvolle Musik *
Ich würde gerne zahlen, bitte.
Ihr Rückgeld. - Stimmt so.
So, bitte schön.
Danke. Das Lamm.
Guten Appetit. Danke. Ich nehm gleich noch eins.
* Schüsse aus dem Fernseher *
* Düstere Musik *
* Hupen *
Immer noch Hunger?
Noch ein Bier bitte.
(Frau) Lass uns gehen.
Okay, tschüss.
Endlich Feierabend.
Wollen Sie noch einen?
Ge... Gerne, ja.
* Sami seufzt. *
Und? Was machen die Frauen?
Na ja...
Sie ersparen sich 'ne Menge Ärger. Genau.
Darf ich Sie mal was fragen?
Was?
Vor ein paar Jahren ...
da war doch hier 'ne Razzia, angeblich wegen Drogen.
Die haben aber nichts gefunden.
Bei mir nicht.
Nein, nein, bleiben Sie. Noch eine Frage.
Was kostet denn so ein Kilo Kokain?
Warum wollen Sie das wissen? Nur so.
Kommt auf die Qualität an. Zwischen 20 und 30.
20.000? Ja.
Warum fragen Sie das?
Weil es mich interessiert.
Ja, bitte.
Ich will es verkaufen.
Sie haben ein Kilo Kokain?
Ich kann jemanden anrufen.
Wen? Einen Bekannten.
Was ist das für ein Bekannter? Vertrauen Sie ihm?
Aber natürlich. Der handelt mit Drogen.
Und Sie? Wie viel bekommen Sie?
20 Prozent. Das ist kein Spiel, Mann.
Wenn du damit anfängst, musst du es auch durchziehen.
Und dieser Bekannte, wie lange dauert das, bis er hier ist?
Ich rufe ihn an, er sagt, wann er kommt,
du bringst das Kilo her, dann sehen wir weiter.
Gut.
* Strelitz hustet. *
Du hast das Kilo wirklich?
Fünf.
Fünf Kilo?
Ich frage dich nicht, wo du's herhast,
aber wenn's Ärger gibt, ist es dein Ärger, nicht meiner, okay?
Also, ich ruf den jetzt an? Ja, bitte.
Er kann in zehn Minuten hier sein. Ist das okay? Ja.
Wir treffen uns vorne. Gut.
* Tür fällt ins Schloss. *
* Strelitz hustet. *
(Mann) Hey! Hey!
Hey! Hey!
* Auto hupt. Reifen quietschen. *
Gib mir meine Scheiß... Mann, ey!
Fass mich nicht an!
Junge, ich bring dich um, Alter! Was willst du von mir?
* Mann schreit. *
* Er hustet. *
Haben Sie eine Vorgeschichte mit Drogen? Nein.
Ich mache so was nicht.
Vorbestraft? Nein.
Das Hauptproblem ist das Pfefferspray.
Wieso? Das ist doch harmlos. Das habe ich immer dabei.
Gilt leider im Sinne des Waffengesetzes als Waffe.
Die 4,8 kg Kokain sind zweifelsfrei eine "nicht geringe Menge".
Die Drogen in Kombination mit der Waffe, dem Pfefferspray,
zieht nach § 30a Absatz 2 Nr. 2 Betäubungsmittelgesetz
eine Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren nach sich.
Aber das ist doch keine Waffe.
So sind leider die Gesetze. Was heißt das?
Ich muss fünf Jahre ins Gefängnis?
Sagen wir, Sie sollten sich darauf einstellen.
Aber das geht nicht. Ich kann nicht ins Gefängnis.
Sie müssen was machen. Das werde ich auch versuchen.
Aber für die Untersuchungshaft sehe ich keinen Spielraum.
Bei dem Strafmaß geht jeder Richter von Fluchtgefahr aus.
Das war ein einmaliger Ausrutscher.
Ich zahle auch.
