All language subtitles for Das.Dreimaederlhaus.1958.GERMAN.dTV

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Original subtitles

Das Dreimäderlhaus mit TELETEXT-Untertiteln

(Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur von Ludwig van Beethoven)

Guten Abend, Herr Baron!

Guten Abend, Josef! Noch niemand da?

Noch nicht. Da kommt Herr von Schwind.

Servus! Sind wir heute die Ersten?

Nur um zwei Nasenlängen.

Der Kupelwieser und der Mayrhofer sind auch schon da.

Servus, meine Herren.

Guten Abend! Bringen Sie mir ein Krügel Bier, sonst verdurste ich!

Sofort, Herr von Mayrhofer.

Der Schubert ist sicher im Beethoven-Konzert.

Dem hat es nicht gefallen.

Er versteht nichts von Musik.

(Bravo-Rufe)

Hast du schon Antwort bekommen vom Verleger Diabelli?

Er war von den Liedern begeistert.

Hofopern-Sänger Vogl soll sie singen.

Der Schubert darf nicht erfahren, dass ich Diabelli kenne.

Sonst glaubt er, der Diabelli kauft die Lieder nur deinetwegen.

Der Franzl kommt.

Grüß dich, Franzl!

Grüß euch!

Wie war es denn?

Niederschmetternd.

Zumindest für mich.

Was gibt es sonst Neues?

Neues eigentlich nix.

Doch! Der Verleger Diabelli hat mir geschrieben, ich soll ihn besuchen.

Er hat einige Lieder von mir gehört.

Großartig!

Das ist ein Grund zum Feiern!

Josef!

Feiern wir nicht zu früh!

Wer weiß, was das für ein Mensch ist, wenn's zum Zahlen kommt.

Er soll ein netter Mensch sein.

Bitte einen Liter Nussberger.

Oh, Herr Diabelli!

Grüß Gott! Ich suche den Herrn Bankier Liebenberg.

Er sitzt dort drüben.

Guten Abend, lieber Freund!

Grüß Gott, Baron!

Guten Abend!

Wer ist das?

Ich weiß nicht. Ich habe ihn irgendwo kennen gelernt.

Wie hat Ihnen das Beethoven-Konzert gefallen?

Entsetzlich. Mir tun jetzt noch die Ohren weh.

Es ist eine Zumutung, dass man sich so etwas anhören soll.

Trotzdem war es ausverkauft. Einen Rostbraten, bitte!

Mit Beilage und ein Glas Wein?

Ohne Beilage. Und ein Glas Bier. Weg!

Das Klavierkonzert hat keinen Aufbau.

Das Ganze ist unverständlich!

Nur Dissonanzen!

Ein Tohuwabohu, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Ich schwör Ihnen, mir verging es!

Verzeihen Sie, ich kenne Sie zwar nicht, aber ich bitte Sie, ...

.. nicht über Dinge zu reden, die Sie nicht verstehen.

Sprechen Sie mit mir?

Ja. Ich war auch im Konzert.

Haben Sie geklatscht?

Nein, ich habe nicht geklatscht!

Wir können zu Beethoven nur stumm hinaufschauen - und niederknien.

Ist das nicht etwas übertrieben?

Nein, ist es nicht!

Dieser Herr ist einer unserer bedeutendsten Musikverleger.

Dann soll er die Musik verlegen, aber nicht kritisieren.

Beruhig dich, Franzl!

Es ist besser, wenn ich gehe.

Du hast noch nichts gegessen.

Mir ist der Appetit vergangen. Grüß euch!

Merken Sie sich: Man muss Ehrfurcht vor der Arbeit und dem Genie haben.

Auch wenn man's nicht kapiert.

Der junge Mann gefällt mir.

Vor 30 Jahren hab ich genauso gesprochen.

Prost!

Auf den Franzl.

Guten Morgen! Womit kann ich Ihnen dienen?

Ich habe einen Brief von Herrn Diabelli und will mit ihm sprechen.

Herr Diabelli hat Besuch.

Wer soll unsere jungen Komponisten fördern, wenn nicht Sie?

Ich will meine Ruhe haben.

Ich lasse Ihnen aber keine Ruhe! Dieser Schubert ist ein Genie!

Ich kann dieses Wort nicht mehr hören.

Aber er ist es! Hier ist ein Stuhl, hier ein Klavier. Setzen Sie sich!

Ich habe keine Zeit.

So viel Zeit müssen Sie sich nehmen.

Ich kann aber nicht!

Ruhe! Singen!

Verzeihung! Bitte singen!

Ich lasse Sie allein. Klopfen Sie, wenn Sie fertig sind.

Ich muss zur Probe ins Theater.

Dann fängt die Probe später an.

Das ist unmöglich.

Hallo! Jetzt hab ich ihn!

Was machst du?

Machen Sie auf!

Den muss man zu seinem Glück zwingen.

Das ist ein Eingriff in die persönliche Freiheit!

Ich möcht wissen, was er macht. Man hört und sieht nichts.

Wie kommen Sie hierher?

Sie sind Herr Diabelli?

Wer soll ich sonst sein? Was wünschen Sie?

Sie haben mich herbestellt.

Ich Sie?

Ja, aber ich verabschiede mich lieber.

Wollen Sie mir nicht vorher sagen, wer Sie sind?

Franz Schubert.

Schubert! Sie kommen wie gerufen! Setzen Sie sich.

Schubert, das freut mich. Ihre Lieder sind großartig.

Ich muss mich entschuldigen. Ich war gestern Abend so aufgeregt.

Ich auch. Sie müssen Beethoven nicht verteidigen.

Ich verehre und liebe ihn genauso wie Sie.

Ich bin schließlich sein Verleger.

Trotzdem war das gestrige Konzert ein Tohuwabohu!

Jetzt reden wir von Ihnen!

Wissen Sie, wen ich Ihretwegen eingesperrt habe?

Den Hofopernsänger Vogl.

Warum denn?

Er wollte Ihre Lieder nicht spielen.

Deshalb mussten Sie ihn einsperren?

Es blieb mir keine andere Wahl.

Gehen Sie hinein und bitten Sie ihn, dass er eines Ihrer Lieder singt.

Wenn er sie nicht gerne singt, soll er sie gar nicht singen.

Die Lieder sind nicht so wichtig. Ich hab hier eine Symphonie.

Großartig, aber ich kann sie nicht brauchen. Ich brauche Ihre Lieder.

Wenn Vogl eines Ihrer Lieder öffentlich singt, sind Sie berühmt.

Und dann ...

(Klaviermusik aus der "Schönen Müllerin")

Hören Sie?

Das ist ein gutes Zeichen.

Er hat wieder aufgehört. Ein schlechtes Zeichen.

Außerdem spielt er es zu schnell.

Spielen Sie es ihm richtig vor.

Erst wenn er meine Lieder gerne singt. Früher nicht.

Ich will Sie mit ihm bekannt machen.

Ich möchte ihn früher auch nicht kennen lernen.

Warum?

Darf ich Sie ein anderes Mal besuchen? Auf Wiedersehen!

♪ Guten Morgen, schöne Müllerin.

Das Tempo ist schon besser. Aber noch immer zu schnell.

Ein komischer Kerl!

