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Original subtitles

Meine Damen und Herren,

am Anfang eine kurze Bitte: nehmen Sie diesen Film nicht allzu ernst.

Es geht um einen verr�ckten Intellektuellen,

der von zahlreichen merkw�rdigen Spionen umgeben ist.

Die Spione sind die der anderen. Unsere sind Geheimagenten.

Im Zentrum von Remys Geschichte steht der schwarze Humor.

Er vergisst nie, dass die Realit�t mitunter die Fiktion �bertrifft.

Und jede �hnlichkeit mit lebenden Personen

ist nat�rlich rein zuf�llig. Das versteht sich.

Wenn Geheimagenten ausnahmsweise keine Geheimnisse vor uns haben,

sollten wir uns das ja auch anschauen.

Es weht ein kaltes L�ftchen.

Das ist in der Jahreszeit nun mal so.

- Auch eine? - Ich rauche nie.

Saufen wir noch einen!

Er ist uns bis hierher gefolgt.

Sein Auto steht da hinten.

Er wird einen Unfall haben.

- Wie kommen wir nach Hause? - Zu Fu�. Das tut Ihnen gut.

Und wann kommen wir ins Bett?

Ich hol mir noch den Tod.

Die Burg Vilemaur ist

aus dem 10. Jahrhundert.

Sie wurde im 12. Jh. zerst�rt

und im 13. Jh. neu erbaut.

Der Nord-Fl�gel,

der nicht mehr existiert,

sowie der Turm des S�d-Ost-Fl�gels

und der West-Fl�gel wurden zwischen 1465 und 1475 errichtet.

Alle anderen Teile stammen aus dem 16. Jh.

Hier entlang, bitte.

Hier entlang, bitte.

Wie Sie sehen, ist alles alt und authentisch.

Ich hab dir gesagt, ich werde krank.

- Mach dir einen Grog. - Spinnst du? Ich trinke nie.

Das ist der Saal der Wachen, der mit der Ermordung

des Herzogs von Vergy durch Hugues III Marquis de Vilemaur

traurige Ber�hmtheit erlangte.

Ich bitte um ein wenig Ruhe.

Das Opfer ging hier hinein.

Eine Horde st�rzte sich auf ihn.

Hier fiel er nieder.

Bis vor kurzem waren noch Blutspuren zu sehen.

Bis vor kurzem waren noch Blutspuren zu sehen.

Schrecklich!

- Authentisch. - Kennt man die Tatmotive?

Es ging um Religion.

Damals hielten manche die Messe auf Latein, manche auf Franz�sisch.

Sie vertrugen sich nicht. Sie wissen schon...

ein Wort gibt das andere.

Es steht alles in der Brosch�re, die Sie am Ausgang kaufen k�nnen.

Das ist so Usus.

Das Zimmer von Diane de Poitiers.

- Guten Tag, Herr Konservator. - Guten Tag.

Achten Sie auf die beiden Kerzenleuchter aus massivem Silber

und die Brunnen im Empire-Stil.

So viele Besucher. Ich bin ganz neidisch.

Na, und die Rheinschl�sser? Und Ihre alten Burgen?

Die Loreley kann es doch mit Diane de Poitiers aufnehmen.

Und seit ein paar Tagen habe ich das Gef�hl, die Loreley ist hier.

Inkognito.

- Herr Konservator... - Nennen Sie mich Hubert.

Glauben Sie, dass das wirklich geraten ist?

Unter Kollegen klingt

Frau Konservatorin ein wenig offiziell.

- Na gut, Erika. - Erika, wie h�bsch.

Es kam ein Brief vom Ministerium. Er muss...

Ja, sp�ter. Sie sehen doch, ich bin besch�ftigt.

Ja, das sehe ich.

Von hier aus f�hrt eine Galerie zum Marterturm.

Man sieht ihn durchs Fenster.

Den Turm.

Dort befinden sich das Folterzimmer, Kerker, Verliese,

versteckte Treppen, Geheimg�nge.

Das ist einmalig und authentisch.

Wir besichtigen ihn nicht, er ist bauf�llig.

Das Denkmalamt pr�ft seit 20 Jahren die Instandsetzung.

Die Pl�ne machen Fortschritte.

Gut... Diesen Teil besichtigen wir auch nicht.

Das ist der Konservator. Er hat dort sein B�ro.

Und der Marquis de Vilemaur seine Wohnung.

Er ist bewohnt.

- Gibt es keine Gespenster? - Nur an Sonn- und Feiertagen.

Gegen Migr�ne hilft warmes Wasser,

umger�hrt mit einem Brenneisen.

Ein sehr wirksames Hausmittel.

- Tsch�ss. - Tsch�ss.

- Er macht sich wohl �ber Sie lustig. - Ich probier's trotzdem. Wer wei�.

Nun, Trochu, haben Sie die Herren kontaktiert?

Sie kamen gestern sp�t an. Ihr Auto ist nicht schlecht.

Und sie selbst?

Haben eine anf�llige Gesundheit. Und Ihre Pl�ne mit dem Marquis?

Werden konkreter. Wir haben heute Abend ein wichtiges Essen,

ein sehr wichtiges sogar.

- Alles Gute zum Geburtstag, Papa. - Danke, mein Kind.

Danke euch allen. Ich trinke auf den Erfolg meiner Vorhaben, die ich

noch nicht verrate, aber meine echten Freunde werden sich dar�ber freuen.

Auf Ihre Vorhaben. Sind sie sehr geheim?

Sehr.

Dann hoffe ich, dass ich zu Ihren echten Freunden geh�re.

Gef�llt es Ihnen bei uns, Madame?

Mehr als das. Und ich lerne vieles.

Wirklich?

Der Herr Konservator ist �u�erst kooperativ.

Er liebt alte Gem�uer und sch�ne Frauen.

Ist das wahr?

Ich trenne meine Arbeit strikt von meinem Privatleben.

Wohnen Sie deshalb nicht im Schloss?

Vielleicht.

Die Franzosen verstehen es, sich ihr Leben einzuteilen.

Wir leben gern in einem angenehmen Durcheinander.

Herr Marquis, Ihre Tochter kennt unser Land nicht.

Sehen Sie ihr es nach. Ihr Studium, ihre Verlobung,

gaben ihr noch nicht die Zeit, die Welt zu entdecken.

Die heutige Welt.

Und Venedig, wird das eine Hochzeitsreise?

Richtig. Bringen Sie uns Ihre junge Frau mit?

B�n�dicte bestimmt, wohin wir fahren.

Ich glaube, ich bitte Mathias, mir sein Land zu zeigen.

Ich kenne Deutschland noch nicht.

Unsere Sonne wartet auf Sie. Sie scheint f�r alle.

Da �bertreiben Sie wohl.

- Entschuldigung. - Das war ein Scherz.

In meinem Lager setzte man die Sonne gerne ins Unrecht.

- Sie sind grausam. - Mein einziger Luxus.

Mir l�uft es kalt den R�cken runter.

Er ist ein Held.

Offenbar. Das erkl�rt vieles.

Erlauben Sie, Madame?

