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Original subtitles

DAS BLUTBIEST

Das nächste Bild, bitte.

Die Töpferwespe

Wir erkennen am Kopf der Töpferwespe bei beiden Geschlechtern

einen goldfarbenen Fleck zwischen den Fühlern.

Das Weibchen weist so einen Fleck am Rand des Kopfschildes auf.

Das Männchen erkennt man daran, dass der gesamte Kopfschild

und die Vorderseite der Fühler gelb sind.

Beim Männchen ist das letzte Glied, hakenartig nach oben gebogen.

Den Namen erhielt sie, weil das Weibchen

in Nest in Form einer flachen Schale aus Lehm anfertigt

wie es auch ein Töpfer auf seiner Scheibe könnte.

Der Kopf ist kurz und die Mundpartie erweitert, aber natürlich ohne Öffnung.

Kommen wir zum Schwärmer, über den ich letzte Woche sprach.

Das nächste Bild, bitte.

Diese Gattung hier ist bekannt als die gewöhnliche Motte.

Das blass-rötliche Grau ist teils durchsetzt mit Grün in der blasseren Form.

Variationen hängen vor allem mit Abwandlungen zusammen

die im oberen und unteren Glied auftreten.

Diese Gattung schlüpft im Mai und Juni

und ist für gewöhnlich an Lindenzweigen zu finden

oder dort, wo solche wachsen.

- Guten Abend, Inspektor. - Guten Abend, Granger.

Darf ich eintreten?

Ich würde gern Professor Mallinger sprechen.

Das ist heute leider ungünstig, Inspektor.

Der Professor hält Donnerstag abends...

...seine Vorlesung vor den Studierenden.

Es stört ihn gewiss nicht, wenn ich mich dazu setze.

Dann kann ich ihn abfangen, wenn er fertig ist.

- Wie Sie wünschen. Ich nehme Ihren Hut. - Danke.

Der Ligusterschwärmer.

Wie der Name sagt, findet man ihn in oder in der Nähe von Liguster.

In Juli und August sieht man ihn auf den langen Zweigen der Futterpflanze.

Weitere Futterpflanzen sind Flieder, Esche und Lorbeer.

Er ist bevorzugtes Opfer von Schlupfwespen.

Obwohl vor allem in Südengland heimisch, ist dieser Schwärmer

auch in Mittel- und Südeuropa verbreitet

und selbst in China und Japan anzutreffen.

Damit schließe ich meine heutige Vorlesung.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Ich stehe Ihnen zur Verfügung, wenn Sie noch Fragen haben.

Wäre jemand von Ihnen so freundlich, das Gas aufzudrehen?

Inspektor!

- Herr Professor! - Ich habe sie hier nicht erwartet.

Wer möchte eine Erfrischung?

Guten Abend, Miss Clare! Sehr freundlich!

Guten Abend!

Sie wollen mir schmeicheln!

- Ich habe Sie hoffentlich nicht gestört. - Natürlich nicht.

Sie interessiert Insektenkunde?

Es hat mir sehr imponiert. Ein faszinierendes Thema.

Freut mich!

Eigentlich bin ich gekommen

weil ich einige Fragen zum jungen Fisher habe.

Den jungen Fischer sagen Sie.

Furchtbarer Verlust. Einer meiner besten Studenten.

- Ja, und... - Was war der Befund des Leichenbeschauers?

Ermordet. Wir wissen nicht, von wem.

- Verdammter Narr. - Wer ahnt, dass sie gleich ohnmächtig wird!

Wer ist dafür verantwortlich?

Das wollte ich nicht! Es war nur ein Scherz!

Verlassen Sie mein Haus!

Ein Glas Wasser, bitte!

Verzeihung, Inspektor. Ihr Sergeant ist draußen. Er möchte Sie sprechen.

- Was? - Er sagt, es sei dringend, Sir.

Oh, nun gut.

- Was ist denn, Sergeant? - Schon wieder einer!

Passen Sie auf! Alles ist voll Blut!

- Holen Sie den Professor! - Jawohl, Sir!

- Was ist passiert? - Ein junger Mann in der Heide.

Ich glaube, er lebt noch.

Schnell! Sagen Sie, er soll meine Tasche bringen!

Inspektor, würden Sie bitte zurück treten?

Zu spät, fürchte ich. Er ist tot.

Ah.

- Mit Zucker? - Ja, zwei Löffel.

Wann lernen Sie einzugießen ohne etwas zu verschütten?

- Ist der Doktor bei ihm?

Ja, er ist schon fast eine Stunde da drin.

Fand man etwas in der Heide?

Nein.

Wir werden bis morgen warten müssen.

Soll ich einen Suchtrupp aufstellen?

Ja, Sergeant. Das wäre hilfreich.

Warum ist es so heiß hier? Die Zelle ist der reinste Backofen.

- Wie geht's ihm? - Er ist wahnsinnig.

- Der arme Joe. - Sie kennen den Kutscher?

- Ich kenne Joe Trigg seit Jahren. - Liegt was gegen ihn vor?

Es gab nie Klagen. - Trinkt er?

Bier.

Sie müssen ihn kennen. Sie wurden oft von ihm gefahren.

- Ruhiger Bursche. - Jetzt ist er ein tobender Irrer.

Morgen kommt er in die Anstalt.

Endlich ein Zeuge dieser Morde, und der hat den Verstand verloren.

- Haben Sie nichts heraus bekommen? - Nicht viel.

Er plappert immerzu von irgendeinem Ungeheuer.

Kann ich mit ihm sprechen?

- Es wird Ihnen nicht viel nützen. - Das weiß man nie.

Halten Sie das warm.

Joe...Können Sie mir sagen, wer das war?

Nein...Da war ein furchtbares Ungeheuer!

Mit riesigen Augen!

Und mit...mit Flügeln!

Oh, lasst mich in Ruhe! Lasst mich in Ruhe!

Wo ist es? Ist es weg geflogen?

Ja, ich hab Flügel gesehen! Ich hab Flügel gesehen! Furchtbare Flügel!

Und diese Augen! Lasst mich doch endlich in Ruhe!

- Nein! - Ist ja gut, alter Junge! Beruhigen Sie sich!

- Möchten Sie sich erfrischen? - Nein, schon gut, Sergeant. Danke.

Haben Sie etwas heraus bekommen?

Nein. Der Doktor hat recht.

Herr Doktor, eine Frage...

Kann er sie begangen haben? Die Morde?

