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.
Untertitelung: BR 2018
(zugleich) Viva Italia!
Was für ein Empfang für diese Menschen,
die Hilfe so dringend brauchen.
Was für ein Schicksal für diejenigen, für die jede Hilfe zu spät kommt.
Das Mittelmeer wird zum Massengrab für Tausende Flüchtlinge.
* Die Frau schreit. *
Es sei denn, man zählt zu den Auserwählten,
die mit einem humanitären Korridor nach Italien gebracht werden.
Das heißt: kein Geld für Menschenhändler, keine Lebensgefahr.
Christen bauen Brücken nach Italien, Europas Politiker bevorzugen Mauern.
Sie sind willkommen in ihrer neuen Heimat, fühlen sich wohl.
Doch bisher hatten dieses Glück nur 1800 Menschen aus Syrien,
Eritrea, Somalia und dem Südsudan. Immerhin.
Wer sind diese Menschen?
Wer sucht sie aus?
Was ist dieser humanitäre Korridor,
den Papst Franziskus immer wieder lobt?
Unsere Reise führt uns nach Äthiopien.
Flüchtlinge aus Eritrea, Somalia und dem Südsudan suchen hier Zuflucht.
Erste Station: die Region um Shire
an der eritreisch-äthiopischen Grenze.
Äthiopien zählt mehr als 100 Millionen Einwohner,
die Bevölkerung wächst.
Ein Grund, warum die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio
und Caritas Italien den humanitären Korridor,
also die legale Flucht von Äthiopien nach Italien hier etablieren wollen.
Legal heißt:
Besonders schutzbedürftige Menschen bekommen ein Visum
und werden nach Italien geflogen.
Dort werden sie von Paten betreut.
Wir sind in Äthiopien, einem Land,
das mittlerweile fast eine Million Flüchtlinge aufgenommen hat.
Hier öffnet man seine Türen und versucht den Flüchtlingen,
die in betreuten Camps leben, in denen sie versorgt werden,
eine Perspektive zu geben.
Das sollte auch eine Lektion für unsere europäischen Länder sein,
die reich sind und viel mehr Ressourcen
als ein Land wie Äthiopien haben, aber all das nicht tun.
Durch Zufall begegnen wir einer Gruppe Eritreer.
Sie sind aus ihrer Heimat geflüchtet,
haben es gerade über die Grenze geschafft.
Sie waren neun Tage unterwegs.
Es ist klar, dass viele für den Grenzübertritt Geld bezahlen müssen.
Nicht alle machen das,
weil manche die Region mehr oder weniger gut kennen.
Sie zahlen den "Passer", dass sie die Grenze übertreten dürfen.
Es ist gefährlich und sie müssen aufpassen,
dass sie nicht vom eritreischen Militär aufgegriffen werden.
Teklit lebt mit seiner Familie in einem der vielen Camps an der Grenze.
Er hat vom humanitären Korridor gehört
und hofft sehr, mit seiner Familie zu den Auserwählten zu gehören.
Was er dafür braucht, weiß er nicht.
Was er hat, neben Frau und zwei Kindern: nichts.
Unser Alltag ist so, dass wir nichts machen können.
Wir bekommen etwas Geld, das ist alles, was wir haben.
Manchmal finde ich einen Job. Ich würde gerne weg von hier.
Italien wäre besser, hier haben wir keine Hoffnung.
Teklit auf dem Weg zum Interview. Er weiß, der Andrang ist groß.
Viele Eritreer wollen weg von hier.
Caritas Italien finanziert diesen humanitären Korridor
und gemeinsam mit Sant'Egidio entscheiden sie,
wer besonders schutzbedürftig ist.
Dafür müssen sich Giancarlo, Daniele und Oliviero
alle Lebensgeschichten erst mal genau anhören.
Teklit erzählt ihnen, dass sein Bruder verschollen ist.
Im Gefängnis oder tot, er weiß es nicht.
Auszuwählen ist immer schwierig,
auch weil die Geschichten, die wir hören, total unterschiedlich sind.
Alle sind von einem enormen, unendlichen Schmerz gezeichnet.
Es ist der Schmerz einer Person, die ihre Heimat verlassen musste,
Foltern ertragen musste,
unbeschreibliche Situationen durchlebte.
Genau das sind die Kriterien, nach denen ausgewählt wird:
Wer braucht medizinische Hilfe?
Wer wurde verfolgt, gar gefoltert?
Welche Frauen brauchen Unterstützung?
Gibt es schon Familienangehörige, die in Italien sind?
Wir haben drei Stufen von Interviews.
Das ist das erste, dann kommt ein nächstes
und beim dritten fragen wir, ob sie nach Italien kommen wollen.
Wir beschreiben ihnen die Konditionen
und was sie in Italien erwartet.
Das ist eine große Last für unser Gewissen.
