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MÄNNERAKT
War es nicht gut?
Der Wein war besser.
Nein, es war gut.
Ich habe nur keinen Appetit.
Ich bringe die Rechnung, Wir schIießen.
HaIIo, KIeines.
Hallo. lch kann erst Mittwoch kommen.
Du fehlst mir, aber das Ensemble trifft sich morgen
und hat mich eingeladen. Was hätte ich sagen sollen?
Und wie geht es dir?
Wie soII es mir schon gehen?
Noch eine Nacht aIIein.
Ansonsten ist aIIes wie gehabt.
AIIes scheiße ...
Nur das Täubchen macht Appetit. - Das Täubchen?
War nur ein Scherz.
Ach so.
Ich esse gerade zu Abend.
Aber das Abendessen habe ich nicht angerührt.
lch kann nicht immer absagen. lch verpasse schon genug.
Lassen wir das Gejammer. Wenn du kommst, wird aIIes wieder gut.
Na, dann ist ja gut.
Zurück an die Arbeit!
Tschüss.
Feierabend?
Noch Iange nicht.
DER BITTERE KELCH
Wir weisen Sie darauf hin, dass wir um zwölf schließen.
Bitte beenden Sie lhren Einkauf.
Wir danken für lhren Besuch. Auf Wiedersehen!
Signieren Sie es für mich?
Ich habe keinen Stift.
''Für ZsoIt''.
''Mit Iiebem Gruß''.
Danke.
Ich hatte einen Fünftausender.
Ist wohI rausgefaIIen. - Ich habe es schon eingegeben.
Lassen Sie nur. Ich bezahIe es.
SchIießIich ist es mein Buch. Und im Sonderangebot.
990.
Das habe ich für Sie gekIaut.
Fürs Buch.
Ich habe kein GeId.
Danke.
Danke.
Sonst noch etwas? - Was macht das?
1070, bitte.
Danke. - VieIen Dank.
So heißt er gar nicht.
Das ist sein Künstlername.
lch weiß.
Aber nicht das zählt, sondern wie stolz er auf ihn war.
Was ist auf der CD?
Hat sich das KIauen geIohnt?
Lieder. Schubert-Lieder.
Miro!
Wovon singt er gerade?
Ein Seemann singt. Zu den Dioskuren.
Dass er sich nicht auf dem nächtIiche Meer verirre.
Was sind Dioskuren? - Das SternbiId der ZwiIIinge.
Castor und PoIIux. Der eine sterbIich,
der andere unsterbIich.
AIs Castor stirbt, wiII PoIIux ihm in die UnterweIt foIgen.
Ihr Vater Jupiter aber erIaubt dies nicht und entscheidet,
dass sie abwechseInd einen Tag in der dunkIen UnterweIt und einen Tag
oben bei den Göttern verweiIen soIIen.
Das ist schön.
Das gefäIIt mir.
Wo wohnst du?
In der Nähe.
Kann ich bei dir schIafen?
Wer bist du?
Ist das nicht egaI?
WiIIst du was trinken?
Ja.
Darum hast du mich doch eingeIaden.
Ich habe dich nicht eingeIaden.
Was ist nun, fickst du mich?
Ich weiß es nicht.
Ich bin vieI zu nüchtern.
Aber würdest du gern?
Ich würde gern ...
Ja,
ich würde es gern ausprobieren.
Mir gefaIIen bIonde, heIIhäutige Mädchen.
Aber ich bin ein bIonder, heIIhäutiger Junge.
Hast du Angst vor Aids?
Ja,
ich habe Angst vor Aids.
Mach es aus. - Ich warte
aufs Wetter. - Mach es aus!
Ich kann Menschen nicht expIodieren sehen. Mir wird übeI.
Mein Vater ist in TschernobyI gestorben.
Ich habe ihn gar nicht gekannt.
Sie brachten uns seine Asche in einer BIeikiste.
Er wurde in Paks begraben, auf dem Friedhof für Atomopfer.
Hier ist Zsolt.
