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HEISSE GRENZE
Die Tiere wittern den Fluss.
Drüben auf der anderen Seite weht der Wind der Vereinigten Staaten.
Und hier weht der Wind von Mexiko.
Und auf beiden Seiten streut er uns Sand in die Augen.
Die Gringos nennen den Fluss "Rio Grande".
Was für ein großer Name für so ein kleines Gewässer!
Wo steckt nur dieser Sterner? Er müsste schon da sein.
Der kommt schon. Auf den brauchen Sie nicht mehr lange zu warten.
Sie haben gute Ware für ihn, die ihm etwas einbringt.
Brady?
Wer sind Sie? - Pancho Gil.
Ich vertrete Don Cipriano Castro hier im Norden.
Ich bin auch für die Station von Del Norte verantwortlich.
Ich habe schon auf Sie gewartet.
Wo ist Sterner? - Er kommt nicht.
Er wurde aufgehalten. Ich reite mit dem Wagen nach Puerto
und liefere ihn bei Sterner ab.
Nein. Don Cipriano befahl mir, die Ladung nur Sterner zu geben.
Aber er änderte den Befehl.
Ich bringe die Ladung zu Sterner. - Sie missachten Ciprianos Anordnung!
Nein. Ich befolge nur Ihre nicht.
Diego! (Spanisch) Kommt weiter!
(Diego) Kommt weiter? Kommt!
Wollen Sie wirklich über den Fluss reiten?
Ja. - Bleiben Sie lieber hier!
Ich reite rüber und hole Senor Sterner.
Oder ich verabrede, wann er den Wagen holt.
Ich will mal wieder zum anderen Ufer.
Das ist zu gefährlich, wenn Sie jemand erkennt!
Dieses Risiko habe ich schon eingerechnet. Vämonos!
Diego!
Liegen Sie still, Amigo! Sie dürfen sich nicht bewegen.
Hol Sterner! - Jawohl!!
(Spanisch) Schnell!
Wo haben Sie Schmerzen? Können Sie mich verstehen?
Nicht bewegen, bis der Arzt kommt! Wo wohnen Sie?
Nicht hier. Es ist gleich jemand da, der mir hilft.
Das Pferd wurde scheu. Unkraut wehte vor ihm.
Wie kommt ein Mexikaner zu diesem wertvollen Pferd?
Hat er wohl gestohlen! - Stark! Jemand soll den Arzt holen.
Ich gehe. Ich rufe Dr. Stovall. - Er hat das Bein gebrochen.
(Spanisch) Ich will mein Gewehr. - Ich weiß nicht, Martin.
Jetzt brauchen Sie keine Schießeisen.
Können Sie verstehen, was ich sage? - Ja.
Ich bin Dr. Stovall. Trinken Sie! Das tut Ihnen gut.
Eine feine Sache habt ihr mir eingebrockt. Wo ist meine Ware?
Die Ladung liegt auf dem Zollamt. - Verschiebt euren Streit!
Ich muss jetzt hier ran. ... Wie ist Ihr Name?
Brady. Martin Brady. - Wissen Sie was, Brady?
Ihr gebrochenes Bein ist nur halb so schlimm wie der Dreck drauf.
Wie lange waren Sie denn unterwegs? - 26 Tage.
Ich dachte, ein Jahr. Aber ich merkte auch nicht gleich,
dass Sie kein Mexikaner sind.
Nehmen Sie noch einen Schluck! - Nein!
Dann werde ich einen für Sie mittrinken.
Doktor? - Ja?
Flicken Sie mich wieder zusammen? - Natürlich! Das wäre ja gelacht.
So! Jetzt kommt das, was wir mit "vorsichtig betasten" bezeichnen.
Aaaah! - Tut ein bisschen weh, ne?
Aber Sie hatten noch Glück.
Dr. Herbert J. Stovall wird Ihnen helfen.
Jetzt geht's los. - Hombre! Halten Sie ihn fest!
Hilf mir bei dem Streckverband! Gib mir die 2 Schienen!
Jetzt legt sie an, aber mit größter Vorsicht!
Ganz vorsichtig anlegen! Ja, so ist es richtig.
Und nun gut festhalten und gleichzeitig ziehen!
Festhalten! Festhalten!
...Ziehen!
(Er atmet tief aus.)
(Ein Pferd wiehert.)
(Rufe auf Spanisch.)
Vorsichtig! Vorsichtig, Jungs!
Doktor! Haben Sie kurz Zeit? - Klar, Ben!
Ludwig! Zeig den Leuten, wo die Säcke hinkommen!
Wie lange muss er hierbleiben? - Ein paar Monate.
"Ein paar Monate"? - Er braucht Ruhe.
Ist eine böse Sache. Dauert lange, bis so was verheilt ist.
Diego!
Sagen Sie, Doktor! Ist es bald wieder in Ordnung?
Ich habe zu tun. Ich wollte nur kurz über die Grenze
und liege jetzt in Mr Sterners Warenlager.
Der Knochen ist zum Glück nicht gesplittert. Sonst müssten Sie noch länger bleiben.
Au! - Ausgezeichnet!
Sie haben noch Gefühl im Fuß.
Sie arbeiten also in Mexiko. Wie lange sind Sie schon dort?
Und ... Was machen Sie denn da drüben?
Ich meine, wovon leben Sie? - Vom Reiten.
Ihr Pferd sieht nicht aus, als gingen Sie zu Fuß.
Für wen reiten Sie?
Für die Castros.
So einen Hengst? Wenn Sie nur für die Castros reiten?
Glauben Sie, ich habe ihn gestohlen?
Sagte ich das? - Ich weiß, was Sie denken.
Der Hengst gehört mir! Die Castros schenkten ihn mir.
Er ist mein einziger Besitz. Also keine Bemerkungen!
Jaja schon gut!
Wie heißt das Pferd? - Lagrimas.
Lagrimas? Das ist das spanische Wort für "Tränen".
Hm? - Ja.
Brady! Die Castros hätten Ihnen niemals so ein Geschenk gemacht,
wenn Sie nur für sie reiten würden. Ein andalusischer Hengst hat Wert.
Er ist bestimmt Ihr Eigentum. Aber was mussten Sie dafür tun?
Sagen Sie, Doktor! Wie kann ich Ihre Arbeit bezahlen?
Andere Patienten machen sich darüber keine Sorgen.
Also lassen Sie es auch! - Ich will Sie aber bezahlen.
Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
Ich habe eine braune Stute aus Kentucky.
Die könnte Ihr Hengst decken. Dann sind wir quitt.
Ich weiß nicht, ob das den Castros recht wäre.
Die müssen es nicht erfahren. - Abgemacht!
Eine Bitte! Hauen Sie diesem schwarzen Biest einen Stein
auf die Nase mit einem schönen Gruß von mir!
Nein, der ist stärker als ich!
Sterner! Ich habe den Wagen gehört.
Wo ist Diego?
