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* laute Rufe und Maultrommelmusik *
Was bringt er da zum Ausdruck?
* "Never too late" von Alle Farben *
"Mit 80 Jahren um die Welt".
Sechs Senioren auf großer Abenteuerreise.
Dass ich so was noch erleben darf in dem Alter, hätte ich nie geglaubt.
Bisher haben sie nicht viel von der Welt gesehen.
Und haben keine Ahnung, wohin die Reise geht.
Ach du meine Güte, nee.
Da werde ich noch lange dran denken und viel erzählen zu Hause.
Zusammen mit Reiseleiter Steven Gätjen
erleben sie sechs Länder in vier Wochen.
Gerade im Alter muss man solche Sachen erleben,
um wirklich noch mal zu sagen: Mensch, wir sind doch noch da.
Heute geht es von Mumbai nach Ulan Bator.
Wie im Winnetou-Film.
Hier erfüllt sich für den 80-jährigen Lothar ein Lebenstraum.
Das ist cool. * Er imitiert Flugzeugrauschen. *
* "Adventure of a Lifetime" von Coldplay *
* Ein Löwe brüllt. *
* Robbenlaute *
* Flugzeuggeräusche *
Das Reich des Dschingis Khan
ist das vierte Reiseziel unserer Senioren.
Die Mongolei fasziniert mit atemberaubenden Landschaften
und Menschen, die als stolze Reiter oder Nomaden
bis heute ihre Traditionen leben.
In Ulan Bator sind es durchschnittlich minus zwei Grad.
An die kälteste Hauptstadt der Welt
müssen sich die Senioren nach Dubai und Mumbai erst einmal gewöhnen.
(Christina) Die Hauptstadt Ulan Bator
habe ich mir nicht so vorgestellt.
Wie modern die ist.
Auf der anderen Seite auch mit dem kommunistischen Einschlag.
(Christina) Ist ja toll. Da sieht man erst mal alles richtig.
Hier ist es moderner, als ich es erwartet habe, ja.
* "Dschingis Khan" von Dschingis Khan *
Herzlich willkommen in der Mongolei.
Das ist mal was anderes von der Temperatur her.
Ich glaube, ein Temperatursturz von 25 Grad.
Erika sagt: Nee, merke ich gar nicht.
Habe ich nicht gemerkt. Ist okay.
Die Mongolen sind ein Nomadenvolk, sie leben draußen in der Steppe.
Und da wollen wir jetzt hin.
Weil es da noch viel kälter wird als hier,
habe ich eine kleine Überraschung für euch.
(alle) Oh. - (Erika) Finde ich toll.
So.
Also, passt mal auf.
Das ist eine typisch mongolische Mütze, die hält warm.
(Marianne) Das ist ja krass.
Und sie steht dir. (Erika) Na klar.
Das ist ja großartig.
Ich möchte mich mal jetzt im Spiegel sehen, wie doof ich aussehe.
Oh, ist das schön. * dynamische Musik *
So, guck mal, so.
(Erika) Ich möchte auch so eine haben, wie Lothar hat.
Guck mal, jetzt. Das ist wie eine mongolische Prinzessin.
Wie angegossen. Wie angegossen.
Also ich finde, das steht uns sehr gut.
Gott sei Dank, dass ich das Mützchen habe.
Ich bin froh darum. Der Wind ist hier doch ein bisschen scharf.
Der peitscht ein bisschen.
Das einzige Gefühl, dass ich damit habe, ist warm.
Und wie man damit aussieht, spielt, glaube ich, hier keine Rolle.
Ich laufe erst mal mit los.
Mongolei gefällt mir. Ja, wirklich wahr.
Das erinnert mich an den Lustgarten, der früher Marx-Engels-Platz hieß.
Und die Säulen dahinten, irgendwie so ähnlich ein bisschen.
Ringsum die Gebäude gefallen mir auch sehr gut.
(Norbert) Die haben schon was.
Das Haus da drüben sieht hübsch aus, hier.
Man muss ja auch ein bisschen Kultur über sich ergehen lassen.
* mongolische Instrumentalmusik *
So, jetzt steigen wir mal ein in ein hübsches Gefährt,
um in die Steppe zu fahren.
Für den Ausflug in die mongolische Steppe
hat Reiseleiter Steven landestypische Transportmittel gewählt.
Zwei extrem geländegängige Militärbusse aus den 80er-Jahren.
So, rein geht's in unsere russischen Jeeps.
In der sozialistischen Version von Luxuslimousine
macht sich die Reisegruppe auf den Weg.
Aber der Verkehr in Ulan Bator hat so seine Tücken.
Jetzt sind wir schon wieder im Stau.
(Norbert) Gibt es in jeder Stadt, Stau.
Aber hier ist es besonders: Halbe Stunde stehen, fünf Meter fahren.
Die Wartezeit ist eine gute Gelegenheit,
bisherige Reiseerfahrungen auszutauschen.
