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Zu Anfang des Zweiten Weltkrieges...
... wandten sich im gefangenen Europa die Augen vieler hoffnungsvoll oder...
... verzweifelt nach der Freiheit Amerikas.
Man schiffte sich in Lissabon ein.
Nicht jeder konnte sich direkt dorthin begeben.
So bildete sich ein gequälter Flüchtlingsstrom aus allen Richtungen.
Von Paris nach Marseille...
...über das Mittelmeer, nach Oran.
Dann, per Bahn, Auto oder zu Fuß, über die Grenzen Afrikas...
...nach Casablanca in Französisch-Marokko.
Hier können die mit Geld oder Einfluss Begünstigten...
...ein Ausreisevisum für Lissabon bekommen...
...und von dort nach Amerika fahren.
Die anderen aber warten in Casablanca.
Und warten...
...und warten...
...und warten.
"An alle Beamte!
Zwei deutsche Kuriere mit wichtigen...
...Papieren wurden im Zug aus Oran ermordet.
Ziel des Mörders und möglicher Komplizen ist Casablanca.
Verhaftet alle verdächtigen Subjekte und durchsucht sie nach den Dokumenten!
Wichtig!"
Ihre Papiere!
Ich habe sie nicht dabei.
Dann kommen Sie mit.
Es ist möglich, dass ich... Ja. Hier sind sie.
Diese Ausweise sind vor drei Wochen abgelaufen. Sie müssen mitkommen.
Halt!
FREIES FRANKREICH
- Was geht dort vor? - Ich weiß es nicht.
Bitte, haben Sie nichts davon gehört?
Wir hören nur wenig und verstehen noch weniger.
Zwei deutsche Kuriere wurden ermordet im unbesetzten Teil der Wüste gefunden.
Also verhaften sie wie üblich Flüchtlinge, Liberale...
...und hübsche Mädchen für Mr. Renault, den Polizeipräfekten.
Mit diesen Flüchtlingen kam der Abschaum Europas nach Casablanca.
Einige warten seit Jahren auf ein Visum.
Ich bitte Sie, Monsieur. Seien Sie auf der Hut.
Dieser Ort wimmelt von Aasgeiern!
Schwindler! Überall!
- Danke. Vielen Dank. - Nichts zu danken.
Komischer kleiner Mann!
Kellner!
- Wie dumm von mir. - Was, Liebling?
Ich habe meine Brieftasche im Hotel gelassen!
Morgen fliegen vielleicht wir.
Ricks Amerikanisches Café
Schön, Sie zu sehen, Major Strasser.
Danke, danke.
Captain Renault, der Polizeipräfekt.
Willkommen im unbesetzten Frankreich!
Danke, es ist schön, hier zu sein.
Mein Assistent, Leutnant Casselle.
- Captain Tonelli, italienischer... - Nett von Ihnen.
Vielleicht finden Sie's etwas warm hier.
Wir Deutschen müssen uns an jedes Klima gewöhnen. Von Russland bis zur Sahara.
- Sie reden aber nicht vom Wetter, oder? - Wovon denn sonst?
Was wurde wegen der Morde unternommen?
Wir verhafteten doppelt soviel Verdächtige wie sonst.
- Aber wir kennen den Mörder. - Ist der verhaftet?
Nein. Später wird er bei Rick sein. Jeder kommt zu Rick.
Ich hörte von diesem Café und von Rick.
Ricks Amerikanisches Café
Warten! Nichts als warten!
Ich komme nie fort.
Ich werde in Casablanca sterben.
Können Sie mir nicht etwas mehr geben?
Tut mir leid. Diamanten verkaufen sich momentan schlecht.
Alle Leute verkaufen Diamanten. 2.400.
In Ordnung.
Lastwagen und Leute warten. Alles--
Es ist das Fischerboot Santiago.
Es legt morgen nacht um eins am Ende des Hafens ab.
Danke.
Und bringen Sie 15.000 Francs in bar.
Verstanden? In bar!
Cheerio!
