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Guten Abend, meine Damen und Herren!
Jemand hatte die brillante Idee, ich sollte dieses Kostüm anlegen,
um den Titel der heutigen Episode zu dramatisieren.
Sie heißt: Die Wette.
Einen Moment, du hast da was vergessen!
Sie wollen bestimmt wissen, wer diese intelligente Scharade verfasst hat.
Seine vorherigen Arbeiten umfassen die folgende Audio-Collage.
DIE WETTE
Ich soll Ihnen mitteilen, dass das Treffen des Mütter-Komitees
auf nächsten Donnerstag verschoben wurde.
Treten Sie ein!
Mr. Cheever, ich habe Sie erwartet.
Vater Amion, ich bringe die Zahlen, über die wir gesprochen haben.
Ich befürchte, es sind keine guten Neuigkeiten.
Es geht hier nicht um ein paar zerbrochene Schindeln.
Wenn wir diese undichte Stelle reparieren, gibt es woanders wieder eine neue.
- Ich verstehe. - Dann bräuchte ich neue Dachabläufe, Fallrohre...
Unter $1599 ist da nichts zu machen.
Ich bin sicher, Sie haben Ihr Bestes getan.
Leider hat es den Anschein, als habe der Kirchenschatz
genauso viele Löcher wie das Dach. In diesem Jahr wurde schon viel repariert.
Aber ich habe dem Bischof die Tatsachen vorgelegt.
Vielleicht macht er das kleine Wunder möglich.
In der Zwischenzeit können wir nur auf heiteres Wetter hoffen.
- Es tut mir sehr leid, Vater. - Danke. Auf Wiedersehen.
Vater, können Sie sich das mal ansehen?
Was ist das?
- Ein 19-Dollar-Schein. - Das sehe ich!
Den letzten 19-Dollar-Schein, bei einer Kollekte mitten in der Woche,
habe ich vor dem Krieg gesehen. Wissen Sie, wer der Spender war?
Er ist mir schon vor seiner Spende aufgefallen.
Er saß links in der ersten Reihe.
- Ich habe ihn hier noch nie gesehen. - Was war so ungewöhnlich an ihm?
Er sah etwas gammelig aus und war sportlich gekleidet.
Dann meinen Sie den Herren in dem Sport-Hemd? Ja, den habe ich gesehen.
Das ist aber nicht sehr anständig von Ihnen, jemanden so zu kritisieren.
Das habe ich nicht. Erst recht nicht, nachdem ich seine Spende gesehen hab.
Das habe ich nicht so gemeint.
Ich verstehe, wie Sie sich fühlen.
Es ist schade, dass uns die finanzielle Situation in diese Lage bringt,
aber die Dinge werden sich wieder bessern.
Ja, Vater! Der Herr wird uns versorgen.
- Kann ich Sie kurz sprechen? - Aber sicher, Vater.
Ich wollte mich schon letzte Woche mit Ihnen unterhalten.
Tatsächlich? Ich habe Ihre Predigt sehr genossen, Vater.
Ich hoffe, Sie haben etwas daraus mitgenommen.
Mir ist aufgefallen, wie großzügig Sie zu unserer armen Kirche waren.
- Sind Sie neu in der Gemeinde? - Nein, ich lebe seit über 29 Jahren in diesem Viertel.
Ich hatte nur nichts für Kirchen übrig.
Vor zwei Wochen kam ich das erste Mal hierher, an einem Dienstag.
Da bin ich aber froh, dass Sie Ihre Einstellung geändert haben.
Es scheint, als hätte ich Sie hier in den letzten zwei Wochen des Öfteren gesehen.
Ja. Ist doch okay, Vater. Es macht Ihnen doch nichts aus, oder?
Warum sollte es mir etwas ausmachen?
Ich weiß nicht. Übrigens heiße ich Sheridan
und es bedeutet mir wirklich viel, hier in die Kirche zu kommen.
- Freut mich. - Ich sah das Schild, auf dem steht: Versucht es mit beten!
Da dachte mir: "Was hast du schon zu verlieren?
Du hattest bisher nie Glück. Warum versuchst du es nicht mit dieser Beten-Sache?"
- Also kam ich rein und versuchte es. - Hat es geholfen?
- Das kann man wohl sagen. - Es macht mich sehr glücklich, das zu hören.
Sie werden es nicht glauben, aber an dem Tag holte ich sechs von acht Siegen.
Sechs von acht und einer war ein 29:1 Treffer.
So einen Tag hatte ich noch nie, seit ich zur Rennbahn gehe.
Schließlich hatte ich auch nur noch zwei Dollar übrig.
Einen Moment! Ich verstehe nicht so recht, wovon Sie sprechen.
Die Rennbahn, Vater, Sie wissen schon, die Pferde!
