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- Jeder steht in irgendeiner Beziehung zu den Opfern.
- Das hat mit der Polizei zu tun. - Definitiv, die Opfer sind Polizisten.
- Ich denke, die Täter auch! - Die Polizei geht davon aus...
...dass der Mörder im Raum ist!
Ihr glaubt, es war einer von uns. Deshalb sind wir ausgewählt.
Seine Frau ist vor 3 Jahren verschwunden
Wie? Verschwunden?
Ich hab sogar einen Detektiv engagiert,
Aber der hat auch nichts gefunden.
Was ist da passiert, im Tal des Fuchses?
Sie verfolgt mich.
Sie will mich zerstören.
- Guten Morgen. - Morgen.
- Wir werden die nächsten Stunden miteinander verbringen.
- Jeder steht in irgendeiner Beziehung zu den Opfern.
- Das hat mit der Polizei zu tun. - Definitiv, die Opfer sind Polizisten.
- Ich denke, die Täter auch! - Die Polizei geht davon aus...
...dass der Mörder im Raum ist!
Ihr glaubt, es war einer von uns. Deshalb sind wir ausgewählt.
* Klassische melancholische Musik überlagert Szenen. *
* Artilleriefeuer *
Johannes?
Johannes?
* Artilleriefeuer *
(schwäbisch) "Johannes war mein Freund.
Vier Jahre Seite an Seite in diesem verfluchten Krieg.
Irgendwann weißt du nicht mehr, was Traum ist und was Wirklichkeit.
Und was schlimmer ist.
Man macht einfach nur weiter, als wäre man schon tot.
Wegen Johannes wusste ich, dass ich noch am Leben bin."
* Ächzen *
Nur noch einmal sehen. Hä?
Nur noch einmal sehen.
Was soll sie denn machen ganz allein?
Fidelis? Ja?
(flüsternd) Außer mir hat sie niemanden.
Ja. ja, ich versprech's dir.
Ich versprech's.
Ich brauche Hilfe!
Ich brauche Hilfe!
* Melancholische Klaviermusik *
Fidelis Waldvogel
Delphine
Eva
Robert
* Er ächzt. *
Fidelis.
* Musik läuft weiter. *
Oh Gott, komm.
(Frau) Vater!
Fidelis.
Fidelis. Fidelis.
* Melancholische Musik läuft weiter. *
(Frau) Jesses, Maria und Josef.
Fidelis. Ja.
Das hat ja keiner mehr gedacht, dass du noch zurückkommst.
Guckt mich nicht an wie ein Weltwunder.
Es ist ein Wunder.
Ja. Ein Wunder, wie viel du essen kannst.
Lass ihn.
* Er hustet. *
Du hustest immer noch so schlimm. Ein Segen ist es.
Nicht für mich. - Wenigstens einer nicht im Krieg.
Ja, dafür werden's hier immer mehr.
Was? Esst ihr nichts? Wir haben nicht so viel wie früher.
(Mutter) Iss, Bub. Komm, iss.
Ich habe gedacht, wenigstens hier ist noch alles, wie's mal war.
Nix ist mehr, wie's mal war.
* Melancholische Klaviermusik *
"Es ist nicht ungefährlich, ins Leben zurückzukommen,
nachdem man fast schon tot war.
Ich muss wachsam sein.
Erinnerungen sind wie wilde Tiere.
Sie schleichen sich an und überfallen dich,
wenn du es am wenigsten erwartest."
* Artilleriefeuer *
* Schreie *
(im Traum, mit Echo) "Ich versprech's dir. Ich versprech's"
* Er atmet hektisch. *
* Ruhige Musik *
Grüß Gott.
Grüß Gott.
Es tut mir so leid.
* Sie schreit. *
"Vielleicht war es ihr Geruch, ihre Haut.
Ich weiß nicht, was.
Aber sie war mir so seltsam vertraut."
Ich bin da.
Ich bin da für dich.
* Lustige Zirkusmusik *
* Applaus *
Und nun, verehrtes Publikum,
laden wir Sie zu einem Dinner
der ganz, ganz, ganz besonderen Art.
An unserem menschlichen Tisch!
* Applaus *
* Lustige Musik *
* Trommelwirbel *
* Applaus *
* Lachen *
* Lustige Musik läuft weiter. *
* Applaus *
* Lachen *
* Applaus *
* Er stöhnt. *
Reiß dich zusammen!
* Buhrufe *
Setz dich wieder hin!
* Buhrufe *
* Sie lacht. *
Karl! Karl!
Hey!
* Orchester spielt weiter. *
* Buhrufe *
* Lachen, Applaus *
Applaus!
Lass doch das versoffene Stück Scheiße.
Penner'.
* Heitere Klaviermusik *
"Weg, weg von hier.
Wie schön wäre das.
Allein. Ohne den Vater, Stein um meinen Hals.
Ich träume immer nur von Flucht. jeden Tag, jede Nacht."
Jeden Tag essen die da drüben Fleisch!
Jeden Tag!
Riesige Braten. Die nennen sie "Steaks".
Selbst die Kinder bekommen jeden Tag Fleisch.
Die sind mit zehn Jahren so groß wie bei uns mit 20.
Jeder kann sich jeden Tag Fleisch leisten. Stellt euch das vor!
Ich schwöre, ich habe das mit eigenen Augen gesehen.
Jeder Tag ist dort ein Sonntag. Ein Feiertag. Ein Tag zum Feiern.
Buchen Sie jetzt Ihre Passage.
