All language subtitles for Rebecca 1997 part1

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Original subtitles

Wir werden erwartet. - Wenn Sie mir bitte folgen wollen.

Der Tisch am Kamin?

Nicht eine einzige bekannte Persönlichkeit.

Was ist das nur für ein Hotel? Unmöglich!

Ich verlange einen Preisnachlass von der Direktion.

Ich meine, was denken die sich, warum ich hierher komme? Wegen der Hotelpagen?

Der da ist ja ganz niedlich.

Nun ja, das war einmal.

Sie sind schockiert? Tatsächlich, sie ist es.

Moment mal, wen erblicke ich denn da?

Endlich eine Persönlichkeit! Und was für eine!

Das ist Max de Winter. Der Herr auf Manderley.

Ist Ihnen doch ein Begriff, Manderley, nicht wahr?

Ja, natürlich.

Der wird mir nicht entgehen.

Er war sehr krank. Es heißt, er komme über den Tod seiner Frau nicht hinweg.

Sie ist ertrunken. In einer Bucht unweit Manderley.

Hier, Kleiner, bring das dem Herrn da drüben. Husch, husch!

Von der Dame dort.

Rebecca! Seine Frau war, was man eine Schönheit nennt.

Sind wir das nicht alle?

Ganz reizend, dass Sie uns Gesellschaft leisten. Ganz reizend!

Ich war mir nicht so sicher, ob Sie sich noch an mich erinnern würden.

Oh! Aber sogleich, Mrs. Van Hopper! Es war noch wo?

Geburtstag meines Cousins Billy. Im "Claridge".

Er war so stolz darauf, Sie zum Freund zu haben.

Und wenn er von Manderley sprach, glänzten seine Augen. Ein Märchenschloss!

Ich frage mich, wie halten Sie es bloß aus, nicht dort zu sein?

Allein schon diese, ach, wie nennt man das, Säulengalerie!

Ach, ein wahres Juwel!

Ich wette, in Manderley waren schon Könige zu Gast.

Ist es nicht so? - Nicht mehr seit Essorette!

Den Unpünktlichen, wie man ihn nannte.

Meine Familie gab ihm diesen Beinamen, weil er stets zu spät zum Dinner kam.

Sie sind mir einer! Köstlich! Ach, ich liebe Männer mit Humor!

Nun, da das Eis gebrochen ist, hoffe ich, dass wir uns häufiger sehen.

Sie schauen ein mal in meiner Suite vorbei, nehmen einen Drink.

Ich habe oft ein paar Freunde zu Gast, müssen Sie wissen.

Sehr freundlich von Ihnen, aber ich bin gerade erst angekommen,

und weiß noch nicht, wie sich... was halten Sie von Monte Carlo?

Oder halten Sie gar nichts davon?

Es kommt mir irgendwie gekünstelt vor. Aber der Sonnenuntergang...

Sie ist verwöhnt, müssen Sie wissen. Das ist ihr Problem.

Die meisten jungen Mädchen würden ihr Augenlicht opfern, um Monte zu sehen.

Würde dieses Opfer nicht Sinn und Zweck verfehlen?

Also wirklich, Sie sind mir vielleicht ein Schelm!

Guten Morgen!

Sind Sie allein?

Ja. - Bitte, setzen Sie sich.

Garcon, ein Stuhl für Mademoiselle. - Ja, Monsoir.

Und, wie geht es Ihnen heute Morgen?

Danke, mir geht es gut.

Tut mir leid, wenn ich gestern Abend etwas rüde war.

Waren Sie nicht. - Zu Ihnen wohl weniger.

Wie geht es Ihrer Freundin heute Morgen?

Sie hat eine leichte Verkühlung.

Arme Mrs. Van Hopper.

Um sich mit Champagner-Cocktails zu kurieren, nehme ich an?

Eier im Glas, Toast, englische Marmelade und Kaffee, ja?

Merci!

Sie will mich zu ihrer, wie man sagt, Gesellschafterin machen.

Ich bekomme ein Gehalt.

Ich wusste gar nicht, dass man sich Gesellschaft kaufen kann.

Wahre Gesellschaft natürlich nicht.

Ich habe im Konversationslexikon nachgeschlagen.

Dort steht, eine Gesellschafterin ist eine Herzensvertraute.

Haben Sie denn keine Familie? - Nein, meine Eltern sind beide tot.

Oh. Dann haben wir etwas gemeinsam.

Wir sind beide auf uns selbst gestellt.

Ich habe zwar eine Schwester und eine uralte Großmutter,

aber keine von ihnen wäre eine Gesellschafterin für mich.

Immerhin haben Sie ein Daheim. Irgendwo etwas für sich.

Als Kind habe ich mal eine Ansichtskarte von Manderley erstanden.

Hat mich mein halbes Taschengeld gekostet.

Ein einsames Haus. Zuweilen ist es dort so einsam wie in einem überfüllten Hotel.

Was wird eigentlich aus dieser Herzensvertrautheit, wenn Mrs. Van Hopper

auf der Treppe stürzt und sich ihren exquisiten Hals bricht?

Ich nehme an, es gibt noch andere Mrs. Van Hoppers.

Mehr als genug.

In Ihrem Alter können einen solche Zukunftsaussichten nicht schrecken.

Nichts schreckt einen.

Ich bin doppelt so alt wie Sie.

Setzen Sie sich einen Hut auf.

In Manderley kann man von der Terrasse aus das Meer hören.

Die Brecher, wenn sie in die Bucht donnern.

Es ist anders als hier.

Kalt, grau, wie Schiefer.

Dafür ist im Frühling alles mit Blumen überseht.

Narzissen, Primeln, Glockenblumen. Die ich aber nicht fürs Haus pflücken lasse.

Dort ist nicht ihr Platz.

Wilde Blumen lässt man da, wo sie wachsen.

Meine Schwester klagt immer, dass es auf Manderley zu viele Düfte gäbe.

Sie fühle sich wie betrunken, sagt sie.

Für mich ist dies die einzige Trunkenheit, die ich mag.

Zerreibe Blüten zwischen den Fingern.

Tausend Düfte, es wird einem der Kopf schwer.

Nein!

Tut mir leid, das war unverzeihlich von mir.

Sie brauchen sich nicht zu fürchten!

Sollten wir nicht umkehren?

Da, sehen Sie?

Nicht so gefährlich, wie es aussieht.

Waren Sie schon ein Mal hier?

Kennen Sie diese Gegend?

Ja.

Nichts hat sich geändert.

Ich fahre Sie wohlbehalten heim.

Danke.

Ganz kalte Hände!

Hier, nehmen Sie!

Nun? Wie haben Sie heute die Zeit verbracht?

Ich habe beim Tennislehrer eine Stunde genommen.

Ah! Was immer er für Ihre Rückhand getan hat,

er hat für Farbe auf Ihren Wangen gesorgt.

Jemand Neues eingetroffen?

Nicht, dass ich wüsste.

Ich werde wohl morgen besser den Arzt rufen.

Meine Kopfschmerzen melden sich wieder!

