All language subtitles for Lieber Antoine als gar keinen Ärger 2018 HD BluRay.x264.SRTdeutsch

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Original subtitles

So, das war's.

Nein, noch fünf Minuten. Bitte!

Bitte, Mama, noch fünf Minuten!

Na gut. Fünf Minuten.

Die Bullen!

Verpiss dich, du Bastard!

Verdammter Dreckskerl!

Ich mach dich fertig!

Ich kriege dich!

Wirf deine Waffe weg!

Waffe weg!

Okay, keine Bewegung!

Alles okay, Chef? - Mein Handgelenk ist verstaucht.

Das gibt's doch nicht. - War nur Spaß, du Blödmann.

War es wirklich so?

Bei der Automarke bin ich mir nicht sicher.

Aber der Rest war ungefähr so.

Also...

Schlaf jetzt, Theo.

Papa war echt stark.

Wie ein Löwe.

Er hat uns nie enttäuscht und nie gezaudert.

Deshalb wird ab heute,

auf einhelligen Beschluss des Stadtrats,

unser geliebter Platz Zum Alten Fischer

den ruhmreichen Namen des Mannes tragen,

der 14 Jahre lang über diese Stadt gewacht hat,

mit Ehrlichkeit, Mut und Effizienz.

Der sein Leben für sie gelassen hat:

Die Rede ist von dem großen, tapferen, ewig jungen...

Jean Santi.

Und...

bei uns ist heute

die Frau, die zuerst...

seine Kollegin und Freundin war,

bevor sie seine Verlobte...

dann seine Ehefrau,

die Mutter seines Kindes und schließlich...

seine Witwe wurde.

Die Frau, die noch heute

mutig ihren Platz im Kommissariat von Valrose innehat,

Madame Oberleutnant Yvonne Santi.

Jean und ich kamen oft hierher, um spazieren zu gehen,

um was zu trinken oder im "Chez Matthieu" Austern zu essen.

Jean liebte das Leben und er liebte seinen Beruf.

Er sorgte gern dafür, dass alle glücklich leben können,

dass alle friedlich leben können.

Zehn Jahre war ich glücklich mit ihm. Ich lebte in Frieden.

Das war sehr bewegend.

Verzeihung, darf ich mal?

Diese Statue ist Schrott.

Silhouette, Nase, Schultern, nichts stimmt.

Sie sieht nicht aus wie er. - Aber die Knarre stimmt.

Theo hat mich betrunken gesehen. - Alle haben dich betrunken gesehen.

War es so offensichtlich?

Überhaupt nicht.

Du bist ein guter Typ, Louis. - Wieso?

Man sieht sofort, ob du lügst. Du hältst dann kurz den Atem an.

Blödsinn.

Doch. Das ist richtig rührend. So, als wolltest du verschwinden.

Okay, alle haben es gesehen. Bis in die letzte Reihe.

Ich schaff's nicht mehr.

Ohne ihn bin ich aufgeschmissen. Ich weiß nicht mehr, was ich tun und sagen soll.

Ich bin total verlangsamt.

Sogar im Supermarkt stehe ich eine Stunde vor dem Joghurtregal.

Probiotisch oder nicht?

Wiesel an Affe, wo bist du?

Affe an Wiesel. - Treffen vorgezogen.

Wer ist da? - Alle.

Wir sind im Nest. Wir warten nur auf dich. Beeil dich.

Bin in fünf Minuten da.

Du nimmst den Bus. - Wohin fährst du?

Zu einem SM-Bordell. Minderjährige, Drogen, alles da.

Nimm mich mit. - Geht nicht.

Bitte, ich brauche Action, nicht nur Papierkram.

Nein.

Ich hocke seit zwei Jahren im Büro.

Ich darf dich nicht mitnehmen.

Mann weg, Job weg... Das nervt doch!

Ich kann nichts machen. - Pass auf.

Nimm mich einfach mit. - Das ist vorbei.

Wenn dir was passiert, bin ich dran.

Tut mir leid.

Bitte, Louis! Hol mich aus der Mottenkiste.

Steig aus! Ich komme noch zu spät.

Monkey, was ist? - Nur eine Stunde!

Hast du die Witwe abgesetzt? - Bitte, bitte!

Du nervst!

Ich komme gerade auf dem Parkplatz an.

Wir sind im 4. Stock: Jules ist im Flur, Simon auf der Treppe,

Fanfan unten bei dem rosafarbenen Oleander.

Kanal 5. Bist du bereit? - Aber hallo!

Ich will schlagen und geschlagen werden. - Trifft sich gut.

Yvonne, sei vorsichtig.

Was ist das?

Verdammt!

Louis!

Polizei! Alle raus hier!

Keine Bewegung!

Das ist für dich.

Ich bin nicht minderjährig. Ich bin 22.

"Auf dem Weg zu meiner Mutter habe ich mich im Stockwerk geirrt.

Die Wohnungsinhaber machten mir auf und knebelten mich sofort.

Ich vermutete einen Scherz und protestierte vergeblich.

Sie zwangen mich in dieses Kostüm."

Schön sachte, setzen Sie sich bitte.

Fester. - Enger geht es nicht.

Bitte. - Nein, das kann ich nicht.

"Die bei und in mir gefunden Gegenstände gehören mir nicht.

Es ist nur ein Missverständnis." Richtig so?

Ja.

In der Öffentlichkeit gilt das Vermummungsverbot.

Ich muss Ihre Maske abnehmen.

Ist gut, Jeannot, bring mir den Fantomas.

Setzen Sie sich bitte.

Sie müssen die Maske abnehmen. - Nein.

Sie sollten Ihren Anwalt anrufen. - Das würde ich ja gern.

Aber er ist bei Ihrem Kollegen.

Tja, Sie wurden mit vier Gramm Kokain und einer Minderjährigen angetroffen.

Das ist doch alles nicht wahr!

Machen Sie dieses Gerät aus. - Ich dachte, sie sei volljährig.

Das Kokain war nicht von mir. Ich vertrage das nicht.

Davon kriege ich Sodbrennen.

Und dem Mädchen habe ich überhaupt nichts getan.

Sie hat mich geschlagen. - Erklären Sie das dem Richter.

Bitte!

Ich bin verheiratet... Ich habe Kinder.

Tut mir leid.

Lesen Sie alles und unterschreiben Sie hier.

Ihr Ring...

Kannten Sie Jean? - Wie bitte?

Jean Santi. Kannten Sie den?

Jeannot„ Kannten Sie ihn?

Sie sind Yvonne!

Sie sind Yvonne!

Danke, Gott! Danke!

Wer sind Sie? - Ich bin Guerin!

Aha? - Buchhalter beim Juwelier Massena.

Der getürkte Raubüberfall 2009. - Bitte?

Ihr Rohdiamant. Den hatte Jean von mir.

