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Guten Abend! Ich begutachte gerade diese Perle.
Sie hätten mal die Auster sehen sollen! Ich habe schon einen Kunden dafür.
Er ist ein sehr wohlhabender aber misstrauischer Gentleman,
der seiner Freundin diese Perle als Anhänger schenken möchte.
Ich bin sicher, dass Sie mir zustimmen, wenn ich sage,
dass dieses Geschenk die Treue inspiriert. Deswegen habe ich ihm gesagt,
es wäre nicht nötig, das Geschenk an ihren Knöchel zu hängen.
Das ist aber merkwürdig!
Es gibt einen sehr bösen Gentleman in deiner Zukunft.
Ich glaube, er will dir etwas sagen.
PERLEN, PERLEN...
Guten Morgen, kann ich Ihnen behilflich sein?
- Ja, sind Sie der Manager? - Ich bin der Eigentümer, Laurent Dubois.
Ich würde gern etwas ganz Besonderes sehen,
- für eine ganz besondere Gelegenheit. - Natürlich, Mr...?
- Wilkens, Hubert Wilkens. - Sehr erfreut, Mr. Wilkens.
Haben Sie schon eine Vorstellung, was die Art und den Preis betrifft?
Das spielt keine Rolle, es soll ein Geschenk für unseren Hochzeitstag sein.
Wie wäre es mit diesem Diamantkollier?
- Das ist ein ganz erlesenes Stück. - Nein, es müssen nicht unbedingt Diamanten sein.
Meine Frau hat schon so viele Diamantkolliers.
Es kommt ja nicht auf die Steine an, sondern auf den Entwurf und die Ausführung.
Dieses Armband hier ist sehr schön, es sind Diamanten mit Rubinen verarbeitet.
- Nein, das ist nicht das Richtige. - Ich weiß!
Ich habe einige Stücke, die zum Teil noch gar nicht gefasst sind.
- Einige sind Kommissionsware. Wollen Sie die sehen? - Sehr gern!
Da bin ich schon wieder, Mr. Wilkens.
Sehen Sie sich das an. Das ist ein Sternsaphir aus Radnapura auf Ceylon.
- Ist das nicht ein schönes Stück? - Ganz nett.
Was halten Sie von diesem Taubenblut-Rubin, Mr. Wilkens?
- Ist auch ganz nett. - Oder diese Perle hier...
Schauen Sie sich die Farbe der Perle an.
Eine schwarze Perle in dieser Größe ist eine Rarität.
Das ist eine schwarze Pinctada, die gibt es nur im Golf von Mexiko.
Und das ist ein besonders schönes Exemplar.
- Die ist einmalig. - Man könnte sie wunderbar fassen,
- als Ring oder als Anhänger. - Schon gut, ich nehme sie.
- Wir haben doch noch gar nicht über den Preis gesprochen. - Was kostet sie?
- Diese Perle habe ich in Kommission... - Sagen Sie schon, was sie kostet!
$5999. Selbstverständlich ohne Fassung.
Ich weiß, dass es eine ziemlich hohe Summe ist und Sie wahrscheinlich
- nicht so viel Bargeld bei sich haben... - Nehmen Sie keinen Scheck?
- Natürlich, aber... - Ich verstehe, schließlich bin ich selber Geschäftsmann.
Jetzt gehen Sie zur Nationalbank und lassen den Scheck dort einlösen.
Dann bringen Sie mir die Perle heute Abend in mein Hotel.
- Ich wohne im Hotel Dover. - Mit dem größten Vergnügen, Mr. Wilkens.
Sorgen Sie nur dafür, dass die Perle heute Abend da ist!
- Ich werde Ihnen die Perle persönlich bringen. - Vielen Dank.
- Hören Sie! - Ja, Sir! - Ich habe einen Auftrag für Sie.
Ein gewisser McCabe hat uns die Perle in Kommission gegeben.
- Dieser Seemann? - Ganz genau, sein Boot liegt an Pier 16.
- Ich möchte, dass Sie ihm einen Scheck bringen. - Persönlich?
- Können wir den nicht per Post schicken? - Nein.
Ich möchte seine Unterschrift noch heute als Bestätigung.
