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Augustin sagt, bei dem Wetter sollten wir mehr kalte Sachen servieren.
Aber so eine Suppe macht viel schneller satt, nicht?
Da ist echtes Huhn drin. Völlig frei von Fertigfutter.
Nicht so wie bei euch, Marcos.
Hör mal, Rosa, so schlecht sind die Suppen aus der Fabrik auch nicht.
Ja, Suppen von Flory haben alle die richtigen Zutaten.
Oh ja.
Und sie schmecken genau wie von Muttern.
Aber sie schmecken alle nicht so gut wie deine, Rosa.
Wird langsam richtig heiß.
Was machst du heute Abend um sieben?
Ich bin mit Paula verabredet.
Wahrscheinlich gehen wir erst ins Kino und danach spazieren.
Du brauchst eine richtige Frau und kein Kind.
Ich könnte dir einiges beibringen.
Rosa, wir haben noch andere Gäste zum Bedienen.
Vertrödel dort nicht deine Zeit.
Ich komme ja schon.
Denk an mein Angebot.
Meiner Familie gebe ich nur das beste Essen, das ich bekommen kann.
Darum gebe ich ihnen Flory Suppe.
Denn Flory Suppen haben... mmmmmmh...
... den Geschmack von gutem, saftigem Fleisch.
Flory, Flory, Flory!
- Entschuldige. - Du kommst zu spät.
- Das Abendessen hat später angefangen. - Könnten wir uns bei dir treffen,...
- ... müsste ich hier nicht so idiotisch warten. - Das ist unmöglich, Liebling.
Du weißt, wie mein Vater denkt.
Wenn er von unseren Treffen wüsste, würde er mich umbringen.
Wenn du nicht glücklich bist, sag es.
Ich denke einfach, dass wir niemals heiraten werden.
Du redest nie über mehr Geld verdienen,...
... und das tun die meisten Männer, die heiraten wollen.
Ich muss ernsthaft darüber nachdenken.
Wenn du dich trennen willst, sag es.
Paula...
Ich liebe dich.
Gut, wir werden heiraten.
Sobald ich einen besseren Job in der Fabrik habe.
Ich glaube dir, Marcos.
Was machen wir jetzt? Es ist schon spät und eine U-Bahn gibt's hier nicht.
Keine Sorge, wir nehmen uns ein Taxi.
Da kommt eins.
Taxi! Taxi!
Guten Abend.
Calle Talani 6.
Sie haben wirklich Glück, dass ich um diese Uhrzeit vorbeigefahren bin.
Hey, was wird das?
Ihr sitzt im falschen Taxi.
Na schön, raus mit euch.
- Wieso? Was ist denn? - Das hier ist kein Bordell!
Für Romeo und Julia ist hier kein Platz, also verschwindet aus meinem Taxi!
Niemand zwingt Sie zuzusehen.
Jetzt wollen Sie wohl auch noch streiten, Kumpel?
Hatten Sie noch nie ein Mädchen?
Was sind Sie? Schwul?
Hör zu, ich bin verheiratet.
Kümmern Sie sich um Ihren Scheiß und fahren Sie uns in die Stadt.
Ich will nicht, dass ihr in meinem Taxi rumfummelt.
Bitte, Marcos, lass uns lieber aussteigen.
Los, raus mit euch! Ihr könnt die Nacht woanders verbringen.
Sucht euch ein Bett.
Oder treibt ihr es lieber in der Öffentlichkeit?
Halten Sie bloß Ihr Maul!
Gehen wir! Ich schlage vor, Sie verschrotten Ihr Taxi!
Hey, Moment!
Ihr schuldet mir noch das Fahrgeld.
Denkt ihr etwa, ich fahr euch umsonst spazieren?
Sicher nicht. Sie haben uns nicht da hingefahren, wo wir wollten.
Hör zu, Turteltaube, werd bloß nicht frech!
Soll das heißen, du willst nicht bezahlen?
Nicht einen Cent. Ich lasse mich von Ihnen nicht beschimpfen.
- Sie bekommen gar nichts! - Bezahl ihn, Marcos, und lass uns gehen.
Hör auf die Braut, Freundchen.
Wenn nicht, werde ich dir diese Nacht unvergesslich machen.
Ich hab genug von der Scheiße...
Schwein!
Ich verpass dir die Prügel, die dir dein Vater nie gegeben hat!
Marcos!
Schnell! Verschwinden wir!
Ich hab Angst, Marcos. Vielleicht hast du ihn umgebracht.
- Denkst du, es geht ihm gut? - Mach dir keine Sorgen.
Nur im Film sterben die Menschen so einfach.
Hab ich irgendwelche Kratzer?
Nein.
Bei uns ist gleich der Teufel los, weil ich so spät nach Hause komme.
- Treffen wir uns morgen am Supermarkt? - Nein, an der Bushaltestelle.
Gut, dann gegen sieben.
Ich mach heute Nacht kein Auge zu.
Sei nicht albern, Liebling.
Gute Nacht.
Komm.
Hallo.
- Gehen Sie mit dem Hund? - Genau.
- Wie jede Nacht. - Ich dachte, Sie wären nicht da.
Alle hier sind in den Urlaub gefahren.
Ja, meine Familie auch.
