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(Rock-Musik)
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(Musik)
(Schlaggeräusch)
(Schlaggeräusch)
(Schlaggeräusch)
(Schlaggeräusche)
(Jubel)
(Musik)
(Vogelzwitschern)
(Schlürfgeräusch)
(Schlürfgeräusch)
(Blitzer-Geräusch)
(Motorengeräusch und Blitzer-Geräusch)
(Dramatische Musik)
(Musik)
(Dramatische Musik)
(Quietschende Reifen)
(Wütendes Geschrei)
Sie sind gemeingefährlich! - Herr Laible!
Ihr wartet.
Hosch' Du unsere Bäckerei verkauft?
Was machsch'n Du scho do? - Gell, da glotz'sch.
Den alten Laible auf's Abstellgleis schiebe.
Aber bloß, weil i in Kur beh, hoisst des lang net, dass i nix mitkrieg'.
Walter? Was machsch'n Du scho da?
Nachdem es uns'rem Junior scheinbar die Sprache verschlagen hat,
möchte' i mei' liebe und so loyale Ehefrau froga,
was da hanne los isch'? - Woisch Walter, des...
An wen hosch' Du die Bäckerei verkauft?
Jawoll. Euer Manfred.
(Er lacht.) Kollege.
Von wegen "Alles Gute kommt von oben".
Da kommt er.
Da ist er, Euer Manfred!
He, Sie.
Herr Laible!
Wenn Sie 'ne Bäckerei suchen, die geöffnet hat, einfach mir folgen.
Da komm' i ganz sicher net zu Ihne'! Lieber dät i verhong'ra!
Herr Laible, passen Sie auf den Blutdruck auf!
Ganz ehrlich, is' nicht gut. Wir Bäcker müssen doch zusammenhalten.
Für die Gemeinschaft.
Ausgerechnet Sie nehmet des Wort Gemeinschaft in d'r Mund.
Seit Sie sich in Schafferdingen breit g'macht hän,
isch des koi' schwäbisch's Dorf meh', sondern 'n Selbstbedienungsladen.
Sie glauben tatsächlich, ich mache das nur aus Profitgier?
Großes Auto, dickes Haus. - Warom au' sonscht?
Das sage ich Ihnen, Herr Kollege. Es wird Ihnen nicht gefallen.
Weil ich meinen Kindern keine Schulden hinterlassen möchte.
Da hat man eine Verantwortung als Vater.
Herr Laible, Junior, ich glaub', Sie haben da was für mich?
Kuck mal an, oh, das gefällt mir, ne goldene Brezel.
Oh, jetzt kucken Sie nicht so, Herr Laible, bitte.
Mal im Ernst, das tut mir auch weh. Ganz ehrlich.
So wir haben alles im Kasten? -Ich denk, ja.
Toi, toi, toi.
Und! (Er pfeift.) - Toller Auftritt, Herr Frisch.
Walter, lass uns des in Ruhe...
Komm, Ihr hent mi' doch nur in Kur g'schickt,
dass ihr hinterrücks den Familienbetrieb zumacha könnet.
Dei' Arzt hat Di' in'd Kur g'schickt.
Ja, ond Dei Großvater hot die Bäckerei net aufbaut,
bloß dass mir se an so an Fischkopf ond Heckenbronzer verlieret.
Der Fischkopf isch' die einzige Möglichkeit,
wie wir aus den Schulden rauskommen. So sieht's aus.
Der Frisch bricht uns mit seinen Gratisaktionen das Genick.
Und des nicht erst seit gestern.
Dem isch's doch wurscht, ob er mal mehr oder weniger Umsatz macht.
Der geht so lang mit den Preisen runter,
bis mir uns're Sachen verschenken müssen.
Ein kleiner Betrieb mit drei Leuten kann da net mithalten.
Ende, over, out.
Es war 'n Fehler, Dir den Betrieb zum überschreiben.
Der Fehler war, dass ich das ganze Risiko allein getragen hab'.
Was hält mich denn noch hier? Ne Bäckerei ohne Zukunft?
Mei' Beziehung hat schon längst des Weite g'sucht.
Single und pleite auf'm Land! Subb'r Sach!
Aber woisch, was des isch? N Around-the-world-Ticket.
Des konnt' ich mir grad noch leisten
von den paar Kröten, die vom Verkauf übrig geblieben sind.
Ja, die Jugend von heut', vo' de' Probleme davo' laufa.
I lauf net, i flieg!
Und wissen Se, was des isch? Des isch auch ein Ticket.
Aber für Nötigung im Straßenverkehr.
Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit,
Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer,
Missachtung diverser Beschilderungen.
(Leichte und leise Musik)
Ganz liebe Grüße an Gertrud. - Danke.
Kamm'r Ihr Kartoffeltrüffelbrot mit Haselnussmehl
au mit Woizamehl macha, oder muss des Haselnuss sei?
Jenny, Mensch. Lassen Sie einfach Ihr Bauchgefühl sprechen. Wunderbar.
Ganz viel Freude beim Backen. Ja? Wunderbar.
So, für?
Die, die Du gestern versetzt hosch! - Gerne.
Maria? - Wieder mal.
Das müssen wir doch nicht hier.
Seit wann kann'sch Du eigentlich backa?
Tschuldige. Entschuldige.
Maria, da ist mir diesmal ganz was Dringendes dazwischengekommen.
Ah, ja? Wie hieß sie denn?
Baby, wie wär's, nur Du und ich heute abend, Spielbank Stuttgart?
Wir feiern meinen Triumph über die Laibles. -Ins Casino?
Weiß gar net, ob ich da ein passendes Kleid für hab'.
Baby, entschuldige, Du siehst immer umwerfend aus.
Ich könnt' des Schwarze...
Absolut perfekt. Sieht wunderbar aus.
Danach gibt's noch ein paar private Backstunden. Hä!
Do hätte' mir von de' Rompfinger Landfraua aber au Interesse dran.
Ja, wahnsinnig gern... Hab ich gar keine Zeit.
Tut mir wirklich vollkommen leid. Oh, guck mal, is' schon viere.
Ihr Lieben, Euer Manfred hat jetzt einen Termin und muss jetzt los.
Ich hab Euch allen ein schönes Exemplar signiert. Euer Manfred.
(Musik)
(Hammerschläge und empörtes Getuschel)
Ruhe!
Also kurz, wer dafür isch, dass die Großbäckerei Frisch
die Baugenehmigung für das Werk 2
und somit über 300 Arbeitsplätze nach Schafferdingen kommet.
Hand hoch.
Wir alle wissen ja, was das für unseren Ort bedeutet,
wenn der Frisch sich entschließen sollte, den Standort zu wechseln.
Was wir ja vermeiden wollten.
Da es als also keine Gegenstimmen gibt...
(Lautes Klopfgeräusch)
(Ruft:) Handwerk stirbt! Gier verdirbt! Handwerk stirbt!
I glaub, da hat einer was dagega.
(Ruft:) Handwerk stirbt! Gier verdirbt! Handwerk stirbt!
Jetzt reicht's langsam, komm, gang weiter!
Vom Schiller über'n Häcker bis zum Helmut Palmer.