Lass uns in den Garten gehen.

Ich w�rde gerne, aber nicht heute Abend.

Du wirst zum Snob, Mathias.

Nein, dein Vater braucht mich.

Du wirst wieder endlos mit ihm reden.

- Er ist ein gro�er Gelehrter. - Ein Tr�umer.

Missf�llt es dir, dass er mich schon als seinen Sohn betrachtet?

Ja. Seit ich dich hierher brachte, bist du nicht mehr du selbst.

Du verheimlichst mir etwas.

Da bildest du dir was ein.

Ich komme, so schnell ich kann.

Liebe ist gut.

Sie ist gesund.

- Zigarre? - Danke, mit Vergn�gen.

Danke.

Madame, ich bin sicher, Sie kennen Venedig.

Nat�rlich.

Ich war schon verheiratet... Einige Male.

Alle Hotels gleichen sich.

Abgesehen vom Fr�hst�ck.

Sie m�gen keine Italiener?

- Franzosen mag ich lieber. - Danke.

Nicht alle.

Das hoffe ich.

Nur wenige prahlen mit der eigenen Grausamkeit.

Das war Spa�.

Glaube ich nicht.

- Wir kennen Ihre Vergangenheit. - Interessant ist die Zukunft.

Die Zukunft, die wir gemeinsam gestalten.

Ihr Vertrauen schmeichelt mir.

Madame Murger w�rde gerne im Rahmen ihrer Studienreise

meine Licht- und Klanginstallation sehen.

- Wenn Sie erlauben... - Ich wollte Sie gerade darum bitten.

Zeigen Sie Ihre Arbeit.

Und entschuldigen Sie, wenn ich Sie nicht begleite.

Vielen Dank.

Diese reizende Deutsche bekommt von unserem Konservator, was sie will.

Am liebsten w�rde er ihr alle seine Talente zeigen.

Ein Exhibitionist.

Er ist vielleicht der Einzige hier, der nichts zu verbergen hat.

Wir wollten allein sein, und die Liebe ist unser Helfershelfer.

Die Liebe!

Es gibt bislang kein anderes Wort, um dieses Gef�hl zu bezeichnen.

Lassen Sie uns an einen Ort gehen, wo wir ungest�rt sind.

Meine Herren...

Ich habe eine wichtige Neuigkeit f�r Sie.

Unsere Freunde sind heute Nacht angekommen.

Heinrich von Moersch,

der Kontakt mit uns aufnehmen sollte.

Bald werden wir handeln k�nnen.

Es ist nichts. Der Konservator schafft Atmosph�re.

Die Jugend braucht gro�e Effekte, um ihre Liebe zu erkl�ren.

- Und dort darf man nicht hin? - Nein.

Das ist Privatbereich des Marquis.

Was macht er eigentlich?

Nichts. Er ist in der Acad�mie fran�aise.

Schreibt er?

Nichts Gro�es. Politische B�cher. Er denkt vor allem nach.

Und Sie waren noch nie im Turm?

Sein Betreten ist untersagt.

Man kann nicht hinein?

Das Schloss ist mit dem Turm unterirdisch verbunden.

Die ganze Terrasse zum Fluss hin hat man einfach �ber die Ruinen

gebaut.

In der Schlossmauer gibt es �berall unterirdische Eing�nge.

Ich habe alle alten Schlosspl�ne in meinem Archiv.

- Zeigen Sie sie mir? - Wenn Sie zu mir kommen.

Wir werden nicht Zeit f�r alles haben.

Und meine Herren...

denken Sie daran, was Adolf Hitler sagte:

"Ich versuche nicht, die gro�e Masse zu gewinnen.

Wir m�ssen eine aktive Minderheit werden.

In unserem Kampf ist nur zweierlei m�glich.

Entweder der Feind geht �ber unsere Leichen,

oder wir �ber seine."

Der gute alte Adolf!

Der Major bringt uns die Bewegung Vaterland und Freiheit,

deren lebendes Symbol er ist.

Vittorio Prozzi ist der Chef der italienischen Neofaschisten.

Nicht mehr als eine Handvoll M�nner.

Die Bolschewiken waren am Anfang auch nicht mehr.

Wir auch nicht beim Marsch auf Rom.

Ein Teil der deutschen Jugend wird uns folgen.

Den m�ssen Sie erfinden.

Irrtum!

Unsere Revolutionen und Kriege sind ernstzunehmen.

Wir m�ssen ihn also nicht erfinden.

Adolf Goerman wird zu uns geh�ren.

Er fiel beim Sturm auf Berlin.

- Jedenfalls ist er verschollen. - Ja, nat�rlich.

Adolf Goerman, damals F�hrer der Hitlerjugend,

gelang die Flucht aus der Reichskanzlei

kurz bevor die Russen kamen.

Er tauchte in Bayern unter, sp�ter in Spanien,

dann in S�damerika.

Seit f�nfzehn Jahren wird er �berall vermutet,

aber es fehlt bisher jeder Beweis, dass er noch lebt.

Viele M�nner starben, um seinen Schlupfwinkel zu decken.

Doch er lebt und ist bereit, sich uns anzuschlie�en.

Endlich eine gute Nachricht!

Gewiss... mit Goerman...

Wo ist er denn?

Hier.

Er kam gestern Abend aus Barcelona.

Heinrich von Moersch, Chef seiner pers�nlichen Garde,

kann das best�tigen.

Es gab Schwierigkeiten.

Man verfolgte uns bis hierher

Doch wir haben das letzte Glied der Kette ausgeschaltet.

- Sind Sie sicher? - Der redet nie mehr.

Wer war es?

Egal Ob Russe, Franzose, Engl�nder,

ob ein Agent aus Bonn oder Israel.

Entweder wir gehen �ber die Leiche unseres Feindes oder er �ber unsere.

Wieder der Konservator!

Die Stunde ist gekommen.

Morgen schaffen wir ein Gro�-Europa.

und retten die abendl�ndische Kultur gegen ihren Willen.

Morgen errichten wir eine neue Welt.

Eine neue Ordnung.

Wundervoll!

Bei mir habe ich alles.

Stereophonie, High Fidelity.

Ich liebe Musik �ber alles.

Wagner!

Bach!

Ja, Bach! Bach ist gro�artig!

Lieben Sie Brahms?

Aber ja!

Das war auch High Fidelity.

Schade, dass Sie im Schloss schlafen.

Ich wusste nicht, dass es hier einen so gut aussehenden Konservator gibt,

der auch noch so gut k�sst.

Respektloser kleiner Franzose!

Au ja, lassen Sie mich Ihnen gegen�ber respektlos sein!

Nicht hier. Morgen, bei Ihnen.

Warum erst morgen?

Seit dem Sturm auf Berlin habe ich das Gef�hl, ich werde vergewaltigt,

wenn ich im Freien Liebe mache. Daraus wird nichts.

Goerman ist da, warum besprechen wir uns dann nicht mit ihm?

Er hat kein Vertrauen.

Nein. Nur eine letzte Vorsicht.

Wenn ich ihm von dieser Unterredung berichte,

empf�ngt er Sie sicher.