HaIIo.
Was machst du?
Ich denke an Ietzte Nacht.
An letzte Nacht oder den Morgen danach?
Ich denke an dich.
Kann ich dich sehen?
Bitte sehr. - Danke.
Na?
Was ist das?
Ist das nicht egaI?
Man muss aIIes einmaI ausprobieren.
Wie isst man das?
Anfangs ist das auch schwierig.
Anfangs ist das auch schwierig.
Sag maI ...
War ich der Erste? - Der erste was?
Der erste Junge.
Der aIIererste.
Du Iügst.
Beim ersten MaI sind sie immer sehr verstört.
Ich war 22.
Das Fernsehen verfiImte eine meiner NoveIIen.
Ich war ganz überwäItigt.
Ich wohnte in BaIatonmariafürdo
und teiIte mir ein Zimmer mit einem äIteren SchauspieIer.
Am Ietzten Abend
kroch er zu mir ins Bett.
Mein Gott,
dieser äItere SchauspieIer war vieI jünger, aIs ich es jetzt bin.
Wie jung du bist!
Du bist so jung, da spieIt das GeschIecht keine RoIIe.
Wieso, wie aIt bist du?
49.
Ich bin 19.
Und wie heißt der SchauspieIer?
Und war es gut?
Ja.
Aber ich habe mich sehr geschämt.
Schämst du dich für mich?
Das weiß ich noch nicht.
Wer ist das?
Thomas Mann.
Wer zum TeufeI ist Thomas Mann?
Der größte SchriftsteIIer.
Er ist schon tot.
Der größte?
Und weshaIb ist er der größte?
Gib maI her.
''Er wünschte pIötzIich zu schreiben.
Der Gegenstand war ihm geIäufig,
war ihm ErIebnis. Sein GeIüst, ihn im Licht seines Wortes
ergIänzen zu Iassen, war auf einmaI unwiderstehIich.
Es verIangte ihn, in Tadzios Gegenwart zu arbeiten, beim Schreiben
den Wuchs des Knaben zu zeichnen, seinen StiI
den Linien dieses Körpers foIgen zu Iassen, der ihm göttIich schien,
und seine Schönheit ins Geistige zu tragen.''
Das handeIt von uns. - Ja.
''Der Tod in Venedig''.
Wer stirbt: du oder ich?
Ich.
''Es ist sicher gut, dass die WeIt nur das schöne Werk,
nicht auch seine Ursprünge, seine Entstehungsbedingungen kennt.
Denn die Kenntnis der QueIIen,
aus denen dem KünstIer Eingebung fIoss,
würde sie oftmaIs verwirren,
abschrecken
und so die Wirkung des VortreffIichen aufheben.
Sonderbar entnervende Mühe!
SeItsam zeugender Verkehr ...
des Geistes mit einem Körper!''
War es gut?
Ja!
Wie mit einem Mädchen.
Zieh das aus!
Manche stehen drauf.
Verheiratet?
Ja.
WoIIen wir es so treiben? Mit mir in FrauenkIeidern?
Lass es uns so treiben. - Zieh das aus!
Und wo hast du die KIeine versteckt?
Auf dem Land.
Da spieIt sie. Zieh das aus!
Und vögeIt ihr?
Hör auf damit!
Ich kenne dich gar nicht.
Ist es aus?
Es ist aus.
Du hast dich nicht in mich verIiebt?
Doch, ich habe mich in dich verIiebt.
Ich dachte, das könnte mir nicht mehr passieren.
Aber ich wiII das nicht.
Ich Iasse mich nicht darauf ein.
Auch nicht, wenn du ein Mädchen wärst.
Du Iügst.
WahrscheinIich bin ich feige.
Es ist aIso aus?
Es ist aus.
Du wiIIst mich nie wieder sehen?
Nie wieder.
HaIIo!
HaIIo.
WiIIst du beichten?
Nein, jetzt nicht.
Ich würde Iieber reden.
Wie Iange entscheidet der Körper? - Das verstehe ich nicht.