Es gibt doch Menschen mit gespaltenem Geist.

Auf einmal überkommt sie der Irrsinn.

Trotzdem hätte er nicht die Kraft, so etwas zu tun.

Haben Sie sich die Wunden genau angesehen, Inspektor?

Noch nicht.

Dann schlage ich vor, es sofort in Angriff zu nehmen.

Aber es wird kein schöner Anblick sein.

Das erwarte ich auch nicht.

Herein, herein! Sie bringen mir einen neuen Kunden?

Nein. Wir möchten den sehen, der vor einer Stunde gebracht wurde.

Ach ja! Ich weiß, wen Sie meinen! Wirklich kurioser Fall!

Der Bursche liegt da beim Fenster.

Die Interessanten kommen vors Fenster.

Immer schön, mal Besuch zu bekommen zum Reden.

Mit denen ist es immer so einseitig.

Oh, entschuldigen Sie die Unordnung!

Ich war grade beim Abendessen.

Eine feine Pastete. Mal was anderes als kaltes Fleisch, nicht?

- Möchten Sie einen Bissen? - Nein, danke.

Lieber einen Bier? Es bleibt immer frisch unter dem Laken!

Der Körper ist fast blutleer.

Keine normale Wunde bewirkt das.

Seltsame Sache, nicht?

Sieht aus wie von einem Raubtier zerfleischt!

Es waren sechs Opfer bisher, und alle kamen hierher.

Alle dieselben Wunden.

Die schweren Verletzungen an Kopf und Hals.

Die tiefen Risse in der Brust. Die Rippen mit enormer Kraft zerschmettert.

Aber dennoch...keine Schweinerei Kein Tropfen Blut.

Dagegen müssten Sie Nummer 6 ansehen!

Das verleidet einem das Frühstück!

Hat sich nämlich von einem Taxi überrollen lassen!

Verdammt blutig, verdammt blutig

Und sie sahen alle so aus?

Ja, dasselbe Bild bei allen Fällen. Kein Motiv, soweit ich das sagen kann.

Sie wurden nicht beraubt. Alle Opfer waren Männer.

Was kann solche Wunden verursachen, Doktor?

Sie könnten von irgendeinem Tier stammen.

Ach, darum ist meine Katze so fett!

Danke. Sie haben uns sehr geholfen. Gute Nacht.

- Gute Nacht! - Gute Nacht

Das mit der Katze war nur ein Scherz!

Die würde keiner Fliege etwas antun, das liebe Ding!

Die frisst nichtmal Mäuse!

Ich hoffe, wir haben es schön und bequem.

- Hier sind noch mehr davon, Sergeant. - Gut, danke.

- Guten Morgen, Sergeant. - Guten Morgen, Sir.

- Etwas gefunden? - Nichts, was als Waffe in Frage käme.

Hier drüben ist es passiert, Inspektor.

Liebespaare kommen gern hierher.

Gestern war aber nicht viel Liebe im Spiel. Sehen Sie!

Da ist noch etwas. Ich werde nicht ganz schlau draus.

Diese Dinger haben wir gefunden.

- Wissen Sie, was das sein könnte? - Noch nie gesehen.

Die waren überall. Manche hingen an Büschen.

- Geben Sie mir das Zeug. - Ja, Sir. - Bitte hier rein. Vorsichtig.

Danke, Sergeant.

Ich fahre zum Clare-Haus und rede mit Professor Mallinger.

- Setzen Sie die Suche fort. - Wird gemacht, Sir.

- Wer ist da? - Granger, Sir.

Was wollen Sie?

- Ich sagte, ich will nicht gestört werden. - Der Inspektor ist hier, Sir.

Sagen Sie, ich bin nicht...

Tut mir leid, wenn ich ungelegen komme. Danke, dass Sie mich empfangen.

Ganz und gar nicht! Was kann ich für Sie tun?

Ich hoffe auf Ihre Hilfe.

Wenn ich es kann, gern.

Wäre es vorstellbar, dass ein Vogel, z.B. ein Adler, Menschen angreift und tötet?

Warum fragen Sie mich das?

Der Kutscher, der das letzte Opfer fand, hat den Verstand verloren. Er ist im Irrenhaus.

Er plappert immerzu von einem großen Vogel, den er über dem Toten flattern sah.

In dieser Gegend gibt es keine Adler.

Der Adler ist ein Vogel, der nur in höherem Bergland vorkommt.

Wäre dem Zoo ein Raubvogel abhanden gekommen

dann wären Sie mit Sicherheit benachrichtigt worden.

Aber würde ein Adler Menschen angreifen?

Es wurden schon Bergsteiger angefallen

die zu nah ans Nest gegangen sind.

Sie sollen sogar Säuglinge greifen und davon tragen...

aber dass ein Adler einen Erwachsenen angreift und ihm solche Wunden beibringt

so etwas halte ich für völlig unmöglich.

Ich weiß, es gibt verschiedene Arten, aber

wie groß wären die Krallen so eines Adlers?

Kommen Sie mit, Inspektor.

Da ist er, Inspektor.

Aquila Chrysaetos - Der Steinadler.

Ein prächtiges Exemplar.

Diese Klauen und der Schnabel können einigen Schaden anrichten.

Für einen Menschen, der ohnmächtig ist, bestimmt.

Aber ein junger Mann, der sich wehrt, wird es überstehen.

Warum schenken Sie dem Gerede eines Verrückten soviel Aufmerksamkeit?

Es ist alles, was ich habe.

Ich verstehe.

Abgesehen von diesen.

Wie sind Sie daran gelangt?

Man fand sie am Tatort. Recht viele davon.

Auf dem Boden, an den Zweigen der Büsche.

Wissen Sie, was das sein mag?

Auf Anhieb kann ich das leider nicht sagen.

Vielleicht, wenn ich sie mir genauer im Labor ansehe.

Aber gern.

Bitte informieren Sie mich sofort, wenn Sie etwas herausfinden.

Selbstverständlich.

Guten Tag, Professor.

Dir bring ich's bei.

Du willst doch dein Fressen, oder? Dann komm!

Komm und hol's dir!

Dir bring ich's bei.

Granger!

Wie oft muss ich sagen, dass Sie ihn nicht reizen sollen?

Ich fütterte ihn, da ging er auf mich los.

Hinaus!

Ganz ruhig, ganz ruhig, ruhig.

- Haben Sie das, Culpepper? - Jawohl.

