All language subtitles for DER UBERLAUFER S01E01

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Original subtitles

# Melancholische Klavierkl�nge #

* Pferd wiehert *

(Mann) Walter.

Es ist so weit.

Daumen dr�cken.

(Mann) Walter.

* Hahn kr�ht *

* Schnelles Atmen *

Ging dann doch ganz schnell.

Fang nicht wieder an.

Walter, bleib.

* Klavierkl�nge werden dramatischer *

(Walter) Willst du mir nicht mal auf Wiedersehen sagen?

Davon kriegst du Bauchweh.

Jetzt h�r schon auf.

Und wenn du krank wirst?

Ich bin aber nicht krank.

Da findet dich keiner.

Wenn sie �berhaupt noch kontrollieren.

Hat Kurt gebaut.

Ich bin Soldat.

Wenn du die Uniform ausziehst, bist du auch kein Soldat mehr.

Den Krieg gewinnen wir nicht. Hast du gesagt.

Also f�r wen? F�r's Vaterland? F�r den F�hrer?

Ich hab meine Pflicht. - Am Arsch!

Meine Kameraden kann ich nicht im Stich lassen.

Hast du eingespannt?

Spannst du ein?

K�nnen wir? -Ja.

Walter.

* Dramatische Streicherkl�nge *

Ich hab kein gutes Gef�hl.

Es ist das letzte mal.

(Kurt) Jetzt mal nicht so dramatisch. Wird nicht besser von.

Komm wieder. Gesund.

Und schreib!

Weiter unten hat sie bestimmt noch eine versteckt.

Sie sagt, ich fress eh zu viel.

Bald wird alles vorbei sein.

Erst wenn man den F�hrer umlegt, dann ist es zu Ende, vorher nicht.

Du hast ihn doch auch gew�hlt. - Einmal, vor elf Jahren.

Das werden die Russen oder Amis f�r uns erledigen.

Hauptsache du kommst zur�ck - in einem St�ck.

Sonst bringt dich deine Schwester um. - Pass auf sie auf, ja?

Was soll ihr denn passieren? - Und mach ihr endlich Kinder.

Wenn der Krieg vorbei ist.

Du hast ja noch nicht mal 'ne Frau.

Wenn der Krieg vorbei ist.

* Dampflok pfeift *

* Flugzeug-Brummen *

* Bremsen quietschen *

(Walter) Bleiben wir lange?

Nein, nur Wasser f�r die Lok.

Am Tag k�nnen wir nicht mal anhalten. Die hocken in den B�umen, wie Eulen.

Schon hast du 'ne Kugel im Kopf.

Wie lange noch?

Kommt drauf an wo du hin musst.

Nach vorne halt.

Die Front kommt jeden Tag n�her.

Ist Grajewo gefallen?

Soweit ich wei� nicht.

Da muss ich hin.

Zw�lf Stunden.

Hey!

Weg vom Zug. Bleiben Sie stehen.

Herr Soldat. - Bleiben Sie stehen!

Herr Soldat, kann ich mitfahren?

Das ist verboten.

Ich hab Geld. Nur ein kleines St�ck, bis zum Sumpf.

Polin?

Ja.

Wo hat die Deutsch gelernt?

Das ist ein Wehrmachtszug, hier haben Sie nichts verloren!

Verschwinden Sie. Los!

Na los, weg.

Die h�tten wir doch mitnehmen k�nnen. - Ist verboten.

Das ist blo� eine Frau ...

Frauen sind die Schlimmsten.

Schauen aus wie die Jungfrau und jagen den ganzen Zug in die Luft.

So, los jetzt.

* Lautes Zischen *

* Lok pfeift *

* Ruhige Klavierkl�nge *

* Schnelles Atmen *

Ich steig bald wieder aus.

Schade.

Ihr Kamerad wird b�se sein.

Wird er mich totschie�en?

Ich werde Sie besch�tzen.

Zigarette?

Ich rauche nicht.

Dann rauch ich ab jetzt auch nicht mehr.

Kommen Sie.

Hm.

Ihr Freund?

Sehr witzig.

Und Sie? Sind Sie von hier?

Ja.

Ich bin hier geboren.

Und Ihr Vater ist...

Mein Vater war F�rster.

F�rster, sch�n.

Ja.

Er ist tot.

Ist er im Krieg gefallen?

Vor zwei Jahren wurde im Dorf ein deutscher Soldat erschossen.

Am n�chsten Morgen sind sie gekommen

und haben jedes Haus durchsucht.

Mein Vater war im Schrank.

Fast w�ren sie wieder gegangen.

Aber ...

Mein Vater musste husten.

Da haben sie in den Schrank geschossen.