Mit dem werde ich mehr Arbeit haben als mit dem da drinnen.

Trotzdem: Den Namen Schubert wird man sich merken müssen.

Glaubst du?

Bestimmt!

♪ Verdrießt dich denn mein Gruß so schwer?

♪ Verstört dich denn mein Blick so sehr?

♪ So muss ich wieder gehen.

♪ So muss ich wieder gehen, wieder gehen.

Habe ich Ihnen zu viel erzählt?

Der junge Mann scheint was zu können.

Franzl, geh mir aus der Sonne!

Servus, Schwind! Was machst denn du da?

Das siehst ja. Ich arbeite.

Du malst das Beethoven-Haus. Sehr schön.

Du bist ein großer Künstler. Ich bin stolz, dass du mein Freund bist.

Auf wen wartest du? Wie heißt sie?

Ich wart auf den Beethoven.

Um diese Zeit geht er immer spazieren.

Ich muss ihm sagen, wie herrlich das Konzert gestern war.

Und wie wundervoll er g'spielt hat.

Da kommt er!

Warum ist er immer so ernst?

Er kommt nie zur Ruhe. In seinem Schädel rumort es immer.

Er ist angeblich schon fast taub.

Wenn der einmal seine Musik nicht mehr hört ...

Sprich ihn an!

Ich kann ihn doch nicht aus seinen Gedanken reißen.

(Kindergeschrei und Schuberts Klavierspiel)

Verschwindets! Keine Ruhe hat man.

Frau Prametzberger!

Frau Prametzberger!

Was ist denn?

Ich werd mich beim Hausherrn beschweren!

Von früh bis abends wird auf dem Klavier herumgetrommelt!

Wieso schreien Sie mit mir?

Sie sind die Hausmeisterin!

Mir g'fallt's.

Und wenn Sie unmusikalisch sind, stopfen Sie sich Watte in die Ohren!

Sie Drachen!

Noch ein Wort, und ich frisier Sie mit meinem Besen!

Ekelhafter Zwerg!

Guten Morgen!

Guten Morgen!

Servus, Buben! Darf ich mitspielen?

Ja.

Ich lege Ihnen den Frühling zu Füßen

Danke schön!

Von mir auch.

Die Blumen sind eine Bestechung, damit ich Herrn Schubert schütze.

Erraten.

Gerade hat sich einer beschwert. Dem hab ich den Kopf g'waschen!

Die Blumen geb ich gleich ins Wasser.

Was spielt er denn da?

Ich kenne es nicht.

Das soll sicher wieder eine Symphonie werden.

Statt dass er sich mit meinen Texten beschäftigt. Aber schön is es.

Sie sind dran!

Entschuldigung!

Ihr seid schon da?

Sei still!

Was Neues.

Das hab ich mir gedacht.

Ich hab ihn getroffen, wie er auf den Beethoven gewartet hat.

Aha.

Servus! Komm, gehen wir essen.

Sollen wir ihn stören?

Warten wir, bis er aufgehört hat.

Da können wir bis morgen warten!

Jetzt hat er aufgehört! Komm, mach dein Gulasch.

Wer hat Paprika und Zwiebeln?

Das habe ich!

Er hat alles. Was hast denn du?

Alle Gewürze.

Ich habe eine besondere Überraschung: ausgezogenen Apfelstrudel.

Der wird schön ausschauen in dem Packerl.

Buben, morgen spielen wir wieder!

Ja!

Servus!

(Klaviermusik)

Wunderbar!

Prachtvoll!

Fantastisch, Franzl.

Ich hab euch nicht kommen gehört.

Es ist herrlich, was du gerade gespielt hast.

Das Schönste, was du bis jetzt komponiert hast.

Vielleicht wird das eine Symphonie.

Diese Symphonie wird dich mit Beethoven auf eine Stufe stellen.

Wieso redets ihr ihm Symphonien ein? Seine Lieder sind doch einmalig.

Schreib eine Oper für ihn, nicht nur Liedertexte.

Hörts auf mit der Oper! Ich hab einen Hunger. Packen wir aus!

Was habts mit'bracht?

Der Schober macht ein Kalbsgulasch.

Schöne Zwieberln hamma da!

Los, an die Arbeit!

Wir brauchen etwas zum Einheizen.

Nehmts meine Noten!

Wir schauen auf dem Dachboden.

Nein!

Ihr habt schon das Nudelbrett von der Nachbarin verheizt.

Das gehört nicht auf den Dachboden.

Kommt, wir gehen!

Der Topf hat ein Loch.

Halt den Finger darauf.

Nimm einen anderen Topf.

Hat uns jemand gesehen?

Kein Mensch.

Hier gibt es allerhand zum Verheizen.

Da ist zum Beispiel ein Rahmen.

Das wäre ein Rahmen für mich, wenn du mich einmal malst.

Ich male dich nicht. Der wird verheizt.

Nein!

Wenn sie nicht bald Holz bringen, haben wir kein Glück mit dem Feuer.

Sie werden schon etwas finden.

Schau, das ist was für uns!

Schau dir die Hendln an! Es ist herzlos, sie hier einzusperren.

Willst du Brat- oder Backhuhn?

Nicht erschlagen!

Euch winkt die Freiheit.

Wir brauchen eure Villa zum Verheizen. Bitte aussteigen!

Eine nach der anderen. Die wollen gar nicht.

Wo habt ihr denn das her?

Frag ned so viel!

Schnell, damit uns die Hausmeisterin nicht sieht!

Ihr müsst nur noch nachlegen.

Wir müssen Kleinholz machen.

Schwind, komm geschwind! Zwiebeln schneiden.

Seid nicht so nervös!

Mach nicht so einen Lärm! Was sollen die Leute sagen?

Spiel Klavier, dann hört man's weniger.

(Laute Klaviermusik)

Frau Prametzberger!

Was wollen S' schon wieder?

Hören Sie den Lärm nicht?

Stopfen Sie sich Watte in die Ohren!

Eine Frechheit!

Kannst schon was anderes spielen. Der Sessel ist schon im Ofen.

Du hast gesagt, du besorgst Paprika.

Ich hab ihn ja.

Hast du ihn vergessen?

Aber nein!

Gib ein bissel hinein.

Viel zu viel!

Was bringst denn du?

Das Essen für den Herrn Schubert.

Iss es selbst! Bring 5 Krügel Bier und 2 Liter Gumpoldskirchner.

Auf meine Rechnung.

Bitte sehr, Herr Kupelwieser.

Aber g'schwind!

Ist das nicht ebenso schön wie eine Symphonie oder Oper?

Mhm. Mein Lieblingslied.

Hilf mir den Tisch decken!

♪ Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum.

♪ Ich träumt' in seinem Schatten so manchen süßen Traum.

♪ Ich schnitt in seine Rinde so manches liebe Wort.

Wollen wir mitsingen?

Ja, singen wir. Kommt schnell her!

♪ Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort.

♪ Die kalten Winde bliesen mir g'rad ins Angesicht.

♪ Der Hut flog mir vom Kopfe, ich wendete mich nicht.

♪ Nun bin ich manche Stunde entfernt von jenem Ort.

♪ Und immer hör ich's rauschen: Du fändest Ruhe dort!

