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Untertitel: smigge // subscene.com/u/971011
Beschütze uns und hilf uns, für jeden Tag unseres Lebens Rechenschaft abzulegen.
Oh, Kongo.
Unser geschätzter Wildhüter Kasereka starb beim Versuch, dieses Land wieder aufzubauen.
1885: Afrika wird in Kolonien zerstückelt und von europäischen Nationen regiert.
Nur der Kongo wird unter König Leopold II. privatisiert und von Konzernen regiert.
Bodenschätze werden geplündert. Millionen werden getötet und verstümmelt.
1960: Patrice Lumumba führt Kongo in die Unabhängigkeit.
Herr Lumumba sitzt als Zweiter von links unter seinen Ministern.
Ausländische Bergbaugesellschaften verbünden sich gegen ihn.
Kongos reichste Provinz, Katanga,
wurde als eigener Staat installiert;
dies mit Hilfe einer Truppe europäischer Söldner.
Ein schwarzer Mann ist für mich wie ein Tier.
1961: Lumumba wird mit Unterstützung durch westliche Regierungen hingerichtet.
Recht und Ordnung brachen zusammen.
Der Bergbau wird fortgesetzt, große Mengen wertvoller Metalle exportiert.
1994: Der Völkermord in Ruanda entfacht einen langen Bürgerkrieg im Kongo.
Rebellengruppen profitieren vom Handel mit seltenen Erden.
Die globale Elektronikindustrie kauft sie weiterhin.
Über 5 Millionen Kongolesen sterben durch die Kämpfe.
2003: Ein fragiles Friedensabkommen wird erreicht.
2006: Erste demokratische Wahlen in 40 Jahren.
2010: Ölfund unter dem Eduardsee im Virunga-Nationalpark im Ostkongo beansprucht
Heimat für Tausende von Menschen und die letzten Berggorillas.
2012: Instabilität kehrt zurück.
Heute: Wildhüter-Routinestreife Virunga-Nationalpark
Charlie 5 sagt, der Feind bewege sich in deine Richtung.
Wenn du genau hinhörst... sie schießen, um Präsenz zu markieren.
Das ist eine illegale Behausung.
-Das ist von einem Elefanten. -Ja.
Rebellen.
Rodrigue Katembo Aufseher, Zentralsektor Virungas
Wo sind die Leute, die mit dir waren?
Ich weiß es nicht.
Ruhe! Nicht so laut.
Ich weiß es nicht.
Also, wo sind sie?
Sie sind abgehauen.
Ist das nicht gewildert?
Das war nicht ich.
Der, der weggelaufen ist, hat es erjagt.
Gerade als ich die Grundschule beendet hatte,
wurden wir in unserer Stadt heimlich rekrutiert.
Sie sagten uns: "Ihr geht weg..."
"Wir schicken euch an die Universität."
"An die beste Universität der Welt!"
"Ihr müsst alles tun, was man euch befiehlt."
"Wenn ihr zu fliehen versucht, töten wir euch."
Mein kleiner Bruder Dona war 15 Jahre alt.
Ich fand ihn inmitten weiterer Leichen.
Ich konnte nichts tun.
Nachdem wir ihn begraben hatten, zogen wir wieder in den Krieg.
Aber meine Mutter bestand darauf,
"Du musst weg von der Armee, solange du noch am Leben bist."
Deshalb verließ ich die Armee, um mein Leben dem Nationalpark zu widmen.
Gorilla-Waisenhaus Rumangabo, Südsektor Virungas
Wir befinden uns im Zentrum Senkwekwe in Rumangabo...
André Bauma Gorillapfleger
wo wir vier Gorillawaisen aufziehen.
Sie sind weltweit die einzigen Berggorillas in Gefangenschaft.
Ndakasi spielt so gerne.
Ich habe meine menschliche Familie.
Ich sage ihnen immer: "Ihr seid meine Familie...
aber wir haben eine andere Familie in Rumangabo...
die aus vier Kindern besteht."
Das sind Maisha, Kaboko, Ndeze und Ndakasi.
Wissen Sie,
wir haben nach wie vor ein grosses Problem mit Wilderern.
Die Wilderer denken,
sie könnten die Eltern töten und das Baby verkaufen.
Auf diese Weise haben wir Maisha bekommen.
Maisha wurde Wilderern abgenommen, die sie verkaufen wollten.
Sie wurde gerettet, als sie drei Jahre alt war.
Sehen Sie hier.
Maisha.
Heute ist sie etwa 10 Jahre und sechs Monate alt.
Kaboko ist das einhändige Männchen.
Die andere Hand verlor er wegen Wilderern.
Kaboko ist etwas aggressiv.
Maisha!
Aber sie empfinden große Zuneigung zueinander.
Sie mögen sich sehr.
Maisha.
Juli 2007
Als das Massaker an unseren Gorillas geschah,
war ich im Einsatz.
Ich gehörte zu den Wildhütern, die ihre Kadaver entdeckten.
Das war eine große Tragödie.
Insgesamt haben sie neun Gorillas getötet.
Ihre Logik war, dass es nach der Tötung der Gorillas...
keinen Grund mehr gäbe, den Park zu schützen.
Viele Menschen kamen, um zu sehen, was den Gorillas zugestoßen war.
Sie halfen, ihre Kadaver zu transportieren.
Es war wirklich,
als wären Familien- mitglieder gestorben.
SB Senkwekwe Alter: Geboren 1987
Mutter: unbekannt Vater: Rugendo
Getötet am 22. Juli 2007
Ndeze und Ndakasi sind zwei Gorillas in unserer Familie,
deren Mutter, deren Familie 2007 getötet wurde.
Als ich sie das erste Mal sah...
war sie wirklich sehr, sehr schwach.
Es ist wirklich etwas Unglaubliches,
zu sehen, dass sie noch am Leben ist.
Und das ist der Grund, warum ich sage: "Ich bin nicht einmal ein Vater..."
"Ich bin kein Vater, sondern eine Mutter."
Diese Gorillas, so wie sie sind,
halten wir hier nicht zum Vergnügen.
Wir kümmern uns um sie,
um sie eines Tages bei guter Gesundheit wieder in den Wald freizulassen.
Rodrigues Anwesen Rwindi, Zentralsektor Virungas
Der Vokal "E".
Ja, sehr gut. Mach weiter.
Welcher Vokal ist das?
Unter dem Vokal "E", welcher Vokal ist das?
Ich könnte jederzeit in einen Hinterhalt geraten
und von Gegnern des Parks getötet werden.
Die Wildhüter akzeptieren die sehr schwierigen Bedingungen,
akzeptieren, den Park mit ihrem Leben zu schützen.
