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DAS SIEBENTE SIEGEL
Und als das Lamm das siebente Siegel aufbrach...
wurde es im Himmel ganz still.
Diese Stille dauerte etwa eine halbe Stunde lang.
Nun machten sich die sieben Engel bereit...
die sieben Posaunen zu blasen.
- Wer bist du? - Ich bin der Tod.
- Bist du mich holen gekommen? - Ich gehe schon lang an deiner Seite.
- Das wei� ich. - Bist du bereit?
Mein K�rper ist es, aber ich nicht.
- Warte noch eine Weile. - Das sagt ihr alle.
- Ich gew�hre keinen Aufschub. - Du spielst Schach, nicht?
- Woher wei�t du das? - Aus Bildern und Volksliedern.
Ja, ich bin in der Tat ein recht talentierter Schachspieler.
- Bestimmt kein besserer als ich. - Warum willst du mit mir spielen?
- Das ist meine Sache. - Da hast du Recht.
Unter der Bedingung, dass ich lebe, solange ich nicht verliere.
Wenn ich dich besiege, l�sst du mich frei.
Du spielst Schwarz.
Das passt doch sehr gut, oder nicht?
~ Gepresst zwischen Schenkel, auf einem Bett voller Seufzer. ~
~ Nur so kann leben... ~
~ ein Mann wie ich. ~
~ Unser Herr sitzt hoch droben. Er ist etwas scheu. ~
~ Doch Satan, dein Spie�geselle sorgt daf�r, dass du nicht einsam bist. ~
Es geht die Rede von Vorzeichen und anderen Schrecken in F�rjestad.
Letzte Nacht fra�en sich zwei Pferde gegenseitig auf.
Auf dem Friedhof wurden Gr�ber ge�ffnet und die Gebeine verstreut.
Gestern Nachmittag standen vier Sonnen am Himmel.
Welcher Weg f�hrt zum Gasthof?
- Gab er eine Richtung an? - Nicht genau.
- Was hat er gesagt? - Nichts.
- War er stumm? - Nein, kann man nicht behaupten.
Ich w�rde sagen, er konnte sich vorz�glich ausdr�cken.
Ja, vorz�glich. Aber seine Rede klang m�rrisch. Das muss ich doch sagen.
Guten Morgen. Hast du schon gefr�hst�ckt?
Leider kann ich kein Gras fressen. Kannst du es mir beibringen?
Die Zeiten sind hart. Hier interessiert sich niemand f�r Kunst.
Mia, wach auf! Ich habe was gesehen. Ich muss dir davon erz�hlen.
- Ist etwas passiert? - Ich hatte eine Vision.
Nein, keine Vision. Es war so, als w�re es echt.
Aha... Du hast also wieder eine Vision gehabt?
Ich habe sie doch gesehen.
- Wen? Wen hast du gesehen? - Die heilige Jungfrau Maria.
- Wirklich? - Ich konnte sie fast ber�hren.
Sie trug eine Krone aus Gold und ein blaues Kleid mit Blumen...
und sie war barfu� und hatte kleine braune H�nde.
Sie hielt das Kind fest und brachte ihm das Laufen bei.
Dann sah sie, dass ich sie gesehen hatte, und sie l�chelte mich an.
Mir stiegen die Tr�nen in die Augen. Ich wischte sie ab, und sie war fort.
Und �berall trat eine sehr gro�e Stille ein.
Im Himmel und auf Erden. Kannst du das verstehen?
- Du hast dir das vorgestellt. - Nein, auch wenn du's nicht glaubst.
Es war nicht deine Art von Wirklichkeit, aber eine andere.
Wie damals, als du sagtest, der Teufel r�tete unsere R�der mit dem Schwanz.
Warum f�ngst du davon an?
- Deine N�gel hatten rote R�nder. - Ja, damals war das erfunden.
Ich tat das, damit du mir meine anderen Visionen, die echten, glaubst.
Pass auf, was du sagst, sonst giltst du als ein Narr, bist es aber nicht.
Zumindest noch nicht, soweit ich wei�. Aber man wei� ja nie.
Ich kann nichts daf�r, dass sich mir die heilige Jungfrau offenbart...
und dass Engel und Teufel gerne um mich herum sind.
Sagte ich nicht ein f�r allemal, dass ich morgens schlafen muss?
Ich bat euch, flehte euch an, aber nichts n�tzt.
Und deswegen sage ich jetzt: Ruhe!
Mikael, Mikael, Mikael...
- Er soll ein besseres Leben haben. - Mikael wird ein gro�er Akrobat.
Oder vielleicht ein Jongleur, der die unglaublichsten Kunstst�cke zeigt.
- Welches Kunstst�ck ist das? - Ein Ball bleibt in der Luft stehen.
- Das ist unm�glich. - F�r uns ja, aber nicht f�r ihn.
Du und deine Fantasien...
Ich schrieb gestern Nacht ein neues Lied. Ich lag fast st�ndig wach.
- Willst du mein Lied h�ren? - Sing. Ich bin wirklich neugierig.
~ Eine M�we sitzt auf einer Lilie, mitten im Sommer. ~
~ Sie singt ein Lied von Jesus Christus ~
~ Und ein frohlocken erklingt im Himmel... ~
- Mia, schl�fst du? - Das war ein wundersch�nes Lied.
- Es ist noch nicht zu Ende. - Ich schlaf nur noch ein wenig.
- Du kannst den Rest sp�ter singen. - Du schl�fst immerzu.
Ist diese Verkleidung eines Schauspielers w�rdig? Ich frage nur.
- Ich spiel, weil die Priester zahlen. - Spielst du den Tod?
Erschreckst anst�ndige Leute mit diesem Bl�dsinn zu Tode.
- Wann werden wir es tun? - Beim Allerheiligenfest in Elsinore.
Direkt auf den Kirchenstufen. Nicht schlecht.
Warum nicht etwas Unfl�tiges? Die Leuten m�gen das und es ist lustiger.
Du Idiot. Eine b�se Krankheit grassiert...
und die Priester predigen bitteren Tod und moralische Bauchschmerzen.
- Welche Rollen spielen wir? - Du bist die Menschenseele, du Depp.
- Nat�rlich eine schlechte Rolle. - Wer entscheidet? Wer ist der Chef?
Ihr Narren, gedenket des Gesetzes. Des Lebens Faden ist sehr schwach.
Das Leben ist kurz, wie ihr feststellen werdet.
Werden mich die Frauen in diesem Kost�m lieben? Ich frag ja nur.