Haben Sie noch die Ohrringe dazu?

Die blauen und weißen Saphire?

"Ich war nie vorher in dieser Wohnung

und kannte keinen der Anwesenden."

Bleiben Sie dabei? - Ja.

Gut, Pater, unterschreiben Sie.

Halleluja.

Verdammt, Yvonne, sieh mich an!

Schon besser. Sieh mich an.

Louis?

Was ist los, Yvonne?

Es ist ein Albtraum.

Der Typ hat furchtbare Sachen gesagt. - Was?

Dass Jean... - Was denn?

Das kann nicht wahr sein! - Was hat er denn gesagt?

Er sagte... - Was?

Dass Jean ein anderer war. - Wie jetzt?

Er hat gesagt... Ach Scheiße!

Er hat gesagt, er war korrupt.

Er dachte, ich wüsste es, und hat mir viele Details erzählt.

Das ist nicht wahr.

Es ist nicht wahr. Bitte sag, dass es nicht wahr ist.

Es ist nicht wahr.

Das hätte ich doch in den sieben Jahren bemerkt. -O nein...

Was denn? - O nein!

Was ist? - Frag nicht so!

Du hast dein Lügnergesicht gemacht. - Ich weiß nicht...

Yvonne, ich schwöre... - Atme, sonst erstickst du.

Hör auf, du tust dir noch weh.

Verstehst du nicht? Acht Jahre mit einem verdorbenen, armseligen Mistkerl!

Ich habe mit einem Fremden gegessen, geschlafen und gefickt.

Ich habe ein Kind von ihm! - Yvonne...

Das Schlimmste ist: Er hat einen Unschuldigen ins Gefängnis gebracht.

Weißt du noch, der Einbruch beim Juwelier Massena 2009?

Jean hatte den Fall.

Aber die Sache war getürkt.

Ein Versicherungsbetrug. Sie haben sich selbst ausgeraubt.

Jean kam dahinter und spielte mit.

Aber sie brauchten einen Schuldigen

und wählten den Einzigen, der nichts getan hatte:

Den Typen aus der Werkstatt. Und wie alt war der?

Er war 26.

26! Verdammt, Louis...

Jean hat ihn verhaftet.

Er versteckte die Steine in dessen Auto.

Dafür hat er 70000 Euro kassiert. Und meinen Scheiß Verlobungsring.

Ganz toll! Danke!

Muss ich sonst noch was entsorgen? - Wie jetzt?

Ich weiß nicht, Louis.

Du weißt doch alles. Was gehört mir alles nicht?

Wie meinst du das? - Hab ich noch mehr Diebesgut? Sag's mir!

Verdammt...

Verdammt...

Verdammt!

Verdammte Scheiße.

Verdammt!

Mama.

Mama!

Mama!

Warum wehrt Papa sich nicht?

Weil ich müde bin, Schatz.

Tut mir leid.

Machst du ihm die Zähne wieder rein? - Heute nicht.

Das machen wir morgen.

Goldzähne! Das würde ihm gefallen.

Okay. Ruh dich aus.

Danke, Schatz. - Morgen killt Papa sie alle.

VORZEIGE-ANGESTELLTER WAR DER MAULWURF

Scheiße...

So ein Arschloch.

Verdammt...

Yvonne!

Wohin gehst du?

Zum Richter? - Nein, nein.

Das hat Estelle aber gesagt.

Können wir kurz reden? - Louis!

Lass mich in Ruhe. - Yvonne!

Nein. Du lässt mich in Ruhe.

Yvonne, der Typ ist nicht tot. Dem geht's gut.

Er trainiert und lernt korsische Gesänge. - Sag mal...

Findest du das witzig?

Ist dir das Hirn weggeschmolzen?

Das ist wohl Jeans Einfluss.

Das kannst du nicht bringen. - Was soll ich machen?

Den Typ im Knast versauern lassen? - Versauern?

Er kommt bald raus. Dann ist es erledigt. - Erledigt?

Bist du bescheuert?

Ist es etwa egal, ob man schuldig oder unschuldig rauskommt?

Er kommt noch diese Woche raus.

Das kläre ich mit dem Richter.

Meinst du, das war's dann? Jean hat noch viel mehr Mist gebaut.

Alles wird rauskommen. Und das wird gar nicht schön.

Ich war blöd genug, acht Jahre mit einem Mistkerl zusammenzuleben.

Das muss ich akzeptieren.

Aber ich kann diesen armen Kerl nicht einfach versauern lassen.

Yvonne... - Wovor hast du Angst?

Vor gar nichts, ich hab nichts getan. - Ja...

Willst du's nicht kapieren? Ich mache mir Sorgen um Theo.

Wenn er überall liest, dass sein Papa ein Dreckskerl war,

was erzählst du deinem Sohn dann vor dem Einschlafen?

Mir fällt schon was ein. Es gibt jetzt sehr gute Bücher.

Sein Vater ist seit zwei Jahren tot.

Er fängt sich langsam wieder.

Willst du ihn wirklich noch mal töten?

Kurz mal pissen.

Das ist der Tee.

Vom Kaffee kommt das nicht. Aber Tee... Fünf Minuten: und los!

Ich verliere meine Hose.

Was soll's.

Die kann ich ruhig verlieren.

Verdammte Scheiße, das T-Shirt kratzt.

Ich setze mich hinten rein. - Abo oder Ticket, Monsieur!

Der Gürtel muss enger... Mann, war ich fett.

Er ist mein Bruder. Ihm geht's nicht gut. Er ist durcheinander.

Mm, das riecht ja verdammt gut.

Ich zahle für ihn.

Was riecht hier so gut? Ein Shampoo?

Scheiße, es ist Hundeshampoo!

Das riecht aber lecker!

Köstlich!

Wunderbar! - Danke.

Nein, igitt, das stinkt.

Puh, das stinkt, der Hund ist infiziert, der muss auf den Müll.

Kleiner stinkender Hund!

Er streckt seine kleine Zunge raus und stinkt.

War der Supermarkt schon immer da?

Nein, der war noch nicht da. Da war doch ein Fußballstadion.

Nein, falsch, da war immer ein...

Doch, da war ein Feld.

Das haben sie vor zwei Jahren bebaut. - Madame... Ich rede gerade.

Man unterbricht doch nicht einfach die Leute!

Selbst die Alten sind unhöflich.

Doch es war hier. Da war noch "Carglass".

Die Olle hatte recht, auch wenn sie stinkt.

Sie haben recht, Madame. Es war hier.

Gleich hier.

Ach du Scheiße.

Antoine?

Antoine?

Sie haben gesagt, um 18 Uhr...

Das gibt's doch nicht, Antoine! Warum hast du nicht angerufen?

Mein Akku war leer.

Warum haben sie dich früher gehen lassen?

Ich weiß nicht. Wahrscheinlich haben sie es bereut.

