All language subtitles for Der.Prinz.und.der.Bettler.1977.German.DVDRip.Retail (2)

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Original subtitles

Ich erzähle eine Geschichte... vielleicht ist sie wahr, vielleicht nur eine Legende.

Vielleicht ist sie passiert, vielleicht nicht.

Aber sie könnte passiert sein...

"Die Herren und Damen seines Hofs flatterten wie juwelenbesetzte Schmetterlinge

durch den Palast, um dem jungen König zu huldigen.

Er überstrahlte sie natürlich an Schönheit, Geist und Mut und..."

- Wie war er? War er hübsch? - Er war etwa so alt und groß wie ich...

Wohl nicht ganz so gutaussehend.

"Von all den schönen Maiden, die verliebt in ihn waren,

suchte er sich eine aus und sagte zu ihr:

'Wunderschöne, allerliebste Dame, du wirst meine Königin.'"

- Nein, John! - Mutter!

- Wer ist der beste Dieb Londons? - Ich, Vater.

- Und wer machte dich dazu? - Du, Vater.

- Und warum machte ich mir die Mühe? - Damit ich für die Familie sorgen kann.

Und nach dir, im hohen, ehrenwerten Alter,

- wenn du zu alt bist, selbst zu stehlen. - Genau.

Also verschwende deine Zeit und dein Können nicht

mit dummen Kindermärchen oder gestelztem Gerede.

Ein hübscher König, was? Dir zeige ich, wer König ist.

Du legst heute Abend fünf Shilling in meine Hand,

sonst haue ich dir den königlichen Hintern wund.

Jetzt lass ihn los, du altes Jammerweib! Verschwinde! Los!

Auf geht's!

Probiert meine fetten Hühner und Tauben.

Probiert meine fetten Hühner und Tauben.

Das ist der große...

Aufgepasst! Ein Bettler und Vagabund! Das sei allen eine Warnung!

- Tom! - Madam, entschuldigt.

Los, verschwinde.

Ihr gabt mir nur sechs Pence, Sir. Ehrlich.

Du Diebin, das war ein Shilling! Ich kann zählen.

Der Shilling ist in eurer Tasche, Sir.

- Ich sah, wie Ihr ihn einstecktet. - Mein Geld ist in meiner Börse.

Heiliger Strohsack.

Wie... Aber...

Tja...

Meine Börse... Sie ist weg! Meine Börse!

Halt! Haltet den Dieb!

- Haltet den Dieb! - Nicht so schnell, Taschendieb!

Das wird dich deine Ohren kosten.

Wachtmeister! Der Dieb stahl meine Börse! Lasst ihn nicht entkommen!

- Jawohl. - Ergreift ihn!

Ergreift den Mann!

Haltet ihn!

Lasst ihn nicht entwischen! Sucht ihn!

Haltet ihn! Er hat meine Börse!

- Das ist er! - Haltet ihn!

Da ist er! Lasst ihn nicht entwischen! Haltet ihn!

Das ist er! Lasst ihn nicht entwischen!

Was ist das?

Winde dich, Wurm.

Ist das Gewicht Englands zu schwer für dich?

Ich trug es diese 35 Jahre lang.

- Wer bist du? - Niemand, Sir. Niemand.

Niemand?

Dann ist es kein Schaden, wenn ich niemandes Arm breche, oder?

Das ist wahr, Klatschmaul. Du fügst niemandem Schaden zu.

Brich ihn ruhig, Alter.

Aber vielleicht verkrüppelt Ihr eine Hand, die Euch irgendwann mal dienen könnte.

Verschont Ihr sie, leistet sie Euch vielleicht gute Dienste,

beim Aufschlitzen schottischer Hälse, zum Beispiel.

Wenn er sie so aufschlitzt wie Ihr, sollte ich ihm lieber alle Knochen brechen.

Ihr habt mich in Schottland enttäuscht, Norfolk.

Mir fehlten Eure persönlichen Anweisungen auf dem Schlachtfeld.

Bleib liegen, du Wurm.

Ich lasse dir diese Hand abschneiden und den Stumpf in heißes Pech tauchen.

Was sagt Ihr dazu, Herzog?

Er ist der Sohn eines Mannes

und diesem Mann ist er so teuer wie Euer eigener Sohn Euch.

Steh auf, Wurm.

Du ruinierst meinen Garten, verfaulst mir den Fuß mit deinem Kadaver.

Du bist ein Dieb. Ich kenne den Blick.

- Ich bin der Sohn eines ehrlichen Mannes. - Das kann nicht mal mein Sohn sagen.

Hör zu, Wurm.

Ich gebe dir etwas Vorsprung. Mal sehen, ob du so schnell rennst wie kriechst.

Wachen! Bringt diesen Lump zur Strecke!

Jagt ihn zurück in die Gosse, wo er herkam!

Renn, du Narr, es geht um deine Haut!

Kommt! Los!

Gut gemacht, Junge. Gut gemacht.

Lord Norfolk, nehmt Ihr mich mit in den Kampf gegen die Schotten?

Wäre ich 20 Jahre jünger, folgte ich Eurer Hoheit gerne gegen die Schotten.

Haltet die Hände am Kampfstecken näher beisammen.

Werde ich tun. Danke, Mylord.

- Er war ein tapferer Haudegen, nicht wahr? - Ja, recht tapfer.

Politiker.

Hüte dich vor diesen Gestalten, Ned.

Er ist ein Mann des Papstes und wechselt die Seiten so schnell wie du dein Hemd.

Er steht dem Thron nahe genug, um ihn zu begehren.

Er ist ehrgeizig. Aber keine Angst. Ich beseitige ihn, bevor ich abtrete.

Norfolk abtrünnig? Vater, jeder andere, aber er...

Wir sind plötzlich Staatsmann, was? Warte damit, bis du meine Krone trägst.

- Bis dahin überlasse Norfolk mir. - Jawohl, Vater.

Nehmt beim Maskenball heute den Herzog von Norfolk in Haft.

Schafft ihn in den Tower und klagt ihn des Hochverrats an.

Jawohl. Und worin besteht der Hochverrat?

Mir gefällt die Farbe seines Hutes nicht.

Aber der Maskenball wird Euch zu Ehren gegeben.

Wenn Ihr kein Kostüm tragt, ist alles ruiniert.

Wenn ich eines von denen trage, bin ich ruiniert.

- Wen sollen sie denn darstellen? - Das ist Adonis, den Venus anbetete.

Schlicht und doch bezaubernd. Tamerlan, König der Türken,

und das ist die Verkörperung des Krieges, der Heidengott Mars.

Mars scheint mir tief ins Glas zu schauen.

Ihr lacht, große Schwester. Als was geht Ihr?

Ich bin nicht der Kronerbe. Ich kann tragen, was ich will, es interessiert keinen.

Aber Lady Jane wird als Wolkengöttin gehen, ganz in Gold und Schleier gekleidet.

Sehr schick wird sie aussehen. Sie sind alle scheußlich. Schafft sie fort.

- Aber Euer Hoheit... - Ich denke mir selbst was aus.

Oder meine schlaue Schwester Bess übernimmt das.

Sie stickte mir stets Geschenke.

Ich bin Prinzessin, keine Herrenausstatterin.

Näht Euch Eure Hemden selbst, Prinz von Wales.

Hoheit, ich würde gerne etwas für den Prinzen nähen.

Kommt nicht in Frage.

In Gottes Namen, wer zum Teufel bist du?

Erwischt. Ich bitte Euch um Verzeihung.

- Ich hing oben im Kamin... - Das weiß ich. Ich fragte, wer du bist.

