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Original subtitles

Reich und berühmt

Merry?

Wo steckst du?

Was machst du denn im Schrank?

Ich dachte, du bist die Aufpasserin.

Um Himmels willen. Das Taxi wartet.

- Komm, bist du so weit? - Ich bin so weit.

- Nimmst du ihn mit? - Ist das albern?

Du willst vielleicht keinen Abschluss machen,

aber er vielleicht schon, er ist seit Jahren hier.

Ich könnte Hamburger nie zurücklassen. Er ist wie meine Familie,

- schon seit ich ein Kind war. - Los.

Gib mir das.

- Liz? - Ja?

Vielleicht sollte er doch hierbleiben und dir Gesellschaft leisten.

Schon ok.

- Komm, Merry. - Ok, ok.

Liz, sag mal. Bist du nicht ein kleines bisschen eifersüchtig?

Spinnst du?

Doug ist eher dein Typ als meiner.

Er mag dieselben langweiligen Bücher.

Er ist so klug.

Hab ich dir erzählt, dass er jetzt Pfeife raucht?

Ich schwöre bei allem, was dir heilig ist,

dass ich dich wegen Doug nicht beneide.

Du bist zuerst mit ihm ausgegangen.

Wenn wir uns das nächste Mal sehen, bin ich eine verheiratete Frau.

Was meinst du?

Ich bin dann noch eine unverheiratete Frau.

- Da ist er. - Oh.

Doug.

Doug.

Hi.

Hallo, Doug.

- Warst du brav? - Vollkommen.

Siehst du, was ich meinte?

Wir sollten los.

Ich will dir deine Mitbewohnerin nicht stehlen. Sie ist mir gefolgt,

bis nach Kalifornien.

Ja. Ihr Ratten.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Leben.

Und gute Reise. Alles, was dazugehört.

Du bist mir was schuldig.

Wenn man von Erfolg versprechenden Anfängen redet,

kommt man um die Karriere von Liz Hamilton nicht umhin.

Bereits mit ihrem 1. Roman, Lied der Nacht,

hat sie für Aufmerksamkeit gesorgt.

Eine bemerkenswerte Leistung,

weil sie damit den Preis der Autoren gewonnen hat,

obwohl sie erst Anfang 20 war.

Ihre Essays und Kritiken sind in verschiedenen Magazinen erschienen.

Und ihr 2. Roman ist für Ende des Jahres angekündigt.

Oder vielleicht für das Frühjahr 1970,

wenn sie dazu kommt.

Oh, sieh mal. Oh, Gott.

- Obwohl sie sich nicht... - Hi.

- Liz. - ...mit feministischer Politik identifiziert,

sind Ihre Werke an und für sich

eine Beschreibung des feministischen Lebens.

Ein Plädoyer für feministische Ethik,

ein Verlangen für den nötigen Raum, um Frau zu sein.

Ich freue mich sehr, dass sie heute bei uns ist.

Bitte heißen Sie Liz Hamilton willkommen.

Ja.

Danke.

Meinen herzlichen Dank an Professorin Fields.

Und meinen aufrichtigen Dank an die Frauenpartei,

die mich in diese warmen Gefilde haben einfliegen lassen.

Und mir so einen warmen Empfang bereitet haben.

Ich weiß nicht, ob das ausschließlich ein weiblicher Instinkt ist,

aber ich brauche viel Wärme.

Vielleicht hat Professorin Fields recht,

ich befasse mich nicht mit feministischer Politik.

Warum nicht?

Vielleicht weil ich mich zu sehr aufs Schreiben konzentriere.

Dem Schreiben und der Lähmung, die damit einhergeht.

Ich weiß nicht, warum, aber viele Autoren,

müssen sich täglich mit ihren Ängsten auseinandersetzen.

Aber wie James M. Cain mal sagte:

"Wenn das, was du schreibst, dich bei Nacht nicht wach hält,

dann schlafen die Leser auch ein."

Ich muss etwas beichten.

Ich habe ältere Männer mein Leben lang geliebt.

Mein Vater war schon älter, als ich zur Welt kam.

Und noch älter, als er gestorben ist.

Mein 1. Roman ist eine Erinnerung an ihn.

Und dafür werde ich mich bestimmt nicht entschuldigen.

Und hier unterhalten wir unsere Gäste.

Das Haus ist winzig, aber kleine Strandhäuser

kosten so viel wie daheim eine Villa.

- Doug. - Hi, Daddy.

Falls du es vergessen hast,

dieser gut aussehende Herr ist mein Mann.

- Also, wie findest du es? - Was?

- Unser Haus. - Sagenhaft.

Doug gefällt es gar nicht, dass wir so weit weg vom Labor wohnen.

Aber in Pasadena könnte ich es nicht aushalten.

Geh zu Daddy.

Schatz, schau mal, wer da ist.

- Hi. - Hi, Doug.

- Du siehst toll aus. - Gleichfalls.

- Sie ist wunderschön. - Ist sie das?

Lass mal sehen.

Du siehst wirklich nicht schlecht aus.

Und dazu noch berühmt. Debby, nimm die Hand aus der Hose.

Du hättest sehen sollen, wie die Mädchen sie bewundert haben.

Debby, wir alle haben interessante Sachen unter unseren Kleidern,

aber wir fummeln nicht daran herum.

Du warst also ein großer Erfolg auf dem Campus?

Ich wurde geteert, aber nicht gefedert.

So was nennen wir hier einen Hit.

Douglas, fang nicht damit an.

Im Malibu reden alle wie im Showbusiness.

Liz interessiert sich nicht für Albernheiten aus Hollywood.

Sie ist eine Autorin aus New York. Stimmt, Schatz?

Sie trinkt ihren Kaffee jeden Tag im Plaza Hotel.

Ihre Steaks isst sie im Four Seasons an der Park Avenue.

Sehr beeindruckend.

Meinen Kaffee trinke ich aus einer Plastiktasse.

Das ist noch beeindruckender.

Wenn es nach ihm ginge, wären wir die ganze Zeit bei Caltech.

Die Leute vom College sind wie die in Atlanta, nur noch verlogener.

Kann ich mich nicht mit deinem Mann unterhalten?

Später. Wir machen ein Fest für dich.

Er hat sich bereit erklärt, heute mal nicht zu arbeiten.

- Eine Party? - Außer dir kenne ich keine Prominente.

- So prominent bin ich nicht, Merry. - Ach was.

Das wird denen hier guttun, sie sind viel zu prominent.

Oh, Liz, Schatz, schau mal, das ist Kent.

Das ist Kent, das ist Liz.

Hi.

Fang nicht an zu schwärmen, das ist ihm peinlich.

Keine Sorge. Wenn etwas Peinliches passiert, dann nur mir.

Tut mir leid, ich habe Ihre Bücher nicht gelesen.

Oh, es gibt nur eins.

Es ist wunderbar, sogar die Teile, die ich nicht verstehe.

Welche Teile?

Die unbekannten Teile.

- Ist sie nicht was Besonderes? - Aber, Merry, warte...

Wie geht es dir?

- Betrunken. - Darauf arbeite ich noch hin.

Was redest du mit dem Barkeeper? Halb Hollywood ist hier.

Ja?

Wollen wir spazieren gehen?

- Lässt sie dich von der Leine? - Sie mag es, wenn ich rebelliere.

Hey, du bist dran.

Ich erzähl gerade was.

Wie läuft das Buch?

Die ersten 100 Seiten? Hervorragend.

Ich habe sie in 5 Jahren 5-mal umgeschrieben.

Ist das beim Schreiben normal?

Ich schreibe normalerweise nicht.

Ich bin blockiert. Ist das nicht humorlos?

Was ist mit dem Franzosen?

Fährst du noch auf ihn ab?

Abfahren? So reden doch nur Hippies.

So reden sie in Kalifornien, glaube ich.

Also?

Ich war damals sehr jung.

Paris war sehr alt.

Er war so ernsthaft. Und ich war schüchtern.

- Er hatte alles in der Hand. - Und jetzt?

Ich wünschte, sie würden einen vor der Liebe warnen.

Vor der 1. Liebe.

Man sucht sich immer den Schlimmsten aus.

Und davon erholt man sich nie. Nicht vom 1. Niemals.

Was kommt nach dem Franzosen?

Im Moment nichts.

Ich habe keinen Liebhaber, sondern einen Therapeuten.

Das nenne ich humorlos.

Er sagt, wenn ich wieder schreiben kann, dann kann ich auch lieben.

Aber was er meint, ist wieder vögeln.

Entschuldige, Doug, der Mann ist Freudianer.

Vielleicht ist es umgekehrt. Erst lieben, dann schreiben.

- Das habe ich auch gesagt. - Und was meinte er?

Er sagt, mein Problem ist, dass ich nicht schreibe.

Haben wir die Party verpasst?

- Die Party ist vorbei. - Tut mir leid.

Die Leute hier sind argwöhnisch.

Wenn ein verheirateter Mann

mit der besten Freundin seiner Frau verschwindet,

dann werden sie argwöhnisch.

Dann sollten wir umziehen, ändern tue ich mich nicht.

Es ist meine Schuld.

Das wissen Sie. Morgen Abend ist David Steinberg hier.

Und am Freitag haben wir Joe Namath, der...

Joe wird keinen Monolog halten, weil er zu lange braucht.

Kuss? Ich bin nicht mehr sauer.

- Besser. - Das war mein Bestes.

- Danke, Doug. - Danke.

Gute Nacht.

Gute Nacht, Schatz.

Merry, danke.

Wofür?

Dafür, dass du da bist.

Als ich aus Paris geflohen bin, warst du für mich da.

Als ich mich verkriechen wollte, bis die Kritiken erschienen sind,

da hast du mir die Tür aufgemacht.

Und die Party.

Oh, die kleine Party. Vergiss es.

Ich habe immer gesagt, wenn meine Bücher Erfolg haben,

dann kauf ich dir einen Nerzmantel.

- Zobel. - Gut, Zobel.

Es war doch ein Erfolg. Du warst in der Newsweek, Schatz.

In die Newsweek kommen viele, die kein Geld haben.

