Afrikaans
Albanian
Amharic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Punjabi
Quechua
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Carl & Bertha (2011) dTV - SWR - 9. M�rz 2013
Elegische Musik, Rauschen und Donnern
Carl! Carl!
Du darfst jetzt nicht aufgeben, Carl, so kurz vor dem Ziel!
Ich will davon nichts mehr h�ren, Bertha!
Als ich dich kennenlernte, wolltest du die Welt ver�ndern!
(laut) Ja, aber ich habe keine Kraft mehr, nicht mehr!
Wir haben uns einmal etwas versprochen:
dass wir nie aufh�ren, an uns zu glauben.
Wenn du jetzt aufgibst, war alles umsonst, was du getan hast. Alles!
Alles, was wir all die Jahre zusammen durchgemacht haben.
(weint) Ich will nicht glauben, dass unsere Tr�ume ein Ende haben.
Leise elegische Musik
(beschwichtigend) Bertha!
(laut) Bertha! Bewegte Musik beginnt
Weiterhin bewegte Musik
Weiterhin bewegte Musik
W�ren wir zu Fu� gegangen, w�rde ich mich nicht um Jahre gealtert f�hlen.
Dann w�rden wir keinen Eindruck machen. Und nur darum geht es jetzt.
Welch ein Aufgalopp! Wen darf ich dem Gastgeber melden?
August Ritter und Carl Benz.
Carl! Leise Salonmusik
Meine liebe Bertha, ich verstehe Ihr Z�gern nicht.
Unsere Eltern haben schon vor Wochen ihre Erlaubnis gegeben.
(r�uspert) Wir sollten die Verlobung endlich bekannt geben.
Vor uns liegt eine bl�hende Zukunft. Darf man schon gratulieren?
Wir warten nur auf den richtigen Augenblick.
Nun, dann w�nsch ich uns allen einen verhei�ungsvollen Abend.
Es ist revolution�r: nicht mehr an Schienen und Pferdekraft gebunden.
Mit meiner Erfindung wird jeder hinreisen k�nnen, wohin er will.
Ich spreche von der vollst�ndigen Demokratisierung unserer Mobilit�t!
Mein Plan wird in 2 Phasen realisiert:
1. Bau eines sicheren Gasmotors.
2. Konstruktion eines Wagens, der davon angetrieben werden kann.
Darf ich offen sein?
Ihr Projekt �berzeugt mich nicht.
Du wei�t wohl nicht, welch ein Gl�ck du hast. Sieh doch nur:
die Kleider von Wilhelms Schwestern, ihren Schmuck! (genervt) Ja.
Wilhelm ist ein erfolgreicher Mann. Er wird dir alle W�nsche erf�llen.
Meine sind nicht mit Geld erf�llbar. Ach, Bertha! - Herr von Mannstedt!
Anfangs reagierte ich genauso zur�ckhaltend.
Lieber Herr Ritter, stimmen auch Sie mir zu, dass es genug Pferde gibt?
Ja, aber... - Wozu dann einen Wagen erfinden, der ohne sie l�uft?
Zum einen, weil der Unterhalt von Pferden und Personal
nicht f�r jeden erschwinglich ist.
Wozu auch? - Hinzu kommt: Pferde erm�den auf langer Strecke schnell,
besonders mit schwerem Gep�ck.
Daf�r haben wir doch die Eisenbahn, oder nicht?
Hier steckst du! Wilhelm hat schon nach dir gefragt.
F�hlst du dich nicht wohl? Ich m�chte gern nach Hause. Bitte?
Sie wei� nur nicht, wo ihr der Kopf vor lauter Aufregung steht.
Ich m�chte jetzt heim. Mach uns bitte keine Szene!
Sonst verdirbst du alles! Was? Die Aussicht, dass Wilhelm
nach der Hochzeit Vater alle Betriebskredite sichert?
Den Vorwurf verbitte ich mir! - Sofort entschuldigst du dich!
Und wer entschuldigt sich bei mir? Geht's hier nicht um meine Zukunft?
Doch. Aber du wei�t ja mit Mitte 20 noch immer nicht, was du willst.
St�ndig neue Fantasien! Akzeptiere die Welt, in der du lebst.
Wir w�nschen einen Mann an deiner Seite. Es gibt keine bessere Wahl.
Na wunderbar! - Sapperlot.
Mir wurden letzthin schon einige revolution�re Ideen pr�sentiert,
fast nur l�cherliche Hirngespinste.
Ich finanziere nur die Ideen, die wirklich n�tzlich sind.
Bei allem Respekt, wie wollen Sie den Unterschied erkennen?
Dank der Erfahrung, die Ihnen noch fehlt.
Nun muss mich wieder meinen G�sten widmen. Wissen Sie, was Ihnen fehlt?
Weitblick f�r eine Vision. Carl!
Ginge es nach Ihnen, w�rden wir noch in H�hlen leben!
Und Feuer h�tten nur die, die an Sie reich bezahlen! Genug!
Herr von Mannstedt hat keine Zeit, so arrogant beleidigt zu werden!
Da haben wir etwas gemeinsam.
Seufzen, dann Schlag
St�ren Sie sich bitte nicht an mir. Ich bin nur ein nutzloser Tr�umer.
Damit sind Sie nicht allein.
Verzeihen Sie, ich habe nicht gesehen, dass Sie...
Und wovon tr�umen Sie, wenn ich fragen darf?
Von einer Welt, in der vieles anders ist.
Einer Welt, in der man mir zuh�rt
und mir eigene Wege erlaubt.
Und eigene Ideen, so nutzlos sie manchen auch erscheinen m�gen?
Von so einer Welt kann man nur tr�umen.
Oder man ist bereit, etwas daf�r zu tun.
Hm! Romantischer Akzent
Sie sind mit einer Kutsche hergekommen?