Zweimal oben ...

... zweimal unten.

Tut mir leid.

Tun Sie nicht so.

Sie kennen das.

Wie viele haben Sie erschossen?

Das wird alles bald vorbei sein. - Hm.

Augen zu!

Was?

Ich befehle ...

Augen zu.

Zu Befehl.

Zu.

Was machen Sie da?

Ich lese auf Ihrer Stirn.

Und was steht da?

Da steht ...

Alles wird gut.

Oder vielleicht auch nicht.

Wie hei�t du?

Wanda und du?

Walter. - Walter, hm?

Walter und Wanda.

Wenn dein Kamerad mich nicht erschie�t,

werden wir uns nochmal begegnen.

Steht das auch auf meiner Stirn? -Mm.

Wo dann?

Sag ich nicht.

Diese Hitze macht mich so faul.

Guten Morgen.

Du Eichh�rnchen.

Was?

Eichh�rnchen.

Was ist das? Ein Eichh�hnchen?

Du bist das.

Was ist denn drin, in deinem Krug?

Mein Bruder.

Er ist mit einem Zug in die Luft geflogen.

Jetzt bring ich ihn zu meiner Mutter nach Hause.

* Pfeifen und Quietschen *

* Rufe *

Die kontrollieren den Zug.

Du musst verschwinden - in die B�schung.

Ich geb ein Zeichen, wenn sie weg sind. Was?

Kontrolle!

Wie sehen Sie denn aus? Ihr Marschbefehl. - Jawohl.

Nach Grajewo? - Ja.

Was hei�t das? Kilian?

Jawohl, das ist mein Hauptmann.

Ihr Hauptmann ist tot.

Partisanen.

Wann war das?

Vor vier Tagen.

War 'n guter Mann.

Tut mir leid.

Wanda?

Und ab.

Wanda?

* Zischen *

# Ruhige Streicherkl�nge #

* Pfeifen *

Ruhe in Frieden.

* Explosionsknall *

* Wagont�r *

Was war das?

Keine Ahnung. Vielleicht Bomber.

Unsichtbare Bomber oder was?

R�tselhaft, wie Sie Einfaltspinsel den Krieg bisher �berlebt haben.

Den Dummen gibt's der Herr im Schlaf.

* Lautes Rattern *

* Pfeifen *

* Explosionsknall *

* Rumpeln und Quietschen *

* Dramatischer Unterton *

* Schritte *

(Mit Akzent) Pjerunje, da lebt einer.

Da hast du aber gehabt richtig viel Gl�ck, V�gelchen.

Bist du Pole?

Pole?

Ich bin kein beschissener Pole. I bin a Schlesier.

Sie sind gleich da.

M�ssen wir abhauen. Komm raus jetzt.

Wer? - Partisanen, wo haben gesprengt den Zug.

Komm jetzt.

* St�hnen *

Wo sind die anderen? - Hin�ber.

Heizer ist zerdr�ckt wie Wanze.

F�hrer von Lokomotive liegt im Wald. Hat gekriegt Fl�gel von Bums.

Und der Soldat? - Auch erledigt. Komm jetzt.

* Stimmen aus der Ferne *

Komm schnell.

Fresse runter.

Ah, jetzt sie pl�ndern den Zug.

Nicht. Die machen Kleinholz aus uns.

Los, wir hauen ab.

Komm mit.

* Insekten *

* Vogelkr�chzen *

Wohin gehen wir?

Zu uns.

Wir sind Wachkommando f�r Bahndamm. Sechs Mann.

Und der Unteroffizier.

Wo musst du eigentlich hin?

Grajewo. - Ah.

Ist nicht weit.

* Maschinengewehr-Sch�sse *

* Mann schreit *

Stani! - Was?

Stani!

Warte. - Stani ...

Wo bist du?

Stani!

Stani.

Stani?

Das n�tzt nichts. - Wir m�ssen ihn heimbringen.

Ich glaube er ist tot. - Er lebt!

Er ist nicht tot. Er hat gest�hnt. Ich hab's geh�rt.

Pack an!

Komm. Pack an!

Komm!

* Huhn gackert *

Hoch.

Und ich dachte, Ihr Huhn w�r d�mlicher als Sie,

aber ist ja gar nicht.

Und jetzt bringen Sie ihr noch sprechen bei.

Alma spricht kein Deutsch.

Ach, spricht kein Deutsch.

Aber vielleicht hat sie schon mal was von Wilhelm Tell geh�rt.

Nicht auf Alma!

Hey!

Kommt her.

Stani hat gehabt gro�es Ungl�ck.

Der ist doch tot. - I wo.

Er hat gest�hnt und bestimmt er ist nicht tot.