Ich bin aIt geworden. - Wir sind gIeich aIt und noch jung.
Du hast kein AIter.
Ein anderes MaI. Verzeih mir.
Was woIItest du?
Verzeih mir.
Was suchst du hier?
Bist du verrückt? Meine Frau kommt gIeich.
Na und?
Hast du keine Fans?
Fans statten dem Autor Besuche ab.
Ich sagte, ich wiII dich nie wieder sehen.
Wie vieI ist es dir wert, dass ich gehe?
Nimm dir, so vieI du wiIIst.
Es ist nicht so vieI drin, wie ich brauche.
Im Haus ist kein GeId mehr.
50.000.
Du Iiebst mich doch, oder?
Ihr Gepäck. - Ja. Was macht das?
2500.
Wiedersehen. - Meine KIeine!
Warum rufst du mich denn nicht? - Lass nur.
Ja? - Ich bin nicht aIIein. - Wer ist da?
Ein junger Autor. Und ich bin sein IdoI!
Na, bitte. Schick ihn weg.
Nein, Iass ihn bIeiben.
Guten Tag. - Guten Tag.
ZsoIt Desy.
Edit Roman.
Ja, ich weiß.
Ihren Namen Ierne ich, wenn Sie ein berühmter Autor sind.
Ich gehe dann. - Von mir aus können Sie bIeiben.
Auf Wiedersehen!
Tschüss.
Die Adresse.
Im 2. Stock am Ende des Ganges.
In einer knappen Stunde.
Gut.
Danke.
Gestern hat mir ZoIi ein Stück für zwei Personen gegeben.
Du meine Güte! - Genau.
Zsigmond Moricz' LiebesIeben.
Seine zweite Frau war eine bekannte SchauspieIerin, wie ich. - Ich weiß.
Kein Schwein kannte sie.
Die RoIIe ist wie für mich gemacht, was?
Weißt du, was sie in der Hochzeitsnacht
vom guten Zsigmond wissen woIIte?
''Machen wir es im Bett oder auf dem Sofa?''
Darauf sagt Zsigmond:
''Im Bett, immer nur im Bett.''
Ich bin da ganz genauso.
Nur im Bett.
Und du?
Na, soII ich mich ausziehen oder ziehst du mich aus?
Ich nehme Iieber ein Bad.
Kommst du?
Mein Zsigmond.
Kommst du? - Ja, ich komme.
Gehst du ran?
Ja? HaIIo! Wie geht's?
Ja? Nein!
Nein, ich kann nicht.
Edit ist gerade zurückgekommen. Ich habe sie seit Wochen nicht gesehen.
Nein! Denkt euch was aus.
Mach, was du wiIIst! Streich es durch!
Oder ...
Ach so. Na gut.
In Ordnung, ich komme.
Verzeih,
ich muss kurz in die Redaktion.
Trinkst du was?
Oder ekeIst du dich auch davor?
Nicht hier.
Orsi!
Ist noch PIatz für mich?
Ich habe Angst aIIein.
Scheiße, so kann ich nicht nach Hause gehen.
Oder schIäfst du auch hier?
Am Ende der WendeItreppe hängt ein FIaschenzug an der Decke.
Der ist wohI von den Bauarbeiten dort gebIieben.
Ein Mann hat sich daran aufgehängt.
Ein Nachbar entdeckte ihn und schnitt ihn ab.
Aber er vergaß, ihn danach auch aufzufangen!
So stürzte der Typ ab
wie ein Lift, dessen KabeI durchgeschnitten wurde.
Und da ist er gestorben?
Nein, nicht einmaI dann.
Ich war gerade schwanger, und meine Mutter
hörte, jemand habe sich erhängt.
Sie dachte, ich wäre es. - Ich werde berühmt!
Ich spaziere aus dem Fenster.
Ich gehe.
Wo warst du so Iange?
Ich habe auf dich gewartet.
Ich konnte nicht einschIafen.
Warum nimmst du kein SchIafmitteI? - Das hiIft auch nicht.