♪ Nun bin ich manche Stunde entfernt von jenem Ort.

♪ Und immer hör ich's rauschen:

♪ Du fändest Ruhe dort!

♪ Du fändest Ruhe dort!

Was riecht denn hier so?

Unser Gulasch!

Um Gottes willen!

Platz, bitte!

Das schöne Gulasch!

Was machen wir jetzt?

Gehen wir zum Heurigen.

Das ist eine Idee!

Das stinkt!

Machen wir das Fenster auf!

Nein, dann krieg ich die Kündigung!

Ziehts euch an, sonst fall ich um vor Hunger.

Frau Prametzberger!

Jetzt ist der schon wieder da!

Was stinkt denn da?

Haben Sie keine Nase? Ein Gulasch.

Na guten Appetit!

Weints ned um das Gulasch, ich möcht einen Wein.

Wohin gehen wir?

Nach Grinzing.

Wieso nicht auf den Nussberg?

Eine gute Idee. Folgt mir. Auf mein Kommando: eins, zwei.

(Sie pfeifen fröhlich im Marschrhythmus.)

Schau, wer da kommt.

Die Franzi!

Die Reserl!

Grüß euch!

Wo kommts denn ihr her?

Von der Tanzprobe. Wohin gehts ihr?

Zum Heurigen. Wollt ihr mitkommen?

Machen wir ihnen die Freude. Wir haben ohnehin nichts vor.

Fein! Dann gehen wir, meine Damen!

(Schrammel-Musik)

(Sie grüßen und reden durcheinander.)

Grüß Gott! Was darf ich bringen?

Tinte und eine Feder.

Tint'n und Feder?

Nein, ich hol's mir selber.

Ist dir was eingefallen?

Ich will den Text vertonen, den du mir gestern gegeben hast.

Was wünschen die Herrschaften sonst?

Wein. Und was wollen wir essen?

Ein Backhenderl!

Und Brathenderl!

Warum hat der Schubert noch nie ein Liebeslied g'schrieben?

Weil man für ein Liebeslied verliebt sein muss.

Na, du!

Pardon, die Leidenschaft!

Da sieht man, dass wir Frauen doch zu etwas gut sind:

Wenn wir nicht wären, gäb's keine Liebeslieder.

Wir müssten etwas unternehmen, damit der Franzl sich richtig verliebt.

Wie wollt ihr das machen?

Ich wüsste ein Mädel: die Hannerl aus dem Dreimäderlhaus.

Warum gerade die Hannerl?

Gefällt sie dir nicht?

Sie ist das reizendste Mädel, das ich kenne.

Der ist selbst verliebt in sie.

Er findet 100 andere. Mit der Hannerl könnte der Franzl glücklich werden.

Das willst du doch auch.

Ganz bestimmt.

Machen wir nächsten Sonntag mit den 3 Schwestern eine Landpartie!

Dürfen wir da auch mit?

Selbstverständlich.

Da kommt der Franzl schon!

Machts wieder Musik!

Schau, ob es dir g'fallt.

Ich hebe es mir für später auf. Jetzt kommen die Henderln!

Wer mag Backhenderl, wer mag Brathenderl?

Das machen wir, das machen wir.

Was machen wir?

Einen gemeinsamen Ausflug.

Ihr müsst ein paar Damen mitnehmen.

Ned dass wir wieder fünf Herren und zwei Damen sind!

Wir nehmen 5 Mäderln mit: Franzi, Reserl, Hederl, Heiderl, Hannerl.

Wer ist denn das?

Reizende Mäderln.

Nimm mir nicht mein Haxerl weg.

Gib mir dafür deine Brust.

Wann machen wir den Ausflug?

Nächsten Sonntag.

♪ Horch, horch, die Lerch' im Ätherblau!

Die Herren sind schon da!

Schon?

Wieso sind sie schon da?

Sie bringen ein Ständchen.

Das müssen wir uns anhören!

Wo singen s' denn?

Im Haustor!

♪ Du süße Maid, steh auf!

Wir kommen gleich!

♪ Du süße Maid, steh auf!

Wer ist der mit der Brille?

Der Schubert.

Das ist der Schubert?

♪ Steh auf, steh auf!

Guten Morgen!

Jessas Maria und Josef!

Verzeihen Sie, dass ich so unangemeldet eingetreten bin!

Es war niemand da, um mich anzumelden.

Bist du narrisch g'worden?

Der Herr Schober!

Ich wollte die gnädige Frau sprechen

Sie ist im Salon.

Danke schön.

Ich wusste nicht, dass er plötzlich hinter mir steht.

Zieh dich an! Schnell!

Kommen Sie herein, lieber Baron Schober!

Ich bin so frei.

Danke sehr.

Komm schnell!

Auf einmal steht der Herr Baron mitten im Zimmer!

Entschuldigen Sie! Ich hab geläutet, aber niemand hat mir aufgemacht.

Dann hab ich mich in der Tür geirrt.

Das kann passieren. Guten Morgen!

Ich hätt mir nicht träumen lassen, dass ich den Schubert kennen lern!

Du freust dich mehr auf den Schober!

Aber geh!

Tu nicht so scheinheilig!

Das ist eine Verleumdung! Ich hör ihn gern singen.

Er hat eine schöne Stimme.

Damit ihr mir glaubt, schau ich ihn den ganzen Tag nicht mehr an.

Da bin ich neugierig.

Woher kennst du den Schubert?

Durch den Schwind.

Ich hab ihn mir anders vorg'stellt.

Der Schober gefällt dir doch besser!

Hör auf mit dem Schober!

Meine Knöpfe sind noch offen.

Ich mach sie dir zu.

Lauf mir nicht davon!

Bleib stehen!

Was treibt ihr denn da?

Beeilt euch, die warten schon so lange.

Wie es da wieder ausschaut!

Wenn sich drei anziehen!

Eine Landpartie mit fremden Männern ist gefährlich.

Was soll ich machen, wenn mein Bräutigam in Linz wohnt?

Mein Bräutigam hat gesagt, Künstler sind ihm zu langweilig.

So dumm kann nur dein Bräutigam reden.

Lass mich zum Spiegel!

Ich heirate nur einen Künstler.

Zum Heiraten hast du aber noch Zeit.

Da ist dein Ketterl.

Bitte Mama, gib mir's um!

Wo ist der Putzi? Ich will ihn mitnehmen.

Lass ihn zu Haus!

Der braucht auch frische Luft.

So hol ihn doch!

Küss die Hand, Mama!

Wiederschaun! Sag dem Vater Adieu!

Auf Wiedersehen!

Wiederschaun!

Hannerl, du bist die Vernünftigste. Pass auf die zwei auf.

Du kannst dich auf mich verlassen.

Die Heiderl und die Hederl machen den Männern gern schöne Augen.

Ja, ich auch.

Was?

Ich weiß, dass sie gern schöne Augen machen. Ich werd auf sie aufpassen.

Mein Ridikül!

Da!

Und mein Schirm!

Wo ist er? Da ist er.

Hast du Handschuhe?

Nein!

Hier sind welche. Wiedersehen!

Fall nicht vom Wagen!

♪ Lieder vom Wienerwald gibt's nur ein paar.