Jof? Steh ganz ruhig. Sag nichts.
- Ich bin still wie ein M�uschen. - Ich liebe dich...
- Was malst du da? - Den Tanz des Todes.
- Das ist der Tod? - Ja, er tanzt mit ihnen allen davon.
- Warum pinselst du so Zeug? - Damit die Leute ans Sterben denken.
- Das macht sie auch nicht gl�cklich. - Warum sie immer gl�cklich machen?
- Warum sie nicht erschrecken? - Dann schlie�en sie ihre Augen.
Glaub mir, sie sehen hin. Ein Sch�del ist interessanter als eine Nackte.
- Und wenn du sie erschreckst? - Sie denken nach und haben Angst.
- Und suchen bei einem Priester Trost. - Das ist nicht meine Sache.
- Du malst nur den Tanz des Todes. - Ich zeige nur, wie es ist.
- Du wirst bestimmte Leute ver�rgern. - Dann male ich etwas Erbauliches.
Man muss ja von was leben. Zumindest, bis die Pest einen packt.
Die Pest? Das ist ja schrecklich ...
Du solltest die Beulen im Nacken der Kranken sehen.
Und wie sich der K�rper verkrampft, bis sich die Glieder verkn�ult haben.
- Das sieht nicht gut aus. - Ja... Das sieht nicht gut aus.
Er versucht, den Bubo aus seinem Nest zu ziehen.
Er nagt an seinen H�nden, rei�t seine Venen mit den N�geln heraus.
Seine Schreie sind �berall zu h�ren.
- Hast du Angst? - Angst? Ich?
Du kennst mich nicht. Was hast du f�r einen Bl�dsinn gemalt?
Komisch daran ist, dass die Menschen...
die Pest als Strafe Gottes ansehen.
Bittsteller ziehen durchs Land und gei�eln sich, um Gott zu gefallen.
- Sie gei�eln sich? - Ja, ein schrecklicher Anblick.
Wenn sie kommen, m�chte man sich am liebsten verstecken.
Hast du Schnaps da? Ich trinke schon den ganzen Tag Wasser.
- Bin durstig wie ein W�stenkamel. - Du hast doch etwas Angst bekommen.
Ich m�chte beichten, so aufrichtig ich kann, aber mein Herz ist leer.
Und die Leere ist wie ein Spiegel. in dem sich mein Gesicht spiegelt.
Ich sehe mich... und mich ergreifen Abscheu und Furcht.
Durch meine Gleichg�ltigkeit stehe ich au�erhalb der Gesellschaft.
Ich lebe jetzt in der Geisterwelt, in meine Tr�ume eingeschlossen.
- Trotzdem willst du nicht sterben. - Doch, das will ich.
- Worauf wartest du noch? - Ich m�chte Wissen erlangen.
- Du m�chtest Garantien. - Nenn es, wie du willst.
Ist es so unfassbar, dass man Gott mit seinen Sinnen verstehen m�chte?
Warum verbirgt er sich hinter halben Versprechen, unsichtbaren Wundern?
Wie k�nnen wir an Treue glauben, wenn uns der Glaube fehlt?
Was geschieht mit uns, die wir glauben wollen, aber es nicht k�nnen?
Was ist mit jenen, die weder glauben wollen noch k�nnen?
Warum kann ich Gott nicht in mir abt�ten?
Warum lebt er auf so dem�tigende Weise in mir...
obwohl ich ihn aus meinem Herzen verbannen m�chte?
Warum ist er trotzdem eine sp�ttische Realit�t, die ich nicht loswerde?
- H�rst du mich? - Ich h�re dich.
Ich m�chte wissen! Nicht glauben, nicht vermuten, sondern wissen.
Gott soll die Hand ausstrecken, sein Gesicht enth�llen und zu mir sprechen.
- Aber er h�llt sich in Schweigen. - Ich rufe zu ihm in der Finsternis.
- Aber es ist, als w�re niemand da. - Vielleicht ist auch niemand da.
Dann ist das Leben nur sinnlos und schrecklich.
Wie ertr�gt man im Wissen von der Nichtigkeit des Seins den Tod?
Die meisten denken weder an den Tod noch an die Nichtigkeit.
Doch eines Tages steht man am Rande des Lebens und sieht die Finsternis.
- An jenem Tag. - Ich verstehe, was du meinst.
Wir m�ssen aus unserer Angst ein Idol machen...
und dieses Idol dann Gott nennen.
Du hast Angst.
Der Tod zeigte sich mir heute fr�h. Wir spielten miteinander Schach.
Die Frist, die ich erhielt, erlaubt mir, noch etwas zu erreichen.
Mein ganzes Leben �ber war ich auf der Suche...
und meine Rede war sinnentleert und ohne Bezug.
Nichts von Bedeutung. Ja, ich sage das ohne Bitterkeit oder Selbstvorw�rfe...
da ich wei�, dass bei fast allen Menschen das Leben so verl�uft.
Aber ich m�chte meine Frist f�r eine bedeutungsvolle Handlung nutzen.
Aus diesem Grunde spielst du also mit dem Teufel Schach.
Er ist ein geschickter Taktiker, aber bisher verlor ich noch keine Figur.
Wie kannst du den Teufel in deinem Spiel �berlisten?
Ich spiele eine Kombination von L�ufer und Springer...
die er nicht bemerkte. Beim n�chsten Zug hat er keine Deckung mehr.
Das merke ich mir.
Du bist ein Verr�ter... und du hast mich betrogen.
Aber wir sehen uns wieder. Ich werde einen Weg finden.
Wir treffen uns im Gasthof. Dort setzen wir dann unser Spiel fort.
Das ist meine Hand. Ich kann sie bewegen...
Mein Blut durchstr�mt sie.
Die Sonne steht noch hoch am Himmel...
Und ich... Antonius Block...
spiele mit dem Teufel Schach.
Mein Herr und ich waren im Ausland.
Verstehst du, mein lieber... Pictor?
- Die Kreuzz�ge. - Genau.
Zehn Jahre lang lie�en wir uns von Schlangen bei�en...
Insekten stechen, Tieren zerfleischen, Heiden dahinschlachten...
Weinen vergiften, Frauen anstecken, L�usen bei�en, Fieber verzehren...
- All das... geschah im Namen Gottes. - Im Namen Gottes.
Unser Kreuzzug war so dumm, dass ihn nur ein Idealist erfunden haben kann.
- Das mit der Pest ist schrecklich. - Es ist noch schlimmer.