Ja, aber meine Eltern haben keine eigene.
Trotzdem hoffen sie, sich bald eine samt den Pferden leisten zu k�nnen.
Ja. Eines Tages wird man mit einem Wagen fahren,
den keine Pferde mehr ziehen.
Stattdessen wird ihn ein kleiner Motor antreiben. Hm!
Jeder soll sich den pferdelosen Wagen leisten k�nnen. Jeder!
(haucht) Ja.
Sie meinen das ernst? - Nat�rlich.
Und haben Sie...
Haben Sie so ein... Gef�hrt etwa schon gebaut? Nein.
Noch nicht. Aber das werde ich. Romantische Musik
(hart) Bertha!
(vorwurfsvoll) Bertha. Vater,
darf ich dir Herrn... Benz! ...Herrn Benz vorstellen?
Wir haben uns sehr angeregt unterhalten.
Friedrich Ringer, sehr angenehm.
Bitte entschuldigen Sie meine Tochter.
Sie vergisst, was sich geh�rt. Ich habe das Gespr�ch genossen.
Drin erwartet dich die Welt. Hier drau�en findest du niemanden.
F�llt es dir wirklich so schwer, dich f�r diesen Mann zu entscheiden?
Da ist sie ja!
Es geht ihr viel besser. - Was hatte sie? Ich bekam keine Luft mehr.
Wegen der Aufregung. - Verstehe. Aber nun sind wir alle hier.
Da sollten wir doch die besprochene Ank�ndigung machen. - Ja.
Kann ich Sie kurz sprechen?
Geht es Ihnen besser?
Wilhelm, ich... ich... Ich wei�, ich bin auch aufgeregt. Macht nichts.
Ich kann mich nicht mit Ihnen verloben.
Aber ich liebe Sie! Ich f�rchte:
Jeder von uns versteht Liebe anders.
Ja, aber.
Es tut mir leid.
Ich habe Sie schon gesucht. Mich?
(Ritter) Carl!
Ich bitte Ihren Herrn Vater um Erlaubnis, mit Ihnen zu tanzen.
Dar�ber entscheide ganz allein ich.
(Vater) Du hast uns blo�gestellt!
Wie konntest du die von Mannstedts so br�skieren?
Sie waren bereit, dich als Schwiegertochter zu akzeptieren!
Aber ich liebe Wilhelm nicht! Du verstehst immer noch nicht,
dass du eine gesellschaftliche Verpflichtung hast. Bertha!
Ich will keine Vorzeigegattin sein, herumger�ckt wie ein M�belst�ck.
Wollt ihr wirklich so eine Zukunft f�r mich?
Wozu habt ihr mir dann eine gute Schulbildung finanziert?
Nicht, damit du jetzt vorlaut bist!
Und dann b�ndelst du mit diesem Taugenichts an.
Herr Benz wird mit seiner Erfindung die Welt ver�ndern.
Deine hat er ja bereits ver�ndert.
Und ich bin wei� Gott froh dar�ber!
Anklopfen - Herr Ringer? Was ist, Luise?
Jemand m�chte Sie sprechen. - Ich sagte doch: keine St�rung!
Aber der junge Herr l�sst sich nicht abwimmeln.
Einen besonders guten Tag w�nsche ich, Herr Ringer. Besonders?
Ja. Ja. Ist Ihnen denn klar:
Sie haben nicht nur uns, sondern auch sich selber unm�glich gemacht!
Ich wusste nicht, dass Ihr Fr�ulein Tochter schon versprochen war.
Sie wollen sich entschuldigen?
Vor allem bitte ich Sie, Ihre Tochter wiedersehen zu d�rfen.
Darf ich Sie, Ihre Frau Gemahlin
und Ihre Tochter zu einer Landpartie einladen?
Nein! Sie hat kein Interesse,
dass Sie sie weiter hofieren. Leben Sie wohl, Herr Benz!
T�rschlag
Leises Blasen, dann Quietschen
Fr�ulein Ringer? Entschuldigen Sie bitte, ich...
Komme ich ungelegen?
Nein.
Keineswegs!
Moment.
Ich hei�e Sie willkommen in meiner bescheidenen Werkstatt.
Romantische Musik
Das sieht alles nach harter Arbeit aus.
Sind Sie... allein hergekommen?
Hoffentlich schockiert Sie das nicht! Wei� Ihr Herr Vater davon?
Nat�rlich werde ich ihm davon berichten.
Ich dachte nicht, dass ich Sie wiedersehe.
Ich konnte einfach nicht aufh�ren, an Sie zu denken.
An Ihre Pl�ne
f�r Ihre Erfindung.
Das sind grobe Entw�rfe. Erst muss ich eine Antriebsmaschine bauen.
Sie meinen es wirklich ernst. Ja.
So ernst, dass es einigen schon wieder Angst macht.
Romantische Klaviermusik
Ich bin nicht so schreckhaft.
Das glaube ich Ihnen aufs Wort.
Salonmusik
Corinna, sag bitte meinen Eltern nicht,
dass ich ihn wiedergesehen habe, ja? - Klar.
Was sagen aber seine Eltern dazu?
Wann wirst du sie kennenlernen?
Sie leben nicht mehr.
Bertha, hast du eigentlich gar keine Angst vor der Zukunft?
Nein. Salonmusik
Einen Moment. Einen kurzen Augenblick! Amsel singt.
Bitte nicht mehr bewegen! Es dauert nur 2 Minuten.
So lange! Nicht bewegen!
Romantische Musik
(leise) Ich liebe dich.
(sanft) Nicht bewegen!
(schnauft) Ich steige aus, Carl.
Sieh unsere Gesch�ftsbeziehung als beendet an. Das kannst du nicht tun!
