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Die Westerplatte.
Eine Halbinsel, die an der Einfahrt zum Danziger Hafen liegt.
Ein kleines Stück Land, das zwei Kilometer lang und 500 Meter breit ist.
Im 19. Jahrhundert diente es als Kurort,
mit einem Strand und verschiedenen Restaurants.
Als ein Ergebnis der Verträge von Versailles wurde das Gebiet,
das vor dem Ersten Weltkrieg dem Deutschen Reich gehörte,
nach dessen Ende zur freien Stadt Danzig.
Ohne Einschränkungen oder Auflagen wurde die Westerplatte
ausschließlich dem polnischen Volk zugesprochen.
Bis zum Jahr 1939 befand sich auf der polnischen Halbinsel
ein militärisches Durchgangslager, das nur einem Zweck diente:
Lieferungen aus Übersee weiterzuleiten,
die aus Uniformen und militärischer Ausrüstung bestanden.
31. August 1939
Oh! Herr Oberst. Willkommen. Das trifft sich gut.
Ich wollte gerade etwas essen. Bitte nehmen Sie Platz.
Ich glaube das einfach nicht.
Dann nochmal von vorne.
Heute Morgen hat unser Oberkommando
die Truppen von General Skwarchzynski aus dem Süden zurückbeordert.
Und was heißt das für uns?
Das wissen Sie genau, Henrik.
Ich möchte es aber aus Ihrem Mund hören.
Nun gut.
Im Fall eines Krieges werden Sie auf sich allein gestellt sein.
Das heißt, Sie müssen zwölf Stunden Widerstand leisten.
Keine sechs, sondern zwölf.
Wieso denn keine 16?
Oder vielleicht 24? Rede!
Seien Sie nicht verärgert. Das ist eine Anweisung vom Oberbefehlshaber.
Die Lage ist ernst. Es kann jederzeit losgehen.
Wem, wenn nicht Ihnen, muss ich nichts weiter erläutern?
Hierbei geht es um die Ehre!
Und um Danzig.
Das polnische Danzig.
Ich soll mit 200 Soldaten Hitler von Danzig fernhalten?
Die befürchten, dass, wenn der Krieg ausbricht,
Skwarczynskis Division abgeschnitten sein könnte.
Du sollst zwölf Stunden Widerstand leisten und sonst nichts.
Und was dann?
Was danach wird, kannst du selbst entscheiden. Ganz wie du es willst.
Du gibst mir jetzt dein Wort. Was wir hier besprochen haben, bleibt unter uns.
Auf dem Stützpunkt darf niemand davon erfahren.
Es hätte einen schlechten Einfluss auf die Moral. Das verstehst du doch?
Du hast mein Wort.
Ich muss jetzt gehen.
Willst du in dem Aufzug auf eine Hochzeit oder eine Beerdigung?
Auf eine Beerdigung. Es ist der letzte Tag im August und es scheint
ein wunderschöner Herbst zu werden. Bis bald.
Pass auf euch auf. Bis bald.
1939 - BATTLEFIELD WESTERPLATTE - THE BEGINNING OF WORLD WAR 2
Kuba!
Was ist los?
Die Deutschen blockieren unseren medizinischen Transport in Danzig.
Mietek dreht völlig durch und sagt, dass wir im Kriegsfall
nicht genug Medizin haben. Wir sind aber auf alles vorbereitet.
Wenn die sich unbedingt mit uns anlegen wollen, dann werden sie es bereuen.
Komm schon. Ich weiß...
Tag 1
Meine Liebsten.
Ich stelle gerade fest, wie wenig Zeit ich habe,
um euch wenigstens ein paar Zeilen zu schreiben. Was mich angeht, ich bin gesund.
So wie die, die unter meinem Kommando stehen.
Schwester, ich weiß, dass du alleine mit Mutter bist
und dass es sehr schwer für euch sein muss.
Besonders jetzt, wo auch unser Bruder fort ist.
Doch ich bin mir ganz sicher, dass ihr das meistern werdet.
Die Nachbarn werden euch behilflich sein.
Wir befinden uns noch nicht im Krieg, stehen aber kurz davor.
Ob er ausbrechen wird? Das wissen wir nicht. Wie dem auch sei, wenn es soweit ist,
dann werden wir kämpfen und ihn gewinnen.
Anschließend werden wir, mit Gottes Hilfe, auch wieder Zeiten des Friedens erleben.
Doch jetzt haben wir alle unsere Pflichten zu erfüllen. Wir hier und ihr dort.
Das wird auch das Beste sein.
Ihr solltet Ruhe bewahren. So wie man es erwartet, von guten polnischen Frauen.
Ich habe verstanden! Lösen Sie endlich den Alarm aus!
Endlich. Es geht los.
Melde gehorsamst, die Fortmauer wurde zerstört!
Wenn sie auf unser Gelände
vordringen, kämpft ihr, Gryczman! Bis zum Letzten!
Bis zum Letzten, Herr Hauptmann!
1. September
Schneller!
Auf eure Posten! Beeilt euch!
Schneller!
Auf eure Positionen!
Schneller! Schneller! Schneller!
Was zur Hölle habe ich euch gesagt? Auf eure Position!
Steht auf! Los, steht auf!
Macht euch bereit!
Wartet!
Ich wollte...
Ich sagte wartet! Ihr geht erst raus, wenn der Beschuss nachlässt! Verstanden?
Bleibt ruhig!
Schaltet endlich den Alarm aus! Das reicht jetzt!
Mir nach!
Wohin wollt ihr? Die Straße ist blockiert! Ihr könnt nur durch den Wald!
Wenn wir schnell genug sind, schaffen wir das.
Wald!
Jeder auf seinen Posten!
Auf eure Posten, sage ich! Schnappt euch eure Gewehre!
Auf eure Posten! Schnell! Bewegt euch endlich!
Westerplatte. 1. September 1939.
Uhrzeit: 4.45 Uhr.