Das ist unabdingbar f�r rasches Handeln.

Die anderen kommen zur�ck.

Wir m�ssen uns trennen. Gehen wir da hin�ber.

Lassen Sie sie gehen, und kommen Sie mir nach.

- Was ist los? - Ein Verr�ter ist unter uns.

- Wie m�ssen rasch handeln. - Ein Verr�ter?

Es ist also schon der Wurm drin.

Ein reizender Abend.

Der Marquis ist ein vern�ftiger Mann.

Ich mag lieber romanische Architektur als Politik.

Romanische? Ich dachte, Sie lieben

Kulturaustausch...

- Aber Herr Major... - Nur ein geistreicher Gedanke.

- Ich muss mit dir reden! - Nein!

- Lass mich in Ruhe! - Sch�mst du dich nicht?

Ich? Gar nicht. Wof�r?

F�r uns.

Du gehst jetzt h�bsch schlafen, ja?

Du bist ein Ekel!

- Entschuldigung. - Nicht doch.

Blinde haben ein gutes Geh�r.

Sie ist Ihre Sekret�rin, glaube ich.

Ich wei� nicht, was die alle haben.

Sie gefallen ihnen vielleicht.

Ich bin zu schwach gegen�ber Frauen.

Sie kam nach Vilemaur, war allein.

- Sie auch. - Eben.

Sie m�sste verstehen.

Hat sie anscheinend.

Man ist zu gutm�tig gegen�ber dem Hilfspersonal.

- Was ist das? - Sch�sse. Wenden Sie.

- Wir sollten die Polizei rufen. - Glauben Sie an die Polizei?

Vielleicht ein Selbstmord.

Nein, doch kein... Nein, bestimmt ein Wilderer.

Das Tor ist schon zu.

Sie sind m�de. Ich setzte Sie ab.

Dann schaue ich nochmal vorbei.

Sehr liebensw�rdig. Seien Sie vorsichtig.

Hinterher!

Wir haben ihn.

Sie t�ten ihn.

- Sie t�ten ihn! - Sei doch still!

Sie t�ten ihn.

Was ist los?

Nichts weiter. Ein bedauerlicher Unfall.

Man hat einen Herumtreiber

mit einem Schuss erschreckt.

Aber die gr��te Angst hatte wohl B�n�dicte.

Hast du dich beruhigt?

Es geht mir schon viel besser.

Darf ich Sie bitten, auf sie aufzupassen,

bis ich wei�, dass alles in Ordnung ist.

Nat�rlich. Kommen Sie, B�n�dicte.

Getroffen.

Ich denke, wir haben ihn.

Hier zieht es durch alle L�cher.

Keine Angst. Sagen Sie nichts.

Ich habe mich verirrt. Sie kennen sich aus.

Bringen Sie mich hinaus,

ohne dass man mich entdeckt.

Also los.

- Das ist nicht mein Abend. - Warum?

Hat Sie der Konservator versetzt?

Bereits vor 2 Jahren

war dieser Hund auf Goermans Spur.

Er hat nicht gemerkt, dass ich ihn erkannt habe.

- Entwischt. - Sucht ihn.

Jetzt reicht's!

Wir sind zu wenige.

- Es gibt hier zu viele Verstecke. - Ich habe es leider verpatzt.

Die Sekret�rin ist auch verschwunden.

Keiner kennt sich hier so gut aus wie sie.

Nur im Park kriegen wir sie zu fassen.

Gehen wir!

Wir sind im Schlossgraben. Jetzt m�ssen Sie alleine weiter.

Soll ich B�n�dicte nichts ausrichten?

Das w�rde jetzt zu lange dauern.

Er darf hier nicht lebend raus.

Das wei� er.

Die Kleine auch nicht. Keine Zeugen!

Seien Sie unbesorgt.

Bitte lassen Sie mich nicht allein.

Komm.

Das erinnert mich an meine Zeit bei der Flugabwehr.

Da laufen sie!

- Gute Nacht, Herr Konservator. - Gute Nacht, Herr Major.

- Wie war der Abend? - Interessant, aber ein wenig lang.

Ich habe mir einen Eintopf gemacht.

Ich habe einen unangenehmen Menschen kennengelernt.

Vielleicht spielen Sie lieber mit einem Reifen?

Das ist kein Spiel.

Die Typen in Genf

wurden mit einem vergifteten Pfeil erledigt.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Ich langweile mich n�mlich hier.

Der Chef hat uns irgendwohin abgeschoben.

Das sagten Sie schon im Irak.

Am n�chsten Tag wurde der K�nig ermordet.

Die gute alte Zeit.

Man wollte Sie aufheitern.

Vilemaur hat nicht das n�tige Format.

Trochu, Sie sind beschr�nkt.

Aber ich habe einen Riecher.

Und Sie riechen nicht die Agenten, die sich um das Schloss

herumtreiben?

Wie die Fliegen. Ein St�ck Zucker,

und alle r�cken an. - Ein gro�es Zuckerst�ck.

- Adolf Goerman. - Der ist tot.

- Er ist im Schloss. - Haben Sie ihn gesehen?

Ich bin blind. Ein blinder Spion...

Tja, die Einf�lle des Chefs!

Ein altgedienter Soldat. Das fl��t Vertrauen ein.

Im Schloss wurde geschossen.

- Wer? - Wei� nicht.

M�rignac wollte nicht nachsehen.

- Wollen wir nachsehen? - Zu riskant.

Der Marquis soll mir weiterhin vertrauen.

Mist!

Du hier? Du bist verr�ckt! Was hast du?

Polizei!

Nein, nicht die Polizei...

Fr�ulein... Hier ist die 18. Die 11 bitte.

Mir das anzutun...

Ja, Major Dromard?

Das war ein Fehler.

- Ich bin unschuldig. - Das m�ssen Sie beweisen.

Unschuldig sind wir alle.

Herr Major, Ehrenwort.

Dann will ich Ihnen glauben.

Machen Sie sich fertig, wir gehen zum Staatsanwalt.

Beeilen Sie sich, ich warte.

Sie haben nichts angefasst?

Und sie hatte weiter nichts an?

Und sie hatte weiter nichts an?

Nein. Seltsam, nicht wahr?

Haben Sie niemanden gesehen?

Nein. Sie stand in der T�r und brach tot zusammen.

Nein. Sie stand in der T�r und brach tot zusammen.

Wird man mich verd�chtigen?

Ich f�rchte.

Dabei liebte ich sie doch.

Sie haben also mit ihr geschlafen.

Ung�nstiger Umstand, aber ich stehe voll zu Ihnen.

Der Staatsanwalt ist klug.

Ich werde ihn �berzeugen.

Ich kann Ihnen nicht genug danken.

Doch, doch, Sie waren im Wagen vorhin so verst�ndnisvoll.

Deshalb rief ich Sie an.

Das H�rteste kommt noch.

Ich musste Ihnen danken.

Danken Sie mir sp�ter.

In Ordnung, Herr Staatsanwalt. Gut, Herr Staatsanwalt.

Ich schicke einen Inspektor ins Schloss.