Der Hund und ich sind allein hier.
Warum bleiben Sie hier? Ist doch viel zu heiß.
Ich wollte nicht weg.
Sie verhalten sich immer komisch. Warum?
Ich schätze, so kam ich zur Welt.
Sie wohnen in meiner Nähe und ich habe gehofft, dass wir vielleicht...
... Freunde werden können.
Zigarette?
Danke.
Du siehst ziemlich müde aus.
Harten Tag gehabt?
Nein. Nur etwas nervös heute.
Ich sollte jetzt ins Bett.
- Wir sehen uns. - Na klar.
Hey Marcos, lass mal die Karre stehen. Der Chef will dich sehen.
Mich sehen? Warum?
Keine Ahnung. Vielleicht wirst du befördert.
Marcos, was ist los? Steht was in der Zeitung?
- Nein, kein einziges Wort. - Hast du alles gelesen?
Gut, es steht doch was drin.
Der Mann ist tot. Sein Bild war in der Zeitung.
Das wäre nicht passiert, wenn er dich nicht geschlagen hätte.
Ich konnte einfach nicht anders.
Lass uns woanders hingehen.
Na los, gehen wir.
- Wo gehen wir hin? - In mein Haus.
Nur da können wir in Ruhe reden.
- Und dein Bruder? - Der ist unterwegs.
Er kommt erst übermorgen zurück.
Wir sind zum Reden hergekommen. Hör auf damit. Was ist das?
Plastikbeutel für den Mülleimer.
Die sind für meine Mutter.
Achso.
Ich hab Angst, Marcos.
Aber wovor denn Angst?
Niemand hat uns ins Taxi steigen sehen.
Niemand.
Irgendwann finden sie es raus.
Niemand weiß davon, aber wenn du weiter so ein Gesicht machst,...
... wird es bald jeder wissen.
Mach dir keinen Kopf.
Vertrau mir.
Glaubst du wirklich, dass niemand etwas rausfinden wird?
Bestimmt nicht.
Willst du mal ziehen?
Bereust du den Sex?
Weinst du deswegen?
Ist es etwas anderes?
Bitte sag doch was, Liebling.
Warum sagen wir nicht alles der Polizei?
Was sagen?
- Was da drin passiert ist? - Du weißt, was ich meine, Marcos.
Mach keine Witze. Marcos, lass uns zur Polizei gehen.
Wir haben beschlossen, dass ich mich darum kümmere, weißt du noch?
Ja, aber...
... nachdem das war,...
... sollten wir gemeinsam hingehen.
Niemand wird zur Polizei gehen.
Aber wir sollten sagen, was passiert ist.
Dass er uns beide geschlagen hat.
Die würden uns kein Wort glauben. Und deine Familie?
Die wissen nicht einmal, dass wir zusammen sind.
Aber wir sollten die Wahrheit sagen.
Schließlich werden wir heiraten, nicht wahr?
Natürlich werden wir das.
- Dann gehen wir zur Polizei. - Benimm dich nicht idiotisch.
Wenn wir zur Polizei gehen, ruinieren wir alles.
Weißt du, wie spät es ist? Schon fast zehn.
Du musst nach Hause.
Du wirst sehen. Morgen denkst du ganz anders.
Morgen denke ich genauso.
Ich doch auch. Ich will nicht eingesperrt werden.
Dann gehe ich allein zur Polizei.
Was ist denn los mit dir? Du benimmst dich wie ein Baby!
Weil du mich wie ein Kind behandelst.
Hör mal, Paula.
Es ist spät, aber lass uns wieder ins Haus gehen. Wir müssen uns einig werden.
Na komm.
Du kannst sagen, was du willst, aber meine Meinung ändere ich nicht.
Hör dir wenigstens an, was ich zu sagen habe.
Ich bin kein Kind mehr, hast du verstanden?
Wenn ich nein sage, heißt es nein.
Das ist es ja. Wenn du jünger wärst, hättest du mehr Mut.
- Du begreifst es nicht, Paula! - Lass mich los.
- In meiner Situation habe ich keine Chance. - Hör auf, du tust mir weh!
Verstehst du denn nicht, Paula?
Wenn wir zur Polizei gehen, dann hört niemand auf so einen armen Schlucker wie mich.
Das ist doch lächerlich.
Die Polizei glaubt nur den Reichen.
So einen Blödsinn glaube ich nicht.
Ein guter Anwalt kostet Geld.
Viel zu viel.
Seltsam, ich denke...
... meine Ehe mit dir würde nie funktionieren, und weißt du auch warum?
Ich kann niemandem vertrauen, der sich nicht der Realität stellen will.
Und eine Ehe kann nicht auf Lügen aufgebaut werden.
Heuchel mir nichts vor, Marcos, ich mag diese Spielchen nicht.
Das denkst du wirklich?
Ja.
Ich kann also entweder zur Polizei gehen, oder mich zur Hölle scheren, richtig?
Marcos...
Du wolltest heiraten und ich habe zugestimmt.
Jetzt sagst du, es wird nicht passieren.
Oh Marcos, ich will dich doch heiraten.
Hallo Esteban.
Hallo Marcos.
War das ein Reinfall.
Mein Laster ging kaputt und ich musste umkehren.