Ich hab es satt, meinen guten Ruf von dir ruinieren zu lassen.
Von Mannstedt war der letzte, vor dem du mich unm�glich gemacht hast.
Und unserer Firma? Dir als Erfinder wird dazu schon noch was einfallen.
Und der pferdelose Wagen? Alles nur ein Hirngespinst!
Das wird nie jemanden interessieren.
Es wird die Welt revolutionieren! Wei�t du, was tragisch ist?
Wenn einer sein Gl�ck verspielt, weil er aufs falsche Pferd setzt.
Ich werde nicht aufh�ren daran zu glauben, niemals!
Viel Gl�ck, Carl.
Bitte versteh doch:
Bevor ich dich heirate, will ich dir ein gesichertes Leben bieten.
Ich besitze nicht viel. Und Ritters Einlagen waren betr�chtlich hoch.
Und?
Ich werde alles tun, um m�glichst bald schuldenfrei zu sein.
Das verspreche ich dir.
Das versprech ich dir von ganzem Herzen!
Aber ich kann dennoch nicht verlangen, dass du auf mich wartest.
Darf ich Ihnen und Ihrer Gattin noch etwas bringen?
Entschuldigung.
(Vater) Hat er dich geschickt?
Nat�rlich nicht. Er h�tte versucht, mich davon abzuhalten.
Warum tust du es dann hinter seinem R�cken?
Weil Carl sonst jahrelang nur seine Schulden abtragen m�sste,
anstatt seine Vision zu realisieren.
Und du glaubst, er kann das. Ich kenne ihn.
Du wei�t, was man �ber ihn sagt. Er sei ein Au�enseiter,
der nie zur Vernunft zu bringen sei. Er ist ein brillanter Mechaniker.
Der pferdelose Wagen k�nnte eine ganz bedeutende Erfindung werden.
(raunt) Aber 4000 Goldmark, Bertha.
4244, um genau zu sein. Das ist ein Verm�gen.
Nein! Ausgeschlossen.
Und wenn du schon jetzt meine Mitgift auszahlen w�rdest?
Ich wei�: Was ich von dir verlange, ist ungew�hnlich.
Ungew�hnliches ist bei dir fast normal.
In diesem Fall w�rde ich es aber Kopflosigkeit nennen.
Ich liebe Carl.
Und du glaubst, das gen�gt?
Schleifen, Musikakzent
Wie konntest du das nur tun?
Ich verstehe dich nicht, Carl.
Mit meiner Mitgift w�rst du deine Schulden bei Ritter sofort los!
Ist dir nicht klar, was dein Vater jetzt von mir denkt?
Das Wichtigste ist doch: Du kannst endlich deinen Traum wahr machen.
Manchmal machst du mir Angst. So sehr, wie du an mich glaubst.
Ich glaube an uns, Carl.
An uns. Romantische Musik, Glockenl�uten
Jubel, Musik
Dieser Lebensmut Ihrer Tochter ist wahrlich bemerkenswert.
Glauben Sie, dass das Schicksal es gut mit ihr meint?
Verehrte Frau Ringer, Gott beh�tet uns auf unseren Wegen.
Aber f�r den Weg, den wir w�hlen, sind wir selber verantwortlich.
Ich versichere Ihnen:
S�mtliche Anspr�che sind ab dem 1.8. abgegolten.
Dann ist die Firma voll in meinem Besitz.
Ich betone nochmals, wie dankbar... Meine Tochter liebt Sie, Benz.
Und im Grunde hatte ich schon immer etwas f�r begabte Spinner �brig.
Bitte sch�n!
Sollte ich aber jemals sehen, dass Sie mein Kind ungl�cklich machen...
Das wird nicht passieren, niemals.
Romantische Akzente
Herzlichen Gl�ckwunsch!
Auf das Hochzeitspaar! M�ge Gott das Leben der beiden segnen,
M�gen sie ihr Gl�ck finden und all ihre Tr�ume sich erf�llen.
Sie leben hoch! Hoch! (G�ste) Hoch, hoch!
Du kriegst mich nicht! - Du kriegst mich nicht!
Ich hab dich gleich! Eugen, Richard!
Geht bitte auf den Hof. Na gut.
Ich hab dich gleich!
Und passt auf Klara auf! Ja, machen wir.
(Josef) Bis dann!
Herr Benz, ein neuer Auftrag.
Die Schl�sser sollen bis Samstag fertig werden. Halten wir uns ran.
Herr Benz! Ja? Vielleicht sollten Sie nicht jeden Auftrag annehmen.
Ich kann auf keinen verzichten, Josef.
Und wann kommen Sie zum Erfinden? Ich hab eine Familie zu ern�hren.
Und dein letzter Lohn steht aus. Ich arbeite auch so gern f�r Sie.
Es ist, als ob die Welt sich immer schneller dreht.
Es ist wie eine Verschw�rung: Erst der Zusammenbruch der B�rse.
Dann die hohe Zinsbelastung.
Sie seufzt. Ich w�rde dir und den Kindern
so gern ein Haus au�erhalb des Werksgel�ndes bieten.
Dann w�rden wir dich ja noch seltener sehen.
Mach dir keine Sorgen!
Ich finde schon jemanden, der mir etwas Geld leiht.
Ich... k�nnte auch noch einmal mit meinem Vater reden.
Nein.
Nein, wir schaffen das allein.
Ich kann nicht mehr anschreiben, auch wenn Ihr Mann kaum Geld verdient.
Sorgen Sie sich nicht um ihn. Er arbeitet an etwas ganz Gro�em.
Kommt! Dann elegische Klavierakzente
Gesegneten Appetit. (alle) Gesegneten Appetit.
Entfernt Donnern
Carl?
Warum schl�fst du nicht?
Carl!
