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Wenn du die ausziehst, bist du auch kein Soldat mehr.
F�r wen? F�rs Vaterland? Den F�hrer? - Ich hab meine Pflicht.
Kann ich mitfahren?
Das ist ein Wehrmachtszug, Sie haben hier nichts verloren.
Wie hei�t du? - Wanda, und du?
Walter. - Walter und Wanda.
Du musst verschwinden.
Leg dich in die B�schung. Ich geb dir ein Zeichen, wenn sie weg sind.
Da lebt ja einer.
Wohin gehen wir?
Wachkommando f�r Bahndamm. Sechs Mann und der Unteroffizier.
Will er sich nicht melden?
Obergefreiter Proska.
Wir hocken seit Monaten in diesem Sumpf.
Wo habt ihr den her? - Er ist Pfarrer, unbewaffnet.
W�r'n wir hier aufgewachsen, w�ren wir auch Partisanen.
Willst du �berlaufen? - Und wenn schon.
Ich hab gesagt, dass wir uns wiedersehen.
Wir m�ssen vorsichtiger sein, damit wir �berleben.
Warum hast du das getan?
Ich wusste nicht, dass er dein Bruder ist.
Dann schie�.
Schie�.
* St�hnen und Husten *
* Wind pfeift *
Aufwachen.
Du, aufwachen.
(Rufe auf Russisch)
# Bedrohliche Streicherkl�nge #
* St�hnen und Husten *
(Gefangener) Lassen Sie mich los!
* Schrei *
* Aufprall auf Wasser *
* Angestrengtes Atmen *
* St�hnen *
Nein.
* Winseln *
Nein.
Nein!
(Wolfgang) Stop! Stop!
Walter ...
Walter.
Walter, du lebst, du lebst! - Wolfgang.
* Schnelles Atmen *
Ich kenn den. Das ist Walter Proska, ein guter Kamerad.
Ich b�rge f�r ihn.
Gut.
(Arzt spricht Russisch) - (Wolfgang) Tut's noch weh?
Geht. - (Wolfgang spricht zum Arzt)
(Arzt antwortet)
Ab n�chster Woche musst du wieder selber laufen.
(Arzt spricht Russisch)
In ein paar Tagen �berqueren wir die Oder.
Wir kehren nach Hause zur�ck, und wir leben.
Haben wir das verdient?
Warum?
Weil gute Deutsche lieber in Gefangenschaft sterben?
Ich hab nachgedacht.
Ich glaub, man wird uns ...
... verachten.
Wer? - Alle ... Sogar die Russen.
Niemand wird dich verachten, Walter. H�chstens du selbst.
Wir haben einen Eid geschworen.
Wir sind �berl�ufer, Verr�ter, Kameradenschweine, meinst du? - Ja.
Die M�nner hier sind wie du und ich.
Bauern, Schuster, Studenten, Tischler, Lehrer:
Alles arme Hunde mit Heimweh und dem gleichen Wunsch.
Wir sind keine Verr�ter, Walter.
Der Feind im Krieg ist nicht der Russe,
sondern die, die uns hergeschickt haben.
Die sorgen daf�r, dass Bauern auf Bauern schie�en.
Der Feind ist die Clique in Berlin.
Wer gegen den Krieg ist und nichts tut, dass er aufh�rt,
geh�rt ins Museum.
Was wir hier tun, ist aktiver Pazifismus.
Was muss noch passieren, damit dir die Augen aufgehen?
Wolfgang.
Wolfgang!
Wolfgang.
Bist du sicher?
Womit?
Dass das hier das Richtige ist. - Ganz sicher.
Gut. Ich bin dabei.
Du musst beweisen, dass man dir vertrauen kann.
Du wei�t, dass man mir vertrauen kann. - Aber die Russen nicht.
Und? Geht?
Geht.
Sind Sie bereit?
Bereit.
Dann gehen wir.
Gib ihm eine Schallplatte.
Was dir gef�llt.
* Heftiges Kreuzfeuer *
Wie hei�t sie?
"Ein Freund, ein guter Freund".
Na dann los.
M�nner.
M�nner!
H�rt zu, hier spricht ein Bruder zu euch.
Einer, der sich auskennt.
Macht Schluss mit dem Krieg, es ist vorbei!
Was seid ihr?
Bauern, Schneider, Tischler, Lehrer?
Wisst ihr, auf wen ihr schie�t?
* Stille *
Auf Bauern, Schneider ...
... Tischler und Lehrer.
Seht in den Himmel.
Wir haben nur einen Himmel �ber uns.
Und wir alle haben nur einen Wunsch.
Werft eure Gewehre weg und kommt aus diesem Loch.
