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Kann man Ihnen helfen?
Nein. Und Ihnen?
Könnten Sie mich vielleicht mitnehmen?
(MANN): Wohin? - Wo immer Sie hinfahren.
Tut mir leid, wir haben Kinder.
Verstehe.
(MANN): Hast du sie noch alle?
- (SCHREIT) - (MANN): Du dämliche Schlampe!
- Hab dich nicht so! Komm schon! - (SCHREIT)
(SCHREIT WEITER)
(SCHREIT)
(KLAVIERMUSIK)
* Crazy *
* I'm crazy for feeling so lonely *
Hallo.
Wie heißen Sie?
Das geht Sie einen verdammten Dreck an.
Kein Grund unhöflich zu sein.
(MARTIN): Sie können im Garten arbeiten
und kriegen dafür was zu essen.
Ich war mir bei denen da nicht sicher,
ich hab sie zur Seite gelegt.
Wenn Sie wollen, kann ich sie wieder zurückstecken.
Hier. Das sind Pflanzen.
Und das ist Unkraut.
Ich sehe da keinen großen Unterschied.
Naja, die hier haben einen leichten Zwiebelgeruch.
Schnittlauch.
Sie sind fleißig.
Sie könnten für mich arbeiten.
Seit meine Frau tot ist, mach ich alles allein.
Ihre Lebensgeschichte interessiert mich nicht.
Sie haben gesagt Arbeit gegen Essen.
Gut, dann essen wir jetzt.
Kommen Sie rein.
Ich esse lieber allein.
Ich wollt nur höflich sein.
Ich aber nicht.
(MARTIN): Dann hauen Sie doch ab.
(TÜR WIRD GESCHLOSSEN)
Davor will ich aber mein Essen!
Sie könnten wenigstens Danke sagen.
Wieso?
Hab dafür gearbeitet.
- Wo gehen Sie hin? - Ich gehe einfach.
- Man kann genauso gut bleiben wie weggehen.
Woher wollen Sie das wissen? Sie können nicht weg.
- Wieso nicht? - Weil Sie alt sind.
Dann bleiben Sie und arbeiten für mich.
Sie können jederzeit wieder gehen.
Ja, genau.
Ich werde Sie nichts fragen
und ich werde auch nicht über mich reden.
Ok, abgemacht.
Nur eine Frage:
Wie heißen sie?
Wozu wollen Sie wissen, wie ich heiße?
Naja, könnte hilfreich sein, falls ich Sie mal rufen will.
Wenn Sie mich rufen wollen, sagen Sie einfach 'Du'.
Hey, du!
Funktioniert. Frühstück gibt es um sieben.
(EINE FRAU SPRICHT IM RADIO)
(KIES KNIRSCHT)
(MARTIN): Komm rein!
Willst du eine Regenjacke?
Es regnet nicht.
(MARTIN): Noch nicht.
- Hast du gut geschlafen? - Herrlich.
Danke.
- Und du? - Hm, ja...
sehr gut, vielen Dank.
Entzückend.
(WECHSELT DEN RADIOSENDER)
(OPERNMUSIK)
Magst du Opern?
Du hast gesagt, keine Fragen.
(LACHT) Jetzt mach mal halblang.
Wieso? Was soll das?
Ich gehe.
(MARTIN): Warte.
(MARTIN): Jedes Mal, wenn ich unsere Abmachung breche,
muss ich ein Lied singen.
Ist das ein Witz?
(LACHT) Hm?
Okay, alter Mann.
Sing.
(MARTIN): Wie? Jetzt?
Erm, ich kann nicht so einfach singen,
ich müsste mich etwas vorbereiten.
* In a building tall
* With the stone wall around *
* It's rubber room
* When a man sees things and hears sounds *
* That's not there *
* He's headed for the rubber room *
* Illusions in a twisted mind *
* To save...
- Es reicht. - Hä? Was?
Komm, an die Arbeit.
Also, zuerst nimmst du den Spaten,
um den Torf auszustechen.
Und dann,
nimmst du den Spatel.
Versuch du es mal.
Du machst das gut.
GARTEN, WOHNZIMMER, FLUR KEHREN, WÄSCHE, KÜCHE, ABENDESSEN
(STAUBSAUGERGERÄUSCHE)
(OPERNMUSIK SPIELT)
(KLAVIERMUSIK)
Ich brauch dich in der Küche.
(SCHALTET MUSIK AB)
(TÜR WIRD GESCHLOSSEN)
(TICKEN)
(KÜCHENUHR KLINGELT)
- Danke. - Gern geschehen.
(OPERNMUSIK)
(HERANKOMMENDE SCHRITTE)
(STOPPT DEN KASSETTENSPIELER)
- Was machst du da? - Ist 'ne Überraschung.