- Diego reist schon Richtung Süden.
Er hat neue Instruktionen von den Castros.
Der Wagen ist bei Pancho Gil über den Fluss.
Und die Gewehre? - Sind auch bei Gil.
Hm.
Wo ist denn das Geld? - Da drüben.
In dem Sack, der einen breiteren Knoten hat als die anderen.
Ist er das? - Ja.
Ziemlich schwer. Hm?
500 Silberpesos können nun mal nicht leicht sein.
Ich beklage mich ja nicht.
Das hat geklappt.
Säcke mit Erz werden nicht kontrolliert.
Die sind ja zollfrei. Gibt keinen Arger mit der Behörde.
Ich kriege die Pesos, Castro die Gewehre.
Wir sind beide zufrieden.
Jeder bekommt das, was er braucht. (Schneller Galopp.)
Es kommt jemand. - Schick ihn wieder weg!
Es ist Captain Rucker.
Guten Abend, Mr Sterner! - Guten Abend, Captain!
Sie sind Brady?
Ich bin Captain Rucker von Kompanie E der Texas Rangers.
Ich hörte von Ihrem Unfall.
Ich brach mir auch mal das Bein. Das ist kein Vergnügen.
Was haben Sie denn da, Ben? Erz?
Ja, Sir! Golderz von einem mexikanischen Kunden.
Er ist reich, wenn er es so weit schicken kann.
Er hatte Pech. Er verlor viel Silber bei der Goldgewinnung.
Ich soll hier einen Versuch für ihn machen.
Stimmt's, Brady? - Ich sprach heute mit Major Colton
über Sie. Oben auf dem Fort. Er ist der neue Kommandant.
Er hat Sie gestern nach dem Unfall gesehen.
Wenige Amerikaner leben auf dem anderen Ufer des Rio Grande.
Deshalb ist er neugierig auf Sie. - Hm ... Neugierig?
Er möchte mehr über das Land wissen
und bittet Sie, ihn einmal zu besuchen.
Irgendwann einmal, wenn Sie wieder rumlaufen können.
Ich würde Sie gern auch mal bei mir begrüßen.
Ich komme zu spät zum Abendessen. Auf Wiedersehen! Gute Besserung!
Auf Wiedersehen, Ben!
Kaffee, schön heiß.
Gracias!
Geht es Ihnen etwas besser, Mr Brady?
Nein, Chice. - Das tut mir leid!
Sie haben noch so einen komischen Namen außer Sterner.
Hä? Ah! Ludwig. Ludwig Sterner.
Hm. Und wo stammen Sie her?
Ich kam aus Kassel in Deutschland vor einem Monat.
Sie sind also auch noch nicht lange hier.
Und haben kein gebrochenes Bein. - Nein. Ich bin Gott sei Dank gesund!
Ludwig? Hm.
Ich finde Chice klingt viel besser.
Chice Sterner. - Das heißt "klein".
Ich lerne Spanisch. - (Spanisch) Das ist hier nötig.
Ludwig, komm jetzt!
Du kümmerst dich zu viel um Brady! - Onkel!
Onkel! Er ist ein guter Mensch und mein Freund.
Ludwig! Du kamst zu mir, um im Geschäft was zu lernen.
Wer führt das Geschäft? - Du. Aber was hat das damit zu tun?
Er ist krank und tut mir leid. - Unsinn!
Weißt du, was ein Pistolero ist? Ein Revolverheld?
Das ist einer, der gleich schießt.
Mr Brady? - Ja.
Er ist ein Mörder. In Mexiko brauchen sie solche Leute.
Und für die Castros, meinen guten Kunden, ist der Kerl unbezahlbar.
Aber hier muss man sich von ihm fernhalten.
Haben Sie Heimweh, Chice? - Hm?
Oh! Ich habe Sie nicht bemerkt. Verzeihen Sie!
Wären Sie lieber wieder zu Hause
und nicht in einem fremden Land. - Wieso? Die Leute sind nett.
Haben Sie kein Heimweh? - Nein!
Nicht lügen, mein Junge! - Nein.
Aber ich glaube, Sie haben Heimweh.
Da irren Sie sich, Chice!
Ich habe keine Heimat. - Guten Morgen, Brady!
Schön, dass Sie wieder auf den Beinen sind!
Wollen Sie heute mit mir zum Fort fahren?
Ja. Wenn ich es schaffe, Doktor. - Es wird schon gehen.
Aber wenn ich Sie mit dem Standort- kommandanten der Armee bekannt mache
oder Sie einer Dame der Gesellschaft vorstelle,
dann muss der Dreck runter!
Im Hinterzimmer von Peebles Friseurgeschäft steht ein Badezuber.
Das Wasser wird heiß sein, bis Sie rübergehumpelt sind.
Ludwig! Schreib das auf meine Rechnung und bring es zum Friseur!
He, Doktor! - Hm?
Sie können das Wasser sparen. Ich will nicht baden.
Der Major wohnt dort. Wenn Sie es nicht finden, fragen Sie!
Ich muss zu einem Kranken im Revier.
Ich warte hier auf Sie oder umgekehrt.
US-ARMEE KRANKENHAUS
Kann ich noch was für Sie tun?
Ja. ...Heben Sie mir die inzwischen auf!
Und jetzt Vorsicht bitte! Vorsicht!
Passen Sie auf, wenn Sie es durch die Tür tragen!
Stellen Sie es an die Wand in die Mitte!
Ich heiße Martin Brady. Ich möchte zu Major Colton.
Er hat Dienst. Sind Sie angemeldet?
Er wollte mich sprechen. Ich bin der Mann aus Mexiko mit dem Unfall.
Wenn Sie auf ihn warten wollen, kommen Sie herein!
Hm.
Er kommt in ein paar Minuten.
Ich muss auch immer auf ihn warten.
Ich... Ich bin nämlich seine Frau.
Verzeihen Sie, wenn ich Sie so anstarre!
Aber es ist kaum zu glauben, dass Sie derselbe Mann sind,
der damals nach dem Unfall auf der Straße lag. Ich war dabei.
Ja, das weiß ich noch.
Ach wirklich?
Ja wirklich, Mrs Colton!
- Bitte setzen Sie sich doch!
Sie müssen entschuldigen, dass es hier so aussieht.
Aber wir sind gerade erst beim Einziehen.
Sie haben hübsche Möbel, Mrs Colton.
Danke! Die Wohnung muss nur noch gemütlicher werden.
Wir haben unsere Möbel aus Missouri mitgebracht.
Ich komme auch aus Missouri. - Ach! Wir waren dort stationiert.
verließen Sie Missouri jetzt erst? - Nein.
Ich lebe in Mexiko.
Ich habe noch keinen Amerikaner getroffen, der in Mexiko lebt.
Da gibt es ja auch nicht viele.
Äh... Gefällt es Ihnen hier, Mrs Colton?
Als Frau eines Offiziers kann man sich den Wohnort nicht aussuchen.