♪ Das kennt man bei Jung und Alt, liebt's überall.

Machts nicht so ein Aufsehen!

Die Leut schauen schon aus dem Fenster!

♪ Lieder vom Wienerwald gibt's nur ein paar.

♪ Das kennt man bei Jung und Alt, liebt's überall.

♪ Schaut aus dem Aug schon der Spitzbub heraus, ...

♪ .. so ist's ein Mäderl vom Dreimäderlhaus.

Jetzt steigt aber ein!

Haben wir alle Platz?

Es kommen noch zwei Damen.

Wer denn?

Die Franzi und die Resi vom Kärntnertor-Theater.

Darf ich vorstellen: Die Kleinste aus dem Dreimäderlhaus, Hannerl Tschöll.

Und der Größte aus unserem Quintett, Franz Schubert.

Freut mich sehr, Herr Schubert!

Einsteigen!

Au!

Los, fahr'ma!

Feige Memme!

Mein Stahl durchbohrt dich!

Wo bist du?

Steigt nicht ein! Wir gehen alle ein bissel zu Fuß.

Friede?

Hat er dir wehgetan?

Wo ist denn der Hund?

Putzi!

Ja?

Nicht du. Der Hund.

Wo ist das Viecherl?

Vielleicht ist er mit euch aus dem Wagen gesprungen.

Ich wollte ihn nicht mitnehmen.

Vielleicht ist er dort drüben?

Gehen wir hinunter!

Da ist er ja! Halt!

Wir haben ihn!

Putzilein!

Und jetzt alles mir nach!

Wohin gehen wir?

Ich glaub, das mit dem Franzl klappt.

Ich kenne alle Ihre Lieder.

Alle kenne nicht einmal ich!

Die meisten spiele ich auf dem Klavier auswendig.

Sie spielen Klavier?

Ich lerne. Unterrichten Sie Klavier?

Vom Komponieren kann man nicht leben - wenn Verleger knausrig sind ...

Sind sie oft knausrig?

Meistens.

Fräulein Tschöll ...

Sagen Sie nicht Fräulein Tschöll zu mir!

Was soll ich sonst sagen?

Hannerl.

Hannerl?

Hannerl ...

Was wollten Sie sagen?

Ich hab's vergessen.

Christian!

Christian!

Was ist denn?

Was Furchtbares! Der Bräutigam von der Heiderl ist gekommen.

Was soll ich mit ihm machen?

Mir einen Rat geben!

Ich kann ihm nicht sagen, dass sie mit fremden Menschen auf Landpartie ist.

Red du mit ihm!

Ich war gegen die Landpartie. Du hast gesagt, es ist nichts dabei.

Es ist auch nichts dabei.

Na also!

Der Bräutigam vom Fräulein Hederl ist auch da.

Jessas, der auch noch!

Wo ist er?

Im Salon.

Da hat der andere Gesellschaft.

Jetzt schnarcht der schon wieder!

Christian! Zum Donnerwetter, steh auf! Was wirst du ihnen sagen?

Wem?

Dem Andreas und dem Ferdinand.

Was, die san da?

Ich hab dir doch ...

Mir wird schon was einfallen. Reg di ned auf wegen die zwei Buben.

Buben? Das sind die zukünftigen Ehemänner unserer Töchter.

Es gibt nicht so viele heiratsfähige Männer.

Solche wie die finden meine Töchter immer.

Die Mistbuben bringen mich um meine Sonntagsruhe.

Das ist eine freudige Überraschung!

Küss die Hand!

Wie geht es euch? Setzt euch.

Gut.

Ist die Hederl nicht zu Hause?

Und die Heiderl?

Ja, wo san denn die Maderln?

Weißt du es nicht, Schatzerl?

Ich? Wie soll denn ich das wissen?

Du als Mutter musst es wissen.

Was haben sie g'sagt? Ich glaub, sie machen eine Landpartie.

Eine Landpartie?

Jetzt fällt es mir wieder ein.

Die Hederl hat dir doch gesagt, du sollst mitkommen.

Aber du hast g'sagt, die Künstler sind dir zu fad.

Mit Künstlern macht die Heiderl eine Landpartie?

Da ist nichts dabei.

Sie kann nicht die ganze Zeit warten, bis du aus Linz nach Wien kommst.

Sei froh, dass Künstler sie an die frische Luft führen!

♪ Unter einem Fliederbaum, ja, da sitzt man schön.

♪ Durch den dichten Maienraum süße Düfte wehen.

♪ Herz, mein Herz, was wünschst du dir? Sag's zu dieser Stund!

♪ Tu den lieben Freunden hier deine Wünsche kund.

♪ Ich möcht einen Wein vom Rhein, so alt wie die Welt müsst er sein.

♪ Ich wünsche mir lieber ein Flügelpaar, zu reisen das ganze Jahr.

♪ Ich möchte gerne der Rubens sein. Er sollte mir all seine Farben leihn.

♪ Wir bleiben Freunde, genau wie bisher. Was brauchen wir mehr?

♪ Ihr habt ja das Beste vergessen: das Trinken, das Reisen, das Essen.

Wieso salzt du so viel?

Weil ich so verliebt bin.

♪ Es soll der Frühling mir künden, wo werd ich sie finden?

♪ Wann neigt sich die eine, die Feine, mir zu?

♪ Und trägt am schwellenden Mieder sie blühenden Flieder, ...

♪ .. sag immer ich wieder: Mein Frühling bist du.

♪ Es soll der Frühling mir künden, wo werd ich sie finden?

♪ Wann neigt sich die eine, die Feine, mir zu?

♪ Und trägt am schwellenden Mieder sie blühenden Flieder, ...

♪ .. sag immer ich wieder: Mein Frühling bist du.

Guten Morgen, Papschi!

So hoher Besuch in der Früh. Das hat bestimmt etwas zu bedeuten.

Ich besuch dich doch öfters.

Aber du hast Recht. Ich hab eine große Bitte. Sagst du Ja?

Erst muss ich sie hören.

Sag Ja!

Ich muss es erst hören!

Ich möcht beim Herrn Schubert Klavier-Unterricht nehmen.

Das ist eine gescheite Idee.

Du bist einverstanden?

Natürlich! Ich habe das Glasschleifen auch bei einem Künstler gelernt.

Du bist der beste und gescheiteste Papschi in Wien!

Was darf ich dem Herrn Schubert zahlen für eine Stunde?

Wenn er mir überhaupt eine gibt.

Warum soll er dir keine geben?

Das hängt von den Verlegern ab.

Von den Verlegenen? Das versteh i ned.

Aber sagen wir: 3 Cognac- und 6 Wassergläser.

Du rechnest immer in Glaserln!

Weil's die beste Währung ist.

Meine Gläser haben sogar die Inflation überstanden.

Sagen wir: 16 Champagner-Gläser?

Das werden aber teure Klavierstunden.

Für den Herrn Schubert!

Ah, so?

Grüß Gott!

Grüß Gott!

Bitte, wohnt hier der Herr ...?

Ich höre ihn schon.

Ah, der Herr Schubert.

Ja!

(Sie räuspert sich.)

Wer ist da?

Ich!

Wer?

Hannerl.