Ja, muss m'r erscht ins G'fängnis oder außer Landes,
dass sich ebbes ändert?
An guder Schwob isch selten zahm. Des isch a freies Land.
I loss m'r von nix und niemand 's Maul verbieda!
Kann'sch Du jetzt bidde des Zorndeifel-Theater lasse?
Des isch der Marsch der Entrechteten.
Des isch Guerilla-Strategie!
Ich seh' hier bloß an stura Brüll-Ochs, der sich und sei Familie
vor versammelter Dorfgemeinschaft lächerlich macht.
Woisch, Walter, Recht haben und Recht bekommen send zwoierlei.
Und auch wenn Du's net höra willsch':
Dein Sohn Florian will nemme, Du darfsch nemme
und i, Walter, i kann nemme.
Wenn Du hier weiter d'r Che Guevara mach'sch,
sen mir zwoi geschiedene Leut'.
Ja, i hab nämlich d'Schnauze voll. Vom Krieg und von der Revolution.
Kapiert? Ade! Che!
(Musik)
Komm jetzt!
Was ist denn jetzt?
Jackpot!
In your face.
Freunde der Blasmusik. Na, Baby.
Ich hol uns mal was zum Trinken. - Wunderbare Idee.
Für Sie, Sir. -Vielen Dank!
Ein letztes Spiel?
Ich habe genug heute abend! Herzlichen Dank!
Schnelles Spiel, schnelles Glück?
Bitte.
Kennen wir uns irgendwoher?
Möglich.
Was wird gespielt?
Texas Hold'em. No limit.
Big-Stack oder Short-Stack?
Bei mir immer Big-Stack.
Ich komm' schon noch drauf, woher wir uns kennen.
Ich glaube, Sie haben ein lausiges Paar, Herr...?
(Englisch:) Manfred.
Hold.
Ich glaube, Sie bluffen. Zweien oder Vieren. Höchstens!
Wissen Sie, wann es einer Frau möglich ist,
mit einem Spieler zusammen zu sein?
Wenn er ein Gewinner ist.
All In!
Madame spielt All In.
Call.
Full House.
Full House, Asse über Könige.
Das ist für Sie. Zahlen Sie es mir aus?
Sehr gerne, Madame!
Auf Wiedersehen, (gehaucht:) Manfred.
Sie können doch jetzt nicht aufhören.
Man soll immer aufhören, wenn man am Gewinnen ist.
Sie müssen mir Revanche geben.
Revanche? Sie wollen Revanche?
Ich kenne ein exzellentes, kleines Restaurant
hier gleich um die Ecke.
Das wird der Dame hinter Ihnen nicht gefallen.
Welche? Maria!
Das ist aber nicht...
(Musik)
Morgen, Papa, wie war's gestern im Casino?
Hast Du die Bank gesprengt?
(schreit) Sie müssen genau hier langlaufen?
Okay, schon verstanden...
Wen haben wir heute?
Herr Müller, wegen des Trikot-Sponsoring vom Sportverein.
Soll ich absagen? - Im Gegenteil! Kann er haben.
Okay.
Dann eine Frau Krempel vom Obst-und Gartenbauverein.
Will eine neue Bewässerungsanlage. Selbstverständlich, machen wir.
Ein Herr Seibold vom Verschönerungsverein.
Will Geld für ein modernes Kunstwerk am Kreisverkehr?
Peanuts, kann er haben. Sonst noch was?
(Krimi-Musik)
Hast Du über meinen Vorschlag nachgedacht?
(Genervt:) Lena... Dich ins Management zu holen?
Ja! Wo ist das Problem?
Ich hab mein Jura-Examen schon lang in der Tasche.
Ich kenn den Betrieb, und jünger werd' ich auch nicht.
(Störungsgeräusch)
Weißt Du, warum der Müller von mir seine Trikots bekommt?
Und die Krempel ihre Bewässerungsanlage,
der Seibold sein bescheuertes Kreisverkehr-Kunstwerk?
Weil der Müller über die Änderung der Bebauungspläne mitentscheidet.
Und weil die Stimme der Krempel in Schafferdingen viel Gewicht hat
und weil der Seibold beste Kontakte in den Landtag hat.
Lena, deshalb hole ich Dich nicht ins Management.
Weil Du keine Ahnung von Vetterleswirtschaft hast.
Wenn Dir Deine Vetterleswirtschaft mal nicht um die Ohren fliegt.
Nein, Lena! Sie hilft mir bei der Expansion.
Mit der Expansion würde ich warten.
(Dramatische Musik)
Weißt Du, Manfred, ich versuche, mir die ganze Zeit vorzustellen,
was Du hier eigentlich treibst?
Soll ich Dir was verraten? Ich weiß es nicht.
Das ist ein Schmierblatt.
Und ins Netz hast Du es auch schon geschafft.
50.000 Klicks!
Gratuliere.
Woher soll ich wissen, dass der...
Von Deinen Negativschlagzeilen ganz abgesehen.
Das Schlimmste ist, dass Du Unsummen in diesem Kaff versenkst.
Für Wahlkampf, Kultur.
Von Deinen ruinösen Gratisaktionen ganz zu schweigen.
Du, das ist hier doch kein Wohltätigkeitsunternehmen.
Das ist Strategie, Vater.
Wenn Du schon nicht in der Lage bist,
diesen Betrieb ordentlich zu führen, dann hol Dir doch wenigstens Hilfe.
Ich habe selten eine so schlampig auffrisierte Bilanz gesehen.
Aber damit ist jetzt Schluss. Ich verkaufe die Firma.
Das kannst Du gar nicht, das ist ein Familienunternehmen.
Das war ein Familienunternehmen.
Bevor Du es zu einem lächerlichen Instrument
Deiner Eitelkeit gemacht hast.
Was ist das?
Deine Verzichtserklärung und der Abfindungsvertrag.
Herr Frisch? (Beide:) Ja?
Herr Frisch Senior, Ihr 08.15-Uhr-Termin ist da.
Ja, soll reinkommen.
Oh, Entschuldigung.
Ich wusste nicht, dass hier eine Familienkonferenz tagt.
Gnädige Frau, ich freue mich.
(Musik)
Ich habe doch gesagt, das wird Ihrem Sohn nicht schmecken.
Darf ich vorstellen, die künftige Besitzerin.
Kassandra von Ohndorf.
Kassandra.
Herr Frisch?
Hamburgs 1. Bürgermeister.
Ja, ja, ich komme. Entschuldigen Sie mich.
Na, Du alter Süßwasserpirat. Was kann ich denn für Dich tun?
Warum hast Du mir nicht gleich gesagt, wer Du bist?
Weil Du so sicher warst, dass Du noch drauf kommst. Manfred.
Du bist doch nicht hier, um Spielchen zu spielen.
Was willst Du? - Ich investiere.
Nein. Du willst Dich an mir rächen! - Ja, Du hast recht.
Ich will Rache, ich will, dass Du am Boden liegst und um Gnade winselst.
Kassandra, das ist 25 Jahre her. - Für Dich vielleicht.
Ich war jung, ein Idiot. Mag sein. - Ein Feigling.
