Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Opa, kein Zutritt für Erwachsene.
Na, da habe ich ja noch mal Glück gehabt.
Na, wie heißt denn die junge Dame?
Camille.
Camille.
Und, äh...
Mag sie dich denn auch? - Weiß nicht.
Also auf jeden Fall würde ich ihr sagen, dass du sie magst.
Das Schlimmste ist, nicht zu wissen, was der andere empfindet.
Ist auch egal. Morgen fahre ich zurück zu Mama und Papa.
Dann sehe ich sie nie wieder.
In den nächsten Ferien bist du ja wieder hier.
Dann seht ihr euch wieder. - Da hat sie mich längst vergessen.
Weißt du, wenn man sich wirklich mag...
...also so richtig, ja...
...dann kann nichts und niemand einen trennen.
Aber man muss dafür kämpfen.
Du darfst nie aufgeben.
Sonst vergisst sie dich wirklich.
Toll. Und was mache ich jetzt?
Ja...
Ich kannte da mal einen.
Der hatte das gleiche Problem wie du.
Aber er gab nicht auf.
Wer? Was hat er gemacht? - Ja...
Da muss dein alter Opa aber mal nachdenken.
Das ist ja schon 'ne Ewigkeit her.
Also...
Womit fangen wir denn da an?
Entschuldigung. Hallo. Ich suche Alexander Hellwerg.
Kulissenbau. Haus 301.
Sag dem Kerl, er schuldet mir 'ne kleene Eule.
Ich weiß, er nimmt den Frachteingang, um mich zu meiden!
Entschuldigung, Haus 301? - Hier geradeaus.
Links, links, links, links...
Hey, pass auf, wohin du läufst!
Na, schöner Mann?
Achtung!
Ruhe bitte, wir drehen!
Läuft. - Und bitte!
Buh! - Buh!
Danke, aus!
Willkommen beim Film.
Leider konnte ich dich nicht abholen.
Siehst ja, was hier los ist. Komm, ich bin in Eile.
Schön, dich zu sehen. - Gott sei Dank bin ich da weg.
Wird dir gefallen hier. Wir drehen acht Filme gleichzeitig.
Auch den neuen mit Beatrice Moree.
Nie gehört. - Oh Mann.
Die Soldaten arbeiten als Kleindarsteller.
Nette Jungs, wenn sie nüchtern sind.
Da sind wir.
Ihr habt ja Durst beim Film. - Komm, pack an!
Das ist Omega.
Für den Weltraumfilm. Sieht später total echt aus.
Jetzt ab an die Arbeit!
Was? - Du fängst gleich an. Nachtdreh.
Ich bin erst angekommen.
Drittes Haus links. Abteilung für Kleindarsteller.
Musst nur rumstehen. Genau das Richtige für dich.
Ausziehen.
Hey, Süßer! Wir lesen dir jeden Wunsch von den Augen ab.
Verehrte Damen und geächtete Herren,
ich präsentiere die Diebin der Sinne.
Mia Lorena!
Halt!
Stopp! Aus, aus! - Aus! /
Ich sage es jetzt noch ein Mal!
Das Licht gefällt mir überhaupt nicht!
Wir brauchen mehr Licht!
Wir machen noch eine Lichtprobe.
Omar, tut mir leid.
Die Beleuchtung ist eine Katastrophe.
Zehn Minuten bitte, ja?
Ich brauche ein Lichtdouble für Omar. Schnell!
Du! Komm! Du bist Lichtdouble, los.
Vite, vite, hier auf die Marke.
Wir haben nicht ewig Zeit. Na, komm schon. So.
Seht ihr das?
Was ist da? Hm?
Nichts!
Da sollte aber was sein. Nämlich ein Scheinwerfer!
Damit der schwarze Pirat nicht völlig im Schwarzen steht!
Also bitte!
Na also.
So, weiter geht's.
Okay. Die beiden stehen sich gegenüber,
schauen sich tief in die Augen.
Er streicht ihr zärtlich eine Strähne aus dem Gesicht.
Und zwischen beiden
entsteht ein magischer Moment.
Und dann küsst er sie.
Und damit ich das sehe,
was brauche ich dafür?
„Licht, verdammt noch mal!
Licht!
Hey, sag mal!
Was machst du denn da? - Was machst du da?
Ich dachte... Sie sagten, der Pirat...
Der Pirat, ja. Nicht du! Du stehst nur fürs Licht da.
Wie kann man nur so blöd sein?
Komm, weg mit dir. Weg, weg! Schafft den Idioten hier weg!
Das Letzte, was ich brauche, ist ein Kleindarsteller,
der zu dumm zum Stehen ist!
So, ich brauche mehr Licht von dieser Seite.
Wo ist er? Wo ist dieser Idiot?
Ich bringe ihn um! - Was ist hier los?
Oh... - Wie lang dauert diese blöde Tanzszene?
Seit einer Stunde warte ich in diesem unbequemen Kleid!
Entschuldigung, Beatrice.
Wir haben ein kleines Problem mit den Kulissen, wie du siehst.
Dann können wir meine Großaufnahmen machen.
Dazu brauchen wir keine Kulisse.
Ja, da hast du völlig recht. - Natürlich.
Einrichten auf Nahaufnahme.
Tanzdouble kann weg.
Komm, weg. Einrichten auf Nahaufnahme.
Löscht das Feuer. - Löschen!
Milou. Lass den Wagen holen. Ich möchte sofort ins Hotel.
Selbstverständlich, Madame.
Madame Morege!
Milou, warte beim Wagen!
Madame Moree, bitte lächeln! - Madame Moree!
Werner, komm hier rüber, komm!
Du hast Beatrice Moree auf den Mund geküsst?
Ja, ich muss sie kennenlernen.
Ich lade sie zum Essen ein. - Das will die halbe Welt, Emil.
An die kommst du nie wieder ran.
Alex, du verstehst das nicht.
Wir hatten heute Morgen schon intensiven Blickkontakt.
Und dann hat sie dich angelächelt. „Nicht direkt.
Aber sie hat so gemacht.
Wahnsinn. Liebe auf den ersten Blick.
Lach nur. Wirst schon sehen. - Mach keinen Scheiß.
Du fliegst hochkant raus.
Ach so, ja. Da ist 'ne Kleinigkeit schiefgegangen.
Herr Generaldirektor.
Herr Generaldirektor...
Ein irrer Kleindarsteller hat die Außenkulisse zerstört.
Gehen Sie sofort an die Arbeit!
Alles wiederaufbauen. - Jawohl, Herr Generaldirektor.
Die Außenkulisse zerstört?
Ein Tag.
Du bist einen Tag hier, Emil. Einen Tag.
Na Ja...
Wir haben's versucht.