Na ja, so 'ne Kaution oder so. Darum geht's leider nicht.
Ich glaube,
Sie müssen hier wirklich den Tatsachen ins Auge sehen.
Herr Kronberg, bitte.
Das sind doch alles Kriminelle da.
Sie schaffen das.
* Traurige Streichmusik *
* Entfernte Schreie *
Aufschluss morgen, 6 Uhr.
* Entfernte Schreie *
Freistunde, das wird Ihnen guttun, Herr Strelitz.
Bisschen frische Luft schnappen.
Dann lernen Sie auch mal die anderen Hotelgäste kennen.
So, und hier lang bitte.
* Stimmengewirr *
(Mann) Gib den Ball ab. Das ist kein Damenfußball.
Komm schon! Komm schon, los, mach hinne!
* Ball knallt gegen Wand. *
(Mann) Opa, schmeiß mal den Ball rüber.
Opa, hallo? Mach mal hinne hier.
(aufgebracht) Ey, du Vogel, wird's bald?
Hallo! - Schmeiß mal rüber!
Darf doch nicht wahr sein! - Mann, du Flasche!
Geht doch!
* Düstere Musik *
* Mann hustet. *
* Strelitz schluchzt. *
Bisschen saubermachen.
Muss das sein?
Mhm, Ferkel sind hier nicht erwünscht.
Ey, Leute, mit euch dusch ich echt am liebsten.
Schönen Dank fürs Gespräch.
Tschüss. - Tschüss, Lutzi.
(Mann) Jetzt halt mal langsam deine Fresse. Du nervst.
Hey.
Hallo.
Sag mal, Kollege!
Kenn ich dich nicht irgendwoher? Sicher nicht.
Doch, doch, doch. Ich komm drauf.
Muss 'ne Verwechslung sein.
Bist du der Typ aus dem Supermarkt?
Ich denke nicht.
* Tür fällt zu. *
Scheiße.
Du hast mich erwischt mit den Wodkaflaschen.
Jetzt weiß ich's wieder.
Willst du das nicht aufheben?
Du warst der Chef von dem Laden.
Und du hast auch die Bullen gerufen, was?
Adil, das glaubst du nicht.
Der hier hat mich vor 'nem Jahr hochgehen lassen.
Hm?
Von dem hast du dich erwischen lassen? Was ist das für einer?
(Mann) Hier riecht's richtig gut.
Was riecht denn heute hier so schön?
(Wärter) Der Kleine?
Fünf Kilo.
(Mann) Ein toller Tag, und dann gibt's noch Püree mit Gulasch.
Ich könnte sterben, ist das ein schöner Tag.
Mahlzeit.
Guten Appetit.
Fünf Kilo, hm?
Und kein Geständnis?
Wie geil ist das denn, Alter!
Du machst die richtig dicken Dinger.
Wenn ich das früher gewusst hätte. Wann?
Als du mich erwischt hast.
Weil ich hatte keine Ahnung, wer du bist, Alter.
Na ja...
Wie abgefahren.
Wie lange läuft denn das schon so?
Was meinst du?
Da muss man erst mal draufkommen.
Ein Supermarkt als Tarnung, ey, so geil.
Adil sagt auch, man muss schlau machen.
Man muss schlauer sein als die Bullen und die ganzen Wichser.
Politiker auch, alles Verbrecher, aber die machen es schlau.
Wirtschaftsbosse, jeder hat sein System, aber die machen es schlau.
Ich labere zu viel, ne?
Wenn das stimmt mit den Wodkaflaschen,
das tut mir echt leid.
Ich war dicht, sonst hätte man mich nicht erwischt.
Deswegen bist du jetzt hier? Nein, da kam einiges zusammen.
Ich hab ...
ein bisschen gedealt hier und da und auch Schwarzfahren und so was.
Und einer ist in meine Faust gelaufen,
aber ich mach so was nicht mehr.
Schmeckt nicht schlecht heute.
