All language subtitles for Bhowani Junction (1956) .GERMAN.dTV.XViD

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Original subtitles

Knotenpunkt Bhowani (1956) dTV - WDR - 23. Juni 2012

Dudelsack-Musik

Das hatte ich nicht erwartet.

Verzeihung, Herr General, ich bin wohl falsch.

Sind Sie Oberst Savage? Ich bin General Admins.

Ich arrangierte unsere gemeinsame Heimreise.

Sehr liebensw�rdig, Herr General. - Lassen Sie sich nicht st�ren,

wenn Sie Abschied nehmen wollen. K�mmern Sie sich nicht um mich.

Ich hoffe, es ist nicht zu hei� in Kalkutta. Und Sie bekommen

eine Einzelkabine auf dem Schiff. - Sonst schlag ich n Heidenkrach.

Zugsignal Wir fahren ab.

Ich schreibe Ihnen, Herr Oberst. Wir werden Sie sehr vermissen.

Ach, was soll der Quatsch denn!

Leb wohl, Viktoria. Es ist gut so, wies gekommen ist.

Adieu, mein Liebes. - Adieu.

Zugsignal Ach, verflixt!

(General) Setzen Sie sich, Oberst. Machen Sie es sich bequem.

Die junge Dame sieht fabelhaft aus. Eine Landsm�nnin?

Nein, Herr General. Inderin, mit englischem Blut.

Oder auch Engl�nderin mit indischem Blut.

Eine Mischrasse. Die nicht wei�, zu welcher Seite sie geh�rt.

Und sie wissen es auch dann nicht, wenn wir hier verschwunden sind.

Ich kam erst vor Kurzem her. Um den Abmarsch zu beschleunigen.

Im Moment habe ich das Gef�hl, ich werde Indien nie verstehen.

Der schlimmste Fall war wohl... Wie hie� dieser Kommunistenf�hrer,

der anti-britische Umtriebe aufzog und unsere Transporte sprengte?

Sie meinen Roy. - Ihr machtet ihn zum Martyrer.

Trotzdem schm�cken die Eingeborenen Sie mit Kr�nzen, wenn Sie abfahren,

anstatt Sie zu t�ten. Paradox! - Er ist ihr Feind und unserer.

Sie sind nicht gegen die Wogs? - Ich nenne die Inder nicht so.

Ich bin nicht f�r Schimpfworte. - Seit wann lagen Sie

am Knotenpunkt Bhowani? - Ich kam hin,

als die indischen Seestreitkr�fte meuterten.

Das Signal f�r n riesigen Ausbruch der indischen Freiheitsbewegung.

"Da die Kongresspartei, die Partei Ghandis, Meuterer unterst�tzte,

rechnete unsere Regierung damals mit Unruhen im ganzen Land.

Ich wurde mit 1 Bataillon Batanen zum Knotenpunkt Bhowani gesandt,

um im Notfall einzugreifen. Das war vor etwa 4 Monaten.

England versprach ja den Indern, das Land freizugeben,

es gab aber keinen festen Termin. Die Partei f�rchtete nun,

wir �berlegten es uns, und suchte, uns aus dem Land hinauszudr�ngen.

Aber nur mit friedlichen Mitteln.

Am Tag, als ich ankam, war ein Zug entgleist.

Die Partei nutzte das f�r ihre Zwecke aus.

�berall sah man Parteileute mit kleinen, wei�en Ghandi-M�tzen.

Sie sorgten f�r harmlose, aber wohl organisierte Verwirrung.

Der wichtigste Bahnknotenpunkt sollte lahmgelegt werden,

indem sie ihn mit einer m�glichst gro�en Menschenmenge verstopften.

Solch ein passiver Widerstand h�lt sich streng an Recht und Gesetz.

In andern Stadtteilen wollte die kommunistische Untergrundbewegung

den legalen, passiven Widerstand, in ein Blutbad verwandeln."

Hindi

"Wie ich erst sp�ter erfuhr, war Roy damals schon in der Stadt.

Er tauchte an 3 Stellen zugleich auf, war aber nie dort,

wo die Polizei ihn suchte. Was n�tzte es,

Parteileute festzunehmen. Sie gingen gern ins Gef�ngnis.

Denn es diente nur dazu, die Gef�ngnisse zu �berf�llen.

Und der dortige Funktion�r der Partei, ein gewisser Surabhai,

war eine �rgerliche Mischung aus Patriot und Tollpatsch.

Er tat das Richtige auf falsche Art."

Hey! Entschuldigung, guter Herr. Wann erf�llen Sie Ihre Pflicht?

Noch nicht, Surabhai. - Aber sehen Sie diese Fahrkarte?

"Der arme Teufel, der es von allen Seiten aufs Dach bekam,

war der Eisenbahnbetriebsinspektor Patrik Taylor."

Zugsignal

"Er war Anglo-Inder und dachte, der passive Widerstand richte sich

besonders gegen seinesgleichen. Das erscheint kindisch.

Aber das Bewusstsein, nirgendwohin zu geh�ren, macht die Anglo-Inder

empfindsam und reizbar. Beim geringsten Anlass explodieren sie.

Viktoria Jones, der ich dort zum 1. Mal begegnete,

war keine Ausnahme dieser Regel. Sie hatte ein paar blanke Kn�pfe

aufn Schultern, aber die Uniform verbarg eine Gem�tsverfassung,

die hochgradig explosiv war."

Wir sind nur arme Eingeborene. Wir bitten um Verzeihung.

Ich kenn euch Kongressbonzen! Lasst n Zug entgleisen

und der passive Widerstand bl�ht. - Nein, wir warten auf den Zug.

Das ist unser gutes Recht.

Ich hab dich beobachtet! Ich wei�, du bist hier der Volksverf�hrer.

Schick die Menschen weg. Tu, was ich sage! Schick sie weg!

Schick die Menschen weg. - Patrick. Patrick.

Vicky. Vicky, ich bin... - Oh, Fr�ulein Jones,

im Namen meiner guten Br�der und in meinem darf ich Sie begr��en.

Danke, aber solch einen Empfang h�tte ich gar nicht erwartet.

Tut mir leid. - Aber ihn st�rt es nicht.

Schnell weg hier. Ich will mit dir allein sein.

Herr Taylor! Ein britischer Offizier will Sie sofort sprechen.

Ich bin doch kein Gep�cktr�ger, den jeder ranpfeifen kann.

Geh besser hin. - Na warte, der kann was erleben.

Jetzt pass mal auf.

Sie sind der Obertransportmensch? - Eisenbahnbezirksinspektor

von Bhowani bin ich. - Wurden Vorbereitungen getroffen?

Welche, Herr Hauptmann? Blasmusik und ein Empfangskomitee?

Das hab ich gern, dass so einer patzige Antworten gibt! - Genug!

Es ist nichts vorbereitet, Oberst.

Mein Name ist Savage. Ich kommandiere das 1. Bataillon

der 13. Grenzschutzinfanterie. Bekamen Sie kein Telegramm,

dass wir hierher verlegt werden? - Nein, das h�tt ich gesehen.

Ich bin ja hier verantwortlich. - F�r dieses Chaos hier, was?

Die M�nner meiner Vorausabteilung braten unter der Hitze in nem Zug,

der drau�en auf der Strecke liegt. Die b��en nicht f�r Ihre Fehler!

Wenn einer b��en muss, sind Sies. - Oberst, ich war im Hauptquartier

bei der Transportabteilung. Der Mann, der Telegramme aufgibt,

ist sehr nett, aber vergesslich. Da gibts oft so ein Tohuwabohu.

Sofort abschicken, ja. Gehen wir in Ihr B�ro. Kommen Sie auch mit.

Was ist denn nun? - Sie w�ren ja beinah hingefallen.

Wie ist Ihr Name? - Ich hei�e Jones.

Es ist besser, Sie gehen vor uns die Treppe rauf.

"Ich h�tte es Hauptmann Macaulay �bel nehmen sollen.

Stattdessen erteilte ich ihr einen Verweis."

Ein Milit�rtransport kommt her. - Hier, ne Meldung von Block 13.

Warum gaben Sie sie mir nicht? - Sie kam grad erst.

Jede Meldung geht sofort an mich! Verstanden?

Machen Sie jetzt keinen Krawall! Ich erwarte den Distriktskommissar

zur Besprechung. H�ren Sie, wir wurden herbeordert,

um Ruhe und Ordnung zu sichern. Vor allem des Eisenbahnverkehrs.

Ich krieg hier Dienstr�ume. Kasel, bitte notieren Sie:

Ich brauche Draisinen... - Da gibts strenge Vorschriften.

Ich brauch einen Wagen, den man als fahrende Kantine nutzen kann.

Posten kommen an die Hauptstrecke und Feldtelefon lass ich herlegen.