Ist doch gut, oder? - Sie haben mir nichts gesagt.

Ich wollte dich erwarten.

Tut mir leid. - Nein...

Nein, sag so was nicht, mein Liebling.

Ich rede Unsinn.

Ich wollte nur, dass alles perfekt ist.

Ich warte schon so lange auf diesen Moment.

Ich wollte dich einfach...

kommen sehen.

Ich bin so überrascht, dass es mir die Freude verdirbt.

Es verdirbt alles.

O nein, das gibt's doch nicht, alles ist verdorben.

Du riechst gut.

Nein, ich rieche nach Schweiß.

Noch mal von vorne.

Wie bitte?

Geh noch mal zum Gartentor.

Zähl bis 30. Dann drückst du das Tor auf, sodass es quietscht.

Dann gehst du langsam über den Kies.

Du gehst bis zur Tür und klopfst.

Machst du das?

Ja.

Antoine, Antoine...

Es ist wunderbar, dass du da bist. - Ja.

Ich liebe dich, Antoine, ich liebe dich.

Du hast mir so gefehlt.

Noch mal. - Was?

Geh bitte noch mal raus und komm wieder. - Ja.

Kannst du auf dem Weg stehen bleiben?

Zögernd...

als hättest du Angst

und wüsstest nicht, was dich erwartet. - Ja.

Es ist so herrlich, dass du da bist. - Ja.

Ich liebe dich, Antoine.

Du hast mir so gefehlt!

So sehr!

Was bestellst du?

Haben wir Geld? - Bestell, was du willst.

Vorspeisen: Warme Linsen, karamellisierte Schalotten,

Balsamico-Creme, Petersilie, neue Zeile, 13 Euro.

Pochierte Eier in chinesischer Pilz-Bouillon,

Parmesan, Komma, getrüffelt, hier fehlt ein F, 16 Euro.

Sardinenauflauf mit Kerbelrübe... Kerbelrübe!

Mit der Gabel zerdrückt in Kursivschrift...

Ich könnte glatt alles bestellen.

Ich nehme den Spargel

und das Hühnchen.

Sehr gut.

Entschuldigst du mich kurz? Ich hole Zigaretten.

Soll ich schon bestellen? - Ja.

Ich verstehe Sie nicht. -Zweimal Marlboro Lights und Streichhölzer.

Ich habe nur Camel Lights. - Her damit!

Gib her, oder ich polier dir die Fresse!

Her damit!

Gib schon her. - Ich hab keine Lights mehr.

Scheiß drauf. Gib her.

Verdammt!

Jean?

Erstes Jahr an der Frangois-Villon-Mittelschule?

Marken'?

Bist du's, Santi? - Scheiße, Mariton, du hier? -Verdammt.

Santi, du Arschloch!

Du warst Klassenbester.

Der Liebling der Lehrer! - Ja, bis ich wegen dir geflogen bin.

Du hast gesagt, ich hätte das Labor angezündet, dabei war es Verrier.

Warum hast du das gemacht? Ich hatte nichts getan!

Wegen sechs Kokosbällchen.

Ja, Verrier hat mir sechs Kokosbällchen gegeben,

damit ich dich anschwärze.

Sechs Kokosbällchen? - Es tut mir leid, Mariton.

Ich hätte Chirurg werden können. - Es ist nicht zu spät.

Du kennst dich anscheinend mit Chemie aus.

Ich habe Kontakte bei Sanofi.

Echt? - Ja.

Jeder verdient eine zweite Chance. - Wirklich?

Ich schwör's.

Guck, was du aus mir gemacht hast, Santi!

Ein Monster! - Komm schon, mach Salbe drauf und fertig.

Ich war unschuldig. Du hast mein Leben versaut, Santi.

Papa war der Hammer. - Wie meinst du das?

Kapierst du's nicht?

Dein Patenonkel ist da.

Gehst du wieder aus?

Tut mir leid, Schatz, es ist wegen der Arbeit.

Also dann... schlaf jetzt.

Gute Nacht.

Hallo. - Hallo.

Danke dir. Ich dachte schon, ich darf ihn nicht mehr sehen.

Schon gut.

Sonst hatte niemand Zeit, richtig?

Genau.

Ist er im Bett? - Ja.

Soll ich ihm was erzählen? - Schon erledigt.

Man sieht dich kaum noch bei der Arbeit.

Ich will mehr bei Theo sein. - Das sehe ich.

Ich will nicht bestohlen werden. - Gehst du mir aus dem Weg?

Nein, ich hab nur keine Lust, dich zu sehen.

Warte mal, Yvonne. Warum bist du so sauer auf mich?

Ich hab nichts getan! - Du hast zugesehen.

Sollte ich ihn verpfeifen? - Was ist mit mir?

Scheiße, warum hast du mir nichts gesagt?

Ich bin bei ihm geblieben! - Du hast ihn geliebt.

Ihr habt euch geliebt. Das durfte ich nicht zerstören.

Guck dir doch mal deine Hütte an und wie du lebst!

Ich dachte, du weißt Bescheid.

Ich hol was zu trinken.

Einen Wodka bitte. Dreifach.

Aus dem Weg!

Der Typ hat mich beklaut. Wo ist er hin?

Er ist da lang.

Hat's dir gefallen? - Ja.

Total.

Super Musik.

Was?

Ich hab Angst, dass du dich langweilst.

Du hast bestimmt viel mehr erwartet.

Party, Spaß...

Jeden Abend tolle Feste.

Aber da bin nur ich.

Ich und mein normales Leben. - Du bist schöner als meine Erwartungen.

So wie du jetzt bist.

Bist du nicht wütend? - Nein.

Ich empfinde keine Wut

und keinen Groll.

Ich bin ganz im Frieden, Agnes. Glücklich.

Da ist er! - Das ist er!

Der Dreckskerl! - Bleib hier stehen.

Dir werde ich's zeigen!

Mein Ohr!

Hör auf, du bist wahnsinnig!

Er hat mir die Haare ausgerissen. - Alles okay?

Alles okay?

Scheiße! Jimmy!

Das Pärchen dort! Der Typ mit der grünen Jacke!

Polizei! Stehen bleiben!

Stehen bleiben, verdammt.

Polizei, verdammte Scheiße!

Was ist passiert? - Er hat sie bestohlen

und uns plötzlich angegriffen.

Beschreiben Sie den Verdächtigen. - Da ist er doch, verfickte...

Vorsicht, Monsieur. - Da ist er doch mit seiner grünen Jacke.

Mit seiner Tussi in Grau, äh, in Rot. - Graue Jacke und was?

Nein, grüne Jacke, und die Frau in Rot.

Rote Jacke und... - Seine Jacke ist grün!

Die Frau in Rot! Am Taxi!

Sie fahren weg. - Ganz ruhig!

Monsieur! - Ja, was?

