All language subtitles for Zaertliches.Geheimnis.1956.GERMAN.dTV

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Original subtitles

Z�rtliches Geheimnis (1956) dTV - MDR - 9. Juni 2013

Wo bleibst du denn so lange?

Blumen?

Meine Mami h�tte heute Geburtstag.

Ach ja, richtig.

Na ja, jetzt fr�hst�cke mal!

Trink deine Milch!

Ich mag keine Milch, ich will Kaffee.

Du musst Milch trinken, du bist so d�nn.

Assez toi, comme il faut!

H�r auf mit dem ollen Franz�sisch!

Du wirst mir noch dankbar sein. Iss dein Br�tchen!

Wo bleibt Papi heute? Er telefoniert mit London.

Hallo Papi! Hallo Ros!

Morgen! Morgen!

Na, mein Junge.

Heute ist letzter Schultag, Papi. Aha! Danke.

Papi, wei�t du, was ich Sch�nes getr�umt hab?

Was hast du denn getr�umt?

Wir beide waren allein in Norderney.

Den ganzen Tag haben wir sehr viel gelacht.

Allein zu zweit sind wir doch das ganze Jahr.

Du bist doch nie da.

Du wirst an der See viele Kameraden haben.

Kameraden habe ich hier genug.

Aber dich sehe ich nur, wenn ich was angestellt habe.

Dann siehst du mich ja oft.

War die Mami wirklich so sch�n wie auf dem Bild?

Sag mal, welches Datum ist heute?

Der Sechzehnte.

Ros, sie war eine wunderbare Frau.

Jetzt ab in die Schule, sonst kommst du zu sp�t.

Bist du mittags da? Warum?

Heute gibt's doch Zeugnisse.

Wenn ich es schaffe, bin ich nach Mittag zu Hause.

Zum Gl�ck gibt's in Norderney kein B�ro.

Wiederschauen, Papi. Mach's gut, Ros.

Max, morgen geht's nach Norderney!

Da kannst du Nordseeluft schnuppern.

Berger, machen Sie anst�ndige Zahlungsbedingungen aus!

Wir haben Lieferzeiten von ... Bitte?

Sie m�ssen mit den Leuten klarkommen.

Der Segeldress f�r Ros ist unn�tig, er f�hrt nicht nach Norderney.

Nein, und Sie auch nicht?

Ich bin froh �ber ruhige Arbeitstage.

Der Junge wird entt�uscht sein. Es ist nicht zu �ndern.

Meine Schwester kommt mit ihrer Tochter nach Deutschland.

Ich schicke ihr Ros nach Schloss Stetten.

Packen Sie das Erforderliche. Ja, aber das sagen Sie ihm!

Ja, ja.

Punkt 1 unserer heutigen Generalversammlung:

Wahl eines Hallodri-Bumsdich-H�uptlings.

Ich bitte um Diskussion. Ich schlage Rosmarin von Stetten vor.

Damit du wieder Schriftf�hrer wirst?

Du spinnst!

Du hast dich nicht zu Wort gemeldet. Bitte!

Ich mache einen Vorschlag.

Wer in den Ferien das tollste Abenteuer hat ...

... und alles auf den Kopf stellt, der wird Hallodri-Bums-H�uptling.

Ich bitte um Diskussion.

Ich unterst�tze den Vorschlag.

Wir stimmen ab: Wer ist daf�r?

Wer ist dagegen? Einstimmig angenommen.

Beenden wir die Sitzung in traditioneller Weise: Hockstellung!

Sie singen: Hallodri-Bums, Hallodri-Bumsdich!

Karlchen, h�r mal!

In Deutsch habe ich einen Zweier.

Und in Rechnen? Auch einen Zweier.

Strolch!

Na, mein Strolch?

Mutti, knapp versetzt! Fein, Strolch, steig ein!

Jetzt bin ich wieder alleine.

Ich komme doch auch ein paar Tage hin.

Tante Charlie will, dass du deiner Kusine Gesellschaft leistest.

Das ist gemein. Ich kenne die Tante gar nicht.

Ich will bei dir sein. Es wird dir dort gut gefallen.

Franz und Klara richten alles her, und du bekommst mein Turmzimmer.

Als ich das Familienschloss sehen wollte, hattest du eine Ausrede.

Du magst die alte Rumpelkiste nicht, und die Reise ist zu lang.

Au�erdem habe ich mir was Tolles f�r Norderney ausgedacht.

Was denn?

Das darf ich nicht sagen, ich habe es geschworen.

Ach so, Geheimbund? Hallodri-Bums.

Ah ja! Also du bist im Geheimbund Hallodri-Bums.

Ja. Und du willst H�uptling werden.

Ja, aber ...

Und dazu musst du etwas ganz Verr�cktes anstellen, nicht?

Ja. Aber woher wei�t du das?

Hallodri-Bums gab es schon, als ich in deine Schule ging.

Was warst du denn?

H�uptling selbstverst�ndlich.

(singt) Hallodri-Bums, Hallodri-Bums.

Hallodri-Bumsdich! Hallodri-Bums.

Hallodri-Bums!

Oh! Rosmarin!

Herr von Stetten, jetzt habe ich die Milch versch�ttet.

Frida, Sie kommen immer im falschen Moment.

Mensch, Papi, du bist prima! Wie bist du H�uptling geworden?

Erstens, sagt man nicht "Mensch" zu seinem Vater.

Und zweitens, lass dir doch selber was einfallen.

Papi! Nein.

Also bei meiner H�uptlingswahl, war noch etwas Besonderes dabei.

Was Besonderes?

Wir wollten nicht nur das Verr�ckteste anstellen.

Es musste gleichzeitig auch etwas Gutes stiften.

Au Backe, auch noch Edelschnulz. Was ist denn das?

Was Edles tun, eine edle Tat. Ach so, ja.

Papi, das mache ich auch. Das w�re wunderbar.

Ein echter H�uptling zeichnet sich durch Anst�ndigkeit aus.

Nicht durch angeberischen Bl�dsinn.

Ich werde ein echter H�uptling.

So ist es gut. Kommst du auch bestimmt nach?

Das habe ich dir doch versprochen, Ros.

Ich m�chte �fter mit dir verreisen, aber ich muss immer arbeiten.

Sp�ter hast du dieselben Sorgen.

Wann kommt Tante Charlie an? Morgen.

