All language subtitles for 2018_Sieben Stunden.deu

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian Download
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian Download
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Untertitelung: BR 2018

Morgen! - Guten Morgen, Frau Rautenberg.

Sie haben ja gute Laune, Herr Voss.

Richtig! N�chste Woche Urlaub. - So ist es! Genau!

Kann ich den ohne Milch? - Ja bitte.

Achtung! Entschuldigung, hei�!

Hallo, Frau Rautenberg. - Hallo, Frau Feldmann.

Beim Schlachter hat Mutter gearbeitet.

Jeden Tag zerlegt und zerhackt. Eigentlich ein M�nnerjob.

Solche H�nde hatte die, so dick.

Mein Bruder musste jeden Abend ihren R�cken massieren.

Der war ihr Liebling.

Bis er f�nfmal mit der Schere auf sie eingestochen hat.

Sie haben ihn ins Heim gesperrt

und Mutter hat angefangen Stimmen zu h�ren: "Pluto-Stimmen".

Egal, steht alles da, aber bei keinem Haftpr�fungstermin

hat sich jemand mal die M�he gemacht sich das durchzulesen.

Erz�hlen Sie doch mal von sich. Warum haben Sie sich

f�r die sozialtherapeutische Station bei mir entschieden?

Was erwarten Sie davon?

Auf dieser Station gibt es kein Fernsehen.

Das hat jeder von Ihnen freiwillig unterschrieben, als Sie herkamen.

Das �ndert sich auch nicht,

nur weil Fauser und Adam Sie unterst�tzten,

weil die beiden zuf�llig auch Fu�ballfans sind.

Moment mal! - Fu�ball schauen ist auch Therapie!

Herr Schwalbach, bitte!

Das Fernsehverbot ist doch keine Schikane.

Kindergarten! - Nein, eben nicht.

Vereinbarungen einhalten, Kompromissf�higkeit,

Impulskontrolle usw. ist alles verdammt schwer.

Deshalb arbeiten wir daran, ohne Ablenkung.

Sie merken doch alle, dass sich das lohnt

und das stellen wir doch nicht wegen einer EM, WM

oder Champions League infrage. - Sie k�nnten eine Ausnahme machen!

Wieso denn? - Schnauze, Petrowski!

Was denn? Sie hat doch recht. Egal wer hier die Macht hat.

Wenn wir abstimmen, w�rde ich sagen: Schei� aufs Fernsehen.

Dann bin ich ja nicht die Einzige. Abgestimmt wird trotzdem nicht.

Am Arsch!

Von wegen, wir alle gemeinsam! - Wieso denn?

Schreiben Sie doch eine Petition.

Es muss sich hier doch keiner zum Affen machen.

Zum Affen machen, hm?

Alle Sachen f�r Professor Daniels? - Ja.

Denkst du noch an die Aufnahme- Unterlagen und die Testb�gen?

Bringt Ulli gleich.

Ich bin gespannt, was Daniels als Externer zu den Ergebnissen sagt.

Nichts anderes als ich.

In einem guten Jahr kann der Mann entlassen werden bei der Prognose.

Heidi, warte mal.

Ich hab die Farbe gesehen und gleich an dich gedacht.

Ist das f�r mich? Wieso?

Einfach so. Steht dir gut. - Danke.

Alles Petrowski?

Vier Jahre Therapie. Da kommt was zusammen.

He. Starker Auftritt. Chapeau.

Deshalb bin ich A 15 und du immer noch A 14.

A 15 bist du nur wegen der Frauenquote.

Irrtum, mein Ulli.

Weil ich besser bin als du. - Ja, hier.

Der Asi, der glotzt mich an und steht da und glotzt

und pl�tzlich will der Kohle sehen.

Dann packt mich einer von hinten und ich raste aus.

Pl�tzlich hab ich das Butterfly in der Hand

und der Asi liegt aufm Boden und verblutet.

Der andere ist weg. Und ich steh da und heul.

Weil der Typ hin ist, oder weil du Schei�e gebaut hast?

Ist doch v�llig egal. Auf jeden Fall hab ich geheult.

Ist ja schon ein unterschied, ob er dir leidtut, oder du dir.

Herr Petrowski. Sind Sie da anderer Meinung?

Na ja, ich sag mal: Gef�hle k�nnen auch ein Fehler sein.

Immer cool bleiben. - Du musst ein Schwein sein auf dieser Welt.

Drau�en. Hier musst du Jesus sein, wenn du fernsehen willst.

Gandhi w�rde mir v�llig reichen.

Herr Petrowski, an welche Gef�hle hatten Sie gedacht.

Ich wei� nicht ... Gef�hle sind mir eigentlich egal.

Aber jeder Mensch wird doch von seinen Gef�hlen beeinflusst.

Sp�rt sie, lebt t�glich mit ihnen. Verstehen Sie, was ich meine?

Nur weil es mir egal ist, hei�t das nicht, dass ich es nicht verstehe.

K�nnen Sie uns Gef�hle nennen, die Sie von sich selbst gut kennen?

Irgendeines. Bitte.

Bitte.

Ja ...

Warum ist denn das so toll, dass er "Angst" oder "�rger" gesagt hat?

Na h�r mal, und wie toll das ist.

Stephan, er kam schwer gest�rt auf die Station.

Nach 4 Jahren ist er kontrolliert,

hilfsbreit, r�cksichtsvoll, macht mit.

Und backt nebenher gesagt noch den besten K�sekuchen aller Zeiten.

Inzwischen findet er sogar Zugang zu seinen Gef�hlen.

Seit heute f�ngt er an, auch dar�ber zu sprechen.

Ich gratuliere.

Bellissima, was ist das f�r ein Mann da neben dir?

Und wieso verl�sst er dich?

Was will er in M�nchen, so kurz vor der Hochzeit?

Angeblich stehen die Baustellen still.

In Wirklichkeit will er sich alles noch mal �berlegen.

Und wen bitte soll ich dann trauen?

Da finden wir schon einen. Hanna kann jeden haben.

Jeden aus dem Knast. - Die k�nnen ja auch nicht weglaufen.

Der hier kriegt Lebensl�nglich. - Und zwar ohne Bew�hrung.

Erstens, Herr Petrowski: Das Thema Roswita ist durch.

Aber sie ist die einzige ... Die andere, Sabine ...

Die hat nie wieder was von sich h�ren lassen.

Weil Sie ihr verschwiegen haben,

dass Sie wegen Vergewaltigung und Mordes einsitzen.

Das kann man doch nicht gleich schreiben.

