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Original subtitles

Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit den tagesthemen.

Diese Sendung wurde vom NDR live untertitelt (12.07.2018)

Heute im Studio: Pinar Atalay

Guten Abend!

Das war weniger ein NATO-Gipfel, eher ein Trump-Gipfel.

Der US-Präsident bestimmte das Treffen des Militärbündnisses

in Brüssel und wirbelte es durcheinander.

Platzen ließ er es nicht,

aber es platzte der ein oder andere Kragen.

Trump ließ die 28 Bündnispartner mit seinen Forderungen

nach mehr Geld für die Verteidigung allein.

Zuvor hatte er offenbar als stärkstes NATO-Mitglied

mit einem Rückzug gedroht haben.

Das Treffen wurde für eine Krisensitzung unterbrochen.

Am Ende war für Trump alles wieder gut.

28 Staats- und Regierungschefs müssen jetzt schauen,

wie sie mit dem trumpschen Umkrempeln des Gewohnten umgehen.

Vor allem Deutschland.

Er hat den Hammer - doch er gibt den Ton an:

Stoltenberg ist NATO-Generalsekretär, Trump dominiert den Gipfel-Ablauf.

Schon vor der Sitzung hatte er seinem Ärger Luft gemacht.

Wieder das Thema Militärausgaben.

Wieder der Vorwurf, die USA würden unfair behandelt.

Trump erzwingt eine Sondersitzung. der Generalsekretär sagt später:

Wir haben gespürt, dass wir mehr Zeit brauchen

für die Diskussion über die Lastenverteilung.

Die hatten wir.

So müssen andere warten.

Danach der Auftritt des selbsternannten Machers.

Dank ihm sei die NATO wieder eine gut geölte Maschine.

Sie haben ihre Zusagen gesteigert und jetzt sind wir glücklich

und haben eine starke NATO - stärker als vor zwei Tagen.

Das Thema schien abgehakt.

Gestern hatten die NATO-Staaten ihr Ziel für die Ausgaben bekräftigt:

Hin zu 2 % der Wirtschaftsleistung eines Landes bis 2024.

Geht Trump das nicht schnell genug?

Meldungen von einem Ultimatum machen die Runde.

Sonst mache er "sein eigenes Ding", habe er gesagt.

Von den anderen Staaten nur das:

Trump hat nie damit gedroht, aus der NATO auszusteigen.

Ich kann nur das Ergebnis zusammenfassen:

Klares Bekenntnis aller zur NATO und eine Bereitschaft aller,

wegen veränderter Sicherheitslagen den eigenen Beitrag zu leisten.

Und Deutschlands Beitrag?

Die Ausgaben für Ausrüstung und Soldaten steigen wieder.

Die Bundesregierung peilt 1,5 % bis 2024 an.

Das wäre unter dem NATO-Ziel.

Muss darüber in Berlin diskutiert werden?

Angesichts der Diskussion auch europäischer Verbündeter hier

müssen wir immer wieder fragen: Was können wir noch mehr tun?

Thomas Kleine-Brockhoff vom German Marshall Fund sagt,

Trump hatte eine Botschaft:

Europa könne nicht ohne NATO, die USA eher.

Er möchte klar gemacht sehen, dass die Europäer mehr tun müssen.

Dass Amerika nicht drei Viertel der Verteidigungslasten übernimmt.

Das dürfte nach diesem Gipfel allen klar geworden sein.

Zwei Tage NATO-Gipfel, zwei Tage Trump-Gipfel.

Am Montag trifft er Putin.

Der sei nicht sein Feind, lässt Trump wissen, sondern ein Konkurrent.

In Berlin begrüße ich

Verteidigungsministerin von der Leyen.

Guten Abend. Guten Abend.

Trump sagt, die NATO sei jetzt stärker als noch vor zwei Tagen.

Sehen Sie das auch so?

Es war vor drei Jahren die Sicherheitslage, die zeigte:

Wir müssen wieder mehr investieren in unsere Sicherheit.

Das war damals Russlands Beginn des hybriden Krieges in der Ostukraine.

Der IS, der Syrien und den Irak in Brand setzte.

Und die Destabilisierung afrikanischer Länder.

Das war 2013 und 2014.

Damals haben wir mit Präsident Obama beschlossen,

wieder mehr zu investieren in unsere Sicherheit.

