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Niemandem ist es erlaubt, diese Dokumentation anzusehen, wenn er oder sie...
...nicht geschworen hat, die darin enthaltenen, schockierenden Fakten nicht preiszugeben!
Danke für Ihre Mitwirkung! Die Theaterleitung.
"Niemand scheint mehr glücklich zu sein."
Es ist Gottes Gnade, dass meine Mädchen solche Engel geworden sind.
"Irgendetwas war immer seltsam in unserer Familie"
Ich lebte damals in Philadelphia, hatte gerade die Schule beendet...
...und ging immer ins "Palace Theater", was mein liebstes Bahnhofskino war.
Es war auf der Market Street und nicht so heruntergekommen, wie andere Kinos.
Die spielten dort Doppelprogramme, die sie mehrmals in der Woche änderten.
Von dem Film hatte ich noch nie gehört und vermutlich auch noch niemand anders, er kam quasi aus dem Nichts.
Er wurde in einem Doppelprogramm gezeigt und ich erwartete nicht viel...
...weil ich nichts davon wusste und von den ersten Szenen an...
...die ersten Einstellungen waren schon so gut und ich dachte mir: das ist besser als das sonstige Zeugs hier!
DAS DREHBUCH Eine weibliche Falle
Dieses Drehbuch von mir brauchte am längsten, um auf die Leinwand zu kommen.
Zehn Jahre. Es war mein erstes Drehbuch.
Ich hatte zuvor in einem Film namens "Giant from the Unknown" mitgespielt.
Wie im Musical "A Chorus Line: I can do that" dachte ich, ich kann es machen.
Ich kann ein Drehbuch schreiben, also schreib ich eins.
Ich lebte in einem Ein-Zimmer-Apartment in Hollywood, über einem Alkoholladen.
Durch die Neonreklame konnte also nachts sowieso nicht schlafen und so begann ich ein Drehbuch.
Es basierte auf einer Familie, die ich zu der Zeit in Hollywood kannte.
Da war diese Frau, ich weiß nicht, was mit ihrem Ehemann passiert war, die drei Töchter hatte und eine Bulldogge.
Sie lebten in diesem wirklich alten, großen Haus.
Während ich versuchte, andere Schauspieljobs zu bekommen, war ich mit einem der Mädchen befreundet.
Sie hatte wunderschöne Hände, wollte eine Schauspielerin sein, aber man verwendete immer nur ihre Hände.
Wenn man Pier Angeli-Filme aus jener Zeit guckt und darin ihre Hände sieht:
...das waren nicht Piers Hände, das waren ihre.
Sie hatte wunderschöne Hände und sah auch sonst nicht schlecht aus.
Ihre beiden Schwestern tanzten im 'Moulin Rouge', dem Nachtclub von Frank Sennes auf dem Sunset Boulevard.
Da gab es über 100 Tänzerinnen.
Da ich allein lebte, war ich bei ihnen und es wurde für mich gekocht...
...und bald zog ich ein und wurde mit jedem einzelnen Mädchen sehr vertraut.
Ihre Persönlichkeiten entsprachen genau denen im Film.
Allerdings hatte ich keine Affäre mit der Mutter und der Bulldogge!
Ich nahm mir künstliche Freiheiten im letzten Akt des Drehbuchs...
...auch wenn vieles auf Tatsachen basierte. Es war ein heftiges Ende, was so nie passiert.
Ich bin einfach ausgezogen, denn ich fühlte mich mit den dreien da gefangen.
- Ist er tot? - Natürlich ist er tot!
Es ist faszinierend, wie jede der weiblichen Charaktere einen unterschiedlichen Frauentyp darstellt.
Es gab da Nan, die einfach gestrickt war. Sie hatte den Blick eines Kindes auf das Leben.
- Sie hat angeblich eine Katze angezündet. - Ihre Schwester hat eine Katze angezündet?
Sie ist wie eine Fantasiefigur, da sie die Offenherzigste der Frauen ist...
...weshalb der Landstreicher am Ende möglicherweise bei ihr landet.
Und dann ist da Diz, die zurückhaltender, prüder und beschützend ist.
Und wir wissen, dass er sich vermutlich zu ihr hingezogen fühlt, aber sie widersteht ihm.
Wie gefallen Ihnen amerikanische Mädchen, Mr. Lipa?
- Bitte, nennen Sie mich Sym. - Ganz wie Sie möchten, Mr. Lipa.
Und dann ist da Mickey, sie ist sexuell befreit und liebevoll...
Ich will dich. Ich will dir gehören.
Sie fasziniert ihn, weil sie die Beständige ist und das braucht er.
Wir wissen nicht, was er überlebt hat, aus welcher Story er in dieser gelandet ist.
Meine ganze Familie... das Mädchen, das ich heiraten sollte, wurde in der Revolution getötet.
Das tut mir leid.
Etwas Verheerendes ist ihm zugestoßen, bevor er an diesen Platz gelangt...
...an dem er wichtige Entscheidungen zu fällen hat, die sein Überleben beeinflussen werden.
Für mich waren diese drei Frauen irgendwie die perfekte Frau.
Ich habe die perfekte Frau in drei verschiedenen Frauen gefunden.
