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THUNDERBIRD 1, STARTRAMPE
Hier ist der Sitz
von International Rescue.
Leider ist zurzeit keiner unserer Mitarbeiter
im B�ro.
Wenden Sie sich f�r Rettungsanfragen bitte an Spectrum
und fragen nach Colonel White.
Auf Wiederh�ren.
Potzblitz, wer h�tte das gedacht?
Ach, da sind Sie, Parker.
Bitte um Verzeihung, Milady.
H�tte ich gewusst...
Kein Grund, sich zu entschuldigen.
Warum sollte nur ich diesen
kleinen Sommerausflug genie�en?
Eine so erfrischende Abwechslung vom �blichen Trott.
Finden Sie nicht?
Oh doch, Milady.
Was lesen Sie da, Parker?
Sie waren ja ganz vertieft.
Nun, Milady, haben Sie sich je gefragt, woher Sie kommen?
Warum ich hier bin?
Was der Sinn des Lebens ist, und so weiter?
Herrje, Parker, haben Sie eine existentielle Krise?
Das k�nnte man so sagen, Milady.
Dieses Buch hier behauptet, alles erkl�ren zu k�nnen.
Oh, wie faszinierend!
Sprechen Sie bitte weiter.
Anscheinend begann alles vor �ber 50 Jahren.
GROSSBRITANNIEN
DIE SWINGING SIXTIES
EINE KLEINE GRUPPE VON FILMEMACHERN
REVOLUTIONIERTE DIE KUNST VON PUPPENSPIEL UND SPEZIALEFFEKTEN
UND ENTWICKELTE SIE VON DEM HIER...
ZU DEM HIER...
UND VON DEM HIER...
ZU DEM HIER...
Meisterspion, was tun Sie hier?
Ich bin hier, um unsere Diskussion
�ber Supercar zu beenden.
Alles klar, Venus?
Alles klar, Steve.
Gut, dann los.
Stingray 2, melden Sie sich umgehend beim Kontrollturm.
Ok, Captain Scarlet, jetzt hei�t es Sie oder ich.
Die 600 Leute da oben
haben noch etwa 40 Minuten zu leben.
Sie k�nnen ihnen nicht helfen, aber wir.
Parker, wir f�hren hier eine Mission durch.
Um was f�r ein Gesch�ft geht es dieses Mal?
Ums Showgesch�ft, Parker.
Thunderbirds, los!
GEFILMT IN SUPERMARIONATION
Wir ahnten damals nicht,
dass diese Sets, Modelle und Puppen
den Leuten viele Jahre im Ged�chtnis bleiben
und zu solchen Ikonen werden sollten.
Eine Firma wurde beauftragt,
im Studio alles abzurei�en.
Es r�ckten Leute mit Vorschlagh�mmern an,
die alles zu Kleinholz machen sollten.
Und wir mussten dastehen und dabei zusehen.
Dass alles, was wir aufgebaut hatten
in den vielen Jahren zuvor, nun vor unseren Augen
zerst�rt wurde, das trieb mir auf jeden Fall Tr�nen
in die Augen.
Habt ihr je von der Twizzle-Puppe geh�rt?
Nein?
Das liegt daran, dass es nur eine davon gibt.
Aber fangen wir da an, wo es f�r Geschichten am besten ist:
Am Anfang.
ZU ANFANG...
The ADVENTURES of TWIZZLE, 1957
Ich sah diese Anzeige, es war Urlaubszeit und ich brauchte Geld.
SCHREIBKRAFT, Filmstudio
Ich sah sie und dachte: "Das k�nnte
"mich interessieren."
N�here Informationen gab es nicht.
Pentagon Films wurde gegr�ndet,
Co-Gr�nder, Direktor
um Werbespots oder Dokus
zu produzieren.
Viel mehr Arbeit gab es damals nicht.
Es waren die Kindertage des kommerziellen Fernsehens,
viele wollten Fernsehserien produzieren.
Produzent
F�nf Leute waren beteiligt.
Gerry Anderson, ich, Red Furderer, Douglas Dobbs
und ein Bursche namens Smith-Morris.
Sie stellten mir Fragen wie f�r einen Spitzenjob.
Und ich dachte: "Mich seht ihr nie wieder."
Als ich ging, dachte ich: "Zum Gl�ck ist das vorbei."
Anschluss
Zwei Tage sp�ter kam ein dringender Anruf und es hie�:
"Wann k�nnen Sie anfangen?
"Wir haben gro�e Probleme.
"Es kommt etwas herein." Erst hatten sie gesagt:
"Wir melden uns dann."
So fing das Ganze an.
Hallo, Kinder, ich bin's, der kleine Noddy,
und ich hab was f�r euch.
Eines Tages brachte uns ein gewisser Peter Hayes
eine Noddy-Puppe.
Eins auf diese Tasse.
So.
Eins auf diesen Griffelkasten.
Und so kam es zu unserem ersten
kurzen Puppenfilm.
Ein 30-Sekunden-Werbespot f�r Kellogg's Ricicles.
Kellogg's ZUCKER-Ricicles
Ja, ich hab das Wackelrad repariert,
jetzt kriegt er einen sch�nen Anstrich.
Puppenkurzfilm
Darf ich auch auf was hauen?
Hoppity l�sst mich manchmal mit dem Hammer auf Sachen hauen.
Das kann ich gut.
Wir hatten gar nicht vor, Puppen herzustellen
oder zu filmen.
Das war �berhaupt nicht unser Ehrgeiz.
Dann kam eine Dame namens Roberta Leigh.
Sie war Autorin und wollte Filme machen.
Und unter dem Arm hatte sie 52 15-Minuten-Drehb�cher.
Sie sagte: "W�rden Sie diese Serie gern drehen?"
Und wir sagten ja!
Dann meinte sie: "Es ist eine Kinderserie,
"die mit Puppen gedreht werden muss."
Da h�tte ich mich fast �bergeben.
Du bist aber wirklich eine lustige Puppe.
So was wie dich hab ich noch nie gesehen.
Was bist du?
Ich bin Twizzle, und das mache ich auch.
Was machst du?
Mich schrauben.
Twizzle war diese kleine Figur,
die sich auf jede Gr��e hochschrauben konnte.
Puh!
Arme und Beine wurden immer l�nger.
Ich wandte mich an eine Puppenspielerin, und sie kam
mit einer Pappmach�-Puppe, ganz grobes Gesicht,
Augen und Mund waren aufgemalt und gingen nicht auf.
Gesteuert wurden die Puppen mit dicken Teppichf�den.
Und sie sagte: "Passt auf, wir machen das so.
"Ihr holt eine Hartfaserplatte. Ich stelle mich dahinter.
"Da malt ihr eine kleine Szene drauf,
"sagen wir, einen Garten. Ich lehne mich oben dr�ber
"und spiele mit den Puppen, und ihr filmt es."
Na ja, mir war nicht ganz klar, wie wir auf diese Art
eine Fernsehserie drehen sollten.
Als wir den Auftrag von Roberta Leigh bekamen,
weil wir die Billigsten waren,
dachten wir erst: "Na gut,
"das sind ganz einfache Sachen, aber wenn wir es schon machen,
"machen wir es, so gut wir k�nnen."
Ich sah mich damals als eine Art k�nftigen
Steven Spielberg jener Zeit,
und dann verlangt jemand von mir, Puppenfilme zu drehen.
Aber wir brauchten das Geld und nahmen es an.
Ach je, solch reizend bescheidene Anf�nge.
Ganz recht, Milady.
Mr. Anderson und Mr. Provis wollten es allein angehen
und gr�ndeten eine neue Firma.
AP Films.
Und brachen auf in ihre Puppenabenteuer.
Ja, Milady.
Aber, nun ja, ihre bescheidenen Anf�nge spielten sich
in einer recht vornehmen Umgebung ab.
ISLET PARK - "Twizzle" - "Torchy" "Four Feather Falls" (Pilotfolge)
Wir sind hier in Islet Park,
einem sch�nen Landhaus in Maidenhead.
Das ist der Ort, wo alles begann.
Wie f�hlt es sich an, wieder hier zu sein?
-Merkw�rdig. -Sehr seltsam.
-Ja. -Ja.
Ja, direkt unheimlich.
Cutter, Regisseur Puppenspieler
Es hat sich etwas ver�ndert, nicht?
-Die ganzen... -Das Grundst�ck.
-Das ist anders. -Alles
war �berwuchert, als wir hier waren,
ganz heruntergekommen, und die H�user
Gerry Andersons Sohn
dort hinten gab es noch nicht.
Das war Teil des Grundst�cks.
Regisseur Puppenspieler
Seit wann wart ihr nicht mehr hier?
Bei mir sind es etwa 55 Jahre, aber bei dir...
1958.
1957 war ich f�r Twizzle hier.
Ich hatte die Idee, die Puppenspieler
�ber den Puppen zu platzieren. Wir bauten eine Dexion-Br�cke,
auf der der Puppenspieler stand,
und die Puppe war unter ihm. Somit
war nichts hinter der Puppe, und wir konnten
Ausschnitte von Bergen und dergleichen einsetzen.
Das war meines Erachtens unser erster Schritt zur Produktion
respektabler Puppenfilme.
Aus diesem h�bschen Ballsaal machten wir
ein Chaos aus Lampen und Kabeln
und versuchten, den Boden nicht zu sehr zu verkratzen.
Geplant war der Dreh einer Folge am Tag.
Wir arbeiteten den lieben langen Tag.
Unser wunderbares Drehteam filmte immer
bis Mitternacht, und fr�hmorgens ging es wieder los.
Im ersten Stock waren die B�ros und der Schneideraum.
Ja, genau.
Im obersten Stock wohnte ich.
-Da hatten wir alle unsere Zimmer. -Ja.
Wenn es sp�t wurde, ging die �rtliche Crew heim
und die anderen schliefen im Studio. Das war ganz gem�tlich.
Manchmal fast zu gem�tlich.
Der Weg zur Arbeit war toll.
Zwei Treppen, und man war da,
holte sich unterwegs noch einen Kaffee aus der K�che,
schon war man am Set.
Ich kam meist zu sp�t.
Ok, gehen wir weiter?
-Gut. -Ja.
Sehen wir es uns von hinten an, ok?
Roberta Leigh bat uns, noch eine Serie von ihr
zu verfilmen.
Diesmal war es Torchy the Battery Boy.
Dr�ck meinen Schalter Die Birnen gl�hen
Das sch�nste Licht Welches du je gesehen
Bei Torchy drehten wir
unsere erste Spezialeffekt-Einstellung.
Wiedersehen, Mr. Bumble-Drop.
Wiedersehen, Torchy.
Sie erkl�rten mir, ich h�tte zwei Dr�hte.
"Bei 'Action' ber�hrst du die zwei Dr�hte,
"dann z�nden die Wunderkerzen
"und der Effektverantwortliche zieht es von oben
"mit der Seilrolle hoch."
Ich ber�hrte die beiden Dr�hte. Nichts passierte.
Schnitt. Von vorne.
Ich ber�hrte die zwei Dr�hte. Nichts passierte.
Ich wurde langsam �u�erst besorgt, weil die Einstellung
so wichtig f�r uns war.
Diesmal steckte ich die Dr�hte direkt in die Stromleitung.
Es blitzte gewaltig und war so grell, dass ich einen Moment lang
nichts sehen konnte, aber die Kerzen hatten gez�ndet.
Man sah viel Rauch und sie zogen es hoch und aus dem Bild.
Wir hatten unsere erste Spezialeffekt-Einstellung.
Etwas amateurhaft, aber es gelang.
-Innovativ! -Mit Wunderkerzen.
Spitzentechnik, ja.
Dagegen sahen Bond-Filme wie Schrott aus.
Also fing mit den Wunderkerzen
-alles an. -Ja.
Aber irgendetwas muss euch motiviert haben,
die Technik zu verfeinern.
Es wurde bezahlt, das war der Hauptanreiz
und zu �berleben!
Die Puppen machten viel Arbeit, und als Regisseur
musste ich die Geschichte an das Wenige anpassen,
was Puppen tun konnten.
Sie liefen schwerf�llig,
kamen nicht durch T�ren,
ganz normale Dinge. Deshalb mussten wir beim Schnitt
oft auf andere Szenen blenden,
damit misslungene Stellen entfielen.
Spezialeffekte waren da ein ideales F�llsel.
Im Zweifelsfall sprengt man etwas.
Wart ihr eine enge Crew?
-Eine Art Familie? -Oh ja.
Wir waren sehr eng. Es war ganz...
Einmal an Weihnachten drehten wir noch
-bis zuletzt. -Ja.
Und sie bereiteten den Truthahn in einer Filmdose zu.
Eine 900-m-Filmdose kam in den Ofen
und wer nicht am Set zu tun hatte, begoss den Truthahn.
Torchy sucht Nadel und Faden,
um meinen Wirrwarr zu vern�hen.
Kenneth Connor hatte eine sehr schmutzige Fantasie.
Sein gro�er Moment kam, als ich Flopsy die Flickenpuppe spielte,
weil ihre F�llung oft herausfiel.
Stimmen: Flopsy u. a.
Sie wollte, dass man ihre F�llung wieder vern�ht.
Hoffentlich findet Pilliwig etwas Weiches und Wolliges
zum Reinstopfen.
Es sollte eine Serie f�r die ganze Familie sein, da gab es
schon Szenen und Dialogstellen, die etwas gewagt waren
f�r die damalige Zeit.
Ich habe eine wunderbare Idee.
Ich mache einen Puppenjungen.
Aber die Kinder bekamen das gar nicht mit.
Die Kinder spielten
und kreischten im Garten.