130 Wildhüter verloren ihr Leben für den Schutz des Virunga-Nationalparks.
Ich kann sterben.
Ich weiss nur nicht, wann.
-"I" -Der Vokal "I".
Unser Sohn heisst Josué.
Er ist ein kleines Kind, in das ich grosse Hoffnungen setze.
Ich denke, er könnte Wissenschaftler werden.
Nachdem er studiert hat...
Du hast gesagt, er müsse Mathematik studieren.
Er könnte zum Beispiel Biologe werden... wie ich.
Wenn du schon Biologe bist, sollte er nicht auch einer werden.
Er kann Geologe werden.
Ja, solange er auf dem Gebiet der Wissenschaft bleibt.
Veränderung ist gut!
Wir wollen nicht, dass seine Generation
eine so kaputte Welt, ein so kaputtes Land wie unseres erbt.
Es gibt beunruhigende Berichte,
dass sich etwa ein Dutzend verschiedener bewaffneter Gruppen in der Region
gegen die kongolesische Armee verbünden.
In einem Wald nahe der Grenze zu Ruanda
treffen wir auf Mitglieder der jüngsten Rebellenarmee des Landes,
bekannt als "M23".
Die kongolesische Armee ist nicht zu Kompromissen aufgelegt.
Sie schickt Tausende von Verstärkungstruppen an die Frontlinie.
Es sind gefährliche Zeiten im Ostkongo.
Angst hat die Menschen aus diesen Dörfern und von ihrem Ackerland vertrieben.
Nur die Schwachen und Alten sind zurückgeblieben.
Virunga-Hauptsitz Rumangabo, Südsektor Virungas
Es ist noch kein Krieg, aber es könnte bald einer werden,
es sei denn, die Waffen werden durch Diplomatie ersetzt.
Willkommen auf der Station von Rumangabo
Der Provinzdirektor des Virunga-Nationalparks.
Guten Morgen.
Ich wollte heute unbedingt beim Morgenappell vorbeischauen.
Nicht nur, um Sie zu begrüßen,
sondern auch, weil Sie alle von den neuen Problemen für die Armee gehört haben werden.
Wir hoffen alle, dass es sich um eine vorübergehende Situation handelt,
die gelöst werden wird.
Dass die Armee die Situation in den Griff bekommt und wir zur Normalität zurückkehren können.
Es ist wichtig, das Beste zu hoffen,
aber auf das Schlimmste vorbereitet zu sein.
Ich wurde im August 2008 von der Parkbehörde in Kinshasa als Aufseher vereidigt.
Meine Aufgabe ist die Verwaltung des Parks,
Emmanuel de Merode Direktor, Virunga-Nationalpark
sicherzustellen, dass er ausreichend geschützt ist.
Und dass die Gesetze des Landes innerhalb seiner Grenzen respektiert werden.
Aber auch, um die Ressourcen des Parks nachhaltig zu entwickeln,
der lokalen Bevölkerung zu mehr Wohlstand zu verhelfen,
und die Region zu stabiliseren.
Rwindi Zentralsektor Virungas
Rodrigue Katembo Aufseher, Zentralsektor Virungas
Ich wurde 2006 vom Büro in Kinshasa zum Stationschef ernannt,
um die Verwaltung von Virungas Zentralsektor zu übernehmen.
Hier befinden wir uns im Herzen des Hotels Rwindi,
wo die hochrangigen Gäste des verstorbenen Präsidenten Mobutu Sese Seko logierten,
und dort nächtigte der Präsident persönlich, wenn er hierher kam.
Wilde Tiere - Verlassen Sie Ihren Bungalow nachts nicht!
Der Krieg hat alles zunichte gemacht.
Das alles in diesem Zustand zu sehen,
macht mich zutiefst unglücklich.
Als wir im Mai 2010 mit der Verwaltung dieses Sektors begannen,
war er wegen der Soldaten überall praktisch unbelebt.
Mittlerweile leben hier Antilopen, Warzenschweine, Elefanten, Löwen
und eine beträchtliche Anzahl Flusspferde.
Es besteht also noch Hoffnung. Sogar die Büffel kommen zurück.
Deshalb sind wir überzeugt, dass sich der Wildbestand
innerhalb der nächsten fünf Jahre erholen wird.
Kaboko!
Boko!
Kaboko!
Kaboko!
Maisha!
Die Gorillas, die hier im Zentrum Senkwekwe leben,
werden mit zunehmendem Alter immer intelligenter.
Sie legen auch an Gewicht zu und werden immer stärker.
Sogar stärker als wir.
Man muss also ihre Mentalität kennen, um sich um sie kümmern zu können.
Man kann sie zu nichts zwingen,
denn wenn sie auf stur schalten,
ist es nicht leicht, sie zu führen.
Maisha!
Maisha!
Sie will alles für sich.
Deshalb verwenden wir Pringles,
um mit ihnen zu arbeiten.
Ndakasi.
Wenn du ihnen etwas gibst, dass sie mögen,
begreifen sie, dass du ihr Freund bist.
Wir geben sie ihnen nicht als Futter,
sondern eher als Taktik, um mit ihnen umzugehen.
Damit erzielen wir immer gute Resultate.
Das hier ist die einzige Region der Erde,
wo man noch immer Berggorillas findet.
Es gibt nur noch ungefähr 800 Tiere auf der ganzen Erde.
Wenn wir sie jetzt verlieren,
haben wir etwas sehr Wichtiges für die Menschheit verloren.
Nur dank dieser Tiere,
vor allem dieser Gorillas,
wird unser Wald weiterhin geschützt.
Der Erlös aus dem Tourismus ermöglicht uns,
weiterhin für den Naturschutz tätig zu sein.
Rund um den Park werden viele Projekte umgesetzt,
die wegen der Gorillas zustande kamen.
Der Virunga-Nationalpark ist sehr wichtig,
weil er zur Entwicklung unseres Landes beiträgt.
Virunga-Nationalpark www.virunga.org
Die Bevölkerung ist wirklich optimistisch,
dass es dem Park eines Tages noch besser gehen wird.
Wir sind stolz darauf, in diesem Park zu sein
und diese Arbeit zu machen.
Zehntausende Familien im Ostkongo sind auf der Flucht.
Sie fliehen vor dem jüngsten Ausbruch eines afrikanischen Konflikts,
der kein Ende zu nehmen scheint.
"Wir hörten Gewehrfeuer,
also sagte meine Mutter, ich solle weglaufen", sagt er.
"Ich bin seit dem Morgen gelaufen."
Seit dem Völkermord in Ruanda 1994 ist die Region in Aufruhr.