Hebt 'ne Grube aus.

Er hat gest�hnt!

Sie sind so bescheuert wie sie h�sslich sind.

Schleppt sich mit diesem nutzlosen St�ck ab.

Nehmt ihm Soldbuch, Erkennungsmarke und Ringe ab

und wehe, wenn ihr davon was mit verbuddelt.

Wer ist eigentlich die Litfa�s�ule da?

Will er sich nicht melden?

Obergefreiter Proska, 6. Bataillon, erste Kompanie.

Was machen Sie dann hier?

Mein Transport ist auf eine Mine gelaufen.

* Seufzer *

Also ...

Wir haben keine Verpflegung, keine Zigaretten,

keine Weiber und keine Hoffnung - kapiert?

Jawohl.

Dann marschieren Sie zum Bahndamm und passen den n�chsten Zug ab.

Die Schienen sind blockiert, da f�hrt nichts mehr.

Herrgott nochmal.

Worauf wartet ihr?

Darauf dass er wieder aufersteht? Pack mit an.

Aber Herr Unteroffizier. Hat Stani gest�hnt.

Der Mann ist tot. Begreifen Sie das!

Nein. Ist nicht tot.

Bei dem dauert's 'n bisschen.

Der hat nicht so viel �bung im Denken. Kommen Sie.

Jetzt begrabt den Mann endlich!

Hallo.

Hallo? * Verzerrte Stimme *

Ja, Unteroffizier Stehauf.

Posten 25. Ich melde ein Mann Verlust.

Stanislaw Paputka.

Und ein Versorgungszug

ist einem Partisanenanschlag zum Opfer gefallen.

Nur einer hat �berlebt. Prossa oder so �hnlich.

Proska.

Jawohl.

Ja, soll f�r ihn einspringen.

Stellung halten bis zum Ende.

Jawohl.

Sie haben's geh�rt. Sie bleiben hier.

Ich hab aber Befehl ... - Schnauze.

Ich denke hier f�r Sie.

Verstanden? -Jawohl.

Und stehen Sie nicht da wie 'n Zinnsoldat? R�hren!

* Hustenanfall *

Haben Sie mal Feuer?

Jawohl. - Dann haben Sie auch Zigaretten?

Das ist Wehrmachtseigentum. Her damit.

Die Verteilung �bernehme ich. Also ...

Waschen im Graben, Schei�en hinter den Birken.

Unser Koch, das ist der mit dem Huhn. Baffi.

Waren Sie schon mal vorn?

Jawohl, Herr Unteroffizier. - Seit wann?

Von Anfang an.

Da haben Sie ziemlich Gl�ck gehabt bisher.

Dass Ihnen das mal nicht abhandenkommt.

Was ist?

Sehen Sie, so schnell kann das gehen.

Nur hier in Waldesruh, da sind Sie sicher.

Jawohl.

Ach, Sie glauben mir wohl nicht.

Doch, Herr Unteroffizier.

Ich kann sehen, dass Sie mir nicht glauben.

Wir machen mal 'ne Sicherheits�berpr�fung.

Bleiben Sie an der T�r.

Ich sagte, stellen Sie sich hinter die T�r.

Haben Sie was an den Ohren?

Sicherheits�berpr�fung.

*V�gel kr�chzen in der Ferne*

Schau nach, ob er sich eingeschissen hat.

Ich glaub, der ist ohnm�chtig.

Aber eingeschissen hat er sich nicht.

Dann tragt ihn in Stanis Muffkiste.

* Schnelles Atmen *

Hier hinten oben.

Schnell, bevor der Alte reinkommt.

Sicherheits�berpr�fung.

Wer hat euch befohlen, die Patrouille zu beenden?

Wir haben Sch�sse geh�rt.

Leck mich doch am Arsch.

Und Zwiczos?

Der lebt.

Ich war Kabarettist ...

... und Artist.

Hier.

Ohne diesen schei� Krieg w�r ich weltber�hmt.

Baffi, h�ren Sie auf mit Ihren Ammenm�rchen.

Sehen Sie zu, dass wir was zu fressen kriegen.

Jawohl.

Weltber�hmt.

Milchbr�tchen.

Sie gehen morgen mit dem Neuen Streife.

Proska, oder wie der hei�t.

Und glotzen Sie nicht so �berschlau.

# Ruhige Streicherkl�nge #

Wolfgang.

K�rschner.

Walter Proska.

(Unteroffizier) Unser Stani ist gefallen

f�r seinen F�hrer und das gro�deutsche Reich.

Alle m�ssen ihm dankbar sein, weil ...

Er hat sich geopfert ...

... und ist jetzt ein Held.