Wir sind uns einig. Wir geben öffentlich bekannt, dass die Angriffe vermutlich von irgendeinem

wilden Tier stammen. Einem Raubvogel womöglich.

Der Kommissar möchte vermeiden, dass die Angst vor einem Verrückten umgeht.

Das gäbe den Zeitungen etwas, worüber sie schreiben können.

- Und würde uns Zeit verschaffen. - Mhm.

Jackson, ich möchte, dass Ihre Abteilung auffällig die Heide absucht.

Damit sich der wahre Mörder sicher fühlt und einen Fehler macht.

- Wird gemacht, Sir. - Noch etwas?

- Ich glaube nicht, Sir. - Gut.

Danke.

- Guten Abend. - Ja, Sir?

Können Sie mir sagen, wie ich zu Clare Haus komme?

Kommt drauf an, kennen Sie sich hier aus?

Nein, leider nicht. Ich bin völlig fremd.

Es ist etwas schwer. Aber wenn Sie vom Bahnhof aus rechts gehen

und der Straße eine halbe Meile folgen...

- Sie wollen zu Clare Haus? - Ja, das stimmt.

- Zu Professor Mallinger? - Ja, der Professor wohnt dort.

Ganz recht. Kennen Sie ihn?

Ich bin ihm noch nie begegnet.

Dürfte ich fragen, was Sie das angeht?

Es gab hier einen Mord, der noch ungeklärt ist.

- Deshalb interessieren uns Fremde. - Ich verstehe.

Wenn Sie darauf bestehen,

ich traf erst gestern aus Afrika ein. Ich bin Zoologe,

und habe den Auftrag, dem Professor lebende Exemplare zu bringen.

Wollen Sie noch mehr wissen?

Sie müssen verstehen, ich tue nur meine Pflicht.

- Ja, natürlich. - Ist schon in Ordnung.

Also Clare-Haus. Wollen mal sehen.

Es ist nicht weit, aber schwer zu finden.

- Smith! - Sergeant!

- Ist die Ablösung schon da? - Eben gekommen, Sergeant.

Schicken Sie bitte Wachmann Brown zu mir.

Ja, Sergeant.

Einer der Beamten wird Sie begleiten.

Danke, Sergeant.

Sergeant?

- Wer hat Wache auf der Heide? - Ich, Sergeant.

Bringen Sie den Herrn bitte zum Clare-Haus.

Mit Vergnügen, Sir.

Brown wird Sie sicher abliefern.

Danke.

- Ich hoffe, Sie fangen den Mörder. - Danke, Sir.

Es wird den Professor sehr freuen, dass Sie hier sind.

Er wartet bereits den ganzen Tag.

- Sind meine Kisten eingetroffen? - Ja, der Bote hat sie gebracht.

Gut!

- Möchten Sie etwas trinken? - Ja, danke.

- Madeira oder Masada? - Madeira.

- Nichts beschädigt? - Nicht, dass ich wüsste.

Der Professor brachte sie ins Laboratorium.

Ungeöffnet bis zu Ihrer Ankunft.

Gut.

Danke.

Hier hat es einen Mord gegeben?

Ja, eine Leiche wurde in der Heide gefunden.

- Man sagte mir... - Wenn Sie mich entschuldigen würden!

Ich sage dem Herrn, dass Sie hier sind.

Ja, natürlich.

Mr. Britewell.

- Ich bin Clare Mallinger. - Mrs. Mallinger?

Nein! Miss Mallinger. Der Professor ist mein Vater.

Verzeihen Sie!

Aber ich bin ihm nie begegnet.

Mir ist, als würden wir uns kennen. Ich habe viel von Ihnen gehört.

- Miss Mallinger... - Bitte sagen Sie Clare.

Gerne.

Setzen Sie sich und erzählen Sie mir von Afrika!

- Wie ist es dort? - Sehr heiß.

Ja, das sehe ich.

Sie sind schön gebräunt.

Ja, ich bekam leider sogar etwas zuviel Sonne.

Bei der Fahrt auf dem Limpopo war ich ihr tagelang ausgesetzt.

Ich glaube, es würde mir dort sehr gefallen.

Ich liebe die Wärme.

Ich würde mich wohlfühlen im Dschungeln und im Sumpf.

Das glaube ich kaum. Niemand fühlt sich dort wohl.

Schlangen. Krokodile. Insekten. Und alle stechen oder beißen.

- Und Motten? - Ja, viele sogar!

Tatsächlich war das der Zweck meiner Reise!

Lebende Exemplare zu fangen!

Wie lange bleiben Sie bei uns?

Ich weiß nicht. Das hängt von Ihrem Vater ab.

Ich hoffe, wenigstens bis morgen abend.

Wir geben eine Party.

Aber ich habe keine passende Kleidung dabei.

Ich reise mit wenig Gepäck.

Das macht nichts. Es ist nichts Formelles.

Die Studenten, die mein Vater unterrichtet, haben ein Stück vorbereitet.

- Am Dorftheater? - Nein, wir überlassen ihnen diesen Raum.

Morgen ist die Probe in Kostümen.

Ich bin dabei.

- Als Darstellerin? - Ja, ich spiele mit.

Worum geht es?

Warten Sie ab. Sie werden sehr überrascht sein.

- Romeo und Julia? - Nein, nicht wirklich.

Mr. Britewell!

Tut mir leid, dass Sie warten mussten.

Herr Doktor!

- Meine Tochter hat Sie gut unterhalten? - Ja, sehr gut.

Hast du ihm Wein angeboten, Liebes?

Ihr Butler war so freundlich.

Ihre Tochter sagte, sie interessieren sich für Insektenkunder.

Ja, gewiss.

Ich freue mich zu sehen, was Sie mitgebracht haben.

Als Ihre Kisten eintrafen, fiel es mir schwer sie noch nicht zu öffnen.

Glauben Sie, sie haben die Reise überlebt?

Sie waren in bestem Zustand, als ich sie aufgab.

Etwas hat mich sehr interessiert, das Sie in Ihrem letzten Brief erwähnen.

Die Spezies, die Sie in den Wäldern am Fluss fanden,

wie viele Tage dauert es nach Verpuppung der Raupe, bis...

Ach, Vater, hör auf ihn zu quälen!

Lass den armen Mann ruhen! Er muss erschöpft sein.

Ihr habt nach dem Essen genug Zeit zum Reden.

- Ich zeige Ihnen Ihr Zimmer. - Danke. Entschuldigen Sie, Sir.

Großartig! Ganz besonders die hier!

- Lepidoptera Afrikana. - Richtig.