Alle, bis auf ein kleines M�dchen, das ganz allein war.
Sie stampfte immer mit den F��en
und sagte allen, was sie machen sollten,
deshalb nannten die Kinder sie Tyrannin.
Roberta Leigh war eine sehr reiche Frau,
mit der sehr schwer auszukommen war.
Sie wollte bei allem ihren Willen durchsetzen.
Sie war nicht unbedingt eine rundum sympathische Frau.
Gerry fand heraus, dass sie viel mehr Geld bekam,
als sie uns weismachen wollte. Sie kam
mit einem neuen Vorschlag an und Gerry war sie so zuwider,
dass er dagegen war.
Wir hatten nicht viel verdient, aber es reichte
f�r eine Pilotfolge.
FOUR FEATHER FALLS, 1959
Sie wollten mit der Pilotfolge
von Four Feather Falls gleich anfangen,
nachdem sie mit Torchy fertig waren.
Ich wurde f�r die Puppenherstellung engagiert,
die K�rper der Puppen.
Aber ich sollte verdeckt arbeiten und blieb im Treibhaus
da unten, und st�ndig hie� es: "Roberta kommt! Schnell weg!"
Sie versteckten mich immer.
Willkommen in Four Feather Falls,
der freundlichen Stadt im Westen voller Spa� und Aufregungen.
Strewth, ich bin schon ganz farbenblind.
Wo sind wir, Parker?
Hier steht, dass es Four Feather Falls hei�t.
Wissen Sie, es gab nicht immer nur Sci-Fi, Milady.
Barry Gray, der Komponist, hatte die Idee
zu einer Cowboy-Serie.
Ging man damals ins Kino und sah eine Puppe...
Man wollte Western sehen, keine Puppen-Western.
Allm�hlich wurde es verr�ckt!
Four Feather Falls, der etwas andere Western.
Das ist der Sheriff, Tex Tucker.
Wie geht's, Leute?
Ich m�chte euch Rocky, mein Pferd vorstellen.
Freut mich ungemein.
Er ist n�mlich ein Vollbl�ter.
Und mein anderer Freund, Dusty.
Hey, Leute!
Ja, sie k�nnen sprechen,
dank dieser magischen Federn.
Wir engagierten eine Reihe von damaligen Stars.
Den Hund und das Pferd spielte Kenneth Connor.
Als wir Four Feather Falls drehten,
schlug ich vor, den S�nger Michael Holliday einzusetzen,
der genauso klang wie Bing Crosby.
Four Feather Falls
Ich sagte, Four Feather Falls
Der einzige Ort auf der Welt f�r mich
Denn Four Feather Falls
Ja, Four Feather Falls
Ist f�r mich der Himmel auf Erden
Ich sagte, es w�re prima, wenn er f�r uns
einen Song singen k�nnte, und wir bekamen ihn dann.
Das muss uns damals f�nf Riesen gekostet haben.
Ich fand seine Stimme wundervoll.
Four Feather Falls
Four Feather Falls
Ist f�r mich der Himmel auf Erden
Der Himmel auf Erden
1959 konnte AP Films "Four Feather Falls" an Granada Television verkaufen.
Die Stimme des Sheriffs sprach, aufgepasst, Leute:
Nicholas Parsons.
Ich sagte dir, verschwinde aus der Stadt.
Und genau das wirst du auch tun.
Mein Hut!
Gerry hatte dich bereits besetzt, wusste aber nicht,
Stimmen: Ma Jones u. a. Tex Tucker u. a.
welche Figuren du sprechen sollst.
Er sagte: "Die alte Frau,
"wie w�rdest du die sprechen, Denise?"
Du hast manches probiert.
Er sagte: "Das gef�llt mir."
Dann meinte er: "Das Problem ist, jemand
"muss die Rolle von Tex Tucker, dem Sheriff, lesen.
"W�rst du so nett, Nicholas?"
Da hatte ich dich schon empfohlen. Sprich weiter.
Ich sagte, du w�rst ideal.
Aber egal, sprich weiter!
Du hast es wirklich getan.
Wei�er Mann, gut.
Retten Makooya.
Makooya geben Belohnung.
Ich will keine Belohnung, H�uptling.
Ich will nur etwas Wasser trinken und etwas essen.
Ich wei� auch noch, was er danach sagte.
Und das ist die reine Wahrheit.
Er sagte: "So, wir fanden einige gro�artige Stimmen,
"die Denise anderen Figuren verleihen wird,
"aber ich glaube, wir haben auch unseren Tex Tucker gefunden."
Eine Szene spielte bei Nacht in der Hauptstra�e der Stadt,
w�hrend alle aus der Stadt
im Saloon sein sollten.
In den Fenstern, aus Pauspapier,
dr�ben in den Fenstern sollten die Silhouetten zeigen,
dass da vieles vor sich geht.
Regieassistent
Bob Bell war ein toller Typ,
und Bob und ich hatten den Auftrag,
hinterm Set am Boden zu liegen, mit Pappausschnitten
Puppenbauer und -spieler
von Cowboys mit gro�en H�ten, und sie ins Bild zu halten
und damit herumzuwackeln.
Wir warteten noch auf die Beleuchter, dann sagten wir:
"Fertig? Drehen wir den Take?"
"Ok, wackelt."
Und wir lagen nebeneinander und wackelten wie wild.
"Schnitt. Das war's, danke.
"Noch mal. Wartet noch."
Es gab viel Gemurmel. Wir h�rten nicht,
was gesprochen wurde. Da wandte Bob sich zu mir und sagte:
"Ist dir klar, dass M�nner gerade in der Nordsee
"mit Schleppnetzen fischen und gegen die Elemente k�mpfen?
"Und was tun wir?
"Wir haben zwei Papp-Cowboys,
"mit denen wir herumwackeln."
Er sagte: "Findest du, das ist ein w�rdiger Job?"
Wir bekamen einen Lachanfall und auf einmal
schrie jemand: "Die Kamera l�uft!
"Action!"
"Was?"
Sch�ne M�dchen in roter Spitze
Gl�ckliche Herzen Freundliche Gesichter
Zuhause in meiner Stadt
Gibt es eine kleine, alte Stra�e
Wo sich Nachbarn treffen
Das machen sie
Wenn du da bist Schaut niemand b�se
Holzh�tten und weites Land
Gl�ckliche Herzen Freundliche Gesichter
Zuhause in meiner Stadt
Zuhause in meiner Stadt
Nicht dass ich Sie unterbrechen wollte, Parker,
aber was ist Supermarionation?
Darauf wollte ich gerade kommen, Milady.
Nur ist das alles leider etwas techniklastig,
deshalb muss mir jemand einen Gefallen erwidern.
BRAINS ERKL�RT
Hallo, Leute, und willkommen bei Brains erkl�rt.
Ich bin Brains und werde etwas erkl�ren.
In dieser Ausgabe m�chte ich
�ber die Supermarionation sprechen,
ein Begriff, den Produzent Gerry Anderson pr�gte,
um die einzigartige Form des Puppenspiels zu beschreiben,
die das Team von AP Films einsetzte.
EINE FERNSEHPRODUKTION VON APF
GEFILMT IN SUPERMARIONATION
Ihr seid von Pappmach�-Puppen
zu geschnitzten Holzpuppen und anderem �bergegangen
und bei Dad fand ich immer, es sei ihm sehr peinlich,
dass er mit Puppen arbeitete.
Euch ja vielleicht auch.
Aber die Supermarionation, also die "Super-Marionetten-Animation",
das Kurzwort, das er daf�r pr�gte,
war doch Teil des Plans, die Dinge voranzutreiben
und besser zu werden.
Woraus besteht eine Supermarionation-Puppe?
Sie haben zwei einzigartige Merkmale.
Ein Glasfaserkopf und die F�higkeit zu sprechen.
Sagen Sie etwas zur Entwicklung
der Technologie und �ber die Herstellung der Puppen.
Es begann mit Four Feather Falls,
bei dem die Lippensynchronisation elektronisch erfolgte
und nicht manuell.
Mein Pferd.
Du hast es sprechen lassen.
Aber es hat einen furchtbaren englischen Akzent.
Na klar, alter Junge.
Schwierig daran war, dass der Mund �ber Schn�re gesteuert wurde.
Die Synchronisation war nicht einheitlich.
Du trittst auf meine Zehen.
Aua.
Vorsichtig.
Ich kann nicht anders.
Wir fingen sp�t an und waren am Ende p�nktlich.
Die Editoren mussten hinterher den Dialog
den Mundbewegungen anpassen.
Um eine �berzeugende Lippensynchronisation zu erreichen,
wurde der vorher aufgenommene Text im Studio vom Band abgespielt.
Der Schallwellen auf dem Band wurden
in elektrische Impulse umgewandelt, die �ber Kabel
bis zur Puppenbr�cke
und dann in den Puppenkopf geleitet wurden.
Oh.
Da kommt das Abendessen hoch.
Das Ergebnis?
Perfekte Synchronisation.
Theoretisch.
Stimmen verschiedener Schauspieler, verschiedene Tonh�hen und Klangfarben,
all das wirkte sich unterschiedlich aus.
Es mussten Anpassungen vorgenommen werden.
Es gab zwei Hauptsteuerungen.
Empfindlichkeit und D�mpfung.
Damit konnte man steuern,
wie der Mund der Puppe auf den Dialog reagierte.
Und wenn zwei Puppen miteinander sprachen,
in einer Textzeile, musste der Bediener
zwischen beiden wechseln. Wenn der Dialog nahe war,
war das eine Kunst f�r sich.
Sie sagten zum Beispiel: "Hallo, wie geht's denn so?"
Dann �ffnete sich sein Mund.
"Hallo, wie geht's denn so?" und schloss sich dann wieder.
Oder es lief so: "Hallo, wie geht's denn so?"
Ich freue mich auf Atlantas Gesicht.
Die R�ckseite des Kopfes wurde abgenommen,
rumgebastelt, dann wieder zusammengesetzt.
"Gut, versuchen wir es."
Dann war Gerry zufrieden und sagte,
dass wir das Bestm�gliche getan hatten.
Meistens!
Sagen Sie das nochmal.
Am Ende war der Raum �berf�llt.
Noch eine Serie dort zu drehen war fast unm�glich.
Wir zogen in eine kleine Fabrik um,
auf dem Slough Trading Estate.
IPSWICH ROAD � "Four Feather Falls" "Supercar" - "Fireball XL5"
-Seht euch das an! -Meine G�te!
-Mein Gott! -Klasse!
Fabelhaft!
Fantastisch.
Eine �berraschung.
Hier war es besser als im Islet Park,
denn Islet war eingeschr�nkt, sehr klein.
Pl�tzlich hatten wir Platz.
-Ja. -Ja.
Obwohl es jetzt klein wirkt.
Zum Filmen war es besser, aber ich verlie� Islet Park ungern.
-Ja. -Da war es sch�n.
-Tolle Erinnerungen. -Ja.
Und das ist die Br�cke.
Das war die Art Br�cke ...
-Die wir hatten. -Ja.
Das war die kleine Br�cke, oder?
-Ja. -Ich wollte sagen,
dass sie klein ist.
Die gro�e Br�cke hing von der Decke,
sie war schneller. Die kleinen B�hnen hier
mit den Sets standen auf R�dern,
damit man sie drehen und die Winkel �ndern konnte.
Denn man konnte ja
die Puppenspieler nicht umdrehen.
Mary, wenn die runterf�hrt, fahren wir zusammen runter.
-Genau. -Ja.
Supermarionation wurde urspr�nglich
f�r Four Feather Falls entwickelt.
Und AP Films wollte die Technik
f�r die n�chste Produktion weiterentwickeln.
Die Serie hatte Charme und kam gut an.
Sie kam auf die Titelseite der TV Times.
Das war eine tolle Zeit,
aber das verdanken wir auch Gerry und Sylvia, denn
sie hatten f�r eine tolle Atmosph�re gesorgt.
Das war wie ein Landhaus.
Wir haben auf dem Land gearbeitet.
Das war AP Films in Slough, das war ...
Ja, das war auf dem Land.
Nein, ein Industriegebiet.
-Also, ich ... -Ein Industriegel�nde.
Wirklich?
-Deine angeborene Romantik. -Es war auf dem Land.
Deine angeborene Romantik. F�r dich war Slough
ein sch�ner Ort auf dem Land.
Ja, das stimmt wohl.
Wir waren begeistert und dachten,
dass wir hier richtig sind.
Und wir warteten, wie viele
in diesem Gesch�ft, auf Anrufe.
Und wenn keiner kommt, ist das kein gutes Zeichen.
Uns ging das Geld aus,
schlie�lich riefen wir an. Man sagte uns: "Das war klasse.
"Wir fanden es toll, aber
"wir brauchen so etwas nicht."
Es gab keine Auftr�ge,
uns ging das Geld aus und ein Freund von uns,
Frank Greene, kam vorbei und wir erz�hlten ihm,
dass wir bald pleite w�ren.
Er meinte: "Das ist ja l�cherlich."
"Ich komme heute Abend. Bis dann."
Er sagte: "Ein Freund von mir, Connery Chappell,
"kennt Lew Grade."
Gesch�ftsf�hrer ATV
Regisseur - Editor - Drehbuchautor
Gerry traf Lew Grade und sagte: "Wir planen eine Serie
"�ber eine Maschine namens Supercar."
Und Lew Grade fragte: "Was soll das kosten?"
Ich meinte: "Wir haben nachgerechnet und kamen auf
"3000 Pfund pro Folge."
Er rastete aus.
"3000 Pfund pro Folge! Das kann ich euch nicht zahlen."