Kannst du mir keine neue Arbeit besorgen?
Bitte, Alex.
Ich muss hierbleiben.
Ich mache alles. Egal, was.
Aber ich muss sie wiedersehen.
Er kann auf die Gänse aufpassen.
Die werden von den Russen geklaut und gegessen.
Fehlen schon sechs Stück.
Danke dir. - Da nicht für.
Gänse?
Bitte mach einmal keine Dummheiten. Pass gut auf sie auf.
Wenn ich wiederkomme, sind die bitte noch am Leben.
Beatrice?
Wer ist denn das schon wieder?
Ich will nicht gestört werden! - Madame...
Schick ihn weg! - Ich sehe nach, Madame.
Bonjour.
Madame.
Comme ci, comme ca. Je m'appelle...
Was kann ich für Sie tun?
Hm? -Ich wollte mich bei Ihnen entschuldigen.
Für den, also für... - Ja, den... den Kuss.
Ja, richtig. - Mhm.
Für den halben Kuss.
Die eine Hälfte, Ihre Hälfte des Kusses, die hat Ja gefehlt.
Entschuldigung für den halben Kuss.
Und im Namen der gesamten Filmproduktionsherstellung
herzlich willkommen in den DEFA-Studios.
Es ist uns eine große Ehre,
eine so weltklasse Weltstarin von Welt willkommen zu heißen.
Ich bin schon zwei Monate hier. Und morgen reise ich ab.
Ich...
Madame, bevor Sie morgen abreisen... - Kurze Frage.
Ist da drüben alles in Ordnung? - Ja, natürlich.
Und was ist das? - Äh, Erdnüsse.
Erdnüsse. - Ich liebe Erdnüsse.
Apropos Essen, ähm...
Ich würde Sie gerne zum Abendessen einladen, bevor Sie abreisen.
Sind das deine Gänse? Mein Set ist voller Federn.
Was? Das sind nicht meine. - Emil!
Was machst du mit meinen Gänsen?
Was ist jetzt wieder los?
Ich wollte Ruhe und nun rennen diese Geier hier rum.
Du sollst die Leute wegschicken und nicht quatschen.
Zu nichts zu gebrauchen! - Halten Sie die Klappe!
Meine Güte!
Etwas Respekt bitte. Für wen halten Sie sich?
Also, Herr Beck, Herr Generaldirektor Beck.
Das mit den Gänsen tut mir leid.
Ich hab meine Aufsichtspflicht nachlässig verfahrlässigt.
Fahrlässig vernachlässigt. Zungenbrecher.
Und, Madame Moree...
Alles, was ich Ihnen gesagt habe,
habe ich genau so gemeint.
Jedes einzelne Wort.
Lieber sterbe ich, als hier je wieder zu drehen!
Wagen Sie es nie wieder,
auch nur einen Fuß auf dieses Gelände zu setzen.
Wenn ich Ihr Gesicht noch ein einziges Mal sehe,
dann werde ich Ihr Leben zur Hölle machen.
Na los, komm.
Äh, 'tschuldigung. - Ja?
Ah! - Renn, renn. Schnell, renn!
Stehen bleiben! Bleib stehen, verdammt!
Aus dem Weg!
Ah! - Entschuldigung.
Hm? - Versteck dich.
Wo sind sie?
Sie sind bestimmt hinten raus.
Pst!
Wie heißt du?
Milou.
Und du?
Emil.
Hallo. - Hallo.
Da! Hey! Hey! Da sind sie. Stehen bleiben!
Halt! Stehen bleiben, hab ich gesagt!
Ups.
Los. Unten.
Pscht!
Komm.
Also...
Zu mehr hat die Zeit nicht gereicht.
Aber du magst ja Erdnuss.
Setz dich.
Alors...
Ich hätte dein Missverständnis früher aufklären sollen.
Aber ich musste mich rächen für die ruinierte Tanzszene.
Tut mir leid.
Ach...
Ich fürchte, diese Filmwelt ist nichts für mich.
Na ja, du wolltest ein Abendessen mit mir.
Mhm.
Jetzt hast du eins.
Mmh, guter Jahrgang, oder?
Bon appetit. - Bon appetit.
Mmh.
Mmh. - Gut.
Hier sollten wir öfter herkommen.
Das war wirklich sehr lecker.
Allerdings fehlte ein Trinkspruch.
Du hättest was Romantisches sagen müssen.
Oh, ja, ich...
Ich bin nicht so der romantische Typ. - Nein?
Eher hart und undurchschaubar.
Und... ein bisschen oberflächlich?
Warum sonst willst du mit einer Frau essen, über die du nichts weißt?
Weil du nur aufs Äußere guckst. - Du unterschätzt mich.
Ach ja?
Ja, vielleicht kenne ich dich sehr gut.
Vielleicht. Aber das traue ich dir nicht zu.
Na gut.
Du bist falsch hier, und du weißt das.
Ja. Du bist professionelle Tänzerin.
Und eine verdammt gute noch dazu.
Du hast als Kind irgendein Musical gesehen.
Seitdem träumst du von einer Karriere auf den großen Bühnen.
Aber dafür bist du zu klein.
Du hast für den Schatten von Beatrice
deinen eigenen Traum aufgegeben.
Du verbiegst dich, bis du fast zerbrichst.
Deswegen hast du an dem Tag auch im Auto geweint.
Dass du unfassbar schön bist, ist für mich nebensächlich.
Ich deute die Stille mal so, dass ich nicht falschliege.
Ich überlege, ob ich dir sage, was ich über dich denke,
oder ob es zu gemein ist.
Schieß los.
Erstens: Du bist hier genauso falsch wie ich.
Zweitens: Du weißt es auch.
Drittens:
Du weißt nicht, was du mit deinem Leben anfangen willst.
Kein Soldat trägt seine Uniform mit weniger Stolz als du.
Warum warst du bei der Armee? Ist dir nichts Besseres eingefallen?
Dass die Filmwelt nichts für dich ist, ist offensichtlich.
Und trotzdem bist du hier.
Das Problem ist also die Welt da draußen.
Du fragst dich gar nicht mehr, wo dein Platz darin ist,
sondern ob es den überhaupt gibt.
Weißt du, ich frage mich,
was ist schlimmer?
Ein unerfüllter Traum...
...oder gar keinen Traum zu haben?
Tja... Das war tatsächlich ziemlich gemein.
Du hast nicht mal ein kleines Kompliment eingebaut.
Ich weiß.
Nein.
Ich muss leider schon gehen. Es tut mir leid.
Wie war der Kuss?
Das... kann ich nicht richtig beurteilen.
War ja nur ein halber...
...Kuss.
War akzeptabel.
Jetzt sind wir quitt.
Sind wir nicht. Ich schulde dir noch einen Trinkspruch.