(Englisch) O Mami, wie toll!

Hallo! Guten Tag!

Alles ist in Ordnung, gn�dige Frau.

Es ist alles wie fr�her.

Kl�rchen, ich bin so gl�cklich. Wo ist Rosmarin?

Er kommt erst heute Abend.

Das schaffen wir nicht mehr.

Ich bin nicht m�de. Du siehst ihn morgen fr�h.

Heute Abend, Mami. Wir gehen fr�h schlafen!

Sonst werden wir mit ihm nicht fertig.

Er soll ein Lausbub sein. Ganz der Herr Baron.

Er will alles anders machen als normale Menschen.

Gr�� dich, Franz! Ich habe dich gleich erkannt.

Ich dich nicht, du bist ja ein Mann geworden.

Das ist Max, er f�hrt unseren Mercedes ganz schnell.

Freut mich, Herr Max. Gleichfalls, Herr Franz.

Er f�hrt morgen fr�h schon wieder.

Wenn ich fr�h aufwache, kann mich Max im Dorf absetzen?

Ich bin zum Fr�hst�ck zur�ck. Aber geweckt wirst du nicht.

Franz, sind das meine Ahnen? Zwei von ihnen.

Die anderen sind in der Galerie. Warum nicht die zwei?

Sie waren die schwarzen Schafe deiner Familie.

Was haben sie ausgefressen?

Eberhard hat drei Kaufleute ausgeraubt und umgebracht.

Und die Beatrice hat noch etwas viel �rgeres angestellt.

Sie hat einen armen Burschen aus dem Dorf geheiratet, aus Liebe.

Das ist 150 Jahre her, aber deinem Gro�vater war es sehr peinlich.

Dann h�nge ich wohl auch mal hier.

Mach keine Sachen! Gibt's hier Geister?

Nein, die sind alle in meinem Staubsauger.

Schade. Gute Nacht, Franz.

Gute Nacht, mein Kleiner.

Bitte kurz vor 6 Uhr dreimal t�chtig blasen.

Jemand bl�st ein Horn.

Danke, lieber Engel.

Max, warte, ich komme ein St�ckchen mit.

Thymian! Thymian!

Wo steckst du denn?

Mutter Lindner, die Lichter brannten heute Nacht.

Welche Lichter? Die im Schloss.

Das bildest du dir ein? Sie brannten wirklich.

Jetzt bringt der Prinz Dorf und Schloss wieder zusammen.

Das hast du gesagt. Alte Geschichten.

Das Fr�ulein hat einen aus dem Dorf geheiratet.

Darum sind die Prinzen verwunschen. Beatrice!

Und der �rmste aus dem Dorf muss dem Prinzen helfen, oder?

Was ich dir erz�hlt habe stimmt.

Gib die Pilze her. Sie m�ssen in die Wirtschaft.

Gar keine? Was hast du gemacht? Ich habe den Prinzen gesucht.

Er findet mich nicht, und ich muss ihm doch helfen.

Denn der �rmste im Dorf bin ich.

Der findet dich schon. Jetzt k�mmere dich um die Gei�en!

Ich muss meine Zeitungen austragen.

Bepo, alles ist wahr, und die Lichter haben gebrannt.

Wenn wir ihm helfen, nimmt er uns vielleicht mit in sein Schloss.

Ich m�chte so gerne einmal hinein. Da musst du hinsehen.

Ganz nah ist es heute, man muss nur hineingehen.

Hallo! Guten Morgen. Gr�� Gott!

Ich hei�e Rosmarin, Ros. Und du? Thym, Thymian.

Willst du mich wegen meines Namens uzen?

Ich sollte ein M�del werden und Rosmarie hei�en.

Wie hei�t du denn wirklich? Thymian.

Weil der Thymian bl�ht, wenn ich Geburtstag habe.

Die Leute sagen, ich h�tte Florian hei�en sollen, wie mein Vater.

Aber er hat mich falsch eingeschrieben ins Kirchenbuch.

Ich muss gehen. Bleib hier, Thymian!

Ich muss im Kramerladen helfen.

Ist doch noch so fr�h.

Beim B�rgermeister oder im Gasthof muss ich noch fr�her anfangen.

Ich m�chte gern Kahn fahren und schwimmen, komm doch mit.

Ich darf nicht zu sp�t kommen.

Wenn du mitkommst, darfst du mich im Schloss besuchen.

Im Schloss? Ich wohne doch im Schloss.

Hilf mir bitte, den Knoten aufzumachen.

Mensch, das ist ja toll! Was denn?

Du siehst so aus wie ich. Ich sehe so aus wie Sie?

Ja, schau doch! Ja.

Schade, dass du nicht in meiner Stadt wohnst.

Da k�nnten wir Bl�dsinn machen. In der Stadt?

Ja. Also du ruderst, und ich bin der Kapit�n.

Ja.

Er hat mir versprochen, zum Fr�hst�ck zur�ck zu sein.

Fahr ihn suchen, Franz. Nimm meinen Wagen.

Danke, ich habe einen Wagen.

Er kriegt keine Geschenke, wenn er nicht mitkommt.

Iss dein Porridge, mein Herz.

Thym, du springst von Backbord, ich von Steuerbord, zugleich.

Ich kann nicht schwimmen. Warum hast du dich ausgezogen?

Weil Sie's befohlen haben. Warum siezt du mich?

Sie sind der Prinz, der Dorf und Schloss zusammenbringt.

Ich bin der �rmste im Dorf.

Dein Prinz ist gleich verschwunden. Ich bin der Prinz.

Sind Sie noch da?

Wo bist du?

Wo bleiben Sie?

Au! Pass auf!

Hilfe!

Ich komme gleich!

Hilfe! Thymian, ich komme!

Hilf mir! Ich komme!

Ich gehe unter!

Lass meinen Hals!

Lass los, sonst kriege ich keine Luft!

Hilfe!

Hilfe!

Hilfe!

Thymian! Thymian!

Gott sei Dank!

Hilfe! Hilfe! Hilfe!

Hilfe!

Hilfe!

Da ist dein Boot. Es ist leer.

Da ist ja wer.

Das ist ja der Thymian! Thymian, was hast du gemacht?

Ich ... Ein Junge ...

Da, am Ufer!

Vielleicht hat er Wasser geschluckt. Ich trage ihn in die H�tte.