# Lachendes Ziel, lachender Start und eine herrliche Fahrt
Rom und Madrid nehmen wir mit, so ging das Leben im Taumel zu dritt
�ber das Meer, �ber das Land, haben wir eines erkannt:
Ein Freund, ein guter Freund,
das ist das Beste, was es gibt auf der Welt
Ein Freund bleibt immer Freund, und wenn die ganze Welt zusammenf�llt
Drum sei auch nie betr�bt,
wenn dein Schatz dich nicht mehr liebt
Ein Freund, ein guter Freund ...
# Spannungsvoller Unterton #
Kommt raus!
Ihr k�nnt mir glauben, es wird euch nichts passieren!
(Soldat spricht auf Russisch)
Walter!
Walter.
Was geschieht jetzt mit ihnen?
(Russisch)
Ist nicht deine Sache, Proska.
(Rufe auf Russisch)
Was vermissen Sie am meisten, Proska?
Da k�nnt ich stundenlang erz�hlen.
Fangen Sie an.
Meine Schwester.
Die Pferde auf dem Hof.
Durch den Wald reiten.
Laut lachen, ohne Angst zu haben, daf�r erschossen zu werden.
Die W�rste, die mein Schwager macht.
Wieder selbst entscheiden, was ich heute mache oder nicht.
Wissen Sie, wie man das nennt, was Sie sagen?
Wie?
Frieden.
Vermissen Sie den Frieden nicht?
Doch.
Aber der Krieg ist mein Beruf, auch wenn er schrecklich ist.
Proska.
Jetzt feiern wir, dass du bist einer von uns.
Wolfgang.
Ich muss mit dir reden.
Jetzt? - Ja, jetzt.
Woher willst du das wissen? - Jegorow hat's gesagt.
Was soll er sonst sagen? - Man muss vertrauen k�nnen.
Was machen die Russen mit unseren Leuten? - Wir sind jetzt auch Russen.
Wir haben nur deren Uniform an. - Das ist im Krieg dasselbe.
Ich will nur, dass der Krieg vorbei ist.
Vertraust du mir?
Nat�rlich. - Gut.
Du hast heute 100 M�nner gerettet.
Nenn sie Kameraden, ehemalige Kameraden, egal.
Die M�nner w�ren tot, wenn du nicht w�rst.
Du solltest dich freuen und stolz auf dich sein.
Du hast das Richtige getan. Du bist 'n Held heute.
Vielleicht zum allerersten Mal in diesem Schei�krieg.
Komm.
* Stimmengewirr *
Proska!
Der Krieg hat uns alle zu Zweiflern gemacht.
Ich verstehe dich, aber wenn wir an nichts mehr glauben,
wie soll es jemals besser werden?
Ja.
Auf dich, Proska.
Guter Mann.
# Geigenmusik: "Ja Lublu Tebja" #
Nastrowje.
# Musik wird schneller #
* Musik h�rt auf *
# Sanftes Klaviermusik #
(Gesang auf Polnisch)
* Jubel und Applaus *
Wanda. - Still.
# Sie singen auf Russisch #
(Walter) Wanda?
# Geheimnisvolle Klavierkl�nge #
Dieses Mal habe ich mich geirrt.
Ich dachte, ich seh dich nie wieder.
Wolltest du mich denn wiedersehen?
Ja.
Und ich hab mich daf�r gehasst.
Du hast dich ziemlich ver�ndert.
Du dich auch.
Bist du es wirklich?
Und du?
Ich wei� nicht.
Ich wei� nicht, wer ich noch bin.
Ich wei� das.
Ich hatte Angst um dich.
Wanda.
# Sanfte Geigenmusik #
Es gibt dich noch.
Wann m�sst ihr weiter?
�bermorgen.
Wir haben den ganzen Tag f�r uns.
Was willst du machen?
Ich wei�.
Wir stellen uns vor, dass kein Krieg ist ...
... und machen einfach nichts.
Nichts Besonderes.
Nichts Besonderes. - Hm.
Dich anzusehen ist das Besonderste, was ich je gemacht habe.
* Schuss *
Was ist das? - Ach, nichts.
Wettschie�en, wenn sie besoffen sind.
* Weitere Sch�sse *
Ist es nicht wahnsinnig, dass du jetzt gegen die Deutschen k�mpfst?
Ist es nicht wahnsinnig, dass du Student bist
und pl�tzlich dr�ckt dir jemand ein Gewehr in die Hand ...
Und schickt dich in ein fremdes Land, damit du dort die Leute tot schie�t.
Wahnsinnig.
Du hast meinen Bruder erschossen.
Und ich wollte den Zug in die Luft jagen, in dem du warst.
Du wolltest den Zug nicht in die Luft jagen.
Ich wollte deinen Bruder nicht t�ten.
Wir tun schon lange nicht mehr, was wir wollen.
* Rufe von drau�en *
(Wanda) Guten Morgen.
Morgen.
