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DIE BESTIE
DIE BESTIE
Unruhige Tr�ume sind in Wahrheit fl�chtige Augenblicke des Wahnsinns.
Eure Abneigung gegen�ber Frauen ist v�llig �berzogen. mein lieber Rammondelo.
Keineswegs! Ich w�nsche meinem Gro�neffen lediglich ein langes Leben.
Aber Ihr ward doch selbst verheiratet. und Ihr seid immer noch am Leben.
Stimmt. Gott sei Dank war meine Ehe mit Herzogin Fiorence nur von kurzer Dauer.
Kaum zwei Monate.
Mathurin w�rde keine Sekunde �berstehen. Er h�ngt doch so sehr an seinem Leben.
Wenn nicht f�r seinen Vater oder seinen Onkel. dann zumindest f�r seine Pferde.
Genug! Euer Hass auf Frauen hat nichts mit der Sch�chternheit meines Sohnes zu tun.
Lasst mich einfach meinen Pian ausf�hren.
Lucy Broadhurst wird Mathurin heiraten.
H�rt zu. was Madame Virginia Broadhurst geschrieben hat...
und auch die Antwort meines Sohnes.
Lies vor!
Meine Nichte Lucy kann es kaum erwarten. Mathurin pers�nlich kennen zu lernen.
Ihr Wunsch hat nicht ausschlie�lich nur einen praktischen Grund.
auch wenn sich dadurch beider Verm�gen... - Sieh an. Liebe auf dem Postweg!
Wer wei�? Es gab in der Geschichte schon �hnliche F�lle.
Mathurin hat mit "Ja." geantwortet. - Wie? Geantwortet?
Schreibt er seine Briefe jetzt selbst? Mathurin. ein Literat!
Mit seiner linken Hand... Mach dich doch nicht lustig �ber den armen Jungen.
Ihr wollt nicht zugeben. Rammondelo. dass Mathurin mittlerweile erwachsen ist.
Und Ihr vergesst. dass er sich Euch schon lange nicht mehr anvertraut hat.
Er hat die Briefe an Lucy geschrieben.
Er hat verstanden. dass du dir den Ruin dieses Hauses w�nschst.
Dass du mit deinen Voraussagen nur unsere Familie zerst�ren willst.
Meine Familie... - Du bist es. der Mathurins Tod in die Wege leitet.
Aber zur Exekution wird es nicht kommen. Du hast nicht alles gelesen!
Danke!
Lucys Vater erkl�rt folgendes in seinem Testament:
Ich vermache meiner Tochter als Alleinerbin all meine Besitzt�mer
allerdings m�ssen folgende Bedingungen auf jeden Fall eingehalten werden:
Erstens: sie heiratet Mathurin. einziger Sohn von Pierre Marquis de L'Esp�rance.
Zweitens: die Zeremonie wird von Kardinal Joseph de Balo pers�nlich abgehalten.
dem Bruder des Herzogs Rammondelo de Balo.
Ich erwarte. dass der Kardinal die Bitte seines Bruders nicht ausschlagen wird.
hierher zu kommen. um die Hochzeitsmesse f�r seinen Gro�neffen abzuhalten.
Dann bitte du ihn doch darum. - Oh nein. Seit der Geburt meines Sohnes...
habe ich kein Wort mehr mit deinem Kardinal gesprochen.
Du bist es. der ihn jetzt inst�ndig darum bitten wird.
Nein! - Doch. das wirst du. mein Onkel.
Wenn nicht. werde ich dein Geheimnis l�ften. das du seit 45 Jahren h�test.
Du hast deine Frau vergiftet. Herzogin Fiorence de Balo.
Du machst Witze.
Ich habe Beweise. - Zeig sie mir.
Du erkennst sicher dieses kleine Fl�schchen.
Darauf sind immer noch deine Fingerabdr�cke.
Gut. ich werde Joseph anrufen.
Allerdings wird deine Rechnung nicht aufgehen. - Ich irre mich nie!
Dein Sohn wurde nie getauft! Joseph wird das beim Pfarrer nachpr�fen.
Der Pfarrer kommt in einer halben Stunde.
Ich konnte Mathurin nicht taufen lassen. als er noch klein war.