Einer von Ihnen steht jederzeit mit uns in Verbindung, damit die

Streckenposten nicht in einen unfahrplanm��igen Zug reinfahren.

Herr Oberst, ich bin nicht befugt, Ihnen Draisinen zu �berlassen.

Machen Sie etwas m�glich, was unm�glich erscheint!

Es ist gar nicht mit ihm zu reden. - Dieser Flegel!

Wie er mit mir umging! Tat so, als h�tt ich den andern ermuntert!

Ja, Vicky, wir Halbinder sind hier jetzt der letzte Dreck

zwischen dem Milit�r und den Wogs. Selbst der neue Distriktskommissar

ist n Eingeborener. Stell dir vor, der Herr und Meister

des ganzen Distrikts, ein reinbl�tiger Wog.

Ah, Herr Distriktskommissar. Der Oberst ist hier.

Ich sag Bescheid.

Ich wollt nur sagen, dass... - Herr Govindaswami.

Das ist Herr Lenzen. Polizeichef und mein n�chster Mitarbeiter.

Dann halte ich mich an Sie. Herrn Taylor kennen Sie.

Fr�ulein Jones vom Hilfscorps. - Ich kenne Ihren Vater.

Willkommen zu Haus. - Danke. - Seit Sie da sind, atme ich auf.

In Bhowani verbirgt sich ein Mann, f�r den der friedliche Widerstand

nur die Vorstufe zu einem blutigen Umsturz ist.

Sagt Ihnen der Name Roy was? - Roy? Der '42 zu den Japsen ging?

Und ins sowjetische Zentralasien. Vor 14 Tagen tauchte er pl�tzlich

in Kalkutta auf. Und jetzt hier. Offenbar hat er hier Freunde.

Ein blendender Organisator und zugleich gewiefter Praktiker.

Taylor? K�nnen wir uns setzen? - Ja. Ich gebe Ihnen noch St�hle.

Das ist etwas, was alle angeht. Fr�ulein Jones, darf ich bitten?

Und was f�hrt Roy im Schilde? - Er stiftet Verwirrung,

um dann loszuschlagen. Die Meuterei der Seestreitkr�fte haben wir.

Vielleicht treten die Eisenbahner in Sympathiestreik.

Die Betriebsst�rung heute Morgen war sicher ne Art Generalprobe.

Ja, genau! Der arbeitet mit Surabhai und der Kongresspartei.

Das hab ich ihm auch gesagt. Nicht, Vicky.

Nein, Herr Taylor. Surabhai ist, bei aller Liebe zur Verschw�rung,

ein Mann des Friedens. Ein Patriot. - Ist das patriotisch,

wenn er den Bahnhof blockiert? - Aber Surabhai ist gegen alles,

was Roy und die Kommunisten tun. Als Anh�nger Ghandis denkt er,

die Kongresspartei kommt durch passiven Widerstand an die Macht.

Eine Regierungs�bernahme durch den Kongress will Roy aber verhindern.

Aber was wollen sie dann? - Fragen Sie die in Moskau.

Sie wollen Indien in Anarchie und Chaos st�rzen, damit sies kriegen.

Aber die Partei will den Abzug der Engl�nder durch friedliche Methoden

nach M�glichkeit beschleunigen. - Ist nicht pers�nlich gemeint?

Nein. Wir werden euch sehr entbehren.

Es hei�t, ich w�re ein Diener des britischen Imperialismus.

Nein. Ich arbeite f�r den Tag, da Indien wieder den Indern geh�rt.

Ich bin nun mal ein Sohn Indiens. Ich bin ein Wog.

Aber ich will nichts zu tun haben mit den Leuten,

die die Herrschaft der Engl�nder durch ein Blutbad abl�sen wollen.

Reden wir noch unter 4 Augen? - Gerne, da ist mein B�ro.

Sie scheinen es aufzugeben. - Verloren offenbar die Lust.

Doch wer wei�, was morgen ist. Oder n�chste Woche. - Hier bitte.

Wie ist Ihr Vorname? - Viktoria. - Nummer der Einheit?

7-4-6. - Urlaub? - Ja, bis zur Entlassung.

Sie haben Erfahrung im Transportwesen und in der Armee.

Bleiben Sie bei meiner Einheit? - Ich hab was andres zu tun.

Aber dies ist Ihr Heimatland. Es ist auf Ihre Hilfe angewiesen!

Ich habe die letzten 4 Jahre... - Was hei�t, die letzten 4 Jahre?

H�rten Sie nicht, was der Kommissar sagte? Das w�rs f�r heute.

Komm, wir gehen. - Wiedersehen. - Das kann er nicht verlangen.

Die ganzen Kommishengste sollen mir den Buckel runterrutschen!

Steig auf.

Augen geradeaus.

Und dein Schiffchen? - Das trage ich nur im Dienst.

Aber die Sonne wird jetzt brennen. - Wir sind braun. Mehr geht nicht.

"Es war nicht zu verkennen, dass Taylor sehr verliebt war.

Ich l�ge, wenn ich behaupte, sie w�re mir egal gewesen.

Aber ich hatte oft genug gesehen, was sich zwischen Offizieren

und Anglo-Inderinnen so abspielt. Ich behielt meine Empfindungen

lieber f�r mich und behielt den Kopf frei f�r meine Aufgabe."

Zugsignal

Vater. Hallo Vater!

Vater.

Vater!

Hupen

Oh, Papa. - Ach, mein M�dchen.

Sch�n, dass du wieder da bist. - Wo ist Mutter?

Ich denke, sie ist drin im Haus. Sie wartet sehr auf dich.

Mama! - "Sie nannte ihren Vater

Papa und ihre Mutter Mama. Und wie diese Namen,

so war vieles in ihrem Dasein aus 2. Hand.

Es war geborgt aus der Welt der abendl�ndischen Zivilisation,

die sie geformt hatte, aber nicht f�r voll nahm."

Hindi Mein liebes Kind.

Marschmusik

Da kommen die Soldaten, Mutter, schau.

Das ist sicher das neue Bataillon. Viktoria, da ist n hoher Offizier.

Hindi

Viktoria, ist das der Oberst, den du nicht leiden kannst?

H�r mal, mein Kind, zu mir war er immer sehr freundlich.

Bitte ihn doch auf n Gl�schen Bier zu uns.

Genialer Einfall. Schau, dann wird er nett zu uns.

Dann sieht er doch, wer wir sind. - Dar�ber ist der schon im Bilde.

Was wird blo� aus Indien, wenn M�nner wie der Oberst

ihre Sachen packen und heimfahren. - Aber es dauert nicht mehr lang.

In Delhi rechnet man damit. - Wenn die Briten abziehen,

sind wir Anglo-Inder erledigt. - Briten, die ich kennenlernte,

ahnten kaum, dass es uns gibt. Wir sind nichts als Spreu im Wind.

Auch f�r die Inder. - Dass du so denkst,

liegt an dem englischen Larifari in Delhi. Du geh�rst zu uns,

sieh es ein. - Warte, Mama, ich helfe dir.

Nein, setz dich nur hin, mein Kind. Lass dich ein wenig verw�hnen.

Du warst so lange fort. - Zu lange! Das ist es ja!

Patrick... Wir leben so, als h�tte Gott die Welt f�r uns gemacht.

Als k�nnte sie nicht anders sein. Aber sie �ndert sich. Sieh es ein.

Glaubst du, die lassen uns die Posten, die der Tommy uns gab?

Ich mag den Oberst auch nicht, aber wenn die Inder �bernehmen,

stehen wir ohne alles da. Die nehmen uns alles weg.

So stehen wir auf eigenen F��en. Wie normale Menschen.

Und dann gehen wir in den Wald und leben wie die Wilden.

Es geht nicht um unsere Stellungen, es geht darum, was wir sind.

Was sind wir denn? Was? Ich sags dir. Mischlinge, Parias!

Viktoria! - Willst du uns verletzten, Kind?

Nein. Aber wenn die Briten gehen, gestalten wir unser Leben selbst.

Ich gehe mit ihnen nach Hause. - England ist dein Zuhause?

Wurdest wohl in Kakao getaucht, als du herkamst.

Viktoria, h�r auf! - Fr�her dachte ich ja auch so.

Nun lebte ich 4 Jahre unter Engl�ndern und Indern.

Die wissen, wer sie sind. Aber wir nicht.

Wir k�nnen weder Briten noch Inder werden.

Es muss toll sein, wenn man wei�, was man ist und wo man hingeh�rt.

Es wird Zeit, dass wir das lernen. Denk mal dar�ber nach, Mann!

Streng dein Hirn mal an!

(Mutter weint)

Traurige Musik

(er klopft) Viktoria?

Vicky, lass mich nicht so gehen. - Komm schon herein.

Du denkst wohl, ich will euch davonlaufen?

Patrick, da m�sste ich ja vor mir selbst fl�chten.