Darum bin ich einen Tag früher da.
- Hast du gegessen? - Nein.
- Haben wir was Kaltes zu trinken? - Fürchte nicht. Hab alles ausgetrunken.
Dann lass uns zu Rosa gehen. Ich bin 6 Stunden durchgefahren.
Warte bis du mein Geschenk für Carmen gesehen hast.
Ich habe eine Uhr gekauft. Hat mich ein Vermögen gekostet.
Nun bin ich offiziell pleite.
Alle Ersparnisse sind weg.
Jetzt kannst du nicht mehr rumbumsen.
Sag mal, Marcos, wann fängst du an, dein Leben zu genießen?
Von Zuhause in die Fabrik und von der Fabrik wieder nach Hause.
Jeder amüsiert sich so, wie es ihm gefällt.
Du bist wirklich seltsam.
Kaum zu glauben, dass du mein Bruder bist.
Eine 6. Du kannst verdoppeln.
In Ordnung, ich verdoppel.
- Bleibst du länger, Esteban? - Nein.
Carmen und ich heiraten nächste Woche und danach verschwinden wir.
Ich sehe, du wirst ein braver Ehemann.
Behandle Carmen gut, sie ist ein tolles Mädchen.
- Betrüg sie nicht. - Würde ich nie tun.
Ach komm, das glaube ich erst, wenn du im Rollstuhl sitzt.
Hör mal, wäre es in Ordnung, wenn ich meinen Laster bei euch lasse?
- Nimmst du ihn nicht mit? - Ja, perfekt geeignet für die Hochzeitsnacht.
Ich bin sicher, es würde ihr gefallen.
Hey Rosa!
Was hast du mit meinem Bruder gemacht, dass er vor Glück explodiert?
Was ich gemacht habe? Nichts.
Hat er hier was Falsches gegessen?
So gut wie nichts.
Ist irgendwas?
Dann spuck's aus!
Dafür sind doch Brüder da, um sich Probleme anzuhören.
Es geht um meine Freundin.
Deine Freundin.
Du bist zu alt, um wegen einem Mädchen traurig zu sein.
Nein, darum geht es nicht.
Es ist komplizierter.
Dann raus damit! Sag mir, was los ist!
Gehen wir nach Hause. Da können wir besser reden.
- Wir gehen. - Okay.
Bis später.
Läuft heute noch ein Pokerspiel?
Denkt jeder Mann nur ans Karten spielen?
Karten sind doof. Man kann schönere Dinge spielen.
Na dann sehen wir uns nachher.
Dann spielen wir.
Bist du völlig wahnsinnig?
Konntest du sie nicht in Ruhe lassen?
Die Ehe wäre besser gewesen, als das zu tun!
Nein, so war es nicht. Wirklich nicht.
Sicher, du bist in Panik geraten und dann ist es passiert.
Du hättest es mit Rosa treiben können.
Nein, du bumst lieber kleine Mädchen. Du hast dich in die Scheiße geritten, du Idiot!
Später werde ich dir alles erklären, aber jetzt musst du mir helfen.
Jetzt werden wir zur Polizei gehen.
Aber wir müssen uns eine Geschichte ausdenken.
Nein, nein, nicht zur Polizei.
Vielleicht können wir sie in den Laster packen.
- Und dann... - Denkst du, damit kommst du durch?
Nicht mehr lange, dann schnüffeln die Bullen hier herum.
Glaubst du etwa, sie werden das Mädchen nicht suchen?
Du würdest doch nicht zulassen, dass ich ins Gefängnis komme, oder?
Daran hättest du vorher denken sollen, Marcos!
Jetzt, wo dein Leben im Arsch ist, willst du meins ebenfalls zerstören.
Esteban, wenn du mir nicht hilfst, wer denn dann?
Marcos...
In diese Situation hast du dich allein manövriert.
Das Beste ist, du stellst dich der Polizei.
Nein, ich kann nicht.
Ich hätte nie gedacht, dass du zu so einer Sache fähig bist, Marcos,...
... aber ich werde dich zur Polizei bringen. Egal was es kostet, hast du verstanden?
Wenn du willst, dass ich gehe, gehe ich.
- Wir müssen deswegen nicht streiten. - Das hoffe ich nicht.
Du bist immer noch mein Bruder, Marcos.
Die sind von Paula.
Schätze, die haben sich verfangen, als ich sie ins Schlafzimmer getragen habe.
Denk jetzt nicht daran.
Es ist wichtig, dass du dir alles so schnell wie möglich von der Seele redest.
Hör zu, Marcos,...
... ich fühl mich nicht wohl dabei, aber du musst verstehen,...
... dass wir die Sache ins Reine bringen müssen.
- Fertig mit arbeiten? - Ja, gerade Feierabend gemacht.
- Was hat er? - Er braucht eine Hündin.
Kennst du jemanden, der eine hat?
Nein, aber hier gibt es doch genug Köter.
Bedaure, es muss ein Boxer sein.
Ist er so wählerisch?
Ich glaube, ich lasse ihn heute Nacht mal von der Leine.
Pass aber auf, dass sie ihn nicht fressen.
Die Köter in der Gegend sind ziemlich ausgehungert.
Keine Gefahr. Ein vollgefutterter Hund ist stärker als ein hungriger.
