All language subtitles for Forget About Nick 2017 HD WEBRiP.x264.SRTdeutsch

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish Download
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish Download
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

[beschwingte Musik]

[ruhige Musik]

[Mann über AB] Wir hatten eine wunderbare Zeit,

und ich liebe dich, Jade.

Ich werde dich immer lieben.

Wenn jemand verstehen kann, warum ich das tue, dann du.

[leises Schluchzen]

[Schluchzen]

[Schluchzen und gedämpfte Polizeisirene]

[dynamische Musik]

[Piepsen]

Guten Morgen.

Jade!

Morgen.

Ich wollte schon einen Suchtrupp losschicken.

Er hat endlich angerufen.

[heitere Musik]

Ja, das ist er. Danke.

Hier, bitte schön. Schönen Tag.

Wird sie wirklich so geschrieben? Sie ist unauffindbar.

Sie ist Model, das ist alles, was ich weiß.

Er wird sich keine Amateurin geangelt haben.

Ich vermute, auf einem Gebiet wird sie Profi sein.

Aber das muss ich jetzt nicht vertiefen.

[heitere Musik]

Ach ja, danke dir.

-Du hattest recht. -Ja.

Wer will schon eine Farbe namens "Eggplant" tragen?

Jetzt reicht's. Die sollen den Namen ändern, oder wir nehmen was anderes.

Das soll wohl "Aubergine" in lustig sein.

Aber die Farbe heißt nun mal "Aubergine". Das ist französisch und sexy.

Was ist witzig an dem Namen "Eierfrucht"?

"Aubergine" heißt auf Englisch "Eggplant".

Das weiß doch jeder.

[heitere Musik]

[genervt] Oh!

Die verfolgt mich!

Zuerst meinen Mann und jetzt auch meine alte Agentur.

Du siehst wesentlich besser aus als sie.

Ja, natürlich. Aber in dieser Welt ist man mit 30 schon wie 50.

[Auslöser]

-Ich muss sie sehen. -Nein!

Doch!

[Hupen]

[dynamische Musik]

Taxi!

-Zwei Kinder haben Sie schon! -Ja.

Sie waren nicht mal verheiratet, als ich wegging.

Ist ja auch 'ne Weile her, Mrs. Henderson. Heißen Sie...

-Immer noch Henderson, ja. -Ok.

Erstaunlich.

[Sie räuspert sich.]

Ja, ok. Fantastisch. Perfekt.

Und jetzt leicht nach links.

Ja, und jetzt schenk mir dein schönstes Lächeln.

Ja, fantastisch! Das ist perfekt!

-Fantastisch! -Verlogen wie immer. Hey!

Hey, Jade!

-Bist du Caroline? -Was wollen Sie?

-Ob du Caroline bist? -Oh Gott!

Was ist das für ein Scheißteil?

Was willst du von meinem Mann? Hör damit auf!

Ich muss... Hör endlich auf mit dem Scheiß!

Was ist denn mit der los?

Wir lieben uns!

Ihr kennt euch gar nicht!

Sie wissen doch, wie das ist.

-Oder wie es war. -Aber wie kannst du...

Was willst du von ihm?

Liebe.

Sie sieht genau so aus wie Maria in jung.

Genau so.

Wer ist Maria?

Nicks Ex.

Oder besser, seine erste Ex.

Ex-Ex?

[Sie lacht gekünstelt]

[ruhige Klaviermusik]

Danke.

Er kommt zurück.

Wie immer.

[leises Rumpeln]

Nick?

Nick!

Hi.

-Verlass sofort meine Wohnung! -Unsere Wohnung.

Ich hab den Ehevertrag nicht gelesen. In Norwegen gibt es so was nicht.

-Sie sagten, alles sei ok. -[Mann] Für Nick war er ok.

Dann hätten Sie mir sagen müssen, dass er nur ok für Nick ist!

Sie müssen sich die Wohnung leider teilen.

Na toll. Haben Sie vielen Dank!

[ruhige Klaviermusik]

[leises Piepsen]

[Mann] Hinterlassen Sie eine Nachricht.

Oder rufen Sie später an, falls ich meine Mailbox nicht abhöre.

Maria ist hier.

Du weißt bestimmt, warum.

Bitte ruf mich an.

Bitte.

[verspielte Musik]

"Killt den Hunger."

Du könntest so ein schönes Leben haben. Aber nicht, wenn du diesen Dreck isst.

Das ist Nicks Zimmer.

Jetzt nicht mehr.

Wehe du fasst irgendwas an!

Er hat dir nicht auch alle unsere Sachen überlassen.

Aber die Hälfte der Wohnung, das hast du jetzt kapiert.

[leise] Au!

[wütendes Grummeln]

[gedämpftes Sauggeräusch und Wutschreie]

Das kann doch nicht wahr sein.

Gut. Ist gut.

Ok, ich muss Schluss machen.

Er hat die Scheidung beantragt und eine neue Wohnung gekauft.

In den eingereichten Dokumenten erscheint sie als Hauptwohnsitz.

[leiser Signalton]

Oh, Scheiße!

-Wie hat seine Ex davon erfahren? -Irgendeine juristische Kettenreaktion.

Schlechte Nachrichten verbreiten sich schnell.

Alle haben davon gewusst, nur ich nicht.

Nein, Jade. Du warst verliebt.

Für dich war das bestimmt nichts Geschäftliches.

Vielleicht kriegt er sich ja wieder ein.

Und bis dahin nimmst du es als Warnschuss.

Kauf der Alten die Bude ab, dann bleibt sie deine.

-Aber wie kann er mir das antun? -Nein, nein, Jade.

Das Marketingteam wartet seit 20 Minuten.

Mach du das.

Nein, das ist dein erstes PR-Meeting für deine erste Kollektion.

Du hast so hart gearbeitet. Lass mich nicht hängen!

Ich kann nicht. Sag es ab!

Whit! Was ist los? Die warten seit ungefähr drei Stunden!

[Tür fällt zu.]

[Männer reden Spanisch]

Ah, endlich!

Keine Sekunde hätte ich das Ding länger ertragen.

[erleichtertes Seufzen]

Ok.

-Kaffee? -Ja, bitte.

Danke, ja, das wär nett.

[gedämpftes Spanisch]

Bitte, setzt euch. Ist kein Museum.

[genervtes Seufzen]

[Staubsaugersurren klingt aus.]

[Surren ertönt wieder.]

Wo ist mein Bild?

-In deinem Zimmer. -Hör auf, mein Zuhause zu ruinieren!

Ha, lustig, musst du gerade sagen.

Über die Ästhetik des gemeinsamen Bereichs müssen wir eh noch mal reden.

[Schreien]

[beklemmende Musik]

[Die Musik klingt aus.]

[verspielte Musik und Dialog auf Spanisch]

Wieso hast du auf dieser idiotischen Regelung bestanden?

Ich weiß genauso lange wie du davon.

Und es wundert mich, dass mein Jubel nicht bis hier zu hören war.

Warum hat er das getan?

Keine Ahnung.

Wahrscheinlich war unsere Scheidung so viel billiger. Er kennt alle Tricks.

Jetzt fang nicht an zu heulen. Er hat dir doch 'ne Menge Geld gezahlt.

Ach, wirklich?

Hast du mal daran gedacht zu arbeiten?

Definiere Arbeit.

Geld verdienen?

Oh! Ach ja, natürlich.

Fakt ist: Er hat jedem von uns eine Hälfte der Wohnung überlassen.

-Wenn wir uns scheiden lassen. -Wenn er auszieht.

-Wenn er für immer auszieht. -Ah, du denkst, er kommt zurück.

Er wird sich langweilen.

Hat zehn Jahre gedauert, bis er von dir gelangweilt war.

Hm!

Diese Teller sind Kunstwerke!

Nein, das sind Teller.

Irgendwann muss mal jemand von ihnen gegessen haben.

Wie kann man nur! Geh auf!

[Surren]

"Die Kunst...

...verliert ihren Gebrauchswert und wird zur Ware."

Von wem ist das?

Micky Maus?

[Hauchen]

Du bist 40, oder?

Frag nie eine Frau, wie alt sie ist.

Ich war 40, als er mich verlassen hat.

Wahrscheinlich hat er darüber mal einen Artikel in einem Männermagazin gelesen.

Nick liest solche bescheuerten Magazine nicht.