Wir wurden von den Deutschen angegriffen. Senden Sie das chiffriert!
Lauf! Lauf! Lauf! Lauf! Lauf!
Schneller, schneller!
Eröffnet das Feuer auf mein Kommando!
Feuert nur auf ausdrücklichen Befehl! Gebt das weiter!
Nur auf ausdrücklichen Befehl feuern!
Feuer!
Bringt es in Position!
Weiter! Weiter! Weiter!
Geschütz in Position! Bereit zu feuern!
Wir warten auf ihre Erlaubnis, das Feuer zu eröffnen!
Legen Sie los! Mit Gottes Hilfe.
Maschinengewehr im Leuchtturmfenster!
Entfernung zum Ziel 400 Meter! - Entfernung zum Ziel 400 Meter!
Granate! Normale Munition! Sprengkopf mit kurzer Lunte!
Feuer!
Feuer einstellen!
Feuer einstellen!
Genug!
Maschinengewehr-Nest im ersten Stock des Kornspeichers!
Entfernung 600 Meter! Granate!
Geht in Deckung!
Halt! Stehenbleiben!
Wurde die Nachricht an das Oberkommando gesendet? Haben sie geantwortet?
Nachricht gesendet, ja. Antwort, nein. - Und das Radio?
Danzig sagt, wir haben Krieg
und dass Förster die freie Stadt dem Reich übergeben hat.
Und Warschau?
Das war alles.
Achtung! Achtung! Hier ist Warschau mit den Nachrichten des polnischen Radios.
Heute Morgen um 5.40 Uhr überschritten deutsche Truppen die polnische Grenze
und verstießen gegen den Nicht-Aggressions-Pakt.
Feindliche Flugzeuge bombardierten viele unserer Städte.
In Kürze hören Sie dazu eine Ansprache.
Es ist Krieg! Mit dem heutigen Tag verschieben sich die Prioritäten
unseres täglichen Lebens. Unser öffentliches und privates Leben
wird auf eine harte Probe gestellt. Jeder Pole ist dazu aufgerufen,
gegen die deutschen Invasoren zu kämpfen.
Polen ist das erste Land, das entschieden „Nein“ zu Hitler sagen kann.
Und Polen wird in der Lage sein, Hitler aufzuhalten.
Wir werden Danzig nicht aufgeben! Wir werden die polnische Küste nicht aufgeben!
Wir werden nicht nachgeben!
Endlich zahlen wir es den Bastarden heim.
Die haben uns schon viel zu lange gedemütigt!
Feuer!
Los! Beeilt euch. Der Verletzte liegt da.
Ihr müsst da rüber. Schneller!
Eine Verbindung zur Fähre!
Pajak! Zu Befehl!
Alle sofort zurück in Sektor Eins!
Herr Major, aber...
Das ist ein Befehl, Oberleutnant! Verstanden?
Jawohl.
Leon!
Leon...
Macht schon!
Schneller!
Schneller, schneller, schneller!
Auf eure Posten!
Er soll herkommen!
Wartet! Wartet! Ihr schießt, wenn ich es befehle!
Auf mein Kommando!
Feuer!
Kuba! Wir haben erste Verluste. Drei Tote, drei Schwerverletzte,
ein paar leicht verletzte und einer wird vermisst.
Vermisst?
Wir werden ihn bald als tot einstufen müssen.
Meine Herren, was wir hier brauchen ist kein Hausarzt, der vom Dorf kommt.
Wir brauchen eine Klinik! Wir brauchen einen Chirurgen!
Verstehen Sie? Eine ganze Belegschaft! - Wovon redest du da?
Von Oberleutnant Leon Pajak. Er wurde sehr schwer verletzt.
Sein Schritt ist zerfetzt und alles, was an einem Mann dran sein sollte,
ist so gut wie nicht mehr vorhanden.
Es gibt eigentlich nichts, was ich tun könnte. Gar nichts!
Unter den Bedingungen besteht die Gefahr von Wundbrand.
Herr Major, bitte!
Kuba, ich werde tun, was ich kann, aber du musst verstehen, dass...
Er muss unbedingt in ein richtiges Krankenhaus!
Mietek! Wenn du mir sagst, wie das gehen soll,
dann kriegst du dafür einen Orden verliehen!
Amerikanische?
Die haben sie uns von einem Boot zugeworfen. Letzten Monat.
„Willkommen in der Bucht der Schmerzen“
Was ist? Habt ihr ihn gefunden?
Herr Major, wir haben überall gesucht, aber keine Spur von ihm.
Er kann sich doch nicht einfach in Luft aufgelöst haben!
Er war nirgendwo zu finden. Nichts! Keine Spur!
Wir sind sogar zur Fähre gegangen. Aber nichts!
Wie? Nichts? Ich werde euch... Und die Deutschen?
Keine zu sehen. Die Gräben sind leer. Die sind garantiert wieder weg.
So ein Blödsinn. Die würden ihre Freunde nicht im Stich lassen.
Die sind nicht wie ihr!
Zugführer Buder! Zu Befehl!
Herr Hauptmann! Ich habe einen Vorschlag.
Buder hat vor, den Prom-Stützpunkt zurückzuerobern!
Er sagt, die Deutschen sind nicht dort.
Kommt nicht in Frage. Zugführer Buder, wir führen von unserer Seite
keine Offensive durch! Der Prom-Stützpunkt hat seine Aufgabe erfüllt.
Geben Sie mir Gryczman!
Gryczman! Zu Befehl!
Sie übernehmen das Kommando in Wachhaus Nummer Eins.
Buder wird zu ihrem Stellvertreter! Suchen Sie sich 21 Männer aus,
der Rest soll in die Barracken zurückgehen. Das ist ein Befehl!
Haben Sie verstanden? - Jawohl.
Das will ich hoffen!
Ich habe zu viele Männer in den Gräben verloren. Dort werden sie sicher sein.
