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Untertitelung: BR 2013
Philip! Das hast du vergessen. Danke. Dir viel Glück für heute.
Wünsch ich mir auch. Mama?
Schau, Mama, ich hab mich auch hübsch gemacht.
Zeig dich mal, mein Großer, du siehst toll aus.
Wenn Papa wieder da ist, bauen wir Pfeil und Bogen. - Ja.
Versprochen, edler Herr Ritter? Ja.
Tschüss, Papa. Ich muss mich auch beeilen.
Ach Jona, komm. Seit vier Jahren war Mami nicht arbeiten.
Hoffentlich ändert sich das heute. Du musst mir helfen.
Jetzt musst du dich anziehen.
Stopp. Jetzt aber anziehen.
Ich will auch mit Opa reden. Ja.
* Handy * Bitte nicht jetzt.
Deine Tochter.
Eva, was denn? Papa, wir warten auf dich.
Das hab ich vergessen. Tut mir leid.
Wo bist du? Lass mich nicht hängen.
Ich bin golfen. Der Tag ist heute so wichtig.
Ich kann in einer Stunde bei dir sein.
Das ist zu spät. Schneller kann ich nicht.
Mein Termin ist um zehn.
Erzähl's mir später. Mir steht das Wasser zu den Knien.
Babysitting!
Komm, Schatz.
Ist offen!
Magda?
Magda, der Babysitter hat uns versetzt. Können Sie?
Tut mir leid, ich hab um 10 Vorlesung.
Auch das noch. Ein andermal gern.
Sie müssen mal mit Ihrem Vater reden. Das geht da rein und da raus.
Tief in den Bauch atmen. Besonders im Stress. - Ja.
Wieso kämpft Magda mit der Luft?
In Graz vor dem Restaurant. Wo bleibst du?
Jetzt aber schnell.
Ich geh da jetzt allein rein. Aber das war's dann.
Sie brauchen für Ihre Entwürfe Fantasie.
Hier entsteht noch ein Restaurant mit einer Kapazität von 50 Plätzen.
Mein Restaurant wird die Top-Adresse für gehobenes Design und Kulinarik
in der ganzen Steiermark sein. - Kommt jetzt der Kasper?
Pst!
Meine Gäste sollen überrascht sein wenn sie das Lokal betreten.
Sie sollen staunen und sich freuen. Eva?
Sie sollen inspiriert sein. - Nicht zu fassen, Lucy. Das ist ewig her.
Ich würde Ihnen Kaffee anbieten, aber die Küche arbeitet noch nicht.
Gab's schon die Unterlagen? Ich bin auch grad erst gekommen.
Sie bekommen Pläne und eine Mustertabelle für die Kalkulation.
Sehen Sie sich um. Lassen Sie sich inspirieren
und überraschen Sie uns mit mutigen Design-Vorschlägen.
Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an meinen Geschäftsführer.
Haben Sie den Designer-Nachwuchs mitgebracht?
Das war anders geplant.
Vielleicht bringt er Sie ja auf eine Idee. - Ja.
Mama, der hat aber eine spitze Nase.
Also ...
Die Bewilligung der Hamburger ist jetzt da.
Wir können bauen. Yes!
Tja, mein Lieber. Jetzt geht's zur Sache.
Am besten, du fährst die Woche hoch und baust das Büro auf.
Wenn alles gut geht, wirst du's übernehmen.
Ist das dein Ernst? Mhm. Ich brauch einen guten Mann da.
Kauf deiner Frau ein Paar schöne Gummistiefel,
eine kleine Schaufel und eine Regenjacke und ab geht's.
Wir trinken nachher was.
Hier steht's, die wollen einen Prototypen sehen.
Das Projekt durchzeichnen und eine Idee finden, das ist eine Sache.
Aber wer baut mir den Prototypen? Du?
Bevor ich eine Firma gefunden hab,
haben die anderen ihre Entwürfe präsentiert.
Der Typ, mit dem ich das machen wollte,
ist gut, aber unzuverlässig. Ich hab die Schnauze von ihm voll.
Ich hab eine Werkstatt.
Du? - Mein Vater hat mir seine Werkstatt vererbt.
Davon leb ich jetzt. So ... leidlich.
Lucy, das wär ja der Hammer. Wir zwei?
Deine Ideen ... und deine praktischen Fähigkeiten.
Hier bin ich. Darf ich das schon mitnehmen? Danke.
Stell dir vor: Miss Möbel. Platz da!
Oder ...
... Fräulein und Wunder.
Weib und Design. Die Möbelmädels.
Interior-Girls. Das ist gut.
Wann genau ist Abgabe?
Zwei Wochen für Entwurf und Prototyp?
Wie sollen wir das schaffen? Die Stühle müssen nur chic aussehen.
Der will nicht, dass den Gästen gleich der Hintern schmerzt.
Wir machen das richtig.
Verstehe, du willst den steirischen Design-Award.
Mindestens. Ich bin schon Mutter des Jahres.
Und heißeste Braut am Kochtopf.
Immer noch die Perfektionistin. Ach komm.
Wo ist denn dein Kind? (Jona) Mami! - Da.
Mami!
Ja, Philip, ich bin's. Komm heute nicht so spät. Es gibt Neuigkeiten.
Mama!
Mama, kommst du?
Aber Papa hat's mir versprochen. Ja, Jona. Ich weiß.
Und wo ist der Papa?
Hm, wo ist der Papa?
Ist der Papa da?
Papa! Oder hat er sich hier versteckt?
Kuck da drunter!
In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat,
lebte einmal ein Prinz.
Ist der Papa dein Prinz?
Ja. Eigentlich schon.
Eva?
Hey. Na? Du bist wohl beim Vorlesen eingeschlafen.
Warte, komm mal her zu mir. Es gibt was zu feiern.
Aha.
Also ...
Hamburg. Mein Projekt ...
Das Ding wird gebaut.
Schön.
Ich soll unsere Dependance da aufbauen.
Ich fahr am Donnerstag hoch und treff den Bauherren.
Ihr kommt nach.
Klar, dass wir das mit dem Umzug nicht gleich organisieren können.
Wie Umzug?
Ich beteilige mich an einer Ausschreibung.
Das geht von Hamburg. Nein.
