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Zulu
Die Zeit vergeht.
Du schläfst.
Du träumst.
Plötzlich wachst du auf. Und alles ist anders.
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BANKROTT
Da stand ein Kühlschrank.
Ich schreibe was von "stockendem Verkehr" oder...
Habe ich "Verkehr" richtig geschrieben?
Er versteht bestimmt, was ich meine.
- Verdammt! - Hallo, Thomas.
Wir hatten für letzten Freitag einen Termin ausgemacht. Erinnerst du dich?
- Da hatte ich Halsschmerzen. - Ihr seid in eine Ruine eingezogen?
- Ihr ertrinkt in Müll? - Na ja, "Ruine"... Und "Müll"...
Das sind Weiße Waren. Antik. Wir leben vom An- und Verkauf.
Thomas. Er hat jetzt seit zwei Jahren nicht mehr gesprochen.
Ich muss jetzt handeln.
Entweder wirst du ein verantwortungs- bewusster Vater oder ich unternehme etwas.
- Was denn? - Ich muss die Behörden unterrichten.
Dann müssen die entscheiden, ob sie ihn dir wegnehmen.
Er hat gesehen, wie seine Mutter überfahren wurde.
Du musst dich zusammenreißen. Sofort.
Hallo, Rie.
Niklas geht es gut. Im Schriftlichen ist er richtig gut.
Ich muss zuhause aufräumen. Ausmisten.
Alles in Ordnung bringen. Es soll nicht wie eine Ruine aussehen.
Hallo, Dion.
Wir haben nur Zeit für eine Durchsuchung.
Es gibt ja einige Narkotika bei den Insassen.
Ich hoffe mal, dass ich nichts finde.
Gestern fragte ich dich, ob wir zwei eine Zukunft haben, wenn du entlassen wirst.
Ich bekam nur ein "äh" als Antwort.
Ich war dir nur ein Zeitvertreib.
Irgendwie muss man die Zeit hier drin ja rumkriegen, was?
Angenehme Bewährung, Dion.
Hallo. Ich suche die Trauergruppe.
- Das sind wir. - Super.
Wir warten noch auf Kristian.
Hallo. Ich heiße Hannah, und ich habe meinen Mann verloren.
Hallo, Hannah.
- Was hat er verloren? - Er war in Afghanistan.
Er hat einige Probleme...
- Was hast du verloren? - Rie. Meine Frau.
Mein Asger ist in meinen Armen gestorben.
Ich werde nie seine letzten Worte vergessen.
"Schwing dich wieder aufs Pferd, Hannah."
Hallo zusammen. Ah, Thomas ist wieder dabei.
Ich bin neu. Ich heiße Hannah. Ich habe meinen Mann verloren.
- Nein? Hallo, Anja. - Nein, Hannah.
Was zur Hölle...?!
Gerner?
Lange nicht gesehen, Onkel Gerner.
- Ich gehe nur selten ins Gefängnis. - Hast du die Sachen?
Ich will erst mal Geld sehen.
- Was soll das sein? - Ich habe Schokolade verpackt.
Was glaubst du, wie viel man damit verdient?
Die Zahnfee hat mich erwartet, als ich rauskam.
Die werden mich umbringen.
Gerner, verdammt!
Das Doppelte von dem, was dir noch fehlt.
Andersen. Hans Christian Andersen.
- H. C. Andersen. - Frank leistet gute Arbeit.
Und ein Hinflugticket in ein warmes Land.
Morgen erst? Ich muss HEUTE los!
Ausgebucht.
- Dann schlafe ich heute Nacht hier. - Nein. Ich erwarte Damenbesuch.
Nimm morgen ein Taxi zum Flughafen. Sei zwei Stunden vor Abflug dort.
Das war echt übel. Das mit deiner Frau und der Fahrerflucht.
Der Typ, der geflohen ist. Was machst du denn sonst so?
Ich verkaufe Weiße Ware. Und ich will ein Restaurant eröffnen.
- Das ist ja witzig! - Wieso denn?
- Ich habe jahrelang Kantinen geleitet. - Bist du Köchin?
Ich bin eher eine Art Managerin. Die den Überblick über alles behält.
Weiße Ware? Ich brauche einen Kühlschrank.
Gut und groß muss er sein. Und kalt.
Ich habe leider gerade keinen im Angebot.
Wir sollten Telefonnummern tauschen.
Du rufst mich an, wenn du einen hast, und ich rufe dich an, um nachzufragen.
Gib mir doch mal dein Telefon...