Ich sehe keinen anderen.

Hey, du da! Hast du einen Buben gesehen?

Was machst du denn da?

Um Gottes willen, Rosmarin! Was ist denn passiert?

Was ist denn los mit dir? Um Gottes willen, Ros!

Was ist denn da geschehen?

Komm schon, da rein!

So! Ja, Ros!

Gott sei Dank, das Herz ist in Ordnung.

Du bist ja ganz kalt. Und wir haben uns um das Fr�hst�ck Sorgen gemacht.

Diese Lausbuben sind �berall gleich.

Ob das Amerika ist oder ...

Er atmet schon ruhiger. Armer Ros, wird er sterben?

Unsinn, du Sch�fchen. In ein paar Stunden ist er wieder munter.

Wie braun und derb seine Haut ist. Gar nicht wie ein Stadtkind.

Die Haare, die H�nde, ganz verwahrlost.

Ja, da fehlt eben die Mutter. Gott hab sie selig.

Kann man ihn nicht aufwecken?

Siehst du!

Thym? Hey, Thymian!

Da ist er ja.

Geht's dir besser, Thym?

Danke, ganz gut. Guten Morgen. Warum redest du so geschwollen?

Blass bist du. Danke sehr.

Der B�rgermeister k�nnte ihm ruhig mal eine neue Hose kaufen.

Der B�rgermeister? Freilich!

Hier? Nat�rlich.

Das ist ja der Saubub! L�uft schon wieder herum.

Es fehlt ihm gar nichts mehr.

Ich danke Ihnen f�r Ihre freundliche Aufnahme.

Aber jetzt muss ich nach Hause gehen.

Wie redest du? Be�ngstigend.

Hast du zu viel Wasser geschluckt, Thymian?

Ja, ich habe den halben See im Bauch.

Thymian? Was ist denn noch?

Thymian? Wie der guckt!

Heute, wo du im Laden arbeiten sollst, f�llst du in den See.

Worauf wartest du, in einer Stunde ist Schule.

Hallodri-Bums! Hallodri-Bumsdich! Hallodri-Bumsdich! Hallodri-Bums!

Verr�ckt spielen, das k�nnte dir so passen.

Die verlorene Zeit arbeitest du nach der Schule nach.

Man hat eh mehr Schaden durch dich.

Niemand wird durch den H�uptling gesch�digt.

Er ist doch noch klein. Ich lass mich nicht bestehlen.

Sag, wenn es dir zu viel wird. Mir ist nichts zu viel.

Ich habe ein Ziel, die H�uptlingsfeder.

H�r auf mit dem Theater. Los jetzt!

Hallodri-Bums! Hallodri-Bumsdich! Hallodri-Bums!

Wie geht es unserem Seehelden? Gut.

Zeig mal her!

36,9! Er kann etwas Tee mit Wei�brot und Marmelade vertragen.

Bringe ich ihm.

Ros, du wirst wieder ganz gesund. Ich hei�e doch Thymian.

Du bist komisch, warum nicht Pfefferkraut oder Petersilie?

So, Huberb�uerin, haben wir's?

Ein Pfund Reis nehme ich noch.

Thymian, ein Pfund Reis!

Bitte sch�n, die Dame. Die Dame?

Halltet ihr mich zum Narren?

Ach was, das Wasser ist ihm zu Kopf gestiegen.

Dann wieg den Reis lieber nach, Kramerin.

Ein Pfund Reis wird er noch abwiegen k�nnen.

Saubub, du bringst mich an den Bettelstab.

Nimm es nicht so genau. So genau wie du, Huberb�uerin.

Thymian, die Reisp�ckchen wiegst du alle noch mal nach.

Sei nicht so giftig, der Bub ist ganz durcheinander.

Schreib deine Rechnungen.

Freu dich, dass du nicht abgesoffen bist.

Guten Tag. Gr�� Gott, Frau Baronin.

Kennen Sie mich noch, fr�her hie� ich Carlotta Stetten.

Das dachte ich mir. Unver�ndert sehen Sie aus. Stimmt's, Alois?

Noch sch�ner als fr�her.

Tante Charlie.

Und wie geht es Ihrem werten Bruder, unserem Herrn Baron?

Gut. Er kommt f�r ein paar Tage.

Machen Sie mir die Sachen zurecht, ich lasse sie abholen.

Den Kamillentee und die Watte nehme ich gleich mit.

Ist jemand krank im Schloss? Nichts Ernstes.

Mein Neffe war unvorsichtig und hat sich erk�ltet.

Er ist v�llig durcheinander. Aber das wird wieder.

Thymian ist im Schloss.

Wir haben einen Jungen als Hilfe, der raubt uns den letzten Nerv.

Sie m�ssen sich austoben. Liebes Tantchen, bravo.

Ein Paket Watte f�r die Baronin, oben im Regal.

Wo bekomme ich hier Zeitungen?

Bei Mutter Lindner, aber heute ist sie unterwegs.

Erz�hlt Frau Lindner den Kindern immer noch so sch�ne Geschichten?

Sie macht die Kinder ganz n�rrisch, der Thym glaubt das alles.

Kindern, die nie an M�rchen glauben, fehlt sp�ter was.

Dann kann dem spinnerten Bub nichts passieren.

Wo bleibst du mit der Watte?

Was ist jetzt schon wieder passiert?

Ich bin von der Leiter gepurzelt.

Das war dann alles, schicken Sie es nach oben?

Bitte sch�n, Frau Baronin. Nein!

Ja danke sch�n!

Du stellst dich an, als h�ttest du erst heute hier angefangen.

Meinst du, dass wir unsere Sachen gestohlen haben? Das sch�ne Mehl!

Lassen Sie ihn doch. Komm! Nimm das da auf den Schrecken.

Danke sehr, Frau Baronin. Setzen Sie's auf meine Rechnung.

Du h�ttest meiner Beate gefallen. Ja?

Da. Noch etwas, Ros? Ja, gerne.

Sprich nicht mit vollem Mund, und sag bitte!

Bitte.

Warum wohnt der Baron nicht mehr auf dem Schoss?

Seit der Alte tot ist, war er nicht mehr da.

Das geht uns nichts an. Wei�t du etwa mehr?

Mit dem kannst du nicht mehr reden. Du Saubub, du mistiger!

Himmelherrgott, du ...