Als George Franjus Film "Augen ohne Gesicht" erstmals in den USA veröffentlicht wurde...
...als Doppelprogramm mit "The Manster", stand auf dem Plakat...
...dass der Film "eine gespenstische Eleganz" enthielte, die eine Nähe zu Tennessee Williams suggeriere.
Das kann ich persönlich bei Franjus Film nicht sehen, aber sehr stark bei Filmen wie "Name of the Game is Kill".
Darin wird man mit Familien und Landstreichern konfrontiert, die dazukommen und adoptiert werden.
Außenseiter, die sich in Gesellschaft von absoluten Außenseitern befinden.
Leute, die sich falsch gegenüber der Allgemeinheit darstellen.
- Hi Sym, schön Sie wiederzusehen. - In der Tat, wo warst du?
Ich traf dann einen aufstrebenden Regisseur und Produzenten namens Curtis Harrington...
...er las das Stück und mochte es, aber in Hollywood braucht man ein Drehbuch...
...weshalb er mir half, aus dem Stück ein Drehbuch zu machen.
Es bekam den Titel: "Junger Mann unter Frauen"...
...denn ich war ja der junge Mann und da waren die Frauen...
Er hatte eine gute Besetzung im Auge. Er hatte "Night Tide" mit Dennis Hopper gemacht.
Er war ein sehr guter Regisseur, sehr sensibel.
George Hamilton sollte mich spielen!
Tuesday Weld sollte Mickey spielen und die Mutter sollte sogar von Gloria Swanson verkörpert werden.
Er hatte alles gut vorbereitet und ich hatte einen Agenten namens Henry Wilson...
...der auch Rock Hudson vertrat und außerdem noch eine Menge anderer Stars.
Zu der Zeit hatte Rock entschieden, dass er als Produzent und Regisseur tätig werden wollte...
...was eine gute Idee war, denn man kann nicht immer der jugendliche Hauptdarsteller bleiben.
Henry zeigte ihm mein Drehbuch und er mochte es.
Rock nahm es Curtis weg, nannte es in "Edge of Nowhere" um...
...und so machte er, scheinbar ein geschickter Schachzug, den John Frankenheimer-Film "Seconds".
Er war toll, und die Kritiker liebten es, aber die Zuschauer blieben aus...
...denn keiner wollte einen alternden Rock sehen.
Nach diesem Flop war er deprimiert und er ließ das Projekt fallen.
So hatte ich das Drehbuch wieder, aber was wäre der nächste Schritt?
Da traf ich einen Typ namens Mark Korda, der behauptete, Roman Polanski zu kennen...
...und er sagte, dass Roman das Drehbuch lieben würde.
Wir hatten dann ein paar Treffen und da war dieser seltsame kleine Typ...
...der immer in die Ecke guckte und Mark redete die ganze Zeit.
Er grunzte nur gelegentlich.
Er sagte, dass er den Titel in "Insanity" ändern wolle und es sah so aus...
...als ob wir grünes Licht hätten, und ich bin verdammt, wenn...
Diese Szene wurde auf Grund ihres fragwürdigen Inhalts entfernt.
Dann traf ich diesen Kerl, dem ein Kleidungsladen gehörte, mit Regenmänteln.
In L.A. etwas sinnlos, da es nur an ungefähr 8 Tagen im Jahr regnet.
Er war ein aufstrebender Filmautor, der eine Story namens "The Deviling Girl" hatte und wollte...
...dass sie in ein Drehbuch umgewandelt wurde.
Er sagte: "Ich kann euch kein Bargeld geben, aber ich kann euch Kleidung im Wert von 5000$ geben."
Er hatte nicht nur Regenmäntel, sondern auch anderes.
In der Zwischenzeit hatte er mein Drehbuch an zwei Typen von Poore and Todd Productions gegeben.
Sie lasen und mochten es und erwarben eine Option auf das Stück...
...und nannten es in "Lovers in Limbo" um. Auf einmal ging alles Schlag auf Schlag!
BESETZUNG UND CREW Junge Männer unter Frauen
Ein hervorragender Agent namens Craig Rumar kam mit an Bord...
...danach schnürten sie ein Paket für den Film, mit Stars und dem schwedischen Regisseur Gunnar Hellström.
Gunnar Hellström kam aus Schweden und hatte da schon Filme als Schauspieler und Regisseur gemacht.
Nach diesem Film hat er hauptsächlich fürs Fernsehen gearbeitet...
...und wurde dann zu einem der wichtigsten Regisseure bei der beliebten Serie...
..."Gunsmoke", einer Westernserie, die 20 Jahre lang lief.
Jack Lord hatte wohl ein Alkoholproblem und war daher billig, weil er unbedingt einen Job wollte.
Jack Lord war zuvor in Filmen wie "Dr. No" als der erste Felix Leiter auf der Leinwand erschienen...
...er hatte seine eigene Fernsehserie namens "Stoney Burke"...
...daher war er ein bekannter, gut beschäftigter Schauspieler, kurz vor dem Hit "Hawaii 5-0".
Ich glaube nicht, dass Jack Lord der ausdrucksstärkste Schauspieler war...