Ich versuche, in meinen Beruf zurückzukommen.
Du wolltest mich unterstützen. Mach ich doch.
Ah ja? Davon merk ich nichts.
Du hast gar mich nicht gefragt, wie's heute bei mir war.
Wie willst du Jona in Hamburg Gutenachtgeschichten vorlesen?
Hier schaffst du's auch nicht. Hamburg ist unsere Chance.
Das ist die Chance für dich. Aber nur für dich.
Mami? Ich hab Durst.
* Er schnarcht. *
Eva! - Oh! Nein, die sind für Natalie.
Die musste mal wieder ausziehen, weil ich zu laut geschnarcht hab.
Kauf ihr Ohrstöpsel. Oder du suchst dir eine Frau in deinem Alter.
Die ist vielleicht toleranter.
Falten hab ich selber. Was ist eigentlich mit Hamburg?
Ich brauch deine Hilfe.
Kannst du dich nicht einen Tag pro Woche um Jona kümmern?
Kannst ja was mit ihm unternehmen.
Ich hätt gern ein Kilo Bohnen bitte.
Was soll ich unternehmen? Der ist kleiner als ein Golfschläger.
Wie sieht's dienstags aus?
Ich weiß, Montag, Donnerstag spielst du Golf.
Und Mittwoch? Da spiel ich Tennis.
Verstehe, dein Terminkalender ist voll.
Ich bin kein Opa. Doch.
Wenn ihr nach Hamburg ... Was ist dann mit mir?
Du kannst uns doch besuchen. Ja, einmal im Monat.
Öfter lässt du dich jetzt auch nicht blicken.
Kann der Kleine Fahrrad fahren?
Philip wollte es ihm beibringen. Ich kauf ihm morgen ein Fahrrad.
Ja, Papa.
* Radio Can't Take My Eyes Off You *
Nicht schon wieder.
Wusste ich's doch, Nummer vier.
* Radio Can't Take My Eyes Off You *
Hallo. - Hey.
Das sind nur so ein paar Ideenskizzen.
Ich weiß nicht, ob's was taugt. Wow, das ging ja schnell.
Darf ich mal? Klar doch.
So, das ist mein Reich. Was sagst du?
Klein, aber fein. Das ist deine Werkstatt?
Ja, okay, sie hat so ihre Macken.
Das ist mein Papa. Für den war das hier sein Leben.
Das ist nicht dein Ernst. Wieso?
Für einen Prototypen reicht's.
Aber wenn wir den Auftrag wirklich kriegen ...
40 Stühle, 20 Tische. Mehr ist das nicht.
Und die produzierst du dann allein? Wozu hab ich denn zwei Hände?
Meine Skizzen kann ich wegschmeißen. Wieso?
Oh, Metallfüße.
Ja, das wird schwierig.
Warum hast du mir das nicht gleich gesagt? - Was?
Ich brauch den Auftrag. Vom Restaurieren kann ich nicht leben.
Wir müssen ... - Was?
Und das da?
Mein Ersatzteillager. Ich brauch das alte Holz,
damit ich originalgetreu restaurieren kann.
So was werfen die Leute weg? - Ja. Schade.
Ah!
Du warst nach dem Studium in Madrid.
Lebst du schon lange wieder in der Steiermark?
Seit mein Vater gestorben ist. Du ganz allein?
Der Hof ist ziemlich groß.
Da kann ich tun und lassen, was ich will.
Beneidenswert.
Und was macht die Liebe?
Vorbeigehen und winken.
Irgendwie gerate ich immer an die Falschen.
Den Richtigen ... Gibt's den überhaupt? Ich mein ...
Ja. Wenn ich mir dich so ansehe.
Magst du?
Gerne.
Was machen wir denn jetzt?
Nachdenken, rumspinnen, einfach anfangen.
Ich hab vier Stunden.
Die Zeit sollten wir nutzen, um eine richtig gute Idee zu finden.
Für die Ideen bist du zuständig.
Jetzt lass das Geraschel.
Danke.
Ich hab's.
Was?
Ich hab's. Wir machen eine Vintage-Kollektion.
Vintage? - Ja.
Wir peppen alte Möbel auf.
Dass was ganz Neues, Einzigartiges entsteht.
Passt das zum Stil vom Restaurant? Wieso nicht?
Wir müssen was mit Seele machen, Kontraste schaffen.
Altes Holz neben stylishem Beton.
Seele.
Ich wusste doch, dir fällt was ein.
Das ist gut. Ja.
* Fahrradklingel *
Ähm ... Haben Sie nix anderes? Das könnte auch passen.
Aha. Ja, auch gut. Aber das ist viel zu klein.
Schauen wir noch mal.
Das versteh ich nicht.
Wieso willst du den Jungen auf die Reise mitnehmen?
Bitte erspar mir das, Bruno.
Ich versteh's selbst nicht. Immerhin bin ich sein Opa.
Schatzi, was soll das heißen? Nichts Bruno. Nichts.
Nimmst du jetzt das Ding, oder nicht?
Ich nehm das. Aber ohne Stützräder.
Der soll das richtig lernen. Und einen Helm dazu.
Weißt du was: Ich hab's satt. Spiel du mal den Opa.
Schatz?
Das ist die Mailbox von Eva Griebaum.
Eva ...
Scheiß Mailbox.
Probleme?
Na ja. Sagen wir mal so, sie hat nicht grad Luftsprünge gemacht.
Soll ich wen anders schicken? Auf keinen Fall.
Das ist mein Projekt. Dann ist ja alles bestens.
Oh, Moment mal.
Wir machen in die Mitte den Tresen, Stühle, Tische.
Funktional und auch als Eyecatcher. Super.
Lucy, Wahnsinn.
Was wird das hier? Urlaub auf dem Bauernhof?
Reha für Mütter.
Super.
Ach du Schande. Es ist halb fünf.
Ich hab mein Kind vergessen. Ich bin so eine Rabenmutter.
Bist du nicht.
Papa?
Papa, Notfall. Kannst du Jona bei seinem Freund abholen?
Ich ... Ich hab gearbeitet, du Freizeitkönig.
Ich brauch locker eine Dreiviertelstunde von hier.
Nein.
Philip ist im Büro.
Okay, vergiss es.