Jeden Tag steigen die Preise. Jeder will nach Amerika.
Buchen Sie jetzt Ihre Passage hier, bevor es zu spät ist.
Was kostet die Fahrt nach New York? (Mann) 280 Mark, erste Klasse.
Aber die eher nicht, Fräuleinchen, oder?
Dritte Klasse 200, Zwischendeck 130 Mark.
Gibt's noch was unterm Zwischendeck? Was Billigeres?
Den Atlantik. Zum selber Schwimmen.
Ich überleg's mir noch.
(Mann) Wir waren nur Kanonenfutter für den Kaiser.
Und der haut einfach ab, gell? - Ein Metzgerkollege von mir...
Der Sohn vom Bachhofer hat's richtig gemacht.
Ist ausgewandert, mit Kind und Kegel.
Und wohin?
Nach Amerika.
Hat sich in Hamburg eingeschifft. - (Mann) Und was gibt's da?
Arbeit gibt's. Wie Pilze schießen da die Städte aus dem Boden raus.
Viele Deutsche sind dahin, sagt der Bachhofer. Ist wie zu Hause.
Ja, mit Rothäuten, die dir den Skalp abziehen.
Das soll einer glauben. Lasst uns anfangen.
Die Vogelhochzeit.
* Summenden *
(Vater singt) "Ein Vogel wollte Hochzeit machen
in dem grünen Walde."
(alle singen) "Fidirallala, fidirallala, fidirallalalala."
"Die Drossel war der Bräutigam,
die Amsel war die Braute."
(alle) "Fidirallala, fidirallala, fidirallalalala."
"Der Sperber, der Sperber,
der war der Hochzeitswerber."
(alle) "Fidirallala, fidirallala, fidirallalalala."
"Der Uhuhu, der Uhuhu,
der bringt der Braut die Hochzeitsschuh."
(alle) "Fidirallala, fidirallala, fidirallalalala."
* Dumpfes Artilleriefeuer *
"Der Wiedehopf, der Wiedehopf..."
* Gefechtsslenen werden mutet. *
* Gesang '(I'M 'm den Hintergrund. *
(Vater) jetzt du, Fidelis.
Warum singt er denn nicht?
(singt) "Die Finken, die Finken..."
Was wissen wir, wie's in dem Bub ausschaut?
Eingeweide wird er haben, wie jeder Mensch und jedes Schwein.
Also, Lore.
Tst.
* Ruhige Blasmusik *
* Entfernte Hornklänge *
* Schiefe Töne *
* Delphine spielt weiter. *
* Trompete jault. *
* Beide spielen harmonisch im Duett. *
(Mann) Los, los, beeilt euch. Macht schon!
* Entfernte lustige Zirkusmusik *
* Leises Krächzen *
Warum hast du mich nicht geweckt?
Das war unsere Nummer, meine.
Der Heinrich lässt dich nicht mehr auftreten. Das weißt du doch.
Wir müssen hier raus. Was?
Ich will nicht mehr. Ich will weg. Dann hau doch ab.
Lass mich sitzen. Ich kann ja verrecken wie ein Hund.
Bin ja eh zu nichts nutz.
* Sie seufzt. *
* Ruhige Klaviermusik *
* Stumme Szenen *
* Stumme Szenen *
Was habt ihr zwei...
oder drei denn jetzt vor?
Das wissen wir noch nicht. Wenn ihr mich fragt...
Hier ist kaum Platz. - Wir fragen dich nicht, Lore.
Hier darf man nicht mehr die Wahrheit sagen.
Ja, doch, hast ja recht.
Jetzt ist es ausgesprochen.
Und alles nur wegen mir und dem Kind.
Wo wollt ihr hin? - In der Gegend wird's schwierig.
Gibt ja überall schon Metzger, und keiner hat genug zum Beißen.
Mach's wie der Sohn vom Bachhofer.
Ja. daran habe ich auch schon gedacht.
Auswandern? Ja.
Jetzt, wo ihr eine Familie gründet? - (Lore) Eben drum.
Jetzt hört auf damit. Ist doch eure Hochzeit.
Komm, Fidelis.
Lass die Eva was Schönes hören.
(singt) "So nimm denn meine Hände
und führe mich."
(alle Männer singen) "Bis an mein selig Ende
und ewiglich.
Ich mag allein nicht gehen,
nicht einen Schritt.
Wo du wirst geh'n und stehen,
da nimm mich mit.
Wenn ich auch gleich nichts fühle
von deiner Macht,
du führst mich doch zum Ziele,
auch durch die Nacht.
So nimm denn meine Hände
und führe mich
bis an mein selig Ende
und ewiglich."
Willst du wirklich nach Amerika? Ja.
Kannst du nicht warten, bis das Kind da ist?
Aber mit einem Säugling aufs Schiff? Das geht doch nicht.
Ich hole euch, so schnell ich kann.
Fidelis, du bist wirklich mutig. Mutig in allem.
Na ja.
Weißt, man sagt, wenn man fleißig ist
und hart arbeitet, geht's einem dort gut.
Richtig gut.
Weißt, alles ist viel moderner.
Und das Klima soll auch so gut sein.
Immer scheint die Sonne.
Ich habe von schneeweißem Brot gehört. Ja?
Es ist nur so arg weit weg.
Das stimmt.
Kann ich hören?
Ja';?
Ja.
* Sanfte Musik *
Und?
Wenn es ein Bub wird,
dann muss er Johannes heißen.