Wann haben Sie den Verdächtigen zuletzt gesehen?

Was war das denn eben? - Ich weiß nicht. Wir wurden angegriffen.

Wie bitte? Hast du gesehen, wie sie zugerichtet sind?

Wie kannst du in aller Ruhe Leute zerlegen?

Wovon redest du?

Du sahst aus, als würdest du dein Büro aufräumen.

Wie ein Psychopath.

Dein Mund ist noch ganz blutig.

Alles in Ordnung? - Ja, Entschuldigung.

Ich war acht Jahre im Bau, wegen nichts! Was sollen die paar Ohrfeigen?

Weil du acht Jahre unschuldig im Bau warst, darfst du jetzt rumspinnen?

Irgendwelchen Typen die Augen ausreißen,

ihnen die Zähne einschlagen, Mädels Tränengas in die Augen sprühen

oder Türsteher skalpieren? Du hast ihm das Ohr abgebissen!

Pardon. Tut mir leid.

Entschuldigung.

Du bist im Gefängnis auch seltsam geworden.

Meinst du, stehlen und prügeln gibt deinem Leben einen Sinn?

Deinem Leben im Gefängnis vielleicht!

Das ist doch schon mal was.

Ich weiß nicht mehr, wer du bist.

Sag mir bitte was Beruhigendes, Antoine.

Ich träume jede Nacht, ich breche wirklich bei dem Juwelier ein.

Ich gehe rein und mache alle platt.

Mit einer Kalaschnikow, einer Axt oder einem Flammenwerfer.

Das ist nicht gerade beruhigend.

Nein, nicht besonders.

Ist das seit deiner Entlassung so?

Hast du das nicht bemerkt? - Nein, ich war einfach glücklich.

Ich dachte, du machst es wie ich:

Du tust nur so.

Mittwochs zum Chinesen, samstags Party, das kann das alles nicht auslöschen.

Scheiße...

Mein Ohr! - Her mit der Flasche!

Lass los!

Warum hab ich ihr das gesagt?

Warum hab ich so mit ihr geredet?

Kannst du nicht mal still sein?

Kannst du nicht mal die Klappe halten?

Aber andererseits...

Was sie zu mir gesagt hat...

"Ich weiß nicht, wer du bist."

Warum sagt sie mir das?

Die Nacht kann ja heiter werden...

Wer bin ich?

Was bin ich?

Das ist die Frage. Was bin ich? Wo bin ich?

Wo bin ich?

Ich bin draußen.

Raus aus dem kleinen Quadrat.

Raus aus dem großen Kreis.

Ich bin draußen.

Und ich bin allein.

Allein wie ein Hund.

O Scheiße...

Dem wird nie langweilig.

O Scheiße...

Vielleicht hat sie recht.

Vielleicht bin ich verrückt geworden.

Die Bastarde haben mich irre gemacht. - Was mache ich hier?

Ich sollte gehen.

Ich habe ein eigenes Leben. Ein Scheißleben.

Bitte nicht verrückt!

O doch, verrückt.

Bekloppt.

Völlig bekloppt.

Für die Welt verloren.

Verloren.

Böse und einsam.

Was soll ich bloß machen?

Was ist zu tun? - Scheiße, wie spät ist es?

Was jetzt? - Wohin geht er? -Wie weiter?

Scheiß Absätze! -Geht es weiter? - Warum hab ich diesen Arsch geheiratet?

O Scheiße!

Mannomann...

Das ist schön.

Was ist das?

Alles in Ordnung, Monsieur?

Verdammt.

Monsieur...

Alles in Ordnung?

Alles in Ordnung? Oh, Entschuldigung.

Nichts ist in Ordnung. Meine Schulter tut weh.

Das gibt's doch alles nicht.

Scheiße, wo kommen Sie denn her?

Sie sind gesprungen, ich dachte... - Was denn?

Dass Sie... - Ich wollte reinspringen.

Das mache ich schon immer, es ist meine Bucht!

Aua, tut das weh!

Es tut mir leid, das war ein Missverständnis.

Ich bin so dämlich, Scheiße!

Sie haben meine Schulter ausgekugelt. - Ja.

Jetzt müssen Sie ganz fest daran ziehen.

Wie bitte? - Ich brauche Sie. Ich brauche Sie.

Es ist nett, dass Sie das sagen.

Machen Sie schon.

Ziehen Sie! - Also gut.

Stärker! - Ich ziehe ja.

Nein... Ziehen Sie mit einem Ruck!

Ich ziehe. - Mit einem Ruck! -Klappe!

Mit einem Ruck! - Das kann ich nicht, Scheiße!

Frag jemand anders! - Es ist keiner da. Zieh!

Ich werde verrückt.

Ich werde verrückt.

Was soll das jetzt?

Mademoiselle!

Was machen Sie da?

Wohin gehen Sie? - Ich weiß nicht.

Nach Italien.

Kommen Sie, ist doch nicht so schlimm. - Doch.

Ich baue nur Mist.

Aber nein.

Doch.

Es war richtig, zu springen.

Ich wollte mich umbringen.

Sagen Sie das nur mir zuliebe?

Nein.

Warum wollten Sie springen?

Man hat mir acht Jahre gestohlen.

Ich war acht Jahre im Gefängnis.

Man hat mich gedemütigt,

verprügelt,

beschimpft und bloßgestellt.

Man hat mir meine Jugend gestohlen.

Wegen nichts.

Ich war unschuldig. Das sagen alle, aber bei mir stimmt es.

Seit ich draußen bin, mache ich nur Mist.

Ich tue Menschen Böses an.

Viel Böses.

Ich glaube, ich bin ein Monster geworden.

Aber nein.

Glauben Sie das nicht. Sie sind kein Monster geworden.

Sie sind ein Mensch, dem viel Unrecht angetan wurde.

Sie haben das Recht, wütend zu sein.

Sie haben auch das Recht, ein bisschen gewalttätig zu sein.

An Ihrer Stelle würde ich zubeißen wollen.

Vor knapp zwei Stunden habe ich einem das Ohr abgebissen.

Das ist normal. - Ja?

Ja. Seien Sie nicht so streng mit sich.

Das ist kein Grund, wütend auf sich zu sein oder sterben zu wollen.

Überhaupt nicht.

Lieber Arschloch als Opfer.

Lebensretterin, aber ordentlich.

Was machen Sie?

Ein Auto klauen.

Wozu? - Um zurückzufahren.

Soll ich nicht ein Taxi rufen? - Nein.

Warum? - Ist doch mein gutes Recht!

Ist mein erstes Mal. - Wünschen Sie sich was.

Sie haben recht. - Womit?

Lieber Arschloch als Opfer.

Ist das Ihres?

Ja.

Also dann...

Sehen wir uns wieder?

Nein.

Das gilt nicht.

