All language subtitles for RosenfurdenStaatsanwalt(BDrip).GER

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Original subtitles

Wie soll man sich die Stiefel putzen,

wenn einem dauernd die Hose runterrutscht.

Ich k�nnte sie ja ruhig sausen lassen.

Aber die Kinder gucken immer rein.

Pscht!

Warum die mir nur die Hosentr�ger weggenommen haben?

Als ob ich mich aufh�ngen w�rde, aber die W�scheleine h�ngt noch.

Die stellen mich wegen zwei Dosen Schokolade vors Kriegsgericht,

da kann ich nur lachen. 1945, nach sechs Jahren Krieg.

Es war Fliegerschokolade, aber geklaut hab ich sie nicht.

Regelrecht gekauft hab ich sie, hinten rum.

Das haben andere auch gemacht, sogar Offiziere.

Gefreiter Kleinschmidt, mitkommen!

Jawohl, mitkommen!

Den Br�dern werd ich schon erz�hlen, wie das war

mit der Schokolade.

Es handelt sich gar nicht um Schokolade!

Es handelt sich gar nicht um Schokolade.

Es dreht sich nur und ausschlie�lich um die Disziplin der Truppe.

Und in dieser gro�en und gewaltigen Stunde Deutschlands,

unseres geliebten Vaterlandes,

da die Armeen in unersch�tterlichem Glauben an den Endsieg

die Kraft finden zur Verteidigung und

zur endg�ltigen Niederwerfung eines t�dlich geschw�chten Feindes,

in diesem Augenblick wagt dieser Volkssch�dling,

durch einen Akt gemeinsten Diebstahls,

den heroischen Anstrengungen einer ganzen Armee

in den R�cken zu fallen.

In Wehrkraft zersetzender Tendenz und Absicht.

Sie sind blo� als Zeugin geladen.

Der Angeklagte behauptet, die Schokolade gekauft zu haben.

Vernehmen wir die Zeugen.

Ich erhebe erneut Einspruch.

Wollen Sie vor den Augen des feindliches Auslands

das erb�rmliche Schauspiel von Korruption vorf�hren?

Ich sage, nein!

In dieser Entscheidungsstunde kann eine nur formale Ber�cksichtigung

b�rgerlicher Rechtsordnung uns in historische Schuld verstricken.

Ich wei� nicht, meine Herren,

ob Sie sich daf�r nicht einmal zu verantworten h�tten.

Ich warne lediglich.

Ich �berantworte die holl�ndischen Schwarzh�ndler dem Gericht.

Ich beantrage f�r den Angeklagten wegen Sabotage, Diebstahl,

Gef�hrdung der Bedarfsdeckung der Truppe die einzige Strafe,

die angemessen ist. Die Todesstrafe.

Mit dem Gongschlag war es genau 7 Uhr 2 Minuten.

Achtung! Achtung! Wir bringen eine Luftlagemeldung.

Die im Raum Maastricht Aachen gemeldeten Bomberverb�nde

haben das Reichsgebiet in nordwestlicher Richtung verlassen.

�ber dem Reichsgebiet befinden sich zurzeit keine feindlichen Flugzeuge.

Ende der Meldung.

Anschlie�end bringen wir Musik.

Lassen Sie die Musik, ist doch h�bsch am Morgen.

H�tte ich das gewusst, h�tte ich die Stiefel nicht geputzt.

Komisch, auf was f�r Gedanken man kommt kurz vor seinem Tod.

Mitten auf dem Dorfplatz h�tte man den Kerl erschie�en m�ssen.

Sollen die Leute ruhig sehen, dass wir noch durchgreifen.

Der Krieg ist noch nicht verloren. Noch lange nicht.

Wenn doch, dann "Heil Hitler".

Dann lohnt es sich nicht mehr zu leben.

Nicht f�r die Anst�ndigen...

Passen Sie auf, Sie fahren wie 'ne gesengte Sau!

Abteilung halt!

Geben Sie mir mal das Stempelkissen!

Im Namen des Deutschen Volkes wurde der Obergefreite Rudi Kleinschmidt

wegen Sabotage usw. zum Tode verurteilt.

- Uhrzeit? - 7 Uhr 20.

Volle Deckung!

Kommen Sie doch, Mensch!

Worauf warten Sie noch, Armleuchter? Hauen Sie ab!

Worauf wartest du noch, Armleuchter? Hau doch ab!

Was da von oben runtergesegelt kommt, ist mein Todesurteil.

Gestempelt und unterzeichnet von Kriegsgerichtsrat Dr. Schramm.

Oberstaatsanwalt Wilhelm Schramm

Lissy Flemming

Hildegard Schramm

Rudi Kleinschmidt

Wo bleibt das Fr�hst�ck?

Manfred!

Au! Was soll denn der Krach?

Ich muss in die Schule. Ruf Werner zum Fr�hst�ck!

Vater w�nscht, dass wir versammelt sind.

- Dalli, ich muss weg. - Lausebengel!

Los, Fr�hst�ck! Tempo!

Ach danke, Erna.

- Morning! - Morgen, mein Junge.

Morning!

Werner! Bitte!

Wann gehst du zum Fris�r? Wenn ich mal Zeit hab.

Guten Morgen, meine Lieben.

Meine liebe Hildegard. Guten Morgen, mein Alles.

Die jungen Herren. Alles wohlauf?

Ich bitte mir aus, dass die Wolle heute runterkommt.

Das f�llt auf uns zur�ck. Fr�her h�tte es 3 Tage Arrest gegeben.

- Ja, fr�her. - Ja.

Fr�her.

Was war das f�r Geschrei?

Mutti hat mir auf die Finger gehauen.

Sollst du petzen? Sehr richtig, mein lieber Junge.

Der Schmerz ist der Pr�fstein des Charakters.

Man bei�t die Z�hne zusammen, denkt an die gro�en Helden der Geschichte,

- an Alexander, Hannibal. - Max Schmeling.

Friedrich den Gro�en.

- Davon geht er auch nicht weg. - Nein.

Davon geht er nicht weg, aber man ertr�gt ihn.

Stumm, stolz und heiter im Bewusstsein seiner Kraft.

Verdammt, ist das Ding hei�! Entschuldige, Liebling,

aber mir macht es gar nichts aus. Hast Hornhaut.

Wirklich idiotisch, Feuer auf 'm Tisch.

- Kann Kaffee nicht kochend trinken. - Denk an die gro�en Helden.

Du h�ltst den Mund, ja!

- Was ist denn das? - Sch�n, nicht?

Wilhelm, du l�sst mir Rosen schicken?

Moment mal!

Ist 'ne Karte dabei? F�r Herrn Oberstaatsanwalt.

Von einer Dame.

Na endlich.

Was denn? Von einer Dame? Von was f�r einer Dame?

Wilhelm, was bedeutet das?

Na und die Rosen f�r den Staatsanwalt?

Die Dame hei�t Zirngiebel.

Jetzt wei�t du es.

Die Frau von Studienrat Zirngiebel? Ja.

Gegen den Mann f�hrst du eine Anklage und dann Rosen?

Du l�gst doch, Wilhelm! Ich l�ge nicht.

Der Studienrat ist geflohen.

Die Rosen sind das Zeichen daf�r, dass er �ber die Grenze ist.

Aber Wilhelm!

Und das hast du gewusst? Du siehst,

Rosen m�ssen nicht immer die Sprache der Liebenden sein.

Da hast du einem Angeklagten zur Flucht ...?

Was ist denn das aber auch f�r eine Anklage?

Beleidigung eines ...

Eines M�belh�ndlers.

Ein paar wegwerfende ...

�brigens sehr witzig formulierte, Bemerkungen �ber die j�dische Rasse.

Aber Wilhelm, er hat doch immerhin gesagt ...

Ich wei�, was er gesagt hat.

War sehr unvorsichtig, aber am Biertisch ...

Wei�t du, was es f�r mich bedeutet, einen solchen Menschen anzuklagen?

Selbstbeschmutzung.

Was soll denn aus diesem Lande werden?

Wenn die wenigen Anst�ndigen, die reines Geistes sind,

sich gegenseitig ausrotten?

Ja. Ja, ich versteh dich ja, Wilhelm.

Aber hattest du nicht einen Haftbefehl gegen ihn?

Den ...

Den hab ich noch in der Aktentasche. Kann dir das schaden?

Ich frage nicht nach Schaden oder Nutzen.

Ich handele nach meinem Gewissen.

Au�erdem,

da muss schon sehr viel passieren,

ehe einem Staatsanwalt was passiert.

Entschuldigen Sie bitte!

Was darf's sein? Eisbein w�r heut gut.

Danke, ich warte noch auf jemand.

- Ein Mist liegt da immer drin. - Du reist jede Saukarte.

Weil ick w�tend bin, wenn ich nischt habe.

Null!

Kontra. Um nicht zu sagen, Spritze.

- Du kommst raus! - Ah, ja.

- Bist doch vorne. - Jeht schon los.

- Sehen Sie mal! - So sieht er von hinten aus.

H�tte ick die Pik Dame jefunden, das w�r 'ne Bombe.

Jehst immer baden.

Eine Pik Dame h�tt ick finden m�ssen.

Moment, ich bin auch noch dran. �berlegen darf ich noch.

(K) Wie weit ham wir's denn? (Mann) 20.

Verzeihung, Sie brauchten doch 'ne Pik Dame.