Was ist das?
Liebesbriefe.
Gedichte.
Heiratsantr�ge.
Ich k�nnte jeden Tag mindestens drei russische Offiziere heiraten.
Und warum hast du es noch nicht getan?
Der Richtige war nicht dabei.
Vielleicht kommt der Richtige nie. - Mhm.
Vielleicht ...
... ist er ja schon da.
Mm. - Mm.
# Ruhige Streicherkl�nge #
Und den anderen?
Nicht so gut.
Was hei�t das?
Sind alle tot.
Die Deutschen wurden gefangen genommen.
Uns haben sie aufgestellt und einfach erschossen.
Ich glaube,
die Russen haben die Partisanen noch mehr gehasst als euch Deutsche.
Und du?
Ich hab angefangen, unsere Hymne zu singen,
als sie mich erschie�en wollten.
Da ist der Offizier vor mir stehengeblieben,
hat zugeh�rt und ...
... jetzt bin ich hier.
Genau wie du.
Eine Verr�terin.
Aber am Leben.
Du glaubst, dass du auf der richtigen Seite stehst.
Es gibt keine richtige Seite mehr, Walter.
Es gibt nur �berleben oder nicht �berleben.
�hm...
Der Offizier hat gesagt, ihr seid befreit worden.
Du sollst nicht glauben, was sie sagen.
Man muss auch vertrauen k�nnen.
Sagt dir immer der, der dich anl�gt.
# Flotte Tanzmusik mit Gesang: "Kalinka" #
* Rhythmisches Klatschen *
* Musik wird schneller *
* Musik h�rt auf *
* Applaus *
(Wanda) Ich wusste, wir begegnen uns wieder,
damals im Zug.
Erinnerst du dich?
Mhm.
Aber jetzt, ich wei� nicht, warum ...
... aber ich glaube, das ist unsere letzte Nacht.
Nein.
Doch.
Und wenn wir abhauen?
Hast du den Mut dazu?
Wie?
Ganz am Morgen. Wir besorgen den Schl�ssel f�r einen Wagen,
du steigst am Hinterausgang ein, und wir fahren.
Niemand wird an eine Flucht denken.
Und dann? - Dann verstecken wir uns,
warten, bis der Krieg vorbei ist und gehen zu meiner Schwester.
Du wirst sie m�gen.
Du bist ein Tr�umer.
Irgendwann muss es vorbei sein.
Morgen fr�h.
Ja?
Ja.
# Spannungsvolle Kl�nge #
* Holzdielen knarzen leise *
Bist du soweit? - Ja.
Ich bin sicher, dass es klappt.
Ich wei� nicht ... - Ich aber.
Schau.
Das sind wir.
* Nerv�ses Atmen *
(Wolfgang) Walter.
Wohin f�hrst du?
Du entt�uschst mich.
Ich muss da noch mal rein, ich bitte dich ...
Sei still.
Casanova Proska.
Setz dich nach hinten.
# Melancholische Streicherkl�nge #
Walter.
* Hund bellt *
Holger, komm, schau mal!
(Soldat spricht Russisch)
Du bist doch verr�ckt. Du h�ttest uns sitzen lassen?
Nach allem, was wir f�r dich getan haben.
Wanda sagt, es wurden keine Gefangenen gemacht.
Die Deutschen wurden erschossen. - Ja, sagt Wanda.
Die haben mir vertraut und sich ergeben.
Und ich sag, denen ist nichts passiert.
Ich hab f�r dich geb�rgt, vergiss das nicht.
N�chstes Mal bin ich mit dran.
(Jegorow) Proska.
K�rschner sagt, du kennst diese Gegend. - Ja.
Diese Br�cke gibt's nicht mehr, wie kommen wir weiter?
Hier ist ein Weg, der nicht in der Karte ist.
Da ist kein Weg.
Doch. Mein Schwager hat einen Hof in der N�he.
Wir fahren fast daran vorbei, der Weg ist gut.
Wollen Sie Guten Tag sagen?
Jetzt?
Wann sonst?
Klar will er das.
Ja. - Dann verlieren wir keine Zeit.
# Melancholische Streicherkl�nge #
Da stimmt was nicht.
* Schuss *
Runter! Runter!
Raus, raus, raus.
* Maschinengewehrsch�sse *
Gib mir Deckung.
(Rufe auf Russisch)
* Sch�sse h�ren auf *
Wenn ihr nacheinander rauskommt, ohne Waffen,
dann passiert euch nichts.
Seid ihr noch mehr?
Ob ihr noch mehr seid, hab ich gefragt.
Die anderen sind tot.
Geht zum Transporter.
Lass uns reingehen.
Maria? Kurt?
(Walter) Was sind das f�r Leute?
(Wolfgang) Volkssturm.
Wo ist meine Schwester?
Walter!