Ich musste Josef erst einmal entlassen. Es ging so nicht mehr.
Wenigstens konnte ich ihn ein letztes Mal ausbezahlen.
Er wird etwas anderes finden.
Er hat mir Gl�ck gew�nscht, uns!
Und: Wir sollen trotz aller Sorgen eines nicht vergessen:
den pferdelosen Wagen.
Getragene Musik
Trappelnde Hufe
Wiehern Haben Sie etwa Angst vor Pferden? Nur Respekt, Herr B�hler.
Die Fotoplatten sind drin. Warten Sie bitte. Langsam!
Ich will mich erst pers�nlich �berzeugen,
ob sie f�r meine Zwecke �berhaupt taugen, hm?
Ihre Kollegen... wurden meinen Anspr�chen bislang nie gerecht.
Ich bin sicher, mit meiner Arbeit werden Sie zufrieden sein. Aha!
Mal schauen.
(bewundernd) Respekt.
Respekt!
Darf ich den Herren hei�en Holundersaft anbieten?
Meine Frau Bertha. Zauberhaft!
Darf ich mich vorstellen: Hoffotograf Emil B�hler.
Sie kommen wegen der Fotoplatten. Exakt!
Mein Mann hat w�hrend seines Studiums selber fotografiert.
Ach! - In ganz bescheidenem Rahmen.
Er hat sogar seine Kamera selber gebaut. - Respekt! - Umgebaut!
(langsam) Und: Was wollen Sie hiermit bauen?
Einen Wagen, der von einem Motor angetrieben wird.
Von einem Motor!
Was f�r ein Motor soll denn das k�nnen? - Ein Gasmotor.
So so. - Er ist noch lange nicht fertig.
Aber die Pl�ne daf�r sind fertig.
Er muss eben noch gebaut werden.
Investoren? Sie h�tten noch die Chance, ganz gro� einzusteigen.
Ach, wirklich? - Bertha!
Nun, �h, um ehrlich zu sein:
Die Zukunft zu gestalten, kann doch niemals falsch sein.
Nicht wahr?
Nun also: Bauen wir Ihren Motor! Bewegte Musik
Benz! Herr B�hler!
Weiterhin bewegte Musik
Weiterhin bewegte Musik
Wenn erst mal der Anfang gemacht ist!
Getragene Musik
Leises Seufzen
Salonmusik Schau nicht so finster! (B�hler) Auf die Zukunft!
Bei so viel Arbeit musst du dir mal eine Pause g�nnen.
Aber ich bin nicht fertig. Was soll ich ihm sagen? Hm! Da ist er ja!
Der Mann der Stunde! Darf ich vorstellen:
Carl Benz und Gattin.
Guten Abend. Guten Abend.
(anges�uselt) Ja, wir sind schon ungeheuer neugierig.
Nun erz�hlen Sie mal meinen Freunden von Ihrer fulminanten Erfindung!
Der Motor ist doch sicher schon fertig, nicht wahr?
Sehr bald.
Du hast schon wieder die ganze Nacht durchgearbeitet. Trockener Husten
Du musst etwas Hei�es trinken und etwas essen.
Und danach legst du dich erst mal hin.
Lass mich, bitte. Du kannst nicht so weitermachen.
Du brauchst Ruhe. (hart) Daf�r ist keine Zeit.
Die Kinder beklagen sich, dass sie dich kaum noch sehen.
Ich brauche jede Stunde, um fertig zu werden.
B�hler will endg�ltig bis zum Jahreswechsel Resultate sehen.
Aber nur du kannst sie erbringen. Sei doch nicht so naiv!
Glaubst du, nur ich denke an die Motorisierung?
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis meine Idee �berholt wird.
Mehr als das ist es sowieso noch nicht. Wenn der Motor nicht l�uft,
bleibt auch der Motorwagen nur eine fixe Idee!
Kurzes Stampfen
Aber f�r den interessiert sich ja sowieso niemand!
Hufgetrappel und Wiehern
Willkommen! - Gesegnete Weihnachten, Gro�vater!
Herzlich willkommen!
Gesegnete Weihnachten!
Bertha. Vater. Herzlich willkommen zuhause!
Schnaufen Mutter! Na endlich!
Unser Besuch ist schon ungehalten. - Gro�mutter, d�rfen wir
jetzt den Christbaum sehen? - Auch das!
(ganz leise) Ah.
(Kind) Oh, ist der sch�n!
Corinna! Sch�n, Sie wieder zu sehen.
Frau Benz,
wir wollten auch Ihnen die besten W�nsche zum Fest �berbringen.
Gesegnete Weihnachten.
Gesegnete Weihnachten. Trillern
(Klara) Was ist das denn? Eine kleine Aufmerksamkeit.
F�r uns?
Nur zu gern. Ziepen
(zweimal) Ttt.
Und, wo bleibt er denn:
unser t�chtiger Erfinder?
Er... erfindet.
Das scheint heutzutage gro�e Mode zu werden.
Wir leben wahrlich in aufregenden Zeiten.
Das kann man wohl sagen. Wirklich, aufregende Zeiten!
Dann �bermitteln Sie bitte auch Ihrem Mann unsere besten W�nsche,
wenn Sie ihn sehen.
Du fragst dich, warum wir dir nicht von Corinnas Hochzeit erz�hlt haben.
Wirklich gl�cklich sah sie nicht aus.
Sie f�hrt genau das Leben, das sie sich gew�nscht hat. So wie du.
Ja. Ich habe einen Ehemann, der mich liebt und respektiert.
Liebe, Respekt? Er macht euch mit seinen Fantasien zum Gesp�tt!
Gehen wir jetzt lieber zu den Kindern. Sie wollen
nicht l�nger auf die Bescherung warten. Es war ein Fehler, Bertha!