Du h�ltst alles f�r falsch, was ich sage. Aber ich meine,

es kommt aufs Herz an. Nicht nur auf das Hirn.

Ich lasse mein Herz auch reden, wenn ich so mit euch streite.

Wir wissen nicht, wies ist, zu sagen: Ich bin Engl�nder.

Ich bin Inder. Aber uns darf die Vorstellung nicht qu�len,

wir w�ren besser oder schlechter als unsere Mitmenschen.

Das Beste w�re, wir w�rden unsere Dhotis und Saris anziehen

und Inder heiraten. - K�nntest du das?

Ach, ich wei� nicht. - Aber ich... Du wei�t doch,

ich w�rd nie ne andre Frau nehmen. Ich dachte,

du wolltest auch keinen andern als mich. So wars doch immer.

Du und ich. Anders konnte es doch gar nicht sein, Vicky.

Du wirst meine Frau. Und ich will, dass du mich willst.

T�rklingel

Hindi

Was ist, Viktoria? - Von meiner Dienststelle.

Und was steht drin? - Ach...

Urlaub gestrichen, da Alarmzustand. Bei Kommandeur

Grenzschutzbataillon 1-13 melden. - Da steckt Oberst Savage hinter.

Er lie� mich abkommandieren. Dieser Schuft!

Was tust du nun? - Ich k�nnte ja krank sein.

Dann schickt er n Arzt her. - Ja, nat�rlich.

Ich bin ja noch nicht entlassen. Und es ist Alarmzustand.

Ich kann nichts machen. - Das ist unser Schicksal.

Es hilft nichts, ich muss. - Und wie stellst du dir

unser Leben nun vor? Was tun wir? - Wir werden unsere Pflicht tun.

Daf�r sind wir doch geboren, Menschenskind!

"Viktoria Jones meldete sich also zum Dienst in unserem B�ro.

Auch Hauptmann Macauley arbeitete dort.

Er hatte eigene Ansichten vom Einsatz des weiblichen Personals.

Zugsignal

Fr�ulein Jones. Fr�ulein Jones! Hier sind die Fahrplan�nderungen

f�r Herrn Oberst. - Oh, danke, Ranjit.

Ach, der 10 Uhr Postzug f�hrt jetzt sp�ter?

(Kinder rufen durcheinander)

Milit�rmusik

Kinder, sie sehen gern Soldaten, aber wir ja auch.

Ich seh lieber den Kindern zu. Sie sind unsere Hoffnung.

Das neue Indien. F�r sie wird das Leben ganz anders werden.

Nicht die Politik, sondern ihre Erziehung wird es bestimmen.

Das wei� ich. H�tte ich die Wahl gehabt, w�r ich Lehrer geworden.

Nach Abzug der Briten wird Indien sich aufschlie�en wie eine Blume.

Der 36er geht planm��ig.

Sie sind nicht sehr f�r Briten, was, Ranjit?

Aber Sie werden gut mit fertig. - Wir haben alle gelernt,

uns unter dem Winde zu neigen. Wie das Korn.

Es ist umwerfend, einer Frau wie Ihnen zu begegnen.

K�nnten aber freundlicher sein.

"Die Volksbewegung breitete sich �ber ganz Indien aus."

Hindi

Hindi

"In Bhowani f�hrten die Aktionen der Kongresspartei

zu einem Sympathiestreik der Eisenbahner."

Hindi

"Die Anglo-Inder versuchten, ihren Dienst zu tun,

wurden aber daran gehindert und als Streikbrecher behandelt.

Hunderte Meilen lebenswichtiger Verbindungen waren lahmgelegt.

Im Norden blieb ein Munitionstransport liegen.

Gerade so weit entfernt von unsrer Schutzzone, dass er f�r Roy

und die Pl�nderer erreichbar war. Die Kongresspartei st�rt es nicht.

F�r sie war der Streik ein Anlass zu endlosen Feierlichkeiten.

Solange sie streikten, waren die Engl�nder in der Klemme.

Also streikten sie weiter, ohne an die Folgen zu denken."

Hindi

Achtung!

Wache angetreten. - Danke.

Hupen

H�tt ich nicht gedacht, dass Sie dem Erstbesten in die Arme fallen.

Oberst, es reicht! Viktoria steht unter Ihrer Fuchtel,

aber sie braucht sich von Ihnen nicht beleidigen zu lassen.

Der Herr Distriktskommissar erwartet Sie, Herr Oberst.

Hupen

Sieht nach Gewitter aus. - Sch�nwetter ist es nicht.

Surabhai will die Abfahrt des Hilfszugs verhindern.

Wenn Roy das Dynamit kriegt, kann er die halbe Stadt sprengen.

Ich rede Ihnen nicht rein, Oberst, aber die Lage ist sehr angespannt.

Halten Sie bitte Ihre Leute fest an der Kandare.

Hindi

Passiver Widerstand klingt sch�n, aber es ist nicht leicht,

damit fertig zu werden.

Hindi

Da kommen noch mehr ungebetene G�ste. Soll ich das Tor schlie�en?

Nein, lassen wir sie herein. Das ist ihr gutes Recht.

Gleich hagelts Backsteine. Wollen Sie nicht gehen?

Das ist mein Vater, der die Maschine hinausfahren soll.

Ah, Herr Kommissar. Sie, Ihr Polizeichef und alle Bluthunde

k�nnen uns nicht aufhalten. Fr�ulein Jones, ich begr��e Sie.

Dieser Protest gegen das grausame Niedermetzeln unserer Marinebr�der

ist friedlich und legal. - Es wurde niemand niedergemetzelt.

Die Seeleute sind Ihre Marinebr�der genauso wie meine.

Wenn Sie auch noch so stolz sind auf Ihren Posten

als Diener des britischen Imperialismus.

(unverst�ndliche Rufe)

Wir machen blo� Protest. Friedlichen, gewaltlosen Protest.

Ein gewaltloses Wurfgeschoss? - Nein, Freunde, bitte keine Gewalt.

Ich beschw�re euch, lasst eure Gef�hle nicht �ber euch kommen.

Zugsignal

Genug geplappert. Es ist zwecklos. Ich leg mich neben die andern.

(unverst�ndliche Ausrufe)

Zugsignal

(unverst�ndliche Ausrufe)

(lautes Gejohle)

Surabhai, dieser Zug hat einen wichtigen Auftrag.

Bei Malra liegt Dynamit ohne Bewachung.

Bekommt Roy es, gibts ein riesen Ungl�ck in Bhowani.

Britische L�gen, um das Volk zu verwirren. L�gen!

(alle) L�gen! L�gen!

(unverst�ndliches Geschrei)

Nein, meine Freunde, keine Gewalt. Bitte!

(unverst�ndliches Geschrei)

(Frau schreit)

Ich befehle allen, sich sofort zu entfernen.

In einer Min. wird das Milit�r das Feuer er�ffnen

und den Bahnsteig frei machen. - Bajonette pflanzt auf!

Ihr M�rder! M�rder! - Laden!

Achtung! Zur Salve!

Hindi

Hindi

Was machen wir nun mit ihnen? - Das kann ich Ihnen nicht sagen.

Ich will kein Blutvergie�en.

(fl�stert unverst�ndlich)

Jones, Sie fahren jederzeit ab? - Ja, Herr Oberst, ich bin bereit.

Zugsignal

Bitte, Herr Oberst. Bitte!

Bitte lassen Sie das nicht zu. Surabhai steht nicht auf.

Woher wissen Sie das? - Weil er zu allem f�hig ist.

Sie hat Recht, Savage. Surabhai wollte schon immer Martyrer werden.

Ich kann das allein beurteilen! K�mmern Sie sich um Ihre Sachen!

Gehen Sie weg von den Gleisen. Ich lasse den Zug jetzt abfahren.

Dann muss er �ber die Vork�mpfer des freien Indiens fahren.

Geh�ren Sie ner h�heren Kaste an? - Ja. Aber alle Kasten stehen

und fallen im Kampf um Freiheit. (alle) Ja! Ja! Ja!

Gut.

"Ich hatte einige Parias bereitstellen lassen.

Angeh�rige der verachteten Kaste. Die geringste Ber�hrung mit Ihnen

gilt den Hindus als Schmach und religi�ser Frevel."

Stehen Sie auf, oder diese Leute �bergie�en Sie mit ihrer Jauche.

Was sollen sie uns antun, die Unber�hrbaren?

Niedertr�chtiger Schurke, Sie!

Ich gebe Ihnen 5 sek. Gehen Sie, oder Sie brauchen 5 Monate

rituelle Waschungen. Steht auf!

Eins!

Zwei!

Drei!

Vier!

F�nf!

(aufgeregtes Durcheinander)

Zugsignal

"Mir war klar: In Viktoria musste sich das indische Blut auflehnen.