Die Interviews nehmen uns oft mit, aber wir wissen,
dass wir alles nach bestem Wissen und Gewissen machen.
Ein Erfolg für alle, für sie und auch für uns.
Keine Entscheidung heute hier.
Sie müssen zahlreiche Eritreer im Camp zurücklassen,
denen im Moment nur die Hoffnung bleibt,
dass sie zum nächsten Gespräch eingeladen werden.
Es gibt eine Ungerechtigkeit Gottes.
Wenn Jesus seine Barmherzigkeit nutzt,
bei Heilungen und Begegnungen mit Menschen,
denen er hilft und Gutes tut ...
Aber warum sucht er einige aus und andere nicht?
Auch er bevorzugt manche Personen.
Ich glaube, Gott trifft Menschen und verliebt sich in sie.
Ich glaube, dass es immer einen Moment gibt,
bei dem Gefühle im Spiel sind, das Herz und Mitgefühl.
Das sind Momente, denen man nicht ausweichen kann.
das gilt zumindest für Christen.
Wenn ein Christ arme Menschen trifft,
kann er nie zum Bürokraten werden.
Für mich sind Jesu Worte vom Jüngsten Gericht,
Matthäus 25, wichtig.
Das ist die Passage,
in der sich Jesus vollkommen mit den Armen identifiziert.
"Denn ich hatte Hunger und ihr habt mir zu essen gegeben.
Ich hatte Durst und ihr habt mir zu trinken gegeben.
Ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben."
Das war das Fundament unseres Dienstes für die Armen.
Mit Flüchtlingen ist es ebenso, für diejenigen, die kein Zuhause haben,
die aus ihrem Land flüchten.
Akberet ist bereits eine Runde weiter.
Sie hat mit ihrer Familie sieben Jahre im Camp an der Grenze gewohnt
und sie wissen jetzt: Ihr Ziel ist zum Greifen nah.
Zwei Kinder hat sie mit ihrem Mann.
Unter anderem wegen der gesundheitlichen Probleme
sind sie als besonders schutzbedürftig eingestuft worden.
Wir sind 2011 im Flüchtlingsheim angekommen,
unsere Tochter ist dort geboren, als der Präsident Meles Zenawi starb.
Meine Frau hört schlecht und hat psychische Probleme.
Wir haben Eritrea verlassen,
weil ich die Gesetze der Regierung nicht vertreten konnte.
Der Militärdienst ist obligatorisch und wir standen stark unter Druck.
Es gibt dort keine Demokratie.
Was ihnen von Eritrea bleibt: ihre Kaffeemaschine, mehr nicht.
Krieg und Frieden, Flucht und Hunger,
Themen, um die sich die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio
seit 50 Jahren kümmert.
Gegründet wurde sie 1968 vom damals 18-jährigen Schüler Andrea Riccardi
und einigen Freunden für mehr soziales Engagement.
1981 übertrug Johannes Paul II. der Gemeinschaft
die Basilika Santa Maria in Trastevere.
Das ist die Geschichte von ganz gewöhnlichen Frauen und Männern,
die diesen wunderbaren Satz von Jesus verstanden haben,
der in der Apostelgeschichte zitiert wird:
"Geben ist seliger, denn Nehmen."
Sant'Egidio hat eine mühevolle Geschichte,
eine Geschichte des Dienstes, einer Aufgabe,
aber auch eine Geschichte über Freude.
Es ist die Freude über das Geben.
Der größte diplomatische Erfolg
in der 50-jährigen Geschichte von Sant'Egidio
ist die Vermittlung des Friedensabkommens in Mosambik 1992.
Nach jahrelangem Krieg und Hungerkatastrophen.
Bis zu 900.000 Menschen kamen ums Leben.
Bekannt wurde Sant'Egidio auch durch Aids-Programme in Afrika,
interreligiöse Friedenstreffen und den Einsatz gegen die Todesstrafe.
Der humanitäre Korridor ist logische Folge ihrer Arbeit.
1986 gab es in der Türkei
eine beträchtliche Gruppe von Christen aus dem Irak.
Sie waren Kriegsflüchtlinge vor dem Iran-Irak-Krieg.
Sie waren Kriegsflüchtlinge aus dem Irak und dem Iran
und irrten im Gebiet der Cari umher.
Dort hat unsere Gemeinschaft einen ihrer Vertreter getroffen
und erfahren, dass sie den Traum hatten,
aus dieser Sackgasse befreit zu werden,
um in den Westen auszuwandern.
Wichtig war die Hilfe des damaligen Innenministers Luigi Scalfaro.
Für die Armen, den Frieden und das Gebet,
so lautet das Motto der Gemeinschaft.
Den 50. Geburtstag von Sant'Egidio
feiert auch Papst Franziskus mit ihnen
und lobt dabei unter anderem den humanitären Korridor,
den Sant'Egidio mit der Waldenser Kirche
und Caritas ins Leben gerufen hat.