Ist die NATO stärker?

Der US-Präsident soll gedroht haben, aus der NATO auszutreten,

um sein Ziel zu erreichen.

Er kommt damit wohl bei den Bündnispartnern durch.

Die NATO wurde seit 2014 stärker und hat modernisiert.

Ich kann das an der Bundeswehr sehen.

Die kam aus einer Zeit von 25 Jahren des Kürzens.

Das hat Spuren hinterlassen.

Wir haben 2015 die Trendwenden eingeleitet,

haben Lücken gefüllt und modernisieren auch.

Das Ergebnis des Gipfels ist ein rundes Paket,

das 29 Staats- und Regierungschefs unterschrieben haben.

Das ist eine stolze Bilanz.

Man kann nicht von einem normalen Gipfel sprechen.

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ein US-Präsident

von Deutschland mehr Geld für die NATO verlangt.

Trump fordert es aber ohne Rücksicht auf Verluste

und hat Erfolg damit - Sie stehen unter Druck.

Ich hab dieses Paket erlebt, da war viel Vorarbeit drin.

Auf zweiter Ebene war eine intensive Diskussion.

Ich bin froh, dass wir diese geführt haben.

Wir haben dort 28 weitere Staats- und Regierungschefs gesehen.

Viele Europäer, die deutlich machten,

warum sie es richtig finden, in das Bündnis zu investieren.

Nicht nur für unsere Sicherheit, sondern weil es um Werte geht:

Um unsere Demokratien, Menschenrechte, den Rechtsstaat.

Es war beeindruckend, zu sehen,

mit welcher Kraft wir das Bekenntnis zur NATO zeigten.

Ein erfolgreicher Gipfel.

Ich habe mich gefreut, dass wir die Diskussion

von Angesicht zu Angesicht geführt haben.

Sie müssten sich als Verteidigungsministerin

freuen über mehr Geld.

Warum sagen Sie Kanzlerin Merkel nicht:

"Lass uns das Ziel schneller erreichen,

das hilft auch der Bundeswehr."

Wir haben einen guten Plan in der Bundeswehr ausgearbeitet.

Wir müssen einen Aufholprozess leisten -

gemeinsam mit dem Parlament.

Wenn die Bundeswehr z.B. wachsen soll, was sie tut:

Dann müssen Männer und Frauen ausgebildet werden.

Das bedeutet Investition, das braucht Zeit.

Wenn sie neues Gerät brauchen, braucht das Zeit.

Kasernen, die modernisiert werden, Digitalisierung -

das braucht Investition.

Es ist wichtig, dass jährlich der Haushalt steigt.

Aber man kann es nicht übers Knie brechen.

Man muss das mit Bedacht auf den Weg bringen.

Könnten Sie nicht sagen, wir nehmen mehr?

Sie denken auch über eine europäische Armee nach.

Wollen Sie die jetzt angesichts des Partners USA mehr denn je?

Wir haben letzten Dezember die europäische Verteidigungsunion

aus der Taufe gehoben.

Mit dem Verteidigungsfonds, der jetzt verabschiedet wurde.

Uns ist klar:

Es gibt Themen für die NATO, wie die kollektive Verteidigung

und es gibt Themen, da ist Europa gefragt.

Z.B. die Stabilisierung von Ländern in Afrika.

Da sind wir als Europäer gefragt.

Mit der Verteidigung, aber auch mit Diplomatie.

Es hängt davon ab, wie wir uns einsetzen,

wie die Entwicklung Afrikas ist, wie die Zukunft Europas sein wird.

Die europäische Verteidigungsunion hat mit Kraft begonnen.

Sie ist komplementär zur NATO.

Es ist der richtige Weg, den wir gemeinsam gehen sollten.

Vielen Dank. Ich danke Ihnen.

Das Gespräch haben wir aufgezeichnet.

Donald Trump und der Zustand der NATO.

Ein Kommentar von Bettina Scharkus vom WDR.

Es gibt Generäle in der NATO,

die freuen sich über diesen chaotischen Gipfel:

"Endlich tritt mal jemand diesen naiven,

friedensbewegten Westeuropäern in den Allerwärtesten."

Nun wird aufgerüstet, investiert in Panzer und Soldaten.

Fregatten sollen wieder fahren, Kampfhubschrauber wieder fliegen,

dank Trump.