Johannes Waldvogel.
Was denkst du?
Das ist gut.
Veal.
Gut.
(Mutter) Fidelis?
Die Lore hat sich's überlegt.
Meine Aussteuer. - Die brauchst du nicht mehr.
Wenn's nach mir gegangen wär... - Dir war ja eh keiner gut genug.
Gib ihm schon deine Silberlöffel. - Lass mich.
Danke, Tante.
Du zahlst es ja zurück, gell? Ja.
Ich versprech's. Siehst, er verspricht's dir.
Und was der Fidelis verspricht, das hält er.
Versprich's mir vor ihm.
Der Heiland ist Zeuge. ja, ich versprech's.
Vielleicht würde ich's ja gerne selber mal sehen.
Hm? Dieses Amerika.
Für die Schiffspassage wird's langen.
Du kriegst es wieder.
Und merk dir das. Nie zu viel vom Majoran.
Sonst werden sie bitter.
Verkauf die unterwegs.
Dann hast du ein Geld, wenn du in New York bist.
Die Kräuter hat dir die Mutter gesammelt.
Damit du nie meine Mischung vergisst.
Die muss aber in der Familie bleiben.
Ja.
Das sind jetzt deine.
Die Messer und die Gewürze.
Mehr kann ich dir nicht geben.
Ich weiß wirklich nicht, wie ich dir danken soll.
Werde ein guter Metzger.
Das Zeug dazu hast du.
Jetzt muss Amerika dich nur lassen.
Ja.
Ich werde mein Bestes geben.
(Männerchor) "Muss i denn, muss i denn
zum Städtele hinaus,
Städtele hinaus,
und du mein Schatz bleibst hier?
Wenn i komm, wenn i komm,
wenn i wieder, wieder komm,
wieder, wieder komm,
kehr i ein, mein Schatz, bei dir.
Kann i glei net allweil bei dir sein,
han i doch mei Freud an dir.
Wenn i komm, wenn i komm..." - Gott segne dich.
"Wenn i wieder, wieder komm,
wieder, wieder komm,
kehr i ein, mein Schatz, bei dir.
Kann i glei net allweil bei dir sein,
han i doch mei Freud an dir."
Bis bald. "Wenn i komm, wenn i komm.
Wenn i wieder, wieder komm,
wieder, wieder komm,
kehr i ein, mein Schatz, bei dir.
Wie du weinst, wie du weinst,
dass i wandere muss,
wandere muss,
wie wenn d' Lieb jetzt wär vorbei.
Sind auch drauß', sind auch drauß'
der Mädele viel,
Mädele viel,
lieber Schatz, i bleib dir treu..."
"Wieder zu gehen, war gar nicht so schwer.
Denn wirklich angekommen war ich nie.
Ich habe weiterhin dem Krieg gehört
und die anderen dem Frieden.
In meinem Inneren wütete ein Sturm.
Das Einzige, was diesen Sturm besänftigen konnte,
war Bewegung... und Eva."
* Krächzen *
* Melancholische Musik *
"Was wiegt schwerer?
Die Last, wenn ich bleibe?
Oder die Schuld, wenn ich gehe?
Der Vater hat sich nie um mich gesorgt."
Wo willst du denn hin? Ich gehe auf kein Schiff.
Wo bringst du mich denn hin?
Lass ihn da, wenn er nicht nach Amerika will.
Was? Amerika?
Ich will nicht nach Amerika. Was soll ich denn in Amerika?
* Schiffshorn dröhnt. *
Nee, nee, nee, nee.
"Und wenn er recht hat mit seiner Angst?
Wer weiß schon, was uns da drüben erwartet?"
* Schiffshorn dröhnt. *
* Heitere Swing- Musik *
Sausages!
Hallo. I take two please.
Thank you.
"Die Würste, die Messer, die Rezepte
und mein Name, Fidelis Waldvogel.
Darauf vertraue ich auf dieser großen Reise in die Neue Welt.
Mehr habe ich nicht."
* Heitere Musik läuft weiter. *
"Nichts hat uns erwartet. Niemand.
Wieder zählen wir unser letztes Geld.
Um wegzukommen von hier.
Weiter weg.
Irgendwohin. Tief ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten."
* Rattern *
Ähm.
So weit hat halt mein Geld gereicht.
Ähm, also, ähm...
* Lok pfeift. *
(Mann) Argus, ladies and gentlemen.
This stop is Argus.
Please take all your belongings with you when you leave the train.
Argus.
* Ruhige Gitarrenmusik *
* Ruhige Musik läuft weiter. *
* Bellen *
* Hund knurrt. *
* Schriller Pfiff *
* Mann singt auf Polnisch. *
* Er singt wehen *
Hello.
Deutschland. Sie sprechen deutsch.
Ja, ach komm rein. Wir reden, hm?
Metzgermeister.
Mhm.
Und das hier...
ist die beste Wurst aus ganz Schwaben.
Aus ganz Deutschland. Ehrenwort.
Und?
* Er spricht polnisch. *
Probieren wir beide zusammen.
Wirklich? Oh, das werden Sie nicht bereuen.
Da ist die Schürze. Ja.
Da, Messer. Die Messer brauche ich nicht.
Ich habe meine mitgebracht. Die habe ich vom Vater.
Hast du auch mitgebracht viel Zeit?
Hier ist Amerika. Quick. Steh nicht rum.
Da oben kannst du schlafen.
Oh, danke.
Ja.