Ein paar von den Filmleuten hier haben schon von dir gehört.

Die sind alle reich und berühmt.

Du bist nur berühmt, das ist viel schwieriger.

Du hattest immer Glück.

Ein gut aussehender Mann.

Eine wunderschöne Tochter.

Und du kannst nähen.

- Willst du etwa trinken? - Nur ein bisschen.

Warum?

Ich wollte mit dir reden.

Ich kann trinken und reden. Los.

Liz, ich bin so stolz, dass aus dir was Nützliches geworden ist.

Nützlich wie ein Tischbein?

Was mache ich schon? Ich sitze hier und nähe, wie meine Oma,

und gebe meinem Mann einen Abschiedskuss, wenn er arbeiten geht.

Du trinkst Tee mit Rock Hudson.

Oh, das sind auch alles nur Menschen.

Die haben dieselben Probleme wie du und ich.

Darüber ließe sich streiten.

Z. B. dieser nette Kerl von nebenan.

Für dich ist dieser nette Kerl nur ein Nachbar,

aber viele Frauen träumen von ihm.

Sag ich ja.

Er ist ein Filmstar, aber er ist nicht glücklich.

Er ist immer am trübsalblasen,

dann kommt er her und isst ein Thunfischsandwich.

Er hat viel Zeit, daheim zu sitzen, und sich den Kopf zu zerbrechen.

- Worüber? - Er hatte 3 Frauen.

Keine von denen taugt was.

Er hat angefangen, Drogen zu nehmen. Sogar in die Nase.

Hier, ich suche mal den Teil über Kent.

Hier ist der Teil, der Teil über Kent.

Vielleicht sollte ich besser am Anfang anfangen.

Womit anfangen?

- Was ist das? - Also.

Liz, ich weiß, es klingt albern, aber das ist ein Roman.

Diese ganze Kiste.

Wie wunderbar.

Oh nein.

Die Kommas sitzen noch nicht so, wie bei dir,

aber ich meine es völlig ernst.

Die Leute von hier, die sitzen immer am Strand.

Und es ist genau wie daheim.

Sie haben Probleme, Schatz, und die erzählen sie mir.

Weil ich gerne zuhöre.

Und dann schreibst du darüber.

Ich habe die Namen geändert.

- Oh, gut. - Willst du es nicht hören?

Lass es mich lesen. Das ist einfacher.

Nein, es ist alles unordentlich. Ich lese es besser.

- Alles? - Oh, Liz, hast du was dagegen?

Wir fangen einfach an und schauen, wie weit wir kommen, ok?

Du findest es sicher schlimm, aber ist das ok?

Ok.

Es hat einen Titel.

Es heißt Ein Haus am Meer. Damit man an Malibu denkt.

"Das war das 1. Mal für Laurelle Jordan.

Das 1. Mal, dass sie in New York war, im Plaza Hotel."

"Und da sie ein Mädchen aus Dallas war, spazierte sie in die Bar

mit der Arroganz einer reichen, texanischen Erbin."

- Du betrinkst dich doch nicht, oder? - Ich hör dir zu.

"Und wie sie so dasaß und mit der Olive in ihrem kristallklaren Drink spielte,

trug sie einen Cowboyhut."

"Aber dieser Cowboyhut war aus Nerz."

"Die kleinen Tiere, die ihr Leben dafür gegeben haben,

kamen alle aus Sibirien."

Zu ihren Füßen war der Sand, und so mannigfaltig wie die Sandkörner,

waren die Erinnerungen ihrer Jahre,

Brad, Elliot, Gerald...

die in ihr Leben gekommen waren, wie die Flut, die ihre Füße umspülte.

Alles war von der Ebbe weggetragen worden, so weit weg.

Und alles, was ihr blieb, waren ihre Erinnerungen

und das Haus am Meer."

War es ok?

Warum sind sie am Ende immer einsam?

Wer?

Die Frauen in diesen Geschichten, sie sind am Ende immer allein.

Hat es dir gefallen?

Es hat mich umgehauen.

Ist das was Gutes?

Selbst die Mona Lisa hat mich nicht umgehauen.

- Willst du Kaffee? - Hast du noch Scotch?

Meinst du nicht, es reicht?

Einen Gute-Nacht-Schluck. Oder einen Guten-Morgen-Schluck.

Ich will nicht, dass du mich anlügst, Liz.

Keine Sorge. Um lügen zu können, muss ich ausgeschlafen sein.

Hat dir mein Buch gefallen?

Wie lange hast du dafür gebraucht?

Oh, fast ein Jahr. Mal sehen,

ich habe angefangen, als Debby...

also 8 Monate, immer am Nachmittag.

8 Monate, immer nachmittags?

Was hast du vor? Willst du es verlegen lassen?

Das wollte ich dich fragen.

Nur zu. Frag mich.

Mir gefällt dein Tonfall nicht, Liz.

Was stimmt denn nicht mit meinem Tonfall?

Das Feuilleton der New York Times nannte mich einen "Meister der Ironie".

Trink deinen Gin und geh schlafen.

Du willst, dass ich dein Buch Jules Levi zeige.

Ich will, dass du das tust, was du für richtig hältst.

- Jules Levi ist der Falsche, Merry. - Warum?

Er will alles seinen Vorstellungen angepasst haben.

Er sieht aus wie ein Apfel, den der Butler jeden Tag poliert.

Er ist der wichtigste Verleger überhaupt.

Er hält sich selbst für wichtig.

Liz, würdest du...

Würdest du es Jules Levi zeigen?

Sag ihm, es ist keine Übersetzung aus dem Russischen.

Ich bin kein Flüchtling aus Osteuropa.

- Aber ich weiß, wie es ist... - Gefühle zu haben.

- Du weißt, wie es ist, Gefühle zu haben. - Nehme ich an.

Nein, das ist keine Annahme. Eine Feststellung von der Meisterin der Ironie.

Merry Blake weiß, wie es ist, Gefühle zu haben.

Das ist so gut wie Geld in der Tasche.

Aber nicht der Tasche von Jules Levi.

Er hat keine Taschen.

- Seine Anzüge sind maßgeschneidert. - Warum nicht Jules Levi?

Jules Levi interessiert nur die Kunst. Ernst zu nehmende Kunst.

Das wird er dir bestätigen.

Und ernsthafte Kunst interessiert hierzulande nur Homosexuelle und Juden.

- Sag so was nicht. - Was? Homosexuell oder Jude?

Ich könnte dich schlagen und nichts dabei verspüren.

Wenn ich noch einen Gin trinke, spüre ich auch nichts mehr.

Ist es so schlimm, dass ich ein Buch geschrieben habe? Bist du neidisch?

Nichts.

Ist es was Schlimmes, 8 Monate lang mit Bällen zu jonglieren?

Vielleicht sollte ich auch mit Bällen jonglieren.

Aber ich schreibe immer nur die ersten 100 Seiten um,

um den polierten Apfel von einem Verleger zu beeindrucken.

Er wartet seit Jahren auf mein sogenanntes Nachfolgewerk.

Weißt du, wie es ist, wenn man blockiert ist?

Hättest du dir nicht ein paar Neurosen zulegen können?

Warum willst du nichts Anspruchsvolles schreiben,

etwas, was die Schwulen

im zionistischen Frauenklub aus den Socken haut?

Was soll das ganze Geschrei?

Liz ist einfach nur eine Zicke, wie wir daheim sagen.

Wir sind aber nicht daheim, wir sind im Westen.

Hör auf, ständig Atlanta zu zitieren, wie die Evangelien.

Atlanta ist gefallen. Hast du das nicht gehört?

Sherman hat uns weitere Weisheiten des zitierfreudigen Südens erspart.

Wie wär's mit einem Zitat aus Paris, Fräulein Neunmalklug?

Ok.

In Paris lebte mal ein Mann, der übrigens

sowohl homosexuell, als auch Jude war.

Er hat ein Buch in 7 Bändern geschrieben,

das heute noch als Meisterwerk gilt.

Er hatte so viel Sprengstoff im Kopf,

dass er in die Gummizelle musste, sonst hätte er sich selbst gesprengt.

Proust, Marcel Proust.

Er hatte den Anstand, für seine Kunst zu leiden.

Und er hat nicht einfach nur die Thunfischbrötchen

auf dem Plastiktisch zur Seite geschoben, um zu schreiben.

Hat hier niemand geschlafen?

Liz Hamilton, es ist meine Pflicht, dich an ein Versprechen zu erinnern,

das du mir in unserer Zeit am College abgerungen hast.

Ich sollte dir versprechen, es dir zu sagen, wenn du zu weit gehst

und meine Gefühle verletzt.

Und jetzt bist du zu weit gegangen. Also entschuldige dich.

Ich entschuldige mich.

Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht ehrlich war.

Du hast also gelogen.

Noch nicht. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass

das, was ich gleich tun werde, nur am Scotch oder Gin liegt.

Und was wirst du tun?

Mich übergeben.

Mein Buch hat ihr gefallen.

Keine Sorge, ich schlafe im Flugzeug.

Oh, und gib die bitte Merry wieder.

Und sag ihr Danke.

Ich wünschte, ich würde euch 2 verstehen.

Wieso solltest du das Geheimnis kennen? Wir tun's ja auch nicht.

Danke.

Es tut mir nur leid.

Warum? Du hast dich doch ganz normal verhalten.

Es tut mir leid, dass du nicht in der Nähe wohnst.

Wirklich?

Es wäre schön für Merry, wenn sie eine Freundin hätte.

Was für eine Freundin.

Du bist ok.

Tschüss, Doug.

Danke.

Passagiere nach St. Louis und Houston

bitte an Gate 30 einsteigen.

Trinken Sie nichts?

Auf diesem Flug nicht, danke.

Ich glaube, sie will nichts trinken.

Ein Schluck Wein. Das zählt doch nicht.

- Machen Sie mir keinen Vorwurf. - Sie sind untadelig.

Danke.

Zuerst war es schwer. Es war eine ganz schöne Umstellung.

Unfassbar.

Es muss schrecklich sein.

Den Ring konnte ich nie wieder ablegen.

