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(Schwelen)
(Leise unheilvolle Musik)
(Möwen kreischen in der Ferne)
(Bedrohliches Schwelen)
(Düstere spannungsvolle Musik)
(Er ächzt.)
(Sanfte geheimnisvolle Musik)
Ben Lebon Lena Lebon
Max Alcorta Thomas Lewen
Ich habe euch gleich eingeholt. - Vergiss es.
Du bist echt total gemein. Wetten, ich bin schneller als ihr?
Versuch's doch. - Das schaffst du nie.
Na klar schaffe ich das. - Pass auf, dass du nicht hinfällst.
Pass doch selber auf. Ich habe dich gleich.
Komm, wir fahren um die Wette...
(entfernt) Guten Tag, Madame. Guten Tag.
Freut mich, dass Sie es so schnell einrichten konnten.
Ben. Ben. Warte. Hey, Thomas.
Soll ich dir mal sagen, was mit meiner Maschine passiert ist?
Ich habe es eilig. Später, ja? Sie ist gelaufen. Von ganz allein.
Ich schwöre. Das war voll abgefahren.
Daran war die Wolke schuld. Sekunde. Was für 'ne Wolke?
Ich meine die da, siehst du? Die ist was Besonderes.
Vielleicht ist sie ja verzaubert. Tja, aber es gibt keine Zauberei.
Das sind nur Tricks. Ich muss leider los. Wir reden später.
Okay. Bis dann, Ben. Ja, bis dann.
Und die Terrasse ist nach Westen ausgerichtet.
Ah, da ist er ja.
Äh... Ben... Benjamin Lebon. Ähm, mein Mann.
Der Makler ist hier, um das Haus für uns zu begutachten.
Die Lage ist ideal. Ich denke, dass Sie...
Wir wollen das Haus nicht verkaufen. Wie bitte?
Wir waren uns doch einig. Tja, und jetzt nicht mehr.
Einen Moment. Können wir miteinander reden?
Ich wüsste nicht wozu. Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen...
Tut mir leid, dass Sie umsonst hier waren. Das glaube ich nicht.
Was soll der Quatsch? Du warst doch einverstanden.
Mir ist klar, du darfst selbst entscheiden.
Wir können unmöglich so weitermachen.
Das ist alles erst so, seit du abgehauen bist.
Klar, ich bin schuld, ich habe den Schwarzen Peter.
Ich war am Ende. Glaubst du, mir ging's besser?
Ich lebe hier, weil das mein Haus ist.
Und für unsere Tochter ein Zuhause.
Lass das, mir einzureden, du wärst der Einzige, der sie versteht.
Vielleicht will sie nicht hierbleiben. Lasst den Scheiß.
Ich kann für mich selbst reden. Tut mir leid...
Was soll das? Das war nicht böse gemeint.
Wir ziehen nicht weg. Ja, klar.
Yael, es geht mir um deine Zukunft. Meine Zukunft, ja?
Ja. - An die hast du wohl gedacht, als du dich umbringen wolltest.
Oder als du abgehauen bist.
Du bist dermaßen durchschaubar. Überlege dir, was du sagst.
Ich finde das so zum Kotzen. Lass mich einfach in Ruhe.
(Leise dramatische Musik)
Darf ich bitten?
Entspannen Sie Ihre Schultern.
(Zischen)
(Er atmet zischend aus.)
Wenn Sie etwas spüren, langsam aufrichten.
Ich fühle mich ein bisschen schwindelig.
Das ist normal, völlig normal.
Und abgesehen davon?
Äh, na ja, etwas benommen.
Sehr entspannt...
Und beruhigt, würde ich sagen.
Ketchak!
Ketchak!
Verzeihen Sie, Madame. Ich bin gleich wieder zurück.
Kommen Sie raus!
Anne ist gestern eingeäschert worden.
Sie hat Ihretwegen die Behandlung abgebrochen.
Auf Ihren Rat hin hat sie die Operation abgelehnt.