Die sind weit verbreitet. Es überrascht mich, dass Sie nichts Selteneres wollten.

Nein, die sind genau das, was ich brauche.

Es ist ihre Größe, die mich interessiert.

Warum die Größe?

Wollen Sie eine größere Art hervorbringen?

Wundervoll.

Nicht anfassen!

Lassen Sie das!

Was denken Sie sich!

Hätten Sie das geöffnet, wäre ein Jahr Arbeit weg!

Es ist doch nur ein Inkubator. Ich wollte nur kurz hineinsehen.

Ein Augenblick wäre zuviel. Finger weg!

Wenn die Temperatur um ein halbes Grad fiele

wäre das ganze Experiment dahin.

Warum? Was haben Sie da drin?

Mein lieber Freund. Genug jetzt. Ich hoffe, Sie werden mir verzeihen.

Es ist das Wetter. Diese Hitze bedrückt mich.

Ich glaube, wir haben ein Gewitter zu erwarten.

Funktioniere! Das Herz ist das Zentrum, die Hauptquelle des Lebens!

Lass es schlagen und das Leben wird wieder zurückkehren!

Ich brauche einen Menschen!

Schalten Sie aus!

Wir vergeuden unsere Zeit!

Hinfort damit.

Ich habe mit dem Totengräber gesprochen.

Er sagt, der nächste Körper wird frisch sein!

Das sagte er auch letztes Mal! Und was haben wir bekommen?

Drei Tage tot! Der Mann war bereits seit drei Tagen tot!

Und der Schädel war völlig zerschmettert.

Ich brauche ein perfektes Exemplar!

Die Muskeln müssen biegsam sein!

Sonst ist die Wiederbelebung nicht mehr möglich!

Ja, bitte?

Da ist ein Mann, der Sie sprechen möchte.

Er sagt, sein Name sei Starkadder.

Starkadder?

Gut!

Vielleicht haben wir diesmal Glück.

Nur herein damit, Starkadder!

Das ist genau das, was Sie wollten,

Der hat den Löffel vor zwei Stunden abgegeben!

- Vor zwei Stunden? Aber wie... - Die Todesursache?

Ich glaube, sein Kragen war zu eng.

Legen Sie ihn auf die Tischplatte!

Erdrosselt! Dieser Mann ist erdrosselt worden!

Sie sagen es, Doktorchen.

Aber wie bekamen Sie ihn aus dem Leichenhaus?

Eigentlich

hat er den Umweg gar nicht erst gemacht, könnte man sagen.

Dieser arme junge Mann hatte diesen furchtbaren Unfall.

als wir zufällig gerade vorbei kamen.

Ein Glücksfall, nicht wahr?

Zehn Pfund war abgemacht, Doktorchen!

Sie meinen, dass Sie...?

Wer keine dummen Fragen stellt, bekommt auch keine dummen Antworten!

Der ist perfekt!

Gute Arbeit, Starkadder!

Gute Arbeit.

Also...schließen Sie die Batterien an!

Geben Sie mir die Elektroden!

Bereithalten!

Jawohl.

Schalten Sie ein!

Mehr Spannung!

Stärker!

Noch stärker!

Mehr!

Mehr Spannung!

Aufhören, es ist sinnlos!

Es funktioniert nicht.

Sehen Sie...

Rigor Mortis!

Diese Teufel haben mich belogen! Dieser Mann ist mindestens zwölf Stunden tot!

Öffnen Sie! Welche Tragödie! Mein armer Doktor! Öffnen Sie doch!

Die Eisenbahn! Ein Unglück! Ein furchtbares Unglück!

Miss Josephine! Ihre Tochter! Tot!

Oh! Mein armer Doktor!

Wo ist sie?

Sie haben sie eben gebracht, das arme Kind! Sie war so schön.

Was für eine Tragödie!

Hinaus!

Gehen Sie!

Schaffen Sie das weg.

Rasch! Halten Sie den Kopf!

Sie ist noch warm!

Klemmen Sie die Batterien an!

Nein!

- Tun Sie, was ich sage! - Ich werde das nicht zulassen!

- Oder ich bringe Sie um! - Das ist Wahnsinn!

- Tun Sie, was ich sage! - In Ordnung!

In Ordnung.

Geben Sie mir die Elektroden.

Und jetzt einschalten!

Mehr Spannung!

Mehr Spannung!

Mehr Spannung!

Mehr Spannung!

Mehr!

Das ist doch Wahnsinn!

Mehr Spannung!

Da, sie bewegt sich!

Volle Spannung!

Mehr!

Mehr!

Tot! Beide tot!

Oh Gott!

Der Vorhang hängt fest!

Hervorragend!

Ich gratuliere! Sie waren wirklich gut!

An Ihnen ging eine Künstlerin verloren!

- Das haben Sie nicht erwartet, oder? - Nein.

Es ist heiß hier. Ich brauche frische Luft. Gehen wir spazieren.

Wir treffen uns am Haupttor, in zehn Minuten.

Ich gehe mich nur umziehen.

Galvanik...

Eine gute Idee. Das müssten wir mal versuchen.

Granger!

Sie besorgen mir morgen diese neuen Wimhurst-Maschinen.

Ich weiß auch, von wo wir...

Ich gratuliere.

Vielen Dank.

Schönes Stück. Wer hat es geschrieben?

Um ehrlich zu sein, ich.

Es war wirklich sehr amüsant.

Von wem stammt die Idee, galvanische Stimulation anzuwenden?

Von mir selbst.

Nicht hier! Gehen wir lieber weiter vom Haus weg!

Dieser Mond.

Weckt er bei Ihnen romantische Gefühle?

Ich brauche keinen Mond für romantische Gefühle.

Nein, nein!

Zuerst musst du mich fangen!

Verdeck deine Augen.

Verdeck deine Augen!

Nicht schummeln!

Such mich.

Hier entlang!

Halten Sie durch!

To...Tot...

Können Sie lauter sprechen?

- Tot... - Wie bitte?

Totenkopf.

Was war das?

In der Nähe lebt ein Arzt. Ich bringe Sie hin.

Kommen Sie!

Ein Unglücksfall! Rufen Sie bitte den Professor.

Granger, wissen Sie, wo Mr. Britewell ist?

Nein, Miss Clare. Leider nicht.

Schnell! Vielleicht können Sie ihn retten!

Da kann ich nichts mehr tun. Er ist tot.

Kennen Sie ihn? Ist er einer Ihrer Studenten?