Lass alles liegen. Wir machen morgen weiter.
Jetzt hau schon ab, Löwenmama.
Magda? Können Sie Jona bei seinem Freund in der Mozartgasse abholen?
* Es klingelt. * Es ist offen!
Entschuldigung, dass Sie schon wieder einspringen mussten.
Danke. Er schläft wie ein Engel.
Lassen Sie alles fallen und setzen sich zu mir.
Ich muss noch ... Gar nichts müssen Sie.
Bitte. - Danke.
Emanzipation hin oder her, auch Sie können die Evolution nicht aufhalten.
Wovon reden Sie?
Frauen mussten Kinder schon immer allein durchbringen.
In Gemeinschaft mit anderen Frauen.
Nur das erklärt die enorme Sprachentwicklung des Menschen.
Ich will nicht ewig das Tipi auszufegen.
Ich mein ja nur, überfordern Sie ihn nicht.
Wieso ich?
Ich will mein normales Leben zurück. Mit ihm.
Ist das so schwer zu verstehen für einen Mann?
Prost. Sie reagieren panisch. Sie sollten Tai-Chi machen, das hilft.
Ich komm gerade mal zum Haarewaschen.
Warte, ich geb dir noch was.
Aber nix meiner Frau sagen.
Das ist mein Geheimfach.
Brauchst du den noch? Der ist schön.
Selbstverständlich, das ist doch meine Sparkasse.
Außerdem ist das gute Stück von deinem Vater.
Übrigens, meine Erna würde sich freuen,
wenn du wieder mal zum Essen kommst. Gerne.
Also dann, servus! Pfüat di, Lucy.
Hallo. - Hey.
Hallo.
Na, habt ihr Geheimnisse?
Alles in Ordnung? Du siehst ein bisschen mitgenommen aus.
Philip fährt morgen nach Hamburg.
Das ist für uns beide nicht ganz leicht.
Ich seh's positiv:
Du kannst dich ganz auf unsere Arbeit konzentrieren. - Ja.
* Geschrei *
* Kampfgeschrei * Ah! Ah!
Mama, die Lucy bewegt sich nicht mehr. Komm, schnell!
Kitzeln.
Nein, ich bin so kitzlig, nein!
Oh Mann ... Wir müssen gleich wieder los.
Die Zeit vergeht hier immer so schnell.
Wenn dein Mann jetzt nach Hamburg geht,
wieso kommt ihr nicht für eine Weile zu mir?
Dann musst du nicht pendeln. Gute Idee.
Jona würde sich freuen. Du nicht? - Doch.
Ich hab Sorge, dass Philip das nicht versteht.
Er fährt doch auch, weil er das will, oder?
Nachschub!
Ich hab gehört, deine Frau beteiligt sich
an der Ausschreibung für Aichingers Restaurant. Kompliment.
Manchmal ist eine Fernbeziehung wie Balsam für eine Ehe.
Ich wünsch euch beiden viel Glück.
Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!
Rapunzel ist nicht schlecht. Ich komm mir so vor,
als wenn ich seit Ewigkeiten im Turm sitz und auf Philip warte.
Und darauf, dass er endlich mal wieder Zeit für mich hat.
Und wie lange wartest du wirklich? Na ja ...
So ... seit Jona geboren ist.
Woa, das ist echt lange.
Du hast viel Geduld.
Ich hab zwei Jahre auf jemanden gewartet.
Mich hinhalten lassen ...
Und am Ende war dann alles ganz anders.
Ich bin draufgekommen, dass nebenher noch was lief.
Ich war eben nicht die Frau fürs Leben.
Aha. Das ist heftig.
Und?
Nix und.
Ich versuch zu vergessen.
Irgendwie denk ich immer, an mir war irgendwas falsch.
Das ist ja so typisch Frau.
So. Auf uns.
Auf die Liebe.
Und auf die unverhofften Begegnungen.
Ankucken.
Auf guten Sex. Okay.
Und auf das, was dabei rauskommt.
Weißt du was? Ich hab mich schon lang nicht mehr so wohlgefühlt.
Kuck dir doch mal den fantastischen Himmel an.
Hier, nimm das mit. Das steht dir gut.
Wir schaffen das, oder?
Du kommst einfach in ein paar Wochen nach.
Mhm.
Bevor noch mehr Zeit ungenutzt vergeht.
Mama!
Hm.
Der Zölibat auf unbestimmte Zeit verlängert.
Danke.
Okay. Komm her, mein Großer.
Du besuchst mich ganz bald in Hamburg, ja? Versprochen.
Pass auf dich auf. Ja.
Komm, jetzt fahr schon.
Mama, nicht weinen. Ich bin bei dir.
Wie war's?
Nicht so toll.
Ich geh spielen.
So ... Und wo können wir schlafen?
Ich hab euch mein altes Kinderzimmer vorbereitet.
Ist total gemütlich. Dank dir.
Schau mal: Die hab ich mir extra für hier draußen gekauft.
Das steht dir bestimmt gut. Probier's mal an.
Wann soll ich so was anziehen? Jetzt.
Die Schuhe passen perfekt dazu.
Kann man auch ganz bequem hier auf dem Land tragen.
Hier.
* Musik: "Come Away With Me" von Norah Jones *
Hier, der gehört noch dazu.
Ich schenk's dir.
Danke schön.
Hallo.
Lucy. Was?
Versuch mich bitte zu verstehen.
Ich hab schon verstanden.
Hast du mal eine Sekunde dran gedacht, wie ich mich fühle?
Natürlich. Wie kannst du so was sagen?
Es ist eben passiert. Nein, Carmen. So was passiert nicht.
Weißt du ... Ich will nur ein normales Leben.
Mit Tom? Ausgerechnet mit ihm?
Das glaubst du doch selbst nicht.
Wer war das denn vorhin?
Carmen.
Eine Freundin ...
Und ihr Neuer, Tom.
Die hat ihn dir ausgespannt, oder?
Ach ... Ist doch egal.
Also, ich find, du hast was Besseres verdient.
Du kannst doch jeden haben. Und du?
Na, ich hab Philip.
Aber richtig glücklich bist du mit dem auch nicht.
Ach, hör doch auf. Glück ist was für Pilze.