- Mach auf, Abdul. - Ja, Professor.
- Kellner? - Madame?
Fragen Sie Rick, ob er mit uns trinkt.
Er trinkt nie mit Gästen. Niemals.
Warum sind Gastwirte eingebildet?
Ich leitete die zweitgrößte Bank in Amsterdam.
Das beeindruckt Rick nicht!
Der Leiter der größten Bank Amsterdams ist Koch bei uns.
Angenehme Aussichten!
Sein Vater ist Portier!
Gut.
Ok. Rick
Entschuldigung.
Tut mir leid. Dies ist privat.
Wen glauben Sie vor sich... Ich weiß, dass da drin gespielt wird!
Ich will hier rein!
Gibt es ein Problem?
Ich war in jeder Spielhölle von Honolulu bis Berlin...
...und Sie werden mich nicht hindern, hineinzukommen.
Entschuldigung.
Hallo, Rick.
Lassen Sie Ihr Geld an der Bar.
Wissen Sie, wer ich bin?
Seien Sie froh, an die Bar zu dürfen.
Skandalös! Ich werde Sie anzeigen!
Sie sprachen mit dem Bankier, als wären Sie es gewohnt.
- Warum glauben Sie, ich sei's nicht? - Nichts.
- Als Sie hier ankamen, dachte ich... - Was dachten Sie?
Mit welchem Recht denke ich überhaupt?
Darf ich?
Die deutschen Kuriere tun mir leid.
Die haben Glück. Gestern nur Angestellte...
...heute verehrte Tote!
Sie sind zynisch. Verzeihen Sie den Ausdruck.
Ich verzeihe Ihnen.
Trinken Sie etwas mit mir?
Ich vergaß, Sie trinken nie... Noch einen für mich.
Sie verachten mich?
Wenn Sie mich interessierten, ja.
Aber warum?
Meine Tätigkeit gefällt Ihnen nicht?
Die Flüchtlinge würden hier schimmlig, wenn ich ihnen nicht helfen würde.
So verhelfe ich ihnen auf meine eigene Art zu Ausreisevisa...
Aber für Geld, Ugarte!
Und die armen Teufel, die sich Renaults Preis nicht leisten können...
Ich nehme nur die Hälfte. Bin ich deswegen ein Parasit?
Billige Parasiten verachte ich.
Nach heute abend bin ich fertig.
Ich werde Casablanca endlich verlassen.
Wen bestachen Sie für Ihr Visum? Renault oder sich selbst?
Mich selbst. Ich fand mich erheblich günstiger.
Schauen Sie, Rick.
Wissen Sie, was das ist?
Sie haben nie sowas gesehen.
Passierscheine von General de Gaulle.
Sie können weder annulliert, noch angezweifelt werden.
Einen Moment.
Heute nacht verkaufe ich sie für ein Vermögen.
Und dann, Addio Casablanca!
Ich habe viele Freunde hier, aber gerade, weil Sie mich verachten...
...vertraue ich nur Ihnen.
Bewahren Sie die auf?
- Für wie lange? - Eine Stunde. Oder länger.
Nicht über Nacht.
Keine Sorge. Bitte bewahren Sie sie auf.
Ich wusste, ich kann Ihnen vertrauen.
Kellner, ich erwarte jemanden.
Wenn man mich sucht, ich bin hier.
Rick...
...ich hoffe, Sie halten jetzt mehr von mir.
Entschuldigen Sie mich, ich gehe spielen.
Einen Moment.
Ich hörte, dass die Kuriere Passierscheine dabei hatten.
Ich habe auch davon gehört.
- Arme Teufel! - Stimmt, Ugarte.
Jetzt imponieren Sie mir mehr!
- Hallo Rick. - Hallo Ferrari.
Wie geht das Geschäft?
- Gut. Verkaufen Sie mir Ihr Café? - Es ist unverkäuflich.
- Hören Sie mein Angebot. - Es ist unverkäuflich.
- Verkaufen Sie Sam? - Ich verkaufe keine Menschen.