Wie alt war sie?

Wenn ich fragen darf?

29.

Ich bin nur 2 Jahre älter.

Haben Sie Kinder?

Gott sei Dank nicht.

Haben Sie jemals einen Mann gekannt...

Haben Sie je einen Mann gekannt, der Sie so sehr geliebt hat,

dass er die Treppen hochgerannt ist, weil er nicht auf den Aufzug warten wollte?

Sie sind für Ihre Frau die Treppen hochgerannt?

Manchmal.

Ich habe nie in einem Haus mit Aufzug gewohnt.

Es hat seine Vorteile.

Was?

Möchten Sie einen letzten Drink, bevor wir Kennedy anfliegen?

Kennedy?

Nein. Danke.

Oh, Entschuldigung.

Oh, tut mir leid.

Der Kapitän hat das Nichtraucherzeichen angestellt,

in Vorbereitung auf den Landeanflug auf Kennedy.

Wir möchten Sie bitten, zu Ihren Sitzen zurückzukehren,

und Ihre Zigaretten auszumachen.

Wir möchten Sie bitten, die Rückenlehnen

in eine aufrechte Position zu bringen und Ihr Handgepäck

unter dem Sitz zu verstauen.

Das Geräusch, das Sie hören, ist das Fahrgestell,

dass zur Landung ausgefahren wird.

Das Geräusch, das Sie hören, ist der Rückwärtsgang,

mit dem der Kapitän unsere Fahrt abbremst.

Kapitän Price und sein Team heißen Sie

in New York willkommen

und bedanken sich dafür, dass Sie mit TWA geflogen sind.

Wir hoffen, die Reise hat Ihnen Spaß gemacht.

Ich arbeite hier in der Stadt. Vielleicht könnten wir...

Ich weiß noch nicht mal Ihren Nachnamen.

Max, es gibt Dinge, die sind perfekt, so wie sie sind.

- Wenn ich Ihnen meine Nummer gebe? - Tja...

Daddy, Daddy.

Max, Liebling, Gott sei Dank. Wir dachten schon, wir finden dich nicht.

Die Kinder haben sich seit dem Saw Mill River Parkway gestritten.

Ich wollte dich überraschen,

aber es wäre keine Überraschung gewesen, wenn wir dich verfehlt hätten.

- Kann ich Ihnen helfen? - Oh nein, nein. Nein, danke.

Mir wurde schon geholfen.

Gehen wir. Ich hab was Wunderbares zum Abendessen gemacht.

Du wirst es lieben.

Jules.

Willkommen daheim, mein Täubchen. Du bist aber braun.

Die New Yorker dort verlassen nie die Polo Lounge.

Ich hab ständig betrunken am Strand rumgelegen.

5 Jahre.

Und immer musste ich dich anrufen.

Ich hab mich schon wie ein verstoßener Liebhaber gefühlt. Endlich rufst du an.

Mit deinem Manuskript. Unglaublich.

Nicht ganz.

- Was trinkst du? - Scotch und Wasser.

Noch einen Martini-Cocktail, Mr. Levi?

Wenn eine Autorin ihren Verleger anruft, dann geht es um Geld oder Liebe.

- Das eine oder das andere. - Keines von beiden.

- Du hast noch Geld übrig? - Ja.

Du bist nicht verliebt?

Was das angeht, habe ich meinen Glauben verloren.

Wie meinst du das?

Mir wurde das letzte bisschen Vertrauen geraubt.

Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.

Dir kann niemand das Wasser reichen, Jules.

Wie wär's mit dem Original. Probier's, er ist fabelhaft.

- Das findet Sarah auch. - Welche Sarah?

Deine Frau. Sarah.

Ich verstehe nicht, warum sich so viele attraktive Frauen

mehr um die Gefühle meiner Frau kümmern als um meine.

Dein Roman.

Das ist nicht meiner.

Aber du hast gesagt, du bist fast fertig?

Bin ich auch, aber...

Seit ich wieder hier bin, bin ich von der Arbeit geradezu besessen.

- Ein paar Stunden pro Tag. - Was ist dann das?

Das hat eine Freundin geschrieben.

Meine älteste Freundin. Eine wahre Freundin. Ich danke, es hat Potenzial.

Ich geb's Allan zu lesen.

Nein, ich will, dass du es liest. Tu mir den Gefallen.

Worum geht es?

Gefühle.

Was für Gefühle?

Die Art von Gefühlen, die Leute in Malibu haben.

Malibu.

Kalifornien

Jedes Mal, wenn ich den Mund aufmache,

macht sich irgendein Yankee über mich lustig,

nur weil ich aus dem Süden komme.

Warum? Weil ich einen Akzent habe? Mir ist es egal.

Ich werd mich nicht zusammenkauern wie eine gesalzene Schnecke.

Ich bin stolz darauf, aus Atlanta zu kommen,

ich lese Vom Winde verweht 2-mal im Jahr.

2-mal im Jahr, wenn Merry Noel Blake

Margaret Mitchells phänomenalen Bestseller

liest, dann nicht nur wegen der Heimat.

Vielleicht vergleicht sie die Einnahmen.

Seit ihr 1. Buch,

Ein Haus am Meer, wie eine Gewehrsalve durch Hollywood ging,

und die Hälfte der Prominenten der Filmwelt bloßstellte,

hat sie sich mehr als nur als Autorin etabliert.

Sie ist sehr produktiv und hat bereits 5 Bestseller geschrieben,

und wurde so zu einer Institution der Verlagswelt.

Aber um welchen Preis.

Wir haben Merry immer geliebt. Ein anständiges Mädchen.

Sie glauben also nicht, dass Sie es sind, der in dem Buch beschrieben wird?

Sehe ich aus wie jemand, der...

Teenagerinnen! Irgend so einen Trottel könnte es erwischen...

Aber, ich meine, mit den Töchtern seiner Freunde?

Sogar mit der Tochter des Studiochefs?

Da muss man schon verrückt sein, um so was zu tun.

Es stimmt also nicht, dass Ihre Anwälte eine Klage gegen sie vorbereiten?

Nein. Mir tut es leid, dass Merry aus der Kolonie weggezogen ist.

Gemeinst ist die Kolonie in Malibu.

Der Schauplatz ihres 1. Romans.

Warum hat sie Malibu verlassen?

Ich weiß nicht. Irgendjemand hat ihr Auto angezündet.

Es ist schwer vorstellbar, dass die Pyramiden am Nil

oder die Sphinx mit ihrem mysteriösen Lächeln...

Du verpasst alles.

Es ist eine Wiederholung. Du hast es schon gesehen.

Für mich bitte auch einen.

Was willst du?

Die Hälfte von dem, was du trinkst.

Sie benutzt ein Pseudonym.

Ich war eine Art Weihnachtsgeschenk für meine Mama, also nannte sie mich

Merry Noel, M-E-R-R-Y.

Daheim nennen mich die Leute immer noch Merry Noel.

In ihrem 2. Buch, Cleo...

stellt sich Merry Blake eine moderne Cleopatra vor, die nach Amerika kommt

und sich in einen reichen Geschäftsmann verliebt,

- der an Gerald Ford erinnert. - Das ist deine Hälfte.

- Willst du nach New York? - Nein.

Ich hab einen Auftritt bei der Merv Griffin Show.

- Und was soll ich da machen? - Was machst du denn hier?

Tut mir leid.

Ich weiß, du liebst Vorwürfe, aber nicht ich habe das Projekt gestrichen,

sondern das Labor.

Ich hab gesagt, es tut mir leid.

Manchmal rutschen mir die Worte einfach so raus.

Wie ein Schlange aus dem Loch.

Hausmannskost.

Gefällt er dir?

Das ist er. Das ist der Titel.

Hausmannskost.

Es geht um Mama.

Ich weiß noch, dass sie Papa immer heimlich besucht hat.

Sie war 3-mal verheiratet und hat mit ihrem 3. Mann gelebt.

Und trotzdem hat sie sich heimlich in Motels mit Papa getroffen.

Sie war 60.

Mein Gott, sie war besessen.

Ich frage mich.

Was?

Sie muss Papa geliebt haben.

Von seiner 1. Liebe erholt man sich nie.

- Doug, so was weißt du? - Nein.

- Du hast es gesagt. - Ich hab es von Liz.

- Du redest mit Liz über Liebe? - Ja, haben wir.

- Wann? - Vor ein paar Jahren.

Doug, Schatz, Doug, würdest du mich eine Minute entschuldigen? Sekunde.

Bin gleich wieder da, Schatz. Bin gleich da.

Moment, ich bin gleich wieder da.

Eine Sekunde, Ok. Ich muss nur...

Hausmannskost

Mutter im Motel

1. Liebe

Dougy,

es tut mir leid.

Dougy-Dackelchen?

- Ich dachte, du wolltest... - Ich bin fertig.

Ohne mich?

Ich finde, man ist nur dann ehrlich, wenn man etwas macht,

was von Herzen kommt, wenn man die Dinge erzählt,

wie sie nun mal sind. So sehe ich das.

- Sie haben eine Tochter, nicht? - Ja, habe ich. Sie ist 14.

Ich frage mich, Merry Noel, was raten Sie ihr zum Thema Jungs?

Ich sage ihr das, was mir meine Mama gesagt hat.

Ich sage ihr, wenn du zu oft an Jungs denken musst,

dann steig lieber auf ein Pferd.

Sehr philosophisch, Ihre Mama.

Das war sie, ja.

Sind Sie als Mädchen viel geritten?

Oh nein, bin ich nicht, Merv. Ich mag keine Pferde.

Die sind mir zu groß. Aber ich mag Jockeys.

Ach?

Du bist früh dran.

Hi, Doug.

Du bist nicht bei der Merv Griffin Show?

Ich brauchte einen Drink.

- Ich wollte mir auch einen gönnen. - Ich auch.

Ich dachte, du bleibst bei Merry?

Sie verirrt sich immer auf dem Weg hierher.

Aber sie findet jeden Buchladen in Satsuma, Florida.

Ich mach mir keine Sorgen.

Ich weiß nicht, ob du mir betrunken lieber bist, oder nüchtern.