Mutig sein ist keine einmalige Angelegenheit,
sondern die Geduld einer täglichen Bemühung
in der Stadt und in der Welt.
Es ist die Mission, Mauern und Grenzen zu überwinden,
um zu vereinen.
Öffnet weitere humanitäre Korridore für die Menschen,
die vor Krieg und Hunger flüchten.
Nicht nur Papst Franziskus, auch Andrea Riccardi,
viele Flüchtlinge und Helfer bauen darauf,
dass weitere humanitäre Korridore in der Welt geschaffen werden können.
Doch dafür braucht es die Unterstützung der Politik.
Die humanitären Korridore sind ein Modell.
Denn wir haben zwei Arten von Reaktionen gegenüber Flüchtlingen:
Entweder eine Mauer à la
"Nein, wir haben keinen Platz, das Boot ist voll".
Auf der anderen Seite wird den "Unterhändlern des Todes",
den Illegalen der Platz eingeräumt.
Wir müssen sichere Passagen für die Menschen öffnen,
für schutzbedürftigen Menschen,
damit sie in unsere Länder kommen können.
Ein Anfang ist gemacht.
Frankreich, Belgien, Andorra und San Marino
haben das italienische Modell bereits übernommen.
Wird Deutschland nachziehen?
Sant'Egidio zählt heute nach eigenen Angaben
mehr als 60.000 Anhänger weltweit.
Darunter auch in verschiedenen deutschen Städten,
wie Berlin, München, Würzburg, Mönchengladbach.
Zurück nach Äthiopien.
Von der eritreischen fahren wir weiter an die südsudanesische Grenze,
in die Region um Gambela.
Auch Schutzbedürftige aus Somalia und dem Südsudan
sollen Teil des humanitären Korridors werden.
Sie flüchten vor Krieg, Terror und Hunger.
Diese junge Mutter von vier Kindern lebt seit fünf Jahren hier.
Wir sind um unser Leben gelaufen, auf der Flucht.
Wir konnten dort nicht bleiben.
Auf dem Weg ist ein Kind gestorben. Wir konnten ihm nicht helfen.
Viele Kinder überleben die Flucht nicht.
In den Camps gibt es zu wenig zu essen.
Oliviero Forte ist selbst Vater.
Das Schicksal der Kinder, jede Begegnung mit ihnen hier,
verändert seine Einstellung zu seinem Leben.
Man sieht diese Kinder hier wie seine eigenen Kinder
und ich würde ihnen gern die gleichen Möglichkeiten
wie meinen Kindern geben.
Die Erfahrungen hier helfen mir auch, wenn ich nach Hause komme.
Sie relativieren alle Dinge, die uns im Westen so wichtig erscheinen
und die wir als hinnehmbar akzeptieren sollten.
Das will ich auch meinen Kindern mitgeben.
Die Caritas finanziert diesen humanitären Korridor mit 4 Mio. Euro.
Die italienische Bischofskonferenz und die italienische Regierung
haben ihn am Ende mit ermöglicht.
In den Slums von Addis Abeba lebt Familie Tuytuy.
Sie leben mit acht Kindern seit sieben Jahren in dieser Hütte.
Zusammen mit einer alleinerziehenden Mutter.
Nur so können sie sich das Dach über dem Kopf leisten.
Arbeit gibt es auch hier nur manchmal.
Bidit, der älteste Sohn will zeigen, wie erbärmlich die Verhältnisse sind,
in denen sie hier ausharren müssen.
Er präsentiert stolz seine Bücher, denn er will lernen, studieren,
ein besseres Leben.
Ich will zurück, in meine geliebte Heimat Südsudan.
Ich liebe das Land,
aber wegen Korruption musste ich das Land verlassen.
So Gott will und es eines Tages Frieden im Land gibt,
will ich zurück dorthin.
Jetzt aber suche ich Bildung und medizinische Versorgung.
Das ist die Küche.
Die Küche ist zwar gleich nebenan, zeigt Bidit,
doch es ist nicht ihre eigene.
Hier kocht das ganze Quartier. Wie viele Menschen das sind?
Die ganze Gegend.
Auch Bidits Familie kann Abschied nehmen von einem Leben ohne Arbeit
oder Schulbildung, in zwei Zimmern, ohne Bad und eigene Küche.
Die Südsudanesen haben bei mehreren Gesprächen hier in den Camps
auf die Frage, ob sie nach Europa reisen möchten, gesagt,
dass sie keinerlei Absicht hätten,
unseren Kontinent oder etwa Italien zu erreichen.
Ihr Ziel ist es, wieder nach Hause zurückzukehren.
Wenn wir also wirklich investieren wollen,
dann müssten wir ihr Heimatland befrieden.