...aber andererseits denke ich, dass die Rolle viel darüber aussagt, was er zurückhält.
Wenn jemand stirbt, den du liebst, dann will man zuerst vergessen, wie sie gestorben sind.
Du darfst dich dann nie an ihren Tod erinnern.
Und ein Großteil seiner Leistung hing davon ab, was man als Zuschauer in ihn hineinprojizierte.
Er war ein Gewinn für die Produktion, denn er war sehr charismatisch...
...aber sein Name zog nicht so, wie er es heute tut.
Seine Rolle als Fremder in einem fremden Land hat etwas, er sucht nach etwas Ehrlichem und Wirklichem.
Und er ist an der falschen Stelle gelandet, um das zu finden...
Hi, Caesar sagte, ich solle anhalten, weil Sie ziemlich durchgebraten aussehen.
Susan Strasberg hatte quasi ihr ganzes Leben geschauspielert.
Ihr Vater war der berühmte Schauspieler und Schauspiellehrer Lee Strasberg.
Sie begann auf der Bühne "Das Tagebuch der Anne Frank", spielte diese Rolle aber nicht auf der Leinwand.
Sie hatte in einer ganzen Reihe von großen Filmproduktionen mitgewirkt...
...aber dann machte sie Sachen für AIP wie "The Trip".
Wenn man sich ihre Karriere so anguckt, so habe ich den Eindruck...
...dass sie mehr mit Leuten zusammenarbeiten wollte, von denen sie lernen konnte...
...und neigte zu Rollen, mit denen sie Erfahrungen sammelte.
Zu der Zeit war sie mit Christopher Jones verheiratet, der seinerzeit durchaus sehr berühmt war...
...und sogar mit David Lean Filme drehte, aber er hatte eine schwierige Beziehung zum Kino.
Vielleicht hat sie diesen Film kurz vor oder nach ihrer Scheidung von Chris Jones gedreht...
...denn das könnte teilweise ihre Darstellung auf der Leinwand beeinflusst haben.
Wenn man nämlich über ihre Beziehung liest, so war diese wohl speziell und flatterhaft.
Man kann die Vergangenheit nicht vergessen, sondern muss mit ihr leben.
Ich habe den Eindruck, dass sie sehr von ihrer Familie verstört war.
Sie hatte eine schwierige Beziehung zu ihren Eltern.
Sie hatte keine Kindheit und wurde zu schnell erwachsen...
...und sah demnach ihr Leben als beständiges Lernen an...
...und so gab es nie ein Ankommen, Verweilen oder Zufriedenheit.
- Wir haben da eine Tankstelle. - Wir?
Meine Mutter und 2 Schwestern.
Eine der Schwestern wurde von Collin Wilcox dargestellt...
...einer sehr bekannten Charakterdarstellerin jener Zeit.
Sie war in "To Kill a Mockingbird" aufgetreten und hatte dort eine prächtige Rolle.
Und wenn ihr deshalb nichts machen wollt...
...seid ihr nur ein Haufen von stinkenden, lausigen Feiglingen.
Ich und viele andere Genrefans kennen sie aus der "Twilight Zone" -Episode: "No.12 Looks Just Like You".
Mit dem damals sehr berühmten Model Susie Parker.
Collin spielte die "Hässliche", die einer OP unterzogen werden sollte, damit sie wie jeder andere aussieht.
Tisha Sterling war die Tochter von Ann Sothern und Robert Sterling...
...wuchs also auch in dem Business auf.
Sie spielte in dem aberwitzigen "Village of the Giants"...
...und später drehte sie mit Don Siegel den Clint Eastwood-Film "Coogan's Bluff".
Aber sie erreichte nie ganz das Potenzial, von dem alle dachten, dass sie es hätte...
...und es ist nur eine Vermutung, aber vielleicht war sie nicht ganz mit dem Herzen dabei.
Sie sagten, sie hätte das Tier getötet und den Jungen die Treppe runtergeworfen.
Das ist absolut lächerlich. Ihr wisst doch, wie sehr Nan Tiere vergöttert.
Und dann hatte Gunnar die Idee, ob man nicht die Mutter zu einem Mann machen könnte...
...der vorgibt die Mutter zu sein, als Ausdruck der Verdrängung...
...von brutalen Ereignissen in der Kindheit der Mädchen.
Diese Art von Wendung geht natürlich auf "Psycho" zurück, Anthony Perkins als Mrs. Bates.
Und es geht sogar noch weiter zurück, zu Lon Chaneys Darstellung in "The Unholy Three".
Hallo Kinder.
- Welch schöne Nacht, nicht wahr? - Sieht sie nicht toll aus?
Danke Mickey.
T.C. Jones ist wirklich der effektivste weibliche Darsteller in dem Film.
Er war wirklich bekannt für sehr überzeugende Transvestiten- und Transgender-Rollen in mehreren Filmen.
Bevor er diesen Film machte, hatte er einen ähnlichen, vielleicht sogar noch effektiveren...
...Auftritt in einer ähnlichen Geschichte, in einer Folge von "Alfred Hitchcock Hour: An Unlocked Window".