Es w�re ein toller Kontakt nach drau�en gewesen.

Ich hab die Frau auch beackert, aber ich kann sie nicht zwingen. Ja?

Roswita h�lt zu mir. - Was ist denn heute los?

Das hatten wir doch alles. - Roswita akzeptiert mich.

Schreibt ellenlange Briefe auf Packpapier

und l�sst Sie nicht zu Wort kommen.

Die hat Sie genervt, wirres Zeug erz�hlt.

Das haben Sie selbst gesagt: "Die redet wirr."

"Verwirrt." Manchmal. Das hab ich gesagt.

Wir haben das alles durchgearbeitet.

Roswita ist vorbestraft und psychisch gest�rt.

Und heute wollen Sie ihr sagen,

dass Sie den Kontakt nicht wiederaufleben lassen wollen.

Richtig? Klipp und klar sagen: Aus. Ende.

Das hatten Sie sich vorgenommen. Richtig?

"Die geht mir auf den Zeiger." Ihre Worte! Oder?

Ja! Aber ...

* Telefon *

Das ist sie.

Herr Petrowski. Ein Mann, ein Wort.

Hallo?

Peter? Hallo?

Ja, ich bin schon dran. Hallo Roswita.

* Sie spielen "Johnny B. Goode". *

W�re das nicht was f�r die Hochzeit?

Statt "Johnny" singen wir "Stephan". Wie findest du es?

Nachher beim Chef wegen dem Geschenk

treffen wir uns 15 Minuten vor der Besprechung.

Wie w�re es mit einer kleinen Peitsche f�r Hanna?

Also ich sag dann mal tsch�ss.

Tsch�ss. - Tsch�ss, Roswita.

Bravo. Gut gemacht.

Trotzdem.

Sie sagt, sie hat mich immer noch lieb.

Sie sagt alles M�gliche.

Freuen Sie sich. Sie haben es hinter sich.

Herr Dr. Laubach, ich kann leider nicht.

Ich habe dummerweise einen Termin bei der Kosmetikerin.

K�nnen wir uns morgen fr�h treffen? Gleich um 9?

Ja gut. - Danke.

Frau Rautenberg kommt nicht. Wieso geht man als Braut

schon eine Woche vor der Hochzeit zur Kosmetikerin?

Da kann man auch hingehen, wenn man nicht heiratet.

Ist das nicht ihre zweite Ehe? -Den Sohn hat sie allein gro�gezogen.

Trotzdem. Schenkt man da so was Teueres?

Ich, �hm ... Ich muss noch mal mit Roswita telefonieren.

Das vorhin war nix. Das war unbefriedigend.

Ach Herr Petrowski.

Morgen geht es nicht. Und �bermorgen auch nicht.

Sprechen Sie doch mit Herrn Riedl dar�ber.

Der macht dann einen Termin. Ich bin jetzt etwas in Eile.

Ich will das aber jetzt kl�ren.

Sie haben es doch geh�rt. Jetzt geht es nicht.

Ich muss wirklich los. Also bitte.

Bitte verlassen Sie mein B�ro.

Schl�ssel her!

Los! Schl�ssel her!

Glauben Sie, ich lass mich von Ihnen zum Affen machen?

(Adam) Frau Rautenberg? - Ich kann gerade nicht.

Ich brauch hier noch ... etwas allein.

Herr Adam.

Schmetterlinge im Bauch.

Das ist die Aufregung vor der Hochzeit. Sch�nen Feierabend!

Wenn Sie schreien, dann kleb ich Ihnen den Mund zu.

Wissen Sie, was dann passiert?

Antworten Sie mir! Wissen Sie, was dann passiert?

Ja.

Mund auf.

Mund auf!

Mach deinen Mund auf!

Gucken Sie mich an. Angucken!

Jetzt will ich was haben von der Sache.

Feierabend, Schwalbach!

So ...

Petrowski?

Besteht inzwischen Kontakt? - Das Telefon wird nicht abgenommen.

In welchen Abst�nden probieren Sie? - Alle 5 Minuten in etwa.

Monstedt, SEK. - Herr Riedl kennt Petrowski am besten.

Und er kennt ihn. - Und was will er?

Sie ist seine Therapeutin. Er will ein Gespr�ch auf Augenh�he.

Dazu nimmt er sie als Geisel?

Er denkt, er kontrolliert die Situation.

Ein Heimspiel f�r sie. Die hat es im Griff.

Er ist ihr Stellvertreter. - Dann machen Sie mal weiter.

Hallo? ... Aufgelegt.

* Telefon *

Riedl am Apparat. Sind Sie es, Herr Petrowski?

Wenn einer anruft, dann ich. Wir wollen nicht gest�rt werden.

Die Bullen k�nnen mich am Arsch lecken.

Wenn die auf Krieg machen, ist hier auch Krieg.

Bleibt alles ruhig. Versprochen.

Aber gut, dass wir Kontakt haben.

Ich w�rde gern Frau Rautenberg sprechen.

Bitte. Wir wollen nicht gest�rt werden.

Gut.

Hier ist alles locker. Alles easy.

Brauchen Sie oder Frau Rautenberg irgendwas?

Soll ich Ihnen was zu essen oder trinken bringen lassen?

Zigaretten. Sagen Sie einfach, was Sie wollen.

Nicht gest�rt werden wollen wir. Das ist alles.

Frau Rautenberg und ich haben einiges zu besprechen.

Die H�ndchen, die k�nnten wir doch eigentlich brauchen.

Das Strafregister des Angeklagten beginnt im Alter von 13 Jahren.

Diebstahl, K�rperverletzung, sexuelle Angriffe.

Mit 20 sechs Jahre Freiheitsstrafe wegen schwerer K�rperverletzung

in Tateinheit mit mehreren Vergewaltigungen.

Kurz nach Verb��ung dieser 6 Jahre

attackierte der Angeklagte eine 19-j�hrige Frau

mit einem Springmesser, fesselte sie mit Klebeband,

knebelte sie mit einem Slip und f�hrte anschlie�end Sexualverkehr

mit ihr in verschiedenster Art und Weise durch.

Anschlie�end dr�ckte er so lange auf Mund und Knebel,

bis die junge Frau infolge des durch den hineingepressten Slip

hervorgerufenen Mund- und Rachenverschlusses erstickte.

* Telefon *

Haben Sie irgendwo auch was S��es?

Keine St�rung war vereinbart.

Selbstverst�ndlich. Ich m�chte Ihnen nur ersparen

mit der Polizei zu verhandeln.