Also, leb wohl, Stani.

Im Himmel sehen wir uns wieder.

Wenn nicht, dann woanders.

Alte Kameraden bleiben auf Tuchf�hlung, verstanden?

* Husten *

Schei� Schwamm.

Jetzt k�nnt ihr ihn begraben.

Das ist einer, die ohne Krieg nichts w�ren.

Von Natur aus ein Schwein, Sadist.

Der kann nur andere schikanieren.

Er hat die Verantwortung. - Was f�r 'ne Verantwortung?

Wir hocken seit Monaten in diesem Sumpf und warten,

wer als n�chstes abgeknallt wird.

Die Hitze....

Die Partisanen, die M�cken.

Dieser ganze Schei�-Sumpf macht uns alle wahnsinnig,

Verantwortung kannst du dir da in' Arsch stecken.

Was ist?

Wir m�ssen uns da lang halten.

Hier brennt's immer.

Was hei�t das?

Man kann nichts sehen, wird aber gesehen.

Sind die denn immer �berall?

Nein. Aber sie k�nnten.

(Wolfgang) Das ist Grajewo.

Unsere liegen gleich dahinter. Direkt nach dem Wald.

(Walter) Das ist meine Kompanie.

So nah und doch unerreichbar.

Da sind also die Partisanen.

Die sind vor allem im Wald.

Wir sch�tzen, mindestens hundert.

Irgendwann werden sie uns ausr�uchern,

in unserem Loch, wo wir hocken.

Was h�lt sie davon ab?

Na deine Truppe hinter Grajewo.

Was machen wir dann hier?

Wir erf�llen unsere heilige Pflicht. F�r F�hrer, Volk und Vaterland.

* Knacken *

* Leise Stimmen *

Da, Walter. Da.

Die pl�ndern den Zug.

* Durchatmen *

(Wolfgang) Warum sollte ich vorhin nicht schie�en?

So wie du redest, ...

Was soll das noch bringen?

Nicht schie�en.

Allein?

Ob Sie allein sind?

Verstehen Sie uns?

Ja.

Ich bin allein.

Ich bin Zivilist.

Ich bin Pfarrer.

Hat keine Waffen.

Und jetzt?

Lassen wir ihn halt laufen.

Verschwinde einfach.

Na los.

(Zacharias) Habt ihr euch verlaufen?

Stehauf springt im Viereck.

Wo habt ihr den her?

Er ist Pfarrer. Unbewaffnet.

Was sucht der dann so nah bei uns?

Ist doch egal, oder?

Der kommt mit.

(Poppek) Los, r�ber.

Los.

Mach hinne.

Komm.

Los.

Was'n das f�r 'n Suppenkaspar?

Haben wir unterwegs geschnappt.

Er hat keine Waffen.

Und wenn er sie weggeworfen hat?

Lassen Sie mich gehen bitte. Ich bin Pfarrer.

Halt die Fresse.

Bindet ihn an!

Darum k�mmern wir uns heut Abend.

Auf.

* Radioansprache *

(Stehauf) Salz.

Eigentlich m�sste er schon da sein.

Dein Stammhalter?

Ja.

Hab du mal drei T�chter und zahl die Aussteuer.

Ich brauch jemand f�r den Hof.

Hab getr�umt, meine Frau h�tt det Kind gekriegt.

Tr�umen Sie auch was anderes? Sie Sumpfgeburt.

Ich hab getr�umt, meine Frau hat 'nen pr�chtigen Siegfried geboren.

Ne, Lothar soll der hei�en.

Schluss jetzt.

Bringt den Suppenkaspar rein.

* Orchestermusik aus dem Radio *

(Stehauf) Nein.

Nicht Sie.

Jemand anderes.

* Stahlt�r geht auf *

Lassen Sie mich gehen. Bitte.

* Nerv�ses Atmen *

Bitte.

Lassen Sie mich gehen.

Wenn Sie die Wahrheit sagen, haben Sie nichts zu bef�rchten.

Sie wissen, dass das nicht stimmt.

Wie sieht's aus jetzt?

Wenn er die Wahrheit sagt, hat er nichts zu bef�rchten.

Nat�rlich net.

Also mach schon.

So.

Jetzt wirst du uns mal was erz�hlen.

Aber kein Bibelm�rchen, du.

Baffi, gib ihm mal was zu saufen.

Aus meiner Flasche? -Ja klar.

Ich trinke nicht.

Jesus hat doch auch gesoffen.

Jetzt komm schon.

Menschenskind.

Trink oder ich polier deine Fresse. - Halt deine Schnauze.

Wer sich an ihm vergreift, bekommt's mit mir zu tun.