Kein Scotch?

Neben der Schreibmaschine.

Ach ja, so schafft man Literatur.

Knapp daneben.

Ich habe mit einem Schriftsteller Drinks gehabt.

Das ist doch literarisch, oder?

Der Schriftsteller? Seid ihr immer noch zusammen?

- Nein. - Ist seine Frau wieder aufgetaucht?

- Nein. - Du willst es mir nicht erzählen?

Es gibt nichts zu erzählen.

Die arme Liz.

Nach etwa, wie viel waren es? Nach 3 Jahren,

3,5 Jahren, mit Unterbrechungen, wurde mir klar,

dass mein Freund Paul mich als Unterbrechung ansieht.

Ich störe seine wichtigen Gedanken.

Arme Liz.

Keine Sorge. Ich hab ihm die besten Jahre geraubt.

Oh, Gott, das Huhn brennt an!

Wir waren so oft hier und ich habe dich noch nie in der Küche gesehen.

Ich gehe nicht in die Küche. Ich hab Angst vor Küchenschaben.

Ich möchte wieder hierherziehen.

Ich habe keine Angst vor Schaben.

Machst du Witze?

Sie rennen weg, wenn ich das Licht anmache. Die haben Angst vor mir.

Nein, ich meine mit dem Umzug.

Im Rockefeller Institut gibt es eine offene Stelle. Ich wollte mich bewerben.

- Will Merry wieder in New York wohnen? - Keine Ahnung, ich hab nicht gefragt.

- Meinst du nicht, dass du das solltest? - Liz.

In meinen Träumen wohne ich hier und komme vorbei.

- Und du kannst ein Huhn verbrennen. - Und wo ist Merry?

- Sie fliegt ein, zwischen Büchern. - Oh ja.

Das macht sie sowieso, sie fliegt ein zwischen Büchern.

- Böser Junge. - Hey, ich kann kochen.

Hab ich dir das erzählt? Ich habe früher Gourmet Magazine gelesen.

Ich will dich was fragen...

Wenn ich mir hier eine Wohnung nehme?

Ich kann Ente kochen, oder Jubiläumskirschen.

- Klingt gut. - Und ich lade dich ein.

Du willst also von Merry wegziehen,

zwischen Büchern, und ihre beste Freundin zur Ente einladen.

Und Jubiläumskirschen.

Und was dann?

- Wie geht es weiter in deinen Träumen? - Ich habe dir im College mal gesagt,

als ich mit Merry ging, dass wenn jemals eine Zeit kommt...

Du hast mir versprochen, das nie wieder zu erwähnen.

Ich hab gelogen.

Das ist Merry, Doug.

Doug.

Der Chauffeur hatte keine Ahnung, wo Minetta Lane ist.

Er musste einen Taxifahrer fragen.

Ich war so wütend, dass ich in das Taxi gestiegen bin,

und dann hat dieser Narr nicht mal das Village gefunden.

Verdammt. Wie ich sehe, hast du den Weg gefunden.

- Liz hat wunderbaren Scotch. - Willst du einen Drink, Merry?

Ich nicht. Er auch nicht. Warum gibst du ihm Alkohol?

Ein Huhn hat sie auch geopfert.

Na, toll, du bist betrunken. Großartig.

- Ich mach's. - Nein, ich mach's.

- Ich mach das. - Verdammt.

Ich hab ein Dexedrin genommen und das Haus geputzt.

Das hast du alles an einem Tag geschafft?

Oh, das liegt am Dexedrin. Ich hab nur zugeschaut.

Gute Nacht.

- Wohin gehst du? - Zurück ins Hotel.

- Warum? - Ich hab ein Vorstellungsgespräch.

Ich will mich in den Schlaf trinken. Allein.

Ahnst du überhaupt, wie kurz du davor bist,

- auf Parkbänken zu schlafen? - Na komm, Merry.

Ich wünschte, du würdest dem armen Doug

nicht immer Scotch einschenken und den Rücken kratzen.

Der arme Doug mag es, wenn man ihm den Rücken kratzt.

Es ist der Geist der Zuneigung,

und nicht der Geist des Weines, der Balsam für die Seele ist.

- Oje. - Könntest du dabei helfen?

Das ist keine Klinik für Alkoholiker.

Ich bin für die Promille meiner Gäste nicht verantwortlich.

Du hast keine Ahnung, wie er ist, seit er seinen Job wegen dem Suff verloren hat.

Das ist Quatsch. Wegen meinem Job habe ich nie gesoffen.

Ich habe nur gesoffen, um meinem Job als Gatte nachkommen zu können.

Dann bringst du das nächste Mal besser die Flasche ins Bett.

- Ich finde, wir sollten essen. - Mir macht er Vorwürfe,

klar, mir macht er Vorwürfe,

aber dabei ist er derjenige mit dem Charakterfehler.

Was fehlt, sind die intimen Teile meiner Anatomie.

Ekelerregend.

Ich mache mir Vorwürfe, weil ich sie dir als Opfer dargeboten habe.

- Ich wünschte, ich könnte dich opfern. - Hände weg von meiner Krawatte.

Wie dumm.

Es ist eine Szene aus einem deiner Bücher.

Es ist nicht dumm. Es ist nur Abfall.

- Abfall? - Abfall.

Hast du Abfall gesagt?

- Abfall. - Erfolgreicher Abfall.

Du hast verdammt recht.

Wer genügend Abfall produziert, hat bald einen Müllhaufen.

Abfall.

Von wegen Abfall.

Liz.

Doug.

Hi, Doug.

Ich hatte das Vorstellungsgespräch. Ich bin nicht der Richtige.

Das tut mir wirklich leid.

Es ist wohl besser so. Ich gehe nach Houston.

Es gibt eine Stelle bei der NASA, für die ich vielleicht der Richtige bin.

Das heißt, ich würde in Texas wohnen. Vorausgesetzt...

- Du meinst es also ernst. - Ja.

Ich habe ihr 15 Jahre gegeben.

Du kannst mir nicht erzählen, dass es nicht ernst war.

Wirst du es ihr nicht sagen?

Wir haben die ganze Nacht darüber gesprochen.

- Nein, über Texas. - Wirst du es ihr sagen?

- Hast du mich deswegen hergebeten? - Nein.

Nein, Doug. Hör bitte auf mit deinen absurden Träumen.

Warum lässt du uns nicht Freunde sein?

Wir sind Freunde.

Gute Freunde. Du brauchst einen guten Freund.

- Du und Merry, ihr seid gute Freunde. - Weißt du, wie mein Traum endet?

- Nein, Doug. - Merry lässt sich scheiden...

- Bitte. - Du vergisst ihre Freundschaft.

- Hör auf. - Hey, sieh mich an.

Und du heiratest mich.

Doug, du machst mir wirklich Angst.

Doug.

Was ist?

Du hast ihr gesagt, dass wir uns treffen?

Doug.

- Ich musste es. - Wieso?

15 Jahre.

Willst du, dass ich ihr etwas sage?

Ja.

Sag ihr Lebwohl.

Doug.

Doug, warte.

Doug.

- Doug. - Er ist weg, Merry.

- Wohin? - Nach Texas.

- Texas? - Ein Vorstellungsgespräch in Texas.

Hast du ihm gesagt, dass ich ihm all das verzeihe, was er gesagt hat?

Er will nicht reden, er will raus. Er ist raus.

- Raus aus was? - Raus aus der Ehe.

Er hat gesagt, ihr hättet darüber gesprochen.

Dieser dumme Mann. Er sagt so dumme Dinge.

Geh ihm nach. Geh.

Hat er sonst noch was gesagt?

Er hat gesagt, Lebwohl.

Lebwohl?

- Lebwohl. - Das ist alles?

Was?

Was mache ich denn jetzt?

Du wirst ihn ganz schrecklich vermissen.

Oh nein, das will ich nicht.

Ich hasse es, unglücklich zu sein.

Du machst mich unglücklich und dafür werde ich dich hassen.

Ich werde dich hassen, Doug.

Ich hasse dich.

- Ich hasse Texas. - Merry...

Oh, Liz, wir hatten eine gute Ehe.

Das haben alle gesagt.

Nicht nur die Illustrierten, auch unsere Freunde, alle.

Meinst du nicht auch, wir sind glücklich?

Was werden sie jetzt sagen?

Was können sie sagen?

Schon wieder ein zerbrochenes Glück.

So sind die Zeiten.

Wir leben in schlimmen Zeiten.

Noch ein kaputtes Heim.

Ich wollte nie eine Statistik sein.

Ein neues Leben aufbauen.

Das tun doch Frauen, die verlassen wurden.

Zum Teufel damit.

Ich behalte mein Leben. Nur mit einem Stück weniger.

Ein Stück ist abgebrochen.

Ich habe meine Karriere.

Ich habe meine Tochter.

Ich habe dich, meine Freundin.

Liz, du bist doch meine Freundin, oder?

Das ist eine dumme Frage.

Wir werden alte Freunde sein, wie früher, was?

Alte Freunde. Natürlich.

Hallo. Tut mir leid.

Liz ist zu spät. Ist sie überhaupt noch stimmberechtigt?

Ich hab ganz vergessen, wie schwer es ist, durch die Stadt zu kommen.

Was machen die Enten und Schweine?

Ich habe einen Mühlteich, keinen Ententeich.

Ich würde auf keinen Fall in Connecticut ohne etwas leben, das Muh macht.

Enten und Schweine machen nicht Muh.

Da sieht man mal, wie wenig ich weiß.

Ich würde jetzt gerne zum Geschäftlichen kommen.

- Wo wohnen Sie? - Im Algonquin.

- Das muss ich lesen. - Martha, trotz aller guten Vorsätze,

lesen Sie bitte nicht die Regeln vor.

- Wir kennen die Regeln. - Ich habe nicht vor, Sie zu langweilen.

Dann lassen Sie's einfach.

Tut mir leid.

Wir haben bis zum 31. Dezember Zeit, um

das beste amerikanische Buch des Jahres bekannt zu geben.

- Da Sie alle mal gewonnen haben... - Sie wird es tun.