Viele der Mörder flohen in den Kongo.
Das Ergebnis? Eine Reihe undurchsichtiger Konflikte
in einer Region, berühmt für ihre Bodenschätze
und ihre gefährdeten Berggorillas.
Kanyaruchinya, Flüchtlingslager Südgrenze Virungas
Sie nehmen an, hier leben 60 000 Menschen?
Ich glaube, es werden stetig mehr, weil immer mehr Menschen hinzukommen.
Aber warum kommen immer mehr Menschen hierher?
Wegen der M23-Rebellen.
Ich wollte Kriegsreporterin werden, seit ich 15 Jahre alt war.
Das war immer ein Traum.
Wir haben das französische Sprichwort "Metro, boulot, dodo."
Mélanie Gouby Freischaffende Journalistin
So ungefähr "U-Bahn, Arbeit, Schlaf."
Und das ist zuhause jedermanns Routine, keine Begeisterung.
Wie empfindest du, wenn du darüber nachdenkst,
was dir in den letzten sechs Monaten widerfahren ist?
Wenn ich meine Kinder anschaue, frage ich mich ständig,
"Wie sollen sie nur unter diesen Umständen aufwachsen?"
Darüber mache ich mir ständig Sorgen.
Ich lebe jetzt seit eineinhalb Jahren in Goma.
Ich kam hierher, um Radio- und Pressejournalistinnen auszubilden.
Einige Tage, nachdem ich meine Stelle gekündigt hatte,
brach der M23-Konflikt aus.
Es wurde also wirklich interessant, darüber zu berichten,
und ich wollte unbedingt hierbleiben, um von Anfang bis Ende darüber zu berichten.
SOCO, in Zusammenarbeit mit ICCN,
setzen die Suche nach Öl unter dem Eduardsee fort.
♪ Willkommen, SOCO ♪
♪ Wir, das Volk, lieben euch so sehr, weil ihr uns Fortschritt bringt ♪
Gleichzeitig mit dem Ausbruch des M23-Konflikts
sucht ein britisches Unternehmen nach Öl.
Die kongolesische Regierung hat SOCO International eine Konzession
für die Suche nach Öl im Ostkongo erteilt.
Etwa 50% dieser Konzession erstrecken sich über den Virunga-Nationalpark.
Das ist der Bereich, auf den sich SOCO konzentriert.
In den kommenden Jahren wird dieses Land in der Lage sein,
ein Ölproduzent zu werden.
Drei Jahre Teamarbeit, unterstützt durch die lokalen und zentralen Behörden,
die ganze Arbeit der Teams vor Ort,
das ist ein faszinierendes Abenteuer, das ich nicht bereue.
Es ist eine sehr sensible Region, weil es so viele bewaffnete Gruppen gibt.
Seit SOCO ihre Arbeit in diesem Gebiet aufgenommen hat,
bin ich daran interessiert herauszufinden,
ob dies Auswirkungen auf die Sicherheitslage haben könnte.
Alle bewaffneten Gruppen wissen über die Aktivitäten der SOCO im Park Bescheid,
und sie werden ihr Stück vom Kuchen haben wollen.
Jetzt müssen wir nur noch warten, bis das Öl kommt.
Der Kongo leidet seit Jahrhunderten darunter,
dass ausländische Interessenten kommen
und seine natürlichen Ressourcen ausbeuten,
und in der Vergangenheit hat das viel Gewalt mit sich gebracht.
SOCO ist eine Ölgesellschaft.
Ein an der Londoner Börse kotiertes Unternehmen.
Eine in Großbritannien registrierte Firma.
Sie haben den Ruf, kontroverse Vorhaben in schwierigen Umfeldern zu wagen.
Ich glaube, das macht sie zu einem recht profitablen Unternehmen.
Das Problem ist nur, dass über die Hälfte ihrer Konzession im Nationalpark liegt.
Der Virunga-Nationalpark gehört zum Welterbe.
Und sowohl nach kongolesischem als auch internationalem Recht
sind alle erdölbezogenen Aktivitäten illegal.
Als sie ihre Absicht ankündigten,
am Eduardsee nach Öl zu suchen,
teilten wir ihnen mit, dass dies nicht legal sei.
Ein Fahrzeugkonvoi traf ein
und verschaffte sich Zugang zum Park.
Was sollen wir tun, wenn sie zurückkommen?
Wie lauten Ihre Befehle?
Das ist eine sehr gute Frage.
Wenn wir die Schranken schließen,
wenn wir sie am Betreten des Parks hindern,
riskieren wir große Schwierigkeiten.
Wir müssen also schlauer sein.
Wir werden nicht mit Waffengewalt vorgehen,
sondern alles dokumentieren, was vor sich geht.
Wenn wir diesen Konflikt vor die kongolesischen, aber vor allem die britischen Gerichten bringen,
weil die SOCO ist ein britisches Unternehmen,
dann können wir unser Vorgehen mit ihren Aktivitäten verteidigen.
Diese Situation mit dem Öl könnte alles zerstören.
Wenn wir scheitern, verlieren wir nicht nur Virunga,
sondern auch die anderen Parks im Kongo.
Alle anderen Parks würden untergehen.
Man würde uns vorhalten,
"In diesem Park erlauben Sie uns nicht, Bodenschätze abzubauen,
aber in Virunga haben Sie es erlaubt".
Wenn wir hier scheitern, wird der gesamte Naturschutzsektor im Kongo zusammenbrechen.
Das wäre eine Katastrophe.
Macht SOCO den Kongo besser?
Nein und nochmals nein.
Was den Kongo besser macht,
ist die Arbeit.
Die Arbeit innerhalb des gesetzlichen Rahmens.
Ich weiß nur, dass die Erdölgewinnung nicht mit dem Naturschutz vereinbar ist.
Ich sage das nicht, weil ich Wildhüter bin,
sondern weil das Gesetz dies so definiert.
Örtliche SOCO-Unterstützer
Wenn man alle Verantwortlichen in den Parkbehörden anschaut,
ist Emmanuel de Merode der Einzige, der sich nicht daran bereichert.
Wir fragen uns, was mit ihm nicht stimmt.
Jeder hat doch begriffen, dass Öl eine große Sache ist.
Es ist Milliarden Dollar wert.
Es sieht so aus, als wolle er seine Regierung,
die belgische, an der Ölgewinnung teilhaben lassen,
oder vielleicht möchte er, dass sie später die Kontrolle übernimmt.
So oder so, er ist derjenige, der den Prozess behindert,
und er ist der Einzige.
Gegenwärtig haben das Büro des Präsidenten,
alle in der Hauptstadt, alle haben es genehmigt.