H�tten Sie's fr�her gesagt, h�tt ich helfen k�nnen.

(P) Kiebitze schweben in Lebensgefahr.

(K) Der will nicht kiebitzen, nur 'ne Karte ziehen.

(P) Na und? (K) Pik Dame, h�tt ich nich erwartet.

Morgen, Hartmann. Worauf warten Sie? Die Verhandlung muss doch gleich ...

Was ist da los? Zirngiebel soll geflohen sein.

Was? Das ist doch ausgeschlossen.

Ich gab Ihnen doch den Haftbefehl gestern.

Bitte? Mir? Nein, Herr Oberstaatsanwalt.

Menschenskind, Hartmann, ich ... Kommen Sie mit!

Hab ich Sie gestern zu mir gebeten? Ja oder nein?

Ja, aber ich konnte nicht gleich, dann waren Sie nicht mehr da.

Aber auf dem Schreibtisch lag der Haftbefehl zum Weiterleiten.

Ich habe nichts gesehen. Weil Sie nicht schauen.

Ist das der Akt Zirngiebel? Jawohl.

Geben Sie mal her!

Halten Sie mal!

Nu rei�en Sie sich aber mal zusammen, Hartmann!

Na. Na, was ist denn das hier?

Der Haftbefehl mit meiner Unterschrift.

Das ist doch nicht m�glich. Aber hier ist er doch.

Jetzt muss ich daf�r gerade stehen. Schwamm dr�ber.

Ihr seid f�r mich da. Ich bin f�r euch da. Wo k�men wir sonst hin?

Da kann ich nur sagen: Danke, Herr Oberstaatsanwalt.

(Reporter) Da ist der Schramm. Herr Doktor, haben Sie Zeit?

Warum kein Haftbefehl?

Meine Damen und Herren, so eilig ich bin, wenigstens ein paar Worte.

Ich bin emp�rt, entsetzt.

Ich h�tte nie gedacht, dass der Angeklagte als Staatsbeamter

sich durch Flucht entziehen w�rde. Warum kein Haftbefehl?

Er ist verschlampt worden. Wie ist so was m�glich?

Ungl�cklicherweise. Wir sind hier eine gro�e Beh�rde,

wo immer menschliches Versagen m�glich ist.

Ja, ich stehe sonst gerne zur ... Moment noch!

Danke. Aber jetzt entschuldigen Sie mich.

Ein Fuchs, was?

(Mann) Bravo! Bravo, Herr Oberstaatsanwalt.

(Leise) Ich bitte Sie, meine Herren! Doch nicht hier.

(Mann) Anst�ndige Gesinnung. (Mann 2) Was?

(Sekret�rin) Ah, Herr Oberstaatsanwalt.

Guten Morgen.

Der Landgerichtspr�sident hat versucht, Sie zu erreichen.

Das sch�ne Fr�ulein Schneider. Pr�sident m�sste man sein.

Kann ja noch werden. Ah, s��.

(Diefenbach) Herr Oberstaatsanwalt, Ihre Ansicht zu Zirngiebel?

Herr Pr�sident, Sie machen sich keinen Begriff von meiner Emp�rung!

Na sch�n.

Wie wollen Sie Ihrer vorgesetzten Beh�rde gegen�ber verantworten,

was hier geschehen ist? Wollen Sie damit andeuten,

es bestehen Zweifel an meiner demokratischen Gesinnung?

Herr Pr�sident,

da kann ich nur lachen.

(Karl) Der Gefreite Rudi Kleinschmidt ist wegen Sabotage, Diebstahl und

Gef�hrdung der Bedarfs ... Bedarfsdeckung.

Bedarfsdeckung der k�mpfenden Truppe vom Kriegsgericht

zum Tode durch Erschie�en verurteilt.

Das bin ich. Hier ist mein Pass. (P) Kleinschmidt. Der Junge ist tot.

Kalle, die Wette haste verloren. (K) Fr�ulein, ein Eisbein!

Mit Speckstippen auf dem Erbsenbrei, bitte.

(K) Ist das die M�glichkeit? F�r zwei Dosen Schokolade.

(Mann) Die haben 'nen Lkw-Fahrer erschossen, weil er einschlief.

(P) Was die kurz vor Kriegsende noch alles umgelegt haben! Zeig noch mal!

Vorsicht! Das brauch ich noch. Wozu?

Ist bestimmt nicht das erste Eisbein, was ich damit verdiene.

(P) Was machst du als wandelnde Leiche?

Ich bin Stra�enverk�ufer. Zauberkarten, H�hneraugenhobel.

Was der Mensch so braucht. In letz- ter Zeit hab ich nichts verdient.

(K) Wo wohnst du?

Zu nerv�s. Bin immer auf Achse. Wo fahrt ihr hin?

(P) Wir machen nach Hamburg. Da war ich lange nicht mehr.

Wetten, wir sollen dich mitnehmen? Die Wette hast du gewonnen.

Ah, wie ich das liebe!

So einen stillen Abend im Scho� der Familie.

Manfred, bist du verr�ckt geworden?

Und du h�rst jetzt ... Trink noch ein Glas.

War ein st�rmischer Tag. Es ging leichter, als ich dachte.

Ich bin neugierig, was die Zeitungen schreiben.

Die Presse! Da muss ich mich auf einiges gefasst machen.

Je mehr die Schreiberlinge das Maul aufrei�en,

desto mehr g�hnen die Leser. Auch das wird uns nicht ersch�ttern.

Wir m�ssen uns Prinzipien und unersch�tterliche Grunds�tze bilden,

die all unserm Denken und Handeln zur festen Richtschnur dienen.

So hei�t es in Reden Fichtes an die deutsche Nation.

Muss die amerikanische Negermusik unbedingt sein?

Ich habe doch da ... ein Lesezeichen.

Hier, da ist es schon. Wir m�ssen,

um es mit einem Wort zu sagen, uns Charakter anschaffen.

Gro�artig.

Denn Charakter haben und deutsch sein ist ein und dasselbe.

Wir wollen ein wenig weiterlesen. Gute Nacht.

Werner, Papa will was vorlesen. Das interessiert den Herrn nicht?

Ein gutes, gehaltvolles Wort zu h�ren,

ist wohl uninteressant und langweilig? Was? Mein lieber Junge!

Ich habe dir schon �fter gesagt,

obwohl ich nicht dein leiblicher Vater bin,

solltest du ruhig ein bisschen Kontakt zu mir suchen.

Ich bin nun mal so. Ja, leider.

Dein Verhalten legt den Verdacht nah,

dass du mich nicht ausstehen kannst.

Aber Wilhelm, wie kommst du darauf? Du hast f�r alles so gro�e Worte.

Uns liegt das nicht. Fichte und so. So lange du an diesem Tisch sitzt,

hast du dich in die Familie einzuf�gen. Das ist noch sch�ner!

Jetzt lese ich 'n Gedicht vor. Ich versteh dich nicht, Werner.

Der Papa ist wie 'n Vater zu dir. Setz dich dahin.

Du setzt dich dahin.

Wir wollen den Abend in Frieden schlie�en.

H�r auf zu spielen, setz dich auch!

Der Mond

ist aufgegangen.

Die gold'nen Sternlein prangen am Himmel.

Hell

und klar.

Der Wald steht schwarz

und schweiget.

Und aus den Wiesen steiget

der wei�e Nebel

wunderbar.

Wunderbar.

Los, haltet an! Haltet an!

Los, haltet an! Los!

(P) Denke, du willst nach Hamburg?

Ich wusste nicht, dass ihr hier durchkommt.

Ich kenn hier 'ne Kneipe.

(P) Sag lieber 'ne Braut. Braut eigentlich nicht.

Wiedersehen. Sch�nen Dank. (K) Moment! Hier.

Alle Tageszeitungen, bitte! Alle.

Und die deutsche Soldatenzeitung.

'Tschuldigung.

(Graumann) Guten Tag. Tag.

Ist Fr�ulein Lissy nicht mehr hier? Fr�ulein Lissy? Nee.

Lissy? Ja.

Vorm Jahr war sie noch hier. Ach, Fr�ulein Flemming.

Ja, die ist da. Dann ist gut.

Wollen Sie sie sprechen? Ja, ja.

Sag mal, wollen Sie hier was verkaufen?

Was? Nee, nee. Sagen Sie ihr, ein alter Bekannter.

(Lissy) Ach, sieh an. Du bist wieder da.

Hallo, sch�ne Dame.

Ja, da staunst du, was?

Ich komm hier grade durch, da sag ich mir, musst mal sehen,

was die Lissy so.

Ganz sch�n ver�ndert die alte Bruchbude.

Du hast dich auch ver�ndert. Ja, ich bin nicht mehr Kellnerin.

Ich habe das Gesch�ft �bernommen, gepachtet.

Donnerwetter. Die Pension auch? Ja, die Pension auch.

Ich m�cht gern zahlen. Danke. Auf Wiedersehen.

Du hast aber Mut. Gratuliere! Willst du hier essen oder

musst du weiter? Hast du ein Zimmer f�r mich?

Ja, ein Zimmer w�r noch frei. Prima,

dann geh ich nach oben und mach mich frisch.

Was ich dir noch sagen wollte.

Ich finde es sch�n, dass ich hier bin. Vor allem, dass du hier bist.

Dass du Schulden bei mir hast, wei�t du?