Aber jetzt kann ich es! - Es wird aber nichts an der Natur deines Sohnes �ndern.
Mathurin? - Nein. Monsieur le Marquis.
Monsieur Mathurin m�chte nicht gest�rt werden. - Hol' ihn sofort her!
Ja. Monsieur le Marquis.
Ihr habt vier Stunden Zeit f�r die Zusage des Kardinals. - Unm�glich!
Er ist nicht im Vatikan. er ist in Afrika. - Versucht nicht. es hinauszuz�gern.
Es kostet mich keine Sekunde. die Polizei zu rufen.
Das ist unm�glich!
Macht keine Schwierigkeiten! - Beruhigt euch. Vater.
Ihr verschreckt noch meine Pferde. - Mathurin?
Ja. ich bin es. Mathurin. - Der Pfarrer kommt in einer halben Stunde.
Herein!
Guten Tag die Herren... Aber was ist denn mit Ihnen passiert?
Wir m�ssen die oberen Kn�pfe an seinem Hemd �ffnen...
Und auch das Fenster dort. seht mal. Th�odore. Modeste. beeilt euch.
Ifany. begleite Monsieur le Duc. Eine halbe Stunde Schlaf wird ihm gut tun.
Herr Pfarrer. ich bitte Sie. tun Sie meinem kleinen Mathurin nichts B�ses an.
Aber wir sind doch hier. um Freude zu verbreiten. Monsieur le Duc.
Aber wir sind doch hier. um Freude zu verbreiten. Monsieur le Duc.
Mein Onkel hat sich v�llig grundlos vergessen.
Verzeihen Sie. - Danke.
Der Fr�hling hat Schuld an unserer Hitzigkeit.
Wir k�mmerlichen Menschen...
Wir sind wie die Tiere den Gesetzen der Natur unterworfen.
Leider! - Aber gl�cklicherweise besitzen wir Intelligenz.
jene g�ttliche Gabe. die es uns erlaubt. gegen unsere Instinkte anzuk�mpfen.
Guten Tag Herr Pfarrer. - Guten Tag Monsieur.
Wasch dir die H�nde und warte auf uns.
Kaffee. oder einen Cognac? - Nein. nein. Ein Tr�pfchen Wei�wein.
Und f�r Theodore. ach... entschuldigen Sie bitte. Monsieur le Marquis.
Ich habe Sie ja noch gar nicht vorgestellt.
Theodore. ein exzellenter S�nger.
Und Modeste. ein aufstrebender Organist. - Zwei h�bsche Burschen!
Wollt ihr lieber Bonbons? - Ich h�tte gern eines Monsieur le Marquis.
Verzeihung...
Nein Danke. die sind schlecht f�r die Z�hne.
Ifany!
Etwas Wei�wein f�r den Herrn Pfarrer.
Ifany!
Da. die Schnecke.
Das Tierchen da! Und wirf sie weg.
Und komm sofort wieder! - Ja. Monsieur.
Was f�r ein Saustall hier! - Hast du ein Problem? - Nein. �berhaupt nicht!
Noch zehn Meilen. - Wie viele Kilometer sind das? - 16 Kilometer.
Sch�nes Frankreich! - Dein sch�nes Frankreich war schon immer woll�stig.
Der Vatikan in Rom? Das Sekretariat des Kardinals Giuseppe de Balo?
Ja. genau. - Ich m�chte bitte seine Exzellenz. den Kardinal sprechen.
Hier ist Roberto Capia. der Sekret�r des Kardinals.
Seine Exzellenz. der Kardinal. ist von seiner Mission in Afrika noch nicht zur�ck.
Und wann ist er es? - Wir erwarten ihn jeden Moment. Wer spricht da bitte?
Herzog von Balo. der Bruder des Kardinals.
Monsieur le Marquis und Monsieur Mathurin befinden sich bereits im Badezimmer.
Gut. Warte einen Moment.
Bring das zu Monsieur le Marquis. - Gut. Monsieur le Duc.
Ich taufe dich...
Ein wundersch�ner Park. So franz�sisch.
Heutzutage werden in Frankreich Parks verkauft. um H�user bauen zu k�nnen.
Das muss der Teil des Parks sein. den Mathurin 'romantische Wildnis' nennt.
