Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Liebe Freunde,
wir beide haben heute Nachmittag unseren lieben Pavian begraben.
Lacht nicht.
Es war unser Lateinlehrer. Er hieß eigentlich Bröckelmann.
Aber weil er so knallrote Backen hatte, nannten wir ihn Pavian.
Dafür haben wir ihm die Tafel mit Fett eingerieben.
Kennen Sie das, meine Herren? Das ist herrlich.
Eine Tafel, die es nicht tut,
Jetzt hat er seine wohlverdiente Ruhe vor den bösen Buben.
Zum Wohl! Pavian ... lebe hoch. - Zum Wohl!
Er war ein prachtvoller Mensch, aber ein großer Süffler.
Prost!
Wir haben einen Paulchen genannt, ein ganz misstrauisches Luder.
Der ließ uns alle nie aber auch nur eine Sekunde lang aus den Augen.
Sogar wenn er an die Tafel schrieb, machte er es so:
Mit Front zu uns und ausgestrecktem Arm.
Aber einmal haben wir ihn reingelegt.
Wir stierten alle die ganze Stunde lang unentwegt den Schrank an.
Zunächst nahm er gar keine Notiz davon,
aber dann wurde er langsam nervös,
manövrierte sich an den Schrank heran:
Nichts zu sehen. Da wurde ihm die Sache unheimlich.
Vielleicht eine Höllenmaschine? - Ja.
Blitzschnell riss er die Schranktür auf: nichts.
Er ließ den ganzen Schrank ausräumen: nichts.
Und was war mit dem Schrank? - Nichts!
Warum sind Lehrer immer Originale? - Das sind sie gar nicht.
Die Schüler machen sie dazu. Sie werden so, aus Notwehr.
Sie müssen Würde bewahren, sich keine Blöße geben, Autorität erzeugen.
Machen Sie das mal angesichts einer Rasselbande vor Ihnen in den Bänken.
Da wird man leicht verschroben.
Oder man stumpft ab. - Warum quält man seine Lehrer?
Aus Bosheit, Langeweile, kindlicher Grausamkeit?
Unsinn! Einfach, weil's Spaß macht.
Dem roten Schmidt haben wir ... - Wieso roter Schmidt?
Wir hatten zwei in der Obersekunda, einen roten und einen schwarzen.
Der Rote war Sozi und der Schwarze gab Religionsunterricht?
Der eine hatte rote Haare und der andere schwarze.
Dem roten Schmidt haben wir mal einen nassen Schwamm auf den Stuhl gelegt.
Als er aufstand, haben wir ihn mit dem Zwirnfaden weggezogen.
Er war verblüfft und verlegen über seine nasse Hose
und starrte auf den Stuhl und bekam einen knallroten Kopf.
Der rote Schmidt? - Ja.
Wenn man abgeschabte Kreide reintut, gibt das eine Schweinerei.
Prosit!
Wir haben mal am 1. April ... - Bei uns war immer April.
Auf die Penne!
♪ Wer niemals einen Rausch gehabt, der ist kein braver Mann,
♪ der ist kein braver Mann.
Unser Direx hielt sich Hühner in der Ecke vom Schulhof.
mit Brot, das wir in Steinhäger getaucht haben.
Denen hat das geschmeckt. Einige wurden sentimental.
Einige fingen an zu lachen, einige zu singen.
Nur der Hahn wurde widerspenstig.
Er vergriff sich an einer Konservenbüchse.
Prost! - Kikeriki!
Und Sie, Doktor, wissen Sie keine Pennäler-Geschichte?
Bei Ihnen ist es ja nicht lange her. - Ich war nie auf einer Schule.
Ach nee? - Was?
Ich hab mein Abitur vor einer Kommission gemacht.
Auf dem Gut gab es nur einen alten Hauslehrer.
Mit dem konnte man nichts anstellen, nicht wahr?
Du warst nie auf einer Penne? - Nein.
Lieber Doktor, da haben Sie aber das Schönste der Jugend versäumt.
Es scheint so.
Und so was ist Schriftsteller geworden!
Noch dazu ein erfolgreicher.
Die Schulzeit ist die entscheidende Phase im Leben.
Der Humor bildet sich. - Man lernt den Daseins-Kampf.
Klassen-Bewusstsein. - Da formt sich der Charakter.
Da schließt man Freundschaften fürs ganze Leben.
Ja.
Da erlebt man die erste Liebe.
Und das haben Sie alles verpasst, Doktor.
Und das lässt sich nie mehr nachholen.
Wieso eigentlich nicht?
Wieso kann man das nicht nachholen?
Wie denn? - Sie wollen ...?
In einer kleinen Stadt, wo mich keiner kennt.
Also das wäre ja ... - ... fantastisch.
Verrückte Idee. - Ein herrliches Abenteuer.
Vielleicht eine Idee für einen heiteren Roman, Pfeiffer.
Er ist und bleibt heimlicher Romantiker.
Wird man mir den Primaner glauben?
Keine Sorge, Hans. Kindisch genug bist du.
Du weißt, was du auf dich nimmst?
Ein paar Monate keinerlei Lebenswandel,
eingeschränkter Alkoholkonsum, Nikotin-Genuss nur auf dem Klo.
Am liebsten möchte ich mitfahren. - Ihr meint, ich könnt?
Äußerlich kann man nachhelfen. Auf die innere Umstellung kommt's an.
* Gesang *
(Jungen von drinnen) ... amas, amat, amamus, amatis, amant.
Amabam, amabas, amabat, amabamus, ...
(Lehrer) Wir fahren heute fort, wo wir gestern stehen geblieben sind.
Hermann der Cherusker ...
Die feindliche Übermacht zwang ihn dazu ...
Und der will aus Berlin sein?
Der sieht aus wie aus Posemuckel. - Schnauz!
>Setzen!
>Sind Sie der neue Schüler? - Jawohl, Herr Professor.
>Nehmen Sie mal die Mütze ab und >hängen sie draußen auf den Haken.
>Gehen Sie. >Welcher Haken ist noch frei?
Haken 13, Herr Professor. >- Haken 13!
>Ich heiße Sie
>im Namen der Lehranstalt und der >Oberprima herzlich willkommen.
>Sie werden sich bei uns wohlfühlen.
>Nehmen Sie mal da vorne Platz.
>Setzen Sie sich.
>So, damit ich Sie >besser im Auge habe.
Wie heißen Sie?
Dr. Pfei... - Hm?
Pfeiffer, Johann. - Mit einem F oder mit zwei F?
Mit drei F, Herr Professor, eins vor dem Ei und zwei hinter dem Ei.
* Gelächter *
Darf ich Ihnen gleich zu Anfang sagen: "Sie sind etwas albern"?
Sie waren wohl noch nie auf einer höheren Lehranstalt.
Sie werden sich aber an strenge Schulzucht gewöhnen müssen.
* Gelächter *
Mit der Schule ist es ja genauso wie mit der Medizin.
Sie muss bitter schmecken, damit sie was nützt.
... unter besonderer Berücksichtigung der höheren Lehranstalten" ...
... habe ich ausgeführt, dass das wissenschaftliche Streben
in dem vorgeschriebenen Lehrstoff getragen werden muss
von dem Verständnis und von der Fürsorge des Lehrers
für die ihm anvertrauten Schüler einerseits
und andererseits von der unbedingten Autorit...
Was war das? Was war das?!
Fragen Sie doch mal den Luck, Herr Professor.
Luck, haben Sie mit Papierkugeln geschossen?
Husemann, haben Sie gesehen,
dass der Luck mit der Papierkugel geschossen hat?
Der ist so klug und weiß immer alles.
Setzen Sie sich, Husemann. Ihnen fehlt ja jede sittliche Reife.
Nanu! Was ist denn das? Aha.
Das ist aus einem Schulheft herausgerissen.
Alle aus den Bänken, und zeigen Sie mal
in alphabetischer Reihenfolge Ihre sämtlichen Schulhefte vor.
Das dauert bis zum Bimmeln. Das machen wir jeden Monat zwei Mal.
Der Schüler Pfeiffer Johann
Pfeiffer, tun Sie, was der Pedell sagt.
Sie kennen doch die Schulordnung, Pfeiffer?
Sie ist mir leihweise überlassen worden.
Dann dürfte Ihnen bekannt sein:
Schüler dürfen nur in Begleitung Erwachsener Wirtshäuser besuchen.
Ja, aber ...
Sie wurden gestern gegen 22 Uhr im Hotel Axmacher gesehen.
Das ist möglich, Herr Direktor. Ich wohne da.
Das fängt ja gut mit Ihnen an.
Herr Direktor, ich hatte gedacht ... - Sie haben nicht zu denken.
Dann werd ich mir das Denken abgewöhnen.
Ich dachte, weil das Axmacher ... - Er denkt schon wieder.
Weil da bessere Herrschaften verkehren, dachte ich ...
Er denkt immer noch.
Ich meine, ich hatte gemeint ... - Er hat auch schon eine Meinung.
Das heißt, ich habe geglaubt.
Gegen das Glauben ist ja wohl nichts einzuwenden.
Nun ja, ich will nichts gegen das Hotel Axmacher gesagt haben.
Ein reputierliches Haus, in der Tat.
Schüler einer höheren Lehranstalt
können nicht in einem öffentlichen Hause wohnen.