Und sechs Monate später war sie tot.
Ich kann Ihre Wut verstehen.
Anne ist ein ganz besonders ...
eigener und mutiger Mensch gewesen.
Sie ist ihrem Instinkt gefolgt und sie wusste, was sie wollte.
Ich habe ihr verdeutlichen können, was sie im Innern gespürt hat.
Vielleicht war sie nicht in der Lage, Ihnen das zu vermitteln.
Jedes Mal, wenn Sie die Blumen sehen,
werden Sie meine Frau auch sehen.
Alles gut, Papa? Wer war das?
Nach dem Tod eines geliebten Menschen kann man ...
schon mal überreagieren.
Deine Lippe... Du blutest. - Halb so wild. Macht nichts.
Du hast Besuch.
Hey, wie geht's? - Gut, und dir?
Mir auch.
Guten Tag. - Hallo, Yael.
Wollen wir dann mal? - Ja.
Ja. - Kommst du dann nach und guckst zu?
Wobei? - Beim Surfen.
Oh nein, ich hasse Menschenansammlungen.
Gib dir einen Ruck. Ich würde mich freuen.
Okay, okay. Wenn mein Sohn es wünscht, werde ich der Herde folgen.
Super. Also dann. - Viel Spaß.
Auf Wiedersehen.
Ist irgendwas? - Schon gut. Nur mein Vater und sein Scheiß.
Das ist nervig. - Okay.
Ich finde meine Eltern auch ätzend.
Wieso? Was ist los?
Ach nichts, ist nicht so wichtig.
Meinst du, es ist voll da? - Ich weiß nicht.
Meine Mutter ist auch da und surft mit eurem Champion.
Hoffentlich kacke ich nicht ab. - Quatsch.
"Dieses Jahr dürfen wir einen großen Sohn unserer Gemeinde begrüßen.
Einen Vizeweltmeister, den alle kennen.
Ich meine natürlich den großartigen, unglaublichen
Maxime ... Alcorta!
Er hat sich bereit erklärt,
die Schirmherrschaft für unsere kleine Feier zu übernehmen.
Und wie ihr ja wisst, sind zehn von euch ausgelost worden,
um an seiner Seite surfen zu dürfen.
Keine Ahnung, wie es euch geht,
aber ich habe das Gefühl, dass es ein herrlicher Surftag wird."
"Nicht wahr, Monsieur?" - "Ja."
"Herrliche Wellen. Ein guter Offshorewind."
"Habt ihr Bock auf unsere Surfer?" - (Menge) Ja!
"Gleich noch mal. Habt ihr Bock, sie surfen zu sehen?" - Ja!
Pierre. Ja.
"Das wird ein unvergesslicher Tag an diesem traumhaften Strand..."
Gab's keine Unwetterwarnung? Nein, wieso?
Die Wolke da, die finde ich komisch.
Die Wetterstation hat für heute ein beständiges Hoch vorhergesagt.
Diese Art von Wolke habe ich hier bei uns noch nie gesehen.
Ben? Haben Sie schlechte Laune?
Na los, amüsieren Sie sich. Jetzt wird gefeiert.
...Frau Bürgermeisterin, die auch noch ein paar Worte sagen möchte.
(Junge) Hey, Max.
Max.
Komm schon. Wach auf, Champion! Was soll der Scheiß? Du Arsch.
Na los, es wird Zeit für die Messe.
Ach Scheiße. Nein, nein. Doch.
Vergiss es. Ich will das nicht machen.
Spinnst du? Die können mich mal.
Das kostet dich eine Stunde.
Also wirst du dich aufbrezeln, reiten wie ein Gott
und dafür sorgen, dass deine Fans feucht werden.
Du bist in dem Kaff geboren. Das weiß ich doch.
Du wolltest unbedingt zurückkommen. Ich hab's kapiert.
Zieh das hier an.
Na los. Klar, warum nicht?
Geht doch. Showtime.
Macht ihr auf kollektives Wachkoma? Bei mir ist Action angesagt.