Da nimmt man, wie es kommt.
Das wird ein Mann, der tun und lassen kann, was er willl,
wahrscheinlich nicht verstehen.
Vielleicht besser, als Sie denken!
Bleiben Sie lange in Puerto?
Nein, das glaube ich nicht.
Ich muss sicher lange hier leben.
(Er seufzt.)
Entschuldigen Sie! Ich bin ein schlechter Unterhalter.
Ich rede gewöhnlich nur... mit meinem Pferd.
Kommen Sie rüber, Mr Brady!
Mittagessen pünktlich um 12!
Ich habe Captain Stoker und Mr Hight eingeladen.
Tut mir leid, dass Sie warten mussten, Mr Brady!
Wie geht's dem Bein? Das war ein böser Sturz.
Oh! Es macht sich. - Freut mich! Setzen Sie sich!
Mr Brady! Beantworten Sie mir ein paar Fragen!
Ja, Major! - Sie sind schon längere Zeit
bei den Castros angestellt als eine Art Leibwächter
und können so vieles beobachten.
Sie wissen, was drüben vor sich geht.
Ein Großteil der Apachen, unter Häuptling Fuego,
will das Stammestreffen südlich der Grenze abhalten.
Zwischen dem Fluss und der Stadt Carmen.
Stimmt das, Mr Brady?
Es wäre möglich. - Sie halten es nur für möglich?
Ja, Sir! - Aha! Wissen Sie,
wer drüben die Verfügungen über die Armee und ihren Einsatz trifft?
Das kommt darauf an.
Worauf?
Wer gerade Gouverneur ist.
Und die Castros?
Denen gehört der Grundbesitz zum größten Teil.
Wer sind diese Castros? Was ist das für eine Familie?
Da ist Don Cipriano, der Älteste, der der Chef ist.
Und Marcos, sein Bruder, der führt die Armee.
Das ist die ganze Familie.
Aha! Das ist interessant. ...Mr Brady!
Was ich Ihnen jetzt sage, ist streng vertraulich!
Gewissermaßen ein militärisches Geheimnis.
Aber ich glaube, dass Sie der Mann sind, der mir helfen kann.
Ich habe eine Bitte. Erweisen Sie Ihrem Vaterland einen Dienst!
Wir müssen die führenden Männer in Mexiko sprechen.
Nach allem, was Sie sagten, sind das die Castros.
Sie sollen mit uns eine gemeinsame militärische Operation durchführen.
Sie meinen in Mexiko? - In Mexiko
oder hier in den Staaten. Egal! Wir müssen die Apachen vernichten!
Sie wollen den Castros einreden, dass amerikanische Truppen kommen?
Die natürlich nur mit ihrer eigenen Armee operieren.
Wie denken Sie darüber?
Major! Haben Sie jemals das Wort "Gringo" gehört?
Natürlich!
Das Wort drückt ungefähr das aus, was die drüben über Sie denken.
Gringo!
Ist das alles, was Sie dazu sagen? - Ja, Sir!
Na schön, wie Sie meinen!
Trotzdem danke ich Ihnen, dass Sie gekommen sind!
Die Apachen sind an der Grenze und rauben hier im Norden,
weil die Castros daran verdienen. Finden Sie etwas,
was den Castros mehr wert ist als die Freundschaft mit Fuego.
Denken Sie mal darüber nach!
Sind Sie mit dieser geheimnisvollen Unterredung zufrieden gewesen?
Ja natürlich!
Werden Sie uns noch einmal besuchen?
Schon möglich.
Auf Wiedersehen!
Ich sage Ihnen: Wir preschen vor in den Süden,
hinein in das goldene Herz von Mexiko!
Hogan! Bringen Sie mir noch was zu trinken!
Eine neue Ära beginnt! Eine herrliche Zukunft
für unsere schöne Stadt. - Und was ist mit den Apachen?
Apachen!
(Er räuspert sich.)
Mein teurer Freund! Es gibt hier in dieser Gegend gewisse Projekte,
die die fast unerschöpflichen Hilfsquellen unseres Vaterlandes
zum Versiegen bringen könnten. Einer Institution wie der reichen
Südkontinent-Eisenbahngesellschaft macht das nichts aus.
Können Sie mir folgen? Aber was passiert,
wenn die Schmiergelder der Eisenbahngesellschaft
in die Taschen der Castros fließen? ...Was meinen Sie?
Sie sind Experte für die Castros von Mexiko.
Sie meinen, was die Castros machen, wenn sie die Wahl zwischen dem Geld
und den Apachen hätten. - Richtig!
Dann möchte ich kein Apache sein. - Fabelhafte Antwort!
Meine Herren! Es lebe die Korruption!
Prost auf die gute Gelegenheit! - Welche Gelegenheit?
Die wir brauchen, um drauf trinken zu können.
Danke, Mr Hight! Ich muss jetzt gehen.
Hm?
Ah! Tag, Brady! - Tag, Doktor!
Ich bringe Ihren Hengst zurück. Jetzt sind wir quitt!
Meine Stute lädt Sie ein. - Danke!
Also kommen Sie vorbei! Wiedersehen! - Wie geht's, Brady?
Danke gut, Captain! - Sie haben mich nie besucht!
Aber ich wollte es eigentlich, Captain!
Brady!
Ich möchte mit Ihnen reden.
Na schön!
Ich freue mich, dass Sie jetzt ohne Krücken rumlaufen können.
Haben Sie noch Schmerzen im Bein? - Ja manchmal.
Brady! Ich kannte Ihren Vater.
Woher wollen Sie wissen, wer er ist?
James Brady war in meiner Kompanie in Missouri Sergeant.
In Slaybacks Regiment. Ein Mann namens Follett hat ihn umgebracht.
Im Streit erschossen, wie die Zeugen sagten.
Am nächsten Morgen fand man Follett im Wald mit einer Kugel im Kopf.
Niemand wusste, wer ihn erschoss. Brady hatte keine Freunde.
Aber er hatte einen Sohn. Und dieser Sohn sind Sie!
Sie haben den Mörder Ihres Vaters, Follett, umgebracht.
Ich gehe von hier weg, Captain, wenn Sie es wünschen.
Sie haben der Bevölkerung einen Dienst erwiesen.
Follett wurde von jedem Sheriff in Missouri gesucht.
Sie hätten dableiben sollen! Es wäre Ihnen nichts passiert.
Ich möchte, dass Sie bei den Rangers eintreten
und mit den Castros Schluss machen.
Ein Ranger bekommt im Monat 40 Dollar und Verpflegungsgeld.
Der Staat liefert Ihnen Munition. Sie stellen Pferd und Ausrüstung.
Den Vorschlag machen Sie mir? - Ich will Ihnen helfen.
Was machen Sie, wenn die Castros Sie rauswerfen
oder Sie nicht mehr für die arbeiten wollen?
Fangen Sie hier am Rio Grande ein neues Leben an, wo Sie hingehören!