Was? 64,80 Mark Kost und Logis.

Aber das zahl ich doch sofort. In den n�chsten Tagen.

Nicht in den n�chsten Tagen, gleich. Ich will dir nichts vormachen.

Ich bin pleite. Du musst mir helfen. Ich verspreche, dass ich ...

Ich bin kein Wohlfahrtsinstitut. Ich zahle viel Pacht.

Ich kann es mir nicht leisten. Unter so guten Freunden?

Ach, Freunde. Es ist entsetzlich mit dir. Wieso verdienst du nichts?

Bei dir stimmt da oben was nicht. Ist gut, Lissy.

Jedenfalls hab ich mich sehr gefreut, dass wir uns gesehen haben.

Wenn ich wieder mal hier bin, melde ich mich. Mach's gut.

Rudi.

Ich geb dir Zimmer 12.

Skandal um Zirngiebel.

(W) Strenge Untersuchung gefordert. Das hab ich schon gesehen.

(W) Weg mit Dr. Schramm.

Weg mit Doktor Schramm. (M) Mutti, ein Bild von Vati.

Junge, lass mich in Ruhe! Zeig mal!

# Aber fallen lie� er es nie.

Nimm hin.

Nimm's hin, nimm's hin und trag es aufs Neu und bewache mir meine Ruh,

der ist in tiefster Seele treu,

wer die Heimat so liebt wie du.

Der ist in tiefster Seele treu,

wer die Heimat so liebt

wie du. #

Sch�n, Hildegard, nicht wahr? - Ich bin au�er mir �ber die Zeitungen.

Aber Liebling!

Kaum ein deutsches Blatt, das nicht �ber dich schreibt.

Ausl�ndische auch. - Die Internationale der Schmierfinken.

Hier. Skandal um Zirngiebel. Weg mit Dr. Schramm!

Linkes Blatt. Vollkommen uninteressant.

Musst du nicht protestieren? Das w�re das D�mmste.

Aber etwas anderes kann ich machen.

Ich werde den Generalstaatsanwalt einladen.

Und den Landgerichtspr�sidenten mit Damen. Ein festlicher Abend.

Mit sehr gutem Essen und so.

Wo ich den Herrschaften zeigen kann, dass ich ein reines Gewissen habe.

Von wem waren eigentlich die Rosen, Papa?

Das geht dich einen Schmarrn an. Das wird sicher sehr gut sein.

Wir sollten uns an Manfred halten,

der aus dem Geschmiere Schiffchen baut.

Feierabend, Herr Graumann.

(Kugler) Das �brige k�nnen wir oben bei Ihnen besprechen, Lissy.

Ich bin sehr m�de, muss ins Bett. Ich w�rde Sie nicht daran hindern.

Ich m�sste dringend die K�che ausbauen.

Wie bitte?

Sie sind wohl nicht ganz bei der Sache?

Doch, sogar sehr.

Aber Herr Kugler!

Na ja, ich ... ich kann mein Geld doch gar nicht besser anlegen.

So 'n t�chtiges M�dchen wie Sie. Und

so h�bsch.

�hm, bei Ihnen m�chte ich einsteigen mit jedem Betrag.

Welche Sicherheit muss ich geben? Gar keine.

Im Gegenteil, ich m�chte, dass Sie etwas unsicher mir gegen�ber werden.

Unsicher oder schwach? Dar�ber k�nnen wir sprechen.

Bei mir bei einem Gl�schen Sekt. Ich stehe jederzeit zur Verf�gung.

Ich werd's mir �berlegen, Herr Kugler. Gute Nacht.

Nanu? Du bist noch da. Ich muss ja, aber du?

Was war 'n das f�r 'n Heini? Ein Gesch�ftsmann.

Kann mir denken, was er dir f�r Angebote macht.

Von nichts kommt nichts.

Willst du geweckt werden? Danke.

Fr�ulein Flemming. Ja, Herr Graumann.

Die Abrechnung stimmt. Wie immer.

Danke.

Gute Nacht. Nacht.

Gute Nacht.

Was ist denn hier los? Mir war der Eimer ...

Das sollte doch heute fertig sein. Rudi,

warum hast du nicht gesagt, wie's hier aussieht?

Wenn man Schulden hat, kann man nicht mehr verlangen.

Du reist auf die Mitleidstour, das sehe ich doch.

Wie kommst du denn darauf? Tue ich dir leid, haue ich gleich ab.

Komm mit! Was denn nun? Wohin?

Na, hier kannst du nicht bleiben. Ich hab schon schlechter gelegen.

(Mann) Guten Abend. Guten Abend.

Auch das noch.

Danke.

Na? Ganz sch�n schon.

Hier!

Wo hast du den denn her?

Ach, in der Pension wird ab und zu mal was vergessen.

Danke sch�n.

Dann wollen wir mal.

Der kleine Steuerberater.

Gehst du damit ins Bett?

Ich lach mich kaputt, wenn ich sehe, wie du dich abrackerst und

wof�r du dich abrackerst. Ich k�nnte �ber dich weinen.

Ja? Du bist doch intelligent.

Warum machst du nichts aus dir? Wozu?

Wenn du dir nichts aus mir machst.

Immer nur Witze im Kopf.

Nun wartest du noch auf den Mann, der hier herein passt, was?

Der kommt ganz von allein.

Wie muss er denn sein?

Nichts besonderes. 'N t�chtiger Junge, kein M�rchenprinz.

Schade.

Ich bin ein M�rchenprinz.

Mit nichts in der Tasche?

Doch. L�cher.

Ha!

Ich kann nicht hier schlafen.

Du sollst ja auch dr�ben schlafen.

Nein, �berhaupt kann ich hier nicht schlafen.

Was st�rt dich denn hier? Ich wei� nicht. Alles.

Die Umgebung.

Ich kann das nicht.

Deine Kammer ist ja morgen fertig. Morgen?

Wei�t du, was ich morgen mache? Ich werde arbeiten wie ein Wilder.

Bezahl dir meine Schulden.

St�ck f�r St�ck.

Und zieh dann ins Palast Hotel. So, jetzt leg ich mich unter mein Brett.

(Off) Meine Herrschaften! Das m�ssen Sie gesehen haben!

Ha, ha, ha, ha!

F�r 3,50 Mark

machen Sie Bekanntschaft mit der Gl�cksg�ttin Fortuna.

Drei Mark. Einmal bitte. F�r 3,50 Mark ist Ihnen die Dame willig.

Krieg noch Geld. Kommen Sie her.

Es geht gleich weiter! Es geht gleich los!

Sie kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Sie werden sich kaputt lachen!

Sch�ne Dame, w�hlen Sie aus! Bitte sch�n.

Kreuz sieben. Kreuz sieben.

Kreuz sieben.

Kennst du den Mann? Nein. Wieso?

Halten Sie Kleingeld bereit.

Noch mal hier bitte! Und noch einmal.

Bitte sch�n. Und die 3,50 Mark.

Mein Junge, tu deiner Mama den Gefallen und zieh die Kreuzsieben.

Das gro�e Staunen beginnt.

Meine Herrschaften, die Kreuzsieben. Wie prophezeit.

(Manfred) Mutti, kauf mir noch eins.

Was hast du denn? Du bist eigenartig. Wer ist das?

Komm weg hier!

Mutti, gib mir doch bitte eins. Qu�lgeist, ich kauf's dir ja.

Und jetzt erz�hl ich Ihnen die Geschichte noch einmal!

Wilhelm, was ist los? Guten Tag, Frau Staatsanwalt.

Guten Tag, Frau Pr�sidentin. Ich muss wissen, wer der Mann ist.

Hast du ihn schon mal getroffen? Das wei� ich eben nicht.

Ich hatte mit ihm zu tun in einem �blen Zusammenhang.

Er hat mich auch erkannt? Ja.

Er hat dich so komisch angesehen? Was? Komisch?

Entschuldige, ich muss ins Amt.

Ist der Kr�ger schon da? (Hartmann) Jawohl.

Der Staatsanwalt Meyer m�chte Sie sprechen.

Sp�ter, ich m�chte jetzt nicht gest�rt werden.

Schicken Sie Kr�ger rein.

(H) Herr Kr�ger! Der Herr Oberstaatsanwalt.

(K) Herr Oberstaatsanwalt? Mein lieber Kr�ger,

ich habe Sie hergebeten. Es ist mir da jemand, wie soll ich sagen,

aufgefallen. Ich t�usche mich selten,

wenn mir so ein Gesicht in die Nase sticht.

Ein H�ndler, der unten ein Kartenspiel vertreibt.

Ich hab auch schon eins. Sehen Sie mal an. H�bsch.

Ja, �h, besorgen Sie mir die Personalien von dem Mann,

wo er wohnt, usw. Schauen Sie im Fahndungsbuch nach.

Das Ergebnis sagen Sie mir pers�nlich.

Ist noch gar nichts Offizielles.

Ich kenne das Gesicht.

(Richter) Lassen Sie sich Zeit zum Nachdenken.

Haben Sie den Angeklagten schon mal gesehen?

(Zeugin) Das wei� ich nicht. (R) Herr Oberstaatsanwalt!

Ich frage Sie, kommt Ihnen der Mann bekannt vor?

Ja. Was ja?

Er kommt mir bekannt vor. Sehen Sie an.

Woher kommt er Ihnen bekannt vor? Das wei� ich eben nicht.