Für den Frieden und die Unterstützung der Schwächsten,
Papst Franziskus erklärt die Hilfe für Flüchtlinge
schnell zu seinem Thema.
Es zieht sich bis heute durch sein Pontifikat.
Seine erste Reise als Pontifex: Lampedusa.
Die kleine italienische Insel war in den Augen vieler
Sinnbild verfehlter europäischer Flüchtlingspolitik.
Tausende, die die gefährliche Fahrt übers Mittelmeer geschafft haben,
landen hier.
Andere, Unzählige, ertrinken zwischen Nordafrika und Europa.
Wir sind eine Gesellschaft, die vergessen hat, wie man weint.
"Ich bin's nicht, ich habe damit nichts zu tun, es sind andere."
Heute fühlt sich niemand in der Welt mehr dafür verantwortlich.
Die Wohlstandskultur ist schuld daran,
dass wir nur noch an uns selbst denken.
Sie macht uns unempfindlich für die Schreie der anderen,
sie lässt uns in einer Blase leben.
Sie sind schön, aber nichtig und Illusionen des Überflüssigen,
des Provisorischen,
die zur Gleichgültigkeit gegenüber den anderen führen.
Mehr noch, sie führen zur Globalisierung der Gleichgültigkeit.
Er wäscht Flüchtlingen am Gründonnerstag die Füße.
Er will ihnen damit verdeutlichen,
dass er sie ernst nimmt, ihnen zuhört.
Und Papst Franziskus gibt den Millionen Menschen,
die weltweit auf der Flucht sind, damit eine Stimme.
Er reist nach Lesbos, der griechischen Insel in der Ägäis,
die bis heute Ziel vieler Flüchtlinge ist,
die die Flucht über die Türkei antreten.
Auch Franziskus erinnert an das Gleichnis
des barmherzigen Samariters, immer und immer wieder.
Er fordert Verantwortliche auf,
alles zu tun, damit das Mittelmeer nicht zum Friedhof Europas wird.
Europa ist die Heimat der Menschenrechte.
Wer seinen Fuß auf europäischen Boden setzt,
müsste das spüren können.
So wird es ihm deutlicher bewusst werden,
dass er sie respektieren und verteidigen muss.
Von Lesbos nimmt Papst Franziskus kurz entschlossen
12 syrische Flüchtlinge muslimischen Glaubens mit nach Rom.
Auch hier ist die Gemeinschaft Sant'Egidio sofort zur Stelle,
bietet den Flüchtlingen ein Zuhause und eine Zukunft.
In den vergangenen fünf Jahren wurde er nicht müde,
an Staats- und Regierungschefs zu appellieren, endlich zu helfen.
Fünf Jahre nach seinem Besuch auf der Insel Lampedusa
feiert Franziskus die heilige Messe
mit Flüchtlingen und Helfern im Petersdom.
Eine gerechte Politik stellt sich in den Dienst am Menschen,
sie dient allen betroffenen Personen.
Sie kümmert sich um geeignete Lösungen
zur Gewährleistung der Sicherheit sowie der Achtung der Rechte
und der Würde aller.
Appelle, wichtig für all jene, die helfen.
Doch vielerorts bleiben sie auch ungehört.
Die letzte Station unserer Reise führt uns nach Addis Abeba.
Politisch in diesen Tagen instabil. Die Regierung stürzt.
Monate später dann ein Friedensabkommen mit Eritrea.
Dennoch bleibt Äthiopien Ziel Tausender Flüchtlinge
aus den Nachbarländern.
Hier gibt es immerhin keinen Krieg.
Auch viele Christen zieht es hierher,
denn zwei Drittel der Äthiopier sind christlichen Glaubens.
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des humanitären Korridors
wird es jetzt ernst.
Es sind nur noch wenige Stunden bis zur Abreise nach Italien.
Es steht eine Menge auf dem Spiel:
Alles zurücklassen und sich fremden Menschen anvertrauen,
ohne zu wissen, wohin die Reise geht.
Ihr werdet alle in einer Stadt leben, die Sorrent heißt.
Sorrent.
Eine Stadt im Süden Italiens.
Die Leute dort sind besonders.
Sorrent liegt in der Nähe von Neapel und die Leute dort sind sehr offen.
Es ist uns wichtig, euch noch mal zu sagen,
dass ihr nach einem Jahr auf eigenen Beinen stehen müsst.
Aber in einem Jahr, da sind wir uns sicher,
wenn ihr Italienisch sprecht, werdet ihr das schaffen.
Und schon nach einer kurzen Zeit dürft ihr arbeiten.
Dafür müsst ihr nicht auf den Asylbescheid warten.
Das Wichtigste ist, je schneller ihr Italienisch lernt,
desto schneller findet ihr Arbeit.