Beziehung ist Arbeit. Klar ist Philip mein Traummann.
Aha.
Ja. Er ist klug ...
... er ist sexy, wir haben den gleichen Humor.
Wenn er so toll ist, wieso erzählst du mir dann,
dass er dich behandelt wie ein Möbelstück? - Ach komm.
Die Liebe ist ein Märchen,
das nicht mit "Es war einmal ..." beginnt, sondern damit endet.
Ist das von dir?
So, jetzt geht's zur Dillerin.
Zur Dillerin?
Frau Diller. Die lässt uns auf ihrem Dachboden rumstöbern.
* Angstschrei *
So eine hatte meine Mama mal.
Ein Bügeleisen, anno 1900.
So alt ist das nicht. Hat mir gute Dienste geleistet.
Ich glaub, hier finden wir nichts. Was braucht ihr überhaupt?
Äh ... Alte Möbel, Stühle, Tische, Platten ...
Alles aus Holz. Ah.
Da hab ich eine Idee. Kommt mal mit.
Das war's wieder. Ihr beißt euch die Zähne aus an mir.
Guten Abend. - Prost, die Herren.
Was machst denn du da? Ist heut nix im Fernsehen?
Wir brauchen altes Holz. Hat jemand so was?
Für eine Wandverkleidung.
Ich ... Im Stadel, wieso? Für was brauchst du das?
Das brauchen wir halt. Was willst du dafür?
Zahl uns halt einen Schnaps.
Hat wer einen Tisch oder alte Tischplatten? Massivholz?
Schreibtisch? Geht das auch? Ja.
Den brauchen wir noch. - Wofür denn? Willst du mir einen Brief schreiben?
Herr Pfarrer, das wäre der Moment für Barmherzigkeit.
Kirchenbänke. Die alten könnte ich entbehren, samt Holzwürmern.
Amen.
Zum Wohl! - Prost!
Was sagt ihr? Danke. - Danke schön.
* Sie lachen. *
Das ist mein Schwein.
Oh mein Gott, mir dreht sich alles.
Wie viele Marillen hast du gehabt? Muss ich so was wissen?
Oh, mir ist so schlecht.
Hier geht's lang.
Gibt's hier keine Beleuchtung?
Ich weiß noch nicht mal, wo oben und unten ist.
Doch! Hier gibt's ... den Kleinen Wagen.
Und dann gibt's noch den Gürtel des Orion.
Der Tom hat dich die ganze Zeit angestarrt
und du hast ihn gar nicht beachtet.
* Schreckschrei *
Eva?
Wo bist du?
Hier! Hinterm Polarstern.
Ach, frische Wiese. Das riecht gut.
Stadtmensch.
Du bist richtig süß, wenn du getrunken hast.
Lucy, du bist der perfekte Mann.
Na, danke.
Mh, lecker. Dein Tom ist ein Idiot.
Woa, kannst du küssen.
Die brauchen ganz wenig Wasser.
Mit Blumen muss man reden wie mit Frauen.
Das hab ich bei Natalie falsch gemacht.
Wie lang bleibst du? Ich ruf an, ich weiß noch nicht.
Okay. - Ich muss los.
So, Sportsfreund, wir hauen uns jetzt auf die Piste.
Was hast du da auf? Damit siehst du ja nix.
Aber Opa, du schiebst mich doch. Nein.
Bitte. Nein!
Ich seh schon, ihr kommt klar. Bis später, Opa. - Ja, tschüss.
Oh Gott. So, und festhalten.
Und auf geht's.
Wie spät ist es bitte? Fünf vor drei.
Wow, du siehst schön aus. Du auch.
Wenn das ein Schönheitswettbewerb wäre ...
... hätten wir schon längst gewonnen.
Wo ist denn Jona? Der ist bei seinem Opa.
Na bitte, geht doch.
Na komm.
Das Restaurant ist riesig. Und so modern.
Eine schöne Herausforderung.
Sie können das hier abstellen.
Danke.
Wir setzen auf den Kontrast zwischen Bewährtem und Experimentellem.
Der Sachlichkeit dieser Architektur soll Leben eingehaucht werden.
Ja ...
Ähm, Entschuldigung.
Also, wir arbeiten mit warmen Farben,
mit individuellen Möbeln,
mit Materialien, die eine Geschichte, also eine Patina haben,
und kombinieren sie mit modernen Elementen.
Ökodesign, verstehe.
Also, mir gefallen Ihre Entwürfe.
Sie haben Seele und ein bisschen Lokalkolorit.
Können Sie das alles herstellen? Sicher.
Jeder Stuhl ein Einzelstück. Wir werden die Termine halten.
Haben Sie Referenzprojekte?
80 Jahre Erfahrung in der Möbelrestauration sollten reichen.
Haben Sie schon ein Projekt dieser Größenordnung realisiert?
Nein. Doch. Die Dorfkirche.
Gut. Ich würd mir Ihre Firma gern mal anschauen.
Die Firma hat zehn Mitarbeiter. Komm.
Du Lügnerin. Was hätte ich denn machen sollen?
Jetzt haben wir ein Problem. Mehr als eins.
Wir müssen anfangen zu produzieren. Ohne Auftrag? Das ist ein Risiko.
Anders können wir die Termine nicht halten.
Wir sind vorne dabei. Wir können nicht aufgeben.
Wenn der meine Werkstatt sieht ... ... lassen wir uns was einfallen.
Ich bin so froh, dass ich dich hab.
Jetzt machst du kurz die Augen zu. Wie?
Augen zu.
So. Und komm mit. Komm.
Komm. Und stopp.
Was denn jetzt?
Augen auf.
Voila, unser Firmenwagen.
Hast du einen Knall? Du hast ein Auto gekauft. Wovon denn?
Ist nur geliehen. Cool, was?
Irgendwie müssen wir unser Zeug transportieren.
Also du bist wirklich ... ... verrückt, ja.
Darf ich bitten?
* Zerreißender Stoff * Huch!
Sag jetzt nichts. Scharf.
Hier hinten rauf.
Danke.
Das Zeug kann oben so nicht stehen bleiben.
Räumt das zur Seite, bitte.
Das ist die Mailbox von Eva Griebaum.
Nachrichten bitte nach dem Ton.