Oh ja... Man sitzt immer auf seinem eigenen Arsch.
- Eine gro�e Wahrheit. - Auf dem eigenen Arsch.
- Eine tiefgr�ndig Wahrheit... - Hier ist J�ns, der Knappe.
Er grinst den Tod an, lacht den Herrn und sich aus, l�chelt die M�dchen an.
Seine Welt erscheint nur ihm allein glaubw�rdig.
Allen erscheint sie l�cherlich, sogar ihm selbst.
Bedeutungslos im Himmel und gleichg�ltig in der H�lle...
Dein Eintopf stinkt. Wof�r ist er gedacht?
Sie hat sich mit dem B�sen im Fleische vereint.
- Jetzt steht sie am Pranger. - Morgen wird sie verbrannt.
- Wir m�ssen den Teufel fernhalten. - Mit diesem stinkenden Gebr�u?
Beste Zutaten: Blut und Ged�rme eines gro�en schwarzen Hundes.
Der... B�se kann den Geruch nicht ertragen.
Ich auch nicht.
Hast du den Teufel mal gesehen?
- Man soll nicht mit ihr reden? - Ist es so gef�hrlich?
Wei� nicht. Ihr wird die Schuld daran gegeben, dass uns die Pest befiel.
~ Oh, das Schicksal ist verwerflich. Du, mein Freund, bist gl�cklos. ~
~ Jetzt ziehst du schnell dahin. W�rmer vernichten dich... ~
- Musst du unbedingt singen? - Nein...
Warum schaust du so �berrascht? Ich bestehle die Toten.
Das ist eine lohnende Einnahmequelle heutzutage.
Du willst es in dem Dorf verraten? Das n�tzt auch nichts.
Jeder muss seine eigene Haut retten. So einfach ist das.
Du brauchst nicht zu schreien. Niemand h�rt dich, weder Gott noch Mensch.
Das ist nichts �berraschendes.
Ich erkenne dich, obwohl es schon lang her ist.
Du bist Raval vom Priesterseminar in Roskilde.
Doctor Mirabilis, Caelestis et Diabilis, Habe ich Recht?
Du �berzeugtest meinen Herrn, auf Kreuzzug ins Heilige Land zu gehen.
Hast du Angst? Schmetterlinge im Bauch?
Jetzt verstehe ich die Bedeutung jener 10 Jahre, die ich f�r vergeudet hielt.
Wir hatten es zu gut, wir waren zu zufrieden.
Der Herr wollte uns f�r unseren selbstzufriedenen Stolz bestrafen.
Er lie� dich dein himmlisches Gift verspritzen und den Ritter vergiften.
- Es geschah in gutem Glauben. - Aber jetzt wei�t du es besser, oder?
Nun bist du ein Dieb. Das ist eher was f�r B�sewichte.
Habe ich nicht Recht?
Ich bin aber ganz und gar nicht blutd�rstig.
N�chstes Mal kennzeichne ich dein Gesicht, wie bei �belt�tern �blich.
Ich wollte eigentlich nur meine Wassertasche f�llen.
Ich hei�e J�ns. Ich bin ein netter, gespr�chiger junger Mann ...
der nur Gutes denkt und ehrenvolle Handlungen durchf�hrt.
Lebe wohl, mein M�dchen... Ich h�tte dich vergewaltigen k�nnen.
Ich bin dieser Art von Liebe nun m�de. Auf die Dauer ist das langweilig.
Da f�llt mir ein, dass ich eine Haush�lterin brauche. Kochst du gut?
Ich bin verheiratet, aber ich hoffe, dass meine Frau inzwischen tot ist.
Ich brauche also eine Haush�lterin!
Steh nicht so rum. Ich rettete dein Leben. Du bist mir also was schuldig!
Wie die sich aufspielen...
Die machen vielleicht ein Theater.
H�rt auf, ihr Blechk�pfe!
Ich fange nicht an und gehe daher hinter den Vorhang.
H�rt auf zu glotzen, ihr Hornochsen.
~ Das Pferd sitzt auf dem Baum und kr�ht. ~
~ Die Stra�e ist breit, die T�r ist eng. Der Schwarze tanzt am Strand. ~
~ Die Henne miaut im schw�rzesten See. ~
~ Der Tag ist rot, aber der Fisch ist tot. ~
~ Der Schwarze kauert am Strand. ~
~ Die Schlange flattert hoch am Himmel. ~
~ Die Jungfrau ist bleich, doch die Muschi ist erfreut. ~
~ Der Schwarze rennt am Strand. ~
~ Der Bock zischt mit gefletschten Z�hnen. ~
~ Die B� ist rau und die Wellen schlagen. ~
~ Der Schwarze furzt am Strand. ~
~ Das Pferd sitzt auf dem Baum und kr�ht. ~
~ Die Stra�e ist breit, die T�r eng. ~
~ Der Schwarze tanzt am Strand. ~
~ Die Henne miaut im schw�rzesten See. ~
~ Der Tag ist rot, aber der Fisch ist tot. ~
~ Der Schwarze furzt am Strand. ~
~ Die Schlange flattert hoch am Himmel. ~
~ Die Jungfrau ist bleich, doch die Muschi ist erfreut. ~
~ Der Schwarze rennt am Strand. ~
~ Die Sau legt Eier und die Katze s�t. ~
~ Die Nacht ist vergiftet und die Dunkelheit gl�ht. ~
~ Der Schwarze bleibt, bleibt... ~
~ bleibt, bleibt am Strand. ~
Gott hat seine Strafe �ber uns verh�ngt.
Ja! Ihr alle werdet vernichtet...
durch den Schwarzen Tod.
Ihr steht da wie das Vieh. mit offenen M�ulern.
Und ihr sitzt da aufgebl�ht voller Selbstzufriedenheit.
Wisst ihr, dass das euer letztes St�ndlein sein k�nnte?
Der Tod steht hinter euch.
Ich kann die Oberfl�che seines Kopfes in der Sonne leuchten sehen.
Seine Sense blitzt auf, wenn er sie �ber euren K�pfen hochhebt.
Wen von euch wird er als Ersten niederm�hen?
Du da, der du wie eine Ziege starrst...
Wird dein Mund noch heute in einem unvollendeten G�hnen erstarren?
Und du, Frau... Bl�hend vor Appetit und Lebenslust...
Wirst du noch vor der D�mmerung erbleichen und zu Boden sinken?
Und du mit der geschwollenen Nase und dem albernen Grinsen...