Nicht schie�en.
Wir nehmen jetzt alle langsam die Gewehre runter.
Und du gehst, zu deinen Kameraden. Langsam!
Gut.
Es wird dir nichts passieren, geh.
Los, raus.
Vielleicht ist deine Familie schon geflohen.
Sieht ruhig aus.
Ich geh vor, gib mir Deckung.
Streifschuss, das wird.
Bleib du hier.
* Schnelles Atmen *
# Sanfte Klaviermusik #
Ist das ...
... dein Schwager?
# Traurige Klavierkl�nge #
* Klavierkl�nge h�ren auf *
Maria!
Vielleicht ist sie schon gar nicht mehr hier.
Maria!
Maria.
Maria. Maria!
Ich bin's! - Verschwinde, lass mich in Ruh!
Verschwinde, lass mich in Ruh!
Maria.
Walter?
# Dramatische Streicherkl�nge #
Ich ...
Ich dachte, du bist tot.
Ich war ... ich war mir so sicher, dass du nicht wiederkommst.
Wie siehst du �berhaupt aus?
Was ist los?
Sprich.
Was schie�en die denn auf uns?
Haben die nichts verstanden? Es ist vorbei.
Wo ist Kurt?
Hast du ihn schon gesehen?
(Wolfgang) Sie sind hier nicht sicher.
Wir sind hier zu Hause.
Wir bringen Sie in Sicherheit. Ihr Mann ist vorgegangen.
Wir wussten nicht, dass Sie auch hier sind.
Walter.
Walter, wer ist das?
Das ist Wolfgang, ein guter Kamerad.
Kommen Sie.
Walter.
Kurt?
Kurt!
Er soll mich loslassen!
Wir bringen Sie in die Stadt,
Ihr Mann ist bereits dort, oder, Walter?
Ich geh nicht ohne Kurt.
Ich sagte doch, ihr Mann ist schon dort.
(Maria) Loslassen!
Kurt!
Maria!
(Maria) Was ist ...
Was?
Was seid ihr bei den Russen?
Es ist vorbei, Maria.
Kurt ist vorausgegangen.
Wirklich?
Und du? - Ich komm nach.
Kommen Sie.
# Traurige Klavierkl�nge #
Walter.
# Streicherkl�nge #
* Applaus *
* Streicherkl�nge blenden aus *
Verzeihung.
Genossinnen ... Genossen.
Die Einf�hrung von Zentralverwaltungen im Verkehrswesen,
der Post und dem Fernmeldewesen ...
... f�r Brennstoff und Energie, Handel und Versorgung ...
... Industrie, Forst- und Landwirtschaft ...
... Finanzen, Arbeit, Sozialf�rsorge, Volksbildung und Justiz,
ist ein wichtiger Schritt f�r die sowjetisch besetzte Zone.
Wir m�chten unseren sowjetischen Br�dern
aus tiefsten Herzen daf�r danken, dass wir von ihnen lernen d�rfen.
Wir gehen voran und bauen einen sozialistischen Staat auf.
Dazu brauchen wir Sie.
Sie haben an unserer Seite gek�mpft. Unser Kampf geht weiter.
Wir haben viel vor, Genossinnen und Genossen!
Nastrowje. - Nastrowje.
Proska.
Ich wei�, woran du denkst, wenn du so traurig schaust.
K�rschner hat schon gesagt.
Wir m�ssen die kleine Polin finden, sonst Proska stirbt an ...
Kaputtes Herz. - Gebrochenes, gebrochenes Herz.
Gebrochenes Herz. - Hat der junge Mann Liebeskummer?
Und wir suchen. Und wir werden sie finden.
Kopf hoch, Proska. Guter Mann.
Danke.
Der Oberst scheint ja gro�e St�cke auf Sie zu halten.
(Russischer Akzent) Proska, guter Mann.
Sie haben sich ausgezeichnet, haben Mut bewiesen. Ein guter Mann.
Was machen Sie jetzt?
Ich stelle Passierscheine aus. - Da sind Sie hier am richtigen Ort.
Das Volk muss abrechnen mit denen, die es ins Ungl�ck gest�rzt haben.
Die Industriellen, die Junker. Jetzt verkriechen sie sich.
Haben wir nicht alle Dinge getan?
Welche Vorw�rfe k�nnen Sie einem Bauern machen,
selbst wenn er in der Partei war?
Hatte der eine Wahl?
Wir m�ssen die faulen �pfel finden, sonst geht es nicht voran.
In der sozialistischen Gesellschaft darf es keinen Stillstand geben.
Darum leidet der Bourgeois am Schlie�muskelkrampf.
Sie ...
Sie verteilen Passierscheine. Gut.
Halten Sie die Augen offen.
Jede Gesellschaft braucht Vorposten, Wellenbrecher, Blitzableiter, Sp�her.