Jeder wei�: Carl ist am Ende. Er hat einen bedeutenden Investor!
Er wird ihn verlieren! Aber ich werde ihm nicht noch einmal helfen.
Gesang: "Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum"
Lied klingt aus.
Kanarienvogel ziept.
Warum muss Vater denn sogar heute arbeiten? Er hat halt viel zu tun.
Er tut es f�r uns. Aber heute ist Silvester! - Und wir gie�en Blei.
(Klara) Jetzt musst du es rausholen! Na los!
(leise) Gute Nacht, schlaf sch�n!
Mutter? Ja?
Wird das neue Jahr ein gutes Jahr?
Ganz bestimmt. Wir m�ssen nur fest daran glauben.
Kurzes Husten
Quietschen, dann trockener Dauerhusten
Carl.
Sieh mich an.
Wir k�nnen nicht so weitermachen.
Nicht mehr.
Ich will dich nicht verlieren!
Kein Traum ist das wert.
Husten
Carl, bitte h�r mir zu.
Metallisches Stampfen, das schneller wird
Getragene Musik
Getragene Musik, Knallen
(Kind) Wo kann ich das Hemd weiter machen?
St�hnen (B�hler) So l�sst sich's leben, Benz.
Aber das ist erst der Anfang.
Wir k�nnen noch viel mehr Motoren produzieren, mit mehr Kapital.
Wir werden Ihre Firma in eine Aktiengesellschaft umwandeln.
Aktiengesellschaft? Ja, klar!
Mehr Kapital, mehr Produktion, mehr Gewinn und alle sind gl�cklich.
St�hnen Und die Leitung meines Unternehmens?
Wie bitte? Na, die Leitung meiner Firma?
Sie bleiben das Genie, bauen weiter Motoren.
Wir Aktion�re k�mmern uns um alles Finanzielle.
Und wer wird sich an dieser Gesellschaft beteiligen?
Ich habe bereits mit einigen gesprochen.
Gro�artige hoch anst�ndige Leute. Und sehr, sehr gut betucht.
Benz, die Chance werden Sie sich doch nicht entgehen lassen!
Nun mal kr�ftig! (gen�sslich) Ja!
Man sieht es diesem Papier nicht an,
aber es ist wertvoll.
Das neue Kapital flie�t direkt in die Produktion.
(kr�chzt) Wie ich h�rte, sind die von Mannstedts ebenfalls beteiligt.
Offenbar wollen sogar sie sich dem Neuen nicht mehr stur verschlie�en.
(schwach) Seid nur immer auf der Hut.
(langsam) Ich m�chte f�r dich und deine Kinder ja nur,
dass du einmal gl�cklich bist. Einfach gl�cklich, ohne Sorgen.
Ich w�nsche mir f�r mein Leben nichts mehr als das.
(Josef) Gasmotorenfabrik Mannheim, Carl Benz! Applaus
An die Arbeit!
Somit ist das Gasmotor-System Benz nicht nur absolut zuverl�ssig.
Es zeigt auch dank niedriger Drehzahl nur minimale Abnutzung.
Es ben�tigt keine Gas- und Z�ndschieber und keine Z�ndflammen.
Es ist daher geruchlos, ohne Feuergefahr,
ideal f�r einen pferdelosen Wagen.
Dies w�re der n�chste Schritt, den wir gemeinsam machen sollten.
Herr Benz, bei allem Respekt, sagen Sie uns die Wahrheit.
Wie meinen Sie das? Sagt Ihnen der Name Gottlieb Daimler etwas?
Er hat schon mit Nikolaus Otto einen Gasmotor serienreif entwickelt.
Damit will er ein Fortbewegungsmittel antreiben.
Genau das, was Sie sich angeblich selber �berlegt haben.
Wahr ist: Ich konnte Herrn Daimler noch nicht kennenlernen.
Ich wei� nur: Sein Motor arbeitet grundlegend anders.
Wieso verlangt dann die Deutzer Gasmotorenfabrik von Ihnen,
die Produktion einzustellen? Wegen einer Patentrechtsverletzung!
Mit einer Forderung von 37.000 Goldmark!
(B�hler) Sie m�gen ja ein ertr�glicher Erfinder sein.
Aber von Gesch�ften scheinen Sie nicht die geringste Ahnung zu haben.
Mit Ihrem fahrl�ssigen Verhalten gef�hrden Sie unsere Gesellschaft.
Wir alle haben in bestem Vertrauen und Glauben
von Ihnen Aktien erworben!
Ich erkl�re: Ich habe die Erfindung v�llig eigenst�ndig gemacht,
ganz gleich, was Daimler fordert. Aha.
Bitte! Ich unterbreite Ihnen einen Vorschlag:
Sie �berlassen uns Ihre Anteile, alle k�nftigen Patentrechte
und geben die Gesch�ftsf�hrung auf.
Im Gegenzug schaffen wir diese unliebsame Sache aus der Welt.
Das ist sicher nicht Ihr Ernst. Das kann ich nicht.
Es ist doch meine Firma! Es sind meine Erfindungen! Herr Benz!
Wenn Sie die Rechte daran behalten wollen, m�ssen Sie auf uns
Investoren verzichten und f�r die Deutzer Anspr�che allein
geradestehen. Wollen Sie das Ihrer reizenden Familie zumuten?
37.000, mehr als... der Wert von mindestens zehn meiner Motoren.
Und wegen der Gl�hrohrz�ndung klagen?
Die hast du eigenst�ndig entwickelt!
Daimler auch. Aber er lie� sie schneller patentieren.
Ich habe einen schwerwiegenden Fehler gemacht.
Na, sch�n. Es ist zwar furchtbar viel Geld.
Aber die Aktion�re strecken dir sicher das n�tige Kapital vor.
Carl.
Carl!