Na, jetzt, jetzt ...

Das bist du selber schuld, dir geht immer dein Temperament durch!

Sie sind nicht zu verstehen.

Hallodri-Bums.

Der Ros ist ulkig, und essen kann der!

Geht's dir besser, mein Schatz? Ja.

Ros erz�hlt lauter M�rchen. Er sagt, er hei�t Thymian.

Ich dachte, du hei�t Rosmarin. Das ist der andere.

Der andere. Der mich verzaubert hat.

Spiel ruhig verr�ckt, du bringst uns nicht aus der Fassung.

Dein Papi hat uns gewarnt. Ros, das macht man nicht.

Na, Thym, geht es wieder?

Ja. Bitte, wo geht's denn hier zum Lindenhof?

Du Hallodri bist vier Monate zu sp�t dran mit dem Aprilscherz.

Blass bist du. Gib mir den Sack, ich fahre am Lindenhof vorbei.

Wer l�sst dich so schwere S�cke tragen?

Die Kramerin. Der werde ich Bescheid sagen.

Vergessen Sie den Sack nicht?

Nein, der Kopf vom B�rgermeister ist noch ganz.

Aber dich hat es erwischt. Jetzt geh in die Schule!

Danke sch�n. Auf Wiedersehen.

Wiedersehen sagt der Bazi!

Kommen wir zu den Meerestieren. Wer kann welche nennen?

Tiere, die nur im Meer leben. Ja, Heinzi.

Der Hering. Richtig. Nicht schnipsen!

Schreib's an die Tafel. Wer wei� noch mehr Meerestiere?

Der Haifisch. Ja, der Haifisch.

Der Walfisch. Der Walfisch.

Ruhe!

Wenn du heimlich naschst, gib einem armen Jungen davon ab.

Danke sch�n.

Warum leben diese Tiere nicht in Binnengew�ssern wie in unserem See?

Weil das Meerwasser Salz enth�lt.

Richtig, weil das Meerwasser salzig ist.

Ruhe!

Du h�ttest daheim bleiben sollen. Die haben mich geholt.

Wo arbeitest du heute? Bei der Kramerin.

Nat�rlich! Jeder andere h�tte dich heute in Ruhe gelassen.

Franz, das ist keine Heckenschere, du brauchst eine gro�e.

Woher wei�t du das? Von eurem G�rtner in der Stadtvilla?

(Bayrisch) Das wei� man doch.

Wie sprichst du denn? Hast du das heute von den Bauern gelernt?

Ein Tr�pferl �l t�t auch nix schaden.

Thymian, aus dir wird nichts Gescheites rauskommen.

Nach deinem Unterwasser-Ausflug.

Du Depp! Olle Ziege!

Es klingelt zur Pause.

Musik

Musik

Eine Ziege meckert.

Hast du Sehnsucht nach Thymian? Musst nicht mehr lange warten.

Das h�lt ja kein Pferd aus.

Thym!

Ist es wahr, dass du fast ertrunken w�rst?

Ich bin ...

He?

Bleib doch, ich habe das Nachtessen mitgebracht.

Wo l�ufst du hin?

Na so was!

Lass es dir gut schmecken.

Mami, ich will Salat. Tomaten auch?

Ja, ein bisschen.

Ros hat noch keinen Salat. Nimm dir mal.

Danke.

Gib ihm die So�e, Beate. Sie ist sehr hei�.

(Beate) Es ist so sch�n, ich m�chte immer hier sein.

(Charlie) Wir bleiben drei Monate hier.

N�chstes Jahr, wenn Ros Ferien hat, kommen wir wieder.

Freust du dich, Ros? Ja.

Schling nicht so! Niemand nimmt dir etwas weg.

Hast du noch nie was von der Gabel geh�rt?

Doch.

Dann benutze sie auch! Beate, kichere nicht, sondern iss!

Schmeckt es dir? Ja, gut!

Aber Ros, du schneidest dir in den Daumen.

Er w�rde sich freuen, wenn er noch bleiben d�rfte.

W�re nur sein Leben nicht so scheu�lich.

Ich habe Papi versprochen, ein echter H�uptling zu werden.

Ja, Papi, ich halte mein Versprechen.

Der isst, als h�tte er sich noch nie satt gegessen.

Das ist aber merkw�rdig.

Bringen Sie mir den Mokka nach oben, Franz.

Rosmarin jetzt reicht's! Lach nicht, Beate!

Lass dir's nur schmecken, Thymian.

Mami, eine Hand, da! Hilf mir!

Wo denn? Ich sehe nichts.

Ich habe eine Geisterhand gesehen.

Liebling.

Hier gibt's Geister, nicht, Ros? Ja.

Schluss jetzt. Es reicht, wenn einer verr�ckt spielt.

Esst die S��speise alleine.

Ich rufe meinen Bruder an, der Junge wird mir unheimlich.

Aber die Geister sind doch alle im Staubsauger. Da.

Doch nicht alles!

Thymian!

Da staunst du, was?

Ich wusste, dass Sie wiederkommen.

Ich habe einen Sauhunger. Da ist Schokolade.

Was f�llt dir ein, dich hier einzuschleichen?

Einschleichen?

Bei deinem Mistleben, t�te ich das auch.

Sie haben mich doch verzaubert. H�r auf mit dem Quatsch.

Sag du zu mir. Ich bin kein M�rchenprinz.

Kein Prinz? Ich bin ein Junge wie du.

Das Schloss geh�rt nicht mir, mein Vater hat eine Fabrik.

Wir sind normale Leute. Aber helfen kannst du mir trotzdem.

Wie denn? Bleib noch ein paar Tage hier.

Ich gehe zur�ck ins Dorf. Aber hier ist es doch viel sch�ner.

Ich erkl�re es dir. Hast du schon von Hallodri-Bums geh�rt?

Hallodri-was?

Hallodri-Bums! Ich habe dich gewarnt.

Was tut er? Ich h�re wohl nicht recht! Er leckt die Teller aus.

Das ist die Luftver�nderung. Er nimmt beim Essen drei Mal nach.

Nur um mich zu �rgern.

Er kann nicht mit Besteck umgehen? Er r�lpst? Das hat er von mir.

Wie kann er uns so blamieren?

Charlie, wenn der Junge nicht pariert, leg ihn �bers Knie!