Nein, ich habe diesen Mann noch nie gesehen.

Ich hole den Polizeiwagen.

Nein, Sir. Sonst sagte er nichts. Nur „Totenkopf“.

Viele sagen im letzten Augenblick seltsame Dinge.

Es hat gewöhnlich nichts zu bedeuten.

Wirklich nicht?

Sie haben doch ab nächste Woche Urlaub.

Ich möchte, dass Sie den Fall solange abgeben.

Ich glaube, ich verzichte lieber auf den Urlaub.

Wäre es nicht gut, mal rauszukommen?

Vielleicht sind Sie zu nah, sehen den Wald nicht vor lauter Bäumen.

- Wollen Sie mich von dem Fall abziehen? - Unsinn. Davon war keine Rede.

Dann würde ich gern weitermachen.

Ihrer Tochter wird enttäuscht sein.

Ich schicke sie zu Verwandten nach Sussex.

- Ich würde sie gern zum Zug bringen. - Ja, natürlich.

Es ist alles besprochen. Halten Sie mich auf dem Laufenden.

Selbstverständlich.

Tut mir leid, dass du warten musstest.

Das macht nichts, Vater. Wir haben noch genug Zeit.

Ich bin in etwa zwei Stunden wieder zurück.

Inzwischen müssen Sie etwas erledigen.

Ich brauche den Namen des Opfers und was Sie noch herausfinden können.

Ich kenne ihn, der Mann wohnte im Clare Haus.

Er kam gerade aus Afrika, eine Art Insektenkundler.

Woher wissen Sie all das?

Er war hier, fragte nach dem Weg nach Clare Haus.

Er hat mir alles erzählt.

Clare Haus! So schnell Sie können!

Du wartest hier! Ich werde es hinten versuchen!

Aber bleib nicht zu lange!

Granger?

Sind Sie hier, Granger?

- Zurück zum Polizeirevier - Aber ich verpass den Zug!

- Wir nehmen den nächsten. - Es ist der letzte.

Egal! Wir fahren morgen! Vorwärts!

Die Verletzungen im Gesicht haben nichts mit der Todesursache zu tun.

Die tödliche Wunde wurde ihm drei Stunden später beigebracht.

- Es war kein Unfall? - Unmöglich!

Der präzise Stich direkt ins Rückenmark stammt von einer langen scharfen Waffe

und jemandem mit Kenntnis der Anatomie.

Ich wette, er wusste zuviel. Jemand hat ihn kaltgemacht, damit er nicht quatscht.

Nabend, Sergeant.

- Wie läuft's Geschäft? - Könnte nicht toter sein!

Isst du nur Zwiebeln?

Ich muss mit dem Inspektor reden.

Sind die Verletzungen bei den anderen Opfern identisch?

- Nicht im Geringsten. - Erlauben Sie, Sir.

Es war schwer, das Personal von Clare Haus zu finden.

Die Köchin und das Mädchen warten auf dem Revier.

Gut! Dann spreche ich mit ihnen.

Ich fiel aus allen Wolken!

Bei allen dasselbe! Ein Monatslohn auf die Hand wir sollten sofort gehen.

- Und warum, glauben sie? - Ich weiß es nicht.

Ich dachte, ich falle tot um, als der Butler es uns sagte.

- Ach, der Butler sagte es Ihnen? - Ja, Sir.

Wurde er selbst auch entlassen?

Das wissen wir nicht. Er hat nichts gesagt.

Er war ein seltsamer Mann. Hatte sein eigenes Esszimmer.

Wir haben ihn kaum im Diensttrakt gesehen.

Da sind seltsame Dinge vor sich gegangen.

Inwiefern?

Genau weiß ich's nicht, aber da war etwas im Zimmer hinter der grünen Tür.

Keiner von uns durfte rein, nicht einmal zum Putzen. Nur er.

Wissen Sie, wohin Professor Mallinger gefahren ist?

Nein, Sir.

Aber Sam, der Kutscher, hat die beiden heute zum Bahnhof gefahren.

Wir sollten das Haus abschließen und es abends verlassen haben.

- Zu welchem Bahnhof? - Waterloo.

- Sind Sie sicher? - Todsicher, Inspektor.

Den Herrn vergessen wir nicht so schnell.

Machte großes Theater wegen ein paar Gepäckstücken.

Durften nicht in den Gepäckwagen, mussten zu ihm in den Waggon.

Sie meinen Koffer?

Nein, nichts in der Art. Kleine Holzkisten waren das.

Durften die Dinger nicht anfassen.

Aber das Trinkgeld war gut.

- Wissen Sie, wo sie hinfuhren? - Upper Higham.

- Ganz sicher? - Stand auf den Aufklebern.

Upper Higham

Ganz recht.

Danke!

Gibt es schon einen Bericht über die Gerippe, die sie gefunden haben?

Nein, Sir. Ich warte noch darauf.

Ich denke, es ist Zeit, ihn verhaften zu lassen.

Noch nicht, Sir.

Vorher möchte ich alles über Mallinger wissen.

Und über das letzte Opfer, Britewell.

- Ich lasse Ihnen freie Hand. - Danke, Sir.

Ich lasse Sergeant Allan hier, um Nachforschungen durchzuführen.

Und Sie?

Mit Ihrer Erlaubnis fahre ich sofort nach Upper Higham.

Ich nehme meine Tochter mit, als seien wir auf Angelurlaub.

Ist das klug?

Wenn Ihre Vermutung stimmt, ist die Sache nicht ungefährlich.

- Sie tragen die Verantwortung. - Ich werde sie übernehmen.

- Na, dann viel Glück. - Danke, Sir.

Und machen Sie nicht zu viele Spesen!

Was soll ich hier machen?

Du brauchst gar nichts tun, genieß die Zeit. Wir sind auf Urlaub.

Vergiss nicht, niemand darf wissen, dass ich Polizist bin.

Ich bin Bankdirektor aus Kingston und du meine Tochter, Miss Thompson.

Das Land hier ist wundervoll, nicht wahr?

Ja, sehr schön.

Wir müssten bald da sein.

- Hast du Hunger? - Mhm!

Guten Tag.

Guten Tag, Miss.

Wie heißen Sie?

Clem Willis, Miss.

Wo wohnen Sie, Clem?

In der Hütte am Fluss, Miss. Unter der Woche.

Mit Ihrer Familie?

Nein. Sie leben im Dorf.

Ich sehe sie am Wochenende, wenn ich hier fertig bin.