Du gibst deine Nummer ein, und ich gebe meine Nummer ein.
So ist es am einfachsten.
- Maja? - Die ist ausgezogen.
Mit einem neuen Kerl nach Jütland.
Gewährst du mir Obdach?
Nur für eine Nacht.
Niemand darf dich mir wegnehmen, Niklas.
Das will auch gar keiner. Wieso sollten sie auch?
Wir werden hier für Ordnung sorgen. Nicht wahr?
Super. Dann fange ich mal mit dem Schlafzimmer an.
Thomas?
Hallo, Niklas. Erinnerst du dich an mich?
Dion.
Ist Papa zuhause?
- Dion? Du bist wieder draußen? - Du hast mich nie besucht.
Und du bist nicht zu Ries Beerdigung gekommen.
Ist auf deinem Sofa noch Platz? Nur für eine Nacht.
Ich weiß nicht... Vielleicht sollten wir was einkaufen. Eine Pizza oder...
Guck mal...
- Was ist aus dem Restaurant geworden? - Das ist ein großes Projekt...
Man könnte meinen, du hast das Projekt unter dem Schrott begraben.
Das ist kein Schrott. Das hier ist ein Lager. Ich handle mit Antiquitäten.
Ach? 24 verrostete Waschmaschinen.
Ein neuer Kondensator für 220 Kronen, und schon funktioniert die Waschmaschine.
Das Restaurant ist also gestorben?
- Ich schaffe das doch nicht allein. - Es gibt genug Restaurants.
Danke.
- Was? - Was meinst du?
- Lasst uns essen. Ich will nicht. - Komm schon, Thomas.
Eine robuste Mahlzeit. Tomaten, Zwiebeln. Dazu passt ein Wein mit viel Tannin.
Die Traube könnte eine Grenache sein.
Darf ruhig etwas opulent sein. Ein Tautavel Hommage 00.
Und jetzt lasst uns essen.
- Niklas redet nicht viel. - Er ist seit dem Unglück traumatisiert.
- Er braucht Zeit. - Das ist zwei Jahre her.
Sie hat auch genug davon. Die Schulpsychologin.
Sie sagt, sie will mich bei den Behörden melden.
Die wollen mir Niklas wegnehmen. Sie sagt, ich soll mich zusammenreißen.
Und, tust du das?
Ich muss ein bisschen aufräumen. Die Dinge in den Griff bekommen.
- Trinkst du wieder? - Nein!
Ich habe seit acht Jahren nicht mehr getrunken.
Schlaf gut.
- Thailand? - Ja. Thailand. Hua Hin.
- Der Flieger geht in drei Stunden. - Bist du nicht auf Bewährung draußen?
Wenn jemand fragt, sag nichts.
Wie lange bleibst du weg?
Ich muss Niklas fahren. Ich kann dich mitnehmen.
Ich nehme mir ein Taxi.
Hans Christian Andersen.
Bis dann.
Mach's gut, Champ.
Bis dann.
Das war also Dion. Von früher.
Erinnerst du dich nicht an ihn?
Er ist jetzt wieder weg. Okay?
Guten Morgen, Dion. Nie bekomme ich dich zu Gesicht.
Steig ein.
- Reisen heißt leben. - Das ist nur ein Kurzurlaub.
Dion, wir beide haben noch ein paar Rechnungen offen.
Papa ist nicht froh. Und wenn Napoleon nicht froh ist, bin ich auch nicht froh.
Es hat ihm einen Haufen Geld gekostet, dass du das Restaurant angezündet hast.
- Es schien eine Lösung zu sein. - Schon, aber du wurdest ja geschnappt.
Und wir haben keine einzige Krone von der Versicherung bekommen.
Du hättest das mit mir besprechen können, bevor du es anzündest.
Ich wette, du bist total pleite und kannst auch kein Geld besorgen.
Es ist am einfachsten, wenn du lächelst.
Mein Kumpel und ich wollen hier ein Restaurant eröffnen.
Hier ist das Restaurant. Schwingtüren zur Küche.
Herd und Grill.
Hier die Arbeitsstationen. Und eine Spüle.
Trockenlager. Hier das Büro. Weinregale im Keller.
Voilà: Restaurant.
Du kennst meine Kochkünste.
Du brauchst einen Ort, an dem du Geld waschen kannst.
Abgemacht. Ich nehme die Firma als Pfand und du bezahlst deine Schulden ab.
Dion.
Dion. Komm. Du kommst mit einem Finger davon.
- Nein, Patrick. - Dion.