Hier wird nicht gepennt. Aufwachen.
Macht mal Lärm. Euch ausruhen könnt ihr später.
Na los. Ich will was hören. Na bitte. Läuft doch super, hm?
Läuft super.
Darf ich? Nett von dir.
(Es läuft laute Partymusik.)
Yeah.
Na? Geht's dir gut? Super und dir?
Sehr gut. Bist du wach?
Jetzt bin ich hellwach. Na endlich.
(Partymusik dringt nach draußen.)
Die Villa ist der Hammer.
Echt riesig, Mann. - Nichts wie rein da.
Scheiße, warte mal. Hey. Ho.
Geh vor. Komm her, Brüderchen, wie geht's dir?
Gut, und dir? Schön, dich zu sehen.
Hört mal, Leute. Der Typ hier ist Noe, mein Bruder.
Der Mann ist für euch tabu, klar? Pfoten weg von ihm.
Geht's dir gut? Ja, total.
Freut mich, Kumpel. Das ist Romain, ein Schulfreund.
Geht's gut? Ja, super.
Freut mich sehr. Er wird nachher mit dir surfen.
Du surfst auch? Find ich cool. Kann ich ein Foto machen?
Na klar, aber gern. Drück drauf. Ich will mit drauf.
Ja, echt cool.
"Ich möchte mich zuerst bei der Stadtverwaltung bedanken,
und bei Pierre, der uns die Ehre erweist, uns hier zu empfangen.
Und bei Carla und dem Team..."
Was ist denn mit dir los, Schatz?
Ich habe keine Lust auf das hier. Und warum nicht?
Die anderen, die sind alle ziemlich groß.
Ich bin mal wieder der Kleinste. Sie werden mich bloß auslachen.
Also wir sollten ihn nicht zwingen. - Was soll das?
Hör mal.
So 'ne Chance wirft man nicht weg.
Deine Freunde würden sich darum reißen,
an deiner Stelle zu sein, alle.
Wenn du jetzt aufgibst, dann wirst du das lange bereuen.
Surfen finde ich doof.
Ich würde lieber nach Hause gehen.
Beim Surfen ist es wie im Leben.
Nur wer seine Angst besiegt, kann daran wachsen.
Hey. Gib mir deine Brille.
Du willst doch kein Stubenhocker sein, hm? Komm schon. Hopp.
Du schaffst das schon. Und soll ich dir was verraten?
Später wirst du megastolz auf dich sein. Glaub mir.
Okay.
"Wir haben den Bau eines neuen Ökoviertels auf den Weg gebracht.
Aber jetzt genießen wir die Party
und freuen uns auf einen wunderschönen Sommer."
(Jubel, Applaus)
(Mann) Was sind das für Schuhe? Willst du so Bräute aufreißen?
Flip-Flops? - (Junge) Die waren teuer.
(Mann) Sieht man nicht. - Mach schneller.
Hey, Yael. Hängst du immer noch mit diesem Clown ab?
Der einzige Clown, den ich gedatet habe, bist du, du Blödmann.
Sag mal, bist du mit dem zusammen?
Wie kommst du darauf? Du spinnst wohl.
Willst du auch 'nen Schluck trinken? - Ja.
Coole Mische. Wodka Orange. - Danke.
Auf ex. - Yael.
Schmeckt geil. - Lass mir 'nen Schluck übrig.
Yael. Yael. - Ja, warte mal.
Los. Auf ex. - Okay.
(alle) Los, auf ex, auf ex, auf ex.
Scheint nicht so toll zu sein. - Einen Schluck hat sie getrunken.
Ich habe fast 'ne halbe Flasche intus.
Soll ich dir zeigen, wie man trinkt? - Ja.
Wie 'n cooler Typ? - 'n cooler Typ, ja?
'n cooler Typ. - Ich bin gespannt.
Djibril, wir sehen uns später.
"Zu unserer großen Freude begrüßen wir dieses Jahr
Max Alcorta, unseren Lokalmatador.