Steh auf. Wie lautet dein Name?

Bitte, Euer Ehren, ich bin der arme Tom Canty aus Offal Court in Smithfield.

Ich verbarg mich vor den Wachen, als dieser riesige Mistkerl im Garten

sie auf mich hetzte und ich mich ohne böse Absicht in Eurem Kamin versteckte.

Hatte der riesige Herr einen grünen Mantel und einen großen Stab?

Das ist er, Mylord. Kennt Ihr ihn? Mein Gott...

Moment.

Habe ich dich schon mal gesehen?

Wo hast du...

Dreh dein Gesicht zur Seite.

Schau in den Spiegel.

Mein Gott. Wir gleichen einander.

Nein. Du gleichst mir.

Was interessant ist, wenn nicht dreist.

Weißt du, wer ich bin? Ich bin Edward, Prinz von Wales.

Der Herr, der die Wachen auf dich hetzte, ganz zu Recht,

ist mein Vater, König Heinrich von England.

Das war ein gefährlicher Fehler, Meister Canty.

Du solltest dich besser erklären.

Hören Sie, Sir, Euer Gnaden...

Euer Majestät, ich konnte nichts dafür. Die Wächter waren hinter mir her

und ich rannte blind hierher.

Euer Vater hat recht. Ich bin ein Dieb, aber ich wollte hier nichts stehlen.

Ein wählerischer Dieb. Aber kein sehr guter, so wie du aussiehst.

Das ist mein bestes Wams. Letzten August gewaschen.

Du siehst wie eine Vogelscheuche aus.

Oder jemand, der sich als Bettler verkleidet hat für ein...

Kostümfest.

Warum nicht?

Zieh die Lumpen aus. Los. Zieh sie aus. Gib sie mir.

Heute ist ein Maskenball und ich brauche ein Kostüm.

Ich werde in deinen Bettlerlumpen hingehen.

Und du gehst in meinen Kleidern hin.

Mal sehen, was sie sagen, wenn sie uns zusammen sehen.

Keiner wird uns auseinanderhalten können.

- Das kann ich nicht anziehen. - Mein Diener soll dich ankleiden.

Das meine ich nicht, Hoheit. Das wäre nicht recht.

Was würde Euer Vater sagen?

Er ist vielleicht groß und mächtig, aber nicht immer schrecklich.

Freu dich, statt Prügel zu kriegen, darfst du zurück nach Elendscourt...

- Offal Court. - Dann eben nach Offal Court,

mit neuem Wams und einer Tasche voller Goldmünzen.

Goldmünzen? Wie viele?

- 100? 200? - Einverstanden.

Jetzt können wir unsere Verkleidung ausprobieren.

Meine Kleider sollst du gerne tragen, Meister Canty.

Aber das Prinzensiegel bleibt beim echten Prinzen.

Komm mit.

Gütiger Gott. Du bist noch hier?

Habt Erbarmen mit einem armen Bettler. Habt Ihr ein paar Penny übrig?

Deine Dreistigkeit währte länger als dein Glück, Bursche.

Besser raus mit dir, solange deine Haut noch heil ist.

Wachen. Schafft den Irren raus.

Aber...

- Sollen wir ihn verdreschen, Mylord? - Nein, nein, nicht nötig.

- Werft ihn einfach aus dem Palast hinaus. - Aber Mylord, Ihr versteht nicht!

Ich bin's! Lasst mich los! Nehmt eure schmutzigen Hände weg!

Ich befehle euch, lasst mich sofort los, verstanden?

Guten Abend, Euer Hoheit. Ein kleines, unwichtiges Ärgernis.

Ich hoffe, Euer Gnaden wurde nicht gestört.

Aber...

Lasst mich los! Hände weg!

Verrückter Mistkerl. Ich habe dich gewarnt!

Ihr Abschaum! Dafür wird man euch hängen!

Jetzt hau ab, sonst sperren wir dich ein und peitschen dich aus.

Aber es ist wahr. Ich bin der Prinz von Wales.

Kikeriki!

Darf ich deine Prinzessin sein, Liebling?

Ich kröne Euch, Hoheit.

Ich sage es euch nochmal, ihr ungezogenen Mistkerle,

ich bin der Prinz von Wales.

Schaut. Hier ist mein Siegel.

Das königliche Siegel von England.

Glaubt ihr mir jetzt?

Gütiger Gott.

Das sind Diamanten.

Nein, das ist ein zu hübscher Schmuck für den Hals eines Irren.

Das ist eine zu dreckige Hand, selbst um sie an einen Irren zu legen.

Denn es ist klar, dass er verrückt ist.

Jetzt steck das schnell unter dein Hemd und tritt hinter mich.

Und du, du Stück Dreck auf zwei Beinen,

noch ein Schritt weiter und ich steche dich ab.

Zurück jetzt! Und lasst den armen Idioten in Ruhe, klar?

Ich bin der Prinz von Wales.

Ja, und ich bin Iwan der Schreckliche. Zurück jetzt!

Ihr wollt doch nicht alles für euch allein, Hauptmann?

Brüderlich teilen, oder?

Kommt schon. Wir teilen.

Halbe-halbe, ja?

Hier, nimm meinen Mantel.

Zurück! Zurück! Mein Mantel.

Mein Mantel. Zur Mauer, Junge.

Zur Treppe!

Lauf!

Ich schlage vor, wir türmen.

Gesindel! Feiglinge!

Ich lasse morgen Galgen für euch errichten.

Ihr entgeht meiner Strafe nicht, ihr Feiglinge!

Hoheit?

Euer Hoheit.

Nein, nein, das bin ich nicht.

- Euer Hoheit? - Ich bin nicht der, für den Ihr mich haltet.

Ich bin nicht der Prinz von Wales.

Ich bin ein Bettelknabe.

Ein Bettelknabe.

Natürlich seid Ihr das, Euer Hoheit. Ich verstehe.

Ihr improvisiertes Kostüm für den Ball.

Ein herrlicher Einfall.

Die Jagd beginnt

Der Morgen graut

Unser König Harry begibt sich auf die Jagd

Um einen Hirsch zur Strecke zu bringen

- Im Namen des Königs... - Heinrich, glaube ich.

Verhaftet Ihr mich?

Ich bin seit 40 Jahren am Hof der Tudors. Ich bin wohl an der Reihe.

- Darf ich Fragen, wie die Anklage lautet? - Hochverrat, Mylord.

Äußerst schmeichelhaft. Ein gegürteter Graf verhaftet mich,

eine Wache aus Bauern geleitet mich zum Tower und danach zur Enthauptung.

- Das sind königliche Ehren. - Mylord.

Ich dachte, das wäre nur den unglücklichen Frauen Ihrer Majestät vergönnt.

Unser wackerer König begibt sich auf die Jagd

Um einen Hirsch zur Strecke zu bringen

Bravo, mein Kind. Bravo.

Eine hübsche Göttin braucht sich vor einem König nicht zu schämen.

Seine Hoheit, der Prinz von Wales.

Hier, Euer Majestät.

Euer Majestät, ich bin nicht der Prinz von Wales.

Ja, du sahst ihm nie weniger gleich, das garantiere ich.

Steh auf, Junge! Steh auf, bevor ich selbst Unfug anstelle.

Komm her.

Wahrlich, ein richtiger Bettelknabe.

Was für ein zerlumpter Racker.

Ich zweifelte nie an deiner Intelligenz, Ned,

aber ich hätte nicht gedacht, dass du Witz besitzt.

Solch ein prächtiger Pfau muss den Ball eröffnen.