Schreiben Sie bitte gleich den Scheck aus auf $4999,
abzüglich ein Drittel Kommission. Dann bringen Sie ihn mir zur Unterschrift.
4999? Kostet die Perle nicht 5999?
Was habe ich Ihnen versprochen, als Sie bei mir angefangen haben?
Sie sagten, Sie wollen mir das Juwelengeschäft beibringen.
Und das war Ihre erste Unterrichtsstunde.
Mr. McCabe?
Mr. McCabe?
Was ist das hier für ein Geschrei?
Ich bin's, Mr. McCabe, vom Juweliergeschäft Dubois.
- Was wollen Sie denn? - Ich hab was Geschäftliches mit Ihnen zu besprechen.
Kommen Sie!
Darf ich eintreten?
Sind Sie doch schon, oder?
Was ist, Söhnchen? Haben Sie Ihre Hausaufgaben mitgebracht?
Ich wollte über die schwarze Perle reden, die wir von Ihnen in Kommission haben.
- Wollen Sie etwas trinken? - Nein, danke.
Darf ich mich vielleicht setzen?
Mr. Dubois lässt Sie bitten, den Vertrag zu unterschreiben.
- Hier ist der Scheck. - Dann haben Sie wohl die Perle verkauft, oder?
Ich wette, Sie haben einen guten Preis dafür bekommen.
Das war ein Prachtstück. Wie viel bekomm ich denn?
Das steht hier im Vertrag. Könnten Sie ihn gleich unterschreiben?
Ganz langsam! Wie viel hat Ihr Boss dafür bekommen?
Er hat sie für $4999 verkauft.
Abzüglich unserer Provision in Höhe von 33 ein Drittel Prozent verbleiben...
Wie viel?
$2666.
Wissen Sie nicht, das schwarze Perlen viel wertvoller sind?
Ich bin doch nur bei Mr. Dubois angestellt. Er hat die Perle verkauft!
Sagen Sie Mr. Dubois, dass er sich den Vertrag in den...
Dann nehme ich an, dass Sie das Geschäft nicht machen wollen?
Sie sagten, Sie haben den Scheck bei sich?
Ganz genau.
Ich bin gerade knapp bei Kasse und die Perle ist schon zwei Monate auf dem Markt.
Es ist ein angemessener Preis, glauben Sie mir.
Okay, geben Sie mir den Vertrag.
- Ist der Mann schon hier? - Ja, Schätzchen, er ist hier.
Komm schon! Komm her!
Lolly, willst du die Perle gar nicht sehen?
Nein!
Mr. Dubois, das hier ist Mrs. Wilkens.
Lolly, er ist extra gekommen, um dir diese wundervolle schwarze Perle zu bringen.
Mr. Dubois, sagen Sie ihr, wo die Perle herkommt.
Das ist eine schwarze Pinctada, sie wird nur im Golf von Mexiko gefunden.
Ich kann Mexiko nicht ausstehen.
Das Hotel da hatte nicht mal eine Klimaanlage.
Sieh sie dir doch wenigstens mal an.
Ist das nicht eine bezaubernde Perle?
Sie würde mir ganz gut gefallen, wenn ich nur ein Ohr hätte.
Wie bitte?
Mr. Dubois, ich fürchte, das ist das Problem.
Ich hab Lolly erzählt, dass ich ihr eine Perle schenken wollte.
Und jetzt weiß sie nicht, was sie mit einer Perle anfangen soll.
Oh, ich verstehe.
Mrs. Wilkens?
Gestatten Sie? Ich könnte mir vorstellen, dass Sie einen Ring...
- Ein Ring? - Reg dich nicht auf, Schatz! Sie hasst Ringe.
Warum bringst du mir immer Ringe?
Ich habe Ringe für jeden Finger, für jeden Tag der Woche.
- Soll ich mir den Ring in die Nase stecken? - Reg dich doch nicht so auf!
Wir werden kein Wort mehr über Ringe sagen!
Ich will Ohrringe, du weißt, dass ich Ohrringe mag.
Du hast doch früher immer gesagt, dass ich hübsche Ohren hab, nicht wahr?
Ja, sie sind ja auch süß!
Hier, wisch dir erst mal deine Tränen ab.
Sie ist so sensibel.
Ja, das sehe ich.