Aber ich nehme an, ein Kerl wie Sie hat nichts fürs Glücksspiel übrig, oder?
Sie meinen, mein Gottesdienst hat Sie auf die Rennbahn geschickt?
Nein, ich gehe schon immer zur Rennbahn. Davon lebe ich.
Eigentlich hatte ich mit Eisenwaren zu tun, aber das mir keinen Spaß mehr gemacht.
Und als ich Ihr Schild sah, sagte ich mir: "Was hast du schon zu verlieren!"
Also begann ich zu beten. Junge, wie ich betete:
"Gib mir einen Sieger! Gott, gib mir einen Sieger!"
Und was passierte? Ich bekam sechs von ihnen.
Und seither habe ich immer gut getippt.
Mr. Sheridan, ich glaube, Sie haben meine Botschaft überhaupt nicht verstanden.
Ich sagte, Gebete können Wunder hervorrufen,
- aber nicht für so selbstsüchtige Ziele. - Es zeigt doch, dass es ein Wunder ist.
- Und das verdanke ich alleine Ihnen. - Das ist ein Missverständnis.
Sie haben einen Fehler gemacht. Gebete sind nicht für Pferderennen da.
Sie können nicht für Ihren Geldbeutel beten und Ihre Seele vernachlässigen.
Ich dachte mir schon, dass Sie sauer werden.
Ich bin nicht verärgert. Sehen wir das mal so:
Stellen Sie sich vor, jeder auf der Rennbahn betet, dass sein Pferd gewinnt.
Sie wissen, dass das unmöglich ist, nicht wahr?
Sehen Sie nicht, was für ein Dilemma sich dem Herrn präsentiert?
- Wäre das fair? - So hab ich das noch nie betrachtet. Sie haben wohl Recht.
Dann sehen Sie das ein?
Es wäre wirklich schwierig, wenn jeder für einen Sieg beten würde,
aber das tun sie ja nicht. Niemand benutzt diese Gebets-Methode, Vater.
Das ist ihr Pech, oder?
Herein!
- Vater Amion? - Ja, Morton?
Dieser Mann ist wieder da!
- Ich vermute, Sie meinen Mr. Sheridan. - Ja, Vater.
Als ich an ihm vorbeiging, erzählte er etwas über Satan.
Satan? Ich denke nicht, dass Sie das richtig verstanden haben.
Doch, das habe ich. Er sagte was von Satan oder vom Teufel.
Das ist es! Red Devil! Er wiederholte es immer wieder.
Da würde ich mir keine Gedanken machen. Das ist unzweifelhaft der Name eines Pferdes.
Entschuldigen Sie, kann ich Vater Amion für eine Minute sprechen?
Kommen Sie herein, Mr. Sheridan.
Ich will Sie nicht belästigen. Ich weiß, Sie sind ein beschäftigter Mann.
- Das ist schon in Ordnung. - Ich wollte Ihnen eine Spende überreichen.
Wissen Sie eigentlich, dass Ihr Dach beschädigt ist?
Ich hab gerade etwas Wasser auf den Kopf bekommen.
- Ich bin mir dessen bewusst. - Gut, wie ich schon sagte,
komme ich vorbei, um diese $39 zu spenden.
Ich war gestern auf der Rennbahn und habe einen guten Betrag
auf ein Pferd namens "Branding Iron" gesetzt.
Dies war eines der Pferde, für die ich gebetet hatte.
Als sie sich am Start aufstellten, habe ich mir gesagt:
"Wenn Branding Iron gewinnt, spende ich der Kirche $39."
Bitte, Vater! Er hat mit sieben Längen Vorsprung gewonnen.
Sie brauchen mir nicht zu sagen, wo Ihre Spende herkommt.
Ich danke Ihnen dafür, aber ich möchte nicht über die Herkunft reden.
- Sie sind wohl immer noch wütend auf mich. - Ich war nie wütend auf Sie.
- Ich bete für Sie, Mr. Sheridan. - Dann kann ich ja gar nicht mehr falsch tippen.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bete für Ihre Seele, nicht für die Pferde.
Ich will nicht, dass Sie denken, ich wäre undankbar.
Unsere Kirche ist arm und wir können jede Spende gebrauchen.
Sie haben uns sehr geholfen, dafür bin ich Ihnen dankbar.
Gern geschehen, Vater! Und Sie verdienen es.
Wenn ich mal etwas Besonderes für Sie tun kann...
Vielleicht ein Pferd, das echt "heiß" ist, und Sie wollen etwas Geld setzen...
- Wohl kaum, Mr. Sheridan! - Warten Sie mal!
Ich denke, ich hab da das richtige Pferd.
Red Devil im vierten Rennen in Belmont.