Vielleicht sind es aber auch nur die Leute, die mich zu Tode langweilen.

Oh, wo stecken sie bloß neuerdings alle? Monte war doch einmal...

Geben Sie schon her!

Wo ist die alte Clique?

Haben Sie vielleicht Max de Winter gesehen?

Ich habe ihn beim Frühstück gesehen.

Hat ihm jemand beim Mittagessen Gesellschaft geleistet?

Er war zur Mittagszeit nicht im Restaurant.

Nicht da? Sehen Sie, es heißt,

er erwähne nie ihren Namen.

Er will einfach nicht darüber sprechen, er lässt keinen an sich heran.

Sie haben es ja erlebt, wie er mich hat abblitzen lassen.

Trotz allem, wieso sollte ich es nicht noch mal versuchen?

Sobald ich wieder besser beieinander bin.

Ich denke, Max de Winter hat zu gute Manieren, eine Lady zweimal zurückzuweisen.

Auch, wenn diese Lady nicht unbedingt eine ist.

Guten Morgen!

Wohin wünschen Madame heute zu fahren?

Was wollten Sie sagen?

Ich sehen es Ihnen doch an! Sie wollten etwas sagen! Was ist es?

Wenn es doch nur eine Erfindung gäbe, um einen Augenblick festzuhalten,

in einem Fläschchen zum Beispiel. Wie einen Duft, der nie verfliegt!

Und wenn einem danach ist, öffnet man das Fläschchen

und erlebt den Augenblick wieder und wieder.

Welche Augenblicke in Ihrem jungen Leben würden Sie denn bewahren wollen?

Einen wie diesen!

Ist der Kaffee wirklich so gut?

Lachen Sie nicht über mich!

Sie sollten mich nicht wie ein törichtes Kind behandeln.

Auch wenn ich noch nicht viel von der Welt kenne.

Auch wenn ich keine Frau von 36 bin

und mich nicht in schwarzen Satin kleide und Perlen trage.

Dann würden Sie nicht mit mir hier sitzen!

Und hören Sie auf, an den Nägeln zu kauen! Eine hässliche Unart.

Wieso fahren Sie dann mit mir aus, Tag für Tag,

wenn Sie mich für dumm und hässlich halten? Wieso?

Aus Mitleid? Ist es das?

Suchen Sie sich jemand anderen für Ihren Edelmut!

Was heißt hier Mitleid und Edelmut? Ich besitze weder das eine noch das andere!

Ich lade Sie ein mit mir auszufahren, weil Sie Sie sind.

Sie könnten meine Tochter sein, und ich weiß nicht,

wie ich mit Ihnen umgehen soll.

Aber ich weiß, Sie haben die Vergangenheit in mir ausgelöscht,

wie es all die funkelnden Lichter von Monte Carlo nicht vermochten.

Wenn Sie mir nicht glauben, dann sagen Sie es,

und ich werde abreisen.

Ich bin nur Ihretwegen geblieben.

Ich weiß nicht mehr über Sie, als am ersten Tag, da wir uns begegneten?

Wollen Sie, dass ich gehe?

Ach, was zum Teufel!

Eines müssen Sie mir versprechen!

Niemals schwarzen Satin zu tragen!

Nein, nein! Jeder weiß, dass ich nicht zu denjenigen gehöre,

die alte Wunden wieder aufreißen. Es muss ja wie ein Messerstich ins Herz sein,

wenn Sie nur an sie denken!

Aber Max, sie sollten sich von Ihren Freunden helfen lassen, Max!

Amüsieren Sie sich mit uns! Lachen Sie mit uns!

Sie können doch nicht Ihr Leben lang Trübsal blasen?

Das ist nicht fair, der Weiblichkeit gegenüber,

dass ein so gut aussehender Mann sich ihr verweigert!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rebecca das gutheißen würde, Max!

Wie rührend, dass Sie so besorgt um mich sind!

Zumal, da sie mich nur flüchtig kennen. Von meiner Frau ganz zu schweigen.

Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen wollen.

Oh, nein! Nicht doch, Sie wollen uns schon verlassen?

Aber es fängt doch gerade erst an? Ach, bleiben Sie noch auf ein paar Drinks!

Sagen Sie "ja", Max! Alles mal herhören!

Wir erheben jetzt unser Glas auf Rebecca de Winter!

Unterstehen Sie sich! Nennen Sie nicht ihren Namen!

Keiner von Ihnen hier hat sie gekannt.

Guten Abend!

Bitte um Verzeihung, Mr. Max de Winter!

Es ist doch nur eine kleine Party!

Sie hatten allen Grund, empört zu sein.

Ich hätte mich beherrschen sollen. Ein unbedachter Wutausbruch, in meinem Alter!

Es kam nur so unerwartet. Aber Sie wissen, was für eine närrische,

unglückliche, einsame Frau sie ist.

Soll ich sie darum bemitleiden und ertragen? Geduldig ertragen?

Ja!

Vielleicht ist es auch nur so, dass ich nicht sehr gut in solchen Sachen bin.

Einer meiner Fehler.

Einer meiner schlimmsten, würde Sie das nicht auch sagen?

Sie machen sich schon wieder über mich lustig.

Das stimmt nicht.

Es ist nur so, dass Sie manchmal ein zu ernstes kleines Ding sein können.

Ein kleines Ding? So wirke ich also auf Sie.

Ich wollte Sie nicht kränken, ich meinte es nicht so.

Ich...

Ich hoffe, Sie werden immer so zu mir sein.

So natürlich und offen.

Ein kleines Mädchen, das nie erwachsen wird.

Nein, das nun wieder nicht.

Was ich sagen will, ist, ich hoffe, Sie bleiben sich selber treu.

Wie auch immer. Aber es ist ja auch nicht so wichtig, wie ich auf Sie wirke.

In ein paar Tagen reisen Sie wahrscheinlich ab und haben mich vergessen.

Ich werde Sie ganz sicher nicht vergessen.

Ihre komische, unbedarfte, kleine Freundin.

Sie!

Ich werde Sie nie vergessen!

Muss ich denn erst hinunterkommen und Dampf machen?

Nicht doch! Sagen Sie ihnen einfach, Mrs. Van Hoppers übliche Kabine.

Alles klar?

Da sind Sie ja!

Nie sind Sie in den letzten Tagen greifbar, wenn ich Sie brauche.

Nun denn, es gibt Arbeit für uns! Wir packen! Abreise morgen!

Ich habe die Nase voll von Europa!

Wie klingt das für Sie: New York!

Was ziehen Sie denn für ein Gesicht?

Ich bitte Sie, ich sagte New York!

Zum Teufel! Ich werde nicht schlau aus Ihnen!

Die Chance, die ich Ihnen biete. Sie sagten doch, Sie mögen Monte nicht?

Ich habe mich dran gewöhnt.

Wie gnädig von Ihnen!

Okay, und jetzt gewöhnen Sie sich eben an New York.

Wir fahren nach New York! Ich wollte "Auf Wiedersehen" sagen.

Nein!

So!

Mrs. Van Hopper hat also genug von Monte Carlo

und möchte wieder heim.

Ich auch.