Er hatte zuvor auch schon mit Gunnar Hellström bei "The Wild, Wild West" zusammengearbeitet...
...da begann ihre Zusammenarbeit. Ich glaube, ihn zu besetzen war einleuchtend.
- Da ist ein Mann in der Dusche! - Ich weiß, Mutter.
Wirf ihn raus!
Wir hatten eine kleine Werkstatt an der Ecke Sunset Blvd/Gower Avenue, wo auch das Casting war.
Er sagte "Ich möchte Teil deines Credits sein".
Das war wohl Tradition in Europa.
Jeder, ob Produzent, Regisseur, möchte mit als Autor genannt werden.
Ich bin ausgerastet und mit einem Beil hinter ihm hergerannt...
...und da rannte er los wie ein Sprinter, auf der Straße hinter unserer Tonbühne.
"Du bist verrückt, du wirst mich umbringen!".
Er rannte schnell hintenrum wieder in das Büro der Produktionsfirma und versteckte sich da.
Ich war aber zu müde, um ihn mit der Axt zu verletzen.
Dann kam ein Produzent zu mir und sagte "Bob wollte auch mit dir genannt werden"...
...aber danach wollte er das dann doch nicht mehr.
Ich hab mir dann gedacht, mit diesem Gewerkschaftsschiedsspruch kann ich leben!
Ich glaube, das größte As im Ärmel von Gunnar Hellström war...
...jemanden so vielversprechenden wie Vilmos Zsigmond als Kameramann dabeizuhaben.
Von den Typen gab es einige, die Exploitation-Filme gedreht haben...
...wie Laszlo Kovacs, Villis Lapenieks, der schon "Night Tide" gemacht hat.
Es gab also einen harten Kern von Kameramännern, die nicht der Gewerkschaft angehörten.
Vilmos war vermutlich der Talentierteste von allen.
Ich brauchte ungefähr 10 Jahre, nachdem ich 1956 Ungarn nach der Revolution...
...verlassen hatte, um wieder dort zu sein, wo ich gewesen war, als ich Ungarn verließ.
Also kleine Jobs wie Lehrfilme auf 16 Millimeter, und gerade als wir den Film anfingen...
...begann ich 35 Millimeter-Spielfilme zu drehen.
Für Leute wie Al Adamson, der für seine wirklich sehr billigen Filme berühmt war.
So etwas machten Laszlo und ich.
Es gibt da eine gewisse Konstanz bei diesen überraschend guten Low-Budget-Filmen...
...die kaum einer kennt und manchmal besteht die Konstanz darin...
...dass Vilmos Zsigmond hinter der Kamera saß.
Denn wenn man sich die Regisseure anguckt und ihre anderen Filme ansieht...
...so haben die nicht den Pfiff wie die mit Vilmos.
Seine Arbeit ragte immer als nicht traditionell heraus...
...eher europäisch in der Verwendung von natürlichem Licht...
Jetzt, wo er ein hochrenommierter, Oscar-prämierter Kameramann ist...
...neigen viele dazu, zu vergessen, wo solche Leute angefangen haben...
...und Vilmos fing mit extremen Low Budget-Filmen an, als er nach Amerika kam.
Low Budget-Filme mit eigenen Lampen, Kameras, die alle in meinen Kombi passten...
...so fuhren wir einfach los, drehten draußen oder drinnen...
Er hatte außergewöhnliches Talent darin, natürliches Licht zu verwenden...
...was er auch später bei"McCabe & Mrs. Miller" oder "Close Encounters of the 3rd kind" einsetzte.
Dieser Film war fast wie ein Schritt nach vorn, denn wir hatten tatsächlich etwas Budget.
DER DREHORT Am Rand von Nirgendwo
Irgendwie klappte auf einmal alles, und da erzählte mir jemand von einer Geisterstadt...
...namens Jerome in Nord-Arizona, in der Nähe von Prescott.
Also fuhren Gunnar, Robert Poore und Vic Todd, die Produzenten und ich direkt dorthin.
Wir haben nach Drehorten gesucht und gute Drehorte ausgewählt...
...wir haben an wunderschönen Orten gesucht. Jerome, Clarkdale...
Es war toll, eine Stadt wie Jerome kennenzulernen.
Er hatte mal 15.000 Einwohner und Kupferminen, und jetzt nur 400, weil es seit 1938 kein Kupfer mehr gab.
Die haben die Stadt wirklich untertunnelt.
Obendrauf muss man in Arizona keine Steuern zahlen, wenn man das Dach auf seinem Haus entfernt.
Deshalb hatten die Häuser, die nicht in die Minen gestürzt waren, keine Dächer mehr.
Das war perfekt für unsere verrückte Familie.
Das waren tolle Orte mit alten und historischen Gebäuden.
Wir entdeckten eine alte Tankstelle, die sie benutzen konnten.
Wir fanden da alle unsere Requisiten, einen alten Packard, einen alten Jeep.
Die alte Tankstelle war auch mal Casino gewesen, da war alles noch drin.
Wir mussten nur ein paar billige Kulissen in der Tankstelle errichten...
...alle unsere Kulissen waren an einer Stelle und wir hatten nur sieben Sprechrollen.