Ihr seid ja jetzt auch schon ein bisschen rumgekommen.
Habt ihr das Gefühl, es ist anstrengender geworden, körperlich?
Ich habe Schwierigkeiten, mich zu orientieren,
wenn ich irgendwo neu bin.
Das fängt im Hotelzimmer an,
dass ich dreimal gegen eine Pumpe laufe, bevor ich die Toilette finde.
* Gelächter *
Ich habe mich immer so gelegt, dass ich rechts aussteigen konnte,
weil ich zu Hause immer rechts aussteige.
(Christina) Ich kann alles gut wegstecken.
Ich finde es nicht anstrengender.
Und ich bin heute froh, dass ich's gemacht habe.
Dass ich dabei bin.
Das Abenteuer eingegangen zu sein, muss ich sagen:
Gott sei Dank, dass ich Ja gesagt habe.
Ich habe einfach gesagt: Wo es hingeht, ich frag nicht viel.
Ich frag nicht viel, das werden wir schon sehen.
Und so ist es eigentlich im Leben auch,
dass ich einfach sage: Ja, es geht ja weiter.
Lothar kommt vor 80 Jahren in Langelohe bei Hamburg zur Welt.
Sein Vater fällt im Krieg.
Nach der Schule macht er eine Ausbildung zum Fliesenleger
und übt diesen Beruf fast 50 Jahre aus.
Früh heiratet Lothar seine Elke,
die ihn in allem, was er tut, unterstützt.
Das Paar hat zwei Töchter: Silke und Anke.
Neben seinem Beruf engagiert sich Lothar ehrenamtlich
bei der Freiwilligen Feuerwehr und in der Politik.
Das nimmt viel Zeit in Anspruch.
Wenn ich das mal heute betrachte:
Von sechs Wochen Ferien meiner Kinder an der Ostsee,
wenn ich mal lange da war, 14 Tage.
Aber es war so, es war so. Die Frau war damit zufrieden.
Ist nicht abgehauen. Heute würde ja jede Frau abhauen.
Elke und Lothar führen eine glückliche Ehe.
Doch dann wird bei Elke ein Gehirntumor diagnostiziert.
Als seine Frau vor neun Jahren stirbt,
verarbeitet Lothar diesen Schicksalsschlag auf seine Weise.
Er engagiert sich unermüdlich in der Gemeinde,
für die er auch zehn Jahre lang als Bürgermeister aktiv ist.
In seinem Heimatort in Schleswig-Holstein
ist Lothar bis heute ständig im Einsatz.
Ich will nicht sagen, dass ich fleißig bin.
Aber ich bin derjenige, der immer jedem gerne hilft.
Ob das in der Nachbarschaft ist oder wo auch immer.
Meistens ist es so,
dass ich anderen mehr helfe, als ich mir selber.
* ruhige Musik *
Also ich sage mir nicht, dass ich zu kurz komme.
Wenn ich zu kurz kommen würde, würde ich's nicht machen.
So bin ich geboren wahrscheinlich.
* Motorgeräusche *
Wie würdest du denn deine Lebensphilosophie beschreiben
für dein jetziges Alter?
Ich kann das eine natürlich jedem raten.
Ich habe es am eigenen Leibe erfahren müssen.
Man hat was wollen und zusammen mit der Frau was wollen,
was im Endeffekt nie was geworden ist,
weil das dann zu spät war.
Deswegen würde ich immer jedem den Tipp geben:
Wenn er was will, dann soll er was machen.
Einen Flugschein zu machen, war eigentlich immer mein Traum.
Aber als meine Frau starb, bin ich da nicht mehr zu gekommen.
Das sind so bestimmte Dinge, wo ich dann doch ganz schön schlucken muss.
Was Lothar noch nicht weiß:
Hier in der Mongolei wird sich sein großer Lebenstraum erfüllen.
* emotionale Musik *
* dynamische Musik *
Die Reisegruppe erreicht die wilde Steppe.
Hier leben die Mongolen als Nomaden.
Wohnraum bietet ihnen die traditionelle Jurte,
ein Zelt mit Ess-, Schlaf- und Kochbereich.
Aber ohne Strom und fließend Wasser.
Guck mal, hier steht die erste Jurte. Nicht besonders schön.
(Christina) Die machen sauber, siehste?
Sieht schön sauber aus der Platz, nicht?
(Norbert) Oh, wie Berliner Mauer hier.
Haha. Wo? Ach ja.
(Norbert) Ja, ja. Sieht doch so aus.
Die Mauer und oben dieses runde Ding.
Wenn die so niedrig und schmal gewesen wäre,
dann wäre Ostberlin wohl leer gewesen.
* Instrumentalmusik *
(Erika) Mann, das geht aber weit in die Steppe rein.
Da bin ich ja gespannt, wann wir da sind.
Wir fahren und fahren und es wird immer weniger hier alles.
Kein Haus mehr.