Dann hau mir eine verdammte Torte ins Gesicht. Was willst Du?
Zumachen.
Ich werde Deine Produktion hier vor Ort schließen.
Das gesamte Filialnetz übernehmen.
Ich werde den Namen Frisch von der Landkarte tilgen.
Ich werde dafür sorgen, dass von Dir nichts übrig bleibt.
Du willst die Verträge sicher juristisch prüfen lassen.
Lena? Dein Vater braucht Deinen juristischen Rat.
Ja, ich habe Deine Tochter
mit der notariellen Regelung der Angelegenheit beauftragt.
Du hast Dich kaufen lassen? Du hast mich verraten.
Ich hab Dich nicht verraten. Du hörst mir ja nie zu.
Nimm die Abfindung, Manfred.
Damit kannst Du dann weiter den barmherzigen Samariter spielen.
Oder der Welt weismachen, dass Du was vom Backen verstehst.
Na, vielleicht bringt Dir ja Frau von Ohndorf das Nötige bei.
Immerhin ist sie die amtierende Back-Weltmeisterin.
Vater, es geht ihr überhaupt nicht ums Unternehmen.
Junge, es tut mir leid. Ich habe einen großen Fehler gemacht.
Verzeih' mir. Ich hätte Dich nicht zum Geschäftsführer machen dürfen.
Ich hoffe, Du bist stolz drauf,
was Du aus unserem Familienunternehmen gemacht hast.
Welcome to the familiy.
Entschuldigung.
(Tür knallt.)
(Getragene Bläsermusik)
(Er schreit.)
(Ziegen meckern, er lacht.)
(Leise:) Papa? Papa?
(Er stöhnt.)
Kaffee? - Lass mich in Ruhe!
Verräter! Allesamt.
Komm, ich bringe Dich nach Hause. - Kann ich sehr gut alleine.
Ich helfe Dir. - Du willst mir helfen?
Ja, hilf Du lieber Deinem Großvater,
unser Familienunternehmen unter die Erde zu kriegen.
Kassandra von Ohndorf fehlen 15 Mio.
Sie trifft sich in fünf Tagen mit zwei Investoren,
um die Lücke zu schließen. - Es interessiert mich nicht!
Was?
Fräulein, ich unterschreibe Dir Deine Rücktrittserklärung.
Kein Problem. Ich bin fertig hier.
Du gibst also tatsächlich das Familienunternehmen auf?
Weißt Du was?
In einer Sache kannst Du von Deinem Konkurrenten Walter Laible
wirklich noch was lernen.
Der kämpft mit jeder Faser seines Körpers für seinen Familienbetrieb.
(Traurige Musik)
Du kann'sch doch net d'r ganze liebe lange Tag
vor'm Fernseher sitza und "Eisenbahnromantik" gucka!
Mei Frau hot mir auf'm Marktplatz mit Scheidung droht,
wenn i koi Ruh' geb. Und jetzt geb i a Ruh.
Hier zerfällt die Familie, und Du fähr'sch mit'm Bähnle durch Indonesien.
Indien!
Wo i was g'macht han, hot's g'hoißa, halt Dei' Gosch.
Und wenn i mei Gosch halt, hoißt's, mach was.
I han immer denkt, i hätt' an Bäcker g'heiratet, koin Kindskopf.
Aber bitte, fahr Du no weiter mit Deim Bähnle durch Indonesien.
Indien.
Pass bloß auf, dass Dir's Feuer im Kessel net ausgeht.
Des war a Diesellok.
Da isch ja gewaltig Druck im Kessel.
Bin i eigentlich der oinzige,
der sich no für uns'ren alta Familienbetrieb interessiert?
I woiß bloß, dass au a Diesellok irgendwann aufs Abstellgleis kommt.
Und soll ich Dir was sage, Walter?
Auf'm Abstellgleis muss mr's nemme mit dene Jonge aufnehma.
M'r ko oifach gucke, wie die Züge unter Volldampf fahra,
ohne dass m'r selber unter Volldampf steht und irgendwann explodiert.
Ausbrennt. Kann'sch ja a Lied davo' senge.
Post von meiner Mutter.
Die Drei hens richtig g'macht. Weit weg von Schafferdingen.
Vom Häberles Hermann sei'm Blindmacher war leider nix meh' do.
Des isch der Familienschnaps vom Theo.
Hör m'r uff mit dem Wort Familie, i ko's nemme höra.
Woisch, was des Blede an Familie isch?
Dass m'r nie woiß, wann se oi'm in d'r Rücka fallet.
Dass m'r sich aus Familie net raushalten kann. Prosit.
(Er hustet.)
Und manchmal haut Di' Dei Familie au um.
I glaub', i muss wieder zurück in'd Kur.
(Gitarrenmusik)
Manfred.
Woher hast Du das?
Dein Vater hat Dich etwas gefragt.
Ich hab es gekauft.
Von Deinem Taschengeld?
Ja.
Weißt Du, was passiert,
wenn man sein Geld sinnlos zum Fenster rauswirft?
Nein.
Ja,dann steht man irgendwann vor dem Nichts.
Manfred, Du musst nicht Kuchen oder Brot backen können.
Lernen musst Du das Verkaufen!
(Gitarrenmusik)
Frisch.
(Sirenenläuten)
Bitte legen Sie jetzt nicht auf!
Frau Schätzle, weil Sie die Beste sind.
Ha, des kann scho' sei. - Gewinnerin Jugend forscht,
Absolventin Informatik Uni Karlsruhe. Jahrgang 1971.
Stipendium MIT, Massachusetts Institute of Technology.
Isch scho' lange her.
Bitte.
Ich muss no' Brutterbrezla schmiere
für d'r Empfang vom Herrn Bürgermeister.
Frau Schätzle, ich flehe Sie an. Für Schafferdingen.
Frau Schätzle, hen Sie no' an Bäbb? Tschuldigung.
(Lustige Musik)
Ah, Herr Laible.
I han gedacht, Sie hättet uns verlasse.
Ah, dringend's G'schäft. - Ja, wem sagen Sie das.
Aber wir könne uns ja glücklich schätze,
dass wir beide noch in gut geführten Familienunternehmen schaffet.
Gell, Herr Laible.
(Plätschern)
(Klopfen)
Frau Laible.
Kommen Sie!
Wenn des wieder oine von ihre hinterhältigen Machenschaften wird.
(Tür quietscht.)
Uschi!
Karl!
Lotte!
Ja, was?
Bitte, vertrauen Sie mir.
I glaub', i komm lieber a and'res mal wieder.
Frau Laible, kommen Sie bitte! Hören Sie mir zu, setzen Sie sich!
Hock Di no Marga, es könnt' interessant werda.
Der Herr Frisch will, dass wir ihm helfen, seine Firma zurückzukaufen.
Wieso wellet Sie Ihre eigene Firma kaufa?
Die Firma gehört mir nicht mehr.
Sondern?
Kassandra von Ohndorf.
Wer bitte isch Kassandra von Ohndorf?
Eine üble Heuschrecke.
Was i net so ganz versteh', Herr Frisch,
warum sollen wir Pest gegen Cholera tauschen?
Warum sollet mir Ihnen helfen?