Es war ziemlich aufregend, dort zu sein und ich habe die ganze Gegend geliebt.
Keiner wollte TC fahren, daher fuhr ich ihn da hin.
Später erfuhr ich auch warum. Er ging mir auf die Nerven.
Als wir in Indio, CA waren, fuhr ich 135 km/h, umso schnell wie möglich zum Drehort zu kommen.
Ich wollte ihn aus dem Auto zu bekommen, denn er quasselte ohne Ende.
Er sprach über seine Frau und sein Kind. Seine Frau war Lesbe und das Kind ein Pudel.
Gott sei Dank nahm ich damals Drogen, daher ärgerte es mich nicht.
Und obwohl wir in Sidona eine schöne Suite für ihn hatten, deutet er in Cottonwood, AZ...
...auf ein schäbiges Motel, namens "Alamo Motel", und sagte "Da möchte ich bleiben!".
Er packt seinen Fuß rüber und tritt die Bremse meines Autos, es quietscht und wir bleiben stehen.
Ich brachte ihn also zum Alamo Motel und ich fragte mich schon...
...wie ich ihm erklären kann, dass wir in Cottonwood und nicht in Sidona sind.
Es war ein Redneck-Ort und ich befürchtete, dass er in zwei Tagen gelyncht wird.
Aber nach einer Woche kannte ihn jeder da und alle liebten ihn.
DIE PRODUKTION Wahnsinn
Es war wie eine kleine UN, jeder kam aus einem anderen Land.
Und jeder schlug sich auf irgendeine Seite und zog in den Krieg.
Gunnar, der Regisseur, war ein sehr seltsamer Typ.
Er dachte, er würde alles wissen und es war schwer mit ihm zu arbeiten, denn ich wusste...
...dass er wenig von Kameraführung verstand und trotzdem mischte er sich sehr ein.
Am ersten Tag verbrachte Gunnar den halben Tag damit, die Füße von Jack Lord zu filmen...
...als er die Straße hinabging. Nur seine Schuhe.
Wir bauten einen langen Weg für den Kamerawagen über schwieriges Terrain...
...ein Graben oder ein kleines Flussbett war da...
Dadurch bekamen wir einen langen Dolly-Shot, den mein Bühnenchef gebaut hatte.
Ich war hinter der Kamera und bediente sie gleichzeitig, wie es bei Low Budget-Filmen...
...eben damals üblich war. Auch habe ich die Beleuchtung selbst gemacht.
Wir drehen also die Einstellung und nach der ersten Aufnahme sagte er:
..."Oh, das war nicht gut. Die Kamera bewegt sich zu stark!"
Darauf antwortete ich: "OK, dann machen wir noch eine."
Ich wusste, dass die Einstellung perfekt war, denn ich saß ja hinter der Kamera.
Er schrie mich an: "Die Kamera hat sich schon wieder bewegt!"
Ich sagte ihm: "Gunnar, die Aufnahme war gut."
"Erzähl mir nix, ich kann es von hier aus sehen!"
Ich sagte: "Gunnar, hör zu: ich sehe durch die Kamera und weiß, was rauskommt."
"Vertrau mir, es ist gut."
Einer von den Tonmännern kam zu mir und sagte, dass wir nun ja zumindest gute Bilder...
...für eine Schuhwerbung hätten. Wir mussten unbedingt mit Gunnar sprechen.
Ich habe ihn dann meistens machen lassen und ich habe ihn nur gestoppt...
...wenn etwas besser gemacht werden konnte.
Chris Jones war getrennt von Susan und sie hatte ihr Baby bei sich...
...und er kam und schnappte sich das Baby.
In Clarkdale war die nächste Polizeistation, es gab zwei Polizisten...
...und die hatten nur einen Polizeiwagen. Sie machten sich auf die Suche nach ihm...
...fanden ihn, brachten ihn zurück und er musste ihr das Baby zurückgeben.
Er landete eine Nacht im Knast, sie schickten ihn danach weg, er solle nicht wiederkommen.
Und er kam auch nie zurück!
Das war so die Art von Geschichten, die während des Drehs passierten.
An einen besonders dramatischen Tag erinnere ich mich noch.
Wir drehten in einer Scheune, die kurz vor dem Kollaps stand.
Es war sogar richtig gefährlich, da zu drehen, denn...
...man sah die Löcher im Dach, das jeden Moment zusammenbrechen konnte
Wir bereiteten also einen Dreh vor, probten mit den Schauspielern und da sagte ich:
"Da ist ein Schatten auf dem Gesicht der Schauspieler. Vielleicht sollten wir dieses Holzstück da wegnehmen."
Es war zwar niedrig, aber man konnte es mit der Hand nicht erreichen.
Ich sagte: "Lasst uns eine Leiter holen!"
Gunnar sagte: "Dafür brauchst du keine Leiter!"
Er sprang hoch, ergriff das Holz und eine Hälfte des Dachs fiel runter und fiel auf meinen Assistenten.
Da steckten Nägel drin und er fing an zu bluten, und Gunnar lief vorbei und sagte zu ihm:
..."Das hättest du nicht tun sollen."
Der Typ wurde wütend und schrie: "Was soll das? Willst du mir sagen, dass war meine Schuld?"