* Lustige Musik *
* Lachen *
* Lachen *
No. no, no, no.
* Leidenschaftliche Musik *
jetzt komm!
Und jetzt?
Wo bleiben wir denn jetzt?
Was sind deine Pläne? Ich kann nichts dran ändern.
* Melancholische Musik *
Hätte ich dich zu Hause lassen sollen, dass du da krepierst?
Hier bist du wenigstens mal nüchtern.
Ich habe doch auch nicht gewusst, wie es hier aussieht.
Ich sterbe vor Hunger. Ich sterbe vor Durst.
Feine Idee von dir, mich in dieses verdammte Land zu schleppen.
Hier gibt's ja nicht mal Schnaps.
Achtung.
Rothaut.
Äh.
Was will der? Der will doch was.
Wir fahren da mit.
W as'! Komm.
* Heitere Musik *
* Heitere Gitarrenmusik *
Wo bringt der uns denn hin?
Hier ist ja nichts. Sollen wir hier bei den Wilden leben wie Karl May?
Besser als gar kein Dach überm Kopf.
"Ist das nun die Freiheit, von der ich geträumt habe?"
"Oder ist das alles nur ein fremder Traum?"
* Ruhige Musik *
* Koxotenheuken *
So...
Cheers.
Cheers.
Nein, ich trinke nicht. Das ist Wasser.
Eben.
* Ruhige Musik *
* Sie kichert. *
Unglaublich.
"Das war unser Anfang.
Cyprian wollte nicht mich, nur meine Bauchmuskeln.
Aber wir können zusammen balancieren.
Ich vertraue ihm."
Mhm.
Dein Geheimnis?
Und warum erst jetzt?
Ein Meister fällt nicht vom Himmel. - Na, hier offenbar schon.
(singt) "In das Himmelloch, in das Himmelloch hinein.
Schmied mit dem großen Hammer
und der Bürgermeister mit der Klammer."
(beide singen) "In das Himmelloch, in das Himmelloch hinein.
In das Himmelloch, in das Himmelloch,
in das Himmelloch hinein."
Amerikaner wollen immer nur beef, beef, beef.
Beef! Kozka?
Hm? Ich brauche mehr Majoran.
Und Honig zum Abschmecken.
Ah, und Kümmel wäre gut. Kümmel?
Ja. Wirst du hier nicht finden.
Gib mir Rezept, hm?
(lachend) Nein.
Du bist ein sturer Hund, hm? (lachend) ja. Macht's was?
Sturer Hund auf Englisch? Was ist das?
* Er lacht. *
"Jetzt bin ich hier.
Und so einsam wie nie in der Heimat.
Es ist eine ganz andere Einsamkeit.
Als wäre ich der Mann im Mond.
Und da ist niemand, dem ich von meinem Heimweh erzählen kann."
* Melancholische Musik *
"Lieber Vater.
Deine Würste habe ich überall gut verkauft.
Mit der allerletzten habe ich sogar schon Arbeit gefunden.
Bei einem Polen. Der heißt Kozka.
Und der hat gar keine Meisterprüfung so wie ich.
Deine Messer habe ich täglich im Einsatz und halte sie in Ehren."
"Meine liebe Eva." Also, das ist, glaube ich, für dich bestimmt.
Kannst du nicht lesen?
"Meine liebe Eva,
ich habe das weiße Brot gesehen.
Das ist wirklich weiß wie Schnee
und weich wie ein kleines Kissen.
Bestimmt ist das Kind schon auf der Welt.
Ich würde es so gerne sehen.
Der Kozka zahlt nicht viel.
Aber ich spare, so viel wie ich kann,
damit du bald nachkommen kannst.
Ich hoffe, es geht euch allen gut. Schreibt mir bald.
Euer treuer Sohn und Gemahl... Fidelis."
* Ruhige Musik *
* Messerwetzen *
* Schwein quiekt laut. *
* Schuss * * Aufprall *
* Ruhige Musik läuft weiter. *
* Plätschern *
Ho.
Hello?
No?
Ah, sorry. Das habe ich mir gedacht.
Auch bloß arme Schlucker hier.
Ja, alles arme Schlucker hier.
Ah, das tut mir leid... Na, ist schon gut.
Wir haben ja nix. Ich habe ja selbst nix.
Also noch nicht.
Deutsch? Bitte?
Woher? Ah. Aus dem Schwäbischen. Und Sie?
Hamburg. Hamburg?
Sind Sie schon lang da? Ein paar Monate. Und Sie?
Ja, auch.
Ist alles noch ein bisschen fremd. Ja.
Das Land ist doch größer, als man daheim denkt.
Ja.
Ich fahr mal weiter, danke, Fräulein. Delphine.
Bitte? Ich heiße Delphine.
Ah. Wie der Fisch? Ja.
Äh, aber hinten mit 'nem E. Ich bin der Fidelis.
Fidelis Waldvogel.
Seid ihr Künstler? Artisten.
Wir treten bald zusammen im Zirkus auf.
Besuchen Sie uns mal.
Ah, Sie sind vom Zirkus? Ach so.
Spricht der Englisch? Der ist Amerikaner.
Amerikaner?
Sieht aus wie ein Indianer. Ist er auch.
Der hat gegen uns gekämpft. Gegen uns?
Oh.
Gell?
Also. Ich gehe dann mal. Ade-le.
Ade-le.
So, Biggi, komm.