Hast du noch ein Jahr Zeit, die Erde mit deinen Abf�llen zu verschmutzen?
Wisst ihr, ihr ausgemachten Idioten, dass ihr alle sterben werdet?
Heute, morgen oder �bermorgen. Ihr alle seid verdammt.
H�rt ihr, was ich sage? H�rt ihr das Wort? Verdammt, verdammt!
Herr, habe Erbarmen mit uns in unserer Erniedrigung.
Wende dich nicht ab von uns in Verachtung...
sondern erbarme dich unser um deines Sohnes willen, Jesus Christus!
Verdammtes Untergangsgeschw�tz. Braucht das der moderne Mensch?
Glauben sie wirklich, wir nehmen sie ernst? Ihr lacht mich aus, Herr.
Ich habe die meisten der Geschichten gelesen, geh�rt oder selbst erfahren.
Selbst die Geschichte von Gott, Jesus und dem Heiligen Geist...
habe ich ohne gro�e Gef�hlsregung aufgenommen.
- Warum rufst du mich? - Ich bin Plog und du bist J�ns.
- Kann schon sein. - Hast du meine Frau gesehen?
Nein. Aber wenn sie dir �hneln w�rde, w�rde ich es schnell vergessen.
- Du hast sie also nicht gesehen? - Vielleicht ist sie fortgelaufen.
- Wei�t du �berhaupt etwas? - Viel, aber nichts von deiner Frau.
Geh in die Schenke. Da findest du vielleicht die Antwort.
Die Pest hat die Westk�ste �berzogen. Die Leute sterben wie die Fliegen.
Sonst l�uft das Gesch�ft um diese Zeit gut. Nun ist mein Lager noch voll.
Man redet vom Ende der Welt. Alle Vorzeichen sind wirklich schrecklich.
Eine Frau gebar einen Kalbskopf.
Alle sind verr�ckt. Sie fliehen ins Land und nehmen die Pest mit.
Wenn es ist, wie sie sagen, m�ssen wir das Leben genie�en, so lange es geht.
Viele Leute haben sich mit Feuer gereinigt und sind gestorben.
Der Priester sagt, lieber sauber sterben als in die H�lle kommen.
Das ist das Ende. Wir alle wissen es, aber niemand wagt es zu sagen.
Das ist das Ende. Die Leute sind verr�ckt vor Angst.
- Hast du auch Angst? - Genau, ich habe Angst!
Das J�ngste Gericht findet am Abend statt.
Die Engel fahren hernieder, die Gr�ber sind offen. Ein schrecklicher Anblick.
- Ich verkaufe dir das Armband billig. - Ich kann's mir nicht leisten.
- Es ist echtes Silber. - H�bsch, aber doch viel zu teuer.
- Habt ihr meine Frau gesehen? - Ist sie verloren gegangen?
Sie ist weggelaufen, sagt man. Mit einem Schauspieler.
Mit einem Schauspieler? Lass sie doch ziehen, bei dem �blen Geschmack.
Du hast v�llig Recht. Ich dachte daran, sie umzubringen.
- Aha. Mord ist nat�rlich was anderes. - Ich bringe auch den Schauspieler um.
- Den Schauspieler? - Mit dem sie fortgelaufen ist.
- Wozu? - Bist du begriffsstutzig?
Oh, der Schauspieler! Jetzt versteh ich. Es gibt einfach viel zu viele.
Selbst wenn er keine Schuld hat, solltest du ihn umbringen.
- Verr�tst du es ihm? - Ich? Ob ich es verrate?
Du bist auch ein Schauspieler und dein Kumpel ist mit seiner Frau abgehauen.
Du bist auch ein Schauspieler?
Ich? Ein Schauspieler? Nicht direkt.
Dann sollten wir dich umbringen. Das ist ganz logisch.
- Du bist witzig. - Du bist bleich geworden.
- Hast du ein schlechtes Gewissen? - Du bist witzig. Findest du nicht?
Vielleicht sollten wir dich wie die anderen Gauner kennzeichnen.
Was hast du mit meiner Frau getan?
Wollt ihr mir wehtun? Warum?
Hab ich jemanden erz�rnt oder gest�rt? Ich geh fort und komm nie mehr zur�ck.
Steh auf, damit dich alle h�ren k�nnen.
Rede lauter...
Mach einen Kopfstand, damit wir sehen. ob du ein guter Schauspieler bist.
Was hast du mit meiner Frau getan?
- Winsele nicht. Steh auf und tanze. - Kann ich nicht. Tu ich nicht.
- Ahme einen B�ren nach. - Ich kann keinen B�ren nachahmen.
Wir wollen trotzdem sehen. was du kannst.
- Steh auf. Sei ein guter B�r. - Ich kann kein B�r mehr sein.
Erinnerst du dich, was ich dir bei der n�chsten Begegnung antun wollte?
Ich halte immer mein Wort.
- Wie hei�t er? - Mikael.
- Wie alt ist er? - Er ist etwas �ber ein Jahr.
- Er ist gro� f�r sein Alter. - Findet Ihr? Ja, er ist recht gro�.
- Du bist heute aufgetreten. - Fandet Ihr es schlecht?
Du bist ohne Schminke viel sch�ner. Dieses Kleid steht dir besser.
Ja? Jonas Skat hat uns verlassen. Jetzt stecken wir in der Klemme.
- Ist das dein Mann? - Jonas? Nein.
- Das ist der andere. Er hei�t Jof. - Oh, der also.
Jetzt sind nur noch wir beide da und m�ssen wieder Kunstst�cke vorf�hren.
- Ihr f�hrt auch Kunstst�cke vor? - Oh ja. Jof ist ein guter Jongleur.
- Wird Mikael auch mal Akrobat? - Jof h�tte das gerne.
- Aber du nicht? - Ich wei� nicht.
- Vielleicht wird er Ritter. - Das macht keinen Spa�, sag ich dir.
- Ihr seht nicht gl�cklich aus. - Nein.
- Seid Ihr m�de? Warum? - Ich habe langweilige Gesellschaft.
- Meint Ihr Euren Knappen? - Nein, den nicht.
- Wen meint Ihr dann? - Mich selbst.
- Oh, ich verstehe. - Tust du das wirklich?
Ja, ich verstehe das sehr gut.
Ich frage mich oft, warum sich die Leute st�ndig selbst qu�len.
- Mia... - Jof... Jof, was ist los?
Jof! Jof, was hast du getan? Hast du...? Komm, setz dich.
Wo bist du gewesen? Lass dich anschauen.