Sogar der Umweltminister hat es genehmigt.
Bislang geht es lediglich darum, zu prüfen, ob es Öl gibt.
So, als prüfte man, ob jemandes Leber oder Herz in Ordnung ist,
nur prüfen, ob etwas nicht stimmt.
Ich denke, du bist hier am richtigen Ort.
Wenn deine Leute in den Park kommen wollen,
kann ich das in meinem Sektor arrangieren.
Ich kann meinen Leuten sagen, dass es so und so ablaufen wird.
Ich werde mit dem Minister sprechen müssen,
damit der Minister persönlich mit dir sprechen kann.
Damit die Sicherheit der SOCO-Leute
auch Rodrigue und seinen Leuten geboten werden kann.
Aber das sollte dein Geheimnis bleiben.
So einfach können wir das abschliessen.
Du erhältst deinen Anteil,
und vielleicht gibst du mir etwas von dem, was die dir geben.
Kein Problem.
SOCO-Unterstützer gehen auf die Leute zu und bieten ihnen Geld an.
So gibt es mittlerweile sogar Angehörige der Virunga-Organisation, die den Park untergraben.
Es ist unklar, wer vertrauenswürdig ist.
Vitshumbi, Eduardsee Zentralsektor Virungas
SOCO-Ölsuchgebiet Zentralsektor Virungas
Welche Bedeutung hat dieser See für Sie als Dorfgemeinschaft?
In Vitshumbi sind wir etwa 2000 Einwohner,
und wir alle sind von diesem See abhängig,
Josué Mukura Fischer
da wir außer dem Fischen keine andere Arbeit haben.
Deshalb ist der Fischfang im Virunga-Nationalpark
lebenswichtig für die Dorfgemeinschaft.
Unser Leben hängt davon ab.
Er sagt: "Das Öl interessiert uns nicht,"
"wir verdienen unseren Lebensunterhalt mit dem See und dem Fischfang."
Sie sehen, wir leben hier im Rhythmus.
In der Vergangenheit war alles viel besser.
Doch mit den jüngsten Zerstörungen
stellen die Menschen fest, dass ihr Lebensstandard sinkt.
Hat SOCO Sie nach Ihrer Meinung zu ihrem Vorhaben gefragt?
Nein, SOCO landete wie ein Fallschirm.
Eines Morgens sahen wir schöne Fahrzeuge vorbeifahren.
Wir gingen hin, um zu sehen, wer es war,
und da waren ein paar Weiße und Captain Feruzi.
Er ist Mitarbeiter des militärischen Nachrichtendienstes.
Wir waren schockiert, als wir sahen, wie er vor den Leuten am See eine Präsentation hielt.
Er erklärte ihnen: "Wenn Ihr SOCO hier duldet,
werden sie Universitäten, Straßen und Schulen bauen lassen
und Ihr werdet im Park Landwirtschaft betreiben können,
weil er dann nicht mehr als Naturschutzgebiet gilt.
Das macht uns Einheimischen Angst.
Niemand traut sich etwas zu sagen, weil die Armee hier ist und Kritikern wehtun kann.
Gorilla-Waisenhaus Rumangabo, Südsektor Virungas
Ndakasi!
Wie geht es dir?
Ndeze drückt ihren Unmut darüber aus,
dass das Frühstück noch nicht fertig ist.
Ndeze, was ist los? Was ist los?
Du kriegst dein Frühstück.
Mach dir keine Sorgen.
Zu unseren täglichen Arbeiten gehört die Fütterung,
mit ihnen zusammenzusein,
zu spielen, weil sie keine Eltern haben.
Ndeze lacht.
Ah, Kaboko!
Sie sollen sich nicht verlassen fühlen.
Sie sollen sich als Teil einer Familie fühlen.
Der Krieg im Kongo begann vor langer Zeit...
und leider haben wir viele Menschen verloren.
Mein Vater starb im Krieg.
Ja...
Er starb, als ich noch sehr jung war.
Mein Vater hat mir beigebracht, Tiere zu respektieren.
Deshalb tue ich heute,
was mein Vater mir ans Herz gelegt hat,
als ich ein kleiner Junge war.
Rodrigues Anwesen Rwindi, Zentralsektor Virungas
Öl ist eine begrenzte Rohstoffquelle,
während Fauna und Flora erneuerbare Ressourcen sind.
Selbst wenn ihnen gestattet wird, das Öl zu fördern,
wird es eines Tages versiegen.
Aber der Park wird über die Jahre bestehen bleiben.
Viele weitere Generationen werden diesen Park sehen.
Big Boss!
Josué!
Sieh nur, wie groß er geworden ist. Er hat dir die Tür aufgemacht.
Captain Feruzi Kongolesische Armee und SOCO-Unterstützer
Jetzt brauchen sie dich.
Die wissen, dass du in dem Sektor wichtig bist; da kannst du uns helfen.
Die wissen auch, dass du die rechte Hand des Direktors bist.
Verstehst du? Das heisst "Wir kaufen dich."
Nimm das Angebot an und lass uns zusammenarbeiten,
dann geben die dir alles, was du verlangst...
Wenn du während unserer Zusammenarbeit Dinge hörst,
wirst du uns diese Informationen diskret zuspielen.
Direkt an dich. Wann immer ich kann.
Wir versuchen, die Haltung von Emmanuel de Merode einzuschätzen.
Über wieviel sprechen wir also?
3000 Dollar.
3000? Okay.
Du kriegst deinen Anteil und niemand erfährt etwas davon.
Captain Feruzi behauptet, er arbeite für den Sicherheitsdienstleister von SOCO.
Er bietet Bestechungsgelder an, damit man gegen den Park arbeitet.
Diese Korruption bedroht alles, wofür wir arbeiten.
Goma Südgrenze Virungas
SOCO muss mit vielen verschiedenen Leuten zusammenarbeiten,
damit das funktioniert.
Sie stehen in Kontakt mit und arbeiten mit vielen Politikern,
einigen wenigen Leuten in der Regierung.
SOCO hat eine Niederlassung auf dem See in Goma,
aber es ist sehr schwierig für mich, mit ihnen zu sprechen,
weil sie offensichtlich nicht mit jedem sprechen wollen
und sicher nicht mit einer Journalistin wie mir.
Und dann lernte ich Julien kennen.
Julien Lechenault arbeitet für SOCO.
Er ist der Hauptverantwortliche hier im Ostkongo.
Er ist um die 30 und Franzose.
Er begann, glaube ich, vor zwei Jahren für SOCO zu arbeiten.