Sie sind ein Blitzableiter des neuen Deutschland.
Ein Sp�her unserer Zukunft. Wir brauchen Sie.
Proska, und vergessen Sie nicht ...
Sie brauchen uns.
Wellenbrecher, Blitzableiter, Sp�her.
Was will er von mir, ich stell Passierscheine aus.
Walter, achteinhalb Millionen NSDAP-Mitglieder
sind zehn Prozent der Bev�lkerung.
Und?
Du siebst bislang nur drei Prozent aus.
Es m�ssen aber mindestens zehn sein.
Hauptsache, es sind zehn Prozent?
Die Leute kommen zu dir,
du siehst ihre P�sse, ihre Kennkarten ...
Und wei�t, was sie getan haben.
Du sortierst die faulen �pfel aus.
Und was passiert mit den faulen �pfeln?
Das ist nicht mehr deine Sache.
Aber der Krieg ist l�ngst zu Ende.
K�nnen oder wollen Sie sich nicht erinnern?
Ich hab es Ihnen schon dreimal gesagt.
Man hat uns von zu Hause in die Stadt gebracht, zur Arbeit in 'ne Fabrik.
Jetzt ist der Krieg vorbei. Ich will wieder zur�ck, nach Hause.
Das hei�t, ich brauch 'n Passierschein, deswegen bin ich hier.
Ich will einfach nur nach Hause.
Wo ist denn Ihr Zuhause?
Ist was missverst�ndlich an der Frage?
�h, Wattenscheid.
Bochum.
Da sind die Briten, das wissen Sie?
Wissen Sie auch, was die mit dem Land machen werden?
Die werden es zugrunde gehen lassen, ausbluten.
Wir ... wir bauen hier etwas auf.
Sie k�nnen Teil davon sein, was spricht dagegen?
Nichts.
Oder haben Sie was getan?
Nein.
Jeder hat was getan, oder?
Ich hab nichts getan.
Was Sie gearbeitet haben, zum Beispiel.
Ja ... in 'ner Fabrik.
In welcher Fabrik genau?
Rheinmetall Borsig.
F�... f�r die Eisenbahn.
Hatten Sie einen Vorarbeiter?
Ja. - Und war der in der Partei?
Waren Sie in der Partei?
Nein. - Warum l�gen Sie?
I... ich war nicht in der Partei. Niemals!
Kommen Sie morgen wieder.
Danke.
Wenn wir nur ein bisschen mehr gebohrt h�tten.
Da war nichts mehr zu holen. - Da bin ich anderer Meinung.
Fr�ulein Roth.
Der N�chste, bitte.
(Walter) Wenn du irgendwas rausfinden w�rdest,
auch wenn es schlecht w�r, du w�rdest es erz�hlen, oder?
Du meinst Wanda?
Nat�rlich.
Sie kann doch nicht einfach verschwunden sein.
Es gibt noch kein Zentralregister.
Aber ich k�mmer mich drum.
Wir suchen nach ihr.
Vielleicht fahr ich selbst. - Nach Polen?
Und l�sst dir den Kopf abschneiden, sobald du �ber die Grenze bist?
Nach vorne schauen, Walter.
Mach du deine Arbeit. Ich finde sie.
Und deine Schwester auch.
Guten Morgen.
Morgen.
Sch�ner Morgen. Bis sp�ter.
Was soll das kosten?
Mhm ...
Haben Sie Marken?
Ich hab Geld.
Ich hab Marken.
Tut mir leid.
* Klopfen *
Guten Morgen, Herr Proska.
Morgen.
Danke. - Bitte sch�n.
Wo haben Sie den her?
Ich hab Verwandtschaft auf dem Land, da kommen viele hin zum Tauschen.
Man muss sich organisieren, wenn man was will, oder?
* Schritte *
Mein Mann ist im Lazarett bei den Amerikanern.
Sie sagen, er hat nicht mehr lange. Deswegen.
War Ihr Mann in der Partei?
Wir beeilen uns.
Komm, Helmut.
Danke.
Also ich glaube, er war in der Partei.
Der Brief ist zwei Wochen alt, glauben Sie, der lebt noch?
Der N�chste.
Setzen Sie sich.
M�chten Sie einen Passierschein?
Verstehen Sie mich? Haben Sie Unterlagen?
Mhm. - Setzen Sie sich.
# Ruhige Streicherkl�nge #
Ihr Name?
Wilhelm Stehauf.
Herr Stehauf.
Sie m�chten einen Passierschein? Wo wollen Sie hin? - Nach K�ln.
Kommen Sie von dort? - Mhm.
Haben Sie Familie?
Hoffentlich noch einen Sohn.
Waren Sie in der Partei?
Ja.
Was haben Sie getan?
Ich war vorne ...