Ich bef�rchte. dass dieser Teich jedes Jahr Tausende von Moskitos beherbergt.
Tante Virginia. du h�rst dich an. als w�rst du gegen die Hochzeit mit Mathurin.
Das habe ich nicht gesagt.
Mist! Ein Baum blockiert die Stra�e.
Lucy. komm zur�ck. Das ist der reinste Dschungel. - Komme gleich. Tante Virginia!
Hallo... Hallo... Hallo. Lucy!
Ich bin hier dr�ben. Tante Virginia!
Fahren Sie zur�ck!
Sieh mal. Tante Virginia.
Das ist ein trauriges Bild. - Traurig?
Die Natur ist ernst. aber niemals traurig.
Ich werde diese S�ule restaurieren und wei� anstreichen lassen.
Da. das Ch�teau!
Oh. lass das! - Ach. Tante Virginia!
Lass mich. ich bin kein kleines Kind mehr!
Wenden Sie. Wenden Sie und fahren Sie zur�ck in den Park!
Sp�ter kannst du machen. was du willst.
Aber jetzt noch nicht. Und nicht. wenn ich dabei bin.
Es tut mir Leid. Tante Virginia.
Und Sie haben sich zum letzten Mal verfahren.
Tut mir Leid. Madame. aber ich kenne mich in Frankreich kaum aus.
Treten Sie ein. meine Damen.
Ach vielen Dank. Mademoiselle.
Kommen Sie herein. meine Damen.
Na los! Nun kommen Sie schon!
Ich bin Herzog de Balo. - Virginia Broadhurst - Lucy Broadhurst.
Seid Ihr nicht der Bruder des Kardinals? - Das ist richtig.
Aber ich bin hier nicht der Herr des Hauses.
Ist Herr L'Esp�rance etwa verreist? - Keineswegs. Er w�scht seinen Sohn.
Er 'w�scht' Mathurin?
Was soll ich sagen. Madame? Sie sind im Badezimmer. Sie kommen gleich herunter.
Wollen sie in der Zwischenzeit lieber auf Ihren Zimmern warten?
Sie sind schon hergerichtet. - Nein. vielen Dank.
Wir warten hier auf Monsieur L'Esp�rance und seinen Sohn.
Gut. dann setzen Sie sich. Ich leiste Ihnen etwas Gesellschaft.
Ist seine Exzellenz. Kardinal de Balo. �ber das Testament im Bilde?
Oh Madame. alle Fragen hinsichtlich des Testaments und der Hochzeit ihrer Nichte.
der hier anwesenden Lucy Broadhurst. mit Mathurin. dem Sohn meines Neffen.
m�ssen Sie schon mit seinem Vater besprechen.
Ist es wahr. dass Geister dieses Ch�teau heimsuchen?
Wer behauptet so etwas?
Unsere K�chin. eine Franz�sin. die gute alte Juliette.
Mir ist noch nie auch nur ein einziger Geist in diesem Ch�teau begegnet.
Aber hat Marquise Romilda de L'Esp�rance in ihrem Buch nicht von Geistern erz�hlt?
Und das schon vor 200 Jahren. - Dort ist sie. Romilda de L'Esp�rance.
Sie hat nie irgendwas geschrieben. Von ihr stammt nur eine Zeichnung
auf einer der Seiten ihres Herbariums. - Herbarium?
Hier ist es. Ihr ber�hmtes Aibum.
Vorsicht beim Umbl�ttern. mein Kind.
Vorsicht beim Umbl�ttern. mein Kind.
Die gepressten Bl�tter sind sehr empfindlich.
Gepresste Bl�tter? - Ja. Romilda hat mit ihren zarten H�nden
alle Bl�tter selbst eingeklebt. nachdem sie sie im Park gesammelt hatte.
Vorsicht. 200 Jahre ist das her.
Betrachten Sie ganz genau Seite 115 B. Nein. das hier ist Seite 115 A.
Das ist 115 B.
'Ma�stab: Anderthalb Pariser Meilen und 3.000 Kiafter.'
Nehmen Sie diese Lupe. damit kann man es besser erkennen.
'Ich bin ihm begegnet und ich habe mit ihm gek�mpft.'
'Romilda de L'Esp�rance'
Das ist das Korsett von Romilda. Man fand es auf dem Grund des Teiches.