Ich mein', was soll sich schon groß ändern?
Sie, Frau Wammer. - Stammer. Isch jetz' aber egal.
Profitieren doch schon seit über einem Jahr
mit Ihrem Friseursalon von meiner Rabatt-Aktion.
Ohne mich, wieviele Kunden hätten Sie in der Woche?
Drei? Vier?
In der Rompfinger Shopping-Mall gibt es allein drei Friseure.
Die sind billiger als Sie.
Herr Bürgermeister.
Nicht nur, dass ich Ihre Wiederwahl sehr großzügig unterstützt habe,
Ihre Kasse ist so leer, dass Sie mich um Geld
für Ihr komisches Ziegenfest angepumpt haben.
Des Fest isch wichtig.
Hier geht es um den sozialen Verbund unserer Bürger.
Das ist ja wunderbar, wo wir gerade bei was Sozialem sind.
Wer saniert denn gerade Ihr marodes Schwimmbad? -Sie.
Und wer stattet den Sportverein mit Trikots und Sportgeräten aus?
Sie. -Und wer... - Ich glaub, mir hen's verstanda.
Der Punkt?
Der Punkt ist, dass es mit meinem Sponsoring hier ruckzuck vorbei ist,
wenn Kassandra von Ohndorf die Produktion schließt
und über 500 Arbeitsplätze verloren gehen.
(Rhythmische Musik)
Und wie wollen Sie das verhindern?
Nicht ich. Sie!
In drei Tagen treffen hier zwei Investoren ein.
Nummer 1, Leonhardt Funkhauser. Ihr Terrain, Herr Bürgermeister.
Terrain?
Er hat einen Spleen, wie Sie, kleine Miniaturen.
(Rhythmische Musik)
Ihr gemeinsames Hobby ist quasi Ihre Hintertür.
Und Sie, Frau Laible, brauche ich für Nummer 2. Alfons Huber.
(Rhythmische Musik)
Meine Recherchen haben ergeben,
dass Huber über eine umfangreiche Sammlung an Meisterwerken verfügt.
Ja, also, was hab' i mit Kunst zu tun? - Ja, gut. Jetzt weiß ich...
Nach meinen Informationen ist es...
I hab amol 'n Volkshochschulkurs in Aquarellmalerei g'macht.
Des war's no aber au' mit Kunscht. - Ja, is' gut, muss reichen.
Un was isch mei Rolle?
Sie, Frau... - Stammer.
Sind das Backup.
Des hat sich mein letzter Mann au denkt. Backup.
Ihr Job wird also sein, die Investoren davon abzubringen,
meine Firma zu kaufen.
Mir?
Der Herr Bürgermeischter, Lokalpolitiker.
Marga Laible, eine Bäckereifachverkäuferin
und meine Wenigkeit, eine Friseurin.
Mir sollet zwei g'standene Geschäftsmänner
davo' abbrenga, Ihr Unternehmen zom kaufa.
- Ja, warum geh'n Se net selber zu dene Herren
und bringet se davo' ab. - Weil mir keiner glauben würde.
Weil die Herren wissen, dass ich niemals verkaufen würde.
Auf die Schapsidee muss ebber z'erst mol...
Sie haben während der gesamten Mission Alkoholverbot.
Ich brauche keine Schnapsdrossel.
Ich brauche Eiferer, Verfechter, Mitstreiter.
Ich brauche Helden.
Warum g'rad mir?
Weil wir, Frau Rammler... - Stammer.
Zusammen ins Bett geh'n.
Uschi?
Marga, ich versichere Dir, ich...
Also, im Klartext.
Sie helfen mir, ich sponsere weiter Ihre Karrieren.
Und gemeinsam retten wir Schafferdingen.
Von wo Sie die Laibles erfolgreich vertrieba hän'.
- Läsch' uns jetzt hänga? - Es geht ums Große Ganze, Marga.
Frau Laible, bei meiner Vater-Ehre.
Wenn Sie mir helfen, bringe ich Ihnen Ihre Familie zurück.
Gut. Super. Toller Plan.
Ganz großartig. Bloß oi' blöde Frog': Wie soll des ganga?
Wie kommt man in die Carnegie Hall?
Indem man nach London fährt... - Üben, üben, üben.
(Lustige Musik)
Lektion 1, Verhandlungspsychologie.
Wir brauchen einen Einsatzwagen.
Sehen Sie den schwarzen Van da vorne?
Der ist mit 10.000 Euro ausgeschrieben.
Ich möchte, dass Sie den für 5.000 Euro erwerben.
Mir zeichnet die Verhandlung zu Übungszwecken auf.
(Dynamische Musik)
Herr Bürgermeister. Wie geht's Ihne'?
Danke, gut.
Bäm.
Erster Fehler.
Eine Studie hat ergeben, dass, wenn ein Befragter mit "gut" antwortet,
er sieben Mal häufiger die Hilfe des Fragenden annehmen wird.
Sowas ist Teil der "Foot-in-the-door"-Technik. Gut.
I schau mi' bloß a bissle um.
Was han I denn?
Sie haben sich längst verraten.
Erstens schauen sich die wenigsten Autoverkäufer "bloß a bissle um".
Und Sie schauen überproportional oft auf das Objekt Ihrer Begierde.
Des tu' i net!
Herr Pfleiderer, unter uns. Entre nous. D'r Bus, oder?
Scho', aber i han bloß 5.000 Euro.
Bäm.
Was han i denn jetzt scho' wieder falsch g'macht?
Kardinalfehler. Weiß es jemand? Anybody? Meldungen.
Sie haben ihrem Verhandlungspartner bereits Ihr Maximum genannt.
Ja,und?
Und. Sie sind gut.
Maximum heißt für den Verkäufer,
dass der Käufer immer noch Spielraum nach oben hat.
Außerdem bieten Sie dem Verkäufer eine Alternative an.
Wenn Sie jetzt keine 10 oder so ausgeba wellet,
es gäb' da auch 'ne Alternative.
So.
Und jetzt schauen Sie sich mal die Körperhaltung des Bürgermeisters an.
Was isch'n jetzt mit meiner Haltung?
Darf ich vorstellen? Mister unentschlossen.
Ha, deswegen isch er ja Politiker.
Hm, und hier? Misses Unsicher.
So, Freunde.
Das hier.
Und das hier sind schwache Posen, sogenannte "Low Poses".
Was wir brauchen sind Power Posen.
In einer Pose wie dieser hier steigt der Testosteronspiegel
in zwei Minuten um 20%.
Macht Sie weniger stressanfällig und risikobereiter.
Was isch des?
Ihre neuen Lebensläufe.
Auswendig lernen!
(Lustige Musik)
Freunde, kommt, zack, mitschreiben!
(Lustige Musik)
Power! So kommt die Brust raus.
Aber fahret Sie net wie'd Sau.
(Er stöhnt.)
Des ist alles arg verspannt!
Koi Wunder, dass Sie schnaufet wie a alt's Bähnle am Hang.
Sie sollet nemme so schwer arbeit'.
Des hat sich sowieso erledigt.
Ruhestand? -Verfrühter.
Mein Jonger hot's Familienunternehmen verkauft.