Das kann man nie wissen. Nichts ist mächtiger als Hunger.
Du klingst wie ein Demagoge.
Wie ein was?
Ach nichts. Das sollte keine Beleidigung sein.
- Bis später. - Mach's gut.
Seit einer Stunde warte ich hier schon.
Wo steckt denn dein Bruder?
Er ist noch nicht zurückgekommen.
Noch nicht zurück von wo?
Gestern am Telefon sagte er mir, dass er einen Tag früher kommt.
Also, von der Tour ist er zurück,...
... aber er macht noch Besorgungen.
Das ist wirklich zu viel. Er hat den ganzen Tag nicht angerufen.
Wir wollen bald heiraten und haben noch tausend Dinge zu erledigen.
Ganz ruhig, Carmen. Sei nicht so nervös.
- Willst du mit reinkommen? - Er kann ja nicht ewig weg sein.
Nur, wenn es dir nichts ausmacht.
Jetzt ist es schon fast zehn.
Ich würde gern wissen, wo er steckt.
Ich bleibe hier, bis er da ist. Der kann was erleben.
So eine dreckige Bude habe ich noch nie gesehen.
Hier riechts komisch.
Mein Vater wartet, damit ich ihm das Essen mache.
Er muss sich daran gewöhnen, allein zu essen.
Bald wohnst du bei Esteban.
Du kennst ihn nicht.
Er hat sich noch nicht daran gewöhnt, dass ich bald heirate.
Er muss sich dran gewöhnen.
Bald wird er alleine sein.
Geh doch lieber nach Hause, anstatt hier zu warten.
Wenn Esteban kommt, sage ich ihm, er soll dich anrufen.
Dieser Mistkerl.
Ich wette, der amüsiert sich irgendwo mit so einem Flittchen.
Wahrscheinlich bin ich zu besessen von ihm.
Ansonsten könnte er Leine ziehen.
Hat er etwas von dem Geschenk erwähnt, das er mitbringen wollte?
Also...
Nein.
- Was sollte es denn sein? - Eine Armbanduhr!
Ich seh mal in seinem Zimmer nach.
Nein! Nein!
- Nicht. - Aber was...
Was ist denn los?
Ah, ich verstehe. Es soll eine Überraschung sein.
Er ist so ein lieber Kerl. Auch wenn er ein Biest ist.
- Ich möchte es sehen. - Du gehst nicht da rein!
Na gut, wenn das so ist.
Was ist los mit dir?
Ich denke, ein Geheimnis ist bei dir gut aufgehoben.
Tut mir leid, Carmen, aber in Wahrheit...
... hat er gar nichts gesagt.
Du weißt doch wie er ist. Er möchte jeden überraschen.
Dann eben nicht.
Ich bekomme furchtbare Kopfschmerzen.
Hast du eine Aspirin?
Ich weiß nicht. Es könnten welche in der Küche sein.
Na los, Marcos, sei so lieb...
... und hol mir ein paar Aspirin und ein Glas Wasser, okay?
Soll ich dir wirklich Aspirin bringen?
Ja, mein Kopf explodiert gleich.
Gut.
Hier ist dein Glas Wasser.
Es tut mir wirklich leid, Carmen,...
... aber Aspirin habe ich nicht.
Tut mir wirklich leid.
Nimm das Wasser.
Hallo. Heiß, nicht wahr?
Ja.
Ziemlich.
Hattest du Erfolg bei dem Mädchen, Frauenheld?
Ich hab sie vor dem Haus warten sehen, als du nach Hause gekommen bist.
Sie war nicht übel.
Vielleicht kommt sie mich auch besuchen.
Nein.
Es ist nicht was du denkst.
Außerdem ist sie schon lange fort.
Darum bist du so erschöpft.
Kann schon sein.
Und auch wegen der Hitze.
Ja, es ist wirklich warm.
Weißt du was?
Ich hab den Hund losgelassen. Er bekam zwei Stunden Freiheit.
Lust auf einen Spaziergang?
Lieber nicht.
Ist schon spät.
Ach, komm schon.
Es ist noch früh. Laufen wir ein Stück.
Warum nicht?
Ist schon komisch. Wir sehen uns seit Wochen und keiner weiß, wie der andere heißt.
Ich heiße Néstor.
- Und wie heißt du? - Marcos.
Marcos.
Was interessiert dich so ein Kerl wie ich?
Du kennst doch sicher viele...
... wichtigere Leute.
Wichtige Leute denken immer, sie hätten für alles eine Lösung.
Muss toll sein, für alles eine Lösung zu finden.
Weißt du was?
Du wirst wahrscheinlich denken, ich sei ein Vollidiot,...
... aber diese Dunkelheit macht mir Angst.
Angst?
- Vor was? - Es ist leicht, Angst zu haben.
Ich weiß, wovon ich rede.
Denk jetzt bitte nicht, ich sei ein Dummkopf.
Da vorn ist ein kleines Café. Gehen wir etwas trinken, okay?
Langsam glaube ich, dass wir beide komische Vögel sind.
Ja?
Wieso?
Ist doch klar.
Wie du schon sagtest, sollte ich mich mit Gleichgesinnten abgeben.
In Diskotheken tanzen.