Das gibt's doch gar nicht.

Erkennt man jemanden wieder, dann erinnert man sich doch,

woher.

Woher man ihn kennt.

Kenn ich nicht.

Herr Oberstaatsanwalt.

Keine weiteren Fragen.

Zeuge noch nicht eingetroffen.

(Richter) Bestehen Sie auf der Vernehmung des Autoverleihers?

Herr Oberstaatsanwalt? Ja.

Ja, ja, ja. Ich bestehe darauf.

Dann wird die Verhandlung f�r zwei Stunden unterbrochen.

Was machen Sie denn hier? Ich?

Ich nichts. Ich heb meine Karten auf.

Wie kommen Sie denn hier rein? Was suchen Sie hier?

Na, das ist doch eine �ffentliche Anstalt. Da kann doch jeder ...

Sie kennen mich doch. Ich kenn Sie?

Warum haben Sie mich gestern angestarrt?

Ich hab Sie nicht angestarrt. Das sieht nur so aus.

Ich hab dann so 'n Krampf in den Augen. Ich kenn Sie nicht.

Sie l�gen.

Ich warne Sie.

Wenn Sie hier irgendetwas im Schilde f�hren.

Ich f�hr nichts im Schilde. Hab ich noch nie.

Was will der Kerl von mir?

Gar nichts wollte ich von ihm. Nur neugierig wie eine kleine Ziege.

Du hast vollkommen recht. Wer war's nun?

Es ist nicht der Rede wert. Sag Graumann, dass wir ausgehen.

Ich hab gesagt, wenn das Lokal voll ist, kann ich nicht.

Aber ich habe 50 Kartenspiele verkauft, das macht genau 175 Mark.

Wei� wie Schnee. Das muss man gesehen haben.

Beschlagnahmt. Kommt nicht in Frage.

Das hauen wir auf den Kopp.

Wir gehen in das italienische Lokal, wo wir damals waren.

Wir k�nnen hier essen. Och nee, immer hier.

Hinterher gehen wir tanzen. Etwas verdient und gr��enwahnsinnig!

Ich fang noch mal von vorn an jetzt.

Nat�rlich. Danke sehr.

Wenn du w�sstest, wie oft ich von dem Busen getr�umt habe.

Hm? Nein, nicht von dem.

Von dem an der Wand. Der Meerbusen von Neapel.

Wei�t du, was mir immer einfiel, wenn ich an dich dachte?

Was? Der schiefe Turm von Pisa.

Immerhin ist er noch nicht umgefallen.

Er sieht komisch aus, aber deshalb lieben ihn die Leute vielleicht.

Ich freue mich, dass du �berhaupt an mich gedacht hast.

Ich hab mich auch gefreut, als du pl�tzlich da warst.

Aber leider bist du noch der alte Landstreicher.

Du bist die einzige Frau, die das �ndern kann.

Mh.

Versuch es doch mal.

Wei�t du, was ich wunderbar finde? Was?

Den Ventilator da. Man h�rt ihn �berhaupt nicht.

Muss ich haben. Schau mal, was f�r ein Fabrikat.

'Tschuldigung, darf ich?

Na?

Zephir hei�t er. Den muss ich haben.

Er st�rt nicht. Komisch, mich st�rt er.

Erinnerst du dich, dass ich dich hier vor allen gek�sst habe?

Dabei bin ich ganz rot geworden.

Diesmal bist du nicht rot geworden. Nein.

Diesmal hab ich damit gerechnet. Ach so.

Herr Ober!

Wieso ist es so leer? Fr�her war nie ein Platz zu bekommen.

Ja, es ist traurig, aber der Chef ist selber schuld.

Wieso? Der hat sein Geld zu leicht verdient.

Andere Interessen. Frauen und so.

Hat sich um nichts mehr gek�mmert. Ach.

Wenn man ein Gesch�ft hat, muss man am Ball bleiben.

Das war mal 'ne Goldgrube.

Ob Musik f�r mein Lokal gut w�re?

M�glich.

'Ne Musicbox. Da stecken die Leute Geld rein und

schon ist Stimmung. Ja, das ist wichtig.

Stimmung muss sein. Darum wollen wir jetzt bezahlen. Herr O...

Herr Ober, zahlen!

H�bsch, nicht? Mh. H�bsch.

War auch 'n h�bscher Abend.

Ich soll dich erinnern, der Ventilator hei�t Zephir.

Du wolltest noch wegen der Musicbox telefonieren.

Rudi, ich muss mich um diese Dinge k�mmern. Wer sonst?

Vielleicht der Kugler, der Strohkopf.

Nacht, Rudi.

Toi, toi, toi noch f�r die Abendkasse.

Jetzt komm endlich schlafen. Das macht mich verr�ckt,

dass ich nicht wei�, wo ich den Kerl unterbringen soll.

Das kann doch nicht so wichtig sein. Jetzt kommt Werner nach Hause.

Mitten in der Nacht? Ein Witz oder? Ein Freund hatte Geburtstag.

Er ist kein Baby. Du nimmst ihn in Schutz,

sogar betrunken. Du denkst, er trinkt?

In dem Alter kommen alle in Versuchung.

Mal sehen, wer hier der Herr im Hause ist.

Blo�, weil du schlecht gelaunt bist.

Guten Abend. 'N Abend, Papa.

Wei�t du, wie sp�t es ist? Gegen eins.

Zw�lf Minuten nach eins. Findest du das in Ordnung?

Nein, aber es war so prima Stimmung. Ihr habt gepichelt. Bierchen.

Nee, Coca mit Zitrone. Das kannst du mir nicht erz�hlen.

Aber ich hab daf�r gerade gestanden. Wof�r soll ich grade stehen?

Sind wir auf einem Kasernenhof? Ich verbitte mir den Ton!

Nat�rlich.

Gefreiter Kleinschmidt.

Aber Papa, es war alles ganz harmlos.

Ja, ja.

Schon gut, mein Junge. Schlaf gut.

Jetzt wei� ich es.

Was?

Wer dieser Mann ist.

Dieser Stra�enh�ndler.

Darauf konnte ich nat�rlich nicht kommen.

F�r mich war er tot. Wieso tot?

Dass der hier pl�tzlich auftaucht. Nicht zu fassen.

Wilhelm, ich versteh das nicht. Wieso kann er dir gef�hrlich werden?

Gef�hrlich �berhaupt nicht.

Das Todesurteil war nach Kriegsrecht einwandfrei.

Das Todesurteil?

Deswegen kann mir keiner an den Wagen fahren.

Dann ist doch alles gut.

Dann kann der Mann nichts gegen dich unternehmen.

Wenn er hier rumquatscht.

Wenn es publik wird, dass ich Kriegsgerichtsrat war.

Das habe ich damals nicht angegeben. Wen geht das auch was an?

Was machst du hier? Ich wollte mich entschuldigen.

Los, scher dich ins Bett!

Der Mann muss hier weg.

Der Mann muss raus aus dieser Stadt!

(Kommissar) Raffiniert, wer blo� auf solche Ideen kommt? Ziehen Sie mal!

Immer Pik Dame. Ich wei�.

Fabelhaft, davon kauf ich mir eins. Ja, Herr Kommissar.

Wie viele P�ckchen haben Sie noch? Vielleicht 40.

Zu Hause noch welche?

Nee, da muss ich mir welche schicken lassen.

Tja, Herr Kleinschmidt,

ich muss das Zeug beschlagnahmen. Aber das ist doch unm�glich.

Ich hab noch nie Schwierigkeiten gehabt.

Diesmal haben Sie Pech.

Irgendein Strolch hat die bei Ihnen gekauft und Leute damit betrogen.

Anzeige, Untersuchung. Beschlagnahme mit Quittung.

Dann bin ich doch ruiniert. Da kann ich nicht mehr arbeiten.

Was kann ich f�r den Betrug? Sie sind ein intelligenter Mensch.

Bin ich.

Sie d�rfen einer Beh�rde nicht mit logischen Argumenten kommen.

Da machen Sie sich blo� �rger. Warten Sie mal!

Ich mach Ihnen einen Vorschlag.

Wenn Sie aus der Stadt verschwinden, beschlagnahme ich die Karten nicht.

Wie? Schreibe ich, der Mann ist abgereist,

ist die Sache erledigt. Wird vergessen.

Ja, aber ich will nicht weg. Sie sind doch ein Reisender.

Bei uns sind Sie schon 'ne Weile.

Der Markt ist doch schon l�ngst ges�ttigt.

Ich muss Ihnen die Karten noch bezahlen.

Es h�lt Sie doch hier nichts, oder?

Eigentlich haben Sie recht.

Mich h�lt hier nix.

Na also!

Aber ich muss mich darauf verlassen!

Sie reisen ab, sonst haben wir Probleme.

Ja, da k�nnen Sie sich drauf verlassen.

Herein!

'N Abend. 'N Abend, Rudi.

Warum bist du nicht gekommen? Ich hab was zu essen aufgehoben.

Danke, ich hab gegessen. Warum packst du denn?

Ich fahr morgen weg.

Wie?

Mh.

Der Zug geht ganz fr�h.

Rudi, du verschweigst mir was.

Sag, warum du so pl�tzlich weg willst.

Sag mal, Lissy. Was h�lt mich denn hier?

Wenn ich hier bleiben soll, m�sstest du das schon sagen.

Tja.

Hier.