Ich habe eine Frage. Eines der Bücher, das in Frage kommt,

ist Merry Blakes Hausmannskost.

Die Kritiken sind bemerkenswert.

Die Frau hat 10 Jahre lang nur Hackfleisch produziert,

und auf einmal kommt ein Buch raus.

Die Frau ist eine Freundin von mir.

Es ist nicht Ihre Schuld, dass Sie etwas Gutes geschrieben hat.

- Es gefällt selbst dem alten Dr. No. - Wem?

Hennings. Haben Sie seine Kritik in der Sunday Times gelesen?

- Nein, was? - Es reicht. Bitte.

Er sagt: "Endlich schreibt sie von Herzen,

ohne das Hindernis ihres Verstands."

Sehr witzig.

Ich wollte nur sagen, falls Sie finden, dass ich nicht mitstimmen sollte...

Wenn jemand nicht mitstimmt, dann ich.

Was meinen Sie, Martin?

Na, Sie wissen doch, ich und Anita Turner.

Nein?

Ihr Buch handelt von mir, um Gottes willen!

Was soll das heißen?

Martin, nicht so kindisch.

Seien Sie nicht so kindisch.

Ich wollte Sie alle nur warnen.

Meine Freundin Merry hat sich eine Hotelsuite gemietet

und will alle in der Stadt so lange umgarnen, bis sie gewonnen hat.

Jules Levi soll für sie eine Reihe von sogenannten

"meinungsbildenden Partys" organisieren.

Außer uns 3, lässt sich von solchen Taktiken wohl niemand beeindrucken.

Das ist die harte Wahrheit.

Als der Nationale Preis für Autoren gegründet wurde...

1218.

Danke.

Merry, Merry, Merry, Merry.

Ein Bote hat das hier für Sie gebracht.

Der Preis für Autoren...

- Und das. - Bücher, gut.

Hier ist ein Herr, der mit Ihnen sprechen möchte.

Wer?

- Mr. Adams. - Wer ist das?

Christopher Adams.

Er ist dort drüben, bei der Säule.

Oh, ok.

Mr. Adams?

- Nein. Tut mir leid. - Sie sind nicht Christopher Adams?

Nein, bin ich nicht.

Das bin ich.

Hi. Chris Adams.

Liz Hamilton.

Wollen Sie's hier machen, oder auf dem Zimmer?

Was machen?

Erinnern Sie sich nicht mehr an unseren Termin?

- Nein, ich erinnere mich nicht mehr. - Schon ok.

Es ist besser als ok, es ist wunderbar. War nett Sie kennenzulernen.

Soll ich einen Pagen rufen, Ms. Hamilton?

Ich mach das schon.

Sind Sie vom Preis der Autoren?

- Nein, von der Stone. - Der was?

Rolling Stone. Wir hatten ein Interview.

Chris. Chris Adams. Rolling Stone...

Gott, es tut mir leid.

Ich kann leider überhaupt nicht. Ich muss all das hier lesen.

Ich trag sie Ihnen hoch.

Kommen Sie rein.

- Wo soll ich das hintun? - Da drüben.

Ich bin gleich da.

Zimmerservice, bitte.

Oh, schalten Sie noch nicht ein.

- Was wollen Sie trinken? - Ich trinke nicht.

- Nicht mal was ohne Alkohol? - Nein.

Hier ist Zimmer 1218.

Ich hätte gerne einen Scotch. Und ein Glas Wasser.

Oh nein, einen Doppelten, danke.

Irgendjemand hat etwas Gras hier liegen lassen, möchten Sie?

Nein.

Seltsam.

Als Sie sagten, Stone, dachte ich an jemanden in einem Overall aus Satin,

der sich ständig Kokain einfährt.

Wir müssen den Rekorder nicht benutzen, wenn Sie nicht wollen.

Wie lange wird das dauern?

So lange Sie wollen.

Wenn Sie jetzt nicht reden wollen, rufen Sie später an. Ich bin im Chelsea.

Wann sollte ich schon wollen?

Ich meine, Sie sind doch alle...

Wie alt sind Sie eigentlich, wenn ich fragen darf?

22.

Sie kommen mir vor, als seien Sie 12.

Wenn Sie meinen.

Ich verstehe nicht, warum Sie ein Interview wollen.

Warum?

Ja.

Warum ich? Warum die Stone? Warum ich für die Stone?

- Es war meine Idee. - Ja?

Ja.

Vielleicht könnten Sie die Sprachmauer überwinden,

und mir sagen, was das alles soll.

- Eine Sprachmauer? - Ich dachte, das ist ein Witz,

das mit ihrer Zeitschrift.

Die Äußerungen derjenigen, die nicht schreiben können

- für diejenigen, die nicht lesen können. - Das Zitat habe ich so gebracht.

Wirklich?

In einem meiner Interviews.

Sehen Sie.

Nach Ihrem 2. Roman hatte ich die Idee, einen Artikel über sie zu bringen.

Es gibt niemanden, der Ihnen nahe kommt.

Die Redaktion wollte etwas über eine Künstlerin.

Und es gab andere, die bekannter sind, aber ich wollte Sie.

Sie sind politisch wütend. Aber Sie verlieren dabei nicht den Verstand.

Besonders nicht in Ihren Essays.

Ihre Romane sind voller Leidenschaft, aber temperiert durch guten Geschmack.

Vielleicht ist es Kunstfertigkeit, nicht Geschmack, das müssen Sie mir sagen.

Es gibt keine Frau im öffentlichen Licht, die ich so sehr bewundere wie Sie.

Nun, schalten Sie ein, vielleicht fangen wir an.

Ah, der Scotch.

- Oh, Debby. - Hi, Tante Liz.

- Hi. - Hi.

Meine Lieblingsnichte. Eigentlich die Tochter meiner besten Freundin.

Ihr Name ist Debby. Das ist Chris von Rolling Stone.

- Hi. Hat Mom hier angerufen? - 4-mal. Was will sie denn?

Ich weiß nur, dass sie angerufen hat.

Oh, sie ist dagegen, dass ich hier einziehe.

Ach? Ich auch.

Hier ist gerade genug Platz für mich und den Geist der Dorothy Parker.

Ich will auch nicht hierher, ich muss nur raus aus dem Hotel.

Ich kann bei Ginger bleiben. Sie hasst Ginger.

Wer ist sie?

Ginger Trinidad. Ein wunderbarer Dichter aus Puerto Rico.

Du hast sicher von ihm gehört.

Er hat im Knast angefangen, Lyrik zu schreiben, also im Gefängnis.

Und was hatte er da zu suchen?

Weiß nicht. Es stand in der Time Magazine.

Er hat ein paar Läden überfallen. Aber es war politisch motiviert.

Nun, von ein paar Details abgesehen,

habe ich keine Ahnung, was deine Mutter gegen ihn haben könnte.

Wir treiben's miteinander, das ist es.

Sie findet, ich solle mich aufsparen, für einen Astronauten oder so.

Der Scotch.

Gehst du nie ans Telefon?

Ich bin damit beschäftigt, an die Tür zu gehen.

- Das ist Chris Adams. - Sehr erfreut. Ich sehe, du bist hier.

- Er ist von der Presse. - Wie interessant.

- Für welche Publikation schreiben Sie? - Rolling Stone.

Ich wollte lediglich ein paar Informationen haben,

- was heute eigentlich passiert ist? - Du meinst...

- Oh, ich vermute, du meinst... - Du weißt, ich kann darüber nicht reden.

- Was haben sie gesagt? - Dein Buch hat ihnen gefallen,

so viel kann ich dir sagen.

- Wie sehr? - Lieber Himmel.

Lieber Gott.

Hi. Ist Debby hier?

- Sie müssen Ginger sein. - Ja. Sind Sie die Mutter?

Die Mutter ist sie. Ich bin die Tante. Kommen Sie rein.

Danke.

- Hi, Schatz. - Hi, Ginger.

- Wie geht's? - Gut.

- Können wir? - Bitte.

- Gut. - Einen Moment.

Bitte, junge Dame.

Ich weiß, Sie mögen mich vielleicht nicht.

Sie nicht mögen? Ich habe keinen Grund, Sie nicht zu mögen.

Aber ich mag meine Tochter mehr.

Vielleicht zu sehr, aber sie ist nun mal meine Tochter.

Vielleicht mögen Sie keine Puerto Ricaner. Ist es das?

Es hat mit Puerto Ricanern nichts zu tun.

Von mir aus kann Ihre Haut so weiß sein wie eine Apfelblüte.

So lange meine Tochter mich noch ein Stück weit respektiert,

wird sie nicht durch die gefährlichen Straßen dieser Stadt

- mit einem Kriminellen ziehen. - Gehen wir, Ginger.

- Hat mich sehr gefreut. - Ginger.

Debby.

Du. Liebling, Tante Liz.

Vorbild für die prägenden Jahre meiner Tochter.

Ich habe einen Doppelten bestellt, du kannst die Hälfte haben.

Spare deine Rede für danach auf.

Du findest ihre Affäre mit dem Autodieb zweifelsohne abenteuerlich.

- Er hat ein Auto gestohlen? - Er ist süchtig danach.

Dann kann er mir einen Mercedes besorgen.

Debby würde sicher brüllen vor Lachen.

Lässt du's endlich gut sein?

- Der Herr hier wartet schon lange... - Mir macht es nichts aus.

- Mir schon. - Ich gehe.

- Ich gehe. Sag mir nur ein Wort. - Welches Wort?

Verschwende ich hier meine Zeit und beträchtliche Mengen an Geld,

oder kriege ich den Preis der Autoren?

2 einfache Worte:

Ja und Nein.

- Das ist alles? - Das ist alles.

Ok.

Nicht vergessen.

Dinner, Freitagabend, bei Jules.

Ich kann nicht, Merry. Ich muss dieses Wochenende nach Connecticut,

- weil ich um die 200 Bücher lesen muss. - Also gut.

Dann Dienstagabend bei mir.

- Ich werd's versuchen. - Bitte.

Und bring jemand Netten.

Können wir das später machen?

Wissen Sie, was Sie brauchen?

Wissen Sie, was ich brauche?