"Es geht um eine Kinderserie. Was soll das?"
Er sah mich an und merkte, dass er mich getroffen hatte.
Ich hatte echt Angst.
Dann wurde er richtig nett, wie Onkel Lew.
"Gerry, wenn du morgen fr�h vorbeikommst,
"um 7:30 Uhr, und das Budget halbiert hast,
"bekommst du sofort einen Vertrag."
Gerry �berarbeitete die Zahlen zu einem Ergebnis,
das um ein Drittel unter dem Angebot lag, das er Lew Grade gemacht hatte.
Am n�chsten Morgen hatten wir die Kosten nicht halbiert.
Ich sagte: "Wir erlauben uns
"vier Tassen Tee am Tag in der Einheit.
"K�nnen wir das auf zwei reduzieren?"
Wir gingen zu Lew Grade und sagten:
"Das ist leider nicht das, was du wolltest,
"aber das sind unsere endg�ltigen Zahlen."
Lew Grade stand auf,
ging zu einer T�r und sagte: "Einen Moment".
Er ging in einen anderen Raum, wie Gerry annahm,
kam wenige Sekunden sp�ter zur�ck und sagte: "Okay,
"ihr bekommt eure Serie."
Sp�ter stellte sich heraus, dass der Raum, in den Lew Grade ging,
kein B�ro, wie das eines Buchhalters oder so, war.
Es war ein Schrank.
Ich sagte: "Mr. Grade,
"k�nnte ich eine Absichtserkl�rung bekommen?"
Dann rastete er wieder aus.
Er sagte: "Eine Absichtserkl�rung!
"Mein Wort z�hlt mehr als jeder Vertrag oder eine Vereinbarung,
"die Sie je erhalten k�nnten."
Und jetzt raus, drehen Sie die Serie.
Supercar
Supercar
Sch�n und anmutig Schnell wie m�glich
Sehen wir es Durch die L�fte fliegen
Es reist durch All Und durch die Meere
Es kann �berall reisen
Supercar
Supercar
Supercar
Supercar spielt 1960 in der W�ste von Nevada.
Der Pilot, Mike Mercury, ist ein guter, wahrhaftiger Amerikaner.
Vollgas nach oben.
Er hat einen rothaarigen Kumpel namens Jimmy.
Alles klar, Jimmy?
Ja, ich bin echt aufgeregt.
Dann solltest du jetzt einsteigen.
F�r das Merchandising gab es ein flauschiges Tier,
den Affen Mitch.
Mitch!
Es gibt drei Hauptfiguren,
Co-Sch�pfer - Autor "Supercar"
Mike Mercury, Jimmy und Mitch,
zwischen denen es nicht viele Dialoge gibt.
Aber mit jemandem wie Beaker
gibt es interessante Gespr�che,
denn er hat Pers�nlichkeit.
Ich muss schon sagen.
Wer ist hier der Dumme?
Es war nicht einfach, Dialoge f�r ihn zu schreiben.
Mitch: "Iek, iek".
Oder: "Huh, huh".
Ooh.
Ich belasse es dabei,
denn in Bezug auf die Tiere k�nnte das ethisch inkorrekt sein.
Sie werden st�ndig von Masterspy beschattet,
der ihre Technologie stehlen will.
Nun, mein Freund Zarin, was h�ltst du davon?
Ich fand es gro�artig, Masterspy.
Aber Western gefallen mir mehr.
Du Narr.
Wir wollen den Filmemachern keine Konkurrenz machen,
sondern wertvolle Informationen sammeln.
Wir brauchten Luftaufnahmen, Hintergrundaufnahmen
vor denen Supercar fliegen w�rde.
Leute, die aus dem Supercar-Fenster schauen,
daf�r brauchten wir Aufnahmen aus der Luft.
Kameramann - Direktor
Hier bei White Waltham brauchten wir
ein zweimotoriges Flugzeug.
Wir flogen �ber den S�den Englands und filmten Wolken.
Wir flogen etwa 3000 Meter hoch
und in der H�he braucht man Sauerstoff.
Andernfalls hat man Sauerstoffmangel
und macht dumme Sachen,
wie aus dem Flugzeug springen, weil man denkt,
man kann fliegen.
John Read war sehr verzweifelt.
Er hatte die Kamera und rang nach Luft,
wie ein Fisch an Land.
Ich sagte: "John, was hast du?" Er meinte: "Gerry,
"Ich kann nicht atmen. Ich habe nur eine Lunge."
Ich war ersch�ttert, denn ich kannte ihn
schon lange, aber das wusste ich nicht.
Also eilte ich ins Cockpit und sagte: "Schnell, absinken,
"mein Partner hat nur eine Lunge.
"Er erstickt!"
Der Pilot meinte: "Aber mein Ingenieur
"hat eine Erk�ltung und wenn ich runtergehe,
"platzt sein Trommelfell."
Also zirkulierten wir eine halbe Stunde, um abzusinken
und um John und den Ingenieur zu retten.
Mike, wir haben nur eine Chance!
Luftbremsen bei null Meter.
Das k�nnte uns retten.
Roger, schalte auf klare Sicht.
H�he: 1500 Meter, sinken um 3500 Meter pro Minute.
Bereithalten, um Luftbremsen zu aktivieren.
-Festhalten, Mitch! -Bremsen!
Supercar.
Eine ziemliche Abkehr vom wilden Westen.
Milady, die 60er Jahre waren die �ra
des Weltraumrennens, Science-Fiction
war damals gefragt.
Und dass die Figuren in Flugzeugen sa�en,
l�ste ein anderes Problem.
Die Puppen machten fast alles, was wir wollten.
Aber sie konnten nicht richtig laufen.
Mit Puppen zu arbeiten, ist sehr schwer.
-Wirklich sehr schwer. -Total frustrierend.
- Regisseur - Regisseur
-Frustrierend. -Frustrierend.
Moment, die Schnur ist gerissen.
Die Lippen sind kaputt.
Sein Arm klemmt wieder.
Moment, ich richte sie auf.
Tut mir leid, ihre Br�ste haben sich gedreht.
Da kommt das Abendessen hoch.
So soll er gar nicht reden.
Es ist schwierig, mit ihnen zu arbeiten.
Puppenbauer - Bildhauer
es ist eher eine Wissenschaft als Kunst,
sie zu konstruieren, damit sie sich gut bewegen.
Puppenspielerin - Bildhauerin
Bei Schn�ren von etwa zwei Metern L�nge
hat man schon einen gewissen Abstand.
Die L�nge der Schn�re
waren ein Problem. Wenn ich dieses Kreuz drehe,
bewegt sich der Kopf verz�gert.
Wie man sieht.
Es dauert etwas.
Wenn man das drehte, dauerte es etwas,
bis die Puppe reagierte.
Und wenn sie sich dann bewegt,
schwingt sie nach, sodass man das korrigieren muss.
Ich bin aus der �bung.
Die Marionetten
haben sehr geschwankt.
Man dreht ihre K�pfe und...
Mein Arm tut schon weh.
Die Knie beugten sich, wenn die Arme immer schw�cher wurden.
Und am Ende...
-Sanken sie zu Boden. -Sanken sie zu Boden.
Woo.
Man konnte tricksen, wenn eine Figur
eine Gasse entlang ging. Man stellte etwas zwischen sie
und ihre untere H�lfte. Man sah also
den oberen Teil der Figur.
Ab der Taille.
Dann filmte man sie und es wirkte,
als w�rden sie echt laufen.
Nat�rlich taten sie das nicht.
Sie wurden gezogen.
Ich wei�, dass Sie immer versuchten,
die Puppen realer aussehen zu lassen. Wie lief das ab?
Ich nahm alle m�nnlichen Puppen
und versah sie mit kleinen Schniedeln.
Als die M�dels am n�chsten Morgen kamen,
gab es deswegen eine riesige Aufregung.
Ich meinte: "Also,
"irgendwie m�ssen sie doch lebendig wirken."
Sie spr�hten die Dr�hte an, um sicherzustellen,
dass man sie nicht sieht, konnte man aber.
Sylvia Andersons Tochter
Das darf meine Mutter nicht h�ren.
Das waren ganz spezielle, sehr d�nne Dr�hte.
Man kann sie zwar ab und zu sehen,
Designer
aber die waren unglaublich d�nn.
Leider rissen sie dauernd.
Es dauerte lang, bis alles und jeder fertig war,
- Regisseur - Kamerabeleuchtung
bis die Kamera eingeschaltet wurde
und man drehen konnte.
Man musste pr�fen, ob alles korrekt war,
ob der Puppenspieler... Manchmal gab es drei oder vier Puppenspieler,
die alle dort standen, das Gewicht hielten
und darauf warteten, dass es losging.
Die Dr�hte mussten entstaubt und unsichtbar gemacht werden,
denn sie gl�nzten vor der Kamera.
Irgendwer musste etwas
zu einer bestimmten Zeit tun.
Und alle m�ssen dann bereit sein.
Nach der ganzen Zeit,
die wir gewartet, geprobt, beleuchtet,
das Objektiv ausgew�hlt hatten...
Alles ist bereit
und es hei�t: "Ok, es geht los, Action."
Nicht nur die Puppen verursachten Probleme.
Das Team stellte fest,
dass Supercar nicht ins Meer eintauchen konnte.
Ein Stein und ein schlauer Sprungschnitt sorgten f�r den Effekt.
Wir hatten schon eine Weile zusammengelebt
und ab und an fragte sie:
"Sollten wir nicht heiraten?"
Ich meinte: "Klar, aber
"nicht jetzt." Wir waren zu eingespannt.
Prozent - Co-Sch�pfer - Drehbuchautor
Irgendwann fanden wir die Zeit und fuhren in die Stadt,
um zu heiraten. Ich fuhr zur�ck zum Studio,
es war recht sp�t und im Gras
vor dem kleinen Studio stand ein runder Wassertank,
den die Feuerwehr mit Wasser gef�llt hatte.
Supercar war an einer Schnur befestigt.
Jemand hielt die Luft an und hielt es unter Wasser.
Dann lie� derjenige es los und zog es aus dem Wasser.
Aber es klappte nicht.
Ich sagte zu meiner Frau:
"Ich versp�te mich."
Schon fr�h...
Gerry und Sylvia waren gl�cklich.
Ich erinnere mich, wie gl�cklich und romantisch sie waren.
Gerry war ein Vision�r.
Und zu Sylvia kamen alle,
wenn es ein Problem gab.
Er war sanftm�tig und hatte eine tolle Vorstellungskraft,
er war inspirierend.
Ich liebte Sylvia vom ersten Augenblick.
Wir arbeiteten zusammen
und ich konnte eine menschliche Seite einbringen,
er eine technische Seite
und er konnte mit dem Technikteam arbeiten.
Er hat das Fernsehen,
nicht nur das f�r Kinder, ver�ndert.
- A.P. Films Mitbegr�nder Firmenchef 1957�1959
Gerry war ein Workaholic, arbeitete Tag und Nacht.
Er hatte keine anderen Hobbys.
Editor - Regisseur
Er war sehr engagiert.
Er nahm es manchmal sehr pers�nlich,
wenn jemand das Team verlie�.
Er hatte sich mit einigen zerstritten,
weil sie zu einem anderen Studio wechselten
oder etwas vorschlugen, das nicht seinen Vorstellungen entsprach,
Sohn von Gerry Anderson
ganz gleich, ob es etwas Kreatives,
ein Design oder eine Geschichte war.
Er zerstritt sich unn�tig mit Menschen
und brach den Kontakt ab. Das war schade,
denn so etwas ist nicht hilfreich.
Aber das hatte mit seiner Kindheit zu tun,
er hatte es damals nicht leicht.
Dadurch kam es nicht nur zum
sp�teren Streit mit anderen,
das machte ihn auch so erfolgreich.
Gerry war ein toller Editor,
Er war auch bei der Luftwaffe. Ich glaube, er arbeitete
im Kontrollturm, daher hatte er ein Gef�hl f�r dramatische Momente.
Ich stelle mir vor, wie Gerry dasa�
und hoffte, dass etwas passieren w�rde,
damit es dramatisch wurde.
Daraus konnte er dann ein gr��eres Drama machen.
Sie war wie eine Sozialarbeiterin oder Kummerkastentante.
Sie verlor nie die Beherrschung.
Wunderbar.
In einer Gruppe
gibt es oft Probleme.
Leute kamen und meinten: "Oh, da ist Sylvia!"
Es war wie eine gro�e Familie.
"Ich hatte ein Date,
"er hat Schluss gemacht. Was mache ich jetzt?"
Meine Mutter meinte: "Schon gut.
"Nimm dir eine Woche frei und dann...
"Du bist sicher aufgebracht.
"Alles gut. Wir sehen uns n�chste Woche
"und reden dann dar�ber."
So war sie.
Ich interessierte mich f�r ihre Probleme,
zu Hause oder finanzieller Art.
Ganz gleich, sie kamen damit in mein B�ro
und wir redeten.
Sylvia war zweifelsohne die wichtigste Person
bei AP Films, denke ich.
Sylvia synchronisierte nicht nur Lady Penelope,
sie geh�rte auch zum Kreativteam.
Und sie war clever, wenn entschieden wurde,
was mit den Aufnahmen passieren sollte.
Unsere Serie spielt im 21. Jahrhundert.
Sie ist futuristisch. Wir m�chten zumindest,
dass die Kost�me modern und futuristisch sind.
M�chten Sie die Mode mitgestalten,
mit den Kost�men von Lady Penelope?
Ja, das m�chten wir. Und es wird
Lady Penelope Puppen und Kleider geben,
und ich hoffe, dass dies das Bild, das wir
f�r das Fernsehen schaffen, weiterf�hrt.