Eva, ich bin's. Ruf mich zurück.
Ich weiß, ich bin schwer zu erreichen.
Probier's einfach noch mal. Ich vermiss euch sehr.
* Radio *
* Schrei *
Woa, das war aber mehr als eine Sicherung.
Mama, was hat da geknallt? Bleib draußen.
Sag mir nicht, dass du das für Strähnchen benutzt hast.
Das war meine Überbrückung. Du bist mutig.
Wir brauchen einen Elektriker.
Wie das geknallt hat, sind Leitungen kaputt. Das kostet ein Vermögen.
Willst du den Stuhl jetzt mit einem Fuchsschwanz zerlegen, oder was?
Ja, keine Panik. Wir finden eine Lösung.
Ich hab genug Kerzen im Haus
und notfalls machen wir ein kleines Lagerfeuer.
* Handy *
* Klingel *
Ja?
Ja, Eva, ich bin schon auf dem Sprung.
Wie? Was ist passiert? Und was soll ich da jetzt?
Gut, ich kümmere mich drum. * Klingel *
Ja, komm schon.
Ja!
Was ist denn jetzt los? Das frag ich Sie.
Ich hab nur Blumen gegossen. Mit einem Wasserwerfer?
Ich muss zu meiner Tochter. Der Babysitter, der nie kommt.
Was erlauben Sie sich? Sie spielen ja Golf.
War der Plan. Jetzt soll ich mich um ein Notstrom-Dingsbums kümmern.
Hab ich. Wo? - Im Keller.
Ich hol das Ding, Sie schalten den Wasserfall aus
und wir treffen uns in der Mitte. Was läuft hier falsch?
Wieso sagen mir in letzter Zeit immer Frauen, was ich tun soll?
Philip! Hallo! Ja, wie geht's? Ist Eva da?
Das ist jetzt schlecht. Wir haben ein Problem.
Sei nicht böse, ich muss Schluss machen. Tschüss.
Das Wasser.
Bitte, fahren Sie nicht so schnell. Festhalten.
* Quietschende Reifen *
Ich will gesund nach Hause kommen. Das werden Sie auch.
Vorsicht, da sind so viele Bäume. Wo fahren Sie denn hin?
Ah!
Kommen Sie. Aussteigen.
Tief durchatmen. Eva wartet.
Die fünf Minuten machen das Kraut auch nicht mehr fett.
Oh Gott, womit hab ich das verdient?
Ist das herrlich hier.
Sie sind ja käseweiß.
Pranayama-Atmung. Länger aus als ein, das hilft.
Machen Sie kein Yoga?
Seh ich so aus? Ich spiel Golf. Altherrensport. Deswegen.
Geht's wieder? - Ja. Sind Sie immer so? - Wie denn?
So unentspannt, so hysterisch. Ich bin emotionsflexibel.
So was kann nur einem Mann einfallen.
So, Jona, gleich ist dein Papa da.
Hallo Papa. Kuckuck!
Hey! Hallo mein Großer. Wer war denn das da eben?
Na, die Lucy. Welche Lucy? Wo bist du denn?
Wir sind in einem Ritterschloss und braten Würstel im Feuer.
Im Feuer? Und es hat laut geknallt.
Magda und Opa reparieren gerade den Strom.
Hattet ihr einen Stromausfall?
Wir müssen morgen den Elektriker rufen.
Wie soll ich das bezahlen? Mein Konto ist überzogen.
Dann lös ich meinen Bausparer auf.
Wir können so keine Inneneinrichtung produzieren.
Das ist Russisch Roulette. Kinder, es kann losgehen.
Jona, essen. Tschüss Papa, die Mama ruft.
Jona, warte mal kurz.
Bist du da?
Eva? Eva!
Eine Wurst, bitte. Danke.
Ah. Es werde Licht und es ward Licht.
Nur ein Provisorium, aber besser als nix.
Magda, Sie sind ein Schatz. Und ich? Ich hab mein Golf abgesagt.
Opa, Tischspruch.
Na los. Was?
Piep, piep, piep ...
... mein Hirn, das ist ein Sieb.
Opa, dein Hirn ist doch kein Sieb.
Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb.
Guten Appetit.
Ich hab schon gedacht, ich müsste beten.
Sie können meine Hand jetzt loslassen.
Bitte? Ach so, ja. Was haben Sie denn da? - Hey.
Wie lange soll das mit dem Weiberhaushalt noch gehen?
Ich weiß gar nicht, was du hast. Uns geht's doch gut hier.
Jona geht im Dorf in den Kindergarten.
Mit ein bisschen Glück gewinnen wir die Ausschreibung.
Und was ist mit Hamburg?
Komm, wir lesen schon mal die Gutenachtgeschichte.
Ich mach das schon.
Dann emanzipier ich mich schon mal für den Abwasch.
Na?
Willst du mir erklären,
dass du hier mit einer Frau, einem Kind
und 20 Hühnern leben wirst?
Na ja. War ja auch so nicht geplant. Das hat sich so ergeben.
Lucy und ich ... Und was ist mit Philip?
Der wartet auf dich.
Ah ja. Und woher weißt du das?
Seit wann interessierst du dich denn für mein Leben?
Du warst nie da. Und jetzt erteilst du mir Ratschläge?
Ich will nicht, dass du den gleichen Fehler machst wie ich.
Wieso Fehler?
Mama und ich sind auch gut allein klargekommen damals.
Philip macht das jetzt genauso. Er macht das nur für dich.
Ach Papa, hör doch auf.
18 Loch, junge Weiber. Das ist deine Welt.
Von Beziehungen hast du keine Ahnung.
Wie bitte?
Philip hat sich dazu entschlossen, ganz auf seine Karriere zu setzen.
Und jetzt kämpft jeder für sich alleine.
Oh Mann.
Weißt du, mit Lucy ... das ist was völlig anderes.
Die ist seit Monaten der erste Mensch, der mich wirklich wahrnimmt.
Und sie ist da für mich. Ich mach, was mir Spaß macht.
Und ich fühl mich auch nicht mehr so allein.
* Das Handy vibriert. *
Ja ...
Ehrlich, ich dachte immer, Eva sei zufrieden mit ihrem Leben.
Jetzt lernen Sie endlich mal Ihre Tochter kennen.