Der US-Präsident erpresst von den Verbündeten mehr Geld,

verpasst der Rüstungsindustrie damit eine Vitaminkur.

Doch Vorsicht:

Diese Trump-Show führt das weltgrößte Militärbündnis in eine Krise.

Militärische Abschreckung braucht Geschlossenheit –

nur dann nimmt der Gegner die NATO ernst.

Wenn Trump mit fragwürdigen Zahlen hantiert

und Bündnismitglieder bloßstellt, dann schwächt er die NATO.

Indem er in Wildwest-Manier indirekt mit Austritt droht,

ramponiert er das Ansehen der NATO in der Welt.

Die verbalen Geschütze des US-Präsidenten

haben Merkel und Co. vor den Kopf gestoßen.

Sie haben eine Allianz geschwächt, die Europas Sicherheit garantiert.

Trump spaltet – was er nicht sieht oder sehen will:

Eine zerstrittene NATO ist politisch am Ende.

Putin dürfte sich die Hände reiben.

Es kommentierte Bettina Scharkus.

Donald Trump reiste nach dem Gipfel nach Großbritannien.

Dort wurde er von Premier May zu einem Dinner empfangen.

Vor seiner Ankunft hatte er Zweifel am Brexit-Kurs der Briten geäußert.

Premier May legte heute in London ihren Plan zum EU-Ausstieg vor.

Mehr dazu in den Nachrichten.

Premierministerin May will Großbritannien

in eine Freihandelszone mit der EU führen.

Gelten soll das für Waren.

Für den Finanzdienstleistungssektor sind andere Regeln vorgesehen.

Brexit-Minister Raab stellte den Plan vor.

Abgeordnete störten die Ausführungen Raabs

mit Zwischenrufen, die Sitzung wurde unterbrochen.

Beim Treffen in Innsbruck vereinbarten die EU-Innenminister,

den Schutz der Außengrenzen voranzutreiben.

Innenminister Seehofer lotete die Möglichkeiten

für bilaterale Abkommen zur Rückführung von Flüchtlingen aus.

Sie sind zentraler Bestandteil des Asylkompromisses der GroKo.

Dabei geht es um Flüchtlinge,

die in einem anderen EU-Land registriert wurden.

Seehofer erklärte, bis August werde es Klarheit darüber geben.

Der frühere katalanische Regionalpräsident Puigdemont

kann von Deutschland an Spanien ausgeliefert werden.

Das OLG in Schleswig gab grünes Licht.

Das Gericht erkannte nur den Vorwurf der Veruntreuung öffentlicher Gelder

und nicht den der Rebellion an.

Puigdemonts Anwälte kündigten Einspruch

gegen eine Auslieferung beim BVerfG an.

Unklar ist, ob Madrid auf eine Auslieferung verzichtet.

Trotz diverser Skandale und Affären

stiegen die Vorstandsgehälter börsennotierter Unternehmen.

Das ist das Ergebnis einer Studie

der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

Markus Gürne aus der Frankfurter Börse:

Vorstände börsennotierter Unternehmen haben 2017 noch mal mehr verdient.

Das ist umso bemerkenswerter,

als die Probleme v.a. bei Auto-Herstellern größer wurden.

Aber deren Chefs verdienen gut:

Damit stiegen die Gehälter weiter.

In den Vorstands-Etagen legten sie im Schnitt um 4,5 % zu.

Aber in der Versicherungsbranche oder bei der Deutschen Börse

sanken die Bezüge.

Ein schwacher Trost für die Mitarbeiter,

denn die Studie zeigt:

Vorstände verdienen im Schnitt 52-mal so viel

wie ein durchschnittlicher Mitarbeiter.

Der Blick auf die Börsendaten:

Das Tagebuch ist eine treue Freundin.

Eine, der man alles sagen kann.

Deren Geheimnisse sollen anderen verschlossen bleiben.

In Zeiten der sozialen Netzwerke

öffnen sich junge Leute eher der digitalen Welt.

So verschlossen das Tagebuch,

so fremd die Kommunikation des eigenen Kindes im Netz.

Doch was passiert, wenn ein Kind verstirbt?

Haben die Eltern ein Anrecht darauf,

in die digitalen Konten ihres Kindes zu blicken?

Bei einem Tagebuch ist dies möglich.