Grüß Gott!

Einen Moment, bitte!

Bitte schön. Entschuldigen Sie, dass es so lang gedauert hat.

Störe ich Sie sehr?

Nein, im Gegenteil. Bitte! Sie dürfen sich nur ned umschauen.

Nein, ich schau mich nicht um.

Ich bin heut noch nicht zum Aufräumen gekommen.

Das macht nix.

Es war schön, was Sie g'spielt haben.

Am liebsten hätt ich mich auf die Stiegen g'setzt und weiter zug'hört.

Es ist mir lieber, dass Sie da sind.

Wie ist das? Wie fällt einem so etwas ein?

Das ist eine dumme Frage. Das weiß man wahrscheinlich nicht.

Ja, das weiß man nie so genau.

Aber bei dieser Symphonie weiß ich es.

Sie ist aus einem tiefen Gefühl entstanden.

Aus glühender Verehrung und aus Demut.

Vor einer Frau?

Vor dem Größten unter uns: Beethoven.

Wollen Sie nicht Platz nehmen?

Da?

Bitte.

Sind die Verleger im Augenblick recht knausrig?

Die Verleger sind immer knausrig.

Da hab ich ja Glück!

Wieso?

Ich bin hergekommen, weil ich möcht, dass Sie mir Klavierunterricht geben.

Ich Ihnen?

Ja.

Mit tausend Freuden! Wie lang lernen Sie schon?

Vier Jahre.

Vier Jahre! Und wo?

Bei meiner Gesangslehrerin.

Singen können Sie auch?

Wir singen alle: der Vater, die Mutter, die Schwestern.

Wir sind eine musikalische Familie.

Spielen Sie mir etwas vor, damit ich seh, wie weit Sie sind!

Gern.

Was soll ich denn spielen?

Was Sie wollen.

Darf ich etwas von Ihnen spielen?

Aber natürlich!

Die A-Dur-Sonate?

Großartig. Bitte.

(Sie spielt schnell und eintönig.)

Moment.

War's sehr schlecht?

Nein, sogar sehr brav im Anschlag und in der Technik.

Aber es kommt vor allem auf das Gefühl an.

Darf ich Ihnen diese Stelle vorspielen?

Bitte!

Haben Sie den Unterschied gehört?

Sie sind ja der Schubert.

Wollen Sie es noch einmal probieren?

Großartig!

Sie haben eine ausgezeichnete Auffassungsgabe!

Sie sind eine kleine Künstlerin!

Ich hab vergessen, Sie zu fragen, wie viel ich für eine Stunde zahlen muss.

Ich lass mir für das Glück, Sie sehen zu dürfen, nichts zahlen!

Dann muss der Vater mit Ihnen sprechen.

Du hast ihr erlaubt, dass sie beim Schubert Klavierstunden nimmt?

Noch dazu in seiner Wohnung?

Warum nicht? Entweder man hat Vertrauen zur Tochter oder nicht.

Ich hab Vertrauen.

Wenn es stimmt, was du immer behauptest, ...

.. dass deine Mädeln dein Temperament haben, dann habe ich wenig Vertrauen!

Sie haben nicht nur mein Temperament, sondern auch deinen Charakter.

Ich bin froh, dass Heiderl und Hederl bald unter die Haube kommen.

Dann habe ich zwei Sorgen weniger.

Seien wir froh, dass wir die drei Sorgen noch im Haus haben!

Wenn wir die nicht mehr haben, wird's still und traurig im Dreimäderlhaus.

Hast Recht, aber ein bisserl strenger könntest du mit deinen Töchtern sein.

Du lässt mich immer allein schimpfen! Ich weiß, du machst es absichtlich!

Du bist der liebe Papa - und ich bin der wilde Mann.

Ach, geh!

Baron Schober!

Grüß Gott!

Grüß Gott. Woher kommen Sie?

Raten Sie!

Wenn man so glücklich aussieht, kommt man vom ersten Rendezvous.

Falsch! Man kommt aus der ersten Klavierstunde.

Wissen Sie, wer mein Lehrer ist?

Nein.

Der Herr Franz Schubert.

Da wird sich der Franzl freuen.

ICH freu mich. Begleiten Sie mich?

Gerne.

Ich verehre Herrn Schubert sehr.

Seine Lieder sind für mich das Schönste, was es gibt.

Auch als Mensch ist er so nett.

Das wissen Sie ja. Sie sind sein bester Freund.

Ich hab ihn gern wie einen Bruder. Heut ist ein großer Tag für ihn.

Abgesehen davon, dass er Ihnen heute die erste Klavierstunde geben durfte

Heute entscheidet sich sein Leben - zumindest seine Karriere.

Wieso? Was ist heute?

Der Hofopernsänger Vogl singt erstmals öffentlich seine Lieder.

Wirklich? Wo denn?

Im Palais des Fürsten Esterházy. Ein Erfolg wäre wunderbar.

Guten Abend, lieber Freund!

Ich freue mich, Meister Vogl, dass Sie uns das Vergnügen machen.

Durchlaucht, ich bin immer glücklich, wenn ich kommen darf.

Ich warte schon auf Sie.

Komme ich zu spät?

Herr Vogl lässt Ihnen sagen, dass er Sie heute nicht braucht.

Er wird nicht singen. Er ist heiser.

Das hab ich nicht bemerkt. Ich hab vor einer Stunde mit ihm probiert.

Wahrscheinlich haben Sie zu viel probiert. Ihr Honorar bekommen Sie.

Verbindlichen Dank. Ich wünsche ihm baldige Besserung.

Ich werde es ihm ausrichten.

Meine Verehrung.

Halt, wohin? Dort!

Weg!

Ist der Pianist noch nicht da?

Er kann Sie heute nicht begleiten. Er hat Fingerschmerzen.

Ich hab noch vor einer Stunde mit ihm probiert!

Wahrscheinlich zu viel. Ich habe schon Ersatz bestellt.

Wer weiß, wie der begleitet!

Großartig! Der Komponist selbst.

Ohne Probe?! Ich weiß nicht einmal, welche Tempi er nimmt!

Er nimmt die richtigen Tempi. Deswegen habe ich ihn hergebeten.

Er sagt, Sie singen seine Lieder viel zu schnell.

Was tu ich?

Sie singen viel zu schnell.

Eine Unverfrorenheit!

Ja, aber er hat nicht Unrecht. Sie singen ein bisschen zu schnell.

Ich singe, wie ich will. Jetzt singe ich überhaupt nicht.

Bravo!

Beruhigen Sie sich.

Ein Herr will Sie sprechen.

Der Schubert! Ich bring ihn her.

Geben Sie sich keine Mühe!

Ich bringe ihn trotzdem.

Herr Diabelli kommt schon.

Danke.

Da sind Sie ja!

Entschuldigen Sie, Herr Diabelli.

Was suchen Sie?

Ich hab meine Handschuhe vergessen.

Sie brauchen nur Ihre Hände. Und die haben Sie mitgebracht.

Alles, was Rang und Namen hat, ist gekommen, um Sie zu hören.

Welche Symphonie soll ich spielen? Die c-moll oder die B-Dur?

Beide.

Beide, aber nicht heute.

Heute müssen Sie ein Lied spielen.