Ach, Familie.
Meine Eltern han ein kleines Restaurant. Hätt' i übernehme könne.
Aber moinen Sie,
mein Vater wäre hier in Deutschland mit 63 in Rente ganga?
Er erklärte Ihnen bis zu sei'm letzta Schnaufa,
wie man was, wieso, weshalb macht,
und warum man das immer so g'macht hat und net andersch.
Ja, aber igend ebber muss des dene Jonge jo beibrenga.
Wellet Sie mit ebber schaffa,
der wo ständig meint, er wisse alles besser.
I will bloß no mei Ruh'!
Ja, aber wie soll man sich weiterentwickle,
wenn man net m“ der Zen geht.
Wenn i Sie wie vor 50 Jahr massiere tät, dann tät sich des so anfühle.
Aua. Des isch ja Folter.
Sehen Sie. Früher man denkt immer, man musse richtig wehtue.
Viel hilft viel. Aber jetzt Vergleich!
Des tut gut.
Ja, isch unterwegs.
Das passt einfach nicht.
Net in d'r USB, des isch doch HDMI!
Ach so.
Ja, gut, das weiß ich selber.
I wär' jetzt soweit! - Test, Test, Test.
Hier spricht Manfred Frisch. Es geht los.
(Triumphierende Musik)
Und was, wenn des schief goht?
Und wenn m'r uns doch erkennt?
Und wir uns hier zum Affa machet?
I glaub', dene goht's Zäpfle nonter.
Bürger von Schafferdingen.
Jeder hat Angst vor seiner ersten Schlacht.
Und wenn nicht, ist er ein verdammter Lügner.
Aber ein wahrer Held kämpft, obwohl er Angst hat.
Tapfere Schwaben, als einer von Euch, flehe ich Euch an, kämpft!
Gegen das Joch der Sklaverei.
Schwaben, kämpft gegen diesen skrupellosen Kapitalismus
einer Kassandra von Ohndorf, Schwaben, kämpft für die Freiheit!
Sie müsset des Deng da scho ei'stecka,
wenn Sie wellet, dass die Leut Sie höret!
Hen'd Ihr au so a bleds Rauscha uff'm Ohr?
(Summen im Lautsprecher)
Also, i find, mir zieh'n des jetzt durch.
Des isch mal a Ansage.
(Rockmusik)
(Lustige Musik)
(Lustige Musik)
Also, i könnt' jetzt wirklich dringend an Schluck vertraga.
Er kann Di höra, Uschi.
Er kann Sie hören, Frau Jammer.
I kann immer no net glauba,
dass i dem Frisch zu seiner Firma z'rück verhelf.
Er kann Dich hören, Marga.
So, jetzt Achtung an alle. Es beginnt Phase 1.
Foot in the door!
Danke, aber die Dame nimmt a Flasche Wasser.
Aber die teuerschte Flasche.
So und als Vorspeise tät i gern, wartet Se g'schwind...
Das Rindercarpaccio mit Trüffel.
Und bringet'Se uns bitte Ihren besten Rotwein.
Geht alles auf'd Firma, wisset'Se. - Ich sagte doch, keinen Alkohol!
I han doch bloß b'stellt. Wer hot denn g'sagt, dass i den au trink?
Jetzt müsset m'r bloß no an "Foot-in-se-door" kriega.
Ohne, dass m'r uns den ei'klemmet.
Sie entschuldigen mich für einen Moment?
Selbstverständlich! Bitte!
Des isch Dei' Chance, Karl.
Für Schafferdingen.
Das ist nie im Leben ein 30 Jahre alter Calmore, mein Freund.
Das ist ein Fünfzehner Balmore.
Schauen Sie noch mal genau auf die Flasche. Calmore, nicht Balmore.
Ach, kommen Sie mit. Kommen Sie. Komm.
So, jetzt werd' ich a amol meine Kunschtkenntnisse an d'r Mann brenga.
Ach, dass i noch mal d'r Schwäbische Vamp geb', ha?
Wer könnt' so'm Klasseweib wie Dir scho' wiedersteha?
Ooch, der Walter bringt des fertig.
(Lustige Musik)
Sehen Sie, Frau Schätzle,
so macht man aus 'ner Gurkentruppe eine Einsatztruppe.
Vorbereitung ist alles.
Wissen Sie, junger Mann,
andere hängen sich Picassos und Vermeers an ihre Wände.
Ich sammle Meisterwerke der Destilierkunst.
Single Malts. Ah, da ist ja das gute Stück, jaa.
Das ist ganz was Fantastisches. Schmeckt nach Zimt und Ingwer.
Und'? Hammer Kontakt'?
Do hot oiner (zusammen:) "net sauber recherchiert".
Was heißt, net sauber recherchiert?
Der Funkhauser isch schwul!
Und den Herrn Huber
interessieret keine alten Meischter der bildenden Kunscht,
sondern ausschließlich MeischtenNerke der Deschtilierkunst.
Also, wer könnt' sich mit alkoholische Getränke wohl am beschta auskenna?
Schon gut, Frau Gammer.
Hiermit ist das Alkoholverbot offiziell aufgehoben.
'HP-.
(Lustige Musik)
Was mach' m'r denn mit dem Funkhauser?
Oh, noi, noi, noi.
I weiß doch net, wie m'r fremde Männer o'spricht.
Oh, komm, jeder fängt mal kloi'o!
I kann net flirta, scho gar net mit ma Mo.
Nobody is perfect.
Stell Dir doch oifach vor, es wär' der George Clooney.
Was soll mir des bitte helfa?
Naja, gut. Also in Deinem Fall Marilyn Monroe.
So viel Fantasie han i net!
Komm, für Schafferdingen!
(Stöhnt:) Ach, für Schafferdingen.
(Lustige Musik)
Oh, n' Calmore. Des isch aber a fei's Fläschle.
Whisky-Kennerin?
Hm ja, der Name Calmore isch'n Begriff.
Nur wenige nutzen American White-Oak-Ex-Burbon-Fässer.
Und exklusive Sherry-Fässer vom Gonzalez Rodriguez.
Kommen Sie, gnädige Frau, setzen Sie sich zu mir. -Aber gern.
Wissen Sie, ich habe nämlich gerade
einen fantastischen MacCellan Gordon und MacMail Vintage 1981 bestellt.
Die sind hier sehr gut bestückt. Ich übrigens auch.
Mit Whisky.
(Er lacht.)
Was für eine Aussicht, nicht?
Äh, ja.
Oh, Feuer?
Nein, danke, ich bin Nichtraucher.
Ich dachte nur, wegen der Zigarre.
Ach so, die han i ganz vergessa.
Sind Sie geschäftlich hier oder privat?
Ich? Äh, ja. Wir.
Gefallen Sie. Suchen Sie Gemeinsamkeiten.
A Tagung. Modellbau.
Ja. Was Sie nicht sagen.
So was wie Eisenbahnhäusle.
Ich bin ebenfalls großer Miniaturliebhaber.
Was Sie nicht sagen.
Das hier ist was ganz Besonderes. Ein MacMillen-Master.
Aromen von Ingwer, von Muskatnuss, Zimt und Nelke.
