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Der Film den Sie sehen werden,
ist der Bericht über die Entstehung eines Kult-Klassikers.
Eine Gruppe von jungen Filmemachern, Technikern und Schauspielern
produzierte 1973 in Austin einen Film,
der in seiner Beschreibung von Geisteskrankheit und Grausamkeit
ein Level erreichte, wie es nie zuvor in einem Film zu sehen gewesen war.
Für sie würde sich diese Produktion eines Billigfilmes
in der brütenden Hitze des texanischen Sommers
als schwierige Erfahrung erweisen
und der weltweite Erfolg des Films
würde durch Unehrlichkeit und Korruption getrübt werden.
Aber die Ereignisse dieser Dreharbeiten
würden das Erscheinungsbild des Horrorfilms verändern
und zur Produktion eines der bizarrsten Filme
in der Geschichte des amerikanischen Kinos führen,
dem "Texas"
dem "Texas Chain Saw"
dem "Texas Chain Saw Massacre".
Das "Texas Chain Saw Massacre" zu drehen,
war eine äußerst strapaziöse, spaßige und chaotische Erfahrung.
Es war mir egal, ob ich jemals wieder einen Film machen würde.
Die Leute am Set haben sich am laufenden Band übergeben.
Dornen, Gräser, Dreck, Käfer und sich Verletzungen zuziehen.
Bis zum heutigen Tag habe ich niemanden getroffen, dem der Film egal ist.
Entweder lieben sie ihn oder sie hassen ihn
oder sie hassen oder lieben ihn seit Jahren.
Alles in diesem Film attackiert die Zuschauer.
Und das ist etwas, was man in Horrorfilmen heute nicht mehr findet.
Heutzutage kommen sie dir entgegen und versuchen dich damit zu erschrecken,
dass sie sich hinter der Tür verstecken.
Dieses Ding erschien in schrillen Farben,
blutbespritzt und mit Totschlag im Sinn.
Das Texas Kettensägen Massaker
Das Texas Kettensägen Massaker Die schockierende Wahrheit
Die Einstellung mit dem Gürteltier war im besten Sinne lächerlich.
Das Originalmanuskript sah vor,
dass ein überfahrener Hund auf der Straße liegen sollte.
Die Kamera sollte den toten Hund zeigen und dann auf den Kleinbus blenden.
Das Manuskript begann mit einer Einstellung auf die Sonne,
die Sonne sollte dann übergehen
in das glasige Auge des toten Hundes.
Die Kamera beginnt sich dann darüber hinweg zu bewegen
und man sieht den Kleinbus im Hintergrund vorbeifahren.
Sie sind dann raus, um die Szene zu drehen
und Gott hatte ihnen das wunderbarste Geschenk der Welt gemacht,
da lag dieses tote Pferd am Straßenrand.
So etwas passiert normalerweise nie,
man sieht nie ein totes Pferd am Straßenrand liegen.
Das war die perfekte Sache, dieses riesige tote Pferd,
bedeckt mit Fliegen, geradezu perfekt um es aufzunehmen
und dann auf den Bus zu schwenken.
Aber sie wollten es nicht,
denn sie wollten nicht nahe genug herangehen, da es stank.
Ich fuhr durchs Land
und fand dieses gerade überfahrene Gürteltier, also nahm ich es mit.
Ich hatte ein Buch über Tierpräparation und so präparierte ich das Gürteltier.
Am Ende benutzen wir es als das tote Ding auf der Straße,
anstelle des Hundes.
Ein Hund ist eine domestizierte Kreatur und das war zu schrecklich.
Sie wollten dann das Gürteltier auf den Boden legen,
drüberfahren und den Boden mit den Teilen bespritzen und ich sagte:
"Nein, das macht Ihr nicht."
Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals die Idee gehabt zu haben,
sein Gürteltier zu überfahren. Ich habe dieses Gürteltier respektiert.
Ich sagte, wir werden es nicht zerstören.
Gott sei mein Zeuge, ich hatte nie die Absicht dein Gürteltier zu zerstören.
Für mich ist es einfach nur lächerlich,
aber andererseits haben Leute sich in epischer Breite über diese wunderbare,
brillante und großartige Eröffnungssequenz ausgelassen.
Ich liebe Filme.
Der Sommer der Liebe war vorbei.
Die 60er endeten damit, dass Charles Manson und seine Familie
einen neuen Blickwinkel auf das Ideal des freien Hippie-Lebens eröffneten.
Der Vietnamkrieg ging unter der Nixon-Regierung weiter
und technologische Fortschritte
hatten der Menschheit ermöglicht, den Mond zu betreten.
Das amerikanische Kino veränderte sich ebenfalls, im Sog von "Easy Rider".
Junge radikale Filmemacher begannen Hollywoods Alteingesessene zu verdrängen
und das Genre des Horrorfilms bildete keine Ausnahme.
1968 stellte George A. Romeros
"Nacht der lebenden Toten" den Horror in drastischen Einzelheiten dar.
Vorbei war es mit den Kreaturen aus dem Weltall
und Monstern aus osteuropäischen Sagen.
"Die Nacht der lebenden Toten" spielte nicht vor langer Zeit,
in einem fernen Land.
Die Bedrohung bestand aus kannibalistischen Wesen,
die amerikanische Familien heimsuchten. Die Gewalt war fortdauernd,
der Höhepunkt ergebnislos,
hartnäckig dem Publikum eine Lösung verweigernd
und ihm so den Schlaf raubend.
"Die Nacht der lebenden Toten" war ein enormer Erfolg
in den Mitternachts- und Autokinos und gab diesem Genre eine Priorität,
die nicht mehr umkehrbar war. Die Betonung lag nun
auf einem, dem Zeitgeist entsprechenden, Angriff auf den amerikanischen Traum.
Junge, lebendige Filmemacher waren begierig darauf,
ihre Vision eines gestörten Amerika darzustellen.
Und Horrorfilme waren das perfekte Bindemittel für diese Metapher.
Autokinos überall in Amerika wurden von dieser Welle
von Horror-B-Filmen überflutet.
1972 verbreiteten Sean S. Cunningham,
der später "Friday the 13th" produzieren sollte
und Wes Craven, von "Nightmare on Elm Street" und "Scream",
gemeinsam Schrecken in den an Harmonie und Sicherheit gewohnten
amerikanischen Familien mit "The Last House On The Left".
Dabei wurde die Gewalt wohl härter dargestellt, als jemals zuvor im Kino.
In "Last House" gab es keine wiederauferstandenen Kannibalen,
sondern einfach eine Bande Krimineller, die sich zu einem Amoklauf
aus Vergewaltigung, Mord und Zerstörung aufmachen.
Die Ausmerzung des Übernatürlichen aus dem Horrorfilm.
Interessanterweise steht am Schluss der Tod durch eine Kettensäge.
Zu dieser Zeit machte ein junger Absolvent der Filmakademie der Universität Austin
namens Tobe Hooper, sein erstes unabhängiges Feature namens "Eggshells".
Hooper wurde von Fachleuten bereits als aufstrebendes Talent betrachtet,
da er schon zwei vom PBS finanzierte Dokumentarfilme gedreht hatte.
"Eggshells" gewann einen Preis auf dem Atlanta Filmfestival,
verbreitete sich aber kaum. Hooper wollte nach Hollywood
und wusste, er konnte dies nicht erreichen, indem er Kunstfilme
mit begrenzten Besucherzahlen machte.
Er und sein Mitautor an "Eggshells", Kim Henkel,
entschieden, dass sie einen Film in einem etablierten Genre machen mussten.
Alle Titel, die wir vor der Veröffentlichung benutzten,
waren lediglich als Arbeitstitel gedacht.
Zu einem Zeitpunkt haben wir ihn "Headcheese" genannt.
Der Originaltitel war "Stalking Leatherface".
Was soll man damit anfangen?
Er wurde "Leatherface" genannt, als er gedreht wurde.
Es gab zahlreiche andere Namen, "Leatherface" war der letzte Name,
vor "The Texas Chain Saw Massacre".
Als ich den Namen ins Gespräch brachte, sagte ein Freund von mir:
"Ich werde mir so was nicht ansehen,
meine Freundin wird sich so etwas nicht ansehen.
Nicht so etwas mit so einem Titel." Da wusste ich, das ist der richtige Titel.
Mit einem Namen wie "Texas"
und "Chain Saw" und "Massacre", würde ich hingehen.
Es trifft die Art, wie Leute über Texas dachten.
Ich dachte über Texas genau so, es ist einfach ein ganz anderes Land.
Texas hat seine ganz eigene Aussagekraft.
Es ist die Art Ort, wo die "Bloody Benders"-Familie gelebt haben könnte.
Dazu kommt, dass es abgeschieden und hinterwäldlerisch ist.
Es ist diese Stadtmensch-Landei-Sache.
Wir hatten alle Angst, dass irgendwo da draußen in der dunklen Ecke von Amerika
diese inzüchtigen Typen rumlaufen,
die schreckliche und niederträchtige Sachen machen.
Ich lebte in Texas immer in den Städten.
Draußen war das Land irgendwie angsteinflößend.
Einer der Anreize des Films ist es, dass es nicht um Übernatürliches geht.