Den Sommer in Torremolinos verbringen und mit 120 über die Autobahn rasen.
Und du solltest ein Heim haben.
Mit einer netten Frau und Kindern.
Die Waschmaschine abbezahlen.
Und mit etwas Glück hast du bald dein eigenes Auto.
Bestimmt.
Auf dich könnte das zutreffen.
Aber heiraten ist für mich derzeit unmöglich.
Aber wer weiß?
Vielleicht irgendwann.
Die meisten Männer wollen es machen.
Allerdings muss ich zugeben,...
... der Gedanke ist für mich jetzt unwahrscheinlich.
Mein Bruder ist verlobt.
Er will jetzt aufs Land ziehen.
Ich weiß nicht.
Meine Zukunft ist ziemlich ungewiss.
Ich habe eine klugen Freund. Er liest ständig.
Er würde uns beide Paria oder Ausgestoßene nennen.
Par... Wie war das?
Ach nichts.
Nur Worte.
Polizei. Zeigt mal eure Ausweise.
Na klar.
Und Ihrer? Wo ist Ihr Ausweis?
Ich hab ihn nicht dabei.
- Sie haben keinen Ausweis? - Ich hab ihn zu Hause.
Was machen Sie hier um diese Uhrzeit?
Die Zeit vertreiben und etwas trinken.
Wissen Sie nicht, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist, einen Ausweis bei sich zu tragen?
Tut mir schrecklich leid, aber...
Entschuldigung, Inspektor, ich kenne den jungen Mann.
Er wohnt in dem neuen Gebäude da drüben.
Ach, er wohnt in einer dieser Hochhauswohnungen.
Na wenn das so ist.
Denken Sie dran, in Zukunft immer Ihren Ausweis bei sich zu haben.
Man muss vorsichtig sein, denn man weiß nie, welches Gesindel sich hier rumtreibt.
- Guten Abend. - Bis bald, Inspektor.
Immer wieder eine Freude.
Mir gefällt dein Haus. Davon gibt es nicht mehr viele.
Ich mag es nicht.
Warum wohnst du dann noch hier?
Ich hab gehört, dass die Bewohner dieser Häuser...
... weggezogen sind, weil sie die Hochhäuser bauen.
Eines Tages bauen sie hier auch eins und ich muss auch ausziehen.
Wirklich schade.
Ich würde mich freuen, wenn ich es mal von innen sehen könnte.
Da gibt's nicht viel zu sehen.
Gips fällt von der Decke und die Wände sind feucht und schmutzig.
Es steckt voller Erinnerungen.
Die würden dich nicht interessieren.
- Du solltest sie begraben. - Was meinst du?
Begrab die Erinnerungen.
Hallo Trotzki.
Hast du dich amüsiert?
Braver Junge.
Ist schon spät. Ich geh schlafen.
- Ich bin müde. - Ja, wir auch.
Bis morgen.
In Ordnung.
Ach, danke für die Gesellschaft.
Gute Nacht.
- Was machen Sie denn so früh hier? - Wo ist dein Bruder?
Noch unterwegs. Er ist noch nicht zurück. Wieso fragen Sie?
Weil ich meine Tochter suche. Sie sagte, er sei wieder da.
Verstehe. Ist ja merkwürdig.
Carmen muss sich geirrt haben.
Marcos, ich glaube meiner Tochter.
Carmen hat gestern gegen 4 Uhr das Haus verlassen.
Jetzt ist es 6 Uhr morgens und sie ist noch nicht zurück.
Nun, hier ist sie jedenfalls nicht. Wirklich nicht.
Ich hab sie seit einer Woche nicht gesehen.
Geh mir aus dem Weg. Ich will in das Zimmer.
Nein.
Soso.
Und wie erklärst du dann, wie Carmens Handtasche hierher kommt?
Sie konnte nicht von deinem Bruder lassen, bis sie verheiratet sind, die dumme Gans.
Bitte, das sehen Sie falsch.
Jetzt wird die gesamte Familie verspottet werden.
Das kann dein Bruder mit mir nicht machen.
Du kannst mich nicht hindern, das Zimmer zu betreten.
Jetzt bist du stark genug, aber Zuhause habe ich was für euch.
Warte nur ab.
- Ich komme wieder, Marcos. - Warten Sie!
Señor Ambrosio.
Was willst du?
Also gut.
Gehen Sie rein, wenn Sie wollen.
Wenn Sie danach beruhigt sind.
Schämst dich also, mir ins Gesicht zu schauen.
Und jetzt spielen wir die großen Hits vom letzten Jahr.
Die Hälfte von Runde 4 ist vorbei.
Die Schläge werden heftiger.
Russell scheint stärker zu werden.
Armstrong schlägt einen guten linken Jab.
Noch 30 Sekunden...
Viel ist nicht da. Im Sommer verkaufen wir nicht viel Fleisch.
Das reicht. Der Hund frisst nicht wie ein Tiger.
Hallo Rosa. Ein Kaffee bitte.
Sofort, Marcos.
Hi. Auf dem Weg zur Arbeit?
Ja.
Bin überrascht, dich so früh hier zu sehen.
Bin nicht aufgestanden. Ich war gar nicht im Bett.
- War die ganze Nacht wach. - Rosa!