Lang, voll und seidig im Abgang.
Nur was für echte Genießer. -Ja.
Hier.
Das wird Sie umhauen.
Ist sie nicht wunderschön?
Drei Stockwerke. Garniert mit einem Kranz von Himbeeren.
Ich hab' noch Bilder aus meiner Sammlung. -Ja, doch.
Möchten Sie selbst mal?
Oh, ja. Gib mal her.
Es tut so gut,
sich mal mit einem Seelenverwandten so schön austauschen zu können.
Dann darf ich jetzt einen Trinkspruch aus Verdis "La Traviata" anbringen.
Sauf'sch, schtirb'sch, sauf'sch net, schtirb'sch au.
Also sauf'sch!
Des isch aus Schafferdingen. Proscht.
(Krimi-Musik)
Kassandra ist im Anmarsch. Frau Laible, lenken Sie sie ab.
Verschaffen Sie dem Bürgermeister und Frau Stammer Zeit.
I kümmer' mi' drum.
Oh, oh.
Entschuldigung, das tut mir jetzt aber leid.
Ah. Großartig.
Ich komme selbstverständlich für die Reinigung auf.
Sie hen ja hoffentlich noch a Ersatzkoschtüm im Koffer?
Nein.
Oh, dann müss'm'rjetzt sofort Salz und warmes Wasser auf den Fleck.
Kommet Se. -Ich habe einen dringenden Termin.
Jetzt keine Widerrede. Wir rettet jetzt, was zu retta isch.
Ausschließlich in Eichenfässern
aus den amerikanischen Ozak-Mountains gereift.
Ein 30 Jahre alter Cuchullin Special Dew.
Ach, der...
Wie Sie wissen, gibt es davon nur 1.000 Flaschen.
Klar. Woiß i.
Ich besitze 5 davon.
Fantastisch. Mir isch schlecht.
Jetzt reißen Sie sich zusammen, Frau Stammer.
Sie wollten saufen, jetzt saufen Se.
Wartet Sie kurz. I bin glei' z'rück.
Aber beeilen Sie sich! Ich hab' einen wichtigen Termin.
Der Name der Firma wird Ihnen nichts sagen.
Frisch Unternehmen?
Aber sicher.
Tatsächlich?
Fragen Sie ihn,
ob er von den ganzen immateriellen Vermögensgegenständen weiß,
mit der das Frisch-Unternehmen seine Bilanzen aufpoliert.
(Er schnaubt.)
Heißt des, dass bei Ihnen gar net drin ist, was drauf steht?
Wenn Sie ne Tüte Chips kaufen,
dann ist die auch nicht immer bis ganz oben hin voll. Los!
Was? Essen Sie keine Chips?
Sieht sehr gut aus.
Alfons, wir müssen reden. Sofort.
(Schlürfgeräusch)
So, das nenn ich ja mal nen perfekten Plan, Frau Schätzle.
Gehört der au zu Ihrem Plan?
(Krimi-Musik)
Marga?
Walter, so eine Überraschung. Was machsch'n Du do?
Des frog i Di'! Und was soll'n des blede Kostüm do hanna?
Oh, Walter, des isch kompliziert.
Herr Laible.
Was will denn der Doigaff do?
Hören Sie mir kurz zu.
Beruhig Di' Walter, des isch eine Rettungsaktion.
So?
Karl?
Halt, halt, halt. Du bleib'sch schee do!
Kannsch' Du mir bitte erklära,
was Du verkleidet mit andere Männer im Hotel mach'sch?
Herr Laible, noch mal ganz kurz.
Was machen Sie so lange mit meinem... Manfred.
Frau von Ohndorf?
Herr Frisch? - Ich habe ein wenig recherchiert.
In der ganzen Region gibt es weit und breit
keine Tagung zum Thema Modellbau. - Also, was ist hier los?
Des wüsst' i au gern. - Walter, ich versichere Dir...
Ich möchte gern zu Protokoll geben,
dass das alles dem Herrn Frisch seine Idee war.
Deine Idee? - Oh, Moment.
Dieser Herr hat mir gerade ein paar sehr pikante Details
zu Ihrer Firma, Herr Frisch, verraten.
Sollten die stimmen, Frau von Ohndorf, ich garantiere Ihnen...
Sehen wir uns gezwungen, vom Kauf zurückzutreten.
Aber wenn Herr Frisch ja persönlich anwesend ist...
Natürlich, Du steckst dahinter. Du und diese Person da.
Diese Person isch mei' Frau. - Und Sie sind?
Walter Laible, Bäckermeister außer Dienst.
Dann stecken Sie also alle unter einer Decke?
Ich mit denen? Nein, nein, nein. Das ist ganz einfach.
Der feine Herr Frisch hat sich sehr merkwürdige Methoden ausgedacht,
um Sie zu vergraulen, damit ich das Unternehmen nicht kaufen kann.
Oder täusche ich mich, Manfred?
Da war ja diese ominöse Dame bei mir am Tisch
auch nur ein Ablenkungsmanöver. - Wo isch denn'd Uschi überhaupt?
(Flamenco-Musik)
Lassen Sie uns schnellstmöglich den Vertrag unterzeichnen. -Ja.
Wenn Sie hier fertig sind, wir warten an der Bar.
Ein interessanter Spielzug, Manfred.
Da wären die Herren doch fast auf Deinen Bluff reingefallen.
Ja, ja. Im Leut' an der Nas' romführa,
da isch der Herr Frisch Weltmeister.
Seien Sie einfach ganz kurz ruhig, Herr Laible, ja?
Sie haben gar keine Ahnung. - I halt mei' Gosch, wann i will.
Und i mach se auf, wann i will. Und grad will i.
Walter! Halt Dei' Gosch!
Mach's gut, Manfred.
Ein letztes Spiel?
Manfred.
Selbst wenn ich mit Dir spielen würde, was willst Du denn einsetzen?
Du hast nichts mehr, worum es sich zu spielen lohnt.
Backet Se doch um die Wette.
Ein Backduell?
Ich denke, das ist keine... - Das ist eine sehr schöne Idee.
Komm, Manfred, lass uns die Sache ein für alle Mal regeln.
Der Verlierer räumt das Feld.
Ha, des Duell hen Sie doch scho' so gut wie g'wonna.
Marga.
Schlage Se ein, Herr Frisch. Leichter kommet Se net ans Ziel.
Wer hat denn den Bestseller "Da geht der Teig" g'schrieba?
Was ist los, Manfred? Bluffst Du wieder?
Herr Frisch, Sie wisset doch, was auf'm Spiel steht.
Sie sind alle Zeugen. Und ich will das schriftlich.
Kannst Du haben. Wir sehen uns beim Duell.
Wo ein Frisch ist, ist auch ein Weg, gell?
Beschreien Sie es nicht.
Dass ihr Euch alle net schämet!
Walter. Wart.
Ist gut, ich red' mit ihm.
Herr Frisch, Sie, gell, i wollt' bloß Saga, wega dera Verbindung.
Herr Laible.
Isch ebber g'schtorba?
(Lustige Musik)
Herr Laible.
Ich weiß, Sie sind wieder Ritter in der weißen Rüstung.