Warum musstest du in die Schenke gehen? Nat�rlich, du hast getrunken.
- Ich trank keinen Tropfen. - Du sprachst von Engeln und Teufeln.
- Den Leuten gefallen die Ideen nicht. - Ich sagte nichts von Engeln.
Dann hast du gesungen und getanzt. Immer musst du was vorf�hren.
- Die Leute m�gen das auch nicht. - Sieh mal, was...
Sieh mal, was... was ich dir mitgebracht habe.
- Das kannst du dir nicht leisten. - Ich hab's trotzdem gekauft.
Jof!
- Oh, die haben mich so geschlagen. - Warum hast du dich nicht gewehrt?
Ich bekam Angst und wurde zornig, aber schaffte es nicht.
Ich wurde w�tend, glaub mir. Ich br�llte wie ein L�we...
- Hatten sie Angst? - Nein, sie lachten nur.
Mikael... Mikael.
- Riech mal, wie gut er duftet. - Er ist ein Kr�ftiger.
Du bist ein kr�ftiger Junge. Du hast einen Akrobatenk�rper.
Das ist Jof, mein Mann.
- Guten Tag. - Guten Tag.
Ihr habt einen pr�chtigen Sohn. Der wird euch Freude machen.
Ja, er ist wunderbar. K�nnen wir was anbieten, Mia?
- Danke, ich m�chte nichts. - Ich pfl�ckte wilde Erdbeeren.
- Und wir haben Milch gemolken. - Haben sie gemolken...
Es w�re uns eine Ehre, wenn der Herr Ritter bei uns bliebe.
- Setzt Euch, ich bringe das Essen. - Bitte...
- Wo willst du hin? - Nach Elsinore.
- Ich w�rde dir von der Reise abraten. - Warum, wenn ich fragen darf?
Die Pest zieht die K�ste hinunter. Die Leute sterben zu Tausenden.
- Die Sorge hat ihren Bruder dabei. - Folge mir durch die W�lder.
Du bleibst in meinem Haus oder f�hrst die Ostk�ste runter. Das ist sicherer.
Das sind Walderdbeeren. Sie wachsen auf dem H�gel.
Ich sah noch nie so gro�e. Riecht mal, wie sie duften.
- Guten Appetit. - Ich danke von Herzen.
Ich finde Euren Vorschlag gut, aber ich brauche noch Bedenkzeit.
Es w�re nett, in Begleitung durch den Wald zu reisen.
Er ist voller Geister, Teufel und Diebe. Habe ich geh�rt.
Ich sagte, das klingt nicht schlecht, aber ich brauche Bedenkzeit.
Seit Skat fort ist, bin ich f�r die Truppe verantwortlich.
- Ich bin ja jetzt der Chef. - "Ich bin ja jetzt der Chef."
- Wollt Ihr Erdbeeren? - Dieser Mann rettete mein Leben.
- Setzt Euch zu uns. - J�ns, des Ritter Knappe, dankt.
- Oh, hier ist sehr nett. - F�r kurze Zeit.
Fast immer. Ein Tag ist wie jeder andere.
Das ist normal. Der Sommer ist besser als der Winter...
weil man nicht friert. Aber der Fr�hling ist am allerbesten.
Ich schrieb ein Lied �ber den Fr�hling. Ich hole meine Laute.
Nicht jetzt, Jof. Unsere G�ste m�gen vielleicht dein Lied nicht h�ren.
- Bitte. Ich schreibe selbst Lieder. - Bitte sehr.
Ich habe eines �ber einen unreinen Fisch, das ihr noch nicht geh�rt habt.
Ihr werdet es auch nicht h�ren.
Manchen gef�llt meine Kunst nicht und ich will niemanden damit bel�stigen.
- Man macht sich so viele Sorgen. - Als Paar geht es einem besser.
- Habt Ihr niemanden? - Doch...
- Was tut sie denn gerade? - Ich wei� es nicht.
Ihr seht so ernst aus. War sie Eure Liebste?
Wir waren frisch verheiratet, spielten und lachten viel miteinander.
Ich schrieb Lieder �ber ihre Augen, ihre Nase, ihre netten kleinen Ohren.
Wir gingen auf die Jagd. Abends gab es Tanz, das Haus war voller Leben.
M�chtet Ihr ein paar Erdbeeren?
Der Glaube ist eine schwere Last. Wei�t du das?
Als liebte man jemanden im Dunkeln, der nie kommt, auch wenn man ihn ruft.
Das wirkt so unwirklich, wenn ich hier bei dir und deinem Mann sitze.
Es wird pl�tzlich ganz unwichtig.
Jetzt seht Ihr nicht mehr so ernst aus.
Ich vergesse diesen Moment nie. Die Ruhe und die Abendstimmung...
Die Schale Erdbeeren mit Milch...
Eure Gesichter im Abendlicht...
Mikael liegt da und schl�ft, Jof sitzt mit seiner Laute da.
Ich werde versuchen, das zu behalten, wovon wir sprachen.
Ich werde diese Erinnerung in meinen H�nden halten...
so sorgf�ltig, als w�re es eine Schale randvoll mit frisch gemolkener Milch.
Und das wird ein Zeichen f�r mich sein... und eine sch�ne Erf�llung.
Ich habe auf dich gewartet.
Verzeih, ich habe mich ein wenig versp�tet.
Ich habe meine Strategie verraten und werde mich nun zur�ckziehen.
Nur zu. Du bist an der Reihe.
- Warum siehst du so erfreut drein? - Das ist mein Geheimnis.
Nat�rlich. Ich schlage jetzt deinen L�ufer.
Das war richtig.
- Hast du mich ausgetrickst? - Ja, du bist in die Falle getappt.
Ich biete dir Schach.
- Wor�ber lachst du? - Egal. Rette deinen K�nig.
- Du bist ziemlich arrogant. - Unser Spiel am�siert mich.
Du bist an der Reihe. Mach schnell, ich hab's eilig.
Ich wei�, du bist besch�ftigt. Aber unser Spiel braucht nun seine Zeit.
Du reist mit den Schauspielern durch die W�lder?
Mit den beiden, Jof und Mia... die einen kleinen Sohn haben?
Warum fragst du das?
Ohne Grund...
- Wo ist J�ns? Wir m�ssen fort. - Ich glaube, er ist im Gasthof.
Mein G�te. Wenn das nicht Plog ist, der Schmied.
- Guten Abend. - Du trinkst ganz alleine?
Ja, der Schmied seufzt und jammert wie ein nasses Kaninchen.