Gegen diese �u�erste Entw�rdigung der Hindus."

Mal hab ich auch Wut auf Wei�e. - Mein wei�es Gesicht geht jetzt.

Ist sowieso bald aus damit. - Das ist auch besser, Oberst.

Bruder Surabhai liegt mir schwer auf der Seele.

Aus dem Stoff mach man Helden. Gehen Sie heute besser nicht aus.

Haben Sie Alarmnachrichten? - Nein, aber Bhowani ist heute

n gef�hrliches Pflaster f�r Wei�e. Wenn wir Roy doch erst h�tten.

Sie sehen schlecht aus, Fr�ulein Jones.

Es war n scheu�liches Verbrechen. - Der Weg der Pflicht,

ist ein Weg der Ehre. Soll ich Sie nach Hause fahren?

Inspektor Taylor f�hrt mich heim. - Ja, und ob er das tut.

(unverst�ndlich)

Ja, das ist gut. Ein Einfall von Oberst Savage, ja.

Ich nehme alles zur�ck, was ich gegen ihn gesagt habe.

Das ist ja blendend. Nun, Vicki, findest du das nicht witzig?

Die haben sicher dumm geguckt. - Verstehst du gar nichts mehr?

Wie denen und auch mir zumute ist?

Ich kam in dem Glauben zur�ck, dass wir uns lieben.

Aber du liebst alles, was ich verabscheue.

Wenn ich lustig bin, bist du b�se. Meinen Kummer bemerkst du nicht.

Lass mich in Ruhe! Du bist so eingebildet und selbstzufrieden.

Jetzt geh! Ich habe nichts mehr mit dir zu tun, au�er im Dienst!

Es war grauenvoll. Ranjit, bitte verzeihen Sie uns.

Es ist gr�sslich. - Wir lernten, dar�ber wegzusehen.

Aber Sie leiden darunter, das wei� ich. Das sp�re ich.

Und das tut mir nun leid.

Hindi

Hindi

Ich wiederhole: Draisine 5 an Dienststelle Kuchenb�cker.

Stehen an Kartenpunkt 6-9-4-3-7-6. Keine besonderen Vorkommnisse.

Funk: Hallo Kuchenb�cker. Achtung, Sonderbefehl!

Hier spricht Sonnenstrahl. Den Verbindungsoffizier.

Der Herr Oberst. - Verbindungsoffizier am Apparat.

Die Verbindung zum Kommissar ist gest�rt. Melden Sie ihm:

Das Dynamit wurde geraubt, bevor unser Zug eintraf.

Ich erwarte ihn im Hindu-Tempel. Mit Attentaten ist zu rechnen.

Kuchenb�cker verstanden. Ende.

Bitte den Distriktskommissar.

Der Oberst verlor die Partie doch noch.

"Wir erwarteten Aufst�nde, aber es kam viel dicker.

Roys Agenten leisteten gr�ndliche Arbeit. Die gesetzlosen Elemente,

die in jeder Stadt leben, waren aufgeputscht und wurden so

unter die Demonstranten verteilt, dass alles in Raserei verfiel.

Religi�se Gegens�tze waren da, die Menge w�tete blindlings,

pl�nderte L�den. Und frisch gef�rbte Seidenstoffe,

die zum Trocknen aufgeh�ngt waren, setzte sie in Brand,

um die Kaufleute zu ruinieren.

Kuchenb�cker verstanden. Ende. Funk: Hallo Kuchenb�cker.

Machen Sie Dienstschluss. Ende.

Explosion und Schreie

(unverst�ndliches Gebr�ll)

Darf ich Sie nach Hause begleiten? - Danke, das ist nicht n�tig.

Bitte gehen Sie nicht allein. Ist der Truppentransport durch,

begleite ich Sie. - Ich geh am Bahnk�rper entlang.

Da sind doch die Posten.

F�r Sie bin ich keine Inderin, nicht, Ranjit?

Nein. Eine Europ�erin. - Ich bin jetzt auf dem Punkt,

wo ich nicht mehr wei�, wohin mit mir.

Gute Nacht, Ranjit.

Schritte

Ach, sieh mal an.

Lauf nicht weg, mein Kind. Der Onkel Hauptmann tut dir nichts.

Gut, dass ich Sie traf. Ruft ein Posten "Halt",

sagen Sie "Schikar". Die Parole. - Danke. Ab hier geh ich allein.

Nein, warten Sie, unser Chef bringt mich um, wenn Ihnen etwas zust��t.

Hat ers etwa auf Sie abgesehen?

Ab hier geh ich allein. Gute Nacht. - Halt, wer da?

Schikar. - Kabul. Passieren.

Jetzt sind Sie gleich da. - Ja, ich wei�, danke.

Das ist Ihr ganzer Dank? - Danke vielmals, Hauptmann.

Komm. Dank mir lieber so.

Komm her! Str�ub dich nicht so. Viktoria.

Zug n�hert sich

Werfen Sie das weg.

Kommen Sie. Schnell.

(unverst�ndliches Geschrei)

Wen hat sie get�tet, mein Sohn? - Get�tet? Niemand.

Das kann nicht sein. Das kann... - Fr�ulein Jones.

Das hab ich nicht getan. Ich schw�rs.

Schau, M�dchen.

Nun, wen hat sie get�tet? - Einen britischen Offizier.

Hauptmann Macaulay, an der Bahn. Er hats verdient.

Fanden sie ihn schon? - Das glaub ich nicht.

Er wollte mich vergewaltigen.

Sohn, hol unsern Freund. - Aber Mutter, ist es gut,

es jemandem zu sagen? - Govindaswami muss es wissen.

Ich muss es ihm sofort sagen. - Wenn sie h�ren, du warst hier,

was werden sie denken? Und wem geben sie dann die Schuld?

Meinem Sohn. Er hat dir geholfen. Dadurch ist er nun mitschuldig.

Nein! Lauf und hol unsern Freund her.

Und nun lege deine Kleider ab. Mach schnell.

Hier. Mary!

Seife, Wasser, Becken und das Regenwasser. Schnell.

Du wei�t, was geschah? - Ja. Ich geh sofort hin.

Ich bin in 30 min zur�ck. - Halt! Was wollen Sie tun?

Ich muss es dem Kommissar sagen. - Es wird hei�en,

du h�ttest ihn dorthin gelockt. Sie werden den Ruf des Hauptmanns

und der britischen Armee retten. Nicht deinen.

Unser Freund sorgt daf�r, dass nie herauskommt, wer es getan hat.

Setz dich, M�dchen. Sohn, bring einen Stuhl f�r sie.

Aber ich hab einen Menschen umgebracht.

Einen englischen Offizier. Das ist kein Mensch. Das ist ein Raubtier.

Hol ihr etwas zu trinken, Sohn. Was geht dichs britische Gesetz an.

Du bist doch halb Inderin. - Er versuchte es fr�her schon.

Es war grauenvoll. - Du hast ne gro�e Tat vollbracht.

Du bist eine Heldin des neuen Indien.

Ich trinke nicht oft, aber auf dich will ich trinken.

Auto f�hrt vor

Schau, ob das Haus beobachtet wird.

Ich will nicht! - Du musst!

Kennst du einen Briten, der dich nicht beleidigte?

Seit �ber 100 Jahren arbeiteten Menschen wie du f�r sie.

Und jetzt lassen sie euch bei uns zur�ck.

Was glaubst du, was wir mit den Anglo-Indern tun werden?

Wir sagen euch, dass ihr minderwertige Inder seid.

Und sicher auch unzuverl�ssige. 100 Jahre lang habt ihr den Briten

die Stiefel geleckt und eure Br�der und Schwestern behandelt,

als w�ren sie eure Sklaven. Ich sah, was die Soldaten taten

auf dem Bahnhof. Ich sah auch dich. Dir war nicht wohl dabei.

Sieh ein, dass du Inderin bist und wie eine Inderin leben musst.

Hier.

Zieh das an, bis deine Kleider trocken sind.

Unser Freund kommt jetzt bald zur�ck.

(Gebr�ll und Frauenschreie)

Oh! Kein Wunder, dass mein Sohn in dich verliebt ist.

Und ich wei�, du bist die richtige Frau f�r ihn.

Wie? Daran hab ich nie gedacht, Sirdarni.

F�r dich w�r jeder gut genug. Nun sei nicht b�se.

Ich meine nur, du musst einen Mann haben. Alt genug bist du ja.

Rajit ist n Guter, aber er braucht ne Frau mit Selbstbewusstsein.

Er m�chte zur Sikh-Religion zur�ck. Bl�dsinn.

Du bist st�rker und h�rter als er. Du machst aus ihm, was du willst.

Ich mag ihn gern so, wie er ist. - Hier...

Schau.

Indien ist deine Heimat, mein Kind. Sein Morgen bricht jetzt an.