Sie sollten sich entspannen.

Was soll das heißen?

Entspannen heißt Entspannen.

Und soll mir jemand beim Entspannen helfen?

Glauben Sie, mir sollte jemand beim Entspannen helfen?

Das habe ich nicht gesagt, nein.

- Wollten Sie es etwa tun? - Was tun?

Diese Arroganz der Männer, manchmal.

Ihnen ist das vielleicht nicht aufgefallen, weil sie Sie selber noch keiner sind.

- Geht's Ihnen gut? - Klingt es, als sei ich ok?

Ich meinte ja nur, Sie sollten sich etwas ausruhen.

Wenn Sie sich mit jemandem entspannen wollen, ist das Ihre Sache.

Wenn ich will, dass das Bett wackelt, dann gehe ich in ein billiges Motel

und werfe eine Münze in die vibrierende Matratze.

Ich bin im Chelsea, wenn Sie's wollen.

Ich habe mich geirrt. Die Jungen sind die arrogantesten.

Wenn es um Arroganz in sexuellen Angelegenheiten geht,

dann gehen Sie davon aus, dass ihnen niemand widerstehen kann.

Schalten Sie ein, ich hab ein Zitat.

Ich finde die Besessenheit mit jungem Fleisch obszön.

Als würde man unreife Melonen essen.

Ok. Wiedersehen.

- Ist das für 1218? - Ja, Ma'am.

Gut.

Moment.

Danke. Bitte runter.

Würden Sie mir sagen, wo Cartier's ist?

Ja. Da, auf der anderen Straßenseite.

Bei den Flaggen?

Ja.

Es ist da oben.

Das Ding passt nicht.

Es sollte eigentlich ein Armband sein.

Stattdessen habe ich ein Halsband.

Ein Geschenk Ihrer Mutter?

Nein. Meine Mutter wohnt in Redlands, Kalifornien.

Sind Sie Mrs. Collins?

Nein.

71. Straße East?

Nein.

Früher kam jeder berühmte Literat New Yorks hierher.

Sehen Sie das Restaurant?

Dort fand jede Woche ein Lunch statt. Der Round Table.

Mit Autoren wie Robert Benchley, George Kaufman, Edna Ferber.

Danke, Jim, dass Sie mich begleitet haben.

Sie lächeln sehr viel.

Wie alt bist du?

18.

Wer ist Mrs. Collins?

Mein Problem ist, dass ich ein altmodisches Mädchen bin.

Ich mag Männer, die gerne reden. Ich liebe reden.

Nach uns wächst eine ganze Generation heran,

die lieber mit ihren Körpern redet.

Jeder ist muskulös und elegant.

Überall Titten, sanfte Moden.

Eine Generation der Schönheiten. Schöner noch als die alten Griechen.

Aber wo sind die eloquenten Männer? Keiner möchte mehr reden.

Sie müssen nicht so streng mit mir sein.

- Ich höre nur zu. - Zuhören ist etwas obszön Intimes.

- Er lacht. - Weil Sie was Witziges gesagt haben.

Ich rede nicht mit jedem. Und ich geh nicht mit jeder Frau ins Bett.

Sie sollten sich vielleicht an Ihre Altersgenossinnen halten.

Ich gebe Ihnen recht. An eine Frau kommt man am besten durchs Ohr ran.

Ohren sind Sinnbilder der Sexualität.

Ich höre Ihnen also durch Sinnbilder der Sexualität zu.

Ich bleibe dabei, dass junge Männer sexuell arrogant sind,

aber, und das ist wichtig,

ich bin in letzter Zeit zu der Überzeugung gelangt,

dass es für diese Arroganz vielleicht gute Gründe gibt.

Nämlich

Ausdauer und Körper.

Meine alte Freundin Bessie Smith,

deren Platten mich viele Nachmittage in Paris begleitet haben,

mochte es, wenn ihr Daddy mit ihr Buggy fahren ging.

Was ich an Ihnen mag, ist Ihr Durchhaltevermögen.

Und Sie, Kleiner?

Ich mochte es nie mit gleichaltrigen Mädchen.

Nein.

Ich wollte Sie als Vorlage für die Hauptfigur

meines neuen Buches nehmen,

Junges Fleisch.

Warum nicht mit Gleichaltrigen?

Sie achten immer nur auf ihren eigenen Orgasmus.

Und worauf sollten sie achten? Ihren Orgasmus?

Unseren Orgasmus.

Wenn ich die Nacht wach bleibe und schnell genug rede,

kann ich Ihnen meine Lebensgeschichte erzählen,

bevor ich morgen in den Zug steige.

Ich fahre Sie.

- Nach Connecticut? - Ich hab einen Führerschein.

Also zum einen muss ich all diese Bücher lesen.

Wenn ich kurz überlege, fällt mir bestimmt noch ein anderer Grund ein.

Ich hole Sie um 10 Uhr ab.

- In Ordnung? - Ok.

Nacht.

Gute Nacht.

Oh, es ist wunderbar.

- Fabelhaft, nicht? - Ja.

- Ich hol das Gepäck nachher. - Ok.

Hier, ich helfe Ihnen.

Danke.

Vorsicht, hier ist's glatt.

Ich hole die Schlüssel.

Danke.

Lass mich dich ansehen.

Zieh das an.

Noch einen.

- Das reicht. Das reicht. - Noch einen.

Hier gefällt's mir nicht.

- Warum nicht? - Ich mag keine Partys.

- Ginger, du brauchst diese Leute. - Ich brauche niemanden...

- Hallo, wie geht es Ihnen? - Hi.

- Das ist Ginger Trinidad. - Hi.

- Francis, wie geht's? - Francis.

Hallo, hallo.

- Wie geht es? - Oh, Merry Noel. Wie schön Sie sind.

Nicht mehr lange, wenn Jules mich nicht ausruhen lässt. Party, Party, Party.

Entschuldigung.

Du bist spät dran. Aber ich kann dir gerade noch verzeihen.

- Und deinem jungen Freund. Jules. - Hi, Liz.

Meine Mädchen.

Das ist Christopher Adams.

- Wie geht es Ihnen? - Gut.

Danke vielmals.

Merry.

Ich glaube es nicht.

Es ist wahr.

Du bist verliebt.

Du gerissene, kleine Schildkröte.

Es ist...

Er ist so jung.

Gott, ich bin krank.

Ich lade alles und jeden ein.

Bin ich jeder?

Ich konnte Ihre Kritik kaum fassen.

Ich dachte immer, junge Männer aus den Südstaaten hätten bessere Manieren.

Ich wette, vor Ihrer Mama würden Sie nie sagen, was Sie schreiben.

Merry Noel, wollen Sie etwa Ihren Charme spielen lassen?

Das steht ganz außer Frage.

Yeats war verrückt.

Er und seine Frau saßen immer da und warteten auf die Stimmen,

die ihm sagten, was er schreiben soll.

Einmal hörte er eine Eule, was ihn tagelang verwirrt hat.

Oh, aber seine Werke.

Gott, die Iren.

Doch einer liebte deine Pilgerseele

und jenen Schmerz im alternden Gesicht.

Ich hatte eine Erkenntnis.

Dass es in Ordnung ist.

Weißt du?

Nein.

Es.

Es ist in Ordnung. Wir.

Ich meine...

Für mich ist es in Ordnung.

Es ist in Ordnung, verliebt zu sein?

Du hast das Recht, mich das sagen zu lassen.

Das ist es, was ich meine...

Verliebt.

Verliebt sein.

Verwirrt dich Sex?

Nein.

Ich meine nicht, wie man's macht, was aber auch sehr verwirrend sein kann.

Nein, ich meine die Frage des Sex.

Ich war einen Sommer bei einem Therapeuten.

Er hatte eine verrückte Idee, die vermutlich stimmt,

nämlich dass ich erst emotional von einem Mann verletzt werden muss,

bevor ich schreiben kann.

Er hat auch gesagt,

dass ich mir Ersatzliebhaber suchen soll.

Also, ich bin erregt von Objekt A.

Also gehe ich ins Bett mit Objekt B.

Bei dir habe ich das Gefühl, dass du Objekt A bist.

Ist es die Angst, die Sex so aufregend macht?

Ist es das, was du glaubst?

Mache ich dir Angst?

T.S. Eliot. hat mal eine Bemerkung über D. H. Lawrence gemacht.

Er sagte, Lawrence suchte nach einer Intimität,

die zwischen einem Mann und einer Frau nicht möglich ist.

Und ich sage, das ist doch Quatsch, T.S. Eliot.

Eliot hatte Angst.

Und Lawrence war wie ein sexueller Testpilot, er hat alles probiert.

Verstehst du?

Ihr Intellektuellen seid zu viel für mich.

Wovor haben alle Angst?

Chancen? Risiko? Bindung?

Das sind die populären Worte,

aber sie sind mit den alten Worten nicht zu vergleichen.

Liebeskrank, aus der Tiefe seiner Seele,

in Trauer und Glück, bis dass der Tod uns scheidet.

Das ist sensationell.

Immer wenn man sie hört, weinen Frauen.

Und was machen Männer?

Weinen sie nicht?

Nur anders. Ihre Härchen richten sich auf.

Richten sie sich bei dir auf?

Diese Worte, Liebe, Ehre.

Ich wünschte, ich könnte sie benutzen, weißt du.

Ich würde gerne an jemanden so sehr glauben, an eine Frau,

dass ich auch diese Worte glauben und sie einfach sagen kann.

Meinst du nicht ein Mädchen?

- Wäre eine Frau nicht zu alt? - Gott, du bist hart.

Ich bin wie T.S., ich habe Angst.

Ich würde dir gerne sagen, dass ich dich heiraten will.

Aber du bist so eine Zicke, du würdest lachen.

Nein, würde ich nicht.

Warum willst du heiraten?

Weißt du, wie oft ich in meinem Leben um die Hand einer Frau angehalten habe?

Denk mal nach.

Oh, du bist es.

Ja, mich begeistert es auch nicht gerade.

Debby kommt nicht. Sie ruft nicht an. Ich gebe auf.