Das ist hier das beste Geschäft.
Nur mit Flüchtlingen könnte man ein Vermögen machen.
Kümmern Sie sich um Ihr Geschäft.
Fragen wir Sam selber.
Fragen wir ihn.
Heutzutage ist mit Isolationismus nichts mehr anzufangen.
Ferrari will dich engagieren.
Mir gefällt's hier.
- Er zahlt dir das Doppelte. - Ich verdiene genug.
Tut mir leid.
Unser bester Likör. Weil ich Sie liebe!
Schweigen Sie!
Ihnen zuliebe! Ich liebe Sie, Yvonne!
Monsieur Rick.
Deutsche gaben diesen Scheck. Ist er ok?
Wo warst du?
Letzte Nacht? Hab' ich vergessen.
- Und heute nacht? - Ich plane nicht so weit voraus.
Gib mir noch einen.
Sie hat genug.
Ich liebe Sie, doch er bezahlt mich.
Sascha, ein Taxi!
- Hol deinen Mantel! - Finger weg!
Du gehst nach Hause. Du hattest genug!
Taxi!
Schubs mich nicht rum!
Wie dumm ich war, einen Mann wie dich zu lieben!
- Bring sie heim. - Ja, Boss.
Komm sofort zurück!
Ja, Boss.
- Hallo, Rick. - Hallo, Louis.
Frauen wegschicken.
Vielleicht sind sie eines Tages rar.
Ich sollte Yvonne anrufen. Vielleicht nimmt sie mich jetzt.
Was Frauen betrifft, sind Sie demokratisch.
Der Italiener kommt nicht zu Wort.
Das Flugzeug nach Lissabon.
Möchten Sie drin sitzen?
Was gibt's in Lissabon?
Den Klipper nach Amerika.
Warum kehren Sie nicht zurück?
Haben Sie die Kirche bestohlen? Oder eine Senatorsgattin entführt?
Als Romantiker denke ich, dass Sie jemanden umgebracht haben.
Eine Kombination daraus.
Was brachte Sie hierher?
Meine Gesundheit. Ich kam wegen des Wassers.
Was für Wasser? Wir sind in der Wüste.
Man hat mich falsch informiert.
Entschuldigen Sie, Rick.
Jemand hat 20.000 Francs gewonnen.
Der Kassier braucht Geld.
- Ich hole es aus dem Safe. - Ich bin außer mir...
Vergiss es, Emile. Fehler können passieren.
Es tut mir außerordentlich leid.
Es wird heute nacht aufregend. Eine Verhaftung in Ihrem Café.
- Schon wieder? - Keine normale Verhaftung.
Es geht um einen Mörder.
Ihn warnen ist zwecklos. Er kann nicht entkommen.
- Ich helfe niemandem. - Eine weise Außenpolitik!
Ich hätte ihn anderswo verhaften können.
Ich schätze Sie, deshalb machen wir es hier.
Es wird Ihre Gäste amüsieren.
Unsere Unterhaltung genügt.
Wir erwarten einen wichtigen Gast. Major Strasser aus dem III. Reich.
Wir wollen ihm mit der Verhaftung unsere Effizienz demonstrieren.
Ach ja. Was tut er in Casablanca?
Er kam nicht, um Ihre Tüchtigkeit zu bewundern.
- Vielleicht nicht. - Bitte.
- Passiert nicht wieder. - Ist in Ordnung.
Was beschäftigt Sie?
Sie sind scharfsichtig.
Ich möchte Ihnen einen Rat geben.
Ja?
- Möchten Sie Brandy? - Danke.
In Ihrem Café werden Visa verkauft, aber nicht von Ihnen.
Deshalb schonen wir Sie.
Nicht, weil ich Sie gewinnen lasse?
Auch darum.
Es gibt einen Mann hier, der nach Amerika will.
Er würde für ein Ausreisevisum ein Vermögen bieten.
- Wer? - Victor Laszlo.
Victor Laszlo?
Sie sind beeindruckt.
Er beeindruckte die halbe Welt.