Er vermittelt zwischen den Aktivitäten vor Ort und dem Top-Management in London.
Er erklärte mir, SOCO mache alles transparent und nach Vorschrift,
und er ist derjenige, der die Ölförderung im Park in die Wege leitet.
Ich beschloss, die SOCO durch ihn zu untersuchen,
und so begann ich, Treffen mit ihm verdeckt zu filmen.
Nicht wahr? Setz dich einfach.
Okay, ich gehe auf die Toilette, ich treffe dich unten.
Julien Lechenault SOCO-Betriebsleiter vor Ort, Goma
Also haben wir etwas getrunken und uns dann zum Essen hingesetzt...
und dann kamen wir auf die Ölförderung durch die Arbeit der SOCO.
Das Ziel ist, zu prüfen, ob es Öl hat, und dann abzuwägen.
Wieviel ist der Naturschutz wert? Wieviel das Öl?
Starten wir die Produktion?
Aber diese Leute haben ihre eigene Vorstellung von der Zukunft des Parks.
Sie haben sich fast ein Jahrhundert lang darum gekümmert.
Außerdem ist er voller Rebellen, voller Wilderer, es ist ein Chaos.
Es ist völlig absurd.
Die effektivste Lösung wäre, diese Länder wieder zu kolonialisieren.
Es gibt keine andere Lösung.
Damit die Dinge gut laufen, müssen wir sie verwalten,
weil sie nicht in der Lage sind, sich selbst zu verwalten.
Sie sind eigentlich wie Kinder. Sie sind nicht reif genug, würde ich sagen.
Du bist hart zu den Kongolesen.
Nein, nein, ich kenne sie zu gut.
Eines der Hauptprobleme, das SOCO bisher hatte,
ist der Park selbst.
Es ist Emmanuel de Merode.
Da gibt es diesen Typen, der abblockt,
weil er Belgier ist, aus der königlichen Familie und so.
Und er ist Parkdirektor,
er hat also die ganze Macht in diesem Park.
Seine Verwaltung hat uns die Bewilligung erteilt, aber er steht uns im Weg.
Es bestehen viele Spannungen zwischen SOCO und Emmanuel.
Ich denke, er nutzt seine politische Rolle
als Mitglied der königlichen Familie aus.
Ich wäre gern mit ihm befreundet, aber er möchte nicht mein Freund sein.
Hast du es versucht?
Nein. Ich habe mal seine Hand geschüttelt.
Ich war seit drei Tagen in Goma.
Ich hatte von nichts eine Ahnung.
Ich versuche, mich in den nächsten Monaten
so oft wie möglich mit ihm zu treffen,
um ihre Tätigkeiten zu beobachten und mehr Informationen von ihm zu erhalten.
Ich bin auch gespannt herauszufinden, ob die M23-Rebellen ein Interesse am Öl haben.
Rodrigues Anwesen Rwindi, Zentralsektor Virungas
Genau, danke.
Danke, bis später.
Ich lasse den Motor laufen,
für den Fall, dass wir schnell weg müssen.
Wir gehen zusammen mit Josué.
Captain Feruzi Kongolesische Armee und SOCO-Unterstützer
Josué, wie gehts dir?
Pieter Wright Sicherheitstdienstleister für SOCO
Das ist Pieter Wright.
Er ist mein Chef.
Er ist Sicherheitsberater bei SOCO.
Der Grund, warum ich Sie sehen wollte, war,
dass ich ein Gesicht mit Ihrem Namen verbinden kann,
weil wir sehr bald mit der Arbeit in diesem Gebiet beginnen werden.
Wir werden Sie regelmäßig kontaktieren.
Wir werden dir jetzt eine Kleinigkeit geben...
Einfach, um Danke zu sagen.
Es ist wichtig, dass wir zusammenarbeiten.
Wir sehen uns mit Schwierigkeiten konfrontiert,
aber wir sind stark und halten der Situation stand,
weil wir als Team arbeiten.
Bitte denken Sie immer daran, dass Sie großartige Arbeit geleistet haben.
Sie haben mutig Arbeit geleistet,
einige Ihrer Freunde sind gestorben,
um den Wiederaufbau des Parks zu gewährleisten.
Die andere Sache, über die ich sprechen wollte,
ist die Verwirrung um die Sache mit dem Öl von SOCO.
Was ich Ihnen sagen möchte, ist sehr einfach.
Wir sind hier, um das Gesetz durchzusetzen.
Das Gesetz ermöglicht die Wiederherstellung des Friedens und den Wiederaufbau des Landes.
Wir arbeiten nicht für geschäftliche Interessen,
sei es bezüglich Öl...
Es geht um Integrität und Ehrlichkeit.
Wir müssen den Respekt und die Disziplin aufrechterhalten,
die uns kennzeichnen.
Von M23 kontrolliertes Gebiet Ostgrenze Virungas
Ich mache eine Boyband.
M23 Cover-Album
Okay, ich gebe euch die ganze Packung. Oh, was ist denn das?
Was möchten Sie trinken?
Einen Kaffee?
Vielleicht noch kein Heineken, es ist etwas früh.
Es ist Sonntag.
Sie trinken am Sonntag Heineken?
Am Sonntag, am Samstag...
An den anderen Tagen kann ich nicht soviel trinken, weil ich arbeite.
Und im Moment, arbeiten Sie viel?
All die Gespräche geben so viel zu tun, es ist ermüdend.
Ich bin eine große Berühmtheit in Rutshuru.
Sie haben dort sehr viel Land, nicht wahr? Wie viele Hektar?
Es sind 2000 Hektar.
Und die Freunde von SOCO haben auf meinem Land Marksteine aufgestellt,
um Block 5, ihr Konzessionsgebiet, abzustecken.
Einige Leute mögen es nicht, dass SOCO hier tätig ist.
Minister Vunabandi hat mich gebeten, sie zu beruhigen.
Das habe ich getan.
Ich habe der Bevölkerung erklärt,
es sei besser, mit SOCO zusammen- zuarbeiten als mit dem Park.
Sie haben ihnen gesagt, es sei besser?
Ja, ich sagte ihnen besser mit SOCO als mit dem Park.
Wenn SOCO mit uns arbeitet, insbesondere mit mir...
ich gehöre zur M23, aber außerhalb der M23 habe ich meine privaten Geschäfte.
Verstehe. Sie hätten also einen Prozentanteil?
Ja, wir verlangen einen Prozentanteil.
Ohne uns können die kein Öl gewinnen.
Es ist ein Prozentsatz, entweder 0,01 oder 0,001.
Ja, das kann bereits eine Menge Geld sein.
Eine Menge.