Hm ... So sind wir Männer halt.
Wir bauen woanders Häuser ...
... und merken nicht, wie daheim das eigene abbrennt.
Das erklärt vielleicht die Urbanisierung, mehr aber auch nicht.
Eva hatte recht.
Ich hab alles verpasst.
Ihre Kindheit, meine Frau.
Als die mich am meisten gebraucht hätte,
saß ich auf einer Bohrinsel fest.
Seien Sie jetzt für sie da, noch ist es nicht zu spät.
Wissen Sie, der Jona ...
... der hat Evas Nase.
Und Ihren Dickschädel. Ja?
Wirklich?
Jetzt gehen wir auf einen Absacker zu mir.
Ja.
Machst du so Tussi-Sport?
Ne. Da komm ich überhaupt nicht dazu.
Brauchst du auch nicht.
Du bist eine wunderschöne Frau, Eva.
Ach, hör auf.
Ich würd mir wünschen, dass Philip öfter so was zu mir sagt.
Danke.
Prost.
Du siehst richtig sexy aus.
Gib schon zu, dass du mich abschleppen wolltest.
Würde mir gar nicht einfallen.
Gibt's hier Ameisen? Das kribbelt so.
Sex im Freien hatte ich das letze Mal mit 35, glaub ich.
Dass du dich daran noch erinnern kannst.
Und was ist mit dem Nachbarn? Liegt unter mir.
Möchtest du Anzeige erstatten? Nein.
So, wir haben wieder Strom, es ist alles in Ordnung.
Hallo, Herr Griebaum. Hallo.
Hallo! Jemand zu Hause?
Eva?
Eva!
Ach komm. Ich hab auch eine Zeit lang
mit meiner besten Freundin und mit meinem Mann zusammengelebt.
Frau Professor ... Das hat es in Ihren Kreisen gegeben?
Wir haben es erfunden, aber es hat immer in einem Drama geendet.
Atmen nicht vergessen.
Oh, Besuch. Der Hausherr ist da.
Jetzt sind wir aufgeflogen.
Na und?
Hallo! Ich komm gleich hoch, ja?
Ähm, du ... Was ich fragen wollte:
Gibt's da eigentlich jemanden?
Offene Beziehung, nichts Ernstes.
Und wie alt?
Ein bisschen jünger als du, 39. Wieso?
Oh, hm.
Servus. Dahin bitte.
Nein, stopp. Die kommen da rüber.
Kommt!
Bitte schön. - Danke schön.
Bitte schön. - Danke schön.
Bitte schön. - Danke.
Bitte. - Danke.
Super.
Wie findest du das?
Nicht schlecht.
Achtung, die sind noch nicht fest.
Ich bleib so.
Du bist meine Rückenlehne.
Schau, so gehört's.
Ich, also Magda ... Frau Professor Schneider und ich
hatten gestern hier ... Prost.
Bruno ... Wohnst du hier jetzt oder ...
Also ... nur vorübergehend.
Bis sich die Dinge geklärt haben.
Was für Dinge? Wo ist denn Eva?
Die ist am Land. Das weißt du doch, in Fuggerberg. Ihr Projekt.
Sie arbeitet am Land, aber ... Sie wohnt da jetzt?
So würd ich das nicht nennen. Wie dann?
Wie in den Urlaub fahren und nicht mehr heimkommen.
In solchen Kreisen ist das üblich.
Männer mit Frauen, Frauen mit Frauen, Männer mit Männern.
Wovon zum Teufel sprichst du? Magst du einen Whiskey?
Danke. Hab ich's doch geahnt. Philip!
Na? Was gab's im Kindergarten zu essen?
Hast du schon einen Freund gefunden?
Sag mal, redest du jetzt nicht mehr mit mir?
Mami, der Tobi hat gesagt, ich hab keinen Papa.
Der Tobi ... Der Tobi ist ein Depp.
* Hupe *
Papa!
Na, mein Großer? Alles gut? Mhm.
Wo kommst du denn her?
Überraschungsbesuch.
Lucy, mein Papa ist da.
Das ist ja toll.
Darf ich euch vorstellen?
Das ist Lucy. Wir arbeiten zusammen an der Ausschreibung.
Das ist mein Mann, Philip.
Hallo. - Hi.
Schau mal, Papa. Lucy und ich haben Pfeil und Bogen gebaut
und ich kann damit schon schießen.
Zeig mal her. Wow!
Soll ich dir mein Baumhaus zeigen? Du hast ein Baumhaus?
Zeig doch mal.
Ich muss mal kurz auf die Bank. Du musst jetzt nicht gehen.
Okay.
Wow!
Papa, bleibst du jetzt hier?
Ich wollte euch nach Hamburg abholen.
Toll. Darf die Lucy auch mitfahren? Wir haben sie so lieb.
Komm, wir schießen noch einen.
Lucy, ich wusste ja nicht, dass er kommt.
Fühlt euch wie zu Hause. Wir arbeiten nur zusammen.
Du Mimose. Was hätte ich denn sagen sollen?
Z.B., dass ich deine Freundin bin. Das tut mir leid.
Schöne Gegend hier.
Eva ...
Was ist hier los? Ich erkenn meine eigene Frau nicht wieder.
Du meldest dich nicht zurück.
Dein Vater amüsiert sich in unserer Wohnung mit der Nachbarin.
Und du lebst jetzt hier mit dieser Lucy?
Bist du noch ganz dicht?
Was machst du hier in der Pampa?
Jona geht jetzt hier in den Kindergarten.
Ich glaub, ich hör nicht richtig.
Du wolltest nie mit nach Hamburg.
Rede mit mir!
Schau mich an!
Sag was, bitte. Irgendwas. Erklär's mir doch.
Papa, fahr nicht!
* Hupe *
Alles in Ordnung?
Passt, danke.
Ich brauch den.
Gib her, komm.
* Hupe *
Eva?
Ich hab den Aichinger vorm Gasthaus getroffen,
da hab ich ihn reingeschickt.
Seid ihr bereit? Es geht los.
Wir sind jetzt die Angestellten von Lucys Firma.
Wir müssen ihr helfen.
Schön, dass Sie hergefunden haben.
Bitte.