[Maria] Wann hast du Geburtstag?

Im Februar. Am...

Wieso?

An welchem Tag?

Am vierten.

"Die harmonische Verbindung zwischen Jupiter und Saturn ermutigt dich,

nach neuen Erfahrungen Ausschau zu halten,

neue Menschen kennenzulernen

und bestehende Beziehungen wertzuschätzen.

Wenn der Mond in Konjunktion mit Mars steht, gehe Risiken ein!"

Und jetzt kommt's:

"Widerstehe dem Drang, eine verflossene Liebe zu reaktivieren."

Geht's noch?

Deutsche Lyrik.

[Türknallen]

[Frau] So eine "Doktorarbeit", ist das...

Hier ist das ein "Ph.D.".

Oh, sehr gut!

Die wenigsten unserer Lehrer haben das.

Ich hab sie gerade erst beendet. Hab jahrelang dran gesessen.

Und haben Sie irgendwelche Lehrerfahrung?

Ja. Zehn Jahre. In Berlin.

Oh, aber Ihr System ist völlig anders.

Äh, ich bin spezialisiert auf Literatur des 20. Jahrhunderts.

Ich passe mich also jedem gewünschten Lehrplan an.

[Schniefen] 'tschuldigung.

Sie haben Kinder, nehme ich an?

-Ja, sie sind erwachsen. -Oh, dann sind Sie früh Mutter geworden.

Kommt drauf an, was Sie damit meinen. Wann haben Sie Ihre gekriegt?

[Schulklingel]

Ich verstehe Sie. Ich verstehe Sie wirklich.

Ich habe große Sympathie für Frauen, die ihr Leben ihren Kindern gewidmet haben

und die sich dann plötzlich in einem leeren Haus wiederfinden.

Ohne eine eigene Karriere.

Das muss ziemlich schwer sein.

Was nicht für Sie gilt, nehme ich an.

Ist vielleicht ein kultureller Unterschied.

Amerikanische Frauen lernen sehr früh, wie wichtig Unabhängigkeit ist.

Beruflich,

finanziell

und ja, persönliche Unabhängigkeit.

Bildung ist Unabhängigkeit.

[Frau] Nicht so bescheiden, Jade!

Ein paar Kids aus der Selfie-Generation kennen Sie noch.

Und diese Kollektion ist denen ehrlich gesagt zu lame.

Machen Sie das, was Helena und Elle machen.

-Versuchen Sie's mit Dessous. -Dessous?

Genau damit catchen wir sie.

Äh, ich bin nicht Helena,

und Elle oder Kate bin ich auch nicht.

Ich bin Jade.

Und ich will Kleidung entwerfen, die ich selbst tragen würde.

Ok, gut, gut. Das ist vollkommen in Ordnung.

Nur... wieso starten Sie nicht mit einem Abendkleid?

Alle großen Designer haben so angefangen.

Ich will nichts für den roten Teppich entwerfen.

Das ist für berufstätige Frauen, die noch frei atmen wollen.

Ja, und das gefällt mir.

So ein richtiger Modefeminismus. Das find ich cool. Ähm...

Aber denken Sie dran:

Die großen Models entwerfen erst dann was für die reife Frau,

wenn sie bei den jüngeren schon fame sind.

Aber Sie sprechen über Frauen, als wären wir verdorbene Waren,

die sich verkaufen müssten, nachdem das Verfallsdatum erreicht ist.

Verfallsdatum...

Jade, das ist fantastisch!

Erzähl mal Uma Thurman, ihr Verfallsdatum ist erreicht.

Können wir Uma kriegen?

Geben Sie uns ein paar Tage, wir machen ein Konzept.

[flüstert] Was ist das für ein Mist? Tu was!

Wenn ihr Jades Worte schon nicht versteht,

ist ihre Körpersprache wohl deutlich genug.

Und jetzt macht was draus.

-An die Arbeit. -Ja.

Wir machen was draus.

Oh mein Gott!

Ist das gut!

Ist das gut!

[genüssliches Stöhnen und Schmatzen]

Es sind immer dieselben Kalorien, egal, ob du ihn vor mir isst oder heimlich.

[Aufzugsurren]

Ich kann gerne einkaufen und kochen, aber beteilige dich an den Kosten.

Ich bezahl dich, wenn du aufhörst zu kochen.

[Frau] "Sei mutig!"

"Sei brillant!"

[Frau] "Sei du selbst!"

"Jeden Tag für den Rest deines Lebens."

[beide] "Eine gute Frau hält eine Ewigkeit."

"Hält eine Ewigkeit"?

Soll das sexy klingen?

[lauter Schrei]

[ruhige Musik]

[Türglocke]

Entschuldigung?

Oh, ja?

Äh... Sind Sie ein Fan von Peg Boyers?

Ähm, nein, ich hab sie gerade erst entdeckt.

Sie ist wundervoll.

-"To Forget Venice" mag ich am liebsten. -Ja.

Wirklich beeindruckend.

Ich werde es kaufen, sobald ich kann.

Schreiben Sie Gedichte?

Nein. Aber Sie schon, oder?

Ja.

Nicht aufgeben.

[leise Musik im Hintergrund]

Hinten... Ok, gehen wir rüber.

Na gut.

-Ok. -So...

-Ich hätte es gerne höher. -Nein.

-Höher können Sie nicht gehen. -Wieso nicht?

Es gibt nur eine schmale Grenze zwischen hilfreich und hoffnungslos.

Und für Sie liegt sie genau hier.

[Jade] Na schön.

So...

Hier.

Mhm.

Ja!

Ok.

Und, wie ist das?

Alles, was eine Frau sich wünscht: "Mode, die ihn zurückbringt."

Ok.

Verrückt. Als Nick mir geholfen hat, meine Kollektion zu starten,

dachte ich nicht, dass er damit meinen Versuch finanziert, ihn zurückzugewinnen.

Ich weiß einfach nicht mehr, was er will!

Nur nicht betteln.

Natürlich nicht.

[ruhige Klaviermusik]

[Maria] Essen ist fertig!

Oh, wie schön! Endlich mal ein Essen, das keine Massenvernichtungswaffe ist.

Das ist hart! Kulinarische Kritik von einer, die ihr Leben lang gehungert hat.

Diät halten heißt nicht hungern.

Wieso hast du aufgehört zu modeln?

Ich hab gar nicht aufgehört.

Ich wollte nur ein Label starten, solange ich noch einen Namen hab.

Sonst hätte ich einen Superreichen heiraten müssen.

Oder von einem verlassen werden.

Zum Glück hat er in meine Firma investiert, bevor er abgehauen ist.

So was aufzubauen, kostet so viel Geld.

Vielleicht dachte er, du brauchst eine neue Aufgabe.

Da du ja keine Kinder hast, die dich beschäftigen.

-Er hat meine Entscheidung unterstützt. -Natürlich.

Er war großzügig und spendabel,

und dann hat er dich verlassen.

Damit hat er sein Gewissen beruhigt. Das ist typisch für Scharlatane wie Nick.

Ist "Scharlatan" die neumodische Version von "Schurke"?

"Mistkerl." Vielleicht noch treffender.

Du hast gedacht, dass er bei dir anders wäre.

Glücklicher.

Ja.

[leise] Glücklicher.

[lauter Schrei]

Jade! Oh Gott...

-Jade! -Drei Kilo in zwei Wochen?

Das darf nicht wahr sein!

Er kommt nicht zurück, und wenn du dich zu Tode hungerst, Jade.

Der Zug ist abgefahren!

[Smooth Jazz]

[Telefon klingelt]

[Mann] Hey, Maria, geh ran, wenn du da bist.

Ich will mit dir sprechen.

Typisch Nick. Anrufen, wenn Jade nicht da ist.

Ich wollte nur ein paar Sachen holen, und das lieber in ihrer Abwesenheit.

Hier ist nichts. Die Wohnung sieht aus wie 'ne Geisterstadt.

Es geht auch ganz schnell. Nur rein und raus.

[auflachend] Manche Dinge ändern sich nie.

Schön wär's. Das wird im Alter immer schlimmer.

Hm.

-Ab jetzt ess ich abends nichts mehr. -Oh, ok.

-Ich geh ins Bett. -Ok.

Äh, Nick hat angerufen.

Hat er dich angerufen?

Er hat hier angerufen.