Müssen wir heute hier in der freien Wildnis schlafen.
Schnell ein Zelt aufbauen.
Keiner der Senioren ist in seinem Leben bisher viel gereist.
Nun verschlägt es die sechs bis ans Ende der Welt -
oder jedenfalls der Zivilisation.
* "Steve Mcqueen" von M83 *
Die Mongolei ist flächenmäßig viermal so groß wie Deutschland,
hat aber nur drei Millionen Einwohner.
Über Ruckelpisten und durch atemberaubende Landschaften
geht es in eines der vielen einheimischen Jurten-Camps,
die Landarbeiter, Viehhirten und Touristen beherbergen.
Bum, jetzt sind wir da. Unser Hotel wird noch aufgebaut.
* ruhige Musik *
Wie im Winnetou-Film im Wilden Westen.
(Marianne) Das ist ja ... - (Lothar) Ist mal was anderes.
Hier eine Nacht verbringen in der Wildnis. Immer wieder Neuland.
Das ist einsam hier.
Die Gastgeber des Jurten-Camps
begrüßen die Reisenden wie in der Mongolei üblich
mit gesalzenem Milchtee.
Kann man sich die Jurte auswählen? Ja.
(Bernd) Ich nehme die hier, die hat Fernsehen.
Die hier? (Bernd) Ja, die hier.
In Kapstadt, Dubai und Mumbai
wohnten die Globetrotter in luxuriösen Unterkünften.
In der Mongolei verbringen sie die heutige Nacht sehr viel bescheidener.
Ohne Heizung, dafür aber mit viel rustikalem Charme
und genügend Feuerholz.
(Erika) Schön. Mir ist es egal, ich schlafe hier.
(Marianne) Och, ist das schön. - Ist doch wunderbar.
(Christina) Ist doch wie gemalt. - Und so liebevoll eingerichtet.
(Marianne) Och, ist das schön. - (Erika) Ist mal ein Erlebnis.
(Erika) Kommt kein Wasser? Guck mal, ob im Behälter was drin ist.
Wenn nichts drin ist, kann auch nichts rauskommen.
(Christina) Wo kriegen wir das Wasser her?
Mein erster Eindruck war: Was ist das denn?
So extrem, wie die Nomaden leben, wollte ich nicht leben.
Da bin ich jetzt ganz ehrlich.
Gleich nebenan in der Herrenjurte machen es sich unsere drei Senioren
Norbert, Lothar und Bernd gemütlich.
Gut, dass er ehemalige Pfadfinder Bernd
viel Erfahrung mit dem Feuermachen hat.
* dynamische Musik *
Ich habe zu Hause einen Kamin, den stoche ich gelegentlich.
Und da ist die erste Pflicht, dass das verbrannte Zeug rauskommt,
damit der ... - (Lothar) ... richtig zieht, ja.
Wenn das meine Frau sieht, die lacht sich kaputt.
Da sagt die: "Zu Hause macht der das nicht, hier muss er."
Ich fand das urig. Ich fand das richtig gut.
Mir hätte das ... Das hat mir gleich Spaß gemacht.
So haben die Bauern bei uns früher auch gelebt.
Als es noch keine Rente gab und so was.
(Bernd) Das Leben als Nomade ist mir zu primitiv.
Ich kann mir auch nicht vorstellen,
dass die täglich eine Zeitung bekommen.
Wer soll die dahin liefern? Also, nee.
Da lebe ich lieber so, wie ich lebe.
Während sich Norbert und Lothar erst einmal ausruhen,
findet Marianne in dem 77-jährigen Bernd
einen gut ausgerüsteten Gentleman.
(Marianne) Bernd.
Hast du Hölzer? - (Bernd) Was habe ich?
Streichhölzer. - Ja.
Sind noch genug drin? Ja.
Sind noch genug drin.
Willst du zugucken kommen, wie wir uns quälen?
Ja, ich komme.
Wir laden dich gerne ein in unsere Jurte.
(Christina) Ist dein Feuer schon an? - Sicher.
(Marianne) Für mich war das eine Erinnerung an vergangene Zeiten,
wo wir auch sehr einfach gelebt haben.
Nach dem Kriegsende ging es nur langsam wieder aufwärts.
Daran hat es dann schon ein bisschen erinnert,
dass man auch mit einfachen Dingen zurechtkommen kann
und zurechtkommen muss.
Das wird schon ein bisschen warm. - (Bernd) Ja, der Dampf krieg Zug.
Au ja. Bernd, hast du dich schon wohnlich eingerichtet?
Meine Bären schlafen schon.
Es ist so mollig warm, die sind umgekippt und schlafen.
(Erika) Auch Norbert? Ja.
(Bernd) Jetzt schnarchen die um die Wette und ich kann dirigieren.
* Gelächter *
(Christina) Schnarchen die echt? - Ja, sicher schnarchen die.
Wie kannst du da nachts schlafen? - Ich schnarche aber auch.