Sag ihm, so wird er nie H�uptling werden.

Dann werde ich H�uptling.

Und du tust eine gute Tat, wie dein Vater, weil du f�r mich schuftest.

Eben. Aber wir m�ssen aufpassen, Tante Charlie sch�pft Verdacht.

Du darfst doch nicht den Teller ablecken.

Fein sein ist schwer. Aber du musst auch aufpassen.

Habe ich schon gemerkt.

Ein Unfall? Was denn und wo denn?

Ist etwas passiert?

Aber er schwimmt wie ein Fisch.

Schockwirkung meinst du? Das ist m�glich.

Nein, kann ich nicht, ich fliege morgen nach London.

Geht's ihm wieder gut, ja?

Ich versuche, in zwei bis drei Tagen bei euch zu sein.

Ja, aber sag ihm noch nichts.

Gut. Ja. Gute Nacht.

Hast du keine Mutter mehr?

Nein. Ich erinnere mich nicht an sie. Sie ist lange tot.

Mein Vater ist im Krieg gefallen.

Und deine Mutter?

Die ist in Gefangenschaft. Sie ist Krankenschwester.

Die auf dem Bild �ber deinem Bett? Die w�rde mir auch gefallen.

Einen Vater haben ist aber besser als gar nichts.

Ja, das schon. Jetzt muss ich aber gehen, gute Nacht.

Wenn du Hilfe brauchst, geh zu Frau Lindner.

Die sagt dir, was du tun sollst.

Die mit dem Suppentopf? Ja.

Gut. Pass auf, dass du nicht f�llst.

Vroni!

Vroni? Ja, was ist denn?

Hast du kein Hirn mehr?

Das ist doch der Stier. Willst du dich umbringen lassen?

Wo ist der Thymian? Im Stall, er ist verr�ckt.

Er wollte den Stier melken. Was sagst du da?

Was mache ich jetzt?

Dann kann ich es ihm nicht sagen, sonst schnappt er �ber.

Was ist los? Seine Mutter kommt.

Gerade jetzt! Was steht da drin? Da, lies selber!

Der wird sich freuen. Wenn er es nur vertr�gt.

Vielleicht fehlt ihm nur eine richtige Freude.

Hey!

Au!

Vroni!

Vroni?

Vroni!

Thymian! Was machst du da? Komm mal her, mein Junge!

Ich muss dir was Wichtiges sagen. Ich habe eine �berraschung f�r dich.

Alsdann, Thymian ... Langsam.

Ja, ja.

Was w�rdest du sagen, wenn pl�tzlich deine Mutter heimk�me?

So ganz pl�tzlich. Meine Mutter?

Ja, Thymian, sie kommt. Vielleicht schon in den n�chsten Tagen.

Die genaue Ankunft wird uns mitgeteilt.

Aber ich habe doch gar ...

Der Herrgott hat euch nicht verlassen, Thymian.

Ja, ich ...

Du kannst stolz auf sie sein.

Sie hat sich um ihre Mitgefangenen verdient gemacht. Da steht es.

Ich ... Ich muss jetzt gehen.

Hoffentlich geht das gut. Ich habe getan was ich konnte.

(Sie singen) "Die V�glein im Walde, die sangen wunder-, wundersch�n."

"In der Heimat, in der Heimat, da gibt's ein Wiedersehen."

Zwei, drei!

"In der Heimat, in der Heimat, da gibt's ein Wiedersehen."

Das war sch�n. Jetzt kann deine Mutter kommen, Thymian. Setzen!

Wir haben Dienstag, zweite Stunde, Erdkunde.

Frankreich. Wer kann mir etwas �ber Frankreich erz�hlen?

Was, du, Thymian? Nat�rlich.

Dann sag, was du �ber Frankreich wei�t.

Die Hauptstadt von Frankreich ist Paris.

Frankreich grenzt an Belgien, ...

... Italien, die Schweiz, Deutschland und Spanien.

Aus Bordeaux und Burgund kommt guter Rotwein.

Dort gibt es viel Sonne. Das hatten wir noch nicht.

Ruhe! Woher wei�t du das pl�tzlich, Thymian?

Das habe ich gelesen.

Der spricht ausl�ndisch, wie ein Preu�e.

Sei nicht vorlaut, das ist Hochdeutsch.

Ja, wieso denn auf einmal, Thymian?

Man will einen Tunnel zwischen Frankreich und England bauen.

Unter dem �rmelkanal.

So!

Das ist eine F�rberdistel.

Fr�her wurde die zum Rotf�rben von Wolle gebraucht.

Du musst sie unten ausrei�en, sonst sticht sie.

Was du alles wei�t.

Weil es dort so sch�n ist, hei�t es:

"Man lebt wie Gott in Frankreich."

Das hei�t auf Franz�sisch: "On vit comme Dieu en France."

Das ist Franz�sisch. Ich kann's nicht, aber ich kenne es.

Die Blumen darfst du erst abends gie�en.

Nein, die Blumen haben Durst.

Davon verstehst du nichts. Die Blumen haben Durst!

Thymian jodelt.

Oh, Jodeln.

Wo hast du denn das gelernt?

Auf der Alm. Wo?

In der Schule.

Er singt.

"Allons enfants de la Patrie, le jour de gloire est arrive!"

"Contre nous de la tyrannie, letendard sanglant est leve."

"Letendard sanglant est leve."

Der ist verhext.

"Entendez-vous dans les campagnes mugir ces feroces soldats?"

"Ils viennent jusque dans vos bras egorger nos fils, nos compagnes."

"Aux armes, citoyens, formez nos bataillons!"

"Marchons, marchons! Quun sang impur!"

"Abreuve nos sillons!"

Den Jungen hat man hypnotisiert.

Wir haben nichts verstanden, aber der Lehrer sagt, es ist Franz�sisch.

Woher soll der Thymian das k�nnen?

Die Unterirdischen haben ihn im See vertauscht.

An so was hat der Teufel Spa�. Schau weg, damit er dir nichts anh�ngt.

Meine Mutter kommt? Wirklich? Ja.

Du bist der Prinz, der alles wieder gutmacht.

Dir ist nicht zu helfen, glaub was du willst.

Ich muss ins Dorf!

Wir wissen nicht, wann sie kommt, So lange bleibst du im Schloss.

Ich sage dir dann Bescheid. Wirklich?