Du denkst, dass es solche Menschen wirklich gibt.
Das "Texas Chain Saw Massacre" wurde von der Geschichte von Ed Gein inspiriert.
In der bäuerlichen Kleinstadt Plainfield in Wisconsin
wuchs der kleine Ed in den 30er Jahren auf,
unter der Fuchtel einer herrschsüchtigen Mutter,
die ihm strenge religiöse Richtlinien einbläute
und die Ansicht, dass alle Frauen dreckige, krankheitsverseuchte Huren seien.
Eds Mutter starb und unfähig mit dem Leben zurechtzukommen,
verschloss Ed ihr Schlafzimmer
und bewahrte das Haus in genau dem Zustand in dem es war, als sie noch lebte.
In seiner Einsamkeit fing er an, mit ihr Gespräche zu führen
und nicht lange danach begann er,
auf dem örtlichen Friedhof die Gräber frisch Verstorbener zu öffnen
und Teile ihrer Körper nach Hause zu schleppen.
Er aß das Fleisch, fertigte Möbel aus den Knochen
und zog sich sogar die Haut der Kadaver an.
Ich war drei oder vier Jahre alt
und wenn unsere Verwandten aus Wisconsin zu Besuch kamen,
wurde immer wieder über diese Geschichte gesprochen,
denn sie konnten sehen, dass diese Geschichte mich überwältigte
und zu Tode erschreckte.
Sie erzählten also von diesem Typen,
der seine Möbel mit menschlicher Haut überzog
und Lampenschirme daraus anfertigte... Mein Gott...
Es war nur eine Frage der Zeit,
bis Eds Irrsinn ihn zum Mörder machen würde.
Ed wurde 1958 verhaftet,
als das zweite seiner bekannt gewordenen Opfer gefunden wurde,
aufgehängt an den Knöcheln in der Scheune hinter seinem Haus,
nackt und ausgeweidet wie ein Hirsch.
Ich bin das nicht mehr losgeworden, es war immer präsent.
Sie kennen den Ausdruck: "Du bist, was Du isst".
"Leatherface" ist, was er anzieht.
Er nimmt die Persönlichkeit und den Charakter der Maske an, die er trägt.
Physisch ist er der stärkste Charakter des Films.
Er ist auch der gewalttätigste Charakter des Films.
Er ist aber auch der verängstigtste Charakter des Films.
Irgendwie hat er
die ihm wahrscheinlich vom älteren Bruder vorgegebene
weibliche Rolle im Haus übernommen.
Obwohl er extrem gewalttätig und gefährlich ist,
beschützt er sich im Grunde nur selbst.
Er ist wie ein großes Baby,
tatsächlich flippt er im Film aus,
weil er nicht verstehen kann, wo all diese Leute plötzlich herkommen.
Der Charakter entstand in langen Diskussionen mit Tobe und Kim
und meinem Versuch, eine Persönlichkeit für ihn zu entwickeln
ohne eine Stimme oder ein Gesicht zu haben.
Was ich getan habe war, dass ich zu einer staatlichen Schule ging,
die ein Wohnheim für zurückgebliebene Menschen war.
Ich verbrachte zwei Tage damit, auf dem Gelände herumzulaufen
und zu beobachten, wie die Menschen sich bewegten.
Nach zwei Tagen ging ich selbst über das Gelände
und hatte das Gefühl, dass niemand feststellen konnte,
ob ich ein Patient oder ein Eindringling sei.
Das Erste, das mir auffällt ist, da ist dieses Farmhaus
und da leben drei Generationen und es sind alles Männer.
Gibt es da keine Frauen?
Es ist irgendwie lustig und Kim sagte. "Das ist ein Teil des Geheimnisses."
Was wollte ich mit der Kettensägenfamilie erreichen?
Einfach irgend jemandem schreckliche Angst machen.
Die Großmutter war nicht im Script. Ich habe sie einfach angefertigt.
So hatten sie wenigstens eine erstarrte Großmutter,
damit es wenigstens eine Frau da gab.
Familienzusammenkünfte, Wiedersehensfeiern, Ferien...
Ich habe mehr Unvereinbarkeiten und Schreckliches in seltsamen Familien erlebt,
als ich mir jemals vorgestellt oder zu sehen gewünscht hätte,
an Verrücktheit im Verhalten von Familien.
Darum wollte ich immer schon etwas über eine sozial gestörte Familie machen.
Wir haben zwei Firmen gegründet.
Eine davon war Vortex, die Produktionsfirma,
die andere war MAB als Kapitalgeber.
Im Prinzip haben Tobe und ich die Grundstruktur erstellt,
wir haben nicht die juristische Arbeit gemacht,
aber wir haben sie als eine Firma gegründet,
die tatsächlich die Produktionsfirma war.
Die Produktionsfirma kontrollierte natürlich die Produktion
und die Kapitalgeberfirma finanzierte sie.
Die Kontrolle, soweit es um den Film ging, lag bei der Produktionsfirma Vortex.
Die Investoren bekamen zurück, was sie ursprünglich investiert hatten
und danach wurde der Rest 50:50 geteilt.
Ich war bei der Texas Film Kommission
und wir versuchten Filmprojekte nach Texas zu bringen
und plötzlich war da dieser Film, der von einem Texaner gemacht wurde,
anstatt den Regisseur aus New York oder LA einzufliegen.
Zu dieser Zeit war Tobe der einzige Filmemacher in Austin,
der tatsächlich schon einmal einen Spielfilm gedreht hatte.
Daher waren wir als junge Filmstudenten alle begeistert,
die Möglichkeit zu haben, mit ihm zu arbeiten.
Er erzählte mir über den nächsten Film, den er machen wollte,
einen Horrorfilm, aber "anders als jeder Horrorfilm, den du je gesehen hast, Wayne"
Ich hörte von Tobe Hooper.
Dieser exzentrische Typ, der "Eggshells" gemacht hatte,
William Veil, "Kirk" wollte einen Horrorfilm drehen.
Und sie suchten nach jungen Leuten, die bereit waren,
sich den Kopf einschlagen zu lassen und ich sagte: "Ich kann das."
Er besuchte die Universität von Texas
und hatte "Filme machen" als Hauptfach
und machte in diesem Jahr seinen Abschluss.
Er hatte dieses Stück namens "Leatherface" geschrieben
und wollte wissen, ob ich mitspielen wollte.
"Diese einheimischen Jungs machen einen Film
und du wärst perfekt gewesen, um den Killer zu spielen,
aber leider haben sie bereits jemanden dafür."
Ich weiß nicht einmal mehr, wer mir eine Woche später auf der Straße erzählt hat,
dass der Typ, den sie angeheuert haben, betrunken im Motel herum lag
und sich weigerte herauszukommen. Sie brauchten verzweifelt jemanden.
Die Dreharbeiten begann am 15. Juli 1973 und dauerten 32 Tage.
Der Drehplan war extrem.
Es war mörderisch. Heiß, Mitte August...
Sieben Tage die Woche, zwölf bis sechzehn Stunden am Tag.
Es war äußerst schwierig, da es extrem heiß war.
Und wir hatten extrem wenig Geld. Alles war extrem bei diesem Dreh.
Zu dieser Zeit hatte ich mir gerade einen Kleinbus gekauft,
um meine Sachen damit herum zu transportieren,
da ich große Hoffnungen hegte, viele Jobs in der Gegend zu bekommen.
Tobe brauchte einen Kleinbus und wir machten einen Deal.
Ich war der Toningenieur und mein Bus war jeden Tag am Drehort,
also konnte er meinen Bus mieten und ihn für die Produktion benutzen.
Sich in einem Kleinbus in Texas zu befinden, ist zu keiner Zeit angenehm.
Paul Partain "Franklin Hardesty" Mitte August ist es heiß.
Es war so heiß, man konnte nur ein paar Minuten lang drehen.
Es war überfüllt, denn da war der Tontechniker und einer mit einer Kamera,
der versuchte niemanden zu behindern und die besten Einstellungen zu bekommen.
Es war lustig, Tobe verkrampft und kopfüber in diesem Kleinbus zu erleben.
Ich glaube, wir sind ziemlich gut miteinander ausgekommen.
Wir mussten zwar zusammenfinden, aber wir kamen klar.
Die Gruppe im Film sind Freunde.
Die Schauspieler waren einfach zusammengewürfelt worden,
also ließ ich sie viel Zeit miteinander verbringen.
Selbst innerhalb der Gruppe im Kleinbus war es drollig,
denn Paul war irgendwie der Außenseiter.
Absichtlich natürlich im Bus, aber auch wenn wir zusammen etwas unternahmen.
Er wurde immer etwas ins Abseits gestellt.
Unglücklicherweise war "Franklin" so ein Jammerlappen
und ich hatte Angst, wenn ich ihn je ablege,
kann ich mich nicht mehr auf ihn einstellen.
Also spielte ich ihn andauernd.
Entsprechend bin ich den anderen auf die Nerven gegangen.
Was man ihnen nicht übel nehmen kann.
Er war wirklich Franklin, Paul Partain ist in Wirklichkeit ein netter Typ.