Sie nach New York, und ich nach Manderley.

Was würden Sie vorziehen?

Machen Sie keine Scherze darüber! Das ist unfair!

Ich mache keine Scherze, und schon gar nicht so früh am Morgen!

Bringen wir die Sache auf den Punkt! Entweder Sie fahren mit Mrs. Van Hopper

nach New York, oder mit mir nach Manderley.

Suchen Sie eine Sekretärin oder so was?

Nein, Sie Dummerchen! Ich frage Sie, ob Sie mich heiraten wollen!

Verzeihen Sie bitte! Ich überfalle Sie so einfach damit.

Wir sollten uns in einem Wintergarten befinden.

Orchideen, Sie in einem weißen Kleid, Violinen erklingen, Walzermelodien.

Tut mir leid, wir müssen ohne das alles auskommen.

Hören Sie auf damit, Maxime!

Ich bin nicht das Mädchen, das für Sie...

ich weiß nicht, wie ich mich verständlich machen soll,

aber ich passe nun mal nicht in Ihre Welt.

Und was ist meine Welt?

Manderley! Sie wissen, was ich meine.

Unsinn!

Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet.

Wie könnte ich das? Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Was ist? Einverstanden, mich auf der Stelle zu heiraten?

Alles kann in wenigen Tagen arrangiert werden. Urkunden, Standesamt, all das.

Keine Kirche? Keine Brautjungfern? Kein Glockengeläut?

Nein! Eine solche Hochzeit hatte ich schon einmal.

Sagen Sie "ja", jetzt gleich! Wir fahren nach Venedig in die Flitterwochen.

Venedig? - Verliebte fahren gewöhnlich nach Venedig!

Wir können in einer Gondel Händchen halten.

Und dann mit dem Schiff zurück nach England. Ich möchte Ihnen Manderley zeigen.

Ich wäre dann Mrs. De Winter?

Wollen Sie mich nicht?

Ich dachte, Sie lieben mich vielleicht.

Das tue ich!

Das heißt also "ja"?

Ja, Maxime!

Mach dir keine Sorgen. Wir besprechen das alles beim Frühstück.

Guten Morgen! Jetzt brauchen wir eine Stärkung für den Geist.

Ja, es gibt jetzt vieles zu bedenken. - Also ein großes Frühstück!

Was ist mit Mrs. Van Hopper?

Soll ich es ihr sagen?

Nein. Ich mach das schon. Ich sage es ihr.

Dann am besten gleich.

Ich warte hier.

Ich bin sicher, sie wird sich sehr für uns freuen.

Wissen Sie, da kann ich nur sagen: Donnerwetter!

Tennisstunden, ja?

Tja, Spiel, Satz und Sieg! Für Sie, Kindchen!

Haben Sie etwas getan, was sich nicht schickt?

Ich werde selbstverständlich noch für Sie packen.

Selbstverständlich. Sie werden etwas mehr zu tun haben, als nur packen.

Als Herrin von Manderley!

Fühlen Sie sich dem gewachsen?

Fühlen Sie sich ihm gewachsen?

Ich meine, er ist ein höchst attraktiver Mann, wie Sie sicher selbst wissen.

Seien Sie auf der Hut, Cinderella!

Vielleicht erweist sich der Prinz am Ende als gar nicht so charmant?

Haben Sie neulich Abend seine Augen gesehen?

Ein Tiger!

Sind Sie für so etwas in Ihrem Bett gewappnet?

Sie sagten, es würde Ihnen nicht viel Zeit bleiben.

Ich packe Ihren Schrankkoffer.

Viel Glück, Kindchen!

Sie sind eine höchst bezaubernde Gesellschafterin, Mrs. De Winter!

Aber an unserem letzten Abend an Bord sollten wir uns, denke ich,

der Öffentlichkeit präsentieren.

Um dem guten Ton genüge zu tun.

Ich werde mein neues Kleid anziehen.

Und ich werde vor all diesen alten Lang- weilern mit meinem besten Benehmen glänzen!

Und das wird zwangsläufig auch bei unserer Heimkehr so sein.

In der ganzen Grafschaft. Auf Manderley tun wir, was uns gefällt.

Ich hoffe, du wirst es ebenso lieben wie ich.

Nicht zu auffällig. Eher in etwas zarteren Tönen.

Sie können gut und gern kräftigere Farben vertragen, Madam,

wir haben die ganz Palette der neuesten Töne vorrätig.

Ich bin das nicht so gewohnt! Vielleicht mal probeweise?

Sie können uns vertrauen, Madam. Wir finden schon das richtige für Sie.

Was halten Sie von diesem?

Guten Abend, Mr. De Winter! Darf ich mich zu Ihnen setzen?

Was soll denn das?

Was hast du dir dabei nur gedacht?

Ist es zu viel?

Es war nur so zum Spaß.

All die anderen Frauen... ich dachte, passend zum Kleid?

Ich hab keine Dirne geheiratet! - Maxime, bitte!

Wisch das ab! Sofort! - Nein, ich kann nicht!

Doch nicht hier? - Willst du einen Narren aus mir machen?

Ich sagte: Wisch das ab! Sofort!

Hör auf, Maxime!

Ich verstehe dich nicht.

Ich denke, wir gehen besser zurück in unsere Kabine.

Es tut mit sehr leid.

Wie konnte ich mich nur wegen ein bisschen zu viel Lippenstift so gehen lassen?

Du wolltest mir damit gefallen und ich reiß dir den Kopf ab.

Es ist nur so: Es kam so überraschend.

Ich verspreche dir, so etwas wird nie wieder geschehen.

Sag, dass du mir verzeihst!

Bitte!

Aber ja doch! Ich liebe dich!

Gleich sind wir da. Müde?

Mach dich auf ein gewisses Maß an Neugier gefasst.

Alle Augen werden auf dich gerichtet sein.

Das ist doch verständlich.

Kein Grund, nervös zu sein. Sei nur du selbst, und alle werden dich lieben.

Da wären wir!

Schön, euch wieder zu sehen! - Mr. De Winter, Madam!

Das ist unsere neue Mrs. De Winter.

Um den Haushalt brauchst du dich nicht zu kümmern.

Mrs. Danvers ist dafür zuständig, sie sorgt für alles. Überlass alles ihr.

Sie ist sehr eigen, um es mal so auszudrücken.

Wahrscheinlich wird sie dir zunächst etwas steif erscheinen,

aber sieh darüber hinweg, es ist eben so ihre Art.

Und jetzt schließ die Augen!

Ich sage dir, wenn du sie wieder aufmachen kannst.

Jetzt! Schau!

Da!

Gefällt es dir?

Es ist dein!

Gleich sind sie da!

Kommt, kommt, kommt!

Kommt, kommt! Stellt euch da hin!

Verfluchtes Weib! - Was ist denn da los?

Wer sind die vielen Leute?

Mrs. Danvers hat das Personal aus allen Ecken und Enden

zu unserem Empfang zusammengetrommelt. Sie sollte wissen,

dass ich für so etwas nichts übrig habe. Ah, Fred!