Sie haben mir versprochen, dass ich eine Symphonie spielen darf.

Das war eine kleine List von mir.

Zufällig will Opernsänger Vogl eines Ihrer Lieder singen.

Ohne Probe?

Er freut sich schon auf Sie.

Ohne Probe mach ich so etwas nicht.

Solche Dickschädel wie euch habe ich noch nie gesehen.

Zu blöd ist das!

Niemand kann Ihre Lieder so gut singen wie Vogl.

Und niemand kann für den Vogl so gut schreiben wie Sie.

Möglich, aber ich geh. Guten Abend!

Bleiben Sie doch!

Herr Diabelli, was ist denn los?

Der Herr Hofopernsänger Vogl sagt plötzlich, er will nicht singen.

Es wird alles in Ordnung kommen.

Darf ich vorstellen? Das ist der Liederkomponist Franz Schubert.

Ich habe Eurer Durchlaucht schon von ihm erzählt.

Ich begrüße Sie in meinem Hause!

Ich hoffe, Sie werden viele Freunde hier finden.

Darf ich Sie zu meinen Gästen bitten?

Meine lieben Freunde!

Ich stelle Ihnen einen jungen Komponisten vor: Franz Schubert!

Ich freue mich sehr, Herr Schubert.

(Er stellt Schubert auf Ungarisch vor:)

Schubert Ferenc!

Unser lieber Meister Vogl wird einige seiner Lieder vortragen.

Verzeihung, Durchlaucht ...

Sollte man nicht zuerst die beiden Künstler miteinander bekannt machen?

Sie kennen einander noch nicht?

Es ist mir eine doppelte Freude: Herr Franz Schubert.

Herr Hofopernsänger Johann Michael Vogl.

Darf ich bitten?

Hier sind die Noten.

Glück auf!

Diese Stelle nehme ich piano, hier werde ich etwas schneller.

Ich nehme alles so, wie es gehört. Auch das Tempo.

Ich singe das Lied 'An die Musik' von Franz Schubert.

♪ O holde Kunst, in wieviel grauen Stunden, ...

♪ .. wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt', ..

♪ .. hast du mein Herz zu warmer Lieb entzunden?

♪ Hast mich in eine bess're Welt entrückt.

♪ In eine bess're Welt entrückt.

Die Monogramme habe ich in die Servietten gestickt.

Danke, Mama! Schön.

Hier habe ich eine Liste, wen wir zu eurer Hochzeit einladen müssen.

Es sind schon 30 Personen.

Es werden noch viel mehr sein!

Wir haben gestern noch Schubert, Schwind und Mayrhofer eingeladen.

Und Kupelwieser und Schober!

Ihr ladet ganz Wien ein! Es haben nicht alle Platz in der Wohnung.

Es wird schon gehen.

Wir werden zusammenrücken.

Näh an deiner Ausstattung!

Du willst zur selben Zeit heiraten wie die Heiderl.

Ich näh schneller als sie. Ich werd rechtzeitig fertig.

Da bin ich neugierig.

♪ Lass singen, Gesell, lass rauschen, und wand're fröhlich nach.

♪ Es gehn ja Mühlenräder in jedem klaren Bach.

♪ Lass singen, Gesell, lass rauschen, und wand're fröhlich nach.

Zauberhaft hat er gesungen!

Ich danke Ihnen, Meister Vogl. Es war wirklich wunderbar!

Ich gratuliere Ihnen. Sie haben gesiegt.

Na, hab ich Recht gehabt?

Ausnahmsweise.

War es wieder zu schnell?

Nein, jetzt war's richtig.

Sie haben wundervoll gesungen. Ich bin ganz begeistert.

Und ich bin begeistert von Ihren Liedern.

Ich hoffe, dass wir Freunde werden.

Ich auch.

Endlich! Das war eine Arbeit mit zwei solchen Dickschädeln!

♪ Was Schöneres könnt sein als ein Wienerlied?

♪ Was jauchzt so im Herzen und geht ins G'müt?

♪ Was stimmt uns so fröhlich, ob arm, ob reich?

♪ Und macht uns den Engeln im Himmel gleich?

♪ Das singende, klingende, Fröhlichkeit bringende, ...

♪ .. Herzen bezwingende Lied aus Wien.

♪ Das singende, klingende, Fröhlichkeit bringende, ...

♪ .. Herzen bezwingende Lied aus Wien.

Das hat sie beim Herrn Schubert einstudiert.

Welchen Einfluss eine Klavierstunde hat, wenn der Lehrer ein Genie ist.

Und wenn die Schülerin in das Genie verliebt ist.

Sie ist in den Schober verliebt. Sie hört ihn so gerne singen.

Sie strahlt, wenn sie ein Schubert-Lied spielt.

Sie liebt die Lieder von Schubert und die Stimme von Schober.

Heiderl, komm!

So komm doch!

Soll ich die Hannerl holen?

Nein, die Eltern sind doch da.

Servus, Franzl!

Der is ned da. Im Bett ist er auch nicht.

Hier hat er etwas aufgeschrieben.

'Lauf zum Diabelli, Geld holen. Wer will, soll warten.'

Da ist was Neues!

Zeig her!

Ich glaube, unser Plan ist geglückt: Der Franzl ist verliebt.

Sein erstes Liebeslied!

"Leise flehen meine Lieder durch die Nacht zu dir."

Großartig!

Sing es uns vor, Schober!

Der Mayrhofer soll es vorspielen.

(Sie flüstern.)

Sei bitte nicht bös!

Wir haben vergessen, dass du selber die Hannerl so gern hast.

Sag nix, wir wissen es alle.

Wir haben dich bewundert, ...

.. dass du der Hannerl gegenüber den Gleichgültigen g'spielt hast.

Dem Franzl zuliebe.

Da haben wir g'sehn, was du für ein Freund bist.

Komm, schauen wir nach, was der Franzl g'schrieben hat.

♪ Leise flehen meine Lieder ...

Sie waren fort? Ich hab 'glaubt, ich hör Sie Klavier spielen.

♪ In den stillen Hain hernieder, Liebchen, komm zu mir!

♪ Flüsternd schlanke Wipfel rauschen in des Mondes Licht.

♪ In des Mondes Licht!

♪ In des Mondes Licht!

♪ Des Verräters feindlich Lauschen fürchte, Holde, nicht!

♪ Fürchte, Holde, nicht!

Franzl!

Wir sind begeistert.

Du hast auch schön gesungen, Schober

Aber das Lied war nicht für euch bestimmt.

Dieses Lied ist himmlisch.

Es macht mir keine Freude mehr.

Du wirst doch diese Noten nicht zerreißen!

Wir wissen, für wen du es geschrieben hast.

Es gehört keiner Einzigen, sondern der ganzen Welt.

Wir freuen uns mit dir, dass du so glücklich bist.

Ich weiß, es ist nicht bös gemeint.

Ich bin neugierig, was Kupelwieser zu dem Lied sagen wird.

Wo ist er?

Bei der Generalprobe vom Fidelio.

Morgen ist Premiere. Sie ist seit Tagen ausverkauft.

Nicht eine Karte zu kriegen.

Woher hast du die Karten?

Die habe ich vor Wochen bestellt.