- Bring mir ein Kaffee. - Kannst du nicht schlafen?
Nein. Ich hab die Nacht an der Schreibmaschine verbracht.
- Schreibst du an deine Eltern? - Nein.
Ich schreibe gerade ein Buch.
Ist mein Hobby.
Du schreibst ein Buch?
Na ja, ich hoffe, ich kann es veröffentlichen.
Warten wir es einfach ab.
Ich muss los.
- Rosa, hier ist dein Geld. - Mach's gut, Marcos.
Sei ein lieber Junge und besuch mich öfters.
Treibst du Sport?
Ja, ich geh ins Fitnessstudio.
Scheint schwer zu sein.
Stemmst du Gewichte?
Nein, ich hab da drin viele Sachen, die ich brauche.
- Wir sehen uns. - Kannst mich ja mal mitnehmen.
Ich kann Bewegung gebrauchen.
Trotzki, lass das.
Ich muss jetzt gehen.
Sehen wir uns nachher?
Schon möglich. Bis dann.
Danke.
- Und Sie wünschen? - Ich brauch etwas gegen Küchendunst,...
... so wie aus der Fernsehwerbung.
Achso.
Etwas, das frisch und sauber riecht.
Ja, geben Sie mir sechs.
Nun, da gibt es verschiedene Sorten.
Das hier ist recht preiswert.
Es duftet einfach himmlisch.
Noch einen Wunsch?
- Eau de Cologne. - Welche Marke?
Nun, eins mit einem starken Aroma.
Ja. Da gibt es eine große Auswahl.
Aber ich habe eine Marke, die riecht frisch und lange. Riechen Sie mal.
Ich nehm 10 Flaschen.
Was? 10?
Das reicht aus, um eine ganze Armee zu baden.
Nein, auf dem Arm.
Riechen Sie.
Mögen Sie es?
Damit verfällt Ihnen jede Frau.
Das ist gut.
- Darf's noch etwas sein? - Nein, das wäre alles.
Mit diesem Geschenk bringen Sie Ihre Frau zum Schmelzen.
Dieser Vorrat reicht ein Leben lang.
- Ich lebe allein. - Achso!
Sehen Sie, diesen Duft...
... kann auch jeder Mann tragen, ohne dass es peinlich ist.
Ich habe viele männliche Kunden.
- Was schulde ich Ihnen? - Genau 500 Peseten.
Haben Sie vielen Dank.
Wollen Sie keine Rabattmarken?
Verschwindet hier!
Haut ab!
Weg!
Bleibt bloß weg!
Willst du was essen?
Ja, aber wenn es zu spät ist,...
... gehe ich woanders hin.
Nein. Ich hab auch noch nichts gegessen.
Leiste mir Gesellschaft.
Reicht es?
Wo ist Augustin?
Der schläft, wie immer.
Und wo ist Esteban?
Ach, der ist wieder auf Tour.
Er muss Papiere für die Hochzeit holen.
Dein Bruder ist wirklich nett.
Komisch, Carmen und ihren Vater habe ich auch lange nicht gesehen.
Nun, du weißt ja, wie das ist.
Carmen bereitet sicher viel für die Hochzeit vor.
Ihr Vater hilft ihr sicher dabei.
Möchtest du noch was anderes?
- Nein, ich bin satt. - Wie wär's mit Milch und Ei,...
... gibt einen guten Nachtisch.
- Nein, wirklich, wegen mir nicht. - Ach, das geht ganz schnell.
Hier, trink.
Trink aus. Du siehst nicht gut aus in den letzten Tagen.
Esteban meinte, ich soll mich um dich kümmern.
Entschuldige. Ich mach es schnell sauber.
Ist halb so wild. Sind nur meine Arbeitssachen.
So.
Fast wie neu.
Danke für das tolle Essen.
- Was bekommst du? - Nichts. Geht aufs Haus.
- Aber Rosa... - Hat Spaß gemacht.
Ich sagte, du bist mein Gast.
Danke, Rosa.
Hallo Marcos. Hast du dich erschreckt?
- Eigentlich schon. - Entschuldige. Wo willst du hin?
Ich bin auf dem Weg nach Hause.
Lust auf schwimmen?
Was?
Ich kenne ein Bad, das lange geöffnet hat.
Kommst du mit?
Wach auf.
Wir sind da.
Ich bin eingeschlafen.
Das ist ja kein Wunder, wenn du immer so früh aufstehst.
Für mich ist es ein Wunder.
Ich weiß nicht mehr, wann ich zuletzt so gut geschlafen habe.
Ich war richtig entspannt.
Wenn ich neugierig wäre, würde ich dich fragen, was dich bedrückt.
Aber ich bin nicht neugierig.
Ich geh ins Bett.
Danke für die Einladung.
Das Schwimmen hat dir gutgetan.
- Wir sehen uns morgen. - Ja, danke.
Hey, da kommt er.
Treibst du Sport, Marcos?
- Ja, Boxen. - Sehr professionell.
Nette Sporttasche. Sind da Handschuhe drin?
Hey, benimm dich gefälligst.
Unser Freund ist jetzt was Besseres.
Zeig sie uns mal, damit wir selber fit werden, Marcos.
Lasst den Scheiß, ihr benehmt euch wie Kinder.