Schön, Sie wieder zuhause begrüßen zu können, Sir! Und Madam auch!

Gib Robert den Mantel!

Du brauchst nichts zu sagen, ich mache das schon.

Danke für diesen Empfang! Schön, euch alle wieder zu sehen.

Ihr seid alle bei bester Gesundheit, ja?

Ich muss gestehen, es ist schön, wieder bei euch zu sein.

Danke!

So, das wäre es.

Danke, Frith! Nun denn!

Guten Tag, Sir!

Guten Tag, Madam!

Mrs. Danvers! Was für ein Empfang! Danke!

Das ist Mrs. De Winter.

Ich freue mich sehr, Mrs. Danvers.

Danke, Madam! Ich und das gesamte Personal auf Manderley,

stehen zu Ihrer Verfügung!

Gut! Dann seid ihr jetzt Freunde. Fein!

Sie können den Tee bringen, Frith!

Ich hätte nicht gedacht, dass das Haus so groß ist.

Ja, Manderley ist ein großes Haus. Nicht so groß wie andere, natürlich.

Verzeihen Sie, dass ich Sie warten ließ, Mrs. Danvers.

Es liegt bei Ihnen, das Tempo zu bestimmen, Madam.

Hier entlang!

Wie ich höre, haben Sie alles neu hergerichtet.

Oh, Mrs. Danvers, es ist zauberhaft.

Ich hoffe, es entspricht Mr. De Winters Anordnungen.

Man sieht von hier aus gar nicht das Meer?

Nein! Von diesem Flügel aus nicht.

Und es ist auch nicht zu hören von diesem Flügel aus.

Aber Mr. De Winter wünschte für Sie dieses Zimmer.

Er meinte, Sie würden es zu schätzen wissen.

Demnach war es früher nicht sein Schlafzimmer?

Nein. Als Mrs. De Winter noch lebte, bewohnten sie den Westflügel.

Das schönste Zimmer des Hauses.

Mit Blick auf die See.

Mrs. Danvers, ich hoffe, wir werden Freunde werden und gut miteinander auskommen.

Sie müssen Geduld mit mir haben. Wissen sie, diese Art von Leben ist neu für mich.

Ich möchte mich hier wohl fühlen. Und Mr. De Winter glücklich machen.

Ich hoffe, es wird alles zu Ihrer Zufriedenheit sein, Madam.

Ich bin sicher, das wird es. Ich möchte hier keineswegs etwas verändern.

Können Sie mir sagen, wann Ihre Zofe eintreffen wird?

Wünschen Sie eine?

Ich weiß nicht, ich habe noch nicht darüber nachgedacht.

Es ist für Damen in Ihrer Position üblich.

Könnten Sie das für mich in die Hand nehmen?

Vielleicht ein junges Mädchen, das Erfahrung sammeln möchte?

Ganz wie Sie wünschen, Madam.

Danke, Mrs. Danvers.

Wer ist die Frau in dem weißen Kleid?

Wo?

In der Galerie! Die Frau ganz in weiß.

Ich glaube, irgendeine Ur-Ur-Urgroßtante.

Caroline war, glaube ich, ihr Name.

Sie ist wunderschön.

Schon möglich.

Wundervolle Augen. Jung und wiederum nicht jung.

Möchtest du, dass ich so aussehe?

Nein. - Warum nicht?

Passt nicht zu dir. - Wieso nicht?

Hör mit dieser Fragerei auf und iss dein Ei!

Maxime! - Entschuldige. War nicht bös gemeint.

Ein Besitz wie Manderley kostet einen Haufen Arbeit.

Da hat man den Kopf voll. Also dann, ich habe eine Menge zu erledigen.

Du kannst dich allein beschäftigen?

Ach, zum Mittagessen heute: Schwester, Schwager und Crawley, mein Verwalter.

Mrs. Danvers kümmert sich darum. Ist dir doch angenehm, oder?

Guten Morgen! - Guten Morgen, Madam!

Suchen Sie irgendetwas bestimmtes, Madam?

Ich kann kein Streichholz finden, um den Kamin anzuzünden.

Es ist kühl hier drinnen.

Das Feuer in der Bibliothek wird nicht vor dem Nachmittag angemacht, Madam.

Sie finden ein gutes Feuer im Damenzimmer.

Ja, danke.

Wenn Sie auch in der Bibliothek ein Feuer wünschen,

werde ich das selbstverständlich veranlassen.

Nein, das ist wirklich nicht nötig. Ich gehe ins Damenzimmer. Danke, Frith!

Sie finden dort auch Schreibpapier, Madam. Mrs. De Winter pflegte

Ihre Korrespondenz und Telefonate immer nach dem Frühstück

im Damenzimmer zu erledigen. - Ja, danke.

Sie gehen durch den großen Salon, Madam, und danach rechts.

Danke, Frith.

Ja, wer ist dort? - Mrs. De Winter?

Tut mir leid, das muss sich um einen Irrtum handeln.

Mrs. De Winter ist schon über ein Jahr tot.

Hier spricht Mrs. Danvers, Madam! Über das Haustelefon.

Ich möchte gern wissen, ob Sie mit der Speisenfolge heute einverstanden sind.

Bitte um Verzeihung! Ja doch, gewiss doch.

Sie liegt vor Ihnen, auf der Schreibunterlage, auf dem Sekretär.

Ja! Gut aufeinander abgestimmt. Wirklich gut.

Danke, Madam.

Guten Morgen!

Verzeihung! Ich bin Frank Crawley, Maximes Verwalter.

Ja, natürlich! Maxime hat mir von Ihnen erzählt. Guten Morgen!

Sie erkunden Manderley?

Es scheint noch viel zu entdecken zu geben.

Ein faszinierendes, altes Gemäuer.

Ist dieser Flügel des Hauses komplett geschlossen?

Nicht direkt. Es ist nur so, dass er für Sie beide allein nicht benötigt wird.

Die frühere Mrs. De Winter bewohnte ihn.

Ich denke mir, sie hat alles ganz nach Ihrem Geschmack eingerichtet.

Sie liebte große Räume.

So verschlossen wirkt es auf mich, wie ein verbotenes Reich.

Nein! Ihre Seite des Hauses hat mehr Sonne. Das war es wohl, was Maxime bewog,

hell und frisch. Zu Ihrem Besten, wie wir alle voller Freude sehen.

Das ist wirklich sehr nett von Ihnen, Mr. Crawley.

Was wollen Sie hier, Madam?

Kann ich Ihnen helfen?

Ich habe mich verlaufen.

Möchten Sie, dass ich Ihnen diese Räume zeige?

Das hier ist der Westflügel. Sie können selbstverständlich sehen,

was immer Sie wollen. Ein Wort von Ihnen genügt!

Ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass unsere Gäste eingetroffen sind.

Darf ich Sie nun zurückbegleiten? In Ihren Flügel des Hauses?

Ich finde meinen Weg allein. Nicht nötig.

Wir sind uns kein bisschen ähnlich, mein Bruder und ich.

Man weiß nie, was in seinem Hirnkasten vorgeht.