Und auch das Wetter spielt mit. Begrüßen wir unsere zehn Surfer.
Und jetzt möchte ich uns allen hier ein rauschendes Fest wünschen."
(Jubel) "Danke, Frau Bürgermeisterin."
Das war 'ne Superrede. - Ja. Was Neues von Alcorta?
Nein.
Hoffentlich lässt uns der Spinner nicht im Stich.
Nein. Gibt doch keinen Grund dafür.
"Seid ihr alle bereit für die Show?" - Ja!
"Ich kann euch nicht hören. Seid ihr bereit?" - Ja!
"Come on! Seid ein bisschen lauter.
Kommt schon, gebt alles. Lauter. Ja!"
Hey, Mathieu, ich glaube, es ist Showtime.
Die wollen hier alle was sehen.
Du musst sie umhauen.
Alles okay? Stimmt was nicht?
Mein Vater ist wieder nicht dabei.
Er verspätet sich vielleicht nur.
Er behandelt sicher noch 'ne Patientin.
Wenn man das behandeln nennen will.
Ich sage dir mal was. Guck mich an. Guck mich an. Scheiß doch drauf.
Dein Vater, meine beschissenen Eltern. Drauf geschissen.
Das Wichtigste ist, ich bin hier und gucke dir beim Surfen zu.
Das ist das, was zählt, oder? Sekunde mal. Pass auf.
Wir halten den Moment fest. - Nein, lass das.
Mathieu.
Wir gucken jetzt schön in die Kamera. Los, guck in die Kamera.
Und bitte lächeln. Wahnsinn. Na, geht doch. Echt voll cool.
(Moderator) "Guckt mal, wer da kommt! Max Alcorta höchstpersönlich!
Ein lautes Hallo für Max Alcorta! Willkommen, Max."
(Moderator jubelt.)
Der findet sich megatoll. - Aber irgendwie zu Recht.
Los, jetzt. Auf geht's, auf geht's. Jetzt fick die Welle.
Besorg's ihr ordentlich. Okay?
Klar. - Na los.
(Es läuft heitere Popmusik.)
"Also Max, du und das Surfen, da kannst du bestimmt viel erzählen."
"Nein, übers Surfen kann man gar nicht so viel erzählen.
Es ist... Du musst es leben.
Dann kannst du das Animalische, Sinnliche spüren.
Es ist ... fast wie Sex, verstehst du?
Man verschmilzt mit den Elementen, vergisst alles, lässt sich gehen.
Soll ich das weiter ausführen oder lieber surfen?"
"Surfen, würde ich sagen."
"Also Leute, der lang ersehnte Moment ist endlich da."
"Auf geht's. Ab ins Wasser." - Na los, Max.
Du bist hier der Champion.
Zeig's Ihnen, Thomas.
Bereit, Kleiner. Wollen wir? Ich habe keine Lust reinzugehen.
(Es läuft lässiger Hip-Hop.)
Ja!
(Musik läuft weiter.)
Na los! Trau dich, Mathieu!
Ja! Geil. Hast du das gesehen?
(entfernt) Bravo!
Ja! - Du kannst wirklich stolz auf ihn sein.
Wow!
Da ist Thomas, sieh mal.
(Bedrohliches Schwelen)
(Ein Hund bellt in der Ferne)
(Sie stöhnen.)
(Hunde jaulen.)
(Vögel kreischen.)
(Dumpfes Rauschen)
Die müssen raus aus dem Wasser.
Aber warum? Die Wolke da, die ist nicht normal.
Sie spinnen, Ben. Wir müssen sie aus dem Wasser holen. Sofort.
Hey, ihr da! Kommt raus!
Los! Raus da!
Los! Kommt da raus!
Raus da!
(Unheilvolle Klänge)
(Dissonantes Dröhnen)
Kommt raus! Raus!
Kommt raus!
Kommt raus!
Los, raus da!