(Christina) Dann fällt's nicht auf.
In den Jurten kehren langsam Wärme und Behaglichkeit ein.
Reiseleiter Steven hat noch eine Überraschung für die Senioren.
Zur Unterstützung hat er die Ethnologin und Schamanenforscherin
Amélie Schenk dabei.
(alle) Herein.
Hallo. Ich würde euch gerne jemanden vorstellen.
Diese bezaubernde, bunte Dame, das ist die Amélie.
Die Amélie nimmt uns jetzt mit.
Wir haben jetzt gemeinsam das Vergnügen,
einer richtigen, mongolischen Schamanenfeuerzeremonie beizuwohnen.
(Marianne) Oh. Ja? Bereit?
Dann schmeißt euch in die Klamotte. (Erika) Wir freuen uns.
Die Hälfte der Weltreise liegt noch vor ihnen,
ebenso wie viele Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen.
Alles klar. - Der Schamane erwartet uns schon.
* aufgeregte Ausrufe *
(Amélie) Ja.
* mongolische Instrumentalmusik *
Das ist ein ganz besonderer Mensch.
* Er spricht eine mongolische Sprache. *
Die Mongolen verehren das Feuer
und deswegen werden wir jetzt dieses Feuer anzünden.
Die Weltreisenden werden in die Zeremonie eingebunden
und lernen sogar mongolische Lobgesänge.
* Alle singen. *
(Amélie) Dem Feuer werden jetzt verschiedene Gaben übergeben
als Opfer.
Und jetzt kommt Schnaps,
und zwar goldener Dschingis-Khan-Schnaps.
* Alle singen. *
(Bernd) Aber nicht die ganze Flasche.
* Der Schamane singt. *
* Der Schamane lacht. *
* Alle singen. *
Das muss man schon respektieren, die Art und Weise, wie sie leben.
Ich habe auch eine große Achtung davor.
Ich bin auch ein ein bisschen spiritueller Mensch.
Ich glaube zum Beispiel auch an Horoskope.
* mongolischer Gesang *
Für mich ist das Hokuspokus.
* Der Schamane singt. *
Um es auf den Punkt zu bringen:
Das ist für mich Karneval mal anders.
* Sie singen. *
(Christina) Wir rufen die Geister.
(Erika) Gleich kommt einer zu mir.
Ich bin kein spiritueller Mensch, ich bin ein Realist.
(Marianne) Was bringt er da zum Ausdruck?
Er begibt sich in die Trance.
(Marianne) Das ist schon eine eigenartige Tradition.
Und das ist schon spannend.
Aber das ist ... man darf auch lachen bei so einer Zeremonie?
(Amélie) Natürlich, Lachen ist erwünscht.
Gut, danke. (Amélie) Das ist nicht wie bei uns.
(Erika) Das ist ja herrlich, haha.
* Trommelgeräusche *
(Bernd) Der kleine Schamane, was der gezeigt und geleistet hat,
das war eine sportliche Hochleistung.
Ob der nun jetzt in Trance war oder nicht,
kann ich nicht beurteilen.
Wenn nicht,
dann war er ein hervorragender Schauspieler und Athlet.
(Erika) Ist ja toll, ist das ja. Ist ja faszinierend, ist das ja.
(Amélie) Jetzt kommt er gleich aus der Trance, das ist das Ende.
(Erika) Jetzt ist ein neuer Geist in ihm, sein Gesang ist zu Ende.
Da ist er wieder. (Marianne) Das hat mich fasziniert.
Sie verbinden den Glauben mit ihrem tatsächlichen Leben.
Und das muss man einfach mal miterlebt haben.
(Amélie) Wir lassen uns jetzt alle segnen.
* treibende Musik *
(Schamane) Gut, gut.
Als der mir den Rücken gedätschelt hat, also mich eingesegnet hatte,
hat er immer gesagt: "Gut, gut, gut."
Und hab ich gesagt: "Gluck, gluck, gluck!" Das hat er verstanden.
* fröhliche Musik und Jubel *
Net so viel.
Danke. Danke schön.
* Beide lachen. *
(Erika) Der kleine Schamane, der war süß.
Der war ganz süß, ja.
(Bernd) Die Zeremonie war gut.
Das Beste war, mit dem Schamanen ein Schnäpschen zu trinken.
Es wird Nacht in der Mongolei.
Ein langer Tag voller aufregender Erlebnisse und Eindrücke
geht zu Ende.
Am nächsten Morgen kann einer der Senioren froh sein,
dass er vorgeschlafen hat.
Ganz früh bricht Reiseleiter Steven mit Lothar auf.
Heute soll für den Achtzigjährigen sein großer Traum wahr werden.
Hast du denn eine Idee oder dir Gedanken darüber gemacht,
was jetzt gleich passieren könnte?
Ich mache mir keine Gedanken was kommt, ich lasse mich überraschen.
Mal schauen, was wir noch rauskitzeln können.