Gunnar sagte: "Ja, das war deine Schuld" und ging auf meinen Assistenten los...
...und er nahm seinen Hammer, denn sie hatten immer Werkzeuge dabei, und er sagte zu ihm:
..."Noch einen Schritt weiter und ich bring dich um!"
Ein Beleuchter kam zu mir und sagte, ich solle meinen Assistenten feuern...
...denn er wäre respektlos und hätte Gunnars Gefühle verletzt.
Ich sagte: "Sorry, aber er hatte Recht."
Diese Szene wurde auf Grund ihres fragwürdigen Inhalts entfernt.
Jack benahm sich übrigens gut.
...legte sich mit dem Regisseur an und nannte ihn ein "Nazi-Arschloch".
Das ist falsch. Ich bin wegen Mickey hier.
Diese Szene drehte er acht Mal und sie musste ihn immer wieder schlagen...
...und sagte, sie wäre noch nicht richtig.
Bei der achten Aufnahme hatJack zurück- geschlagen wie Joe Lewis.
Wir haben alle gelacht.
Am Ende der dritten Woche kam der Produzent zu mir und sagte, dass ich gehen müsste.
Ich sagte: "Ok, wenn ihr meint, aber wenn ich gehe, werdet ihr wohl keine Crew mehr haben."
Ich rief die Crew zusammen, um ihnen zu sagen, dass man mich gefeuert hatte...
Ich sagte ihnen, sie sollen bleiben, denn sie bräuchten das Geld und der Job war gut...
...aber sie sagten: "Nein, wir bleiben nicht, denn wir sind im Zeitplan...
...du machst einen guten Job und das ist vorgeschoben, weil der Regisseur uns nicht mag."
Ich ging also wieder zurück und sagte den Produzenten, dass meine Jungs mitkommen...
...also sollten sie sich eine neue Crew besorgen, denn wir filmen nächste Woche nicht mehr.
Dann sind wir zurückgegangen und haben das ausdiskutiert.
Ein paar Stunden später hieß es: "Wir haben entschieden, dass du bleibst."
Vilmos Zsigmond hatte einen überdurchschnittlichen Einfluss auf den Look des Films...
...mehr als ein Kameramann vielleicht sonst haben würde.
Der Film ist exzellent komponiert, in Bezug auf Tiefenschärfe, auf die Abstimmung mit der Ausstattung.
Im Grunde habe ich gelernt, technisch Stimmungen mit Licht und Schatten zu kreieren.
Licht ist sehr wichtig, aber Schatten ist sogar noch wichtiger.
Es gibt da immer ein Gefühl, dass etwas Schreckliches passieren wird...
...und manchmal ist gutes Filmemachen einen spannenden Film zu machen.
Und die Situationen, in denen am Ende der Charakter entlarvt wird, kamen für mich völlig überraschend.
Als die Perücke heruntergerissen wird, ist das ein so unfassbar perplexer Moment...
...denn man hat vorher so völlig an die Charaktere geglaubt.
Man dachte, man kennt diesen Charakter und weiß alles über sie...
...und dann kommt dieser grandiose Schock.
Er trug immer Frauenklamotten und da drunter hatte er überall Alkohol, den keiner entdeckte.
Er war eine wandelnde Brauerei! Er war heftiger Trinker und daher gab ich TC Fusel...
...und wollte aber gleichzeitig nicht, dass Jack welchen bekommt.
Das war quasi meine Aufgabe als Autor am Set! Das habe ich während des Drehs herausgefunden.
Ich habe den Film beendet und das war es dann!
Ich habe ihn nie gesehen und wollte nie mehr mit diesen Leuten zusammenzuarbeiten.
Nach zehn Jahren - ich hatte das Drehbuch 1957 geschrieben, 1967 fingen die Dreharbeiten an...
...wusste ich, dass ich nun wirklich etwas Anderes schreiben musste, denn es war nun verfilmt.
DIE NACHBEARBEITUNG Film im Schwebezustand
Wir hatten unser Geld ausgegeben. Wir hatten ein Budget von 325.000 Dollar...
...und eine vernünftige Gewerkschaft, aber wir hatten kein Geld für die Nachbearbeitung.
Aber immerhin hatten wir präsentables Material.
Lou Lombardo, der Cutter, war ein interessanter Fall, denn...
...denn er hatte mit Robert Altman an der Dokumentation "The James Dean Story" gearbeitet...
...die Altman in Kansas City gedreht hat.
Dann hat er bei einer Fernsehserie namens "Felony Squad" mitgewirkt, was eine gute Übung für ihn war.
Das wiederum führte indirekt dazu, dass er Cutter bei "The Wild Bunch" wurde...
...denn Sam Peckinpah hatte eine Episode von "Felony Squad" gesehen und war beeindruckt.
Sie arbeiteten zusammen bei "The Wild Bunch" und "The Ballad of Cable Hougue".
Wir kamen wieder nach L.A. zurück und Poore and Todd waren pleite.
Ich glaube, sie hatten noch 60 Dollar übrig.
Wir beschlossen, "Far from the Madding Crowd" anzu- schauen, was zu trinken und etwas zu essen.