Denken Sie mal über meinen Vorschlag nach, Brady!
Guten Morgen, Mr Brady! - Guten Morgen, Mr Peebles!
Ich schneide Ihnen gerne die Haare. - Mr Brady!
Mein Onkel möchte Sie sprechen. - Wiedersehen, Mr Peebles!
Die Gewehre sind verschwunden! - Verschwunden?
Pancho Gil brachte sie rüber, aber General Marcos
bekam sie nicht. Der ganze Wagen
ist verschwunden! - Aber wieso?
Wie soll ich das wissen?
Vielleicht wurden sie von Pancho Gil gestohlen oder von Apachen.
Oder General Marcos schaffte sie selber beiseite.
Eins steht fest: Ich habe sie nicht!
Cipriano Castro wird Sie dafür verantwortlich machen!
Sie sollten die Gewehre nach Mexiko bringen.
Mit dem gebrochenen Bein konnte ich nicht reiten.
Den Castros ist das egal.
Die wollen nur, dass Sie ihren Auftrag erledigen. Selbst halb tot
müssen Sie das noch tun!
"Sobald Sie wieder reiten können, kommen Sie so schnell wie möglich zurück!
Besorgen Sie solange Informationen über die Lage an der Grenze
und bemühen Sie sich in jeder Weise für uns!"
Jetzt haben Sie es gehört!
Ich gehe vielleicht nicht mehr zurück, sondern bleibe hier.
Sind Sie wahnsinnig?
Wieso? Ich bin Amerikaner.
Ja. Sie sind in den Staaten geboren, aber leben in Mexiko.
Sie gehören zu den Castros. Also lassen Sie den Blödsinn!
Sie müssen wieder nach Mexiko zurückkehren,
sobald Sie wieder reiten können! Verstanden, Brady?
(Eine Frau singt in Englisch.)
3 Es ist eine komische Geschichte, wie ich kam zu diesem Hut.
J Mein Großvater starb und hinterließ mir sein Hab und Gut.
S Ins Testament hat er geschrieben, ganz süß und ohne Wut:
Z '"Willst du mein Geld, musst immer tragen meinen Hut."
Alle mitsingen bitte!
Vorsicht mit dem Bein! - Es geht schon. Danke!
Bringen Sie den Wagen zurück, bevor Ihr Onkel etwas merkt!
Ach, der merkt nichts! Ich warte auf Sie.
Z | should like to have one, jJust the same
J as that. Where ever | go that shout "Helle!
J Where did you get that hat?" If 1 go to the opera house,
S in the opera season, there's someone sure to shout at me
$ witnout the slightest reason.
S If1go to a Chowder-Club to have
J a jolly spree, there's someone
S in the party who's sure 10 shout at me ... 3...
Guten Abend, Mrs Colton! ...Major!
Guten Abend, Mr Brady! - Ein schönes Fest.
Ich habe noch nie so etwas mitgemacht.
In Mexiko gibt es auch Feste. - Natürlich!
Aber das hier gefällt mir besser, weil es ein amerikanisches ist.
Mr Brady! Wann gehen Sie wieder nach Mexiko zurück?
Ich weiß es noch nicht, Major. Ich fühle mich hier wohl.
Kann ich mir vorstellen.
Wollen wir tanzen? - Danke, jetzt nicht! Es ist zu voll.
Es ist aber der 1. Tanz, Ellen!
Würden Sie uns entschuldigen, Mr Brady?
(Tanzmusik wird gespielt.)
Bildhübsche Frau. - Ja, Captain! Sie sieht gut aus.
So hübsche Frauen kommen nicht oft ins Grenzland.
Und wenn mal eine kommt, bleibt sie nicht lange.
Ist kein Leben hier für Frauen.
Aber die ist was Besonderes. Verdreht jedem Mann den Kopf.
Kommen Sie mal zu mir und lassen Sie sich anwerben!
Ich habe darüber nachgedacht. Ja.
Sie gehören zu uns. Aber keine Dummheiten machen!
Was denn für Dummheiten?
Na ja! Da gibt es verschiedene Arten.
Eine davon kennen Sie. Die machten Sie vor Jahren.
Die Art, die ich jetzt meine, müssen Sie sich vom Halse halten!
Die Dummheit, die man wegen einer Frau begeht!
Guten Abend, Major! - Guten Abend, Captain!
Major! Ich habe Sie schon den ganzen Abend gesucht.
Sie dürfen nicht jeden Tanz mit Ihrem Mann tanzen, Mrs Colton!
Bitte, Major!
Mrs Colton! Sie sind heute Abend schön wie ein Bild.
Sie sind sehr liebenswürdig.
Entschuldigen Sie mich!
Kann ich Sie einen Augenblick sprechen?
Ja natürlich! - Es ist etwas Persönliches.
Könnten wir irgendwo hingehen, WO es nicht so laut ist?
Ah! Haben Sie ein Geheimnis, das Sie mir verraten wollen?
Mrs Colton! Darf ich um den nächsten Tanz bitten?
Danke! Ich bin für den nächsten Tanz schon engagiert.
Mrs Colton! Ich äh... Ich muss Ihnen etwas erklären.
Sie brauchen mir nichts zu sagen.
Ich habe alles über Sie gehört und glaube davon kein Wort!
Das ist es nicht. Es ist mir egal, was Sie hörten.
Ich wünschte fast, ich könnte es glauben.
Das macht einen Mann interessant! - Mrs Colton, bitte!
Hören Sie jetzt mal zu!
Ich habe äh... Ich habe die Absicht, hierzubleiben.
Ich halte das für eine sehr gute Entscheidung, Mr Brady.
Aber ich will keine Schwierigkeiten haben.
Ohne Revolver kann nichts passieren.
Es handelt sich aber um Sie!
Ich verstehe nicht, was Sie meinen, Mr Brady!
Äh... Sehen Sie! Ich hätte hier einen neuen Start.
Ich könnte noch mal von vorn anfangen. Das möchte ich mir
nicht verderben wegen... - Weswegen, Mr Brady?
Sie wissen ganz genau, was ich meine!
Tun Sie nicht so, als hätten Sie keine Ahnung!
Lassen Sie meinen Arm los! Sie tun mir weh.
Hm.
Sie glauben, weil ich nett zu Ihnen war und Mitleid hatte, dass ich...
Ich habe beobachtet, wie Sie Ihren Mann ansehen.
Sie lieben ihn nicht!
Sie sind unverschämt! - Nein.
Ich weiß nur, dass Ihre Ehe... - Sie wissen nichts!
Ich habe Augen im Kopf. Wollen Sie mir einreden...
Ich liebe ihn! Er ist ein guter Mensch
und der tapferste Mann, den ich kenne.
Sie könnten stolz sein, wenn Sie so wären wie er.
Er ist gütig und ich liebe ihn! - Sie lügen ja!
Die Dame ist zu fein, um mit mir zu tanzen.