-Um mit dir zu sprechen? -Um nicht mit dir zu sprechen.

Was will er denn von dir?

Er liebt seine Sachen, Jade, sogar mehr als Frauen.

Nein, das stimmt nicht.

[leise] Doch, das stimmt.

Du bist wirklich einfach abgehauen? Einfach so, ohne Warnung?

Ja, bin ich.

Dann hast du ihn nie wirklich geliebt.

Definiere Liebe.

Wahre Liebe verzeiht alles.

Oh Gott. Ich dachte, du sagst "Liebe macht blind".

[dynamische Musik]

Zu eng.

Wenn ich Modetipps von dir will, sage ich Bescheid.

Eine Woche ohne vernünftiges Essen.

Wie viel hast du abgenommen, ein Kilo?

Zwei.

Du bist blass, und wie's innen ist, will ich nicht wissen.

Nick wird kaum meine Organe untersuchen.

Sei nicht so pessimistisch.

Es ist zu eng. Du kannst gar nicht atmen!

Models atmen nicht! [Ratschen]

[Prusten]

Wie schön, dich hier wiederzusehen!

Mmm!

Wirst du eigentlich nie älter?

In welcher Welt lebst du, dass du mich als Verbündete ansiehst?

Ich bin nur froh, dich hier ungestört zu sehen.

Wie lange haben wir?

Gott sei Dank! Sie hat sich endlich von diesem scheußlichen Bild getrennt.

Maria hat nicht unseren Kunstgeschmack. Es hängt jetzt in unserem Zimmer.

[verlegenes Lachen]

Du...

Und? Wie... läuft das Geschäft?

Ich hab auf dich gesetzt, vergiss das nicht.

Tja, ihr beide hier zusammen. Endlich.

Ich hatte so eine Ahnung,

dass ihr euch glänzend versteht, sobald ich das Feld räume.

Ja. Wie du weißt, Nick, sind wir dazu gezwungen

wegen dem, dem... Papierkram.

[Seufzen]

Oh, das, das sieht lecker aus.

-Ist das Apfelstrudel? -[Maria] Hm!

Ich hab gelesen, dass Apfelstrudel unter den Top-Ten-Aphrodisiaka ist.

-Mit Sahne? -Der Apfelstrudel... Äh, nein.

Weißt du noch, was ich damals für einen Bauch hatte?

Jetzt weißt du, wogegen ich zu kämpfen hatte.

Und wie ich sehe, hast auch du zu kämpfen,

aber gegen Marias Kochkünste kann man nur verlieren.

Also, erzähl mal. Wie läuft's?

Ich weiß doch, dass du einen Hit landest und uns alle reich machst.

Lass doch die anderen Models hungern.

-Wie deine Freundin? -So junge Models nimmst du?

[Maria] Na du auf jeden Fall.

[Er seufzt.]

Warum, Nick?

-Nicht, Jade, nicht jetzt. -Aber wann?

Gib uns Zeit.

Du kannst mich nicht abstellen, mit Maria,

und gleichzeitig dein zwölfjähriges Dummchen vögeln.

Sie ist über 21, darauf hab ich geachtet.

Bitte!

Und sie ist ein helles Köpfchen.

Weißt du noch, was du mir gesagt hast, als ich Maria verlassen habe?

-Du warst so verständnisvoll. -Aber was soll ich tun?

-Sprich mit Maria, sie hat Erfahrung. -Hab ich nicht.

-Doch, hast du. -Nein.

Ja, stimmt. Du hast mich für eine jüngere Frau verlassen.

Köstlich!

Aber wenigstens war Jade älter als unsere Kinder.

Mein Mann war ein Schurke.

Jades Mann ist ein Idiot. Das ist schwerer zu akzeptieren.

[Seufzen]

Ja...

Nick! Was ist mit deinen Sachen?

Was?

Deine Sachen.

Ähm, das... mach ich irgendwann mal.

Ich muss.

Danke für den Strudel.

Gerne.

[ruhige Musik]

Er kommt nicht zurück.

Das sollte reichen.

-Ja, ganz genau. Maria! -Ja...

Darf ich vorstellen: Robert Friedman, mein fantastischer neuer Anwalt.

Robert, das ist Maria.

Ah, Maria.

Nicks andere Ex.

Ja. Schön, Sie kennenzulernen.

-Sie können mich Robert nennen. -Ok.

Bitte setzen Sie sich.

[ironisch] Danke schön!

Wollen Sie was trinken? Kaffee?

[zischt]

-Wohnt der jetzt auch hier? -Wir besprechen die Situation.

-Ah. -Kommen wir gleich zur Sache.

Bezahlen Sie Jade aus.

-Zu einem fairen Angebot. -Kann ich nicht.

Dann musst du verkaufen. Oder nicht?

Na ja, im Normalfall...

...werden solche Angelegenheiten einvernehmlich geregelt.

Wenn Sie verstehen. Hm...

Maria, wir könnten beide neu anfangen.

Neu anfangen wird überbewertet.

Was würden Sie stattdessen vorschlagen?

Kauf dir 'ne neue Wohnung und lass mich hier.

Hm.

Mein ganzes Geld steckt im Label.

Wenn ich die Wohnung jetzt verkaufe, mache ich...

...machen wir richtig fett Kohle!

Die beste Rache ist, wenn es uns gut geht.

Rache ist die beste Rache.

Deswegen bist du hier?

[dynamische Musik]

Hi!

Darf ich das aufhängen? Bitte?

Hm...

Ja, natürlich.

-Danke. -Ich mach das für Sie. Sekunde.

"DIE LYRIK INGEBORG BACHMANNS"

KURS MIT DER DEUTSCHEN LITERATURWISSENSCHAFTLERIN PROF. HENDERSON

[genervtes Seufzen und Spanisch]

-Ich muss mit dir sprechen. -Morgen!

Das kann nicht warten.

Oh Gott.

Sieh dir das an!

Binnen zwei Wochen musst du meine Hälfte des Marktpreises aufbringen.

-Sonst was? -Hab ich das Recht zu verkaufen.

Äh...

Das schützt dich genauso wenig wie unsere Heiratsurkunden.

Du kommst da nicht raus, das ist Gesetz!

Besitzende kriegen in neun von zehn Fällen Recht.

-Ist das wahr? -Keine Ahnung.

Aber eine schöne Metapher in unserer Situation.

-Deine Metaphern interessieren keinen. -Du nimmst das alles zu wortwörtlich.

Und ich bringe dich noch wortwörtlich um.

[Staubsaugersurren]

Die Blumen auf den Esstisch!

Beeilung mit dem Gemälde!

Da sind noch Flecken auf dem Fenster!

-Nicht anfassen! -Morgen ist Wohnungsbesichtigung.

Jades Wohnungsbesichtigung.

Machen Sie mit ihren Sachen, was Sie wollen, aber meine rühren Sie nicht an.

Hier ist Lawrence.

Ja, sie ist hier.

Das geht so nicht. Wir brauchen freie Hand.

Ist gut, ich versuch's.

Wie hoch ist Ihre Provision?

Wie bitte?

Wie viel kriegen Sie, wenn Sie diese Wohnung verkaufen?

-Hey! Mach das da weg! -[Mann] Alles klar.

Mrs. Henderson wird Ihnen erzählt haben, dass die Hälfte mir gehört.

Also, ich würd's gern wissen.

Danke.

Sechs Prozent? Wow!

Und sechs Prozent des Preises sind...

Kommen Sie, das wissen Sie doch im Schlaf.

Es macht den Raum kleiner.

[leise Popmusik]

Du kannst während der Besichtigung nicht hier sein!

Doch, kann ich.

Wow.

Ich dachte, wir führen diesen Streit auf einem höheren Niveau.

Dein Sprachgefühl wird immer besser, Jade!

-Hey! -Hey, ähm...

Die Besichtigung ist eigentlich erst um vier, aber kommen Sie doch rein.

-Professor Henderson? -Ich bin Maria.

-Molly. -Freut mich. Und Sie sind...

-Jackie. -Jackie und... George.

Setzen Sie sich. Nehmen Sie Platz.

[leise] Meine Studenten.

-Kaffee ist ok? -Ja danke, gern.

Du kannst machen, was du willst.

-Die Wohnung verkauft sich von allein. -Klar.

Sehen Sie die Verbindung zwischen "Fahrten" und "Fahrtenwind"?