Ich glaube, dass dieses Italien, großzügig und vereint,
ein Italien ist, das ich hier repräsentieren möchte.
Nicht nur ich, gemeinsam mit vielen anderen in Italien
und hier mit Daniele.
Wir bereiten ihnen den neuen Lebensweg vor,
den "Neu-Italienern", die dort ankommen werden.
Wenn die Politiker nichts in Sachen Menschlichkeit unternehmen,
können wir nichts machen.
Wir können nicht das ersetzen, was die Länder tun müssen.
Zwei Koffer darf jeder mitnehmen.
Teklezgi und seine Frau Akberet sind bereit.
Die Aufregung wächst.
Was sie in Italien erwarten wird?
Die Familie hat keine Ahnung, aber sie beten dafür, dass es besser wird.
Auch die Tuytuys sind so weit.
Letzte Instruktionen, wie es in Italien weitergehen wird.
Für eine 10-köpfige Familie eine logistische Herausforderung.
Ohne die Hilfe, wie der des humanitären Korridors,
wahrscheinlich unmöglich zu überleben.
Es wird nicht leicht für euch in Italien.
Für niemanden ist das Leben dort einfach.
Auch die Tuytuys werden nach Sorrent ziehen.
Daniele und Giancarlo erklären noch einmal,
dass diese Visa, die sie erhalten, nur für Italien sind.
Es sei demnach sinnvoll, dort zu bleiben
und nicht weiter in ein anderes Land zu ziehen.
Ich bitte euch jetzt, diesen Vertrag zu unterzeichnen, er verbindet uns.
Ihr und wir bemühen uns, dass dieses Projekt Erfolg haben wird.
Dieses Modell, das wir nach Italien und nach Europa transportieren,
trägt dazu bei, dem Hass vorzubeugen.
Denn, wenn ein Flüchtling ohne Hab und Gut lebt,
ihm kein Gehör geschenkt wird und er keine Zukunftsperspektive hat,
oft haben sie nicht einmal ein Dach über dem Kopf,
dann ist die Gefahr größer,
der Vergangenheit und den Entscheidungen,
die man gemacht hat, nachzutrauern. Das passiert mit uns nicht.
Denn das Modell sieht die großartige Eingliederung durch Begleitung vor.
113 Flüchtlinge, insgesamt 33 Familien
müssen jetzt koordiniert werden.
Bis zum Schluss gab es noch Ungereimtheiten bezüglich der Visa.
Sie alle haben nicht viel, was sie mitnehmen können,
doch wenigstens die spärlichen Erinnerungen
sollen am richtigen Ort ankommen.
Auf dem Flug über Nacht nach Italien
bleibt Giancarlo für die Menschen Ansprechpartner.
Sie haben noch nie in einem Flugzeug gesessen.
Alles, was ab jetzt passiert, ist eine andere, die neue Welt.
Ich habe keine Angst, ich bin nur allen dankbar für das neue Leben.
Ich bin nervös, ein bisschen.
Ich weiß nichts über Italien und das Leben dort.
Wird schon. Keine Ahnung.
Der erste humanitäre Korridor fand mit dem Libanon statt.
Vor allem die Syrer suchten zuletzt hier Zuflucht.
Das Land, mit geschätzt sieben Millionen Einwohnern,
ist Ziel zahlreicher Flüchtlinge.
Auch viele Palästinenser haben sich hier ein neues Leben aufgebaut.
Insgesamt ungefähr 2,5 Millionen.
Hier arbeiten Sant'Egidio und die Waldenser Kirche zusammen.
Alles begann 2016.
In Beirut leben die Al Jedis.
Im palästinensischen Viertel konnten sie eine Bleibe finden.
Die sechsköpfige Familie wohnt in einem Loch, ohne Bad.
Für 200 Dollar.
Die Mieten sind sehr hoch hier.
Jeder weiß, dass die Palästinenser, die hier selbst Flüchtlinge sind,
Geschäfte mit uns machen.
Immerhin kann Atieh als Bäcker arbeiten.
Aber die Kinder können nicht zur Schule.
Seine Frau traut sich nur selten auf die Straße, sie hat Angst.
Doch ihr Leben auf dem Mittelmeer riskieren, das wollten sie nicht.
Eine libanesische Initiative vermittelt die muslimische Familie,
die sie als besonders schutzbedürftig eingestuft haben.
Ihre Heimat Syrien haben sie hinter sich gelassen.
Hier im Libanon wollen sie auf keinen Fall bleiben.
Dass sie je zurück nach Syrien können, daran glauben sie nicht.
Sie würden nur zu gerne.
Eine Zukunft für ihre Kinder sehen sie nur in Italien.
Ich weiß nichts über Italien.
Aber ich weiß, alle Europäer leben in Würde.
Für uns ist das das Wichtigste.
Dort sind unsere Kinder in Sicherheit.