An Aufgeregtheit, oder was? Ja.
Das ist schwierig.
Ist schwierig? Ja.
Du bist halt ein richtiges Nordlicht, so ein bisschen so, ne?
Ja, bis man so richtig rauskommt, das dauert doch etwas.
Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen -
das ist Lothar aus Schleswig-Holstein.
In seinem Leben war der ehemalige Bürgermeister immer für alle da.
Doch die Schicksalsschläge versuchte er ganz allein zu meistern.
Meine Frau lebt jetzt neun Jahre nicht mehr.
Und, ja, ist leider so.
Das sind meine beiden Schwiegersöhne mit meinen beiden Töchtern.
Leider lebt die auch nicht mehr.
Kurz nach dem Tod seiner Frau erlebt Lothar einen weiteren großen Verlust:
Mit 52 Jahren stirbt seine Tochter Silke an Krebs.
Dass sie nun Brustkrebs gekriegt hat, kann man nicht vor weglaufen.
Auch da kann man nur sagen:
Ihr ist vielleicht noch vieles mehr erspart geblieben.
Zu seiner zweiten Tochter Anke hat Lothar ein enges Verhältnis.
Auch wenn er, typisch Nordlicht, seine Gefühle nicht immer so zeigt.
Hallo, Anke. - Hallo, Papa, na?
Alles gut? - Jo.
Alles klar, okay.
Papa würde ich als freundlichen, lebenslustigen Menschen beschreiben,
der, wenn es um Gefühle geht, das gerne mit sich selber ausmacht.
Anke unterstützt ihren Vater tatkräftig
bei den Vorbereitungen zur Weltreise.
Sie hofft, dass sein Lebenstraum endlich in Erfüllung geht.
* heitere Musik *
Ich träume davon, die Welt von oben zu sehen wie ein Vogel.
Wie schweben, schweben über Dinge.
Und wenn man dann noch die Wolken dazu sieht,
dann ist das wie im Federbett. Das ist emotional für mich enorm.
Es gibt vielleicht Leute, die das besser beschreiben können als ich.
In der Beziehung bin ich vielleicht kein Buchschreiber.
Noch fährt Lothar mit Steven durch die mongolische Steppe
und ahnt nicht, welche Überraschung auf ihn wartet.
So, mein lieber Lothar, gleich sind wir da.
Kannst du schon was sehen? Nee.
Ich auch nicht.
Fast am Ziel. Und für Lothar ist sein persönlicher Lebenstraum
zum Greifen nah.
Die Sonne ist inzwischen auch über dem Jurten-Camp aufgegangen.
Viele tausend Kilometer entfernt von zu Hause
legt Marianne in der Steppe genauso Wert auf ihr Äußeres
wie zu Hause in Dresden.
* erhabene Klänge *
Die erste Nacht in der Jurte war gewöhnungsbedürftig,
weil die Liege hatte den Anschein,
dass sie längs schräg nach unten ging und ich hab gedacht:
"Gleich rollst du runter, gleich liegst du unten."
Vor zwei Tagen noch im indischen Fünfsternehotel,
jetzt Campingplatzfeeling mit Gemeinschaftstoilette.
Ah, die Frauen sind schon am Arbeiten hier.
(Erika) Da bist du ja, Norbert. Wie geht's dir?
Na ja, geht so.
* heitere Musik *
(Norbert) Ach, da ist ja noch jemand drinnen.
(Christina) Das ist wenig Komfort, aber so tragisch ist das nicht.
So kann man auch leben, warum nicht?
Ich brauche nicht immer den Kommerz zu haben, das geht auch so.
Lothar und Reiseleiter Steven
erreichen einen Sportflugplatz mitten in der mongolischen Steppe.
Hier wartet ein besonderes Fluggerät auf den ehemaligen Bürgermeister.
Lothars Traum soll endlich Wirklichkeit werden.
* antreibende Musik *
Ich hatte schon den Windsack gesehen.
Was bedeutet das, den zu sehen?
Ein Flugplatz. Ein Flugplatz?
Was sagste? Ja. Tolle Sache.
Tolle Sache? Ja.
Was fasziniert dich am Fliegen?
Ja, die Freiheit oben über den Wolken.
Guck mal, weißt du, was das ist? Ja, ein Tragschrauber.
Wow, schlägt dein Herz da schon höher als Liebhaber der Lüfte?
Ach, ein bisschen schon.
Ach, guck mal. So ein bisschen kriegen wir dich, ne?
Aber nicht nervös werden. Nein, du sollst es ja genießen.
(Lothar) Das bedeutet mir viel, das bedeutet mir sehr viel,
weil es mir von zu Hause nie vergönnt ist.
Dass ich das Glück gehabt hab mitzukommen, war eine große Freude.
Traghubschrauberpilot Lothar.
Zurück im Camp: In der unmittelbaren Umgebung
leben die Menschen hier noch von Ackerbau und Viehzucht.