Sie ist 18 und in diesem Staat ist das alt genug für einen Martini.

Dieser Brahms, den du empfohlen hast, verkrüppelt mir die Finger.

Hat er nicht ein Schlaflied komponiert? Das Schlaflied von Brahms?

Muss er wohl. Es steht sein Name drauf.

Was meinst du?

Perfekt.

Nein, ich meine das Gesamtbild.

Eine selbstständige Frau mit vielen Talenten,

die am Kaminfeuer sitzt und Klavier spielt.

Erwartest du einen Reporter?

Wohl kaum.

Einen Mann.

Einen Mann.

Und er mag Schlaflieder?

Oh, darf ich?

Doug hat angerufen.

Er ist in New York.

Doug Blake?

Er kommt gerade aus Houston. Braun gebrannt und erfolgreich, sagt er.

Er wollte vorbeikommen, aber er hat Geschäfte zu erledigen.

- Wann kommt er denn? - Morgen.

Grüß ihn von mir. Er ist ein wunderbarer Mann.

Er plant etwas, das weiß ich ganz genau.

Darauf würde ich wetten.

Er will mich wieder heiraten.

Es ist erst 4 Jahre her. Das ist nicht lang.

Es heißt, dass in einer Matratze erst nach 5 Jahren

der Abdruck des Körpers verblasst.

Unser Abdruck ist noch nicht verblasst.

Lass mich dich ansehen.

- Ich habe verloren. - Was?

Deswegen siehst du so aus.

Oh, Merry, bitte.

Sie haben abgestimmt, ich habe verloren und du kannst es mir nicht sagen.

- Was für ein Datum haben wir? - Ich bin kein Kind.

Heute ist der 30. Dezember.

Die Abstimmung ist am 31. Dezember, wie versprochen.

Oh, Liz, ich habe von meiner Party geträumt.

Wenn die Uhr Mitternacht schlägt.

Dann gebe ich bekannt, dass mein Buch gewonnen hat und ich wieder heirate.

Woher bist du dir so sicher?

- Weswegen? - Beides.

Überall stehen Tische

voll mit Dingen, die zu dieser Jahreszeit wachsen.

Das Problem im Dezember ist, dass es keine Erdbeeren gibt.

Wie kann ich da einen roten Fleck mitten auf dem Tisch arrangieren?

Indem du einen deiner Gäste erstichst.

Wenn du wirklich nur unglücklich sein willst, solltest du mich in Ruhe lassen.

Tut mir leid, aber so sind nun mal meine Gedanken.

Tut mir leid.

Ich wollte dich nicht unglücklich machen.

Grüß Doug von mir. Ich meine es ernst.

Er ist ein wunderbarer Mann.

Ich habe euch 2 immer bewundert.

Eine Ehe,

ein Kind und eure Liebe zueinander.

Alles in Ordnung, wirklich.

Ich will wissen, was mit dir los ist.

Morgen, Merry, morgen.

Merry, geh wieder rein. Du holst dir den Tod, ich ruf dich an.

Können Sie mir eine Sekunde den Mantel leihen? Nur für eine Sekunde, ok?

- Ja, Ma'am. Ich warte drinnen. - Ok, danke.

Liz.

Liz.

Du bist wirklich entschlossen.

Machst du dir wirklich wegen mir und dem Preis solche Gedanken?

Nein.

Geht's es um deine Bücher?

Nein.

Rolling Stone?

Er heißt Chris Adams.

Das ist es also.

Er will mich heiraten.

Der kleine Junge?

Das hab ich auch gesagt.

Er hat um deine Hand angehalten?

Ja.

Um die Hand einer reiferen Dame.

Das glaube ich nicht.

Das ist auch mein Problem.

Meint er es ernst?

Behauptet er.

Was meinst du?

Ich habe Nein gesagt.

Was fühlst du?

Ich will nicht, dass mir jemand dabei zusieht,

wie meine Schenkel faltig werden.

Du bist manchmal knurrig wie ein Bär. Aber du erschreckst nur dich selbst.

Also...

Ich meine, wie lange kann das gut gehen?

Es ist verrückt.

- Ein Jahr. - Siehst du?

Vielleicht 2 oder 3. Und von da an vielleicht ein 4.

Was willst du damit sagen?

Es gibt keine Garantien im Leben.

Wenn ein Mann dich will, dann soll er dir gefälligst dabei zusehen,

wie deine Schenkel zu Stein werden.

Was macht das für einen beschissenen Unterschied?

Warum hast du das nicht gleich gesagt?

Schatz, wir reden hier nicht von einem neuen Kleid, das dauert einen Moment.

1218, irgendwelche Nachrichten?

Keine Nachrichten.

Danke.

Gericht? Welches Gericht?

Arbeitet er an einer Story?

Ja, bitte. Sagen Sie ihm, ich bin im Hotel. Ich esse auf dem Zimmer.

Danke.

Hallo.

Oh, Debby, du bist es.

Deine Mutter sucht nach dir.

Und ich will diese Leitung freihalten. Ich warte auf einen Anruf.

Was, er ist bei dir?

Ja, ja, Chris ist hier. Er war wunderbar. Er redet gerade mit dem Richter.

- Hat er Ärger? - Nein.

Er nicht. Ginger.

Sie haben Ginger verhaftet,

weil er seine Bewährungsauflagen verletzt hat. Wegen Waffenbesitz.

Es war nichts Ernstes. Also, es war eine echte Waffe,

aber er wollte nur sehen, wie die Leute reagieren.

Er fängt mit einem neuen Roman an.

Warum hast du mich nicht angerufen?

Habe ich dich. Ich habe es versucht, aber du warst nicht da.

Ich habe im Chelsea angerufen und nach Chris gefragt, ich dachte, du bist da.

Ich wollte auf keinen Fall meine Mom anrufen, Draculas Tochter.

Debby, kann ich bitte mit Chris sprechen?

Das geht nicht. Er redet gerade mit Ginger und dem Richter.

Ok, gut. So bald er kann.

Ok.

Warten Sie.

5-5-5, 9-9-7-0 bitte.

Zimmer 2-1-8.

Was?

Nein, ich bin eine Freundin.

Das müssen Sie.

Das haben sie gesagt?

Sie haben gesagt, dass sie nicht gestört werden wollen?

Liz. Liz.

Ich gehe mit Doug zum Lunch in Uptown.

Ich gehe nach Downtown.

Oh, dann gehen wir auch Downtown. Downtown, bitte.

Also?

Ich dachte, wir können das bei einem Drink besprechen.

Ich habe verloren.

- Nicht ganz. - Ich habe gewonnen.

- Nicht ganz. - Also, was in Gottes Namen...

Es war unentschieden.

Der Preis wird geteilt?

Nicht ganz. Es wurde entschieden,

dass 2 Leute den 1. Preis kriegen.

Du

und Sharon Gay.

Sharon?

Beide Bücher gehören zum "American Grain".

- Die Beschreibungen des ländlichen... - Ich weiß, was American Grain ist.

Sie schreibt aus der Perspektive einer Schwarzen. Und du einer Weißen.

Sharon Gay.

Merry, beides sind exzellente Entscheidungen.

Wenn sie Mumm hätten, hätten sie den Preis der Schwarzen gegeben.

- Bitte? - Sie wollten ihn ganz klar Sharon geben.

Die Kritiker lagen ihr zu Füßen.

Aber da du in der Jury bist, mussten sie dir einen Almosen geben.

Verdammt, dein Buch ist wirklich gut. Und das von Sharon auch.

Ich habe nicht vor, mich zu rechtfertigen.

Du musstest deinen Preis nicht teilen.

Er gehörte ganz dir. Das Blue Ribbon.

Es mag dich überraschen, aber wir haben nicht dasselbe Buch geschrieben.

Aha, meins ist also nicht so gut wie deins?

Ich habe die Nase voll davon, dass du in meiner Haut leben willst.

Wenn ich deine Haut hätte, würde ich sie besser pflegen.

Das ist echt amüsant.

Oh, hör auf.

Ich bin wütend, und ich will, dass du auch wütend bist.

- Ich steige aus. - Ich wollte immer schon schreiben.

Schon seit ich im Alter von 8 Jahren Tagebuch geführt habe.

Das hat nichts mit dir zu tun.

Merry, sei ehrlich.

Wenn ich Pilotin wäre, würdest du jetzt eine 747 fliegen.

Sie können mich hier rauslassen.

Taxi.

Wie geht es dir?

Ich bin fertig.

Ich habe mir Sorgen gemacht, wegen dem Gefängnis und so.

Ich habe nur 3 Stunden geschlafen.

Konntest du Ginger freikriegen?

Sie halten ihn 60 Tage fest. Verletzung der Bewährungsauflagen.

Debby ist sicher untröstlich.

- Nehme ich an. - Wo ist sie?

Ich glaube, sie schläft noch.

Merry hat nicht erwähnt, dass sie wieder da ist.

- Wieder wo? - Im Hotel ihrer Mutter?

Da ist sie nicht.

- Wo schläft sie dann? - In meinem Zimmer.

Deinem Zimmer.

Auf der Couch.

- Seltsam. - Was?

Sie hätte auch zu mir ins Hotel kommen können, ich habe eine Couch.

Sie wollte zu ihrer Mom, aber du weißt ja, wie das ist.

Nein. Wie ist das denn, Chris?

- Bist du sauer? - Nur wegen Debby.

Sie ist ganz allein und kann nirgendwohin.

Das Chelsea muss ausgebucht sein, sonst würde sie sich nicht aufdrängen.

Das Chelsea ist nicht ausgebucht, das weißt du.

Woher soll ich das wissen?

- Ich habe lange nicht mehr geschaut. - Ich wollte dir das nicht sagen.

Was sagen? Etwas, was ich nicht wissen sollte?

Nein, ich wusste, dass dich das aufregt.

Ich war noch nie ruhiger. Du bist derjenige, der emotionell wird.

Mit deinem plötzlichen Mitleid für entlaufene Teenagerinnern.

- Magst du auf einmal Gleichaltrige? - Hör bitte auf.

Warum hast du keine Anrufe angenommen?