Um M�rignac k�mmere ich mich.

Genau... Mit aller R�cksicht auf seine Stellung.

Seien Sie beruhigt. Ich wei�, Monsieur de M�rignac

ist Ihr Freund.

Auf Wiederh�ren.

Kn�pfen wir uns mal den Konservator vor.

Frl. Abadi wohnte in den R�umen des Konservators,

�ber die er frei verf�gt.

Sie wechselten k�rzlich Ihr Personal.

Nur die Leute, die im Schloss wohnen.

Und von denen hatte keiner

eine Beziehung zur Toten?

Nicht dass ich w�sste.

Und die �brigen Schlossbewohner?

Ich hatte G�ste. Einen Gesch�ftsmann aus Italien und

eine deutsche Architektin, die ich auf M�rignacs Wunsch eingeladen habe.

Sie ist in Frankreich wegen unserer Licht- und Klanginstallationen.

Darin sind wir einzigartig.

Wie Adolf Hitler richtig sagte:

Frankreich wird ein Jahrmarkt werden.

Ihre Tochter und Ihr Verlobter waren auch da.

Richtig. Mein zuk�nftiger Schwiegersohn ging mal kurz weg.

Sie haben sie gefunden?

Wie kam's?

- Haben Sie was angefasst? - Nein, Herr Kommissar.

Und die Tatwaffe?

Sie steckt noch in ihrem R�cken.

Niemand war hier?

Nein, ich hatte abgeschlossen.

Wo haben Sie die Tatwaffe hingetan?

Das verstehe ich nicht.

- Goulet! - Ja, Herr Kommissar?

Durchsuchen Sie die Wohnung.

Gut, Herr Kommissar.

Behaupten Sie immer noch, dass sie das Messer im R�cken hatte?

Der Major hat es doch auch gesehen.

Entschuldigung. Ich wei� nicht mehr, was ich rede.

Wieso ist das Messer verschwunden?

- Das kann nicht sein. - Richtig!

Vielleicht kam der M�rder zur�ck, als wir beim Staatsanwalt waren.

Unwahrscheinlich. Die T�r war nicht aufgebrochen.

Fangen wir ganz von vorne an.

Frl. Abadi war doch Ihre Freundin, oder?

Ja oder nein?

- Verstehen Sie... - Nein. Erkl�ren Sie es mir.

Wenn Sie gestatten, Herr Kommissar,

ich war Zeuge einer Szene.

Herrn de M�rignac lag nichts mehr an diesem B�ndnis.

Er wollte Schluss machen.

Frl. Abadi ging ihm auf die Nerven.

Sehr verst�ndlich. Und wann spielte sich diese Szene ab?

Als wir das Schloss verlie�en.

Heute Abend.

- Und anschlie�end? - Fuhr er mich nachhause.

Im Wagen erz�hlte er mir, dass ihm die Romanze l�stig sei und er sie

beenden wolle.

Das sagt man eben so.

So verstand ich es auch.

Das h�rt sich ja gut an.

Frl. Abadi kommt also zu Ihnen,

im Nachthemd nat�rlich,

sie klingelt, Sie machen ihr auf, und was passiert dann?

- Sie bricht tot zusammen. - Sofort?

Sie kam mit einem Messer im R�cken?

Vielleicht ein Selbstmord, was glauben Sie?

Ich war's nicht.

Lieber Freund,

die Umst�nde belasten Sie.

H�tten Sie mir nicht Ihr Wort gegeben...

Ich habe sein Wort, Herr Kommissar.

- Das ist doch wichtig. - Na ja!

Frl. Abadi war eifers�chtig. Der Herr Konservator war brillant.

Sehr liebensw�rdig zu Frauen.

Er war andersweitig f�ndig geworden.

Bildlich gesprochen.

Herr Marquis! Man hat den Konservator verhaftet.

M�rignac? Warum?

Er soll Frl. Monique get�tet haben.

Also! Die beiden haben sich doch st�ndig gek�sst!

Soll ich Ihnen was sagen? Polizisten sind alle...

Ich muss doch bitten, Chauvet.

Die Polizei hat schon ihre Gr�nde.

Verhaftet sie einen Unschuldigen, dann nur zum Wohl der Gesellschaft.

Trotzdem w�re es klug, die Schlossf�hrungen

bis auf weiteres einzustellen. Als Zeichen des Protests.

Herr Marquis...

Was wollen Sie hier? Nicht besonders schlau!

- Ist er da? - Ich frag mal.

Falscher Blinder! Falscher Bruder!

Falscher Blinder! Falscher Bruder!

Immer das Gleiche. Kannst du nie anst�ndig sein?

- Ich bin anst�ndig. - Wie in Port-Sa�d.

- Ich bin anst�ndig. - Wie in Port-Sa�d.

Da haben wir Sie gerettet.

Gerade als man dich entehren wollte.

Ihr seid mit meinen Dokumenten abgehauen.

- Jede Arbeit verdient ihren Lohn. - Soll ich Ihnen Eier machen?

Steck dir deine Eier sonst wohin!

Ja, nicht zu weich.

Boris, es ist dumm, gegeneinander zu arbeiten.

H�r zu, Gretchen.

Nenn mich nicht Gretchen!

F�r eine deutsche Spionin sind Sie aber empfindlich.

Wo Sie das schon 10 Jahre machen.

Es geht mir auf den Wecker.

Ihr seid bl�d. Alle beide.

Und nun sag mir, warum du hier bist.

M�rignac wurde verhaftet, ich hatte im Schloss nichts mehr zu tun.

Richtig. Aber was wolltest du im Schloss?

Ein neues Leben. Sauber, gesund, im Dienst der Kunst.

Ich suchte Goerman. Einer unserer Agenten war ihm auf der Spur.

Ich musste ins Schloss gelangen und abwarten.

Seither nicht Neues.

Sein Wagen wurde im Fluss gefunden mit seiner Leiche darin.

- Sag mal... - Ja?

- Traust du M�rignac den Mord zu? - Nein

Warum l�sst du ihn dann verhaften?

Siehst du das Messer hier?

Nun, das habe ich aus dem K�rper des Opfers gezogen.

Das verschwundene Messer belastet M�rignac, man verhaftet ihn.

Wenn man nicht sofort einen T�ter gefunden h�tte, egal wen,

w�ren die Ermittlungen im Schloss weitergegangen.

Solange Goerman die Polizei wittert, taucht er dort nicht auf.

Logisch, oder?

- Ein St�ck Brot? - Nein danke.

Wie w�r's mit einer Haush�lterin?

Die letzte hatten wir gerade mal 8 Tage.

Sie nahm Arsen zum Salzen.

Warum wurde Monique Abadi get�tet? Und von wem?

Vielleicht sah sie etwas, was sie nichts anging.

Ich h�rte Sch�sse im Schloss.

Wei�t du, wem sie galten?

Nein, aber du wirst es mir sagen.

Mathias zum Beispiel!

Seitdem wurde er nicht mehr gesehen. Weggefahren.

- Und du wei�t nicht warum? - Keinen blassen Dunst.