Vergiss nicht, den Wecker aufzuziehen.

Danke, der ist kaputt. Den kann man wegschmei�en.

Nacht, Rudi.

Nacht.

Das m�ssen Sie gesehen haben, das m�ssen Sie erlebt haben.

Ha, ha, ha.

Hm?

Ach, du bist es.

Ich bring dir einen Wecker. Das ist nett von dir.

Komm, lass mich das machen.

Der ist auch kaputt.

Nein, da ist so eine kleine Feder.

Tats�chlich.

Der ist auch kaputt.

Das hast du vorher nicht gewusst? Nein.

Ich brauche ihn nie, wache von allein auf.

Genau wie ich.

Aber immer erst mittags.

Dann muss ich eben bei dir bleiben.

Was?

Damit du nicht verschl�fst.

Das hast du doch gewusst? Was?

Das mit dem Wecker.

Mh.

(Hartmann) Herr Oberstaatsanwalt! Ja.

Was wollte ich sagen? Ich wollt doch was sagen.

Ah ja, Kr�ger. Schicken Sie ihn mir r�ber.

Schicken? Ja.

Holen Sie ihn und schicken ihn her. Aber er ist hier.

(K) Herr Oberstaatsanwalt. Ah ja, ist ja da.

Ja, �hm, schicken Sie ... Kommen Sie!

Haben Sie mir nicht gesagt, dieser Mann w�re abgereist?

Man hat mir gesagt, er ist abgereist. So?

Er verkauft unten Krawatten. Das ist ja 'ne Frechheit.

Er muss wiedergekommen sein oder so. Ich k�mmere mich darum.

Lesen Sie die Gewerbeordnung. Jawohl.

Paragraph 55.

Ziffer 4.

Das m�ssen Sie gesehen haben. Das m�ssen Sie erlebt haben.

Und jede von diesen wundersch�nen, garantiert wetterfesten Krawatten

kostet nicht 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4 Mark, nein,

3,50 Mark, meine Herrschaften! 3,50 Mark, drei St�ck davon.

Danke sch�n.

Das ist die Krawatte im Zeitalter des Sputniks.

Ich habe gestern Morgen eine abgeschossen, nicht wieder da.

Wahrscheinlich hat sie jemand mitgenommen oder

sie umkreist die Sonne und zwar ohne zu verbrennen,

denn sie ist garantiert wetterfest. Ha, ha, ha.

(K) Kann ich Ihren Gewerbeschein sehen?

Bitte sch�n. Der ist in Ordnung.

Und es geht weiter und es geht los,

denn drei St�ck dieser Krawatten verkauf ich Ihnen

zum Schleuderpreis von 3,50 Mark. H�ren Sie mal zu!

Das d�rfen Sie nicht. Was?

Sie d�rfen keinen Auflauf hervorrufen,

der den Verkehr behindert. Aber der Schein berechtigt mich ...

Ja, Sie d�rfen Waren feilhalten.

Was Sie hier machen, braucht eine Er- weiterung nach Paragraf 55, Ziffer 4.

Wie ist das m�glich? F�r Schaustellung oder

sonstige Lustbarkeiten brauchen Sie eine besondere Erlaubnis,

die Sie nicht haben. H�ren Sie auf mit diesem Rummel!

Ich hab bisher in allen St�... Bei uns wird das ernst genommen.

Machen Sie hier weiter Witze, gibt's eine Geldstrafe.

150 Mark oder acht Tage Haft. Den Schein nehme ich mit.

Melden Sie sich auf dem Revier.

Auseinander gehen, meine Herrschaften!

Bitte, auseinander gehen. Bitte! Der Verkehr muss frei flie�en.

Meine Herrschaften, bitte gehen Sie doch weiter!

Was stehst du da rum? Macht dir wohl Spa�, wenn einer einpacken muss?

(Werner) Im Gegenteil, Sie tun mir leid.

K�mmer dich um deinen Mist. Was hier passiert, geht mich auch an.

Du hast nicht alle Nieten an der Hose. Was meinst du damit?

Ich m�chte Ihnen raten, gehen Sie raus aus dieser Stadt.

Wer bist du denn? Das kann ich Ihnen nicht sagen.

Aber hier hasst Sie jemand, weil er Angst vor Ihnen hat.

Sag mir jetzt, wer du bist. Das ist unwichtig,

aber ich meine es gut mit Ihnen.

(Junge) Hey, Schramm!

Guck mal, Schramm wird vornehm. Er kauft 'ne Krawatte.

(W) Bitte, verraten Sie mich nicht.

Schramm.

Angst? Der muss dich verwechselt haben.

Nein, nein. Der hat mich genau erkannt.

Raus mit der Sprache!

Rudi!

Lieber nicht, du erschrickst immer so leicht.

(Haase) Meister, kommen Sie mal her! Kommen Sie mal, Meister!

Nehmen Sie Platz.

Meine Frau hat Krawatten bei Ihnen gekauft. Wie kommt's zu dem Preis?

(Hessel) Sie stehlen wohl das Material?

Nein, ich stehle die Krawatten. (Haase) Gut, gut.

Das m�chte ich auch k�nnen, mit Witzen Gesch�fte machen.

(H) Ich versuch's in meinem Laden. Ist verboten. Mir wurde es verboten.

Unter Strafandrohung. Jetzt macht er wieder Witze.

Nein, nein. Es ist nicht erlaubt in dieser Stadt �ffentlich zu lachen.

(Kugler) Erz�hlen Sie mal, was los war!

Lange Geschichte. Prost! Prost!

Es ist 15 Jahre her,

da hat mich einer zum Tode verurteilt.

Zum Tode verurteilt? Hm.

Ein gewisser Dr. Schramm. (Hessel) Unser Schramm?

(K) Unser Oberstaatsanwalt? Genau der.

Wilhelm!

Wo ist er denn?

(Beschwipst) Nachdem ich sehr lange nachgedacht habe,

bin ich zu dem Schluss gekommen,

dass der Mann vollkommen harmlos ist, vollkommen ungef�hrlich.

Wilhelm, das bekommt dir doch nicht. Ja.

Aber er hat Hinterm�nner. Er ist von jemand bezahlt und geschickt worden.

Das ist ein Werkzeug.

Wessen Werkzeug soll er blo� sein?

Ich bitte dich, ein Mann in meiner Position hat Feinde,

Widersacher und nat�rlich Neider.

Es erscheint mir �berhaupt wie eine politische Intrige.

Aber

ich werde den Herrschaften nicht den Gefallen tun,

wenn sie mit diesen Mitteln vorgehen,

mich durch den Wolf drehen zu lassen.

Und dieser junge Mensch, der sich daf�r hergibt,

den werde ich zerdr�cken.

Wie eine Laus.

Aber ich will ja gar nichts von dem Mann.

Ich denk nicht dran, was gegen ihn zu unternehmen.

Was h�tte ich davon? Ich will meinen Gewerbeschein wiederhaben.

(Haase) Sie m�ssen was unternehmen. (Hessel) Das war kriminell.

Seien Sie ruhig. (Kugler) Das ist interessant.

Unser Dr. Schramm, zu dem gehe ich hin.

(Hessel) Glauben die da oben, sie k�nnen sich alles erlauben?

(Haase) Unterschriften sammeln. Seien Sie ruhig!

Eine Flasche Wermut. (Frau Hessel) Guten Tag.

Ich schicke Ihnen meinen Mann. Danke.

Eine Flasche Weinbrand.

(Frau H) Frau Oberstaatsanwalt ist da.

(Hessel) Lass mich mit der in Frieden.

(Frau) Du bedienst sie sonst. (Hessel) Nie mehr!

Soll woanders kaufen. Ich habe Sachen von dem Kerl geh�rt!

Ich m�chte ihr am liebsten ... (F) Was soll ich ihr sagen?

(Verk�uferin) 3 Dosen Hummer 24,40.

3 Gl�ser Mayonnaise 9,60.

2 Ananas 8,20.

2 Packungen Konfekt 12,30.

2 Dosen G�nseleber 15,60.

Ein Pfund Kaffee 10,80.

Ja. Den Sekt und die 10 Flaschen Mosel bestellt mein Mann.

(Hessel) Frau Oberstaatsanwalt sehen wieder reizend aus.

Was macht der Herr Gemahl? 3 % Rabatt.

Danke, Herr Hessel. Wir haben immer Arbeit. Wiedersehen.

Schweinerei.

Na ja, 85,60 Mark.

(Haase) Das ist so emp�rend! (Gerda)Haben die Leute nicht gezahlt?

(H) Das auch. Ich meine jetzt was anderes.

Ich bin sittlich, moralisch und weltanschaulich emp�rt.

(G) Ich dachte, es sei wichtig. (Haase) Das ist wichtig.

�hm, schreib gleich mal einen Brief. Spann einen neuen Bogen ein.

K�nnen wir den nicht zu Ende schreiben?

(Haase) Nein, ich will jetzt diesen Brief schreiben.

(G) Was ist denn los? (H) Das wirst du erfahren.

An den Herrn

Oberstaatsanwalt

Dr. Schramm, nein!

Wir schreiben gleich an den Chef. An den Herrn General ...

Generalstaatsanwalt.

In meiner Eigenschaft als ... (G) Als Versicherungsagent?

(Haase) Quatsch! Als B�rger dieses Landes erlaube ich mir Ihnen

einen emp�renden Punkt darzulegen. Fall. Fall darzulegen.