Gemeinsam mit Mongolei-Expertin Amélie
freuen sich die Globetrotterinnen Erika und Christina
auf einen Besuch bei den Nachbarn.
(Christina) Du bist ein Braver.
Während Christina auf dem Land groß geworden ist,
stammt Erika aus der Großstadt Berlin.
Tiere ist was Schönes, viele sollen auch ganz schlau sein.
Schöne Wimpern hast du, die möchte ich haben, schön lang.
Ach, jetzt hab ich dich nicht richtig gestreichelt.
Siehste, nein, nein, haha. Sagt sie: "Nein, nein."
(Christina) Der Geruch erinnert mich an uns zu Hause, an den Bauernhof.
Wir hatten ja nebendran direkt den Stall.
Dann gab's den Misthaufen vor der Tür,
da war immer der Geruch von den Kühen.
Für mich wieder wie Heimat, schön.
Jetzt will Bauernkind Christina wissen,
ob sie die Handgriffe von früher noch draufhat.
Ich werde das mal probieren, ob da was kommt.
(Christina) So kurze Euter, die find ich nicht.
* heitere Musik *
Ich glaube, das Euter ist leer.
Es kommt nichts.
Huch, da kommt was.
Ich hab ein Tröpfchen bekommen.
(Amélie) Oh, ja. Ein Tröpfchen.
* Beide lachen. *
Also der Kontakt zu den Tieren war jetzt schon einmalig,
denn das haste ja in Großstadt gar nicht, ne?
Die Besitzerin der Kühe ist aufmerksam geworden.
Sie möchte diese beiden Seniorinnen gerne kennenlernen.
* Sie spricht mongolisch. *
(Amélie) Oh, wir sollen in die Jurte kommen.
Eine einmalige Gelegenheit für Erika und Christina,
die diese Einladung gerne annehmen.
Inzwischen ist der ehemalige Bürgermeister Lothar
bereit für seinen großen Moment.
Mensch, du siehst wirklich aus wie so ein Kampfpilot!
* antreibende Musik *
(Lothar) Es ist der Traum, über den Wolken in den Himmel zu fliegen.
Ich bin wie eine Rakete,
die ist bestückt und da fehlt nur noch die Zündung.
Mein Lieber!
(Lothar) Das ist cool. * Er imitiert Flugzeugrauschen. *
In der mongolischen Steppe wird Lothars Traum vom Fliegen wahr.
Mit dem Tragschrauber umrundet er Dschingis Khan,
das größte Reiterstandbild der Welt.
Der 80-jährige Lothar genießt die Aussicht seines Lebens.
(Lothar) Offen zu fliegen,
das ist so, als wenn man mit der Natur verbunden ist.
Schön über die Wolken, alles unten sehen.
Den Fahrtwind und die Geräusche dann offen zu hören,
ist ein tolles Gefühl.
Das einmal gesehen zu haben, das erweitert den Horizont.
Und da freue ich mich ganz besonders drüber.
Inzwischen freut sich die mongolische Gastgeberin
über den Besuch der gleichaltrigen Damen aus Deutschland
und serviert landestypischen Tee mit Milch.
8000 Kilometer leben sie voneinander entfernt,
aber die Themen scheinen überall gleich zu sein.
Sie hat noch so schöne schwarze Haare.
* Amélie spricht mongolisch.*
* Frau antwortet auf Mongolisch. *
(Erika) Was hat sie gesagt?
(Amélie) "Bei mir werden die Haare ein bisschen grau,
aber du hast schöne Haare", sagt sie. Du, Erika.
Die sind bescheiden
und bestimmt zufriedener und glücklicher, die Menschen, als wir,
die immer: "Der hast das, das muss ich auch haben."
Mit der herzlichen Mongolin
fällt den Seniorinnen die Verständigung leicht,
auch ohne Wörterbuch.
Das ist ein schönes Bild von ihrem Mann.
Der ist noch nicht lange tot? - (Amélie) Nein, erst vor Kurzem.
(Erika) Aber uns ist es allen so ergangen.
(Christina) Es ist 'ne fremde Kultur, aber es gibt Dinge,
die sind genauso wie bei uns, wie die Kerze vor dem Bild.
Ich kenne das von meiner Jugend so.
Das ist toll, dass man alles wiederfindet.
(Christina) Was heißt denn danke?
* Sie sprechen mongolisch. *
(Amélie) Und auf Wiedersehen. - (Christina) Und alles, alles Gute.
Für mich war das kein kleines Erlebnis. Ein großes Erlebnis,
diese Kultur hier mal kennenzulernen, das ist ganz toll.
* Sie sprechen mongolisch. *
(Amélie) "Du bist ein guter Mensch." - (Erika) Danke.
Die kennt mich doch gar nicht, ich kann ja auch ein Teufel sein.
Fliegen wie ein Vogel - der ehemalige Fliesenleger Lothar
erlebt im Tragschrauber endlich seinen großen Traum.