Die Kartoffel.
Sie repräsentiert die Seele der Erde.
Gefeiert und zelebriert
in diesem einfachen und sogleich anspruchsvollen Parfait
aus frisch geernteten Kartoffeln.
Gekrönt von einem einzigen Pilz,
der die Harmonie des feuchten Waldbodens widerspiegelt.
Soll das komisch sein?
Nein, das soll ironisch sein.
Danke für die Musik.
Danke für das Essen.
Lass es dir schmecken.
Vielen Dank.
(REISSVERSCHLUSS ÖFFNET SICH)
(MARTIN): Wach auf!
Wach auf!
(MARTIN): Du kannst hier nicht bleiben.
Warum?
Weil ich es sage.
Hey, du!
Ich will dir was zeigen!
Komm mit.
Das ist jetzt dein Zimmer.
(OPERNMUSIK SPIELT)
(SUMMT EIN LIED MIT)
(SUMMEN)
- Soll ich dir helfen? - Nein, danke.
- Gute Nacht. - Gute Nacht.
(TÜR WIRD GESCHLOSSEN)
(SCHRITTE ENTFERNEN SICH)
(RUMPELN)
(MARTIN SCHNAPPT NACH LUFT)
(LUFT SCHNAPPEN)
(FUSSSCHRITTE)
(KLOPFEN AN DER TÜR)
Komm rein!
(TÜR WIRD GEÖFFNET)
Setz dich her.
Tut mir leid,
ich kann dir leider keine Erfrischungen anbieten.
(LACHT)
Ich möchte, dass du heute Nacht über mich wachst.
Ich hab Angst, dass ich im Schlaf sterbe.
Ok.
Ich hab die Abmachung gebrochen.
Das hast du.
Soll ich singen?
Tut mir leid, dass ich dir Angst gemacht habe.
Das hast du nicht.
Du kannst wieder in dein Bett gehen.
- Bist du sicher? - Ja.
Mir geht's gut.
Danke.
- Gute Nacht. - Gute Nacht.
(FUSSSCHRITTE)
(WASSER FLIESST)
(FUSSSCHRITTE)
(MARTIN HUSTET)
(KLOPFEN AN DER TÜR)
(TÜR WIRD GEÖFFNET)
Ich habe mir ein Buch genommen.
(MARTIN): Gut, nimm dir eins wann immer du willst.
(DU): HEUTE WAR EIN SCHÖNER TAG.
Ja, das war er.
(DU): Gute Nacht.
(MARTIN): Hast du Lust auszugehen?
Klar! Warum nicht.
(IRISCHE FIDELMUSIK) (LACHEN IM HINTERGRUND)
Was möchtest du trinken?
Ich nehm ein Bier.
(LACHEN)
Hier.
- Wie heißt sie? - Keine Ahnung.
Du kennst sie nicht, aber kaufst ihr ein Bier.
(LACHT) Ja.
(BESUCHER ZÄHLEN LAUTSTARK) 8,9,10...
11, 12, 13...
14, 15, 16...
17, 18, 19...
...20!
(JUBELN)
Wie geht's?
(KNEIPENMUSIK SPIELT)
Hey, du!
(SPRICHT AUF NIEDERLÄNDISCH)
(KICHERT)
Ich muss pissen.
Du bist voll wie eine Haubitze!
Aaah! (LACHT)
- Du redest nur Unsinn! - Was?
Du bist betrunken!
(DU KICHERT)
(MARTIN SEUFZT)
Jetzt beeil dich!
Hey!
Willst mal was sehen?
- Na komm! - Musst du wieder pinkeln?
Guck.
(DU PUSTET)
Für dich.
Danke.
Das ist wirklich sehr gut.
Jetzt müsstest du es aufhören lasen.
Das liegt nicht in meiner Macht.
Mach dir nichts draus.
Es ist nicht unsere Aufgabe nach
leidiger Perfektion zu streben.
(RADIOMUSIK SPIELT)
(FUSSSCHRITTE)
(KLOPFEN AN DER TÜR)
(KLOPFEN AN DER TÜR)
- (MACHT DIE MUSIK LEISER) - Komm rein.
- Hallo. - (MARTIN): Hallo.
Mach dir was zum Frühstück.
Was steht denn für heute so an?
(MARTIN): Was immer du willst.
Willst du was zum Frühstück?
Ja, bitte.
(DREHT DIE RADIOMUSIK WIEDER AUF)
Nichts verschwindet wirklich.
Alles dauert fort in der Welt der Menschen.
(GESCHIRRGEKLAPPER)
(FUSSSCHRITTE)
(GITARRENMUSIK SPIELT)
(TÜR WIRD GEÖFFNET)
- Noch Wein? - Ja, bitte.