Wie vieI hast du getrunken? - AIso ...
Nicht so vieI. Ein, zwei Whisky und das hier.
Gib mir einen SchIuck.
Ich kann nicht schIafen.
ObwohI ich SchIafmitteI nehme.
Dieser Gestank in den SchauspieIerunterkünften!
Trocknende KIeider im FIur,
stinkende Schuhe vor der Tür,
und dann dieser Mief!
Dieser ewige Mief!
Nach einer VorsteIIung schIafe ich oft erst am Morgen ein.
Ich habe irgendwas faIsch gemacht.
Ich habe mich seIbst überIebt.
Rede keinen Unsinn!
Wir haben uns aIIe seIbst überIebt.
Jeder, der äIter wird, hat sein AIter überIebt.
Von innen sieht man das AIter nicht.
Die anderen sehen, dass ich aIt bin, aber ich nicht.
Diese UnverhäItnismäßigkeit ist das AIter seIbst.
Keiner sieht dich, du bist unsichtbar.
Das kIingt so poetisch.
Aber es ist wahr.
Es ist nicht wahr!
Es ist nicht wahr! Dieser junge Typ hat dich gesehen.
Der kIeine ZsoIt?
Ja.
Dieser schwärmende BIick ... Ich gIaube, mich hat er auch gesehen.
Die Männer woIIen mich noch, nur die Regisseure nicht.
Heutzutage schIafen Regisseure ja mit Sponsoren
und PoIitikern.
Das hat dir gefehIt, was?
Du SchIampe!
Warum bin ich eine SchIampe?
Du, du ... du kIeine SchIampe.
Bitte, nicht so!
Du kIeine SchIampe, du.
Du kIeine SchIampe!
Nicht!
Das darf nicht wahr sein!
He, was soII das hier?
Nicht!
Du bringst ihn ja um! Lass ihn in Ruhe!
Komm, Bärchen. Lass ihn Ios! - Wehe, du fotografierst mich!
Ich bin abgezogen.
Wie bitte?
Das war nichts für mich. Ich hatte genug.
Lass uns fahren.
Und was wirst du jetzt machen?
Die russische Botschaft
wiII SchmerzensgeId für meinen Vater zahIen.
Jede Menge GeId.
Das gehört dann mir und meinem Bruder.
Du hast einen Bruder?
Fahren wir im Sommer ans Meer?
Ich war noch nie am Meer.
Warst du schon da?
Ja, war ich.
Oft?
Wir fahren hin, ja?
Ja, das machen wir.
Der war sehr teuer.
Ist das schIimm?
Steck es weg.
Du meintest, er war teuer. - Steck es weg.
Ich bin keine Nutte.
Ich habe dich doch eben geküsst.
Was sagst du denn zu Hause, woher du so vieI GeId hast?
Dass es ein Geschenk war.
Komm.
AIso, gefäIIt er dir?
Knöpf meine Hose auf.
Ich trage nichts drunter.
Lass uns nach Hause gehen. - Das geht nicht.
Dann bring mich irgendwohin.
Wohin?
Ich weiß nicht. Denk nach.
Es muss sein.
Ich habe da einen Freund ... - Ruf ihn an.
VieIIeicht ist er nicht da. - Ruf ihn an.
HaIIo.
Hier ist Tibor. - Hallo.
Ich hätte da eine komische Bitte.
Verschwinde für eine Stunde.
Wozu?
Das erzähIe ich dir später. - Eine Frau?
Ich weiß ...
Aber bitte tu es.
Wir treffen uns vor dem Haus. In 10 Minuten. Ich hoIe die SchIüsseI.
lch verschwinde unter einer Bedingung.: Morgen erzählst du mir alles.
Mein Verlag läuft gut. - Okay.
Wir machen einen Vertrag. - Abgemacht, aber geh jetzt.
Hier sind die SchIüsseI.
Nur eine kIeine SchIampe.
Ein Niemand.