Rebellen wie Colonel Kazarama
sind erpicht, von der Ölförderung in der Region zu profitieren.
Obwohl bisher gibt es keine Hinweise darauf,
dass die SOCO finanzielle Deals mit ihnen getroffen hat.
Durch die Arbeit in dieser Umgebung spielt SOCO mit dem Feuer...
und sie spielt mit Mächten, die extrem einflussreich und gefährlich sind.
Sie haben eine Motorsäge benutzt,
und Teile des Kopfes und des Oberkiefers entfernt.
Sie haben alles mitgenommen, auch die Stoßzähne.
Die Spuren deuten nicht darauf hin, dass hier traditionelle Wilderer am Werk waren,
wie wir sie üblicherweise in dieser Gegend beobachten.
Das war eine Operation im militärischen Stil.
Jede einzelne bewaffnete Gruppe, die im Ostkongo operiert,
ist in die illegale Ausbeutung natürlicher Ressourcen verwickelt.
So überleben sie.
Und sie alle haben... gemischte Ziele.
Sie haben offizielle Ziele, die sie verbreiten,
aber in Wirklichkeit
M23-Rebellen Südostgrenze Virungas
konzentrieren sich all ihre Bemühungen aufs Überleben und Geldverdienen.
Colonel Kazarama Sprecher der M23-Rebellen
Wir werden gegen die Hauptstadt Kinshasa marschieren!
Lang lebe M23!
Meine Damen und Herren, wir bedauern, die Wiederaufnahme
des Krieges durch die Regierung in Kinshasa ankündigen zu müssen.
Das Ziel ist also nicht, mehr Territorium zu gewinnen?
Nein, lassen Sie mich das klarstellen.
Wenn die Regierung bereit ist, mit uns in einen Dialog zu treten
und ihre Angriffe einzustellen, sind wir zu Frieden bereit.
Missachten sie den Waffenstillstand weiterhin, werden wir tun, was wir beherrschen.
Goma Südgrenze Virungas
Hey, hast du meine Nachricht erhalten?
Nein, nein, du hast mir nicht gesagt, wo ihr wart.
Okay. Gegenüber Rouge und es heißt "Grill"?
Okay, das klappt. Okay, cool... perfekt, perfekt.
Ich dachte, ich würde Julien alleine treffen.
Als ich ankam, war ich deshalb überrascht, ihn mit zwei anderen Männer zu sehen,
von denen einer ein SOCO- Sicherheitsdienstleister war.
John Sicherheitsdienstleister für SOCO
Bitte seien Sie vorsichtig damit.
Ich hasse das.
Wenn du jetzt den Abzug drückst, geht sie los.
Ich hasse es, wenn sie das tun.
Nicht mal gesichert.
Wir kommen uns einfach so nahe.
Wir sprechen heute Abend also Englisch?
Nein, Französisch.
Mein Französisch ist etwas scheiße...
Als was definieren Sie sich?
Einige Leute würden behaupten, ich sei ein Söldner.
Sie sind ein Söldner?
Für einige Leute ja, für einige Leute nicht.
John war der Typ verrückter britischer
Ex-Spezialeinheitler,
der damit prahlte, in all diesen verrückten Situationen gewesen zu sein,
viele Leute getötet zu haben,
und er sagte schreckliche Dinge über Kongolesen.
Die Leute hier sind nett, aber ich sage dir eines,
die sind blutrünstig.
Sie töten um des Tötens willen und sie stehen verdammt darauf.
Es hat viele Rebellen...
du schaust sie an und denkt sofort...
Die Stimmung ist aufgeheizt und du denkst...
-es macht ihnen Spaß. -Verflucht verrückt, ja?
Sie stehen drauf, und du kannst nichts dagegen tun.
Man kann sie nicht erziehen, man kann sie nicht...
Kultivieren?
Es gibt nichts, was man an ihrer Mentalität ändern kann,
weil sie verflucht urzeitlich ist.
Sie ist urzeitlich, sie ist uralt, angeborene Psychologie
die du verflucht nochmal nicht ändern kannst.
Sprechen Sie denn nicht mit diesen Leuten?
Mit wem?
-Welche? -Mit welchen?
-Den Rebellen? -Ja.
Wir sprechen jeden Tag mit denen. Naja, nicht ich, unsere Subunternehmer.
SOCO-Subunternehmer sind in täglichen Gesprächen mit Rebellengruppen...
und bezahlen sie vermutlich sogar dafür, in der Gegend arbeiten zu können.
Obwohl, Julien behauptet, an all dem nicht beteiligt zu sein.
Wir verhandeln nicht mit den Rebellen.
Man muss ihnen Geld geben, um durch die Gegend reisen zu können.
Was glaubst du, was du mit D&A machst?
Was glaubst du, wieviel SOCO deiner Meinung nach gezahlt hat...
Halt den Mund!
- Komm schon! - Lass es!
Wir haben eine Journalistin hier.
Wenn du ehrlich sein willst, sei ehrlich.
Und solange du sie bezahlst und bei Laune hältst, arbeiten sie mit dir zusammen.
Julien deutete an,
dass sie ihre Sicherheitsfirma dafür bezahlen, alle Sicherheitsbelange handzuhaben,
die Sicherheitsfirma erhält also einen bestimmten Geldbetrag,
mit dem sie dann tun kann, was nötig ist.
Ich selbst habe nie mit einem Scheiß-Rebellen gesprochen.
Deshalb vergeben wir diesen Scheiß an Subunternehmer.
Wer bezahlt das verdammte Geld? Ihr oder die?
-Subunternehmer. -Nein, damit kommst du nicht davon.
Es spielt keine Rolle, woher das Geld kommt.
Natürlich tut es das, ohne das Geld kommt der Job nicht zustande.
Scheiß-Zivilisten werden nicht getötet.
Du hast keinen Krieg.
Es ist das Geld, das alles antreibt.
Denen Geld zu geben und dann zu sagen, es hat nichts mit uns zu tun...
Das ist einfach nur verdammt heuchlerisch.
Weißt du, es ist nur... so spielst du Gott.
Aber wenn du es schon tust, dann steh wenigstens auch dazu!
Es ist Business. Es ist Business. Und Business ist Business.
Das war knifflig.
Solche Dinge hört man sonst nur in Filmen...
und das im echten Leben von Leuten zu hören, mit denen man zu Abend isst...
Jetzt erkennen wir den Wert dieses Parks,
was den Bergbausektor betrifft.
Dieser Park ist eine einzige Scheiß-Mine.
Könnte gewaltig sein.
-Mit unserem Insiderwissen, verrückt... -Es ist gewaltig.