Morgen fliegen wir zurück nach Paris.
Hatte ich recht?
Mit fünf sah ich erstmals „Melodie de la jungle“.
Da tanzt die Prinzessin einmal mit Elefanten, und seitdem träume ich davon.
Das war der Moment. Hatte ich auch recht?
Ich sag's dir, wenn du morgen früh zu Halle 7 kommst.
Ich will dir was zeigen.
Kommst du?
Peut-&tre.
Peut-&tre.
Tut mir leid! - Vorsicht.
Ich bin zu spät, ich weiß.
Kommt nicht wieder vor.
In der Tat, das wird es nicht.
Du bluffst. - Pik-Ass.
Hugenotte, was heißt „peut-&tre'“?
Was machst du hier? - Ein Bier?
Weißt du's? - Vielleicht.
Wie? Weißt du es oder nicht? - Peut-&tre heißt vielleicht.
Peut-&tre heißt vielleicht.
Sagst du mir peut-&tre, was du hier machst?
Lieber Bruder, und wenn es deine letzte Tat ist: Ich brauche dich.
Euch alle. Es geht um Leben und Tod!
Ja, nicht ganz. Aber fast. Seid ihr dabei?
Ey! - Pscht!
Pscht!
Das ist mehr als ein kleiner Gefallen.
Merci.
Bonjour. -Guten Morgen.
Wo soll's hingehen?
Nach Babelsberg bitte. - Zur DEFA?
Genau. - Kenn ick.
Hab schon viele Künstler gefahren.
Was... Was ist da los?
Keine Ahnung.
Entschuldigung. - Zurückbleiben!
Kehren Sie um! - Aber ich muss dringend...
Zurück, sonst schieße ich. - Sie können...
Stehen bleiben! Bitte. Wir haben Befehl, zu schießen.
Fräulein, kommen Sie!
Kommen Sie zurück! Sofort!
„RIAS Berlin, eine freie Stimme der freien Welt.“
Was ist hier los? -„Überall das gleiche Bild.
Stacheldraht und Volkspolizisten.
Es heißt, der Flüchtlingsstrom von Ost nach West mache es nötig,
den Sowjetsektor abzuriegeln...“
Ick fahr Sie zurück. -„Das war RIAS Berlin.“
Peut-&tre.
„Die Volkspolizei hat den Sowjetsektor abgeriegelt.“
Straßen wurden aufgerissen und abgesperrt.
Passieren Sie nicht zu Fuß. Man wird Sie mit Waffengewalt daran hindern.
Auch in Westberlin schützt die Polizei die Grenze.
Es ist unmöglich, nach Ostberlin zu kommen.
Vorsichtshalber raten wir Ihnen,
so bald wie möglich abzureisen.
Ich will weg, ehe hier ein Krieg ausbricht!
Heute geht kein Flug mehr.
Was ist das für ein Mist? Dieses Land macht mich krank.
Herr Generaldirektor,
die Dreharbeiten in sämtlichen Ateliers sind zum Erliegen gekommen.
Kein Mitarbeiter aus dem Westen ist erschienen
und viele aus dem Osten auch nicht.
Da spielen sich Dramen ab.
Was sollen wir jetzt machen? - Das wird uns stärker machen.
Ich vertraue den Entscheidungen unserer Partei.
Wir machen eine Bestandsaufnahme der Arbeitskräfte.
Wir werden auf West-Personal verzichten und neues einstellen müssen.
Guten Morgen. - Morgen. Danke.
Der Wagen steht bereit. - Geh schon vor.
Entschuldigung. Kann in noch mal in Babelsberg anrufen?
Keine Chance. Die Leitungen sind immer noch tot.
Milou! Wir fahren.
Sofort! Ich warte keine Sekunde länger auf dich.
„... Flug 1406 nach Paris.
This is the last call for flight number 1406 to Paris.
All passengers board gate 3.
Please proceed to gate 3.“
Lange Nacht, wa?
Mhm.
Der vorher drin war kommt ja nicht mehr.
Det ist jetzt Ihr Büro?
Hm? - Ist det jetzt Ihr Büro?
Mhm.
Seien Sie doch so gut und sagen mir mal Ihren Namen.
Für det neue Schild.
Äh, Karl...
...Bo... Borgmann.
Det kriegen wa.
„Kommste! Haben gute Medizin gegen Liebeskummer!
Ihr seid frei, los!
Los, lauft! Lasst euch nicht mehr unterdrücken!
Fliegt in die Freiheit! Fliegt!“
„Hier spricht Ihr Kapitän.
Wir verlassen jetzt den Luftraum der DDR.
Sie sind nun in Sicherheit.
In circa zwei Stunden werden wir in Paris landen.“
Wo sind denn alle?
Na, was denkst du wohl?
Keine Ahnung. War eh alles umsonst.
Milou ist nicht gekommen.
Natürlich nicht. Niemand kommt über die Grenze.
Welche Grenze? - Willst du mich verarschen?
Berlin ist im Ausnahmezustand. Die Ost-West-Grenze ist zu.
Barrikaden, Stacheldraht, Soldaten.
Die haben die Straßen aufgerissen. Da kommt keiner mehr durch.
Ja, natürlich.
Ja, natürlich. Das ist es.
Sie konnte nicht über die Grenze.
Ihr Hotel ist in Westberlin. Sie konnte nicht rüber.
Verstehst du nicht, was hier passiert?
Doch.
Sie hat mich nicht versetzt. Verstehst du?
Sie wollte bestimmt kommen. Ich wusste, da ist was faul.
Ich wusste es.
Natürlich! Bestimmt wollte sie kommen. Ich wusste es.
Die Leitung ist unterbrochen.
Ich muss zu ihr. - Emil!
Du kannst nicht mehr in den Westen.
Und sie sitzt längst in ihrem Flieger.
Sie ist weg.
„Warum hast du sie nicht per Handy angerufen?“
Na ja, w... Wieso denn ich?
Opa, ich bin doch nicht doof. Du redest doch über dich.
Ach ja...
Warum hast du ihr keine WhatsApp geschickt?
So was gab es da noch nicht. - Krass.
Bist du nach Paris gefahren?
Ach, weißt du,
ich hab alles Mögliche versucht, um sie wiederzusehen.
Aber dann haben die eine drei Meter hohe Mauer
zwischen Ost- und Westdeutschland gebaut.
Und jetzt war ich plötzlich gefangen im eigenen Land.
Ja, die Sache war völlig aussichtslos.
So wie bei dir und Camille.
Was ist das denn für eine blöde Geschichte?
Nicht so schnell, junger Mann. Lass mich zu Ende erzählen.
Da gab es nämlich plötzlich eine unverhoffte Wendung.
Alles, was sie gesagt hat, war „peut-&tre“.