Unsere zwölf Stunden sind jetzt um.
Seht genau her! Ordnet die Granaten so an,
dass sie immer in eurer Reichweite sind!
Wolltest du Idiot mich erschießen?
Hey! Was zur Hölle tust du hier? Wer hat dich überhaupt vom Stützpunkt gelassen?
Das war es wert. Sieh dir das Teil doch an!
Ich weiß sehr genau, was du vorhattest. Hast du verstanden?
Jawohl.
Herr Major, sie haben geantwortet. Wie immer.
Ich wette, dass sie vorhaben, uns Landungstruppen zu schicken!
Das ist auf dem Meer! Das Fort! Verbinden Sie mich!
Lass sie in Ruhe. Die haben zu tun.
Rasinski, Sie erstatten ihnen Bericht. Kuba, du analysierst die Situation
und prüfst unsere Verluste. Das war es.
Vielleicht können wir sie um Hilfe bitten?
Wenn sie uns helfen könnten, hätten sie das längst getan.
Von Hilfe steht da kein Wort.
Aber wenn wir jetzt zurückschlagen, dann schaffen wir es
und jagen sie zurück nach Berlin! Was ist los?
Was ist passiert?
Ausführen.
Ruhe dich aus. Ich bleibe hier.
Herr Hauptmann, nur Gott allein weiß, wie lange wir unserem Land
noch gemeinsam dienen werden. Wir sollten anfangen, uns beim Namen zu nennen.
Wenn der Herr Major das so wünscht.
Kann ich dann Franjo sagen?
Kuba! So nennen sie mich alle hier.
Ach ja. Die nennen dich ja alle Kuba.
Im Regiment hatte ich ein Pferd. Ein graues Pferd. Ich nannte es Kuba.
Meine Freunde haben bald angefangen, mich auch so zu nennen.
Mir hat es nichts ausgemacht und es blieb dabei.
Du magst Tiere. Das ist gut. Es ist wichtig, sich um Tiere zu kümmern.
Ich weiß genau, wovon ich rede. Wir hatten früher auch ein Pferd.
Nenn mich Henrik.
Das heißt... Wir trinken noch einen.
Ich kenne dieses Hochzeitslied von Kuba.
„Kuba trinkt auf Jakob“. Kennst du das? Auf unserer Hochzeit wurde das gesungen.
Kenne ich nicht.
Ist nicht weiter schlimm, irgendwann singe ich es dir vor.
Ah! Oberst Sobocinski!
Hinsetzen, Kuba.
Wie ich sehe, haben sie beide sich näher kennengelernt, Henrik.
Der Hauptmann und ich haben letzte Details besprochen.
Und wie schätzen die Herrschaften unsere Lage ein?
Ah, Westerplatte ist ein kleines Fort.
Im Falle eines Angriffs würden wir etwa sechs Stunden durchhalten,
bis Verstärkung kommt.
Innerhalb von sechs Stunden würde die Division von General Skwarchynski
in Danzig eintreffen und den Angriff neutralisieren.
Da können sie beide ganz beruhigt sein.
Kuba, schenken Sie ein. Auf die Wehmut.
Nein, danke. Mein Geschwür verträgt keine starken Getränke mehr.
Ich sage Ihnen schon länger, dass Sie etwas dagegen tun sollten.
Ich musste doch Brüderschaft trinken mit dem Hauptmann.
Und außerdem, was gibt es Neues in der Politik?
Ich bin besorgt. Ein kleiner, deutscher Schreihals mit Schnurrbart.
Mit Recht. Nachdem Hitler Österreich und die Tschechoslowakei eingenommen hat,
ist er mutiger geworden.
Ich bin nicht beunruhigt. Weil Frankreich und England heben ihr Bein
und treten es Hitler hinten rein.
Hoffentlich, Kuba. Hoffentlich.
Hitler wagt keinen Angriff auf Polen. Das würde an Selbstmord grenzen.
Unsere Armee ist stärker denn je.
Dann lassen Sie uns trinken. Auf unsere so starke Armee.
Tag 2
Wartet!
Bis sie noch näher ran sind!
Dann nehmen wir die Deutschen unter Beschuss!
Es ist kalt.
Die Männern sollen heute eine warme Mahlzeit kriegen.
Gut, gut, Jozu. Rühren. Lassen Sie sie viel laufen.
Wenn die wieder schießen, bringen Sie sie zurück.
Jawohl!
Die zwölf Stunden, die wir Widerstand leisten sollten, sind schon lange vorbei.
Verstärkung ist auf dem Weg. Es ist nur eine Frage der Zeit. Hör doch nur...
Wir sollten ein paar Warnschüsse abfeuern.
Die sollen wissen, dass wir nicht schlafen.
Feuert eine Salve!
Was ist hier los?
Melde gehorsamst, der Backofen ist hinüber!
Anordnung vom Major! Jeder Soldat bekommt heute ein warme Mahlzeit!
Es interessiert mich nicht, wie ihr das hinbekommt!
Jawohl! Legt das Holz hier in die Mitte!
Hallo, hallo! Ich bin wieder zu Hause!
Ich habe euch echte Medizin mitgebracht, meine Freunde!
Hey! Was hast du da?
Herr Hauptmann, ich habe für die Verletzten frische Milch
von einer Kuh mitgebracht. Ich erbitte Ihre Erlaubnis.
Milch ist gut. Und auch gesund.
Erlaubnis erteilt. Aber nur für die da drüben.
Jawohl! Gute Milch.
So, bitte sehr. Jetzt werdet ihr stark genug sein,
um diesen Bastard Adolf zu besiegen.
Gute Milch!
Das Meer, unser Meer, werden wir leidenschaftlich verteidigen.
Keine Macht und kein Sturm wird es uns wegnehmen.
Das Meer, unser Meer.
Wunderschönes Meer!
Schneller!
Endlich Wasser!
Euch mach ich nass! Wenn Vaclav das wüsste.