Aber mit diesem Kerl aus Mexiko geht sie spazieren!
Sie ist auch nicht zu fein für eine andere Art von Spaziergängen.
Bei dieser Fahnenstange von Ehemann verstehe ich sie.
In Missouri soll sie das ganze Regiment abgegrast haben.
Hat die Fahnenstange das wohl bemerkt?
Jetzt hat sie sich diesen Banditen aus Mexiko eingefangen.
Du brachtest den mit, halbe Portion! - Wen?
Diesen dreckigen Schuft, der hier für Mexiko spioniert.
Was? - Er sagt, er heißt Brady!
Mr Brady ist mein Freund.
Du suchst dir merkwürdige Freunde aus, mein Junge!
Ich rede mit dir, du Lümmel! Also hör mir zu!
Er ist ein dreckiger Bandit.
Er soll mit dieser Schlampe unsere Stadt verlassen.
Ich verbitte mir, So zu reden! - Mache ich nicht!
Mr Brady ist mein Freund!
Jetzt bist du erledigt, Kleiner!
Los, fang an zu beten! Es ist Zeit! (Er zerschlägt eine Flasche.)
(Er schreit vor Schmerz.)
Aaaah! (Schuss.)
Was wollen Sie?
Es ist drüben was passiert. Ich musste mein Pferd dort lassen.
Schießerei? Mit Gringos? (Er lacht laut.)
Wir hatten vorhin auch eine Schießerei mit Salcidistas.
Sie haben die Wache und das Rathaus gestürmt
und meine Poststation verbrannt.
Und haben den ganzen Wein und die Weiber mitgenommen.
Aber Senor Gil konnten sie nicht fangen.
Senor Gil hatte sich versteckt und stand schon am anderen Ufer drüben.
Wollen Sie mein Pferd holen? - Warum soll ich Ihr Pferd holen?
Von mir verlangen Sie einen Gefallen?
Jetzt hören Sie mal zu, Brady!
Es war geplant, dass Asunsolo nach Süden reiten sollte,
um eine Botschaft für die Castros zu übergeben.
Aber Sie wären schneller da mit Ihrem großartigen Pferd.
Ich hole es, wenn Sie die Botschaft übermitteln!
Gut! Einverstanden!
Schön! Warten Sie hier auf mich! Es wird nicht lange dauern.
"Außerdem muss ich Ihnen mitteilen,
dass ich nicht in Erfahrung bringen konnte,
WO sich die verschwundenen Gewehre...
...Im Augenblick befinden."
Brady!
Sie reiten sofort mit diesem Brief zur Hazienda Valdepenas,
zu den Castros. Es ist sehr eilig!
He! Senor Sterner hat gesagt, es wäre besser,
wenn Sie auf dieser Seite des Flusses bleiben würden.
Sie können nicht mehr zurück.
Die Gesetze bei den Gringos sind hart.
Das wissen Sie! - Habe ich den Mann erschossen?
Ja. Sie haben wieder gut getroffen.
Er ist tot. Wie der Neffe von Senor Sterner!
Der Neffe von Senor Sterner ist tot?
Ja, tot.
War nichts zu machen. Er ist verblutet.
Na komm!
Ich bringe eine Botschaft für den General.
Sagen Sie ihm, Brady wäre da! Martin Brady.
Ich werde Sie anmelden lassen, Senor. ... Pedro! Sag dem General,
Senor Brady hat eine Nachricht! - Martin!
He! - Diego!
Das Bein ist wieder in Ordnung. - Kennen Sie den Mann?
Aber nicht als Sergeant. - Ich sorge für Essen und Trinken.
Ach, Martin! Bei der Armee ist man glücklich und verdient Geld.
Wir essen jetzt und trinken was. - Später! Ich muss zu General Marcos.
Der General hat jetzt in Mexiko mehr Einfluss als früher.
Er hat mich zum Sergeant gemacht. Vieles hat sich geändert.
Don Cipriano Castro ist jetzt Gouverneur in der Hauptstadt.
Die Lage ist günstig für Sie.
Gehen Sie gleich zum General!
Er brachte mir Glück und bringt auch Ihnen Glück.
Senor Brady soll zum General kommen. - Senor Brady!
Der General erwartet Sie! Lassen Sie Ihren Revolver hier!
Schon gut! Ich nehme ihn.
Sorg für das Pferd! - Natürlich!
(Spanisch) Mein General! ... Captain Verdugo!
Wo sind die Gewehre, die Sie holen sollten?
Ich lag in Puerto mit einem gebrochenen Bein.
Das interessiert mich nicht! Was ist mit den Gewehren?
Ich weiß es nicht. Ich konnte mich ja nicht mehr drum kümmern.
Nehmen Sie Ihren Hut ab, Brady!
Sie waren für den Transport der Gewehre verantwortlich.
Auch mit einem gebrochenen Bein!
Ich hörte, Sie wollten nicht zurückkommen!
Das war falsch!
Ich habe einen Brief von Pancho Gil aus Del Norte.
Dann geben Sie ihn her!
Während Sie in Texas waren, wurde mir der Vorschlag gemacht,
meine Kavallerie mit amerikanischen Truppen gegen Fuego zu vereinigen.
Haben Sie von dem Plan gehört? - Ich hörte davon.
Ich habe nicht geantwortet.
Was bezwecken die Yankees mit dem Schwindel?
Sie wollen die Apachen bekämpfen.
Sie sind angezogen wie ein Gringo.
Mein Bruder Cipriano, Ihr Patron, hat Sie beauftragt,
Informationen zu sammeln.
Wie stark ist die Truppe in Puerto?
Sie haben ein Bataillon Kavallerie. Die Truppe sind Neger.
Ja. Ich hörte, dass sie Schwarze einstellen.
Ist der Kommandant auch schwarz?
Nein. Sein Name ist Colton.
Sprachen Sie einmal mit dem Mann? - Ja, Öfter.
Und wer hat die Macht in Puerto? Dieser Armeekommandant?
Er befiehlt nur das Militär, aber nicht die Bürger.
Der Kommandant da drüben hat keine Gewalt über Zivilisten?
Wer überwacht denn die zivile Verwaltung?
Die Texas Rangers können Polizeigewalt ausüben.
Also Mörder, die das Gesetz schützt. Die käuflich sind!
Die sind nicht käuflich und keine Mörder!
Verständlich, dass er sie in Schutz nimmt.
Unser kleiner Pistolero ist beleidigt,
dass ich diese gemieteten Banditen so nannte.
Schluss jetzt! Gehen Sie zu Ihrem Patron!
Meinem lieben Bruder, der jetzt in der Hauptstadt sitzt.
Mein großartiger Bruder, der sich jetzt "Exzellenz” nennen kann.
Der Gouverneur. Berichten Sie Ihm über die Gewehre!
Si!
Jetzt nehmen wir einen Schluck aus der Flasche
und feiern dann richtig. - Salud!