...das Geld, das du rausholen könntest.
Was die jetzt verteidigen, ich bin nicht sicher, ob es dabei nur um Tiere geht.
Ich bin überhaupt nicht sicher.
Es sind nicht Gorillas, sagen wirs mal so.
Ich glaube nicht, dass ich so stark involviert sein könnte,
um den Scheiß zu tun, den die tun.
Solange die nicht Diamanten scheißen und Eisenerz pissen,
sind denen die Gorillas scheißegal.
Scheiße, es ist ein Affe, wen interessiert ein Scheiß-Affe?
Wir sind sehr besorgt über die Kämpfe.
Wir hören so viele Bomben.
Viele, viele, viele Bomben.
Wenn die Gorillas die Bomben hören,
suchen sie die Nähe der Pfleger.
Nun, wir hörten heftige Feuergefechte,
und dann plötzlich bewegten sich all diese Panzer
in Richtung Süden, weg von der Frontlinie.
Einige der Soldaten, mit denen wir sprechen konnten,
sagten, sie seien gerade in einen Hinterhalt geraten,
und jetzt treten sie den Rückzug an.
Zuallererst: Wie Sie alle wissen,
gab es gestern Zusammenstöße
und die Kämpfe um Bunagana haben sich verschärft.
Aber wir müssen uns für den Fall vorbereiten,
dass sich die Kämpfe ausbreiten und uns hier in Rumangabo erreichen.
Hier ist Melanie.
Sie sind auf dem Weg hierher.
Ja, die M23.
Und die Armee flieht in Richtung Bukavu.
Die Dorfbewohner sind am Aufbrechen.
Wir werden hierbleiben.
Ich möchte nur über das Futter für die Gorillas Bescheid wissen.
Für wieviele Tage haben wir Vorräte übrig?
Zwei Tage ungefähr.
Die M23-Rebellen sind in Rubare, okay?
Wenn sie Mwaro abriegeln, müssen wir mit dem auskommen, was wir haben.
Hi, hier ist Melanie. Kannst du mich hören?
Hi... Ich kann dich nicht sehr gut hören,
aber die M23 ist dabei, die Stadt einzunehmen.
Die kongolesische Armee ist auf der Flucht.
Der Gouverneur wurde evakuiert.
Wir denken, wir haben ein Problem.
Die Gefahr ist nahe.
Guyguy Mitamba Sicherheitschef
Guten Morgen nochmals.
Bei den Detonationen, die ihr vor einiger Zeit gehört habt,
handelt es sich um M23-Rebellenaktionen.
Haltet eure wichtigsten Sachen gepackt und seid bereit für die Evakuation.
Wir fahren nach Kibati, okay?
Es ist etwas weiter entfernt.
Wie bitte, gibt es ein Problem?
Ich beginne damit, die Namen aufzurufen.
Wenn ihr euren Namen hört,
nehmt eure Kinder und stellt euch dort hin, damit ich euch sehen kann.
Wenn es zu viel Gepäck hat, lasse ich es hier!
Sie rücken vor.
Sie sind fast in Kalengera.
Wir müssen uns beeilen.
Wenn alle da sind, müssen wir mit der Evakuation beginnen.
Ja, lasst uns alle evakuieren, die bereit sind.
Die Kämpfe sind direkt neben uns ausgebrochen.
Ich weiß nicht, ob wir das Richtige tun.
Hi, geht es ihm gut?
Nein, er ist wirklich geschwächt.
Was hat das verursacht?
Durchfall. Er litt die ganze letzte Nacht an Durchfall.
Aber gestern hat er gespielt und gefressen.
Wie heißt er?
Kaboko.
Ah, das ist also Kaboko.
Er leidet.
Du kannst sehen, dass er leidet.
Innocent Mburanumwe Aufseher, Südsektor Virungas
Falls sie uns auffordern, unsere Waffen abzuliefern...
Ja.
...müssen wir rasch reagieren und sie verstecken.
Wenn sie uns auffordern, und glaube mir, ich kenne sie gut,
wäre das schlimmer, als du denkst.
Wenn sie uns befehlen, sie auszuhändigen...
Sie alle kennen die Situation.
Die M23-Rebellen werden gleich hier sein.
Unsere Aufgabe ist es nun, die Station zu schützen.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Zone unter die Kontrolle von M23 gerät.
Und ich zähle darauf, dass Sie bei mir bleiben.
Unsere Rolle besteht einfach darin, hierzubleiben
und uns um die Station zu kümmern, die für den Park da ist.
Wenn sie hierher kommen, können wir nicht gegen sie kämpfen.
Ich werde der Letzte sein, der Rumangabo verläßt.
- Halt an, halt an! Warte! - Ja, ja, ja, ja!
- Schnell, lass uns gehn! - Steigen Sie ein!
- Hier, hier, hier! - Schnell, schnell, schnell!
Presse. Presse. Presse. Ja.
Nach Ihusi. Ja.
Die kongolesische Armee ist daran,
rund um die Station Stellung zu beziehen.
Rutshuru ist unter der Kontrolle von M23.
-Ach ja? -Ja.
Dann sitzen wir hier fest.
Ja, ich denke schon.
Viele Menschen haben Rumangabo verlassen.
Aber für mich...
Ich fühlte mich verpflichtet, hier bei den Gorillas zu bleiben.
Du musst rechtfertigen, warum du hier auf dieser Erde bist.
Gorillas rechtfertigen, warum ich hier bin.
Sie sind mein Leben.
Wenn es also ums Sterben geht,
werde ich für die Gorillas sterben.
Wir sind benachrichtigt worden,
dass der Feind auf dem Weg ist.
Sie wissen, weshalb wir hier sind.
Hätten sie ihre Stellung noch näher bezogen,
säßen wir zwischen Hammer und Amboss.
Wir sitzen auch so schon zwischen Hammer und Amboss.
Ja.
Sie sind hier.
Ja, die M23 ist in Rumangabo.
O Mama! Mama!
Bis am frühen Sonntagmorgen war das ganze Gebiet hier
unter der Kontrolle der kongolesischen Armee
und ihrer Verbündeten, den Friedenstruppen der Vereinten Nationen.
Aber das hat sich nun gewendet,
und diese Rebellen hier sind jetzt in unmittelbarer Nähe
der Provinzhauptstadt Goma.
Goma Südgrenze Virungas
Die M23-Rebellen sind hier.
Sie sind eingedrungen.
Es gibt also nichts. Keine kongolesischen Soldaten mehr. Sie sind abgezogen.
Das Land ist verkauft.
Virunga-Hauptsitz Rumangabo, Südsektor Virungas
Es war sehr schwierig für den Tierarzt,
herzukommen, wegen des Krieges.