Und am Ende heißt es:

"Bleib, um das Blatt zu ziehen, mit dem man sie gewinnt."

Voilà, und es werde Licht. Fenster in alle Himmelsrichtungen.

Machen Sie weiter, Molly.

-Ok, ähm... -Guten Tag.

Können Sie die Party verlegen? Wir übernehmen die Kosten.

Wein, Dichtkunst und Doppelglasfenster. Was kann das Käuferherz mehr verlangen?

Die... die Küche ist ein Traum.

Ok.

[Molly] Was meint sie mit "leichtes Kartenhaus"?

-Das hab ich mich auch gefragt. -Sind das ihre Beziehungen?

Vielleicht ist es auch allgemeiner und steht für das Leben.

Für alle Begegnungen.

Die perfekte Küche ist wie ein gehorsames Kind:

Sie ist da, wenn man sie braucht...

"Das Kartenhaus fällt ihr in die Hände", das Leben endet. Das?

Ja, genau.

Also pass auf, dass dein Leben nicht wie ein Kartenhaus zusammenfällt, Jackie.

Und? Schon diesen Stein gesehen?

-Gerne. -Sie auch?

Ich finde das Gedicht echt genial. Kann ich's noch mal vorlesen?

Warum machen Sie die Treppe nicht zu Ihrer Bühne? Wir hören Ihnen zu.

Ok.

Ist es nicht wunderschön, wie das Licht vom Tisch reflektiert wird?

Faszinierend, was so ein Tisch ausmachen kann!

[Beifall]

[metallischer Schlag]

-Ich könnte dich verklagen. Willst du das? -Nein.

Aber ich will nicht länger mit dir zusammen leben!

[leise] Ich auch nicht.

Ich will, dass Nick aus meinem Leben verschwindet

und ich mit dem Ganzen abschließen kann, so wie du.

Wenn du wirklich gerade kein Geld hast, lass dir von Nick eine Wohnung kaufen.

[leise] Oder auch nicht. Egal.

Ich werde ihn nicht um Geld anbetteln.

Ich finde das erniedrigend, im Gegensatz zu dir.

Ich habe nie um etwas gebettelt.

Ich habe niemals etwas von ihm angenommen.

Was passiert mit deinem Heldenbild von Nick,

wenn du feststellst, dass ich nicht die gierige Alte bin,

als die er mich darstellt? Ha?

Beängstigend, nicht?

Wieso... kann sie das nicht?

[Telefon klingelt]

Ah, Antonia, meine Süße!

Habt ihr schon alles gepackt?

Natürlich hol ich euch vom Flughafen ab.

Ok, um eins bin ich da.

[spannungsgeladene Musik]

Ich freu mich so sehr auf euch.

Tust du mir noch einen Gefallen und bringst Bärlauchpaste mit?

[Sie summt vor sich hin.]

Lawrence? Hier ist Jade. Morgen Mittag hätten wir eine Chance. Ja!

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Cleverste im ganzen Land?

Jade!

[unverständlich]

-Wir sehen uns. Ciao! -Na klar!

Vorsicht, oh Gott!

Können Sie bitte darauf achten, nirgends anzustoßen?

Und bitte nicht direkt auf das Bild fassen. Am Rahmen halten. Danke.

Achtung!

Könnten Sie bitte etwas vorsichtiger sein?

Fantastisch. Und sieh dir dieses Rot an.

Existiert ein Schadstoffgutachten?

Äh, wie meinen Sie das?

Na ja, es soll alle möglichen Giftstoffe geben in diesen alten Industriebauten.

Angefangen von Öl in den Fußböden bis zu giftigem Schutt hinter den...

Sei nicht albern. Das ist seit Jahrzehnten keine Fabrik mehr.

Solche Giftstoffe haben eine verdammt lange Lebensdauer.

Und manche werden mit der Zeit schlimmer.

Die gegenwärtige Eigentümerin ist äußerst gesundheitsbewusst.

Ich erkundige mich nach Gutachten.

Die verwendeten Materialien sind über jeden Zweifel erhaben.

Hier gibt's bestimmt Asbest.

Woher willst du das wissen?

Jetzt steh schon auf!

Ähm, gehen wir weiter zur Küche. Sie werden sehen, die ist ein Traum.

Du immer mit deinem passiv-aggressiven Verhalten.

Wir sollen außerhalb der Therapiestunden nicht über unsere Probleme sprechen.

Das hier war deine Idee. Ich bin mit unserer Wohnung glücklich.

Komm mir jetzt nicht so.

Die perfekte Küche ist wie ein gehorsames Kind:

Sie ist da, wenn man sie braucht, und ansonsten... unsichtbar.

[Lachen]

Lawrence!

Paul, Schuhe aus!

Lawrence, das ist meine Tochter Antonia und Paul, mein Enkel.

Das ist Lawrence. Er ist Immobilienmakler.

Verkaufst du das Apartment?

Äh, nein. Jade will verkaufen,

[laut] aber ich werde gerichtlich dagegen vorgehen.

-Das kann sie nicht. -Sie kann's versuchen.

Das Gebäude hatte Bestandsschutz, was moderne Umweltauflagen angeht.

Also, wer gesund leben möchte,

sollte für die Asbestsanierung zehn Jahre einplanen.

-Wusste ich's doch. -Ist ja gut.

[ruhige Klaviermusik]

[Paul] Erster!

-Schön, nicht wahr? -Mhm.

[Aufzugtür]

Hallo, Jade.

Hey, Antonia.

[stockend] Schön, dass wir uns endlich mal kennenlernen.

Ich bin hier, um meine Mutter zu besuchen.

Ja. Ich weiß.

Und um den Ort meiner Kindheit wiederzusehen.

Hier war mal mein Zimmer.

Bitte, ich versteh schon.

[rhythmisches Aufpumpen]

-Wie anders das Loft aussieht. -Ja, grässlich.

Aber wir machen's uns ganz gemütlich.

Was machst du denn, wenn sie verkauft?

Ach, das kann sie ja nicht ohne mein Einverständnis.

-Echt? -Mhm. Sag mal...

Weiß eigentlich dein Vater, dass du hier bist?

Nope.

[Schritte]

[gedämpfte Polizeisirene]

[Plätschern]

Wer kommt noch zu Besuch? Tanten, Onkel, Cousinen?

Diese Wohnung ist doch viel zu groß für zwei Menschen.

Willst du wirklich, dass ich dich verklage?

Du wirst verlieren und weniger kriegen.

Dazu kommt es nicht.

Wie kann man nur so selbstsicher sein?

Warst du nie neugierig auf seine Kinder?

Auf seinen Enkel?

Wolltest du sie nie kennenlernen?

Natürlich wollte ich das.

[Instrumentalmusik mit starkem Beat]

Die sehen aus wie Gespenster.

Ja, das hat eine... eine Luftigkeit, eine Leichtigkeit,

als schwebten sie über der Erde, als wären sie...

Gespenster sind... tot.

Das sollte ein Fest der Weiblichkeit sein, femininer Schönheit.

Das hier ist, als...

...als wollten wir sagen, eine Frau soll sich ab einem bestimmten Alter verhüllen.

Und dann soll sie davon schweben in... in Leichentüchern.

Das ist, weil Sie in einer Zeit leben, die dem Jugendwahn verfallen ist.

Halt die Klappe.

Nein, sie hat recht.

Wer so was trägt, hat die Hoffnung aufgegeben, je wieder Sex zu haben.

Diese Entwürfe sind genau das, was Sie von mir wollten.

Vielleicht bräuchte ich mal jemanden, der mutig genug ist, mir zu widersprechen.

-Neu anfangen wird teuer. -Aber ich hab's versaut!

Und wie Penelope werden Sie Ihren Teppich auftrennen und einen neuen weben.

Nie gehört, die Odyssee? Penelope, die am Webstuhl ihr Schicksal bestimmt?

Eine faszinierende Metapher.

-Sie macht echt Fortschritte. -[genervtes Seufzen]

[Antonia flüsternd] Mama.

Ja?

Warum lässt du sie nicht verkaufen?

[flüstert] Dies hier...

...ist mein Zuhause.

-Aber du brauchst doch das Geld. -Ach...

Willst du Nick jetzt auch wieder zurück?

[Beide lachen.]

[Schniefen]

Geht's dir nicht vielleicht noch um was anderes?

Um was denn?