- Noch wegen der Frau? - Ja, ich habe sie nicht gefunden.
Ja, mit den Frauen ist's die H�lle und ohne sie auch.
Es w�re logisch, sie zu t�ten, wenn es am sch�nsten ist.
- Unter dem Pantoffel stehen. - Babygeschrei, nasse Windeln.
- Scharfe N�gel und Boshaftigkeit. - Teufels Tante als Schwiegermama.
- Wenn man sich schlafen legt... - Eine andere Melodie...
Tr�nen, Beschwerden und Klagen zu Hauf.
- "Warum k�sst du mich nicht?" - "Warum singst du nicht?"
- "Warum liebst mich nicht wie sonst?" - "Siehst du mein neues Hemd nicht?"
- "Du drehst dich um und schnarchst." - Oh, diese H�lle...
Oh, diese H�lle... Jetzt ist sie fort! Freu dich doch!
Ich werde sie mit meiner Zange in die Nase zwicken.
Ich werde ihnen mit meinem kleinen Hammer auf die Brust schlagen.
Ich werde ihnen mit dem Holzhammer auf den Kopf schlagen.
Seht, da heult er schon wieder!
- Viel leicht liebe ich sie. - Viel leicht liebe ich sie?
H�r mal zu, du Dummkopf. Liebe ist ein anderes Wort f�r Lust...
sowie Lust, und Lust, und eine Menge T�uschung, Falschheit und Getrickse.
- Aber es tut trotzdem weh. - Liebe ist die schlimmste Plage.
St�rbe man daran, w�re es sch�n. Aber sie geht fast immer vorbei.
- Nein, meine geht nicht vorbei. - Oh doch, deine auch!
Es gibt nur ab und zu ein paar arme Dummk�pfe, die an der Liebe sterben.
Wenn alles unvollkommen ist auf dieser Welt, dann ist die Liebe...
das Unvollkommenste in ihrer vollkommenen Unvollkommenheit.
Du Gl�cklicher glaubst dank deiner flotten Zunge noch an dein Geschw�tz.
Ich glaube daran? Wer sagt das? Aber ich gebe gern gute Ratschl�ge.
Bitte um einen und du bekommst zwei. Ich bin wirklich ein schlauer Bursche.
J�ns! Darf ich mit euch durch die W�lder reisen?
Ich bin so einsam und will nicht heim, weil mich dann alle auslachen.
Nur, wenn du nicht die ganze Zeit jammerst. Sonst verlassen wir dich.
J�ns!
- Mein kleiner Bruder... - Aufpassen, J�ns!
- Er m�chte nur streiten. - Jetzt schluchzt er wieder.
Falls ich dich verletzte, tut mir das Leid. Ich bin so temperamentvoll.
Nimm meine Hand.
- Lass dich umarmen, kleiner Bruder. - Vielleicht etwas sp�ter.
Wir sind wirklich in Eile. Danke.
Ah, was sehe ich da? Wer taucht denn da am Waldrand auf?
Das ist doch wohl mein Schatz, und bei ihr ist der Schauspieler!
Aufpassen!
Du bist wohl der schmutzige Schmied. der meine Kunigunda beleidigte.
- Wie, sagst du, hei�t sie? - Kunigunda. Bist du taub?
Sie hei�t Lisa. Lisa Doof oder Schlampe oder Flittchen.
- Lisa Luder oder Arsch. - Mein Gott, ist der gemein!
Grad so ein Widerling, so wie du selbst, du �bert�nchte Kupplerin.
- Oh, ist der gemein! - Du abscheulicher Mistkerl...
Sohn sieben r�udiger Mistkerle. Tr�ge ich deine verseuchten Lumpen...
w�re ich von solch endloser Scham befallen...
dass ich die Welt von meinem erb�rmlichen Anblick befreien w�rde.
- Pass auf, du parf�mierte... - Puderquaste.
Puderquaste... dass ich nicht gleich einen Furz lasse...
der dich in die H�lle der Jongleure schleudert...
- wo ihr dann beisammen sitzt... - Selbstgespr�che f�hrt...
Selbstgespr�che vortragt, bis sich der Staub in des Teufels Ohren absetzt.
Vorsicht, sonst durchbohre ich dir den Bauch, dass die Ged�rme platzen.
Vorsicht, sonst schlag ich dich, dass dich nicht mal Kannibalen wollen.
Wor�ber lachst du? Das ist ernst.
In s�dlichen L�ndern gibt es ein menschen�hnliches Tier, genannt Affe.
- Was meinst du damit? - Nichts weiter...
- Plog, mein einziger Plog. - Was?
- Was? - Liebster Plog, verzeih mir alles.
- Gleich f�ngt sie an zu weinen. - Ich muss weinen. Es ist furchtbar.
Dieser Mann hat mich so �bel betrogen. Das glaubst du nicht.
- Kunigunda, kommt alles raus... - Und jetzt seine Lieblingsspeise.
Plog, wenn wir heimkommen, mache ich Kn�del f�r dich...
mit R�bengem�se und Preiselbeeren. Das ist doch dein Leibgericht.
- Stimmt's, Plog? - Ja, aber zuerst bring ich ihn um.
Ja, bring ihn ihm. Bring ihn ordentlich um.
- Ich kann ihn nicht mehr leiden. - Gott, warum erschufst du die Frau?
Wei�t du, was er ist? Nur ein falscher Bart, falsche Z�hne...
falsches L�cheln, einstudierter Tonfall und so hohl wie ein Krug.
- Los, bring ihn um. - Mein lieber Plog...
Wenn du meinst, ich verteidige meine angebliche Wirklichkeit, irrst du.
- T�te mich. Ich danke dir... danach. - Was sagst du da?
Er hat Verwirrung gestiftet. Das ist schon ein halber Sieg.
- Tu doch was, steh nicht so rum! - Ich kann nur im Streit t�ten.
Er muss mich provozieren, damit ich zuerst w�tend werde.
Lieber Freund, ich setze diesen Degen auf meine Brust.
Und meine Wirklichkeit verwandelt sich schnell in eine neue Wirklichkeit.
Die absolute Manifestation der Leiche.
Halt... Das habe ich nicht so gemeint.
Ich verzeih dir, Kunigunda. Lebwohl, Freund, sprich ein Gebet f�r mich.
Oh, mein lieber... Oh, mein lieber...
Ich habe es nicht so gemeint. Ich fing an, ihn wirklich zu m�gen.