Vielleicht hast du recht
und ich muss sie mir aus dem Kopf schlagen.
Warte mal.
Herr Generaldirektor, Herr Prager. - Darf ich?
Kann ich Ihnen helfen?
Ähm...
Das ist das Büro von... - Herrn Karl Boborkmann.
Und Sie sind?
Albrecht, Rosemarie Albrecht. Sekretärin.
Von Herrn Boborkmann. Ja.
Aber er ist gar nicht da. Ich bin auch erst seit drei Tagen hier.
Also ich weiß noch nicht mal, wie er aussieht.
Er soll ja recht groß sein. - Ja?
Ja, so ungefähr die Größe.
Blond, blaue Augen. - Aha.
Recht schlank, könnte man sagen. Recht jung für seine Position.
Er kann... wahnsinnig charmant sein.
Du liebes bisschen.
Sie sind Herr Boborkmann?
Der bin ich. - Ach...
Tut mir sehr leid. Ich wusste das nicht.
Ich bin ja auch erst seit drei Tagen hier.
Ich hab mir schon gedacht, dass Sie sicher gerade irgendwo drehen
und vor Ort sein müssen. - Ja, ich war vor Ort.
Unabdingbar dringend. - Selbstverständlich.
Es wird Sie freuen, zu hören,
dass Ihr Büro in Ihrer Abwesenheit renoviert wurde.
Kommen Sie doch mal mit.
Ich habe mir die Freiheit genommen,
Ihnen einen neuen Tisch und Stuhl zu bestellen.
Ja, und hier ist Ihre Post.
Diese Drehbücher kommen zur Produktion in Betracht.
Und da ist auch Ihr neuer Studioausweis.
Ja. Jetzt will ich Sie aber gar nicht länger aufhalten.
Wenn Sie etwas brauchen, ich bin nur einen Knopfdruck entfernt.
Könnte ich vielleicht einen Kaffee bekommen?
Selbstverständlich, Moment.
Hallo, Rosemarie? -,Mhm.“
Lassen Sie Herrn Hellwerg vom Kulissenbau kommen.
Es ist dringend. Er soll sich beeilen.
„Kümmere mich umgehend darum.“
So...
Ja, bitte.
Ihr Bruder hat die Kulisse verwüstet,
und Sie wussten es.
Sag mal, hast du sie noch alle?
Alex, ich habe die Idee, wie ich Milou wiedersehe.
Das ist nicht dein Ernst. Bist du...
Ihr Kaffee. - Danke, Rosi.
Darf ich Rosi sagen? - Natürlich, Herr Boborkmann.
Nicht schlecht für einen Gänsehirten, hm?
Was machst du hier?
Auch als Boborkmann kommst du nicht über die Grenze.
Das will ich auch gar nicht. Milou kommt nach Babelsberg.
Aha. Und wie?
Wenn Beatrice Moree hier wieder einen Film macht.
Und Karl Boborkmann wird einen Film machen, den sie nicht ablehnen kann.
Du willst einen Film herstellen? - Ja.
Wenn das jemand rausfindet, dann landest du im Knast.
Nur Beck und Prager haben mich auf dem Kieker. Der Rest kennt mich gar nicht.
Ich gehe den beiden einfach aus dem Weg.
Wir müssen nur die Moree überzeugen, den Film zu machen.
Danach läuft das Ding praktisch von alleine.
Dann wird Beck die Produktion absegnen... müssen.
Was soll das für ein Film sein?
Egal. Ein ganz kleiner. Wenig Aufwand.
Emil. - Vertrau mir.
Das wird ein winziger, klitzekleiner.
Ein Filmchen. - Emil...
Du weißt, dass ich dir immer helfe. - Ja. Ja.
Aber das ist die dümmste Idee, von der ich je gehört habe.
Du hast keine Ahnung vom Film und willst alles riskieren,
um ein Mädchen wiederzusehen, dem du vielleicht egal bist.
Karl Boborkmann gibt es nicht. Und das wird auch so bleiben.
Ich weiß, es klingt völlig wahnsinnig.
Und ich weiß, dass dieser Plan irre ist.
Aber ich muss sie wiedersehen.
Ich hab ja in 40 Jahren Filmgeschäft einiges erlebt.
Aber das ist wirklich das Verrückteste, Idiotischste...
...und Schönste, was ich je gehört hab.
Ich werde dir dabei helfen.
„Beatrice' Traumrolle ist Kleopatra.“
„Kleopatra. Ja, Kleopatra ist gut. Das ist perfekt.“
Was brauchen wir? - Einen Drehstab.
Aha. - Allein geht's nicht.
Wir brauchen die Besten. - Leute, die nicht gleich zu Beck rennen.
„Die Topleute sind gut.
Wir aber brauchen Vertrauen, Herz und Leidenschaft.“
Seid ihr dabei?
„Helmut ist seit 40 Jahren Kamera-Assistent.
Er träumt davon, selbst Kamera zu machen.“
Perfekt.
Aber ich bin doch farbenblind.
Welche Farben? - Rot-Grün.
Kein Problem.
Der Film spielt in der Wüste. Da ist eh alles gelb.
Willkommen im Team, Helmut. - Danke.
Wer noch? - Ich habe noch ein paar Leute.
Aber sag denen keinesfalls, dass du das alles nur für ein Mädchen machst.
Ruhe! Ruhe!
Einer nach dem anderen. - Wir brauchen 1500 kleine Darsteller.
Einen riesigen Saal mit einem gigantischen Thron.
Requisiten wie Goldschätze.
Und prunkvolle Kostüme.
Wir brauchen, wir brauchen Säulen, Skulpturen,
Büsten und natürlich...
...Pyramiden.
Warum hilfst du mir? - Ich gehe nächstes Jahr in Rente.
Ein letztes Abenteuer.
Aber das Allerwichtigste ist,
dass wir das absolut geheim halten.
Projekt Kleopatra darf diesen Raum nicht verlassen.
Wir drehen demnächst 'nen großen Kleopatra-Film.
Etliche Sets, Tausende Kleindarsteller, epochale Schlachten.
Det wird der größte Film, den es hier je gab.
Den Regisseur Boborkmann... kenne ick sogar persönlich.
Wirklich? - Aber... pscht!
Geheim.
Genosse Beck, warum müssen wir das
durch dieses Schmierenblatt des Klassenfeindes erfahren?
Sei's drum.
Wir gratulieren Ihnen zu diesem grandiosen Erfolg.
Genau das brauchen wir jetzt. Ein Prestigeprojekt des Sozialismus.
Aber Sie hätten uns in Kenntnis setzen müssen.
Ja, das, äh...
Das war alles noch nicht unter Dach und Fach.
Ich weiß auch nicht, wie das in den Westen...