Lady Jane, tanzt die Göttin eine Gaillarde mit dem Bettelknaben?

Sehr gern, mein Herr.

Aber ich kann keine Gaillarde tanzen.

Selbstverständlich. Welcher Bettelknabe kann das?

Steh auf, mein Junge!

Los, Lady Jane.

Kapellmeister! Eine Gaillarde für unseren Bettelprinzen!

Gott segne den Prinz von Wales!

Gott segne den Prinz von Wales!

- Gott segne... - Aber ich bin nicht der Prinz von Wales!

Aber ich bin der Prinz von Wales!

Ja. Natürlich bist du das.

Was ist mit dem anderen, mit dem du die Kleider getauscht hast?

- Wer ist er? - Ich bin nicht sicher.

Ranty, Shanty. Nein, es war Canty.

Tom Canty. Ein Dieb, sagte er. Aus Offal Court. Wo immer das ist.

Offal Court. Das ist in Smithfield, glaube ich. Und dann?

Dann verwechselte man uns und die Wachen nahmen mich fest.

Und dann schlugen sie mich. Sie schlugen mich.

Und dann warfen sie mich auf die Straße.

Und dann kamt Ihr vorbei.

Es ist ein Alptraum.

Ich muss aufwachen, ehe ich verrückt werde.

Ja, aber trinkt erst das.

Das ist die beste Medizin gegen überhitzte Phantasie.

- Oder Wahnsinn. - Ich bin nicht wahnsinnig. Ich bin der Prinz!

Ja, das weiß ich.

- Ihr, wer immer Ihr seid... - Ich bin Miles Hendon.

Wenn Ihr mir nicht glaubt, warum habt Ihr mich dann vor dem Gesindel gerettet?

Was bedeute ich Euch?

Was könnte es Euch nützen, Euer Leben für mich zu riskieren,

wenn Ihr nicht wusstet, dass ich der Prinz bin?

So denkt wahrlich ein König.

Ich sah einen Mann allein, unbewaffnet, ohne Angst zu sagen, was er glaubt.

Da ist es mir egal, ob er der Kaiser von China ist oder ein Verrückter.

Prost.

Man sitzt nicht in meiner Gegenwart.

Hör mir gut zu, Meister. Ich bin kein Mann von Geduld.

Du hast mir an der Treppe das Leben gerettet

und jeder, der das tut, hat mich als Freund fürs Leben.

Aber überstrapaziere meine Freundschaft nicht

indem du mir erzählst, du seist ein Prinz

oder dass ich mich in meinen eigenen Räumen

setzen dürfe oder nicht, Herrgott nochmal. Ist das klar?

Aber ich bin Edward, Prinz von Wales.

Schaut. Erkennt Ihr Beweise nicht, wenn...

Ich sagte, ich will das verdammte Ding nicht sehen.

Dafür könnte man dich zehnmal hängen.

- Woher hast du es? - Es ist das Siegel des Prinzen von Wales.

Dann gib es ihm zurück oder werde es los. Sag mir nicht, wie du es bekamst.

Moment, dieser Bursche, der aus deinem Kamin in den Palast fiel,

Tom Canty. Er war ein Dieb, oder nicht?

Meister Canty, heute Nacht darfst du hierbleiben,

- aber morgen geht's zurück nach Offal Court. - Nein. Ich werde mein rechtmäßiges...

Ich sage das und ich schwöre dir, so wird es gemacht,

denn ich persönlich bringe dich hin.

Ich bin müde. Und mir tut alles weh.

Ich muss schlafen.

Zehn Uhr, gute Nacht, schlaft gut!

Ihr schlaft im Flur, denn ich habe keine anderen Wachen...

- Mit gezogenem Schwert. - Jawohl, bei Gott...

Völlig verrückt.

Arme, verlassene kleine Ratte.

Gute Nacht, zerlumpte Hoheit.

Gute Nacht.

- Meister Hendon. - Ja?

Eure Kleider sind schäbig, aber manchmal redet Ihr wie ein Gentleman.

Was seid Ihr?

Ich bin ein Glücksritter.

Das erklärt wohl Eure Kasernenmanieren.

Aber Ihr habt mir große Güte erwiesen.

Gibt es etwas, das ich, Edward Tudor, Euch für Eure tapferen Dienste gewähren kann?

Euer Majestät sind sehr gütig. Ja, es gibt etwas.

Da ich Unbequemlichkeit hasse,

erbitte ich für mich und meine Erben das ewige Vorrecht,

im königlichen Beisein sitzen zu dürfen.

Und, wenn nötig, schlafen zu dürfen.

Ihr verlangt viel, aber es sei gewährt.

Gewährt.

Nicht der Prinz?

Nicht der Prinz?

Kenne ich meinen eigenen Sohn nicht?

Steht er nicht da vor meinen eigenen Augen?

Wollt Ihr seiner verrückten Geschichte glauben?

Er ist kein Schwindler. Ich kenne mein eigen Fleisch und Blut.

Oder denkt Ihr, ich sei verrückt?

Nein, mein Herr. Euer Majestät sind bei klarem Verstand.

Wir versuchten jetzt vier Stunden lang vergeblich ihn zu überzeugen.

Der Prinz verleugnet sich selbst, auch vor Eurer Majestät.

Mylord. Euer Sohn ist verrückt.

Es gibt keine andere Erklärung.

Dr. Buttes sagte mir, dass solche Wahnvorstellungen vorkommen.

Eben noch gesund wie Ihr und ich und dann...

Herrgott, Hertford.

- Ruft ihn nochmal. - Mein Herr.

Lasst mich mit ihm reden.

- Euer Hoheit. - Ich bin keine Hoheit.

Mein Sohn.

- Kennst du mich? - Ja, mein Herr. Ihr seid der König.

- Aber ich bin nicht Euer Ned. Ich bin Tom. - Ned oder Tom. Was kümmert's mich?

Ich bin dein alter Papa, Junge.

Du wirst mich doch nicht verleugnen.

Du wirst mir doch nicht das Herz brechen.

Das würde ich nie tun. Aber ich bin nicht der Prinz von Wales.

Ich bin Tom Canty, ein Bettelknabe.

Noch immer dieselbe Geschichte. Er glaubt es wirklich.

Schluss. Hebt mich hoch.

Gib mir deine Schulter, Ned, mein Junge.

Hör mir zu.

Mein Sohn ist verrückt.

Aber das soll nicht so bleiben.

Er studiert zu viel.

Er soll Sport treiben und ihm zuträgliche Dinge tun,

dann wird er wieder gesund.

Er ist verrückt, aber er ist mein Sohn...

Und Englands. Und verrückt oder nicht, er wird regieren.

Hört gut zu. Alle.

Wer immer hierüber spricht,

über die Krankheit des Prinzen, begeht Hochverrat und wird geköpft.

Niemand darf darüber sprechen. Nicht mal der Prinz.

Der Prinz wird seine königliche Herkunft nicht leugnen.

Er wird sich nicht Bettelknabe nennen und nicht wie einer reden.

Jetzt geht, alle.

Wäre er auch tausendmal verrückt, er bleibt doch der Prinz von Wales.

Mylord, habt Ihr keine Zweifel?

Zweifel, Mylord? Sprecht nur, wir sind allein.

Ihr seid der Onkel des Prinzen und kennt ihn seit seiner Geburt.

Mir erscheint es seltsam, dass sein Wahn ihn so verändert haben soll.

Sein Gang, seine Redeweise und vor allem seine Manieren.

Er ist derselbe, aber sie sind irgendwie anders.