Im Osten.
Dann Gefangenschaft ... Lager.
Abgehauen, geschnappt ... wieder Lager.
Was haben Sie getan?
Welcher Rang?
Unteroffizier.
* Heiseres Husten *
Dieser verdammte Schwamm.
# Spannungsvoller Unterton #
Haben Sie Feuer?
Wir wissen doch alle, was wir getan haben.
Jeder hat das Seine getan.
Der eine so, ...
... der andere anders.
(Walter) Wir m�ssen ihren Fall genauer pr�fen.
Dazu bleiben die Unterlagen und die Kennkarte hier.
Kommen Sie n�chste Woche wieder.
Ihre Karte. - Ah.
Kennen Sie den Mann?
Ich k�mmer mich darum.
# Melancholische Klavierkl�nge #
# Trommelschl�ge #
* Schritte *
Entschuldigen Sie ... Ich ...
Ich wollte Sie nicht st�ren so sp�t ...
Sie st�ren nicht.
Weil Sie doch den Kaffee so gerne mochten und ... ich hab genug.
Danke.
Bis morgen.
Darf ...
Darf ich Ihnen eine Tasse von ihrem Kaffee anbieten?
Gerne.
Ah, die Wohnung wurde mir zugeteilt, das ist eigentlich nicht meine.
St�rt mich jetzt nicht.
Entschuldigen Sie, ich bin nicht so oft hier.
Das merkt man gar nicht.
Der Kaffee.
Geben Sie mir.
Ich mach schon, setzen Sie sich. - Die Laken.
Hier.
Ich bin Hildegard.
Hilde.
Walter.
Einfach Walter.
(Hilde) Und du?
Hast du noch jemanden?
(Walter) Ja.
Eine Schwester.
Aber ich wei� nicht, wo sie ist.
Ihre Spur ist verlorengegangen.
Nirgends wei� man, was mit ihr passiert ist.
Hast du nach ihr gesucht?
Ja.
�hm ...
Das Problem ist eher, was ist, wenn ich sie finde.
Du kannst dir nicht vorstellen, was ich alles getan hab.
Sogar meiner eigenen Schwester.
Und sie wei� es noch nicht mal.
Du kannst es mir sagen.
Das kann ich niemandem sagen.
Das Kleid ...
Ist das von deiner Schwester?
Nein.
Ist ja auch nicht so wichtig.
Ich sollte sowieso gehen.
Bleib ruhig sitzen.
Lass dir den Kaffee schmecken und die Marmelade.
Auf Wiedersehen, Walter.
Auf Wiedersehen.
Hier sehen Sie die Gesamtzahl der Antr�ge.
Und das sind die Bewilligungen. - Mhm.
Das ist und bleibt zu wenig.
Das ist das, was es gibt.
Es geht um die, die Deutschland das eingebrockt haben.
Das waren mindestens zehn Prozent.
Sie sind wohl an der falschen Stelle. Kann doch nicht so schwer sein!
Kann ich dich alleine sprechen?
Genosse Kunkel, wenn Sie uns entschuldigen.
Selbstverst�ndlich.
Was?
Ich will dasselbe wie du - dass es besser wird.
Ein neues Deutschland.
Aber ich bin keine Polizei, kein Staatsanwalt,
und kein Gericht und du bist das auch nicht.
Wir wollten doch, dass es anders wird,
dass es keine Clique mehr gibt und keine Denunzianten.
Wir wollten, dass man wieder gl�cklich sein kann.
Ja.
Was is?
Das Haus meiner Eltern.
Wurde ausgebombt, hast du gesagt.
Ich dachte immer, die w�ren in den Bunker geflohen.
Die haben heut den Schutt weggemacht.
Im Keller haben sie zwei Leichen gefunden.
Zwei alte Leute.
Sind einfach erstickt, und es hat keiner was gemerkt.
Das tut mir leid.
Proska.
Endlich erinnere ich mich an deinen Namen.
Verschwinde.
Ich brauch deine Hilfe.
Wei�t du auch noch, wer Kowolsky war?
Das Dynamit, das es nie gab.
Und alles andere?
# Bedrohliche Streicherkl�nge #
Jetzt bist du dran.
Sich erst ausm Staub machen und jetzt hier den dicken Max?
Ich hab's abgesessen.
Im Lager.
Ich hab Verantwortung �bernommen.
Aber vor allem hab ich mein Wort gehalten, als Offizier.
Und du?
Wenn du glaubst, dass dich keine Schuld trifft,
dass du dir blo� 'ne andere Uniform anziehen musst ...
Und reingewaschen bist von allem ...
Sei Still.
Ich hab einen Sohn.
Ich will wissen, ob der noch lebt.
(M�dchen) Steh!
Sch�n stehenbleiben.
Nicht umfallen.
Wenn du umf�llst, kriegst du was.