Du wei�t von nichts? Auch nicht wann Goerman kommt?

L�gst du auch nicht?

Ehrenwort.

Guten Tag, Herr Major.

Ich m�sste dringend mit Ihnen reden.

- Unter vier Augen. - Trochu, lassen Sie uns allein.

- Es gab einen Verr�ter. - Nicht m�glich!

Mathias. Mein zuk�nftiger Schwiegersohn.

Man kann niemandem trauen.

Er war ein Ostagent. Moersch hat ihn demaskiert.

Fr�her zu Ihnen zu kommen, w�re zu riskant gewesen.

Im Schloss war �berall Polizei.

Seine Leiche wurde noch nicht gefunden.

Aber er ist wohl nicht weit gekommen.

Die Verhaftung M�rignacs macht die Sache einfacher.

Auf jeden Fall m�ssen wir zwei Vorsichtsma�nahmen treffen.

Erstens d�rfen Sie nicht mehr so oft ins Schloss kommen.

Zweitens ist Goerman bei mir nicht mehr sicher.

Heinrich von Moersch wird ihn heute Nacht wegbringen.

Das scheint mir vern�nftig.

Ich wollte nur Ihre Zustimmung.

- Und Monique Abadi? - Ein bedauerlicher Unfall.

Aber leider unumg�nglich.

Armer M�rignac!

Ich f�rchte, er wurde Opfer eines tragischen Irrtums.

Ach Sie haben...

Bravo!

Wir brauchten schnell einen Schuldigen.

Ich f�rchtete auch, das Jagdmesser w�rde

die Ermittler zum Schloss f�hren.

Wie konnten Sie es sehen?

Was denn?

Das Jagdmesser?

Trochu sah es.

Guter alter Trochu.

Auf Wiedersehen.

Erholen Sie sich und warten Sie meine Anweisungen ab.

Auf Wiedersehen, Vilemaur.

Herr Marquis?

Ich danke Ihnen.

Wegen des Dolchs? War doch selbstverst�ndlich.

Trotzdem danke.

Verflixt! Der wollte uns reinlegen.

Da geht er. Zum Gl�ck habe ich mitgeh�rt!

Dann hat Gretchen also auch...

Gretchen hat auch mitgeh�rt. Und dein Ehrenwort?

Ist mir entgangen.

Schuft! Du steckst da drin und sagst mir nichts davon.

Und auch nichts von Goermans Ankunft!

Und hast du mir von Moersch erz�hlt?

F�r wen haltet ihr mich?

F�r die, die uns in London bet�ubt hat,

als die Daten des Atom-U-Boots

in die BRD verschwanden. - In der Nacht war ich bei ihm.

Ich bitte euch.

Goerman entkommt vielleicht gerade, und wir raspeln S��holz.

- Was k�nnen wir tun? - Ihn suchen.

Das Schloss hat viele geheime Ecken.

Ich kenne einen Zugang zum geheimen Teil.

Versuchen wir es.

Aber...

Woher kennst du ihn?

Also doch.

Nat�rlich.

Ihr lie�t ihn verhaften, als ich ihn so weit hatte,

mir die Geheimpl�ne des Schlosses zu geben.

Aber... ich will nicht so sein.

Ich zeige euch den Eingang.

Klar! Allein kann sie nichts machen.

- Jetzt reicht es aber! - Gehen wir.

Aber immer sch�n vorsichtig.

Ich bringe euch nur bis zum Eingang.

Da sieht man's wieder!

Sie wird uns alle �berleben.

Hier ist es. Viel Gl�ck!

Kennen Sie Fantomas?

Legen Sie ihn wieder hin.

Man kann keinem vertrauen,

nicht wahr?

Verr�ter! St�ndig Verr�ter!

Sie sind weder blind noch ein Ehrenmann.

Sie kommen hier nicht lebend raus.

- Reizende Aussicht. - Das geh�rt zu unserem Metier.

Sie schaffen es nicht.

Sie sitzen in der Falle. Ergeben Sie sich!

Sie schulden uns einige Erkl�rungen.

- Schnell! - Jawohl!

Sie schulden uns einige Erkl�rungen. Macht schnell!

Wir wollen Sie lebend.

Ich meine... vorl�ufig!

Flucht ist ausgeschlossen.

Haben wir euch!

Das ist sinnlos, Dromard.

- Laufen Sie! - Wo sind Sie?

Laufen Sie, verdammt!

Laufen Sie!

Ich komme!

Fasst ihn!

Fasst ihn!

Ich brauche beide.

Beide!

Wer ist denn das?

Die rechte Hand des Majors.

Da der Andere weg ist, wird er f�r zwei reden.

Armer Trochu! Er war eigentlich netter Kerl.

Rede nicht, als w�re er schon tot.

W�re vielleicht besser.

Er packt nicht aus.

Glaubst du, das wird ihm n�tzen?

Gretchen, ich muss ihn da rausholen.

Wie?

Deine Freunde w�rden zu sp�t kommen.

Ich alarmiere die Polizei.

Dazu fehlt dir die Erlaubnis.

Das k�mmert mich nicht.

Die Franzosen sind wahrhaftig nicht gerade seri�s.

Trochu war immer bei mir. In Italien, Deutschland, Indochina,

danach beim Nachrichtendienst.

Er hat mir 20 Mal das Leben gerettet.

Er hat mir 20 Mal das Leben gerettet.

Und? Was ist dein Leben denn wert? Und seines?

Und? Was ist dein Leben denn wert? Und seines?

Und meines?

Wir sind doch bereits tot.

Eine Kennnummer wird gel�scht, ein Name durchgestrichen,

ob echt oder falsch. Und es ist, als h�tten wir nie gelebt.

Ich meinte das tr�stend.

Die Polente bewirkt eh nichts.

Die von Vilemaur schon.

Danach brauche ich keine anderen mehr.

Wenn du sie rufst, verduftet Goerman, und wir verlieren seine Spur.

Seine Spur?

Ich habe in den Kellern nichts von ihm gesehen.

Ich gehe das Risiko ein.

Ich aber nicht.

Was hast du vor?

- Ich gehe zur�ck ins Schloss. - Total verr�ckt!

Nein. Du bist beim Marquis unten durch.

Aber der Kunstbotschafterin aus Bonn

hat er nichts vorzuwerfen.

Jeder f�r sich.

Sie schneiden dich in St�cke.

Das Schloss ist voller M�nner.

Und M�nner sind meine Spezialit�t.

Du willst den Marquis bezirzen?

Vielleicht den Marquis. Vielleicht von Moersch.

Wer wei�?

Vielleicht Goerman.

- Den Marquis? - Ja.

Na, na!

Zieh ihn ein wenig h�her.

Er ist schwer. So holt man sich einen Hexenschuss.

Nicht so. Geschmeidig!

Ein, zwei.

Das war's!

Dass man bei denen immer zu solchen Mitteln greifen muss!

Das sind Verbrecher.

Ohnm�chtig, aus dem kriegen wir nichts raus.

Er muss sich erst erholen.

Danach ist er verst�ndnisvoller.

Glauben Sie mir.