Als sie dich hergebracht haben,

hat dir da jemand was getan, dich geschlagen, gequ�lt?

Du kannst es ruhig sagen.

Die waren anst�ndig zu mir.

Hm. Zigarette?

Ich trinke und ich rauche nicht.

Und deine Pistole hast du weggeworfen?

Ich trage nie Waffen bei mir.

Nat�rlich nicht. Nur Gottes Wort.

Na komm, ab und zu 'n paar Stangen Dynamit,

damit ein Zug in die Luft fliegt?

Sch�n.

Du kannst so gut deutsch. Warum?

Vor zweiunddrei�ig Jahren war ich in Deutschland.

Ich habe studiert.

K�nigsberg und Jena.

Was gef�llt dir an Deutschland? Jetzt aber mal ehrlich.

Es gefiel mir sehr gut.

K�nigsberger Klopse.

Der ist da gewesen.

Wenn einer Klopse isst... - Halt die Fresse.

Was hat dir noch gefallen?

Tilsiter K�se ...

... und Kant.

Wo soll'n des sein?

Das ist ein Philosoph, Sie Schwachkopf.

Und sonst wei�t du nichts von Deutschland?

H�?

Du wei�t nicht, dass wir hier Krieg f�hren?

Dass die ganze Welt vor uns zittert,

davon wei�t du nichts?

Dass unsere Z�ge in die Luft fliegen

und unsere Leute in eurer dreckigen Erde verscharrt werden?

Wo ist deine Pistole? - Ich trage keine Waffen.

Isch bring den zum rede. - Pfoten weg.

* Bedrohlicher Unterton *

Das ist doch ein ehrenwerter Mann.

Dieser Mann sagt die Wahrheit.

Und wer der Wahrheit die Stange h�lt,

der hat hier nichts zu bef�rchten.

Komm.

Was ist los? Biste angenagelt, wie dein Herr?

Mach dich weg.

Sonst �berleg ich's mir vielleicht noch.

* Stahlt�r *

* Huhn gackert *

Ich lass den doch nicht mit Dynamit abhaun.

Hatte er denn welches?

H�ttet ihr mal besser aufgepasst.

N�chste Mal jagt uns so'n Pfarrer in die Luft.

Wir haben nachgeguckt.

Was habt ihr?

Wir haben nachgeguckt. Er hatte nichts bei sich.

Wollen Sie damit sagen, dass ich l�ge?

Ich bring Sie vor's Standgericht, Sie Schwein.

Was?

Ich versteh Sie nicht!

Ich hab' den Pfarrer kontrolliert.

Wenn er noch was hatte, war das meine Schuld.

Passen Sie mal auf...

Proska oder Posska, oder wie immer Sie hei�en m�gen.

Sie patrouillieren ab jetzt,

bis Ihnen die Kniescheiben aus'm Arsch gucken. Verstanden?

Doppelschichten.

Alle beide.

Warum haben wir ihn nicht einfach laufen lassen?

(Poppek) Was frisst die Kuh, was schei�t die Kuh?

Heu, Heu, Heu. - Hehe.

Ah.

Baffi, jetzt zier dich net so.

Spucken Sie endlich Feuer, sonst schlachte ich Alma.

(Poppek) Ich werd sie mal verf�hren. Hehehe.

(Baffi) Hey. Lass Alma los!

* Huhn gackert *

H�r auf damit! - Du bist doch der Rammler.

Versuch's mal bei Alma.

Ich schneid dir die Kehle durch.

Ganz ruhig.

Der Alma ist nix passiert.

Jetzt zeigen Sie uns, wozu Sie f�hig sind.

Das Feuer muss im Magen gut gelagert sein.

Die ganze Buddel f�r Sie allein?

Soll ich Feuer spucken oder nicht?

* Gel�chter *

Jetzt, jetzt, jetzt.

Wem schreibst du?

Meiner Mutter.

* Dramatische Streicherkl�nge *

Hier? - Ne, weiter da dr�ben?

Warte.

(Poppek) Absetze.

Die H�nde.

Die H�nde sehn aus, als wenn sie sich an irgendwas...

festhalten wollten.

(Poppek) Der wollte Dynamit aus der Tasche ziehn.

Er hatte keins.

Tut er dir leid?

Vielleicht hat er wirklich nichts getan.

Jammer �ber das Kind deiner Frau. Es hat 'n Waschlappen zum Vater.

Er sp�rt nix mehr.

Das Milchbr�tchen.

Leck mich.

Lasst euch blo� net anstecke von dem.

(Walter) Warte.

Er hatte kein Dynamit dabei.

Ich wei�. Warte.

Wer ist denn das Deutschland, von dem er immer redet?