* fröhliche Musik *
Wie war das denn als Vogel?
(Lothar) Als Vogel durch die Mongolei? Klasse!
Hat's dir gefallen? Ja.
Es war super, mal mit so einem Gefährt in die Luft zu gehen,
und dann auch noch in der Mongolei. Man konnte auf die Felder sehen.
Ist traumhaft und hat mich fasziniert.
Nationalsport in der Mongolei ist aber nicht das Fliegen,
sondern das Bogenschießen.
Im Camp werden die Landesmeister erwartet,
die den Senioren ihre Kunst zeigen wollen.
(Bernd) Erst mal sehen die schon gut aus, richtig zünftig.
Aus der Schusslinie, wo ist denn das Ziel?
(Amélie) Da. Da vorne, die Körbchen.
(Bernd) Ah, Meter, Meter fünfzig.
(Marianne) Das schaffen wir doch nie, das sollen wir können?
Ich sag mal, das war der Beckenbauer der Bogenschützen hier.
Hobbyfußballer Bernd ist ein ehrgeiziger Sportler,
auch wenn er dabei manchmal den Bogen etwas überspannt.
(Bernd) Er hat hier festgeklebt.
* Die Frauen lachen. *
(Bernd) Da hast du mich aber schön angeschmiert, hör mal.
(Erika) Oh, toll. - (Bernd) Nachladen.
(Bernd) Ach. - (Christina) Das war nicht Ziel.
(Erika) Kräfte lassen nach. - (Bernd) Ja, das Ziehen ist schwer.
(Christina) Norbert, jetzt du.
(Norbert) Na ja, sicher. So.
Jetzt, Achtung.
(Norbert) Oh.
(alle) Oh. - (Norbert) Es geht doch.
(Erika) Jetzt bin ich dran.
Manche haben da wirklich einen großen Ehrgeiz
und wollen immer der oder die Beste sein.
(Erika) So, gut.
Bei Männern ist das, finde ich, mehr ausgeprägt.
Hier, Mucki, Mucki.
(Marianne) Das war nicht. Nee, mir tut der Arm weh.
Das geht nicht. Komm, Christina, du bist dran.
(Christina) Man braucht da jede Menge Kraft im rechten Arm,
um den zu ziehen, den Bogen.
(Amélie) Ziehen, ziehen.
Aber wenn du ihn kurz loslässt, dann flutscht der weiß Gott wohin.
* Alle jubeln. *
(Norbert) Meisterschuss.
(Bernd) Christina hat gut geschossen
und die anderen liegen so zwischen dumm, äh, gut und dämlich.
Während die sportlichen Senioren
ihren Armen eine kleine Auszeit gönnen,
wird fleißig gerätselt, wer von ihnen wohl als Nächstes überrascht wird.
Damit sind vier Wünsche erfüllt worden. So ist das.
Und es sind noch zwei Wünsche.
Es bleiben noch zwei Kontinente über, hm.
So, mein Wunsch war ja ursprünglich, in das Land Vietnam zu reisen.
Aber da sind wir ja nun schon vorbeigeflogen.
Jetzt lass ich mich überraschen, wo es weitergeht.
Und was wolltest du da? - Ich wollte jemanden treffen.
Wen wolltest du denn in Vietnam treffen?
Ich habe in Vietnam einen Sohn.
Aha. - (überrascht) Nein.
Also keinen leiblichen. - Ja, habe ich mir schon gedacht.
Den habe ich also schon vor vielen Jahren kennengelernt.
Er hat sich in unsere Familie integriert
und wir haben viel unternommen.
Und eines Tages hat er gefragt ...
(aufgeregt) Ach, ich kann es nicht sagen.
Ob er "Mutti" zu mir sagen darf. - Schön.
Und den will ich mal wiedersehen.
Ach, mal sehen.
Der aufregende Flug über die Steppe liegt hinter Lothar.
Das 80-jährige Nordlicht,
das nach einem arbeitsreichen Leben gerne mehr von der Welt sehen wollte,
bleibt aber auch jetzt auf dem Boden.
Lothar, so 'ne Reise, wie du machst:
Wir waren in Südafrika zusammen.
In Dubai, in Indien, jetzt sind wir in der Mongolei.
Du bist wie ein Vogel über die mongolische Steppe geflogen.
Setzt das bei dir vielleicht einen neuen Impuls, dass du sagst:
"All die Jahre habe ich gearbeitet, aber jetzt merke ich -
da gibt's so viel in der Welt zu sehen.
Ich will noch ein bisschen losflitzen."
Ich glaube, nicht. Ich hatte das Glück gehabt, dass ich mitkonnte.
Aber dass ich jetzt aufgrund dessen sagen würde:
"Jetzt mal los, fahre ich noch selber." Wahrscheinlich - nein.
Es ist nichts, wo du sagst: "Das habe ich verpasst."
Nein, nein, überhaupt nicht.
Da kommt der Lothar wieder durch.