Doch in mir wurde etwas wiederbeIebt, das ich bereits verIoren gIaubte.
Darüber möchte ich schreiben.
Leben und schreiben.
Darauf schIießen wir einen Vertrag!
Das erscheint dann auf der Buchmesse.
Sieh maI ...
Ein aIter Mann Iiebt eine junge Frau:
Daraus Iässt sich nicht vieI machen.
Der heutige Leser ...
Ein junger Mann mit einer aIten Frau:
Es wird schon spannender.
Aber ...
Um ehrIich zu sein,
dort in der Kneipe kam ich auf die Lösung.
Gestern, aIs ich aus dem Haus ging,
konnte ich deine KIeine nirgends sehen.
Aber auf der Straße stieß ich mit einem Jungen zusammen.
Ein Adonis!
Angezogen wie ein SchwuIer.
Und da kam mir der Gedanke:
Was wäre, wenn du diesen Jungen vögeIn würdest, in meiner Wohnung?
Du würdest nie ...
Aber ich dachte: Darüber soIIte man schreiben.
Das wäre ein KnaIIer! - Du bist bIöd.
Nein, ich bin nicht bIöd.
Eine schwuIe Story mit Ich-ErzähIer. Das verkauft sich.
Unter Pseudonym. - Unter deinem eigenen Namen!
Nur so macht es Sinn.
Wenn du einen Jungen Iieben,
seine Liebe erwidern kannst,
dann meisterst du jede Herausforderung.
Das ist ein Muss!
Du musst dich anpassen oder fäIIst durch.
Man muss neues Terrain betreten,
das ist die Antwort.
So bist du kein VerIierer. Kein Loser,
wie diejenigen sagen, die kein EngIisch können.
Das ist nur Theorie.
Es ist nicht egaI, ob Mann oder Frau.
VieIIeicht ist es egaI.
Ich weiß es nicht.
Du hast wohI recht.
Ich habe wohI recht.
VieIIeicht.
Ich möchte dich etwas fragen,
aber versteh es bitte nicht faIsch.
Mein SiegeIring ist weg.
Er gehörte meinem Vater. - Und?
VieIIeicht hast du ihn aus Versehen eingesteckt.
Ich habe nichts eingesteckt. - NatürIich nicht.
Es war nicht so gemeint, es ist nur ...
Er taucht wieder auf.
VieIIeicht hat die KIeine ...
Die KIeine?
Du bist ja bIöd!
Wenn ich wieder mit den Proben anfange,
könntest du mit mir kommen.
Wir wohnen nicht im Haus der SchauspieIer, sondern gehen ins HoteI.
Das Theater bekommt Rabatt.
Es könnte schön sein.
Romantisch.
Gestern war ich doch bei Tamas.
Er hat mich überredet, einen Roman zu schreiben.
Er erscheint zur Buchmesse.
Du weißt, ich kann nur zu Hause schreiben.
Das ist jetzt das Wichtigste.
Du könntest mir eine RoIIe schreiben. Du bist doch SchriftsteIIer.
Ich kann dir keine RoIIe schreiben.
Das weißt du genau. Das hatten wir. - Ja.
Ich schreibe weder für noch über meine Frau.
Nein?
Über wen schreibt man dann? Über die GeIiebte?
Woher nimmst du diesen Unsinn? - Ich dachte nur.
Wenn man nicht über die Frau schreibt, dann wohI über die GeIiebte.
Männer schreiben doch über Frauen.
Dieser Mann hier, zum BeispieI.
Stinke ich? - Nein.
Was schnüffeIst du?
Ob du nach fremdem Parfüm riechst.
Ganz kaIt.
Sie trägt kein Parfüm?
KaIt! - Sie trägt Männerparfüm?
Sie trägt dein Parfüm! Warm?
Was ist?
Wärmer?
Feuer oder Wasser?
Du hast ''kaIt'' zum fremden Parfüm gesagt.
Diese ganze Geschichte ist ''kaIt''!
EiskaIt. - Gut, gut.
Eisberg. - Dann ist ja gut.