Wir auch, nicht nur er. Wir m�ssen's doch besser machen.

Wolfgang.

Warte.

Wo willst du hin?

Du l�ufst den Partisanen in die Arme. - Na und?

Du willst dich erschie�en lassen, nur weil Stehauf ein Schwein ist?

W�ren wir hier aufgewachsen w�ren wir auch Partisanen.

Verstehst du? Alles nur Zufall.

Und jetzt willst du �berlaufen?

Und wenn schon.

Die bringen dich vors Standgericht.

Oder sie h�ngen dich gleich am n�chsten Baum auf.

Hast du niemand, dem du schreibst?

Ich hab 'ne Schwester.

Meine Eltern sind tot.

Aber ich bin kein gro�er Briefeschreiber.

Deiner Mutter?

Mhm.

Was schreibst du ihr?

"Warum sollten wir uns f�r dieses Deutschland opfern?

F�r einen Krieg, der nicht mehr zu gewinnen ist.

F�r eine Sache, die von Anfang an Wahnsinn war.

Man muss Kraft haben, etwas, dem man nachgelaufen ist,

einen Tritt zu geben.

Das schreibst du ihr?

* Traurige Klavierkl�nge *

(Wolfgang) Bin doch nicht lebensm�de.

* Tiefes Atmen *

* Telefon klingelt *

Postmelder.

Was?

Zacharias.

Seine Frau hat 'n Sohn geboren.

Na Gott sei Dank.

Dann geht er uns wenigsten mit seinen Tr�umen nicht mehr auf den Sack.

Hier.

Salz?

Nicht schie�en.

(Wanda) Ich hab doch gesagt, dass wir uns wieder sehen.

Erinnerst du dich?

Das Eichh�rnchen.

Hab ich dich �berrascht?

Mit �berraschungen muss man immer rechnen, Walter.

Du wolltest den Zug in die Luft jagen.

Ich wei� nicht, was du meinst.

Willst du mich erschie�en? - Wieso bist du nicht zur�ckgekommen?

Ich hab auf dich gewartet.

Als ich eingestiegen bin,

wusste ich nicht, dass du in dem Zug bist.

Also dass du ... du bist.

Als du ausgestiegen bist schon.

Darf ich nochmal auf deiner Stirn lesen?

Ich trau dir nicht.

Bist du allein?

Nein.

Wer ist noch hier?

Du.

Freust du dich, dass ich hier bin bei dir?

Hm?

Ich freue mich.

Ich hab dich hier schon mal gesehen.

Ja?

Da im Wald.

Woher wei�t du das?

Kann ich dich wiedersehen?

Heute Nacht.

Eichh�rnchen.

Aber ich bin doch jetzt da.

Komm.

Wir gehen.

Wohin? - Warum misstraust du mir?

Weil ich gewisse Erfahrungen mit dir gemacht habe.

(Stehauf) Sie Arsch.

Das war unerlaubtes Entfernen von der Truppe.

Wo sind Sie gewesen?

Ich bin wieder da.

Nur damit Sie's wissen.

Ich werde Sie melden.

Haben Sie die gefunden?

Erbeutet, Herr Unteroffizier.

Das sind russische. Wo zur H�lle waren Sie?

Im Kopf. Ist gewesen gro�er Zirkus.

Alles war so dunkel und mich konnte keiner sehen.

Hab ich gewartet und gewartet.

Kommen zwei mit Gewehr und als sie waren neben mir.

Naja, ... tak tak tak.

Und hier ist Gewehr.

Hab ich jetzt gro�en Hunger.

K�nnte ich fressen zwei Kommissbrote.

Noch einmal ...

und Sie werden direkt bestraft, kapiert?

Ich hab das erbeutet.

Das habe ich begriffen.

Ob Sie begriffen haben, was ich sage, will ich wissen?

Ich werd Sie melden.

Hallo?

Was ist denn da wieder los?!

* Vogelgezwitscher *

Du bist sch�n, Eichh�rnchen.

Ich mag dich.

Wachsen hier noch mehr solche M�dchen?

Bin ich nicht genug?

Fast zu viel.

* M�cken summen *

Bist du lebensm�de?

Schei� druf.

Ich hab keine Lust mehr zu stinken.

Du?

Komm rein.

Na mach hinne. Worauf wartest? Oh.

Du Hosenschei�er. Ah!

Ah...

Wer w�rst du ohne Krieg?

Wenn es den Krieg nie gegeben h�tte.

Dann s��e ich jetzt im B�ro an einem Schreibtisch

und w�rde den Grundriss f�r ein Haus oder eine Fabrik zeichnen.

Architekt.