Das war das Ende von Poore and Todd Productions, denn dann wäre das ganze Geld weg.
Ich erinnere mich an Craig, der wieder eine große Hilfe während des Projekts war.
Er schaffte Geld für die Nachbearbeitung über einen Typ namens Joe Solomon herbei.
In den sechziger Jahren tauchten auf dem Radar von Verleihern erstmals richtig Autokinos auf...
...und AIP war hier unglaublich erfolgreich, daher hatten Leute wie Joe Solomon...
...ihre eigene Firma, um solche Filme herzustellen.
Er machte Filme wie "Hells Angels on Wheels", "Angels from Hell" und "The Gay Deceivers".
Er hatte ein Händchen für kommerzielle Produkte, beim Machen und beim Auswählen.
Er mochte den Film und bot an, ihn fertigzustellen. Eine ordentliche Stange Geld...
...denn man brauchte nochmal ein Drittel der bisherigen Summe, um ihn fertigzumachen.
Und er gab uns auch einen Titel. Bin mir nicht sicher, ob uns das half.
Er hatte schon den Titel "Lovers in Limbo" und dann kam er mit dem Titel "The Name of the Game is Kill".
Mir war's egal, wie er genannt wurde, er sollte einfach erscheinen!
DIE MUSIK Schattentanz
Damals war ich in Hollywood zwar bekannt, aber nicht als Filmkomponist...
...obwohl ich 5 oder 6 Filme gemacht hatte. Aber das war nicht meine Stärke...
...vielmehr war ich in der Plattenindustrie als Arrangeur bekannt, der viele Hits produziert hatte.
Er war der Arrangeur von "Johnny Angel" von Shelley Fabares...
...und war Musikdirektor bei verschiedenen Fernsehserien.
Stu hatte einen Vertrag bei Columbia, hatte tolle Filmmusiken gemacht...
...für so obskure Streifen wie "Dead Heat on a Merry-go-round"...
...und hatte die Hintergrundmusik für die TV-Show der Monkees komponiert...
...eine Show, die Emmy-nominiert und innovativ war.
Also es war nicht so, als hätte ich verzweifelt Arbeit gesucht...
...aber er rief mich an und sagte, dass er für einen Produzenten arbeite...
...der diesen Motorradfilm hätte und dass er 5000 Dollar bot, um eine Filmmusik abzuliefern.
Auch in jener Zeit war das nicht sehr viel Geld.
Ich fragte, ob er Witze macht und erklärte, dass ich für das Geld keine Filme komponiere.
Er sagte dann, er habe noch Drehbücher von diesem Joe Solomon für noch 6 - 7 neue Filme.
Er meinte: "Ich kenne diesen Typen, wenn er dich mag und deine Arbeit ist gut, bist du sein Mann!"
Am Ende machte er die Musik für eine ganze Reihe von Joe Solomon-Filmen...
...er war gewissermaßen eine Zeitlang der Hauskomponist.
Joe sagte zu mir: "Was kannst du mir geben? Und gib' nicht zu viel Geld aus."
Ich kam dann mit einer ungewöhnlichen Orchestrierung für so eine Art von Film an.
In Anbetracht der Tatsache, dass ich mich beim Budget zurückhalten musste...
...kam mir die Idee, acht elektronische Cellos zu verwenden...
...jedes mit einem Mikrofon und eigenem Verstärker.
Jedes andere Instrument im Orchester war auch elektronisch und so waren die...
...einzigen akustischen Instrumente die Violinen und das Piano.
Alle anderen, wie die Harfe, die Holz-Bläser, waren elektrisch verstärkt.
Ich fand, dass ich so kein großes Orchester brauchte, um einen Effekt zu erzielen.
Der ungewöhnliche Sound der Instrumente würde effektvoll genug sein...
...ohne gleich 60 oder 70 Instrumente zu verwenden.
Die Aufnahme war ziemlich aufregend, das gab es vorher noch nicht...
...und der Toningenieur drehte durch, denn jedes Mal, wenn es losging...
...starteten die Verstärker und ein konstantes Brummen war im Studio von etwa 20 Gitarrenverstärkern.
Lass uns mal deine Musik hören, Nan.
Wie wäre es mit "Musik auf dem elektrischen Stuhl"?
Definitiv nicht.
- Dann eben meine "Gaskammer-Musik". - Wie du möchtest, Kleine.
Soweit ich weiß, gab es kein existierendes Musikstück im Soundtrack...
...vielleicht gab es einen Track für Tishas Tanz.
Ich kann mich nicht erinnern. Aber ich schrieb diesen Song mit jemandem...
...speziell für diesen Film, für den Tanz.
Ich erinnere mich, 1968 gab uns jemand ein Leadsheet für einen Song namens "Shadows".
Man sagte uns, es sei für einen Film, aber mehr wussten wir nicht.
Ich glaube, die wollten eine Gruppe, die im Radio gespielt wurde...
...damit das die Verkäufe ankurbelte.
Im Studio machten wir alle Lichter aus, damit wir Schatten und die Stimmung für den Song hatten.
Ich erinnere mich, dass ich den Text direkt in einen rotierenden Leslie-Lautsprecher...