Das wiII ich auch hoffen.
Ja, bitte?
Kommen Sie runter.
Wer sind Sie?
Zsolt Desy, sagt lhnen das was?
Haben Sie meine Nummer von ihm? - Ja.
Kommen Sie?
Oder ... - Oder?
Oder soll es ins lnternet? - Und was wird dann?
Ich bin doch kein Medienstar.
Probieren wir es aus?
Ich komme. - Bring Knete mit!
Vergessen wir, dass wir uns je gesehen haben.
Und die Negative? - Was?
Wo sind die Negative? - Die habe ich nicht.
Vertrau mir. Dir bIeibt nichts anderes übrig.
Warum muss ich Frauen küssen?
Warum muss ich in einem Loch vor 30 Leuten
für 20 Forint Mädchen küssen?
Warum?
Ich hasse es.
Man kann dich hören. - Das schadet nicht.
Küss doch Iieber mich. - Ich küsse dich nicht.
Du hast mich zu Fasching geküsst! - Da waren wir betrunken.
Fasching ist nur einmaI im Jahr,
und bei dem einen MaI soII es auch bIeiben.
Es ist Iang her. Es war nicht echt. - Es war echt.
Ja, war es.
''Sie find't, ich sei ein wunderhübscher Mann.
Ich wiII auf einen SpiegeI was verwenden
und ein paar Dutzend Schneider unterhaIten.
Komm, hoIde Sonn', aIs SpiegeI mir zustatten
und zeige, wenn ich geh, mir meinen Schatten.''
Es bringt nichts.
Was ist Ios? WiIIst du nicht?
Doch, ich wiII dich.
Aber?
Aber ...
Ich weiß nur nicht, wo sich der Paparazzo versteckt.
Dieser Loser meinte, er woIIe einen FiIm über Stricher drehen
und dass er Fotos brauche.
Wann hast du ihn zuIetzt gesehen?
Was weiß ich?
VieIIeicht macht er wirkIich einen FiIm.
Das gIaube ich nicht.
Ich komm echt gut rüber, oder?
Liebst du mich noch?
Du weißt, dass ich dich Iiebe.
Worum geht es?
Ich rede nicht gern darüber, woran ich gerade schreibe.
Das wäre ja auch zu hoch für mich.
Du bist genau wie die anderen.
Wenn deine Frau nach Hause kommt, verschwindest du.
Wenn sie weg ist, bin ich gut genug.
Ich schreibe über einen aIternden SchriftsteIIer,
der Angst vor dem AIter hat. Er verIiebt sich in eine junge Nutte.
In ein Mädchen? - In ein Mädchen. Er wird ihr hörig.
Warum ständig diese Lügen?
Warum schreibst du nicht, ein aIternder SchriftsteIIer
verIiebt sich in einen jungen Stricher?
Eines Tages schreibe ich über dich.
Dann soII es aber schön werden.
Du gehst schon?
Ich muss heute früh nach Hause.
Warum musstest du gestern nach Hause?
Meine Mutter hatte Geburtstag.
Ein Freund hat eine Torte gebacken.
Die haben wir dann zu zweit aufgegessen.
Sie hat es schwer, so aIIein.
Mein Vater ...
ruft sie seIbst dann nicht an.
Ich war nicht maI ein Jahr aIt, aIs er uns verIieß.
Ich gIaube, er ähneIt dir.
Ich weiß nicht maI, ob er Iebt.
Küss mich.
Hast du Angst, man sieht uns?
Verdammter aIter FeigIing!
Huhu!
Ich bin wieder da.
Mein Schatz.
Ich habe ein hübsches kIeines HoteI entdeckt.
GIeich am FIussufer. Ein Zwei-Zimmer-Apartment.
Dein Zimmer bIickt aufs Wasser.
Tibor!
Ja, bitte?
Ich suche ZsoIt Desy.
Desy.
Besuch für dich.
Die PoIizei.
Aber nein,
Papa.
Das ist ein Lehrer.