Mit dem Typen, den ich als Franklin kennenlernte, war es einfach zu spielen,
denn man musste nicht viel schauspielern.
Es war leicht, sich vorzustellen,
dass dies die Art Behandlung war, die Franklin bekommen würde
und die Art Behandlung, die er auch verdiente.
Er ist so empfindlich und jammert den ganzen Tag.
Es hat wirklich funktioniert,
wir waren bereit uns gegenseitig umzubringen.
Da war kein schwarzes Schaf in der Herde.
Wir funktionierten mit Ausnahme einzelner Einstellungen als Gruppe.
Außer dass Bob ständig schrie:
"Fass diesen Sessel nicht an, geh von diesem Stuhl runter".
Es sollte nicht wie die Vorstellung eines Art-Directors aussehen,
sondern wie ein Ort, an dem wirklich Geisteskranke leben.
Nicht versuchen in ihre Köpfe zu sehen,
sondern einfach die Frage stellen, was würden sie mit den Teilen tun,
die sie von den von ihnen getöteten Menschen und Tieren übrig haben.
Da gibt es Knochen, Haut, Haare und Zähne.
Die Frage war, wenn sie etwas daraus machen, was wäre das?
Das war wirklich großartiges Zeugs.
Soweit ich weiß, hat er das meiste von diesem Zeug selber entworfen
und zusammengebastelt.
Ich bin sicher, unter dem Einfluss und der Regie von Tobe.
Es waren echte Kunststücke.
Ich habe ihm dieses Totem aus einem menschlichen Skelett beschrieben
und zahlreiche Dinge wie die Aufhängevorrichtung aus Eisenbahnschwellen,
für die Fleischerhaken, die kräftig und selbst gebaut aussehen musste.
Bob ist dann sofort hingegangen
und hat über Nacht ein weiteres Requisit oder eine weitere Maske hergestellt,
sozusagen ein weiteres Stück "tote Kunst".
Vor langer Zeit haben die Bezirke, wenn sie tote Tiere entsorgt haben,
den Leuten fünf Dollar gegeben.
Dann hat es sich geändert und sie haben die toten Tiere kostenlos abgeholt.
Später begannen die Bezirke Geld dafür zu nehmen.
An diesem Punkt gingen die Farmer hin und begangen damit,
tote Kühe einfach in irgendeiner Ecke des Feldes verrotten zu lassen.
Also sind wir bei all diesen Farmen vorbeigefahren
und haben die ganzen Kuhskelette eingesammelt.
Wir hatten dadurch eine große Sammlung.
Er hatte Probleme exotische Knochen zu finden.
Ich arbeitete damals als Teilzeitkraft für einen Veterinär,
hatte also Zugriff auf eine große Ansammlung von Knochen,
darunter Knochen von Affen und er nahm seinen Tornister
und es war urkomisch, ihm zuzusehen,
wie er herum sprang und diesen Tornister füllte,
als wäre er komplett verrückt geworden.
Ich habe jede Menge Teile von toten Tieren eingesammelt.
Wir schleppten dieses ganze Zeugs da rein.
Es war einfach eine hübsche, ländliche Küche in einem sehr schönen, alten Haus.
Und wir schmückten sie damit aus.
Es war genau so, als ob die Familie da wohnen würde.
Wenn man eintrat und all das sah, fühlte man sich bereits unwohl.
Man wollte nichts anfassen.
Zu der Zeit haben wir es nicht wirklich so zu schätzen gewusst,
wie ich es heute tue, besonders seitdem ich selbst Sets ausstatte.
Die ganzen Dekorationen verliehen dem Film einen zusätzlichen Charakter
und ohne seine Arbeit wäre es nicht derselbe Film gewesen.
Ich habe lange Zeit experimentiert,
um etwas zu finden, das aussah wie menschliche Haut,
die abgezogen und getrocknet worden war.
Für die Masken von "Leatherface"
haben wir Abdrücke der Leute genommen
und ich habe diese Mischung
aus flüssigem Latex und glasfaserhaltigem Isoliermaterial gefunden,
das ich in sehr dünnen Mengen abziehen und in Schichten aufbringen konnte.
Es sah feinfaserig und durchscheinend aus
und hat selbständig diese Art bräunlich-gelbliche Farbe angenommen.
Es hat die Gesichtsform ein wenig beibehalten.
Die Leute im Film
werden durch Schläge mit dem Vorschlaghammer auf den Kopf getötet.
Es war also klar, da würde ein Loch sein, eine ramponierte, löchrige Stelle da oben.
Womit würden wir sie ausbessern?
Wir haben es mit dünnem Draht zusammengeflickt
und Sachen drauf genäht, um es aussehen zu lassen,
als ob sie jemanden, den sie getötet hatten, die Gesichtshaut abgezogen hätten.
Ich hatte den Mund mit Draht offen gehalten,
so dass man darunter sehen konnte, was sie machten.
Im Kino wurden zu dieser Zeit Todesszenen so dargestellt,
dass jemand eine Waffe abfeuert und jemand anderer tot umfällt.
Irgendwann hatte ich mal Doktor, Mathematiker oder Magier werden wollen.
Ich wusste, es ist nicht so leicht, jemanden umzubringen.
In meiner Erinnerung bleibt Gunnar immer diese Art großer Teddybär.
Groß, aber so lieb wie jemand nur sein konnte.
Ich erinnere mich daran, dass, als er mich gehauen hat,
rutschte ihm der Hammer aus und er schlug mich wirklich damit.
Und er war wirklich bestürzt darüber, dass er mir weh getan hatte.
Ein Schlag auf den Kopf mit einem schweren Hammer
würde zuerst Knochenfragmente ins Gehirn jagen,
die unwillkürlich Zuckungen hervorrufen würden.
Er zerrte mich hoch, schmiss mich rüber und knallte die Tür zu.
Und nach jeder Aufnahme kam er und fragte, ob ich okay sei.
Der Eindruck eines Schlachthauses entsteht,
wenn "Leatherface" ihn wie ein Stück Schlachtvieh
diese kleine Rampe hoch zerrt, und die Tür zuschlägt.
Man denkt, man hat das Abschlachten mit eigenen Augen verfolgt.
Man kommt aus dem Film und glaubt, man hat ein Blutbad gesehen
aber in Wirklichkeit ist nur sehr wenig Blut zu sehen.
Dies schreibe ich zu großen Teilen meiner Arbeit zu.
Als das Mädchen an den Fleischerhaken gehängt wird, wollte Tobe ursprünglich,
dass der Fleischerhaken vorne aus der Brust wieder raus kommt und Blut spritzt.
Wenn man so etwas macht, wollen die Leute wissen, wie man den "Effekt" gemacht hat.
Ich habe etliche Male mit der MPAA telefoniert und sie um ihren Rat gebeten,
wie ich ein "R-Rating" bekommen könnte.
Tatsache ist, dass ich fragte, wie ich eine Jugendfreigabe bekommen
und trotzdem jemanden an einem Fleischerhaken aufhängen könnte.
Ich habe ihm klar gemacht,
dass diese Szene ganz ohne Blut wesentlich effektvoller wäre,
und es ist tatsächlich kein einziger Blutstropfen zu sehen.
Ich wusste ja seinerzeit, wie sie es gemacht haben
und habe mir trotzdem vor Angst fast in die Hosen gemacht.
Ich musste mit etwas aufwarten, das unter dieses extrem knappe Kleid passen würde
und trotzdem stark genug wäre, sie zu halten.
Ich musste beim Entwerfen auch ihre weibliche Anatomie berücksichtigen,
denn sie würde ja im Schritt aufgehangen werden.
Ich hatte nichts damit zu tun, ich wasche meine Hände in Unschuld.
Man war damals sauer auf mich, aber ich wollte so etwas nicht machen.
Bob fertigte für mich eine Art Sattel an,
es sah beinahe wie ein Keuschheitsgürtel aus,
in den ich Unmengen von Damenbinden als Polster gestopft habe.
Dann hatte ich die Idee fleischfarbene Strümpfe zu verwenden.
Ich kreuzte sie vor und hinter ihrem Körper.
Das war großartig, denn dadurch entstand dieses Rucken.
Wir reden beide nicht darüber.
Sie hat das super gemacht.
Die längste Zeit, die wir sie daran aufhängen konnten, war eine Minute.
Meine Tochter war zu der Zeit zwei Jahre alt
und sie kam sehr häufig mit, wenn meine Frau das Essen brachte.
Sie hat am Set gespielt, ist in die Wohnwagen der Leute gegangen...
Aber an dem Tag, an dem wir die Szene mit dem Fleischerhaken gedreht haben
und "Leatherface" den Kopf des Jungen absägt...
...kam das Mittagessen gerade, als wir mit dem Drehen begannen.
Meine Tochter stürzte genau in dem Moment in den Raum, um alle zu begrüßen,
als "Leatherface" die Kettensäge zum Einsatz brachte
und sie schrie was das Zeug hielt, rannte aus dem Haus,
die Straße runter und wollte nur noch weg.
Niemand hatte so etwas vorher gesehen. Niemand wusste zu reagieren.
Sie wollten nicht, dass die "Opfer" mich vorher sahen.