Wie wirkt das auf die ungebildeten Stände?
Dann werde ich mir das Denken wieder angewöhnen.
Recht so! Und jetzt gehen Sie.
Auch Sie brauchen Ihre Pause. "Mens sana in corpore sano."
Du, wollen wir tauschen?
Was hast denn du auf deiner Bemme? - Bemme?
Da.
Es ist allerdings Käse drauf. - Danke schön.
Na?
Na?
Gefällt's dir bei uns?
Es gefällt dir also nicht? - Das kann man noch nicht so sagen.
Du warst noch nie auf einer richtigen Penne?
Nee. - Na, so was!
Du willst hier wohl nur rasch dein Abitur machen?
Dann wirst du dich wundern. Zum Büffeln kommst du nicht viel.
Wir machen ziemlich viel Fez. - Besonders mit dem kleinen Luck?
Was dagegen?
Musterknaben können wir nicht brauchen.
Die kriegen Klassenkeile. Du weißt, was das ist?
Klar.
Was dagegen?
* Gelächter *
Wollen Sie ausziehen, Herr Pfeiffer? Hier oben!
Hier!
Woher wissen Sie denn das? - Sie wohnen doch bei uns.
Sind Sie im Hotel angestellt? - Angestellt? Ich bin Ilse Axmacher.
Wollen Sie runterkommen?
Ich kann nicht. Ich hab Stubenarrest.
Schade. Warum denn?
Sie sind ganz schön indiskret.
Sie könnten mich ein bisschen begleiten.
Ich bin nämlich fremd hier. Ich muss mir eine Bude suchen.
Sturmfrei? - Ja, nach Möglichkeit.
In der Stadt gibt's zwei sturmfreie Buden.
Beide sind nicht frei. - Woher wissen Sie das?
Deswegen hab ich doch Stubenarrest.
Au!
65 die Woche? Das kann ich mir leisten.
Die Woche? Aber nein, junger Mann, pro Monat.
Pro Monat?
Um Gottes willen, was gibt's denn da zu essen?
Gute Hausmannskost.
Wohlschmeckend, nahrhaft und reichlich.
Von allem so viel Sie wollen. - Ich bin kein großer Esser.
Essen müssen Sie aber.
Kinder im Entwicklungsalter müssen vor allem essen.
Ich glaube, ich bin schon ziemlich zu Ende entwickelt.
Mein Kleiner wollte auch immer nicht essen, das arme Kind, ja, ja.
Das war sein Zimmer. Ach ja, man macht schon was mit.
Er starb an Fettsucht, wie sein Vater.
Es liegt in der Familie: Mein Seliger war eine stattliche Erscheinung.
So, und wo ist das Badezimmer?
Damit haben wir's immer so gehalten ...
Wenn Sie mal mitkommen wollen ...
Die stell ich samstagnachmittags in die Küche und heize gut ein.
Sie sollen alles so haben, wie Sie's gewöhnt sind.
Das ist sehr nett. Danke schön. - Das ist Ihr Bett.
Äh, ja, die Gelegenheit ist auf der halben Treppe bzw. auch hier.
Oh, wie praktisch!
Ich kann Ihnen noch den Schaukelstuhl reinstellen.
Ihre Frau Mutter? - Nein, die lebt nicht mehr.
Aha, dann wahrscheinlich eine Tante? - Eine Tante?
Na ja, geben Sie zu, Ihre Lieblings-Tante.
Ja, meine Lieblings-Tante, Tante Marion.
Und so elegant. Leben Sie bei ihr? - Ja.
Manchmal lebt sie auch bei mir. Das wechselt.
Aber sie kümmert sich um Sie?
Oh, das tut sie, viel zu viel sogar.
Ich meine, sie ist sehr liebevoll. - Koffer packen kann sie nicht.
Den bügel ich Ihnen wieder auf. - Danke schön.
Ihre Frau Tante wird Sie doch sicher hier mal besuchen.
Äh, damit muss man rechnen, wenn sie rauskriegt, wo ich bin.
Was? Der Dr. Pfeiffer ist verreist?
Er hat mich über das Ziel seiner Reise nicht informiert.
Sie wissen, Dr. Pfeiffer war in letzter Zeit sehr überarbeitet.
Ist etwas Besonderes passiert? Ein Brief oder ein Anruf?
War er verändert?
Ja, er war verändert, befremdlich verändert.
Ja, wie denn? Nervös? Unruhig? Bedrückt?
Im Gegenteil, gnädige Frau. Er war äußerst vergnügt.
Er schwenkte mich im Kreis und sang lauthals:
"Ach, wie schön, dass keiner weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!"
Ich ruf Sie heut Abend wieder an.
Joe, ich fürchte, ich kann heute nicht arbeiten.
Mit Hans Pfeiffer ist etwas passiert, etwas Unerklärliches.
* Wecker-Klingeln *
Marion!
Telefon. Geh doch mal hin. Marion!
Herr Hans, haben Sie wieder verschlafen?
Was soll ich Ihnen zum Frühstück machen?
Bitte nur eine Kleinigkeit.
Morgens bitte immer nur eine Kleinigkeit.
a ist gleich Rho mal Cosinus-Alpha-Halbe
durch Sinus-Beta-Halbe mal Sinus-Gamma-Halbe.
b ist gleich Rho mal Cosinus-Beta-Halbe durch ...
Ist der Kakao auch süß genug? - Ja, danke schön.
c ist gleich Rho mal Cosinus-Gamma-Halbe durch ...
Herr Hans, haben Sie schon gesehen? - Was denn?
Ihre Lieblings-Tante hängt da. - Danke schön.
Mein Seliger hängt im Schlafzimmer.
... mal Cosinus-Beta-Halbe
durch Sinus-Alpha-Halbe mal Sinus-Gamma-Halbe.
Sie sind schrecklich überarbeitet.
Und Sie essen gar nichts.
Das Ganze noch mal.
a ist gleich Rho mal Cosinus-Alpha-Halbe
durch Sinus-Beta-Halbe mal Sinus-Gamma-Halbe.
Herr Hans, fangen Sie nur ja nicht so früh mit den Mädchen an.
Hier ist nicht Berlin.
In Berlin kann Ihre Tante auf Sie aufpassen.
Mein Kleiner war auch viel zu früh dran.
Mein Seliger sagte immer: "Bis zum Ende der Militär-Zeit
kommt mir das Kind mit dem Schweinkram nicht in Berührung."
* Glockenschläge *
Um Gottes willen! Acht Uhr.
Ihre Schulbrote!
(Niederrheinisch) Guten Morgen. - Guten Morgen.
Ich hab doch schon Guten Morgen gesagt.
Eben.
Ah, du bist wohl der Neue, was? Bleib ruhig sitzen.
Aufstehen brauchst du nicht. Das tun sie bei mir alle nicht.
Was hab ich schon davon, wenn sie aufstehen?
Innerlich kannst du aufstehen. Ach, ich bin heut so gut aufgelegt.
Ach, bin ich gut aufgelegt!
Da wollen wir uns auch gar nicht ärgern.
Ah ja, heut haben wir die Dampfmaschine.
Was ist eine Dampfmaschine?
Da stellen wir uns mal ganz dumm und sagen:
Eine Dampfmaschine, das ist ein großer, runder, schwarzer Raum.
Und dieser große, runde, schwarze Raum,
der hat zwei Löcher.
Das eine, da kommt der Dampf herein.
Was ein Kolben ist, das kann man nicht so genau erklären.
Das steht im Buch.
Es steht überhaupt alles im Buch, was ich euch da erzähl,
bloß nicht so deutlich.
Was ist los? Was krabbelst du da unten rum?
Mir sind in der Pause zwei Pfennig runtergefallen.
Guck, dass du sie wiederfindest.
Zwei Pfennig, das ist viel Geld für einen Schulbub.
Ja, wo waren wir denn stehen geblieben?
Ah ja.
Ich weiß schon: beim Kolben.
Das ist nämlich ganz raffiniert.
Da kommt der Dampf von der anderen Seite rein,
und hin und her natürlich auch.
So einfach ist das.
Und die Stange, wo der Kolben dran festgemacht ist,
das ist die Pleuelstange.
Ah, das ist die da, nicht? Die da, die da.
Die geht natürlich auch mit her und hin.
Und die hat einen Knick. Das ist ein glücklicher Zufall.
Und dieser Knick, der geht auch mit her und hin.
Und da dran ist das Rad festgemacht.
Und das dreht sich auch. Warum?
Das steht im Buch.
Herr Professor? - Ja?
Der Alte Fritz steht wieder schief. - Das macht doch nix.
Man kann sich schwer konzentrieren, wenn er einen so ansieht.
Da stellen wir uns wieder mal ganz dumm und sagen ...
Was schreibst denn du da? Es steht doch alles im Buch.
Aber nicht seine Formulierungen. Die muss ich wörtlich haben.
* Schulglocke *
Sind sonst noch Fragen?
Dann wisst ihr jetzt ja ganz genau, wie die Dampfmaschine funktioniert.
Und wer's nicht weiß, der ist selber schuld.
Wo ist mein anderer Schuh?
Der hat noch da gestanden, als ich die zwei Pfennige gesucht hab.
Das meine ich auch, aber der ist weg. - Vielleicht haben Sie ihn an.
Oder haben Sie vielleicht nur einen angehabt?