Die ganze Nacht war ich bei ihm.
Um 3:00 Uhr wurde er sehr schwach,
um 5:00 Uhr
verloren wir unseren liebenswerten Gorilla Kaboko.
Er hat diese Welt verlassen.
Ja.
Unser Gebiet ist nun von den M23-Milizen überrannt worden.
Das hat für uns ein enormes Maß an Unsicherheit geschaffen.
Es war unmöglich für uns, wegzugehen,
denn würden wir weggehen, verlören wir alles.
Wir verlören den Park und die Tierwelt wäre in Gefahr,
und wir verlören alles, was wir in den letzten Jahren
aufgebaut haben, um diesen Park am Leben zu erhalten.
Es gab sehr heftigen Beschuss und zahlreiche Feuergefechte.
Viele Menschen in den Dörfern wurden verletzt.
Einige kamen auf der Suche nach Hilfe hierher, und wir taten unser Bestes, um ihnen zu helfen,
aber sie waren sehr schwer verletzt, und einige von ihnen starben.
Es war wahrscheinlich die gewalttätigste Phase, die wir je erlebt haben.
Kanyaruchinya, Flüchtlingscamp Südgrenze Virungas
Hier lebten etwa 60 000 Vertriebene,
und sie sind alle verschwunden.
Spital Heal Africa, Goma Südgrenze Virungas
In den letzten Tagen
hatten wir viele Verwundete.
Die meisten sind Kinder.
All diese Leute haben Schußverletzungen.
Dieser wäre fast gestorben, aber wir gaben ihm eine Bluttransfusion.
Baby.
Wissen Sie, wie alt er ist?
Fünf... er ist fünfjährig.
Es ist das Geld, das alles antreibt.
Jetzt erkennen wir den Wert dieses Parks.
Ja, wir verlangen einen Prozentanteil.
Ohne uns können die kein Öl gewinnen.
Es ist Business. Es ist Business. Und Business ist Business.
Nun kommen also Todesdrohungen.
Todesdrohungen von beiden Seiten.
Einige Leute drohen damit, de Merode umzubringen.
Es kommt nicht von uns, wir wissen nicht, von wem.
Sie wissen, dass die Blockade von ihm ausgeht.
Die werden ihn umbringen.
Diese Firma arbeitet mit dem gleichen Mangel an Transparenz,
den dieses Land schon so oft erlebt hat,
und das trägt zum Konflikt bei.
Wovor ich wirklich Angst habe, wenn dies veröffentlicht werden wird, ist,
dass die Leute es lesen und...
dann einfach mit ihrem Leben weitermachen und nichts wird dagegen unternommen.
Für mich ist es nicht einfach eine weitere fragwürdige Firma in Afrika.
Es ist eine Firma, die eine der einzigen Hoffnungen der Region angegriffen hat.
Es ist heftig.
Und eigentlich ist es ziemlich traurig.
Berggorilla-Habitat Südsektor Virungas
Die Kämpfe in diesem Gebiet waren sehr heftig,
was dazu führte, dass wir die Gorillas nicht finden konnten.
Wir sind sehr besorgt um ihre Sicherheit.
Nun konnten wir endlich zurückkehren.
Das werden wir feiern.
Dort ist ein noch kleineres.
Es ist nur drei Monate alt.
Nachwuchs.
Das sind sehr, sehr gute Neuigkeiten.
Ndakasi!
Ndakasi.
Kaboko war das einzige Männchen,
das wir hier im Zentrum Senkwekwe hatten.
In meinem Herzen vermisse ich ihn immer noch.
Ich vermisse ihn wirklich.
Aber ich verstehe mittlerweile, dass so etwas immer geschehen kann.
Sogar die anderen Gorillas, vor allem Maisha...
auch Maisha hat Kaboko verloren.
Aber...
wir versuchen zu begreifen, dass das Leben weitergeht.
Ich habe mich bereiterklärt, mein Bestes zu geben,
damit die Tierwelt trotz allem Druck geschützt werden kann.
Trotz aller Geldgier.
Trotz allem.
Alles, was mir zustoßen könnte,
würde ich akzeptieren.
Ich bin nichts Besonderes.
Wir können nicht tatenlos zusehen und sagen: "SOCO, macht weiter".
Am Ende werden wir gerichtet werden...
wenn wir einfach zusehen, wie der Park verschwindet.
Aber unser Wunsch ist, dass dieser Park für immer bleibt.
Im September 2013 versuchte Rodrigue, SOCO-Leute daran zu hindern,
ein illegales Bauwerk im Park zu errichten.
Am nächsten Tag wurde er verhaftet, gefoltert und ohne Anklage 17 Tage festgehalten.
Im April 2014 reichte Emmanuel einen Bericht über die Aktivitäten
von SOCO bei den kongolesischen Justizbehörden ein.
Auf dem Rückweg zum Park geriet er in einen Hinterhalt und wurde angeschossen.
Er überlebte.
Entgegen ihrem Versprechen im Juni 2014 hat sich SOCO nicht aus Virunga zurückgezogen.
Das Unternehmen fährt fort, den Park zu unterminieren.
Wenn Sie zum Schutz von Virunga beitragen möchten: virungamovie.com
Die Antwort von SOCO International auf den Film
SOCO bestreitet, dass ihre Aktivitäten im Park illegal sind.
Sie habe sich zur Einhaltung der Gesetze verpflichtet.
SOCO besteht darauf, niemals im Lebensraum der Berggorillas,
den Virunga-Vulkanen oder dem Virunga- Regenwald tätig zu werden.
SOCO behauptet, nicht in den Park eingebrochen zu sein.
Ihre Mitarbeiter seien dabei nicht "formell anwesend" gewesen.
SOCO erklärt, Julien und John arbeiteten nicht mehr dort.
Sie bestreitet zudem, dass Captain Feruzi in ihrem Auftrag gehandelt hat.
SOCO erklärt, sich zu ehrlicher und ethischer Geschäftsführung verpflichtet zu haben.
Gesundheit und Sicherheit von Menschen sowie Umweltschutz hätten weiterhin Priorität.
Keiner ihrer Mitarbeiter/Subunternehmer sei an Verhandlungen mit Rebellen beteiligt gewesen.
Solches Verhalten werde von SOCO niemals geduldet.
Im Gedenken an die Wildhüter, die ihr Leben im Kampf für den Frieden im Ostkongo verloren.
Und was André betrifft...
Seine Familie ist um einen Waisen gewachsen.
Sein Name ist Matabishi.
Untertitel: smigge // subscene.com/u/971011
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