Jedes Kind kann zur Schule gehen, kann ein normales Leben führen.
Es sind nicht mal 2000 Flüchtlinge,
die über diesen humanitären Korridor nach Italien kommen.
Bei fast 70 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind,
eigentlich nicht der Rede wert.
Doch für die Al Jedis ist die Hilfe aus Italien wie ein Sechser Im Lotto.
Sie vertrauen den Italienern, wo immer sie sie auch hinbringen werden.
Francesco Piobbichi arbeitet für die evangelische Kirche.
Nach der Flüchtlingskatastrophe von Lampedusa mit fast 400 Toten
wollten sie Flüchtlinge legal und sicher nach Europa bringen.
Einen humanitären Korridor schaffen,
den die Politik nicht zustande gebracht hat.
Sie bauen Mauern. Das wird das Problem nicht lösen.
Sie unterstützen Regierungen, die die Menschenrechte nicht achten.
Immerhin, für den Libanon konnten die christlichen Organisationen
bereits 1000 Visa vergeben,
weitere 1000 hat die italienische Regierung gerade zugesagt.
Bleibt zu hoffen, dass weitere Korridore folgen.
Aber die fremdenfeindliche Lega ist Teil einer Regierung.
Fraglich, ob sie an dem Erfolgsmodell festhalten wird.
In Europa instrumentalisiert man das Thema Flüchtlinge oft.
Man benutzt es, um Angst zu machen.
Aber die Erfahrung mit dem humanitären Korridor
ist eine andere.
Der Fakt, dass viele Menschen ihre Häuser zur Verfügung stellen,
um Flüchtlinge aufzunehmen, ist zum einen erstaunlich,
zum anderen auch positiv.
Von Beirut bis zu ihrem Ziel Riace werden gut 24 Stunden vergehen.
Bei aller Anstrengung bleibt es für alle Beteiligten
auch ein Moment des Glücks.
Es ist wunderbar. Ein Traum wurde wahr.
Ich hoffe, dass die Kinder vergessen,
was sie Schlimmes erlebt haben und nicht mehr traurig sein werden.
Angekommen in Riace, am südlichsten Zipfel Italiens.
Hier sind die Al Jedis herzlich willkommen.
Ungefähr 500 Flüchtlinge leben im Ort und sollen ihn retten.
Riace ist förmlich vom Aussterben bedroht.
Ich bin nur ein kleiner Bürgermeister
einer 1500 Seelen-Gemeinde.
Das ist für mich eine große Befriedigung,
das Dorf der Aufnahme gegründet zu haben,
das mittlerweile weltweit bekannt ist für seine humanitäre Botschaft.
Eine Wohnung, so viel besser als die in Beirut,
sicher, frei und fast glücklich sind die Al Jedis.
Wenn der Vater arbeiten, eigenes Geld verdienen könnte,
wäre die Familie angekommen.
Als wir ankamen, war mein erster Gedanke: "weg hier".
Ich habe ihnen gesagt: "Bringt mich zurück in den Libanon."
Gleich in der ersten Nacht, ich war so müde.
Aber ich kam zur Ruhe.
Ich habe kapiert: Die Italiener sind gut, die Begrüßung herzlich.
Die Zufriedenheit der Al Jedis
hat dann offensichtlich irgendwann nachgelassen.
Von einem Tag auf den anderen, so die Einheimischen,
war die Familie nicht mehr da.
Bis heute hat sich ihre Spur verloren.
Ungefähr 15% der Teilnehmer des humanitären Korridors tauchen ab.
Nun, auch Schweizer Uhren funktionieren manchmal nicht.
Das sind Familien, die andere Familienmitglieder
in anderen europäischen Ländern aufgesucht haben.
Das sind nicht Menschen, die abgesackt sind.
Das sind Menschen, die eine andere Straße eingeschlagen haben.
Die Mehrzahl der Leute integriert sich in Italien.
In Deutschland beherrschen seit Wochen
die Flüchtlinge das politische Geschehen.
Und damit verbunden Diskussionen um Transitzentren,
Rückführung, Abschottung und die Sicherung der EU-Außengrenze.
Legale Migration, also der humanitäre Korridor,
ist in Berlin durchaus ein Begriff.
Könnte er nicht auch ein Modell für Deutschland sein?
Die Bundeskanzlerin
hat sich mehrfach positiv zu diesem Projekt geäußert.
Zuletzt beim Friedenstreffen im September 2017 in Münster.
Sie helfen, Flüchtlinge davor zu bewahren,
in die Fänge von Menschenhändlern zu geraten
und lebensgefährliche Fahrten über das Mittelmeer zu wagen.
Dafür bin ich von Herzen dankbar.
Sie geben ein wunderbares Beispiel für die Rolle,
die die zivile Gesellschaft übernehmen kann
und auch soll, um der Welt ein menschliches Angesicht zu verleihen.