Punkt.

Ja also

der Brief muss kurz und gemei�elt sein.

�h, ich halte es f�r meine Pflicht,

�hm, Pflicht von unaufschiebbarer Dringlichkeit Ihnen mitzuteilen,

Halt mir das vom Leibe, ja?

Versicherungsagentur Haase.

Nein, mein Mann kommt in einer Stunde.

Ihnen mitzuteilen, dass, �hm,

in dieser Stadt,

einem braven B�rger unrecht geschieht.

Aus keinem anderen Grunde als weil, kann man sagen als weil?

Weil ihm schon einmal schreiendes Unrecht geschehen ist. Punkt.

(Kugler) Verzeihung, Dr. Schramm. Sie w�nschen?

Ich m�chte Sie sprechen. Warum melden Sie sich nicht an?

Es wird Ihnen lieber sein, wenn die Sache nicht durchs B�ro geht.

Was soll das f�r eine Sache sein? Eine Sache aus Ihrer Zeit als ...

Aus Ihrer Zeit als Kriegsgerichtsrat.

Kommen Sie!

Wollen Sie mir erkl�ren, Herr ...? Kugler.

Weshalb erz�hlen Sie mir die Geschichte?

Um Ihnen eine Gef�lligkeit zu erweisen.

Ein Mann in Ihrer Position muss ja wissen, was �ber ihn geredet wird.

Nat�rlich.

Mein lieber Herr? Ich verstand den Namen nicht.

Kugler. Otto Kugler.

Mein lieber Herr Kugler, das ist nat�rlich ganz reizend von Ihnen.

Obwohl das Ganze selbstverst�ndlich, mir fehlen die Worte,

das ist einfach absurd. Das ist ein armer Irrer.

Diesen Eindruck hatte ich nicht.

Aber wenn Sie es sagen. Er ist ein Irrer.

Trotzdem finde ich das reizend von Ihnen.

Jetzt kann ich �berlegen, ob ich den Schwachkopf belange oder

ob ich ihn einfach ... Sagen Sie mal, Otto Kugler, Kugler,

den Namen hab ich schon gelesen. Ja. Ich bin Bauunternehmer.

Am Ger�st ist doch immer 'n Schild.

Nat�rlich, Baumeister Kugler. Schon oft gelesen.

Ja, so oft nun auch wieder nicht.

Bei Bauten der �ffentlichen Hand werde ich leider immer �bergangen.

Wieso �bergangen? Ja, wirklich.

Kommunale und Staatsbauten, also

da komm ich einfach nicht ran.

Ich muss es mit irgendjemand verdorben haben.

Oben.

Da dachte ich, da Sie doch so viele Herren so gut kennen,

ein Wort von Ihnen.

Herr K... Herr Kugler!

Mein lieber Herr Kugler,

Sie k�nnen sich darauf verlassen.

Es wird mir eine Ehre sein.

Ich danke Ihnen, Herr Oberstaatsanwalt.

Entschuldigen Sie, dass ich Sie bel�stigt habe.

Aber ich bitte Sie, mein Bester, wir stehen doch alle im Leben.

Und m�ssen uns r�hren.

Erna, ich f�rchte der Braten wird trocken.

Keine Angst, gn�dige Frau, der Braten wird wunderbar.

(Frau) Haben Sie Unterteller? Fragen Sie Erna.

Junge, doch nicht hier im Zimmer!

Geh in die K�che!

Was ist denn hier los?

Wer sind Sie? Ich bin die Serviererin.

Liebling, da bist du ja endlich. Warum so sp�t?

Was ist hier los? Hast du doch nicht vergessen?

Wir haben eine Einladung. Wo kommen die Weinflaschen hin?

In den Eiskasten, Junge! Du musst sofort absagen.

Du machst wohl Spa�? Sofort absagen, ich kann nicht.

Unm�glich. Was sollen die Diefenbachs sagen und

der Generalstaatsanwalt? Ich kann jetzt nicht Kalb essen ...

(Erna) Roastbeef. - Ein Damoklesschwert schwebt �ber mir.

Was ist passiert?

Ich bin das Opfer einer Erpressung. Einer regelrechten Erpressung.

Rudi Kleinschmidt erz�hlt den Fall �berall rum.

Von wem wei�t du das? Von einem Baumeister,

dem ich Auftr�ge verschaffen soll, was ich nicht kann.

Ja und was machst du jetzt?

Ich werde den Stier bei den H�rnern ergreifen.

Ich biete Kleinschmidt Geld, dass er verschwindet.

Du rufst jetzt die Leute an! Wilhelm, was soll ich denn sagen?

Gehorche jetzt und geh!

(Stottert) Es wi...

Es wird dir was einfallen und stottere nicht dabei.

(Diefenbach) Magenkr�mpfe? Das tut mir leid.

Aber selbstverst�ndlich.

Der Generalstaatsanwalt wollte mich eben abholen.

Ich richte es ihm aus.

Recht gute Besserung.

Auf Wiedersehen, gn�dige Frau.

So �berraschend die Einladung kam, so �berraschend wurde sie abgesagt.

(G-Staats) Sieh mal an! Warum? (D) Pl�tzliche Magenkr�mpfe.

Seine Frau hat so gestottert. Als Zeugin h�tte ich sie nicht vereidigt.

(G) Eine Ausrede? (D) Ich bin sicher.

(G) Irgendwas stimmt nicht mit Dr. Schramm.

(D) Das Gef�hl hab ich schon lange.

(G) Was soll ich machen?

Im Fall Zirngiebel hat er unkorrekt gehandelt,

aber ich muss es nachweisen.

(D) Aalglatt, brillant und gerissen.

Der Typ von Jurist, den man nie in den Staatsdienst lassen sollte.

Seine Personalakte? (G) Bl�tenwei�e Weste.

(D) Seine Vergangenheit? (G) So 'n Stapel Persilscheine.

Er war schon immer dagegen.

Es liegt mir nicht, einen Mann abzuhalftern,

blo� weil mir seine Nase nicht gef�llt,

aber bei Schramm ist es nicht nur die Nase.

Wenn ich nur ein Beweisst�ck gegen ihn h�tte.

(Haase) Jetzt kann die Bombe platzen.

(Gerda) Hoffentlich bekommst du keinen Splitter ab.

Ich? Wieso? Ach so, ja, ja.

Das glaube ich nicht.

Ach, das ist wieder mal ein Abend heute. Wundervoll.

H�rst du die Glocken l�uten?

Wenn man da solchen Leuten so begegnen muss,

dass man solche Briefe schreiben muss (G) F�nf Seiten!

Ja, also man musste mal andere Seiten aufziehen,

aber man zieht damit Feinde auf sich.

Wir haben genug Feinde. Hast du was gesagt?

(G) Nein, ich habe mich ger�uspert. (H) Ich dachte, du w�rst verschnupft.

Ob man dem Getriebe der Welt nicht mit philosophischer Gelassenheit und

Verachtung gegen�ber stehen sollte?

Dieser Brief, wei�t du.

Ich wei� nicht,

ob man nicht lieber zu der gro�en Zahl der Stillen geh�ren sollte?

W�r vielleicht besser.

Gerda, komm!

Ich bin eigentlich recht froh, dass ich mich durchgerungen habe.

Lissy?

Da bist du ja.

Das Lokal ist voll und du sitzt hier? Das kenne ich nicht von dir.

Was hast du heute gemacht? Gearbeitet.

Gute Gesch�fte?

Mittel.

Na, das geht ja noch. Mittel.

Ohne Gewerbeschein.

Von wem wei�t du das?

Etwa von Kugler?

Rudi,

ich muss dir was sagen. Was denn?

Ich hab mich in dich verliebt.

Ja? Obwohl ich's gar nicht wollte.

Wie sch�n du das sagst.

Es klingt so zuverl�ssig.

Fast wie eine handelsgerichtliche Eintragung.

Tja, es geht aber nicht. Was geht nicht?

Alles geht nicht. Was alles?

Du bist so ... Wie bin ich?

Du bist eben, wie du bist.

Tja, ich bin, wie ich bin.

Was hab ich denn angestellt? Kugler hat mir alles erz�hlt.

Ach, das hat er?

Rudi, wie kannst du dich mit einem Staatsanwalt anlegen?

Das rauszuposaunen. Dein Gewerbeschein ist futsch.

Das ist lebensgef�hrlich.

F�r den.

Rudi!

Ein gro�er und ein kleiner Mann sto�en zusammen.

F�r wen ist's gef�hrlich? Hier f�r den gro�en.

Nein! Er hat doch Angst vor mir.

Um so schlimmer. Wieso?

Du h�ttest h�ren sollen, was die drei f�r 'ne Wut auf den Kerl haben.

Ach was, Wut! Die waren betrunken.

Interessant, dass heute keiner von ihnen da ist, sonst aber immer.

Weil sie mit der Sache nichts zu tun haben wollen.

Ich auch nicht. Man kann meine Konzession entziehen.

Ich habe Schulden, die Fremdenpolizei kommt t�glich.

Kriege ich morgen meinen Schein nicht wieder, lernst du mich kennen.

Dann l�ute ich auf dem Amt die Sturmglocken!

Tust du das, sind wir geschiedene Leute.

Dann musst du heute ausziehen.

Rudi!

Es war ja nicht so gemeint.