Gerry war in anderer Hinsicht sehr kreativ.
Er hatte tolle Ideen
zu den Abenteuern, den Ger�ten, zu allem.
Wenn man Fantasy kreiert,
ist es wichtig,
sie so glaubw�rdig wie m�glich zu machen.
Das ist unser Ansatz.
So eine Serie kann nicht von einer Person
getragen werden,
Ich denke, damals war das das Geheimnis unseres Erfolgs.
Unser gemeinsamer Erfolg.
Supercar
Supercar
Sch�n und anmutig
So schenll wie m�glich
Parker, was ist dann passiert?
Oh.
Tut mir leid, Milady.
Supercar war weltweit sehr erfolgreich,
und AP Films ebenfalls und wurde so vorm Bankrott gerettet.
Und so ging die Serie immer weiter.
Nicht ganz, Milady.
Der alte Lew Grade sah immer in die Zukunft.
Er wollte etwas Gr��eres und Besseres.
Okay, Venus.
Okay, Steve.
Dann los.
Ich hatte geh�rt, dass die Russen
mit Raketenstarts experimentierten und sie nicht vertikal
in die Luft steigen lassen wollten, sondern horizontal,
dass sie das Tempo an einer Bahnlinie aufnehmen sollten
und wie ein Flugzeug die Nase heben und fliegen.
Leiter Spezialeffekte
Die Er�ffnungssequenz von Fireball XL5,
wo das Raumschiff mit Raketen eine Rampe hochgeschossen wird,
war ein Alptraum, weil man die Fireball an Dr�hten festhalten musste,
und ich hing dann �ber der Kulisse
und versuchte, das Tempo des Fahrzeugs zu halten,
das dort hochgezogen wurde und man sieht,
es ist sehr holprig.
Fireball XL5 kam zu einer Zeit heraus,
als der Wettlauf ins All intensiver wurde,
es war die Zeit des Kalten Krieges
zwischen dem Westen und dem sowjetischen Osten,
also lag jede Menge Paranoia in der Luft.
Wie bef�rchtet, Leutnant Ninety,
eine Rakete.
Und laut Computer tr�gt sie
eine Atombombe.
Steve Zodiac und Venus arbeiten f�r die World Space Patrol,
und sie fliegen im Prinzip durch einen bestimmten Sektor im All,
erkunden ihn und verteidigen ihn vor Alienangreifern
und anderen ungew�hnlichen Ereignissen.
Sag mir, Venus,
wie geht's unserer h�bschen �rztin der Weltallmedizin?
Steve, dem Kompliment entnehme ich,
dass du Hunger hast.
Den humorvollen Teil �bernahm Professor Matic.
Matthew ist ein verr�ckter Erfinder, sage ich mal,
eine Art irrer Professor.
Wir sind endlich auf dem Heimweg.
Auf dem Heimweg.
Es gab Robert den Roboter, der sympathisch r�berkam.
Er kam gut an vor der Kamera und war sehr am�sant,
wenn er seinen Deckel abschoss.
Aber Robert,
es gibt keinen Grund, den Kopf zu verlieren.
Es gab jede Menge kuriose Kreaturen.
Puppenbauer - Skulpteur
Das war der Kopf einer Fischkreatur.
Seine Z�hne wurden aus Plastikzahnstochern hergestellt.
Dieser Pflanzenmann diente f�r eine andere Fireball-Folge,
er ist ebenfalls eine geschnitzte Figur.
Sein Auge bestand aus einer einzelnen Gl�hbirne in dieser Fl�te.
Die Erdlinge.
Steve Zodiac.
Jeder von ihnen machtlos.
Es ist giftig, Professor.
Hol die Gasmasken, Steve.
Das ist besser. Ich kann wieder atmen.
Ja, ich auch.
Wir fahren lieber wieder zur Fireball und reparieren den Schaden.
Ich funke Venus, dass wir auf dem R�ckweg sind.
In Amerika war das Teil der Fernsehgeschichte.
Zu der Zeit fasste Amerika britische Produkte nicht an,
doch NBC nahm es f�r den Vertrieb in den Staaten auf
und es war ein Riesenerfolg.
Es wurde sicher gro�artige Pionierarbeit geleistet hier,
auch wenn es damals sehr im Stil von Micky Maus zu sein schien.
Willkommen zuhause.
Volle Kraft.
Willkommen zuhause.
Ich freue mich so, zur�ck zu sein.
Die Stingray ist gerade an der Insel vorbei
und in Richtung Explosionszone unterwegs.
M�chtiger Titan, die Stingray ist dem Untergang geweiht.
Die Atmosph�re w�hrend der Aufnahmen
war immer sehr locker.
Parker, Brains u. a. Stimmen: Scott Tracy
Oder?
Manchmal zu entspannt!
Wir machten drei Folgen hintereinander.
Sylvia bestimmte, wer die anderen Stimmen sprach.
Und ich sagte dann: "Gibt's Kommentare dazu?"
Mitsch�pferin - Stimmen: Venus u. a.
Das h�tte ich nicht sagen sollen, denn jeder hatte was.
-Alle versammelten sich... -Stimmt.
...um dieses Mikrofon in der Mitte,
manchmal waren da acht, neun, zehn Leute.
Das war ein Gedr�nge.
An ihrer Arbeitsweise gefiel mir besonders...
Stimmen: Phones, X20 "Stingray"
...dass es wie im Radio war.
Wir dachten, das kommt als vorbereitetes Paket,
was Vieles anging, und dass der Puppenfilm
noch gemacht wird und wir zu ihren M�ndern sprechen...
Stimmen: Destiny, Rhapsody, Harmony "Captain Scarlet"
...und sie so bewegen.
Wir mussten nicht darauf achten, dass es passte.
Manchmal ist bei Animationsarbeiten die Animation schon fertig
und man macht die Lippensynchronisation sp�ter.
Aber was f�r eine Freude!
Wir konnten es durcheinander machen, was viel leichter und besser ist.
Wir konnten also sehr nat�rlich lesen.
Wir konnten uns unterbrechen. Wir konnten stottern und stammeln
und herumalbern und die Synchro sehr spontan vortragen.
Nun, Milady, haben Sie sich je gewundert, wie Sie entstanden sind?
Warum bin ich hier?
Was ist die Bedeutung des Lebens und so weiter?
Parker, haben Sie etwa eine Existenzkrise?
Ja, Milady.
Stimmt, Milady.
Ja, Milady.
Im Studio bekam ich einen Anruf von Lew
und er sagte: "Gerry, kannst du bei mir vorbeikommen?"
Und ich sagte: "Klar, morgen fr�h."
Und er: "Du kannst jetzt kommen."
Also fuhr ich direkt zum ATV House
und er sah mir ins Gesicht und sagte: "Gerry,
ich hab mich entschieden, deine Firma zu kaufen."
Und ich dachte mir:
"Der Typ hat ja mal Nerven!"
Er sagte ja nicht: "Ich w�rde gern deine Firma kaufen."
Nein. "Ich werde deine Firma kaufen."
Nicht: "M�chtest du deine Firma gern verkaufen?"
Nein. "Ich hab mich entschlossen, deine Firma zu kaufen."
Und ich sa� da und dachte: "Der hat ja Nerven!"
Und dann sagte er mir, wie viel er bereit war, zu zahlen,
und ich wei� noch, ich dachte: "Was f�r eine gute Idee,
dass er meine Firma kaufen will!"
Bereitmachen zum Handeln!
Wir werden nun die Stingray starten!
Das ist sogar in Farbe!
Ja, Milady.
Irgendetwas ist von Mr. Grades Knete beg�nstigt worden.
Sie meinen Lord Grade of Elstree, Parker.
Stimmt, Milady.
Zuf�lligerweise hat die Kohle vom alten Lew f�r AP Films
alles ver�ndert.
Wir zogen 1963 von der Ipswich Road in die Stirling Road
ins Slough Trading Estate.
Dort ging es dann wirklich los.
Marineville, ich rufe die Kampfstationen auf.
In der n�chsten halben Stunde kann alles passieren.
Wir hatten mehr Geld. Wir hatten mehr Zeit.
Der schiere Luxus eines gro�en Geb�udes.
Wir hatten alles, von dem wir je tr�umten.
Ich fand, das war der Anfang von etwas Besonderem.
Stingray
Stingray
Stingray
STINGRAY 1963
Die Stingray war ein U-Boot, das in gro�e Tiefen tauchen konnte.
So wurde eine Rasse entdeckt,
die unter Wasser lebte.
Weil wir �berall gewesen waren,
wenn man es so sieht, dachten wir, es sei Zeit,
mit den Figuren ins Meer einzutauchen.
Die Basis war in Marineville,
wo Commander Shore die Verantwortung hatte.
Und sie verteidigen im Prinzip den Planeten
vor Titan, dem b�sen Unterwasser-Overlord,
oder besser gesagt Underlord.
Das Hauptfahrzeug ist aber die Stingray, deren Piloten
Troy Tempest und Phones sind, und die werden unterst�tzt
von der dummen, aber h�bschen Aqua Marina.
Es wurde am Ende nat�rlich ein Gag,
mit einer Frau, die nicht spricht.
Eine der Frauen im Kontrollraum
hie� Atlanta.
Die beiden waren in Troy Tempest verliebt.
Der gl�ckliche alte Troy Tempest!
Commander Shore.
Leutnant.
Atlanta.
Das ist Marina, die neuste Rekrutin der World Aquanaut Security Patrol.
Marina.
Sieh mal einer an.
Tja, wie ich schon sagte,
wenigstens wissen wir, was auf uns zukommt.
Ich wei� sicherlich, was auf mich zukommt.
Ich freute mich sehr, Teil des Stingray-Prozesses zu sein,
weil es die erste Serie war, soweit ich wei�,
die in England komplett in Farbe produziert wurde.
Gerry und Sylvia besuchten die Weltausstellung in New York,
um futuristische Inspirationen zu gewinnen.
W�hrend wir in Amerika waren, sahen wir zum ersten Mal Farbe,
und das haute uns um und wir sagten:
"Wir m�ssen unsere n�chste Serie in Farbe machen."
Es war kurzlebig.
Wenn man es in Schwarz-Wei� produzierte, w�rde die Welt
Farbe wollen.
Kodak schaffte es, einen einzelnen Filmstreifen zu produzieren,
der wie jeder andere Film belichtet werden konnte
und dann entwickelt und gedruckt wurde
und farbig herauskam.
Und das bedeutete pl�tzlich, dass es uns,
die wir Fernsehen machten,
m�glich war, farbige Bilder zu produzieren.
Aber wir mussten noch mit Lew Grade reden,
also flogen wir wieder heim, trafen Lew Grade und sagten: "Lew,
"unsere n�chste Serie musst du in Farbe machen."
Vorsichtig, wie ich immer gewesen war,
schickte ich Reg Hill zu den US-Sendern...
K�nstlerischer Leiter - Betriebsleiter
...wo in Farbe gedreht wurde.
Phones, pass auf, was du mit der Farbe machst.
Entschuldige, Troy.
Kameramann
Und als er zur�ckkam, unterhielten wir uns auf der B�hne
und sagten: "Okay, Kumpel.
"Das muss flach sein. Alles muss komplett eben sein.
"Flach.
"Keine Schatten, flach."
"Diese Farbe geht nicht.
"Gut. Neu anstreichen. Dieses tiefe Gr�n geht auch nicht.
"Rot geht gar nicht. Es blutet."
Darum mussten wir alle Kulissen abrei�en und wieder neu aufbauen.
Diese Farbe sieht toll aus, Atlanta.
Und alles musste um einen Monat
verschoben werden. Weil alles gestrichen werden musste...
Leitende Puppenspielerin Puppenspielerin
...und Farben ge�ndert werden musste, weil das Spektrum
f�rs Schwarz-Wei�-Fernsehen anders war.
Als Ergebnis kamen alle an und fragten:
"Was macht ihr wegen der Farbe?
"Und der Hintergrund?
"Was ist mit dem Blau?
"Kann man Wei� benutzen? Schwarz?"
Wenn man sich unsere ersten Filme in Farbe anschaut,
haben sie alle eins gemeinsam.
Wenn man auf den Bildschirm schaute, stand dort,
dass in Farbe gedreht wurde.
Es war wirklich eine Revolution, aber es war sch�n, zu wissen,
dass wir sie mit begannen.
"Stingray" feierte im Oktober 1964 im britischen Fernsehen Premiere,
f�nf Jahre vor dem Farbfernsehen bei ITV.
Bereithalten, um den Angriff abzuweisen.
Szenen mit Wasser wurden mit Spezialeffekten bearbeitet.
F�r Aufnahmen an der Oberfl�che wurde ein Spezialtank
mit unendlichem Horizont konstruiert.
Doch das Filmen unter Wasser erforderte ein wenig mehr Erfindungsreichtum.
Wie man sehen kann, wird die Illusion des Wassers erzeugt,
indem das Modell an Dr�hten festgehalten wird...
Leiter Spezialeffekte
...mit einer Kulisse dahinter, einem Aquarium davor,
und kleinen Fischen, die im Aquarium umherschwimmen
und Reflexionen im Wasser, die zum Realismus beitrugen.
So machten wir das mit einer Hochgeschwindigkeitskamera.
Wir sa�en eines Abends im Konferenzraum
und fragten uns, wie wir die Unterwasserszenen drehen sollten,
und Reg Hill sagte: "Ich hab eine brillante Idee.
"Seht euch den Kalender an. Da ist ein Aquarium drauf.
"Das tun wir. Durchs
-"Aquarium filmen." -Sie filmten durchs Glas.