Es sind auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften,
die sich durch eine humane Gestaltungskraft auszeichnen,
an der es der Politik
in verschiedenen Teilen der Welt leider oft mangelt.
Die ganze Welt hat Deutschland für das Engagement in der Hochphase,
im Sommer 2015 gelobt für das,
was es in der Flüchtlingshilfe geleistet hat.
Viele Schutzbedürftige fanden hier ein neues Zuhause.
Haupt- und ehrenamtliche Helfer im Dauereinsatz.
Die deutsche Bischofskonferenz
hat eigens einen Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen ernannt.
Der Erzbischof von Hamburg, Stefan Heße,
würde gerne einen humanitären Korridor in Deutschland etablieren.
Wir haben große Herausforderungen auf der Bundesebene,
insofern als das Bundesinnenministerium
sich nicht gerade amused über diesen Weg zeigt.
Weil es befürchtet, dadurch einen Paradigmenwechsel zu eröffnen.
Deswegen sind wir als Kirche im Gespräch auf Landesebene.
Da gibt es Möglichkeiten.
Wir müssen schauen, ob es Kooperationsmöglichkeiten
zwischen Landesregierungen, Kirchen und kirchlichen Gruppen gibt,
um das hinzukriegen. Das wird nicht einfach sein.
In Deutschland kommen so wenige Flüchtlinge an
wie seit Beginn der großen Fluchtbewegung 2015 nicht mehr.
Viele Heime stehen leer.
Doch der neue Kurs der Bundesregierung
bleibt bei Begrenzung, selbst beim Familiennachzug,
Grenzkontrollen, Rückführung.
Anders als es die beiden großen Kirchen fordern.
Auch Visa aus humanitären Gründen zu vergeben,
sieht das deutsche Recht nicht vor.
Es wäre eine Überforderung unserer Auslandsvertretungen,
wenn man in den deutschen Auslandsvertretungen
zumindest einen Visums-Antrag stellen kann,
um dann in Deutschland auch Asyl zu beantragen.
Was wir als Bundesinnenministerium sehr wohl unterstützen,
ist ein privates Sponsoring-Programm für insgesamt 500 Flüchtlinge.
Wir machen das gemeinsam mit der Evangelischen Kirche Deutschlands,
bieten dies aber auch der Caritas und der katholischen Kirche an.
Martin Dutzmann ist Bevollmächtigter der EKD beim Bund und in Brüssel.
Die Nachricht des Innenministeriums freut ihn.
Wie beim humanitären Korridor,
sollen die Schutzbedürftigen nach den Kriterien des UNHCR,
des Flüchtlingshilfswerks der UNO ausgewählt werden.
Auch hier sollen Paten bei der Betreuung helfen.
Die Initiative ging vom BMI aus, und es geht darum,
dass zunächst pilotmäßig bis zu 500 Menschen
sicher und legal nach Europa kommen können,
hier einen Aufenthaltstitel für drei Jahre bekommen.
Und der besondere Charme dieser Lösung liegt darin,
dass das Kommen nach Europa und die Integration hier
eng zusammengedacht werden, im Grunde von Anfang an.
Wenn alles gut läuft, startet das deutsche
Privat-Partnership-Programm im kommenden Jahr.
Vielleicht kommen noch Landesinitiativen hinzu.
Ein Programm, das dem humanitären Korridor sehr ähnlich ist.
Vor nicht mal einem halben Jahr,
sind die Flüchtlinge, ungefähr 20 von ihnen, in Sorrent angekommen.
Sorrent ist ein Urlaubsparadies an der Amalfiküste.
Eine kleine Stadt, ungefähr eine Autostunde südlich von Neapel.
Auch die beiden Familien aus dem Südsudan und aus Eritrea
leben nun hier, in einem Haus der Caritas, mitten in der Stadt.
Es ist eine große Wohngemeinschaft.
Akberet und ihr Mann hatten große Startschwierigkeiten.
Das Ehepaar war mit ihren beiden Kindern
zuerst in einer Patenfamilie untergebracht.
Das hat nicht funktioniert.
Hinzu kommen gesundheitliche Probleme.
Akberet hört nicht gut, ist oft traurig.
Doch die beiden bleiben optimistisch.
Hier bei Don Mimmo fühlen sie sich jetzt wohl.
Wir haben begriffen, dass wir hier Gäste sind,
und als solche werden wir ganz besonders behandelt.
Wir wissen, dass das wahre Leben wahrlich einen anderen Kurs nimmt.
Auch wenn wir eines Tages Teil der Gemeinschaft sein werden,
werden wir ganz andere Schwierigkeiten zu meistern haben.
Zwischen beiden Realitäten, dem Flüchtlingscamp in Äthiopien
und Sorrent hier, gibt es sowohl vom klimatischen,
als auch von der Lebensqualität
einen Unterschied wie Himmel und Hölle.