- Kann ich kurz Ihr Telefon benutzen? - Mr. Sheridan! Vergessen Sie nicht, wo Sie sind!
Tut mir leid, Vater. Ich dachte nur...
Ich wünsche nicht, mit Ihrer Lebensweise konfrontiert zu werden.
Und ich möchte da sicherlich nicht mit hineingezogen werden.
Unsere Kirche wird überleben, auch ohne Rennpferde.
Schon Sie sich mit Ihrer Erkältung, Mrs. Wencer.
Sagen Sie Ihrem Mann, dass ich ihn in der nächsten Woche besuchen werde.
- Hallo, Vater! Kann ich Sie mitnehmen? - Nein, danke.
Es sind nur noch ein paar Straßen und ich genieße den Spaziergang.
Wie gefällt er Ihnen? Brandneu und ich weiß noch gar nicht, wie alles funktioniert.
- Ein sehr schöner Wagen. - Ja, danke.
Schon komisch, wie sich die Sachen manchmal entwickeln.
- Vor einem Monat hab ich nur noch zwei Dollar besessen. - Beachtlich!
Können Sie sich vorstellen, wie viele Rennen ich in der letzten Woche gewonnen hab?
- Nein. - 14 von 18.
Jedes Mal wenn ich für ein Pferd bete, ist es eine todsichere Sache.
Ich habe bemerkt, dass Ihr Dach immer noch diese Reparatur nötig hat.
Anscheinend steht Ihnen immer noch kein Geld zur Verfügung, oder?
Im Moment nicht.
Hören Sie, ich weiß ja, wie sie zu den Rennen stehen,
aber wenn Sie ein paar Dollar übrig haben, heute startet das Pferd "Sally's Pal"...
Mr. Sheridan, ich dachte, wir hatten das Thema beendet!
Hören Sie, die Pferde wurden heimlich trainiert.
Der Besitzer hat mir erzählt, dass das Pferd absolut bereit ist.
Außerdem hat es den Bahnrekord gebrochen.
Und nicht nur einmal, sondern mehrere Male.
Heute läuft es sein erstes großes Rennen gegen ein paar alte Klepper.
Ich brauche Ihnen nichts zu erzählen, Sie wissen, wer da gewinnen wird.
Ich habe keine Ahnung davon.
Verlassen Sie sich drauf, die rennen wie Diebe.
Das Pferd hat eine Quote von 15:1, wahrscheinlich sogar mehr.
Das ist eine gute Gelegenheit, um schnelles Geld zu machen.
Und wenn ich für Sie bete...
Ich fürchte, ich muss gehen. Ich habe eine Kirchenratsversammlung.
Es liegt bei Ihnen. Ich weiß nur, dass ich alles auf dieses Pferd setzen werde.
Und wenn alles gut geht, werden wir uns wahrscheinlich nicht mehr sehen.
- Warum? - Ich werde mir ein Haus in Florida kaufen.
Es liegt genau zwischen einer katholischen Kirche und der Rennbahn.
Ich wünsche Ihnen viel Glück, Mr. Sheridan.
Danke, Vater.
Sind Sie sich mit diesem Pferd absolut sicher?
Absolut sicher, ich hab die ganze Woche intensiv gebetet.
Und ich weiß, dass das Pferd das Zeug dazu hat.
Wenn jemand $599 auf dieses Pferd setzte,
wie hoch wäre sein Gewinn?
Wenn wir vom schlimmsten Fall ausgehen und das Pferd nur zehn Dollar bringt,
dann könnte er am Ende wenigstens $2599 abholen.
$2599! Mr. Sheridan, wenn ich Ihnen
$599 gebe, könnten Sie dann diese
- Transaktion für mich arrangieren? - Ist das Ihr Ernst, Vater?
Würden Sie das tun?
Natürlich. Sie tun was für mich, ich tue was für Sie.
- Guten Morgen, Vater! - Guten Morgen.
- Lösen Sie Ihr Sparkonto auf? - Ja. - Stimmt was nicht?
- Alles in Ordnung. - Unser Service war doch zufriedenstellend, oder nicht?
Sehr zufriedenstellend.
- Wie hätten Sie gerne das Geld? - Ich hätte gerne große Scheine!
- Fünfziger? - Das genügt.
- Danke. - Danke, Vater!
Okay, Vater. Ich wünsche uns viel Glück!
Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist, Exzellenz.
- Ich habe so etwas noch nie vorher gemacht. - Nein, Vater!
Ich kann nicht glauben, dass Sie wirklich was falsch gemacht haben.
Schon als ich es getan hab, habe ich es bereut.
Ich hätte den Mann sofort aufgehalten, aber ich weiß nicht, wo ich ihn erreichen kann.