Ich soll all meine Anteile verkaufen
und keine Kontrolle mehr �ber meine eigene Firma haben. Keinesfalls!
Dann m�ssen wir noch mehr Schulden aufnehmen als je zuvor. Es bedeutet:
Neue Investoren suchen, bevor ich meine Arbeiter entlassen muss.
Ich habe eine Verantwortung auch ihnen gegen�ber.
Wir m�ssten nochmals ganz von vorn anfangen.
Was wir uns endlich leisten konnten, k�nnen wir uns einst wieder leisten!
Und noch vieles mehr. Ich glaube an uns, Carl.
Ich glaube noch immer an uns. Bitte tu du es auch.
B�hler redet gro�spurig
Benz, hatten wir einen Termin? Nein, ich will Sie auch nur kurz st�ren.
Haben Sie sich im Sinne aller endlich entschieden? Ja.
Entschuldigung. Salonmusik
Was erlauben Sie sich? Ich danke Ihnen f�r alles Bisherige.
Aber die Zukunft meiner Firma lege ich nicht in die H�nde Fremder.
Daher w�nsche ich, unseren Vertrag gegen Ausbezahlung zu l�sen.
Glauben Sie, Sie kriegen ohne mich,
ohne die Aktion�re, hier noch einen Fu� auf den Boden?
Herr B�hler! Die Damen!
Ich danke euch allen, es tut mir leid. Danke und alles Gute.
Vielen Dank, Herr Benz.
Bei einer schweren Geburt wird's meist ein sch�nes Kind. Danke, Josef.
Packen wir's! Macht's gut!
Melden Sie sich, sobald Sie uns wieder brauchen!
Alles Gute.
Ihnen auch, Frau Benz, Ihnen auch.
Frau Benz! Die Kinder! Josef! Dann hoffentlich bis bald.
Wiedersehen, alles Gute! Ihnen auch.
(Eugen) Ich versteh das nicht. Warum m�ssen wir jetzt wieder arm sein?
Wir sind nicht arm.
(schnieft) Wir m�ssen nur mehr sparen.
So ist es eben in der Gesch�ftswelt.
Ach, das ist ein st�ndiges Auf und Ab.
Bei uns geht's aber selten aufw�rts.
Wisst ihr, wie es ganz schnell aufw�rts geht? Wenn ihr mir helft.
(Mann) Frau Benz?
Ein Telegramm f�r Sie. F�r mich? Von wem? Auguste Ringer.
Na, du!
Danke. - Na, denn.
Mutter? Was ist denn los? - Frau Benz! Vater...
Was ist passiert? Ich hab ihr nur das Telegramm �berreicht.
Sie atmet schwer.
(langsam) Friedrich Ringer war ein wahrlich gro�er Mann.
Er war ein Mann, der der H�rte des Lebens stets mit
Toleranz und Sanftmut begegnet ist.
Diese Sanftmut hat ihn viel Kraft gekostet.
Das war ihm vor allem in den letzten Jahren anzusehen.
"Sollte im Leben nicht immer Platz f�r Tr�ume sein?" fragte er mich.
Ja. Doch es gibt Realit�ten, denen wir uns stellen m�ssen.
Der Tod ist eine davon.
Verstehen wir den heutigen Tag deshalb als Appell,
unser Leben zu �berdenken.
Denn wer zu lange tr�umt, wer nicht rechtzeitig erwacht,
der l�uft Gefahr, sein Leben zu verpassen.
Bertha, was tust du da?
H�r auf. In deinem Zustand solltest du nicht... Lass mich, geh einfach!
Alles ist gut, Eugen. Geh zu deinen Geschwistern spielen, ja!
Kanarienvogel ziept
Lass mich dir doch helfen, Bertha. (barsch) Ich brauch keine Hilfe!
Elegische Musik
Ich werde nach Ulm reisen. Dort erwarten mich 2 m�gliche Investoren.
Ich werde rechtzeitig wieder da sein.
Elegische Musik, dann Hufgetrappel
Ah, haha-haha!
Herr Rose, Herr Esslinger.
Ich freu mich sehr, dass Sie sich Zeit genommen haben. Ja, ja.
Er lacht. Hatten Sie denn Zeit, meine Unterlagen zu studieren?
Was? - Den Prospekt.
Ach so! Ja, ja, (laut) Ihr Motor! Kugel rumpelt
Ha! Davon haben wir schon viel geh�rt!
Ich hoffe, nur Gutes. Es sollen gute Motoren sein.
Aber: Warum produziert Ihre Firma so wenige?
Mir fehlen die Kapazit�ten. Deshalb suche ich ja Investoren.
Sehr gut: Gewinnmaximierung.
(laut) Und!
Ha!
"Gewinnmaximierung". Lachen
Aber es gibt noch etwas anderes, an dem ich arbeite,
etwas Gr��eres:
Schweres Atmen, im Hintergrund Kinderstimmen
Ich hab das noch nie gemacht. Na, wer an pferdelose Wagen glaubt,
wird ja wohl vor einer kleinen Kugel keine Angst haben, oder? Lachen
Beachtlich! Guter Mann!
Und? Teilen Sie meinen Glauben jetzt? Dann bewegte Musik
Was macht Vater denn?
Weiterhin bewegte Musik
Getragene Musik
Vater!
Leise getragene Musik
Heute ist ein gro�er Tag!
Schnell werdendes Stampfen
Es ist soweit.
Kommen Sie, kommen Sie!
Machen Sie Platz f�r die erste pferdelose Kutsche!
Machen Sie Platz f�r die gro�e Erfindung!
(mehrmals) Machen Sie Platz!
Laute Musik und Stimmengewirr
Zischen, Schreie der Umstehenden
(Josef) Herr Benz! Sind Sie verletzt?