...einer Hammond-Orgel sang, damit es unheimlich klang.
Wir haben den Song eingespielt und das war's dann.
Wir haben nie mehr was von dem Film, vom Song oder von sonst etwas gehört.
Die Tatsache, dass Joe nicht viel Geld ausgeben wollte, nahm ich als Gelegenheit zum Experimentieren.
Er konnte eh nichts machen und hatte kein Geld, die Filmmusik nochmal einzuspielen...
...wie man es heute macht. Er musste das nehmen, was ich ihm gab.
DIE VERÖFFENTLICHUNG Der Name des Spiels
Er kam raus, als Robert Kennedy im Ambassador-Hotel in L.A. ermordet wurde...
...und in der "L.A. Times" war ein großes Foto und da sah man eine Kinoreklame mit unserem Film...
...wo es hieß "Ist der Name des Spiels: Töten?". Es half uns nicht wirklich.
Als unabhängiger Filmemacher ist es faszinierend, dass du einen Film machen kannst...
...du ihn an einen Verleiher verkaufst, mitJack Lord und Susan Strasberg...
...und er wird ein total obskurer Film, fast ein vergessener Film.
Damals schrieb ich für ein Magazin namens "Castle of Frankenstein"...
...wo es um zeitgenössische Filme ging und da gab es eine Rubrik für Filmkritiken...
...und das war immer eine gute Stelle, um Leute auf unbekannte Sachen hinzuweisen.
Viele dieser Filme wurden regional begrenzt gezeigt, nicht an vielen Orten.
Manchmal liefen sie nur in Kleinstädten, manchmal nur in Autokinos.
In Großstädten hätte man sie in einem Doppelprogramm gezeigt...
...vielleicht in 5-6 Kinos gleichzeitig und dann wären sie woanders gezeigt worden.
Daher verpasste man viele dieser Filme und so brauchte man solche Magazine...
...die wie das Internet waren und wo Gleichgesinnte einen auf bestimmte Filme hinwiesen.
Ich bin stolz darauf, Filme entdeckt zu haben, Leute darauf hingewiesen zu haben...
und dieser Film ist so ein Film. Denn er sah nicht nur gut aus und war gut gedreht...
...sondern er hatte eine interessante Geschichte, gute Schauspieler, er war spannend, unheimlich...
...und hatte ein überraschendes Ende.
Ich glaube sogar, dass das Standbild am Ende eines der besten überhaupt ist.
Mickey, was ist wirklich mit deiner Mutter passiert?
Es ist sehr beunruhigend. Attraktiv, aber beunruhigend.
Das ist eine der Funktionen des Films insgesamt. Es ist auch etwas Wahres daran:
Sehr schön an der Oberfläche, aber darunter ist etwas zutiefst verunsicherndes.
Es hat Poesie in sich, es ist real aber poetisch, das mag ich an dem Stil.
Man packte alles zusammen und ein Kritiker schrieb: "Nun weiß man plötzlich, was mit Baby Jane geschah!"
Ich bin der Meinung, dass Filme bei Veröffentlichung schwer den Horror darstellen konnten.
Wenn man sich den Tenor der Kritiker ansieht, als die Filme herauskamen...
...und dann darauf, wie sie heute gesehen werden, dann ist es fast diametral auseinander.
Ich glaube, dass man den Wert eines Filmes erst 5-10 Jahre nach seinem Erscheinen beurteilen kann.
Daher wurden viele Filme seinerzeit abgetan, aber später haben sich die Leute gefragt:
..."Wo kommt der Film denn her!? Ich weiß gar nichts darüber!"
Filme, die kaum gespielt wurden, die Flops waren, die keinen Verleiher fanden und verschwanden.
Sie haben den Titel zu "Female Trap" geändert, er wurde an AIP TV verkauft...
Craig und ich dachten noch, dass das ein guter Titel sei. Wieso kamen wir da nicht drauf?
Aber selbst dann wurde er kaum gezeigt. Er war keiner dieser Exploitation-Filme...
...die oft im Fernsehen der 70er und 80er liefen.
In Europa hieß er "People Who Kill Get Caught", was ich als sinnlos empfand...
...deshalb nannten wir ihn ja auch "The Name of the Game is Kill".
Er hat erst jetzt ein Publikum gefunden und das ist das Schöne an DVD und Blu-ray...
...du bekommst nochmal ein Leben, obwohl ein Teil der Crew schon verstorben ist.
Der Film ist wirklich reif, entdeckt zu werden.
Er ist immer noch modern, überraschend und künstlerisch.
Es ist ein wunderschön gemachter Film und ein gutes Beispiel...
...für einen Independent-Film, der aus dem Nichts kam.
Das er gemacht wurde, erfüllt mich schon etwas, denn so konnte ich viele meiner Neurosen...
...und Probleme durch das Machen dieses Films ausdrücken.
Dieser Tatsache, sowie Drogen und Alkohol verdanke ich wirklich eine Menge.
Somit habe ich bis zu meinem jetzigen 70. Lebensjahr durchgehalten...
...und habe die Bedeutung des Lebens rausgefunden:
...Es gibt keine!
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