Er ist weniger prinzenhaft als vorher.

Mylord, nichts für ungut, aber wenn er schwört, er sei nicht der Prinz...

- Mylord, das ist Hochverrat. - Nein, Mylord, so habe ich es nicht gemeint.

Ich liege gewiss falsch. Ganz sicher. Ich irrte mich. Sagt nichts davon.

Das sollte ich gewiss nicht tun. Wir müssen solche Zweifel vergessen.

Überlegt. Wäre er ein Schwindler und würde schwören, er sei der Prinz,

wäre das natürlich und verständlich.

Aber würde ein Schwindler, den der König, der Hof

und alle anderen als Prinz anerkannt haben, seine Herkunft leugnen

und behaupten, ein Schwindler zu sein?

- Nein, Mylord. - Ganz genau.

Verrücktheit ist verrückt und voller seltsamer Widersprüche und Torheiten.

Ich kannte mal einen Mann, der schwor, sein Kopf sei aus Glas

und niemand dürfe ihn anfassen, weil er sonst zerbräche.

Unser Prinz ist nicht so verrückt und wird wieder gesund,

denn er ist der Prinz und bald unser König,

selbst wenn er sich selbst für einen armen Bettelknaben hält.

Wo zum Teufel warst du?

Siehst aus, als wärst du in der Kloake rumgekrochen.

Oder bist du irgendeiner ärmlichen Schlampe nachgestiegen?

Du dreckiges kleines Schwein. Willst du deiner Mutter das Herz brechen?

- Nein, John, er hat nicht... - Klappe!

Ich sagte, ich will bis zum Abend fünf Shilling.

Das hast du verpasst. Kleiner!

Aber du kommst genau richtig zum Frühstück, was?

Ich frage Euch nochmal, Freund, ist das Euer Sohn?

Ich bin sein Vater. Was immer Euch das kümmert.

Mich kümmert sein Wohlergehen,

darum bringe ich ihn zurück in den Schoß seiner lieben Familie.

Ich glaube, dass er verrückt ist. Aber das wundert nicht.

Selbst wenn Ihr sein Vater seid, er ist nicht normal, also geht sanft mit ihm um.

Der Dreckskerl bekommt von mir, was er verdient.

Also kümmert Euch um Euren eigenen Kram.

Ich sagte, geht sanft mit ihm um.

Madam, kümmert Euch um Euren kleinen Prinz.

Nimm.

Kleiner!

- Geht zu Bett, mein Freund. - Ich bringe dich ins Bett.

Gute Frau, wir brauchen bald heißes Wasser und Verbände.

Für mich saubere Verbände, bitte.

Dicken, pack ihn dir von hinten!

Heilige Muttergottes! Du hast ihn umgebracht!

Umgebracht?

Ich habe ihn umgebracht, was? Hat er es nicht so gewollt?

Hat er nicht darum gebettelt?

Hey! Du hast es gesehen. Er schlug zuerst zu, oder nicht?

Du warst Zeuge. Er hat angefangen.

- Mörder. Mörder! - Ist es nicht wahr?

John! Du wirst heute Abend gehängt, wenn du nicht abhaust.

Beeil dich. Der Priester verpetzt dich garantiert.

- Woher weißt du, dass er tot ist? - Er ist steif wie ein Brett.

Komm jetzt, bevor es sich rumspricht. Du musst raus aus London.

Wohin soll ich? Wovon soll ich leben?

Schließ dich eine Weile Rufflers Bande an. Bei Hendon. Der versteckt dich.

Und nimm ihn mit. Er kann genug für euch beide stehlen.

Willst du warten, bis dich die Männer des Sheriffs holen? Lauf.

Ja, ich packe ein paar Sachen.

Ein Ablasshändler, ein Almosensammler und ein Priester

gingen zusammen nach Jerusalem.

Über diese Geschichte lachte ich schon vor 40 Jahren nicht.

Mein Gott, gib's auf, du Metzger.

Wo hast du Medizin studiert, in einem Schlachthaus?

Wenn ich bei Euch Blut abzapfen dürfte?

Ich habe kein Blut übrig, du Trottel.

Ihre königliche Hoheit, der Prinz von Wales.

Komm zu mir, mein Junge.

Bevor diese Lumpen mich in meinem Bett ermorden.

Du siehst gut aus, Junge.

Mehr nach dir selbst.

Hier, gib mir deine Hand.

Ich bin krank.

Du wirst mich heute Abend

beim Guildhall-Bankett vertreten müssen.

Alle Männer müssen dich sehen.

Müssen sehen, dass es dir gut geht,

damit sie wissen, dass das Reich in sicheren Händen ist, wenn ich...

Küss mich, Edward.

Hertford.

Sitzt diese Schlange Norfolk im Tower?

Das Parlament besiegelte sein Schicksal mit dem großen Siegel.

Sobald es die Schneide der großen Axt besiegelt, werde ich zufrieden sein.

"Für den Hochverrat, den Ihr begangen habt,

werdet Ihr, Thomas Howard, Herzog von Norfolk, dazu verurteilt,

morgen früh enthauptet zu werden.

Möge Gott Euch gnädig sein."

Und auch Euch, wenn Eure Zeit kommt.

Hoheit. Es ist freundlich, dass Ihr mich besuchen kommt.

Ich kann Euch leider wenig Gastfreundschaft bieten.

Mylord, ich wünschte, ich könnte Euch helfen,

wie Ihr dem Bettelknaben im Garten des Königs geholfen habt.

Und wie Ihr ihn dann aus dem Palast geschickt habt, ohne ihn zu bestrafen.

Das war sehr gütig von Euch, Mylord, einem armen Bettelknaben gegenüber.

Es sind solche armen Bettelknaben, die Englands Gewissen verkörpern

und seine Schlachten gewinnen. Ich habe sie gesehen und nicht vergessen.

Außerdem, je älter man wird, desto mehr wird einem klar,

dass man auch ein paar gute Taten auf dem Konto haben muss.

Ich richtete in meinem Leben bei Gott genug Unheil an.

Könnte ich nur...

Ich bedaure das zutiefst, Mylord.

Ich will nicht behaupten, dass es mich freut, Euer Hoheit.

Aber wisst Ihr, was der Tod für einen alten Soldaten ist,

der ihm hunderte Male ins Auge sah?

Ein Mittel gegen Rheumatismus.

Möge Gott mit Euch sein.

Meine treuen Grüße an den König, Euren Vater.

Erinnert ihn daran, dass wir uns wiedersehen. Schon sehr bald.

Lang lebe Prinz Edward!

- Fühlen sich Euer Hoheit nicht wohl? - Nein.

Doch, sehr wohl.

Dann winkt, Trottel.

Nein! Das ist der Bettelknabe! Er ist ein Schwindler! Ich bin der Prinz von Wales!

Hüte deine Zunge, du verrückter Narr!

Soll man uns wegen Hochverrats verhaften?

- Ich bin der Prinz von... - Halt den Mund!

Der Junge ist mein Sohn. Er ist verrückt.

Er meint es nicht böse. Wirklich.

Er hat bloß verrückte Ideen.

Gott segne den Prinz von Wales!

Gott segne Prinz Edward!

Gott segne ihn!

Nein, das wird bestimmt schmutzig.

Bringt es weg. Vorsichtig.

Wenn du denkst, er sei vergiftet, probier ihn doch an einem Hund oder Klempner aus.

Jawohl, Euer Hoheit.

Versuchst du, mich zu amüsieren?

Norfolk ist verurteilt.

Gut.

Jetzt ist es ein Wettrennen zwischen uns.