Hey Chef, was denkst du, versteckt er in seiner Tasche?
Stinkt wie Parfüm.
Nimm deine Tasche. Du gehörst sowieso nicht mehr dazu.
Als Nächstes zieht er bestimmt auch in eins der schicken Hochhäuser.
Verschwinden wir.
Ich will nicht, dass du das falsch verstehst, aber der letzte Kerl an der Maschine...
... wurde gefeuert, weil er Fleisch geklaut hatte, hast du verstanden?
Marcos, deine Suppe steht auf dem Tisch.
Augustin, noch ein Bier.
Sag mal, wie sie dir gefällt. Ist nicht dieselbe Suppe, wie sonst.
Es ist eine aus deiner Fabrik.
Flory. So wie bei Muttern.
- Schmeckt sie dir nicht, Marcos? - Was stimmt denn damit nicht?
Ist doch gut. Hab selber davon gegessen.
Du siehst krank aus. Fühlst du dich nicht gut?
Ich gehe. Hab keinen Hunger.
Setz dich wieder und iss was anderes. Ich mach dir ein Steak.
Gegrilltes Fleisch macht dich gesund.
Morgen vielleicht.
Du solltest nach Hause gehen und dich hinlegen.
Stimmt etwas nicht, Marcos?
Hab was Falsches gegessen. Mir geht's nicht gut.
Soll ich dir irgendwas bringen?
Nein danke, ich komm klar.
Das wird schon wieder.
Wie du willst.
Bis nachher.
- Was gehst du denn hin? - Zur Messe.
In die Kirche? Da warst du seit deiner Kommunion nicht mehr.
Heute will ich eben hin.
Vor genau acht Jahren ist meine Mutter gestorben.
Bis dann.
Hey, ohne Schleier?
Den brauch ich nicht. Ich nehm mein Taschentuch.
Aber komm gleich nach dem Gottesdienst zurück, denn ich will hier nicht alleine schackern...
... und alles kochen.
- Wer ist da? - Mach auf, hier ist Rosa.
Hallo Marcos. Wie fühlst du dich?
Besser. Viel besser, danke.
Schön. Ich hab mir gedacht, wenn nicht, dann muss sich jemand um dich kümmern.
Nein nein, mir geht's gut.
Darf ich reinkommen und mir dein Haus ansehen?
Ja, wenn du willst.
Komm rein.
Wollte immer wissen, wie ein alleinstehender Mann sein Haus in Ordnung hält.
Hast du schon gefrühstückt?
Nein.
Ich bin gerade erst aufgestanden.
Nun, dann leg dich wieder hin und ich mach dir was zu essen.
Ich hab dir was mitgebracht.
Was stinkt hier so?
Was so stinkt? Der Müll! Hab vergessen, ihn rauszubringen.
Hast du eine Küche?
Da hinten, aber das ist nicht nötig.
Leg dich einfach wieder aufs Sofa.
Ist okay, mir geht's viel besser.
Entspann dich. Ich bereite dir was zu und du genießt es einfach.
Lass mich bitte.
Der Müllgeruch scheint von da zu kommen.
Die meisten Menschen schlafen nicht mit dem Müll, sondern lassen ihn in der Küche.
Frühstück ist fertig, mein Herr.
Danke, Rosa. Setz dich.
Nein.
Bleib liegen.
So ist es besser.
Möchtest du die Schnecke nicht?
Später. Hab keinen Hunger.
Ich kann jetzt jeden Tag kommen und dir beim Saubermachen helfen.
Ins Haus gehört immer eine Frau.
Und jetzt kümmer ich mich direkt mal um das Zimmer.
Der Gestank ist unerträglich.
Nein, tu das nicht. Wir nutzen es kaum und gelüftet ist auch nicht.
Geh lieber nicht rein.
Nein, nein, nein, ich bestehe darauf, dass ich es putzen kann.
Ich mach das Zimmer sauber und lüfte richtig durch.
Du brauchst frische Luft, um wieder fit zu werden.
Begreifst du nicht?
Ich will nicht, dass du da reingehst.
Na schön, dann mach's selbst.
Hab's nur gut gemeint.
Entschuldige, Rosa. Ich will nur nicht, dass du Verdacht schöpfst...
Was meinst du damit?
Verdacht schöpfen?
Ich muss jetzt gehen. Augustin wartet auf mich.
Ich bin schon über eine Stunde hier.
Weiß gar nicht, was ich ihm erzählen soll.
Im Lokal ist viel zu tun. Wird ein harter Tag.
Du weißt ja, wie das ist.
Ich will nicht, dass du gehst.
Ich weiß, hier drin riecht es nicht gut.
Sieh mal.
Damit geht der Gestank weg.
Nur ich mach das Zimmer sauber, verstanden?
Ich hab mich gefreut, dass du mir extra die Schnecke gebracht hast.
So nett war noch nie einer zu mir.
Vielleicht können wir das wiederholen.
Ich dachte mir, wir sollten uns öfters sehen, Rosa.
Morgen.
Ja, morgen.
Morgen mach ich dir das ganze Haus sauber.
Ich zieh mir auch mein bestes Kleid an. Jetzt muss ich wieder ins Lokal.
- Morgen komm ich wieder und... - Ja, Rosa.