Sie wollten, dass ihre Reaktion auf mich aufrichtige Angst wäre.
Ich hatte mich darauf eingestimmt, ich hatte mir selbst die Augen verbunden
und ließ mich von ihnen in den Raum führen
und nahm gar nicht wahr, wie Gunnar in der Maske aussah.
Es war einfach, ich sollte in den Raum rennen,
sollte ihn anschreien und den Hammer hochreißen,
er würde schreien und ich ihn daraufhin mit dem Hammertöten.
Um es realistischer wirken zu lassen,
lag ein Typ hinter ihm auf dem Boden, der seine Hand in seinem Gürtel hatte.
Als ich den Hammer schwang, der ihn ja nicht wirklich treffen sollte,
sollte er mit einem Ruck auf den Boden gezerrt werden.
Ich stimmte mich darauf ein, entwickelte das Gefühl für die Szene,
das Kommando "Action", "Kamera läuft" kam...
Ich komme brüllend herein, Allen dreht sich herum,
da ist dieser wunderbare Ausdruck von Entsetzen in seinem Gesicht...
Ich gebe einen markerschütternden Schrei von mir...
Er reißt sich von dem Gürtel-Typen los
und hechtet aus der Tür, verpatzt die Szene.
Er hatte zu viel Angst, um die Szene zu drehen.
Als "Leatherface" aus den Büschen raus kommt,
das ist auch heute noch der beängstigendste Moment des ganzen Films für mich.
Als ich ihn in seinem Kostüm sah, war ich absolut überrascht.
Ich kann mir nicht helfen,
obwohl ich mitspiele, ist es noch immer beängstigend für mich.
Dottie Pearl war auf der linken Seite, genau hier,
Tobe war auf der rechten Seite,
die Kamera filmte über meine Schulter,
Gunnar war direkt vor mir.
Wir hatten rotes Sirup im Mund, das war das künstliche Blut.
Wir hatten alle drei den Mund voll damit und jedes Mal,
wenn Gunnar herankam und mit der Säge an uns vorbei wischte, spuckten wir.
Sie gaben mir die Chance, immer einen großen Schluck zu nehmen,
wenn die Kettensäge sich zurückzog und jedes Mal wenn sie traf,
spuckte ich wieder Blut.
Sie spuckten und wir hofften, dass das Blut durch das Licht der Handlampen sprühte.
Man sieht ja nicht die Verletzungen, sondern nur die Folgeerscheinungen.
Wir haben entweder gespuckt oder es geschleudert, ich weiß nicht mehr.
Wir haben einfach weitergemacht, bis wir alle keine Spucke mehr hatten.
Es hat toll funktioniert. Es sah aus, als ob wichtige Arterien getroffen würden.
Eine Menge Leute verletzten sich.
Ich weiß nicht, ob es an der Thematik lag,
aber da war immer diese Grenze,
wenn man nicht wirklich vorsichtig war, konnte man leicht verletzt werden.
Ich weiß, dass Marilyn sich verletzte. - Diese "blauen" Augen waren echt.
Je nach Szene musste ich sie überschminken.
Ich versuchte sie die ganze Zeit mit diesem Besen zu verprügeln.
Das war ein echter Besen.
Der arme Jim.
Wir haben diese Szene die ganze Nacht gedreht.
Stunde um Stunde machten wir diese Aufnahmen.
Er versuchte die Schläge durchzuziehen,
aber Tobe sagte, es würde nicht richtig aussehen.
Ich habe mich zurückgehalten und es sieht einfach unecht aus.
Sie haben mir einen Gummibesen gegeben, aber das sieht ebenfalls unecht aus.
Aufnahme um Aufnahme wurde es später und später...
Irgendwann wollte Marilyn, die ja trotzdem immer verprügelt wurde,
es endlich hinter sich haben und sagte: "Jim, lass es uns hinter uns bringen".
Das war so ungefähr das achte Mal und endlich habe ich es dann richtig gemacht.
Das war dann die Aufnahme und sie hatte es hinter sich.
Bei der Aufnahme, bei der ich am Stuhl gefesselt bin,
brauchten sie einen Knebel und man fragte, ob jemand einen Fetzen Stoff hätte.
Irgendjemand fand einen Lappen irgendwo auf dem Fußboden
und brachte diesen dreckigen Lumpen
und sie steckten ihn mir in den Mund.
Er war dreckig, eklig und widerlich
und wir mussten ihn wieder und wieder benutzen.
Niemand machte sich die Mühe, einen sauberen Lappen zu besorgen.
An einem Punkt, Ed Neal betatschte mich,
war ich in diesem Stuhl, meine Hände und Füße waren gefesselt
und die Kamera war genau hier.
Ich versuchte mich soweit wie möglich von Ed Neal zu bewegen.
Und dabei fiel ich dann um.
Und da lag ich dann, gefesselt an diesen Stuhl
und das erste was der Kameramann sagte, war:
"Sie ist aus dem Bild gegangen."
Sie quatschten drauflos und ich lag unbeachtet auf dem Fußboden,
immer noch mit dem Knebel im Mund und...
und niemand...
Vielleicht wollten sie mich einfach auf die Rolle einstimmen.
Es war eine sehr anstrengende Produktion.
Es gab Dinge, die wollte man nicht tun, wie 27 Stunden am Tag zu arbeiten,
nur weil man den Tagesplan nicht wie geplant einhalten konnte.
Die zermürbendste Nacht der Dreharbeiten war die Dinnerszene.
Sie wurde zu einem 27-Stunden-Drehtag.
26 Stunden.
Wir drehten ungefähr 27 Stunden.
Beinahe 36 Stunden durchgehende Dreharbeiten.
Ich bin sicher, in Tobes Erzählungen sind es inzwischen mehr als 40.
Es gab zwei Gründe dafür, dass die Dreharbeiten fertiggestellt werden mussten.
Sie würden mich nach diesem Tag verlieren. Meine Zeit war rum.
Ich hatte nur für eine Woche einen Vertrag.
Der andere Grund war, dass unsere Materialien für Großvater zu Ende gingen,
der 18 oder 19 Jahre alt war.
Und der arme Kerl war praktisch am ganzen Kopf in klebriges Zeugs eingepackt,
Da hat er sicher einen Schaden davongetragen.
"Okay, Leute wir werden hier sein, bis die Szene im Kasten ist."
Und wir haben es alle akzeptiert.
Jemand hatte dieses Huhn genommen
und nur den Kopf und die Füße benutzt,
um eine wunderbare Dekoration für das Zentrum des Tisches daraus zu machen.
Woran sie nicht gedacht hatten war,
dass nach einiger Zeit und im Licht der ganzen Lampen
in einem Haus, dessen Fenster alle von schwarzen Vorhängen verhüllt waren,
weil wir Tag und Nacht drehen mussten, dieses Huhn zu verrotten begann.
Wir haben im Sommer von Texas gedreht,
das bedeutete, es war jeden Tag über 35 oder 40 Grad Celsius heiß.
Die Dinnerszene, die in der Nacht spielt, wurde während des Tages gedreht.
Da wir alle Fenster verhüllten und überall diese Lampen brannten,
war es im Raum fast 50 Grad heiß und das ist noch vorsichtig geschätzt.
Junge, war das heiß, das ganze Fleisch ist verrottet und wir standen da drin.
Außer mir ist ziemlich vielen schlecht geworden
und sie mussten immer wieder raus rennen.
Es gab einen Moment, an dem ich raus rennen musste, um mich zu übergeben.
Der Gestank an diesem Set
war eine Art Mischung aus Gunnars Schweiß,
denn er war die ganze Zeit in dieses Zeugs eingepackt und komplett durchnässt.
Ich war das am übelsten riechende Element an diesem Set.
Es ist beschämend das zuzugeben, aber das Problem war,
sie hatten nur ein Kostüm für mich, denn sie hatten kein Geld.
Sie trauten sich nicht es reinigen zu lassen.
Sie hatten Angst, es würde Schaden nehmen oder die Farbe würde sich ändern,
Also trug ich Klamotten einen Monat lang, jeden Tag, für 12 bis 16 Stunden.
Wir alle haben wirklich gestunken.
Das ist eine Sache, an die ich mich gut erinnere, den Körpergeruch.
Ich denke, wir waren alle mehr als reif.
Da war eine Lampe im Raum, sie war aus einem Tierskelett gemacht.
Die Glühbirne kam zu nahe an die Knochen und das Ding fing an zu schmoren.
Der Gestank von halb verbrannten alten Knochen ist schrecklich.
Ich war in der schlechtesten Position bei diesem 26 Stunden dauernden Dreh.
Denn als Mikrofon-Operator war ich am weitesten oben
und Hitze geht nach oben und die Gerüche ebenfalls.
Woran ich mich bei dieser Einstellung erinnere,
ist nur das Schreien von Marilyn in meinem Kopfhörer, Stunden um Stunden.
An diesem Punkt
hatte es schon mehr als genug unglückliche Ereignisse mit toten Hunden gegeben.
Sie hatten Teile von toten Tieren als Requisiten im Raum verteilt.
Ich kannte einen Tierarzt, der ein lokales Tierheim betreute.