Wie kurz das Leben war.

Kommt zur Ruhe, mein Herr.

Versucht zu schlafen.

Schlaf. Der Rat eines Priesters.

Sanft in den Tod gleiten...

Gebete wimmernd...

Ich bin ein König...

Von England.

Ich werde Gott in die Augen schauen.

Mönche...

Die Jagd beginnt

Der Morgen graut

Unser König Harry begibt sich auf die Jagd

Um einen Hirsch zur Strecke zu bringen

Der Sommer naht Laut singt der Kuckuck

Das Korn wird gesät und der Met wird gebraut

Die Bäume schlagen aus Sing, Kuckuck

Das Schaf gebiert ein Lamm Die Kuh bekommt ein Kalb

Der Ochse streift durch den Farn Und fröhlich singt der Kuckuck

Kuckuck, kuckuck Wir singen kuckuck

Und hören nicht mehr auf

Der Sommer naht Laut singt der Kuckuck

Das Korn wird gesät und der Met wird gebraut

Die Bäume schlagen aus Sing, Kuckuck

Das Schaf gebiert ein Lamm Die Kuh bekommt ein Kalb...

Der König ist tot.

Lang lebe der König!

Lang lebe der König!

Aber ich bin es nicht.

- Der König! - Der König!

- Mylord Hertford. - Mein Herr.

Wenn ich einen Befehl erteile, wird er befolgt?

Das Wort des Königs ist Gesetz.

Dann benachrichtigt den Tower,

dass der König befiehlt, den Herzog von Norfolk nicht hinzurichten.

Euer Majestät.

Lang lebe Edward, der König!

Der junge König Edward ist meine ganze Freude

Und der kleine König Neddy Ist meine Wonne

Sei still, sonst hast du noch einen Mund unterm Kinn.

- Wo brachte Canty den Jungen hin? - Ich weiß es nicht.

- Dann verabschiede dich, Meister. - Er brachte ihn raus aus London.

Ich schwöre es. Sie schlossen sich Rufflers Bande an. Bei Hendon.

- Das ist die Wahrheit. Ehrlich. - Das hoffe ich für dich.

Sonst lasse ich dich deinen eigenen Adamsapfel essen.

Deine Fingernägel sind dreckig.

Kann nicht mehr weit sein.

Verdammte Dunkelheit.

Los!

- Wohin des Weges, Freund? - Verirrt, mein Freund?

- Angst vor der Dunkelheit, mein Freund? - Ich bin unbewaffnet. Ich tue nichts.

Ich suche Ruffler.

- Ruffler? - Und was willst du von ihm?

Und wer bist du?

- Ein Bettler? - Ein Unterhändler?

- Ein Spion? - Nein, ein Freund. Ich brauche seine Hilfe.

- Seine Hilfe? Kannst du bezahlen? - Und kannst du kämpfen?

- Kannst du stehlen? - Ich muss zu ihm.

- Bist du sicher? - Bist du klug?

- Bist du bereit? - Los, nehmen wir ihn mit.

Moment. Wo bringt ihr mich hin?

Lasst meinen Hals los, ja? Los, hoch mit ihm! Hoch mit ihm!

Hallo, Ruffler. Besuch für dich.

Sie wollen deine Hilfe.

- Wir sind ehrliche Leute. - Dann seid ihr hier nicht willkommen.

Wenn du ein Dieb wärst oder ein Vagabund,

auch ein Adliger oder ein Anwalt.

Mein Sohn ist der beste Dieb Londons.

- Ein Dieb ist er? - Mit flinken Fingern.

Taschendieb! Langfinger!

Das ist eine Lüge! Ich bin kein Dieb!

Dieser lügende Mörder ist nicht mein Vater.

Ich bin der Prinz von Wales.

Ein lügender Mörder und ein Irrer. Willkommen, Freunde.

Mandrake, bring sie her. Wir wollen sie uns ansehen.

Ist er nicht gewalttätig? Wir sind empfindsame, zarte Menschen.

Dann macht ihn los. Night Owl. Linklight.

Holt Essen und Trinken für diese tüchtigen Untüchtigen.

Zeigen wir ihnen die Gastfreundschaft der soliden Bettler.

Moll, Mandrake, Hodge. Singt unsere Hymne...

Los, Mandrake, Hodge!

Horcht, horcht die Hunde bellen

Die Bettler kommen in die Stadt

Manche auf Kleppern und manche auf Pferden

Und manche im samtenen Kleid

Horcht, horcht, die Hunde bellen und beunruhigen das Reich

Manche tragen Seide und manche sprechen Latein

Die Bettler kommen in die Stadt

Macht Euch keine Sorgen um den Jungen.

Er ist ein guter Dieb, aber ein bisschen verrückt.

Und er sagt die Wahrheit.

Zumindest was dich angeht.

Lügner und Mörder. Ja.

Du siehst nach Galgen aus, Raufbold. Erzähl uns, wen du umgebracht hast.

- Erzähl es uns! - Los, erzähl!

- Es war ein Versehen. - Wie immer.

Wir sind alle aus Versehen hier.

Wir sind solide Bettler.

Diebe. Vogelfreie.

Krüppel. Dirnen, Davongelaufene.

Und entlassene Priester, enteignete Mönche,

verbannte Freibauern, verhungernde Soldaten.

Vielleicht ist sogar der eine oder andere Gentleman dabei. Wer weiß?

Also, seid willkommen, Mörder und dein Irrer.

Er ist kein wirklicher Irrer und er stiehlt gut.

Aber er hält sich für den Prinz von Wales.

Dann hinkt er seiner Zeit hinterher.

Weiß er nicht, dass der alte König tot und in der Hölle ist?

Er ruhe in Frieden!

In der Hölle!

Warum sollte ich ihm Böses wollen?

Er überfiel das Kloster, wo ich Mönch war,

und trieb uns alle in den Hungertod.

Als Mönch lebte ich gut.

Ich nahm von den Armen und hatte alle Nonnen, die ich wollte.

Jetzt als solider Bettler lebe ich gut, ich nehme von den Armen

und auch wenn sie keine Nonnen sind...

Sie haben ihren Habitus nicht geändert.

Was die Verdammung König Heinrichs angeht, bin ich unparteiisch.

Ich stoße an auf den neuen König.

Edward! Er möge lang regieren

und zu unehrlichen Mönchen, ehrlichen Bettlern

und all den armen Leuten freundlicher sein, als es sein Vater war!

Warum sollte er? Was interessiert es ihn? Ist er besser als sein Vater?

Du sagtest, König Heinrich habe dein Kloster überfallen.

Du hattest Glück.

Ich war Pflüger, ehe sie mein Land an sich nahmen.

Sie warfen mich auf die Straße, mit meiner Frau und den Kindern,

und trieben uns mit der Peitsche von Stadt zu Stadt.

Schaut her.

Zum Teufel mit euren Königen Heinrich und Edward und wie sie alle heißen.

Dies ist eine grausame Welt.

Ich war Waldarbeiter, bis sie die Bäume fällten.

Als ich dann wilderte, um meine Familie zu ernähren...

Meine Frau wurde gehängt. Sie sagten, wegen Blasphemie.

Wenn ich gefasst werde...

Das Gesetzt Englands sagt, ich werde verbrannt.

Wirst du nicht.

Von dieser Stunde an ist dieses Gesetz abgeschafft.

Und hätte mein Vater, der König,

von all dem Unrecht gewusst, das ihr erlitten habt,

hätte er es nie zugelassen.