Beim geringsten Anlass verliere ich die Beherrschung,

aber "puff", und schon ist es wieder vorbei.

Maxime dagegen, wenn der ein Mal im Jahr an die Decke geht, dann explodiert er.

Du wirst ihn wohl kaum aus der Fassung bringen. Du schaffst es sicher,

die wilde Bestie zu besänftigen.

Du bist unmöglich, Beatrice!

Armer Maxime! Es war grauenvoll für ihn.

Er war vor sechs Monaten ein Wrack!

Jetzt siehst du viel besser aus. Viel besser! Ist doch so, Giles?

Bist ein anderer Mensch geworden, alter Junge!

Dem stimmen Sie doch zu, Crawley? - Absolut!

Danke! Mein Gott!

Armer Maxime! Oh, liebst du die Fuchsjagd?

Ich war noch nie auf einer. Als Kind habe ich zwar Reiten gelernt,

aber war nicht sehr sattelfest. Es ist schon sehr lange her.

Du musst es wieder aufnehmen! Unmöglich, auf dem Land zu leben

und nicht zu reiten! Was willst du sonst anstellen?

Sie zeichnet und malt! Recht gut sogar.

Sicher sehr hübsch, an einem regnerischen Tag, wenn man nichts besseres tun kann,

aber bewegen tut man sich da nicht groß.

Ich wandere gern und schwimme! - Oh nein, das Wasser ist viel zu kalt!

Das macht mir nichts, wenn die Strömung nicht zu stark ist.

Schwimmt man sicher in der Bucht?

Jasper würde ein bisschen schwimmen gut tun!

Zu viel gefuttert, was, alter Knabe? Genau wie Giles!

Immer mit dem Knüppel auf den Hund, was?

Bist du sehr verliebt in ihn?

Nein, antworte nicht, ich sehe es dir an der Nasenspitze an.

Du denkst, ich bin eine, die sich immer und überall einmischt.

Versteh mich nicht falsch, ich verehre Maxim.

Komm schon, Be, altes Mädchen!

Wie kommst du mit der Danvers zurecht?

Ein solcher Mensch ist mir bisher noch nie begegnet.

Das glaube ich dir aufs Wort!

Es geht ihr gegen den Strich, dass du hier bist.

Wieso?

Sie empfindet dein Hiersein als persönliche Beleidigung.

Ich dachte, Max hätte es dir erzählt? Sie hat Rebecca geradezu vergöttert.

Ach so.

Sie wird mit der Zeit darüber hinwegkommen.

Wenn Max nicht darüber sprechen will, würde ich das nicht forcieren.

Nein, natürlich nicht - Was dazu beiträgt, Rebecca zu vergessen,

falls er das kann... Großer Gott, wie taktlos von mir, das zu sagen!

Eins steht fest: Du bist kein bisschen wie Rebecca.

Meine Familie kann einem schon sehr auf die Nerven gehen.

Und Grandma kennst du noch gar nicht. - Warum bist du so gereizt, Maxim?

Mir haben die beiden gefallen. Beatrice sagt nur, was sie denkt.

Denkt sie denn?

Sie findet, ich sollte etwas mit meinem Haar machen.

Was geht sie das an? Was sollte denn mit deinem Haar sein?

Dann gefällt es dir, wie es ist? - Natürlich, wieso nicht?

Es gefällt mir, wie es ist.

Völlig überraschend, nicht? Dieser Gegensatz, wenn man aus dem Wald tritt.

Niemand würde das vermuten. Nicht einmal ich.

Jasper? Jasper, komm! Wo bist du, dummer Hund? Wo steckst du?

Da drüben!

Nicht doch! Er findet schon wieder zurück!

Schon gut, ich hole ihn!

Er findet von allein nach Haus!

Jasper? Hierher, Jasper!

Verrückter Kerl!

Jasper!

Was ist denn? Hier ist es unheimlich!

Komm, Jasper, wir gehen beide zurück ins Haus!

Ich kenne den Hund! Er kommt vom Haus! Ist nicht Ihr Hund!

Nein, es ist Mr. De Winters Hund!

Komm schon, Jasper, sei ein braver Hund!

Sie kommt nicht mehr her! - Nein, nicht!

Ist weg, in die Dunkelheit! Raus auf die See! Kommt nicht wieder!

Ich hab nie nix gesagt.

Ist schon gut, machen Sie sich keine Sorgen.

Ich hab nie nix gesagt.

Das war Ben, er ist völlig harmlos, sein Vater war einer meiner Aufseher.

Und das Strandhaus sollte eigentlich verschlossen sein. Jasper!

Warte auf mich, Maxim.

Wenn du auf mich gehört hättest, anstatt diesem dummen Hund nachzujagen,

wären wir jetzt zuhause und würden nicht tropfnass werden.

Ich war besorgt, er könnte von der Flut überrascht werden.

Meinst du, ich würden den Hund sich selbst überlassen,

wenn für ihn irgendeine Gefahr bestünde?

Wie soll ich das wissen? So wie du gelaunt bist...

Weil du müde bist, quengelst du. - Bin ich nicht.

Das nimmst du nur als Vorwand. - Vorwand? Vorwand für was?

Um nicht mit mir über die Klippen zu gehen, vermute ich.

Und warum glaubt du, wollte ich mit dir nicht über die Klippen?

Maxim, woher soll ich das wissen? Ich kann nicht Gedanken lesen.

Das verlange ich ja auch gar nicht. - Jedenfalls wolltest du nicht,

dass ich dort hingehe. Ich habe es dir angesehen.

Was hast du mir angesehen?

Bitte, hör auf damit, bitte, Maxim.

Also gut, ich wollte nicht in diese Bucht. Ich meide diesen verdammten Ort,

dieses verdammte Strandhaus, das würdest du auch, wenn du

meine Erinnerungen hättest. Du würdest auch nicht darüber sprechen,

du würdest versuchen, nicht mehr daran zu denken.

Bist du jetzt zufrieden?

Bitte, Maxim, es ist furchtbar, dich so zu sehen.

Es tut mir weh, beruhige dich.

Wir hätten nicht hierher zurückkehren, wir hätten in Italien bleiben sollen.

Es war ein Fehler von mir.

Du bist tief verletzt in deinem Inneren.

Es tut mir weh, dich so zu sehen.

Ich liebe dich so sehr.

Tust du das?

Tust du das?

Dass ich diese Leute aber auch einladen musste.

Ich hätte mir noch ein paar Wochen Zeit lassen können.

Die gute alte Beatrice, sie macht mich rasend,

aber im Grunde habe ich sie gern.

Wir werden hier doch glücklich sein, wir beide?

Natürlich.

Falls du deinen Besuch bei Grandma überlebst.

Ist da drinnen jemand? - Ich habe nichts gehört.

Haben Sie einen Augenblick Zeit für mich, Sir?

Ja, natürlich, was ist denn?

Es geht um Robert, Sir. Es gibt da eine kleine Missstimmung

zwischen ihm und Mrs. Danvers. Robert ist sehr betroffen,

er kam zu mir, fast den Tränen nah. - Großer Gott.