Deine Entscheidung.
Thomas? Thomas?
- Verdammt nochmal, Dion! - Du musst jetzt aufwachen.
- Ich bin wach. - Das ist eine Metapher.
- Was ist denn mit deiner Hand? - Das Restaurant. Wir eröffnen es.
Das ist ein sehr großes Projekt.
Ich bin der Küchenchef. Ich kümmere mich um die Gerichte.
Du bist der beste Sommelier Dänemarks. Du übernimmst die Weine und Gäste.
Der gute alte Plan. Nur ohne Rie.
- Wo bekommen wir das Geld her? - Wir kennen jemanden, der genug hat.
Nicht mit meinem Vater.
- Ich habe Kurt 10 Jahre nicht gesehen. - Was sagte die Schulpsychologin?
Reiß dich zusammen. Rede mit deinem Vater. Wir eröffnen das Restaurant.
- Was ist aus Thailand geworden? - Wir eröffnen jetzt dieses Restaurant.
Und du darfst Niklas behalten.
Wollen wir dieses Restaurant zusammen betreiben?
Wir betreiben es zusammen.
- Wir betreiben es zusammen. - Fein.
Sag was zur Vergangenheit, aber dass es jetzt darum geht, nach vorn zu schauen.
- Das Projekt... - Das sagtest du bereits.
Sag, dass wir in einem Viertel sind, dass bald sehr beliebt sein wird.
- Das sagtest du schon. - Und dass Essen nie aus der Mode gerät.
- Wir müssen die Bedingungen besprechen. - Bedingungen?
Wir müssen bei null anfangen. Ich will Miteigentümer werden.
Ich muss Kurt die Hälfte anbieten, damit er investiert.
Dann teilen wir deine Hälfte 50/50.
- Dann habe ich ein viertel Restaurant? - Wenn du einen anderen Koch hast...
Abgemacht?
Hallo. Hier versteckst du dich also?
Ich versuche, "Restaurant" zu buchstabieren. Aber wo ist das "U"?
- Wozu? - Ich will ein Signal aussenden.
- Dass hier etwas passiert. - Tut mir leid, dass ich sauer war.
Ich hätte dir die Übernachtung nicht verweigern sollen.
Du kommst gerade unpassend, Kisser.
Ist in Ordnung.
Wir sind erwachsene Menschen. Wir sind halt nicht mehr zusammen.
Wir hatten ein bisschen Spaß im Knast, und jetzt wirfst du mich auf den Müll.
Du willst mit anderen vögeln, sie vergessen und ignorieren.
Rein mit dem Schwanz, raus mit Kisser. Und scheiß auf gebrochene Herzen!
Bitte schön. Hier ist dein U. Fuck you!
Ich habe eine andere Idee. Wir machen es ohne ihn.
Wir starten mit Catering und arbeiten uns nach und nach hoch.
Autoschlüssel.
- Was hast du vor? - Stell draußen die Buchstaben auf.
Ich bin Legastheniker.
RES-TA-U-RANT.
- Halt dich einfach an die Reihenfolge. - Soll es nur "Restaurant" heißen?
Wir suchen später einen Namen aus. Ich will jetzt ein Signal aussenden.
- Es passiert hier doch nichts. - Wart's ab...
Du musst um 13.45 Uhr zurück sein. Ich muss Niklas abholen.
Hallo, Kurt. Ich will zusammen mit Thomas ein Restaurant eröffnen.
Du kannst 50 % vom Kuchen haben.
Mensch...! Du hast einen Sohn, den du seit zehn Jahren nicht gesehen hast.
Das ist die letzte Chance, wieder eine Familie zu werden.
Vater!
Opa!
Ich habe eine alte Nerzfarm bei Stege gekauft.
Ich vermiete die Räume an rumänische Arbeiter.
SO verdient man schnelles Geld.
Weißt du, wie hoch die Gewinnspanne ist, wenn du ein Glas Wein verkaufst?
Weißt du, wie viel Schwarzgeld man da rausziehen kann?
Mit einem Restaurant besitzt du deine eigene Gelddruckmaschine.
Du bist heute Abend zum Essen eingeladen. 21 Uhr. Pünktlich.
Was? Ich hoffe, das Restaurant ist gegen Feuer versichert.
Hast du meine Sachen besorgt?
Klein-Lars hat sie bei Frandsen abgeholt.
Für 1.000 Kronen bekommst du deine Waren.
Ja... Ich muss das anschreiben, Gerner.
Ich muss einen Investor beeindrucken. Du bekommst das Doppelte zurück.