Sie wollten ausgestopfte Hunde und Katzen als Dekoration
und ich fand bei meiner Suche jede Menge andere ausgestopfte Tiere
aber keine Haustiere, wie Hunde und Katzen.
Sie hatten da eine Menge toter Tiere,
die sie verbrennen oder vernichten mussten,
praktisch jede Woche.
Und ich hatte Zugriff darauf.
Ich hatte diese wunderbare Idee, einige davon einzubalsamieren.
Ich habe allen Formaldehyd injiziert,
damit sie nicht so stanken.
Und damit keine Maden kamen.
Es wurde immer grauenvoller
und dann, als Dottie einen kleinen Hund auf ihrem Schoß hatte
und Formaldehyd injizieren wollte,
stach sie mit der Nadel durch den Hund durch, direkt in ihr Bein
und jagte sich das Formaldehyd unter die eigene Haut.
Ich wurde beinahe hysterisch vor Angst,
dass ich plötzlich steif und hart werden würde,
dass ich mich selbst einbalsamiert hätte.
Sie sagte nur: "Das passiert nicht wirklich." und ich sagte: "Nein".
Es stank zum Himmel und ich versuchte, das Zeugs zu verbrennen.
Wir gossen Benzin darüber und zündeten es an
und ich glaube wir dachten, dadurch würde der Gestank verschwinden.
Aber es ist ein wenig komplizierter.
Ein paar hundert Pfund Kadaver lösen sich nicht einfach in Luft auf.
Die Sachen wollten nicht brennen
und da war dieses Aroma nach angesengtem totem Hund,
das sich zusätzlich zum Presskopf und dem toten Huhn im Haus verbreitete.
Es war eine entsetzliche Nacht.
Es ging immer weiter und weiter und weiter,
aber wir haben es durchgestanden.
Wenn ich heute daran zurückdenke, war es sehr spaßig.
Es war hart, aber wir haben es geschafft.
Die Fensterszene war eine verrückte Sache.
Tobe sagte: "Marilyn, wir wollen nicht, dass du durch das Zuckerglas springst."
und ich fragte: "Warum?"
Ich wollte wohl nicht, dass sie sich kurz vor Ende noch verletzt.
Also machte Mary einen Sprung von ungefähr dreißig Zentimeter am Boden
und dann nahmen sie mich und brachten dieses Ding hier an,
ich war zwei Meter über dem Boden...
Und dann fiel sie ungefähr acht bis zehn Fuß und landete.
Aus dem Fenster zu springen, wäre sicher effektiver gewesen.
Ich hätte auf diese Szene verzichten können, sie hat mir Angst gemacht.
Ich habe mich am Knöchel verletzt, darum hinke ich auch am Ende.
Tobe und Kim, die dieses Projekt von Anfang an betreut haben,
saßen jeden Tag stundenlang da
und diskutierten kleinere Skriptänderungen
und wir warteten, bis sie ihre Entscheidungen getroffen hatten,
bevor wir anfangen konnten zu drehen.
Daher kam die Produktion immer mehr in Zeitverzug.
Am letzten Drehtag zog ich diese Hosen aus,
die mich jeden Morgen schon mit Namen begrüßten, warf sie auf den Boden
und sagte: "Ich bin fertig, es ist vorbei!"
Niemals wieder muss ich diese schrecklichen Klamotten anziehen.
Ich kann meine Haare wieder richten, meine Haut wieder pflegen...
Ich musste alles an mir wieder in Schuss bringen.
Die arme Marilyn Burns. Am Ende der Aufnahmen,
musste ich eimerweise Blut über sie schütten.
Es hat ihr sogar ihr blondes Haar verfärbt, sie bekam rosa Haare.
Ich brauchte ein paar weitere Aufnahmen.
Ich brauchte diese hysterische Einstellung von ihr,
wenn sie "Leatherface" entkommt.
Sie riefen mich in dieser Nacht an und sagten: "Marilyn, es ist etwas passiert.
Wir haben es nicht hin bekommen" - "Was habt ihr nicht hin bekommen?"
"Diese Szene, wir müssen sie wiederholen"
Wenn ich also am Ende des Films beim wegfahren hysterisch lache,
brauchte ich nicht zu spielen, das war ich,
weil ich zurückgehen musste, um es noch einmal zu machen.
Um die Kosten zu reduzieren, überschrieben Hooper und Henkel
den Teilnehmern einen Teil ihres Lohnes in Anteilen am Film.
Dies waren allerdings nur Prozente des hälftigen Anteils von Vortex
und nicht vom gesamten Film, wie einige glaubten.
Meine letzte Aufnahme war meine Lieblingsszene.
Es ist die Szene, in der Franklin den Hügel runter rollt.
Ich mag sie, denn als wir an diesem Punkt waren,
schuldeten sie mir den Lohn für zwei Wochen.
Das waren nur zweihundert Dollar, es war nicht viel,
aber ich glaubte nicht, dass der Film je erscheinen würde.
Und egal ob er erschien oder nicht, ich musste bezahlt werden,
und sie hatten kein Geld mehr.
Sie machten alle Arten von Angeboten, versuchten die Bezahlung zu verschieben,
kratzten alles, was sie irgendwie finden konnten, zusammen.
Am Tag davor sagte ich dann,
dass ich auch Rechnungen zu bezahlen hätte.
"So läuft es: Entweder werde ich bezahlt,
oder ein anderer dicker Kerl muss den Hügel runterrollen."
Das sagte ich Ron Bozman, der für die Darsteller zuständig war.
Und er gab mir einen Scheck mit der ganzen Summe.
Und als ich den Hügel runter rollte, hatte ich den Scheck in meiner Tasche.
Als wir den Dreh beendeten, waren wir wie arrogante Filmstudenten.
Selbstverständlich wussten wir alles besser
und natürlich war der Regisseur ein Idiot und hatte keine Ahnung was er tat.
Irgendwie bereue ich, dass wir diese Einstellung hatten,
während wir drehten, aber so war es halt.
Nach dem Ende der Dreharbeiten
befand sich der Film für ungefähr ein Jahr im Studio zum Schnitt.
Ich schnitt den Film in meinem Wohnzimmer.
Direkt daneben war ein kleines Schlafzimmer,
in dem ich die Musikinstrumente hatte.
Ich machte in einem Raum den Schnitt und im anderen die Musik.
Ein großer Teil unserer Musikinstrumente waren Spielzeuge.
Ich hatte eine Weile mit experimenteller Musik gearbeitet
und Wayne mit Sounderzeugung.
Oft beschlossen wir,
ein grollendes Geräusch zu machen oder ein Sirren.
Tobe traf Entscheidungen wie: "Wir machen hier ein Geräusch wie Eis."
Ich hatte dieses afrikanische Metallinstrument,
daran hingen Dinger wie kleine Tamburine
und ich habe mit so viel Druck wie möglich einfach den Bogen
über dieses verdammte Ding gezogen
und während der metallische Ton zunahm...
klapperten dann auch noch diese Dinger.
Tatsächlich, eröffneten sich durch das Benutzen dieser unkonventionellen Dinge
ganz neue Möglichkeiten.
Wir haben hier keine Fuge geschrieben, wir haben Knochen vertont.
Wir hatten eine Bibliothek aller Arten von Tönen,
die ich dann beim Editieren einsetzte.
Der Produktion ging irgendwann während des Schneidens das Geld aus.
Hooper und Henkel mussten weitere Anteile von Vortex verkaufen.
Sie hatten einen Budgetplan über 60.000 Dollar gemacht und auch bekommen.
Wenn sie mehr bräuchten, mussten sie Teile ihrer Anteile verkaufen.
Tobe und ich mussten im Prinzip
den größten Teil unseres Anteils am Film verkaufen,
um mehr Geld aufzubringen.
"Chainsaw" wurde den meisten der großen Studios vorgeführt,
aber sie zeigten kein Interesse.
Ich zeigte ihn AIP, habe ihn herum gezeigt.
Dann war da diese neuen Gruppe "Bryanston Films"
und sie sagten sofort, dass sie ihn kaufen würden.
Man schrieb uns, dass sie einen Abschluss mit Bryanston erzielt hätten.
Und das der Film erscheinen würde. Wir freuten uns natürlich.
Ich erzählte Steve davon und er sagte nur: "Das ist die Mafia."
Das "Texas Chain Saw Massacre" startete in Autokinos und Kinos
überall in Texas im Oktober 1974.
Freunde von mir haben eine Limousine für mich gemietet.
Das war eine persönliche Premiere für mich. Das war im Stadtkino.
Und da war er. Er machte den Eindruck eines richtigen Kinofilms.
Ich hatte nicht erwartet, dass er wie ein echter Film wirken würde.
Ich hatte erwartet, er würde vielleicht irgendwo versteckt in der Provinz laufen.
Ich war irgendwie geschockt, als ich ihn das erste Mal sah,
denn er war einfach...
dieser unerbittliche Albtraum eines Films.
Ich dachte, er wäre ziemlich schlecht.
Ich mochte den Film sehr.
Ich erinnere mich, dass ich verblüfft über den Sinn für Humor war.
Ich war wirklich beeindruckt von der Rohheit des Films.