Hier... die Kratzspuren der Krallen.
Sehen Sie es. meine Damen? - Ja. in der Tat.
Ifany!
Auf Wiedersehen!
Witziger Kerl. dieser Rammondelo de Balo.
Le Marquis de L'Esp�rance 'w�scht' seinen Sohn.
Den Mann. den du morgen heiratest.
Sehr r�hrend. dass ein Vater seinen Sohn so sehr liebt.
Wir werden uns auch gegenseitig waschen. Tante Virginia. - Wir??
Mathurin und ich. - Wie kannst du es wagen. hier so mit deiner Tante zu reden?
Es tut mir Leid. Tante Virginia.
Oh. was f�r ein sch�nes Manuskript!
Sieh Mal. Tante Virginia. ein Schriftst�ck von...
Guten Tag. meine Damen.
Diesen albernen Geschichten darf man kein Wort glauben. meine Damen.
Seit Menschengedenken. alle 200 Jahre. am gleichen Tag. zur gleichen Stunde.
wenn Pianet Merkur der Sonne weicht.
taucht im Ch�teau de L'Esp�rance eine Bestie auf... bla bla... bla bla...
Pierre de L'Esp�rance.
Virginia Broadhurst.
Lucy Broadhurst.
Das wahre Familienjuwel und unser ganzer Stolz.
Es freut mich. Sie bei uns Willkommen hei�en zu d�rfen. meine Damen.
und ich bitte Sie. den wenigen Komfort zu entschuldigen. den wir hier bieten k�nnen.
Meine Nichte schw�rmt vom Land. - Ja. ich liebe den Wald und die Tiere.
Dann wartet hier ein Seelenverwandter auf Sie.
Ich bin mir sicher. dass dies heute ein denkw�rdiger Tag
im Leben unserer Kinder sein wird.
Ifany!
Ifany!
Meine Stiefel!
Oh. Ifany...
Ich gehe meinen Sohn holen. Er ist sicher fertig mit dem Ankleiden.
Ach. die Burschen heutzutage... Ich schlage vor...
Ah... Der Pfarrer unserer Gemeinde.
Ich schlage vor. Sie ziehen sich nun auf Ihre Zimmer zur�ck. um etwas auszuruhen.
Ich lasse Ihnen Ihr Gep�ck sofort hochbringen.
DER SEKRET�R DES KARDINALS LEGT AUF SOBALD ER H�RT. WER ANRUFT.
WAS TUN? Rammondelo.
Bring das Gep�ck der Damen hoch. - Ja. Monsieur le Marquis.
Danke Monsieur. Wird Kardinal Giuseppe de Balo auch bald eintreffen?
Ja. wir erwarten ihn jeden Moment.
Ich habe ihn heute Morgen noch gesprochen und er hat sich sehr darauf gefreut.
die Hochzeitsmesse abzuhalten und der Ehe unserer Kinder seinen Segen zu geben.
Hier entlang. bitte.
Ich bin gekommen. um Ihnen mit dem Gep�ck zu helfen. - Was?
Gep�ck! Das nenne ich Luxus. Daddy-o.
Ein Rolls Royce und ein schwarzer Chauffeur! - Und du...
Ein Ch�teau und ein schwarzer Sklave. - Hier gibt es keinen Sklaven.
Ich bin billig. stimmt. aber kein Sklave. - Ich bin sicher. du verdienst gar nichts.
Aber morgen wirst du bestimmt reich sein.
Auf der Welt gibt es noch andere Annehmlichkeiten als Geld. Daddy-o.
TESTAMENT. Ich. Philip Andrew Broadhurst. im Vollbesitz meiner geistigen Kr�fte...
... ernenne meine Schw�gerin. Virginia Broadhurst. zur Testamentsvollstreckerin.
Gezeichnet. Philip Andrew Broadhurst.
Ausgew�hlte Predigten �ber die Mysterien.
Die Jungfrau von Orl�ans. Heroisch-komisches Gedicht in 18 Ges�ngen.
Mitteilung. Monsieur de Voltaire...
Sie ist ein ernsthaftes M�dchen. gut erzogen...
... sehr keusch. und...
... von seltener Sch�nheit. - Ich habe Angst. Papa.