Die sollen wissen, dass wir nicht untätig sind.
Und?
Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?
Sieht gut aus. - Was heißt das?
Hört sich nicht gut an.
Gibt's Probleme mit dem Nachwuchstalent?
„Nach uns vorliegender Information
wird der erst 24-jährige Karl Boborkmann
bei diesem Projekt Regie führen.
In der Zone gilt er als außergewöhnliches Nachwuchstalent.“
Ach so, ja natürlich, Genosse Boborkmann.
Mein Nachwuchstalent.
Ein erstklassiges Produkt der hiesigen Filmschaffenden-Ausbildung.
Herr Prager, finden Sie Boborkmann und bringen Sie ihn kurz her?
Mhm.
Entschuldigen Sie die Störung. Da möchte Sie jemand sprechen.
Herr Boborkm...
Ach...
Herr Boborkmann.
Genossen, Herr Boborkmann wäre dann da. - Mmh!
Genosse Regisseur.
Das Nachwuchstalent.
Herr Boborkmann. Keine Angst, treten Sie näher.
Genosse Grothe.
Die Partei steht hinter Ihnen.
Genosse Beck, sagen Sie was über Ihren Zögling.
Ja, was soll ich sagen?
Fleiß, Disziplin und Talent
zeichnen Genosse Boborkmann aus.
Was mich aber besonders begeistert,
ist seine Fähigkeit, mich immer wieder zu überraschen.
Sehr gut.
Großartig, dass Beatrice Moree die Hauptrolle spielt.
Drehbuchautor...
...und Regisseur.
Respekt, Genosse Boborkmann.
Oberste Priorität hat der reibungslose Ablauf der Produktion.
Ist dies gewährleistet?
Ja.
Ja. Ja, es ist nur enorm wichtig,
den Film mit meinem Drehstab zu realisieren.
Natürlich.
Solange der Kameramann nicht blind ist.
Wir erwarten das Drehbuch morgen.
Genosse Beck.
Genosse Boborkmann.
Ts...
Tja, dann gehe ich mal Drehbuch schreiben.
Scheiße, Emil.
Diesmal hast du dich richtig in die Scheiße geritten!
Richtig.
Egal. Pass auf. Wir tippen parallel. Los.
Und schreib, sooft du kannst: „Großaufnahme: Kleopatra“.
Das ist alles, worauf Beatrice achtet.
Mit riesigen Schiffen!
Cäsar ist wütend, sehr wütend. Das ist gut. Das ist gut!
Ich sehe ein Schiff, einen Sonnenaufgang.
Und?
Das ist der größte Mist, den ich jemals gelesen habe.
„Kleopatra. Von Karl Bobork...mann.“
Boborkmann? - Mhm.
Was für ein blöder Name. - Total bescheuert.
Egal. Lies weiter. „Also...
„Über den Pyramiden geht die Sonne auf.“
Nein, spring direkt zu meiner ersten Szene.
„Großaufnahme Kleopatra.“ - Mmh!
- Madame Beatrice.
Ehe Sie etwas sagen, lassen Sie mich...
Das Drehbuch ist... - .Das beste aller Zeiten.
Ich will den Film und nehme Ihre Entschuldigung an.
Wır sehen uns am Set. A tout a "'heure.“
Selbstverständlich, Madame.
Unfassbar.
„Kleopatra“ ist abgesegnet. Ts!
Sie beobachten die Produktion Tag und Nacht.
Hellwerg wird den ersten Drehtag als Regisseur nicht überleben.
Rufen Sie Janssen an.
Er übernimmt die Dreharbeiten, sobald Hellwerg gefeuert ist.
„Ich glaub dir kein Wort.“
Das hast du dir alles nur ausgedacht.
Vielleicht ja,
vielleicht nein.
Aber ist 'ne coole Geschichte.
Ja? Ist das so?
Dann will ich mal nicht so sein.
Willst du den Rest auch noch hören?
Hat das mit Kleopatra dann geklappt?
„Ach ja, mehr oder weniger.
Ich ahnte nicht, was ich da alles losgetreten habe.
Weißt du, so ein Filmdreh, das ist...
...eine ganz komplizierte Angelegenheit.
Allein die ganze Vorbereitung.
Das hat Monate gedauert, bis der Dreh endlich anfing.
Was mir damals aber nicht klar war:
Während einer so langen Zeit kann sich einiges ändern.“
Madame Moree,
im Namen des Generaldirektors und des ganzen Studios
heiße ich Sie und Sie, Monsieur Shalhou,
herzlich willkommen in den DEFA-Studios.
Ah merci! - Ihr Wagen steht bereit.
Woher kennen wir uns?
Ich kenne Sie. - Nein, das glaube ich nicht.
„Ich hätte sie vergessen sollen.
Du hattest recht.
Diese Filmidee war total bescheuert.“
Für diese Erkenntnis ist es zu spät.
Du musst diesen Film drehen. - Hat doch eh keinen Sinn.
Das Ding war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Pass mal auf, Brüderchen.
Du gehst jetzt ans Set und bringst das zu Ende.
Verstanden?
Tut mir leid.
Nein, du lässt die Leute nicht im Stich.
Du lässt mich nicht hängen!
Beck wartet nur darauf, dass du scheiterst.
Und dann landest du im Gefängnis.
Willst du das?
Na los, komm.
Da ist dein Platz.
Sollen wir das 35er oder das 50er Objektiv nehmen?
Entscheide du. Ich vertrau dir da blind.
Blind.
Welches würdest du nehmen? - Das.
Perfekt. Ich auch.
Ist die Position so gut, Herr... Boborkmann?
Hervorragende Position.
Ton ab! - Ton läuft.
Kamera ab!
Klappe! - 48/1 die Erste.
Klapp!
Und bitte!
Stopp!
Genug gesehen.
Diese Tanzszene macht keinen Sinn.
Was? - Kleopatra muss nicht tanzen
wie eine Hure, um Cäsar zu verführen.
Das kann man über Blicke und Nahaufnahmen auf Beatrice erzählen.
Nein, Moment. - Nicht wahr?
Natürlich. Er hat recht.
Was machst du?
Das Kleid ist geschmacklos. - Das ist mein Tanz! Du...
Keine Diskussion.
Die Szene ist wichtig. Wir können nicht...
Was können wir nicht?
Das...
...sehe ich auch so.
Wir brauchen die Szene nicht.
Halt dich fern von Iihr.
Drehschluss.
Wir drehen morgen mit Beatrice weiter.
Drehschluss!
Hellwerg ist total überfordert.
Morgen ist definitiv Schluss. Ersatz-Regisseur steht bereit.
Gehen Sie sicher. Morgen wird die Krönungsszene gedreht.
Sie wissen, was Sie zu tun haben. - Ja.