Das ist er aber nicht. - Kann man ein Fenster öffnen?
Hier herrscht so ein übler Geruch. - Das Fenster ist offen.
Wenn ich den Saubub erwisch, der mir den Schuh weggenommen hat ...
Ich muss im Namen der Prima protestieren.
Ach, jetzt seid doch nett. Gebt mir doch den Schuh.
Ihr kriegt keine Strafe. - Sie können alle Pulte durchsehen.
dann seid ihr falsch gewickelt! Ich hab Zeit!
Dann müssen wir wohl mal nachsehen. Kein schwarzer Schuh.
Ich hab die ganze Pause Zeit!
Ja, und ihr auch. Tür zu!
Was gibt's denn da? - Lyzen in Sicht.
Lyzen? - Ja, da drüben.
Bei uns in Berlin heißt das Miezen. - Miezen?
Wie praktisch! Genau gegenüber.
Was macht ihr denn da? - Drahtloser Verkehr, Fingersprache.
Ach so. Das ist doch die Ilse Axmacher.
Mach dir keinen Ärger. Mit der geh ich.
Mit der gehen viele. Das ist ein Feger.
Au!
"#00FF00">Wer ist der Dunkle mit Nickelbrille? - Ein Neuer.
Aus Berlin. Aber den hab ich schon angespitzt.
Der ist für mich reserviert. "#00FF00">- Bitte.
Herr Luck sieht gut aus. "#00FF00">- Der Gartenzwerg.
Brett!
Guten Morgen, meine Herren. - Morgen, Herr Doktor.
Setzen!
Was habt ihr denn?
Herr Professor, das muss ein Irrtum sein.
Ich habe hier Geschichte. - Und ich wart auf meinen Schuh.
Was ist hier los? Wer will sich dazu äußern?
Ja, wo denn? - Der kann doch nicht fliegen.
Da oben ist er ja! Auf dem Kopf vom Alten Fritz.
Wie ist er da hingekommen? - Vielleicht kann er doch fliegen.
Tragen Sie den Vorfall ins Klassenbuch.
Und Sie, Ackermann, geben Herrn Professor sein Eigentum zurück.
Sie sind bloß jung. - Das weiß ich besser.
Ich war selbst mal Schüler auf dieser Lehranstalt.
Wir setzen heute die Völkerwanderung fort.
Knebel, welchen Volksstamm können Sie am besten?
Die Goten.
Ich brauch Sie also nicht nach den Goten zu fragen?
Nein, Herr Doktor, nach denen nicht. - Gut.
Die Goten, äh, die Goten saßen ursprünglich in, äh, ...
Wo?
Ursprünglich saßen die Goten in, äh, ...
Treten Sie mal aus der Bank heraus.
Die Goten ... Die Goten saßen ursprünglich in ...
Wo saßen sie ursprünglich, die Goten?
In Schweden. - Na also!
Und von dort gingen sie ...? - Von dort gingen sie ...
In die Ostsee.
Nee, in die Gegend von Westpreußen.
Und von dort nach Schlesien.
Und da wussten sie nicht so genau, was sie machen sollten.
Und dann zerfielen sie in Westgoten und Ostgoten.
Sie können sich setzen, Knebel. Eine Vier.
Wieso? Ich hab doch alles gewusst. Ich müsst eine Zwei kriegen.
Und den Spiegel bekomme ich.
Danke schön. Was machen Sie bei ... Regen?
♪ Die Lerchen jubilieren.
♪ Von fern der Kuckuck schreit.
Da singt jemand unrein.
Dem Reinen ist alles rein, Herr Professor.
Pfeiffer, sind Sie das, der da so falsch singt?
Vielleicht kommen Sie mal vor.
Singen Sie mal diesen Ton.
* Klavier-Anschlag *
Aha, ein A.
(tief) ♪ A...
Nein, das ist zu tief. Hören Sie doch einmal zu.
* Klavier-Anschlag *
♪ A...
Jetzt ist es wieder zu hoch. Mehr in der Mitte, dazwischen.
(hoch und tief) ♪ Ahahahaha.
Das ist ja merkwürdig. Sie sind ja noch im Stimmbruch.
Die lässt mich nicht. - Das gehört nicht hierher.
Außerdem sind Sie unmusikalisch. - Tut mir leid.
Sie können gehen. Vom Gesang sind Sie befreit.
Ich darf nicht mehr mitsingen?
Und jetzt noch mal das Ganze von vorn,
und zwar etwas frischer. - (Husemann) Noch frischer?
♪ Wenn die Sonne erwacht und der Himmel fröhlich lacht,
♪ dann wandern wir durch Wald und Feld.
♪ Zu Gitarren-Klang geht's mit lustigem Gesang ...
* Er pfeift die Melodie exakt mit. *
* Sein Pfeifen wird zu einem Pfiff. *
Luck: die Zunge. Knebel: lachen und weinen.
Alle anderen je nach Situation richtig übertreiben.
Wie heißt das Stichwort? - Baldrian.
Baldrian? - Baldrian.
(alle) Baldrian.
So, Husemann!
Knebel!
Rosen! Und ... Luck!
Ach so. Platz nehmen!
Haben jetzt alle Bänke? - Jawoll, Herr Professor!
Gut, gut, gut.
Also, damit sich jeder von Ihnen von dem Aroma dieses Getränks
eine richtige Vorstellung machen kann,
ersuche ich Sie, dass jeder von Ihnen
aus diesem Reagenzglas einen kleinen Schluck nimmt
und dann das Glas an seinen Nachbarn weiterreicht.
Denn in diesem Reagenzglas
befindet sich genau dasselbe Getränk wie hier in dieser Flasche,
und zwar Heidelbeer-Wein, den ich selbst hergestellt habe.
Mmh, ah!
Wunderbar.
die alkoholische Gärung demonstrieren.
Ackermann, nehmen Sie mal einen kleinen Schluck.
Es steigt ja sonst zu Kopf.
So, das genügt.
Und jetzt stellen wir den Alkohol-Gehalt fest.
Heidelbeer-Wein hat ja nicht nur einen würzigen Geschmack,
sondern ist auch gesund und sehr bekömmlich.
Baldrian soll auch sehr bekömmlich sein.
Pfeiffer, mit Baldrian lockt man doch Köter und Katzen.
Mein Onkel sagt, Baldrian gehört in jede Familie,
auch wenn sie keine Katzen hat.
Pfeiffer, Sie sind albern. Setzen Sie sich.
Luck, was wissen Sie von der alkoholischen Gärung?
Schon die alten Germanen
Man sagt nicht Pamps. Es war Hopfen und Gerste.
Und wie hieß das Getränk?
Baldrian.
Der Schüler Luck hat unrecht. Das Getränk heißt Pilsner Urquell.
Oder ich muss falsch unterrichtet sein.
Ich habe irgendwo gelesen, sie lägen am Ufer des Rheins.
Sie legten sich auf die Bären-Haut und tranken immer noch eins.
Wo haben Sie diesen Unsinn gelesen? In einem Schulbuche?
In der Berliner Illustrirten.
Das Getränk heißt Met.
Weiter?
Husemann, was ist denn mit Ihnen los?
Mir ist so komisch im Kopf. Mir dreht sich alles.
Dann setzen Sie sich wieder hin.
So, Rosen, machen Sie mal das Fenster auf.
Schnell, los!
Pfeiffer, was wissen Sie von der alkoholischen Gärung?
(lallt) Also die alkoholische Gärung
Also der Alkohol erzeugt mehr oder minder Gärung.
Die sogenannte Minderjährige.
Pfeiffer, was ist in Sie gefahren?
Sagen Sie mal, Sie faseln ja?
Der Alkohol, der gärende, fängt an zu faseln.
Und es entsteht Heidelbeer-Fasel, Beidelheer-Fusel.
Setzen. Luck, fahren Sie fort.
Herr Professor, ... - Was ist denn?
Ich kann nicht mehr richtig sprechen. Meine Zunge ist ganz dick.
Zeigen Sie mal her.
Sie ist auch ganz rot. - Sehen Sie meine auch mal an.
Seine auch. - Meine ist ganz blau.
Ja, blau, aber deswegen brauchen Sie sich doch keine Sorgen machen.
Das kommt von den Früchten vom Heidelbeer-Wein.
Ach so.
Knebel, was lachen Sie so lächerlich?
Ich lach doch gar nicht. Ich weine.
Ich hab das heulende Elend.
Da stehen Sie noch mal.
Ich seh alles doppelt. - Das versteh ich nicht.
Entschuldigen Sie, aber das war doch nur ein ganz kleiner Schluck.
Das ist doch unmöglich, und der Alkohol-Gehalt ist doch nur 13,5%.
Ackermann, warum entkleiden Sie sich?
Ich muss mich etwas hinlegen. Ich kann nicht mehr stehen.
Ich habe einen sitzen.
Herr Professor, kann ich bitte noch ein Gläschen haben?
Nein. - Nur ein winziges Schlückchen?
Ich muss aber, Herr Professor. Ich muss.
Ist Ihnen nicht wohl? - Sehr wohl, Schnauz, sehr sogar.
Mir ist so kannibalisch wohl als wie 500 Säuen.
♪ Uns ist so kannibalisch wohl als wie 500 Säuen.
♪ Uns ist so kannibalisch wohl als wie 500 Säuen.