Zuerst ein Bein, und dann ...
Siehst du, wenn man nicht gehorcht.
So, jetzt noch mal.
* Kreischen *
Zum letzten Mal.
Wenn du nicht machst, was ich dir sage, wirst du bestraft.
Dann such ich mir eine andere.
Wer nicht h�ren will, muss f�hlen.
* Ausatmen *
(Stehauf) Wenn du glaubst, dass dich keine Schuld trifft,
dass du dir blo� 'ne andere Uniform anziehen musst und ...
Reingewaschen bist von allem ...
Morgen.
Guten Morgen.
Hast du von Hildes Kaffee geh�rt, oder was treibt dich her?
Wir haben �ber die Zahlen gesprochen, oder?
Menzel fragt mich und ich sag, Walter ist ein guter Kamerad.
Der wird liefern.
Und daf�r garantiere ich.
Frag Kunkel. - Ja, das hab ich.
Es ist in der Schublade.
Und die ist abgeschlossen.
Wie du redest, wei�t du eh, was drin ist.
Schlie� die Schublade auf.
Kunkel.
Warum Stehauf? Weil er dein Kamerad war?
Ich wollte dr�ber nachdenken.
Was gibt's da nachzudenken, bei dem, was der getan hat?!
Ich hab auch Dinge getan.
Wie k�nnen wir �ber ihn richten?
Weil wir das neue Deutschland aufbauen.
Und ein Schwein wie Stehauf kommt dabei nicht einfach davon.
Wo ist der gemeldet, hier? Das fehlt hier.
Ich wei�.
In jedem Raum hier sitzen zwei.
Glaubst du, ich merke das nicht?
Warum l�sst du mich von Kunkel �berwachen?
Wo wohnt der?
Was geschieht mit ihm?
Wei�t du, warum ich heute Morgen hierhergekommen bin?
Jeder Gefallen kostet was.
Wenn wir uns bei den Russen erkundigen,
erwarten die was von uns.
Ich rutsch vor Menzel auf den Knien.
Und weil Menzel mir vertraut,
spielt der so 'nen Gefallen aus und erkundigt sich.
Und er bekommt auch 'ne Antwort auf das, wonach er sich erkundigt.
Wanda?
Wanda.
Lebt sie?
Ja.
Wo ist sie?
Wo ist Stehauf?
# Spannungsvolle Streicherkl�nge #
Halt!
Mitkommen!
Jetzt kommt er erst mal nach Hohensch�nhausen.
Da hat er wenigstens ein Dach �ber dem Kopf.
Wo ist Wanda?
Noch in Polen.
Die siedeln 'ne halbe Million Menschen um,
aus der Ukraine, Litauen ...
Aber wir haben sie gefunden. Kannst du Menzel danken.
Es wird noch 'ne Weile dauern, aber ... die Sache l�uft.
Fahren Sie los.
Danke.
Guten Morgen. - Guten Morgen.
(im Zimmer) Sie m�ssen es ihm sagen und sich entschuldigen.
Er hat es sich selbst eingebrockt. - Sie waren nicht unt�tig.
Die Revolution verlangt ... Gehen Sie weg mit der Revolution!
Sagen Sie's ihm.
Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?
Es gibt keinen Kontakt zu dieser Frau, die du in Polen suchst.
Niemand hat sich nach ihr erkundigt, und das wird auch niemand machen.
# Dramatischer Unterton #
Ich brauche einen Wagen.
Wohin?
Hohensch�nhausen.
K�rschner und Kunkel haben sich vielleicht nicht richtig verhalten,
aber Walter, das bringt doch jetzt nichts.
Vielleicht muss ja nicht immer alles im Leben etwas bringen.
Das hat er sich selbst eingebrockt und Sie sich �brigens auch.
Genosse K�rschner, bitte.
* Mann ruft *
Ich muss jemanden zur Vernehmung abholen.
Name? - Stehauf, Wilhelm.
(W�rter sprechen Russisch)
* Schrei *
Beruhig dich. - Nicht mehr, nicht mehr! Bitte!
Beruhig dich.
Nicht mehr, bitte. - Ich hol dich hier raus.
Du?
Komm mit.
Komm.
Wo bringst du mich hin? In dein neues Deutschland?
Sei still.
Das hei�t, ich bin gar nicht schuldig.
Rei� dich zusammen und geh normal neben mir her.
Lauf! - H�?
Renn! Renn!
(Russisch)
Geh mir aus dem Weg.
* Sch�sse *
Was ist nur mit dir passiert?
Haben wir das nicht alles schon mal erlebt und uns dagegen gewehrt?
Bei Affen gibt es keinen Fortschritt, weil sie keine Hygiene betreiben.
Die Vergangenheit l�sst sich nicht so wegwaschen.