Salud!
Deine Prophezeiung war falsch, Diego.
Ich muss mein Glück beim Gouverneur suchen, nicht beim General.
Ich reite sofort nach der Hauptstadt.
Hm.
Aber was wird aus unserer Fiesta?
Feiere sie allein, Freund!
Hasta la vista!
Brady! - Don Cipriano!
Sie humpeln noch ein bisschen.
Das kommt schon wieder in Ordnung, Patron.
Es wird jeden Tag besser. - Ausgezeichnet!
Brauchen Sie etwas?
Ich wollte Ihnen berichten über meine Reise.
Hm.
Oder besser gesagt, über die Gewehre.
Nein, das ist nicht nötig! Ich verstehe das schon.
Setzen Sie sich, bitte!
Danke, Patron!
Hat Ihnen der Norden gefallen? - Wenn ich äh...
Ich habe Ihre Dienste vermisst.
Besonders in Bezug auf die Sicherheit meiner Person!
Wir haben eine schwere Zeit gehabt.
Aber auch ohne das habe ich Ihre Gegenwart vermisst.
Danke, Patron!
Wie geht es meinem teuren Bruder?
Sagen Sie mir nichts!
Alles, was ich über ihn hören muss, tut mir weh.
Man müsste eine 2. Revolution machen,
um Marcos von seinem Posten zu entfernen.
Dazu möchte ich Ihnen etwas erklären.
Meine Entscheidung, für Mexiko meine ganze Arbeitskraft einzusetzen,
hätte meine Familie schon vor 2 Jahrhunderten treffen sollen.
Nur leider fühlte niemand die Verpflichtung.
Es gab immer etwas anderes: unser Grundbesitz, Pflanzungen,
jagen, trinken, Weiber, Duelle austragen. Das war genug.
Und jetzt habe ich das geändert.
Die Castro-Familie ist endlich an der Regierung.
Ich regiere. Und ein anderer Castro will mich beseitigen.
Marcos?
Ja. Marcos will Gouverneur werden.
Und ich bin deswegen froh, dass Sie wieder hier sind.
Seien Sie bereit und warten Sie, bis ich Sie rufen lasse!
Stellen Sie Ihr Pferd in den Stall und sagen Sie dem Major,
dass Sie hier im Haus untergebracht werden sollen! Ist Ihnen alles klar?
Ja, Patron!
(Er klingelt.)
Senor Brady wird hier im Haus untergebracht.
Verzeihung, Patron! Ich äh...
Ich habe seit meiner Abreise kein Geld mehr von Ihnen bekommen.
Sie brauchen mir nur eine Anweisung auszustellen. Ich bin völlig blank.
Hier ist kein Schreibpapier und keine Feder zur Hand.
Ich erledige das, wenn ich etwas mehr Zeit habe.
Brady!
Sie missfallen mir... In dieser Kleidung aus Texas!
Ziehen Sie sich etwas Passenderes an!
Ja, Patron!
(Nichts zu verstehen.)
(Er lacht laut.)
Mr Brady! Was für eine Überraschung!
Nehmt das Geld, Kinder! Kauft euch, was Ihr wollt!
Na Mann! Ich bin Ja erschlagen.
Martin Brady! Seit wann sind Sie wieder hier?
Tag, Mr Hight! Schon seit ein paar Wochen.
Sie sind clever. Sie wissen, WO es was zu holen gibt.
Was machen Sie denn hier unten? Ich meine, außer dass Sie...
Haben Sie noch nichts davon gehört? Travis Hight
hat eine Reisegesellschaft hierunter verfrachtet.
Was für eine Reisegesellschaft?
Vier Wagen voll mit den bekanntesten Leuten aus dem Norden.
Ein Eisenbahngesellschaftspräsident, 4 Vertreter der Regierung
und ein hervorragender Offizier unserer Armee kamen
als Gäste des mexikanischen Staates mit ihren Damen.
Sie nehmen teil an der Fiesta. Die Feier ist zu Ehren
des heiligen Ildefonso, dem Schutzpatron dieser Stadt.
Welcher Offizier ist gekommen?
Unser Freund Major Stark Colton und seine charmante Frau.
(Glocken läuten.)
(Musik wird gespielt.)
Sehr eindrucksvoll. Nicht wahr, Ellen?
Hm. - Ich finde es herrlich.
Der Gouverneur erwartet mich, Mr Hight.
Ja, Major! Während Sie und die Regierungsvertreter
politische Gespräche führen, habe ich den Vorzug,
Ihre bezaubernden Damen zu unterhalten.
Wenn ich darf! - Natürlich! Danke!
Darf ich bitten?
Vorwärts, meine Damen! Heute haben Sie Zeit für Travis Hight.
Oh, das reimt sich! (Musik.) Vorsicht, meine Damen! Kommen Sie!
Ah, Mr Brady! Wie geht's denn? ...Meine Damen!
Darf ich Ihnen Mr Martin Brady vorstellen?
Er lebt in Mexiko, aber er ist ein Amerikaner aus Missouri.
Mr Brady! Sie kennen Mrs Colton.
Mrs Colton! Sie kennen sich aus Puerto.
Sie waren einmal bei uns, Mr Brady.
Wollen Sie sich uns anschließen und uns die Stadt zeigen?
Sehr gern, aber ich...
Kein aber, Mr Brady! Sie kennen die Stadt sehr gut.
Meine Damen! Mr Brady wird uns alle Sehenswürdigkeiten zeigen.
(Es zischt und knallt.)
Kommen Sie raus aus dem Gedränge!
Es steht ein Preis auf Ihren Kopf, weil Sie einen Mann umbrachten.
Oh! Wie hoch denn?
200 Dollar.
Ich dachte, ich wäre ein bisschen mehr wert
als 200 Dollar. - War das unbedingt nötig?
Der Mann hat auf mich angelegt.
Ellen! Ich bin einmal vor Ihnen weggelaufen, da oben im Norden.
Jetzt sind Sie hier unten im Süden. Jetzt laufe ich nicht weg!
Schießen Sie hier auch Leute tot, hier unten im Süden?
Wenn es sein muss!
Wenn Sie in Gefahr sind wie in Puerto?
Nein. Hier schieße ich für Geld.
Wenn Sie für Geld morden, dann tun Sie es beruflich.
Sie müssen sich ja schließlich ernähren.
Sie meinen, dass Sie nur mit dem Revolver Geld verdienen können.
Was glauben Sie, warum mich Captain Rucker haben wollte?
Nur deswegen. Das ist doch klar!
Ich finde es schrecklich!
Nein!
Ich muss Ihnen etwas sagen!
Die Geschichten, die der Mann über mich verbreitet hat,
der Mann, den Sie erschossen haben, sind wahr.
Keiner von ihnen hat mir etwas bedeutet.
Sie waren mir gleichgültig.
So gleichgültig... wie mir mein Mann ist.
Und Sie sind es jetzt auch!