Das klingt ja wie Auerbachs Keller.
Was ist denn hier los?!
Dieser entsetzliche Lärm dringt ja bis zum anderen Flügel!
Und auf zwei Flügeln flög ich ... - Ruhe!
Ruhe! - Himmelkreuzschockschwerenot!
Ich will wissen, was hier los ist.
♪ Die Germanen wohnten am Ufer des Rheins.
Wir haben Weinchen getrunken, schönes Weinchen.
♪ Sie legten sich auf ... - Ruhe jetzt!
Ein Trinkgelage ...
Wo habt ihr den Wein her? - Den haben wir trinken müssen.
Schnauz hat einen ausgegeben. - Ich bin sprachlos, Herr Direktor.
Es war nur ein ganz kleiner, harmloser Schluck.
Und der Alkohol-Gehalt ist nur 13,5%.
So?
Ihr geht jetzt alle nach Hause, einzeln.
Und so leise ihr könnt. Nehmt euch zusammen!
Und legt euch gefälligst unauffällig ins Bett!
Pfeiffer! Kommen Sie mal her.
Hier, nehmen Sie das und kaufen Sie für alle biserierte Magnesia, los.
Herr Kollege, Sie haben meine Oberprima vergiftet.
Ich wollte nur die alkoholische Gärung ...
Meine schöne Oberprima.
Dabei hat jeder nur einen ganz kleinen Schluck ...
Vergiftet, sage ich. - Ich bin sprachlos.
Denn alle Heidelbeeren habe ich ganz alleine gepflückt.
Ich erwarte Ihren schriftlichen Bericht.
Das Weitere wird sich finden,
wenn ich Antwort vom Provinzialschulkollegium hab.
Was ist denn noch?!
Trauen Sie sich in Ihrem Zustand nicht auf die Straße?!
Hier ist das Geld.
Herr Professor, ich möchte ein Geständnis ablegen.
Ich hab die Klasse angestiftet.
Rein. Wenn Sie vorher noch rausmüssen ...
Geschenkt, Herr Klemke.
Wie lange muss ich denn drinbleiben? - Vier Stunden.
Können Sie mir einen großen Krug Bier holen?
Nee. - Wieso nicht?
Alkoholische Getränke sind verboten.
Haben Sie was zu rauchen?
Ja, Gott sei Dank. - Rauchen ist auch verboten.
"Ein freies Leben führen wir."
Unten ist die Tür. Da ist er drin. - Ein richtiger Karzer?
Vergittert? - Klar.
Bei Brot und Wasser, wie der Graf von Monte Christo.
Ist da jemand?
Sie, sind Sie der mit dem Heidelbeer-Wein?
Wer ist da?
Das sagen wir nicht.
Es wird ewig ein Geheimnis bleiben. - Haben Sie einen Schlüssel?
Finden Sie es nicht langweilig da drin?
Er hat keine Lust. - Oder keine Zeit.
Lasst ihn doch. Er schmachtet.
Sie, wollen Sie eine Zigarette?
Rauchen verboten.
Aber wir können Ihnen ja mal was vorrauchen.
Dann kriegt er noch mal Karzer, weil er im Karzer geraucht hat.
Eva, was ist denn?
"So ein Karzer kann sehr romantisch sein."
* Klopfen *
Herr Hans, da sind zwei Herren Primaner.
Die möchten Sie dringend sprechen. Es ist aber schon nach zehn.
Also, herein damit.
Das ist nett, dass ihr noch vorbeikommt.
Frau Windscheid, bitte noch zwei Gläser.
Was habt ihr denn?
Wir kommen im Auftrag der Oberprima. Du hast die Klasse verpetzt.
Das Schülergericht hat als Sühne verschärfte Klassen-Hiebe angesetzt.
Wir haben das nicht anders erwartet. - Wo ist diese Feierlichkeit?
Sonntag nach dem Gottesdienst an gewohnter Stelle.
Ich werde mich pünktlich einfinden.
Können wir jetzt nicht zum gemütlichen Teil übergehen?
Zieh dir zwei Unterhosen an. Das tu ich immer.
Luck.
Entschuldige bitte.
Pfeiffer Johann, du kannst dich wieder bekleiden.
* Sie pfeifen. *
Hat's sehr wehgetan?
Sie weinen ja. - Ach, Unsinn.
Herr Pfeiffer, Sie sind zwar ein frecher Mensch, aber ein Held.
Fräulein Eva!
Herr Pfeiffer, Sie können doch nicht einfach meine Hand nehmen.
Aber gestern im Karzer, da ...
Bitte erinnern Sie mich nicht daran.
Warum haben Sie ausgerechnet mich geküsst?
Sie waren die Schönste. - Das wussten Sie ja nicht.
Sie haben mich doch nicht gesehen. - So was spürt man.
Und dann hab ich Ihren Mund gesehen.
Aus allernächster Nähe. - Mein Gott, sind Sie schlimm.
Herr Pfeiffer, was tun Sie denn?
Das geht doch nicht, wenn man uns zusammen sieht.
Können wir uns heute Abend treffen? - Um Himmels willen.
Und heute Nachmittag?
Ich muss mit den Eltern spazieren gehen. Heut ist doch Sonntag.
* Marsch-Musik *
Der Pfeiffer ist ein Einzelgänger. Er hat es schwer, sich einzufügen.
Er steht in allen Fächern gut bis genügend.
Man könnte sagen: zwei bis drei.
Aber es fehlt ihm sittliche Reife.
Finden Sie? - Zweifelsohne.
Sein freimütiges Bekenntnis
ist aber ein sichtbarer Entschluss zu moralischer Läuterung.
Er ist auf dem richtigen Wege.
Dreh dich doch nicht immer um, Kind.
Kümmere dich lieber um Professor Crey.
Och, Mutti.
Deinetwegen haben wir ihn eingeladen.
Ernst, lass doch mal die Kinder vorausgehen.
Evchen möchte so gern mit Herrn Professor etwas plaudern.
Wie alt sind Sie eigentlich?
Aber der Altersunterschied spielt doch keine Rolle,
wenn man ein junges Herz in der Brust hat
und an den Vergnügungen der Jugend noch lebhaften Anteil nimmt.
Oh, eine Wippe. Kommen Sie.
Mutwillige Sommervögel.
Wir sehen uns nachher im Harmonie-Garten,
an den gedeckten Tischen.
Na ja, so eine Wippe
ist ja eigentlich nichts anderes als ein gleichschenkliger Hebel.
Man muss nur die beiden Schenkel
mit seinem Körpergewicht in Einklang bringen.
Wir müssen zusammen aufsteigen. Kommen Sie.
Eins ...
Zwei. - ... zwei, drei.
Los. Hopp!
Ach, Fräulein Knauer,
dass ich mit Ihnen noch mal so runter und so rauf ...
Wollen wir nicht doch lieber aufhören?
Es ist doch ein billiger Spaß, wenn's überhaupt einer ist.
Darf ich Ihnen behilflich sein? - Ja, nur ich ...
Oh!
Ich hoffe, Sie haben keinen Schaden am Gesäß genommen.
Aua!
Noch denkt sie gottlob nicht ans andere Geschlecht,
geschweige denn ans Heiraten.
Soll Axmachers Ilse ihn ihr wegnehmen?
Sie hat Mitgift. Sie weiß, wo Bartl den Most holt.
Emilie, ... deine Ausdrucksweise ist mitunter
der Lebensgefährtin eines Humanisten unwürdig.
Äh, der Apfelkuchen kommt hierher.
Oh Gott, was hast du nur mit dem guten Herrn Professor angestellt?
Er ist ja ganz derangiert.
Mich mit ihm beschäftigt, wie du wolltest.
Wir haben gewippt. - Gewippt?
Wenn sie verheiratet ist und mal fünf Kinder hat,
wippt sie bestimmt nicht mehr.
* Die Eltern lachen. *
Pfeiffer, wir können Ihnen keine Vorschriften machen,
Sie meinen, ich soll zu Ihnen kommen?
Recht gern, natürlich. Danke schön.
Ich hab mich nur nicht getraut.
Würden Sie mich vorstellen? - Das ist ja ...
Nein? Dann gestatten Sie bitte. Pfeiffer, Pfeiffer.
Wir kennen uns ja.
Der Direktor war so liebenswürdig, mich an Ihren Tisch zu bitten.
Darf ich?
Verbindlichsten Dank.
Das ist wohl Ihre Tochter, oder? - Aber ...
Aber nein. Das ist unsere Tochter. - Ihre Tochter?
Sie haben ja von mir gehört. Lassen Sie sich nicht abschrecken.
Wir Berliner sind besser als unser Ruf.
Herr Ober, hier eine Tischrunde bitte!
Für uns Herren drei doppelte Cognac und für die Damen zwei Kirsch-Likör.
Pfeiffer, was erdreisten Sie sich?
Ich dachte, ein Schnäpschen würde Ihnen guttun nach der Wipperei.
Wenn Sie heute noch etwas vorhaben, dann nur zu.
Was machen Sie da?
Oh! Nichts.
Hängen Sie's sofort wieder auf.
"Hängen Sie's sofort wieder auf."
Ich häng's wieder auf.
Rechts höher. - Rechts höher.
Rechts höher. - Und nun runter.
Und nun runter. - Runter.