Als wir ihn machten, machte die Art von Schlächterei von menschlichen Wesen
und der Terror darin für mich daraus einen bahnbrechenden Horrorfilm.
Ich sah ein Plakat vor dem Kino:
"Wer wird überleben und was wird von ihnen übrig bleiben?"
Ich durfte diesen Film nicht verpassen.
Es war das beste Poster, das ich je gesehen hatte.
In meinen wildesten Träumen hätte ich nicht geglaubt,
dass dieser Film tatsächlich halten würde, was er versprach.
Oh Gott, schrecklich...
Es ist ein Kettensägenmassaker in Texas!
Jim van Bebber, Regisseur "Charlies Familie"
Für mich war dies als Kinoerlebnis so tiefgründig wie
"8 ½", "Citizen Kane", "Dawn of the Dead"...
Das ganze Kino verband sich zu einer massenhysterischen Gruppe,
während sie diesen absolut ungeheuerlichen Film schauten.
Rex Reed sagte, es wäre der beängstigendste Film, den er je gesehen hatte
und dann startete der Film richtig durch.
Er bekam wirklich gute Kritiken und die Leute mochten ihn
und das überraschte uns, die wir an ihm gearbeitet hatten
denn wir waren nicht wirklich darauf vorbereitet,
dass dieser Film bejubelt würde.
Plötzlich ist der Film in aller Munde.
Er ist auf Platz 3, er schießt nach oben an die Spitze.
Er wird überall gezeigt.
Plötzlich bist du Teil von etwas
und du beginnst die Nachrichtenmagazine zu lesen.
Da steht, er hat überall Millionen eingespielt
und er hat überall die Rekorde gebrochen.
Die meisten von uns hielten unterschiedliche Prozentanteile,
darum dachte ich, es wird zumindest auch etwas für uns abfallen.
Laut den Berechnungen von Bryanston
summierte sich der 35% Anteil der Texaner am Gewinn
auf insgesamt 5.734 Dollar.
Man zählt seine kleinen Prozentanteile zusammen:
Das ist ein Prozent an dieser Firma, die wiederum ein Prozent jener Firma hält...
Ich bin versucht, es einen Schwindel zu nennen,
aber möglicherweise war es ein Missverständnis.
Aber was keiner jemals wusste oder vorher heraus fand, war,
dass Vortex den Film gar nicht besaß.
Was wir in unseren Prozenten erhielten, war ein Bruchteil dessen,
was wir zu bekommen erwarteten.
Vortex stellte sich als eine von drei Firmen heraus,
die finanzielle Anteile an dem Film hielten.
Als man mir Prozente gab, dachte ich, ich würde Anteile am Film erhalten,
aber ich erhielt Anteile an einer Firma, die Anteile an dem Film hielt.
Wir hatten diese Prozentanteile von einem halben oder ganzen Prozent,
des Nettogewinns, was, wie ich heute weiß, bedeutet:
"Du wirst gar nichts bekommen. Erwarte nichts".
Aber wir haben das damals nicht gewusst.
Aber selbst nachdem man all diese Berechnungen gemacht hatte,
dachte man immer noch, dass wenigstens ein paar Dollar reinkommen sollten.
Neun Monate, nachdem der Film erschien,
als wir eine Menge Geld erwarteten, da der Film so erfolgreich war,
bekam ich einen Scheck über 47 Dollar und 7 Cent.
Es war eine sehr unerfreuliche Erfahrung für die meisten beteiligten Personen.
Da wird ein Film mit 125.000 Dollar gemacht,
es sollte ursprünglich die Hälfte davon sein,
und es war ein Film, der mindestens 100 Millionen Dollar einspielte,
und wir sahen Krümelchen davon,
denn aus irgendeinem Grund wurden wir beschissen.
Ich hatte nie geplant durch diesem Film reich zu werden.
Ich war erstaunt, dass überhaupt jemals etwas kam.
Ich war alleine, hatte keine finanziellen Verpflichtungen und keine Schulden,
aber einige der anderen hatten wirklich zu kämpfen,
denn sie hatten Familien und Rechnungen zu bezahlen.
Der Film war erfolgreich und sie hatten darauf gezählt.
Ich hatte die Chance ein paar Schekel durch diesen Film zu bekommen,
so dass das Leben für mich selbst ein wenig einfacher wäre
und auch für meinen Sohn... Es sollte nicht sein.
Das Massaker fand nach dem Film statt.
Der Film hatte meine Karriere angestoßen und das war genug für mich.
Ich war von den an der Produktion beteiligten Personen der Einzige,
der gegen die Produzenten vorgegangen ist,
wegen der Art und Weise, in der wir behandelt wurden.
Kim Henkel, Bill Parslay und Warren Scanlon und ich gingen nach New York.
Und Warren und ich gingen zum Büro von Bryanston, um mit Lou zu reden...
Ich habe ihn so lange Lou Piranha genannt,
dass ich mich nicht mehr an seine richtigen Namen erinnere.
Sie haben einen Deal mit einer bekannten Mafiafirma gemacht
und wunderten sich, dass sie betrogen wurden.
Das muss man sich vorstellen.
Sie haben einen Deal mit einem Typen namens "Butchy" Peraino gemacht.
Wir betraten sein Büro und er saß da mit ein paar Handlangern auf jeder Seite,
es war genau wie im Film.
Ich sagte, wir wollten die Bücher sehen
und er antwortete, sie würden nicht zur Verfügung stehen.
Ich sagte daraufhin, er müsste mich entweder die Bücher einsehen lassen, oder
ich würde ihn verklagen.
Woraufhin er mir einfach direkt in die Augen schaute und sagte:
"Du hast nicht genug Schneid, mich hier zu verklagen."
Er hatte zur Hälfte recht. Ich fuhr zurück und verklagte ihn hier.
Aber zum Zeitpunkt als die Texaner Bryanston im Mai 1976 verklagten,
war die Firma offensichtlich zahlungsunfähig.
Anstelle Bryanston zu zwingen, Bankrott zu erklären,
akzeptierten sie im Februar 1977 einen Vergleich in Höhe von 400.000 Dollar
für ihren Anteil am Gewinn und die Abtretung der Filmrechte.
Ich kann nicht exakt schätzen, wie viel sie gestohlen haben.
Das "Texas Chain Saw Massacre" wurde trotz der Gewaltszenen
in den USA mit einem "R-Rating" eingestuft.
In anderen Ländern waren die Zensoren wesentlich härter.
In Jahre 1975 verweigerte das "British Board of Film Censors"
dem Film die Erlaubnis im Kino aufgeführt zu werden,
wobei BBFC Geschäftsführer James Ferman kommentierte,
dass der Film wie die "Pornographie des Terrors" wirken würde.
Ferman sagte bei der Vorführung von "Texas Chain Saw Massacre",
dass dieser Film in Ordnung wäre
für Intellektuelle aus der Mittelklasse, aber man müsste sich seine Auswirkung
auf den durchschnittlichen Fließbandarbeiter in Birmingham vorstellen.
James Ferman ging den Film durch, um zu sehen,
was geschnitten werden sollte oder musste.
Und entschied, dass es keine einzige Szene oder Bild gab, die untragbar waren,
sondern dass der kommutative Wahnsinn des Film inakzeptabel war
und darum der Film als Ganzes verboten werden musste.
Der Film blieb 23 Jahre auf der schwarzen Liste des BBFC.
Es ist subjektiv und das wird auch zugegeben.
In einer langen Reihe sich widersprechender Entscheidungen,
ist es keine Überraschung,
dass gleich nachdem James Ferman 1998 von seinem Posten bei der BBFC zurück trat,
die neuen Wächter von Sitte und Anstand in England,
Robin Duval und Andreas Wittam Smith, beschlossen,
dass "Chainsaw" nicht länger eine Bedrohung für der Öffentlichkeit darstellte
und der Film bekam ungekürzt eine Freigabe "ab 18".
In den mehr als 25 Jahren, seit das "Texas Chain Saw Massacre"
zum ersten Mal die Sinne eines Massenpublikums attackierte,
ist seine Beliebtheit ständig gestiegen.
Eine ganze Generation von Horrorfans,
die nicht einmal geboren waren, als der Film entstand,
betrachtet "Leatherface" als einen der herausragenden Bösewichte des Horrorfilms.
Wer ist euer liebster Charakter in "Chainsaw"?
"Leatherface".
Wie bitte? - "Leatherface".
Ich war der Meinung, dass es die Aufgabe des Kameramannes war,
mir aus dem Weg zu gehen.
Also habe ich die Kettensäge geschwungen
und sehe dies als den einen Moment im Film,
an dem ich tatsächlich versuchte, jemanden umzubringen.
Das "Texas Chain Saw Massacre"
hatte fraglos einen großen Einfluss auf das Horror-Genre.
Man kann behaupten, der illusorische Killer "Leatherface"
Vorbild vieler Slasherfiguren in den 70er, 80ern und 90ern war.
Auch die Rolle der überlebenden Heldin ist nun ein Markenzeichen des Genres
und fand ihren Ursprung in diesem Film.
Ich wäre gerne aus meiner Nervenheilanstalt entlassen worden,
um mich an der Familie zu rächen. Das hätte einen guten Film abgegeben.