Mr. Dubois!
- Es gibt nur eine Möglichkeit, um das Problem zu lösen. - Ja?
Ich brauche eine zweite schwarze Perle, die dazu passt.
Dann lasse ich ihr ein Paar Ohrringe machen.
Ich glaube, Sie wissen nicht, wie selten so eine schwarze Perle ist.
Ich weiß, dass sie einiges kosten wird, aber das ist in Ordnung.
Bezahlen Sie einfach, was Sie dafür bezahlen müssen.
Wir werden sie doch rechtzeitig zum Hochzeitstag haben, oder?
Das ist unmöglich in einer so kurzen Zeit.
Ich weiß, dass Sie das schaffen, Mr. Dubois.
Der Preis wird aber wesentlich höher sein als bei der ersten Perle.
Das spielt keine Rolle. Besorgen Sie mir die Perle.
Ich kümmere mich um das Geld. Ich will nur, dass sie glücklich ist.
Das ist meine einzige Sorge.
- Ich werde mein Bestes tun, Mr. Wilkens. - Gut.
- Gute Nacht, Mrs. Wilkens. - Gute Nacht.
- Gute Nacht, Mr. Wilkens. - Gute Nacht.
Mr. McCabe?
- Dubois, was wollen Sie? - Ich muss mit Ihnen reden.
Lassen Sie mich in Ruhe.
Ich möchte Ihnen ein interessantes Geschäft vorschlagen.
Wollen Sie mich schon wieder übers Ohr hauen, wie mit der Perle?
Tut mir Leid, dass Sie mit dem Preis nicht zufrieden waren.
Dafür möchte ich Sie entschädigen.
Wie denn?
Indem ich Ihnen ein profitables Geschäft anbiete.
Sie sagten doch, Sie hätten mehrere dieser schwarzen Perlen gefunden.
Falls nun eine dazu passende Perle dabei wäre,
würde ich Ihnen diese ebenfalls abkaufen.
Keine Kommission, nur ein Geschäft zwischen Freunden.
- Sie wollen mir eine Perle abkaufen? - Ja.
Und ich würde das Doppelte von dem bezahlen, was Sie für die erste bekommen haben.
- Okay. Nehmen wir an, ich hab noch 'ne zweite Perle. - Ja?
Und ich würde sie nur für $7999 verkaufen. Was dann?
McCabe, lassen Sie uns vernünftig sein. Haben Sie wirklich noch eine Perle?
Meinen Sie so eine schwarze Perle?
Ja, so etwas in der Art.
Sie sollten so wertvolle Sachen lieber auf die Bank bringen.
Vielleicht haben Sie Recht. Ich will nicht, dass sie geklaut wird.
- Sie ist schön, nicht wahr? - Ganz nett. Sie passt zwar nicht zu der anderen...
Ich finde, sie passen perfekt zusammen.
Schon okay, es wird gehen.
Sie wollten $7999, richtig?
Was ist mit dem Geschäft? Ich bekomme die Perle und Sie den Scheck.
- Was ist los? - Sie müssen aber scharf auf die Perle sein, Dubois.
Aber Sie bekommen sie nicht. Nicht für 7999 und auch nicht für 59.999.
- Mr. McCabe! - Und jetzt verschwinden Sie von meinem Boot.
Runter von meinem Boot!
Hallo, Laurent Dubois.
Ja, wie geht's Ihnen?
Gut. Ja, zwischen 18 und 29 Karat.
Die haben Sie nicht, ja? Unmöglich.
Aber trotzdem vielen Dank!
Tja, das war meine letzte Hoffnung.
Ich dachte, er würde eine auftreiben.
Wenn Mr. Wilkens bereit wäre 29.999 zu zahlen,
dann könnten wir Mr. McCabe 19.999 bieten.
Sind Sie verrückt? So viel ist die Perle nicht wert!
Wenn Mr. Wilkens 29.999 zahlt, haben Sie einen Gewinn von 199 Prozent.
199 Prozent wären nicht schlecht.
Holen Sie mir eine Flasche Whisky.
Ich dachte, wir trinken einen zusammen, Kapitän.
- Ich hab die Flasche mitgebracht, damit wir feiern können. - Was denn feiern?