Facebook hatte Eltern den Zugang zum Account der Tochter verweigert.

Der BGH entschied heute in einem Grundsatzurteil:

Zu Unrecht.

Private Briefe, handgeschrieben, intim, vertraulich,

werden selbstverständlich vererbt - so das Gesetz.

Diese Regeln stammen weitgehend aus dem 19. Jh.

Längst haben wir eine moderne Massenkommunikation.

Daten liegen nicht mehr auf dem Heim-PC,

sondern auf Servern von Unternehmen wie Facebook.

Ist das Erbrecht da noch passend?

Was ist mit Persönlichkeitsrechten der Chatpartner?

Für Facebook ein Grund, Konten Verstorbener

in den Gedenkstatus zu versetzen, sodass niemand Zugang hat.

Die Richter aus Karlsruhe aber sehen keinen Gegensatz

zwischen digitaler und analoger Welt.

Für sie steht fest:

Verträge mit sozialen Netzwerken werden vererbt.

Nach der gesetzgeberischen Wertung gehen Rechtspositionen

mit höchstpersönlichen Inhalten auf die Erben über.

Analoge Dokumente wie Tagebücher werden ohne weiteres vererbt.

Es besteht aus erbrechtlicher Sicht kein Grund,

digitale Inhalte anders zu behandeln.

Damit geben die Richter der klagenden Mutter Recht.

2012 war ihre Tochter (15) von einer U-Bahn erfasst worden.

Die Mutter will Klarheit: War es Suizid?

Sie verlangt Zugriff auf das Facebook–Konto ihrer Tochter.

Nun erhält sie ihn.

Meine Mandantin ist erleichtert.

Es war ein langer Weg, einige Jahre, durch drei Instanzen.

Sie hofft jetzt, dass es zügig zu einer Abwicklung kommt,

dass sie zügig Zugriff nehmen kann.

Wer selbst bestimmen will, welche Daten an wen vererbt werden,

muss das testamentarisch festlegen, beim Notar oder handschriftlich.

Oder sich an die Anbieter wenden und z.B. die Kontolöschung vereinbaren,

weiß Experte Dennis Horn.

Solange das nicht einheitlich geregelt ist,

muss sich jeder Einzelne um diese Daten kümmern.

Das Urteil aus Karlsruhe:

Eine Gleichstellung der analogen und digitalen Welt.

Auch für Messenger-Dienste oder E-Mail-Konten dürfte es gelten.

Den Weißen gehört das Land, die Schwarzen arbeiten.

Lange war das auch in Südafrika so.

Die Apartheid teilte Südafrika auf.

In bessere Gegenden für Weiße und miese Siedlungen für Schwarze.

Seit 24 Jahren ist das Apartheids-Regime Geschichte.

Doch noch immer gehört weißen Farmern viel Boden.

Nun erwägt die Regierung, diese ohne Entschädigung zu enteignen.

Im Land laufen Diskussionen über diesen Plan.

V.a. Geschäftsleute sind besorgt - nicht nur weiße.

Sie fürchten um die Zukunft der Unternehmen.

Viele Menschen erhoffen sich nun eine bessere Zukunft für sich.

Leute wie Thabiso Mosadi machen sich nun Hoffnung in Südafrika.

Er ist arbeitslos, lebt in einer Blechhütte.

Das Land, auf dem die Hütten dieser Leute stehen,

haben sie illegal besetzt.

Menschen, die Land besitzen, sind in Südafrika meist weiß.

Wir wollen endlich eigenes Land.

Land, das wir bewirtschaften können.

Das Land muss zurückgegeben werden an uns Schwarze.

Wir sind die rechtmäßigen Besitzer.

Dann könnten wir uns selbst versorgen.

Denn Jobs haben wir nicht.

Hunderte sind in die Stadthalle von Ermelo gekommen.

Sie wollen ihre Meinung sagen zu den Plänen der Regierung.

Die will Land an die Armen geben

und dafür Landbesitzer enteignen, ohne sie zu entschädigen.

Die Emotionen kochen hoch bei den Anhörungen,

die jetzt in Südafrika stattfinden.

Wir sind arm. Wir wollen unsere eigenen Farmen!

Und zwar morgen!

Dieses Land rund um Ermelo wurde nicht von uns Weißen gestohlen.

Es steht in diesem Geschichtsbuch.