In der Literatur ist das Rachemotiv genauso oft zu finden wie das der Liebe.

Hast du mir beigebracht.

[sanfte Klaviermusik]

-Das gefällt mir. -Ja, mir auch.

[gedämpfte Verkehrsgeräusche]

[Schritte]

So 'ne Scheiße!

Herzlichen Glückwunsch, Maria.

Lawrence hat hingeschmissen. Und alle wissen warum.

Jetzt finde ich keinen Makler mehr. Ich nehm die Wohnung vom Markt.

Bis du dir überlegt hast, was wir mit all dem Geld hätten anfangen können.

[Paul] Mama, ich kann nicht schlafen.

Äh, ich geh schon. Ich geh schon.

Hör auf, vor Antonia die böse Stiefmutter zu spielen.

Ich mach das schon.

Danke.

Was ist das?

Nur so ein abgetragenes Sweatshirt.

Nein, ich meinte deinen Duft.

Ich komm nicht drauf, dabei kenn ich alle.

Ist von einer kleinen Firma aus Berlin.

Ich berate die manchmal. Ich krieg 'ne Menge Proben von denen.

Beraten? Wo drin?

In chemischen Fragen. Ich bin eigentlich Botanikerin.

Aber hauptberuflich bringe ich 12-jährigen das Periodensystem bei.

Das mit dem Parfüm ist so ein Edel-Ferienjob.

Meine einzige Chance auf ein richtiges Labor.

Und ich liebe Parfüm.

[tiefes Ausatmen]

[Spielzeugsirene]

Jade gefällt mein Parfüm.

[ruhige Musik]

Es ist nicht leicht, Investoren für meine erste Kollektion zu gewinnen,

aber ein schwerreicher Kunde fleht mich an, ein Parfüm zu machen.

Was meinst du mit "ein Parfüm machen"?

Ich hab einen Marktwert, schon lange.

Wenn ich meinen Namen für ein Parfüm hergebe, wäre das für viele interessant.

Und du hättest da freie Hand?

Willst du mir helfen, ein oder zwei Düfte zu kreieren?

-Ja, das würd' ich gern. -Ich engagiere dich.

Aber ich bin mehr für Natürliches.

Ich... ich liebe deinen Duft. Ich vertrau dir.

-Ja? -Ja!

Und wenn du grad dabei bist,

mach doch auch ein neues Parfüm für deinen Vater.

Ich finde, er ist zu alt für "Obsession".

-Was hat sie? -Gar nichts.

[Tür und Schritte]

Ich hab eine Jacke, die dir fantastisch stehen würde.

-Nein, ist schon gut. -Komm, nur so zum Spaß.

Ein bisschen Spaß ist doch ok, oder? Hm?

[sanfte, energetische Musik]

[lachend] Ich mein's ernst, hat er wirklich.

Oh, wow!

-Hi. -Hi.

Morgen, Patricia. Willst du Kaffee?

Grad nicht, danke.

Ok, also da sind wir.

-Hey, Leute! -Hi.

Das ist Antonia, meine Stieftochter.

-Ah, Antonia. -Das sind Whit und Lucie.

-Hi. -Reservierst du uns einen Tisch

-für heute Abend? -Klar.

-Gut, danke. -Schön, dich kennenzulernen.

Hier ist mein kreatives Zentrum und... meine neue Kollektion.

-Lucie, zeigst du sie Antonia? -Natürlich.

Gut, also...

Hier haben wir Seide,

und das ist Jersey, Leder und Chiffon.

Die Farben sind schön.

Äh, ja, das ist Eggplant.

Aubergine.

[Möwenschreie]

[sanfte Klaviermusik]

[Paul lacht.]

Ich wünsch mir genau solche Kundinnen wie dich.

Die smarte, berufstätige junge Frau, die gut aussehen will,

aber so tut, als ginge sie Mode nichts an.

Wir können eben nicht so tun, als könnten wir sie uns leisten.

Die Damen. Bitte folgen Sie mir.

[Jade] Ah, wunderbar.

Bitte.

[leise Jazzmusik]

Dein Vater ist also ein richtiger Egoist?

Ja.

Und warum lässt Maria mich dann nicht verkaufen?

Sie hätte endlich Geld, um etwas Neues zu wagen.

Ich glaube, sie will nichts Neues.

Sie will lieber das Alte vertiefen.

Aber sie könnte dir helfen.

Meine Mutter hat sich für uns den Arsch aufgerissen.

Sie darf mal an sich denken.

Tut mir leid.

Es war auch zu schön. Fünf Minuten war ich mal nicht die Familienzerstörerin.

Und trotzdem hast du genau das damals in Kauf genommen.

Dein Vater hat mir gesagt, die Ehe wäre längst zerrüttet. Ich habe ihm geglaubt.

Also sehr originell ist das nicht.

Liebe macht blind.

Manche zumindest.

Es tut mir leid.

Oh, das hier in der Mitte hört sich lecker an, ha?

Mhm.

Was ist eigentlich mit deinem Mann?

-Ich hab keinen. -Oh!

Nur Amerikanerinnen denken, man braucht einen Ehemann, um Kinder zu kriegen.

Dann besteht für mich ja noch Hoffnung.

Christa Wolf mochte dieses Gedicht sehr und wusste viel

über die vermeintliche Trennung von Denken und Lieben.

-Lieben! -[Flugzeuggeräusch]

-Molly, möchtest du das Gedicht vorlesen? -Ja.

Gern.

"Erklär mir, Liebe,

was ich nicht erklären kann:

-sollt ich die kurze schauerliche Zeit -[Flugzeuggeräusch]

-nur mit Gedanken..." -Liebe!

-Paul, mach das aus! -Liebe!

-Liebe, Liebe, Liebe! -"...mit Gedanken Umgang haben..."

-Lies weiter! -"...und allein nichts Liebes kennen

und nichts Liebes tun?

Muss einer denken? Wird er nicht vermisst?"

Ja. Ich muss mich entschuldigen.

Ich gebe nächste Woche eine Ersatzstunde, um das wiedergutzumachen.

Wird Paul hier sein? [Flugzeuggeräusch]

Auf jeden Fall will ich dir endlich meine Gedichte schicken.

-Wundervoll. -Ich auch.

Ich will wissen, was du zu meinem Roman sagst.

-Ich hab fast 1000 Seiten. -Wow!

[Molly] Ok...

[Flugzeuggeräusch]

[Maria, genervt] Mach das aus!

-[Antonia] Das ist immer so. -[Jade] Ich weiß.

-Und du hast ihn nie wiedergesehen? -[Jade] Nein! Oh...

-[Jade] Oh! -Jade!

Luke, ich glaube es nicht!

Schön, dich wiederzusehen!

Ich kann's nicht glauben, dass du es endlich geschafft hast, vorbeizukommen.

Und das ist Antonia. Sie ist Botanikerin.

Eine Wissenschaftlerin, wow!

Schön, Sie kennenzulernen.

-Hätte jemand gerne einen Cappuccino? -Ja...

Kaffee ist Gift für die olfaktorischen Rezeptoren.

Oh! Tja, dann nicht. Danke.

Äh... Setzt euch.

Ok.

Also, ich bin absolut entzückt, dass du endlich deinen Duft rausbringst.

Es wird bestimmt ein Knaller!

Das höre ich schon seit Jahren, aber leider habe ich nicht die Nase dafür.

Deswegen habe ich eine Expertin mitgebracht.

Ein großes Parfüm ist wie eine Symphonie.

Und wie jedes große Kunstwerk hat es einen Anfang

und einen Mittelteil

und dann: das Ende.

Ach so.

Ein Parfüm kombiniert verschiedene Riechstoffe.

Jeden kann man einer Duftnote zuordnen. Deswegen das Bild mit der Symphonie.

Die Kopfnote hält nur etwa 15 Minuten.

Ab da schließt sich die Herznote an.

Die Wirkung hält ein paar Stunden.

Und die Basisnote die ganze Nacht.

Ein passenderer Vergleich wäre also eine Verführung, keine Symphonie.

Ja, aber was ist deine Lieblingsblume?

Äh... Rosen.

Ah!

Das...

...wird von Mönchen hergestellt, in einem Kloster in Lausanne.

Uh!

Passenderweise hat es den Namen "La Petite Vierge".

Klären wir erst mal die wichtigen Fragen, bevor wir zur Vermarktung kommen.