Ich verstehe.

Schönen Tag, Clem.

Danke, Miss.

Sieh nur, Meg. Wir sind da.

Danke schön.

Danke, mein Freund!

Gern geschehen, Sir!

- Guten Tag! - Mr. Thompson?

Ja, und das ist meine Tochter Meg.

Bitte, treten Sie doch ein.

Wir haben Gepäck, wenn Sie so nett wären.

Ich kümmere mich darum.

Ich sagte, du sollst nicht reinkommen!

- Was willst du? - Das weißt du sehr gut.

Du musst Geduld haben!

Was wollen wir an diesem furchtbaren Ort?

Du weißt genau, warum wir Clare Haus verlassen mussten.

Dieser Quennell ist gefährlich. Er hatte einen Verdacht.

Wir müssen vielleicht auch von hier verschwinden.

- Wie lange muss ich noch warten? - Nicht lang.

Aber du musst mich in Ruhe arbeiten lassen!

Jetzt geh hinaus!

Und...

...bleib im Haus! Geh nicht raus!

Ach, guten Abend, Mr. Thompson.

Ich hoffe, Ihre Zimmer gefallen Ihnen.

Ja, sehr. Vielen Dank.

Diese Hechte sind ja Prachtkerle!

Gibt es hier noch welche von dieser Größe?

Sicherlich, aber die sind zu schlau, um sich fangen zu lassen.

Den Großen hat man vor fünf Jahren gefangen.

Aber vielleicht haben Sie Glück. - Ein wunderbarer Fang.

Darf ich fragen, ob die junge Dame zur selben Zeit frühstückt wie Sie?

Wir packen einen Picknickkorb für die Angler.

Die meisten wollen keine Zeit mit Mittagessen vergeuden.

Sagen sie mir einfach Bescheid, ich kümmere mich.

Sehr freundlich, haben Sie denn viel zu tun?

Nein, es ist noch zu früh in der Saison.

Es sind nur zwei andere Gäste hier.

Mr. Warrender und sein Sohn aus Birmingham.

Sie kommen zum zweiten Mal.

In fünf Minuten gibt es Essen. Wünschen Sie noch etwas?

Vielleicht ein Glas Madeira. Nicht zu süß.

- Ich mache einen guten Madeira. - Danke!

- Ach, Herr Wirt... - Ja?

Ein alter Freund von mir wohnte in der Nähe. Professor Mallinger.

Kennen Sie ihn zufällig?

Ich kenne die Meisten, die hier wohnen, aber Mallinger?

Nein.

- Nein, wüsste ich nicht. - Danke.

- Guten Abend! - Guten Abend!

- Mr. Warrender? - Richtig.

Mein Name ist Thompson. - Freut mich.

Der Wirt sagte, Sie waren schon einmal hier.

- Ich hoffe oft wiederzukommen. - Der Fisch ist gut?

Ja, das auch, aber es gefällt mir hier!

Hier fühlt man sich wohl.

Und der Weinkeller ist sehr bemerkenswert!

Mr. Thompson, Ihr Madeira!

- Trinken Sie einen mit? - Ja, sehr gern!

- Geben Sie uns zwei, bitte. - Natürlich. Sofort.

- Bitte sehr. - Danke!

- Auf Ihr Wohl, Mr. Warrender. - Danke. Auf das Ihre.

Das sind die größten Hechte, die ich je gesehen habe.

Die? Sie werden doch auf die nicht reinfallen.

Das sind Fälschungen.

Fälschungen?

Sehen Sie genau hin.

Aber, was soll denn der Unsinn?

Sie bringen Gäste. Alle hoffen, dasselbe Glück zu haben

Das ist ihnen bei mir gelungen.

Haben Sie vor lange zu bleiben?

Ich habe einen Monat Urlaub von der Bank.

Eine Bank, ja? Ich bin im Baugewerbe tätig.

Warrender und Edgecomb.

Wir sind daheim nicht unbekannt.

Meg!

Das ist Mr. Warrender. Meine Tochter.

- Guten Tag. - Es ist mir ein Vergnügen.

- Gehen Sie gern angeln? - Ich selbst angle nicht.

Aber ich sehe gern meinem Vater zu.

Wenn nur mein Sohn so wäre.

Den interessieren nur Fliegen, Schmetterlinge und Motten.

Trotzdem ein guter Junge.

Studiert an der Universität.

Ah, da ist er ja! William, wir haben Gesellschaft.

Das sind Mr. Thompson und seine bezaubernde Tochter.

Freut mich sehr.

Ihr Vater erzählte uns, dass Sie Entymologe sind.

Wirklich? So hat mein Vater das sicher nicht ausgedrückt.

Zu Hause nennt man mich Billy, den Fliegenfänger.

Es ist mein Hobby. Ich studiere an der Universität.

- Tatsächlich? - Ja, in Oxford.

- Das Essen ist serviert. - Gut, danke.

- Meg, magst du uns auftun? - Ja, natürlich, Vater.

Hier bitte.

Suppe?

Danke!

Oh, das ist wieder ein großer!

Darf ich ihn haben?

Hallo, schon etwas gefangen?!

Nein, nicht viel.

Liegt wohl am Wetter.

Der Junge hat offenbar mehr Glück.

Anscheinend.

Wenn du nichts dagegen hast, gehe ich Blaubeeren pflücken.

Bis später.

Vielleicht treffen Sie William. Er fängt Schmetterlinge.

Das würde mich freuen.

- Tschüss - Wiedersehen!

- Wollen Sie nicht angeln? - Nein, heute nicht. Ich sehe Ihnen zu

- Was benutzen Sie? - Maden.

Vielleicht benutzen Sie den falschen Köder.

Und auch die falsche Rute.

- Hallo, Meg! - Oh, guten Tag!

Haben Sie ein Pfauenauge gesehen?

- Ein Pfauenauge? - Ein Schmetterling.

Oh, einer mit rotblauen Flügeln?

Ja, genau. Wo ist er hin?

Ist es der hier?

Ja.

Wie haben Sie den erwischt?

Habe ich nicht, er hat sich auf mich gesetzt.

Oh, sehr gut! Setzen Sie ihn schnell hier rein.

Da rein? Wozu ist das?

Das ist ein Tötungsglas. Cyanid.

- Auf keinen Fall! - Wieso nicht?

- Ich mag Schmetterlinge. - Ich auch!

Ich möchte den für meine Sammlung

Ich finde sie fliegend schöner.