Es ist doch besser, wenn wir beide reden.

Worum geht's? - Um Sie und Frau Rautenberg.

Und dass mit Ihnen nach wie vor alles okay ist.

Ist es. - K�nnte ich das auch von Frau Rautenberg pers�nlich h�ren?

Bleiben Sie dran.

Kommen Sie?

Na los!

Sie kommt.

Hallo? Hanna?

Ja, Ulli?

Ist wirklich alles in Ordnung? - Nein.

Ist gut, Ulli.

Frag ihn noch mal, ob er irgendeinen Wunsch hat.

Herr Riedl ... fragt, ob Sie nicht doch noch irgendeinen Wunsch haben.

Nein! Ende! - Mir reicht es jetzt.

Wenn er das n�chste Mal wieder keine Forderungen stellt,

stellen Sie endlich welche. - Druck ist genau das Falsche.

Quatsch! Ich hab keine Lust mehr auf dieses inkompetente Arschloch ...

(Richter) Nachdem die Gesch�digte vom Angeklagten

als Geisel genommen worden war,

kam es zu mehreren massiven Vergewaltigungen.

Wobei der Angeklagte einem langj�hrig vorfantasierten,

fetischistisch-sadistisch gepr�gten Handlungsszenario folgte,

bei dem sich die Aus�bung von Macht und Dominanz

sowie Verletzung und Herabw�rdigung der Gesch�digten

abwechselten mit der Befriedigung

seiner verschiedensten sexuellen Bed�rfnisse und Pr�ferenzen.

Was die Gesch�digte aus Todesangst �ber sich ergehen lie�.

Dies geschah so lange,

bis der Angeklagte nach ca. 7 Stunden mit dem Opfer fertig war.

* Telefon *

Ich hab es mir �berlegt.

Frau Rautenberg sagt, es ist in Ordnung.

Roswita soll mich zweimal die Woche besuchen kommen.

Gut, Herr Petrowski. Das k�nnen wir akzeptieren.

Drin bei Ihnen und Frau Rautenberg nach wie vor alles in Ordnung?

Nach wie vor keine Getr�nke?

Ne, ne. Ich sch�tze, wir sind hier sowieso bald durch.

Mal sehen.

Was hei�t hier "Mal sehen"? Konkrete Zeitangaben!

Setzen Sie den endlich unter Druck! - Er ist unter Druck!

Den Rest macht sie.

Er hat das umsichtig gemacht. Blo� nicht wie in Celle.

Ihre Kollegen haben auf Zugriff bestanden.

Prompt ist es zur Vergewaltigung eskaliert.

* Telefon *

Wenn ich rauskomm, dann will ich keine Bullen sehen.

Werden Sie nicht. Garantiert nicht.

Und wer steht drau�en vor der T�r? - Passen Sie auf:

Der Herr Adam wird da sein und Sie auf Ihren Haftraum bringen.

Und dann schlafen wir mal ganz gem�tlich aus.

Ach ja und wenn Sie das B�ro verlassen,

kommen Sie als Erster raus. Sie gehen als Erster.

Kein Problem. Okay. Mache ich.

Ziehen Sie sich an!

Hier.

Machen Sie mit mir, was Sie wollen. Meinetwegen bringen Sie mich um.

Sie sollen das nehmen. Na los!

Na? Wollen Sie jetzt nicht auf mich losgehen?

* Er lacht. *

Na, Herr Adam? - Herr Petrowski?

Kommen Sie bitte.

Polizei!

Ihr Schweine!

Hanna! Ganz ruhig!

Es ist vorbei.

Alles wird gut.

Ach ihr seid es.

Habt ihr Stephan schon ... - Das wollte Laubach machen.

Magst du was trinken?

Er hat mich zu seiner Nutte gemacht.

Hallo? Hanna. Ich bin's, meine Kleine.

Gott sei Dank erreiche ich dich.

Hanna?

Danke. - Bitte.

Ich bin im Krankenhaus. - Ich wei�.

Ich wei�. Sie haben mich gerade erst angerufen.

Ich meine, das ist doch unfassbar.

Und ich hab mich gewundert, warum du gestern nicht ans Telefon ...

Aber jetzt bist du in Sicherheit. Es wird alles gut jetzt.

Es ist doch nichts, oder?

Ich meine, ... er hat dir doch nicht wirklich was getan, oder?

Doch.

Doch.

Aber nur ein bisschen.

Ich fahre sofort los. Ich komme zu dir. In zwei Stunden bin ich da.

Ja.

Was ist denn los? Was ist mit Mama? - Lass uns erst mal reingehen.

Wie reingehen? Sag doch mal! - Tobi, lass uns reingehen.

Ich soll hier warten und nicht zur Schule gehen und du sagst nichts.

Tobias bitte, komm.

Na komm ... wir m�ssen ein paar Sachen einpacken.

Ich ... ich hol mal was zu trinken.

Jetzt k�nnen wir nicht mehr heiraten.

Hanna.

Jetzt erst recht.

Ich liebe dich.

Ich hab mit Tobi schon alles besprochen.

Er bleibt erst mal hier wegen der Schule.

Und wir fahren zusammen nach M�nchen. Ich nehm dich mit zu mir.

Hanna ...

Ist doch alles gut.

Hanna.

Stephan?

Ja?

Du musst mir helfen. - Das werde ich. Verlass dich drauf.

Immer und ewig. - Nein, das meine ich nicht.

Kannst du mir den R�cken eincremen?

Hanna!

Wieso hatte der ein Messer? In einem Hochsicherheitsknast!

Wieso passiert mir so was? In meinem B�ro?

Warum?

Warum ausgerechnet ich?

Daf�r wird er lebenslang b��en.

Ich h�tte gewettet, wenn mir einer was tut,

w�re er der Erste, der mir hilft.

Und jetzt kriegt er Sicherungsverwahrung.

Da bleiben die auch nicht ewig.

Stephan ...

Ja?

Du tust mir doch nie was? - Hanna!

Ich bin dein Mann. - Sag, dass du mich nie fesselst.

Nein. Nie.

Nie? - Nie.

Und morgen?

Morgen auch nicht. Nie hab ich gesagt.

Das meine ich nicht. Morgen gehst du ins B�ro und ich?

Ich gehe nur kurz hin und melde mich ab in Urlaub.

Du besorgst uns was Sch�nes zum Essen und Trinken

und wir machen es uns hier gem�tlich.

Kann ich Ihnen helfen?

Rufen Sie meinen Mann an. - Was ist denn?

Rufen Sie meinen Mann an.