Die andere Hälfte muss ich verhindern.
Laszlo darf nicht nach Amerika. Er muss hierbleiben!
Bin gespannt, wie er es organisiert.
Wie er was organisiert?
Seine Flucht.
- Ich habe doch gerade... - Hören Sie doch auf.
Er flüchtete aus dem KZ. Die Nazis haben ihn durch ganz Europa gejagt.
Die Jagd endet hier.
- Nein, ich wette 20.000 Francs. - Ist das ein ernsthaftes Angebot?
Ich will die verlorenen 20.000 zurück.
Sagen wir 10.000. Ich bin ein armer, korrupter Beamter.
- Ok. - Gemacht.
Egal, wie schlau er ist, er braucht ein Visum. Ich sollte sagen, zwei.
- Zwei? - Er reist mit einer Dame.
- Ein Visum genügt ihm. - Kaum. Ich habe sie gesehen.
Hat er sie auf seiner Flucht nicht verlassen...
...wird er es auch hier nicht tun.
Vielleicht ist er nicht so romantisch.
Das ist egal. Er kriegt kein Ausreisevisum!
W13s0 gl4vb3n S13, 1ch würd3 L4szl0 zur Flucht verhelfen?
Weil Sie unter Ihrer zynischen Schale...
...sentimental sind.
Lachen Sie nur. Ich kenne Ihre Vergangenheit.
Ich werde zwei Punkte erwähnen.
1935 schmuggelten Sie Gewehre nach Äthiopien.
1936 kämpften Sie in Spanien mit den Loyalisten.
Ich wurde in beiden Fällen gut bezahlt.
Der Sieger hätte viel besser bezahlt.
Vielleicht.
Sie wollen Laszlo hierbehalten?
Ich habe meine Befehle.
Angst vor der Gestapo?
Sie überschätzen deren Einfluss.
Wir kommen uns nicht ins Gehege.
In Casablanca bin ich der Meister.
- Ich bin... - Major Strasser ist hier.
- Sie sagten? - Entschuldigen Sie mich.
Geben Sie Major Strasser einen Tisch in der Nähe der Damen.
Ich gab ihm den besten. Als Deutscher würde er ihn ohnehin beanspruchen.
Verhaften Sie ihn ohne Aufsehen. Zwei Wachen an jede Tür.
- Alles ist bereit, Sir. - Machen Sie weiter.
- Guten Abend. - Guten Abend, Captain.
- Wollen Sie sich zu uns setzen? - Danke.
Ich freue mich, Sie hier zu sehen.
Champagner und Kaviar.
Ich empfehle Veuve Clicquot 1926. Ein guter französischer Wein.
Sehr wohl, Sir.
- Interessantes Café! - Besonders heute abend.
Wir verhaften den Mörder Ihrer Kuriere.
Ich erwartete nichts weniger.
Monsieur Ugarte.
- Bitte, folgen Sie uns. - Natürlich.
Kann ich meine Chips eintauschen?
Ich hatte Glück. Zweitausend, bitte.
Zweitausend.
Danke.
Helfen Sie, Rick!
- Geben Sie auf. - Rick, verstecken Sie mich!
Tun Sie etwas.
Rick!
Ausgezeichnet, Captain!
Ich hoffe, Sie helfen mir mal besser.
Ich helfe niemandem.
Der Zwischenfall tut mir leid. Aber es ist vorbei.
Nehmt Platz und amüsiert euch.
Rick, Major Strasser vom III. Reich.
- Guten Abend. - Guten Abend.
Herrn Heinze kennen Sie schon.
Setzen Sie sich zu uns, Mr. Rick.
Man tut uns Ehre an.
Der Major ist ein bedeutender Mann im III. Reich.
III. Reich? Erwarten Sie weitere?
Ich nehme, was kommt, Major.
Darf ich Sie etwas fragen?
- Inoffiziell. - Sogar offiziell.
- Ihre Nationalität? - Trinker.
Also ist Rick ein Weltbürger.