Fehlen nur noch die Frauen.
Raus!
Die Deutschen! Die haben uns entdeckt! Schnell raus!
Weg!
Morgen zur selben Zeit, ihr Hurensöhne!
Mach das Tor auf!
Mach auf!
Das hast du davon, dass du nur Blödsinn machst!
Was soll ich denn machen?
Jedenfalls nicht mit nacktem Arsch am Strand rumrennen.
Heute war es ruhig.
Bis auf den Beschuss. Aber sonst war nichts.
Irgendetwas stimmt nicht.
Es ist doch ganz einfach. Unsere Jungs haben denen in Gdingen Angst eingejagt.
Ich denke, es ist an der Zeit,
dass wir über die Bereitschaft unserer Verteidigung reden.
Vielleicht einer von uns?
Ein Wasserflugzeug?
Das ist doch kein Wasserflugzeug. Das ist ein Kampfflieger.
Aha. Siehst du auch die Schwimmer?
Klar sehe ich die.
Dann siehst du auch, wie ein Wasserflugzeug aussieht.
Woher willst du das denn wissen?
Oh, warte, warte. Siehst du das? Das ist eindeutig ein Deutscher.
Herr Zugführer! Zu Befehl!
Ich nehme Wladek auf die Schulter und wir schießen den ab, wenn...
Beruhigt euch. Die Kugeln könnten uns noch gelegen kommen.
Meine Herren, das Essen ist vorbereitet!
Wir haben auch noch was für das Abendessen.
Meine Töchter...
Wie wunderschön meine Mädchen doch sind. Jede von ihnen.
Wie ihre Mutter.
Was wird jetzt aus ihnen werden?
Wenn dieser Krieg ausbricht was wird nur aus ihnen werden?
Ich liebe sie von ganzem Herzen. Meine kleinen Engel.
Jozek, du hast uns Milch gebracht?
Frische Milch. Ich habe sie gerade gemolken.
Ich bringe ein bisschen was zu den Jungs in Sektor Eins.
So. Gott schütze euch.
Gott schütze dich.
Alle Mann runter! Schnell, schnell!
Raus! Wir müssen raus!
Runter mit dir! Schneller!
Jozek, geh da runter! Beeil dich!
Herr, wir bitten dich in der Stunde unserer Not. Schütze uns
und unsere Kameraden, die da draußen...
Gas! Gas!
Halt! Bleibt hier! Das ist kein Gas! Beruhigt euch! Kein Gas!
Was willst du denn hier?
Ich habe sie alle auf dem Gewissen. Verstehst du das? Auf meinem Gewissen!
Panzer! Panzer kommen! Hört ihr das?
Oh mein Gott! Panzer kommen! Panzer!
Piotrowski! Du besorgst sofort die panzerbrechenden Geschosse!
Pelka! Du sicherst die Fenster in der Kantine!
Ihr beide! Sichert den Zugang zu den Barracken!
Wohin?
In Gefangenschaft.
Du kommst erst vor das Kriegsgericht und dann in Gefangenschaft.
Hast du verstanden? Was ist hier los, Buder?
Wollen Sie etwa auch in Gefangenschaft gehen?
Das will ich gemeint haben.
Reißen Sie sich zusammen!
Zuknöpfen!
Schneller!
Macht schon!
Ruhe!
Herr Hauptmann! - Mund halten!
Welcher von euch Idioten hat was von Panzern erzählt?
Alarm einstellen, ihr Idioten.
Herr Korporal!
Herr Korporal!
Helft mir!
Mein Gott, Jozek. Wieso warst du nur hier?
Die Deutschen sind im Fort. Wir konnten nichts tun.
Bringt die Verletzten in die Kantine.
Sektor Fünf ist gefallen! Alle sind tot!
Wo ist der Major?
Ich weiß es nicht. Er hat angeordnet, dass in der Küche gekocht wird.
Vielleicht ist er...
Aber der Major hat das angeordnet! - Wo sind die Codes?
Mit denen haben wir das Feuer angemacht, Herr Oberleutnant!
Halt! Nehmen Sie das sofort herunter!
Ein Befehl des Majors?
Ich wiederhole das nicht nochmal!
Aber, Herr Hauptmann! Das ist ein Befehl vom Herrn Major!
Ich denke, dass es Epilepsie ist.
Ein Krampfanfall.
Er hat eine Spritze bekommen. Und Schlaftabletten, um schlafen zu können.
Wird er wieder gesund?
Er braucht jetzt erst mal nur Ruhe.
Kuba? Jetzt hast du das Sagen bei der Verteidigung.
Meine Herren. Ich erwarte von Ihnen,
dass niemand auf dem Stützpunkt je davon erfährt, was hier vorgefallen ist.
Offiziersehrenwort. - Offiziersehrenwort.
Schießt aus allen Rohren auf sie! Feuer!
Davon stirbt man nicht.
Feuer einstellen!
Mach das aus!
Herr Hauptmann! Ist das wirklich notwendig?
Jozek...
Wasser! Wasser! Gebt mir Wasser!
Wasser!
Wasser!
Wasser! Wasser, Wasser!
Ist schon gut. Beruhigen Sie sich.
Tag 3
Ja, Kuba? Hast du mir etwas zu sagen?
Der Beschuss vom Meer war hauptsächlich auf die Barracken gerichtet.
Wir erwarten, dass...
Was denn?
Nach dem Beschuss werden sich die Deutschen auf die Barracken konzentrieren.
Die werden vom Meer aus angreifen. Sie haben es letzte Nacht nicht getan,
aber nach dem Luftangriff werden sie es wohl heute versuchen.
Ich habe schon lange keinen so guten Kaffee getrunken.
Noch etwas, Herr Oberbefehlshaber.
Schick mir Jozef Kita her.
Kita ist gestern gefallen.
Der Bote ist da.
Gefreiter Skwira meldet sich gehorsamst.