Ist alles in Ordnung? Ja. Zischen, Frauen kreischen
Carl, ist alles in Ordnung?
Danke. Erregtes, lautes Stimmengewirr
Stimmen: "Runter von der Stra�e!"
"Teufelszeug!" mehrmals: "Weg damit!"
(Josef) Jetzt ablassen! �chzen
Der Vergaser ist leck. Und die Radaufh�ngung ist viel zu schwach.
Es war dumm von uns. Der Wagen ist noch lange nicht perfekt.
Wie h�tten wir das wissen sollen, ohne ihn auszuprobieren?
Das Wichtigste ist doch: Du bist gefahren!
Er hat es kaum den Hof raus geschafft! Carl!
Der Motorwagen ist kein Traum mehr. Er ist heute Wirklichkeit geworden!
Carl Benz?
Carl Benz! - Um was geht es?
Um Ihren Hexenkarren.
Was werden Rose und Esslinger zu einem pferdelosen Wagen sagen,
der nach wenigen Metern zusammenbricht?
Einer, dessen Benutzung von der Polizei verboten wurde?
Egal! Du musst ihn weiter vorf�hren.
Man muss wissen, dass es ihn gibt! Nein, wir m�ssen so viel verbessern.
Wir sollten erst mal abwarten.
Du kannst nicht l�nger warten! Sonst kommt dir wieder einer zuvor.
(Eugen) Vielleicht w�re das ja besser so.
(leise) Wie meinst du das?
Was du damit meinst, habe ich gefragt? Carl.
Lass ihn. Das war f�r uns alle kein guter Tag heute.
(laut) Nein! Mein Sohn soll mir gef�lligst antworten.
Das willst du doch gar nicht h�ren.
Was will ich nicht h�ren?
Dass dich alle als r�cksichtslosen Spinner ansehen und �ber uns lachen!
Alle! Nur wegen deiner sinnlosen Erfindung! Stuhl r�ckt, Schritte
Und du?
Glaubst du auch, dass meine Arbeit sinnlos ist?
Ich wei� es nicht. Elegische Musik
Tor �chzt.
Diese Uhr hat meinem Vater geh�rt.
Sie ist das einzige, was mir von ihm geblieben ist.
Wei�t du, was ich damit gemacht habe?
Ich habe sie komplett auseinander genommen und zusammengesetzt.
Immer wieder, weil ich verstehen wollte, wie sie funktioniert.
Sie geh�rt dir, wenn du willst.
Danke sehr.
Vater? Hm? Wirst du den Wagen ausstellen?
Ich wei� es nicht.
Daf�r m�sste ich erst mal ein neues Modell herstellen.
"Wenn erst mal der Anfang gemacht ist..." Danach getragene Musik
Nein, danke. - Hach.
Das ist nicht gut, gar nicht gut.
Ich hoffte noch, die Leute w�rden Sie mit Kaufangeboten �berh�ufen!
Gar nicht gut! Noch ist der Tag ja nicht vorbei.
Aber wenn er vorbei ist, - ist es wom�glich vorbei.
Und zwar ganz... - ...vorbei.
Nichts f�r ungut.
(Klopfen) Ist das der ber�hmte Motorwagen?
Sie haben davon geh�rt? Schon viel �fter, als mir lieb ist.
Herr Benz, richtig?
Sind wir... uns schon mal begegnet? Nur �ber unsere Anw�lte.
Gottlieb Daimler.
Freut mich trotz allem, Sie kennenzulernen. - Mich auch.
Eigentlich sitzen wir beide ja im selben Boot.
Wir erfinden Bahnbrechendes, ernten damit Interesse, aber...
Das allein f�llt keine Auftragsb�cher.
Vielleicht sollten wir uns eines Tages zusammentun.
Falls unsere Firmen dann noch existieren.
Derzeit sieht es bei mir nicht so aus.
Und bei Ihnen?
Hm!
Ja.
Hufe trappeln
Mehrmals Donnern
Huftrappeln und Donnern Du bist schon zur�ck?
Es war sinnlos, l�nger zu bleiben.
Wie viele Auftr�ge? (laut) Kein einziger!
Rose und Esslinger haben alle Investitionen gestoppt.
Aber du wirst den Wagen perfektionieren und wieder
vorf�hren, gr��er als je zuvor!
Bei einer weiteren Ausstellung, wo keiner Interesse zeigt?
Bei einer weiteren Testfahrt, die grandios schiefgeht
und meinen Ruf endg�ltig zerst�rt? Nein, Bertha.
Ich habe dir und den Kindern schon genug zugemutet. Es ist vorbei.
Ich habe Wilhelm von Mannstedt kontaktiert.
Er tilgt meine Schulden, wenn ich ihm die Rechte am Wagen �bertrage.
Tu das nicht! Das ist dein Wagen! Er wird fahren! Du wirst es beweisen.
Du darfst jetzt nicht aufgeben, Carl, nicht jetzt!
Ich will nichts mehr davon h�ren, Bertha.
Als ich dich kennen lernte, wolltest du die Welt ver�ndern!
(laut) Ja, aber ich habe keine Kraft mehr, nicht mehr!
Wenn du jetzt aufgibst, war alles was du getan hast, umsonst,
und alles, was wir zusammen all die Jahre durchgemacht haben.
(weint) Ich will nicht glauben, dass unsere Tr�ume ein Ende haben.
Elegische Musik, mehrmals Donnern
Bertha.
Bertha!
Hund bellt kurz
(Josef) Herr Benz!
Herr Benz!
Herr Benz, Herr Benz! Der Wagen ist weg!
Als ich kam, stand das Tor offen und der Wagen war verschwunden.
Soll ich die Gendarmerie verst�ndigen?
Herr Benz, wir m�ssen doch etwas unternehmen!