* Heitere Gitarrenmusik *
* Heitere Musik läuft weiter. *
* Musik verklingt. *
* Ruhige Gitarrenklänge *
* Heitere Gitarrenmusik *
* Musik verklingt. *
* piepst. *
* Sie spricht Lakota. *
Hm.
(lachend) Ich auch nicht so recht.
* Er hustet. *
Ich habe heute Post gekriegt. Schau mal, das ist meine Familie.
Sie kommen bald.
Hm? Aber vorher will ich meine eigene Metzgerei haben.
Fidelis Waldvogel.
Ich möchte meine eigene Metzgerei.
Ich will mir was leihen. ja.
Herrschaftszeiten, diese Sprache bringt mich noch um.
Zumbrugge. Wie können wir Ihnen behilflich sein, der Herr?
Gott sei Dank. Sie verstehen mich. Fidelis Waldvogel.
Ah.
Ich bin Metzgermeister. Sie sind neu hier in der Stadt?
Um was geht es denn?
Es ist so. In Argus gibt's nur eine Metzgerei.
Ich habe schon gehört,
dass der Deutsche dort die besten Würste macht.
Ja, so, und das bin ich. Ah?
Ja, und ich habe mir gedacht:
Argus könnte gut eine zweite Metzgerei vertragen.
Ich habe ein Haus gesehen am Ortseingang.
Das würde ich gern kaufen. Für meine eigene Metzgerei.
Dafür bräuchte ich einen Kredit von Ihnen.
Ist ja plötzlich so viel heller hier drin.
Ich bin stolz auf dich, dass du gar nicht mehr trinkst.
Was bleibt mir denn übrig?
Kann ich dich allein lassen? Nein, kannst du nicht.
Ich bin dein Partner in der Nummer, nicht diese Rothaut.
Du musst jetzt eine Weile allein zurechtkommen.
Pass bitte aufs Haus auf und mach keine Dummheiten.
Zu Befehl. Komm, hör doch auf.
Wir kommen bald wieder. Wann ist bald?
In ein paar Wochen. Monate.
Ich kann Geld verdienen. Das ist und bleibt 'ne Rothaut.
Der ist nicht koscher.
Auf Wiedersehen, Vater.
* Ruhige Gitarrenmusik *
Der Neue lässt Schweine in den Spiegel schauen,
wenn er sie schlachtet, stimmt das?
Der Deutsche macht komische Sachen. - Und die Würste macht er auch?
* Er flucht auf Polnisch. *
Sind meine. - ja, aha.
Hi.
Hello.
Du bist aus Deutschland? Ja.
Funerals? Ist jemand gestorben?
Nein. Leider nicht.
(lachend) Leider?
Ist ja mein Geschäft. Bestattungen.
Ach.
Fidelis Waldvogel, freut mich. Clarisse.
Clarisse Straub. Machen Sie ganz allein Bestattungen?
Vom Vater geerbt. Ist 'ne sichere Sache.
Gestorben wird immer.
Und so als Frau allein...
Kein Mann im Haus?
Wenn sie zu mir kommen, sind sie in der Regel schon tot.
Ja.
Ich bin aus Ungarn. Ungarn.
Szegediner Gulasch und Kolbasz.
Ist lecker.
Bin schon so lang hier, das hab ich schon fast vergessen.
Waldvogel!
* Flucht auf Polnisch. * Komm her, du Verräter!
Komm her'.!
Hab ich dich aufgenommen, und so dankst du mir?
Hier ist doch genug Platz für zwei. Darf ich mal kurz?
Komm, komm.
* Kozka stöhnt auf. *
Na komm. Na los.
Gut, gut.
Komm, unentschieden, hm?
* Er brüllt. *
Au!
Clarisse.
Das nächste Mal, wenn du in mein Haus reinkommst, bringe ich dich um!
* Er schnaubt wütend. *
* Knarzen *
* Spannungsgeladene Musik *
* Spannungsgeladene Musik läuft weiter. *
* Düstere Musik *
* Applaus *
* Applaus *
* Heitere Swing- Musik *
* Applaus *
* Heitere Musik läuft weiter. *
* Applaus *
* Applaus *
* Heitere Musik läuft weiter. *
* Applaus. Jubel *
* Trommelwirbel *
* Applaus *
* Applaus. Jubel *
* Beklemmende Musik *
* Zischen *
* Spannungsgeladene Musik *
* Zischen *
* Lachen *
Oh!
* Sanfte Musik *
* Sanfte Musik läuft weiter. *
Noch mal, noch mal das Gleiche. Ja, noch mal.
* Ruhige Musik *
So, ja.
* Klopfen * Herein.
Schau. Mit TH.
Avenu-e.
A... Argus.
"Lieber Vater, liebe Mutter.
Auf dem Foto seht ihr die erste Metzgerei Waldvogel in Amerika.
Mein butcher shop.
Ich glaube, das würde euch sehr gefallen."
Das ist der Fidelis. Das ist sein Geschäft.
Vor seinem Laden wahrscheinlich. But...
Butch...
"Mein liebe Eva, du fehlst mir.
Ich habe hier niemanden, mit dem ich wirklich reden kann.
Und die neue Sprache passt einfach nicht in meinen Mund.
Aber das Städtle ist sehr nett.
Du wirst es schnell lieb gewinnen, da bin ich mir ganz sicher.
Bestimmt ist Johannes in dem Jahr schon sehr gewachsen,
und du kannst ihm die Reise zutrauen.
Ich habe das Geld für eure Überfahrt fast zusammen.
Denn der Laden läuft schon sehr gut."