Deswegen hast du Geld geholt!

Du hast die Spendierhosen an! Wir können uns gleich revanchieren.

Wir haben Wein mitgebracht.

Einen Nussberger?

Ich hole ihn aus der Küche.

Bring die Gläser mit!

Jawohl, Herr Krösus!

Die Neu-Einstudierung des 'Fidelio' soll großartig sein.

Ich freue mich sehr darauf.

(Ausschnitt aus der Oper 'Fidelio' von Ludwig van Beethoven)

Zu früh!

Hat Beethoven nicht gehört, dass der Tenor falsch eingesetzt hat?

Er hört leider überhaupt nichts mehr.

(Er dirigiert weiter, obwohl die Musik verstummt ist.)

Aus.

Zu Ende.

Von Anfang an.

Wie schaust du aus, Kupelwieser? Du bist ja ganz verstört!

Ich komm von der Generalprobe.

Der Beethoven musste zu dirigieren aufhören. Er ist vollkommen taub.

Diesen Tag habe ich schon lange gefürchtet.

Wie hat er es aufgenommen?

"Aus", hat er g'sagt, "es ist zu End"

Das ist grausam.

Spiel weiter, Franzl!

Nein, es ist besser, wenn wir ihn allein lassen. Gehen wir!

Schreib diese wunderbare Symphonie zu Ende!

Aus.

Zu Ende.

Das Ehepaar Tschöll lebe hoch!

Hoch! Hoch!

Ich bin gerührt, dass ihr mich hochleben lasst.

Aber die Hochrufe gebühren heute den Bräuten.

Sie sind nicht da. Deswegen können wir nicht mit ihnen anstoßen.

Da hat er Recht. Wo sind die Mädeln? Ich meine, die jungen Frauen?

Sie machen sich fertig. Ich schau nach.

Soll ich das auch mitnehmen?

Natürlich. Da hinein.

Ich bin wirklich froh, dass Sie meine Hannerl unterrichten.

Das freut mich auch.

Sie sind nicht nur ein Lehrer, sondern auch Freund unseres Hauses.

Das ist eine hohe Auszeichung für mich.

Sie sollen sich hier wie zu Hause fühlen. Auch jetzt schon.

Auch jetzt schon?

Ich will nichts gesagt haben.

Aber ein Vaterauge sieht oft schärfer als ein Mutterauge.

Wenn das Hannerl mir Ihre Lieder am Klavier vorspielt ...

.. und von Ihnen erzählt, dann merkt man Verschiedenes.

Glauben Sie, ich bedeute ihr mehr als ein gewöhnlicher Klavierlehrer?

Haben Sie das Hannerl nie g'fragt, ob sie Sie gern hat?

Nein. Vielleicht aus Angst, dass sie mir Nein sagen könnte.

Dann wären alle meine Hoffnungen zerstört.

Wenn ich ein Glas schleifen will, habe ich auch Angst, dass es bricht.

Aber ich muss es auf gut Glück versuchen!

Sie haben Recht. Ich werde es versuchen - auf gut Glück.

Ich weiß noch nicht, wie. Aber es wird mir etwas einfallen.

Papschi, die Italien-Reisenden wollen dir Adieu sagen!

Leb wohl, Vater!

Küss die Hand, Vater! Bleib g'sund!

Und arbeit nicht zu viel!

Vergiss uns nicht!

Dasselbe wollt ich euch sagen.

Aber während der Flitterwochen könnts uns vergessen.

Schaut euch Venedig und eure Männer an. Und fallt nicht in die Lagunen!

Nach den Flitterwochen denkt wieder an eure Eltern!

Wo sind unsere Männer?

Da!

Die sitzen noch da!

Und meiner isst noch!

Wir warten schon auf euch!

Dann gehen wir, meine Herrschaften!

Machen wir Spalier!

Den nehme ich mit zum Frühstück.

Küss die Hand, Mama!

Küss die Hand, leb wohl!

Gott schütze euch, Kinder.

Danke, dass du so lieb zu uns warst.

Packen Sie mir die Torte ein. Ich hole sie mir dann ab.

Machen Sie zwei Packerln! Die Hälfte gehört mir.

Ist recht.

Du hast meinen Hut auf.

Entschuldige, das ist mein Hut! Der kennt seinen eigenen Hut ned!

Leb wohl, Kathi!

Küss die Hand, Fräulein!

Nein, gnä' Frau!

Für uns werden sie immer die Hederl und die Heiderl bleiben.

Wein nicht, wir gehen winken.

Weints nicht! Seids froh, dass ihr unter die Haube kommen seids!

Gute Reise!

♪ Wer 's Mädel freit in schöner Zeit, der hat es nie noch bereut.

♪ Im Maienblüt die Liebe glüht, ein Frühlingstraum uns durchzieht.

♪ Die Äuglein blau wie Himmelstau, nur Englein haben so ein G'schau.

♪ Du bleibst mein, ich bleib dein, und immer soll es so sein!

Ach ja!

Bitte seufz nicht! Ich kann es nicht hören.

Jetzt wird's ruhig werden im Dreimäderlhaus.

Warum soll es ruhig werden? Hannerl und ich sind auch noch da.

Ach ja!

Schon wieder geseufzt.

Was soll ich machen?

Alles, nur ned seufzen! Ich kann's ned hören.

Räumts den Tisch ab!

Wir san schon dabei, gnä' Frau.

Jetzt sind sie fort, die Glücklichen.

Warum sollten sie da bleiben?

Ach ja!

Fangst du auch noch an?

Spiel was Lustiges, damit wir auf andere Gedanken kommen.

Aber Papa, ich kann ...

Setz dich nieder und spiel!!!

(Sie spielt eine Schubert-Melodie.)

(Er seufzt.)

Ihr steckts einen an mit eurer Seufzerei.

Ich geh ins Wirtshaus.

Christian! Heute kannst du mich nicht allein lassen.

(Mutter:) Ob die zwei glücklich werden?

Für die ersten 14 Tag garantier ich. Darum musst du ned traurig sein.

Wir haben es genauso gemacht!

Wenn die Kinder groß werden, fliegen sie aus und bauen sich ihr Nest.

Ja, ja.

Schön war die Hochzeit, Fräulein Hannerl.

Fräulein Hederl war so schön!

Aber das Fräulein Heiderl auch.

Ja, aber am schönsten waren Sie.

Der Herr Baron Schober hat Sie immer so verliebt ang'schaut.

Was hat er?

Ich hab's g'sehn. Sie doch auch?

Ja.

Das hätte ich auch bemerken müssen.

Er hat wegg'schaut, wenn Sie hing'schaut haben.

Wenn Sie wegg'schaut haben, hat er Sie wieder so ang'schaut.

Aber geh!

Servus, Franzl!

Da bist du endlich. Servus! Lieb von dir, dass du gekommen bist.

Was ist los? Du hast zu mir geschickt, ...

.. ich soll meinen Frack anziehen - also da bin ich.

Wie gefällt dir mein neues Lied?

Ich hab es schon so oft gesungen, ich kann es schon auswendig.

Ja? Kannst du den Text auch?

Natürlich. Wo gehen wir hin? Wo soll ich es singen?