Sehen Sie, Sir, es gehört zu Roberts Pflichten, die Blumen im Damenzimmer

zu erneuern... - Bitte, Frith, kommen Sie zur Sache.

Eine kleine Statuette fehlt, Sir. Mrs. Danvers hat Robert beschuldigt,

sie entweder entwendet oder zerbrochen und die Scherben versteckt zu haben.

Welche Statuette? - Der Porzellan-Amor, Sir.

Ist das nicht eine von unseren Kostbarkeiten?

Ich fürchte, ja, Sir.

Ich werde mit Mrs. Danvers sprechen, wenn ich mit dem Frühstück fertig bin.

Sehr wohl, Sir.

Verdammt.

Dieser Amor ist einiges wert. Ich kann es nicht ausstehen,

wenn das Personal zerstritten ist.

Maxim, es tut mir leid, ich komme mir so dumm vor.

Da haben wir es, Mrs. Danvers. Unser gefallenes Engelchen.

Allem Anschein nach hat Mrs. De Winter den Amor zerbrochen

und vergessen, es zu erwähnen.

Ende des Dramas, hoffe ich.

Es tut mir leid, ich wollte Robert nicht in Schwierigkeiten bringen.

Vielleicht haben Sie die Freundlichkeit, Mrs. Danvers,

und schicken die Scherben nach London. Und sollte man sie nicht mehr

zusammensetzen können, davon geht die Welt nicht unter.

Also, Frith, sage Robert, er soll seine Tränen trocknen.

Sehr wohl, Sir.

Ich werde mich bei Robert entschuldigen, in aller Form.

Aber alle Umstände deuteten auf ihn hin.

Darf ich darum ersuchen, dass, sollte abermals etwas ähnliches vorkommen,

Mrs. De Winter mich persönlich informiert, um jeden unnötigen Zwist

auf Manderley zu vermeiden.

Und Unannehmlichkeiten von vornherein auszuschließen.

Nun ja, es scheint, als hätte Mrs. De Winter befürchtet, Sie würden

sie dafür in ein dunkles Verlies werfen, Mrs. Danvers.

Wie ein verängstigtes, kleines Zimmermädchen.

Einem Zimmermädchen auf Manderley wäre es niemals gestattet,

die wertvollen Stücke im Damenzimmer anzurühren.

Es ist noch nie etwas zerbrochen im Damenzimmer.

Als Mrs. De Winter noch lebte, entstaubten wir die wertvollen Stücke gemeinsam.

Jetzt kann ich niemandem mehr vertrauen.

Ja, nun, da kann ich Ihnen auch nicht helfen.

Danke, Mrs. Danvers.

Danke, Sir.

Höchst sonderbar, dein Verhalten. Warum hast du nicht gleich die Frau

kommen lassen, nachdem dir das Missgeschick passiert ist, und ihr gesagt:

"Mrs. Danvers lassen Sie das bitte richten." Die Sache wäre erledigt gewesen.

Ich bin nun mal schüchtern.

Ich dachte, wir wären darüber hinweg.

Ich versuche es ja, ich bemühe mich jeden Tag.

Jedes Mal, wenn ich ausgehe oder Besuche mache, ich versuche es ja.

Ich habe eben nicht deine Erziehung, dir fällt das leicht.

Das hat nichts mit Erziehung zu tun, sondern dass man sich entwickelt.

Vergiss nicht, dass hier alle Augen auf Manderley gerichtet sind.

Darum hast du wohl mich geheiratet.

Du wusstest, dass ich schüchtern bin, still und unerfahren.

Und dass es über mich nichts zu klatschen geben würde.

Wie meinst du das?

Ach, nur so.

Was weißt du von irgendwelchem Klatsch hier?

Nichts, warum siehst du mich so an?

Wer hat dir was erzählt?

Niemand. Was habe ich denn gesagt? - Du weißt, was du gesagt hast.

Ich habe es nicht so... Es kam mir nur so in den Kopf. Ich weiß auch nicht.

Jedenfalls war es nicht nett, sowas zu sagen, nicht wahr?

Nein.

Es war dumm, unbedacht.

Bitte entschuldige.

Hallo!

Du wirkst ein wenig blass, Liebes. Was ist los?

Nichts! Wirklich.

Bist du in anderen Umständen? - Nein, ich glaube nicht.

Kein morgendliches Unwohlsein? - Nein.

Muss nicht immer so sein. Ich hatte nicht zu klagen, als Roger unterwegs war.

Hab noch Golf gespielt am Tag vor seiner Geburt.

Wenn du meinst, dass, lass es mich wissen.

Nein, wirklich, da ist nichts.

Ihr werdet doch über kurz oder lang einen Erben produzieren.

Wäre gut für Maxim. Tust du was, um es zu verhindern?

Natürlich nicht, nein.

Jetzt sei nicht gleich schockiert, heutzutage wissen junge Ehefrauen

genau Bescheid. Verdammt lästig, wenn man zur Fuchsjagd will und angebunden ist.

Schon in der ersten Saison. Dir würde es ja nichts ausmachen,

beim Zeichnen sind Babys nicht unbedingt hinderlich.

Komm jetzt, wir dürfen Granny nicht warten lassen.

Ich möchte meinen Tee.

Schon unterwegs, Gran. Kein Grund zu quengeln.

Warum bringt sie nur nicht den Tee?

Er kommt schon, Gran.

Dazu gibt es heute Sandwiches mit Brunnenkresse.

Ich freue mich immer auf den Brunnenkresse-Tag.

Warum haben Sie mir nicht gesagt, dass heute Brunnenkresse-Tag ist?

Natürlich habe ich Ihnen das gesagt.

Wir sind wieder sehr vergesslich heute, was?

Nicht für 1.000 Pfund am Tag möchte ich an ihrer Stelle sein.

Warum haben Sie so getrödelt? - Wer wird denn so garstig sein?

Wer sind denn Sie? Ich habe Sie noch nie gesehen.

Be, wer ist dieses Kind?

Gran, Schätzchen, ich habe sie dir doch eben vorgestellt.

Das ist Maxims Frau.

Sie sind erst kürzlich zurückgekommen, um auf Manderley zu leben.

Das ist nicht Rebecca. Was habt Ihr mit Rebecca gemacht?

Wer hat Ihnen erlaubt, auf Manderley zu leben?

Sagt Max, ich will Rebecca sehen. - Ich denke, wir sollten gehen.

Das ist nicht Rebecca.

Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll. Das war sicher schrecklich für dich.

Das ist nicht so tragisch, Beatrice.

Er hat es ihr erzählt. Dass Ihr geheiratet habt...

Verlieren wir kein Wort mehr darüber.

Ich habe vergessen, wir entzückt sie immer war, Rebecca zu sehen,

die natürlich alle Register zog.

Sie brachte sie dazu, dass sie sich vor Lachen schüttelte.

Es war schon so, dass Rebecca die Gabe hatte, jeden in ihren Bann zu ziehen.

Ganz gleich, wen. Männer, Frauen, Kinder, Hunde.

Und was Maxim betrifft, den bringt die arme alte Dame nur mit Rebecca in Verbindung.