-Für wen soll es sein? -Oh...

Eine jüngere oder ältere Zielgruppe?

Das würde ich gern offenlassen.

Allerweltsdüfte sind immer schwierig.

Wir wollen hoffentlich nicht so riechen wie "Taylor Swift".

Ich mag Taylor Swift. Ist das verboten?

Ich liebe Taylor Swift.

-Danke. Es war richtig schön heute. -Mhm.

-[Antonia] Hey, Paul! -See you later alligator!

Deine Tochter ist ein Genie.

Ich weiß.

Ich hab ein paar Proben gemixt in einem fantastischen Parfümlabor,

und Jades Geldgeber war sofort einverstanden. Er übernimmt alle Kosten!

Wir bringen es gleichzeitig mit meiner neuen Kollektion raus.

Aber nur, wenn ich mich Tag und Nacht reinhänge.

Mhm. Und Paul?

-Du bist doch so gern mit ihm zusammen. -Ja, natürlich,

aber dann bin ich ja jetzt auch bei ihr angestellt.

Hab ich keine Lust zu. Ich muss ja schon mit ihr wohnen.

-Mama? -Ja?

Ich verdiene hier doppelt so viel wie in der Schule.

Und wenn das mit dem Parfüm klappt, bekomme ich sogar Prozente.

Verstehe.

Bitte lass mich das eine Parfüm machen,

-um zu sehen, was dabei rauskommt. -Na klar.

Danke!

Ich schau mal nach Paul, ja?

Ist sie einverstanden?

Ja.

Wenn auch widerwillig.

[Maria] Ich kann euch hören!

Tja, wir müssen alle arbeiten, oder?

[gedämpfter Verkehrslärm]

Das ist für Paul.

Arbeitet der jetzt auch für dich?

[Jade] Di-dit!

Also los!

-Du siehst so toll aus! -Du aber auch.

Das steht dir richtig gut.

[Maria] Paulchen, wenn du aufgegessen hast, gehen wir raus, ja?

[Paul] Können wir gleich was spielen?

[ruhige Musik]

[entferntes Schiffshorn]

[Paul macht Fluggeräusche.]

[beschwipst] Hast du gesagt! Hast du!

Und da ist er rot geworden! Oh!

-Oh wie schön! -Was...?

Sie haben ein Indianerzelt!

Ist das süß! Oh...

Wir müssen leise sein.

[Aufzugtür]

[klirrendes Klappern]

Au! Mein Gott. Au!

[Antonia] Oh, die schlafen da drin!

Das ist so süß!

Willst du noch was trinken? Noch einen Wein?

-Ja! -Komm mit.

Ich hab noch einen im Kühlschrank.

Oder vielleicht doch lieber einen Wodka?

[Lachen]

[Piepsen]

[Summen]

[rhythmische Musik]

Mm! Gottogott, ist das lecker!

Ich lad dich ein.

Danke!

Ich hab ein Spesenkonto.

Ach so, verstehe. Jade Henderson lädt ein.

-Bitte verdirb mir jetzt nicht die Freude. -Nein, entschuldige bitte.

Verrückt, dass wir alle Henderson heißen.

So. Also, wie war es?

Mh... super.

-Jade ist 'ne richtig gute Chefin. -Toll.

Sie vermisst Nick.

-Sie hofft, dass er zurückkommt. -Ach, Quatsch.

Das kannst du dir wohl nicht vorstellen, aber sie liebt ihn noch.

Sie kann nicht loslassen. Das ging dir doch damals auch so.

Wenn sie so sehr hofft, dass er wieder zurückkommt,

warum will sie dann verkaufen?

Weil sie nicht glaubt, dass er zurückkommt.

Und deswegen trauert sie. Sie leidet.

Offensichtlich kannst du so was nicht verstehen.

[tiefes Ausatmen und ruhige Musik]

[Whit] Entweder du oder sie.

Du musst verkaufen.

Irgendwie.

Ich habe alles versucht.

Unser Kredit wurde schon zweimal verlängert.

Wenn die nicht mehr liefern, können wir nicht mal 'ne Barbiepuppe anziehen.

Die Einkäufer von Barneys und Bergdorf sind interessiert.

Aber davon können wir uns nichts kaufen.

Wir haben nur eine Möglichkeit, unsere Kosten zu reduzieren.

[bestimmt] Nein.

Keiner leistet sich eine riesige Gala als Entrée.

Das ist ein Anfängerfehler.

Der Wert meines Namens sinkt schneller als das Guthaben auf meinem Konto.

Ich habe endlich einen überzeugenden Einfall gehabt.

Diese Gala ist vielleicht die letzte Chance,

alle Entscheider der Branche zusammenzubringen.

Dann wirst du verkaufen müssen.

Oder... du flehst Nick um Hilfe an.

Die Wohnung gehört uns beiden,

aber nur ich zahle die Nebenkosten.

Ok.

Es wird Zeit, dass du für deine Hälfte aufkommst.

Kann ich nicht.

Ja, aber ich auch nicht.

Und jetzt?

Maria, irgendwann kündigt uns die Hausverwaltung.

Und dann müssen wir verkaufen.

-Und dann kriegen wir viel weniger dafür. -Ah.

[äfft sie nach] "Ah."

Du hast nie was von Nick angenommen. Aber mich anzubetteln, macht dir nichts.

Wie bitte?

Ich füttere dich und deine verdammte Familie durch,

-weil du zu faul zum Arbeiten bist. -Halt die Klappe!

Ach ja?

Es ist Arbeit, auf ein Kind aufzupassen, aber das verstehst du Narzisstin nicht.

Ich narzisstisch?

Lock du nur Antonia in deine Scheinwelt...

Im Gegensatz zu dir kann sich Antonia einen richtigen Babysitter leisten.

Oh!

Ja, Paul ist nur deine Entschuldigung, um in Ruhe weiter rumzugammeln.

Wie kannst du es nur wagen!

[Schritte]

Ah...

Heute ist dein großer Tag. Sieh dich an. Wow!

-Bist du aufgeregt? -Klar. Also los!

[Maria] Antonia?

Ich kann mich heute nicht um Paul kümmern.

Was? Wieso das denn?

Ich muss mir endlich 'nen Job suchen.

Ich stelle mich heute bei fünf Buchhandlungen vor.

Und wenn ich da mit Kind aufkreuze, dann nimmt mich ja wieder keiner.

Heute? Ich hab 20 Frauen zum Hauttest bestellt.

Tut mir leid. Ich dachte, sie hätte es dir gesagt.

-Müsst ihr das heute austragen? -Nimm Paul mit.

Ins Labor? Einen Elefanten in einen Porzellanladen?

[leise] Gott, du redest schon wie sie.

Ich kann ihn nehmen.

Mein Büro war schon immer sehr familienfreundlich.

-Paul? -Hm?

Würdest du und dein kleiner Freund heute mit mir mitgehen?

Nein, nein.

Paule, heute geht Mama mit dir.

-Ok? -[Murren]

[Aufzugtür]

[Plätschern]

[Mann] Ich bin sicher, da ist ein Rohrbruch.

Wir brauchen einen Klempner.

In New York? Hoffentlich kommt diese Woche einer.

Nein, wir brauchen ihn jetzt. Und stellen Sie endlich das Wasser ab!

Schnell! Es kommt immer mehr.

[Ächzen]

Listo.

Es war das Rohr. Aber erst mal hält es.

Erst mal?

Wenn Sie Sicherheit wollen, Señora, müssen Sie die austauschen.

Was soll denn das heißen?

Na ja, die Rohre sind älter als Sie.

Ich... ich meine, älter als Sie und ich zusammen.

Ok, Señorita.

Diese Katastrophe repariert man nicht mit dem Pflaster,

das können Sie mir glauben.

[entrückte Musik]

Weißt du, was Coco Chanel getan hat?

Sie hat Parfüm auf jeden Teil ihres Körpers aufgetragen,

auf den sie geküsst werden wollte.

Und ich denke, unsere Nummer... 3

kann sich mit ihrer 5 messen.

Coco Chanel ließ sich anfangs von Liebhabern finanzieren.

Das würde einige unserer Probleme lösen.

Ok.

Ein Gedicht.

Keine Symphonie?

Dieses Parfüm ist ein verdammt symphonisches Gedicht.

[Lucie] Hm.