Weil es Ihr gutes Recht ist? - Ja.

Mein Recht auf Verständnis.

Auf etwas Freundlichkeit.

Auf etwas Schönheit.

Auf etwas Sie.

Ich kann nicht.

Ich würde Sie gern am Tag sehen. - Sie wären nur enttäuscht.

Das ist ungerecht. - Gerechtigkeit ist selten.

Und Nachsicht?

Die ist wichtig.

Was Sie gesagt haben, hat mich berührt.

Ich weiß, ich bin im Unrecht.

Aber zu hören, dass mir das zusteht,

ist sehr angenehm.

Ihre Hand auf meinem Rücken ist auch sehr angenehm.

Ich würde Sie so gern küssen.

Das ist Ihr gutes Recht.

Ich muss los. Die Arbeit.

Was? Nein, warten Sie!

Nur zwei Minuten!

Überlassen wir es dem Zufall.

Das war zu kurz! Zwei Minuten!

Ach du Scheiße...

Puh, ist mir heiß!

War alles okay?

Ja.

Er ist aufgewacht, wir haben gespielt. - Super.

Ist doch normal. - Louis...

Entschuldige, was ich dir alles gesagt habe.

Ich war ungerecht und aggressiv. Dazu hatte ich kein Recht.

Ich war so verächtlich.

Schließlich bemühen wir uns alle.

Du darfst mich übrigens ab heute auch verachten.

Nein, schon okay.

Du musst mich nicht respektieren. Jedenfalls nicht übertrieben.

Doch, schon. - Nein.

Ich bin auch schwach. - Nein.

Doch, ich bin schwach.

Ach ja?

Und weißt du,

diese Schwäche ist gar nicht so unangenehm.

Oder? - Ja.

Ich will mir nicht mehr alles verkneifen. Verstehst du das? -Klar.

Ich will mich mal gehen lassen.

Etwas Nachsicht steht mir doch zu. - Ja, ja.

Etwas Zärtlichkeit.

Hast du was genommen? - Nein.

Aber ist alles okay?

Fast

Louis? - Ja.

Ich will geküsst werden.

Na gut.

Ich bin müde.

Geheimnisse laugen einen aus.

Ich habe meine Tante in der Küche umgebracht.

Mit einer Schere.

Danach stach ich auf sie ein,

weil sie aussah, als würde sie lachen.

Zuerst durchlöcherte ich ihren Brustkorb,

wie bei den beiden anderen, dann ihren Hals.

Dann aß ich ihre Augen, die mich anstarrten.

Aha. - Verstehen Sie? -Ja, ja.

Ich verstehe. - Dann zersägte ich sie.

Ich packte sie in eine Tüte und legte sie in die Garage.

Das war vor zwei Wochen.

Aber nachts habe ich Angst.

Also halte ich ihre Hand.

Die habe ich übrigens dabei.

Wenn man das aufmacht, riecht es natürlich ein bisschen.

Natürlich.

Und weiter?

Das ist alles.

Entschuldigen Sie, ich war nicht bei der Sache.

Fangen Sie bitte noch mal an. - Von vorn? -Ja.

Jetzt? Ich glaube, das schaffe ich nicht.

Ja, das verstehe ich.

Wenn es wieder anfängt, komme ich wieder.

Tun Sie das. - Ich wohne um die Ecke.

Wir bringen Sie raus.

Kann ich dich kurz sprechen?

Ja, natürlich.

Ich wollte sagen... - Ja?

Es ist nicht leicht.

Ich wollte sagen,

der Job hängt mir schon lange zum Hals raus.

Und erst recht das Büro.

Na ja und...

Dass ich es solange hier ausgehalten habe,

war nur wegen dir.

Um dich zu schützen,

vor Jean und dann vor den anderen.

Und um dich zu sehen.

Dass ich nicht längst weg bin, liegt daran,

dass ich dich hier täglich sehe.

Die Tage, an denen dein Blick an mir hängen bleibt

oder wo du im Flur meinen Arm berührst,

das sind gute Tage.

Die anderen sind völlig sinnlos. - Ja, ja.

Das, was gestern passiert ist, habe ich seit Jahren herbeigesehnt.

Und es war besser als in allen meinen Träumen.

Jetzt ist es raus.

Scheiße, Louis... - Ja?

Ich war abgelenkt, was hast du gesagt?

Ach nichts.

Es ging um... - Dauert es lang?

Ich muss dringend was regeln.

Es geht um einen Parkplatz.

Okay, aber jetzt muss ich... - Klar, geh ruhig.

Was ist mit dem Ferrari da draußen?

Das war eine Festnahme von Joel. - Festnahme?

Hallo, Michel.

Schlag zu, und ich mach dich alle!

Ich mach dich platt! Ich beiße dich! - Halt die Klappe!

Ich mach dich...

Beruhige dich.

Heb ihn auf. - Halt ihn fest!

Du bist doch krank!

Vorsicht, die Tür!

Er hat mir ins Ohr gebissen!

Er hat mir ein Stück Ohr abgebissen!

Der ist doch krank!

Wie geht's deiner Frau, Michel? - Gut.

Weißt du, was du da verlangst? - Mach es diskret.

Du klingst wie dein Mann. - Er ist unschuldig.

Das war er. Er hat ein Luxusauto geklaut und Fanfans Ohr gefressen.

Ich kann ihm nicht helfen. - Das ist alles unsere Schuld!

Der Typ ist im Arsch.

Noch mal Knast überlebt er nicht.

Woher weißt du das?

Hast du ihn getroffen?

Ein bisschen. - Spinnst du?

Weiß er, wer du bist und was du machst? - Nein.

Du darfst ihn nicht sehen.

Wenn er es erfährt, reißt er dir den Kopf ab.

Die ist doch irre!

Guten Tag... - Ja?

Ich sollte wiederkommen, wenn es wieder anfängt.

Tut mir leid, jetzt nicht.

Es hat wieder ein bisschen... - Jetzt nicht.

War es gestern? - Sag, er sei ein Informant.

Wenn das rauskommt, bin ich tot.

Denkst du auch an mich?

Nein, dich interessieren nur Helden oder Opfer.

Warum redest du so mit mir?

Was lief da gestern mit ihm? - Mit ihm gar nichts.

Mit dir lief was.

Schon vergessen?

Hallo, Inspektor. - Hallo.

Zweimal lebenslänglich? - Ohne Zwiebeln bitte.

Hallo.

Ich kann das erklären... - Sollten wir uns deshalb nicht sehen?

Ja. - Aber warum denn?

Weil ich mich schäme. - Wofür denn?

Dafür, wer und was ich bin.

Das verbiete ich Ihnen. Sie sind die Nachsicht, die Zartheit, das Mitleid.

Sie sind wie Balsam. - Ja?

Gestern am Strand habe ich mich gefragt:

"Wer kann so gut verstehen, akzeptieren,

ohne zu urteilen?"