Wiedersehen, Herr Wachtmeister.
Nichts wie Dummheiten im Kopf.
* Stimmengewirr *
Meine Herren, ich bitte, sich zu äußern.
Ich schließe mich Ihnen an.
Ich habe mich noch gar nicht geäußert.
Dann warte ich.
Ich schlage vor, wir beschließen, dass sofort etwas zu geschehen hat.
Wir sind also einstimmig der Meinung, es hat etwas zu geschehen.
(alle) ♪ Vorne mit Trompetenschall, terätätätäterä,
♪ Herr Quinctilius Varus, wau, wau, wau, wau, wau, wau.
Und ich stimme dafür, dass der oder die Übeltäter
unverzüglich von der Anstalt entfernt werden.
Sehr richtig, und ich stimme dafür,
dass wir die Schuldigen erst ermitteln, bevor wir sie entfernen.
Es liegt doch klar der Tatbestand einer Fälschung vor.
Na ja, also man kann einen nötigen, dass er in die Schule geht.
Man kann ihn nicht nötigen, dass er nicht in die Schule geht.
Ich schlage vor, die Stadtpolizei zu verständigen. - Die Polizei?
Na, da sei Gott vor. Eine solche Schande.
Bedenken Sie den Ruf der Anstalt. Nie und nimmer.
Dann müssen wir die Ermittlungen selber anstellen.
Aber wie?
Wir werden an das Ehrgefühl des oder der Schuldigen appellieren,
sie mögen sich freiwillig melden. - Wenn der oder die das nicht tun?
Dann müssen wir nach altem, bewährtem Rezepte alle bestrafen.
Aber, Herr Direktor, bedenken Sie doch:
Da bestrafen wir einen zu Recht und 246 zu Unrecht.
In dem von mir verfassten Buche "Die Gerechtigkeit des Lehrers
unter besonderer Berücksichtigung der höheren Lehranstalten" ...
Hahaha. - Lachen Sie nicht.
Die Angelegenheit ist ernst.
Ich lache ja nicht unernst. Ich lache bitter.
Und das Provinzialschulkollegium.
Oh Gott!
Was sollen wir nur tun? - Nix.
Was? - Wir können doch die Fälschung ...
Aber ob das eine Fälschung ist oder nicht, das liegt doch ganz an uns.
Da stellen wir uns mal ganz dumm und sagen, das Schild ist echt.
Das haben wir selber rausgehängt wegen der Bauarbeiten.
Das ist ausgezeichnet. - Meine Herren, meine Herren!
zu den Prinzipien meines Buches. Das lehne ich ab.
Ich bedaure es aus tiefster Seele ... - Ja.
... dass in diesem Raume, an diesem Tische, aus dieser Runde
Sind wir es nicht unserer Anstalt schuldig ...?
Wir sind ihr schuldig, dass wir sie nicht blamieren
und Ihnen, Herr Direktor,
den peinlichen Weg zum Provinzialschulkollegium ersparen.
Aber ... wir haben doch gar keine Bauarbeiten.
Das mach ich Ihnen schon zurecht.
Was sieht mein entzündetes Auge? Es waren ja wirklich Bauarbeiten.
Aber das Schild war von mir. Ich hab das Schild aufgehängt.
Es war seine Idee. Ich hab ihm nur geholfen.
Angeber! - Das gibt Klassen-Hiebe.
Die Pauker haben uns reingelegt, die heimtückische Bande.
Ich melde mich freiwillig, vor der ganzen Klasse.
Du bist verrückt. - Ich beweise, dass ich es war.
Keine Angst. Ich sage, ich war's allein.
Luck, du fliegst von der Penne!
Ich bin kein Musterschüler. Das lass ich nicht auf mir sitzen.
Setzen Sie sich.
Herr Professor, ...
über den klassischen Begriff der tragischen Schuld.
Herr Professor, ... - Sie stören.
Es ist wegen dem Schild. - Setzen Sie sich.
Wegen dem Schild von gestern. - Nicht "wegen dem Schild".
"Wegen des Schildes". Ihnen sollte das nicht passieren.
Das Schild ist von mir. - Sie sollen den Mund halten.
Ganz allein von mir. Ich hab auch die Idee gehabt.
Ganz alleine.
Ich schreib Sie gleich ins Klassenbuch.
Sie sind albern, Luck. Das Schild hat der Pedell gemacht.
Wegen der Bauarbeiten im Treppenhaus.
Nun setzen Sie sich endlich auf Ihren Platz.
Herr Professor, Luck hat recht. Das Schild ist eine Fälschung.
Jetzt fangen Sie auch noch an.
Ackermann, schreiben Sie ins Klassenbuch:
"Luck und Pfeiffer stören den Unterricht durch freche Lügen."
Es ist manchmal gar nicht so einfach, ein Held zu sein.
Jetzt fahren wir mal im Unterricht fort.
Wer von Ihnen kann mir sagen, in welchem Drama und in welchem Akt
Aber es wird ein Nachspiel haben.
* Es klingelt. *
Was wollen Sie denn hier? - Kann ich mal schnell nach oben?
Ich hab meine Mütze liegen lassen. - Ja, holen Sie sie, aber leise.
Es ist Lehrer-Konferenz.
Eine Lehrer-Konferenz? - Ja, eine außerordentliche.
Donnerwetter. Schon wieder? - Ja.
Pscht.
Pscht. Zieht die Schuhe aus.
Leise. Ich halte Klemke in Schach.
So, was man nicht auf dem Kopf hat, muss man in den Beinen haben.
Sie haben aber fix gemacht.
Bei Ihnen schmeckt's am besten. - Na ja, ich hol's auch vom Lamm.
Bei Axmachers ist kein Druck auf dem Zapfhahn.
Das liegt nicht am Druck, sondern an Ihnen, an der Atmosphäre hier.
Hier ist es noch viel gemütlicher als im Karzer.
Hier hört und sieht man gar nichts vom Gehetze und Gerenne in der Welt.
Die machen aber lange da oben. - Finden Sie?
Ich glaube, ich bring ihnen doch ein paar Bier rauf.
Das sollten Sie nicht tun, Herr Klemke.
Die melden sich, wenn sie was brauchen.
Außerdem stört das, wenn die Sitzung so wichtig ist.
Ja, sehr wichtig.
Worum geht's denn?
Ich glaube, die Fortpflanzung soll eingeführt werden.
Gegenprobe.
Was haben Sie einzuwenden?
Das hab ich doch schon gesagt. Ich halt nix davon.
Die sind doch heutzutage viel aufgeklärter als wir.
So, jetzt brauchen die Herren, glaub ich, etwas Stärkendes.
Ja. - Nacht, Klemke.
Herr Pfeiffer, Ihre Mütze!
Um Gottes willen, ja.
Ich werde
dem Provinzialschulkollegium in diesem Sinne berichten.
Meine Herren, die Sitzung ist beendet.
Guten Abend.
Klemke!
Klemke! - Ich bin hier, Herr Direktor.
Was hat das zu bedeuten?!
Das Bier ist hin.
Zum Donnerwetter! Das Mauerwerk!
Bauarbeiten, Herr Direktor.
Heute hätte mich Herr Luck beinahe angesprochen.
Hoffentlich kriegst du kein Kind.
Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?
Bitte ein Doppelzimmer, neben Herrn Dr. Pfeiffer.
Der wohnt doch hier? - Nicht dass ich wüsste.
So?
Man hat mir aber diese Adresse angegeben.
Das muss ein Irrtum sein.
Ein Pfeiffer hat hier gewohnt, Frau Xylander.
Aber das war kein Doktor. Ja, ich kenne Sie.
Der Film läuft gerade im Schützenhaus.
Im Gymnasium? Was macht er denn da? - Die Oberprima hat heute Nachsitzen.
Wir schreiben eine Klassenarbeit. Das haben wir eh schon lang nimmer.
Und zwar über den Luftdruck.
Warum nicht über das Thermometer? Das geht noch schneller.
Na ja, es ist ja egal, worüber ihr schreibt, nicht?
Es wird ja doch Blödsinn.
* Klopfen *
Es hat geklopft.
Ein alter Witz. Da fall ich nimmer drauf rein.
Es hat aber wirklich geklopft.
Meinst du, ich hab das nicht gehört? Geh raus und guck, wer da ist.
Also das Thermometer. Zuerst: Wie sieht es aus?
Und: Wozu wird's gebraucht?
A) Warum steigt es? B) Warum fällt es?
Herr Professor, da draußen steht eine Dame.
Was denn für eine Dame? - Ein prachtvolles Weib.
So? Und was will sie denn, das prachtvolle Weib?
Einen von uns sprechen.
Halt! Hierbleiben!
Da fall ich nicht drauf rein.
Herr Professor, da ist aber wirklich eine Dame.
Ja?
Na ja, dann tu ich dir den Gefallen und guck mal nach.
Herr Professor ... - Bömmel.
Herr Professor Bömmel,
in Ihrer Klasse ist doch ein Herr Pfeiffer, nicht wahr?
Ein Herr? Das ist doch kein Herr.
Das ist ein Schüler. - Also gut.
Kann ich den Schüler Pfeiffer einen Augenblick sprechen?
Jetzt?
Ausgeschlossen. Das geht unter keinen Umständen.
Wir machen eine Klassenarbeit. Wir müssen nachsitzen.