Der, der pragmatisch rangeht.
Ist das für dich die Möglichkeit, besser damit umzugehen?
Ja, mit Sicherheit. Mit Sicherheit.
Ich habe das von vornherein so gemacht, dass ich gesagt habe:
Nicht fragen, warum. Ob das meine Tochter war oder meine Frau.
Denen ist vieles erspart geblieben, und das ist für mich wichtiger.
Auch in der Mongolei denkt Lothar an die Verstorbenen.
Seine Frau Elke und seine Tochter Silke sind immer bei ihm.
Ich glaube schon, wenn die das gesehen hätten,
die Frau und die Tochter, dass die sich gefreut hätten.
Am frühen Abend kommt die Reisegruppe gemeinsam
wieder in der Hauptstadt Ulan Bator an.
Morgen soll die Reise weitergehen.
Und alle sind jetzt natürlich neugierig,
was Lothar an seinem Überraschungstag erlebt hat.
Einen wunderschönen guten Tag. Tag, Steven.
Na, alles gut? Ja.
Wo ist Lothar?
Weil es so früh war, hat Lothar gesagt, er braucht eine Pause.
Er lässt euch ganz herzlich grüßen, er hat sich hingelegt.
Aber wir kommen nicht so schnell wieder nach Ulan Bator.
Ich würde gern diese Stadt mit euch unsicher machen, okay?
Gut, machen wir.
Zusammen mit Reiseleiter Steven stürzen sich die Senioren
ins abendliche Getümmel von Ulan Bator.
Und erfahren, dass die Mongolen neben dem Bogenschießen
noch eine zweite große Leidenschaft haben.
Es gibt eine Freizeitbeschäftigung, die lieben die Mongolen. Guckt mal.
Da steht's. Karaoke.
Wisst ihr alle, was Karaoke ist? Na, klar!
Ja gut, dann kommt mal rein, es gibt hier eine mongolische Karaoke-Bar.
Och Gott, jetzt müssen wir Karaoke singen.
* Gelächter *
Hereinspaziert.
Die mongolischen Hits der Einheimischen
sind den Senioren unbekannt.
Deshalb übernimmt Reiseleiter Steven für den Karaoke-Abend
nun die Rolle des musikalischen Gastgebers.
Auf einen spaßigen Abend mit viel Gesang. Ich freue mich schon drauf.
Wir haben ein bisschen was vorbereitet,
und zwar Lieblingslieder oder Lieder,
die ihr kennen könntet und mögt.
Ich bin unmusikalisch, singe nicht gerne. Ich kann keinen Ton halten.
Aber ich habe schon gemerkt, das brodelt in dir, das muss raus.
Deine Stimme willst du präsentieren. Ja, ich habe dann
ein Lied vorgeschlagen, das in meinem Kegelklub angenommen ist.
* "Viva Colonia" von den Höhner *
Auf jeden Fall ist Bernd total aus sich rausgegangen.
Das war der große Sänger, wie Caruso.
Wenn die Christina sagt, ich hätte gesungen wie Caruso,
dann hat sie noch ein schlechteres Musikempfinden als ich.
Also ...
* "Ich war noch niemals in New York" von Sportfreunde Stiller *
Unsere Gruppe, unsere sechs Leute, die hier mitfahren konnten,
jeder war ein bisschen unterschiedlich in seiner Art.
Es brauchte schon ein bisschen Zeit, sich aneinander zu gewöhnen.
Ich glaube, das hat auch der Abend beim Karaoke zum Ausdruck gebracht,
jetzt sind wir ganz gut und nah beieinander.
Das ist einfach schön.
Seit fast drei Wochen sind unsere Weltreisenden nun schon unterwegs
und fühlen sich sehr verbunden.
Was ich an der Reisegruppe ganz toll finde,
ist, dass sie alle zusammen, egal in welcher Situation, sich helfen.
Zum Abschluss des Karaoke-Abends hat Reiseleiter Steven
ein besonderes Lied vorbereitet.
Seid ihr bereit?
Also, das ist ein Song, der stammt aus dem Land,
in das wir als Nächstes fahren.
Es geht morgen nach Vietnam!
Darauf stoßen wir an, oder?
Ich bin so was von überrascht und ich bin so was von glücklich.
Ich habe gar nicht mehr damit gerechnet
und jetzt ist doch alles ...
Hach, kann ich gar nicht fassen, ich freu mich so.
Prost, auf Vietnam!
Ich freue mich so, ich freue mich so.
Vietnam überrascht die Rentner mit viel Regen.
Doch das Stimmungsbarometer klettert immer höher.
Ha Jong, wo ist Ha Jong?
Norbert weiß genau, wie der gepflegte Mann von heute aussehen muss.
Du musst ihn dir einfach mal schnappen.
Ach so, und was soll ich mit ihm machen?
Und Marianne trifft nach 40 Jahren ihren Ziehsohn Tien wieder.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2018
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