Ehrenwort! Dann tauschen wir heimlich die Pl�tze.

Dann wirst du H�uptling, und ich? Du gehst zu deiner Mutter.

Du, Ros, warte! Was ist denn?

Ich habe dir was zu Essen besorgt.

Gestohlen ist es nicht, hier geh�rt dir ja alles.

Danke, Thym. Hallodri-Bums! Hallodri-Bums!

Guten Abend.

Wo warst du so lange? Ich war zweimal hier. Geht es dir besser?

Lass dich anschauen!

Du siehst noch etwas blass aus.

Was sagst du dazu, dass die Mutter jetzt kommt?

Das verschl�gt einem die Sprache, nicht?

Da haben Sie Recht. Wieso siezt du mich?

Das Dorf spricht davon, wie komisch du geworden bist seit dem Unfall.

Zu mir kannst du es ja sagen. Fehlt dir was?

Nichts, danke.

Was?

Wer bist du denn? Kein Gespenst.

Ich bin Rosmarin von Stetten, vom Schloss.

Vom Schloss? Dann ist dein Vater der Robert von Stetten.

Ja.

Wo ist der Thymian? Im Schloss.

Im Schloss. Das hat er von seiner Spinnerei.

Haben sie ihn eingesperrt?

Nein, er isst gut und schl�ft im Himmelbett.

Wie ist er da hineingekommen?

Beim Unfall auf dem See haben wir unsere Rollen vertauscht.

Bitte verraten Sie uns nicht. Beim Unfall auf dem See?

Das Dorf glaubt, die Unterirdischen h�tten dich vertauscht.

Die werden bl�d schauen, wenn sie h�ren, dass sie beschwindelt wurden.

Sag, warum habt ihr das alles gemacht?

Geheimnis. Aber bestimmt nichts B�ses. Wir wollen was Gutes tun.

Bitte, verraten Sie uns nicht?

Nein, aber wenn seine Mutter kommt, ist der Spa� vorbei.

Das ist schon besprochen, ich war gerade oben bei Thymian.

�hneln tut ihr euch schon wie zwei Br�der.

Ich m�chte zu gerne wissen, warum.

Hast du nie etwas von deiner Urahnin geh�rt?

Von Beatrice? Genau.

Sie hat vor 150 Jahren ins Dorf reingeheiratet.

Seit dem gab es immer wieder Bauern, die aussahen wie von Stettens.

Das alte feine Blut setzt sich durch.

Also! Dem Thymian kann das gute Leben auf dem Schloss nicht schaden.

Er wird es aushalten. Wie steht's mit Ihnen, mein Herr?

Ich halt's aus. Ja.

Komm mal her!

Vroni, der Lehrer und ich haben immer auf den Buben aufgepasst.

Sonst g�be es vielleicht kein Wiedersehen.

Jeder, wie er kann. Ah, da ist ja der liebe Thymian.

Und was f�r sch�ne Sachen.

Es hat sich hier ver�ndert. Und ein neues Kleid!

Kommt seine Mutter heute schon? Ich wei� es nicht.

Sch�n, was? Beinahe wie in einem Schloss.

Lieber Gott, mach bitte, dass meine Mutter bald kommt.

Und dass Rosmarin nicht vergisst, es mir zu sagen. Amen!

Ja, ich komme schon!

Was wollen Sie mitten in der Nacht?

Entschuldigen Sie die sp�te St�rung.

Ja, Anna! Bist du es wirklich? Ich bin's.

Welche Freude. Willkommen daheim, Anna! Komm doch herein!

Nein, ich m�chte ...

Warum nachts? Ich habe deinen Empfang vorbereitet.

Ich m�chte zuerst mit Thymian allein sein.

Das verstehe ich. Wo ist er? Kann ich zu ihm?

Iss etwas, dann bringe ich dich hin.

Bitte, ich bin nicht hungrig. Also, ich komme gleich.

Hier? Ja, ja.

Ich sage niemandem, dass du da bist, dann seid ihr ungest�rt.

Sieben Jahre habe ich diesen Moment herbeigesehnt.

Immer habe ich mir ausgemalt, wie es sein wird, was er sagen wird.

Jetzt, wo es so weit ist, klopft mir das Herz bis zum Hals.

Ich traue mich kaum hinein. Geh nur, Anna!

Ich bin wieder bei dir.

Mein Junge.

Jetzt bleiben wir f�r immer zusammen.

Immer.

Tr�um weiter, mein Bub.

Hast du ihr nicht gesagt, wer du bist?

Ich habe noch nicht mit ihr geredet.

Sie ist heimlich in der Nacht gekommen.

Aber heute fr�h, jetzt? Sie schl�ft noch.

Und die oben im Schloss hoffentlich auch.

Thymian und ich m�ssen die Rollen tauschen.

Ich gehe jetzt.

Ja?

Armer Kerl.

Rosmarin!

Sei froh, dass Schluss ist mit der Schinderei?

Dem Thymian wird das Leben im Dorf schwer fallen.

Der hat doch seine Mutter. Ja, aber ...

Er geht zu ihr, ich gehe aufs Schloss. Er braucht ja nicht alles.

Du kannst nicht aufs Schloss, es ist hell, man sieht dich.

Ich muss. Was soll ich sonst tun?

Seiner Mutter die Wahrheit zu sagen, traue ich mich nicht.

Was wird die Tante sagen, wenn es rauskommt? Und der Vater?

Das gibt einen Wirbel.

Aber ich muss doch was tun, oder?

Ich kann seine Mutter nicht weiter beschwindeln.

Das finden Sie doch auch, oder nicht?

Jetzt pass mal auf!

Der Herr Franz hat gestern was gesagt beim Einkaufen.

Dass die da oben alle auf's Dorffest gehen heute Abend.

Thymian auch? Freilich.

Na und?

Du gehst mit Thymians Mutter auch aufs Dorffest.

Dann tauscht ihr eure Kleider, und niemand merkt etwas.

Denn das Dorf w�rde dem Thymian den Schwindel nie verzeihen.

Meinen Sie, das geht? Ich helfe euch.

O Mutter Lindner! Ah, nicht so doll!

Es ist gemein, dass ich dem Thymian einen Tag die Mutter wegnehme.

Auf einen Tag kommt es nicht an.

Aber du musst ihr einen sehr sch�nen Tag machen.