Cypfian?
* Löwe knurrt. *
Cyprian?
Cyprian?
* Unheilvolle Musik *
* Entferntes Stöhnen *
* Lustvolles Stöhnen *
* Erschrockene Laute *
* Melancholische Musik *
* Melancholische Musik *
Hey, hey. (Mann) Argus.
Argus station.
Fidelis.
Eva. Hallo. Fidelis.
Hallo, Johannes.
Die sind für dich. Danke.
Johannes. Hallo.
Das ist jetzt dein Vater.
Schön, dass du da bist. Wir sind da.
Hallo, Tante. Grüß dich, Fidelis.
Ich habe gar nicht gedacht, dass du auch kommst.
Ich habe ja mit meinem Ersparten deine Überfahrt gezahlt.
Behandelt mich gut, dann kommen wir schon alle miteinander aus.
Hier ist meine Kutsche.
* Lok pfeift. *
* Heitere Musik *
Morgen ist hier lndependence Day. Da feiert ganz Amerika.
Sogar ein Feuerwerk wird's geben. Da sind die ganz versessen drauf.
Alles nur für dich, Eva.
Ah, und da vorne, das ist der Doktor.
Dr. Hagenau.
Ja.
Ja, und hier ums Eck, das ist meine Metzgerei.
Ho.
Ah. Br.
Genauso wie auf deiner Fotografie. ja, habe ich doch gesagt.
* Er seufzt. *
So, da sind wir.
Willkommen. Fidelis.
Fidelis, das ist ja unglaublich.
Hier verkaufen wir dann.
So, kommt mit. Das ist aber schon viel.
Die Wiege ist für den Johannes.
Oh, für den Johannes. So, brav.
Das ist ja ein ganz moderner Herd. Alles, was man braucht.
Ja. schon.
Komm, ich zeige dir meinen Arbeitsraum.
Nicht so groß wie in der Heimat, aber besser als nichts.
Sehr, sehr schön.
Ja, da oben, da oben schlafen wir.
So, bereit für die gute Stube?
Oh, Jesses.
So was.
Ja, und wo bitte soll ich schlafen?
Wieso ist denn die Tante mit?
Deine Mutter wollte nicht, dass wir die lange Reise allein machen.
Die Tante wollte unbedingt mitkommen. Die alte Bix.
Wenn's schlimm wird, muss sie sich ihr Zimmer woanders suchen.
So schön hast du das alles gemacht.
Ich könnte ja ein Bad vertragen.
Ja, das habe ich mir gedacht.
Ich fülle dir gleich den Zuber.
Fidelis?
Hilfst du mir?
Ja.
* Fröhliche Musik *
* Sanfte Musik *
* Schüsse *
Die tomatoes please.
Die sind versessen drauf.
Oh!
Bravo! - Wait.
(lachend) Hey.
Wait.
Fidelis.
* Stimmengewirr, Lachen *
Das ist der Rest vom Schützenfest!
* Gröhlen *
* Feuerwerksknauen *
* Jubel 'k
(Frau) Fireworks.
(Männer) Next one. - ja.
* Feuerwerksknauen *
* Jubel 'k
* Lachen *
* Unheilvolle Musik *
* Jubel 'k
* Feuerwerksknauen *
* Jubel 'k
"Es ist seltsam.
Aber auf einmal fühle ich mich hier in Argus daheim.
Weil die Heimat zu mir gekommen ist.
Weil die Eva jetzt da ist.
Auf einmal bin ich angekommen in diesem Amerika."
* Donnergrollen *
* Beklemmende Musik *
* Donnergrollen *
* Riegel rastet ein. *
Auf Wiedersehen.
Kommen Sie gut nach Hause. Schön, dass Sie da waren.
Danke für den schönen Abend.
Wir sollten uns wieder treffen zum Singen.
Auf Wiedersehen. Los, wir bringen alles rein.
Wir räumen ab, schnell. Das wird ja alles nass.
* Gedämpfte Hilfeschreie *
* Poltern *
Bist du ein Poltergeist?
* Hilfeschreie *
* Er jammert. *
* Zischen *
* Angstlaute *
* Beklemmende Musik *
* Zischen, Klappern *
* Er schreit auf. *
* Gedämpfte Schreie *
(Frau) Let us out!
(Frau) Help usg " ("m") Open. Robert!
(Mann) Heu)'.!
(Frau) Open up!
(Mann, brüllend) Hello! Hello!
(Frau) Help!
* Entfernter Gesang *
* Indianischer Gesang *
* Unheimliche Musik *
Beinahe hätte ich verschlafen. Wieso weckst du mich denn nicht?
Die Tante könnte auch mal helfen.
Das macht die nie. Ich habe was für dich.
Jetzt?
Nein, ist... Ist das...
Das wird ein echter Amerikaner. Und ein Schwäble.
Ja, na ja, ein schwäbischer Amerikaner.
Und ein Metzger. jetzt wartest du erst mal.
* Klopfen *
(Lore) So, schaut's mal auf die Uhr. jetzt bin ich dran.
Jaja, ich komme.
Morgen, Lore. Morgen.
Guten Morgen, Tante Lore. Morgen.
* Messerwetzen *
Hi, Clarisse. Gib mir zwei Schweinswürste.
Ich habe noch welche in der Kühlkammer.
Mach drei. Ja.
Tante, hilf mir, bitte. Du siehst ja, was los ist.
(Lore) Damit fangen wir nicht an. Mir graut's vor dem Blut.