Sprichst du vom König als deinem Vater im übertragenen Sinne

als jemand, der den König als Vater seines Volkes sieht,

oder behauptest du, eines seiner vielen unehelichen Kinder zu sein?

Weder noch. Ich bin Edward, König von England.

Verdammt, Tom, halt den Mund.

- Er sah den König vorbeifahren. - Das war ein Schwindler,

ein Betteljunge, der mir den Thron stahl.

Euer Majestät sollten besser zurück nach London eilen,

denn wenn sie diesem Betteljungen die Krone aufsetzen,

seid Ihr Euren Thron für immer los.

Ja, ich muss schnell los, bevor es zu spät ist.

Nicht so eilig, Kleiner! Wir verpassen dir eine Krone!

- Mandrake! - König Tom. König Tom vom Tollhaus.

Nein, König Fu Fu. König Fu Fu der Erste.

- König der Mondkälber. - Inthronisiert ihn!

Krönen wir ihn!

- Verpasst ihm die Krone! - Verpasst ihm den Mantel!

- Das Zepter! - Den Mantel!

Seid gnädig zu uns, mächtiger Fu Fu.

Tretet Euer Volk nicht mit Füßen, großer König.

Habt Mitleid mit Euren Sklaven.

Belohnt Euren demütigen Diener.

Heil Euch, König Fu Fu.

Ehrt mich mit einem königlichen Arschtritt, Euer Majestät!

- Schnappt ihn! - Ich schnappe ihn mir!

Renn, Bursche!

Sie sollen einen fairen Kampf austragen.

So falsch wie sie wollen.

- Schaut euch bloß Hugo an! - Steh auf, Hugo.

Steh auf!

Jetzt gehe ich. Keiner soll wagen, mich aufzuhalten.

Du gehst nirgendwohin.

Sobald ich gekrönt bin, lasse ich einen Galgen für dich errichten,

dann wirst du für den Mord an meinem Freund hängen.

Kinder haben heute keinen Respekt mehr vor ihren Eltern.

Du bleibst hier!

- Wenn du versuchst, mich zu verlassen... - Langsam, du Tyrann!

Lass deine Urteilskraft nicht von Vaterliebe trügen.

Verrückt oder nicht, er ist zu gut für dich.

Halte ihn auf. Vorsichtig. Und lass den Jungen gehen.

Du... Du undankbarer... Steh auf!

Er ist tot.

In deine Hände, oh Gott.

Wieso bringst du ihn hierher? Jetzt müssen wir ihn begraben.

- Ihr? - Ja, ich.

Ich suche seit Stunden in diesem Wald nach dir und dem Lager dieses

Rufflers.

- Wo ist Canty? - Irgendwo da hinten.

- Dieser Riese griff ihn an. - Sehr gut.

- Er bringt ihn vielleicht um. - Besser so. Komm, Junge, Beeilung.

Ich will die Königin von Schottland nicht heiraten.

Sie ist erst sechs Jahre alt.

Bei königlichen Hochzeiten ist das Alter unwichtig.

Die Alternative könnte Krieg sein, Euer Majestät.

Gut, ziehen wir in den Krieg. Eine Hochzeit ist eine ernste Sache.

Unmöglich, mein Herr. Jeder Angriff auf Schottland

würde Frankreich provozieren.

- Der Teufel soll Frankreich holen. - Gewiss.

Aber bis er das tut, bleibt Frankreich für England eine Gefahr.

Dann stellen wir uns ihr. Wir haben die Franzosen stets besiegt.

- Wir kämpfen gegen sie. - Undenkbar, Euer Majestät.

Wir sind nicht gerüstet für einen Krieg.

Darum müssen Euer Majestät unsere Politik auf Paris und Edinburgh ausrichten.

Und Eure Räte warten.

Ich weiß es nicht.

Frankreich, Schottland, Hochzeit, Politik.

Könnt Ihr und der Rat das nicht entscheiden?

Wir können Euch nur beraten.

Die Entscheidungen liegen bei Eurer Majestät.

Ich kann sie jetzt nicht treffen. Der Rat muss warten.

Mylords, die Sonne scheint

und mein Kopf dröhnt von all dem Gerede über Haggis und Knoblauch.

Der Rat wird die Sache bedenken müssen und Ihr entscheidet, was das Beste ist.

Und dann berichtet es mir, wenn es regnet.

- Aber die Sicherheit und das Wohl... - Ich kann nicht entscheiden.

Ich weiß es nicht.

Wie Euer Majestät wünschen.

Nein, Jane, geht nicht.

Seht Ihr, wie es ist, König zu sein?

Ich verstehe nicht mal die Hälfte von dem, was sie sagen.

Warum können sie nicht selbst entscheiden?

Weil Eurer Majestät Wort Gesetz ist.

Ja, das stimmt.

- Könige können tun, was sie wollen, oder? - Ja, Euer Majestät.

- Und dem König muss man gehorchen. - So ist es, Euer Majestät.

Was für eine treffliche Regel.

Schließt Eure Augen.

Und?

Was immer Euer Majestät wünschen, ist Eurer treuen Dienerin Befehl.

Bitte?

Könige sind echte Glückspilze.

- Aber der Rat. Sollten Euer Majestät nicht... - Jeder kann vor dem Rat sprechen.

Aber gewisse Dinge muss ein König selbst tun.

Verzeihung, Euer Majestät. Ich dachte, Ihr wärt allein.

Meine Schwester, keine Umstände, bitte.

Könnte ich Eure Majestät unter vier Augen sprechen?

Warum? Es ist nur Jane hier.

Nun gut. Wartet auf mich im Garten.

Also, Bessy, worüber wollt Ihr mit mir reden?

Ich könnte Euch ohrfeigen.

Was sah ich gerade im Korridor?

Der Geheime Rat des Reichs, davongejagt wie Schuljungen,

damit Ihr mit diesem Flittchen anbändeln könnt?

- Wie könnt Ihr es wagen, so zu sprechen? - Ich wage noch viel mehr.

Glaubt Ihr, dass der Staat sich von alleine regiert

oder dass Ihr England vernachlässigen könnt,

weil ihr zu faul oder zu empfindsam seid, oder zu scharf auf diese alberne Dirne?

Um sie werde ich mich kümmern.

Ich lasse mich von keiner wildgewordenen Prinzessin anbrüllen,

die vergisst, Ihrem König Respekt zu erweisen!

Respekt?

Hört mir gut zu, kleiner Bruder. Ich mag vergessen, was Euch gebührt,

aber ich vergesse nie, was dem gebührt, das Ihr offenbar vergessen habt.

- Und was soll das sein? - England!

Ihr habt Euch so verändert.

Das Regieren interessiert Euch nicht

und Eure Minister warten wie Bettler an der Tür, während Ihr die Zeit vertrödelt.

Ned. Das ist unwürdig.

Was ich tue, ist meine Sache, nicht die Eure!

Ich bin der König und ich brauche Euren Rat nicht.

Oder Euer Gekeife!

- Erlauben Euer Majestät, dass ich gehe? - Ja!

Ich bin der König, verstanden? Ich regiere, wie es mir gefällt!

Falls irgendwann der Tag kommt, wo Ihr auf dem Thron sitzt,

könnt Ihr Euch um England kümmern!

Bei Gott, das werde ich!

- Es ist nicht mehr weit. - Ich darf keine Zeit verlieren.

Ich muss nach London. Falls dieser...

Nicht schon wieder! Hör zu, Junge, ich werde nicht...

Ich bin kein Junge, Sir.

- Ich bin Eure Majestät. - Verzeiht, Euer Majestät.