Nennen Sie mir einen Grund, warum wir beide feiern sollten.
Unser Geschäft, Kapitän.
Hier.
Was wollen Sie, Dubois?
Ich wette, Sie haben schon oft Ihr Leben aufs Spiel gesetzt.
Perlentauchen, zehn Faden unter der Wasseroberfläche...
- Was wollen Sie? - Sie wissen, was ich will, Kapitän.
Ich will die Perle.
Und ich werde Ihnen einen Preis zahlen, dem Sie nicht widerstehen können.
- Tatsächlich? - Tatsächlich.
$19.999, Kapitän.
Dass das die Perle nicht wert ist, wissen Sie auch, aber ich geb's Ihnen.
- 19.999? - So hoch bewerte ich Ihren guten Willen.
- Einverstanden? - Das ist eine schöne Summe.
Warten Sie!
Nichts versüßt eine Zigarette mehr als ein $19.999-Scheck.
Okay, McCabe, wie viel wollen Sie?
Ich werde nicht mit leeren Händen von diesem Boot gehen!
- Nennen Sie Ihren Preis! - Was ist Sie Ihnen wert?
- Okay, $13.999. Das ist sehr viel Geld. - Nicht genug.
14.999 können Sie nicht ablehnen.
Doch, genau das werde ich tun.
McCabe, $15.999!
Ich bin ja nicht nachtragend.
- Gut. - Die Perlen sind natürlich nicht mehr hier. - Nein?
Ich habe Ihren Rat befolgt und alles zur Nationalbank gebracht.
Dann fahren wir sofort zur Bank.
Sie geben mir die Perle und ich gebe Ihnen den Scheck.
Das hört sich gut an.
Haben Sie nicht was vergessen?
Sie haben wenig Vertrauen zu mir, McCabe.
- Jetzt gehört die Perle Ihnen. - Vielen Dank.
Ich werde sie sofort zu meinem Kunden bringen.
Machen Sie's gut, Kapitän.
Herein!
Laurent Dubois ist hier, Mrs. Wilkens.
Ist das nicht das Apartment von Mr. Wilkins?
Hier ist niemand.
Was soll das heißen? Das ist doch lächerlich.
Mrs. Wilkins?
Sie wollten doch hier sein.
Sie müssen doch hier sein.
Das können sie doch nicht mit mir machen!
Hallo, mein Schatz!
- Daddy? - Ja, Schätzchen?
Dieser Mr. Dubois war nicht gerade sehr sympathisch, nicht wahr?
Nein, das war er nicht.
Aber ich denke, er hat seine Lehrstunde bekommen!
- Fühlt sich viel besser an. - Der Bart war das Schlimmste.
- Und das Schlafen auf dem alten Boot. - Du warst perfekt als Kapitän.
- Ja, du warst wunderbar. - Du auch.
- Genauso wie dein Vater. - Daddy ist immer fantastisch.
Vielen Dank.
Jetzt wollen wir doch mal sehen, wie unsere Bilanz aussieht.
Das sieht gut aus!
Ich habe $5999 für die Perle bezahlt.
Dubois hat dir 2699 gegeben. Dann hat er $15.999 bezahlt.
Somit haben wir einen Gewinn von 12.699.
- Nicht übel. - Armer Dubois! Bestimmt rauft er sich jetzt ständig die Haare.
Wenn er bemerkt, dass er dieselbe Perle zweimal gekauft hat, dreht er durch.
Auf in den Süden, Kapitän! Da warten größere Geschäfte auf uns.
Mein Gott, was für eine Zynismus!
Diejenigen unter Ihnen, die gerne sehen, wie das Böse uns bestraft,
werden sich freuen, denn genau das geschah auf der nächsten Rolle.
Um die anderen unter Ihnen glücklich zu machen,
senden wir stattdessen Werbung. Danach werde ich wieder zurück sein.
Zum Abschluss möchte ich einer gewissen Miss Ethel T.
aus Pasadena, Kalifornien etwas erklären.
Sie macht sich nichts aus unserem Zynismus
und fragt, warum wir nicht mehr süße Geschichten zeigen.
Das würden wir gerne, Miss T., aber die machen einfach zu dick!
Bis zur nächsten Woche! Gute Nacht!
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