Wir sind heute Abend eingeladen.

Beim Tschöll.

Beim Tschöll?

Du weißt, dass ich die Hannerl sehr gern mag.

Natürlich.

Ich hab noch nie den Mut gefunden, es ihr zu sagen.

Warum nicht?

Du weißt, wie ich bin.

Ich hab alles, was ich fühle und für sie empfinde, in dieses Lied gelegt.

Ich möchte dich bitten, es für mich zu singen.

Ich? Kannst du es nicht selber singen?

Ich bring vor Aufregung keinen Ton heraus.

Ich tue dir jeden Gefallen ...

Bitte! Du weißt, wie wichtig es für mich ist.

Wenn du es unbedingt willst.

Du bist ein guter Freund. Danke! Wir müssen uns beeilen.

(Türglocke)

Ich mach schon auf.

Der Besuch ist schon da! Tragen S' die Schürze in die Küche!

Grüß Gott!

Nicht bös sein, dass wir zu früh gekommen sind!

Das macht nichts. Ich freu mich.

Grüß Gott!

Der ist für die Frau Mama.

Und der ist für Sie.

Danke schön! Vater ist noch nicht zu Hause, Mutter in der Küche.

Dann haben wir Zeit, Ihnen mein neuestes Lied vorzuspielen.

Schon wieder ein neues Lied?

Sie sollen es zuerst hören. Der Schober wird singen.

Das ist schön. Gehen wir zum Klavier!

Bitte schön!

So was! Dass ich ein Schubert-Lied als Erste hören darf!

Ich bin direkt aufgeregt.

Fräulein Hannerl. Dieses Lied ist mehr als ein gewöhnliches Lied.

Es soll Ihnen sagen, was ein Herz für Sie fühlt.

♪ Ich schnitt' es gern in alle Rinden ein.

♪ Ich grüb' es gern in jeden Kieselstein.

♪ Ich möcht' es säen auf jedes frische Beet.

♪ Mit Kressesamen, der es schnell verrät.

♪ Auf jeden weißen Zettel möcht' ich's schreiben:

♪ Dein ist mein Herz! Dein ist mein Herz!

♪ Und soll es ewig, ewig bleiben.

♪ Ich meint', es müsst' in meinen Augen stehn.

♪ Auf meinen Wangen müsst' man's brennen sehen.

♪ Zu lesen wär's auf meinem stummen Mund.

♪ Ein jeder Atemzug gäb's laut ihr kund.

♪ Und Sie merkt nichts von all dem bangen Treiben.

♪ Dein ist mein Herz! Dein ist mein Herz!

♪ Und soll es ewig, ewig bleiben.

Mama!

Was ist denn? Warum schreist so?

Mama!

Was ist denn? Was ist denn?

Ich hab mich verlobt.

Du hast dich verlobt?

Mit wem denn?

Mit dem Baron Schober.

Ich kann nichts dafür, Franzl.

Ich weiß.

Ich mach dir keinen Vorwurf.

Du bist der Glücklichere von uns beiden.

Jetzt läufst du uns auch noch weg.

Jetzt wird's leer im Dreimäderlhaus.

Aber was soll ich machen? Ich bin so glücklich.

Komm!

Wo willst du hin?

Ich kann nicht da bleiben.

Du kannst nicht einfach davonlaufen.

Ich kann ned hier bleiben.

Da ist er.

Ich freu mich.

Ich bin sehr glücklich.

Wo seid ihr denn? Ich habe mich ein bissel verspätet.

Papschi, ich hab mich verlobt!

In diesem Haus kann man keine Viertelstund fortgehen!

Kaum ist man zurück, hat sich wieder eine verlobt!

Aber ich hab das vorausgesehen.

Herr Schubert, machen Sie Hannerl glücklich!

Da steht mein Bräutigam!

Ach so!

Der Herr Schubert hat aber mein Glück begründet.

Sie wissen nicht, was Ihr schönes Lied für mich bedeutet.

Doch, ich weiß es, Fräulein Hannerl.

Sind schon alle Gäste da?

Alle sind schon da.

Kommen wir nicht zu spät in die Kirche?

Nein. Sei nicht so aufgeregt!

Ich möcht sehen, wie lang der Schleier ist.

Schön ist er! Schau!

Wie konntest du so etwas machen?

Was hab ich gemacht?

Dass du den Schubert aufgefordert hast, in der Kirche zu spielen.

Was ist dabei?

Du hast ihm schon genug angetan.

Ich hab ihm etwas angetan?

Das Lied damals war die Liebeserklärung vom Schubert an dich.

Er hat den Schober nur gebeten, es dir vorzusingen.

Wer hat das gesagt?

Der Schwind und der Kupelwieser.

Wir sollen dir nichts sagen.

Ihr sagt es ihr ausgerechnet jetzt, wo sie zum Altar gehen soll.

Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich Schubert nicht gebeten zu spielen.

Ich soll einen Mann heiraten, ...

.. der mir für einen anderen eine Liebeserklärung gemacht hat.

Von dem ich nicht einmal weiß, ob er mich gern hat.

Was redest du dir ein?

Natürlich hat dich dein Bräutigam gern. Sehr gern sogar!

Da bin ich ganz sicher.

Alles kommt immer so, wie es kommen muss.

(Der Chor singt das 'Ave Maria' von Schubert.)

♪ Ave Maria!

♪ Jungfrau mild.

♪ Erhöre einer Jungfrau Flehen!

♪ Aus diesem Felsen starr und wild soll mein Gebet zu dir hinwehen.

♪ Wir schlafen sicher bis zum Morgen, ob Menschen noch so grausam sind.

♪ Oh Jungfrau, sieh der Jungfrau Sorgen!

♪ Oh Mutter, hör ein bittend Kind!

♪ Ave Maria!

Ich freue mich, dass wir Freunde geblieben sind.

Weil wir wissen, dass du nichts dafür kannst.

Das Schicksal macht, was es will.

Ihr wisst, wie gern ich den Franzl habe.

Dann trinken wir auf den Franzl.

Und auf seine Musik!

Entschuldige!

Ist er doch gekommen?

Halt ein Momenterl!

Ich freu mich, dass Sie gekommen sind.

Ich wollte Ihnen für das schöne Lied in der Kirche danken.

Und ich wollte Ihnen sagen ...

Sagen Sie nichts. Sie sind jetzt die Frau von meinem besten Freund.

Dem ich - genau wie Ihnen - nur das Schönste im Leben wünsche.

Wenn Sie mir eine große Freude machen wollen, vergessen Sie alles.

Nicht, was Sie beim Klavierspielen gelernt haben, sondern ...

Machen Sie ihn glücklich, den Schober!

Versprechen Sie mir das?

Ja.

Und Sie?

Ich hab ja meine Musik.

Komm! Wir wollen tanzen. Wir warten schon so lang!

Lasst euch nicht aufhalten!

Wir müssen warten, bis das Brautpaar die erste Runde getanzt hat.

Wollen Sie nicht mitkommen?

Nein. Gehen Sie nur! Die warten schon.

Ich werde immer an das denken, was ich Ihnen versprochen habe.

Tanzts doch!

Untertitel: Sabine Schinhan ORF-Enterprise 2007

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