-[Jade, fragend] Hm? -[Lucie, bestätigend] Mhm.

-Hm? -Mhm.

Ja? Wir präsentieren es auf der Gala.

-Vorstellung auf der Gala! -Ja!

-[Luke] Jade, wir haben's geschafft! -[Johlen]

-Echt? -Ich hatte wirklich nicht...

[Akkuschrauber und Ächzen]

Was machst du da?

Ich löse unser Problem. Gib mal 'ne Schraube.

Mein Vater hat immer gesagt:

"Du wirst niemals hungern, wenn du weißt, wie man verputzt und malert."

-Na, du? -Hey!

-Sie ist ein Profi. -Und nicht billig.

[spannungsgeladene Musik]

Paul!

Paul!

Nicht mein Bild! Mein Bild! Nein, nein, nein!

[Paul schreit.]

[Stöhnen]

Mama!

[Jade stöhnt.]

Bist du ok?

Oh, ja.

[Antonia] Ich fass es nicht.

-Tut's sehr weh? -[Stöhnen]

Ja, meine Schulter.

Ich ruf einen Krankenwagen, ja?

-Mama? -[Ächzen]

-Geht das? -Ja, geht.

-Willst du nicht doch zum Arzt? -M-m.

Vielleicht hast du 'ne Gehirnerschütterung.

[abwehrend] Ach...

-Komm, wir pusten noch mal. -[Klopfen]

Komm rein.

Du siehst blass aus.

Und du fett.

[wohliges Grummeln]

Ha, oh mein Gott!

Antonia?

Sie lieben es. Sie lieben es!

Schön, das freut mich für dich.

-Ciao. -Ciao, schönen Tag.

Danke.

Und sie bieten dir eine Festanstellung an.

Wofür? Wir sind doch fertig mit dem Parfüm.

Um meine Marke weiterzuentwickeln.

Vielleicht machen wir danach ein Shampoo oder Seife, mal sehen.

Oh, ist doch besser als zu unterrichten.

[gedämpfte Musik]

Ok, wenn wir das von mir bezahlte Material abziehen

und ich den üppigen Stundenlohn akzeptiere,

den der Hausmeister dir netterweise zahlen will, sind wir quitt.

Bis zum Ende des Monats, stimmt's?

Ja.

Und was wird dann?

Dann kannst du verkaufen.

Ich möchte, dass du sie verkaufst.

Ich glaube es nicht, du hast es eingesehen!

Und als geniale Handwerkerin

kannst du doch irgendein runtergekommenes Juwel für dich renovieren.

Ich will das Geld nicht.

Du willst es mir geben? Das ganze Geld?

Nein.

Gib es Antonia, dann muss sie nicht für den Rest ihres Lebens Seife kochen.

Ich verstehe. Du willst Antonia freikaufen.

Wir werden sehen, ob Antonia freigekauft werden will.

[Jade] Ach, Antonia, komm rein.

Ich hab einen tollen Vertrag für dich ausgehandelt.

Unterschreib lieber schnell, bevor es denen auffällt.

Ich glaube, das wäre nicht so gut für Paul.

Oh.

Ähm...

Du könntest eine Tagesmutter anstellen.

Und mit deinem Anteil findest du sicher 'ne schicke Wohnung.

Es geht nicht nur um Geld. Ich hab ein Leben in Berlin.

Ich vermisse meinen Bruder, und Paul vermisst seine Freunde.

Dazu kommt noch, dass er auch seinen Vater ab und zu sehen sollte.

Paul soll seinen Vater sehen.

Was ist mit dir?

Ich will nicht, dass Paul an einem Ort aufwächst,

wo sich alles nur um Geld und Erfolg dreht.

Und ich bin nicht sicher, ob ich mein Leben lang eine Marke promoten will.

So wie ich?

Das hat nichts mit dir zu tun.

Egal, wie ich mich entscheide, du verkaufst die Wohnung und wirst reich.

So wie du es immer wolltest.

Es stimmt nicht, dass sich bei mir alles nur ums Geld dreht.

Deine Mutter ist nicht die Einzige mit Gefühlen.

Lass sie da raus.

Meinetwegen hat die mutigste Frau der Welt dir die Schlüssel ihres Zuhauses gegeben.

Ihres?

Du kannst etwas stehlen, aber es wird dir nie gehören.

Verstehe.

Die betrogene erste Ehefrau ist das Klischee,

auf das ihr zwei euch geeinigt habt.

Fuck you.

-Macht's gut. -[Whit] Ciao.

[sanfte Musik]

[Maria] Och...

-Das war so schön, dass ihr da wart. -Ja.

Schreib gleich, wenn du da bist, ja?

-Pass auf deinen Rücken auf. -Guten Flug.

Das ging aber schnell.

Sie hätte sich schon noch verabschieden können.

Antonia kann manchmal ziemlich hart sein.

Aber sie hat in den paar Wochen mehr Zeit mit dir verbracht

als mit ihrem Vater in den letzten zehn Jahren.

-Das hat er mir nie gesagt. -Natürlich nicht.

Ich dachte sogar, er würde sich noch Kinder wünschen.

[wissend] M-mm.

Nette Frauen fallen immer auf die Nummer mit dem guten Vater rein.

Dann bin ich wohl nett, weil ich ihn genau dafür geliebt hab.

Na ja...

Wer liebt nicht den sexy Dad?

Sexy?

Nick?

Na ja, irgendwas wirst du schon aus ihm rausgekitzelt haben, das ich nicht kenne.

Und ich dachte das von dir.

Er hat mir immer das Gefühl gegeben, als würde es an mir liegen.

Er wollte, dass du dich schuldig fühlst.

Das sollte dich von deiner Enttäuschung ablenken.

Anscheinend sucht er noch nach der Frau, die ihn endlich verwandelt in Don Juan.

Wenn du das nicht geschafft hast,

wer dann?

Danke.

[Maria] Yes!

Ja.

Danke.

[Jade] Morgen ruf ich Lawrence an.

Ach, der ist ein Idiot. Und dazu kommt noch seine fette Provision.

Es ist 'ne Kunst Immobilienmakler zu sein.

Sagst du, wo du so viel von Kunst verstehst.

Ich bin gespannt, wie dein literarisches Genie die Wohnung verkaufen wird.

Diese postmoderne Einrichtung macht es nicht leichter.

Du tust so, als hätte ich keine Ahnung von Design.

Oh nein, Jade, im Gegenteil: Du weißt zu viel!

So eine Wohnung sieht man sich gern in einer Zeitschrift an,

aber drin wohnen will keiner.

Und ich denke nicht daran, diesem Idioten mein Geld zu geben.

Wahrscheinlich kannst du 'ne knallharte Geschäftsfrau sein.

Darauf kannst du wetten.

[heitere Musik]

[Jade] Ich dachte, du wärst ein Messie!

-So schlimm war es nicht. -Doch, war es.

Es gab stapelweise alte Zeitschriften und dann dein Dschungel am Fenster.

Warum seid ihr nicht einfach umgezogen?

Wollte ich ja, aber Nick hat darauf bestanden hierzubleiben.

-Ich hasse die Geister der Vergangenheit. -Hast du deswegen alles rausgeworfen,

jede Wand eingerissen, unsere gesamte Existenz gelöscht?

Niemand träumt davon, die zweite Ehefrau zu sein.

Jade, das geht nicht!

Du kannst doch nicht "Ehefrau" und "träumen" im selben Satz sagen!

[Beide lachen.]

Ach je...

[leise] Ja, das sind die beiden Älteren.

-Hi. -Kommen Sie rein.

-Hallo. Oh, wow! -Hi.

Ja, nicht wahr?

Diese Wand schreit förmlich nach einem Gemälde.

Ja.

[Frau] Die Küche ist ein Traum!

[leises Prusten]

-Diese Woche bekommen wir erste Angebote. -Mhm.

So, es kann losgehen.

Ja. Gut.

Aha! Ok.

Ja, ja, ja. Super.

Super. Super. Sehr gut.

Nein, zu jung.

Oh, die ist ja göttlich.

-Wunderschön. -Mhm.

Ja. Nein, zu dünn.

Mhm.

Klasse.

Ah, sie ist klasse. Wunderschön.

Was hat die Tanga-Schlampe hier verloren?

Wir brauchen einen Star.

Zu ihr passt keine Kleidung.

Und schon gar nicht meine!

[wütend] Whit!