Ja ... Die Idee ist, dass man zu dem Stuhl, auf dem man sitzt,
eine Beziehung aufbaut, dass man sich wohlfühlt.
Ein Möbelstück erzählt was über den, der drauf sitzt.
Ach so.
Sie haben sich auf einen Stuhl mit Armlehnen gesetzt.
Das kann bedeuten: Sie sind unsicher und suchen Halt ...
Ausgeschlossen, schau ihn dir an.
Oder Sie sind ein Alphamännchen. Definitiv Letzteres.
Damit Sie Ihre Termine einhalten können,
haben wir mit der Produktion begonnen.
Aber Sie haben noch gar keinen Auftrag.
Ja, das ist unser Risiko. Wir schaffen das sonst nicht.
Handarbeit braucht Zeit, Zeit für Qualität.
Das stimmt. Ich koche ja auch kein Fast Food.
Das ist unser Sägewerk.
Die anderen Jungs sind grad in der Mittagspause.
Wir sehen uns nachher.
Der Chef von unserer Textilabteilung. Immer sehr in Eile.
Jetzt geht's los.
So, und hier bekommen unsere Möbel ihren individuellen Look.
Wir haben ungewöhnliche Produktionsstätten.
Wir passen uns der Umgebung an. Unsere Mitarbeiterinnen sind froh,
dass sie von zu Hause arbeiten können.
* Lucy stellt die Frauen vor. *
Jetzt gibt's Probleme.
Was ist denn da los? Wollt ihr euch was dazu verdienen?
Franz, verschwinde. - Wieso?
Was machst du? Kannst du nicht mal auf deinen vier Buchstaben sitzen?
Soll ich das Wrack am Feld lassen mit seiner zerquetschten Nase?
Du vermasselst alles.
Und Sie sind der Chef vom Fuhrpark? - Wer?
Mach was. Kommen Sie mit in unser Lager.
Sie haben noch nicht gesehen,
wo die Stühle für den Versand vorbereitet werden.
Das ist Philips Wagen. Nix Schlimmes.
Wir haben ihn trotzdem ins Krankenhaus gebracht.
Ins Krankenhaus? Vielen Dank.
Wiedersehen.
Danke. Sie hören von uns.
Auf Wiedersehen.
Das war's dann wohl.
Wir haben uns immer weiter voneinander entfernt.
Du hast das nicht mal bemerkt, so warst du mit dir beschäftigt.
Ich hab mich um dich gekümmert und um Jona.
Das hat dir gereicht.
Nur ich selbst bin dabei auf der Strecke geblieben.
Und was noch viel schlimmer ist:
Unsere Liebe auch.
Das war manchmal so, als würde man mit einem Geist leben.
Wenn ich dich gebraucht hab, warst du nicht da.
Ich ...
Ich kann mich ändern. Kannst du das wirklich?
Du willst doch was anderes für dich. Ich bin die falsche Frau dafür.
Nein, das bist du nicht.
Es tut mir leid.
Aber so, wie es war, will ich es nicht mehr.
Hallo. Nicht schon wieder.
Eva kann hier bald eine Blumenhandlung aufmachen.
Was soll ich machen? Der Kunde zahlt und ich muss liefern.
Ich würd dir auch gern Blumen schenken.
Ach so.
Ich schneid sie noch an, ja? Hast du ein Messer?
Du weißt doch, wo alles ist.
Du fehlst mir. Hab ich dir das schon gesagt?
Schneid dich nicht.
Ich mein's ernst.
Ja, was soll ich da jetzt ...
Ich hoffe, du bist glücklich.
Mach's gut.
Du hast auch ein Leben. Nur, wenn's dir gut geht, geht's auch Jona gut.
Hör auf, dir Vorwürfe zu machen.
Hat er schon wieder Blumen geschickt?
Ja.
Schenk sie der Ernie, die freut sich.
Und die ganzen anderen Sträuße?
Egal. Jedem, der dir über den Weg läuft.
Lucy, du bringst mich durcheinander.
Wovor hast du Angst?
Lucy, ich kann das nicht. Ich liebe Philip.
Ach ja? Und wieso bist du dann hier? Die ganze Zeit bist du bei mir.
Das hat damit nichts zu tun.
Das glaub ich dir nicht.
Das war nicht Tom, der dich verlassen hat.
Das war Carmen.
Du hast doch genau gemerkt, was zwischen uns läuft.
Ich bin deine Freundin.
Und wir sind uns nah.
Aber das ist nicht so, wie du dir das wünschst.
Es kann hier nicht jeder ein- und ausgehen, wie er will.
Ich bin doch bei dir. Wie lange?
Bis das Scheiß-Restaurant fertig ist?
Das ist unfair. Ich konnte nicht ahnen,
dass du dich in mich verliebst. Du bist nur feige.
Hör auf damit. Sonst kann ich nicht hier bleiben.
Dann geh doch.
Ich wollte dir nicht wehtun.
Lucy, hast du ein Aua?
Wo hast du denn ein Aua? Hier.
Es tut mir leid, Lucy. Lass uns wieder gut sein.
Die Wahrheit ist ...
Ich bin zu alt für so einen Beziehungskram.
Ich habe das alles hinter mir.
Willst du mich heiraten? Ja oder nein?
Du bist verrückt.
Du gehörst in eine Anstalt, wir kennen uns doch kaum.
Na und? Okay, ich hab meine Gewohnheiten.
Ich kann nur im Dunklen schlafen. Schlecht, ich hasse Rollos.
Ich schlafe etwas unruhig. Furchtbar für dich.
Ich schnarche. Ich hab's geahnt.
Ich lese zwei Stunden am Tag Zeitung.
Ich sammle USB-, Cinch-, Netz-, Starkstromkabel.
Und ich esse vegetarisch. Das geht gar nicht.
Obwohl ... Das soll ja sehr gesund sein.
Lass uns doch einfach leben.
Ich glaub, du hast mich auf eine großartige Idee gebracht.
Kaffee? Ja. Zwei Stück Zucker.
Sehr gut. Auf den Daumen schauen. Popo raus.
Füße grad stellen. Und mit viel Gefühl. Auf geht's.
Ja, super. Super, das ist ja gut.
Gleich noch einen.
Das macht mir solchen Spaß, mit dem Kleinen Zeit zu verbringen.