Das ist keine Hygiene, sondern Selbstbetrug.
Du verstehst es einfach nicht.
Willst du mich nicht einsperren? - Sei still!
Du bist �berreizt.
Geh nach Hause.
# Spannungsvolle Streicherkl�nge #
Walter.
Was machst du hier?
Die suchen dich, du darfst nicht ins B�ro oder in deine Wohnung.
Die warten, ich hab sie gesehen.
Bist du sicher? - Ganz sicher.
Keiner ist f�lliger als du, Walter.
Ich muss mich wegen
konterrevolution�rer Umtriebe rechtfertigen.
Wir m�ssen weg.
Hier ist alles drin, was du brauchst.
Besser, jeder f�hrt zuerst alleine. Ich hab alles eingezeichnet.
Wir treffen uns dann.
* Motorknattern *
# Melancholische Musik #
(Hilde) Walter.
Hier, weiter.
Soll ich deinen Rucksack nehmen? - Es geht.
(Hilde) Der Ablauf ist immer gleich.
Jetzt kreuzen sie, und dann kommt der Wagen.
Das ist unser Moment.
Genau jetzt.
Wenn wir �ber der Grenzlinie sind, sind wir in Sicherheit.
Da ist kein Zaun. Die k�nnen uns zur�ckholen.
Das tun die nicht. Das ist die britische Zone.
Wenn wir dr�ben sind, passiert uns nichts mehr.
Wir warten, bis es dunkel wird, dann gehen wir r�ber.
Gut.
Die Frau, die du suchst, ist Polin, oder?
Ja.
Ich hab von einem Lager geh�rt bei Hamburg. Da sind Polen.
Wenn sie aber der Armee in die ... - Da ist sie nicht.
Ich wei�, dass du sie liebst.
Vielleicht wirst du sie immer lieben. Aber sie ist nicht da.
Ich bin da, Walter.
Ich nehm deinen Rucksack. - So schwer ist der nicht.
Komm, ich ... - Wenn du ihn anfasst, schrei ich.
# Spannungsvolle Musik #
* Tiefes Einatmen *
Los.
* Hund bellt *
(Rufe auf Russisch)
* Sch�sse *
* Hund bellt *
* Kind lacht *
Du bist auf die Linie getreten. - Stimmt doch gar nicht.
# Ruhige Klavierkl�nge #
Klaus und Angelika, kommt ihr rein?
(beide) Wir wollen aber noch spielen.
Ich will aber, dass ihr reinkommt.
Nummer 1, Nummer 2.
Abmarsch. Gespielt wird morgen wieder.
Bevor ihr ins Bett geht, sagt ihr beide noch guten Abend.
Mhm?
Da bin ich jetzt aber entt�uscht, wenn ihr das nicht macht.
Klaus.
Angelika.
Guten Abend, Herr L�deke. - Guten Abend.
Guten Abend, Frau L�deke. - Guten Abend, Angelika.
Sehr gut.
Und jetzt gehen wir ab ins Bett.
So.
So. - Mmmh.
# Entspannte Musik #
Hier.
* Guten Abend im Studio des Norddeutschen Rundfunks *
* und zu Hause an den Bildschirmen. *
Walter kommst du? Es f�ngt an? - Komme.
* Es hei�t wieder: Mit Musik ... * - Und wir brauchen was zu trinken!
* Korken knallt * Ja, was gibt's denn da Feines?
# Gesang aus dem Fernseher #
Da hat wohl einer im Lotto gewonnen?
Man g�nnt sich ja sonst nichts.
So.
Danke.
Weil wir's uns verdient haben.
Prost. - Zum Wohlsein.
Wohlsein. - Prost.
So, jetzt hab ich Freddy Quinn verpasst vor lauter Sekt.
* Nichts baut Br�cken, wie es die Musik tut. *
* Nichts verbindet uns schneller und tiefer *
* �ber alle Grenzen als die Musik. *
* Die Gr�ben unserer Vergangenheit trennen uns von unseren Nachbarn. *
Die Vergangenheit war schlimm genug, muss man nicht drauf rumreiten.
Ich wei� auch nicht, wozu das gut sein soll.
Man muss sich davon frei machen, den Blick in die Zukunft richten.
# Ruhige Klaviermelodie #
# Gesang auf Polnisch #
* Tiefes Atmen *
Jetzt singen sie schon polnische Volkslieder bei uns im Fernsehen.
Also, ich mach das mal leiser.
* Gesang ist stumm *
Walter?
Entschuldigt.
Walter?
Bitte geh nicht.
# Melancholische Streicherkl�nge #
* Schluchzen *
(Off): In Sachen Babys bringt ihn nichts aus dem Konzept.
- Wir machen Schluss.
(Off): Naja ... fast nichts.
- W�rdest du Samenspender meines Kindes werden?
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