Es gibt Gerüchte, dass du in den Kulissen schläfst.
Das musste ich mit eigenen Augen sehen.
Du lebst in der Filmwelt, weil du keinen Platz in der echten hast.
Hältst du mich für bescheuert? Ich seh dich doch.
Au!
Was machst du? - Oje, Herr Boborkmann!
Haben Sie meinen Freund Emil gesehen?
Mich zu wecken, ist unhöflich. - Nicht Hallo sagen auch.
Du bewirfst mich. - Du ignorierst mich.
Bist du sauer, dass ich damals nicht gekommen bin?
Ach... Quatsch.
Du sagtest damals „vielleicht“.
Ich ging also nicht davon aus, dass du kommst.
Du wolltest mir doch was zeigen.
Was war das?
Weiß ich nicht mehr. Keine Ahnung.
Viel passiert seitdem.
Ja, sieht so aus. Viel passiert.
Letztes Mal warst du Kleindarsteller mit Hausverbot.
Jetzt bist du Regisseur Karl Boborkmann.
Ich hatte Glück und hab meine Chance genutzt.
Künstlername gehört da dazu.
Ich bin noch unsicher. Merkt man das?
Vorsicht. Da ist Film drauf.
Wir haben ja die Szene heute nicht gedreht.
Das stimmt.
Ich wollte weiterdrehen... - Tanzszenen fliegen oft raus.
Ich bin"s gewöhnt.
Ja, aber das wäre was Besonderes geworden.
Beim Finale vom Tanz sollte es Rosenblätter regnen.
Ich hätte dann den Hebel umgelegt und...
Wär schön gewesen. - Ja.
War meine Lieblingsstelle.
Wir können das immer noch drehen.
Ja.
Musst dich nur dahin stellen.
Na komm.
Mademoiselle Lambert, auf Ihre Position.
Oder Madame? Ich bin mir nicht sicher.
Mademoiselle.
Noch.
Auf deine Position bitte.
Ich wusste nicht, dass du und Omar...
Dass ihr... - Ja.
Ich freu mich für euch. - Danke.
Ähm... - Ich habe hier angerufen.
Achtung. - Die kannten keinen Emil.
Es geht los.
Emil... - Ruhe bitte. Ton ab.
Ton läuft. - Emil...
Kamera ab. Die Kamera...
...läuft.
Kleopatra, Tanzszene die Erste. Und bitte.
Ich glaube, ich sollte gehen.
Ja, ich sollte auch schlafen. Wichtiger Tag morgen.
Ich freue mich für dich. Für das alles hier.
Vielleicht gibt's auf der Welt doch einen Platz für dich.
Vielleicht ist er hier.
Peut-&tre.
Ich wollte kommen damals.
Ist alles vorbereitet? - Selbstverständlich.
Machst du mir das Kleid zu? - Ja, gern. Es steht dir gut.
Boborkmann!
Heute Abend wollen die Genossen das erste Material sehen.
Gutes Gelingen!
Ja, ich erwarte Sie dann heute Abend im Kino.
Madame Beatrice, Sie sehen fantastisch aus.
Sie werden heute zur Königin Ägyptens gekrönt. Sind Sie bereit?
Sehr gut.
Holt die Kleindarsteller.
Hier muss alles voller Römer sein.
Helmut, mein Lieber.
Schmeiß die Mühle an.
Wir drehen.
He, Prager! Hol dein Notizbuch raus.
Heute schreiben wir Filmgeschichte.
Kleindarsteller sind bereit.
Sehr gut. Sehr gut. Drehfertig machen.
Gibt nur ein Problem.
Gab irgendwas zu feiern gestern. Hab's nicht ganz verstanden.
Stopp!
Filmgeschichte...
Jungs, was ist los?
Alles gut. Können drehen.
Mach das Kamera an. Wir machen was.
Wir drehen die Krönungsszene. Wir haben das besprochen!
Der Typ, Brille da, hat gesagt,
nicht drehen heute.
Sollen feiern. Aber nicht Problem.
Was sollen wir krönen?
In Ordnung. Einfach strammstehen, ja?
Stehen stramm wie Baum.
Wir müssen abbrechen. - Das geht nicht.
Dann können wir alles wegschmeißen.
- Wir drehen. - Wir drehen!
Alle auf ihre Position!
Das kann doch nicht wahr sein.
Ton ab! - Ton läuft.
Kamera ab! - Kamera läuft.
Und bitte!
Das ist doch lächerlich! Wie soll ich so spielen?
Was machst du da? - Das ist ein Erdbeben.
Rüttele genau so weiter. Das ist ein Erdbeben.
Erdbeben. Erdbeben!
Erdbeben! Erdbeben.
Erdbeben! Erdbeben! Hier, Erdbeben!
Ihr müsst alle wackeln. Erdbeben! Erdbeben! Erdbeben!
Das ist ein Erdbeben! Erdbeben!
Erdbeben! Erdbeben! Werft Dreck!
Werft Dreck! Erdbeben! Werft Dreck! Werft Dreck!
Na los! Ihr habt ihn gehört! Das ist ein Erdbeben!
Werft irgendwas! Los!
Ah non!
Werft Dreck in die Luft!
Erdbeben! Erdbeben!
Weg da! Ah!
Erdbeben! Erdbeben!
Okay. Ja.
Beatrice, ein Erdbeben. Alle wackeln. Mitmachen!
Auf die Krönung von Cleopätre es gab kein Erdbeben.
Es ist ein Film!
Wackeln. Los!
Omar, leg deinen Arm um sie. Du musst sie beschützen.
Ah... - Helmut! Helmut!
Helmut, nah, nah!
Näher.
Näher. Näher.
Halt mich fest.
Ja.
Guten Abend, Genossen. - Generaldirektor Beck.
Wir sind gespannt, was Genosse Boborkmann bisher angestellt hat.
Ja, ich ebenso.
Er hat sich leider eigenmächtig von dem Besprochenen entfernt.
Lassen wir uns überraschen.
Darf ich Ihnen den erfahrenen Regisseur Janssen vorstellen?
Er wird uns beratend zur Seite stehen. - Ja, sehr erfreut.
Ja, Genosse Boborkmann kommt sicher gleich nach.
Nach Ihnen. - Herr Janssen.
Effekte. Lächerlich.
Was soll ich sagen?
Sehr gute Arbeit. Wir haben auch nichts anderes erwartet.
Das Erdbeben! Die Effekte! Da werden die drüben staunen.
Ein hervorragender Regisseur. Sie haben eine große Zukunft.
„Heute habe ich was verstanden.
Es geht nicht darum, ob das auf der Leinwand echt ist.
Es geht darum, was man fühlt, wenn man im Kino sitzt.