Ich bitte Euer Majestät, davon Notiz zu nehmen,

dass Euer demütiger Diener müde und hungrig ist und Blasen an den Füßen hat.

Mein Haus liegt dort unten am Hügel. Dort können wir essen und schlafen.

Und dann bringe ich Euch sicher nach London,

wo Ihr Euch nach Herzenslust krönen lassen könnt.

Da ist es.

Hendon Hall.

Zuhause.

Der alte Apfelbaum steht nicht mehr.

- Aber es ist lange her. - Seit Ihr das letzte Mal zu Hause wart?

Und in dieser Zeit kämpfte ich als Söldner von Polen bis zur Berberei,

von den Sümpfen Schottlands bis Konstantinopel.

Und was hat mir das alles gebracht?

Ein, zwei, drei, vier, fünf Wunden und £ 17 Bargeld.

Ich träumte davon, reich zurückzukehren, Junge...

Majestät.

Aber das hier ist mein. Mein!

- Und Edith wird warten. - Edith?

Ja. Die Dame, die ich heiraten werde.

Aber schauen wir zuerst, wie sich mein Bruder Hugh um mein Erbteil gekümmert hat.

Euer königliche Majestät.

Komm, Junge.

Das ist die Halle. Gefällt sie dir?

Linder?

Seid Ihr es? Schön Euch zu sehen.

Sir, ich verstehe nicht.

Mein Gott.

Wer seid Ihr? Was wollt Ihr?

Hugh?

Haben die Kriege mich so verändert?

Ich war nie hübsch. Es kann nur besser geworden sein.

Wer immer Ihr seid, Ihr irrt Euch.

Ich kenne Euch nicht, Sir. Noch diesen Mann, wer immer er sein mag.

Der da ist verrückt, aber ich bin Euer Bruder.

Mein Bruder. Es steht mehr als ein Verrückter in meiner Halle.

Ruft die Diener. Schafft den Mann raus.

In Eurer Halle?

Mein Gott, wollt Ihr leugnen, dass ich...

- Ich bin zurückgekehrt. - Edith.

Du kennst diesen Mann nicht.

Mein Bruder Miles ist seit drei Jahren tot.

- Das ist ein Betrüger, der versucht... - Seid Ihr verrückt?

Elender Lügner! Was ist das für eine Schurkerei?

Edith, ich bin es, Miles.

Du musst dich erinnern.

Warum sprichst du nicht?

- Warum sprichst du nicht? - Weil meine Frau Euch nicht kennt.

Eure Frau?

Das ist nicht wahr.

Edith, das ist nicht wahr.

Ich bin Miles.

Du musst mich kennen.

Sag, dass ich nicht Miles Hendon bin.

Sag, dass ich nicht Miles Hendon bin!

Schafft ihn raus!

Du Schwein!

Nimmst mir meinen Namen, mein Haus, meine Frau!

Unglaublich.

Der Verrückte behauptet, er sei Miles.

Aber niemand wird seinen verrückten Behauptungen glauben.

Nicht wahr?

An den Dorfpranger mit ihm,

damit alle sehen können, dass er nicht mein verstorbener Bruder ist.

Da ist er. Macht ihn glücklich.

Hört auf! Ihr Feiglinge!

Platz da! Macht Platz für den Herrn und seine Dame!

Und das ist der Betrüger, der Anspruch auf Hendon Hall erhebt.

Ist das zu fassen?

- Unglaublich. Ist er verrückt? - Möglich.

Oder kriminell. Auf jeden Fall ist er ein Betrüger.

Niemand kennt ihn, nicht wahr, meine Liebe?

Du irrst dich, Bruder. Ich weiß es.

Und du weißt es.

Und ich weiß es. Das ist mein Freund Miles Hendon.

Zwei Verrückte! Das muss ansteckend sein.

Impertinenz. Auch dagegen haben wir ein Mittel.

Williams? Lass das Hündchen deine Peitsche schmecken.

- Dann hat er Grund zu jaulen. - Los, Junge.

Wagt es bloß nicht. Verräter, dafür werdet ihr sterben!

Du Abschaum, siehst du nicht, dass er verrückt ist?

Willst du einen Idioten auspeitschen?

Wenn ihr jemanden auspeitschen müsst, dann besser mich. Lasst ihn in Ruhe.

Wenn ihr Männer seid,

peitscht ihr stattdessen mich aus.

Nun gut.

Nehmt ihn beim Wort.

Und du, rede so viel, wie du willst,

aber für jedes Wort, das du stammelst, erhält er sechs weitere Hiebe.

Fang an.

Bitte, Hugh.

Ihr besitzt Mut und Herz.

Der König wird das nicht vergessen.

Gott behüte, dass du mich je zum Herzog machst.

Geh, Junge. Verschwinde von hier. Lass mich hier. Ich...

Ich schaffe das alleine. Es ist verrückt zu bleiben.

Ich bin kein "Junge", Sir Miles.

Ein Ritter sollte wissen, wie er seinen König anzureden hat.

Du bist es wirklich.

Mein Gott, du bist wieder zurück.

Kommen Sie, Sir.

Ich dachte, tu wärst tot und kämst nie wieder.

So viele Jahre ohne Nachricht von dir und trotzdem wartete ich.

Dann, vor drei Jahren, zeigte Hugh mir einen Brief, in dem stand,

du wärst in Deutschland gefallen.

Da wollte ich auch sterben.

Der Brief war gefälscht.

- Aber warum hast du mich nicht erkannt? - Er wusste, dass du kommst.

Ein Diener sah dich auf dem Weg hierher.

Er sagte, niemand dürfe dich erkennen, sonst brächte er dich um.

Er sagte, alle müssten leugnen, dass du Miles Hendon bist.

Du weißt nicht, wie mächtig er geworden ist. Die Menschen hier fürchten sich vor ihm.

Hast du ihn deshalb geheiratet?

Ist es so?

- Aus Furcht? - Nein.

Mein Vater hatte Schulden bei ihm. Du weißt, wie arm wir waren.

Und als ich dann dachte, du wärst tot...

Schon gut. Es ist egal.

Wir brachten Pferde für dich und deinen Freund.

Beeilt euch, ehe Hugh deine Flucht bemerkt.

Ich gehe nicht weiter als bis Hendon Hall.

Ich habe für meinen Bruder ein Scheidungsinstrument

aus spanischem Stahl.

Nein, Miles. Er wird dich töten oder nach Übersee verkaufen lassen.

Er kann es. Er besitzt die Macht und Freunde am Hof.

Wir gehen morgen zur Krönung des neuen Königs.

Sir Miles besitzt einen mächtigeren Freund am Hof.

- Er wird sein Erbe zurückerhalten. - Wichtig ist, dass du lebst und frei bist.

Aber hier gibt es für dich keine Hoffnung, nicht jetzt.

Niemand wird wagen, dich zu erkennen. Du musst weg hier, Miles, schnell.

Tu es für mich. Bitte.

Ich werde gehen.

Aber ich tue es nur für dich.

Ich soll mich aus dem Land schleichen wie ein namenloser Dieb oder Bettler?

Ich rufe von allen Dächern, dass ich Miles Hendon bin, und niemand glaubt mir.

Soll ich als zerlumpter Schatten

unerkannt, enterbt umherirren, mich im Spiegel anschauen

und fragen, wer ich bin, ohne Antwort zu erhalten? Das ist Wahnsinn, Junge!

Das werden alle sagen, dass Ihr wahnsinnig seid.

Ihr könnt ihnen sagen, wer Ihr seid, aber sie werden nur über Euch lachen.