Na komm, Hanna.

Hanna. Bitte.

Ich werde verr�ckt, Stephan. - Das wirst du nicht.

Na komm.

Ich sehe Gespenster. - Das geht alles vorbei.

Du verstehst mich nicht. Ich kann nie in mein altes Leben zur�ck.

Nie wieder.

Ich will mein altes Leben wiederhaben. Verstehst du?

Das verstehe ich.

Aber das kommt alles.

Glaub mir.

Das kommt alles.

Okay, danke. Das reicht. Ich kann nicht mehr.

Ich versteh's immer noch nicht, Ulli.

Hanna, wir haben das nicht mitgekriegt.

Das hat keiner f�r m�glich gehalten. Du doch auch nicht.

Aber die Polizei war da.

Das SEK. Alles.

Mal ganz konkret jetzt: Was habt ihr gedacht, was passiert mit mir?

Na ... das Petrowski sich als dominant inszeniert

und dich stundenlang vollquatscht.

Ich war mir sicher, dass du die Situation im Griff hast.

Sieben Stunden lang und ihr habt keinen Finger ger�hrt.

Wir haben telefoniert.

Laubach hat sich noch gar nicht gemeldet. Versteh ich nicht.

Er war doch im Dienst. - Der meldet sich schon noch.

Wenn er nicht als Leiter abberufen wird.

Hoffentlich. Der Sicherheitsdienst gleich mit.

Hanna, es ist Viertel nach. Du musst dich noch anziehen.

Vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau.

Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meinen Mann.

Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Reicht einander die rechte Hand.

Gott der Herr hat euch als Mann und Frau verbunden.

Er ist treu. Er wird zu euch halten.

Und wird das Gute, das er begonnen hat, vollenden. Amen.

Jetzt lach doch mal einer. Das ist doch eine Hochzeit!

Ich freue mich heute f�r meine Tochter,

weil ihre Zeit im Gef�ngnis

nach dieser Geschichte wohl endg�ltig vorbei ist.

Ich erhebe mein Glas auf eure Zukunft.

Auf einen Neuanfang und einen neuen Job f�r dich, mein Liebes.

Vielleicht einen, wo du nicht jeden Tag damit zubringen musst,

irgendwelchen M�nnern deine Wichtigkeit zu demonstrieren.

Oder ... um ihre Anerkennung zu buhlen ... Prosit.

Gebuhlt hat nur einer. Stephan um Hanna.

Dem Himmel sei Dank.

Sonst w�ren wir heute gar nicht hier.

Ich trinke auf Hanna, Stephan und Tobias.

Auf die ganze neue Familie. Prost, ihr Lieben.

Das war keine Geschichte, Mutti.

Das war ... das haben alle in der Zeitung gelesen, was das war.

Schlimm genug. Alle fragen mir ein Loch in den Bauch.

Ja. Schlimm genug, was ich durchmachen musste.

So, ihr Lieben. Bitte lasst uns an was Sch�nes denken.

An eure Segnung in der wunderbaren Friedenskirche.

An das herrliche Restaurant, das tolle Essen.

Und an diesen s�ffigen Chalonnes-sur-Loire.

Und ein Traumwochenende. Entschuldigen Sie.

Komm, Hanna, Hochzeitsreise. Komm!

Tsch�ss, Tobi!

* "When I'm Sixty-Four" von den Beatles *

Du trinkst die ganze Zeit.

Jetzt nicht mehr.

Hanna.

Ich bin beschmutzt.

Es klebt an mir. - So ein Unsinn.

Hanna. Nichts. Gar nichts klebt an dir.

Wie kannst du das sagen? Du wei�t, was er mit mir gemacht hat.

Details?

Vielleicht brauchst du's ja, damit du es begreifst.

Wir haben geheiratet!

Just married!

Es ist noch zu fr�h. Das Echo schl�ft noch.

Ich bin gespannt, wann die sich melden.

Wer denn?

Das war ein Dienstunfall. Irgendeine Beh�rde muss das doch bearbeiten.

Wenn nichts passiert, suchen wir dir einen Anwalt, der da Dampf macht

und dich auch vor Gericht vertritt.

Ich brauch keinen Anwalt als Zeugin. - Aber als Nebenkl�gerin.

Dann muss ich den Prozess �ber im Gericht sitzen.

Ich will dem Schwein nie wieder ins Gesicht gucken.

Du musst. - Das schaff ich nicht.

Nein.

Warum hast du eigentlich bei den Telefonaten ...

Da wurde doch immer wieder angerufen.

Warum hast du nicht losgebr�llt? - Sag mal ...

Wenn man angegriffen wird, wehrt man sich doch.

Jedes Tier wehrt sich dann wie verr�ckt.

Ich hatte Todesangst, w�re fast gestorben!

Was sollen solche Fragen?

Am Schluss hattest du das Messer. Du h�ttest ihn ...

Dieses Schwein hat mich doch auch verletzt, nicht nur dich!

Hanna!

Hanna?

Ich will wieder richtig leben. Alle f�hren ein normales Leben.

Nur ich nicht. Ich kann nichts mehr.

Nicht mal mehr mit meinem Mann schlafen.

Wie soll ich je wieder arbeiten. Ich hab meine Arbeit geliebt.

Glaube ich. Und jetzt ist die Psychologin, Chefin, Mutter, Braut,

alles ist zusammengebrochen.

Alles einem Verbrechen zum Opfer gefallen.

Ich hasse das Wort. Ich will kein Opfer sein.

Als Opfer ist man das Letzte. - Muss ja nicht so bleiben.

Aber es stimmt doch. Glauben Sie, die Polizei hat mich befragt?

15 Minuten waren sie bei mir, als ich benebelt im Krankenhaus lag.

Dem T�ter haben sie 7 Stunden Zeit gelassen.

Sie sagten, das SEK hat die Situation falsch eingesch�tzt.

So wie Sie und Ihr Team Petrowski.

Das k�nnen Sie unm�glich vergleichen.

Wie viel Zeit haben Sie mit Petrowski verbracht?

Mehr oder weniger als mit Ihrem Mann? Wessen Leben kennen Sie l�ckenloser?

Wer backt den besseren K�sekuchen?

Ist es so undenkbar, dass Sie die Distanz zum Patienten

aus dem Auge verloren haben,

wenn der Mann bei Ihnen �ber Jahre unauff�llig war?

Ich habe ihn mir sch�ngeguckt? - F�r einen Moment.

Um was von mir zu h�ren? - Nichts Bestimmtes.

Um uns anzun�hern an das, was Ihnen passiert ist.