Na? Was wartest du noch? Mach! Lauf schon!

Lieber Herr Jesus, verzeihst du mir, wenn's eine S�nde ist?

Thym, mein Junge!

Komm!

Gro� bist du geworden.

Brav warst du, der Lehrer hat es mir gesagt.

Ich bin ja so froh, Thym.

Die Gemeinde hat gut auf dich aufgepasst.

Ja.

Ich bin dir noch so fremd, dass du nichts sagst.

Die Frau Lindner war die Beste von allen. Immer.

Gott vergelt's ihr!

Du sprichst so gew�hlt.

Der Lehrer hat sich wohl besondere M�he mit dir gegeben.

Und wie man uns beschenkt hat.

Weil du so viel getan hast f�r deine Mitgefangenen.

Jeder wei� das.

Thym, das ist doch selbstverst�ndlich.

Und die Arbeit hat mir geholfen, �ber die Jahre hinwegzukommen.

Aber du ... Etwas hast du noch nicht gesagt.

Was denn?

Ein Wort, nach dem ich mich gesehnt habe die ganze Zeit.

Kannst du's dir nicht denken?

Lass nur! Du musst dich erst an mich gew�hnen.

Du wei�t nicht mehr, wie es ist, wenn man eine Mutti hat.

Wir beide m�ssen viel nachholen. Ja.

Wei�t du noch wie sch�n es fr�her sonntags war?

Ja, sonntags.

Spatz! Das kannst du nicht wissen, du warst viel zu klein.

Niemand wei�, dass ich da bin, nur der Lehrer, und der sagt nichts.

Wir machen einen Ausflug und kommen abends zur�ck.

Und dann gehen wir aufs Dorffest.

Heute kann ich dir keinen Wunsch abschlagen.

Das ist Ros. Der schl�ft.

Anna Retzer! Ist die zur�ck?

Der sieht wirklich aus wie Rosmarin.

Klara, wen h�ltst du f�r Rosmarin von Stetten?

Unseren oder den da? Eigentlich den da.

Richtig, ich auch.

Wer ist dann aber unserer? Das kriegen wir raus.

Ich wollte schon immer mal Detektiv spielen.

Fangen wir mal beim Lehrer an. Beim Lehrer?

Franz?

Der Baron ist angekommen. Wo ist er?

Bei Rosmarin. Der wird Augen machen.

Charlie! Robertchen!

Lass dich anschauen.

Genauso h�bsch wie immer. Du bist unver�ndert.

Dass die Frauen dich alleine rumlaufen lassen.

Dazu geh�ren zwei. Aber der Lausejunge sieht sehr gut aus!

Die Landluft bekommt ihm. O ja.

Vom Unfall nichts zu sehen. Gar nichts.

Wir wecken ihn erst, wenn ich das Schlauchboot aufgeblasen habe.

Dann mach dir mal Luft.

Sch�n, nicht?

Ja, aber sieh dir deinen Sohn mal richtig an!

Habe ich doch, er sieht besser aus denn je.

Oder ist was?

Du bist ein Rabenvater. Wieso?

Was ist denn?

Wer ist denn das? Ein Dorfkind.

Ein Dorfkind? So viel �hnlichkeit gibt's doch gar nicht.

Wo ist mein Junge? Im Dorf.

Was macht er da? Lach nicht, kl�r mich auf, was hier los ist!

Musik

Musik

Wie ein Ei dem andern.

Die h�lt meinen Sohn f�r ihren Sohn?

Wahrscheinlich. Wie kannst du so ruhig bleiben?

Dieser Lausebengel! Daf�r kriegt er zum ersten Mal den Hintern voll.

So mit den Gef�hlen eines Menschen zu spielen.

Warum hast du nichts getan? Ros und Anna waren schon unterwegs.

Anna?

Hast du Anna gesagt? Ja.

Anna. Anna Retzer?

Ich denke, ... die ist in Gefangenschaft.

Sie ist gestern Nacht zur�ckgekommen.

Aber das ist doch ...

Dann ist das hier ihr Sohn? Genau.

Das ist doch nicht m�glich! Wirklich nicht?

Komm mal mit!

Warum h�tte ich nicht ins Ausland gehen sollen? Ich war ahnungslos.

Der Alte hat mich reingelegt mit seinem verstaubten Ahnenstolz.

Konnte ich ahnen, dass Anna gleich einen anderen heiratet?

Hast du sie gefragt, warum? Die Tatsache gen�gt.

So? Dich hat man reingelegt?

Und was hat man mit Anna gemacht, bis sie dieses falsche Opfer bringt?

Sie konnte froh sein, dass ihr Jugendfreund zu ihr hielt.

Obwohl er es wusste. Ich wusste es nicht.

Ich wei� es auch erst seit heute.

Musik

Vielleicht erlebt Ros heute etwas, wonach er sich unbewusst sehnt.

Das kann ihm weder Hausdame noch Tante ersetzen. Und du auch nicht.

Du hast Cognac im Handschuhfach, willst du einen?

Nein danke. Darf ich einen?

Nat�rlich.

Anna.

Noch immer nichts?

Nun lass doch!

Nein.

Gib mir doch was zu trinken, ja?

Wir fahren besser nach Hause.

Na endlich!

Danke.

Thym, wo steckst du denn?

Wah! Halt, keinen Schritt weiter! Wei�t du, wer ich bin?

Nein. Ich bin der gro�e H�uptling.

Lieber H�uptling, tu mir nichts. Ich gebe dir alles, was ich habe.

Behalt dein Geld, ich habe mehr als genug davon.

Was willst du denn? Ich will dich entf�hren.

Und nie wieder weglassen.

Und nie wieder weglassen.

Aber Thym, Liebling! Was hast du denn?

Ist es nicht sch�n, wieder eine Mutti zu haben?

Doch, es ist sehr sch�n, eine Mutti zu haben.

Na also, dann mach auch kein so trauriges Gesicht!

Sonst glaube ich, du hast mich nicht lieb.

Beate!

Beate, hier ist Onkel Robert. Hallo Beate!

Wie geht es dir? Gut, danke.

Endlich lernen wir uns kennen.

Ros wollte weglaufen, als er h�rte, dass sein Vater kommt.

So ein Rabenvater bist du nicht. Nun doch nicht?

Er war schon aus dem Fenster. Lass dich anschauen.