Unser Morgen, unser Tag, unsere Freiheit.

Wir stehen dir von nun an bei. Was du auch tust, glaube mir.

Vertraue uns. T�r wird ge�ffnet

Nun? - Sie sind fort.

Ich schenke dir die Sari, mein Kind.

Morgen bringt mein Sohn dich zu einer Gesellschaft mit.

Da lernst du wichtige Leute kennen. Und ich m�chte dich wiedersehen.

Aber niemand darf wissen, dass unser Freund Ghanshyam hier ist.

Wer ist denn der Mann? - Er ist ausm westlichen Indien.

Sie mag ihn sehr. Er soll keine Probleme bekommen.

Ich begrub ihn an einer Stelle, wo man ihn nicht so schnell findet.

Aber der Posten, der beide anhielt. Und mich auch.

Ein Freund. Ich sprach mit ihm. Er sagt nichts, verlasst euch drauf.

Und nun, damit unsere Aussagen sich nicht widersprechen:

Sie w�nschten Hauptmann Macauley vor Ihrer Haust�r eine gute Nacht.

"Viktoria und Ranjit zeigten sich gemeinsam in der �ffentlichkeit.

Ihre Kleidung war eine Geste der Herausforderung."

Ich gew�hne mich nie dran, wie Sie einfach eine Zigarette rauchen.

In der Sari, nicht wahr? - Ja. Die durchschnittliche Inderin

h�lt das f�r unweiblich. - Und Ihre Mutter?

Es w�rde ihr nichts ausmachen. Sie ist kein Durchschnitt.

Da ist Herr Taylor. Wollen wir lieber umkehren?

Nein, ehe ich mich verstecke, setz ich lieber alles aufs Spiel.

Limonade, bitte. Sie auch, Ranjit? - Was willst du hier?

Den Film anschauen, mit Ranjit. - Du gehst mit Ranjit Kasel aus?

Patrick, du T�lpel! - Ach, Herr Oberst.

Reizende Idee, was Sie taten, als die Wogs aufn Schienen lagen.

Lassen Sie mich aus Ihren privaten Streitigkeiten!

So ist das? Offen und verbl�mt, unser Fr�ulein Offizier und...

Ranjit, schauen Sie nach 2 ruhigen Pl�tze f�r uns.

Geht r�ber ins Wog-Kino. Das ist f�r Farbige.

Da kannst du H�ndchen halten mit deinem schwarzen Freund.

Sprich nicht so von Ranjit! - Das hier ist f�r Europ�er!

Ich tue, was ich will, verstanden? Geh und schlaf deinen Rausch raus.

Und lern dich endlich benehmen!

Nein, Viktoria. Ich wollte dich nicht schlagen. Ach, Vicky.

Wir sind auf nem verh�ngnisvollen Weg. Werd doch meine Frau.

Ich saufe, weil ich traurig bin. - Deine Frau werden?

T�glich das Schiffchen aufm Kopf, damit keiner auf die Idee kommt,

ich w�r Inderin? Nichts f�r mich.

Sie haben Liebeskummer? - K�mmern Sie sich um Ihre Sachen.

Falls Sie sich eingewickelt haben, um diesen Taylor abzusch�tteln,

war der Aufwand zu gro�. Aber wenn Sie versuchen,

sich an Ranjit Kasel ranzumachen, steht das aufm ganz andern Blatt.

Fr�ulein Doren.

Warum nannte er Sie so? - Um mich zu verletzen.

Manchmal versteh ich ihn nicht. - Ich versteh ihn immer,

das ist das Schlimme. - Aber was sollte diese Bemerkung?

"Es war ein Fr�ulein namens Doren. Die war verliebt in einen Mohren.

Dem hat sie, ehe mans denkt, Zwillinge geschenkt.

Sch�n wei�, jedoch mit schwarzen Ohren."

Guten Abend, Fr�ulein Jones. Verzeihung, wenn ich st�re,

aber darf ich... - Bitte sehr.

Sie leben nun in einer andern Welt. Sie haben viele Beziehungen.

Vielleicht k�nnen Sie mir helfen. Sahen Sie diesen Mann in Bhowani?

Oder jemand, der ihm �hnlich ist? Schauen Sie ihn genau an.

Nein, den hab ich nie gesehen. - Und Sie, Herr Kasel,

Sie kommen doch viel in der Stadt herum. Kennen Sie diesen Mann?

Nein, Herr Oberst-Lieutenant. - Wer ist das?

Das ist Roy. Das Foto ist 8 Jahre alt.

Wir haben allen Grund zur Annahme, dass er das Dynamit raubte.

Klingelzeichen Guten Abend.

Fr�ulein Jones, kann ich Sie noch kurz sprechen? Allein.

Es betrifft Macaulay. - Was wollen Sie denn noch wissen?

Er wurde bisher nicht gefunden. Als er sich verabschiedete,

sagte er da, wohin er wollte? - Nein, er sagte nur gute Nacht.

Aber das steht doch im Protokoll. - Ja, aber soviel wir wissen,

waren Sie die Letzte, die ihn sah. Als er sich verabschiedete,

hat er da versucht, Sie zu k�ssen. Waren Sie z�rtlich zu ihm?

Entschuldigen Sie, aber... Es ist mir sehr peinlich, Sie zu fragen,

aber ich hab n besonderen Anlass. Hauptmann Macaulay erz�hlte

seinen Freunden, er sei Ihnen sehr zugetan und er deutete an,

Sie w�rden diese Neigung erwidern. Folgendes interessiert mich nun.

Falls Sie ihn wirklich mochten... - Ich konnte ihn nicht leiden!

Er machte mir einmal den Hof, aber ich ging nicht darauf ein.

Er brachte Sie nach Hause. - Da war der Aufstand...

Herr Lenzen! Ohne eine Genehmigung d�rfen Sie sie nicht verh�ren!

Das war kein Verh�r. - Ich h�rte, was Sie sagten.

Es bestand eine solche Abneigung gegen Macauley,

dass ich Zusammensein im Dienst nach M�glichkeit verhindert habe.

Das gen�gt mir, Fr�ulein Jones.

Bitte bedenken Sie, dass ich auch auch meine Pflichten habe.

Wir suchen auch den Posten, der zur selben Zeit verschwand. Keine Spur.

Die Sari kleidet Sie. Ich kann gar nicht sagen, wie gut Sie aussehen.

Warum trag ich sie wohl?

"Jede Kritik machte sie sturer. Nach au�en gab sie sich sorglos.

Sie redete sich ein, ihre Neigung zu Ranjit w�rde Liebe,

wenn sie seine Liebe ann�hme und eine Inderin w�rde."

Die Musik? Was ist das, Ranjit? - Ein Liebeslied.

Schon viele 100 Jahre alt.

Eure Welt ist so neu f�r mich. Ich hab noch so viel zu lernen.

Auch �ber Musik? - Ja, auch das. Und manches andre.

Fr�ulein Jones. - Ranjit, sagen Sie doch Viktoria.

Ich bewundere Sie. Viktoria. Und ich liebe Sie.

Ich wollte warten, bis Sie mich besser kennen. Aber Mutter sagte,

ich sollte mich beeilen, und wenn ich Sie nicht bald fragen w�rde,

ob Sie meine Frau werden wollen, w�rde sies tun.

Oh, wir wollen nichts �berst�rzen. Nicht mal Ihrer Mutter zuliebe.

Und fragen Sie mich lieber. - Wenn ich nur w�sste, wie?

Bitte sch�n. Dann frage ich Sie, wenn die Zeit gekommen ist.

Ich glaube, ich habe auch viel zu lernen. Von eurer Welt.

Viktoria, ich wollte wieder der Gemeinschaft der Sihks beitreten.

Und Sie m�chten, dass ich mich auch zu diesem Glauben bekenne,

falls ich Ihre Frau werde? - Ja, das m�chte ich.

Aber Sie m�ssten den Namen �ndern. Viktoria ist kein Name

f�r eine Inderin. - Nein, aber es ist mein Name.

M�sste ich dann mit Ihrer Mutter zusammenwohnen?

Nat�rlich, sonst sagt man, ich h�tte sie hinausgeworfen.

Es wird wohl Zeit, dass Sie von Ihrer Mutter unabh�ngig werden.

Ja. Ja, das mag wohl sein. Kommen Sie mit in den Tempel?

Ja, das will ich. Das muss ich ja wohl wollen.

Dies ist unser heiliges Buch. Sie brauchen es f�r die Zeremonie.

Lesen Sie es.

"Der Streik ging zu Ende. Der Zugverkehr wurde normal.

Es sah aus, als sei die Ordnung wiederhergestellt.

Und als w�ren wir wieder Herren der Situation.

Aber f�r uns gab es nur die Frage, wann und wo Roy wieder zuschl�gt.