Ich habe eine Nachricht für Major Sucharski.
Major Sucharski ist müde und ruht sich aus.
Das zählt jetzt nicht. Was gibt es Neues? Berichten Sie!
Dirschau und Graudenz wurden eingenommen.
Die Wehrmacht steht kurz vor Danzig.
Wir haben keinen Überblick über die Gesamtsituation.
Hier spricht das polnische Radio Warschau. Es folgt eine wichtige Ansage.
Herr Hauptmann, hören Sie!
Am heutigen Tag, dem 3. September 1939,
haben Frankreich und England Deutschland den Krieg erklärt.
Haben Sie das gehört? - Das ist ja kaum zu glauben!
Hab ich es nicht gesagt? Stefan, informieren Sie die Truppen!
Sie sollen wissen, dass wir doch nicht ganz alleine sind.
Geht es ihm besser, Karol? Hat Major Sucharski schon etwas gegessen?
Nein. Er hat keinen Appetit.
Dann bringen Sie ihm bitte wenigstens etwas Warmes zu trinken.
Ich wollte ihm gerade Wasser holen.
Bitte um Erlaubnis, mit meinen Männern unseren Stützpunkt zurückzuerobern.
Sie wissen, dass das sehr gefährlich ist?
Also gut. Versuchen Sie es.
Jawohl.
Ich hätte noch eine Bitte.
Ich habe einen Sohn. Wenn ich...
Sie sterben nicht, Benek! Das ist ein Befehl! Haben Sie verstanden?
Ans Ende! Ans Ende! Ans Ende!
Tag 4
Und sie wurden befreit. Vier Engel.
Bereit für die Stunde, den Tag, den Monat und das Jahr.
Und ich hörte eine Stimme. Von einer vierten Figur.
Sie sagte: „Komm! Komm.“
Töte mich!
Komm und töte mich! Möge dieser Tag der letzte sein!
Was ist passiert?
Lassen Sie das!
Sie geben mir Befehle?
Er hatte genug!
Binden Sie ihn nicht los, sonst bringt er uns alle um.
Sie werden nicht anfangen, meine Männer rumzukommandieren!
Das ist mein Wachposten! - Zugführer Buder!
Gehen Sie zurück auf Position!
Ihr werdet beide sterben.
Na? Haben Sie es jetzt verstanden? Sie sind hier Gast!
Ich bringe Ihnen Manieren bei!
Lassen Sie das!
Die Deutschen befinden sich in Sektor Eins. Gryzman scheint sie nicht zu sehen!
Was zur Hölle ist da drüben los?
Sie scheint beschädigt zu sein.
Wieso schießen die nicht?
Fähnrich Gryzman!
Nein! Wir haben nichts gesehen. Habe verstanden! Jawohl!
Die Deutschen! Alle auf den Boden! Legt euch auf den Boden!
Alle auf den Boden!
Sollten Sie noch ein Mal nicht schießen,
wenn sich der Feind in Ihrem Bereich befindet,
dann sehe ich das als Befehlsverweigerung an! Haben Sie verstanden?
Jawohl!
Und ich werde nicht zögern, Sie persönlich zu erschießen!
Jawohl.
Sie gehen zurück zum Stützpunkt. - Jawohl!
Vielleicht funktioniert das E-Werk noch?
Lösen Sie die Männer ab!
Was ist?
Ablösung. Du kannst zurück zu den Barracken.
Endlich. Da kann ich wenigstens schlafen. Auf geht es, Männer. Gehen wir.
Sie kommen!
Wer? Die Deutschen?
Nein! Unsere Jungs.
Los! Zum E-Werk!
Alles klar. Wir gehen zurück.
Da sind Deutsche im E-Werk.
Wie viele?
Woher zur Hölle soll ich das wissen? Wir müssen sie erledigen!
Wenn wir sie erledigt haben, können wir sie zählen.
Schieß endlich!
Die machen uns fertig!
Wenn sie uns kriegen, machen sie uns fertig!
Hört auf zu schießen! Wir sind Polen!
Das ist eine Falle. Ich würde denen nicht glauben.
Kommt einer nach dem anderen raus! Hände hinter den Köpfen!
Das, das... Das sind meine Jungs!
Lass das Gewehr fallen!
Lass das Gewehr fallen!
Was seid ihr?
Dass... Dass ihr auf eure Leute schießt!?
Auf eure Kameraden! Auf eure Freunde und...
Ich könnte dich...
Herr Hauptmann, wir wollten doch zurückkommen.
Aber die haben Bomben abgeworfen und dann...
Jetzt seid ihr ja zurück.
Ja?
Herr Hauptmann! Sie rufen vom Elektrizitätswerk aus an.
Dabrowski! Bericht!
Jawohl.
Jawohl!
Wer wird es machen?
Sie haben den Befehl erhalten.
Aber Sie haben doch hier das Kommando?
Und deswegen soll ich meine Männer erschießen können?
Gehen wir! Los!
Halt!
Du zuerst. Beweg dich!
Mach endlich!
Die wollen abhauen!
Nicht schießen!
„Stark, bereit loszuschlagen“
Was tust du da?
Heb das auf.
Jawohl, Herr Hauptmann! Zu Befehl! Wie Sie wünschen!
Rühren.
Die Westerplatte kämpft noch. Sie kämpft wie verrückt.
Hinsetzen.
Hinsetzen, sag ich!
23 Jahre alt. Frau und Kind.
Ein Junge aus Kielce. Er musste sterben.
Ein verdammter Postbote aus Lodz. Er wollte immer nach Amerika.
War...
War er zu jung, um zu leben?
Und die kenne ich nicht mal.
Zu spät.
Die Deutschen werden uns zerquetschen wie die Fliegen.
Und wissen Sie, wieso?
Ich habe Sie gefragt, ob Sie wissen, wieso!
Nein?
Ich werde es Ihnen sagen.