Sehr leise Klaviert�ne
Tag! Da kommt einer. Ein herrlicher Morgen, nicht wahr?
Erfreulich, dass Sie doch noch zur Vernunft gekommen sind.
Wo ist er denn, der Motorwagen?
Unterwegs. Unterwegs?
Und Ihre Frau? Auch... unterwegs.
Auch unterwegs. So, so.
Ein interessanter Morgen.
Vater wird b�se sein, dass wir ohne ihn gefahren sind.
Es soll ja eine �berraschung sein. Aber der Wagen h�lt das nicht aus!
Doch, das muss er. Damit wollen wir ihn ja �berraschen.
Ihr werdet es sehen, wenn wir bei eurer Gro�mutter angekommen sind.
Tja. Unsere Bertha ist wahrlich ein Prachtkerl, ein Teufelsweib.
Wie eine Dame hat sie sich ja nur selten benommen.
Sie ist eben etwas ganz Besonderes.
Wahrscheinlich zu besonders f�r jemanden wie Sie.
(lacht) Sie wird niemals in Pforzheim ankommen.
Kurzum: Ich will die Patentrechte, die Sie mir angeboten haben,
und zwar hier und jetzt! Hier ist der Vertrag. Musik
Wir m�ssten jetzt kurz vor Wiesloch sein.
Pferde h�tten das so schnell nicht geschafft, oder?
Jedenfalls m�ssten sie sp�testens jetzt ausgetauscht werden.
Motor bleibt beinahe stehen
Was ist los? Wir haben zu wenig Treibstoff mitgenommen.
Was haben Sie denn mit dem Patent vor, wenn ich es Ihnen �berlasse?
Nun, das wird sich zeigen.
Werden Sie den Motorwagen weiterentwickeln?
Auch das sollten Sie ganz und gar mir �berlassen.
Werden Sie seinen Bau in Auftrag geben?
Das werde ich mit meinem Vater zu beraten haben
und zu gegebener Zeit veranlassen.
Gr�� Gott! Gr�� Gott!
Sie w�nschen? F�hren Sie Fleckenwasser?
Ja, verschiedene Tinkturen. - Wir brauchen etwas mit Ligroin.
Damit kann ich dienen.
Haben Sie noch mehr Flaschen da?
Wie viele wollen Sie denn? Alle! Was ist Ihnen denn passiert?
Unterdr�cktes Lachen, dann Musik
Wie nennt sich das?
Das ist ein Motorwagen. Mein Mann hat ihn gebaut: Carl Benz. Mhm.
(Passanten) Hurra! Motor stampft schnell
Ich bestell dann mal Nachschub! F�r die R�ckfahrt!
Danke!
Was macht unser Vater denn da?
Er hat etwas �beraus Wichtiges zu besprechen.
Und warum ist Mutter weg? - Sie hat etwas �beraus Wichtiges zu tun.
Und wann bekomme ich endlich meine hei�e Milch? - Ich arbeite dran.
Die Isolierung: weggescheuert! - Was machen wir jetzt?
(Mann) Du meine G�te! Sind Ihnen die Pferde davongerannt? Lachen
Sollen wir Ihnen eines leihen?
Oder ist das Ding gar nicht zum Fahren gedacht? Doch, das ist es!
Kommt mal her. Stellt euch zusammen, dreht euch um.
(emp�rt) Oh! - Unm�glich!
Versuch es damit.
Motor stampft, danach Musik
Sie glauben also, dass Bertha Pforzheim nicht erreicht?
So ist es.
Also glauben Sie gar nicht an den Wagen.
Glauben Sie an den Fortschritt? Glauben Sie �berhaupt an etwas?
Ich glaube an einen guten Verlauf der Dinge, Benz.
Die Frage ist doch, woran Sie jetzt noch zu glauben wagen!
Daher sollten Sie endlich unterzeichnen, bevor es zu sp�t ist.
Musik, dann Knirschen
Der Motor schafft das nicht. Wir h�tten durchs Tal fahren sollen.
Bei dem Umweg h�tten wir noch mehr Zeit verloren!
Und jetzt? Bertha �chzt
(laut) Eugen, Richard! Wo wollt ihr denn hin?
Musik wird sehr leise Na los!
Ich gebe Ihnen �brigens Recht:
Es ist alles nur eine Frage des Glaubens.
Bewegte Musik
Danke!
Ich glaube, ab hier schaffen wir es wieder allein.
Vielen herzlichen Dank nochmals.
Stimmengewirr, laute Musik
Weit entfernt bellt ein Hund
(Josef) Herr Benz?
Herr Benz,
ist alles in Ordnung?
Vater?
Eure Mutter hat immer an mich geglaubt,
an uns, an uns alle.
Und deshalb habe ich heute an sie geglaubt
und den Vertrag nicht unterzeichnet.
Sie wird es schon schaffen.
Ja. Das wird sie. Bewegte Musik
Stampfen des Motors
Stimmengewirr kommt n�her
Hier ist ein Telegramm aus Pforzheim angekommen.
(Luise) Frau Benz?
Frau Benz!
Luise! Sag bitte meiner Mutter Bescheid.
Sie muss das unbedingt sehen. Aber Ihre Frau Mutter ist gar nicht da!
Sie ist schon verreist.
Mutter!
Wir haben's geschafft!
Sie haben's geschafft! Getragene Musik
(Josef) Und?
Das ist ja wunderbar, grandios!
Lautes Lachen, getragene Musik
Ja, wir haben es geschafft.
Wir haben nur 12 Stunden und 57 Minuten gebraucht.
(Mann) Sie haben nur 12 Stunden und 57 Minuten gebraucht.
Wir haben uns einmal etwas versprochen:
dass wir nie aufh�ren, an uns zu glauben.
Untertitel: Udo Traub, SWR
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.