Die Gefühle, die man hat, wenn man den Film sieht,
die sind echt.“
Und das ist das Wichtigste.
Die Genossen...
Die Genossen haben heute das Material gesehen.
Und sie sind...
Tja, was soll ich sagen?
Sie sind begeistert!
Absolut begeistert. Es funktioniert.
Es funktioniert!
Morgen geht's weiter. - Super.
Lasst uns diesen Film machen! „Hurra! Ja!
„When the night has come
And the land is dark
And the moon Is the only light we'll see
No, I won't be afraid
Oh, I won't be afraid
Just as long as you stand Stand by me
So darlin', darlin'
Stand by me
Oh, stand by me
Oh, stand
Stand by me Stand by me
Ifthe sky that we look upon
Should tumble and fall
Or the mountains
Should crumble to the sea
I won't cry, l won't cry
No, l won't shed a tear
Just as long as you stand Stand by me
And darlin', darlin' Stand by me
Oh, stand by me
Oh, stand now
Stand by me
Stand by me“
Alle hergucken und lächeln!
Oh... Erdbeben! - Ah!
Nein.
Nein, ich hab meinen Wagen verpasst.
Oh nein. - Komm, ich fahr dich.
Du hast doch kein Auto.
Mit dem Ding?
Mhm. - Nein.
Mhm.
Ich kann das auch freihändig.
So, genau, waagerecht. Balance halten.
Keine Angst, ich bin da. - Mhm.
Oh! - Oje.
Sieh lieber nach vorne.
Geradeaus. - Ich will dir was zeigen.
Nicht erschrecken. Bereit?
Was ist das? - Keine Ahnung.
Scheiße, Sprit ist alle.
Dann...
...laufen wir.
Komm.
Hier ist es immer so dunkel.
Es ist Nacht. Natürlich ist es dunkel.
Nein, generell.
Zu wenig Licht, zu wenige Menschen.
Zu Hause wäre alles voller bunter Lampen,
überall Musik, ganz viele Leute.
Wie ist es in Paris? Erzähl mir davon.
Oh, ich liebe Paris. Es würde dir so gefallen.
Mein Vater sagte immer: „Wenn der liebe Gott sich langweilt,
dann Öffnet er die Fenster und betrachtet Paris.““
Es stimmt. Man ist draußen, tanzt, singt, ist einfach...
Frei. - Ja, frei.
Das hört sich wundervoll an.
Wer weiß? Vielleicht komme ich auch eines Tages dahin.
Komm!
Oh Gott. Oh...
Erzähl weiter. Wie sind die Leute dort?
Herzlich. Offen irgendwie.
Man... man lacht viel.
Man redet laut und durcheinander.
Man schaut sich mehr in die Augen.
Man... berührt sich mehr.
Personenkontrolle. Ausweise bitte.
Worum geht's denn? - Sie sollen sich ausweisen.
Ja, ja. Ja, natürlich.
Hier, bitte schön.
Sie sind Französin? - Ja.
Sie bleiben hier stehen und verhalten sich ruhig.
Was soll das? Wir haben nichts gemacht.
Ruhe!
Warum haben Sie Dokumente mit verschiedenen Namen?
Personalausweis Emil Hellwerg und ein Ausweis
des Filmstudios Babelsberg auf den Namen Karl Boborkmann.
Ja, das...
Antworten Sie! - Ja, der Boborkmann...
Hände auf den Rücken.
- Was? - Los!
Wieso denn? Er hat doch nichts falsch gemacht.
Ruhe jetzt!
Sollen wir Sie auch mitnehmen? - Wieso?
Emil! Loslassen! - Lassen Sie sie in Ruhe!
Nein! Nein! Emil! Hören Sie auf!
Er hat nichts getan! - Es ist alles gut!
Emil!
Es wird alles gut. - Emil...
Was soll ich machen?
Emil!
Milou...
Mach kurz auf. Milou. - Ich ziehe mich nur kurz um.
Ich habe gewartet. Wo warst du?
Das Foto hat länger gedauert. Es tut mir leid.
Hör auf, mir auszuweichen! Denkst du, ich bin bescheuert?
Wo warst du?
Du warst mit ihm.
Treibst dich jetzt auch nachts mit ihm rum.
Ich wusste es.
Ich hab's kommen sehen, aber ich dachte mir:
„Nein, sie lässt sich nicht von einem Möchtegern-Regisseur beeindrucken.“
So ist es nicht. So ist es nicht.
Wie ist es denn?
Verstehe.
Willst du mich jetzt verlassen?
Dein Leben in Frankreich aufgeben für einen Flirt?
Ein sicheres, gutes Leben eintauschen
gegen eins mit jemandem, den du gar nicht kennst?
In einem Land wie ein Gefängnis?
An der Grenze werden Leute erschossen!
Ich lasse nicht zu, dass du dein Leben wegwirfst.
Du kommst mit mir nach Paris.
Verstanden?
Rein da!
Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit.
Wie einige vielleicht schon wissen,
kann Regisseur Boborkmann seine Arbeit an diesem Film wohl nicht mehr fortsetzen.
Daher möchte ich Ihnen nun Ihren neuen Regisseur
Genosse Janssen vorstellen.
Er wird den Dreh zu einem erfolgreichen Abschluss bringen.
Informieren Sie ihn über den Stand der Dinge
und nehmen Sie Ihre Arbeit schnellstmöglich wieder auf.
Ja, guten Tag.
Als Erstes müsste ich alle Gewerksleiter sprechen.
Ich werde einige Änderungen vornehmen.
Ja, hier zum Beispiel Christa, Maskenbildnerin.
Die kennen Sie ja. - Natürlich.
Ich hab da einige Anmerkungen zu Madame Moreges Maske.
Aber ich denke, das kann erst mal warten.
Hallo? Christa?
Hören Sie mir zu?
Christa?
Herr Janssen. - Helmut.
Tut mir leid.
Kommen Sie sofort zurück!
Ei, ei, el.
Überlegen Sie sich gut, was Sie jetzt tun.
Das wird Konsequenzen haben.
Das wird Sie alle Ihren Arbeitsplatz kosten.
Wer jetzt geht, kommt nicht wieder.
Sind Sie verrückt geworden? Hellwerg, verdammt!
Wie wollen Sie das den Genossen erklären?
Ist da Hellwerg drin? - Ja, er wird verlegt.
Tür auf!
Herr Genosse Generaldirektor, ist das der Mann?
Bringen Sie den Film zu Ende. Und vermasseln Sie es nicht.
Guck mal, wer da ist.
Hurra, hurra, hurra, hurra!
Alex.
Wo ist Milou?
Das ist ein Stück für unseren Film.
Geh nicht.
Geh nicht zurück nach Paris.
Das ist nicht so einfach.