Großer Gott, ein grässlicher Nachmittag, du wirst mir nicht gerade dankbar sein.

Es macht mir nichts. Es macht mir nichts.

Giles wird darüber außer sich sein.

Dann erzähle es ihm doch nicht. Was macht es schon?

Es macht wirklich nichts.

Wir hätten nicht hierher zurückkehren sollen, es war ein Fehler von mir.

Ich gehe das letzte Stück zu Fuß.

Frank! Begleiten Sie mich zum Haus? - Mit Vergnügen.

Ich habe meine Pflichten für heute erfüllt.

Essen beim Bischof und seiner Gattin und Tee bei Grandma.

Ich hoffe, der Hut war richtig. - Aber gewiss doch.

Erzählen Sie von Manderleys Kostümbällen, sie sollen berühmt gewesen sein.

Sie waren das Ereignis des Jahres. Ein Riesenspektakel.

Alles aus der Grafschaft erschien und alle möglichen Leute aus London.

Bei meinen Besuchen werde ich immer gefragt, wann wir einen veranstalten.

Eine Menge Vorbereitungen. - Hat bestimmt Rebecca arrangiert.

Zum größten Teil.

Überall erzählt man mir, wie fantastisch Rebecca in allem war.

Das ist wohl auch der eigentliche Grund für all die vielen Einladungen,

damit man mich von oben bis unten mustern und mit Rebecca vergleichen kann.

5:10, was würden Sie sagen? So im Schnitt.

Bitte, denken Sie das nicht.

Die Leute finden Sie bestimmt ebenso erfrischend und charmant wie ich.

Nichts in der Welt geht über Freundlichkeit, Aufrichtigkeit und Bescheidenheit.

Meiner Meinung nach. - Danke, Frank.

In Ihnen habe ich einen Freund, auf den ich immer zählen kann, nicht wahr.

Sind das alles Rebeccas Sachen im Strandhaus?

Ja.

Dann hatte sie dort ein Reich ganz für sich. Ihr besonderes Plätzchen.

Ursprünglich war es das Bootshaus, sie hat es dann herrichten lassen.

Was hat sie dort gemacht? - Picknicks im Mondschein, dies und das.

Romantisch.

Waren Sie auch auf diesen Picknicks im Mondschein?

Ein-, zweimal.

Dort ist sie auch ertrunken, nicht?

Erzählen Sie mir, wie es geschah. - Sie war auf ihrem Boot.

Einer kleinen Jacht mit Kabine.

Spätnachts, das Boot kenterte, es kann sehr böig in der Bucht sein.

Sie muss ertrunken sein, als sie an Land schwimmen wollte.

Sie war also ganz allein?

Ja, sie fuhr oft ganz allein raus, kam dann um Mitternacht wieder

und schlief im Strandhaus.

Und Maxim hatte nichts dagegen?

Keine Ahnung.

Man fand sie in der Bucht? - Nein, etwa 40 Meilen die Küste runter.

Zwei Monate später.

Maxim musste sie identifizieren.

Es tut mir leid, so furchtbare Dinge zu berühren.

Aber ich muss es wissen, um Maxim verstehen zu können. Um seinetwillen.

Er erzählt mir nie etwas von Rebecca. Aber er denkt an sie, das weiß ich.

Als ob er sich irgendwie schuldig fühlt.

Nein, er versucht zu vergessen.

Keiner von uns hier will die Vergangenheit zurückholen.

Nicht ein einziges Foto von ihr ist zu sehen.

War Rebecca wirklich so schön?

Ich habe niemals mehr eine solche Schönheit gesehen.

Wir machen das schon, Frith.

Danke.

War es sehr egoistisch von mir,

dich zu heiraten?

Wie meinst du das?

Vielleicht liegen zu viele Jahre zwischen uns.

Du hättest warten und einen Mann deines Alters heiraten sollen.

Nicht einen wie mich, dessen halbes Leben schon hinter ihm liegt.

Wenn man sich liebt, spielt das Alter doch keine Rolle. In vielen Ehen...

Was interessieren mich andere Ehen und Paare? Ich rede von uns.

Es war meine Schuld, ich habe dich dazu gedrängt,

dir keine Zeit gegeben, darüber nachzudenken.

Darüber nachzudenken brauchte ich nicht. Es gab für mich nur dich.

Sprich nicht, als hätten wir was falsch gemacht.

Du weißt, ich liebe dich.

Ich liebe dich, wie ich noch nie jemanden geliebt habe.

Du bist alles für mich. Alles, was ich habe.

Du bist enttäuscht von mir. Du meinst, ich wäre nicht die richtige für Manderley.

Wenn es das ist, dann will ich nicht, dass du mir etwas vormachst.

Sag es mir und ich werde gehen. Das ist es doch, was du willst.

Unsinn, das bildest du dir nur ein.

Es ging damit an, dass ich den Amor zerbrochen habe.

Zum Teufel mit dem Amor.

Und wenn er in 10.000 Stück zersprungen wäre, ist mir doch gleich.

Er hat dich wieder an Rebecca erinnert.

Alles in dem Zimmer sind Rebeccas Dinge.

Darum habe ich den Amor zerbrochen. Nicht absichtlich, natürlich nicht,

sondern weil ich tief in meinem Inneren dachte, das ist mein Zimmer von jetzt an.

Also stellte ich andere Blumen dort hin, und stellte sie dort hin,

wo sonst keine standen, um etwas zu verändern.

Aber ich war wohl etwas tollpatschig. Kein bisschen wie Rebecca.

Wenn du meinst, wir können nicht glücklich werden, dann sag es mir, Maxim.

Das wäre nicht die Wahrheit.

Tut mir leid, dass es den Anschein hat, als würde ich dich manchmal ausschließen.

Muss schwer sein, damit fertig zu werden.

Nicht besonders vergnüglich.

Ich möchte, dass wir beide glücklich sind.

Dann sind wir es auch.

Vertrag besiegelt, ganz offiziell.

Lach nicht über mich.

Nein.

Ich muss leider in den nächsten Tagen nach London.

Ich habe dort einige Besprechungen.

Gerade jetzt muss ich dich allein lassen.

Ich werde es ertragen. Es gibt viel zu tun.

Danke, Robert.

Sie müssen los, Sir, Sie wollen sich doch nicht verspäten.

Es wird eine lange Fahrt. - Sicher doch.

Richten Sie Mrs. De Winter aus, ich rufe sie von London aus an.

Sehr wohl, Sir.

Jasper!

Du kannst sie wohl auch nicht vergessen.

Ruhig, Jasper! Ruhig, mein Guter.

Sie sollen doch da nicht reingehen, Ben. Mr. De Winter sieht das nicht gern.

Ich tue nichts unrechtes.

Was verstecken Sie da, Ben, zeigen Sie es bitte.

Das können Sie behalten. Aber nehmen Sie nie wieder was.

Sie haben Engel-Augen. Nicht so wie die andere.

Es ist nicht recht, anderer Leute Sachen zu nehmen.

Sie könnten in Schwierigkeiten kommen.