Und dieses Aquarium wurde im Slough Trading Estate hergestellt
und hatte sehr dickes Glas,
und wir fingen an, zu drehen,
und wenn man Wasser in den Tank einf�llte, sah man,
wie sich der Kitt an den R�ndern des Tanks ausw�lbte,
denn der Druck vom Wasser dr�ckte gegen das Glas
und gegen das Metall.
Niemand bemerkte, dass es eine �berstehende Schwei�naht gab,
und das Glas, �ber einen Zeitraum von drei Tagen,
gelangte immer n�her an den Punkt.
Das ganze Ding zerbarst.
Das ist ein perfektes Beispiel f�r das, was ich sagte,
hier die Tricks
im Kleinen zu lernen
und sie dann wiederzuverwenden, denn in einem gro�en Filmstudio
machte ich eine ganze Unterwassersequenz
und wir filmten durch ein Aquarium, und das sah so �berzeugend aus,
unglaublich, ich dachte st�ndig,
dass das die Ideen waren, die Gerry
-vor vielen Jahren hatte. -Klar.
Und hier war ich auf B�hne E in Shepperton und machte dasselbe.
Und deshalb, Eure Majest�t, habe ich mit meiner gro�en Gerissenheit
und all meiner Erfahrung als Agent an der Oberfl�che
herausgefunden, dass Duke Dexter nach Marineville kommt.
Ausgezeichnet!
Wie hast du das herausgefunden?
Nun, ich las es in der Zeitung.
Brillant! Duke Dexter kommt also nach Marineville.
Wer ist Duke Dexter?
Eines Tages stand da ein Mann neben meiner Bank.
Er stand da in seinem Anzug, und zwar ziemlich lange.
Modellbauer
Und ich dachte: "Der ist offenbar zu Besuch hier."
Und er sagte pl�tzlich: "Das ist toll, was Sie da tun.
"Ihr Talent, wo haben Sie das gelernt?"
Um ein Gespr�ch zu f�hren, sagte ich h�flich: "Besuchen Sie die Studios?"
Er: "Nein, ich arbeite hier."
Und ich: "Hier arbeiten? Ich bin Jahre hier und hab den nie gesehen."
Und er: "Ich arbeite nicht direkt in den Studios. Ich schreibe die Musik."
Musik komponiert, arrangiert und dirigiert von BARRY GRAY
MIT SCH�NHEIT UND ANMUT
SO SCHNELL SIE SEIN KANN
SIEH IHR ZU, WIE SIE DURCH DIE LUFT FLIEGT
MUSIK KOMPONIERT UND DIRIGIERT VON BARRY GRAY
ER IST DER, DER DAS MYSTERON-SPIEL KENNT
UND DIE DINGE, DIE SIE PLANEN
MUSIK KOMPONIERT, ARRANGIERT UND DIRIGIERT VON BARRY GRAY
Ein wundersch�nes Geheimnis
Ich verliebe mich sicher, ich wei� es
Weil du mich so fesselst
-Die Musik war fantastisch. -Ja, Barry Gray.
-Ja. -Ich meine, Barry Grays Musik
war die leicht erkennbarste Konstante
in allen Supermarionation-Sendungen.
Mein Gott.
Wie seine Melodien auf der ganzen Welt gespielt wurden.
Die Musik war f�r mich eines der kr�nendsten Highlights jeder Sendung,
die von Century 21 produziert wurde.
Man konnte nicht sagen,
dass es Variationen derselben Art von Musik war.
Barry war ein musikalisches Genie.
Seine Musik hatte Pers�nlichkeit.
Es gab immer ein paar Noten, die extrem eing�ngig waren.
Ich glaube nicht, dass es viele andere Sendungen gibt,
deren Titelmelodie kulturell so eng verflochten sind
wie der Thunderbirds March.
Thunderbirds sind startklar!
Die Thunderbirds-Melodie fiel mir ein, als ich morgens um sieben Uhr
wach im Bett lag.
Mir geht immer Musik durch den Kopf.
Was immer ich auch mache, es geschieht ganz unterbewusst.
Wenn ich eine Melodie oder so etwas brauche, bem�he ich das
und sie f�llt mir ein.
Ich komponierte die Fireball-Melodie in meinem Kopf,
als ich eines Abends
von der Filmgesellschaft heimfuhr,
und so l�uft das eben.
Musik war seine ganze Welt.
Mein Herz war ein Feuerball
Ein Feuerball
Denn du warst meine Venus von den Sternen
Sagen Sie mir, Parker, wann kommen wir in die Geschichte?
Komisch, dass Sie das erw�hnen, Milady.
Wir haben gleich unsere Szene.
Es begann alles mit einem Grubenungl�ck.
DEUTSCHLAND KUMPEL GERETTET
Acht Tage und N�chte war die �berflutung der Mine von Lengede her.
F�r die drei gefangenen M�nner
kamen die kritischen Momente immer n�her.
Das war der Pr�fstein
f�r die vielleicht komplizierteste Rettungsoperation der Bergbaugeschichte.
Die Geschichte war etwa drei Wochen lang in allen Nachrichten.
Der Plan war, die M�nner nacheinander hochzuholen,
um den Luftdruck zu erhalten, der das Wasser zur�ckhielt.
Alles lief gut.
Die Bergarbeiter wurden ohne Probleme in die Unterdruckkammer gebracht.
Drei Stunden lang wurden sie langsam an den normalen Luftdruck gew�hnt.
Endlich kamen sie heraus.
Und nat�rlich war das eine sehr bewegende Geschichte.
Viele M�nner starben.
Wichtig war f�r mich, dass sie die Kumpel gefunden hatten.
Sie steckten unten fest und konnten nur
mithilfe eines gro�en Bohrlochs geborgen werden.
Doch das einzige Ger�t, das das schafft, ist acht Stunden entfernt.
Ich war daheim bei meinen Eltern
und sie kamen aus dem Garten und waren sehr aufgeregt und sagten:
"Wir haben diese tolle Idee, die ein gro�er Hit wird."
Also machten wir uns an die schwerste und teuerste
Serie, die ich je gemacht habe.
Jeff Tracy ist ein Ex-Astronaut und ein Unternehmer,
der mehrfacher Multi-Million�r ist.
Thunderbirds sind startklar!
Und zusammen mit seinen f�nf S�hnen
gr�ndet er eine Rettungsorganisation,
bei der sie Flugzeuge von Brains benutzen, ihrem Chefwissenschaftler.
Ich entschloss mich, es w�re sinnvoll, die ganze Sache
geheimnisvoll zu machen.
Daher war die Basis auf einer Insel im Pazifik gelegen.
Sie sind im Grunde weltweit unterwegs, um Leute aus Notlagen zu retten.
Das sind Szenarios, die normale Notfalldienste
und Rettungsteams nicht bew�ltigen konnten.
Nat�rlich mit dem Start unterschiedlicher Maschinen.
Und mit einfahrbarem Pool.
Die Palmen, die zur Seite schwangen,
damit die Thunderbird 2 vom Hangar im Fels starten konnte.
Die Thunderbird 3 stieg hoch und flog durch ein Rundhaus.
All das machte es interessanter.
F�nf Sekunden!
Waffe weg, oder der Professor wird vor den Express geworfen.
Vier!
Drei!
Zwei!
Da kommt sie!
Aber der gr��te kommerzielle Erfolg in puncto Puppenserien
wurde von Sylvia Anderson und ihrem Mann Gerry erzielt,
die Sch�pfer der vielen Science-Fiction-Serien,
die zun�chst auf ATV gezeigt wurden
und jetzt weltweit bekannt sind.
Die Andersons waren ganz gro� dabei, und zwar international,
und es war kein Zufall, dass viele ihrer Figuren
mit amerikanischem Akzent sprachen.
Es gab zwei Gr�nde. Der erste ist finanziell.
Die Dienstags-Doku: "Etwas f�r die Kinder" - TX: 1971
Weil wir unsere Sendungen nach Amerika verkauften
und an US-Sender gingen,
und das war zu der Zeit einzigartig.
Wenn man alle Verk�ufe zusammenz�hlt
und dann die addierte Zahl nimmt,
bezahlte Amerika viel mehr
als die gesamte Welt zusammen.
Wir brauchten den US-Vertrieb,
um anspruchsvolle Serien in der Puppenwelt zu produzieren,
was wir geschafft haben, vor allem Science-Fiction.
Als dann Supercar passierte,
war das Science-Fiction,
und das wurde damals mit Amerika assoziiert.
Diese Amerikanerin wollte das nicht verstehen.
"Warum sind diese Puppen nicht in Amerika?"
Und die meinten: "Das sind keine Amerikaner. Sondern Engl�nder."
"Das ist einer der Puppenspieler."
-Amerikaner, ja. -Sie glaubte nicht,
dass wir es in England machten.
"Nein, das ist amerikanisch."
In den fr�hen 60ern
war der britische Intellektuelle kein besonders glamour�ser Charakter.
Nicht wie heute.
Man hat den britischen Anwalt, den britischen Arzt, eher spie�ig.
Nicht gerade der Stoff, aus dem die TV-Puppenhelden gemacht sind.
Sie haben nach mir gerufen, Milady?
Ja, Parker.
Fahren Sie den Rolls-Royce vor.
Wir machen eine kleine Ausfahrt.
Bei einem Haufen amerikanischer Figuren
fand ich, wir br�uchten mindestens zwei englische Figuren.
Und dann dachte ich, das amerikanische Publikum w�rde sicher
die Cockney-Figur
oder die schicke Lady mit Twinset und Perlen verstehen.
Warum nicht beide zusammenstecken?
Wir sind ihm auf den Fersen, Milady.
Gut, Parker.
Warten Sie, bis wir einen freien Stra�enabschnitt haben.
Wir wollen keine Szene machen.
Weiter, Parker.
Ja, Milady.
Parker wurde in einem Pub in Cookham geboren.
Es gab dort ein nettes kleines englisches Restaurant,
das einen Weinkellner hatte.
Der Oberkellner war nat�rlich im Ruhestand, aber er arbeitete formal
Stimmen: Parker, Brains, verschiedene "Thunderbirds"
im k�niglichen Haushalt.
Er blieb am Tisch stehen und sagte zu mir:
"Was ich dir alles �ber den Prinz von Wales erz�hlen k�nnte."
Und dann ging er wieder.
Er war ein Snob, der seinen Akzent aufgab
und ihn in den falschen Momenten wieder aufnahm.
Er kam r�ber und sagte:
"M�chten Sie die Weinkarte sehen, Sir?"
Gerry und ich sahen uns an.
Parker wurde �ber Nacht ein Riesenerfolg
und dann fragten wir uns: "Was machen wir mit Arthur?
"Sagen wir es ihm?"
Er war ganz klar ein Cockney,
der sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen hatte.
W�re er stolz darauf oder w�rde er sich angegriffen f�hlen?
Wir entschieden, er w�re beleidigt.
Wir sagten es nicht und er starb, ohne es erfahren zu haben.
Sylvia, die echte Lady Penelope,
ist verantwortlich f�r die Kost�me und die Figurenentwicklung.
Wie entscheiden Sie �ber die Eigenschaften ihrer Besetzung?
Damit fangen wir schon beim Skript an.
Mein Mann Gerry und ich schreiben das erste Skript
und sobald wir den F�ller aufs Papier setzen
haben wir eine genaue Vorstellung von der Pers�nlichkeit der Figur.
Daran arbeiten wir dann weiter.
Sehen Sie verschiedene Charakterz�ge an bestimmten Personen,
oder in Zeitschriften?
Ja, immer, andauernd.
In Wirklichkeit setzen wir hier verschiedene Gesichter zusammen.
Wir nehmen von einer Person die Augen,
von einer anderen die Nase und so fort,
damit wir das perfekte Gesicht erzeugen k�nnen.
Parker haben wir ganz gut hinbekommen, weil er eine Karikatur war.
Aber Penelope war eher wie eine echter Mensch.
Ich modellierte Lady Penelope dem Skript nach,
so wie ich sie mir vorstellte
und Sylvia hatte an der Figur gro�es Interesse.
Wir bekamen es nicht hin.
Ich sagte: "Es klappt einfach nicht."
Sie sagte: "Soll ich sie �bers Wochenende nach Hause nehmen?"
Irgendwann sieht man den Wald vor lauter B�umen nicht mehr.
Co-Sch�pferin Stimmen: Lady Penelope u. a.
Sie nahm sie �bers Wochenende mit
und kam am Montag wieder
und brachte sie mir. In Plastilin.
Sie hatte sie angemalt, kam rein und ich sagte: "Das ist es.
"Du hast sie ganz richtig erfasst."
Sie wurde Sylvia immer �hnlicher.
-Einschlie�lich der blonden Per�cke. -Genau.
Damals hatten wir ein Autorenteam,
aber sie wussten nicht, wie sie f�r jemanden wie Penelope schreiben sollten.
Ich stand vor der schwierigen Aufgabe
und das wurde mir zum ersten Mal klar,
dass es wirklich eine Leistung sein w�rde,
sie in das bereits Bestehende einzuf�gen.
F�r diese Action-Show war es ungew�hnlich,
dass so eine Dame eine f�hrende Rolle �bernimmt,
aber sie setzte sich durch.
-Sie war die Emma Peel von Thunderbirds. -Ja.
Sie lassen mir keine Wahl.
Wir k�mpfen gegen M�nner, die vor nichts haltmachen.
Sie war wirklich der Star der Show.
Ich konnte die weiblichen Figuren schreiben,
wollte sie aber zeitgerecht halten.
Ich denke, es gelang mir, die damaligen Ereignisse zu thematisieren.