Aber, Herr Professor, bitte nur einen kleinen Moment.
Es dauert nur einen Augenblick bitte.
Was soll ich ihm denn sagen, wer da ist?
Das sieht er dann schon selber.
So? Sieht er das? Aha.
Und was wollen Sie von ihm? - Das ist privat.
So? Privat? Und wie privat, wenn ich fragen darf?
Ich kenn den Pfeiffer aus Berlin.
Aus Berlin? So sehen Sie auch aus.
Ich will Ihnen mal was sagen:
Wir sind hier in Dingskirchen im humanistischen Gymnasium
und nicht auf der Tauentzien. Lassen Sie den Bub in Ruhe.
Das ist ja noch ein halbes Kind.
Sagen Sie mal, wo wohnt denn der Primaner Pfeiffer?
Und wie jung Sie noch aussehen!
Ich bin ja noch nicht so lange Tante.
Und wie geht es meinem Neffen?
Ist der Kleine auch artig? - Großartig.
Also in Berlin war er in der letzten Zeit eher unartig.
Ach? - Ja, besonders gegen mich.
Da kann ich nicht klagen.
Ich dachte schon, es sind die zweiten Flegeljahre.
Und er trieb sich immer herum, und ich wusste nicht, wo.
(seufzt) Ach ja. - (seufzt) Ach ja.
Da kann ich auch ein Lied von singen: mein Kleiner ...
Poussagen nennt man das wohl.
Da hat er hier keine Zeit für. Er muss ja so viel studieren.
Manchmal hockt er die ganze Nacht da und kritzelt.
Aber er hat doch sicher eine kleine Freundin?
Nicht dass ich wüsste. Er will sich wohl nicht verplempern.
Er hat ja eine feste Braut. - Wirklich?
Ist sie hübsch? - Da bin ich überfragt.
Die hat er ja in Berlin, und die will er richtig heiraten später.
Hat er das gesagt? - Zu mir nicht, aber zu Herrn Luck.
Und der bleibt er eisern treu, sagte er.
Aber zu Herrn Husemann hat er gesagt, das mit der Flamme in Berlin ist aus.
Da weiß ich ja nun nicht. Oder wissen Sie was Näheres?
Nein.
Wo der Kleine nur bleibt!
Es ist doch schon nach drei.
Um die Zeit geht er in der letzten Zeit viel spazieren.
Er hat so einen Drang ins Grüne.
Das finde ich fabelhaft von dir, Hans.
Du weißt immer alles, und wenn du was nicht weißt, gibst du's auch zu.
Das Einzige, was ich weiß: Ich rede mal wieder zu viel.
Sprich weiter. Ich kann dir stundenlang zuhören.
Du hast kolossal tiefe Gedanken.
Du solltest sie niederschreiben, damit du sie nicht verlierst.
Ich finde, du solltest Dichter werden nach dem Abitur,
mit Verlag und so.
Wie lange dauert das, bis der Beruf was abwirft?
Das kommt drauf an. - Und dann erzähle ich überall:
Er ist durch mich Dichter geworden. Ich bin seine Muse.
Evchen, mein Schäfchen.
Du nimmst mich nicht ernst.
Oh, ich nehm dich ernst, viel ernster, als es gut ist.
Und das nächste Mal erzählst du mir alles von der Liebe, ja?
Alles, auch das Schlimme.
Bei Luck und Edeltraud hat es gerumst.
Hat er sie endlich angequatscht? - Er sie? Sie ihn.
Keiner da. Es ist aber auf. - Die Windscheid holt Streuselkuchen.
Wieder niemand da.
Wir können schon mit Griechisch anfangen.
Sieh nach, ob er Zigarren dahat oder einen Cognac.
Guck mal: Evas Skalp als Lesezeichen, mit Liebes-Orden.
Das könnte auch von Edeltraud sein. - Sei nicht so gemein.
Wie findest du das von Hans? Er hat die Idee und ist nicht da.
Nirgendwo Zigarren. - Vielleicht im Nachttisch.
* Musik *
Wenn die Herren vielleicht eine Zigarette wollen ...
Zigarren hab ich leider keine.
Meine Fresse.
Stell mich mal vor. - Das geht doch nicht.
Dann musst du mich zuerst vorstellen.
Wie stellst du dir das vor? Wie soll ich dich vorstellen?
Aber meine Herren! Streiten Sie doch nicht.
Wenn Sie das nächste Mal in ein fremdes Zimmer kommen,
müssen Sie vorher anklopfen. Es könnte ja sein, ich meine ...
Jawohl. Bitte ... - Entschuldigen Sie, Gnädigste.
Sie brauchen nicht rot zu werden.
Die Flucht ergreifen brauchen Sie auch nicht.
Es genügt schon, wenn Sie sich ein bisserl umdrehen.
Marion!
Tatsächlich.
Darf ich dir meine Klassenkameraden vorstellen?
Die Herren kenn ich bereits.
Und ich bin die liebe Tante Marion.
Ganz im Gegenteil.
Los, macht, dass ihr rauskommt! Aber dalli!
Das soll die Tante sein? Das ist ein Vamp.
Wirklich ein prachtvolles Weib.
Warum bist du hierhergekommen?
Das sollt ich eigentlich dich fragen, wenn ich's nicht schon wüsste.
Dein Notizbuch ist sehr aufschlussreich.
Das Einzige, was ich nicht weiß,
ist, warum ich von deiner Eskapade nix wissen durfte.
Du hättest mich doch zurückgehalten. - Das glaub ich.
Na, siehst du.
Vielleicht.
Aber für mich ist es ein großes, romantisches Erlebnis.
Jetzt meinst du das Evchen-Schäfchen, was?
Aber nun sei doch nicht kleinlich, Marion.
Das gehört eben einfach alles dazu.
Ich komm doch wieder zurück, das weißt du doch.
Sag mal, willst du nicht hier bleiben und den Spaß mitmachen?
Nein, das stehst du nicht durch.
Nein, nein, wir fahren zurück nach Berlin.
Du hast genügend Erfahrungen gesammelt.
Lass jetzt ein bisschen deine Fantasie spielen.
Und meinen Besuch hier kannst du auch verwenden.
Ich weiß auch schon, wie das Ende sein wird.
Du sträubst dich ein bisschen, bringst eine Menge Argumente vor.
Mein kleiner Pennäler.
Du bist ein hoffnungsloser Fall.
Die drei Fenster da oben,
das ist meine Oberprima.
Sie haben gerade Geschichte, bei Brett.
Heute ist "Pippin der Kurze" dran.
Und jetzt ist kleine Pause.
Jetzt ist genug, jetzt kommst du, bitte.
Ich muss das erst noch zu Ende führen.
Bitte hab Verständnis dafür.
Also gut. Aber versprich mir wenigstens,
Tante Marion, du bist wunderbar.
Setzen Sie sich!
Also heute wollen wir mal
die weiblichen Gestalten der deutschen Klassiker
miteinander vergleichen.
All die Namen der Damen, die wir in den letzten Wochen drangehabt haben.
Aber schreiben Sie nicht so klein, Platz ist ja genug.
Was ist denn mit Ihnen los, Pfeiffer?
Sagen Sie mal! Herr Dr. Brett hat Sie doch als ...
... fehlend hier eingetragen.
Fehlt Ihnen was?
Ach, weiter nichts, nur starke Zahnschmerzen.
Oje, oje! - Es wird wohl der Weisheits...
...zahn sein.
Hier ist mehr Ablenkung.
Jetzt gehen Sie ganz vorsichtig auf Ihren Platz.
Husemann, und jetzt zu Ihnen.
Wie weit sind Sie?
Aha ...
Wer ist denn Evchen?
Kleist, "Der zerbrochene Krug". - Ah ja, richtig.
Und wer ist Tante Marion?
Tja, wer ist das?
Das hab ich doch eben noch gewusst.
Vielleicht weiß es Pfeiffer.
Das ist die vom Büchner, die ...
Die Marion ....
Die Marion aus "Dantons Tod".
Da war keine Tante. - Das mein ich auch.
Außerdem ist Büchner ein Revolutionär,
und somit kein Klassiker.
Und nun weiter.
Nun, die Tafel ist doch voll. - Dann drehen Sie sie doch um.
Ich glaube, das geht nicht.
Unsinn! Die Tafel hat noch nie geklemmt.
Soll ich das wegwischen oder wird das noch gebraucht?
Ackermann, rufen Sie den Herrn Direktor.
Ich muss sagen, ich bin aufs Tiefste erschüttert,
einen solchen Fall sittlicher Entgleisung
in meiner Anstalt zu erleben.
Das ist die Höhe!
Ich blicke in einen Abgrund.
Also, Sie können mich totschlagen, Herr Direktor,
aber ich finde die Zeichnung ganz hübsch.
Aber Pfeiffer, ein weibliches Wesen,
noch dazu ein Engel ohne jegliche Bekleidung?
das soll ein Knabe sein, ein Cupido.
Sehen Sie doch die Flügel.
Wir sind nur mit der Zeichnung nicht ganz fertig geworden.
Darf ich mal dranmachen, was fehlt?
* Gelächter *
Ja, ich der Tat.
So betrachtet, nun ja ...
Ich freue mich, dass dieser peinliche Vorfall
eine so harmlose Aufklärung gefunden hat.