Wenn eine Frau einen Mann f�r einen Schw�chling h�lt,

dann sollte sie ihm das nicht zu deutlich zeigen.

Du bist aber ein Schw�chling, Rudi. Der reizendste und netteste.

Nicht reizend und nicht schwach genug,

um mich von dir tyrannisieren zu lassen. Wiedersehen, Lissy.

Ich reise ab. Diesmal komme ich bestimmt nicht wieder.

Wenn du ... wenn du die Sturmglocke nicht l�utest, kannst du bleiben.

Ich l�ute nicht und ich bleibe nicht. Nichts. Mach's gut!

(Graumann) Bitte sch�n, meine Herren? (Mann) Vier Bier.

(G) Sofort!

Bitte sch�n! Nein, danke sehr.

Ich wollte eigentlich, �hm, ...

Hier wohnt ein gewisser Kleinschmidt. - Ja, der wohnt hier.

Den Herrn m�chte ich bitte sprechen. �h. Ja, ja.

Da ist ein Herr, der will was.

Bitte?

Ich m�chte bitte Herrn Kleinschmidt sprechen.

Herr Kleinschmidt ist abgereist. Abgereist? Wann kommt er wieder?

Er kommt nicht wieder.

Kommt �berhaupt ...

So?

Ich wusste gar nicht, dass in dieser Gegend ein so reizendes Lokal ist.

Mit einer so charmanten ... Sind Sie die Wirtin?

Ja. Was wollten Sie von Herrn Kleinschmidt?

Ach, jetzt, wo er weg ist, eigentlich gar nichts.

Meine Herren, ein Umtrunk? Da ist ein Tisch frei.

'Ne Flasche Schampus. Trinken Sie mit uns?

Ich bin besch�ftigt. Ich schicke den Ober.

Dann nicht.

Ist abgereist.

Guten Morgen.

Guten Morgen, meine Herren!

Zum ersten Mal 10 Minuten zu sp�t im Dienst.

Fange ich abends mit Sekt an, tr�gt es mich immer aus der Kurve.

Was Wichtiges heute? Nur etwas Komisches.

Schl�gt doch einer eine Schaufensterscheibe kaputt,

blo� um zwei Dosen Schokolade zu stehlen.

Nicht zu verstehen.

Ein Erwachsener, wahrscheinlich betrunken.

Geben Sie mir den Akt! Bitte?

Den Akt Kleinschmidt.

Ja. Kleinschmidt.

Aber ich hatte den Namen noch gar nicht ...

Na, was denn sonst?

Woher soll ich den Namen sonst ...

Was hat er? Geht er wieder nach Hause?

(Staatsanwalt) Der hat noch einen sitzen.

(Dr. M�bius) Lieber Herr Kleinschmidt,

stimmt das alles, was Sie erz�hlt haben?

Klar. Haben Sie's nicht erfunden oder

irgendwo gelesen? Stimmt Wort f�r Wort.

Sie haben die Scheibe eingeschlagen,

damit die alte Geschichte zur Sprache kommt.

Auch. Aber ich will meinen Gewerbeschein wiederhaben.

Das ist ja selbstverst�ndlich. Wiedersehen.

Ich versuche, Ihre Akte von der Staatsanwaltschaft zu bekommen.

Wie viele Oberhemden?

Wie viele Oberhemden, Kind. Und mein ...

Nicht so viele, du kannst welche nachschicken.

Ich kann's nicht verstehen. Gleich wegfahren.

Herrgott! Wenn der Mensch redet, bin ich geliefert.

Sanatorium.

In einem solchen Fall ist es geradezu Pflicht eines Beamten,

krank zu sein.

Wirst du wenigstens die Pension retten?

Selbstverst�ndlich. Die gibt's gewohnheitsm��ig. Aber

die Karriere,

die Karriere!

Versungen

und vertan. Welche Socken?

Herrgott, lass mich mit den Socken zufrieden!

Kommt da jemand? Nein, die Kinder sind in der Schule.

Was soll ich ihnen sagen? Was du allen sagst!

Dass ich krank bin. Ja.

Sag, ich sei schon lange krank.

Ich h�tte nur die Z�hne zusammengebissen.

Passt ausgezeichnet in mein Charakterbild.

Ich kann nicht begreifen, dass du keinen Ausweg wei�t.

Der du sonst so genial im Finden von M�glichkeiten bist.

Sei doch mal still!

Es gibt einen Ausweg. Ich wusste es.

Aber er erfordert einen geradezu napoleonischen Wagemut.

Ich habe mir das Privateigentum von Rudi Kleinschmidt geben lassen.

Ich m�sste

das hier

verschwinden lassen.

Das Todesurteil.

Und wenn es herauskommt?

Es ist im Verzeichnis nicht aufgef�hrt.

Ist �bersehen worden. Nein, Wilhelm.

Das ist zu gef�hrlich.

Meine liebe Hildegard,

ich bin vielleicht in einem h�heren Sinne verpflichtet,

es zu riskieren.

Denk dran, was der Staat verliert, wenn ich ausscheiden muss.

Den Schatz

an Erfahrungen,

an Kenntnissen

und Arbeitskraft,

den ich darstelle.

Sie haben mich angeschwindelt. Womit?

Ihr Dokument ist nicht bei den Akten. Das muss jemand gestohlen haben.

So? Wie wollen Sie das beweisen? Aber ich hab ...

Ich hatte es in meiner Brieftasche. Sie k�nnen's auch verloren haben.

Wann haben Sie's zuletzt gesehen? Vor drei Wochen.

In drei Wochen kann man Millionen verlieren.

Aber es ist die Wahrheit! Wahrheit hin, Wahrheit her.

Sie sind mir sehr sympathisch. Sie mir auch, Herr Rechtsanwalt.

Ich verspreche Ihnen,

ich versuche, Sie hier schnell rauszubekommen.

Aber ohne Beweis hat es keinen Zweck, die Geschichte aufzurollen.

Ich will, dass die Schweinerei zur Sprache kommt. Alles Schikane.

Lieber Freund, Sie k�nnen sich hier eine gef�hrliche Suppe einbrocken.

Greife ich den Fall auf, k�nnen monatelange Ermittlungen beginnen.

Sie haben keinen festen Wohnsitz. Sie bleiben in Untersuchungshaft.

Wie lange? Ein halbes, vielleicht ein Jahr.

Donnerwetter.

Am Ende kriegen Sie noch

ein Verfahren wegen Verleumdung an den Hals.

Schmeckt Ihnen das?

Nee, schmeckt mir gar nicht. Na also. Wenn Sie hier raus wollen,

muss ich das anders anfangen.

Ich schildere Sie als einen vern�nftigen Menschen,

der eine Scheibe einschlug, weil er zu viel getrunken hat.

Das mache ich nur, wenn Sie sich an meine Anweisungen halten.

Wenn Sie die alte Geschichte nicht zur Sprache bringen.

�berlegen Sie sich das in Ruhe!

Warum kann ich nicht endlich zu ihm? (Pol) Konnte keiner ahnen,

dass der Verteidiger so lange bleibt. Ich schaue mal nach.

Danke.

Also gut, ich sage kein Wort davon.

Ich verspreche es. Bravo!

Es ist unsere einzige M�glichkeit. Wenn ich alles hinter mir habe,

kriege ich meinen Schein wieder? Das verspreche ich.

Ja, also Wiedersehen. Wiedersehen.

Wissen Sie, wie ich mir die Gerechtigkeit vorstelle?

Wie ein appetitliches, junges, besonders sauberes M�dchen.

Wieso das? Weil sie so oft baden geht.

Wiedersehen, Sie Witzbold.

(Pol) Bleiben Sie, Sie haben Besuch.

Herr Doktor, warum bekommt er nicht endlich einen Termin?

Gehen Sie rein. Es wird jetzt alles gut.

Ich bin an allem schuld. Ich hab dich beleidigt.

Aber Lissy. Doch.

Ich hab's mir �berlegt, du hattest recht.

Man muss sich wehren und zur�ckschlagen, so wie du es machst.

Schade. Nun bist du zum ersten Mal auf meiner Seite,

da bin ich schon wieder auf der anderen.

Ich hab gelernt, wenn ein gro�er und ein kleiner Mann zusammensto�en,

dann gewinnt immer der gro�e. Aber Rudi!

Na ja,

du hast ja jetzt deine Musicbox.

(W�rter) Bitte zur�cktreten, Herr Oberstaatsanwalt.

Morgen, M�ller.

(Dr. M�bius) Guten Morgen, Herr Oberstaatsanwalt.

Guten Morgen, ich habe auf Sie gewartet.

Warum? Guten Morgen, Herr Rechtsanwalt.

Guten Morgen. Morgen.

Ich wollte nur fragen, ob dieser Herr Kleinschmidt noch was sagte,

was, �h,

hinter diesem mysteri�sen Einbruch eigentlich ...?

Ich muss Sie entt�uschen. Er hat nichts gesagt.

Wirklich?

Er wird auch in der Verhandlung nichts sagen.

Nach dem Trinken bekommt er immer Hei�hunger auf Schokolade.

Sehen Sie mal an. Das wird alles sein.

Na, wenn dem so ist.

F�r mich ist das ja nur eine Lappalie.

(Richter) Ich er�ffne die Verhandlung in der Strafsache gegen Kleinschmidt.

(Generalstaats.) Unbegreiflich, warum macht er den Fall selber?