Ich hab ein Leben.
Mit ihm?
Mit ihm. In Paris.
Er wohnt nur am richtigen Ort. - Du kennst ihn gar nicht.
Bei mir hast du auch nur ein paarmal richtig geraten.
Soll ich noch mal raten? - Wenn"s sein muss.
Du bist nur mit ihm zusammen für ein bisschen Sicherheit.
Oder? - Und was ist die Alternative?
Ein Leben, das aus impulsiven Entscheidungen besteht?
Tun, was einem einfällt. Wie mit diesem Film.
Ein Doppelleben als Regisseur mit einem Fuß im Gefängnis.
Du redest dir mit diesem Ring am Finger ein,
dass zum Leben mehr gehört als Liebe
und als Träume.
Dabei weißt du genau wie ich, dass nur diese zwei Dinge wirklich zählen!
Aber lieber wirfst du deinen Traum weg für ihn.
Für ein bisschen Sicherheit.
Du hast doch keine Ahnung.
Du hast deinen Traum seit ein paar Wochen.
Ich hab für meinen gekämpft.
15 Jahre lang, bis meine Füße geblutet haben.
Und du hältst mir vor, dass ich mir ein bisschen Sicherheit wünsche?
Was willst du?
Wir kennen uns seit 6 Wochen! - Nein, seit einem Jahr.
Und seitdem warte ich hier auf dich.
Du wartest?
Du wusstest doch gar nicht, dass wir uns je wiedersehen.
Es ist reiner Zufall, dass ich hier bin.
Und jetzt soll ich alles für dich aufgeben?
Es tut mir leid.
Du hast recht.
Alex, Drehplanänderung für morgen.
Ich brauch alles, was da draufsteht.
Wovon redest du? Warum?
Wie sollen wir das alles besorgen?
Wir drehen morgen die Tanzszene nach. Richtig groß.
Moment. Stopp mal kurz. Das ist zu kurzfristig.
Warum? Die Choreo steht.
Die Kulisse steht. Alle kennen die Szene.
Wir vergrößern nur das Szenenbild.
Sie wird deswegen nicht hierbleiben.
Ich weiß.
Ich habe einen Film für eine Tänzerin gemacht.
Ich lasse sie nicht gehen, ohne dass sie ihren Tanz bekommt.
Entschuldigen Sie, Fräulein Lambert.
Drehplanänderung für morgen.
Du wirst diese Szene nicht tanzen.
Wenn du sie hierbehältst, zerstörst du ihr Leben.
Aufhören!
Du hast ihr nichts zu bieten in diesem eingemauerten Land!
Schluss jetzt!
- Bis morgen.
Alle mal zuhören.
Ihr geht in die Maske, und in 15 Minuten ist Probe.
Charles! Was ist das?
Drehplanänderung für heute, nehme ich an.
Ja, ja. Aber was ist mit meiner Szene?
Die fliegt raus. - Das ist nicht abgesprochen.
Bei allem Respekt, das entscheiden nicht Sie.
Sie sind großartig, und es war mir eine Ehre, mit Ihnen zu arbeiten.
Aber ich hab diesen Film nicht für Sie geschrieben.
Danke für... die Szene.
Emil...
Die letzten Wochen waren mit die schönsten meines Lebens.
Aber heute nach dem Dreh
fliegen Omar und Beatrice zurück nach Paris und...
...Ich...
...werde in diesem Flugzeug sitzen.
Ich kann nicht hierbleiben. Es tut mir leid.
Und...
...du musst einen Ersatz für mich finden.
Ich kann nicht tanzen. Ich kann es nicht.
Ich weiß, dass...
Es wär komplett wahnsinnig, hierzubleiben.
Ich weiß. Aber du musst tanzen.
Milou, du musst tanzen. Nicht für mich, für...
Du musst für dich tanzen!
Ich bin nur hier, um Beatrice' Sachen abzuholen.
So, da wären wir.
Ich kann noch nicht glauben, dass ich heute tanzen darf.
Hoffentlich passt das Kleid. Das ist so schön. -Ja.
Der Regisseur ist echt süß. - Den schlag dir aus dem Kopf.
Wieso?
Verheiratet?
Schlimmer.
Unsterblich verliebt. - In wen?
In die französische Tänzerin.
Beatrice' Double?
Die ist doch mit Omar verlobt. - Ja, das ist Ja das Drama.
Sie war letztes Jahr schon hier.
Da hat er sich verliebt.
An dem Tag, als die Grenze dichtgemacht wurde,
waren sie hier verabredet.
Er hatte die ganze Nacht eine Kulisse für sie gebaut.
Ein Motiv aus ihrem Lieblingsfilm.
Er wollte sie überraschen.
Aber sie ist nie gekommen.
Sie war in einem Hotel in Westberlin
und kam einfach nicht über die Grenze.
Oh nein. - Aber es kommt noch dicker.
Boborkmann ist nicht Boborkmann.
Er ist überhaupt kein Regisseur.
Er war ein Kleindarsteller.
Er hatte keine Möglichkeit, sie wiederzusehen.
Keine Adresse, gar nichts.
Er wollte sogar über die Grenze abhauen.
Aber dann hatte er eine bessere Idee.
Er hat sich hier im Studio unter falschem Namen ein Büro ergaunert.
Nein!
Er hat der Verwaltung vorgegaukelt, er wäre Produktionsleiter.
Und jetzt kommt's!
Er und sein Bruder haben das Drehbuch geschrieben und diesen Film angeleiert,
nur um Beatrice wieder nach Babelsberg zu holen.
Denn dann kommt auch ihr Double.
Genau. Kannst du dir das vorstellen?
Diesen ganzen Film gibt es nur,
weil ein Kleindarsteller sich in ein Tanzdouble verliebt hat.
Ja.
Milou.
Ähm... Bitte geh auf deine Position.
Ton ab! - Ton läuft.
Kamera ab! - Kamera läuft.
Musik!
Lasst uns fliegen!
Und bitte!
Lass die Kamera einfach laufen.
Bravo!
Bravo!
Bravo!
Bravo!
Du hast wunderbar getanzt.
Ich hätte dich nicht abhalten sollen.
Die Ausweise.
Alles in Ordnung. Weiterfahren.
Milou! Milou!
Sie hat dir wieder den Stinkefinger gezeigt?
Ja.
Oma war schon immer 'ne ganz Freche.
Hm? Oma?
Ja, wie heißt denn deine Oma mit Vornamen?
Na, Oma.
Deine Oma...
...heißt mit Vornamen...
...Milou.
Ich muss mit Oma sprechen! - Warte, warte.
Das kannst du später machen.
Ich glaube, du hast jetzt was Wichtigeres vor, oder?
Stimmt.
K. Zdravkovic
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.