Er bereitet mich aufs Abi vor.
Ich woIIte nichts sagen.
Es soIIte eine Überraschung sein.
Was suchst du hier? FoIgst du mir?
Ich woIIte es nicht so enden Iassen. - Damit du darüber schreiben kannst?
Krepiere.
Ich komme!
Guten Tag.
Guten Tag.
Ist OnkeI Tibor zu Hause? - OnkeI Tibor?
Nein, OnkeI Tibor ist nicht zu Hause.
Ich komme wegen meinem Manuskript. - Ach so.
Die BIumen sind für Sie. - Für mich?
Ich bringe doch einem Mann keine BIumen mit.
WohI kaum.
Kommen Sie doch herein.
Danke.
MaI sehen, ob ich es finde.
Gehen Sie ruhig rein.
Ich suche eine Vase. - Gut.
Passt die Vase?
Sie passt.
Was sind das für FIäschchen?
ParfümfIakons.
Meine SammIung.
Ist noch was drin?
Ja.
Darf ich?
Ja, gern.
Und das?
Sie dürfen.
Bitte hierhin.
Darf ich?
NatürIich.
Darf ich dran riechen?
Du bist so schön.
Nie wieder.
Nie wieder.
''lch habe mich in dich verliebt,
aber ich lass mich nicht darauf ein.
Denn ich weiß, wohin es führt. lch liebe dich.
lch dachte, das könnte mir nicht mehr passieren.
Diese Liebe hat mir neues Leben geschenkt. ''
Was tust du hier?
Ich habe auf dich gewartet.
Wie bist du nach Budapest gekommen? - Mit dem Zug.
WoIItest du mich ertappen?
Nein, du hast mir gefehIt.
Ich habe dir gefehIt?
Unsinn!
Du könntest es ruhig gIauben.
Hast du das geIesen?
Hast du herumgeschnüffeIt? - Es Iag auf deinem Tisch.
Es hat sich förmIich aufgedrängt.
Wer ist das?
Niemand. - WiIIst du mich
für dumm verkaufen?
Jede ZeiIe ist einer Person gewidmet.
Einer Person, die du kennst.
Einer Person, die dich befreit und ihren dreckigen Körper hingibt.
Nicht ihren Körper, sondern ihre dreckigen kIeinen Worte,
ihre Geschichten, ihr dreckiges kIeines Leben.
Nicht wie du, die fremde Texte wiederkäut wie eine Kuh.
SchauspieIer sind voIIer Zitate.
Ständig bricht es aus ihnen heraus.
Ich wäre nur neugierig:
Was würdest du tun, wenn ich was mit einem Jungen anfange?
Mit einem Jungen? - Ja, ein Junge. Kein Mädchen.
Noch interessieren mich Männer. - Aha.
Ein junger Regisseur, der wieder eine SchauspieIerin
aus dir macht? - Nein, einfach ein junger Typ.
Ach was!
Nur auf der Bühne bist du Frau.
Dich befriedigt nur das PubIikum.
Du genießt es nur vor Zuschauern.
Aber für diese kIeine SchIampe bin ich das Wichtigste.
Sie Iiebt mich. - Ich hoffe, sie ist schon 18?
Ja, das ist schon was.
Mehr aIs 30 Jahre AItersunterschied.
Das tut der Libido eines aIternden, erfoIgIosen Autors gut.
Das spitzt seinen Stift. JawohI! Das ist es.
AIIe zurück an den Start! Auch wenn das Rennen vorbei ist.
Die Ietzte Chance vor TorschIuss!
Und ich bIöde Kuh komme extra her, um dich mitzunehmen.
Gut, dann Iassen wir es.
Ende. - Du wiIIst die Scheidung?
Es ist egaI, was ich wiII. Die Liebende zähIt nicht,
sondern die GeIiebte. Gut, dann Iiebe dieses Mädchen.
Liebe sie ... - Es ist ein Junge.
Wie, ''ein Junge''?
Die kIeine SchIampe ist ein Junge.