(Düsteres Dröhnen)
(Schreien)
(Bedrohliche Musik)
Max.
Wo sind denn alle? - Thomas.
Thomas? Thomas? Thomas?
Thomas!
Marianne.
Papa?
Papa, was hat das zu bedeuten? Ich weiß nicht.
Aber wo sind die? Wo sind die? Ich weiß es nicht.
Papa! Beruhig dich.
Marianne! Marianne! Nein, komm zurück. Komm zurück. - Thomas!
Komm, Schatz. Komm raus. - (Noe) Max!
Es ist sinnlos. (Sie schreit.)
(Möwen kreischen in der Ferne. Ein Hund bellt.)
(Handyklingeln)
Mist, das ist Pierre.
Ja, Schatz? - "Carla, wo bist du?"
Ich hatte was zu erledigen, aber ich bin gleich bei dir.
"Beeil dich bitte. Hier ist was passiert." - Was denn?
"Die Surfer sind verschwunden."
Ich komme, ich bin sofort bei dir.
Was ist los?
Er wollte es nicht. Er wollte da nicht rein. - Marianne...
Komm, wir nehmen mein Boot. Ich will mit.
Du bleibst hier. Falls sie auftauchen.
Die sind bestimmt in der Nähe. Und brauchen vermutlich einen Arzt.
Papa, nimm mich mit. Nein, du bleibst hier.
Ich will nicht blöd rumstehen, kapierst du?
Ich melde mich über Funk. Verfluchte Scheiße.
Verfluchter Scheißkerl.
Ich habe ein Signal. - Woher soll das kommen?
Von dem AIS Sender, den Max heute bei sich hat.
Genaue Position? - Ja.
Notieren Sie: Breitengrad 44 Grad.
0,8 Minuten, 17,6 Sekunden Nord.
Längengrad: Ein Grad.
30 Minuten, 51,7 Sekunden, West.
Das ist unmöglich. Das ist zehn Meilen weit draußen.
Das zeigt der Sender aber an.
Gibst du das bitte an alle Teams weiter.
Ihr habt ein Signal? Ja.
Wir fahren mit raus. Spinnt ihr?
Das wäre Selbstmord. Das könnte sich zu 'nem Hurrikan entwickeln. - Oh.
Mein Sohn ist verschwunden. Gib mir die Koordinaten.
Ich werde nicht hier rumstehen.
(Funksprüche)
Und?
Echt beschissen.
Die möchten vielleicht auch einen Kaffee. - Ja, klar.
Lassen Sie mich durch. - Beruhigen Sie sich.
Wir konnten den Sender von einem der Surfer orten.
Und werden ihre Position demnächst bestimmen können.
Was heißt, dass Sie nicht wissen, wo Sie suchen sollen.
Wir finden es raus. - Es gibt in dem Bereich viele Strömungen.
Wollen Sie die Situation so hinnehmen?
Wir haben ein Signal...
Sie haben keine Ahnung, was Sie machen sollen.
Sie sind überfordert. - Ketchak, es reicht.
Hört mir zu. Mein Sohn ist verschwunden.
Ihr seid dafür mitverantwortlich.
Ihr wolltet das Affentheater durchziehen.
Es wurde heute Eins-a-Wetter vorhergesagt.
Als hätte Sie das jemals gejuckt.
Ich weiß doch, dass Sie immer nur ans Geschäft denken.
Hören Sie... - Jet eins und zwei bitte melden. Sind Sie auf Empfang?
Jet eins und zwei, bitte melden Sie sich. Ich warte auf Antwort.
Gibt's ein Problem? - Wir haben das Signal verloren.
Das Signal ist einfach weg?
Sowohl das vom AIS Sender als auch das von meinem Team.
Wenn Mathieu was passiert, werdet ihr das teuer bezahlen.
Und jetzt?
(Düstere Musik)
Wir müssten doch langsam da sein.
Ja, demnächst.
Unglaublich, dass sie so weit draußen sind.