Aber warum? Du bist doch jetzt getauft.
Wie jeder andere auf der Welt.
Du wurdest von der Erbs�nde rein gewaschen. - Ich wei� nicht mehr...
Ais sie weit weg war. war ich noch mutig.
Mittlerweile habe ich alles vergessen.
Alles. was Ihr mir beigebracht habt. habe ich vergessen.
All Eure Ratschl�ge scheinen mir nutzlos.
Ihr k�nnt mich nicht mehr �ndern. Ich werde immer Mathurin bleiben. Papa.
Ich bin h�sslich. - Was redest du da. mein Kieiner?
Sieh her.
Du siehst mir �hnlich. Sieh doch.
Du bist ein h�bscher Junge. - Nein. Ich habe Angst!
Dein Onkel. Kardinal de Balo. wird pers�nlich eure Ehe absegnen.
Und du wirst dich f�hlen wie neugeboren. Du wirst sehen. also weine nicht mehr.
Lucy und ihre Tante haben sich inzwischen auf ihre Zimmer zur�ckgezogen.
Du wirst sie zusammen mit dem Pfarrer im Salon erwarten.
Ich werde bei dir sein. und auch Onkel Rammondelo. alle werden da sein. hm...
Du l�gst doch. Rammondelo... - Was?
Aber nein. ich sag die Wahrheit. Sie wollen nicht mehr mit Heiden sprechen.
Du wirst Joseph sofort davon unterrichten. dass sich etwas grundlegend ge�ndert hat.
Mathurin ist getauft. - Aber die legen doch jetzt sofort auf.
sobald ich meinen Namen sage. Ais ob ich der Vater von Mathurin w�re.
Nein. Du bist ein Engel in den Augen deines Bruders.
Das wird sich aber �ndern. wenn er die Wahrheit �ber die Herzogin erf�hrt.
Pierre. denk doch mal nach. Noch ist es nicht zu sp�t.
Willst du wirklich deinen Sohn verlieren. nur der paar Goldst�cke wegen?
Er ist unschuldig. - Das Haus ist bauf�llig.
Der Boden ist unfruchtbar geworden. Das ist der Anfang vom Ende.
Das Schicksal hat uns Lucy geschickt. um uns zu retten.
Wenn du dich dagegenstellst. bist du verantwortlich f�r die Katastrophe.
Und du wirst daf�r bestraft.
Ja bitte... Hallo... Hier ist das Sekretariat von Kardinal de Balo.
Herzog Rammondelo de Balo. der Bruder des Kardinals.
Na. wie du siehst. habe ich nicht gelogen.
Hallo... Telegrammaufnahme. - Hallo. hier ist Apparat 228 28 45.
Ein Telegramm bitte. - Der Empf�nger? - An Kardinal Giuseppe de Balo. Vatikan.
Der Text? - Der Text...
Mathurin wurde heute getauft - Stopp.
Voller Freude lade ich dich ein...
diesen freudenvollen Festtag mit uns zu feiern.
Gezeichnet: Rammondelo de Balo.
Oh... wen haben wir denn da? Die drei wichtigsten Leute.
Ich habe sie mir von den Eitern einer Freundin ausgeliehen. - Ifany!
Zeig Ciarisse. wo die Kieider sind. Sind die Kost�me der Kieinen schon da?
Ja. sie sind dort oben.
Papa. darf ich sp�ter noch einmal kurz weggehen?
Ich will mir f�r die Hochzeit noch ein Kieid holen. - Ja. aber erst die Kinder.
Ja. Nat�rlich.
Herr Pfarrer. g�nnen wir doch den Damen ein wenig Frieden. Sie ruhen sich aus.
Entschuldigen Sie. Monsieur le Marquis. Ich bin untr�stlich...
Aber wenn Modeste ein Kiavier sieht. muss er einfach darauf spielen.
Nein. nein. ich verstehe schon. Es ist st�rker als er. - Ja. so ist es.
Sie wissen ja... Die Musik... - H�ren Sie. Herr Pfarrer...
Kardinal de Balo wird jede Minute eintreffen.
Ich brauche Sie. damit sie bezeugen.
dass Mathurin streng nach den Vorschriften der Kirche getauft wurde.