Das Fleisch ist wirklich köstlich.
Hm.
Was ist deine Lieblingsfarbe?
Hey, Du.
Das klingt sehr verdächtig nach einer persönlichen Frage.
(DU): Dann vermute ich, dass ich unsere Abmachung gebrochen habe.
Ja, das vermute ich auch.
Tja.
Dann werde ich mich wohl bestrafen müssen.
Kann's kaum erwarten.
(SCHALTET DIE MUSIK AUS)
* Ich kann zu meiner Reisen *
* Nicht wählen mit der Zeit *
* Muss selbst den Weg mir weisen *
* In dieser Dunkelheit *
Welches Sternzeichen hast du? Ach. (SEUFZT)
* In a building tall with strong walls around *
* Is the rubber room
Was ist das?
Das ist Countrygothic, manche nennen es Psychobilly.
- Total manieriert. - Manieriert?
Du bist zu gebildet um zu wissen, was gut ist.
(KLAVIERMUSIK SPIELT)
* Crazy *
* I'm crazy for feeling so lonely *
* I'm crazy
Sehr gut.
Und was war jetzt die Frage?
Hm?
Was ist deine Lieblingszahl?
Viele. - Meine ist Null.
Wer bist du?
(LÄRM)
(KLINGELT AN DER TÜR)
(FRAU): Hallo? Heeft u een afspraak?
Tut mir leid, ich spreche kein holländisch.
Sprechen Sie Deutsch?
Ja, einen Moment.
Würde es Ihnen was ausmachen mich hier allein zu lassen?
Nur kurz.
Warum?
Ich möchte ein Gefühl für die Wohnung bekommen.
Ja, gut.
(SCHALTET LICHT AN)
(KLAVIERMUSIK SPIELT)
(SPIELT KLAVIER)
(FUSSSCHRITTE)
Sie sind ein bisschen groß.
Nicht, wenn du dir zwei paar Socken anziehst.
Hab ich doch gleich gesagt.
(DU): Darf ich auch mal?
(MARTIN): Nein.
(DU): Wieso nicht?
(MARTIN): Ich vertraue dir nicht.
Bumm.
Kein Mensch würde dich hier finden, weißt du?
Vielleicht ist es das, was ich will, weißt du?
Du bist einfach nicht der Typ dafür.
- Du kennst mich nicht. - Doch.
Du hast Angst, ich nicht.
(WIND WEHT)
(SCHUSS WIRD GELÖST)
(DU): Martin!
Hast du deine Medikamente heute genommen?
(WURFGERÄUSCH)
(MARTIN): Niemand wird dich hier finden.
(WASSER FLIESST)
Ich will sie nicht.
Warum nicht? Sie würde dir stehen.
Ich will sie nicht.
Und was willst du?
Ich will so sein wie du.
In diesem Haus wohnen auf einer einsamen Insel.
Keiner schaut dich an. Keiner sagt etwas.
Warum nicht?
Talent weiß wann es aufhören muss.
(KICHERN)
Weise Worte. Sind die von dir?
Natürlich.
Was glaubst du wie ich die Medaille gewonnen habe?
(LACHT)
(REGENTROPFEN PRASSELN AN DIE FENSTER)
(EIN MANN SPRICHT IM RADIO)
(MUSIK SPIELT) * Illusions in a twisted mind
* To save from self-destruction *
* It's the rubber room
(SCHALTET MUSIK AUS)
- Hallo. - Hallo.
(DU SCHNAPPT NACH LUFT)
- Bist du gerannt? - Nein.
Ja.
Schön dich zu sehen.
- Hast du gefrühstückt? - Nein.
Hmmm.
Zuviel Butter?
Für den Fall, dass du wieder für mich kochen willst.
Die Leute hier machen ein Dessert aus dem Seetang.
Carrageen Moss heißt das.
Ich liebe deine Hände.
* (MUSIK SPIELT)
(KLOPFEN AN DER TÜR)
(FRAU SPRICHT IM RADIO)
(STIMMEN IM RADIO)
(SPORTKOMMENTATOR IM RADIO)
Liebe Du. Tut mir leid, dass ich dich so zurücklasse.
Talent weiß, wann es aufhören muss.
Das Haus gehört dir.
Mein Testament ist in der linken Schublade
in der Kommode.
Geld ist in der Teekanne. Ich liebe dich.
Ich liebe dich.
(AUF SPANISCH) Aktentaschen und Gepäck?
(AUF SPANISCH) Nein.
(KINDER SPIELEN)
(FRAU SINGT AUF SPANISCH)
(DER GESANG GEHT WEITER)
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