Zugsignal

Bremsen quietschen und Schreie

Holen Sie noch mehr Tragbahren.

Noch ein Toter? - Ja. - Schnell runter mit ihm.

Damit die Bahre frei wird.

Es hat keinen Sinn, er ist tot.

Beeilung! Wir haben keine Zeit. Zur Bergung der Opfer

stellen Sie Leute ab. Schnell! - Herr Oberst, ich fand etwas.

Das dachte ich mir. FID-Kabel und Sprengkapseln auch unsere Marke.

Es ist das Material, das aus dem Zug damals geraubt wurde.

Das war zu erwarten. - Das �ndert sich auch nicht,

bevor wir Roy fassen.

Noch einen Schlauch, ans andere Ende des Wagens.

Noch mehr Sanit�ter. - Jawohl, Herr Oberst.

Die Sari steht Ihnen gut, aber sie passt nicht zu dem,

wozu ich Sie herbefohlen habe. - Ich hatte keine Zeit mehr.

Fragen Sie den Zugkommandanten, ob er Sanit�tspersonal mithatte.

Bringen Sie sie zum Verbandsplatz. Und machen Sie dort Meldung!

(Wimmern und Schmerzensschreie)

Wo wollen Sie hin? - Warum musste ich hierherkommen?

Sehen Sie, was Dynamit aus unserm K�rper macht. - Ich wars nicht!

Die auch nicht! Jetzt gehen Sie und helfen ihnen sterben. Los!

Hey, Sie. Waschen Sie der Frau die Wunde aus, mit dem Tupfer da.

Es ist h�chste Zeit. Bleiben Sie gleich mit ihr da.

Na los, worauf warten Sie noch?

Weg damit!

Hey, du. Hierher mit dem Wasser.

Keine Angst, ich hol euch raus.

Hey, Sie. Bringen Sies dem Oberarzt auf dem Verbandsplatz und tun Sie,

was er Ihnen sagt.

Hast du hiermit etwas zu tun? - Ich helfe hier nur.

Ich helfe hier beim Untergang des britischen Regimes.

Es sind doch nicht nur Briten. - Wer ein Omelette machen will,

muss ein paar Eier knicken. Deine Mutter wirds dir best�tigen.

Patrick, ich wasch dir das aus. - Lass du die H�nde weg von mir.

Ranjit, glauben Sie, dass Ghanshyam Roy ist?

Alles str�ubt sich in mir dagegen. Doch es scheint bald so.

Und wenn er es w�re? - Verraten wir ihn, sagt er

die Wahrheit �ber Macaulay. - Aber wenn er hieran schuld ist?

Was dann? - Momentan kann ich nichts tun.

Sie w�rden meine Mutter verhaften. Sie k�mpfte immer gegen Engl�nder.

Viele Jahre war sie im Gef�ngnis.

Ich kann sie doch nicht der Polizei ausliefern!

Und ab.

Nun sind Sie wohl wie ger�dert? Noch ist nicht alles verloren.

Lenzen: R�hren.

Guten Tag. - Guten Tag Oberst-Lieutenant.

Sie wollen wohl zu Oberst Savage. - Nein. Ich will mit Ihnen reden.

Hauptmann Macaulay wurde gefunden. Er lag unter einem D�ngerhaufen.

Er trug n Zettel um den Hals mit der Aufschrift. "Weg aus Indien".

Der �rztliche Befund ergab, ihm schlug jemand den Sch�del ein.

Das �berrascht Sie wohl? - Ich... Das ist ja grauenvoll.

Wann ist es geschehen? - Oh, das wissen wir genau.

Wir k�nnen fast die Minute angeben. Aber es kommt leider was hinzu.

Wir vermissten ja auch den Mann, der zu der Zeit Wache hatte.

Wir fanden auch seinen Leichnam. Mit durchschnittener Kehle.

Er wurde zur selben Zeit ermordet wie Macaulay. H�chstens 1 h sp�ter.

Da sie beide dicht nebeneinander verscharrt wurden, ist anzunehmen,

dass Macaulay und der Posten von derselben Person umgebracht wurden.

Sind Sie auch jetzt noch sicher, dem Mann nie begegnet zu sein,

von dem wir wissen, dass er der Kommunistenf�hrer Roy ist,

und der sich Ghanshyam nennt?

Gut, Fr�ulein Jones. Weiter wollte ich nichts wissen.

Eventuell m�sste ich Sie bitten, in K�rze in mein B�ro zu kommen.

Sie versuchen aber nicht, durch Falschaussagen jemanden zu decken?

Orientalischer Kirchengesang

Gebet

Ich komm in die Gemeinschaft des wahren Glaubens, und ich will,

dass auch sie aufgenommen wird. - Seid gesegnet im Namen des Guru.

Zugsignal

Vater: Willst du uns alle verletzen, mein Kind?

Die Sirdarni: Du bist ne Inderin und musst leben wie eine Inderin.

Geht in das Wog-Kino. Da geh�ren Farbige hin.

Da kannst du H�ndchen halten mit deinem schwarzen Freund!

Wir k�nnen weder Briten noch Inder werden.

Vater: Willst du uns alle verletzen, mein Kind?

Ich geh�re nirgendwohin. Ich geh�re nirgendwohin.

Ich geh�re nirgendwohin.

Ich liebe Sie. Ich wollte warten, bis Sie mich besser kennen.

Aber Mutter sagte, ich solle mich beeilen, und wenn ich Sie nicht

bald fragen w�rde, ob Sie meine Frau werden w�rden, t�te sie es.

(unverst�ndliche Stimmen)

Govindaswami: Aber ich will nichts zu tun haben mit Leuten,

die die Herrschaft der Engl�nder durch ein Blutbad abl�sen wollen.

Lenzen: Hauptmann Macaulay wurde gefunden.

Er lag unter einem D�ngerhaufen. Dem �rztlichen Befund zufolge,

schlug man ihm den Sch�del ein.

Hindi

Ich hab nen Menschen umgebracht! - Es war ein englischer Offizier.

Die Sirdarni: Es ist kein Mensch. Das ist ein Raubtier.

Lenzen: Auch der Wachposten wurde vermisst. Die Leiche fanden wir.

Mit durchschnittener Kehle. - Ich habs nicht getan!

Die auch nicht. Gehen Sie, und helfen Ihnen sterben. Los!

Ghanshyam ist Roy. Roy. Ghanshyam ist Roy.

(unverst�ndliche Stimmen)

Hindi

(unverst�ndliche Stimmen)

Dann steht das auf einem ganz andern Blatt, Fr�ulein Jones.

Sie haben wohl nicht verstanden. Ich hab nen Menschen umgebracht.

Die Sirdarni: Es war n englischer Offizier. Das ist kein Mensch.

Das ist ein Raubtier. N Raubtier. Ein Raubtier. Ein Raubtier.

Ich muss es jemandem sagen. Ich muss es jemandem sagen.

Gesang

"Viktoria begriff, dass sie ihrem Gewissen nicht davonrennen konnte.

Wo sie es versuchte, rannte sie nur umso mehr ins Ungl�ck.

Der Einzige, an den sie sich noch wenden konnte, war ihr Vater.

Sie erinnerte sich, dass er den Nachmittagszug fuhr."

Vater. Vater.

Oh, Vater. - Du kommst noch zu mir?

Das ist ein gutes Zeichen. Wie hei�t du jetzt, mein Kind?

Viktoria Jones. Oh, Vater, ich konnte nicht mehr weiter.

Ich muss weg. Ich k�nnte die Martinsens besuchen.

Bitte, nimm mich in der Lok mit. - Das w�rd ich gern,

aber meine Stellung... - Guten Tag, Herr Jones.

Ach, Herr Oberst. - Wie ist es Ihnen ergangen,

seit Sie den Zug durchbrachten? - Wir Anglo-Inder hatten es in

letzter Zeit nicht leicht. - Ich wei�. Ich fahre dienstlich

mit Ihnen mit. Ich m�chte noch ne Kompanie herholen.

Das w�r sehr gut. Herr Oberst, meine Tochter fragte,

ob sie bei mir mitfahren darf. Schicken Sie sie auf Dienstreise,

dann kann keiner was sagen. - Sie wollen auch mit?

Dies ist Ihr Marschbefehl. Uniform brauchen Sie nicht tragen.

"Als sie Bhowani hinter sich gelassen hatte,

sah sie sich Ihren Qualen wieder ausgeliefert.

Ihre Schuld fuhr mit ihr."

Zugsignal

"Die Hitze im F�hrerstand der Lok war schon bei der Fahrt

durch die offenen Landschaft unertr�glich.

Im Tunnel wirkte sie sich aber auf Viktoria m�rderisch aus."

So, mein Kind. Die Zeit ist knapp. Nimm zur�ck den 8.20 Uhr.