Die Kinder lernen und verstehen die Sprache
und wachsen hier in Italien auf. Das ist wichtig, die Glücklichen.
Don Mimmo Leonetti ist in Sorrent verantwortlich
für den humanitären Korridor der Caritas.
Gemeinsam mit seinem Team will er, dass es den Menschen hier gut geht.
15 Euro pro Person, pro Tag haben sie zur Verfügung,
um den Alltag zu meistern.
Nach der Ermahnung durch Papst Franziskus
haben wir auch als lokale Kirche den Appell gespürt, zu reagieren.
Deswegen haben wir beschlossen,
an diesem Projekt durch die Aufnahme von 20 Personen teilzunehmen.
Wir wollten dieses Projekt "Die Brücke" nennen.
Wir wollten so eine Verbindung herstellen,
zwischen uns und den Menschen, die ankamen.
Es geht hier nicht nur um eine Aufnahme,
sonders es geht um Gegenseitigkeit.
Wir nehmen sie auf, sie lernen von uns und wir lernen von ihnen.
Es gibt Pläne, wer im Haushalt welche Aufgaben übernimmt.
Die Waschmaschine wollte niemand anfangs benutzen.
Das Gerät war ihnen fremd, ebenso die italienische Küche.
Mittlerweile mögen alle Pasta.
Ich war so überrascht und glücklich, als ich hier ankam.
Seitdem ich hier bin, hat es zwar schon geregnet,
aber nie in unser Haus.
In Addis aber war das Dach nicht dicht, alles war nass.
Was wir in Addis für unser Zimmer zahlten und was wir hier haben ...
Alles ist dicht, kein Stromausfall, Essen.
Zweimal die Woche haben die Erwachsenen Italienisch-Unterricht.
Was die Kinder spielend im Kindergarten lernen,
damit tun sich die Großen deutlich schwerer.
Angekommen in Italien, nach einem jahrelangen Überlebenskampf,
braucht es viel Geduld, sie für das Leben hier fit zu machen.
Zeit, die sie eigentlich nicht haben.
Die Integration kann in einem Jahr nur für diejenigen funktionieren,
die sehr motiviert sind.
Aber wenn man sich unsere Gruppe anschaut,
dann sind das 2-3% der Leute. Die anderen brauchen lange Zeit.
Ein Grund ist z.B. die Zahl der Kinder.
Die Familie aus dem Südsudan hat acht Kinder.
Die Kinder werden gut Italienisch lernen.
Aber eine Selbstständigkeit, sich mit acht Kindern selbst zu ernähren,
das schaffen nicht mal Italiener.
Für ein Jahr werden die Flüchtlinge hier in Sorrent
und anderswo in Italien betreut.
Manchmal vertrauen sie den Italienern nicht, haben Angst.
Ein Leben im Krieg, Flucht, Flüchtlingslager,
wenig Essen, grausame Bedingungen.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre
lassen sich hier nicht einfach abschütteln.
Seit wir hier angekommen sind, werden wir ärztlich behandelt,
ich habe Probleme mit dem Knie, schmerzhaft.
Wir warten auf die OP,
zweitens ist meine Frau schwerhörig, und das wird auch behandelt.
Uns geht es hier so gut, aber die Leute im Südsudan leiden so sehr.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die die Einheimischen von Sorrent
mit den Neuankömmlingen hatten,
hat sich das Blatt nach kurzer Zeit gewendet.
Miteinander reden, die Flüchtlinge als Menschen sehen, nicht als Last.
Hier hat die Brücke von Don Mimmo funktioniert.
Uns geht es hier gut.
Wir sprechen noch kaum Italienisch,
aber mit dem bisschen können wir uns verständlich machen.
Wir haben eine gastfreundliche Stadt angetroffen,
das wissen wir zu schätzen.
Die Leute sind so freundschaftlich und haben ein gutes Herz.
Wir sind unglaublich glücklich, wie man uns hier empfangen hat.
Und es bleibt die Frage:
Wird die neue Regierung aus der Fünf-Sterne-Bewegung
und der rechtsextremen Lega den humanitären Korridor
weiter unterstützen, gar fortsetzen?
Es gibt etwas Hoffnung:
Schon immer habe ich den humanitären Korridor gelobt, finde ihn gut.
Es ist eine Zuwanderung, die sicher ist, legal, bequem und geordnet
für alle jene, die das Recht haben, nach Italien zu kommen.
Gute Nachrichten für Unterstützer
und die ungefähr 1800 Schutzsuchenden des humanitären Korridors,
die mittlerweile schon nach Italien gekommen sind.
Wenigstens für sie ist das Mittelmeer ein Paradies, keine Todesfalle.
Untertitelung: BR 2018
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