Wie kann ich Ihnen helfen, wenn ich nicht weiß, was Sie getan haben?
Exzellenz, ich habe Geld auf ein Pferd gewettet.
Ich verstehe. Und wie viel Geld haben Sie verwettet?
Alles, was ich hatte. $599. Ich ging zur Bank und hab das Sparkonto aufgelöst.
Das ist etwas, worüber man beunruhigt sein sollte.
Wovon waren Sie bloß besessen, Vater?
Sie waren noch nie ein Spieler oder haben sich was aus Geld gemacht.
Die Ersparnisse sind mir egal.
Ich habe nur gehofft, genügend Geld für die anfallende Dachreparatur zu machen.
Ich verstehe.
Ich werde mir nie für das vergeben, was ich getan habe.
Ich weiß auch nicht, wieso ich es gemacht habe. Der Mann,
dem ich das Geld gegeben habe, schien sich seiner Sache so sicher zu sein...
Helfen Sie mir, die Tat zu verstehen!
Helfen Sie mir! Erklären Sie es mir!
Ja.
Ich kann es kaum glauben, Vater.
Wenn ich Sie nicht besser kennen würde, wenn Sie ein junger Mann wären,
dann könnte ich diesen Leichtsinn verstehen.
Aber Sie haben Ihr Gelübde vor 49 Jahren abgelegt.
Und so eine törichte Sache zu machen...
Ich weiß. Bitte, was soll ich tun?
Sie wissen also nicht, wie Sie den Mann finden, dem Sie das gegeben haben?
- Nein. - Also kann nicht verhindert werden, dass diese Wette platziert wird?
Nein. Verstehen Sie, das Rennen ist heute Nachmittag.
Dann bleibt uns nur eine Möglichkeit.
Und die wäre?
Sie müssen beten, Vater. Sie müssen beten, wie noch nie zuvor.
Und ich werde das Gleiche tun.
Sie müssen dafür beten, dass dieses Pferd nicht gewinnt.
- Dass es nicht gewinnt? - Ja, sie dürfen keine Belohnung für Ihren Fehler erwarten.
Ganz gleich, was passiert, ich sehe keine andere Sühne,
außer den Herrn zu bitten, diesen Sieg zu verhindern.
Dafür müssen Sie mit all Ihrer Macht beten.
Aber das Geld, Exzellenz? Wir brauchen es jetzt so dringend!
Das Geld spielt keine Rolle.
Natürlich haben Sie Recht. Ich werde tun, was Sie sagen.
Wir müssen beten, dass das Pferd... nicht gewinnt.
Seele Christi, heilige mich, Leib Christi, rette mich,
O Herr, ich bitte dich, in Sorge und Reue. Amen!
Vater Amion?
- Ja, Morton? - Sehen Sie, er ist wieder da!
Es ist in Ordnung, mein Sohn, ich verstehe.
- Was verstehen Sie? - Die Sache mit dem Rennen. Sie kommen gerade zurück.
Ja, ich bin gerade zurückgekommen.
Und dieses Pferd, Sally's Pal, hat nicht gewonnen?
Nein, das hat es nicht.
Ich möchte nicht, dass Sie sich dafür verantwortlich machen.
Sie haben auf Ihre Weise das Beste gegeben.
Wenn jemand Schuld daran hat, dann bin ich das.
Ich kann es mir nicht erklären. Es war eine sichere Sache.
Er hat mit vier Längen geführt und dann einfach aufgegeben.
Ich kann es einfach nicht verstehen, eine sichere Sache und sie geht daneben.
Das Dumme ist nur, dass ich den letzten Cent auf Sieg gesetzt habe.
Jetzt bin ich wieder da, wo ich angefangen hab: mit zwei Dollar in der Tasche.
Ich denke, ich kehre wieder zu den Eisenwaren zurück. Was denken Sie?
- Das ist eine gute Idee. - Das denke ich auch.
Sei's drum! Hier ist Ihr Geld!
Mein Geld?
Ja, Sie dachten doch nicht, dass ich Ihr Geld auf "Sieg" setze, oder?
Ich nahm die 599 und setzte sie auf "Platz".
Er kam als Zweiter ins Ziel. Da gab es $8.49,
also haben Sie $2199 gewonnen.
Der Geldgeber macht ungewöhnliche Schwierigkeiten,
wegen der Sache mit dem Pferdekostüm.
Ich erläuterte die arbeitssparenden Vorteile, ein echtes Pferd
für die Arbeit von zwei Männern anzustellen,
aber er ist so entzückt von seinem Wortspiel des Begriffes "Pferdespieler",
dass er darauf besteht, einen Streit mit mir auszutragen.
Ich bin gleich wieder da.
Es wird nur eine Minute dauern, ihn in seine Schranken zu weisen.
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