Lady Penelope, ich habe einige Ihrer Taten in Thunderbirds gesehen,
ich muss sagen, Sie spielen es l�ssig
und tolle Kost�me. Ihre Garderobe ist in aller Munde.
Tats�chlich?
Fahren Sie fort.
Ich h�rte, Sie h�tten f�r jede Gelegenheit ein anderes Outfit.
Das ist vollkommener Unsinn!
Das ist nicht wahr.
Aber Lady Penelope, ich dachte, Sie tr�gen ein...
Wollen Sie immer noch �ber Kleidung sprechen?
Als Geheimagentin habe ich Wichtigeres zu tun.
Ich denke, ich unterbreche an dieser Stelle sanft
und entlasse Penelope in die n�chste spannende Folge von Thunderbirds.
Fireflash aus Thunderbird 2.
Motoren drosseln.
Sehen wir uns nun genauer an,
wie dieses beeindruckende Flugzeug zum Fliegen gebracht wurde.
Derek Meddings und sein Team arbeiteten mit einem beweglichen Himmel.
Das war eine bemalte Leinwand, die zur Schlaufe um zwei Rollen gespannt war.
Diese Rollen rotierten motorbetrieben
und so schien das vor der Leinwand h�ngende Modell zu fliegen.
Bei der ersten Folge von Thunderbirds
hatte Derek ordentlich zu tun.
In den begrenzten Studior�umlichkeiten
musste er einen Weg finden,
um den Fireflash auf einer Runway landen zu lassen.
Seine L�sung war genial.
Damit in der Aufnahme die Perspektive stimmt,
mit allen Modellen, dem Himmel und der Stra�e,
setzten wir eine rotierende Stra�e ein, die sich in einem Tempo drehte,
und zeitgleich rotierte der Himmel etwas langsamer,
w�hrend die Modelle �ber der Stra�e hingen.
Jungs, den Einsatz f�r die Stra�e und den Himmel, bitte.
Derek, wie entwickeln Sie das futuristische Aussehen Ihrer Modelle?
- Leitung Spezialeffekte - "ATV today" - TX: 1966
Normalerweise kritzle ich auf einem Block rum
und was dabei herauskommt, nehmen wir �blicherweise her.
Manchmal m�ssen wir sie noch etwas herrichten.
Wo hat das M�gliche seine Grenzen?
Was uns angeht, kennen wir keine Grenzen.
Wir probieren alles aus.
Meiner Meinung nach gab es ein wahres Genie,
und das war Derek Meddings.
Mit Feuerwerksk�rpern konnte er umgehen, was?
F�r Explosionen hatten wir immer genug Feuerwerksk�rper.
Er liebte Vaseline!
Ich denke, dass ohne seine Effekte
die Programme kaum so beliebt gewesen w�ren.
Egal, womit man Derek konfrontierte, er konnte es.
Entweder schaffte er es,
oder er trieb jemanden auf, der es hinbekam.
Wir brachten m�glichst viel von der gro�en Filmtechnologie
ins Fernsehen.
Seine Spezialeffekte
wurden im Fernsehen nicht eingesetzt.
Was gab es? Es gab Doctor Who.
Aber das sah billig aus.
Deren Spezialeffekte waren nicht sehr schlau
und nicht sehr stilvoll.
Im Hintergrund haben wir eine Armee an B�hnenbauern und Modellbauern.
Alles ist Ma�anfertigung und ma�stabsgetreu gebaut.
H�user, Kosmodrome, Thunderbird-Flugzeug, Fahrzeuge,
bis hin zu den Waffen und Uhren.
Nach Gebrauch werden sie f�r zuk�nftige Produktionen gelagert,
oder zu Neuem umgebaut.
Alle Modelle gibt es in verschiedenen Ma�st�ben, um in die Szene zu passen.
Der Anschluss muss l�ckenlos gew�hrleistet sein.
Es ist ein Paradies f�r Modellbauer,
getr�bt vom Beschmutzungsprozess, der f�r Realit�tsn�he sorgt.
Alle unsere Modelle wurden beschmutzt,
wie Flugzeuge
- SFX Direktor ("Thunderbirds - "The Secret Service")
mit �lflecken, Brennspuren von Abgasen
und kaputten Scheiben an den Scheinwerfern und so weiter.
Wenn man sich die Er�ffnungsszenen von Thunderbirds ansieht,
wo wir von "F�nf, vier, drei, zwei, eins" rauszoomen,
die Ziffern auf den Modellen sind nur etwa zwei oder drei Zentimeter gro�,
aber die Verkleidung um diese Ziffern herum
muss realistisch aussehen
und nicht nur nach Plastik oder Holz.
Das Ausma� an Details und die Pr�zision der Schriftz�ge,
kleine Warnschilder wie "Betreten verboten" und sowas,
Modell-Designer - Storyboard-Zeichner
das unseren Modellen eine ganze Schicht an Komplexit�t
und Realismus verlieh, was wohl damals
vielen Mainstream-Filmen gefehlt hat.
Wir gingen in Spielwarenl�den
und kauften Baus�tze aus Kunststoff
und sie kauften sie,
Designer
nicht um ein Flugzeug zu bauen, sondern um alle Teile zu verwenden.
Man konnte zu Woolworths gehen
und mit vielen Plastikboxen,
Strandb�llen und Salz- und Pfeffersets wiederkommen.
Einfach mit allem, was uns n�tzlich vorkam.
Wir nahmen das als Fundament f�r die Modelle her
und dann f�gte man Details hinzu
und versuchte, sie zu vertuschen, damit die Leute nicht sagen:
"Da ist ein Strandball."
Das klappte nicht immer. Manchmal machten wir Fehler.
Eine Sache verfolgt mich noch, und zwar eine Zitronenpresse,
die an der R�ckwand vom Set von Thunderbird 1 h�ngenblieb.
Bei Spezialeffekten
sind Feuer und Wasser die schwierigsten Elemente,
da sie nicht ma�stabsgetreu verkleinert werden k�nnen.
Hochfrequenzfotografie bot sich daf�r als L�sung an.
Konventioneller Film wird in 24 Einzelbildern pro Sekunde belichtet.
Wenn die gleiche Szene mit mehreren Einzelbildern gedreht wird
und die Aufnahme wieder �ber 24 Einzelbilder abgespielt wird,
sind alle Bewegungen verlangsamt.
Flugaufnahmen werden leicht holprig.
Flugzeuge, Raketen und so weiter.
Je schneller man es filmt,
umso mehr verlangsamt man die Bewegung
und alles bewegt sich sehr gleichm��ig und sch�n.
Kleine Wasserkreise werden rei�ende Wellen.
Einfache Feuer werden w�tende Br�nde.
Futuristische Fahrzeuge nahmen an Volumen und Gewicht zu,
das ihren kleinen Ma�stab verheimlichte.
Das hier ist f�r eine Aufnahme, die Plastikbaus�tze kombiniert,
um wie eine Erd�lraffinerie auszusehen
und zwischen all dem hier vergruben wir
kleine Sprengstoffladungen
und etwas gr��ere Sprengstoffladungen
und noch gr��ere Sprengstoffladungen,
damit die ganze �lraffinerie in die Luft fliegt,
was mit einer Explosion nach der anderen zu erreichen ist.
Die Kamera filmt mit Hochgeschwindigkeit
und die Linse ist m�glichst nah am Fokalpunkt im Hintergrund,
damit es sehr realistisch aussieht.
Wenn ihr fertig seid, Jungs, kann das Ding hochfliegen.
Action!
International Rescue von Thunderbird 1.
International Rescue, hier spricht Lady Penelope.
Hallo Penelope.
Ich wollte Bescheid sagen, dass ich mit Thunderbird 1 zur�ckfliege.
Ich sollte in 29,25 Minuten bei dir sein.
Potzblitz!
In der n�chsten halben Stunde kann ja alles passieren!
Zuerst waren sie auf 30 Minuten angelegt.
Ich zeigte die Folgen Lew Grade.
Titelmusik ist zu Ende, die Lichter gehen an.
Produzent - Mitsch�pfer - Autor
F�r einen Moment war er still.
Mein Herz schlug mir bis zum Hals, ich hatte ein Verm�gen daf�r ausgegeben.
F�nf!
Er ging durch das ganze Kino bis vor zur Leinwand.
Vier!
"Gerry,
"das ist keine TV-Serie."
Drei!
Ich war vollkommen verzweifelt.
Zwei!
"Gerry, das ist keine TV-Serie."
Eins!
Und dann sagte er:
"Gerry, das ist ein Spielfilm."
Thunderbirds sind startklar!
Dann sagte er:
"Du musst das auf eine Stunde verl�ngern."
Ich sagte, wir h�tten neun Folgen mit 30 Minuten L�nge.
Egal, ich m�sse auf 60 Minuten verl�ngern.
Eine brandneue TV-Serie entsteht.
Die fertigen Marionetten, bis ins kleinste Detail vollkommen,
werden dem Profi-Marionettenspieler �bergeben, der sie zu Leben erweckt.
Wie in jedem Filmstudio bedarf es vieler verschiedener Fertigkeiten.
Ein Team aus fast 100 Technikern, Kameraleuten und K�nstlern
sind damit besch�ftigt, w�chentlich eine neue 60-min�tige Serie zu drehen.
Jetzt ist alles bereit.
Der Regisseur �berpr�ft ein letztes Mal
und die Kameras laufen.
Als ich dazukam, drehten sie Thunderbirds,
alles war gr��er und besser, es gab mehr Geld.
Assistent Art Department
Alles hatte Fortschritte gemacht.
So viele Leute,
die f�r uns arbeiteten
waren Neulinge im Filmgesch�ft.
Ich hatte keine Ahnung,
wie man einen Film macht und ihn zusammensetzt.
Aber das lernte ich sehr schnell.
Das war das Gro�artige daran,
damals mit Gerry und Sylvia zusammenzuarbeiten,
es war wie wieder in die Schule zu gehen.
Die Kinder, die vor den T�ren standen,
jedesmal, wenn sie aufgingen,
sah man diese Gesichter und alle starrten rein.
Alles, was man zum K�hlen rausstellte verschwand.
Sie nahmen einfach alles mit.
Es machte viel Spa� und alle waren dort sehr nett
und zufrieden.
Alle hatten sehr viel zu tun.
Es herrschte eine wirklich unglaublich sch�ne Atmosph�re.
In den Swinging Sixties ist alles m�glich.
Das war der Anfang der Swinging Sixties
und wir waren mittendrin.
Wir waren der Mittelpunkt,
wir waren die Stars des Kinderprogramms.
Die Beatles waren weltweit die Nummer 1.
England hatte gerade Deutschland im Weltfinale in Wembley geschlagen.
Jeder, der mitwirkte, war sehr stolz darauf.
Auf jeden Fall wir Neulinge.
Es war einfach fantastisch.
Humor brachte uns dazu weiterzumachen.
Wenn wir todm�de waren, kein Geld mehr hatten
und alles schiefging dann fingen wir an...
Entweder machten wir eine Party
oder fielen vor Lachen um.
Es gab eine, mindestens eine unvergesslich gro�artige Party
bei ihnen zuhause.
Man wollte schwimmen gehen und jemand sagte:
"Niemand hat Badesachen dabei."
Und Des sagte...
Ich erinnere mich an ihn. Er stand auf und sagte:
"Jetzt reicht es mir."
Er ging in die kleine H�tte neben dem Pool,
stolzierte splitterfasernackt heraus und sprang direkt in den Pool.
Alle schrien und lachten,
pl�tzlich h�rte man eine sanfte Stimme,
eine sanfte Damenstimme, die sagte:
"Wieso all die Aufregung?
"Das war doch nichts Besonderes, oder?"
Du wolltest doch alles bedecken, oder?
Nein, wollte ich nicht!
-Ach nein? -Ich war stolz darauf!
Die Bremsen sind gesetzt, aber die Reifen fangen Feuer.
Sie sind au�er Kontrolle. St�rzt das Flugzeug ab?
Das k�nnen wir nicht sagen.
Aber wenn Thunderbirds weltweit imTV zu sehen ist,
k�nnen Sie jedes Kind fragen.
Thunderbirds lief an und alle schauten Thunderbirds.
Der Erfolg der Serie
war wie der Raketenstart von Gerrys Raketen,
es ging steil nach oben
und kulminierte in Thunderbirds.
Wann wurde Ihnen klar,
dass Sie Teil von etwas wirklich Gro�em sind?
Ich denke, das war niemandem klar.
-Nein. -Weil wir nur
von Serie zu Serie dachten.
Und es wurde immer besser
und wenn wir fertig waren,
wollten wir diese Marionetten nicht mehr,
weil schon neue unterwegs waren,
-also wurde alles entsorgt. -Ja.
Niemandem war klar, dass wir Geschichte schreiben.
Ich denke, mir wurde bewusst, dass sie erfolgreich sind,
als ich sie im Fernsehen sah.
Tochter von Sylvia Anderson
Ich sah im Fernsehen, wie sie einen Preis verliehen bekamen.
Herr Reg Hill, Co-Produzent
nimmt den Preis entgegen
f�r das ITV Kinderprogramm des Jahres, Thunderbirds.
Die Briefe kamen haufenweise.
Ich dachte, alle Kinder sind bl�d,
weil sie Lady Penelope schreiben.
Ich wusste, dass es sie nicht gab.
Ein Brief kam aus der nationalen Forschungseinrichtung f�r Physik.
Dort stand: "Thunderbird 2 ist flugtechnisch unm�glich."
Die Briefe unserer Fans hatten dieses Niveau.