Debby und ihre Mom hatten Streit, und sie hat unentwegt angerufen.

Und wenn ich angerufen hätte?

Wieso sollte ich mich entschuldigen?

Ich sage ja nur,

dass ich nicht geschlafen hab, weil ich über deinen Antrag nachgedacht habe.

Du weißt doch noch, deine ganzen Heiratsanträge.

- Deine aufdringlichen Anträge... - Hör auf.

Du hast Nein gesagt. Wir müssen das nicht ewig ausdiskutieren.

Tut mir leid.

Ich hab nur gesagt, ich will dich heiraten.

Du musst nicht so verdammt feindselig werden.

Dann sei Mann genug, um die Feindseligkeiten zu beenden.

Feindseligkeiten enden nur, wenn eine Seite sich ergibt.

Ist es das, was eine Ehe für dich ist? Eine Kapitulation?

Wer, zum Teufel, redet hier von Ehe?

Du warst das. Bist du eine Jugendherberge eröffnest hast.

Kann ich mich dazusetzen?

Wohl nicht, was.

- Tut mir leid, Schatz, es ist... - Nein, kein Problem.

Ich sollte meine Mom anrufen und ihr sagen, was los ist.

Ich rufe später an. Und danke,

du hast mich gerettet.

Wiedersehen, Tante Liz.

Wiedersehen, Baby.

Ich gehe mit Fleetwood Mac auf Tour. Ich mache ein Interview.

Debby kommt mit, als meine Assistentin.

Es passt in den Etat und...

Debby wollte von zu Hause weg. Das ist eine gute Idee.

- Ja. - Im Ernst.

Es ist besser als nur gut, es ist fantastisch.

Ja?

- Tu mir einen Gefallen? - Was?

Sag nicht, wir werden Freunde bleiben.

Wir passen als Freunde nicht zueinander.

- Wenn du nicht mein Liebhaber bist... - Wieso bist du dir so sicher?

In einem sind wir doch sicher einer Meinung.

Dass ich in mancher Hinsicht etwas reifer bin als du.

Ich habe gesehen, wie Dinge enden.

Das hier ist ein Ende.

Ich wollte etwas von dir.

Ich weiß.

- Du hast mich sehr wütend gemacht. - Ich weiß.

Tu mir noch einen Gefallen.

Vergessen wir das mit dem Interview.

Ich will es nicht lesen.

Was wir zusammengeschrieben haben, ist sensationell.

Aber es ist eine private Ausgabe, nicht für die Öffentlichkeit.

Du kannst gut reden, weißt du.

Wie mein alter Freund Yeats sagte:

"Wenn alt du bist und grau, und voll von Schlaf, nickst bei dem Kamin,

nimm vom Regal dies Buch und lies."

Reist du ab?

Nach Connecticut.

Was ist mit meiner Party?

Tut mir leid. Ich wollte dich anrufen.

Ich bin deprimiert, ich würde sie dir nur ruinieren.

Ich glaube, wir sind an einem Scheideweg in unserem Leben,

und sollten unsere Freundschaft auf den Prüfstein legen.

Halt das mal.

Danke.

Merry, das mit dem Preis tut mir leid.

Aber es hätte schlimmer sein können. Du kriegst massenhaft Publicity.

Das ist doch längst Schnee von gestern.

- Wie geht's Doug? - Das ist gar Schnee von vorgestern.

- Trinkt er noch? - Er ist so trocken wie die Sahara.

Wie sieht er aus?

Er heiratet.

- Doch nicht... - Joyce.

Aus Houston.

Arme Merry.

Was für ein Tag.

Sie haben ein Haus gekauft,

mit einem Garten.

- Das klingt wunderbar. - Seit wann denn das?

Ich bin nicht immun gegen die Reize von Männern und Gärten.

- Oder Doug? Doug und einen Garten? - Der Gedanke ist mir nie gekommen.

- Doug als deinem Mann? - Niemals.

Er verträgt nicht nur keinen Alkohol mehr,

er kann auch nicht mehr lügen.

- Schau mich an. - Ich mache meinen Koffer zu.

Da war irgendwas, was er mir nicht sagen wollte.

Ich habe ihm einen Drink spendiert, und dann kam die Wahrheit ans Licht.

Du hast ihm einen Drink spendiert?

Er hat mir was Entsetzliches gestanden.

Ich, die ahnungslose Ehefrau,

habe mir jahrelang Vorwürfe gemacht, habe gespürt, wie mir mein Mann

langsam aber sicher entgleitet.

Das klingt nicht nach Doug.

Stimmt es, dass er die ganze Zeit, als wir verheiratet waren, in dich verliebt war?

- Er hat so etwas erwähnt. - Als wir verheiratet waren.

- Gegen Ende eurer Ehe. - Und er hat um deine Hand angehalten?

Merry, ich habe Nein gesagt.

Wegen unserer Freundschaft?

Wenigstens da hast du recht.

Du hättest ihn also genommen, wenn da nicht dieses moralische Problem wäre?

Er hat etwas Besseres verdient als das, was du ihm geboten hast.

Woher weißt du, was ich ihm geboten habe? Hat er es beschrieben?

Wenn du irgendwelche Erkenntnisse hast, schreib sie in dein Tagebuch

oder in deine Romane. Es ist fast dasselbe.

Was für eine schöne Zeit!

Doug und seine Joyce. Du und dein Milchbubi.

Wie wär's mit einer Doppelhochzeit?

Wenn du Chris meinst, er ist weg.

Wohin?

In den Armen der Frau, die du, so kitschig es ist,

"die andere" nennen würdest.

Wer?

Debby.

Meine Debby?

Das ist absurd.

Das habe ich auch gedacht. Sie sind gleichaltrig.

Dem werde ich ein Ende setzen.

Du wirst einen Teufel tun.

Chris besorgt ihr einen Job.

Dadurch wird das Bild erst komplett.

Auf schmerzhafte Weise.

Alles, was ich jemals hatte, musste ich teilen, wegen dir.

Mein Preis, mein Mann, meine Tochter.

Gibt es nichts, was mir gehört?

- Dein Zorn. - Der ist gerechtfertigt.

Du würdest einen guten Prediger abgeben.

Weil ich nicht die Moral eines feigen Hundes habe.

Ich respektiere die Moral der feigen Hunde.

- Wir haben Hunde immer getreten. - Sie sind treu.

Sie würden eine Schlange vögeln, wenn sie still hält.

- Mit Schlangen habe ich's nie versucht. - Ein Wunder.

- Ach, jetzt bin ich ein Flittchen? - Das hast du gesagt.

Und was sagst du, Merry?

Wie viele Männer hattest du?

- Ist das ein Test? - Wie viele?

- Ab wie vielen ist man ein Flittchen? - 3.

- Dann solltest du mich treten. - Wie viele außer meinem Mann?

3 Matrosen und einen Jockey, aber niemals deinen Mann.

Was ich momentan sehr bedauere.

Ich bin überrascht, dass du immer noch nicht weißt, warum ich dich hasse.

Es hat nichts mit Eifersucht wegen meiner Arbeit zu tun.

Oh, deine Arbeit.

Dir fehlt das moralische Feingefühl, um zu verstehen,

was ich mit Doug verloren habe.

- So gut wie nichts. - Du lügst.

Eines deiner Besitztümer. Du hast mit dem Bär mehr verloren.

Das ist etwas von mir, was du nicht behältst.

Nimm ihn. Er widerspricht dir nicht,

also kannst du kein Drama machen.

- So eine Frau bin ich nicht. - Stimmt.

- Du bist nur zum Teil so eine Frau. - Was soll das heißen?

Fotze.

Gott.

- Gib mir den Bär. Gin ihn mir. - Er gehört mir.

Gib ihn mir. Gib ihn her.

Liebling, ich habe dich überall gesucht.

- Frohes neues Jahr, Jules. - Frohes neues Jahr, mein Engel.

Wo gehst du hin, Schatz?

Auf eine Party.

Liz.

Hallo, Liz.

Liz.

Hallo.

Komm rein.

Weißt du, was ein Taxi von New York bis hierher kostet?

$ 90.

90.

Ich habe ihm $5 Trinkgeld gegeben, reicht das?

Oh, Junge, das fühlt sich gut an.

Hast du Gläser?

Meine Party war schlimm.

Der Champagner ist abgestanden.

Danke.

Ich bin bei Entschuldigungen nicht gut.

Ich habe mich noch nie entschuldigt. Außer jetzt.

- Musst du nicht. - Doch.

Ich kann dich nicht hassen.

Und selbst wenn ich es manchmal tue, sollte ich es nicht sagen.

Du bist meine älteste Freundin. Was bleibt uns sonst im Leben?

Unsere ältesten Feinde.

Schatz, im Laufe der Jahre ist das ein und dasselbe.

Ich habe über uns nachgedacht.

Wirklich?

Wir sind wunderbar.

Was du nicht sagst.

Wir haben so viel erreicht in diesem Leben.

Wir haben uns eine Pause verdient.

Und wir sollten uns nicht immer streiten.

Ich weiß.

Du hast recht.

- Weißt du, was wir machen sollten? - Was?

Wir sollten uns ein Jahr freinehmen

und durch die Inseln Griechenlands segeln.

Und nur mit Männern schlafen, die unsere Namen nicht aussprechen können.

Nur mit Griechen.

Nein, das könnte ich nicht.

Nur mit Fischern.

Wie könnte ich so was denn tun?

Ganz einfach. Du gehst dahin und lässt es zu.

Ich wüsste nicht, wo ich anfangen soll. Was würde ich denn sagen?

Ich habe mein ganzes Leben lang nach Männern gesucht,

die meine Arbeit geheimnisvoll und verführerisch finden.

Für die es Poesie ist.

Ich auch.

Jetzt sollen sie die Poesie in meinem Körper finden.

Und die Bücher vergessen.

Merry,

tu mir einen Gefallen.

Was?

Küss mich.

Nach all den Jahren

willst du mir nun etwas Seltsames über dich beichten?

Es ist Sylvester.

Ich will einen menschlichen Körper spüren,

und du bist der einzige Körper hier.

Küss mich.

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