Am Wochenende w�rde ich auf den Hof meiner Schwester,

und mit den Pferden reiten.

Und du?

Was w�rdest du machen?

Was?

Ich w�rde singen.

Singen.

Sing was.

* Wanda kichert *

Aber du musst wegschauen.

# Irgendwo, auf der Welt

Gibt's ein kleines bisschen Gl�ck

Und ich tr�um davon in jedem Augenblick #

*Rufe*

# Irgendwo, auf der Welt

Gibt's ein bisschen Seligkeit

Und ich tr�um davon schon lange, lange Zeit.

Wenn ich w�sst, wo das ist

Ging ich in die Welt hinaus ... #

* Sch�sse *

# Denn ich m�cht einmal recht

So von Herzen gl�cklich sein

Irgendwo, auf der Welt

F�ngt mein Weg zum Himmel an

Irgendwo, irgendwie

Irgendwann #

* Bedrohliche Klavierkl�nge *

(Wanda) Wir m�ssen vorsichtiger sein, damit wir diesen Krieg �berleben.

Wir beide.

Ich will die H�user sehen, die du baust, als Architekt.

* Kl�nge werden dramatisch *

* Husten *

* Schnelles Atmen *

Bitte geh weg.

Verschwinde.

Geh.

Jetzt ist gerade sein Sohn geboren.

Diese schei� Partisanen kappen unsere Telefonleitungen,

und ihr lasst euch beim Baden abknallen.

Wie bl�d seid ihr eigentlich?

Wir m�ssen das Kabel nur wieder verbinden.

Im Zug gibt's jede Menge Kabel.

Proska.

Sie gehen morgen und besorgen sich das Kabel.

Dann beheben Sie den Schaden an der Leitung.

Poppek, Sie gehen mit Milchbr�tchen und Zwiczos auf Streife.

Wenn ihr einen im Wald seht, knallt ihn ab, kapiert?

Wehe, einer von euch l�sst sich erschie�en, den mach ich zur Sau.

Zwiczos.

Haben Sie das begriffen?

Selbstverst�ndlich, Herr Unteroffizier.

Walter.

Nimm mich mit morgen fr�h.

Ich schaff' das alleine.

Willst du draufgehen wie Zacharias?

Wir verrecken f�r nichts.

Ich repariere, Stehauf redet mit der Kompanie und ...

... und dann ist es zu sp�t.

Der Moment ist jetzt, Walter.

* Orchestermusik aus dem Radio *

Ich geh alleine.

(Zwiczos) V�gelchen.

* Huhn gackert *

Flieg V�gelchen, flieg.

Flieg.

(Poppek) Milchbr�tchen.

Worauf wartest du?

Auf dich.

Mach hinne.

Haben sie euch die Ohren zugezimmert?

Ich sagte: verst�rkte Streife.

Nehmt diesen Irren hier mit.

Was ist? Brauchen Sie eine extra Einladung?

Setzen Sie ihren knochigen Arsch in Bewegung und gehen Sie auf Streife.

Mein Jesus ...

... ist wie gro�e Fisch.

Wie Hecht mit Z�hne.

Er ist K�nig.

Fresse und zieh Leine.

Er ist K�nig und niemand kann fangen gro�en Hecht.

Mein Jesus muss haben Z�hne.

Er ist Liebe, aber er ist auch Tod.

Aus eine Auge kommt Leben, aus andere Auge kommt Tod.

Hat spitze Z�hne wie Hecht.

Und bei�t die, wo nicht verstehen.

Mein Jesus ist K�nig.

Klar.

Fisch, wie Hecht.

Ist Leben ... und Tod.

* Zwiczos lacht *

Bleib stehen, du Arsch!

Den bringt ihr mir zur�ck.

Mit dem bin ich noch nicht fertig.

* Angestrengtes St�hnen *

* Kirchenglocken *

* Menschen sprechen *

* Polnischer Chorgesang *

(Zwiczos) Wo bist du?

* Bedrohlicher Unterton *

(Zwiczos) Geh weg.

Wo bist du?

Ah.

Da du bist.

Hast du uns gemacht so, dass wir k�nnen dich nicht finden?

M�ssen immer suchen.

Immer nur suchen.

Obwohl du bist da, wir k�nnen dich nicht finden.

Warum sagst du nichts?!

Und du bist K�nig?

Du bist schlechte ...

... K�nig.

Jetzt du bist ...

... K�nig.

*Erleichtertes Atmen*

Eichh�rnchen.

Ich habe gehofft, dass sie dich schicken.

Warst du das? - Nein.

Aber es lohnt nicht mehr, das zu richten.

Wieso? Vielleicht haben wir Nachricht aus Grajewo.

Es ist umsonst.