Schauen wir mal, wie lang das hält.
In die Opa-Rolle muss ich noch hineinwachsen.
Aber steht mir gut, oder? Ja.
Egal, was kommt, Prinzessin. Ich bin immer für dich da.
Aber du solltest dir das mit Philip genau überlegen.
Ihr habt euch gemeinsam etwas Wunderbares aufgebaut.
Das wirft man nicht einfach weg. Ich werf das ja auch nicht weg.
Mir ist einiges klar geworden, seit ich meinen Weg gehe.
Ich will mich ja nicht einmischen. Aber bitte überstürze nichts.
Du? - Darf ich reinkommen?
Ist sie da?
Oh. Verstehe.
Ja. Sie liebt ihren Mann.
Und ich kann nichts dagegen tun.
Ich hab's Tom gesagt.
Erst ist er ausgeflippt. Dann war er irgendwie erleichtert.
Wie?
Er hat auch gemerkt, dass es das nicht ist.
Und du? - Ich?
Ich ... fühl mich befreit.
Lucy ...
Ich weiß, ich hab dir sehr wehgetan.
Aber wenn du nur einen Funken Gefühl noch für mich hast ...
Weiß nicht, ob das wieder gut wird.
Willst du auch einen Tee?
Herzlich willkommen. Bitte, setzen Sie sich doch.
Ich sehe gerade, dass ich mich gar nicht mehr entscheiden muss.
Sie haben die Entscheidung für mich getroffen.
Sie wollten bequem sitzen oder ein Stuhl hat Ihnen gefallen.
Ich gratuliere.
Die Firma ...
... Interior-Girls bekommt den Auftrag.
Sie haben einfach etwas, was den anderen Mitbewerbern fehlt:
Charme und eine gehörige Portion Frechheit.
Und für beides hab ich eine Schwäche.
Sie sind auf ein Glas Champagner eingeladen.
Super.
Eva!
Wie geht's?
Seit wann bist du aus dem Krankenhaus?
Ich muss mal mit dir reden. Ich kann jetzt nicht. Wir ...
Ihr habt den Auftrag. Mhm.
Gott sei Dank. Ich dachte schon, ich hätt's vermasselt.
Fast. Eva, kommst du?
Entschuldige ... Lass uns in Ruhe reden.
Philip. Bitte, gib mir eine Chance.
Wir kommen. Eva!
Okay.
Morgen. Morgen Abend.
Und?
Bist du eifersüchtig? Und wie.
* Musik: "Only You" von The Platters *
Philip?
Das ist schön.
Eva, ich ...
Ich bin vielleicht nicht der perfekte Mann, aber ...
... ich liebe dich.
Ich werd mir viel mehr Zeit für euch nehmen.
Für dich, für Jona ...
Wir machen Ausflüge und Urlaube.
Ich hab Hamburg abgesagt.
* Musik: Only You von The Platters *
* Es klopft. *
Hallo.
Eva, Carmen. Carmen, Eva.
Grüß dich.
Wo kommst denn du her?
Aus der Sandkiste.
Und ihr?
Ja, herzlich willkommen. Bitte, nehmt Platz.
Wir möchten uns mit diesem Fest
bei euch für eure Unterstützung bedanken.
Danke, dass du mich wachgeküsst hast.
Nur dass dich ein anderer Prinz bekommen hat.
Dem stehen noch einige Prüfungen bevor.
Ich wünsch dir viel Glück.
Und wir?
Wir bleiben die Interior-Girls.
Guten Appetit.
Warum müssen Sie sich immer so anschleichen?
Wegen dem schönen Ausblick.
Passen Sie auf, dass Sie nicht den Überblick verlieren.
Ich wollte Sie was fragen.
Entschuldigung. Kann ich kurz meine Frau entführen?
Der hatte ja schon seine Hände an deinem Hintern.
Nein!
Ich hab's genau gesehen.
Frau Griebaum, entschuldigen Sie.
Ich möchte nicht indiskret sein, aber Sie und Ihre Kollegin ...
... sind Sie auch privat zusammen? Weißt du, wo Jona ist?
Ich glaub, der sitzt in seinem Baumhaus. Warte kurz.
Darf ich vorstellen: Das ist mein Mann Philip.
Freut mich sehr.
Dann muss ich wohl mit ihm über Ihre Zukunft sprechen.
Machen Sie das. Ich hol was zu trinken.
Ich hab ein großes Projekt in der Hafencity von Hamburg.
Glauben Sie, ich könnte Ihre Frau dafür gewinnen?
Wie bitte? Haben Sie gerade Hamburg gesagt?
Ich weiß, Ihre Familie lebt hier.
Ich meine, sie könnte die Entwürfe von Graz aus machen.
Aber irgendwann bräuchte ich sie vor Ort.
Vor Ort. Das ist ...
Sagen Sie ihr das bitte ganz genau so.
Das wär wichtig. Was wär wichtig?
Frau Griebaum, ich eröffne ein Restaurant in Hamburg.
Möchten Sie und Ihre Kollegin die Innenausstattung übernehmen?
Na? Willst du dem Herrn Aichinger nicht antworten?
Ich bräuchte Sie natürlich vor Ort.
Moment kurz. Entschuldigung.
Was soll das? Was hast du dem denn erzählt?
Ich? Ich hab doch Hamburg grade abgesagt.
Du kannst Rainer gerne anrufen.
Also, schöne Frau ...
Wie entscheidest du dich?
Kannst du das wieder zusagen?
Kannst du das zusagen? Ich weiß es nicht.
Ja, Herr Aichinger ...
Also vor Ort, das wäre ...
Das wär großartig. Sehr schön.
Übrigens, mein Mann ist Architekt.
Wow!
Jetzt hast du den Spieß einfach umgedreht.
Nein, bei mir ist das was anderes.
Ich fühl mich jetzt stärker. Nicht mehr nur als dein Anhängsel.
Den Part hab ich jetzt übernommen.
Das kannst du gar nicht.
Du bist wunderschön.
Ich weiß nicht, wann du das letzte Mal so gestrahlt hast.
Und ich weiß nicht, wann du mich das letzte Mal so angeschaut hast.
Untertitelung: BR 2013 im Auftrag der Degeto
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