Aber geh f�hrzeitig zum Bahnhof, sonst kriegst du keinen Platz.

Ich kann dir gar nicht sagen, wie ich mich freue.

�ber die andere Sache. Das w�re falsch gewesen.

Aber das hast du von selbst eingesehen.

(unverst�ndliches Durcheinander)

Signalglocke

Na, Sie finden wohl keinen Platz? Kommen Sie herein.

Nein, danke, das geht doch nicht. - Sie k�nnen kaum noch stehen.

Ich bin allein. Kommen Sie rein.

Zugsignal

Gehen Sie duschen. Das macht Sie munter.

Es ist noch ein Frottiertuch da.

Zugsignal

Sie sehen immer noch ger�dert aus. Aber wenigstens gewaschen.

Viel Wasser? - Genug, danke.

Wie lange wollen Sie dieses Vabanquespiel noch betreiben?

Was meinen Sie, Herr Oberst? - Lassen Sie die Kommissar-All�ren.

Seien Sie doch offen und ehrlich.

Wenn ich Sie jetzt als Verr�terin am Vaterland bezeichne,

erkl�ren Sie mir, dass England nicht Ihr Vaterland ist.

Nein, ich bin keine Verr�terin, aber...

Ach, was soll das alles.

Ich wusste nicht mehr aus noch ein.

Ich wars so leid, als Mischling durchs Leben zu gehen.

Ich brauchte etwas, wo ich heimisch war. Deshalb...

Deshalb hielt ich mich nur an die Inder.

Aber ich konnte mich nicht in eine Inderin verwandeln.

Es war alles ganz falsch. - Mord ist immer falsch.

Es war kein Mord! - Einer ist doch schuld daran,

dass die Leute verreckt sind. - Wer ist denn verreckt?

Das Volk beim Eisenbahnattentat. Sie sahen doch einige sterben?

Darum habe ich Sie hingeholt. Was Roy angeht, l�gen Sie.

Das hab ich immer gewusst. Sie sind ihm wohl begegnet.

Ich erschlug Hauptmann Macaulay. - Wie kam das?

Ich erschlug ihn am Bahngel�nde. Dicht unter einer Br�cke.

Im Dampf einer Lokomotive. Er wollte mich vergewaltigen.

Er war wie irre und w�rgte mich. Da hab ich zugeschlagen.

Sie haben ihn gereizt. - Nein! - Ich habs gesehen!

Gleich am Tag unserer Ankunft, auf der Treppe im Bahnhofsgeb�ude.

Das ist nicht wahr! Er fasste mich an, als wir die Treppe raufgingen.

Und er versuchte es �fter. Ich hab mich nie beschwert,

ich bin ja nur ein Mischling und hab mich seinen W�nschen zu f�gen.

Aber wenn ich ihn nicht erschlagen h�tte, h�tte er mich erw�rgt.

Govindaswami wusste, Sie waren es.

Warum lie� er mich nicht festnehmen?

Er war �berzeugt, Sie w�rden selbst bald merken,

dass Roy kein Umgang f�r Sie ist, nicht einmal f�r Ranjit.

Sie k�nnten ihm n�tzlich sein. - Ich hatte keine Ahnung,

dass dieser Mann Roy war. Er nannte sich Ghanshyam.

Ich wusste nur, dass er Macaulay verscharrt hat.

Macaulay bekam sicher nur das, was ihm zustand.

Aber als ich h�rte, dass Roy den armen Posten ermordet hat,

hatte ich das Gef�hl, ich h�tts getan.

Ich hoffte, im Tempel des Sikhs dar�ber hinwegzukommen.

Aber es wurde nur noch schlimmer.

Bekomm ich bitte noch n Whisky? - Sie sind schon halb betrunken.

Wollen Sie wirklich noch einen? - Ja, bitte. Und eine Zigarette.

Jetzt schmeckt auch die Zigarette besser. Nachdem alles heraus ist.

Ja, und morgen sehen wir weiter.

Zugsignal

Klopfen Guten Morgen!

Ich hoffe, Sie konnten schlafen.

Wieso erz�hlte ich Ihnen alles? Ich versteh mich selbst nicht.

Hoffentlich wissen Sie noch, was Sie mir erz�hlt haben. - Ja.

Und Sie nehmen nichts zur�ck? - Was h�tte das f�r n Sinn?

Ist das etwa f�r mich gedacht? Hab ich nicht genug geredet?

Whisky ist das beste Mittel gegen Whisky.

Ob die Anklage auf Mord lautet? Was meinen Sie?

Sie sagten, es war Notwehr. - Ich hoffte, Sie glauben mir.

Ich habe Ihnen geglaubt.

Das �berrascht Sie wohl. - Nein, das hei�t, ja.

Das h�tte ich nicht erwartet. - Sie m�ssen reinen Tisch machen.

Sie k�nnen sich auch nicht mehr vor Ranjit und die Mutter stellen.

Die beiden haben nichts zu tun mit dem Tod Macaulays.

Sie t�teten auch den Posten nicht. Wenn Sie die Wahrheit sagen,

stehe ich Ihnen in allem bei. Sie waren nicht die erste Frau,

die Macaulay verfolgte. Er hatte ne Vorliebe f�r Anglo-Inderinnen.

Er betrachtet sie als Freiwild. - Sie stehen mir bei, Oberst?

Sie sind doch kein Anglo-Inder. - Aber ich hab hier das Kommando.

Herr Oberst? - Hm?

Nach all der Zeit, stell ich fest, dass auch Sie ein Mensch sind.

Haben Sie das? Na sch�n. Ist noch nicht alle Hoffnung verloren.

"Das Heikle am Verfahren war die Beziehung

zu Roy und der Untergrundbewegung. Falls das Voruntersuchungsergebnis

sie deswegen belastete, k�me ihr Fall vors Kriegsgericht.

Ich zog einen Sicherungsring um die Stadt,

damit Roy nicht entwischen konnte. Und dann lie� Govindaswami

die Sirdarni verhaften."

Selbst die armen Teufel da drau�en sind auf meiner Seite, und du?

Sitzt zu Hause und gr�belst �ber die Liebe nach und deinen Glauben.

Und die Mutter muss ins Gef�ngnis. - Solange du Roy in Schutz nimmst,

bin ich nicht auf deiner Seite. Tut mir leid. - Schw�chling.

Ich wei�, wer mich verriet. Sie ist eine Hy�ne.

Diese elenden Sklaven der Briten. Sie wird es noch bezahlen m�ssen.

Mutter, wenn du ihr etwas tust, siehst du mich nie wieder.

"Die Voruntersuchung war f�r Viktoria sehr nervenaufreibend.

Aber eines Tages war das Ergebnis da."

Sie sind ein freier Mensch. Es war ganz klar T�tung in Notwehr.

Ich gratuliere Ihnen. - Danke, Herr Oberst.

Verderben Sie nicht noch alles. Hielten stets die Ohren steif.

Wie es sich f�r n Offizier geh�rt. - Ich brauch etwas Entspannung.

Jetzt gibts zur Entspannung einen Whisky mit Soda. Ich entspann mit.

Bitte, Oberst danken zu d�rfen. - Antrag bewilligt.

Auf unbegrenzte Zeit bewilligt. Jetzt gehen wir einen trinken.

Ah, der K�chenchef. Mal sehen, was der hat.

Hindi

Oh, du bist am falschen Ort. Das ist ein Hindu-Restaurant.

Nicht vegetarisch. - Ja, dann stimmts doch.

Wir sind Hindus, keine Vegetarier. Wir haben Hunger

und wollen eine Flasche Wein. Und dann trinken wir

auf den baldigen Abzug der Briten. - Ja.

Musik

(unverst�ndlich)

Hindi

Ich versteh den Dialekt nicht. - Er sagte,

Sie sollen unsern Kommandeur bald heiraten.

Was soll denn das hei�en. Ich...

Hindi

Er sagt, Sie m�ssen. Sie machen sein Herz voll Gl�ck

und schenken ihm Heldens�hne. Schenken Sie mir Heldens�hne?

Schau.

Im Gedenken an Joana. Geliebte Frau des Hauptmanns Rodney Savage.

13. bengalisches Grenzschutzregiment.

Gestorben am 10. Mai 1857. Rodney, das wusste ich gar nicht.

Meine Urgro�mutter. Von Meuterern ermordet.

Du siehst, in gewisser Hinsicht bin ich mit Indien verwachsen.

Aber nun ist bald Schluss damit. - Schluss damit?

Ich muss auf die Kriegsakademie in Camberley.

Ich geh also wieder zur Schule. Und werde ein General.

Camberley liegt in England. - Hattest du nie das Verlangen,

England kennenzulernen? - Doch. Fr�her.

Zugsignal

Wer ist die junge Dame mit dem riesigen Hut?

Lokomotivf�hrer Dunhpys Tochter.