Diese Scheißwolke. Was redest du denn da?
Die Wolke hat irgendwas damit zu tun.
(Motor stoppt.)
Was ist denn los? Überprüf mal die Batterie.
So 'n Mist, völlig tot.
Hier sieht alles ganz normal aus. Ich habe keinen Empfang.
Die Batterie ist richtig angeschlossen.
Geht gar nichts?
Völlig tot.
Crossetel an Lortago. (Knistern)
Crossetel an Lortago, hören Sie mich?
Mist. Verflucht! Verflucht!
Wir sind nah an dem Standort, den der Sender angezeigt hat.
Wir müssten sie sehen. Du spinnst doch.
Wie willst du da was sehen?
Einen Menschen, im Ozean? Es sind elf Menschen.
Elf, 100 oder mehr. Wir haben das Signal verloren.
Und keine Luftunterstützung! Komm runter.
Es geht um meinen Sohn, du Idiot! Das verstehst du einfach nicht.
(Leise tragische Musik)
Tut mir leid.
Thomas ist clever.
Er hält durch. Die Boote fahren die Küste ab. Die finden sie schon.
Wenn ihm was passiert ist, werde ich mir das nie verzeihen.
Seit wann warten wir jetzt schon?
Seit drei Stunden, oder vielleicht auch mehr.
Mach dich nicht verrückt. Dein Bruder ist ein guter Schwimmer.
Er kann mit der Lage umgehen.
Okay, aber was ist mit Romain und den anderen?
Die finden sie wieder. Ist 'ne Frage der Zeit.
Du willst mich bloß beruhigen. - Nein.
Dein Bruder ist für mich wie ein Bruder.
Ihr beide seid meine Familie. Ich würde dich nie belügen.
Guck mal, da. - Was habe ich dir gesagt?
Wir sind die ganze Küste abgefahren. Fehlanzeige.
Das Team auf See hat auch nichts gefunden.
Und das Boot von Ben Lebon? - Das haben wir auch verloren.
Versucht es noch mal. - Ohne ein Signal?
Vergiss das GPS. Fahrt da raus und findet die Menschen.
Kapiert? - Okay.
Yael, wo willst du hin? - Nach Hause.
Es bringt nichts, hier zu warten.
Man wird sie finden. - Woher willst du das wissen?
Du hast keine Ahnung. So wie alle. Ihr seid hilflos.
Die sind bestimmt ganz in der Nähe. - Lass mich.
(Brummen, Piepen)
Ben...
Das GPS funktioniert wieder. Ich kriege ein Signal.
Die sind viel weiter westlich. Gib Gas!
(Zarte Musik)
(Leise sanfte Musik)
Motor aus. Was?
Motor aus!
Was ist denn los? Mit jeder Seemeile entfernt sich das Signal.
Der Sender sendet. - Das Signal entfernt sich zu schnell.
Ist mir egal. Ich habe ein Signal, dem folge ich.
Das Benzin reicht aber nicht mehr lange.
(Verheißungsvolle Musik)
Julien, guck mal.
Das ist Brizan.
Das gibt's doch gar nicht.
Seit fünf Stunden fahren wir nach Westen.
Sind wir im Kreis gefahren? Das ist einfach unmöglich.
(Es läuft eine besinnliche Melodie.)
(Hoffnungsvolle Klaviermusik)
Ich glaub's nicht. Hier, sieh mal, am Strand.
Das ist doch irre.
(Musik läuft weiter.)
(Musik überlagert Gespräche.)
(Musik läuft weiter.)
Bist du okay?
Was ist da passiert?
Keine Ahnung.
Da bist du ja wieder, Schatz. - Guck dir seine Augen an.
Die haben eine andere Farbe.
(Bürgermeisterin) Ja, natürlich.
Das ist doch selbstverständlich.
Sie scheinen alle unversehrt zu sein.
Aber ja, ich melde mich später.
Ist doch schräg, dass sie nicht geschwächt wirken,
nach dem, was da passiert ist.