Als ich Sie hier sah, dachte ich: "Ja, natürlich!"

Einsamkeit, Chaos, menschliches Leid, das sehen Sie täglich.

Sie dürfen sich nicht schämen.

Sie sind ein Engel, Sie sind schön. Und eine Nutte. Na und?

Ich heiße Antoine.

Yvonne.

Ist das Ihr Arbeitsname? - Klingt er so nuttig?

Nein, er klingt... ausgesucht.

Ich heiße Louise.

Louise.

Sind Sie heute Abend frei? - Kein bisschen.

Louise... - Ja?

Sie sagten gestern Abend: "Überlassen wir es dem Zufall."

Der Zufall hat entschieden. Überlegen Sie doch mal!

Ich darf ein Wunder erleben.

Das Leben entschädigt mich.

Ein Essen können Sie mir nicht abschlagen.

Nur ein Essen.

Das steht mir zu. - Vielleicht. Aber mir nicht.

Hören Sie, Antoine, ich kann und will nicht.

Mein Leben ist kompliziert.

Louise, gestern Abend...

Zum ersten Mal seit langer Zeit...

habe ich mich endlich ruhig gefühlt.

Wirklich? - Frei.

Das rührt mich.

Louise...

dank Ihnen kam ich gestern Abend endlich aus dem Gefängnis raus.

Restaurant "La Maree"? Am Hafen?

21:30 Uhr?

Wir sind quitt.

Jetzt sind wir quitt.

Das erscheint mir fair.

Zweihunderter oder Fünfhunderter? - Mach mir eine bunte Mischung.

Ich höre, du planst einen Coup in dem Juwelierladen am Maffena

und hast dich mit dem Inhaber abgesprochen?

Du musst mich ihm vorstellen. - Übertreib's nicht, Fanti.

Leg einen kleinen Ring zur Feite. Für meine Verlobte.

Nicht unterbrechen!

Es ist zu lang. Und man merkt, dass Papa nur so tut.

Nein, das tut er überhaupt nicht.

Hör mir zu.

Auch die Stärksten machen mal Dummheiten.

Weil sie Angst haben oder weil sie ihre Lieben verwöhnen wollen.

Dann machen sie Dummheiten. - Papa nicht.

Vielleicht doch.

Antoine?

Ja?

Antoine...

Ja?

Es tut mir leid.

Was?

Das mit gestern Abend tut mir leid.

Sag das nicht. - So ist es aber.

Ich habe mich mies benommen.

Ich bin so besorgt. Das muss unerträglich sein.

Du bist besorgt, weil...

weil ich gereizt bin.

Das bist du, weil ich streng bin.

Du bist streng, weil...

weil ich verheimliche, was ich bin,

weil ich dich belüge.

Du lügst, weil ich dir nicht vertraue.

Weil ich dich nicht ansehe, sondern überwache.

Das tust du, weil...

weil du mich liebst.

Weil ich weiß, wer du warst.

Weil ich weiß, wer du wieder wirst.

Wer war ich?

Du heißt Antoine.

Du bist schön, aufmerksam, neugierig.

Behutsam.

Du bist unschuldig.

Und Goldschmied.

Du bist wie dein Beruf.

Du entdeckst Schönheit, wo sie niemand sieht.

Du kannst den Diamanten im Stein sehen.

Ich habe gerade... kurz geduscht.

Was machst du? Warum schläfst du nicht?

Es ist doch noch früh. - Du siehst mitgenommen aus.

Als du gestern weggeblieben bist, hatte ich Angst.

Ich hab kein Auge zugetan.

Mach sie jetzt zu. Warum quälst du dich so?

Jedes Mal wenn ich die Augen zumache,

bist du weg, wenn ich sie wieder aufmache.

Gute Nacht, Agnes.

Gute Nacht, Antoine.

Was ist los? - Wir beide müssen jemanden beschatten.

Der Korse ist in der Stadt. - Wer?

Der Korse! - Wer ist das?

Blöde Frage! Komm ab und zu mal ins Büro!

Der Schütze aus der Segel-Bande. Er will sein Geld abholen.

Das ist unsere Chance.

Ich brauche eine Frau zur Tarnung, und Elise hat frei.

Verdammt, ich...

Ich kann nicht. Ich bin verabredet. Ich muss da hin!

Das ist ein Witz. - Nein!

Ist es wieder dieser Irre? - Louis, es ist kompliziert.

Der Typ ist völlig am Ende.

Du wolltest doch Action.

Aber kümmere dich ruhig weiter um Jeans Mist.

Ja?

Ich komme.

Ich muss los. Schönen Abend. - Und deine SIG?

Ich nehme lieber die Manurhin. - Aha.

Also, guckst du oder kommst du mit?

Ach komm, was soll's. - Na also! Los geht's.

Hast du eine Beschreibung von dem Typen?

Um die 40, schwarz, Dreadlocks, gelber Rucksack.

Der Korse ist schwarz?

Klar, guck dir mal ihre Flagge an.

Wer ist noch da? - Kennst du nicht, Sonder-Kommando-Typen.

Wir müssen uns trennen.

Was? - Wir treffen uns auf dem Hauptgang.

Ich warte.

Hör auf, mit dir selbst zu reden.

Ich sage nichts mehr.

Ich sage nichts mehr. Halt die Klappe.

Ich nehme etwas Wein in mein Glas.

Ich nehme bitte eine Flasche Cognac. - Cognac.

Ja, Cognac mit Brot.

Wollen Sie bestellen? - Nein, ich warte noch.

Sehr gut - Ganz ruhig...

Ich hab's versprochen.

Das ist gut.

Antoine?

Ja, tut mir leid, ich bin noch bei der Arbeit.

Nein, ich kann nicht einfach weg.

Ja, verstanden, ich schulde es Ihnen, aber ich habe Kundschaft.

Wie ich das meine?

Ich meine...

Drei? Mannomann!

"Mannomann"? Seien Sie nicht so verächtlich, das kränkt mich.

Das war nicht verächtlich, ich respektiere Ihre Arbeit.

Was ist das für ein Lärm?

Die Details erspare ich Ihnen lieber.

Sie werden langsam sauer.

Ich dürfte gar nicht telefonieren...

Glauben Sie, es wird noch lange dauern?

Mir scheint...

Ich weiß es nicht, es ist verzwickt. Haben Sie Geduld.

Ich muss los.

Ja, ich höre es. - Ich lege jetzt auf.

Bis später?

Verdammt...

Hallo, Kinder!

Scheiße, Louis, geh ran!

Mach schon!

Endlich! - Hallo?

Der Korse! Direkt hinter dir! - Ich höre nichts.

Hinter dir! - Es ist zu laut.

Scheiße, Louis!

Sekunde mal... - Hast du Feuer?

Klar. - Danke.