Gehen wir essen!

Endlich! Hab ich einen Hunger.

Wartet doch auf mich?

Immer das Gleiche. Sie begreifen einfach nicht.

Die ganze Welt ist gegen uns.

Dabei habe ich nur ihre Rettung im Sinn.

Ich werde sie zwingen,

sich mit den wahren Fragen zu befassen.

Mit dem Gl�ck der Welt.

Ich glaube mein Vater ist dabei, verr�ckt zu werden.

Der Mann, den sie geschnappt haben, ist Trochu.

Sie haben ihn gefoltert.

Bist du sicher, dass Dromard entkam?

Ja. Sie haben getobt.

Sehr gut.

Nein! Ich kann nicht mehr!

H�tte ich dich nicht gefunden, w�rst du jetzt tot.

Es ist, als w�re Krieg.

Es ist Krieg, B�n�dicte.

Der Krieg h�rt nie auf.

Er begann vor 10.000 Jahren.

F�r Leute wie euch. Ihr seid grausam und verlogen.

Du hast mich belogen.

Ich war so ehrlich, wie ich konnte.

Du hast mich benutzt, um an meinen Vater ranzukommen.

Warum?

Ich bin Russe, und ich arbeite f�r Russland. Das ist normal, oder?

Du k�nntest auch Architekt sein oder Arzt.

Ein Russe sagte mal: Es gibt eben solche und solche.

Das sagt man bei uns. Habt ihr auch den Eiffelturm gebaut?

Lass uns nicht �ber Politik reden.

Komm her.

Ich halte dich gerne in meinen Armen.

Und das soll ich dir glauben?

Du wei�t, wenn unsereins ehrlich ist,

ist das wie Selbstmord.

Und trotzdem,

meine Liebe zu dir ist ehrlich.

Warum sagst du das so traurig?

Es ist ein so neues Gef�hl.

Wie ein schlechtes Zeichen.

Warum sprichst du so? Als h�ttest du Angst, gl�cklich zu sein.

An das Gl�ck habe ich nie viel gedacht.

Gib mir Zeit, mich daran zu gew�hnen.

Lass uns beide weggehen!

Wohin denn? Nach Moskau?

Nein, irgendwohin. Heute Nacht wolltest du es.

Du hattest auch genug von all dem.

Das ist wahr.

Jetzt geht es dir wieder besser.

Ich muss zu diesem Kerl.

Zu wem? Dem Freund von Dromard?

Ich kann ihn nicht einfach krepieren lassen.

Es beginnt also alles von vorn.

Dabei hat M�rignac als M�rder gepasst.

Die Sache kam gut voran.

Bei seiner Verhaftung war alles stimmig.

Er m�sste nur noch verurteilt werden.

Wir haben uns schon fast angefreundet.

- Immer diese Komplikationen! - Sie haben noch Vilemaur.

Ein Marquis, Mitglied der Akademie... Wem soll ich glauben?

Und Sie tragen wirklich f�r alles die Verantwortung?

Machen Sie sich keine Sorgen.

Das ist ja toll. Die Blinden sind nicht mehr blind,

die Unschuldigen sind schuldig,

die Stra�en sind voller Spione.

Man t�tet, foltert, Recht z�hlt nichts.

Und ich soll mir keine Sorgen machen.

Gro�artig.

Schicken Sie mir M�rignac gleich.

Ich will ihn bestimmt nicht behalten.

Und haben wir uns verstanden? Keine falschen Schritte.

Ich will den Adjutanten Trochu lebend wiederhaben.

Ihre Abriegelung muss l�ckenlos sein.

Weder Goerman noch sonst wer darf durch die Absperrung kommen.

Bei Anbruch der Nacht umstellen die Polizisten das Schloss.

Ich k�mmere mich um alles.

Ich mache mich vielleicht

l�cherlich, kann mich nirgendwo mehr blicken lassen, aber...

Seien Sie beruhigt.

Lass den Bl�dsinn!

Ich wollte dich nur wecken.

Mach mich los.

Zuerst reden wir ein bisschen.

Das ist nicht sehr bequem.

Geht's nicht schneller?

Schon gut, es brennt ja nicht!

- Du arbeitest also f�r die Russen? - Ja. Und du f�r die Franzosen.

Man kann nichts geheim halten.

Ich h�tte es wissen m�ssen.

Dromard,

Monokel... Das stinkt nach Deuxi�me Bureau.

Warum hast du nicht ausgepackt?

Was h�tte ich ihnen erz�hlen sollen? Die Wahrheit?

Die h�tten sie mir nicht geglaubt und mich gefoltert,

oder sie h�tten mir geglaubt...

und ich h�tte sie nicht mehr interessiert.

Man muss sich in ihre Lage versetzen.

Wollt ihr Goerman?

Sieht so aus.

- Du auch? - Ja.

Heinrich von Moersch hat mich zuerst erkannt.

Pech gehabt.

Du bist also nicht ertrunken.

Ich kann schwimmen, und die Tochter des Marquis versteckt mich.

Da sucht man dich bestimmt nicht.

Wir sind dir sozusagen zu Hilfe gekommen.

Wenn ich dir glauben w�rde, w�re ich ger�hrt.

Wir sind an der gleichen Sache dran.

Lass uns zusammen arbeiten. Dann k�nnen wir sie besser ausquetschen.

Geheimpolizisten aller L�nder, vereinigt euch.

Schau mal!

- Was war das? - Eine Explosion.

Geht nicht zu nah ran! Vorsicht!

Er hatte wahrscheinlich keine Zeit mehr auszusteigen.

Das muss er sein, da. Ich sehe ihn.

Wahrscheinlich ist der Tank explodiert.

Mein Schl�ssel ist weg.

War es schlimm?

Sie waren nicht nett zu mir.

- Was haben Sie ihnen erz�hlt? - Ich habe sie angeschnauzt.

Und zwar ordentlich.

Die Viet-minh wussten, wie man verh�rt.

Von Moersch wei� auch, wie es geht,

aber er ist aus der �bung.

Wie sind Sie ihnen entwischt?

Mit Hilfe von Mathias.

Er ist Russe, nebenbei bemerkt.

Er versteckt sich dort. Wir hatten eine Gipfelkonferenz.

Haben Sie Goerman nicht gesehen?

Nein. Aber der Russe hat mein Wort, dass wir heute Nacht kommen.

Genau das tun wir.

Wir m�ssen nicht unbedingt. Auf mein Wort gebe ich nicht so viel.

Wir m�ssen. Ich habe ausgepackt.

- Bei wem? - Bei der Polizei.

Wir sind also erledigt.

Warum haben Sie das getan? F�r mich?

Was h�tten Sie an meiner Stelle getan?

Das ist etwas anderes.

Doch.

So ist das.

Und was wird der Chef sagen?

Was ist?

Ich habe Gretchen eingeschlossen, damit sie keine Dummheiten macht.

- Vielleicht schl�ft sie. - Ganz allein? W�rde mich wundern.

"Bismarck l�sst gr��en.

Ich lass dir ein paar Kleinigkeiten,

die sonst vielleicht verloren gehen. Deine Erika auf immer."