Bitte schön. Bio und verdammt teuer.
Das macht dann 2.000. Plus die Summe, die du mir für Ticket und Pass schuldest.
Hallo. Kannst du "hallo" sagen?
Wir haben's eilig. Heute Abend wird groß gekocht.
Dion!
Hallo, Niklas. Magst du mal nach oben gehen?
Eins will ich mal klarstellen: ICH bringe Niklas hin und hole ihn ab.
Das ist eine Vater-Sohn-Sache.
Wir haben heute Abend um neun einen Investor zum Essen hier.
Wir müssen die Küche in Schuss bringen. Und du musst einen Tisch zurechtmachen.
Hopp hopp!
Das ist fein geschnitten. Das nennt man Julienne.
Das ist einfach nur geschnitten. Okay?
Was glotzt du denn? Julienne.
Julienne!
Er ist da. Er hat Platz genommen.
- Bist du bereit? - Ja.
- Konzentriert? - Ja.
- Dann komm. - Ja.
- Was zum Teufel treibst du da? - Ich rette das Projekt.
- Das ist ER! - Du bist Sommelier.
Da drin sitzt ein Kunde mit einem leeren Glas.
Niklas...
Ich hatte dir ja erzählt, dass Oma und Opa vor langer Zeit gestorben sind.
Es war hauptsächlich deine Oma, die gestorben ist.
Opa ist nicht tot. Nicht auf diese Weise.
Das nennt man eine Metapher. Für mich war er gestorben.
Ich habe also nicht gelogen...
Aber er ist nicht wirklich tot.
Er sitzt da drin und wartet.
Guten Abend. Willkommen.
Erster Wein: Chablis, Premier cru. Fourchaume.
Ein schöner mineralischer und cremiger Chablis.
Mit Noten von Zitrus, Vanille und grünen Äpfeln.
Gegrillte Jakobsmuscheln mit Äpfeln, Kresse und Muschelsauce.
Du bist mir ja einer...!
- Er ist fertig. - Geh rein und schließ Frieden mit ihm.
Dann komme ich rein. Und wir schließen einen Vertrag über ein Investment.
- Du bist ein Arschloch! - Lächeln.
Danke für das Essen.
Ich hoffe, du hast die Möglichkeiten geschmeckt.
Wir sprechen nicht über die Vergangenheit. Wir sehen nach vorn.
- Du hast mein Geld nicht gewollt. - Keine Vergangenheit mehr.
Wir sehen nach vorn.
Das hätte ich fast vergessen: Eine kleine Leckerei zum Abschluss.
Eine hausgemachte Ganache mit Schokoladenglasur.
Mit gefriergetrockneten Himbeeren.
Wohl bekomm's.
Lecker.
Ganz schön snobistisch.
Ich bevorzuge normales Essen für normale Menschen. Daher...
Danke. Aber nein, danke.
Du weiß nichts über mich und über Essen.
In der Küche geht es um Liebe und Energie.
Darum, da zu sein.
Bald wirst du weg sein. Niemand wird dich vermissen.
Wenn du das nicht kapierst, verzieh dich nach Hause zu deinen Gipsplatten!
Danke für den schönen Abend, Kurt.
Du hast Eier.
Wir versuchen es mit Dion in der Küche. Ich investiere.
Ich bezahle die Hälfte.
Wenn was?
Ich will den Jungen einmal pro Woche sehen.
Was hat das damit zu tun?
Ich bin sein Opa.
Du hast ihn heute das erste Mal gesehen.
Viel Glück.
Natürlich kannst du Niklas sehen. Einmal pro Woche.
Du bist sein Opa.
Mittwoch.
Jeden Mittwoch kannst du nach der Schule bis 20 Uhr mit ihm zusammen sein.
Ich habe einen Vertragsentwurf dabei.
Aber ich warne dich: Das ist keine Gefälligkeit.
Du unterschreibst. Und ich investiere in den Mist.
Dann legen wir los, ein Restaurant aufzubauen.
Ich bin Legastheniker. Ich kann das nicht alles lesen.
Keine Gefälligkeiten.
Prima. Dann wäre alles geklärt.
Danke fürs Essen.
Ich habe ganz vergessen, die Buchstaben anzuschalten.
Niklas! Thomas! Komm.
Kommt schon!
Seid ihr bereit?
Du solltest dich doch an die Reihenfolge halten.
Hab ich doch.
Scheiß drauf. Wir haben ein Restaurant.
"Resaturnat".
Übersetzung: filmtiger
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