Ich hab wegen Labern voll vergessen zu essen.
Ja dann, Prost.
Geil, dass du hier bist, Dicker.
Kellermeister, du alte Fotze!
* Er pfeift anerkennend. *
* Düstere Streichmusik *
(Mann) Komm schon, los, mach hinne!
* Schreie, Jubel *
Na?
Alles klar? Ja, danke.
Und? Fühlst du dich langsam wohl hier? So langsam.
Sehr gut.
* Ruhige Streichmusik *
(Frau) Hi.
Wie schön,
dass wir uns persönlich...
Nach all den Briefen.
Mhm.
Deine Kontaktanzeige hat mir sofort gefallen.
Hast du viel Schlimmes getan?
Darüber darf ich nicht sprechen.
* Ruhige Streichmusik *
Gibt es hier eigentlich auch so Zimmer?
Durchaus möglich.
* Streichmusik läuft weiter. *
Strelitz, Fanpost.
Triers, du kannst weitergehen. Holgi.
(Mann) Die sollen mir einfach Bewährung geben.
Ich raste aus. Ich fick die alle. Wann geht's los?
Morgen. 'tschuldige.
Schau mal, was ich bekommen habe.
Einen Strafbefehl.
"Trunkenheit am Steuer.
1,6 Promille Alkohol."
Mann, warst du hacke.
"90 Tagessätze a 30 Euro.
Zusätzlich ein Monat Entzug der Fahrerlaubnis."
Was soll der Scheiß? Eben.
In meinem Drogenprozess geht es um fünf Jahre Knast.
Fünf Jahre.
Und dann kommen die mir mit einem Monat Führerscheinentzug.
Gut sehen Sie aus, Herr Strelitz.
Wie geht's Ihnen? Könnte nicht besser sein.
Das freut mich.
Tja, so ein Aufenthalt in der U-Haft ist nicht einfach.
Ja, nichts für Weicheier.
Aber sobald die merken, wen sie vor sich haben...
Man muss sich Respekt verschaffen.
Egal wo.
Schulhof, Sportplatz, Supermarkt, Knast, alles das Gleiche.
Wir haben endlich einen Prozesstermin, in sechs Wochen.
Ja, wurde auch Zeit.
Ja, ich würde ganz gern noch mal
die Verteidigungsstrategie mit Ihnen durchsprechen.
Ja? Okay.
Die Beweismittel in Ihrem Fall sind erdrückend eindeutig.
Tatsächlich würde ich Ihnen
zu einer defensiv-kooperativen Strategie raten.
Vorab ein Geständnis, um das Gericht milde zu stimmen.
Wenn wir Ihre makellose Vergangenheit
geltend machen können...
Ich gestehe gar nix.
Warum? Es ist gegen die Ehre.
Gut, aber wir sind uns schon einig, dass es eigentlich mal darum ging,
die Haftstrafe so gering es irgendwie geht zu halten?
Aber wie sieht das denn aus, wenn ich gleich zu Kreuze krieche?
Zu Kreuze kriechen?
Für mein Dafürhalten sieht es vor allem so aus, wie ein Mann,
der aus einer betrunkenen Laune heraus, eine Straftat begangen hat,
dann aber eingesehen hat, dass es ein riesengroßer Fehler war
und die Tat bereut.
Na, wenn Sie meinen.
Ich will Ihnen garantiert nichts aufzwingen.
Ich versuche Ihnen nur zu raten, wie Sie am besten hier rauskommen.
Und kommt auch die Presse?
Was meinen Sie? Es wird langsam ein bisschen grau und dünn.
Und wenn ich die seitlich bisschen länger...
Machen wir bisschen kürzer. Oder ganz kurz.
Das sieht männlicher aus.
Date, Prozess oder Freigang? Prozess.
Dann mache ich Ihnen was richtig Schönes.
Guten Morgen, Herr Strelitz.
Nervös? Nein.