Was hast du gesagt?

Ich... Hast du den Verdächtigen gesehen?

Nein, keine Rastas.

Das nervt.

Warte mal kurz.

Mann, bin ich blöd...

Was ist? - Die anderen haben ihn gesichtet.

Bei der Geisterbahn. Treffen wir uns dort?

Ein halbes Stündchen noch, bitte. - Nein, bedaure.

Bitte zahlen Sie und verlassen Sie das Lokal.

Ich hätte mehr Flexibilität erwartet. - Tut mir leid, es ist schon spät.

Immerhin habe ich jahrelang für Sie gearbeitet.

Bitte? - Die Servietten habe ich gemacht.

Für 3,75 Euro pro Stunde habe ich Hummer gestickt.

Den hier hat ein Freund von mir gemacht. - Ach ja?

Ja, das war seine letzte Arbeit.

Ist er draußen?

Auf seine Art.

Buntes Gemüse mit Trallala von Fisch aus dem Ofen. Ohne Muskat bitte.

Ich muss die Polizei rufen.

Dann doch lieber mit Muskat?

Geiselnahme.

Ich wiederhole: Mögliche Geiselnahme in Abschnitt 3.

Mögliche Geiselnahme, Restaurant "La Maree".

Das Personal ist in der Hand eines gefährlichen Irren.

Ach du Scheiße.

Zieht euch zurück!

Die Küche schließt nun mal um 23:30 Uhr.

Er hat mit dem Fischmesser zugestochen.

Es wird immer besser.

Wo ist dieser Trottel?

Hier!

Er ist hier.

Hier.

Man kann Sie keine zwei Minuten allein lassen.

Sie wollten schließen. - So ist es in der Provinz.

Antoine, Sie hatten es versprochen. - Es tut mir leid.

Ich wurde ungeduldig. - Ungeduldig?

Das sieht aus wie Beirut!

Aus Ungeduld zünden Sie die Stadt an! Mist, das Auto verliert OI.

Sind Sie verletzt? - Ein bisschen.

Verdammter Mist! Sie müssen verarztet werden.

Können wir zu Ihnen gehen? - Nein.

Verdammt... - Haben Sie nicht genug von mir?

Klappe! Natürlich nicht! - Wie machen Sie das bloß?

Warum war ich nicht da? - Ich hab genug von mir.

Schon gut. - Lassen Sie mich hier.

Polizei! Bitte!

Ich weiß. Ich weiß...

Wo sind wir hier?

Da, wo ich arbeite.

Sie sind wohl spezialisiert? - Ein bisschen.

Sie sind voller Geheimnisse.

Wenn Sie wüssten!

Das ist warm.

Sehr warm.

Mist, vielleicht war die Dosis zu hoch. - Ja.

Sehr lieb.

Geht's?

Supergut.

Sie bringen mich zur Ruhe.

Jedes Mal.

Das ist auch das Morphin. - Sie entschuldigen mich.

Immer.

Ja.

Wenn ich Sie sehe,

habe ich das Gefühl, ich habe das Recht zu leben.

Sie haben das Recht zu leben.

Das glaube ich nur, wenn Sie es sagen.

Denken Sie bitte nicht, ich sei ein guter Mensch. -Doch.

Sie retten mich schon wieder. - Ich flicke nur.

Sie hätten mich unter dem Auto zurücklassen können.

Ich könnte Sie nie zurücklassen.

Warum?

Ich weiß nicht.

Ich weiß es.

Weil wir gleich sind. - Wie "gleich"?

Schauen Sie sich um.

Sehen Sie.

Menschen wie uns tut man gerne weh.

Tut mir leid, heute schaffe ich es nicht.

Weißt du, Geschichten brauchen Herz, Überzeugung.

Die bringe ich heute nicht auf. verstehst du?

Ja, ich verstehe.

Schlaf jetzt.

Also, die Person ist seit 72 Stunden verschwunden?

Ja. - Buchstabieren Sie bitte den Namen?

P-A-R-E-N...

T, Antoine.

Viele kommen noch später wieder.

Vielleicht ein feuchtfröhlicher Abend?

Eine Affäre?

Ich weiß, dass vor drei Tagen am Hafen etwas passiert ist.

Es stand in der Zeitung.

Ein Typ hat alles in die Luft gejagt.

Das muss er nicht gewesen sein.

Seit er draußen ist, kocht er nur so vor Wut.

Er glaubt, er dürfe alles, das sei sein Recht.

Noch mal Gefängnis würde ihn umbringen. - Ich weiß.

Ach ja? - Ich verstehe es.

Er war...

das genaue Gegenteil.

Er war...

liebevoll...

aufmerksam...

Geht es Ihnen gut? - Ja, ja, sehr gut.

Ich habe Allergien.

Pardon. - Ist es meine Schuld?

Machen Sie sich keine Vorwürfe.

Geht es Ihnen wirklich gut? - Ja, ja.

Ich habe seine Veränderung nicht bemerkt. - Das kommt vor.

Ich dachte, ich würde ihm genügen.

Unser altes Leben würde ihm genügen. - Es ist normal, das zu denken.

Unser altes Leben ist tot.

Sie alle haben es getötet.

Er ist wütend. Besessen von der verlorenen Zeit,

von Rache, von diesem verdammten Juwelierladen.

Das alles wird böse enden.

Wir müssen ihn schnell finden.

Keine Sorge, wir tun alles, um Ihnen Ihren Mann zurückzubringen.

Was will ich eigentlich hier?

Hier hat alles angefangen.

Wie kann ich nur von meinen Peinigern Hilfe erbitten!

Scheiße.

Antoine, wo warst du? Was ist passiert?

Nichts.

Ich kann nicht mehr. Ich kann so nicht weitermachen.

Es geht nicht. - Ich weiß.

Ich weiß.

Agnes, ich verausgabe mich.

Ich versuche, wieder zu werden wie früher.

Es gelingt mir nicht.

Es tut mir leid, Agnes.

Es tut mir leid, Liebling.

Es liegt nicht an uns.

Ich glaube, ich muss neu anfangen.

Mit jemandem...

der mich nicht kennt.

Mit jemandem,

der nicht enttäuscht ist,

von dem, was ich geworden bin.

Monsieur, ich bin's noch mal.

Aber nicht jetzt.

Wann denn dann? - Vielleicht am Montag.

Montag!

Und...

Könnte ich übers Wochenende hierbleiben? - Nein, Monsieur, nicht nötig.

Hast du zwei Minuten? - Nicht jetzt, mir ist alles zu viel.

Stell dir vor, mir auch.

Ich hasse mich. - Lustig, ich hasse dich auch.

Wirklich? Das ist ja blöd, ich liebe dich nämlich.

Wirklich?

Ja, Louis, ich liebe dich.

Ich liebe es, an dich zu denken.

Ich liebe es, auf dich zu warten.