Wie siehst du denn aus? - Das sind die Sachen von Mutti.
Komm schon. - Aber ...
Aber Eva, was ist denn?
Zwei Loge.
Sie können aber nur in Begleitung Erwachsener. - Er geht mit mir.
Das hat aber schon angefangen, gnädige Frau.
Wie findest du sie?
Marion Xylander.
Marion Xylander.
Ich glaube ...
Und wo?
Im Kino, wo denn sonst?
Es hätt ja sein können,
dass du sie schon mal in Berlin oder sonst wo gesehen hast.
Aber spielen tut sie gut, findest du nicht?
Nein, dass die verführt werden muss, glaubt ihr kein Mensch.
Sie sollte eher raffinierte Luder spielen.
Oder kleine Jungs, das kann sie sicher viel besser.
Warum machen die immer dunkel, wenn was Schlimmes kommt?
Ja, zu schade.
Wie soll man da jemals rauskriegen ...
Auweia, jetzt hat er sie zur Dirne gemacht.
So seid ihr Männer.
Vielleicht heiratet er sie ja. - Der?
Das glaubst du wohl selber nicht. Mit dem Schnurbart!
Siehst du, er gibt ihr Geld.
Wenn er sie heiratet, muss er ihr noch viel mehr Geld geben.
So ein Gigolo.
Ein Gigolo ist einer, der Geld nimmt.
Ganz schön fett ist sie.
Ich find, sie hat eine ganz gute Figur.
Rühr mich nicht an, du Schuft! - Aber was ist denn?
Was hast du denn?
Woher weißt du, dass Marion Xylander eine gute Figur hat?
Aber das sieht man doch. Was hast du denn?
Sie war bei dir, in deiner Bude.
Das Automobil hat die ganze Nacht vorm Haus gestanden.
Ilse hat mir alles erzählt. Du Schuft! Du Gigolo!
Eva, aber Marion ist doch meine ...
Ich will dich nie, nie wieder sehen, du Wüstling!
... meine Tante
Sie sind also seine Tante? - Ja.
Ich vertrete Vater- und Mutterstelle an ihm.
Der arme Junge ist Waise.
Was kann ich für Sie tun, Frau Xylander?
Die Sorge um meinen Neffen treibt mich zu Ihnen.
Ich habe ihn gestern besucht und muss sagen,
der Junge hat mir gar nicht gefallen.
Das Leben hier scheint ihm nicht zu bekommen.
Er soll aufsässig sein und lernt schlecht.
Nun ja, er ist manchmal ein rechter Tausendsassa.
Ich möchte Hans doch lieber von der Schule nehmen.
Es wird für uns alle am besten sein.
"Nicht für mich", sagte ich, "und auch nicht für die Lehranstalt."
"Wir alle haben den Eindruck, der Jüngling entwickelt sich prächtig."
"Und wir haben ihn liebgewonnen", fügte ich hinzu.
Es gelang mir, sie zu überreden.
Wie schön, Ernst! Noch etwas Wildfleisch?
Du solltest dich nach Tisch ein Stündchen hinlegen.
Du siehst wieder so blass aus.
Weißt du, Professor Crey kommt heute zum Kaffee.
Von welchem Schüler war die Rede, Ernst?
Von Hans Pfeiffer, hab ich das nicht erwähnt?
Seine Tante war heute bei mir, Frau Marion Xylander.
Eine erstaunlich achtbare Frau, obzwar Kinokünstlerin.
Ist das dein Ernst, Ernst? - Sie ist seine Tante?
Was hat denn das Kind?
Und nun zu unserem Sorgenkind, Pfeiffer.
Pfeiffer, das Aufsatzthema lautete: "Inwiefern gleichen sich
Wilhelm Tell und Götz von Berlichingen
und inwieweit bestehen wesentliche Unterschiede zwischen den beiden?"
Ihr ganzer Aufsatz besteht nur aus einem ganzen Satz.
Wollen Sie das mal vorlesen?
Hier vor allen Schülern.
den Götz von Berlichingen hingegen nicht."
* Gelächter *
Das höhnische Gelächter Ihrer Mitschüler
Ich stehe vor einem Rätsel.
In allen Fächern stehen Sie "gut" bis "genügend",
nur in Deutsch stehen Sie auf "mangelhaft",
vor allem im Schriftlichen.
Was wollen Sie eigentlich werden? - Schriftsteller.
Gott schütze die deutsche Literatur. - Jawohl.
Und jetzt zurück zu unserem Schiller.
So! Also, wie weit sind wir gestern bei unserem Don Carlos gekommen?
Zweiter Akt, vierter Auftritt, Seite 116.
Ja, den Don Carlos macht Ackermann.
Und wer spielt den Pagen?
Luck, der ist so zart.
Diese Bemerkung ist ungehörig.
Was Luck an Wuchs fehlt, ersetzt er durch Wissen.
Im Gegensatz zu Pfeiffer.
Was der zu lang ist, ist er zu kurz an Verstand.
Also, beginnen wir.
"Ein Brief an mich, wozu denn dieser?
Wozu denn dieser Schlüssel?
Und beides mir so heimlich überliefert?
will lieber sie erraten als beschrieben sein."
"Zurückfahrend." - Nein, nein, nein.
"Die Dame? Was? Wie? Wer bist du denn?"
"Ein Edelknabe. Ihrer Majestät, der Königin."
"Du bist des Todes. Halt! Ich weiß genug."
"Wusste ja nicht, dass M deine T ist."
Was hat das zu bedeuten?
"Kannst du mir noch einmal verzeihen?"
Das ist ein Schlagertext.
Die Melodie geht so:
♪ Kannst du mir noch einmal ... - Unterlassen Sie das!
Ich bin ja auch vom Singen befreit.
"Tausend Küsse! Gruß, E."
Wer ist "E."?
Das sag ich nicht.
Dann werden wir diese Handschrift
von Herrn Direktor Knauer feststellen lassen.
Vielleicht kennt er diese Handschrift.
"Gnäd'ger Prinz, verdien ich diesen Argwohn?"
Pfeiffer, geben Sie den Brief wieder her.
Geben Sie den Brief auf der Stelle wieder her! Pfeifer!
Das wird ein Nachspiel haben.
Ich erwarte Sie heute Nachmittag, Punkt drei Uhr bei mir zu Hause.
Der Professor hat Sie schon seit einer Stunde erwartet.
So? - Ja, der ist sehr böse.
Und ich muss das nachher immer ausbaden.
Das tut mir leid.
Er holt sich drüben ein paar Zigarren.
Ich hab's heute wieder so im Kreuz.
* Uhr macht "Kuckuck". *
Ich habe Sie für drei Uhr bestellt.
Es ist gerade drei Uhr, Herr Professor.
Bitte, überzeugen Sie sich: 16.02 Uhr.
Könnte es sein, dass Ihre Uhr falsch geht?
Hier ...
Na, wieso denn dieses?
Die auch ...
Dann muss ich meine Uhr mal zum Uhrmacher bringen.
Hätte ich Ihnen ja beinahe Unrecht getan.
Also kommen wir zum Zweck Ihres Besuches.
Setzten Sie sich.
Also, wer ist "E."?
Wollen Sie nicht sagen?
Pfeiffer, Sie sind ein kaum durchschnittliche Schüler.
Und vielleicht, dessen ungeachtet, ein hochanständiger Mensch.
einem jungen, unerfahrenen Mädchen den Kopf zu verdrehen
und zerstören ihm dadurch die Gelegenheit,
zu einem baldigen, gesicherten ...
... wohlsituierten Lebensglücke.
Sind Sie der Meinung, dass Sie das verantworten können?
Ich werde es mir überlegen, Herr Professor.
Tun Sie das, junger Freund.
Überlegen Sie das.
* Chorgesang *
Und was wird aus mir?
Evchen, mein Schäfchen ...
Wenn du mich hier alleine lässt, dann ist es aus, für immer.
Dann muss ich Schnauz heiraten.
Ich will nicht, dass du gehst. Ich will nicht.
Ich habe gewusst, dass sie dich von der Schule nimmt.
Wer? - Deine Tante Marion.
Wie kommst du denn darauf?
Deswegen war sie doch bei meinem Vater.
und wollte mich von der Schule nehmen? - Ja.
Jetzt ist sie selber schuld.
Jetzt passiert's.
Jetzt ... Jetzt heiraten wir.
Was?
Wer?
Wir.
Hans, du hast einen Knall.
Das ist eine hübsche Antwort auf einen Antrag.
Aber dafür sind wir noch viel zu jung.
Wir wissen noch gar nicht, wie man das macht.
Wir brauchen keine Wäsche, wenn wir uns lieben.
Das wird sich ändern.
Ich werde Schriftsteller, wie du gesagt hast.
Ich werde sofort Erfolg haben.
Und die Penne? - Da lass ich mich rausschmeißen.
Mit Pauken und Trompeten.
Morgen mach ich denen ein Ding, ein Ding,
Na? Was gibt's denn? Wieder Lyzen?
Ja, zwei Neue. Klasse, sag ich dir.
Soll ich euch die ganzen Weiber rüberholen hierher?
Idiot, wie willst du das machen?
Man muss nur organisieren können. - Was sagt Schnauz dazu?
Der wird wohl heute viel später kommen.
Von mir aus kann er ganz zu Hause bleiben.