1966 �nderte sich A. P. Films, um dem Weltraumzeitalter Rechnung zu tragen.
Welche Serie hat so eine enorme Wirkung
auf Millionen von Zuschauern jeden Alters?
Und jetzt los, los, los!
Thunderbirds sind startklar!
Jetzt auf Gro�bildleinwand
in Technicolor
und Techniscope!
Thunderbirds Are Go war...
- Regisseur
Der Berg an Problemen war wohl nur noch gr��er.
Alles musste so viel besser sein.
Wir sollten auf Gro�bildleinwand laufen.
Hier werden wir gro�.
Die Sets mussten tadellos sein.
Die Requisiten mussten etwas besser sein.
TV SERIEN - SPIELFILM
Das sind Marionetten, aber f�rs Kino
sind sie neun Meter gro�.
Die Detailgenauigkeit vervierfachte sich.
Das gr��te Problem �berhaupt war:
"Man soll keine F�den sehen."
Ich sagte: "Das kommt auf eine 21 Meter gro�e Leinwand.
"Wie soll man da die F�den verstecken?"
Er sagte: "Ich will keine F�den sehen."
Deswegen sind manche Ausschnitte so knapp �ber dem Kopf.
Manchmal denke ich Du betr�gst mich
Cliff Richard (Jr.) und The Shadows
hatten in der Traumsequenz im Film einen Gastauftritt.
Dann k�sst du mich
Und mein Kopf ist frei
Aber dann denke ich
Ich sollte dir sagen,
Dass ich Freunde habe
Also, h�r mir zu
Es war sehr gut gemacht,
ich hielt es f�r einen tollen Film und alle anderen auch.
Es war wirklich eine sehr aufregende Zeit.
Man darf nicht vergessen, wir kamen alle von Supercar
und unseren privaten Vorf�hrungen in der Ipswich Road,
aber jetzt waren wir am Leicester Square.
Wir waren richtig ber�hmt geworden.
Es war wirklich und wahrhaftig zauberhaft.
Ich sa� mit einem Manager einer amerikanischen Firma zusammen,
der mit Lew Co-Produzent war,
er schwenkte seinen Scotch im Glas,
dachte nach und sagte: "Wei�t du, Gerry,
"ich kann mich nicht entscheiden,
"ob das so teuer wird wie Bond oder noch teurer."
Das waren pr�chtige Zeiten f�r...
Eine so kleine Firma.
Das war eine funkelnde Angelegenheit, Parker, oder?
Ich erinnere mich nicht sehr gut daran, Milady.
Wenn Sie sich erinnern, musste ich die Getr�nke servieren.
Und der Film war ein grandioser Erfolg.
Oder nicht, Parker?
Vorsicht an der Autosteigkante, Milady.
Vielen Dank, Parker.
Wir wollen doch nicht wieder auf die Erde fallen, oder?
Vorsicht an der Kante, Alan.
Vorsicht an der Kante.
Nach der Vorstellung verlie�en wir das Theater,
der Manager... ich sagte: "Gute Nacht."
Er sagte: "Sie scherzen, ich werde die ganze Nacht wach sein."
Er sagte: "Ab f�nf Uhr morgens stehen die Leute an, um den Film zu sehen."
Niemand stand Schlange.
Die Kinos waren leer.
Ich denke nicht, dass der Film gut aufgenommen wurde.
Ich denke, die Rezensionen waren
gek�nstelt.
Sie waren nicht nett.
Weil es Kritiker nicht sind.
Und nat�rlich
hat das geschmerzt.
Wir dachten nur,
damals war das Publikum nicht darauf vorbereitet,
den Spielfilm einer TV-Serie zu sehen.
Die Leute sahen Thunderbirds und sagten:
"Das haben wir im Fernsehen gesehen."
Am n�chsten Tag gingen Sylvia und ich auf Werbetour f�r den Film.
Es war
einfach nur schlimm, weil unsere Ehe vor dem Aus stand.
Ich meine, die Filme...
Ich wei� nicht, ob ich das sagen soll,
aber sie liefen nie so gut wie die...
So gut wie im TV.
Damals dachten wir, wir machten gute Arbeit
und dass es fantatisch ist.
Aber im Nachhinein denke ich, dass es schwierig ist
diese Art von Show auf Gro�bildleinwand zu bringen.
Als wir Thunderbirds Are Go im Denham Studio aufnahmen,
Stimme: Alan Tracy "Thunderbirds"
haben wir erfahren,
Thunderbirds, die TV-Serie, wurde abgesetzt.
Ich ging zu Lew und dachte, er w�rde sagen:
"Wir machen mit Thunderbirds weiter." Aber er sagte: "Ich will was Neues."
Ich denke, Lew Grade
-Parker, Brains u. a. -Stimme: Scott Tracy
bekam Probleme mit der Distribution.
Ich beschwerte mich und er sagte:
"Es ist einfacher f�r mich eine neue Show zu verkaufen, als mehr Thunderbirds."
Es war schlie�lich fast weltweit ein Erfolg.
Amerika wollte es nicht mehr,
aber ich denke, Lew Grade hatte nicht den Mut
zu erkennen, dass er es noch in England bringen konnte,
der Rest der Welt w�rde anschlie�en, aber er tat es nicht.
Da haben wir eine Chance verpasst.
Das ist die Stimme der Mysterons.
Wir werden einen von euch unter unsere Kontrolle bringen.
Parker, was machen Sie?
Verzeihen Sie, Milady, aber wir sind jetzt in der Serie,
die in unserer Nachfolge entstand.
Nicht sehr nett f�r die kleinen Wichte, oder?
Captain Scarlet war eine viel k�hlere,
eine weniger heitere Serie.
Mit Captain Scarlet
entfernten wir uns von dem eher familiennahen Film.
CAPTAIN SCARLET UND DIE RACHE DER MYSTERONS - 1967
Captain Scarlet verfolgt die Spectrum Organisation,
gef�hrt von Colonel White.
Leider beginnen sie
MARS ERKUNDUNGSFAHRZEUG
die Mission mit einem Treffen der Mysterons.
Diese sollen die Mission beobachten.
Die Besucher halten sie jedoch f�r Angreifer
und attackieren zuerst.
Dadurch entsteht ein Krieg zwischen den Mysterons und der Erde,
wobei Spectrum diese verteidigen soll.
Die Hauptfigur ist offensichtlich Captain Scarlet,
der durch einen Schicksalskniff unzerst�rbar wird,
als er das erste Mal von den Mysteron getroffen wird
und dann irgendwie durch einen Zufall
wieder Kontrolle �ber sich erh�lt
und danach Spectrum bei der Abwehr hilft.
Wenn wir blo� verst�ndliche Gegner h�tten.
Etwas Konkretes.
Etwas Dreidimensionales.
Ich wei�, was du meinst.
Wir k�nnen sie nur �ber Radios h�ren,
aber ich habe das Gef�hl, sie sind immer da.
Mary.
Gibt es nicht drei verschiedene Sets, die den Fortschritt zeigen?
Ja, das stimmt.
Es gibt Mike Mercury von Supercar,
Brains von Thunderbirds
und das sieht aus wie...
-Sein Name ist wohl Captain Green. -Leutnant Green?
Leutnant Green.
Das zeigt den Kontrast zwischen der Thunderbird-Puppe,
also Gordon hier, und Captain Scarlet.
Gordon ist eher eine Karikatur, nehme ich an,
w�hrend Captain Scarlet eher
menschliche Proportionen besitzt.
Er hat einen kleinen Kopf.
F�r eine Puppe.
Ich erinnere mich, dass alle sehr erfreut dar�ber waren,
dass die Puppen viel menschlicher aussahen.
Alle, au�er die Puppenmacher, die sie hassten.
Sie hassten die kleineren K�pfe und den Umstand,
dass man nichts kontrollieren konnte,
und die K�pfe machten pl�tzlich...
Drehbuchautor
Sie sahen realer aus
und deswegen war man noch mehr eingegrenzt,
denn wenn sie etwas Dummes anstellten, wie Puppen das tun,
Regisseur
dann war das v�llig inakzeptabel.
Ich bestand immer auf der Meinung, dass Puppen Puppen w�ren.
Puppenmacher & Animateur
Tu nicht so, als seien es Menschen.
Er wollte immer davon weg, hin zur Realit�t.
Dad hielt die Puppen immer f�r kleine Bastarde,
Gerrys Sohn
er hasste es, mit ihnen zu arbeiten.
Die gro�e St�rke der Puppen ist,
dass man au�erordentliche Karikaturen aus ihnen machen kann,
und viele andere Dinge, die man mit Schauspielern nicht kann.
Aber er verstand das nie.
Aber h�tte er sie nicht gehasst oder sich f�r sie gesch�mt,
h�tte er nicht diese Qualit�t
und Komplexit�t erreicht, die er am Ende hatte.
Trotz seiner Abneigung hat ihm genau das am Ende sehr geholfen.
Captain Brown?
Captain Brown, geht es Ihnen gut?
Wenn Spezialeffekte und Puppen zusammenkommen sollten,
wurden die Puppen von den Puppenmachern ausgeliehen
und zur B�hne f�r Spezialeffekte gebracht.
Es gab eine gro�e Rivalit�t zwischen Puppen- und Effektemachern.
Spezialeffekte
Ja, wir hatten immer etwas Sorge, wenn wir die Puppen ausliehen.
Puppenmacher
Sie kamen nie so zur�ck, wie sie verliehen wurden.
VORHER - NACHHER
Es gab keine Rivalit�t, es war wie:
"Oh, lass nicht wieder eine explodieren."
"Mach das nicht. Du wei�t nicht, wie lange es dauert."
Und er zuckte nur mit den Schultern.
Spezialeffekte waren Spezialeffekte.
Schmutzig, vulg�r, viel L�rm.
Ziemlich am�sant.
Es gab einen Scherz zwischen all den Einheiten.
Bei einem Meeting
sagte man uns, wir sollten zu den Puppenmachern nett sein.
Es sah so aus, als sei Captain Scarlet
jetzt unzerst�rbar.
Das best�tigte unsere klare und aufregende Erwartung,
dass er jetzt unsere wertvollste Figur sein w�rde
beim Kampf gegen die Mysterons.
Ich sah die erste Episode im Kino
und Mike Trim fragte: "Was meinst du?"
Ich war ein junger Spund von 19 Jahren.
Modellmacher
Und ich dachte: "Nun,
"nach Thunderbirds war das so anders.
"Sollte es wirklich ein Hit werden?"
Tief im Inneren wussten wir alle, obwohl wir unsere Arbeit liebten,
dass es nie die Magie von Thunderbirds haben w�rde.
Ich freue mich, dass ich die Gelegenheit habe,
den n�chsten Film vorzustellen,
Thunderbird 6.
1967 kam "Thunderbirds"
auf die gro�e Leinwand.
Eins.
Zwei.
Drei.
Vier. F�nf.
Wie sein Vorg�nger
konnte er Bond nicht das Wasser reichen.
Jetzt! Das neueste Geheimnis von International Rescue.
Thunderbird 6!
Zur�ck zu meiner Zeit im Schnittraum,
es kamen die magnetischen Aufzeichnungen.
Man hatte ein St�ck Film, auf dem man nichts sah,
aber wenn es durch einen Lesekopf lief,
produzierte es Dialog oder was auch immer aufgenommen wurde.
Ich starrte es nur bewundernd an,
denn es war etwas drauf, was man nicht sah,
aber es war anscheinend m�glich, diese Aufzeichnung zu l�schen
und etwas Neues auf dem gleichen Film aufzunehmen.
Das f�hrte mich zu dem Gedanken:
"Unser Gehirn nutzt elektrische Impulse."
Nat�rlich war das sehr aufregend.
Professor McClaine hat diese Maschine erfunden,
die sich Big Rat nennt,
die Gedankenmuster von einer Person auf die andere �bertr�gt.
Er wird von einer Art Geheimdienst einer Regierungsorganisation angesprochen,
die diese Maschine gern benutzen w�rde,
um mit seinem neunj�hrigen Sohn eine andere Organisation auszuspionieren
und Terroristen zu bek�mpfen.
Die Big Rat war ein wunderbares Ger�t.
Wenn man das Ger�t zu Beginn der Titelsequenz sieht,
wie fantastisch sich die Tasten bewegen,
die Lichter flackern,
und wie Joe in den K�fig geht, und alles spielt verr�ckt,
das ist schon cool. Sehr cool.
Der Junge kommt in die Maschine
und hat das Gehirn eines Chirurgen.
Oder eines Mathematikers.
Dieser Junge k�nnte alles sein.
Welches Kind wollte nicht ein Jet-Pilot sein?
Welches Kind will kein Geheimagent sein?
Welches Kind will nicht f�r einen Tag K�nig sein?
F�r mich ist es dieses wunderbare Gef�hl
eines Kindes, die Erwachsenen zu �bertreffen,
und das ist der Traum, den jedes Kind hat,
das von seinen Eltern und Lehrern
kontrolliert wird.
Joe ist dieses Ger�t, mit dem man an Orte kommt, die kein Kind erreicht.
Niemand kann mich aufhalten, Sam.
Sie k�nnen Raketen schicken.
Und das werden sie tun, Sam.
Sie werden alles auf mich werfen.
Ich kann es nicht riskieren
Ich attackiere die Basis.
Ok, Joe, du bist der Experte.
Es ist ein horrendes Konzept nach heutigem Standard.
Man nimmt einen Neunj�hrigen
und f�ttert ihn mit all den Gehirnwellen anderer Leute,
und er zieht los und bringt Leute um.
Hierher, Colleti.