Als Produkt eines Genre, bei dem Wiederverwertung groß geschrieben wird
und verknüpft mit der Tatsache, dass "Leatherface" den Film am Ende überlebt,
war es nur eine Frage der Zeit,
bis der sexuell doppeldeutige, kettensägenschwingende Verrückte
auf die Kinoleinwand zurückkehren würde.
In mir hat es jahrelang gegärt,
dass niemand den Humor in "Chain Saw" gesehen oder anerkannt hatte.
Es dauerte acht Jahre, es war so verdammt schockierend.
"Texas Chainsaw Massacre Teil 2"
war eine großbudgetierte Hollywood-Produktion mit Dennis Hopper.
Der Film erschien 10 Jahre nach dem Original.
Die Betonung lag auf schwarzem Humor, aber das hielt Hooper nicht davon ab,
alle Grenzen zu überschreiten, soweit es um Blut ging.
"Wir wollen dich dabei haben, kannst du dabei sein?
Die Dreharbeiten sind im nächsten Juni."
Ich sagte: "Ja, gerne, wenn ihr wollt."
Warum sie nur mich zurückgeholt haben, weiß ich nicht.
Sie fragten mich, ob ich beim Film mitmachen wollte und ich wollte.
Das Problem war, was sie mir als Gage angeboten haben.
Sie boten mir den gewerkschaftlich vereinbarten Tariflohn plus zehn Prozent.
Ich fragte sie, wo die zehn Prozent her kämen.
Sie sagten, es wäre für meinen Agenten.
Ich sagte, dass ich das nicht akzeptieren würde, ich empfand dies als zu wenig.
Sie sollten darüber nachdenken, was ich ihnen wert wäre,
und mir dann ein Angebot machen sollten, dass diesem Wert entsprechen würde.
Ein oder zwei Wochen später boten sie den Mindestlohn ohne die zehn Prozent,
Sie gaben mir die Begründung,
ich hätte keinen Agenten und würde die zehn Prozent nicht benötigen.
Ich wollte Ed gerne wieder haben, als Anhalter.
Wir konnten uns aber mit seinem Agenten nicht einigen.
Ein paar Jahre zuvor hatte mir jemand diesen selbst gestrickten Film geschickt
mit dem Titel "The Texas Chain Saw Manicure".
Er liebte "The Manicure".
Er wollte wissen, wer den Anhalter gespielt hatte.
Das war ich und er wollte mich im Gedächtnis behalten,
falls er "Chainsaw 2" machen würde.
Ich habe die beste Maniküre bekommen, die ich je hatte.
Das ist großartig, Liebling!
Wir sollten mit etwas Presskopf feiern!
Ich war ein wenig beklommen und plötzlich steht da Jim Siedow.
Ohne dass ich darüber nachdachte,
sprudelte es aus mir heraus: "Es ist der Koch"
Und er sagte: "Hey, wie geht's dir?".
Ihn einfach nur zu treffen war schon so großartig, es hat mich total umgehauen
und diese Beklommenheit in Aufregung verwandelt.
Dies hier wird ein Riesenspaß werden.
Es gab Tag- und Nachtservice, Taschengeld,
die besten Hotels des Landes,
Limousinenservice und von allem das Beste.
Es ist ein abgedrehter, verrückter Film, absolut übergeschnappt.
Du kannst meine Platte lecken!
Der Film, so wie er geschrieben und gedreht wurde,
war eine wahrhaft wunderbare Satire, ein wunderbarer Film.
Und ich hoffe, dass Tobe eines Tages seine Version davon veröffentlichen kann.
Ich bezweifle es, denn nur Gott weiß, wo das Material hingekommen ist.
Das Schlimmste, woran ich mich erinnere ist, dass Cannon Films...
Sie waren wirklich schrecklich.
Sie behandelten Tobe fürchterlich.
Sie haben ihm ständig Vorschriften gemacht, ihn angezweifelt.
Sie waren tyrannisch und willkürlich in ihren Entscheidungen.
Wir hatten eine Art Altlast.
Wir hatten den Druck ihn so gut wie den ersten Teil zu machen.
Ich denke Bill Johnson hatte eine echte Bürde.
Der "Leatherface", den er darstellen sollte,
hatte eine ganz andere Persönlichkeit als der im Originalfilm.
Die Maske, die Tom Savini irgendwann in der Zeitung veröffentlichte,
sieht aus wie ein Kunstwerk von Tom Savini,
und nicht, als ob sie von "Leatherface" gemacht wäre.
Zwei verschiedene Filme, aber beides sehr gute Filme, denke ich.
Dies sollte eine magische, wunderbare Wiederkehr sein.
Der erste Film hat sich besser geschlagen.
Der erste Film hatte einen Hintergrund.
Cannon wollte keinen Hintergrund.
Sie wollten einfach nur den ersten Film wieder und wieder.
Er war nicht fertig, es gab unvollständige Sequenzen.
Sie haben ihn in die Finger bekommen und ihn selbst geschnitten
und die ganze Sache einfach versaut.
Cannon dirigierte sein Geschäft damals aus verschiedenen Ländern.
Manchmal war das Hauptquartier in Israel, ein anderes Mal war es wieder in L.A.
Wir starteten als Nummer 1 und sind dann leider ziemlich steil abgestürzt.
Durch rückständige Zahlungen und Vermarktungsprobleme
hat der Film angeblich nie einen Gewinn gemacht.
Aber irgendwie hat er zu viel Kultstatus, als dass dies möglich wäre.
Niemand war bereit das Geld zu investieren, um das prüfen zu lassen.
Was ist mit dem Geld passiert, wo ist unser Geld, was ist passiert?
In Austin ging das Gerücht um, dass bei Teil 1
einige zwielichtige Investoren dahinter standen
und dass das Geld an sie geflossen wäre.
Ich nehme mal an, dass Cannon Films
die zwielichtigen Investoren hinter Film Nummer 2 waren.
Ich denke, insgesamt gesehen war es in Ordnung.
Egal, ob ich eigentlich etwas anderes vorhatte.
"Leatherface" würde wieder zurückkehren,
in einer weit weniger aufwendigen "New Line" Produktion:
"Leatherface - The Texas Chain Saw Massacre, Part 3"
Jeff Burr, Regisseur von "Leatherface: Texas Chainsaw Massacre Teil 3"
Ich war wahrscheinlich die fünfzigste Wahl als Regisseur für diesen Film.
Ich bin sicher, sie haben eine richtige Liste abgearbeitet,
denn in den Jahren danach habe ich so viele Regisseure getroffen, die sagten:
"Ach, du hast 'Leatherface' gemacht? Sie haben ihn mir angeboten,
aber das ging nicht". Ich war wirklich die absolute Notlösung.
Ich weiß, dass Mc Naughton ihn ablehnte, Peter Jackson... Alle waren auf der Liste.
Aus rechtlichen Gründen durfte ich nicht mit Tobe Hooper oder Kim Henkel sprechen.
Ich hätte gerne einen Teil des Scripts umgeschrieben.
David Schow ist ein talentierter Schreiber,
aber ich hatte das Gefühl, es gab eine Menge ungeklärter Sachverhalte.
Es wurden eine Menge unnötiger Fragen aufgeworfen.
Wer ist die Familie, wo kommen sie her?
Wie halten sie den dahin geschiedenen Großvater am Leben oder auch nicht?
Mein Konzept war es, zu den eher bösen Wurzeln zurückzukehren,
den dunklen Universen und einem düsteren Grundton.
Um es zu einem echten Nachfolger zu machen,
wollte ich den ursprünglichen "Leatherface" haben.
Es sprach mit mir darüber, bei dem Film mitzumachen
und wir schauten uns das Script an, dass wirklich sehr durcheinander war.
Er hatte eine bestimmte finanzielle Vorstellung seitens "New Line"
und diese wollten sie nicht eingehen. Er war aber nicht unverschämt.
Es war okay, nicht wie bei Cannon, wo nur indirekt verhandelt wurde.
Er sagte, er würde mit den Produzenten sprechen und als er zurück kam, sagte er,
sie könnten mir nicht mehr als den Tariflohn geben, dann wird das wohl nichts.
Ich stimmte ihm zu, aber alles lief sehr direkt und ehrenhaft ab.
Ich war enttäuscht, aber es hat sich halt nicht ergeben.
Wir hatten eine Probevorführung in Burbank, wir führten den Film als vor,
und der Film fand eine bessere Aufnahme beim Publikum,
als "Nightmare on Elm Street 5", der gerade vorher erschienen war.
Am Ende des Abends hatten wir diese große Besprechung
und Bob Shaye und Ralph Nitwick mochten ihn nicht.
Ralph sagte; "Ist dir eigentlich klar, dass der Film in jedem Land verboten wird?
Ich kann den Film nicht ins Ausland verkaufen, er ist viel zu blutig."
Am nächsten Tag kam Bob Shaye in den Schneideraum und sagte:
"Das raus, das raus und das raus." All diese Sachen wurden gekürzt.
Und das schon lange, bevor wir den Film dem Ratings Board vorgeführt haben.