Wie hoch ist eigentlich die R�ckfallquote

bei therapierten Sexualstraft�tern?

Bei ungef�hr 4%. - Ein unglaublicher Erfolg,

den Sie und Ihre Kollegen da erzielen.

Tja, aber nun bin ich ja leider Opfer.

Und das Opfer spielt den Rest der Stunde lieber mit dem Hund.

Hund! Komm mal her!

Hunde sind eh die besseren Therapeuten!

Komm! Komm! Komm her!

Na wie war's?

Abwarten.

Wieder nicht so gut?

Was ist das?

Lag im Briefkasten. Eine Rechnung.

Und?

Die Rechnung f�r den Krankenwagen,

der mich vom Knast ins Krankenhaus gebracht hat.

286,50 Euro. Warum kriegst du die und nicht die Dienststelle?

Das werde ich den Personalrat auch mal fragen.

Ich k�mmere mich drum. - Nein, lass.

Ich mach das selbst.

Ich hab den Krankenwagen nicht bestellt,

also bezahl ich auch nicht. Ganz einfach.

Den Krankenwagen zahlt der, der ihn benutzt.

Und nicht der, der ihn ruft.

Wir reden von einem Dienstunfall, der nur deshalb stattfinden konnte,

weil die Sicherheit hier nicht gew�hrleistet ist.

Daf�r tragen allein Sie die ... - Ich verstehe Ihre Betroffenheit.

Aber ob das ein Dienstunfall im Sinne des Beamtengesetzes ist,

habe ich nicht zu entscheiden.

Verantwortlich ist der Verursacher, und nicht die Anstalt.

Verursacher war Petrowski.

Darum geht es doch gar nicht. - Sondern?

Die Anstalt ist ein Hochsicherheitsgef�ngnis.

Angeblich Bayerns sicherster Knast.

Wie kann da ein H�ftling ein Messer haben? Ein selbst gebautes Messer?

Zeigen Sie mir ein Gef�ngnis,

wo Sie nicht Drogen, Handys oder Messer finden.

Weil nicht gr�ndlich genug gesucht wird.

Es ist unm�glich, das zu verhindern.

Dass Sie sich um Ihre Mitarbeiter k�mmern, w�re aber schon m�glich?

Wieso meldet sich keiner bei mir?

Ich habe hier vor 4 Jahren meine Station aufgebaut

und jeden Tag den Kopf hingehalten.

Da kann sich doch mal jemand bei mir melden.

Was soll denn jetzt werden? Wie stellen Sie sich das vor?

Was ist mit meiner beruflichen Zukunft?

Ich h�tte gerne einen konkreten Vorschlag.

Oder muss ich daf�r mit einem Anwalt kommen?

Jetzt sind Sie doch erst mal krankgeschrieben.

Hanna.

Ulli.

Was ist los?

Jetzt sollen wir die Schuld haben.

Wenn keiner einem hilft, auch wenn's verr�ckt ist,

denkt man sich was aus. - Erz�hlen Sie weiter.

Wenn hier und jetzt der Moment ist, ist es der richtige Moment.

Ich wei� nicht, wieso ich jetzt drauf komme.

Ich hab die ganze Zeit nur auf das Foto gestarrt und gebetet.

Pl�tzlich riss der an der Jalousie und wollte die wohl runterlassen.

Ging aber nicht. Die war verhakt. Das Bild stand auf dem Fensterbrett.

Ich hab wie eine Irre gebetet: "Lass das Bild nicht umfallen."

Lieber Gott, mach, dass das Bild nicht umf�llt.

Dann komm ich hier lebend raus.

Sie sollten jetzt doch langsam mal. H�ren Sie den hinter uns?

Ich kann nicht! Rumfahren! Einfach rumfahren! - Die Wut umlenken!

Es geht nicht um den da, sondern um das da unten.

Sie bringen mich um. - Wenn, dann uns beide.

Das w�rde mir die Verhandlung ersparen.

Fahren Sie los.

Ah!

Oh Mann ...

Und das machen wir jetzt noch zweimal und dann ist es gut.

Der Petzold erledigt den Beh�rdenkram.

Und im Gericht sitzt du ganz vorn als Nebenkl�gerin. Dem Richter gegen�ber.

Und Petzold als dein Anwalt neben dir.

Und du? - Ich sitze auch neben dir.

Wie das? - Sondergenehmigung.

Dann sitz ich dem ja so halb gegen�ber.

Wem? - Petrowski.

Hanna, du darfst da nicht nur als ein Opfer erscheinen.

Der Richter, das ganze Gericht muss dich auch pers�nlich erleben.

Wenn ich da sitze, vollgedr�hnt mit Tabletten.

... zum Schutz der Intimsph�re

Antrag auf Ausschluss der �ffentlichkeit stellen.

Frau Rautenberg?

Haben Sie das verstanden?

Ich soll �ffentlich aussagen?

Jetzt? - Nein.

Erst wenn Sie an der Reihe sind.

Die Entscheidung kann ich Ihnen nicht abnehmen.

Darf ich mit meinem Sohn sprechen? - Bitte tun Sie das.

Schaffst du das?

Da kommen furchtbare Dinge zur Sprache.

Die furchtbarsten, die du je geh�rt hast.

Egal, Mama. Du musst das machen.

Ja, ich will �ffentlich aussagen.

F�r den Angeklagten hat die Tat nichts ver�ndert,

aber in meinem Leben ist durch das, was passiert ist,

kein Stein mehr auf dem anderen geblieben.

Ich bin zwar das Opfer, aber ich sch�me mich nicht mehr daf�r.

Ich bin Nebenkl�gerin und klage ihn an.

In aller �ffentlichkeit.

Als ich mit Roswita telefoniert hab,

da hat sie ... am Telefon ... gesagt,

sie hat mich immer noch lieb.

W�rtlich.

Und das hatte Ihnen lange keine Frau mehr gesagt.

Nein. Keine.

Seit ...

Seit Jahren nicht. Nur Roswita.

Sie haben dann irgendwann das Telefonat beendet

und sind wieder zur�ck auf Ihren Haftraum gegangen.

In den Gemeinschaftsraum.

Und der Didi Jung, einer der Insassen,

der hat auch gesagt, ich soll mir Roswita warmhalten

und mich nicht zum Affen ...

Ich soll mir Roswita nicht ausreden lassen.

Dann haben Sie sich aus dem Haftraum Messer und Klebe geholt? Warum?

Das ... wei� ich gar nicht ...

Ich kann mich nicht so richtig genau erinnern.