Er ist mausetot. Ich habe noch nie einen so toten Schauspieler gesehen.
Das ist sehr traurig, aber er wollte es ja selbst so, der Arme.
- Ich bin mit ihr verheiratet... - Du hast deine kleine Lisa wieder.
- Bist du nicht gl�cklich? - J�ns, ganz im Vertrauen ...
- Ist das Leben nicht... - Ja. Aber denk nicht dar�ber nach.
Es ist verr�ckt. So ist es.
Das war eine gute Vorstellung. Ich bin wenigstens ein guter Schauspieler.
Ich such mir einen Baum und klettere hinauf.
Dann k�nnen mich keine B�ren, W�lfe oder Geister holen.
Ich suche Jof und Mia morgen. Dann gehen wir zum Allerheiligenfest.
Ich sing mir ein Lied vor. Ich bin 'n Vogel, der singt, wie ich 's will,
Holzf�ller im Wald... Wie sch�n.
Mein Gott, das ist ja mein Baum, den sie f�llen!
He, du d�skopfiger Hahn! Was tust tu da mit meinem Baum?
Kannst du nicht antworten? H�flichkeit kostet doch nichts. Wer bist du?
Ich f�lle deinen Baum, weil deine Zeit abgelaufen ist.
- Unm�glich. Ich habe keine Zeit. - Du hast keine Zeit?
- Ich habe eine Vorstellung. - Die ist abgesagt. Wegen Todesfall.
- Mein Vertrag! - Annulliert.
- Meine Familie und meine Kinder... - Sch�m dich, Skat!
Ich sch�me mich, ich sch�me mich...
Gibt es keinen Freispruch? Keine Sonderregeln f�r Schauspieler?
Nein, in diesem Falle nicht.
Keine Schlupfl�cher, Ausnahmen...
Der Mond kam gerade hinter den Wolken zum Vorschein.
Gut. Dann sehen wir die Stra�e besser.
- Ich mag den Mond heute Nacht nicht. - Die B�ume sind so still.
- Das ist so, weil kein Wind bl�st. - Er meint, sie sind sehr still.
Es ist v�llig ruhig.
- Wenn wir nur einen Fuchs h�rten. - Oder eine Eule.
Oder eine menschliche Stimme. Au�er der eigenen...
- Wo fahrt ihr hin? - Zum Marterpfahl.
Aha, es ist die Hexe. Warum wird sie mitten in der Nacht verbrannt?
- Kein Am�sement mehr heutzutage. - Ruhe, bei allen Teu... Heiligen.
- Sie hat den Teufel bei sich. - Dann seid ihr acht mutige M�nner.
Nun, wir werden daf�r bezahlt. Wir haben uns freiwillig gemeldet.
Kannst du mich h�ren?
- Es hei�t, du kennst den Teufel. - Warum fragst du das?
Nicht aus Neugierde, sondern aus rein pers�nlichen Gr�nden.
- Ich will ihn auch kennen lernen. - Warum?
Ich m�chte ihn �ber Gott ausfragen.
Er muss es wissen. Wenn nicht er, dann keiner.
- Du kannst ihn sehen, wenn du willst. - Wie?
Aber dann musst du das tun, was ich sage.
Sieh mir in die Augen.
Nun? Was siehst du? Siehst du ihn?
Ich sehe die blanke Angst in deinen Augen.
Sonst nichts.
Niemanden, nichts... niemanden...
Nein...
Steht er auch nicht hinter deinem R�cken?
Nein. Da ist nichts.
Aber er ist immer bei mir. Ich strecke meine Hand aus und sp�re seine.
Er ist auch jetzt bei mir. Das Feuer wird mir nichts antun.
- Hat er das gesagt? - Ich wei� das.
Ich wei� es, ich wei� es. Du musst ihn irgendwo sehen, du musst ihn sehen!
Der Priester hat ihn ohne Probleme sehen k�nnen, auch die Soldaten.
Sie haben so Angst vor ihm, dass sie es nicht mal wagen, mich zu ber�hren.
- Warum zerschlugt ihr ihre H�nde? - Das waren wir nicht.
- Wer? - Fragt den M�nch dort dr�ben.
Was hast du dem M�dchen angetan?
H�rt Ihr nie auf zu fragen?
Nein... ich h�re nie auf.
Aber Ihr werdet keine Antwort erhalten.
Ich wollte den W�chter t�ten, aber das n�tzt nichts. Sie ist beinahe tot.
Ich sagte doch, ihr sollt aufpassen! Geht nicht in ihre N�he.
Iss das hier, dann l�sst der Schmerz nach.
- Was sieht sie? K�nnt Ihr das sagen? - Sie versp�rt keine Schmerzen mehr.
Ihr beantwortet meine Frage nicht. Wer wird sich um das Kind k�mmern?
Sind es die Engel oder Gott oder der Satan oder einfach die Leere?
- Die Leere, Herr... - Das kann nicht sein!
Seht ihre Augen an. Ihr armes Bewusstsein nimmt etwas wahr.
- Die Leere unter dem Mond. - Nein...
Wir stehen machtlos mit h�ngenden Armen, wir sehen das, was sie sieht.
Unsere Angst und die ihrige sind die gleiche.
Das kleine Kind... Es macht sich keine Sorgen, es k�mmert sich nicht...
~Er singt so sch�n von Jesus Christus. ~
~ Gro�e Freude ist im Himmel... ~
Bald wird der Morgen anbrechen. Doch die Hitze ist wie eine feuchte Decke.
Ich habe solche Angst.
Wir sp�ren, dass was mit uns passiert, aber wir wissen nicht, was es ist.
- Vielleicht der J�ngste Tag. - Der J�ngste Tag.
Hast du kein Wasser? Kannst du mir etwas Wasser geben?
- Ich habe die Pest. - Bleib auf der anderen Seite!
Ich habe Angst vor dem Sterben. Ich will nicht sterben. Ich will nicht!
Hast du kein Mitleid mit mir? Hilf mir...
Sprich wenigstens mit mir!
Das n�tzt auch nichts. Das n�tzt nichts.
Ich wei�, dass es �berhaupt nichts n�tzt.
Ich werde sterben. Ich... ich...
Was passiert jetzt mit mir? Kannst du mich nicht mal tr�sten?
Hast du kein Mitgef�hl? Kannst du nicht sehen, dass ich...
Gibt es keine Hilfe? Kann ich nicht ein wenig Wasser haben?
Es ist sinnlos. Es ist v�llig sinnlos.
Ich sagte, es ist sinnlos.