(schnuppert) Mmh_
Oh. - Probier mal.
Ähm...
Harn? Ham ist Schinken.
Ah, ah so.
Gib ihm nichts.
Was ist ein mooch? Einer, der nie zahlt.
Verdammter Schnorrer.
Mr Sheriff?
* Applaus *
Hm...
Oh.
* Sanfte Musik *
* Harmonische Musik *
* Sie spricht Lakota. *
* Sie unterhalten sich in Lakota. *
Pft.
* Ernste Musik *
* Düstere Musik *
Vater?
Delphine!
* Beklemmende Musik *
Nicht reingehen! Vater!
Vater, was ist denn?
Delphine!
Nicht, nicht reingehen!
(außer Atem) Bitte.
Wie siehst du aus, Vater? Was ist mit dir?
Es riecht ein bisschen. Es riecht?
Ja. Vater, was ist denn?
Nicht. Nicht.
* Beklemmende Musik *
* Fliegensurren *
Du schmuggelst Alkohol?
Ah!
* Düstere Musik *
* Sie schreit. *
"Ich hätte es wissen müssen.
Es geht niemals gut.
Es scheint nur so.
Für einen trügerischen kleinen Moment,
bevor alles zusammenbricht und noch schlimmer ist als gedacht.
Und diesmal weiß ich...
es ist kein Traum.
Und ich werde nicht aufwachen."
* Düsterer Hang *
* Grunzen *
* Schwein quiekt laut. *
Ah! Au!
* Stöhnen *
* Melancholische Musik *
* Schwein quiekt laut. *
s? *
"Wie ist das möglich, dass ich um die Sau weinen muss?
Im Krieg habe ich keine einzige Träne vergossen.
Und jetzt weine ich um diese Sau."
* Sheriff lacht. *
Tu was. (Sheriff) Giddy up.
* Melancholische Musik *
(Dr. Hagenau) So ein Knie ist ein technisches Wunderwerk.
Und jetzt ist es kaputt.
Kaputt, kaputt, kaputt.
Ruhig. Ruhig atmen.
* Fidelis schreit auf. *
Dass du mir nicht in Ohnmacht fällst.
(singt) "Ich bin der Doktor Eisenbart,
widewidewitt, bumm, bumm.
Kurier die Leut nach meiner Art,
widewidewitt, bumm, bumm.
Kann machen, dass die Blinden geh'n
und dass die Lahmen wieder seh'n."
* Er schreit. *
Los, mitsingen. Das hilft gegen die Schmerzen. ja.
(beide singen) "Ich bin der Doktor Eisenbart,
widewidewitt, bumm, bumm.
Kurier die Leut nach meiner Art,
widewidewitt, bumm, bumm.
Kann machen, dass die Blinden geh'n
und dass die Lahmen wieder seh'n.
Gloria, Victoria,
widewidewitt, juchheirassa.
Gloria, Victoria, widewidewitt, bumm, bumm."
Wie soll das jetzt weitergehen mit deinem Knie?
Das Knie wird schon heilen.
Außerdem sind unsere Schulden bald abbezahlt.
Da gibt mir der Zumbrugge bestimmt einen Kredit für 'nen Lieferwagen.
Wer hätte gedacht,
dass es in der Neuen Welt ohne dich keine gute Wurst gäbe?
Sie kennen halt die Gewürze nicht.
Die kennen sowieso nichts, was gut ist.
Das stimmt. Keine gute Wurst.
Keinen dicken Rahm. ja, und Brot.
Ja. Ein richtiges Brot.
Dunkles mit, mit... Mit Kruste.
K:
Das hat's mal einfacher wie wir.
Allein schon wegen der verflixten Sprache.
Heimweh hat's auch nicht.
Was ist, wenn es uns nicht mehr versteht,
wenn wir Schwäbisch schwätzen?
Was?
Du schwätzt doch den ganzen Tag.
Gutes Nächtle.
Singst du mir noch was?
(singt) "Der Mond ist aufgegangen,
die gold'nen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget.
Und aus den Wiesen steiget..."
Ich dachte, wir kommen nach Hause.
(singt) "Wie ist die Welt so stille
und in der Dämm'rung Hülle
so traulich und so hold.
Als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.
Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil uns're Augen sie nicht seh'n."
* Heitere Musik *
(seufzend) Den Obduktionsbericht über die Leichen
gebe ich morgen dem Sheriff.
Danke, Dr. Hagenau, und gute Nacht.
Geh auch schlafen, Clarisse.
Gute Nacht.
* Heitere Musik läuft weiter. *
* Er schreckt auf. *
* Er atmet heftig. *
Sch...
Fidelis.
* Heitere Musik läuft weiter. *
* Heitere Musik läuft weiter. *
* Beschwingte Musik *
"Argus in North Dakota. Amerika.
Ob es richtig war, herzukommen?
Ich spüre, dass etwas passieren wird.
Und vielleicht ist das was Gutes."
* Ladenglocke *
Good morning.
Mrs Waldvogel?
Deutsch, ja? ja. Sie auch?
Aus Hamburg. Hamburg? Wir sind aus Schwaben.
Mein Mann war schon dort Metzgermeister.
Gibt ja noch 'nen Metzger hier. ja, der Kozka.
Seine Würste sollen nicht so gut sein. Oder sein Schinken.
* Eva lacht. * Von dem hätte ich gern ein Stück.
Ist das Stück gut?
Es ist so schön, deutsch zu sprechen.