Ich wurde in New York geboren.
Sie verließen Paris während der Besetzung.
Das ist kein Geheimnis.
Können Sie sich die Deutschen nicht in Ihrem Paris vorstellen?
Es ist nicht mein Paris.
Und in London?
Fragen Sie, wenn Sie da sind.
- Diplomat! - Und in New York?
Dort gibt es Gegenden, wo ich Ihnen nicht rate einzudringen.
- Wer wird den Krieg gewinnen? - Keine Ahnung.
Rick ist völlig neutral. Das schließt auch...
...Frauen mit ein.
Sie waren nicht immer so neutral.
Wir besitzen Ihr Dossier.
"Richard Blaine, Amerikaner, 37jährig, des Landes verwiesen."
Warum, ist unklar. Wir wissen aber, weshalb...
...Sie Paris verlassen haben. Wir veröffentlichen es nicht.
Habe ich braune Augen?
Sie verzeihen meine Neugierde.
Ein Feind des Reiches ist hier...
...deshalb fragen wir jeden, der uns behilflich sein kann.
Ich interessiere mich für Laszlo aus rein sportlichen Gründen.
Haben Sie keine Sympathie für den Fuchs?
Nicht unbedingt. Ich verstehe auch den Standpunkt des Hundes.
Laszlo verbreitete infame Lügen, bis wir in Prag einmarschierten.
Und auch nachher druckte er noch Verleumdungen in einem Keller.
Man muss zugeben, dass er Mut hat.
Er ist schlau. Dreimal entwischte er uns.
In Paris trieb er es weiter. Das muss aufhören.
Ihr Geschäft ist Politik, das meine ein Café.
Guten Abend, Mr. Blaine.
Sehen Sie, Major, wegen Rick können Sie beruhigt sein.
Vielleicht.
Ja, Monsieur?
- Ich bestellte einen Tisch. Laszlo. - Ja, Monsieur. Hier entlang.
Zwei Cointreaux, bitte.
Niemand entspricht Ugartes Beschreibung.
Wir sollten nicht hierbleiben, Victor.
Wir können nicht weggehen.
Er kann in einem anderen Raum sein.
Sie sehen aus wie ein Paar, das nach Amerika will.
Dort können Sie diesen Ring verkaufen. Ich muss ihn opfern.
- Danke, aber... - Vielleicht für die Dame.
Er ist einzigartig.
Er interessiert mich sehr.
Gut.
Ihr Name?
Berger, Norweger. Zu Ihren Diensten!
Ich treffe Sie an der Bar.
Nein, wir kaufen den Ring nicht.
- Eine Gelegenheit. Wirklich nicht? - So ist es.
- Herr Laszlo? - Ja.
Captain Renault, Polizeipräfekt.
Was wünschen Sie?
Ich heiße Sie in Casablanca willkommen.
Wir haben selten so bedeutende Gäste.
Danke. Ich hoffe, Sie verzeihen mir.
Ihre Regierung war nicht immer so nett.
Darf ich Ihnen Miss Lund vorstellen?
Die schönste Frau Casablancas, sagt man.
Eine rüde Untertreibung.
Sehr liebenswürdig.
- Wollen Sie sich setzen? - Mit Ihrer Erlaubnis.
Den besten Champagner auf meine Rechnung.
Ein kleines Spiel. Sie schreiben die Rechnung, ich zerreiße sie.
Ich habe den Klavierspieler...
...schon irgendwo gesehen.
- Sam? - Ja.
Er kam mit Rick aus Paris.
Rick? Wer ist das?
- Sie sind in Ricks Café und Rick ist... - Ist was?
Er ist der Typ, der... Wäre ich eine Frau...
...würde ich ihn lieben.
Ich bin ein Narr, von einem anderen Mann zu sprechen.
Entschuldigen Sie.
Major.
Darf ich Ihnen Major Strasser vorstellen?
Guten Abend.
Darauf freue ich mich schon lange.
Sie verzeihen, dass ich die Freude nicht teile.
Ich bin Tscheche.