Zuerst haben Sie mir gefallen.
Sie waren für mich ein Mensch aus einer anderen Welt.
Ein wirklicher Mann.
Aber das war leider nur eine Täuschung.
Sie brauchen Ihre Mordwaffe, um ein ganzer Mann zu sein!
Aber man wird ja oft im Leben von einem Menschen enttäuscht.
So wie ich jetzt!
Ich bin noch nie glücklich gewesen.
Ich denke manchmal, dass ich vielleicht im Unrecht bin.
Aber das kann man ja wiedergutmachen.
Senores! Bringen Sie mit mir einen Toast
auf unseren verehrten Gast aus!
Major Colton, Kommandeur der Truppen der Vereinigten Staaten.
Und auf meinen geliebten Bruder Marcos!
Unsere besten Wünsche für den Feldzug gegen die Apachen!
Auf einen baldigen Sieg und auf eine fröhliche Heimkehr!
Es tut mir leid, dass es so spät geworden ist!
Aber ich habe einen wichtigen Auftrag für Sie. Setzen Sie sich!
Ich weiß, dass mein Bruder Marcos mich umbringen lassen will.
Er ist nicht zufrieden damit, dass er die Armee führt.
Er will Gouverneur werden. Er war immer neidisch.
Wissen Sie, was das Leben SO schwer macht, Brady?
Dass wir immer dazu gezwungen werden, Entscheidungen zu treffen.
Denn wenn wir sie nicht treffen, kommt man uns zuvor.
Ich habe nicht den Wunsch, Marcos zu töten.
Aber man muss den Tatsachen ins Auge sehen. Ich muss es tun.
Es ist nicht so, als ob ich einen Freund töten würde.
Marcos und ich haben uns nie nahgestanden.
Senor! Ich möchte Sie bitten,
diesen Auftrag einem anderen Mann zu geben!
Ich vertraue nur Ihnen!
Ich möchte es nicht tun, Senor!
Ich möchte mich nicht umbringen lassen!
Soll ich am Leben bleiben oder Marcos, Brady?
Ich kann Ihre Rücksichtnahme verstehen.
Ich finde sie sogar rührend. Aber Sie fühlen zu unrealistisch.
Wie ein... Gringo, Brady!
Äh... Senor! Bin ich für Sie ein Gringo?
Es ist nicht leicht, sein Volk und seine Herkunft zu verleugnen.
Reden wir nicht mehr davon! Hauptsache, Sie tun alles,
was ich Ihnen befehle. Also! Drei Männer begleiten Sie.
Sie warten bei den Pferden auf Sie. - Nein, Senor!
Was bedeutet dieses "Nein"? Was verlangen Sie?
Wollen Sie mehr Geld? Darüber können wir sprechen.
Ich will das nicht tun, Senor!
Sie wollen das nicht für mich tun? - Nein!
Was wollen Sie denn sonst hier tun?
Das weiß ich noch nicht, Senor. Ich weiß nur eins:
Sie haben mir den Revolver in die Hand gedrückt.
Und jetzt will ich ihn nicht mehr tragen.
Gut! Ich respektiere Ihren Wunsch. Ich mag Blutvergießen auch nicht.
Wenn Sie von Ihrem Auftrag zurück sind, reden wir über Ihre Wünsche.
Über Ihre Zukunft. - Aber ich werde nicht gehen.
Unsere Gesetze zwingen Sie dazu. Man kann seinen Dienst nicht
verlassen, bevor man nicht alle Schulden
an seinen Herrn bezahlt hat! - Ich bin Ihnen nichts schuldig!
Sie schulden uns 500 Silberpesos. - Wofür?
Für die Gewehre, die gestohlen wurden.
Sie waren verantwortlich dafür. - Das war nicht meine Schuld!
Nach dem Gesetz sind Sie schuldig!
Wenn Sie mein Haus verlassen, bevor diese Schuld erledigt ist,
kann ich Sie nach dem Gesetz töten. Und ich halte,
im Gegensatz zu meinem Bruder, viel von der Erfüllung
des Gesetzes! - Es ist Ihr Gesetz, Senor.
Nicht meins!
Seien Sie doch vernünftig, Brady!
Ohne meinen Schutz sind Sie verloren.
Wo wollen Sie denn hin?
Die Amerikaner haben einen Preis auf Ihren Kopf gesetzt.
Sie stecken Sie lebenslänglich ins Gefängnis.
Sie gehören doch hierher. - Nein, Senor! Jetzt nicht mehr.
Diese Antwort werden Sie noch bereuen!
(Cipriano ruft etwas auf Spanisch.)
Ruhig, Lagrimas! Ruhig!
Wir werden uns jetzt ein bisschen ausruhen.
Diese Castros wollen einfach nicht aufgeben.
Na schön! Wir auch nicht.
Papa! Papa!
(Der Hahn kräht.)
Hey! ... Hey!
Ich bin Santiago Santos. Und das ist meine Tochter Maria.
Meine Söhne kennen Sie schon, aber das werden Sie nicht mehr wissen.
Was ist mit meinem Pferd? - Das linke Vorderbein ist verletzt.
Aber in drei Wochen wird es meinen Stuten den Kopf verdrehen.
In drei Wochen? Senor Santos!
Ich muss über den Fluss. Ganz schnell.
Drei Wochen oder drei Monate. Das spielt keine Rolle.
Sie sind hier wie zu Hause. ... Da! Essen Sie und dann
schlafen Sie wieder! - Gracias.
(Spanisch) Bitte! ... Lass uns gehen!
Hey! Hey, hey, hey, hey!
(Santos) He pronto!
He!
Wir freuen uns mit Ihnen, Senor! Es ist wieder gesund.
Werden Sie uns jetzt verlassen?
Leider werde ich es müssen. - Sie können hier leben.
Bleiben Sie bei uns! Ich habe mit meiner Familie darüber gesprochen.
Augustin, Andres, Maria.
Alle sind damit einverstanden. - Ich verstehe das nicht.
Sie kennen mich kaum und sind so gut zu mir.
Wissen Sie, was mich hierhergeführt hat?
Einen ehrlichen Mann erkennt man im ersten Augenblick.
(Ein Kind schreit.) Apachen, Apachen!
Apachen, Apachen! - Was ist passiert?
Apachen, Apachen! - Was ist passiert?
Apachen, Apachen, Apachen!
Zwanzig Jahre Frieden. Zwanzig Jahre!
Ich kann mir denken, was passiert ist.
Mexikanische Truppen haben die Apachen angegriffen
und ein paar sind über die Sierra geflohen.
Die Pablos sind meine Freunde. Wir müssen ihnen helfen.
Ich reite mit Ihnen, Senor Santos.
Gracias.
Augustin bleibt bei Maria.
Vamonos? - Vamonos!
Gehen Sie nicht da rauf, Senor! Es hat keinen Sinn.
Bringen Sie mir nur eine Schaufel, damit ich die Toten begraben kann!