Ich liebe deine Anwesenheit.

Sie beruhigt und verwirrt mich.

Ich liebe auch deine Stimme.

Wenn du sprichst, fühle ich mich in Sicherheit.

Besonders liebe ich deine heimlichen Blicke.

Wenn du mich heimlich ansiehst,

möchte ich ein schöner Mensch sein.

Und ich liebe dein Lächeln.

Ich liebe dich.

So sehr, wie ich mich hasse. Das ist sehr viel Liebe.

Okay, dann...

Gehen wir was trinken?

Wegen was sind Sie hier? - Mord.

Wegen Mordes. - Super!

Ich komme, gehen wir.

Kommen Sie mit.

Ohne Vorsatz. - Das macht nichts.

Antoine?

Antoine, weißt du...

Als du im Gefängnis warst,

fiel es mir manchmal schwer, Schlaf zu finden.

Also habe ich mir einmal im Monat eine Geschichte erlaubt.

Zum Einschlafen. Immer dieselbe.

Ich stellte mir vor,

du wärst schuldig...

und würdest in einer Vollmondnacht fliehen.

Du bist ins Schlafzimmer gekommen

und hast mich sanft geweckt.

Du hast mich bei der Hand genommen und...

und mich in den Garten geführt.

Und da war ein Loch.

Und in dem Loch glänzte ein Schatz.

Es glitzerte nur so: Schmuck, Diamanten...

Rubine und...

zwei Flugtickets in ein warmes Land.

Und dann...

Und dann doch nicht.

Du bist unschuldig zurückgekommen,

mit der Grausamkeit der Opfer.

Es ist besser so.

Du musst mich nicht mehr ertragen.

Du bist jetzt frei.

Ja... Aber mir geht es wie dir.

Es gelingt mir nicht so recht.

Verdammt!

Mann, das ist eine Kindergröße! - Wir müssen ernsthaft reden.

Worüber?

Über die Zukunft. - Das ist die Zukunft.

Wohin gehst du? - Den Juwelier überfallen.

Das lasse ich nicht zu. - Ich weiß.

Ich glaube, es hackt! Scheiße!

Bin in einer Stunde zurück. - Mach mich los!

Warum tust du das?

Ich will nicht mehr unschuldig sein. - So ein Mist!

So ein Mist! - Bis dann.

Verdammt noch mal...

Verdammte Scheiße!

Boulevard Massena 86.

Wie bitte? - Boulevard Massena 86!

Fahren Sie schon.

Nehmen Sie die Rue Carnot, das ist einfacher.

Absolut, Rue Carnot...

Kennen wir uns?

Ich glaube nicht. - Sicher?

Vielleicht. Wissen Sie, ich sehe viele Leute.

Halt vor dem Juwelier an.

Hallo, Baptiste! Rauchst du immer noch?

Keine Bewegung!

Alle hinlegen!

Was sagt er? - Auf den Boden, dann passiert nichts.

Ich weiß nicht. - Irgendwas von Gas und Iranern.

Verdammt, der Islamische Staat.

Was ist das?

Auf den Boden, dann passiert nichts! - Was sagt er denn?

Sind die alle doof? Auf den Boden!

Auf den Boden! Hinlegen!

Was soll das? Hinlegen!

Moment mal...

Was hat er da?

Ich weiß nicht.

Sieht aus wie ein riesiger...

Doch keiner vom IS.

Keine Bewegung!

Alles okay?

Louise? - Los, weg hier!

Sie sind unterwegs. - Warte mal...

Die Bullen kommen, beeil dich! - Noch nicht.

Was machst du? - Mein Anteil...

Bist du taub, oder was?

Ich will meinen Anteil. - Das gibt's doch nicht!

Bitte...

Monsieur...

Wir müssen weg! Wir haben doch genug.

Ich will meinen Anteil.

Hau ab, oder ich schieße.

Verschwinde!

Was machst du? Ich gehe nicht ohne dich. Das hab ich für uns getan.

Es gibt kein "uns".

Ich habe dich angelogen.

Die Bullen sind in vier Minuten da.

Woher weißt du das?

Ich weiß es.

Ich habe sie auf dem Ohr.

Ich bin nicht deine Liebe, sondern dein schlimmster Feind.

Ich bin Bulle.

Ich bin Bulle.

Und ich bin Santis Witwe.

Ich dachte, ich könnte dir helfen.

Sei still! Sei still!

Ich bringe dich um.

Siehst du nicht, dass ich dir helfen will?

Siehst du das nicht? Mir wurden auch acht Jahre gestohlen.

Aber das war deine Entscheidung.

Geh.

Sonst hat das doch alles keinen Sinn.

Jemand wartet auf dich.

Niemand wartet auf mich.

Ich habe nichts mehr.

Ich habe nichts mehr.

Legst du mal die Cracker weg?

Verdammt... sie kommen.

Mehr kann ich nicht tun.

Hör auf, was soll das?

Ist vielleicht eine Art Performance.

Mit dem linken Bürgermeister jetzt...

Warum hast du das getan?

Ich hab's satt, schuldig zu sein.

Wie heißt du?

Yvonne.

Die einzige Wahrheit hast du mir nicht geglaubt.

Leb wohl, Yvonne.

Leb wohl.

Es war falsch, aber schön!

Kein Kuss?

Na also.

Ja.

Ich hab abgenommen.

Im Gefängnis kann man gut abnehmen.

Warten Sie!

Louis!

Schon da? - Ich durfte früher raus.

Es tut mir leid, ich bin noch nicht fertig, ich wollte...

Ich weiß, was wir machen.

Warte. Alles gut.

Warte hier!

Mein Schatz.

Keine Bewegung!

Keine Bewegung.

Das fällt mir nicht leicht, Chef.

Ich hab zehn Riesen im Gürtel. Nimm sie. - Nein, nein.

Nimm sie für deine Kinder.

Danke, Chef. - Und sechs Riesen in der Gesäßtasche.

Das geht doch nicht... - Es wäre schade drum. Die andere Tasche.

Danke, Chef.

Ich habe Diamanten in meinem...

Nur zu, es stört mich nicht. - Nein danke.

Sicher? - Ja.

Kommen Sie zurecht? - Klar, ich habe gespielt. Und verloren.

Was passiert dann?

Gar nichts, Schatz.

Es ist aus.

Verstehst du?

Ja, ich verstehe.

Du bist größer geworden. - Aber nicht viel.

Also dann...

Gute Nacht, mein Schatz.

Gute Nacht, Mama.

Vorsicht!

Vorsicht! Er entkommt!

Er flieht! Haltet ihn auf!

Haltet ihn!

Mann, der Idiot hat mich geschlagen!

ENDE

im Gedenken an Philippe Elkoubi...

BABELFISCH TRANSLATIONS Untertitel: Veronika Sandkühler

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