Und die gesamte Welt hat sich gegen Sie verschworen. Ganz besonders ich.
Aber jetzt sag ich Ihnen mal was.
Sie wollen ihr Familienunternehmen genauso zurück wie ich.
Noi, will i net. - Doch, das wollen Sie.
Sie leben Ihren Beruf. Sie atmen das Backhandwerk.
Backen ist der Grund, warum Sie mitten in der Nacht aufstehen
und kein normales Leben führen. - Früher a mol. Jetzt bin i normal.
Wenn Sie morgens durch Ihre Bäckerei gehen
und zufriedene Kunden sehen, da geht Ihnen das Herz auf, Herr Laible.
Und wenn Sie das Ganze im Kreise Ihrer Familien tun können,
dann ist es der schönste Beruf der Welt.
Sagen Sie mir, dass ich mich irre. Und Sie sehen mich nie wieder.
Sie irret sich.
(Lustige Musik)
Mein Vadder hält mich für'n Versager.
Wenn ich jetzt mein Unternehmen verliere, dann hat er recht.
Ich hab' mir mein halbes Leben lang was vorgemacht.
Verstehen Sie jetzt, warum ich keine Wahl habe?
Soll i jetzt Mitleid han? - Nein, helfen Sie mir!
Und im Gegenzug gebe ich Ihnen Ihre Bäckerei zurück.
Für wie blöd haltet Sie mi' eigentlich?
Ich helf' Ihnen doch net, Ihr Unternehmen zurückzomkriega,
dass Sie mir des Leba wieder schwer macha könnet,
wenn Se mei' Bäckerei z'rückgeba hän.
Und überhaupt, warum soll i Ihnen denn helfa?
Ich kann nicht backen.
Sie könnet net backa?
Nein.
Koine Brezla?
Koi Brezla, nein.
Net mal'n Kucha?
Auch kein Kuchen.
Net amol...
verhelfen Sie mir zum Sieg, Herr Laible!
Und wir beide bekommen unser Familienunternehmen zurück.
(Gitarren-Musik)
Herr Laible? Hallo?
Vergesset S' es.
Was vergessen?
Backa.
Herr Laible, ich muss in 2 Tagen diesen Backwettbewerb gewinnen.
Sie sind aber net bereit.
Ne, völlig richtig. Deshalb habe ich Sie.
I kann Ihnen net in zwoi Tag' beibrenga,
für was i a Leba lang 'braucht han.
Was ist das jetzt? Ich werde wahnsinnig.
So ein fernöstlich-esoterisch Meister-Schüler-Ding, ja?
Müssen Sie erst meinen Willen brechen,
um mich dann ganz langsam wieder aufzubauen? Wunderbar.
Wenn das hier Ihr didaktisches Konzept ist,
dann kann ich gleich zu meinem Vater gehen. -Also gut. Aufpassa!
(Schnelle Musik)
Wow.
Das ist ein Klassiker. Schafferdinger Duggl.
(Mit vollem Mund:) Ja, ist gut. Muss man sagen.
Also, da isch's Rezept.
Sie nehmet 'n Kilo Mehl, 'n halba Liter Milch,
150 Gramm Butter, 15 Gramm Salz, zehn Gramm Zucker und a Eigelb.
Ja, ist ja gar nicht schwer.
Ja, isch gut. Dann könnet Se's ja nachbacka.
Ich? -Ja.
Sie wellet sich ja mit der Back- Weltmeisterin duelliera, et i.
(Dampflokgeräusch)
(Lok tutet.)
Oh, Tschuldigung. I han net g'wisst, dass Du...
Komm, setz Di' mal her.
Setz Di'.
Kann er's?
Kann wer's?
Der Frisch. Kann'r backa?
Wie komm'sch denn jetzt do drauf?
Ach Walter, i bin net bled.
I woiß, dass ihr Zwoi do im Backhäusle... Kann er's?
Marga, mach D'r koine Sorga, i krieg' des scho' no.
I bin stolz auf Di'!
(Bahngeräusch)
Wauo, wauo, wauo...
(Lustige Musik)
(Stöhnen)
(Fluchen)
(Klirren)
(Stöhnen)
Was? Tschuldigung, so schlimm kann des doch nicht sein.
Wellet Sie die Jury vergifta?
Oh hier, guck mal an.
Boh.
Tja. Brot essa war nie a Kunscht, aber Brot backa.
Aus.
Das war's.
Ich mache mich morgen ja zum Gespött der Leute. Und das ist Ihre Schuld.
Wie, mei' Schuld?
Sie sollten mir backen beibringen.
Hey, Sie könnet ja net amol vom Blatt backa.
Bei Ihne' isch Hopfa und Malz verlora!
M'r muss Ihne' ja bei de' einfachschte Sacha Händle halta.
(Leise erhabene Musik)
Herr Laible, Händle halten!
Händle halten! Das ist die Idee, meine Güte.
Wir werden Kassandra in Grund und Boden backen.
So wahr ich nicht backen kann!
(Getragene Musik)
(Balkan-Musik mit Blechbläsern)
(Beifall)
(Big-Band-Musik)
Ein herzliches Grüß Gott und Willkommen
zu einer Ausgabe von Landesschau Spezial.
(Beifall)
Wer hätt denkt, dass i mir mal wünsch,
dass d'r Frisch alle in Grund und Boda backt.
Wer an Haufa Wind macht, isch no lang koin Wettermacher.
Wir sind mit der Landesschau heute zu Gast in Rompfingen.
Zu einem Duell der ganz besonderen Art.
Es treten nämlich an, die mehrfach preisgekrönte Bäckermeisterin
und amtierende Back-Weltmeisterin Kassandra von Ohndorf.
(Tusch und Beifall)
Gegen den Unternehmer und ehemaligen CEO der Großbäckerei Frisch.
Herzlich willkommen Manfred Frisch.
(Tusch und Beifall)
Herr Frisch?
(Dünner Beifall)
Und bitte begrüßen Sie auch unsere prominente und kompetente Jury.
(Beifall)
Hat eigentlich irgendjemand d'r Walter g'säh'?
Verbindung steht. Schwätze Se mol ebbes!
Test, test.
Herr Kollege, wenn Sie mi höra kennet, bitte lächeln.
(Krimi-Musik)
Und jetzt isch g'nug g'schwätzt.
Wir wollen unsere Meister des Fachs nicht länger warten lassen.
Möge der Bessere gewinnen.
(Beifall)
(Krimi-Musik)
Auf los, Aktion. Mensch, reißet'Se sich z'samma!
Schüssel, Schüssel.
Ja. Genau.
Wieviel?
Nemmet Se fenf.
(Flüstert:) Reden Sie Deutsch mit mir.
Fünf Eier. Fünf.
Und trennet Se des Eigelb vom Eiweiß.
Hätten Sie das nicht etwas eher sagen können?
Ja, Sie müsst' halt zuhorcha!
Schmeckt' s'?
(Krimi-Musik)
Läuft doch. Was jetzt?
(Flüstert:) Mehl, jetzt Mehl, komm.
Gut, stop.
Jetzt Backmischung. Halt, falsch.
Andres. Des Kleinere. Ja.