1846 haben die weißen Siedler das Landnutzungsrecht vom Swasi-König

mit 100 Rindern gekauft.

Großfarmen wie diese könnten an Arme verteilt werden,

wenn die Pläne der Regierung wahrwerden.

Besitzer Lion Du Plessis würde keine Entschädigung bekommen.

Unfair wäre das, sagt er.

Seine Familie lebe seit Generationen hier,

habe hart für den Farmaufbau gearbeitet.

Er sorgt sich um die Zukunft des ganzen Landes.

Ausländische Investoren würden nicht mehr investieren.

In einem Land, wo es keinen Privatbesitz mehr gibt.

Gesicherter Privatbesitz ist die Grundlage

jeder florierenden Wirtschaft.

Du Plessis erinnert sich auch daran:

Das Nachbarland Simbabwe in 2000.

Gewaltsam werden weiße Farmer von ihrem Land vertrieben.

Die Lebensmittelproduktion bricht zusammen,

als die kommerziellen Farmer Simbabwe verlassen.

Das Land gerät in eine Wirtschaftskrise.

Das könnte auch in Südafrika passieren, glaubt Du Plessis.

Wenn die Regierung nicht dafür sorgt,

dass die neuen Landbesitzer die Farmen professionell betreiben.

Oft fehlt das wirtschaftliche Fachwissen.

Es ist kompliziert, eine Farm zu führen.

Wenn wir Land an Arme umverteilen, die nur ein Gemüsefeld hatten:

Dann brauchen wir Mentoren,

die sie in kommerzieller Landwirtschaft ausbilden.

Auch Mosadi hat noch keine große Farm geführt.

Das schreckt ihn nicht ab.

Wir wissen, dass Enteignungen die Wirtschaft destabilisieren könnten.

Aber wichtiger ist, dass wir unser Land zurückbekommen.

Noch sind es nur Gedankenspiele - die ihm und seinem Nachbarn gefallen.

Enteignungen ohne Entschädigungen - ja oder nein?

Im September gibt eine Parlamentskommission

ihre Empfehlung dazu ab.

Keine Funklöcher mehr -

so das Ziel des Mobilfunk-Gipfels, der heute in Berlin stattfand.

Noch einmal Nachrichten.

Das Mobilfunknetz in Deutschland soll schneller ausgebaut

und damit leistungsfähiger werden.

Das ist das Ergebnis des Mobilfunk-Gipfels,

zu dem Bundesverkehrsminister Scheuer eingeladen hatte.

Vertreter von Telekom, Vodafone und Telefonica erklärten,

bis 2020 die Lücken beim Mobilfunkempfang schließen zu wollen.

Die Zahl der Verkehrstoten sank auf den niedrigsten Stand

seit über 60 Jahren.

Das teilte das Statistische Bundesamt mit,

warnte aber vor zu viel Optimismus.

Täglich würden neun Menschen im Verkehr getötet.

2017 starben bei Unfällen in Deutschland 3180 Menschen -

26 weniger als im Vorjahr.

Unter den Verkehrstoten sind 1434 Pkw-Insassen, 382 Radfahrer,

642 Kraftradfahrer und 483 Fußgänger, Busse und Lkw nicht mitgezählt.

Immer mehr Fluggäste wenden sich an die Schlichtungsstelle

für den öffentlichen Personenverkehr:

Um Entschädigungen für Verspätungen oder Flugausfälle zu beantragen.

Seit Jahresbeginn gingen deutlich mehr Anträge ein

als im Vorjahreszeitraum.

In vier von fünf Fällen konnte der Streit beigelegt werden.

Angelique Kerber steht im Endspiel von Wimbledon.

Die Kielerin setzte sich gegen Jelena Ostapenko

mit 6:3 und 6:3 durch.

Im zweiten Halbfinale

unterlag Julia Görges Serena Williams mit 2:6 und 4:6.

Angelique Kerber überglücklich.

Im Halbfinale ließ Kerber Gegnerin Jelena Ostapenko

keine Chance.

Mit nahezu fehlerfreiem Tennis

dominierte die Ex-Weltranglistenerste ihre Gegnerin.

Sie hatte nach einer Stunde und acht Minuten Matchball.

Am Ende gewinnt Kerber mit 6:3 und 6:3

und zieht ins Finale von Wimbledon ein.