Dann kamen die Probleme mit der Freigabe, wir mussten ihn noch mehrmals schneiden,
um wenigstens ein "R-Rating" zu bekommen.
Wir schnitten ständig an den Negativen herum,
denn sie wollten ihn sofort veröffentlichen
und wir dachten, wir könnten den Erscheinungstermin im Oktober schaffen.
Es gab keine Schutzkopie der geschnittenen Szenen.
Es war ein wirklich scheußlicher Film.
Es ist kein verlorener Klassiker oder Meisterwerk, nein, das ist er nicht.
Die Kinoversion des Films ließ mich als Regisseur unfähig aussehen.
Es gab Szenen, bei denen selbst ich als Regisseur nicht mehr durchblickte.
Er war schlicht zusammenhanglos, so wie sie ihn geschnitten hatten.
Ich wollte meinen Namen zurückziehen
und das waren die letzten Worte, die ich zu Mike DeLuca sagte.
Falls ihr es nicht wisst, er ist heute einer der mächtigsten Leute in Hollywood.
Ich sagte: "Ich will meinen Namen aus diesem Film haben."
"Ich will meinen Namen aus diesem verdammten Film raus haben!"
Er legte auf.
Das war aber nicht möglich,
denn die erste Bandrolle war bereits fertig produziert.
Sie war die einzige Rolle ohne Änderungen.
Kim Henkel, Autor des Originals,
führte Regie beim vierten Teil der Serie:
"Return of the Texas Chainsaw Massacre".
Wir hatten das Gefühl, wir könnten den Film wieder auferstehen lassen,
ihm den Geist des Originals wieder einhauchen.
Und ich wollte nicht wirklich so tief involviert werden, wie es dann geschah,
aber ich fand heraus, dass Bob mich dazu nötigen konnte.
"Was ist dein Minimum?"
Ich habe es gesagt, es war keine Unsumme. Wenn ihr die exakte Zahl wissen wollt,
ich wollte 3500 Dollar pro Woche,
und das ist weniger als ich normalerweise für zwei Tage verlange,
zuzüglich der Rechte für die Herstellung des Making-of,
mit allen am ersten Tag am Set anwesenden Cast- und Crewmitgliedern.
Sie kam zurück und sagte: "Nein, das ist zu viel.
Das Angebot steht bei 600."
Die Sache, die du dir wünschst, passiert,
und dann wird es ein Alptraum, denn wir hatten plötzlich zwei Stars,
von denen wir nicht dachten, dass sie Stars werden würden.
Matthew McConaughey und Renée Zellweger.
Ich denke, er hat eine Menge Schwung daraus gewonnen.
Es war sehr schwierig zu drehen, besonders für Renée.
Sie wurde ziemlich übel verprügelt und sie hat sich richtig prima verhalten.
Sie hatten beschlossen, den Film erst nach "Jerry Maguire" zu veröffentlichen.
Sie dachten, das würde "Chainsaw" helfen, wenn er erscheinen würde, wegen Renée.
Sie sagten, sie könnten keiner Kinoveröffentlichung zustimmen,
da die Gewerkschaft CAA Matthew McConaughey
nicht in diesem Film ausgenutzt sehen wollte.
Und sie würden nicht zustimmen, einen bekannten Schauspieler zu benutzen,
um einen Film veröffentlicht zu bekommen. Ich dachte, dass wäre Sinn des Berufs.
Letztendlich haben wir Columbia Tristar verklagt,
was wahrscheinlich ein Fehler war,
denn sie entschlossen sich zu einer symbolischen Veröffentlichung.
Sie spielten den Film in zehn Kinos in den USA.
Es ist das erste "Texas Chain Saw Massacre",
das auch heute noch die Reputation eines aufsehenerregenden Originals
in der Geschichte des amerikanischen Films innehat.
Ein Abzug des Films befindet sich im New Yorker Museum für Moderne Kunst
und er ist selbstverständlich noch immer hoch angesehen
bei Fans von extremem Kino in der ganzen Welt.
Denk dran, meine Familie kommt immer zu Besuch.
Das Haus in dem die "Chainsaw"-Familie im Film ursprünglich wohnte,
beherbergt nun den "Kingsland Old Town Grill".
Wenn ihr das nächste Mal in Texas seid, solltet ihr mal reinschauen.
Es war ein richtiger Schock es zu sehen, denn heute ist es so ein schönes Gebäude.
Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass es je so gut ausgesehen hat.
Wenn man hier hochschaut,
das ist das Fenster, aus dem Marilyn raus gesprungen ist.
Hier habe ich Terri McMinn niedergemacht.
Das ist das ursprüngliche Speisezimmer.
Hier war die Lampe, hier war Marilyn an den Stuhl angebunden.
Hier drüben war der Raum mit all den Federn und den Knochenmöbeln,
das war im Film das Wohnzimmer.
Ich dachte, wir würden einen guten Film machen. Ich habe immer daran geglaubt.
Ich glaube, was ich zum Ausdruck bringen wollte, ist: "Das ist Amerika".
Mit all den Collegestudenten zu arbeiten, hat mir Spaß gemacht.
Für mich war es wunderbar. Danach musste ich zu meiner wirklichen Arbeit zurück,
die darin besteht, dass ich ein Camp für geistig behinderte Kinder leite
und Kinder mit emotionalen Störungen. Und das ist ziemlich heftig.
Ich dachte, so werden Filme eben gemacht, stimmt aber nicht.
Alle am Film Beteiligten
bekamen sicher einen geringeren Stundenlohn, als man bei McDonalds bekommen hätte.
Ich hatte eine Menge schlechterer Jobs.
Es gibt eine Menge schwerere Wege seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Wenn ich also die Wahl hätte, würde ich mich wieder in den Bus setzen
und alles noch einmal machen.
WAYNE BELL arbeite auch weiterhin im Soundbereich und komponiert manchmal.
Er macht auch Dokumentationen.
MARILYN BURNS spielte in Hoopers EATEN ALIVE,
in HELTER SKELTER und FUTURE KILL mit Ed Neal.
Sie lebt und arbeitet in Houston, Texas.
ROBERT BURNS arbeitete als Art Director bei zahlreichen Horrorfilmen,
unter anderem bei THE HILLS HAVE EYES, THE HOWLING und RE-ANIMATOR.
Er ist zudem der führende Experte, wenn es um den B-Movie-Star Rondo Hatton geht.
JEFF BURR arbeitet weiterhin als Regisseur.
Sein jüngster Film ist ein Kriegsepos namens STRAIGHT INTO DARKNESS.
ALLEN DANZIGER betreibt einen Unterhaltungsservice für Partys
namens "The 3 RING Service."
Neben Clowns und Komödianten bietet die Firma "Catfish Rodeo" an.
GUNNAR HANSEN spielte in DEMON LOVER, HOLLYWOOD CHAINSAW HOOKERS und MOSQUITO.
Außerdem schreibt er (Journalismus, Gedichte, Romane) und macht Industriefilme.
KIM HENKEL lehrt Filmschreiben und Editing.
Er entwickelt außerdem ein Feature namens EXCERBIA.
TOBE HOOPER lebt und arbeitet in Hollywood.
Er hat u. a. POLTERGEIST, LIFEFORCE, THE MANGLER und CROCODILE gemacht.
BILL MOSELEY war in Rob Zombies Film HOUSE OF 1000 CORPSES zu sehen.
TED NICOLAOU zog nach Hollywood und verkaufte den Kleinbus.
Er ist jetzt Regisseur. Er hat unter anderem die SUBSPECIES Filme gemacht.
PAUL PARTAIN spielte in RACE WITH THE DEVIL mit Peter Fonda.
Er hat seit den 70ern immer in der Elektronikindustrie gearbeitet.
Seit seinem Cameo-Auftritt in RETURN OF THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE
hat er darüber nachgedacht, wieder ins Schauspielgeschäft einzusteigen.
DOROTHY "DOTTIE" PEARL machte Karriere im Make-Up Bereich.
Sie war unter anderem bei GROUNDHOG DAY, TOOTSIE und ROB ROY tätig.
JIM SIEDOW lebt im Teilzeitrentnerdasein mit seiner Frau Ruth in Houston.
Sollte aber ein fleischhaltiges Script seinen Weg kreuzen...
WILLIAM VAIL spielte das weibliche Monster in MAUSOLEUM.
Danach wechselte er den Beruf und ist jetzt Ausstatter in Hollywood.
CAROLINE WILLIAMS lebt und arbeitet in L. A...
Sie war in THE GRINCH mit Jim Carrey zu sehen.
EDWIN NEAL ("Der Anhalter") tritt in Werbespots und Industriefilmen auf.
Er handelt außerdem mit klassischen Filmpostern. Er lebt in Austin.
TERRI McMINN ("Pam") möchte sich lieber von ihrer CHAIN SAW Vergangenheit lösen.
Es gibt ein Gerücht,
dass ein Foto von ihr am Fleischerhaken in ihrem Geschäft hängt.
DANIEL PEARL (Kamera) ist ein bahnbrechender Musikvideo-Kameramann.
Er hat Videos für Mariah Carey, Will Smith und The Police gemacht.
Leider haben es seine Terminpläne nicht erlaubt, in diesem Film mitzuwirken.
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