Du siehst wirklich nett aus. Wo ist der Junge?

Hier ist der kleine Ausrei�er, Herr Baron.

Sei doch vern�nftig! So, bitte.

Danke, Franz. Na?

Gr�� dich Gott, Rosmarin.

Na, na! Deswegen musst du doch nicht weglaufen.

Wegen so einer kleinen Dummheit.

Aber ich bin nicht ... Erz�hl mir das sp�ter.

Jetzt gehen wir runter zum Dorffest und am�sieren uns, das wird toll.

Ja, aber ...

Nix aber! Zieh dich um, Tante Charlie hilft dir.

Tante Charlie ... Ja.

Komm mit, mein Spatz!

(Singt) "Bub und Spinne gingen in den Wald."

"Da waren dem Bub die F��e kalt."

"Da machte die Spinne ein Feuer an."

"Damit der Bub sich w�rmen kann."

Thym, was stellen wir heute Abend an?

Fahren wir zuerst Kettenkarussell oder Luftschaukel?

Nein! Zuerst ... Zuerst 'ne Bratwurst.

Seit Jahren sehne ich mich nach einer Bratwurst.

Was hast du denn, Liebling? Bist du m�de?

Willst du dich ausruhen?

Aber Thym!

Liebling! Was hast du? Was ist denn los mit dir?

Willst du's mir nicht sagen?

Hat dich jemand gekr�nkt?

Habe ich dir wehgetan?

Sollen wir denn nicht aufs Dorffest gehen?

Doch, wir m�ssen.

Meine Damen und Herren, hier ist der bedeutendste Zauberer der Welt!

Sie sehen etwas, das Sie noch nie gesehen haben.

Blasmusik

Gr�� Gott, gn�dige Frau! Gr�� Gott, Herr Baron!

Mami, ich m�chte auf ein Pferd! Da sind zwei Pferdchen.

Ich fahre auch mit.

Bye-bye, Mami!

Die Kinder singen das Heimatlied.

Annerl! Gr�� dich, Annerl! Das ist eine Freude.

Die Blaskapelle spielt das Heimatlied.

Blasmusik

Musik: Ein Tusch!

Macht die Anna und den Jungen nicht n�rrisch!

Gehen wir zur Luftschaukel!

Sprich mit Anna!

Du kannst sie nicht l�nger mit dem fremden Kind herumlaufen lassen.

Nein, das geht nicht. Aber als ich die beiden gesehen habe, ...

Du hast sie gesehen und sagst mir nichts?

Aber was ich da sah, hat mich m�chtig anger�hrt.

Na gut.

Vroni! Ja?

Nicht so hoch! Ja.

Noch etwas h�her. Ich muss aussteigen, Vroni.

Ist ja eh gleich Schluss.

H�r auf! Ist gleich Schluss.

H�r auf! Das bisschen Schaukeln geht schon.

Du bist gemein, h�r auf!

Anna.

Anna!

Gr�� Gott! Erkennst du mich nicht?

Ich freue mich, Anna, dass du wieder in der Heimat bist.

Gr�� Gott! Danke, Robert.

Thym! Geh zu deiner Mutter!

Das ist mein Sohn.

Thymian, Ich habe schon viel von dir geh�rt.

Das ist Herr von Stetten. Gr�� Gott, Herr von Stetten.

Du machst deinen Mitmenschen viel Freude.

Fr�her nannte man das Hallodri-Bums mit Edelschnulz.

So?

Aber jetzt muss ich dir deine Mama entf�hren.

Ich m�chte mit dir tanzen, Anna.

Hier, am�sier dich! Ich bin gleich zur�ck.

Bitte, Anna. Bis gleich, Liebling.

Rosmarin! Hat er dich erkannt?

Klar. Er hat so komisch geredet.

Komm, wir suchen Thymian, und ihr wechselt die Kleider.

Warte hier bis ich den Thymian gefunden habe.

Zieh schon die Schuhe aus, damit es schneller geht.

Lass den Kopf nicht h�ngen, es wird schon alles gut!

Ich glaube n�mlich, es wird nicht bei dem einen sch�nen Tag bleiben.

Er zeigt Ihnen Manipulationen, die Sie noch nie gesehen haben!

Er l�sst eine lebendige Taube verschwinden.

Thymian, komm!

Hereinspaziert! Wo ist der Robert?

Jetzt sind wir also wieder zur�ckgekehrt, Anna, in unser Dorf.

Es schein, als w�re alles beim Alten.

Wenn ich dich ansehe, meine ich, die Zeit ist stehen geblieben.

F�r mich nicht, Robert. Anna!

Lass uns nicht mehr davon sprechen und nicht mehr daran denken.

Gedanken kommen ungefragt.

F�r mich z�hlt nur noch eines.

Ich bin wieder zu Hause bei meinem Jungen.

Wir verstehen uns gro�artig, mein Leben hat wieder Sinn.

Ich bin gl�cklich. Anna, du bist gl�cklich?

Und was zwischen uns war ist nie gewesen?

F�r mich ist es wieder sehr lebendig.

Lass mich zu meinem Jungen, Robert.

Anna, ich muss dir etwas sagen. Dein Thymian ...

Ja? Moment.

(Frau) Du kannst im Dunkeln die Hose ausziehen.

Ich kriege den Knopf nicht zu.

Was ist denn? Wer sind denn die zwei?

Zwei Jungs wollen sich aus einer verzwickten Situation befreien.

Der eine hat keinen Vater mehr, und der andere ...

Gib mir die M�tze, schnell.

Zieh die Jacke an!

Ros hat die Hose verkehrt an. Schnell, zieh dich an!

Jetzt geh zur Mama!

Thym, warum denn so geheimnisvoll?

Mutter! Na?

Jetzt bin ich dir nicht mehr fremd?

Robert, das ist doch nicht m�glich.

Doch, Anna, das ist mein Sohn.

Rosmarin hei�t er.

Ach, Robert!

Es war kein Streich von ihm, das musst du verstehen.

Er hat n�mlich keine Mutter mehr.

Mutter, du bist dem Ros nicht b�se, oder?

Rosmarin, mein gro�er H�uptling.

Ich habe Liebe genug f�r euch zwei.

Den gibt es nicht einzeln, Anna.

Den kriegst du nur, wenn du mich mitnimmst.

Untertitel: Udo Will

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