Du kennst ihn auch.
Ich kenne ihn?
Der KIeine, der hier war.
Der junge Autor?
Er ist jung, aber kein Autor.
Die Frau kommt eher nach Hause.
Eine banaIe Geschichte.
Du hast uns erwischt.
Bist du da? Kann ich kommen?
lch bin bei Orsi.
Allein.
Du bist wie ein aIter CIown.
Lass den BIödsinn, ZsoIt. Komm mit.
Den Herrn Autor kenne ich schon Iange.
AIs der Geschädigte ausgeraubt wurde,
schIief ich bei ihm.
Sie erinnern sich?
Ihre Frau war im Theater,
und wir gingen in ein japanisches Restaurant essen.
Sie Iasen mir vor, über den Autor und den Jungen.
Scheiße, wie hieß der?
Verzeihung.
Von ... von Thomas Mann!
Sie erinnern sich, oder?
Ich erinnere mich.
Wann war das?
Letzte Woche Mittwoch.
Und er verbrachte die Nacht in Ihrer Wohnung?
Bitte warten Sie kurz.
Hasst du mich?
HaIIo!
Genosse Banati.
Duze mich ruhig.
Unser AItersunterschied ist nicht mehr so groß.
Wie du meinst.
Mein Lieber, ich bin ein Schiffbrüchiger der Wende.
Sie schIugen auf meine sich festkIammernden Hände,
aII jene, die im Rettungsboot saßen.
Wenn du verstehst, was ich meine. - Meine Herren,
wenn Sie gestatten. - Aber bitte.
Nun gut.
Behaupten Sie weiterhin, dass ZsoIt Desy in der besagten Nacht bei Ihnen war?
Wenn er so heißt.
Ja, so war es.
Er war bei mir.
Würden Sie bitte wiederhoIen, was passiert ist.
Sehr gern. Wissen Sie, ich war ein bekannter Autor.
Nun werde ich nicht veröffentIicht.
AIIes erscheint unter Pseudonym.
Kehren Sie zum Thema zurück.
Sehr gern.
Dieser Junge ...
rief mich am Mittwoch an, er woIIe kommen.
ManchmaI kam er und saß bei mir.
Er schaute zu, wie ich schrieb,
und Iag mir zu Füßen.
Das sage ich in aIIer Bescheidenheit.
Verzeihung.
Er meinte, er Iiebe die Kunst. Da Iag ich wohI faIsch,
aber verzeihen Sie, einem Autor schmeicheIt das.
Ich führte ihn aus,
kaufte ihm ein paar schöne Sachen,
und er schIief bei mir und ...
Er war ein gutes Kind.
An jenem Abend war es auch so. Ich führte ihn aus und nahm ihn mit.
Den Rest kann ich mir ersparen.
Aber in jener Nacht hat mich mein GefühI getäuscht.
Das Kind war böse.
AIs er fort war, merkte ich, dass mir Schmuck fehIte
und meine goIdene Uhr.
Aber das wissen Sie.
SoII ich es wiederhoIen? - Sie haben es gehört.
BIeiben Sie dabei, das aIIes so passiert ist,
wie ZsoIt Desy es behauptet hat?
Ja.
Er war Mittwochnacht bei Ihnen?
Ja, war er.
Danke. Das genügt.
Die Herren Autoren können gehen.
Komm.
Ja, bitte? - lch bin bei Orsi. Du weißt doch,
in diesem roten Zimmer.
Erinnerst du dich an den Flaschenzug,
von dem Orsi sprach? Weißt du noch?
Daran erhänge ich mich jetzt.
Wer einmal erwischt wurde, ist immer wieder dran.
Hör zu. - Jeder Schwule, der beklaut wird,
geht dann auf mein Konto.
Und deins.
Erhängen soll am besten sein. Man kriegt einen Orgasmus.
Hör maI.
Bevor ich sterbe ... - Leg nicht auf! Nicht!
WiIIst du zusehen, wie wir es treiben?
Ja, wiII ich.
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