Die Deutschen bei Grajewo sind weg.

Was? - Gestern abgezogen.

Auf der Flucht vor den Russen.

Ihr seid jetzt allein hier.

Nein. Die h�tten uns nicht im Stich gelassen.

Hat sie scheinbar nicht interessiert.

Ihr habt die Leitung zerschnitten, damit wir nichts erfahren.

Nein, Kowolski, unser Pfarrer, ist seit ein paar Tagen verschwunden.

Wir werden zu euch kommen. Rache nehmen.

Ihr habt jetzt keine Chance mehr.

Komm mit mir.

Ich muss zu den anderen.

Ich muss sie warnen.

Wozu? Ihr seid sechs.

Wir sind �ber hundert.

Ich kann ein Wort f�r dich einlegen bei meinem Vater.

Deinem Vater?

* Dramatische Streicherkl�nge *

Der aus dem Schrank?

Zwei oben, zwei unten.

Willst du nicht bei mir sein?

Doch.

Wenn alles vorbei ist.

Es ist vorbei, Walter.

Ich will, dass du �berlebst.

Wenn ich jetzt gehe, sehen wir uns dann wieder?

Ja.

* Streicherkl�nge werden lauter *

(Fl�sternd) Der Dumme.

* Pfiff *

(Poppek) He. Hierher.

Hast das Kabel geflickt?

Das n�tzt nichts mehr.

Die Kompanie Grajewo ist weg.

Die sind vor den Russen abgehauen.

Schei�e.

Wir m�ssen die anderen warnen.

Zwiczos ist durchgebrannt. - Schei� drauf.

Wir gehen zur�ck und sagen es den anderen.

Ich such Zwiczos.

Spinnst du? - Ich lass den nicht alleine zur�ck.

Seit wann bist du so'n Kamerad? - Was bist du f�r ein Arsch?

Schluss jetzt.

Sobald wir ihn gefunden haben, kommen wir nach. - Haha.

Ja, viel Gl�ck.

Die Russen sind direkt bei Grajewo?

Es ist vorbei, Walter.

Wir k�nnen jetzt den richtigen Kampf k�mpfen, auf der richtigen Seite.

Ich suche Zwiczos.

Walter.

Du wirst ihn nicht finden, das wei�t du genauso gut wie ich.

Ich geh nicht mit nach Waldesruh.

Wirst du mich verachten?

Walter ...

Verachtest du mich?

Nein.

Dann komm mit mir mit.

Ich kann das nicht.

* Bedrohlicher Unterton *

Ich w�nsch dir Gl�ck, Walter.

Da bist du ja.

Der l�uft ja direkt zu den Russen.

Komm.

(Zwiczos) Hey, wir m�ssen abhauen!

M�nner...

* Rufe *

Helm.

Wer spricht polnisch?

Er hier.

Er will wissen, wer hat umgebracht Pfarrer.

Er war's.

Er hier.

Und Pawel, vor zwei Tage.

* Tiefer Unterton *

(Walter) Ich.

Ich war das.

* Nerv�ses Atmen *

* Atmung wird ruhiger *

Walter.

Eichh�rnchen.

Wie hei�t deine Schwester?

Maria. - Maria.

Wenn Maria erschossen w�rde, was w�rdest du machen?

Dann w�rde ich Rache nehmen.

Wie?

Was soll das? - Wie?

Ich w�rde denjenigen erschie�en.

Und wenn ich es gewesen w�re?

Dann w�rde ich dich fragen, warum du das getan hast.

Warum hast du es getan?

Pawel.

Vor zwei Tagen.

Der dir nichts getan hat und der noch so jung war. Warum?

* Melancholische Streicherkl�nge *

Ich wusste nicht, dass es dein Bruder ist.

Er ist einfach auf mich zugekommen, was h�tte ich tun sollen?

Was h�tte ich tun sollen? - Sei still.

Du verstehst das ... - Still.

Dann schie�.

Schie�.

* Hoher Pfeifton *

* Schnelles Atmen *

Geh.

Geh jetzt.

* Pfeifton wird lauter *

* Dumpfes Atmen *

* Dramatische Streicherkl�nge *

* Langer hoher Pfeifton *

* Stille *

* Langer hoher Pfeifton *

* Fahrzeugmotor *

* Leise, dumpfe Rufe *

* Dumpfer Knall *

* Dumpfe Sch�sse *

* Unverst�ndliche Rufe *

Sind Sie bereit? - Bereit.

- Wir haben viel vor!

- Glaubst du dich trifft keine Schuld.

Dass du dir nur eine andere Uniform anziehst

und rein gewaschen bist.

- Wir sind keine Verr�ter.

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