Hauptsache sie sind am Leben.
Ich meine, das wäre sonst eine Katastrophe.
Und was hat der Notarzt gesagt?
Dass mir nichts fehlt. Die Werte sind normal.
Nichts Auffälliges.
Du erinnerst dich an nichts? Nein. An nichts.
Gar nichts? Nein.
Nur, dass diese Wolke plötzlich über uns hereingebrochen ist,
aber das war's dann.
Ein schwarzes Loch. Ich... ich war ohnmächtig.
Und ich bin in der Nähe vom Strand wach geworden,
und die anderen auch.
Das ist völlig unmöglich.
Du treibst fünf Stunden im Meer und bist nicht erschöpft. Papa.
Ich kann es nicht ändern, Ben.
Ich bin einfach nur glücklich, dass ich noch lebe. Tut mir leid.
Entschuldige bitte.
(Zarte Musik)
Wollen wir vielleicht ...
nach Hause fahren?
Du solltest lieber nicht allein sein.
Ich finde, wir sollten nach Hause fahren.
Okay.
(Unheilvolle Musik)
Ja.
Ab ins Bett mit dir, Mäuschen. Zwei Minuten noch, Maman, bitte.
Na gut, zwei. Ja.
Als ob nichts passiert wäre.
Liegt das am Schock?
Gut möglich.
Ja.
Aber was kann die Augenfarbe so verändern?
Gewisse Medikamente, manchmal ist es genetisch oder eine Vergiftung.
Das passiert aber selten und nicht so plötzlich. Ich verstehe es nicht.
Aber er scheint topfit zu sein.
Ja, supercool.
Wegen der Sache mit den Augen frage ich einen Kollegen.
Schon wieder ins Schwarze.
Echt super.
Aber ... wie machst du das denn?
Man muss nur richtig zielen.
Wie machst du das ohne Brille?
Ich brauche keine Brille mehr.
Ich kann viel besser ohne Brille gucken.
Hier sieht's anders aus.
Ja, ich...
Ich habe ein bisschen umdekoriert.
Hier. Danke.
Alles okay? Alles bestens.
Ich muss mich bloß ausruhen.
Okay.
(Leise düstere Musik)
(Taube gurrt leise.)
Hallo, meine Schöne.
Was ist los mit dir?
Komm her.
Na komm schon, komm.
Ganz vorsichtig.
Was ist dir zugestoßen?
(Er stöhnt.)
Bist du verletzt?
(Ketchak) Mathieu!
Mathieu!
Mathieu!
Da liegst du besser.
Mathieu!
Ich komme gleich wieder. Okay?
Mathieu. - Was ist denn los?
Ich brauche das Morphium aus dem Apothekenschrank.
(Er stöhnt.)
(Düsteres Schwelen)
Mathieu...
Was machst du mit mir?
Es tut nicht mehr weh.
Was hast du gemacht?
Na ja, ich...
(Mysteriöse Musik)
(Musik läuft weiter.)
(Musik wird düster.)
(Hohes Rauschen)
(Düstere Musik läuft weiter.)
(Musik verklingt.)
Ben?
Ben.
Was ist los?
Alles wird gut.
(Sanfte Musik)
(Es läuft laute Elektromusik.)
Weißt du, wo mein Bruder ist? - Klar, der schläft.
Bei diesem Krach? - Er ist fix und fertig.
Ich gucke mal nach. - Lass ihn doch lieber schlafen.
Ich gucke nur mal kurz durch die Tür. - Na gut.
Max?
(Sie stöhnen.)
Max, was hast du vor? Geh nicht weiter. Komm her.
Lass das bitte.
Mach keinen Scheiß. Komm her zu mir.
Komm schon.
Komm.
Lass uns jetzt runtergehen, okay?
Sehr gut.
Max. Nein. Nicht.
(Geheimnisvolle Musik)
Deine Narben... Sie sind verschwunden.
Ja, ich weiß. Und ich verstehe es nicht.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020
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