Sie hat Gef�hl.

So was! Aber wo ist sie raus?

Aus dem Fenster gesprungen?

Das w�re zu sch�n.

Hallo!

- Sie nahm den Aufzug. - Wohin wollte sie?

- Ins Schloss nat�rlich! - Ganz sch�n frech, die Kleine!

Zu frech.

Viel zu frech.

Sieh an, Frau Murger!

Was sucht die denn hier?

H�bsche Frau, nicht?

H�bsche Frauen sind gef�hrlich.

Die Gefahr schreckt mich nicht.

Haben Sie etwa Ihren Flug verpasst?

- Das w�re sch�n f�r uns. - Ich habe ihn annulliert.

Jean, holen Sie Frau Murgers Gep�ck und bezahlen Sie das Taxi.

- Aber... - Ich bitte Sie.

Nichts Unangenehmes, hoffentlich?

Doch... Eine schlimme Nachricht,

die ich f�r Sie habe.

Ja, bitte.

Wann kommt Mathias Fischer, der Verlobte Ihrer Tochter, zur�ck?

Ich habe schon seit einigen Tagen nichts von ihm geh�rt.

Hoffen wir, dass er nicht kommt.

Ich verstehe nicht.

Als Sie mich Mathias Fischer vorstellten,

hatte ich einen vagen Verdacht.

Na so was... Einen Verdacht?

Ich habe mich bei einem Freund erkundigt.

Jetzt bin ich ganz sicher.

Mathias Fischer ist ein gef�hrlicher Abenteurer.

Er wurde in meinem Land verurteilt.

Es w�re eine Mesalliance f�r Ihre Familie.

Arme B�n�dicte!

Soll ich mit ihr sprechen? Sie darauf vorbereiten?

Wir reden sp�ter nochmal �ber das Ganze.

Jean bringt Sie nun in Ihr Zimmer.

Ich habe 1 Franc Trinkgeld gegeben.

- Zwei. - Einen.

- Zwei. - Gut, drei.

Ich bin so froh, dass Sie wieder hier sind. Doch, doch!

Wenn man in st�ndigem Misstrauen lebt,

freut man sich �ber jemanden, dem man trauen kann,

dessen sch�ne Augen wie ein offenes Buch sind!

- Und Dromard? - Alles klar.

- War ein h�bsches Feuerwerk. - Danke.

War doch selbstverst�ndlich.

Doch, doch, doch! Ich liebe saubere Arbeit.

Halten Sie es nicht f�r gef�hrlich, eine Zeugin zuzulassen?

- Sie sind misstrauisch von Moersch. - Ich habe meine Gr�nde.

Mathias, ein Ostagent, Dromard, ein franz�sischer Agent...

Sie sind ausgeschaltet. Eine Hand voll entschlossener M�nner

reicht, um eine Schafherde zu leiten.

Es werden andere nachkommen. Ich trage Verantwortung.

Ich will kein Risiko eingehen.

Heute Abend sind Sie und Ihr Gef�hrte

in einem sicheren Versteck.

Dort k�nnen Sie meine Befehle gefahrlos abwarten.

Es sollte keine Zeugen f�r unsere Abreise geben.

Au�er dem Italiener sind hier alle Verr�ter.

Je h�her man aufsteigt, umso einsamer wird man.

Je h�her man aufsteigt, umso einsamer wird man.

Und auf den Gipfeln, von wo aus der Adler sich in die L�fte erhebt,

gibt es nur noch wenige souver�ne M�nner.

Aber ich halte Sie nicht davon ab, Ihre Vorkehrungen zu treffen.

Ich befehle es Ihnen sogar.

Wir sind uns also einig.

Auch was Frau Murger angeht?

Auch was sie angeht.

- Ist Dromard wirklich tot? - Ja. Wenn kein Wunder geschehen ist.

- Gut. Fahr nochmal hin! - Wozu?

Nachsehen, ob ein Wunder geschehen ist. Ich will keine Zeugen.

- Worum wetten wir? - Um deine Haut.

- Und was machen wir? - Packen.

Wir t�ten die Zeugen und verduften.

- Kommt der Marquis auch mit? - Nein.

Der will allein bleiben, auf den Gipfeln.

- Wie bitte? - Schon gut.

Sobald ich alle Beweise hatte, habe ich Sie rausgeholt.

Es war h�chste Zeit. Ich begann schon, an unserer Justiz zu zweifeln.

Dazu gibt es keinen Grund!

Schenken Sie ihm einen ein.

- Nicht zu viel! - Ist doch nur Alkohol.

Ich dachte erst, Sie h�tten

mich verraten. Aber jetzt verstehe ich.

- Noch ein Schluck. - Ja, ja.

Der Graf von Monte-Christo, Jean Valjean,

der Herzog von Enghien, sie alle waren bei mir in meiner Zelle.

Und weinten.

Fassen Sie sich.

Kleine Justizirrt�mer gibt es hin und wieder.

Klar, es gibt immer Hoffnung auf Rehabilitierung, aber...

Und der Marquis...

Ist ein Verbrecher.

Ein so reicher Mann...

Kaum zu glauben! Und �berhaupt...

Ihr Auftrag, Ihre Blindheit, diese ganze Konspiration...

Wir brauchen Sie.

Diese ganzen Ereignisse haben mich etwas mitgenommen.

Sie haben Ihr Fr�ulein Erika Murger.

Was? Wir m�ssen sie befreien!

Er hat kapiert.

Die Polizei schl�gt heute Abend zu.

Warum so sp�t?

Sie fliehen nicht vor heute Abend. Aber sie bringen sie vielleicht um,

wenn sie uns kommen sehen. Wir m�ssen unauff�llig vorgehen.

Wir br�uchten die Pl�ne

des geheimen Teils des Schlosses. - Ich hole sie gleich.

Wir kommen mit Ihnen.

Ab jetzt bleiben wir zusammen.

Erika Murger wurde quasi vor unseren Augen entf�hrt.

Stimmt doch?

Ihre Verhaftung ging ihr �brigens sehr nahe.

Arme Kleine!

Sie schrie: "Hubert, Hubert!"

- Trochu! - Herr Major?

Das Wachkomitee steht unten.

Den schnapp ich mir.

Sind Sie wieder bei Kr�ften?

Wenn ich den sehe, schon.

Nehmen Sie die Dienstbotentreppe.

Die Treppe? Ach ja!

Gretchen hat gute Ideen.

Wird nicht lange dauern.

Wie geht es gesundheitlich?

Nicht besonders.

Komm, wir kurieren dich.

- Welches Stockwerk? - Dreckskerl!

Das h�tte er nicht tun sollen.

Sonst keiner da?

Nur er. Machen wir ihn kalt?

Aber Sie werden nicht kaltbl�tig einen Menschen t�ten?

Muss man dazu w�tend sein?

- Hauen die ab? - Nein, jemand hat geschrieen!

- Es ist nichts. Vorw�rts. - Hier entlang.

Wir m�ssen es sofort anwerfen.

Sicher?

- Ich mache alles an? - Ja.