In einer Sammlung können Sie nicht fliegen. Geben Sie ihn mir!

Warum haben Sie das getan?

So können Sie ihn nicht töten!

Frauen.

Meg, schnell! Dort an dem Baum!

Kommen Sie schon!

Vorsicht, Meg!

Was haben Sie da drin?

Eine Motte. Ich glaube, einen Totenkopf.

Hey!

Was machen Sie hier Das ist Privatbesitz!

- Mr. Miles hatte mir erlaubt... - Bitte gehen Sie!

Sofort.

Schon der zweite, der mir heute entgeht!

Wer war sie?

Ich weiß nicht. Ich hab sie nie zuvor gesehen

- Sehen Sie! Noch einer!! - Lassen Sie ihn!

Ich sagte, du sollst nicht reinkommen!

Wann wird er bereit sein?

Ich weiß nicht. Zwei Wochen, drei Wochen. Ich weiß es nicht.

Das hast du schon mal gesagt.

Ich habe getan, was ich konnte!

Etwas ist nicht in Ordnung, oder?

Anscheinend. Die Galvanik bewirkt nichts. Er braucht Nahrung.

Blut.

Ja, Blut.

Menschenblut.

Blut von einer jungen Frau?

Das wäre am besten!

Guten Morgen!

Haben sie nicht gestern Schmetterlinge im Park gefangen?

Das war nicht ich, sondern der junge Mann, William.

Ich bin froh, dass wir uns treffen.

Ich wollte mich für meine Unhöflichkeit entschuldigen.

Ich kann es nicht ertragen, wenn diese schönen Dinger getötet werden.

Nein, ich auch nicht. Ich hab einen wegfliegen lassen.

Also wollen wir Freundinnen sein?

Ich habe Sie noch nie gesehen. Wohnen Sie in der Gegend?

Nein, ich bin nicht aus der Gegend.

Ich bin mit meinem Vater auf Urlaub. Wir sind aus London.

London?

Dann müssen Sie sich hier schrecklich langweilen.

Oh, nein, auf dem Land ist es schön.

- Wohin gehen Sie? - Ich gehe nur spazieren.

Ich fahre etwas durch die Gegend.

Wollen Sie nicht aufsteigen? Dann fahren wir zusammen.

Das ist genug.

Wir müssen aufhören.

Meg?

Meg!

Meg!

Wenn ich das Zeichen gebe

werden Sie aufwachen.

Haben Sie verstanden?

Ich habe verstanden.

Und Sie kommen zurück

um dieselbe Zeit, durch den selben Eingang. Morgen.

Haben Sie verstanden?

Ich habe verstanden.

Und wenn Sie erwachen, werden Sie nicht mehr wissen, was geschehen ist.

Haben Sie verstanden?

Ich habe verstanden.

Und Sie werden gehorchen.

Ich werde gehorchen.

Meg!

Wo warst du? Ich war schon in Sorge!

- Nur spazieren. - William kam schon vor Stunden zurück!

Ich war nicht mit ihm zusammen.

Du sollst nicht allein ausgehen.

Du bist so blass.

- Fehlt dir etwas? - Nein, es fehlt mir nichts!

Wenn du erlaubst, würde ich jetzt gern zu Bett gehen.

- Ohne Abendessen? - Nein, ich habe keinen Hunger.

Meg, bist du wirklich gesund?

Ja, wirklich, es geht mir gut. Nur etwas Kopfweh.

Also gut.

- Ich hoffe dir geht's morgen besser. - Gute Nacht, Vater.

Gute Nacht, Meg.

- Clem. - Clare!

Ich konnte nicht früher kommen.

Nein. Gehen wir lieber woanders hin.

Ich mag keine Feuer.

Clare!

Clare!

Clare!

Es war Glück, dass ich ihn nochmal fangen konnte.

Ich finde sie dennoch viel hübscher, wenn sie fliegen.

Sie wissen wohl nicht, wie selten man die in England findet

Sie stammen zwar aus Europa, leben aber weiter südlich

Es kommt oft vor, dass sie in Obstkisten hergelangen.

Der Totenkopf ist wirklich schön zu erkennen. Herrlich!

Was sagen Sie, William?

Das ist die Motte, die ich heute morgen fing. Acherontia Atropus

Sie heißt auch die „Totenkopfmotte“, weil ihrer Zeichnung auf dem Rücken.

- Möchten Sie mal sehen? - Ja, bitte.

Bitte berühren Sie nicht die Flügel!

Sie sind mit feinen, kleinen Schuppen bedeckt.

Daher der Name Lepidoptera: „Geschuppte Flügel.“

Haben Sie eine stärkere Lupe, um sie deutlicher zu sehen?

- Die Schuppen? - Ja.

Ich zeigen sie Ihnen unter dem Mikroskop.

Ich müsste sie auf einem Objektträger haben.

- Darf ich auch sehen, Vater? - Ja, gewiss.

Ja, das ist es.

- Möchten Sie durchsehen? - Danke.

Faszinierend

Danke, William.

- Ein interessantes Hobby! - Ja.

Möchtest Sie auch mal, Meg?

- Aber ich kann gar nichts sehen! - Sie haben es aus dem Licht genommen

So. Bitte

Aber vorsichtig.

Herr Wirt?

- Ja, Sir? - Wo ist das nächste Telegrafenamt?

Es gibt eine Post im Dorf, der Stallbursche kann für Sie hingehen.

Danke, das mache ich lieber selbst.

- Sehr schön. - Ja.

Aber Sie sollten sie trotzdem nicht töten.

Du konntest es nicht abwarten!

Ich war es, der dich erschaffen hat!

Und wie dankst du mir dafür? Mit Grauen, Tod und Zerstörung!

Und ich war so wahnsinnig, einen weiteren zu erschaffen.

Du meinst, er ist fertig?

Ja.

In ein paar Tagen wäre er geschlüpft!

Du hättest den Gefährten bekommen, den du wolltest!

Ein Männchen deiner Gattung!

Aber nun erkenne ich, was ihr wirklich seid!

Ich werde euch beide vernichten.

- Hallo, ihr beiden. - Hallo, Mr. Warrender.

- Na, und beißen sie? - Heute läuft es gut.

Wo ist Ihr Vater, Meg? Ist er nicht mitgekommen?

Er wollte ins Dorf, um jemanden zu treffen.

Ach, Pech. Er versäumt etwas!

Und was habt ihr vor?

- Wir machen nur einen Spaziergang. - Kommt nicht zu spät.