Er hat doch Wichtigeres zu tun.

(Diefenbach) Dar�ber wundert sich das ganze Haus.

Irgendetwas stimmt da nicht. (G) Ja. Ich h�tte Lust,

nachher mal da reinzusehen. Kommen Sie mit?

(D) Gern. Hoffentlich tun wir Schramm unrecht.

(G) Das w�nsch ich auch. Weniger f�r ihn als f�r uns.

(R) Sie behaupten, Sie hatten Hei�hunger auf Schokolade.

Jawohl. Die Gesch�fte waren zu,

da schlugen Sie die Scheibe ein? Jawohl, Herr Vorsitzender.

Wie viel Geld hatten Sie bei sich?

Etwa 90 Mark.

Wohin wollten Sie an diesem Abend? Zum Bahnhof.

Eben. Am Bahnhof h�tten Sie Schokolade kaufen k�nnen.

Ja, aber ... dann h�tt ich noch zehn Minuten gehen m�ssen.

Mit dieser Erkl�rung k�nnen Sie das Publikum belustigen,

aber schwerlich das Gericht �berzeugen.

Ich sage Ihnen, was Sie in dem Schokoladengesch�ft wollten.

Sie wollten die Kasse pl�ndern.

Nein, bestimmt nicht. Ich ... ich war erregt. Irgendwie und ...

Sagen Sie doch, Sie hatten Hunger. Ich hatte Hei�hunger.

Wieso waren Sie erregt?

Ich hatte eine private Auseinandersetzung hinter mir.

Privat. Mit einer Frau?

Ja.

Sie hatten eine Auseinandersetzung, woraufhin Sie Koffer packten und

zum Bahnhof gingen. Ja.

Beziehungsweise eine Scheibe einschlugen und verhaftet wurden.

Ja. Man k�nnte glauben,

er wollte lieber hierbleiben.

Sagen Sie, wie ging es Ihnen beruflich?

Hatten Sie viele Krawatten verkauft? Gar keine.

Warum nicht?

Man hatte mir den Gewerbeschein weggenommen.

Aus welchem Grund?

Er war angeblich nicht in Ordnung. Hm.

Aber Sie meinen, er war in Ordnung? Ja.

Ist der Sache mit dem Gewerbeschein nachgegangen worden?

Nein, ich ...

Nein.

Erlauben Sie, dass ich den Angeklagten etwas frage?

Dieser Hei�hunger, Angeklagter,

das gibt es nat�rlich, hatten Sie das schon �fter?

Es gibt eine Funktionsst�rung dieser, �h, dieser Dings,

dieser Bauchspeicheldr�se, �h,

verstehen Sie, �h,

Insulin schie�t ins Blut, Blutzucker wird abgebaut,

w�tender Hunger tritt ein, also Hei�hunger,

wie sich der Angeklagte korrekt ausgedr�ckt hat.

Das hatten Sie schon �fter? Ja, Herr Oberstaatsanwalt, �fter.

Ich erinner mich da besonders an einmal, aber das war

im Krieg.

Sehen Sie mal an!

Krankhaft also.

Dabei kann es sogar zu Ohnmachtsanf�llen kommen,

zu einer, �h, gewissen leichten, �h,

Tr�bung des Bewusstseins. (R) Ist mir neu.

Doch, doch, doch. Das gibt es.

Das gibt es.

Werner, wo kommst du denn her? Ich wollte in Papas Verhandlung.

Wie kommst du denn pl�tzlich ...? Guten Tag, Herr Pr�sident.

Er beschwert sich doch, dass ich mich nicht f�r seine Arbeit interessiere.

Um Gottes Willen, doch nicht heute.

Ich schlie�e die Beweisaufnahme und �bergebe das Wort

dem Herrn Oberstaatsanwalt.

Hohes Gericht!

Als Ergebnis der Hauptverhandlung steht fest,

dass der Angeklagte,

dass der Angeklagte

einen Ladeneinbruch begangen hat.

Um sich rechtswidrig zwei Dosen Schokolade anzueignen.

Dagegen kann nicht nachgewiesen werden,

dass er sich weitere Werte, �h, �hm,

beschaffen wollte. �h.

Etwa,

etwa die Ladenkasse pl�ndern.

H�tte sich der Angeklagte sonst dabei aufgehalten,

sich Schokolade einzustecken?

Ja, h�tte er sie sich hinterher eingesteckt,

das w�re etwas anderes gewesen.

Aber er hat sie sich ja vorher eingesteckt,

also noch ehe er die Kasse pl... Ja. �h.

Als Motiv gibt er glaubw�rdig an,

pl�tzlichen Hei�hunger nach S��igkeiten empfunden zu haben.

Es ist nicht zu widerlegen,

dass konstitutionelle Gr�nde daf�r ausschlaggebend waren.

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft,

hat sich zu seiner Tat bekannt, ist reum�tig,

sodass in diesem Falle diese offensichtliche Kurzschlusshandlung,

dass f�r diese Kurzschlusshandlung,

die mildeste Strafe angewandt werden kann,

die das Gesetz zul�sst. Bravo!

(D) Merkw�rdiges Pl�doyer. (G) Das des Verteidigers.

(Richter) Ruhe!

(Off) Ich �berantworte die Schwarzh�ndler dem Gericht.

Ich beantrage f�r den Angeklagten wegen Sabotage,

Diebstahl von Heeresgut die einzige Strafe, die hier angemessen ist.

(R) Herr Oberstaatsanwalt! Ihr Antrag bitte!

Ja.

Ich beantrage demzufolge f�r den Angeklagten die Todesstrafe.

�h,

hab ich Todesstrafe?

�h, Entschuldigung.

Nat�rlich nicht Todesstrafe. Ich wollte sagen,

vier Wochen Gef�ngnis, die durch die Untersuchungshaft verb��t sind.

Ich bitte nochmals ...

Angeklagter, h�ren Sie auf zu lachen! Entschuldigung.

(R) Angeklagter, ich warne Sie.

Ein Tag Haft wegen ungeb�hrlichen Verhaltens.

Nein, Herr Vorsitzender, das ist zu viel.

Es kann mehr werden! Diesen Tag m�ssen Sie zur�cknehmen.

Das war nicht ausgemacht.

Was soll das hei�en? Drei Tage Haft!

Was denn? Erst die Todesstrafe und dann 3 Tage Haft f�r die Leiche?

Die Todesstrafe war doch nur ein Versprecher.

Die hat er mir schon mal versprochen f�r dieselbe Sache.

Lassen Sie mich doch! Was war das?

Er brachte mich f�r 2 Dosen Flieger- schokolade vors Kriegsgericht.

Ich ersuche, dem Angeklagten das Wort zu entziehen.

L�ge, unhaltbare Behauptungen. Ich werde ...

Herr Oberstaatsanwalt, lassen Sie den Angeklagten sprechen.

Der Beweis war in meiner Brieftasche.

(H) Jawohl. Da k�nnen Sie uns fragen.

Mit seiner Unterschrift.

Fragen Sie ihn doch, wo das Papier geblieben ist.

Wir haben's gesehen.

(R) Ruhe! Bitte, setzen Sie sich!

Verzeihen Sie,

ich f�hle mich nicht wohl.

K�nnen wir vllt. die Sitzung ... Ich unterbreche die Verhandlung.

Wilhelm, was ist denn passiert? Sprich doch! Wilhelm!

(Portier) Herr Oberstaatsanwalt, nicht in der Robe auf die Stra�e!

(Gast 1) Tolles Ding! (Gast 2) Wieder ein Justizskandal.

(Haase) Meine Zeugenaussage hat alles ins Rollen gebracht.

(Hessel) Ich hab mich geweigert denen auch nur Zahnpasta zu verkaufen.

(Haase) Cognac? (H) Ja, gerne.

Zwei Cognac bitte. Zwei Cognac.

Aufs Recht, wenn's recht ist.

(Graumann) Fr�ulein Flemming!

Warum kommt er nicht rein?

Vielleicht will er nicht. Holen Sie ihn doch.

(Paul) Mensch, guck mal. Unser Toter. (Karl) Tag. Was machen die Karten?

Allet bestens.

Ach. Was macht der Wisch? Noch viele drauf reingefallen?

Nee, nur einer. Der aber gr�ndlich. Wo fahrt ihr hin?

(K) Wir machen nach Hamburg. (P) Moment! Ist privat.

(K) Hier!

(P) Kommst du mit? Bist du fertig hier?

Ich wei� nicht. Eigentlich bin ich fertig.

(Kugler) Ganz sch�ner Betrieb. Ja, ganz sch�n.

Die Brauerei ist da.

Sagen Sie, ich ruf sp�ter an.

Wo soll ich det Ding anbringen? Was ist denn das?

Der Zephir. (K) �bern Stammtisch da.

(Haase) Wann kommt Kleinschmidt?

Warum soll der kommen? Heraus, Mann!

(Hessel) Machst du mir 'ne Mark klein f�r die Musicbox?

Herr Graumann, geben Sie Herrn Hessel mal 10 Groschen.

(K) Wo wollen Sie hin? Lassen Sie mich in Ruhe!

Ich will lieber aussteigen. Du wei�t ja gar nicht,

was du willst. Danke, das ist nett.

Hier, deine Klamotten. Wiedersehen.

Alles Sch�ne!

Untertitel-Studio Rhein-Main OMNIMAGO GmbH 2020

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