Daran k�nnen Sie sich nicht mehr so genau erinnern?

Wie bei seinen fr�heren Gewalttaten

zeigt er auch hier eine tiefe St�rung seiner sexuellen Neigungen.

Diese St�rung ist sadistischer Natur.

Das Schlagen des Opfers, das Verletzten mit dem Messer.

Erniedrigung, Todesdrohungen usw.

Andererseits gibt es eine fetischistische Auspr�gung.

So musste immer ein Knebel mit ins Spiel kommen.

Es musste Material zum Fesseln mit dabei sein.

Wie etwa ein G�rtel, Slip, Schal ...

Noch mal die Frage, Herr Petrowski:

Warum? Wozu Messer und diverse Tuben Klebe?

Erkl�ren Sie das dem Gericht doch bitte etwas ausf�hrlicher.

Zur Not h�tte ich sie wohl ... Ich wollte sie wohl dazu zwingen.

Zur Not. Damit ich noch mal mit Roswita telefonieren kann.

Und das sollte dann sofort stattfinden.

Am besten sofort, aber ...

Das ist ja dann irgendwie aus dem Ruder gelaufen.

Keine Ahnung. Ich hab jahrelang im Vollzug mir immer M�he gegeben.

Aber was da pl�tzlich mit mir passiert ist, es tut mir leid.

Ich sch�me mich auch daf�r.

Ich kann das Gewinsel nicht mehr h�ren.

Die Sitzung wird f�r 15 Minuten unterbrochen.

Der Angeklagte ist kein Situations-, sondern ein Hang-T�ter.

Es ist seine psychische Veranlagung, die ihn dazu treibt.

Solche Menschen sind oft gro�e Manipulatoren und Schauspieler.

Das Bild, das er von sich gezeigt hat,

ist das eines angepassten Strafgefangenen.

In Wahrheit ein Bluff.

Ein gro� angelegtes T�uschungsman�ver.

Das h�lt er durch, bis ihn ein Ausl�sereiz aus der Deckung holt.

Dann startet er sein inneres Drehbuch und entpuppt sich als Psychopath.

Die Unrechtm��igkeit der Tat ist ihm bewusst.

Er ist voll verantwortlich ...

Herr Petrowski hat Sie ein weiteres Mal aufgefordert,

ihm dabei zu helfen, oral zu helfen, wieder eine Erektion zu bekommen.

Ja.

Ist es zutreffend, dass Sie die ganze Zeit

keinerlei Gegenwehr geleistet haben? - Ja, habe ich nicht.

Auch nicht im Ansatz? - Nein.

Weil Sie wussten, dass er sein letztes Opfer,

das sich gewehrt hat, brutalst ermordet hat.

Ja.

Deshalb haben Sie auch gest�hnt, wie der Angeklagte es verlangt hat.

Lustvoll gest�hnt? - Ja.

Lustvoll in Todesangst? - ... ja.

Und die Polizei hat,

soweit ich das aus den Akten erkennen kann,

in den knapp 7 Stunden,

in denen er sie in seiner Gewalt hatte, nicht eingegriffen?

Nein.

250 Leute waren drau�en und drinnen am Einsatz beteiligt.

Keiner ist mal auf die Idee gekommen,

mit einem Mikro durchs Schl�sselloch zu horchen

oder von drau�en eine Kamera abzuseilen.

Und ich sa� drin und hab mich so allein gef�hlt

wie noch nie in meinem Leben.

Hat man Ihnen erkl�rt, warum man die Lage nicht umfassend aufgekl�rt hat?

Nein. - Was glauben Sie?

Warum hat man Sie nicht befreit?

Ich wei� es nicht.

Vielleicht wollte das ja niemand. Ist ja auch so zu Ende gegangen.

Ohne SEK.

Der T�ter war irgendwann fertig mit mir.

Vielleicht haben die Herren darauf gewartet.

Es gibt eine Dienstvorschrift,

wie die Polizei bei Geiselnahmen vorzugehen hat.

Die wurde nicht eingehalten.

Der Erstkontakt am Telefon z.B.

muss immer von einer Verhandlungsgruppe

der Polizei abgel�st werden.

Die haben Leute, die sind geschult mit Geiselnehmern zu verhandeln.

Aber das hat man meinem Kollegen Ulrich Riedl �berlassen,

der in keinster Weise daf�r ausgebildet ist.

Ich denke, ... ja ... ich denke, ich werde das machen.

Ich werde Strafanzeige stellen gegen die Polizei

und gegen die Anstaltsleitung.

Wegen unterlassener Hilfeleistung und fahrl�ssiger K�rperverletzung.

* Gemurmel *

Ruhe bitte.

Ich habe Frau Rautenberg Gelegenheit

zu pers�nlicher Meinungs�u�erung gegeben. Die hat sie genutzt.

Ich bitte um Ruhe!

Der Angeklagte wird zu einer Gesamtfreiheitsstrafe

von 13 Jahren und 9 Monaten verurteilt.

Es wird die anschlie�ende Unterbringung

in Sicherungsverwahrung angeordnet.

Frau Rautenberg, ich wollte Ihnen noch sagen ...

W�rden Sie daf�r sorgen, dass dieser Verbrecher

meine Mutter nicht mehr anspricht?

Jaja, schon gut.

Sie sind so still. - Sie haben das prima gemacht.

Jeder hat begriffen, was Sie durchmachen mussten.

Am liebsten w�rde ich ihn immer noch umbringen.

Ich meine das so, wie ich das sage.

Das glaube ich Ihnen aufs Wort und das macht mir Sorgen.

Wieso?

Wollen wir uns einen Moment ... - Nein, sagen Sie es doch.

Die Strafanzeige gegen die Polizei, gegen Ihre Vorgesetzten, Kollegen.

Die Art, wie Sie den Angeklagten angegangen sind. Warum?

Warum gehen Sie auf die los? - Ich will Gerechtigkeit.

Ich glaube, Sie wollen Rache. - Aha.

Dieser Wunsch h�lt Sie davon ab, dar�ber nachzudenken,

welchen Anteil Sie haben k�nnten an dem, was passiert ist.

Kommen Sie mir wieder damit? - Wir sind Kollegen.

Ich spreche nicht von Schuld, aber wenn Sie gesund werden m�chten,

m�ssen Sie sich fragen, welches Zutun es von Ihrer Seite gab.

Irgendetwas in Ihrem Verhalten,

das Ihnen in der Situation vielleicht gar nicht bewusst war.

Hanna.

Ist alles okay?

War was mit Vera?