Nein, natürlich nicht.

William. Komm, hilf mir! Die Schnur hat sich verhakt!

Hier, Junge. Halt die Rute.

Pass auf! Nicht, dass sie reißt!

Ich hab es.

William! Gib mir den Haken!

Guten Abend, Sir.

Guten Abend, Sergeant! Das ging ja rasch!

Ich habe das Telegramm sofort weggebracht.

Es klang wichtig.

- Möchten Sie einen Tee? - Ich bin so frei.

- Das habe ich mir gedacht. - Ich bringe Ihnen die Berichte.

Gut, danke.

Rufen Sie den Wirt, wegen des Tees. - Ja, gern.

Herr Wirt!

Es scheint niemand da zu sein.

Sehen wir uns das mal an, während wir warten.

Natürlich.

Das ist der Tote, den Sie im Keller von Clare Haus...

Ja, das war der Butler, er war mir bekannt.

- Er sagte noch „Totenkopf“. - Britewell, Sir, ja.

Danke.

Frederick John Britewell, 27, Brite, keine Adresse. Kam eben aus Afrika

Studierte zuvor in Oxford. Anerkannter Zoologe. M.K.E.G.

- Wir haben eine Spur, Allan. - M.K.E.G.?

Die Königliche Entymologische Gesellschaft.

Jemand, der Insekten erforscht.

Carl Oscar Mallinger. Alter unbekannt.

Vermutlich geboren in Wien, Doktor der Biochemie Universität Wien.

Ebenfalls Entymologische Gesellschaft. Nahm unsere Staatsbürgerschaft an.

Erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Forschungen.

Großer Gott!

Seine Forschungen in Entymologie.

Und Doktorarbeit über den Fortpflanzungs- prozess der Arthropoda Lepidoptera.

Ich habe die Verbindung!

- Dank Billy, dem Fliegenfänger! - Billy wer, Sir?

Ein Student, der hier wohnt. Sie wissen noch, was das ist?

Ja. Die fanden wir in der Heide.

Das sind Schuppen eines riesigen fliegenden Insekts.

- Eine Motte. - Motte?

- Sie wollen mich verulken? Nein, bestimmt nicht.

Der junge Mann, von dem ich sprach. - Der Fliegenfänger?

Er sammelt Schmetterlinge und Motten.

Er zeigte mir Schuppen einer Totenkopfmotte unterm Mikroskop.

Sie sind identisch. Aber hundert Mal größer als es normal wäre.

Ich glaube, dass Professor Mallinger versehentlich oder absichtlich

eine große Totenkopfmotte geschaffen hat, die von Menschenfleisch lebt.

Eine fleischfressende Motte.

- Die hielt er dort versteckt? - Es muss so sein. In seinem Labor.

- Und das Mädchen? - Welches?

- Seine Tochter? - Sie muss davon gewusst haben!

Ah, Sergeant!

- Herr Wirt, wir hätten gern Tee, bitte. - Einen Moment, Mr. Thompson.

Sie kommen schneller, als ich erwartet habe. Er ist dort drin.

Aber ich denke, Mr. Warrender hat Sie gerufen.

Sergeant, es gab einen Unfall. Man fand einen Mann ertrunken im Fluss.

Das heißt, ob es ein Unfall war, müssen Sie selbst beurteilen. Hier lang.

Sehen Sie besser nach.

- Sind Sie noch inkognito? - Ja.

Sind natürlich immer unschön, solche Dinge.

Was ist denn los?

Sie warten hier, Sir.

- Das ging aber schnell. - Das sollten Sie sich ansehen.

Warum?

Er ist nicht ertrunken, es ist noch einer.

- Wie meinen Sie das? - Schauen Sie seine Wunden an.

Meinen Sie Mr. Thompson sollte das sehen?

Das ist Inspektor Quennell von der Polizei.

Inspektor? Ich denke, er arbeitet in einer Bank!

Er ist inkognito. Es geht um einen wichtigen Fall.

- Die Art der Wunden kam mir bekannt vor. Dieselben wie bei den anderen.

Kennen Sie ihn?

Das ist der junge Clem. Er war der Hilfsgärtner vom alten Haus.

- Wann ist er gefunden worden? - Das war kurz, nachdem Sie gingen.

Mister Warrender war angeln, mit Ihrer Tochter und Mister William.

- Die beiden sahen es auch? - Das nehme ich an, Inspektor.

Wo sind sie jetzt?

Ich glaube, beim alten Haus. Mister Miles' Haus.

Mister William schaut sich oft seine Schmetterlinge an.

Er ist ein gebildeter Herr. - Wie weit ist das Haus?

- Zwei Meilen. - Ist Ihr Wagen fahrbereit?

- Ja. - Wir müssen sofort dorthin.

- Haben Sie eine Waffe?

- Ja. Halten Sie die Kammer verschlossen! - Ja, Sir.

- Ist der Kutscher zuverlässig? - Ich hoffe.

Miles und Professor Mallinger sind dieselbe Person?

Ich bin mir sicher!

Es tut mir leid. Mein Vater kann Sie nicht empfangen.

Nicht so schlimm. Es war nicht so wichtig. Gute Nacht.

Warten Sie!

Was wollten Sie denn?

Es ist eigentlich nichts.

Ich wollte sichergehen, dass ich nicht falsch liege.

Ich glaube, es ist ein Totenkopf.

Allerdings.

- Sie kennen sich mit Schwärmern aus? - Ja.

Erstaunlich. Also vielen Dank.

Waren Sie das?

Ja. Sie ist für meine Sammlung. Herrlich, nicht wahr?

Ich werde Sie zum Tor bringen.

Nein, danke, ist schon gut. Ich finde mich im Dunkeln zurecht.

Nicht so gut wie ich.

Meg! Helfen Sie mir!

- Kommen Sie zurecht? - Ja! Löschen Sie!

- Was ist passiert? - Sie ist ohnmächtig. Helfen sie mir.

Das Feuer ist aus, Sir.

- Geht es ihr gut? - Ja, ihr geht's gut.

Sie warten hier! Eine Laterne!

Hier drüben, Allan!

Mein Gott.

Nicht! Sie treffen den Jungen! Darüber halten!

- Nichts geschehen, William? - Es geht mir gut.

Sicher?

Sie treffen sie nie, Allan!

Geben Sie mir die Laterne!

Was sagen wir Scotland Yard? Das werden die uns nicht glauben.

Das wird uns niemand glauben, Allan.

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