Wollen Sie mich in die Anstalt bringen? Ich habe nichts böse getan,

hab niemanden nix erzählt. - Was meinen Sie, Ben?

Sie hatte Augen wie eine Schlange. Kommt in der Nacht.

Ich habe mal ins Fenster geguckt, sie wurde böse und sagte:

"Du hast mich nicht gesehen, mach das nie wieder!"

Sie sagte: "Wenn du mir noch mal nachspionierst,

dann bringen sie mich in die Anstalt."

Sie sagte: " Da gehen sie grausam um mit solchen wie dir."

Sie ist jetzt fort, nicht wahr? Sie kommt nicht wieder.

Ich weiß nicht, wen Sie meinen, Ben.

Aber niemand wird Sie in die Anstalt bringen. Seien Sie unbesorgt, Ben.

Sie sollten jetzt besser nach Hause gehen.

Engel-Augen.

Er ist nur ein armer, bedauernswerter Mensch, Jasper,

der nicht weiß, was er sagt.

Sinnlos, darüber überhaupt nachzudenken.

Armer, armer Kerl.

Ich bin ein verschüchtertes, törichtes, hysterisches Schulmädchen, Jasper.

Gehen wir ins Haus.

Ich bin nicht in der Stimmung für Besucher. Du?

Wir lassen uns einfach nicht blicken.

Sie ist nicht da.

Wenn Sie sich beeilen, wird sie es nicht bemerken.

Verdammt, meine Zigarettenetui ist im Damenzimmer, ich hole es schnell.

Nicht doch, Jasper!

Na du, du kennst mich also noch?

Ich bitte sehr um Verzeihung.

Ich platze einfach so herein, sehr ungezogen.

Ist schon in Ordnung.

Ich habe der alten Dany nur mal "Guten Tag" gesagt.

Eine alte Bekannte von mir.

Da ist es ja, was ich holen wollte.

Ich rauche nicht, vielen Dank.

Wie geht es dem guten Max?

Er ist wohlauf, danke. Er ist heute in London.

Und lässt seine Braut ganz allein?

Sehr nachlässig von ihm.

Hat er keine Angst, dass jemand kommen könnte und Sie entführt?

Ich hätte Angst.

Wollen Sie mich nicht vorstellen, Dany? Das gehört sich doch so, nicht wahr?

Der Braut die Referenz zu erweisen.

Das ist Mr. Favell, Madam. Mrs. De Winters Cousin.

Sehr erfreut, Mr. Favell! Möchten Sie vielleicht einen Sherry?

Ist das nicht eine charmante Einladung?

Was meinen Sie, Dany, soll ich auf einen Sherry bleiben?

Nein, wohl besser nicht. Aber trotzdem vielen Dank, Mrs. De Winter!

Ein kleiner Plausch bei einem Sherry wäre sehr amüsant gewesen.

Gutes, altes Manderley.

Ich werde jetzt wohl besser gehen.

Ich bringe Sie hinaus, Mr. Favell!

Vielen Dank! Sie müssen meinen Wagen sehen, eine wahre Schönheit.

Dany? - Nein, danke!

Wiedersehen, Mr. Jack. - Bis dann, Dany!

Wünsche noch einen schönen Tag!

Hören Sie, Sie würden mir einen großen Gefallen tun, wenn sie meinen kleinen

Besuch vor Max nicht erwähnten. Er schätzt mich nicht besonders.

Warum, weiß ich auch nicht.

Und die arme alte Dany könnte sich einen Rüffel einhandeln.

Ist gut. - Danke.

Da, ist er nicht umwerfend?

Und doppelt so schnell wie die alte Kiste von Max.

Ich finde es wirklich eine Affenschande, der alte Max zischt ab nach London

und lässt Sie hier mutterseelenallein zurück.

Ich bin gerne allein. - Aber das ist doch brutal.

Das ist gegen die Natur. Ich meine, wie lange sind Sie jetzt verheiratet?

Drei Monate? - In etwa, ja.

Ich wünschte, ich hätte eine junge Braut, die zuhause auf mich wartet.

Ich bin ein armer, einsamer Junggeselle. Leben Sie wohl.

Rebecca.

Rebecca.

Haben Sie etwas, Madame? Ist Ihnen unwohl?

Nein, es geht mir gut. Ich sah vom Garten aus die Fensterläden offen.

Sie wollten ihr Zimmer sehen, nicht wahr? Ja, natürlich.

Das wollten Sie doch schon lange, nicht wahr?

Jetzt, wo Sie hier sind, kann ich es Ihnen ja zeigen, wenn Sie möchten.

Kommen Sie.

Ist das nicht ein wundervolles Bett?

Sie haben Ihr Nachtgewand berührt.

Noch ist der Duft nicht verflogen.

Man könnte meinen, sie hätte es gerade erst abgelegt.

Ich habe alles so belassen, wie es in der Nacht war, als sie nicht mehr zurückkam.

Alles ist bereit für sie. Genau so, wie es immer zu sein pflegte.

Sehen Sie, wie groß sie war?

Und bei Ihnen streift es den Boden.

Sie hatte eine wundervolle Figur. Groß, geschmeidig.

Und dennoch, wenn sie hier im Bett lag, wirkte sie so zerbrechlich wie eine Elfe,

umwallt von ihrem dichten, schwarzen Haargeflecht.

Jeden Abend habe ich ihr das Haar gebürstet.

20 Minuten jedes Mal. Es reichte ihr bis über die Taille, damals, jungvermählt.

Ich habe alles für sie getan.

Ich werde Ihnen ihre Kleider zeigen.

Sie konnte alles tragen. In jeder Farbe.

Und was sie in dieser unglückseligen Nacht trug, als sie ertrank,

wurde ihr von der Strömung vom Leib gerissen.

Sie war völlig nackt, als man sie Wochen später fand.

Zerschmettert an den Klippen. Ihr schönes Gesicht...

Mr. De Winter hat sie identifiziert, er bestand darauf.

Er war sehr krank, aber keiner konnte ihn davon abhalten.

Bitte!

Jetzt wissen Sie, warum Mr. De Winter nicht mehr hierher kommt.

Hören Sie die See?

Nicht mehr seit jener Nacht, in der sie ertrank?

Nacht für Nacht verbrachte er in der Bibliothek.

Morgens lag überall Zigarettenasche auf dem Boden.

Und den ganzen Tag über ging er auf und ab, auf und ab.

Nein, er kommt nicht mehr hierher.

Keiner kommt hierher, außer mir.

Man kann gar nicht glauben, dass sie tot ist, nicht wahr?

Ich spüre ihre Gegenwart überall. Sie doch auch, nicht wahr?

Ich höre, wie sie hier herumgeht überall. Das Rascheln ihres Kleides

auf den Stufen, wenn sie zum Essen herunter kommt.

Sie kehren wieder, die Toten, um über die Lebenden zu wachen.

Sie beobachtet uns jetzt.

Nein, nein, nein.

Schaut zu, wenn Sie und Mr. De Winter beieinander sind.

Maxim!

Maxim!

Maxim!

Schaut zu, wenn Sie und Mr. De Winter beieinander sind.

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