- Hi lf mir! - H�rst du nicht, wie ich dich tr�ste?
- Sollen wir unser Spiel beenden? - Du bist an der Reihe.
- Ich schlug deine Dame. - Das habe ich nicht gesehen.
Mia... Ich sehe etwas Schreckliches, etwas beinahe Unaussprechliches.
- Was siehst du denn? - Der Ritter spielt gerade Schach.
- Das sehe ich. Ist nichts Schlimmes. - Siehst du, mit wem er spielt?
- Er ist allein. Erschreck mich nicht. - Nein, nein. Er ist nicht allein.
- Wer ist bei ihm? - Der Tod. Er spielt mit dem Tod.
- Sag das nicht. - Wir m�ssen von hier fliehen.
- Das k�nnen wir nicht. - Wir m�ssen es versuchen.
Sie sind in ihr Spiel vertieft. Wenn wir ruhig gehen, merken sie es nicht.
Du bist an der Reihe, Antonius Block.
Hast du das Interesse an unserem Spiel verloren?
Das Interesse verloren? Im Gegenteil...
Du siehst �ngstlich aus. Verbirgst du etwas?
- Dir entgeht auch nichts. Oder? - Mir entgeht nichts.
- Mir entgeht keiner. - Es stimmt, ich bin �ngstlich.
Du hast Angst.
Ich habe vergessen, wo die Figuren standen.
Aber ich habe es nicht vergessen.
So leicht kommst du nicht davon.
- Jetzt sehe ich was Interessantes. - Was siehst du?
Beim n�chsten Zug wirst du schachmatt sein.
Das stimmt...
- Hast du von der Frist profitiert? - Ja, das habe ich.
Das freut mich. Ich werde dich jetzt verlassen.
Sehen wir und deine Begleiter uns wieder, ist deine Zeit abgelaufen.
- Enth�llst du mir deine Geheimnisse? - Ich habe keine Geheimnisse.
Du wei�t also nichts?
Ich bin v�llig unwissend.
- Siehst du das seltsame Licht? - Der Sturm bricht am Morgen herein.
Es ist was anderes, was Schreckliches. H�rst du das Rumpeln?
- Das ist vermutlich der Regen. - Nein, das ist nicht der Regen.
Er hat uns gesehen, er folgt uns, jetzt kommt und holt er uns!
Geh in den Wagen, Mia. Schnell rein, schnell!
Der Engel des Todes zieht vor�ber. Der Engel des Todes.
- Und er ist sehr gro�... - Sp�rst du, wie kalt er ist?
Ich h�rte von zur�ckgekehrten Kreuz- fahrern, dass du auf dem Heimweg bist.
Ich wartete auf dich. Alle anderen sind vor der Pest geflohen.
Erkennst du mich nicht mehr?
Du hast dich auch ver�ndert.
Jetzt sehe ich, dass du es bist.
Irgendwo in deinen Augen...
Irgendwo in deinem Gesicht, aber verborgen und voller Angst...
ist jener Junge, der vor vielen Jahren losgezogen ist.
Das ist jetzt vorbei. und ich bin ein wenig m�de.
- Bereust du deine Reise? - Nein.
Ich bereue gar nichts. Aber ich bin ein wenig m�de.
Ich kann das sehen...
Meine Freunde sind dort dr�ben.
Bitte sie doch herein. Ich decke den Fr�hst�ckstisch.
Und als das Lamm das siebente Siegel aufbrach...
wurde es im Himmel ganz still.
Diese Stille dauerte etwa eine halbe Stunde lang.
Nun machten sich die sieben Engel bereit...
die sieben Posaunen zu blasen.
Der erste Engel begann, und kaum ert�nte seine Posaune...
da fielen Hagel und Feuer, mit Blut vermischt...
auf die Erde.
Ein Drittel der Erde verbrannte...
und ein Drittel der B�ume verbrannte...
mit allem gr�nen Gras.
Jetzt blies der zweite Engel seine Posaune.
Etwas, das wie ein gro�er feuergl�hender Berg aussah...
st�rzte brennend in das Meer.
Und ein Drittel des Meeres wurde zu Blut.
War da jemand?
Nein, Herr... Ich sah niemanden.
Dann ert�nte die Posaune des dritten Engels.
Und ein riesiger Stern fiel vom Himmel...
wie eine brennende Fackel.
Und dieser Stern hei�t Bitterkeit.
Guten Tag, edler Herr.
Ich bin Karin, des Ritters Frau, und hei� Euch in meinem Haus willkommen.
Ich bin von Beruf Schmied. Ein guter, wenn ich das �ber mich so sagen darf.
Lisa, meine Frau. Mach einen Knicks vor dem ehrenwerten Herrn, Lisa.
Sie ist manchmal ein wenig schwierig und wir hatten einen kleinen Streit...
aber nicht schlimmer als bei den meisten.
Herr, aus der Finsternis rufen wir zu dir. Oh Gott, erbarme dich unser.
Denn wir sind klein, voller Furcht und unwissend.
In der Finsternis, in der du wohnst und wo wir vermutlich alle wohnen...
findet ihr niemanden, der eure Klagen anh�rt oder eure Leiden bedauert.
- Fort mit Tr�nen und Apathie. - Gott, der du irgendwo existierst...
der du irgendwo existieren musst, erbarme dich unser.
Ich hatte ein Kraut gegen eure Angst vor der Ewigkeit. Jetzt ist's zu sp�t.
Sp�rt am Ende noch das Gl�ck, die Augen und die Zehen zu bewegen.
- Ruhe... Ruhe. - Ich bin still, aber unfreiwillig!
Es ist zu Ende...
Mia! Ich kann sie sehen, Mia.
Ich kann sie sehen. Dort dr�ben unter dem sturmverhangenen Himmel.
Sie sind alle dort. Der Schmied und Lisa...
der Ritter und Raval, J�ns und Skat...
Und der strenge Herr, der Tod, fordert sie alle zum Tanze auf.
Er will, dass sie sich an den H�nden fassen und in einer Reihe tanzen.
Und der strenge Herr f�hrt sie an. Er tr�gt die Sense und eine Sanduhr.
Skat l�uft am Ende mit seiner Laute.
Sie bewegen sich fort, fort von der Abendd�mmerung ...
in einem feierlichen Tanz in das dunkle Land hinein.
W�hrend der Regen ihre Gesichter ben�sst...
und die salzigen Tr�nen von ihren Wangen abw�scht.
Du immer mit deinen Tr�umen und Visionen...
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