Na klar. Siehst du? Siehst du?
Alles weg.
Riecht schon besser als vorher.
Morgen kauf ich noch mehr davon. Die kosten nicht viel.
Und es riecht gut.
Erkennst du den Geruch?
Riecht wie Kiefernnadeln.
Sei nicht so beunruhigt.
Du kannst ja so tun, als sei mein Haus in Ordnung...
... und sauber.
Vielleicht können wir ja versuchen, Freunde zu werden und vielleicht...
... kannst du ja meine Frau werden.
Du solltest mir doch vertrauen können.
Vertrauen und Glauben, es stimmt.
Glaubst du dann also,...
... dass es hier nicht stinkt?
Glaubst du?
- Glaubst du? - Ja, ich glaube dir.
Ich muss gehen, Marcos.
Ich verspreche, niemandem davon zu erzählen.
Ich schwöre bei der heiligen Mutter.
Warum musstest du herkommen und alles kaputtmachen, Rosa?
- Warum? - Marcos...
Marcos...
Was können wir nur für ihn tun?
Das Beste wäre, einen Tierarzt zu rufen.
Gibt es einen in der Nähe?
Weg mit euch! Verschwindet!
Verzieht euch!
Wie geht's dir, Marcos?
Ich weiß nicht.
Du wirkst einsam.
Ich bin einsam.
Aber heute mehr als sonst.
Und alleine auf der Veranda.
Es ist zu heiß da drin.
Dann komm doch mit zu mir.
Zu dir?
Warum nicht?
Wir können uns was zu trinken machen,...
... reden...
... und uns zusammen langweilen.
Ich hab den Hund eingesperrt. Da können wir reden.
Manchmal wird er anstrengend.
Wir brauchen Eis.
Komm mit in die Küche.
Meine Mutter wollte mich nicht allein lassen.
Sie hatte Angst, ich würde Partys feiern und Dummheiten machen.
Sie kennt mich nicht wirklich.
- Was ist passiert? - Ich hab mich geschnitten.
Passiert mir öfters mit diesen verdammten Dingern.
Nein, nicht so.
Nimm lieber kaltes Wasser.
Das hört gleich auf.
Ich kenne viele Leute, denen wird schlecht, wenn sie Blut sehen.
Dir macht das nichts aus.
Nein.
Es macht mir überhaupt nichts aus.
Möchtest du Soda?
Ja, gerne.
Die starke Rechte trifft ihn frontal.
Magst du Boxen?
Ja, manchmal.
Tolle Aussicht von hier oben.
Ein sehr gutes Fernglas.
Damit kann man alles sehen.
Sieh mal.
Jetzt sehe ich in dein Haus.
Das kleine Fenster mit den Blumen.
Du hast das Licht angelassen.
Weißt du was?
Marcos, man kann deutlich in dein Wohnzimmer schauen.
Sieh selbst.
Dreh beide Räder, bis alles scharf ist.
Du kannst alles perfekt sehen.
Benutzt du das Fernglas oft?
Klar.
Hab viel damit gesehen.
Begrab sie.
Begrab sie.
Man wird alles herausfinden.
Was machst du da?
Beruhige dich.
Trink erst mal was.
Und zerbrech es nicht.
Hab ich dich erschreckt?
Ein bisschen.
Man versucht ja nicht jeden Tag mir die Kehle durchzuschneiden.
Aber du hattest nicht einmal Angst.
Angst kann man spüren.
Man kann sie sehen.
Und sogar riechen.
Aber du...
Du hattest keine Angst.
Warum sollte ich Angst vor dir haben?
Ich habe dich nie unter Druck gesetzt, oder vielleicht...
... habe ich auch nicht daran geglaubt, dass du mich umbringst.
Was wahrscheinlicher ist, denn mir ist es egal, ob ich sterbe.
Deine Arbeit im Schlachthaus ist nötig für Leute wie mich.
Wir essen gerne Fleisch, aber wollen es nicht schlachten.
Aber man sollte es nicht mit Menschen machen.
Der Whiskey ist sehr gut.
Der hilft wirklich, Néstor.
Danke für die Einladung.
Was hast du durch das Fernglas gesehen?
- Was weißt du von mir? - Alles.
Du bist allein.
Du bist unglücklich und du brauchst Hilfe.
Und ich will dir helfen.
- Warum? - Warum?
Sagen wir...
... es liegt an deiner Situation.
Überrascht dich das?
Mir hat schon lange keiner mehr geholfen.
- Wirklich? - Wirklich.
Ich werde dir helfen.
In Ordnung?
Nur wenn du willst.
Ja.
Ja, ich danke dir.
Du musst aus dieser Hölle raus.
Egal, wie du dich entscheidest, ich helfe dir.
Ich weiß, was ich tun muss.
Da bin ich mir sicher.
Ich muss jetzt gehen.
Es gibt keinen Grund mehr für Erklärungen.
Ich weiß, was ich tun muss, Néstor.
Wir werden uns morgen sicher nicht sehen.
Pass auf dich auf.
Mach's gut.
Polizei?
Ich habe sechs Menschen getötet.
Ich warte in meinem Haus auf Sie.
Haben Sie einen Stift?
Ich gebe Ihnen die Adresse.
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