Wir Offiziere... Wir verdienen es nicht, zu gewinnen.
Stillgestanden, Soldat!
Erschießen Sie mich doch. Ist doch eh egal.
Tag 5
Oh, da bist du ja endlich. Wie ist unsere momentane Situation?
Die Moral der Soldaten ist gut. Sie wollen weiterkämpfen.
Wir können uns noch eine Weile selbst verteidigen.
Verpflegung und Munition sollten noch einige Wochen ausreichen.
Und was dann? Engländer und Franzosen werden uns zu Hilfe kommen? Ja?
Wusstest du, dass sie den Deutschen den Krieg erklärt haben?
Ich habe hier das Sagen. Schon vergessen?
Oder hast du vergessen, mich über irgendetwas zu informieren?
Die Engländer und die Franzosen werden uns zu Hilfe kommen.
Die Deutschen sind Idioten, Kuba?
Entschuldigen Sie, Herr Major! Ich verstehe nicht ganz!
Denkst du, dass sie die Dänische Meerenge vergessen haben?
Wir haben unsere Luftstreitkräfte.
Nur zu deiner Information. Die einzigen Flugzeuge, die ich gesehen habe,
waren Deutsche. Bei den Luftangriffen sind acht Soldaten gestorben.
Das ist sehr viel. - Ich dachte, dass...
Ich denke nicht, dass ich wissen will, was du denkst!
Acht auf einmal. Das ist viel. Zu viel.
Du vergisst dabei die deutschen Verluste. Die sind viel höher. Das ist Krieg!
Du musst darauf vorbereitet sein, dass dich jede Kugel treffen könnte.
Wer hat das gesagt? Kannst du dich daran erinnern?
Ich habe dabei nur an mich gedacht. Ich bin ein Offizier der polnischen Armee.
Und ich bin bereit, zu sterben.
Aber diese jungen Männer verdienen diese schreckliche Art zu sterben nicht.
Sie sind nicht umsonst gestorben.
Wie kannst du so sicher sein?
Gestern habe ich die Kommandozentrale in Sektor Sechs verlegen lassen.
Wir warten dort auf dich. Wenn du fertig bist mit deiner Morgentoilette.
Sektor Fünf ist also doch noch gefallen.
Noch so ein schwerer Angriff, und die Deutschen werden uns überrennen.
Das schaffen sie nicht. Wir haben einen neuen Außenposten.
Herr Major! Warschau hat soeben verkündet,
dass sich die Westerplatte von nun an selbst verteidigt.
Das ist mir neu. Ohne die wäre mir das nicht aufgefallen.
Spielen die deshalb diese Kirchenmusik?
Ganz Polen glaubt an uns!
Und was ist mit den Franzosen?
Es ist merkwürdig, aber die reden nicht vom Kämpfen. Keine Nachrichten.
Als ob gar nichts passiert wäre. Und als ob es keinen Krieg gäbe.
Herr Hauptmann? Sie haben Ihre Männer belogen.
Ich habe dafür gesorgt, dass sie nicht zusammenbrechen. Das wäre unser Ende.
Das ist unser Ende!
Aber du verstehst das nicht.
Oder du willst es nicht verstehen!
Herr Hauptmann.
In meinem Büro gibt es noch starken Kaffee. Wenn Sie also möchten...
Ich möchte Ihnen das geben. Das ist Erde vom Grab meines Vaters.
Sollte ich fallen, begraben Sie mich bitte damit.
Würden Sie das übernehmen?
Der Wundbrand wird möglicherweise alle Verletzten töten,
und ich kann nichts dagegen unternehmen.
Schon bald werden sie umfallen wie die Fliegen.
Haben Sie es schon Kuba gesagt?
Er weiß es doch schon! Er würde eher sterben, als aufzugeben.
Die sind für später. Tabak aus der Galizischen Erde. Aber das...
Das sollten Sie immer bei sich tragen.
Es ist mir eine Ehre, Herr Major.
Gehen Sie.
Warten Sie. Da ist noch etwas.
Sagen Sie Piotrowski, dass er für heute Nacht alle Offiziere einberufen soll.
Es geht um die weiteren Schritte.
Was machen die beiden hier?
Die sind in Panik geraten.
Hauptmann Dabrowski hat angeordnet, sie hier einzusperren.
Die Moral ist am allerwichtigsten.
Die beiden haben keinen guten Einfluss auf den Rest der Truppe.
In Ordnung. Sie sollen hierbleiben.
Herr Hauptmann! Herr Hauptmann! Herr Major! Panzer! Panzer kommen hierher!
Seht zu, dass ihr Panzergranaten eingesetzt habt.
Keine Panzer... - Was?
Das sind gar keine Panzer.
Züge, die gepanzert sind?
Los geht es.
Fertig.
Masken! Tragen unsere Soldaten da draußen Masken?
Treibstoff...
Das wissen wir doch gar nicht. Gib den Befehl raus, dass sie Masken tragen sollen.
Dafür gibt es keine Veranlassung.
Vergiss nicht, dass wir in einer Stunde ein Treffen haben.
Hören Sie auf zu jammern, Buder!
Es gibt keine Ablösung! Wir haben nicht genug Soldaten!
Aber Herr Major, uns wurde versprochen, dass Ablösung geschickt wird.
Major Sucharskis Befehle interessieren mich nicht!
Aber...
Ja! Das das ein für alle Mal klar ist! Sie tun, was ich sage!
Gehen Sie zurück an Ihren Platz.
Ich wollte doch nur die momentane Situation schildern.
Sie werden hier nicht mehr gebraucht. Gehen Sie und ruhen Sie sich aus.
Es sind nicht mehr viele da.
Hast du den gefährdeten Wachposten evakuieren lassen?
Das ist nicht mehr nötig. Das Feuer ist aus.
Auf wen warten wir jetzt noch?
Gut, dass Sie hier sind. Wie ist die momentane Lage im Hafen?