Hände hoch!
Neun. Neun meiner besten Männer sind gefallen.
Und Leutnant Scanlon. Nur ich bin übrig geblieben.
Was soll ich jetzt machen? Ich kenne mich hier nicht aus.
Wie viele Apachen waren es, Tobe?
Ungefähr 20. - Fuego war nicht dabei?
Nein. Der Anführer hieß Magues. - Habt ihr ihn gefangen?
Nein. Er entkam, so viel ich sah.
Die Teufel flohen über die Berge. Nur wenige blieben.
Wissen Sie, wo sie sind? - Nein. Ich kenne hier nichts.
Wer hat jetzt das Kommando?
Ich. Der Major ist verwundet. Er macht es nicht mehr lange.
Sie bleiben besser hier, Senor! Ich schicke Ihnen Hilfe.
Kommen Sie, Tobe! Wir wollen versuchen, das Lager zu finden.
Major? Ich bin Martin Brady.
Ja. Ich weiß noch, wer Sie sind.
Ich möchte Ihnen etwas sagen, Major.
Sie können bei Santos bleiben, bis Sie wieder gesund sind.
Ich habe versprochen, mich mit Captain Rucker
und den mexikanischen Streitkräften bei El Pulpito zu vereinigen.
Ich halte mein Versprechen. - Major!
Sie sind hier tief im Inneren von Mexiko.
Und Sie müssen denselben Weg einschlagen wie Magues.
Sie überqueren die Sierra und auf einer Bahre können Sie das nicht.
Wo ist der kommandierende Offizier?
Danke, Sergeant!
Wir können abmarschieren. - Jawohl, Major!
(Tobe) Vorwärts! Voraus!
Das dürfen Sie nicht zulassen! Wahnsinn!
Wo will er die anderen treffen? - Bei El Pulpito.
Aber er kommt nach Fort Jefflin. Er merkt den Unterschied nicht.
Nein. Er merkt nichts. Sie werden eine Leiche hinbringen!
Adios!
Oh, Ellen!
Ellen!
Sergeant! Schicken Sie 6 Mann zum Angriff runter!
Major! Sie können doch nicht... - Hier geschieht, was ich befehle!
So lange ich noch Kommandeur bin. Sergeant! ... Sergeant!
Er ist bewusstlos, aber atmet noch.
Was sollen wir jetzt tun, Mr Brady?
Wir gehen mal runter und gucken uns den Wagen an.
Das hat der Major doch befohlen. Hm? ... Kommen Sie!
(Er schießt.)
(Schüsse und Rufe der Indianer.)
(Er schießt.)
Wir haben Magues, Mr Brady! - Wir haben auch noch was anderes!
Sehen Sie sich das an!
Das Gewehr ist einwandfrei Eigentum der Armee.
Hm!
Das haben uns die Teufel gestohlen. - Hm.
Ist das El... El Pulpito, Sergeant?
Noch nicht, Major! Vielleicht kommen wir morgen hin.
Ich hasse Unpünktlichkeit, Sergeant.
Fuego ist in den Bergen.
Und Magues habe ich erledigt.
Das war großartig, Major!
Meine...
Meine Frau ist in... Fort Jefflin, Sergeant.
Wenn...
Wenn ich...
...den Angriff nicht überleben sollte...
...dann bringen Sie ihr diesen Ring!
Gehst du zurück nach Puerto?
Willst du dort leben? - Ich weiß es noch nicht.
Wenn du vielleicht eine Zeit lang dort bleiben könntest, dann...
Es ist unrecht!
Dass wir uns lieben?
Es ist unrecht...
...Wwas wir getan haben. Das weißt du auch.
Und es ist unrecht von mir, Martin,
dass meine Gedanken nur bei dir sein können,
während mein Mann noch nicht einmal unter der Erde ist.
(Sie weint.)
Wir haben uns alles ehrlich gesagt.
Es gibt nichts mehr, das wir voreinander verschweigen müssen.
Wenn du mich haben willst, dann musst du kommen und mich holen!
Du musst über den Fluss herüberkommen!
Ich danke dir, dass du mir den Ring gebracht hast!
Ellen! Was wir getan haben, mag unrecht gewesen sein,
aber nicht, was wir fühlen!
Ich glaube, man muss im Leben für das einstehen, was man tut
und nicht für das, was man fühlt.
(Gitarrenmusik, ein Mann singt ein Lied auf Spanisch.)
J Wie viele schlaflose Nächte habe ich in meinem Leben
3 schon ohne dich verbracht,
3 ohne einen Freund oder Verwandten,
3 dem ich meine Sorgen anvertrauen könnte.
$ Also ging ich fort, weit fort ... &
Was ist mit diesem Magues, Captain Rucker?
Brady hat ihn erwischt und dabei 96 Gewehre
und 8.000 Schuss Munition erbeutet, die Ihnen gehören.
Die Beute ist in Ihrem Lager, anstatt bei Fuego.
Aha! Das ist eine gute Nachricht, Captain Rucker.
Die amerikanischen Truppen haben sich binnen 12 Stunden
aus der Festung El Pulpito zurückzuziehen
und innerhalb 48 Stunden Mexiko zu verlassen.
Das verstehe ich nicht, General! Ihr Bruder und Major Colton ...
Wo ist Major Colton?
Major Colton ist tot.
Also alle beide!
Mein Bruder ist nämlich auch tot!
Der Gouverneur ist tot? - Ja.
Leider! Und so wurde ich gezwungen,
das Amt des Gouverneurs zu übernehmen!
Und nun zu einer anderen Sache, Captain Stoker!
Sie verbergen hier im Lager den Verbrecher Martin Brady.
Er wird von der Regierung Mexikos gesucht.
Martin Brady ist bei mir. In meiner Kompanie.
Welche Truppenabteilung der amerikanischen Armee führen Sie?
Keine Armeeabteilung. Die Texas Rangers.
Polizei? Von einer Polizeitruppe war nichts vereinbart.
Nur von einer militärischen.
Sie sind also illegal hier eingedrungen!
Also innerhalb von 12 Stunden, Captain Stoker,
haben Sie sich mit Ihren regulären, legalen Einheiten zurückzuziehen!
Aber bevor Sie gehen, liefern Sie mir diesen Mann aus, den ich suche!
Der ein Mörder ist! Den Pistolero Martin Brady!
Ich gehe besser gleich. - Ich kann Sie nicht gehen lassen.
Das ist eine Frage der Ehre! - Sie kümmern sich um Ihre Ehre,
ich mich um meine Haut. Das habe ich immer so gemacht.
Brady!
Es ist bewiesen, dass dieser Barton damals in Puerto
zuerst den Revolver gezogen hat.
Wenn Sie wiederkommen, tue ich für Sie, was ich kann!
(Ein Schuss.)
(Mehrere Schüsse.)
Lagrimas!
Ja. Das heißt "Tränen"!
(Er schießt.)
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