Nicht alles. Oh, Mann.
Und jetzt Milch.
Ja, genau so.
Sind Sie auch vom Fach?
Wie viel? -A bissele.
Ja, was machet Se denn jetzt?
Sie ham doch gesagt, a bissle.
Da han i net mit Ihne' g'schwätzt.
Dann sagen Sie mir, was ich machen soll.
Frau von Ohndorf, verraten Sie unseren Zuschauern,
was Sie da gerade zaubern?
Das wird ein Mandelmehlbrot
mit Safran, schwarzen Trüffeln, Oliven und einer Geheimzutat.
Hefe. Alles. Und jetzt rühra.
Halt, halt, halt. Eier noch.
(Küchenmaschinen-Geräusch)
(Verzweifelt) Kleinste Stufe.
Wir sind ja unter uns, verraten Sie's mir?
Geheimzutat.
(Schicksalhafter Musikakzent)
Dankeschön. Dann gehe ich noch zu Ihrem Gegner.
Und Sie, Herr Frisch?
Was macht "Dr. Doig", wie Ihre Fans Sie nennen?
(Brummt:) Was mache ich?
(Krimi-Musik)
(Bettelnd:) Jetzt kommet Sie, ein kleiner Hinweis.
Stockbrot.
Stockbrot.
Stockbrot.
Stockbrot?
Sockbrot?
Stockbrot. Einfach und traditionell.
(Dynamische, fröhliche Musik)
(Musik endet.)
Ich glaube die Jury hat entschieden, oder?
Ja, des ham wir.
Der Gewinner ist...
Manfred Frisch.
(Beifall und Jubel)
Und die Jury weiß wahrscheinlich auch, warum.
Ja, ja.
Also wir sind der Meinung, dass das Backwerk von Manfred Frisch
gerade in seiner Imperfektion ein starker Kontrast
zu unserer mehr und mehr digital perfekten Welt darstellt.
Hier trifft Tradition auf Moderne, Klassik auf Pop,
Handwerk auf Innovation. - Herr Frisch, Ihr Pokal. Gratuliere.
(Big-Band-Musik)
Glückwunsch, Manfred. Aber weißt Du, was ich mich frage?
Woher nimmst Du eigentlich das Geld, um Dein Unternehmen zurückzukaufen?
(Big-Band-Musik)
Also, was i mi' ja scho' frog'...
Wo will d'r Frisch eigentlich des Geld hernemma,
um des Unternehmen z'rückzomkaufa?
Ja, stimmt.
Du, weisch' was?
I glaub, jetz' sen mir g'fordert.
(Lustige Musik)
Entweder Ihr Plan ist völlig verrückt
oder genial.
Ich hätt' allerdings eine Bedingung. Sie betrifft Ihren Vadder.
Das macht der nie und nimmer.
(wasserplätschern)
(Er atmet aus.)
Wow, wow, wow.
Sie?
Wenn Sie nicht gefunden werden wollen,
dann sollten Sie Ihre sozialen Netzwerke kappen.
Florian Laible ist hier.
Ich habe Ihrer Mutter etwas versprochen.
Deswegen tun Sie mir einen Gefallen,
stecken Sie ihr Taschenmesser weg und hören mir zu.
Warum sollt' ich Ihne' glauba?
Weil ich nicht den gesamten Weg hierhergekommen bin,
um Ihnen eine Lüge aufzutischen.
Du Florian, wenn D'jetzt jeda Tag kommsch',
no wär's vielleicht g'scheiter, Du holsch' D'r mal a Dauerkarte.
Und mir schließet in 10 Minuten.
(Familie streitet im Gehen.)
(Gitarrenmusik)
Wo bleibt'n der Frisch?
Florian.
Die Welt isch a Dorf.
Und jetzt verrate mir bitte mal,
wie hier das Geld für das Frisch- Unternehmen aufgebracht werden soll.
Ja. - Wir haben Frisch gekauft.
Ja.
Ganz kurz, Sie haben was?
Frisch gekauft.
Sie? - Ja, mir.
Natürlich net alloi.
Darf ich Ihnen Ihre neuen Geschäftspartner vorstellen?
Welche Geschäftspartner?
Ja, gucke Se doch mal aus'm Fenschter.
(Festmusik und Klatschen)
Darf ich vorstellen: Die Partner der Genossenschaft.
Ganz kurz.
Was für eine Genossenschaft?
Mir hättet Dich gern als CEO. Es sei denn, Du läscht uns sitza.
Sie hen's uns doch bei'brocht.
Foot in se door.
Vetterleswirtschaft.
Muschi Sekt'?
Also gut. An so eine Familie muss ich mich zwar erst noch gewöhnen.
Aber Du bist 'ne echte Frisch.
Gut gemacht.
Cheers.
Brauchen Sie den noch?
(Trompetenmusik)
(Klopfen) Ja. Vera.
Da ist ein Paket für Sie abgegeben worden.
Danke. -Gerne.
(verträumte Gitarrenmusik)
(Er atmet tief ein.)
Wir alle wissen ja, dass ich jetzt hänge.
(Gelächter)
(Lustige Musik) Ah, ah, ah.
Schon viele.
Ihr Lieben, jetzt hat der Manfred,
guckt er in eine Leere und weiß nicht, was er sagen soll.
Du gibst also tatsächlich das Familienunternehmen auf?
Von...
Kassandra von Ohn...
(Prustet:) Tschuldigung.
(Gelächter)
Nicht nur, dass ich Ihre Wiederwahl ganz, ganz intensiv...
Ja, das ist ja. Ja, sehr gut, so ist es.
Oh. (Gelächter)
Nemmet Se 80 g Salz, 15 g Zucker und 80 g Hefe.
Und jetzt Eigelb. - War's schon?
Aber des, die Reihenfolge hat nicht g'stimmt.
Och, Walter, des isch kompliziert.
Och, Walter, des isch kompliziert.
Jetzt wird es wild.
Lang, voll und samtig im Abgang...
(Stottert:) Und etwas für besondere...
Halt, stop, stop, stop. - Ah.
Zu spät. (Lachen)
Der Name der Firma wird Ihnen nichts sagen.
Na, und ob. -Ah, nein. -Ach so, scheiße. -Warte, warte...
Entschuldigt, das hängt komplett. Wir müssen uns organisieren.
Wo hängt des?
Trudel, das geht nicht, tatsächlich. Wir hängen. -Es hängt.
(Gelächter)
Des hat sich mein letzter Mann au denkt.
Und ich hänge...
Ich hab mal nen Volkshochschulkurs in Aquarell...
Tschuldigung.
Ihr Terrain, Bürgermeister.
Was kommt denn dann?
Tut mir leid, ich hab's jetzt akustisch.
Ihre Kasse ist so leer,
dass Sie mich um Geld für Ihr Ziegenfest angepumpt haben.
(Gelächter)
Was des Material koschtet.
Joa, und jetzt habe ich eigentlich g'nug g'schwätzt.
(Lausprecherstimmez) Stimmt, danke.
(Klicken) Super, danke, die wars.
Untertitel: Marco Käber und Lea Pagonidis
SWR 2017
Can't find what you're looking for?
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