Sie waren Tscheche! Jetzt sind Sie Untertan des deutschen Reiches!
Nein! Übrigens bin ich hier auf französischem Boden.
Darüber möchte ich mit Ihnen sprechen.
Nicht hier und jetzt.
Kommen Sie morgen um 10 Uhr in das Büro des Präfekten.
Mit Mademoiselle.
Captain, ich unterstehe Ihren Anordnungen.
Verlangen Sie, dass wir kommen?
Sagen wir, ich wünsche es. Das klingt besser.
Sehr wohl.
Ein geschickter taktischer Rückzug.
- Diesmal ist es ernst. - Ich fürchte für dich.
Wir waren öfter in Schwierigkeiten.
Ich gehe zu Berger.
- Sei vorsichtig. - Bin ich. Keine Sorge.
Kann ich den Ring noch einmal sehen?
Champagner Cocktail, bitte.
Ich kenne Sie aus den Wochenschauen.
Im Konzentrationslager magert man ab.
Ich las fünfmal, dass Sie getötet wurden.
Wie Sie sehen, stimmte es jedes Mal.
Endlich habe ich Sie gefunden.
Ich suche einen gewissen Ugarte. Er soll mir helfen.
Er kann nichts tun.
Er wurde heute abend verhaftet.
Wegen Mordes.
Ich verstehe.
Wir, die noch frei sind, helfen Ihnen. Wir sind organisiert.
Untergrund, wie überall.
Morgen abend. Treffpunkt im Café du Roi.
Wenn Sie kommen wollen...
Bitten Sie den Pianisten hierher.
Sehr wohl, Mademoiselle.
- Wie geht das Geschäft? - Nicht sehr gut. Rechnung.
Schade, dass Sie die Aufregung hier verpassten.
Ja. Sie entschuldigen mich?
- Meine Rechnung. - Nein. Zwei Champagner-Cocktails.
Ja, Sir.
- Hallo, Sam. - Hallo, Miss Ilsa.
Ich erwartete nicht, Sie je wiederzusehen.
Es ist lange her.
Ja. Vieles ist seither geschehen.
- Spielen Sie die alten Lieder. - Ja, Ma'am.
Wo ist Rick?
Ich sah ihn den ganzen Abend nicht.
Wann kommt er zurück?
Nicht heute abend. Er kommt nicht...
Er ging heim.
Geht er immer so früh?
Niemals... Er trifft ein Mädchen im "Blue Parrot".
Da geht er immer hin.
Sie haben schon geschickter gelogen.
Lassen Sie ihn in Ruhe. Sie bringen ihm Unglück.
Spielen Sie's, um alter Zeiten willen.
Was meinen Sie?
Spielen Sie es, Sam.
Spielen Sie "As Time Goes By".
Ich erinnere mich nicht an die Melodie.
Ich summe sie Ihnen vor.
Singen Sie's, Sam.
Du solltest das doch nie wieder spielen!
Da ist ja Rick! Mademoiselle, darf ich vorstellen...
- Hallo, Ilsa. - Hallo, Rick.
Sie kennen sich schon? Dann kennen Sie auch...
Mr. Laszlo.
- Guten Abend. - Guten Abend.
Man hört viel von Rick in Casablanca.
Von Victor Laszlo hört man überall.
- Trinken Sie etwas? - Rick hat nie...
Gerne.
Das ist noch nie vorgekommen.
Ich bewundere Ihr Café. Gratuliere.
- Ich gratuliere. - Wozu?
Zu Ihrer Arbeit.
Ich tue mein Bestes.
Das tun wir alle. Sie mit Erfolg.
Sie fragte nach Ihnen...
...so dass ich eifersüchtig wurde.
Ich wusste nicht, ob Sie es sind.
- Wir sahen uns... - Im "La Belle Aurore".
Wie schön. Sie erinnern sich.
Als die Deutschen in Paris einmarschierten.
Ein unvergesslicher Tag.
Die Deutschen waren in Grau, Sie in Blau.