Darf das Fernsehen in den Saal? Zur Verhandlung nicht.
Ich halt den Mantel eh vors Gesicht. Kommt immer gut.
Ja. Herr Strelitz, Überführung zum Gericht.
Wird schon schiefgehen.
* Düstere Streichmusik *
* Musik bricht ab, Stille. *
Es ist schon halb zwölf. Mhm.
Die fangen oft mit Verspätung an.
Sind schon viele Zuschauer da? Nein, kann ich mir nicht vorstellen.
Drüben im großen Saal wird gegen eine Kindsmörderin verhandelt.
Da ist was los.
Grüß Sie, Herr Strelitz.
(Richter) Setzen Sie sich, Herr Strelitz.
Wir haben die Sache nicht aufgerufen.
Ist das richtig: Ihnen wurde vor sechs Wochen
ein Strafbefehl wegen der Trunkenheitsfahrt zugestellt?
Ja.
Und Sie haben keinen Einspruch eingelegt? Nein.
Wir haben erst heute Morgen davon erfahren. Das tut mir leid.
Ich will versuchen, es Ihnen zu erklären.
Wissen Sie, dass unsere Gesetze verbieten,
Menschen zweimal für die gleiche Tat zu verurteilen?
Ja. Wir Juristen nennen das auf Latein "ne bis in idem".
Übersetzt heißt das: nicht zweimal in der gleichen Sache.
In Ihrem Fall ist das so,
das Amtsgericht hat Sie für die Trunkenheitsfahrt verurteilt.
Nun soll über die Drogentat verhandelt werden.
Aber so einfach ist es nicht, leider.
Wenn wir von Tat sprechen, meinen wir das Verhalten des Täters,
solange es einen einheitlichen Lebensvorgang bildet.
Wenn Sie z. B. ein Auto stehlen und damit eine Bank überfallen,
sprechen wir nur von einer Tat.
Autodiebstahl und Banküberfall
lassen sich nur gemeinsam beurteilen, verstehen Sie das?
Das weiß ich jetzt nicht.
Wir sind nun der Ansicht,
Trunkenheits- und Drogendelikt können nicht getrennt werden.
Die Fahrt diente dem Transport der Betäubungsmittel.
Trunkenheitsfahrt und Drogendelikt
sind also rechtlich gesehen nur eine Tat.
Weil Sie für die eine Tat schon verurteilt wurden,
kann nicht noch mal gegen Sie verhandelt werden.
Lassen Sie sich das noch mal von Ihrem Anwalt erklären.
Der Prozess findet nicht statt,
weil dem Amtsgericht ein Fehler unterlief.
Das Verfahren wird nach § 206a Absatz 1
der Strafprozessordnung eingestellt.
Der Haftbefehl des Amtsgerichts wird aufgehoben.
Ja, aber, Moment mal. Herzlichen Glückwunsch.
Was ist denn jetzt passiert? Mehr Glück als Verstand, Kollege.
Oder ein Supergau für die Staatsanwaltschaft.
Das Amtsgericht bekommt was von mir zu hören.
Es gibt keinen Prozess? Sie sind frei. Gratuliere.
Sie sind nur wegen des kleinen Delikts verurteilt worden.
Wir sollten mal wieder essen gehen. Gerne. Ich ruf Sie an.
Sie sind ein freier Mann, Herr Strelitz.
Kommen Sie.
* Ruhige schwermütige Musik *
* Musik läuft weiter. *
Die Schuld eines Menschen ist schwer zu wiegen.
Wir streben unser Leben lang nach Glück.
Aber manchmal verlieren wir uns und die Dinge gehen schief.
Dann trennt uns nur noch das Recht vom Chaos.
Eine dünne Schicht aus Eis.
Darunter ist es kalt, und man stirbt schnell.
* Lied: "Is It Worth It" von Robert Koch und Delhia de France *
* Ruhiger Elektro-Pop *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2019
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