Lass mal.

Therapeuten sind alle v�llig daneben.

Ich komme gleich.

Hanna. - Komm, Ulli, lass.

Ich hab dir das Leben gerettet. - Nein, hast du nicht.

Doch! Was glaubst du, was passiert, wenn das SEK hier reinspaziert w�re?

Petrowski hatte ein Messer. - Davon habt ihr nichts gewusst.

Damit h�tte er dich abgestochen.

Ich hab's �berlebt, weil ich's ausgehalten habe.

Du hast mich im Hintergrund doch mal Schluchzen h�ren m�ssen.

Nat�rlich nicht, sonst h�tte ich ...

Das SEK h�tte kurzen Prozess gemacht mit dem Schwein.

"Kurzen Prozess mit dem Schwein?" Was ist los?

Verachte die Tat, aber achte den T�ter.

Das war immer unser Motto. Z�hlt das jetzt nichts mehr?

Petrowski und Co. bleiben trotzdem die in den Arsch gekniffenen,

die nie im Leben eine Chance gehabt haben.

Und deshalb darf er mich vergewaltigen?

Was willst du mir eigentlich sagen?

Du redest wie ein anderer Mensch! - Ich hab einiges durchgemacht.

Wenn das spurlos an wem vorbeigeht, geh�rt er in die Irrenanstalt.

"Vergewaltigungsoper beschuldigt Polizei und Vollzugsbeamte."

Abgesehen davon, dass es Ihnen nicht erlaubt war,

Sicherheitsbelange �ffentlich zu er�rtern:

Ich finde unertr�glich, dass Sie vor Gericht einen Mitarbeiter,

der sich so f�r Sie eingesetzt hat, als Schuldigen bezeichnen.

Ich habe Sie auch genannt.

Sie h�tten im Gericht antworten k�nnen.

Aber Sie haben es vorgezogen Urlaub zu machen.

Lenken Sie nicht ab. Sie haben Petrowski in Watte gewickelt.

Der ist nicht therapierbar, sage ich mal.

Grundgesetz- und Verfassungsgericht sagen es weniger salopp.

Bei mehr als 2 Jahren muss Therapie angeboten werden.

Petrowski ist ein Psychopath.

Als das hat ihn die Gutachterin bezeichnet.

Nach der Tat l�sst sich das gut gutachten.

Wenn ich mal was zur Sicherheit im Haus sagen darf ...

Sie sind die erste Frau, die in Deutschland

eine sozialtherapeutische Abteilung f�r Sexualverbrecher aufgezogen hat.

Das ist nicht der Punkt.

Doch! Sie standen unter enormem Erfolgsdruck.

Darum geht es nicht.

Was in dieser Anstalt grunds�tzlich falsch gelaufen ist:

Ich war als Stationsleitung auch f�r Disziplinarisches zust�ndig,

habe Gefangene belohnt oder Strafen durchsetzen m�ssen.

Gleichzeitig sollten die Leute mir ihre seelischen Abgr�nde offenlegen.

Das muss zwangsl�ufig dazu f�hren, dass die einen verarschen wollen.

Therapie und Stationsleitung d�rfen nie in einer Hand liegen.

Aber h�tte ich deshalb aufh�ren sollen zu arbeiten?

Thema Sicherheit: Wie hat er ein Messer verstecken k�nnen?

Warum gibt es hier kein Codewort bei �bergriffen von H�ftlingen?

Haben Sie sich jemals �ber mangelnde Sicherheit beschwert?

Wir haben ein Codewort eingef�hrt. Glauben Sie nicht, wir tun nichts.

Gl�ckwunsch.

Hallo Frau Rautenberg. Ich wollte nur sagen: Sie waren immer korrekt.

Und dass es uns leidtut. - Danke.

Wissen Sie, Sie sind der Erste aus dem Haus, der das zu mir sagt.

Das sagen alle.

Das sagen alle Jungs hier.

Solche Idioten! Der eine bedauert Petrowski,

der andere schiebt mir die Schuld in die Schuhe.

Aber jetzt haben sie ein Codewort eingef�hrt. Unglaublich.

Petzold hat eben angerufen.

Die haben dich erst mal ein halbes Jahr vom Dienst freigestellt.

Bringst du uns mal Wasser? - Ja klar.

Danke.

Dass sie dir die Schuld geben, ist ungeheuerlich.

Aber ... irgendwas ... Hanna ...

Was ist denn da schiefgelaufen?

Du hast mir doch noch von ihm vorgeschw�rmt.

Dass er so gut Apfelkuchen b�ckt und er �ber seine Gef�hle sprechen kann.

Angst, �rger und so Sachen. - Ich kann das nicht glauben.

Was du hier zu mir sagst. - Was denn?

Das ist wirklich das Furchtbarste, was du jetzt tun kannst.

Mir jetzt in den R�cken zu fallen.

Mama, er hat doch nur eine Frage gestellt.

Wenn ihr euch so gut versteht, kann ich ja jetzt gehen.

Hanna! - Lass sie.

Sie geht in den Park oder zu Roberto.

Ich geh mal hoch. Ich hab morgen Klausur im Leistungskurs.

Tobi, du machst das hier alles fabelhaft.

Das wollte ich dir schon lange mal sagen.

He ...

Das ist alles so beschissen, dass man �berhaupt nicht helfen kann.

Und in der Schule? Wie gehen die damit um?

Ein paar Idioten gibt's �berall.

Ich werde f�r deine Mutter da sein, egal was ist.

Und ich will f�r dich der beste Kumpel sein,

den du dir w�nschen kannst.

Das bist du. Aber Mama ...

Danke. - Kann ich Ihnen sonst etwas bringen?

Stell von mir aus alles infrage: Warum ich mich nicht gewehrt habe.

warum ich getan habe, was er wollte, ihn nicht abgestochen habe.

Aber sag mir nie, ich h�tte mich unprofessionell verhalten.

Du verstehst nichts davon

und au�er dir und Laubach hat niemand je die Andeutung gemacht,

dass ich etwas falsch gemacht habe. Also rede nicht so einen Schei�.

Wenn ich nur Ja und Amen sagen darf, kann ich auch nach M�nchen fahren.

Dabei l�sst du dir auch noch von Tobias zur Seite springen!

Unglaublich!

Es wird schon wieder.

Hanna.

Ich m�chte dich endlich wieder in die Arme nehmen k�nnen.

H�r auf zu trinken.

Ich hab das nicht �berlebt, damit du zum S�ufer wirst.

Ausgerechnet du.