Sie sind der einzige. der das bezeugen kann. Nicht wahr?
Ja. in der Tat...
Und unser wohlgesonnenes Verh�ltnis zu Ihrer Gemeinde
hat schon seit langem Bestand.
Nicht wahr? - Ja.
Es gab noch nie irgendwelche Misst�ne. �brigens war ich schon immer �berzeugt.
dass Monsieur Mathurin eines Tages doch noch Christ wird. - Und ein wohlt�tiger.
Mathurin. was wird das erste sein. das du nach deiner Hochzeit tun wirst?
Sag es ihm. - Ich lasse das Kirchendach herrichten und spende eine gro�e Giocke.
Ihren Kiang wird Lucy ausw�hlen. So. wie die Giocken des Vatikans.
Gott vergelt's Ihnen. - Lucy Broadhurst ist bekannt f�r ihr gutes Herz.
Und ihre Fr�mmigkeit ist ohne gleichen.
Schon wieder Tabak? - Ja.
Ifany!
Ifany!
St�phane hat vor Angst gezittert. Ich hatte gar keine Angst.
Stimmt gar nicht! - Wie gut ihr riecht. Und wie eure Kieider duften.
Ihr Mathurin...
In den grauen Salon. - Sehr wohl. Monsieur le Marquis.
Kein Anruf? - Nicht ein einziger.
Pierre. wenn ihr zu Tisch geht. erlaube mir doch. dabei zu sein.
Ich w�rde gerne neben Mathurin sitzen. vielleicht ist es das letzte Mal.
Nein. vor der Ankunft des Kardinals wird es kein Essen geben.
Wenn Ihr Hunger habt. wird Euch hier etwas serviert. Ihr weicht nicht vom Telefon.
Kommt der Anruf aus Rom. klopft mit diesem Stock an die T�r.
Madame. - Auf den Tisch. bitte.
Mathurin...
Liebe Lucy.
bitte erlauben Sie mir. ihre Ruhe zu unterbrechen.
Es w�rde mich freuen. wenn ich Sie dazu einladen d�rfte. in den Salon zu kommen.
wo wir uns in Anwesenheit Ihrer Frau Tante und meines Vaters begr��en k�nnen.
Sie k�nnen sich nicht vorstellen. wie sehr es mich freut. Sie endlich hier zu wissen.
Mein Herz will mir zerspringen. Ihr Mathurin.
Sechs Personen heute. - Gut. Monsieur le Marquis. Ich habe f�r sechs gedeckt.
Sieh dir an. wie es hier aussieht! Mach den Durchgang frei!
Kardinal de Balo ist ein echter Feinschmecker.
Schon als kleines Kind war das sein Lieblingsplatz.
Es ist schade. dass ihm die B�rde seines Amtes so wenig Zeit f�r die Familie l�sst.
Aber Tantchen. sein Beruf ist eben eine Berufung.
Seine Exzellenz. der Kardinal. hat sicher wichtigere Aufgaben. als eine Hochzeit.
Zweifellos. Der Kardinal musste gestern oder vorgestern noch eine Entscheidung treffen.
Er hat... Er hat sich sicherlich f�r die beste L�sung entschieden.
Aus seiner Sicht der Dinge. - Aus seiner Sicht. ja.
W�re es auch m�glich. Monsieur. dass die Abwesenheit des Kardinals
vielleicht durch sein pers�nliches Anstandsempfinden zu erkl�ren w�re?
Vielleicht aufgrund einer gewissen Abneigung uns oder Ihnen gegen�ber?
Nein. das kann ich mir nicht vorstellen. Wir hatten stets das beste Verh�ltnis.
Wie �berhaupt zur Kirche im Allgemeinen. Unser Pfarrer kann das sicher best�tigen.
Madame. die versprochene Spende von
Monsieur Mathurin und Mademoiselle Lucy an unsere Kirche d�rfte Sie �berzeugen.
Welche Spende? - Wir haben uns w�hrend eines Briefwechsels dazu entschlossen.
der Kirche im Dorf eine eiserne Giocke zu schenken.
Eisen. das Symbol f�r alles. was unver�nderlich und dauerhaft ist.
Und den Kiang der Giocke wird Lucy aussuchen.