Es ist uns nie aufgefallen, dass wir einem Kind eine Gehirnw�sche geben,
nur weil es gut f�r die Menschheit w�re.
Kann ich es machen?
Kann ich mit Uncle Sam arbeiten?
Ja, ich denke schon.
Wenn du es ganz sicher willst.
Aber komm nicht weinend zu mir, wenn du verletzt wirst.
Danke, Dad.
Danke, Uncle Sam.
Mr. Weston,
kann ich Sie etwas fragen?
Ja, sicher, Joe.
Was hast du?
Wann bekomme ich mein Abzeichen?
Gleich, Joe 90.
Sofort.
WIN BESONDERER SPEZIALAGENT
Bewegung an der T�r. Und runter.
Ich habe kein Interesse, dein Versagen zu entschuldigen.
Hunderte von Jahren hatten Puppenmacher das gleiche Problem.
Sie konnten nur die Stricke und das obere St�ck Kopf sehen.
Mit diesem System konnten sie zum ersten Mal
genau sehen, was das Publikum sieht,
und das f�hrte zu mehr Geschicklichkeit bei den Bewegungen der Puppe.
Gerry hatte die Idee, eine Videokamera zu holen
und sie durch das Augenst�ck der Arriflex zu stecken.
Dann arbeitete der Kameramann vom Monitor aus.
Das war viel besser f�r uns als Puppenmacher,
denn wir hatten den Bildschirm genau vor uns.
Ja.
Man sah genau, was die Puppen machten,
ohne dass man auf den Kopf herunterschauen musste.
Sie sind hinter den Puppen und die Kamera ist davor,
also haben sie ein Spiegelbild au ihrem Bildschirm.
Wenn sie die Puppe nach links bewegen,
bewegt sich auch das Bild nach links.
Das Puppenstudio hat Jahre
mit elektronischen Videosystemen experimentiert,
die an normalen Filmkameras angebracht waren.
Sie stellten sie w�hrend der Mittagspause aus
und als sie zur�ckkamen, wieder an. Total verr�ckt.
Bilder waren nicht anschaubar.
Bilder verschoben sich einfach,
oder es gab Schn�rkel
und jeder fummelte an den Verbindungen herum
und verdrehte die Dr�hte.
Irgendwann machten sie einfach einen Anruf
und ein Handwerker kam.
Wir warteten die ganze Zeit. So viel verlorene Zeit.
Es war unglaublich, dass...
Gib Gerry die Ehre. Er blieb dabei.
Er blieb bei der Theorie.
Das TV-Bild kann auch auf Video aufgenommen werden.
Das bedeutet, wenn der Regisseur oder Kameramann
sehen will, was schon aufgenommen wurde,
kann er es gleich zur�ckspulen.
Vorher, wenn es irgendeinen Zweifel gab,
musste automatisch neu gedreht werden, um sicher zu gehen.
Es ist Gerry Anderson zu verdanken,
dass er bei dem Videoassistenten dranblieb,
denn heute ist das die Norm.
Sieben, sechs, f�nf, vier,
drei, zwei, eins. Z�ndung.
1968 kam Gerrys
"Doppelg�nger" heraus
Das ist ein Bild, das immer wieder gezeigt wurde.
Start.
Gleichzeitig begann die Arbeit an "UFO,"
die erste puppenlose Serie.
In einer Zehntelsekunde zeigte man
ein Abenteuer, das sich in unserem Leben nicht wiederholen w�rde.
Also, Mylady,
wir kommen zum Ende unserer Geschichte.
Die n�chste Showgeneration war das Ende
f�r Super-Marionetten-Animation.
Warum ist das so, Parker?
(Fantasiesprache)
Entschuldigung?
Mr. Ander-bold wird es erkl�ren.
In The Secret Service lebt Pater Stanley Unwin,
gespielt von Stanley Unwin,
mit Mrs. Appleby, seiner Haush�lterin, zusammen
und Matthew, dem G�rtner.
Nat�rlich ist Pater Stanley Unwin ein Geheimagent und
arbeitet f�r den britischen Geheimdienst an der Mission
mit der Abk�rzung Bishop.
Er hat ein Verkleinerungsger�t in der Bibel versteckt.
Klar.
Und er versucht,
Terroristen abzuhalten und die Welt zu retten
und Geheimpl�ne an sich zu bringen, bevor es andere tun.
Matthew, ich bef�rchte, ich versp�te mich.
Wenn er an eine schwierige Stelle kam,
wenn die Polizei ihn anhielt...
Ist Ihnen klar, Sir, dass Sie zu schnell gefahren sind?
Das war mir nicht klar.
Er sprach mit ihnen in Unwinesisch.
(Vater spricht Fantasiesprache)
Und nat�rlich machte das die Polizei verr�ckt.
Sie mussten freundlich sein und sagen:
"Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden."
Das habe ich nicht verstanden, Sir.
(Vater spricht Fantasiesprache)
Verstehe.
Und dann sagte die Polizei:
"Ja, verstanden, Sir.
"Tut uns leid wegen der St�rung."
Wir alle sagten dann: "Was?"
Wieder hatten wir das Problem, dass die Puppen nicht laufen konnten,
und da hatte ich die Idee, dass Stanley Unwin
alle Lauf- und Fahraufnahmen machen sollte.
So wie ich die H�nde benutzte,
damit die Puppen Dinge aufheben konnten,
benutzte ich Stanley Unwin, verheiratet mit seiner eigenen Puppe,
um ihm zu erm�glichen, alle Dinge selbst zu tun.
Wir hatten beides, Live-Action
und Marionetten.
So wie ich es sah
hatte ich nicht das Gef�hl,
dass man das durchgehen lie�e,
weil es verschiedene Dinge waren.
Joe 90 kam sehr gut raus,
aber das Team selbst begann, m�de zu werden.
Es war fast wie eine Depression im Effekte-Studio.
Manchmal fragte ich mich, ob wir an der Spitze die waren,
die den Kopf verloren,
oder ob es die waren, die reflektierten.
Von Gerry Anderson war ich sehr beeindruckt.
Er war anders, hatte viel Leidenschaft
f�r die Filmindustrie und das Filmemachen.
Traurigerweise gab es eine Trennung
nach ein paar TV-Serien
und er nahm ein B�ro in Pinewood
und wir fanden uns als arme Verwandte wieder,
dr�ben am Slough Trading Estate.
Eine Firma gelangt zu ihrem H�hepunkt zu einer bestimmten Zeit
und ich denke, unser H�hepunkt war bei Thunderbirds.
Ich dachte damals nicht daran, aber heute denke ich im R�ckblick:
"Ich frage mich, ob es deswegen war, weil wir uns selbst ver�nderten."
Nun, ich zeigte ihn,
so wie ich Lew alle Filme zeigte, die fertig waren,
und sobald Stanley Unwin mit seinem Kauderwelsch begann,
(Vater spricht Fantasiesprache)
sprang Lew hoch und schrie zum Filmvorf�hrer:
"Schnitt, Schnitt, Stopp. Licht an."
Und er sagte: "Sag die Show ab, Gerry.
"Mach nur die ersten 13 fertig."
Ich fragte, "Warum?" und er:
"Die Leute in Amerika werden ihn nie verstehen."
Und ich sagte: "Aber Lew, das ist ja der Punkt.
"Das soll so sein."
"Nichts f�r Ungut."
Und das war das Ende davon.
Die Marionetten-�ra kam definitiv an ihr Ende.
Wir sahen bereits die Zeichen an der Wand.
Lew Grade hatte schwere Zeiten mit ATV
und dem Rest. Alles begann,
etwas zu verblassen.
Es war ein schwerer Schlag, als Gerry sagte: "Wir schlie�en.
"Und wir verkaufen alles."
Es kam mir so vor, als ob es
ein bisschen abw�rts ging,
weil die Haupt-Crew schon weg war, um einen Live-Action-Film zu drehen,
was offensichtlich spannender f�r Gerry war.
Denn es war Live Action,
anstelle von Marionetten, die er eh nicht mochte.
Ein paar von uns kamen zusammen.
Wir wollten es sch�nreden
und sagten, "Du gehst und machst die Live Action Serien,
"und wir machen hier weiter.
"Wir k�nnen noch Erfolg haben. Wir m�ssen nicht aufgeben."
Wir haben es ernsthaft versucht.
Ich wei� nicht, ob ich...
Ob ich erleichtert war, froh oder entt�uscht.
Ich erinnere mich nicht.
Ich glaube, es kam alles zusammen.
Denn es waren 12 Jahre.
12 Jahre
pure Freude, wirklich.
Man hat gro�artige Momente im Leben, und es wurde Zeit,
den Laden zu schlie�en.
GEFILMT IN SUPER-MARIONETTEN-ANIMATION
Was f�r eine ungew�hnliche Geschichte, Parker.
Ja, tats�chlich.
Es war eine Schande, dass es so ein abruptes Ende nehmen sollte.
Aber sag mir, Parker,
was geschah, nachdem die Studios geschlossen wurden?
Eine Firma wurde gerufen,
um die Studios zu demolieren.
Es kamen Typen mit Vorschlagh�mmern,
und schleppten alle Sets
auf die Felder, die hinten im Studio standen
und zertr�mmerten sie und fuhren sie auf den M�ll.
Alles, was wir �ber Jahre gemacht hatten,
wurde vor unseren Augen zerst�rt,
das trieb mir wirklich die Tr�nen in die Augen.
Und der Schock dabei
und der Schock, dass du am letzten Tag aus dem Studio gingst
mit einem Haufen M�ll hinter dir,
der mal die Arbeit der letzten vier Jahre war,
die nun in Schutt lag.
Das war schwer zu schlucken,
und es hinterlie� Spuren bei mir.
Am meisten bereue ich,
dass sich Century 21 am Ende aufl�ste.
Man sah sich um und konnte viel Talent finden,
das �ber die Jahre angeh�uft wurde,
und dann brach die ganze Sache pl�tzlich auseinander.
F�r mich war das eine traurige Zeit.
Es tut gut, diese sch�ne
Wiederbelebung zu sehen von dem, wie es mal war,
und die alten Erinnerungen aufleben zu lassen,
und uns alle wieder zusammenzubringen
und sich an die vielen Menschen zu erinnern, mit denen wir Spa� hatten,
und an diejenigen, die weiterzogen.
Das ist wirklich sehr sch�n.
-Ja. -Danke.
Sehr gut.
Ich hatte Gl�ck,
am erfolgreichsten Set f�r Kinder-TV-Serien zu arbeiten.
Und es wird heute noch gesehen.
50 Jahre sp�ter.
Sie sind noch immer gut.
Unterhaltsam.
Ja, das war gut.
Ich bin noch immer stolz,
dass ich Teil der Thunderbirds war.
Ich bin extrem geschmeichelt,
dass ich auf meine bescheidene Art
mit jemandem assoziiert werde, der ein kreatives Genie war.
Damals begriffen wir nicht, dass wir zu so einem
wichtigen Teil der Filmgeschichte werden w�rden.
Und es ist wirklich �berraschend, dass es so ist.
Es war die beste Zeit meines Lebens im Filmgesch�ft.
Wirklich.
Die allerbeste.
Es war purer Spa�
mit so vielen gro�artigen Leuten zu arbeiten,
die einfach Begeisterung am Leben hatten.
Das waren echte Pionier-Tage
und wir hatten so viel Spa�.
Es war auch hart.
Ich hatte mal beinahe einen Nervenzusammenbruch.
Aber ich w�rde alles wieder so machen.
Ganz sicher.
W�rde ich es wieder machen?
Ich sollte gr�ndlich dar�ber nachdenken!
Hier oben, ja. Hier unten, nein.
Es w�re genau anders herum, aber...
Als ich pl�tzlich all diese verr�ckten Leute traf,
die es mir erm�glichten, mit Puppen zu spielen,
und mir am Ende noch Geld daf�r bezahlten!
Ich pers�nlich schulde ihm viel.
Ja, das tun wir.
-Tun wir. -Enorm viel.
-Tun wir. -Ja.
-Danke, Gerry. -Danke, Liebling. Danke, Gerry.
Kann ich dir was sagen, Parker?
In deine L�ffel?
Ich bin sehr dankbar f�r die Inspiration, die du mir gegeben hast
und all den Erfolg, den ich in der Synchronisation hatte.
Alles wegen dir, Cock.
Auf Wiedersehen.
Es tut mir leid, dass du gehen musst, Penelope.
Nun, es sieht so aus, als ob alle guten Dinge enden m�ssen.
Zuhause, Milady?
Zuhause, Parker.
Und Parker?
Ja, Milady.
Gut gemacht.
Ich w�nschte, Ich w�re ein Astronaut
Der schnellste Mann auf Erden
Ich fliege mit dir Um das Universum
Im Fireball XL5
Zusammen durch das ganze All
Den Himmel erobern
Mein Herz w�re ein Feuerball
Ein Feuerball
Bei jedem Blick In deine Augen
Gingen wie zu Juppiter
Und vielleicht bald
Fahren wir die Milchstra�e entlang
Und landen auf dem Mond
Eine Wunderwelt aus Sternenstaub
Wir zoomen uns zum Mars
Mein Herz w�re ein Feuerball
Ein Feuerball
Du w�rst meine Sternenvenus
Aber ich dachte, Ich w�re kein Astronaut
Ber�hmt und bekannt
Ich bin nur ein bodenst�ndiger Typ
Mit beiden Beinen auf dem Boden
Alles ist Fantasie
Ich komme nie an den Himmel
Mein Herz ist immer noch ein Feuerball
Ein Feuerball
Weil du w�rst meine Sternenvenus
GEFILMT IN SUPER-MARIONETTEN-ANIMATION
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