Der Mensch, der mir au�er Tobi am n�chsten ist.

Mach das nicht kaputt.

Unser Lachen ist schon lange weg.

Und das, was von der Liebe noch da ist, wenn du so weitermachst,

ist auch davon bald nichts mehr �brig.

Was soll das werden?

Ich denke, das ist im Augenblick f�r uns beide das Beste.

Wenn du meinst.

Ruf mich an, wenn du mich wieder bei dir haben willst.

Gut. Fahr! Versteht jeder! Du hast dir zu viel zugemutet.

Musst kein schlechtes Gewissen haben!

Kein Mann h�tte eine Frau geheiratet,

die sich vor der Hochzeit 7 Stunden lang

von einem Sexualstraft�ter zur Nutte machen l�sst.

* Handy *

Was willst du?

Ich bin kurz vor M�nchen.

Ja und?

Hanna.

Ich will genau wie du in unser normales Leben zur�ck.

Aber ohne Hilfe schaffen wir das nicht.

Ich hab mit Vera telefoniert.

Sie sagt, dass wir jederzeit zu ihr kommen k�nnen.

Dann seid ihr beiden ja schon einig.

Ich bin unertr�glich und du darfst mir in den R�cken fallen,

weil ich f�r dich nicht die Beine breitmachen will.

Sie h�ren mir zu, Petrowski: Sie verletzen und t�ten Menschen.

Seit Sie denken k�nnen, sind Sie ein Betr�ger.

Jedes Ihrer Opfer haben Sie betrogen.

Sie haben mich betrogen und jeden hier belogen und get�uscht.

Sie sind ein eiskalter, arschkriecherischer Heuchler.

Ihnen war bewusst, dass Sie mich verletzen und sch�digen w�rden.

Sie haben genau das gewollt.

Sie wollten sich weiden am Schmerz einer erniedrigten Frau.

Sie wollten meine Seele zertreten, aber hier stehe ich.

Sehen Sie mich an. Sie haben versagt.

Sie sind ein Nichts, ein Loch in der Natur.

Egal wie und wo Sie den Rest Ihres Lebens verbringen,

die Blicke Ihrer Opfer werden Sie begleiten.

Die der lebenden und der toten. Immer und �berall.

�berall, wo Sie hinkommen, wird Ihre Geschichte schon warten.

Sie werden sich an keinem Ort mehr sicher f�hlen.

Weil Sie nirgends Ihrem wahren Ich entkommen k�nnen.

Heidi? Du musst mir morgen einen Gefallen tun.

"Die Stimme hat mir Befehle gegeben

und wollte, dass ich mitgehe in die Schlachterei."

"Nur weil es mir egal ist, hei�t das nicht, dass ich es nicht verstehe."

K�nnen Sie uns Gef�hle nennen, die Sie von sich selbst gut kennen?

Irgendeines. Bitte.

Zum Beispiel ... Sagen Sie es uns.

Bitte.

Ja ... - Sagen Sie. Bitte.

Bitte, Herr Petrowski. Bitte.

Bitte ein Gef�hl.

Du bittest nicht. Du bettelst! Du flehst ihn an!

Ein Gef�hl, Herr Petrowski.

Ich gebe nicht auf und bitte Sie noch mal.

Das Arschloch spielt mit dir.

Na ja ... ich sag mal ... Angst.

�rger.

Angst und �rger.

* T�rglocke *

Hanna!

Bist du wahnsinnig? Du kannst doch nicht einfach Akten rausschleppen!

Das kostet dich die Approbation. - Ich war bei Petrowski.

Was?

Ich wollte ihn umbringen. - Red keinen Schei�.

Hab ich ja auch nicht. Aber ich hab ihn verflucht.

Ich war nicht wirklich dort, aber ich hab's mir vorgestellt.

Und hat es dir geholfen?

Wir h�tten das doch sehen m�ssen.

Das war doch alles da.

Du warst fast immer dabei. Oder sonst jemand.

Wieso hat von euch keiner gesagt, dass wir auf ihn reinfallen?

Widerspruch muss man auch wollen.

Wenn ich mal was angedeutet habe ... - Was denn? Wann?

Ich habe Daniels besorgt, damit einer mal von au�en draufschaut.

Nach vier Jahren. Das Zeug muss sofort zur�ck.

Petrowskis Ding mit Roswita hab ich auch nicht gecheckt.

Mit ihrem "Ich hab dich lieb" hat sie seinen Sadismus losgetreten.

Und schon waren die Fantasien wieder da.

Und als Mutti ihm Roswita wegnehmen wollte,

hat er sich gedacht, ich muss dann selbst herhalten.

Logisch, oder? F�r einen Psychopathen.

War ich eine schlechte Chefin? - Nein.

Das hab ich auch nie gesagt. - Aber?

Du warst immer total �berzeugt von allem.

Und du hast immer geschwiegen. Mit einem schlechten Gewissen.

Deshalb hast du sofort zum Telefon gegriffen.

Weil du Schuldgef�hle hattest.

M�glich. Und wenn es so w�r?

Dann ist das schiefgegangen. Du hast sie mir zugeschoben.

Statt mich rauszuholen, hast du mich schmoren lassen.

Du bist ja v�llig �bergeschnappt.

Ulli!

Entschuldigung. Bitte.

Entschuldige.

Es tut mir leid.

Es tut mir so unendlich leid.

Du bist wirklich verr�ckt.

Ich wei� nicht mehr, was ich bin.

Verzeih mir.

Ich mach uns einen Kaffee. Bitte.

Na komm.

Verzeih mir.

Du hast im Prozess ganz sch�n auf die Pauke gehauen.

Hat ja auch was f�r sich, wenn man Opfer ist.

Man kann die Sau rauslassen. Gef�llt dir die Rolle?

Willst du dich dran festhalten? Tust du immer noch.

Als was siehst du dich im Moment? - H�r auf mit dem Schei�.

Was willst du h�ren? Als was soll ich mich sehen?

Als gescheiterte Psychologin? Okay. Treffer. Versenkt. Zufrieden?

Du bist dieselbe hochkompetente Therapeutin,

die auch mal einen Fehler macht.

Aber darum geht's nicht. - Sondern?

Du musst dich entscheiden, wie du weitermachen willst.

Ewig als Opfer oder als jemand mit Zukunft?

Dann tu was daf�r und erz�hl nicht, ich h�tte dich schmoren lassen.

Verdammt noch mal!

Ich bin ja dabei. Aber das dauert.

Das dauert lange.

* Telefon *

Untertitelung: BR 2018

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.