Einen Kiang? - Sie soll so klingen. wie eine dieser r�mischen Giocken.
Soweit ich wei�. wird im Testament kein Stichtag erw�hnt.
an dem die Ehe vollzogen sein muss. Madame.
So bald wie m�glich. aber keinesfalls sp�ter als sechs Monate nach meinem Tod.
Wir haben den ersten Mai. also bleiben uns immer noch 48 Stunden bis dahin.
Erlauben Sie? Nur einen kurzen Moment.
'... mit Rammondelo de Balos Gro�neffen. einem liebenswerten. gesunden jungen Mann.
der keinerlei schlechte Angewohnheiten hat.' Es ist wahr. er raucht. das stimmt.
Aber er hat schnell begriffen. dass Tabak das schlimmste Gift von allen ist.
Er ist auch vom Pferd gefallen und hat sich die Hand gebrochen.
Es stimmt. ich habe mir die Hand gebrochen und ich habe viel geraucht.
Und dann habe ich damit aufgeh�rt. Anfangs haben meine H�nde gezittert.
Mein K�rper hat gezittert. Dann habe ich ein Mittel dagegen gefunden.
Von einem Tierarzt. um genau zu sein. der meine Pferde behandelt.
Er hat mir eine au�ergew�hnliche Methode beigebracht: sehen Sie...
Ich kaue... und kaue... und rauche nicht mehr. Ich kaue den ganzen Tag.
Wie ein Eichh�rnchen. - Sei jetzt still. Mathurin! Du weckst deinen Onkel auf.
Lass das los und gib Ruhe!
Ich glaube. dein Vater hat vielleicht einen Fehler gemacht. Lucy.
Virginia. warum siehst du immer alles gleich so dramatisch?
Du musst doch einsehen. dass Champagner nicht das ganze Universum verwandelt.
Ifany! - Ich kaue den ganzen Tag...
Ich kaue den ganzen Tag! - K�mmern Sie sich um Madame Broadhurst! - Ich kaue...
... den ganzen Tag!
Den Koffer. mein Kieiner. Schnell. den Koffer.
Nein. danke. Ich habe Tabletten auf meinem Zimmer.
Meine Tante hat sehr schwache Nerven. Ich begleite sie besser auf ihr Zimmer.
Ja. Und du Lucy. du ruhst dich auch besser aus.
Ja nat�rlich. Tante Virginia. - Modeste. leuchte den Damen die Treppe hoch.
Guten Tag.
Ist niemand da? - Doch. Monsieur le Marquis kommt gleich wieder herunter.
Oh... was f�r reizende Kinder! Na. wie hei�t du denn. mein Kieiner?
St�phane. - Und ich bin Marie. - Was f�r sch�ne Namen.
Und aus welcher Gemeinde kommt ihr? - Wei� nicht.
Das sind die Geschwister einer Freundin aus Paris. - Ciarisse!
Das ist wirklich nicht der Augenblick. mit Puppen zu spielen. Bring die Kinder weg.
Und wenn der Kardinal kommt? - Zieh sie noch nicht um. Sie sollen warten.
Ist gut. Papa.
Das Schicksal meint es nicht gut mit uns. - Man muss hoffen. man muss glauben...
Jetzt kann nur noch die Ankunft des Kardinals die Dinge zum Guten wenden.
Gibt es schon Neuigkeiten? - Nein. noch keine Neuigkeiten.
Das Telefon gibt keinen Laut von sich. Mein Onkel l�sst es nicht aus den Augen.
Vielleicht klopft der Kardinal einfach an die T�r. ohne sich vorher anzumelden.
Hoffen wir auf ein Wunder.
Herr Pfarrer. ich werde Sie rufen wenn ich Sie brauche. Gehen Sie doch nach Hause.
Nein. Monsieur le Marquis. erlauben Sie mir. hier ein ruhiges Eckchen zu suchen.
um die Ankunft des Kardinals abzuwarten. Er ertr�gt die Anstrengungen der Reise.
Wir sind aber ja auch nur Reisende.
Joseph. ich flehe dich an. bleib in Rom. Solltest du kommen. dann stirbt Mathurin.
Der Junge ist meine einzige Freude. Wenn er nicht mehr ist. dann gehe ich zugrunde.