Komm mal her, Kleiner.
Lauf in die Mädchenschule und sag Frau Direktor,
zu uns in die Chemiestunde kommt gleich ein Mann,
der uns Radium zeigt. Wiederhol mal.
Jetzt kommt ein Mann, der uns Radio zeigt.
Nicht Radio, Radium.
Radium. - Richtig.
Dann fragst du sie, ob sie nicht ihre Obersekunda
rüberschicken möchte, damit sie sich das auch mal ansehen.
Warte. Sag ihr noch, eine Lehrperson braucht nicht mitzukommen,
wir übernehmen die Aufsicht. Los, rüber!
* Es klopft. *
* Es klopft erneut. *
Was ist denn? - Herr Professor, schon 8 Uhr durch.
Sind denn in der Schule heute wieder Bauarbeiten?
Es ist doch erst sieben.
Sagen Sie mal, es ist doch erst sieben.
Dann gehen alle Ihre Uhren falsch.
Sieben war es mal.
Da hat doch der Lümmel ...
* Uhr macht "Kuckuck". *
Die Miezen!
Ist das hier richtig?
Bei uns ist es immer richtig.
Was machen wir denn mit denen?
Weiß nicht.
Na, anquatschen.
Los, Luck, das kannst du doch so gut.
Wo ist der Mann, der uns was zeigen will?
Welcher Mann?
Ach so, jaja ...
Der wird sicher gleich kommen.
Einen Foxtrott in Ehren kann niemand verwehren.
Aufstellung wie in der Tanzstunde bitte.
Damenwahl!
* Musik geht los. *
Habt ihr keinen Lehrer? - Der kommt heute nicht.
Hat Pfeiffer gesagt. - Wo ist denn Hans?
Schnauz!
* Er stellt das Grammophon aus. *
Setzen Sie sich, auch die Damen.
Lachen Sie nicht so lächerlich. Sie sollen sich setzen, meine Damen.
Meine Damen, ich danke Ihnen für den Empfang und stelle fest,
dass ich bei Ihnen noch beliebter bin als bei meinen Schülern.
Bravo, Hans.
Wer war das?
Seien Sie nicht so vorlaut, sonst ...
Aber nach den Grundsätzen meines von mir viel beachteten Buches,
"Die Gerechtigkeit des Lehrers unter besonderer Berücksichtigung ..."
"... der höheren Lehranstalten" muss ...
... die Gerechtigkeit auch gegen den Lehrer stattfinden.
Ackermann, schreiben Sie daher ins Klassenbuch:
"Professor Schnauz erhält eine Stunde Karzer
wegen unentschuldigten Zuspätkommens."
* Beifall *
Meine Herren, ich glaube, wir werden schnell fertig sein.
Für Professor Crey ist ein Direktorposten in Aussicht genommen.
Ich wollt mich nur noch mal von seiner Unterrichtsmethode überzeugen.
Kollege Crey hat gerade Chemie in der Oberprima, Herr Oberschulrat.
Wenn Sie sich das anhören wollen. - Ich bitte darum.
Sie wären dran.
Wer wird mich denn schon befördern?
Höchstens der liebe Gott auf den Friedhof.
Warum tun Sie noch Dienst in Ihrem Alter?
Wenn einer nicht mehr in die Schule gehen darf,
dann ist er erwachsen. Und dafür bin ich noch zu jung.
Ich gönne Kollegen Crey die Beförderung,
auch wenn ich seine Unterrichtsmethode
etwas eigenartig finde.
Ruhe!
Das Element Radium ist ein zweiwertiges Element,
welches die Eigenschaft hat, im Dunkeln zu leuchten.
Ich werde Ihnen das vorführen.
Dazu ist es leider notwendig, dass der ganze Raum im Dunkeln ist.
Bitte ziehen Sie die Vorhänge runter.
(Mädchen, kreischend) Nein! - Ja!
* Klassenzimmertür wird geöffnet. *
Bitte, Herr Kollege, lassen Sie sich nicht stören.
Wohl mal einen kleinen Scherz gemacht.
Na ja, muss ja sein.
Wissenschaft mit Humor gewürzt.
Bitte unterrichten Sie ruhig weiter.
Kollege Pfeiffer, machen Sie weiter. Der Oberschulrat darf nix merken.
Das ist vielleicht ein Pfiffikus, hm?
Bitte fahren Sie fort.
Ja, fahren Sie fort, Herr Kollege.
(leise) Sie werden nicht bestraft, ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.
Auf Ihre Verantwortung.
Sitzen Sie bequem, Herr Oberschulrat? - Durchaus, danke.
Also, wo waren wir stehen geblieben?
Wir sprachen von der Chemie des Ackerbodens.
Schon Friedrich der Große hatte ihre Bedeutung erkannt
und von ihm stammt der Ausspruch:
"Wer es fertigbringt, zwei Keime wachsen zu lassen,
wo bisher nur eine wächst,
der ist größer als der größte General."
Wiederum war's ein Deutscher,
der durch seine wissenschaftlichen Forschungen ...
... die Grundlagen geschaffen hat für unsere heutige Agrikulturchemie.
Sein Name ist allerdings mehr bekannt geworden
durch den nach ihm benannten Fleischextrakt.
Und wie heißt dieser große Chemiker? Wer weiß es?
Sie nicht, Knauer, von Ihnen weiß ich, dass Sie alles wissen.
Sie frag ich später ganz etwas anderes.
Axmacher, wie heißt der Erfinder des Fleischextrakts?
Maggi. - Falsch.
Feinschmid? - Liebig.
Ja, wo kommen auf einmal diese jungen Mädchen her?
Ja, ähm ... die Mädchen ...
Also, Herr Oberschulrat, das ist die Oberklasse vom Lyzeum gegenüber.
Ach so, ich verstehe.
Sie machen den Versuch eines Gemeinschaftsunterrichts.
Sehr fortschrittlich. Koedukation.
Aber bitte, über Ihre Erfahrungen
werden Sie mir doch berichten, Herr Direktor.
Bitte fahren Sie fort.
Sehr wohl, Herr Oberschulrat.
Ja, also ...
Pfeiffer, treten Sie vor.
* Gelächter *
Wo ist er denn wieder, dieser renitente Bursche? - Fehlt!
Schade, Herr Oberschulrat, ich hätte Ihnen gerne
den größten Lümmel unserer Lehranstalt vorgestellt.
Und ich bin der Einzige, der mit ihm fertig wird.
* Gelächter *
Das macht nichts, das genügt ja auch. Ich danke Ihnen.
Und ich glaube, Sie dürfen in Kürze
einer sehr angenehmen Mitteilung entgegensehen.
Meine Herren, ich finde seinen Unterricht ganz ausgezeichnet,
Jetzt können wir gehen.
Sie bodenloser Frechling!
Machen Sie, dass Sie fortkommen! - Ich setzte Sie vor die Tür!
A... Ackermann!
Holen Sie sofort die Polizei.
Luck, rufen Sie die Feuerwehr.
Herr Direktor, sehen Sie denn nicht ...
Ich sehe zwei ...
Bitte, meine Herren, gestatten Sie mir eine Frage:
Wer ist denn nun der Richtige? - Ich bin der Echte.
Nein, Herr Oberschulrat. Ich war früher da.
Das ist dieser Pfeiffer, der mich kopiert.
mein Zug fährt ab. Ich erwarte Ihre Berichte.
Herr Direktor, ich glaube, wir können uns kurzfassen.
Sagen Sie, was Sie mir zu sagen haben.
Schonen Sie mich nicht, Sie haben mit allem recht!
Ich bin mit allem einverstanden.
Das Einzige, worauf ich bestehen muss,
jagen Sie mich von der Schule, das hab ich verdient, das muss sein.
Aber ich hab Ihnen doch mein Wort gegeben, Sie nicht zu bestrafen.
Was, ich fliege nicht?
Was ist denn das hier für ein korrupter Saustall?
* Gelächter *
Was muss ich noch alles tun? Die Schule in Brand stecken?
Hans, ich geh mit dir, wohin du willst.
Und wenn's sein muss, auf unser Standesamt.
Auch das noch!
Einen Augenblick, Papi, bevor du deinen Geist aufgibst.
Hier ist mein Abiturientenzeugnis, hier mein Doktordiplom,
mein Einkommensbescheid und meine letzten Verlagsabrechnungen.
Ich bin nämlich gar kein Primaner,
ich bin der Schriftsteller Hans Pfeiffer.
Und nun kommt das traurige Happy End:
Ich hab mein Evchen doch nicht bekommen.
Nicht etwa, weil Tante Marion dagegen war,
nein, es gab nämlich gar kein Evchen.
Ich bin überhaupt nie in Dingskirchen gewesen.
Dingskirchen gibt es nämlich auch nicht.
Sowenig, wie es eine solche Schule gibt, leider.
Und solche Pauker und Lausejungs wie mich schon gar nicht.
Nein, das alles existiert nur
im Verschönerungsspiegel der Erinnerung.
Nicht meiner Erinnerung,
eurer Erinnerung verdanke ich diese Geschichte.
Ich habe sie von eurer Jugend abgeschrieben.
Euch ist sie gewidmet.
Und ich nenne sie in dankbarer Erinnerung:
"Die Feuerzangenbowle".
Prost! - Prost!
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.