Wir können uns noch verteidigen.
Gibt es noch irgendwelche anderen neuen Nachrichten?
Unsere Lage ist schlecht. Und sie wird immer schlechter.
Es hat keinen Sinn mehr. Die Situation ist furchtbar. Wir alle hier wissen das.
Ich schlage vor, dass wir morgen unsere Kapitulation anbieten.
Ich erwarte Ihre Vorschläge.
Herr Oberleutnant?
Herr Major, berechtigt Sie dieser Orden nicht dazu, etwas zu unternehmen?
Ist das alles, was Sie dazu zu sagen haben?
Und Sie, Herr Hauptmann?
Die Verwundeten sollten dringendst in ein Hospital gebracht werden.
Ich sage das schon seit Tagen, nur hört mir niemand zu.
Ich schlage vor, dass wir uns weiter verteidigen.
Ich übernehme dafür die volle Verantwortung. Wir haben alles getan,
was in unserer Macht stand. Wir taten, was wir konnten.
Die Soldaten sollen sich vorbereiten, aufzugeben.
Geben Sie ihnen saubere Uniformen und sie sollen sich rasieren.
Wir werden auf keinen Fall kapitulieren!
Tag 6
Auf der Westerplatte wird noch immer gekämpft.
Morgen wird unsere siegreiche rote und weiße Fahne wieder hängen.
Wieso missachtest du meine Befehle?
Gestern sollten die Männer in Sektor Eins abgelöst werden.
Wir haben nicht genug Soldaten.
Nicht genug? Mit dieser Art der Befehlsgewalt
haben wir bald gar keine Soldaten mehr, die noch kämpfen könnten.
Irgendjemand muss hier das Kommando führen.
Von Anfang an gab es hier nur einen Anführer!
Je schneller du das akzeptierst, desto besser ist das für uns alle hier.
Drohst du mir?
Ich befehle dir! Schick eine Ablösung in Sektor Eins!
Ich verweigere es, deine Befehle auszuführen!
Halt!
Sei dir sicher, dass du nach dem Krieg vor Gericht gestellt wirst.
Los geht es!
Warte!
Bleib hier! Das ist ein Befehl! Verstanden?
Sie kämpfen auch hier bei Sieradz und hier bei Plock.
Im Norden haben die Deutschen über den Narew übergesetzt.
Die Küste ist abgeschnitten.
Sie erreichen bald Lvov und befinden sich kurz vor Krakau.
Das alles haben wir aus dem deutschen Radio erfahren.
Was ist mit dem polnischen Radio?
Unsere liefern weniger Details,
aber die Informationen sind mehr oder weniger identisch.
Mehr oder weniger? Das heißt, wir wissen gar nichts.
Wir haben genügend Informationen,
um in unserer Situation eine Entscheidung zu treffen.
Ich verstehe das, außer von Oberleutnant Grodeki,
als Einverständnis der hier Anwesenden für die bevorstehende Kapitulation.
Unser Kampf hat keinen Sinn mehr.
Sie haben ein Treffen anberaumt ohne mein Wissen?
Es ist vorbei. Wir haben soeben einstimmig beschlossen,
dass es besser wäre, zu kapitulieren.
Um genau zu sein, fast einstimmig. Nicht jeder hier ist ein Feigling.
Nicht wahr, meine Herren Hauptmänner?
Wollen Sie mich erschießen?
Nein. Sie werden mich zuerst erschießen.
Und dann können Sie von mir aus aufgeben.
Ja. Das hätte ich mir denken können.
Das Treffen ist vorbei. Gehen sie zurück auf Ihre Posten
Verstehst du das? Es kann immer nur eine Entscheidung geben.
Ich kenne meine Pflichten.
Zu kämpfen bis zum Ende? Wann aber ist es zu Ende? Wo ist die Grenze?
Die Grenze ist hier. Auf der Westerplatte.
Kuba!
Du verstehst es nicht. Wenn, du... Du würdest es nicht glauben.
Das ist nicht nötig. Rühren.
Ich vergaß, Sie über unser Treffen zu informieren.
Eigentlich wollte ich Sie nicht dabei haben.
Wir geben nicht auf. Das haben wir nie getan.
Wir sind noch am Leben und kämpfen.
Und sterben!
Was suchen Sie hier?
Ich wollte nur... - Wieso haben Sie Ihren Posten verlassen?
Ich wollte hören, wie es weitergeht.
Und die Soldaten alleine lassen? Gehen Sie zurück auf Ihren Posten!
Jawohl!
Tag 7
Doch jetzt haben wir alle unsere Pflichten zu erfüllen. Wir hier und ihr dort.
Das wird auch das Beste sein. Ihr solltet Ruhe bewahren.
So wie man es erwartet, von guten, polnischen Frauen.
Ich schreibe meinen Brief am siebten Tag der Schlacht weiter.
Ich versuchte, meine Pflichten so gut wie es mir möglich war zu erfüllen.
Vielleicht wird die Geschichte später über uns richten. Aber ich weiß ganz sicher,
dass meine Soldaten die besten Söhne auf Erden sind.
Seit sieben Tagen stellen sie ihre Männlichkeit, ihre Zähigkeit unter Beweis.
Und ihren Kampfgeist.
Während ich diese Zeilen schreibe, wissen sie noch immer nicht,
dass wir uns dem unausweichlichen Ende nähern.
Sie haben es noch nicht wahrgenommen,
dass dieser siebte Tag der Verteidigung auch der letzte sein wird.
Vielleicht hätte ich mit meinem Wissen
die Kämpfe schon am ersten Tag unterbinden sollen. Nach zwölf Stunden.
Ich weiß nicht, warum ich es nicht getan habe.
Ich bin der Einzige, von so vielen, ohne Mut hier.
Und doch hätte ich tapfer genug sein müssen, um dieses Gemetzel zu beenden.
Ich hoffe, dass mir die Seelen der jungen Männer,
die hier gestorben sind, vergeben können.