Ich weiß, dass ich am Samstag mein bestes Tennis spielen muss.

Mit diesem Fokus gehe ich in das nächste Match.

Im Finale trifft Kerber auf Serena Williams.

Die US-Amerikanerin war zu stark für Julia Görges.

In ihrem ersten Grand Slam Halbfinale fand Görges nie zu ihrem Spiel

und hatte nach einer Stunde und neun Minuten Matchball gegen sich.

Williams triumphiert mit 6:2 und 6:4

und verhindert so ein rein deutsches Damen-Finale.

Es sieht nicht so aus,

aber auf diesem Spielplatz erlebt man seine ersten Abenteuer.

Es gilt, im Sandkasten Burgen zu bauen

und seine Förmchen gegen andere zu verteidigen.

Man reißt sich die Hose an der Rutsche auf.

Fühlt sich auf dem Karussellchen

wie die Großen im Kettenflieger auf der Kirmes.

Erlebte Kinderwelten,

selbst in der Standardausrüstung mit Buddelkasten, Wippe und Rutsche.

Wenn aber die Erwachsenen andere Geräte bauen,

kann die Fantasiewelt der Kinder noch großartiger sein.

Das zeigt eine Ausstellung in der Bonner Kunsthalle.

* Kreischen *

Jauchzen hört man sonst nie vor der Bundekunsthalle.

Die Kinder spielen und erfahren Kunst - hautnah.

Z.B. in diesem Wasserpavillon.

Auch die Spielobjekte auf dem Dach stammen von Künstlern.

Die sind gefragt bei der Gestaltung, seit es Spielplätze gibt.

Um 1900 herum sollten Kinder runter von den Straßen der Industriestädte

und rauf auf Klettergerüste - oft nach Geschlechtern getrennt.

Spielplätze waren umzäunt und betreut.

In den 40ern dann ein Umdenken.

Die Frage, was das Kind braucht, brachte neue Formen hervor.

Eine Idee waren abstrakte Spielskulpturen,

wo sich verschiedene Möglichkeiten vereinen:

Klettern, rutschen, andere Kinder treffen.

Auch neue Materialen wie Polyester und Fiberglas

machten Spielplätze zu Experimentierfeldern.

Beispiele: Der "Lozziwurm"

oder Spielskulpturen des Designers Günter Beltzig.

Die Ausstellung zeigt Elemente,

die auf einer Schnittstelle funktionieren.

Sie sind ästhetisch und interessant, sie versuchen, eine neue Sprache

in die Welt zu setzten und müssen funktionieren.

Hier funktionierte es nicht - in der ersten Großsiedlung West-Berlins.

Die Spielwürfel: so wenig reizvoll wie die Hochhäuser.

Spannender: Abenteuerspielplätze, die v.a. in den 70ern entstanden.

Oft kritisiert als links und antiautoritär.

Heute ist vieles möglich, wenn es in der Norm liegt.

Sicherheitsstandards setzen der Fantasie Grenzen.

Der des Künstlers und dem Spielen der Kinder.

Nun das Wetter, spielend leicht vorgetragen von Karsten Schwanke.

Was bringt uns der Freitag?

Der morgige Tag und das Wochenende werden sommerlich.

Hier sehen wir einen Wolkenwirbel.

Der hat uns viel Regen gebracht.

Der zieht jetzt weiter.

Über der Deutschen Bucht kamen diese hochnebelartigen Wolken.

Die haben sich weiter bewegt.

Richtung Niedersachsen.

Dort werden wir immer mehr von diesen Wolken sehen.

Hier wird es heute Nacht bewölkt sein.

Vereinzelt letzte Schauer im Osten.

Morgen Vormittag im Nordwesten

haben wir es mit dieser Wolkendecke zu tun.

Ansonsten sonnig.

Am Nachmittag und Abend kann es im Saarland

oder in Rheinland-Pfalz einzelne Gewitter geben.

Die Wolken wird es auch am Samstag geben.

Dann aber eher an der Elbe entlang.

Ansonsten viel Sonne.

Einzelne Gewitter im Süden.

Danke, Karsten Schwanke.

Hier folgen Comedy und Satire bei Extra 3 - Das Beste.

Das nachtmagazin meldet sich um 0.15 Uhr.

Wir sehen uns morgen wieder. Tschüss.

Copyright Untertitel: NDR 2018

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