Das war der Zug Ihres Vaters.

In dem Alter hab ich an der Stelle auch oft auf Vaters Zug gewartet.

Ich bildete mir ein, ich s��e in dem Zug und f�hre nach Kalkutta.

Und dann aufm gro�en Ozeandampfer nach England.

Auf den Klippen von Dover w�rde sich die Bev�lkerung

der britischen Inseln einfinden und rufen: "Willkommen daheim."

Und das K�nigspaar holt mich ab. - Das passiert nicht mal bei mir.

Ja, und dann w�chst man auf. Ja, was ich damit sagen wollte,

ich wei�, es w�re jetzt leicht f�r mich, noch mal auszubrechen.

Diesmal in eure Welt hin�ber. Aber nur Kinder

k�nnen der Realit�t entfliehen. Man muss lernen, sich abzufinden.

So, meinst du? Ich sag dir was. Wer der Realit�t ins Auge sieht,

der tuts nur, weil er zu dumm ist, n Kopf zu senken, wenn sie kommt.

Lass uns doch solange genie�en, was das Leben uns bietet.

Dein Wunsch ist mir Befehl.

Ist das ein gutes Zeichen, dass du so still bist?

Welchen Paragrafen �bertreten wir wohl von den Dienstvorschriften?

Wir haben sie alle �bertreten. - Oh nein, alle noch nicht.

Wenn dir noch welche einfallen, sag sie mir.

Wenn wir schon geh�ngt werden, wollen wir auch was daf�r haben.

Fr�ulein Jones. Bitte stehen Sie auf.

Seien Sie bitte ganz still. H�ren Sie zu, was ich sage.

Es ist mir pers�nlich egal, ob Sie leben oder sterben.

Es gibt Aufgaben, da spielt Leben oder Tod keine Rolle.

Meine Aufgabe, z.B. Wollen Sie bitte tun, was ich sage?

Ziehen Sie sich an. Und zwar so schnell wie m�glich.

Ziehen Sie dies an, Fr�ulein Jones.

Ihr Oberst Savage ist ein sehr brauchbarer Offizier.

Alle Wege aus der Stadt sind v�llig abgeriegelt.

Da Sie ihm sagten, wer ich bin, verhelfen Sie mir auch zur Flucht.

Sie tun, was ich Ihnen sage.

Kommen Sie.

Tun Sie, was ich sage. Er kennt Sie. Er h�lt, obwohl er nicht darf.

Ich werde mich w�hrenddessen hinter Ihnen verbergen.

Viktoria? Warum winkst du? Was ist los?

Ich dachte, Vater f�hrt den Zug. - Der f�hrt doch keinen G�terzug.

Das solltest du doch wissen.

Entschuldigen Sie, Herr Dunphy.

Zugsignal

Telefon

Bhowani Ost. Ja. - Der Zug da, war das Nr. 16?

Warum ist der nicht durchgefahren? - Wurde bei Jones' Haus gestoppt.

Ich sah eine Frau im roten Kleid. Sie redete zu Dunphy.

Und ein Mann war auch dort.

Sie muss im Zug sein.

Legen Sie sich hin. Nein, hier.

Wenn der Wagen durchsucht wird, nicht bewegen.

Bitte nicht den geringsten Laut.

Nein. Ich kriege keine Luft mehr.

Sie kriegen Luft, wenn Sie sich blo� ruhig verhalten.

Hindi

Savage. Savage!

Savage!

Ist sie hier? Ich muss es wissen. - Ich w�rd es Ihnen nicht sagen.

Darauf geb ich Ihnen mein Wort, Taylor. Und nun ziehen Sie ab!

Wissen Sie, ich liebe sie auch. - Ich bin nur froh,

dass sie nicht in Gefahr ist.

Moment mal, Taylor, was wollten Sie denn von mir?

Das war wohl weiter nichts. Eine Frau im roten Kleid

sprang mit einem Mann auf den Zug. - Was? Auf was f�r einen Zug?

Beim Haus von Jones. Viktoria hat ein rotes Kleid!

Wir kriegen Sie am Kontrollpunkt. - Dazu reichts nicht mehr.

Kommen Sie mit mir. - Ich rufe die Fahrbereitschaft.

Seien Sie ganz still.

Abteilung marsch! Zugsignal

Vorm Tunnel f�hrt er langsam. Vielleicht schnappen wir ihn da.

Achtung! Abteilung... Marsch!

An der Kurve m�ssen wir ihn sehen, Herr Oberst. - Ja.

Seien Sie dankbar, dass ich Sie nur knebele und nicht t�te.

Bis man Sie hier findet, hat sich das Schicksal Indiens gewandelt.

Diesen Tag vergisst Indien niemals.

Zugsignal

Schnell, nur noch eine Meile bis zum Tunnel.

Wir kriegen ihn am andern Ende.

Zugsignal

Halt! Dunphy, halt an!

Dunphy halt an! Dunphy!

Hindi

Was ist los? - Schnell, komm mit, Dunphy.

Da ist einer offen! Schnell, hierher.

Schnell, hierher.

Viktoria? Viktoria?

Patrick, hier ist sie.

Viktoria.

Gott sei Dank. - Roy. Roy! - Ja, wo ist Roy?

Er sprang im Tunnel ab. Er hat Sprengk�rper bei sich.

Schnell, Herr Oberst. Es kommt ein Truppentransport, in 20 min.

Gehts? - Dunphy, im Tunnel liegen Minen.

Halt den Truppentransport an, der dir begegnet.

Erledigt. - Alles zur�ck auf die Fahrzeuge.

Maslum, setz 4 Mann hier ab. Schie�t auf jeden, der sich zeigt.

Ihr anderen kommt mit zum andern Eingang.

Hindi

Hindi

Feuerdeckung.

Yussuf, gib das Gewehr her. - Ich hab kein Gl�ck, Oberst.

Mit mir schnappen Sie ihn nicht. - Aber ich habe Gl�ck. Los!

Was f�llt Ihnen ein! Licht aus! Der Transport wird angehalten.

In 10 min kommt ein Sonderzug. Und ich habe die Verantwortung.

Machen Sie das Licht aus.

Dynamit. Dynamit! Zugsignal

Sind Sie schwer verletzt? Wo hat es Sie erwischt?

Der Sonderzug. Ich hab ihn pfeifen h�ren.

Kommen Sie von den Schienen weg. Sehen Sie, so ist es besser.

Ich lasse den Zug halten. Es f�hrt sicher ein Arzt mit.

Und ein Leichenbestatter. - Unsinn. Sie werden doch nicht...

Doch, Oberst. Das ist ein komischer Ort zum Sterben.

Savage, sagen Sie Viktoria, das hier hab ich nicht verpatzt.

Zugsignal

Ich sag es ihr.

"Ghandi. Jetzt wusste ich, warum Roy alles riskiert hatte

f�r dieses Attentat. 5 Min. lang...

hatte das Schicksal Indiens in seiner Hand gelegen."

"Sofort nach Ankunft in England

zum Generalstabskursus Camberley melden."

Gut, dass wir uns keine Illusionen gemacht haben.

Wir waren immer drauf gefasst. Jetzt ist es da.

Werd ich dir fehlen?

Mehr als sonst ein Mensch. - Das ist das Einzige,

was real ist. Und der Realit�t soll man ins Auge sehen, nicht?

Aber dies ist doch etwas anderes. - Komm mit mir, als meine Frau.

Nein, das kann ich nicht. - Du hast Angst davor?

Glaubst du, die Engl�nder fressen dich auf?

Nein. Aber ich k�nnte mich dort nicht zu Hause f�hlen.

Ich bin hier zu Hause. Nicht als halbe Inderin oder halbe Wei�e,

sondern so, wie ich eben bin. Das verstehst du doch?

Es w�re an der Zeit, dass Gott dazu �bergeht,

die Menschen gleich zu machen. Innerlich und �u�erlich.

Das w�rden die Menschen r�ckg�ngig machen, sobald er sich umdreht.

Ja, da magst du wohl recht haben.

Oh, Rodney. - Viktoria, bitte werd meine Frau.

Nein, das w�rde nicht gut gehen. Das w�rde nicht gut gehen.

Und wenn ich als Offizier Abschied nehme, herkomme und hierbleibe?

Wegen mir? Das m�chte ich nicht. - Aber wenn ich es doch m�chte?

Wenn ich aus Liebe zu dir und diesem Land hier leben will,

wirst du dann meine Frau? - Oh, Rodney!

Da kaufe ich selbst die Ringe.

Sie wollen also wirklich den Abschied nehmen?

Ich z�hle bereits die Tage. - Das geht nicht so schnell.

Es sei denn...

Ich k�nnte veranlassen, dass Ihr Antrag bevorzugt wird.

W�re das denn m�glich? - F�r Sie versuch ich das gern.

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