Schieß weiter! - Wie soll das gehen bei dem Dauerfeuer?
Zurück auf deinen Posten!
Kuba...
Bis gestern habe ich noch gedacht, dass...
Nicht mal Warschau ist mehr zu hören.
Die Hälfte unserer Truppen ist tot oder verletzt.
Du jetzt auch noch?
Verstehe mich nicht falsch. Wir sollten weiterkämpfen, aber...
Ich habe dich überall gesucht.
Komm mit!
Komm schon.
Riechst du das? Mit jedem Tag wird der Gestank schlimmer.
Wundbrand, Kuba. Schicken Sie Boten zu den Stützpunkten.
Lassen Sie alle wissen, dass wir kapitulieren.
Sie sollen sich umgehend zu den Barracken begeben!
Jawohl.
Komm mit.
Siehst du, mein Freund, was von uns übrig bleibt?
Widerrufe den Befehl. Es ist noch nicht zu spät.
Verstehst du es noch immer nicht? Es geht nicht um mich.
Ich habe keine Angst vor dem Tod.
Widerrufe den Befehl!
Es ist zu spät, Kuba.
Es ist vorbei.
Halt! Widerrufe den Befehl!
Herr Piotrowski?
Wurden die Boten losgeschickt?
Ich hatte angeordnet, sie loszuschicken. Ich frage niemanden mehr.
Das ist allein meine Entscheidung.
Jawohl.
Hissen Sie die weiße Fahne. Danach habe ich noch einen Auftrag für Sie.
Verbinden Sie mich mit den Stützpunkten.
Herr Major, wir haben keine Verbindung. Nur die zum Fort steht noch.
Verbinden dorthin herstellen.
Das Kommando ist in der Leitung!
Maat Rygiellski! Zu Befehl!
Hören Sie genau zu. Lodz, Tschenstochau, Krakau, Posen
und Bromberg sind unter deutscher Kontrolle.
Wir haben keine andere Wahl, als uns zu ergeben.
Aber Herr Major! Wir haben Soldaten! Und wir können uns verteidigen!
Das ist ein Befehl.
Was ist passiert?
Nichts.
Die Deutschen sind über die Grenze. Und sie bombardieren Warschau.
Herr Hauptmann! Major Sucharski hat vor, zu kapitulieren! Was sollen wir machen?
Aufgeben. Befehl ausführen.
Was?
Hört mal her, ihr Lumpenpack! Die Granaten sind für uns
und die Bajonette für die Deutschen! Wofür entscheidet ihr euch?
Auf meinen Befehl stürmen wir raus und machen die Hitleristen kalt!
Jetzt!
Befehl des Majors. Sie sollen sich ergeben.
Ich erschieße diesen Hurensohn.
Du Verräter! Sprich dein Gebet! Das ist heute dein letzter Tag!
Lassen Sie ihn los!
Der Befehl muss auf einem Papier stehen! Auf einem Papier!
Papier ist nicht notwendig! Sehen Sie!
Nur wenige Soldaten sind zurückgekommen.
Ich befürchte, dass unsere Verluste höher sind, als wir erwartet haben.
Herr Major! Der Bote, den sie zu Oberleutnant Kregielski schickten.
Rede!
Oberleutnant Kregielski fragt,
ob Sie den Befehl von Hauptmann Dabrowski bestätigen.
Der Stützpunkt wartet auf deinen letzten Befehl.
Wieso bringst du das her? Ich kenne diese Farbe nicht!
Das ist keine verdammte polnische Fahne!
Wir halten vielleicht noch einen Tag durch, höchstens zwei.
Alle in Polen leisten Widerstand. Frankreich tritt den Deutschen in den Arsch!
Warum sollten wir aufgeben? Jetzt?
Wir kämpfen doch weiter, Herr Oberleutnant? Oder?
Am Ende kommen die und retten uns noch!
Führen Sie den Befehl aus.
Aber... Nein!
Stillgestanden!
Rühren.
Soldaten.
Eine lange Zeit habt ihr meine Befehle ausgeführt.
Jetzt müsst ihr nur noch einen ausführen.
Es ist der Befehl zur Kapitulation.
Es hat keinen Sinn, weiterzukämpfen.
Wir können auf keine weitere Hilfe hoffen.
Der Feind hat weite Teile Polens unter seiner Kontrolle.
Ich danke euch. Dafür, dass ihr euren soldatischen Pflichten nachgekommen seid.
Aktive Soldaten werden in Gefangenschaft gehen.
Was mit den hier anwesenden Offizieren geschehen wird, ist schwer zu sagen.
Ich übernehme für alles die Verantwortung.
Vor Gott und Vaterland.
Ihr werdet in Polen immer gebraucht werden.
Oberleutnant Piotrowski! Sie kommen mit mir.
Männer!
Seht hin!
Der Adler hat überlebt. Und so wird Polen überleben!
Und jetzt...
Lasst uns einen Moment innehalten. Für unsere gefallenen Freunde.
Die uns für immer verlassen haben.
Polen ist nicht verloren, solange wir noch leben.
Was die fremde Macht uns genommen hat, holen wir uns mit dem Säbel zurück.
Sitz. Bleib da!
Kuba!
Tu das nicht!
Verpiss dich! Das ist nicht dein Problem!
Kuba! Du spinnst doch!
Bist du jetzt völlig durchgeknallt?
Kuba! Das ist nicht das Ende. Verstehst du?
Ich will sie nicht in die Gefangenschaft führen.
Du hast das Kommando. Du wirst sie führen. Komm schon! Du führst sie.
Führe sie!
Aus dem Führerhauptquartier. 8. September 1939.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Besatzung der Westerplatte in Danzig hat sich ergeben.
Ihr Widerstand wurde durch Pioniere, Marine-Sturmkompanien und SS-Heimwehr
unter Mitwirkung der „Schleswig Holstein“ gebrochen.
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