Hallo? Hallo? Ah! Joseph! So h�r doch!
Was ich dir �ber seine Taufe erz�hlt habe. ist die Wahrheit!
Pierre hat ihn selbst getauft. weil...
Hallo?
Rammondelo? Rammondelo!
Hallo?
Ich habe nichts verstan...
Nein... Nein... Nicht!
Hat da nicht jemand geschrien? - Nein. das haben Sie sich eingebildet.
Ach ja? Aber Sie sind doch auch aufgewacht?
Nein. das waren sicher die Federn Ihres Sessels. die mich aufgeweckt haben.
Ich schlage vor. Herr Pfarrer. Sie ziehen besser in ein Zimmer im ersten Stock.
Nein. nicht n�tig. Monsieur le Marquis. Wir sind hier gut aufgehoben. Au�erdem...
wird seine Exzellenz. der Kardinal. auch bald hier eintreffen. - Ja. sicher.
Ich werde gleich noch mal anrufen.
Legen Sie sich ruhig wieder hin. Ich werde Sie dann wecken. Herr Pfarrer.
Tante Virginia!
Tante Virginia... Tante Virginia!
Tante Virginia!
Er ist tot! Er ist aus seinem Bett gefallen! - Gefallen? Wer? Sag schon!
Mathurin. Ich habe nichts gemacht. Er hat zuviel getrunken.
Nehmen Sie das... Helfen Sie mir...
Heben wir ihn hoch... Dorthin...
Nein. so geht es nicht...
So ist es besser. Na also.
Langsam... Langsam...
Legen wir ihn dorthin.
Fassen Sie ihn nicht an!
Ich rufe den Arzt. Bringen wir ihn in den Salon.
Der Arme hat zuviel getrunken. - Passen Sie auf den Gips auf...
Achtung. - Im Namen des Vaters. des Sohnes und des Heiligen Geistes...
Im Namen des Vaters. des Sohnes und des Heiligen Geistes...
Ifany!
Ifany!
Setzen wir ihn auf den Stuhl.
Auf meinen Schreibtisch...
Herr Pfarrer... wachen Sie �ber seinen K�rper und seine Seele.
Ich gehe den Arzt rufen.
Ich habe nichts getan!
Die Bestie...
Die Bestie!
Die Bestie...
Oh... Die Bestie.
Die Bestie!
Madame Broadhurst!
Nach oben!
Die Bestie!
Bring uns hier weg! Schnell!
Madame Broadhurst! Fahren Sie doch nicht weg! Bieiben Sie doch! Madame Broadhurst!
Sodomie. das hei�t der Verkehr mit einem Tier. ist das widerlichste Verbrechen.
mit dem sich der Mensch. der nach dem Bild Gottes erschaffen wurde. erniedrigen kann.
mit dem sich der Mensch. der nach dem Bild Gottes erschaffen wurde. erniedrigen kann.
und mit dem er am meisten wider die Gesetze der Natur handelt.
Deshalb wird im Leviticus nicht nur...
der Mann oder die Frau. die ein solches Verbrechen begeht. mit dem Tode bestraft.
der Mann oder die Frau. die ein solches Verbrechen begeht. mit dem Tode bestraft.
sondern auch das Tier selbst.
Das einfache Streicheln eines Tieres...
Kann es auch schon als S�nde der Sodomie angesehen werden?
Kann es auch schon als S�nde der Sodomie angesehen werden?
Das unkeusche Streicheln eines Tieres darf unserer Meinung nach
Das unkeusche Streicheln eines Tieres darf unserer Meinung nach
bei der Beichte keinesfalls verschwiegen werden.
Zum Beispiel wenn sich eine Frau. um sich zu beflecken.
Zum Beispiel wenn sich eine Frau. um sich zu beflecken.
die Vulva von einem Hund oder einer Katze lecken l�sst.
oder Hand an die Geschlechtsteile eines Tieres legt. bis dieses ejakuliert.
Deshalb r�t Vernier den Beichtv�tern.
alle Frauen danach auszufragen. speziell jene. die zur Wollust neigen.
ob sie schon irgendetwas Sch�ndliches mit einem Tier getrieben haben.
Dadurch wurden schon oft derart schandhafte Geheimnisse aufgedeckt.
ENDE
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