Oder Euch schlagen und an den Pranger stellen.

Aber sie werden Euch nicht glauben. Ich weiß.

Egal wie sehr Ihr Euch bemüht, sie erklären Euch für verrückt.

Ich bin nicht verrückt, Junge. Ich weiß, wer ich bin.

Ja? Ich auch.

Aber niemand glaubt mir. Warum sollten sie Euch glauben?

Warum sollte ich Euch glauben, der Ihr mir nicht glaubt?

Wo liegt der Unterschied zwischen uns?

- Wo willst du hin? - Nach London.

Gehe ich nicht, wird ein Betrüger statt mir gekrönt.

Und sobald ich gekrönt bin, erhaltet Ihr Euren Namen zurück

und Eure Dame... und Euer Erbe.

Ich sorge für Gerechtigkeit.

Nicht nur für Euch, für das ganze Land.

Für alle Armen, ihres Besitzes Beraubten und Verfolgten.

Ich habe sie auf meinem Weg gesehen und war einer von ihnen.

Sie werden ihr Recht bekommen.

Mein König.

Mein König.

Hier kommt der König!

Sehe ich sehr albern aus?

- Euer Majestät können nie albern aussehen. - Meine Majestät.

Das ist ein gefährliches Ding, diese Majestät.

Ich liebe dich und ich will dich heiraten.

- Liebst du mich? - Ich habe es Euer Majestät gesagt.

Meiner Majestät. Aber wenn ich keine Majestät wäre,

nur ein ganz normaler Mensch.

Kein Edward Tudor, sondern ein Harry, Dick oder Tom.

Würdest du mich dann lieben?

Wärst du zufrieden, die Frau so eines Mannes zu sein?

Ich könnte nie anders, als Euch zu lieben.

Aber ich gestehe, ich wäre lieber Königin Jane als Mrs. Tom.

Das ist ehrlich.

Aber da Ihr König seid und bald gekrönt werdet, ist das doch egal.

Lästig, dass dieser Betrüger geflohen ist, nicht wahr?

Aber keine Sorge.

Sobald wir die Hand des frischgekrönten Königs

in der Westminster Abbey geküsst haben, sitzen wir fest im Sattel.

Denk dran, Junge...

Euer Majestät, überlasst das Kämpfen mir, das ist mein Beruf.

Ja. Und in zehn Jahren habt Ihr damit £17 verdient.

Vergebt mir, Sir Miles, aber ich sah euch dreimal kämpfen.

Einmal flohen wir und zweimal habt ihr verloren.

Für Euren König müsst Ihr mehr leisten.

Ja, wenn Euer Majestät so nett wären, den Kutscher zu übernehmen,

ich springe durchs Fenster. Kommt.

Hier! Zieh das an.

Betrüger. Schwindler.

- Miles! - Schwindler? Miles? Wer bin ich nun?

- Wer bin ich? - Miles. Mein Bruder Miles.

Du kannst deine Meinung offenbar von Minute zu Minute ändern.

- Nein, Miles! Du bringst ihn um. - Das hatte ich eigentlich vor.

- Schnell, hilf mir, ihn auszuziehen. Hilf mir! - Was?

Ist der verdammte Kerl eine Art Zwerg? Bist du eine Art Zwerg?

Unsere Einladung, Hauptmann.

Bedaure, Ihr seid zu spät. Die Zeremonie hat begonnen.

Unsinn. Das ist der Lord von Hendon Hall und ich bin seine Lady.

Ihr werdet uns sofort einlassen.

Ich bitte um Verzeihung, Mylady.

Fahrt weiter!

Beeilt Euch bitte, Sir. Es ist klar zu erkennen.

Was ist das, Sir?

Wir stehen Ihrer Majestät nahe. Sehr nahe.

Haltet den Mann auf! Er ist ein Schwindler!

Hinein!

Schließt die Türen!

Verriegelt die Tür! Wachen!

Wachen!

Hol dir deine Krone, Junge.

Schließ die Tür!

Halt!

Das ist der falsche Kopf. Er ist nicht der König.

Ich bin Edward von England. Ich bin der König.

Schafft den Mann hinaus!

Wachen, ergreift ihn!

Wartet! Es stimmt.

Er ist Edward. Ich bin nicht der König.

- Euer Majestät. - Aber, Euer Majestät.

Mein Herr?

Ich war kein guter König, mein Herr.

Ich war kein guter Bettler.

In Gottes Namen, Mylord, seht sie Euch an.

Welcher ist welcher?

Ihr habt uns beide gehört, Mylord. Ich bin der König. Das ist Tom Canty.

- So ist es, Mylord. - Aber das ist kein Beweis.

Ihr habt unser Wort, Sir. Was braucht Ihr noch für Beweise?

Etwas das mehr wiegt als das Wort eines zerlumpten Strolchs.

Zeig ihm dein Siegel, Junge!

Euer Majestät!

Wenn Ihr mir nicht glaubt, glaubt Ihr dann dem Siegel des Prinzen von Wales?

Das wäre in der Tat ein Beweis, denn nur der Prinz von Wales kann es haben.

Nun gut.

Aber ich hatte es.

Verhaftet diesen Betrüger!

Zurück! Wer ihn anrührt, riskiert sein Leben.

Sucht Ihr das hier, Euer Majestät? Es fiel Euch im Handgemenge runter.

Ein Beweis, Mylord?

Es ist das Siegel des Prinzen.

Euer Majestät.

Gott segne den wahren König!

Halt.

Lasst ihn.

Das ist mein Freund Tom.

Steht auf, Sir. Steht auf. Ihr sitzt im Beisein des Königs!

Lasst ihn sitzen. Es ist sein Recht.

Edward VI. wurde am 20. Februar 1547

in der Westminster Abbey zum König von England gekrönt.

Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Ernennung Tom Cantys

zum Leiter des Christ's Hospital in London.

Und so wurde der Dieb und Bettelknabe zum Vorsitzenden.

Als pflichtbewusster Sohn kümmerte sich Tom weiter um seine Mutter.

Mit dem Geld, das er ihr gab, gründete die arme Witwe Canty

einen Immobilienbetrieb, der Armenwohnungen zur Verfügung stellte.

Auf diese Weise breitete sich Offal Court über fast ganz London aus.

Lady Jane, enttäuscht, nicht Königin zu werden,

gab Tom den Laufpass und heiratete einen sehr reichen Herzog.

Aber sie und Tom trafen sich weiter heimlich und lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

Von Zeit zu Zeit.

Der Herzog von Norfolk, dessen Menschlichkeit Tom so beeindruckt hatte,

feierte seine verhinderte Enthauptung, indem er wieder politische Macht gewann

und sich an seinen Feinden rächte.

Sie starben auf dem Schafott.

Der freundliche Herzog wurde über 80 und überlebte praktisch alle.

Sir Miles Hendon und Lady Edith heirateten und kehrten nach Hendon Hall zurück,

wo sie ihn in die Trinkerei trieb.

Das führte dazu, dass er im Beisein des Königs nicht nur saß,

sondern häufig auch betrunken lag.

Sein böser Bruder Hugh floh nach seiner Scheidung von Edith

nach Amerika, wo er sich einer erfolgreichen politischen Karriere erfreute.

Der Ruffler organisierte seine soliden Bettler auf der Basis von Beitragszahlungen

und wurde so zum ersten Vollzeit-Gewerkschaftsführer.

Prinzessin Elizabeth, die Schwester von Edward VI., wurde mit 25 selbst Königin

und regierte 45 Jahre lang.

Wie sie versprochen hatte, kümmerte sie sich gut um England.

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