Ich habe das Kleid aufgehoben.
Wenn die Deutschen gehen, trage ich es wieder.
Sie werden menschlich, Rick. Das verdanken wir Ihnen.
Leider ist es schon spät.
Wir haben Polizeistunde!
Der Polizeipräfekt sollte danach nicht mehr trinken.
Ich hoffe, wir blieben nicht zu lange.
Das sind meine Gäste.
Auch noch nie vorgekommen! Ein interessanter Abend.
Ich bestelle ein Taxi für Sie.
- Wir kommen wieder. - Jederzeit.
- Grüßen Sie Sam von mir. - Mach' ich.
Niemand spielt "As Time Goes By" so gut wie Sam.
Er spielte es lange nicht mehr.
Gute Nacht.
Gute Nacht.
Was ist dieser Rick für ein Mensch?
Ich weiß nicht. Ich traf ihn oft in Paris.
- Um zehn in meinem Büro. - Wir werden da sein.
Gute Nacht.
Boss?
- Boss? - Ja?
- Gehen Sie nicht schlafen? - Noch nicht.
Gehen Sie nicht bald?
Nie?
Ich bin auch nicht müde.
Dann trink etwas.
- Nein. - Dann nicht.
Gehen wir.
Nein, ich erwarte eine Dame.
Sie werden Unannehmlichkeiten haben.
Sie wird zurückkommen.
Wir gehen fischen.
Wir trinken und bleiben weg, bis sie wieder fort ist.
Schweig! Geh heim!
Nein! Ich bleibe hier!
Sie erwischen Ugarte, und sie kommt rein.
Der eine geht, der andere kommt.
- Sam. - Ja, Boss.
Wenn hier Dezember 1941 ist, wie spät ist es dann in New York?
Was?
Meine Uhr steht.
Sicher schlafen sie in New York.
Sie schlafen in ganz Amerika.
Von allen Kaschemmen dieser Welt kommt sie...
...ausgerechnet in meine!
- Was spielst du? - Was Eigenes.
- Hör auf! Du weißt, was ich hören will. - Nein.
Du spieltest für sie, spiel's für mich.
- Ich weiß nicht... - Wenn sie's erträgt, kann ich es auch!
Spiel es!
Ja, Boss.
Wer bist du wirklich? Was warst du früher?
Was tatest du, was dachtest du?
Wir sagten: "Keine Fragen."
Ich schau dir in die Augen, Kleines!
Einen Franc für deine Gedanken!
In Amerika bringen sie nur einen Penny.
Mehr sind sie wohl auch nicht wert.
Ich bin bereit, sie teuer zu bezahlen.
Sag sie mir...
Ich fragte mich...
...wieso ich das Glück habe, dass du auf mich gewartet hast.
Warum kein Mann in meinem Leben ist?
Das ist einfach. Es gab einen.
Er ist tot.
Verzeih, dass ich fragte.
Ich vergaß: "Keine Fragen."
Nur eine Antwort kann alle Fragen beantworten.
Nichts kann sie aufhalten. Bald sind sie in Paris.
Hier bist du nicht sicher.
Ich bin auf der schwarzen Liste.
Auf ihrer Ehrentafel.
LA BELLE AURORE
Henri hat noch mehr Champagner.
Lieber gießt er ihn weg, als ihn den Deutschen zu überlassen.
Man vergisst dabei die Besetzung.
Das stimmt.
Ich schau dir in die Augen, Kleines.
Ich verstehe nicht gut deutsch.
Es ist die Gestapo.
Sie werden morgen in Paris sein.
Sie sagen, wie wir uns verhalten sollen.
Die Welt stürzt ein, und wir verlieben uns!
Die Zeit ist schlecht gewählt.
Wo warst du vor zehn Jahren?
Vor zehn Jahren?
Lass mich überlegen...
Ich ließ meine Zähne gerade richten. Wo warst du?
Ich suchte Arbeit.
War das Artilleriefeuer?
Oder mein Herzklopfen?
Es ist die deutsche 77. Etwa 35 Meilen entfernt.