Sogar die Musik?

Ja, um Dromard zu warnen.

- Fertig? - Ich, ja.

Feuer!

Und Wagner? Jetzt!

Der Verst�rker muss warm werden.

Schnell, verdammt!

Es ist soweit.

Ich wusste, er w�rde sich entschlie�en.

Ich habe Raymond gar nicht kommen sehen.

Au�erdem kommt er nie so sp�t nach Hause.

Mit dem Auto k�nnen wir nicht wegfahren.

Wir sind umzingelt.

Unterirdisch k�nnen Sie die Polizeisperre umgehen.

Und ich?

Tote dienen der Sache besser als �berlebende Durchschnittsmenschen.

Nur Goerman z�hlt.

Wir werden ihr Versteck sch�tzen und alle Spuren und Zeugen beseitigen.

Aber, aber, ein wenig Mut!

Frau Murger ist eingesperrt.

Sie tritt im letzten Akt auf.

Uns fehlte eine Heldin, nun haben wir eine!

Und wenn wir uns ergeben?

Wir w�rden wegen nationaler Unw�rdigkeit verurteilt,

aber sp�ter k�nnten wir weiterk�mpfen.

Nein! Eines wird uns �berleben:

Unsere Idee, unser Ideal, unser Symbol!

�ber dem Blut wird die Fahne wehen.

Wir sind erledigt. Alle Ausg�nge sind bewacht.

Nur er kann uns durch die G�nge hinausf�hren.

Auf jeden Fall werden sie uns nicht kriegen.

Gut...

Du h�ltst sie auf und kommst nach.

Keine Sorge, ich werde Spa� haben.

- Los geht's! - Das war nicht so geplant.

- Man muss improvisieren k�nnen. - Also, fahren wir.

Schande... Weltweite Verdammung...

Wir werden ein Desaster erleben.

Und wenn nichts passiert, was sagen wir dann dem Marquis?

Wir k�nnen ihn des Mordes beschuldigen.

- Sie machen immer Scherze. - Jetzt gerade nicht.

- Eine Frau ist in Gefahr. - Eine Frau?

Das wird ja immer besser!

Herr Major?

Sie wollten abhauen. Daher das Spektakel.

Wir haben sie trotzdem �berrascht.

Holen Sie den Kommissar.

Auch ich will Goerman.

Einverstanden?

Einverstanden. Wir rechnen hinterher ab.

Ich dachte, der sei tot.

Und Sie auch.

wir erkl�ren Ihnen das sp�ter.

Mathias, haben Sie Erika Murger gesehen?

Nein, Dromard,

oben ist niemand mehr.

Sie haben sie wohl mitgenommen, vielleicht ist noch Zeit.

Bleiben Sie stehen!

Na gut!

Keinen Schritt weiter!

B�n�dicte! Sie halten zu Goerman, einem Kriegsverbrecher?

Lassen Sie mich in Ruhe mit ihrem Krieg!

Ich war 4, als er zu Ende ging.

Ich halte zu meinem Vater.

Und ich will nicht, dass Mathias da unten get�tet wird.

Sie und Ihre M�dchengeschichten!

Vorsicht, sie wird schie�en!

Und wenn?

Nein, B�n�dicte!

Ergreifend, nicht?

Herr Kommissar, bringen Sie sie in die Arrestzelle.

Mit welcher Begr�ndung?

Morddrohung. Ist doch augenf�llig.

Was ist dahinten?

Ein Zugang zum Keller.

Da ist was los. Beruhigt jetzt?

- Ja, wenn's mich nicht erwischt. - Ach nee...

- Sch�sse? - Nein, ein geplatzter Reifen, Idiot!

Hier, nimm sie mit!

Dromard, geben Sie mir M�rignacs Pl�ne.

Ich rede mal mit dem Marquis.

Wir verteilen uns in kleine Gruppen und treiben sie raus.

Unterirdisch kommt man zum Turm und zu den Ruinen.

Ich warne Sie, das wird schwierig... und gef�hrlich.

Und dann?

Los, er ist da oben.

Wir haben alles abgesucht, da ist niemand mehr.

Vielleicht gibt's hier einen Ausgang.

Der Gang f�hrt zu den Wirtschaftsgeb�uden.

In den Ruinen gibt es keinen anderen au�er den beiden.

Schie�en Sie nicht!

Schie�en Sie nicht!

- Wer ist der Mann? - Prozzi.

Nie von ihm geh�rt. Man sagt mir ja nie was.

Ich wei� �ber nichts Bescheid.

Goerman, kommen Sie herunter!

H�ren Sie mich, Goerman? Ergebe Sie sich!

Der Marquis?

Goerman war der Marquis?

Das kann nicht sein.

Entweder er oder ich.

Keine schwere Entscheidung.

Kriegen Sie lieber von Moersch.

Was hast du da oben gemacht?

Der Verr�ckte hat mich da eingesperrt.

Und er wollte mich erw�rgen.

Das ist alles.

Diesmal hatte ich wirklich Angst.

Endlich!

Tut mir leid. Ich h�tte ihn Ihnen gerne lebend �bergeben.

Goerman starb 1945.

In Berlin.

In der Reichskanzlei, mit Hitler.

Ich selbst sch�ttete Benzin �ber die Leichen

und z�ndete sie an.

Seit 16 Jahren suchen wir ihn.

Warum verbreiteten Sie die Legende von Goerman?

Als Goermans Vertreter war ich wer.

Am Anfang glaubte ich, ich k�nnte weiterk�mpfen.

Dann wurde ich von israelischen Kommandos gejagt.

Es ging nur noch ums �berleben.

Da halfen mir so arme Irre wie der Marquis.

Er hat an seine Revolution geglaubt.

Sie sind ein Soldat, Dromard.

Ich gebe Ihnen die Liste seiner Korrespondenten in der ganzen Welt.

Es sind mehr, als Sie vielleicht denken.

Aber wie der Marquis sind sie alle Amateure.

Goerman, der war jemand.

Das war die gute alte Zeit.

Und wenn von Moersch gelogen hat? Wenn Goerman wirklich hier war

und uns entwischt ist? Der Marquis hat ihn doch gesehen?

Das werden wir nie erfahren. Der Marquis ist tot. Von Moersch

wird immer schw�ren, dass Goerman in Berlin verbrannte.

Wer hat den Marquis get�tet?

Ich.

Sie handelten nat�rlich in Notwehr...

Er versuchte, mich zu erw�rgen.

Von mir aus. Und Sie haben nichts gesehen?

Ich war ohnm�chtig.

Klar!

Und der Russe?

Ich habe ihn ins Schloss bringen lassen.

Der Marquis ist tot.

Haben Sie mich erschreckt.

Macht Ihnen das nichts aus?

Sie sagen mir das jetzt, wo alles vorbei ist.

Ich bat Sie, auf mich zu warten!

Schw�re, dass wir uns nichts mehr verheimlichen.

Ehrenwort.

Das will ich nicht sehen.

Nein!

Regen Sie sich nicht auf.

Und eines will ich Ihnen noch sagen:

Wir sind kein guter Umgang.

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