Es tut mir leid, aber sie ist nun mal gerade total angesagt.

Ja, aber trotzdem nehmen wir sie nicht!

-Lucie? -Ja?

Ok?

Sie sind nicht mehr zusammen.

-Wirklich? -Ja.

Ich mein nur, weil das Loft unter uns verkauft wurde, für 'nen Appel und ein Ei.

Na und? Wir bestehen auf unserem Preis.

Ich hab mit ein paar Leuten gesprochen,

und alle glauben, dass die Flaute nur vorübergehend ist.

Wenn wir in den nächsten Wochen verkaufen, könnten wir Tausende verlieren.

Jade, wir beide lieben diese Wohnung, vor allem ich.

Aber wir haben es entschieden und ziehen es jetzt durch.

Aber der nächste Monat wird der Horror für mich.

Lass uns noch eine Besichtigung machen, wenn meine Kollektion draußen ist.

[dynamische Popmusik im Hintergrund]

Danke.

Und dann... hat sie gesagt:

"Ich bin doch nicht wegen dem Sex mit 'nem alten Knacker zusammen!"

Wieso dann?

Weil, wie sie sagt, sie mich irgendwie liebt.

Mhm.

Als sie das "irgendwie" erklären sollte, hat sie die Augen verdreht und gesagt:

"Ist da Dr. Freud? Hallo?"

-Die ist ja witzig! -Du würdest sie mögen.

Ja.

-[Nick] Die Welt hat sich verändert. -Hm.

Es gibt keine Grenzen mehr. Mädchen, Jungs, jeder mit jedem.

Und... sie wollte alles Mögliche ausprobieren, mit mir als Aufpasser.

-Weil du es zugelassen hast. -Eine Weile schon, ja.

Aber dann wurde die Angst zu groß, mir irgendeine Krankheit einzufangen.

Also hast du angefangen, in ihrer Wohnung Kondome zu verteilen.

Nein.

Nein.

Aber sie ist ausgeflippt, als sie gemerkt hat,

dass ich ihr jedes Mal 'ne Ladung Vitamin C in ihre Getränke gemischt hab.

Und danach ist uns der ganze Elektra-Komplex um die Ohren geflogen.

Hm. Und was jetzt?

Ich weiß es nicht.

Jade wird mir nie vergeben, oder?

Hm. Verwechsel uns nicht, Nick.

Ja, wieso sollte sie auch?

Schließlich könnte sie jeden haben.

Fünf Interessenten haben heute angerufen. Fünf!

-Hast du ihnen abgesagt? -Ich hab gesagt, wir nehmen Angebote an.

Wir hatten entschieden zu warten!

Nein, nur du allein.

Und es hat nichts damit zu tun, dass der Markt schwächelt.

Also hör auf zu lügen und sag, was los ist.

Nick und ich waren heute essen.

-Ist es wahr? -Was? Dass du lügst?

Wirf mir nicht vor, dass ich nicht meinem Verstand folge, sondern meinem Herz!

Dein Herz, Jade, wird niemand so schnell brechen.

Eigentlich geht es hier um verletzten Stolz.

-Und du? -Was?

Du auf deinem Sockel.

Du hasst ihn nur, damit du dich überlegen fühlen kannst.

Aber ich liebe ihn, auch wenn es bescheuert ist!

Hättest du je ein Buch gelesen, wüsstest du,

dass die romantischen Heldinnen, die du imitierst, meistens sterben.

[Kreischen]

[schadenfrohes Lachen]

[Maria lacht leise.]

[Jade] Ist er sehr fertig?

Hm... M-m.

Erleichtert.

Er wird älter.

Kann nicht mehr mithalten.

Ich wette, die Bitch findet nichts Besseres.

Das glaube ich schon.

Aber sie war so uninteressant, dass sie nicht mal eine... Schwachstelle hatte.

Nicht so wie du.

Sie ist einfach nicht stark genug, um ihn zu lieben, diesen...

Mistschweinesack Nick.

[ruhige Musik]

Ah,

verstehe!

-Ich spüre eine strenge Diät im Anflug. -Nein.

-Nein? -Keine Chance.

-Nein? -M-m.

Dieser Zug ist abgefahren.

Jade!

Du siehst fantastisch aus.

Danke.

-Dein Presseecho ist grandios. -Hm.

Gibt es da vielleicht auch ein Parfüm?

-"Feminista"? -Mhm.

Das wird sicher ein Hit. Sag Bescheid, wenn ihr noch Investoren braucht.

Übrigens stammt es von deiner Antonia.

-Antonia war hier? -Mhm.

-Paul auch? -Ja.

Ihr habt euch... kennengelernt?

Sie ist eine tolle Frau.

[aufgebracht] Wo ist Maria?

Maria? Maria?

Hier ist Maria.

Du hättest mir sagen können, dass Antonia kommt.

Mhm. Hätte ich.

-Wie geht's Paul? -Ah, er ist eine Naturgewalt.

Genau wie sie.

Ah, das freut mich.

Ich werde nächste Woche rüberfliegen, egal, was sie sagt. Was hältst du davon?

Es ist egal, was ich davon halte.

-Ich glaube, jetzt ist es so weit. -Hm.

Ich denke mehr an meine Tochter als an andere Frauen.

-Wirklich? -Ja.

Oh...

Ich möchte in Zukunft Weihnachten mit meinem Enkel feiern.

Du bist so ein Wichser!

Du würdest Paul nicht mal erkennen, wenn er vor dir steht!

Das ist nur ein Trick, um das Loft zurückzukriegen.

Hör auf, den reuigen Vater zu spielen und rück das Geld für die Wohnung raus,

bevor ich mir überlege, wie ich dich noch mehr ausnehmen kann!

Ich habe gerade eine Art Out-of-Body-Erfahrung.

Ich sehe Jade, aber sie spricht mit der Stimme von Maria.

Faszinierend.

Ich hoffe, du und Marias Stimme leben glücklich bis ans Ende eurer Tage.

Macht doch da weiter, wo eure unglückliche Ehe aufgehört hat.

Oh, nein, danke.

Das ist ja umwerfend!

Du bist so wunderschön!

Ist sie nicht perfekt?

Gib mir noch 'ne Chance.

Es war einfach eine Dummheit.

Du bist so verständnisvoll. Verlier das nicht.

Seine Reue-Arie wirkt nicht so aphrodisierend, wie ich gedacht hatte.

Wir können alles ändern,

aber glaub mir, für mich gibt's nur noch dich.

Wirklich, du bist mir genug.

Falsche Wortwahl.

Mehr als genug.

Nein! Du hättest nach "perfekt" und "wunderschön" aufhören müssen.

Mmmm.

Ich bin nur noch ein winziges Stück davon entfernt, ihn zu hassen.

Und trotzdem...

[Maria] Weißt du...

Nur ein Mann, den du liebst, kann dich so wütend machen.

Hm.

Aber du musst rausfinden,

ob ihn zurückzunehmen wirklich deine beste Option ist.

Und wenn ja, unter welchen Bedingungen.

Zum Beispiel: Willst du wieder mit ihm Sex haben?

Daran hab ich gar nicht mehr gedacht.

-Soll ich fragen, ob das verhandelbar ist? -Nein!

-Ich will schon Sex mit jemandem. -Muss ja nicht dein Mann sein.

[lachend] Ja, vielleicht, aber...

...ohne Liebe kann ich nicht.

Verstehe.

Och...

Ich glaub, ich werd schwach.

Ja.

Du hast so viel Geduld, Jade.

Das ist erstaunlich.

Und übrigens, unsere Ehe war nicht unglücklich.

Wirst du mir diesmal vergeben können?

Ja?

Ich akzeptiere dein Angebot, unter einer Bedingung.

Ja?

Du musst uns beide nehmen.

[Maria stöhnt.]

[dynamische Elektronikmusik]

[geschäftiges Stimmengewirr, die Musik läuft weiter]

[Jade] Ja.

Schön.

[Whit] Ok, einmal zur Seite.

Ok.

Für mich ok.

Und raus. Mach schon.

[Lucie] Ok, wer ist die Nächste?

Hallo!

-Unverbesserlich. -Oooh.

[Die Musik klingt aus.]

Jade!

[Jubel und Pfiffe]

-Danke schön. -[Mann] Bravo!

[Ton wird ausgeblendet.]

[dynamische Musik]

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.