Es kommt jede Minute näher.
Trink aus. Wir schaffen die drei Flaschen nie.
Die Deutschen suchen Sie. Sie setzten auf Sie...
...eine Belohnung aus.
Ich hinterließ eine Notiz, wo ich zu finden bin.
Es ist seltsam.
Ich weiß so wenig von dir.
Ich weiß wenig von dir.
Ich weiß nur, dass du deine Zähne hast richten lassen.
Du bist in Gefahr. Du musst Paris verlassen!
Wir beide!
Natürlich. Wir.
Der Zug nach Marseille geht um fünf. Ich hole dich um 4:30 Uhr im Hotel ab.
Nein, nicht in meinem Hotel.
Ich habe Verschiedenes zu tun, bevor ich gehe.
Treffen wir uns am Bahnhof.
Um 4:45 Uhr.
Wir könnten in Marseille heiraten.
So weit plane ich nicht voraus.
Ja, das ist ein wenig zu weit vorausgeplant.
Der Lokführer könnte uns im Zug trauen.
Warum nicht? Schiffskapitäne trauen auch Leute.
Was hast du?
Ich liebe dich so sehr.
Und ich hasse diesen Krieg.
Verrückte Welt! Alles kann passieren!
Wenn du nicht wegkommst...
Wenn wir getrennt würden, wo immer...
...sie dich hinbringen...
...wo immer ich sein werde, sollst du wissen, dass...
Küss mich!
Küss mich, als wäre es das letzte Mal!
Alles einsteigen. Der letzte Zug geht in drei Minuten.
Sahst du sie?
Ich kann sie nicht finden. Sie verließ ihr Hotel.
Dieser Brief wurde gebracht.
Richard, ich kann nicht mit Dir gehen oder Dich jemals wiedersehen.
Frag nicht warum. Glaube mir nur, dass ich Dich liebe.
Gott segne und schütze Dich. Ilsa
Das ist der letzte Aufruf.
Hören Sie?
Kommen Sie Mr. Richard. Kommen Sie.
Rick, ich muss mit dir sprechen.
Das erste Mal, dass ich mit jemandem etwas trinke. Hier.
- Nicht heute abend. - Besonders heute abend.
Warum kamst du ausgerechnet nach Casablanca?
Ich habe doch nicht gewusst, dass du da bist.
Glaub mir. Ich wusste es nicht.
Deine Stimme ist unverändert. Ich kann sie noch hören.
"Liebster Richard, ich gehe mit dir überallhin!"
Ich bitte dich, Rick!
Ich verstehe deine Gefühle.
Du verstehst mich?
Wieviele Tage hatten wir?
- Ich zählte sie nicht. - Ich schon.
Jeden einzelnen.
Ich erinnere mich an den letzten.
Das große Finale. Ein Kerl wartete am Bahnhof...
...mit einem dummen Gesicht und gebrochenem Herzen.
Willst du eine Geschichte hören?
Hat sie ein großes Finale?
Ich weiß noch nicht.
Erzähl, vielleicht fällt es dir ein.
Es kam einmal ein Mädchen von Oslo nach Paris.
Im Haus von Freunden traf sie...
...einen Mann, von dem sie ihr Leben lang gehört hatte.
Ein großer, mutiger Mann.
Er eröffnete ihr eine Welt des Wissens und hoher Ideale.
Alles, was sie wusste und war, verdankte sie ihm.
Sie achtete und verehrte ihn mit einem Gefühl...
...von dem sie glaubte, es sei Liebe.
Ja, sehr hübsch.
Ich hörte einst eine Geschichte. Ich hörte viele.
Sie waren von einem Klavier...
...im Salon begleitet.
Sie fingen an: "Als ich jung war, habe ich einen Mann kennengelernt."
Keine unserer Geschichten war amüsant.
Sag mir...
...für wen hast du mich verlassen?
Laszlo? Oder gab es andere?
Oder bist du eine verschwiegene Frau?
Can't find what you're looking for?
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