Ich tu mich schwer mit Englisch. Das ging mir am Anfang auch so.
Ist das richtiges Brot? Ja, ich backe das jeden Morgen.
Wie lange sind Sie schon hier? Sag nur Du.
Ist ja Amerika. Ich bin Delphine.
Ich bin die Eva.
Das zweite Jahr bin ich schon da. Wie mein Mann.
Probier mal.
Die räuchern wir überm Sägemehl. Nadelholz hat's hier ja keines.
Schmeckt gut. Wohnst du hier in der Nähe?
In dem Farmhaus... hinter der Brücke draußen.
Da, wo sie die Leichen gefunden haben?
Dann weißt du ja schon alles.
Ich hab gerade Bohnenkaffee aufgesetzt.
Magst du eine Tasse trinken? Mhm.
Das tut mir sehr leid mit deinem Vater.
Wie wird es jetzt weitergehen?
Ich weiß auch nicht.
Der Sheriff hält ihn seit Tagen da fest und...
er hat gedroht, dass er ihn aufhängt.
Mein Vater geht kaputt im Gefängnis, das weiß ich.
Ich geh jeden Tag hin, will ihm was zu essen bringen.
Aber der Sheriff lässt mich nicht mal durch zu ihm.
Ich weiß einfach nicht, was ich noch machen soll.
Mein Vater hat hier völlig den Halt verloren.
Ich Schaf, ich dachte,
wenn ich mal hier bin, wird alles gut.
Ja.
Es ist alles ein bisschen anders, wie man sich das vorgestellt hat.
Danke.
Musst du nicht zurück in den Laden?
Ach, ich hör schon, wenn Kundschaft kommt.
Wir bräuchten dringend Hilfe im Laden.
Dir könnte ich vertrauen.
Und wir könnten zusammen Deutsch sprechen.
Das wäre schön. * Knarzen *
Fidelis.
Das ist Delphine aus Hamburg.
"Plötzlich steht er da."
Ich kenne Sie. Sie sind vorn Zirkus. "Und es ist wie Strom in der Luft."
"Ein Sturm kommt." Grüß Gott.
Die Delphine könnte mir im Laden aushelfen. Was meinst?
So?
Können Sie Blut sehen?
Na, dann... Willkommen.
Willkommen.
Das habe ich nicht gemacht. Aber...
Hm? Ich, ich dachte...
das wäre der Teufel.
* Heiseres Lachen *
* Unbehagliche Musik *
* Unheimliches Schweinequieken *
* Dumpfer Schuss *
* Scheppern *
* Bedrohliche Musik *
* Er atmet heftig. *
* Ernste Musik *
Hier für Sie. Delphine?
Was für eine Überraschung.
Ein Waldvogel-Schinken.
Wofür bekomme ich den?
Wissen Sie schon, woran die beiden gestorben sind?
Wahrscheinlich verhungert, sagt Dr. Hagenau.
Ist schwer zu sagen in dem Zustand.
Aber komm doch erst mal rein.
Bitte.
Mein Vater würde nie jemand umbringen. Nie.
Das sagen alle. Aber ich sage es Ihnen.
Sie müssen mit dem Sheriff reden, sonst tut er ihm was an.
Mir und meinem Mann glaubt er ja nicht.
Bist du wirklich mit dem Indianer verheiratet?
Ja. wieso?
Ich habe immer gedacht, der ist irgendwie... anders.
Na ja.
Besser als nobody nachts im Bett.
Ich rieche nach Tod. Wer will das schon?
Magst du meinen Schnaps nicht?
Und die paar, die's gibt, sind vergeben.
Dieser Metzger...
Der Waldvogel...
Das wäre einer für mich.
Er hat eine sehr nette Frau.
Ist das ein Hinderungsgrund?
Wär's für mich.
Du hättest deinen Schinken besser dem Sheriff geben sollen.
Den Sheriff interessiert nicht,
warum dein Vater zwei tote Indianer im Keller hat.
Das Einzige, was den Sheriff interessiert:
Was springt für ihn dabei raus?
* Spannungsgeladene Musik *
Das ist alles, was wir haben.
Ich konnte das doch nicht ahnen, dass da noch jemand drin ist.
* Melancholische Musik *
Ich bin wirklich zu nichts nutze.
Ich bin nur eine Last für dich.
Es wäre leichter, wenn du aufhören würdest, zu trinken.
Ich versprech's.
Ja, wie so oft.
Diesmal wirklich.
Weißt du, als ich getrunken habe,
war ich nicht mehr in diesem verdammten leeren Land.
Sondern? Zu Hause.
In der Heimat.
(Clarisse) Fidelis? Ja?
Kann ich dich irgendwohin mitnehmen?
Nein, danke, ich muss nicht weit. Ich geh zum Kozka.
Du gehst zu Kozka? Schlagt ihr euch wieder?
Ich hoffe nicht. Ich will nur mit ihm reden.
Schade.
* Ladenglocke *
Kozka?
Waldvogel.
Dass du dich hertraust.
Was willst du hier, hm? Schauen, wie leer ist mein Laden?
Nein, ich wollte Frieden mit dir. Frieden?
Erst mich ruinieren, dann Frieden? Das wollte ich nicht.
Das war meine Chance. Die konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Ein echter Amerikaner.
Ja, so wie du.
Presssack machst du auch noch. Und, wie heißen die, Kaschanka?
Was willst du?
Was hältst du davon, wenn wir uns die Schlachtaufträge teilen?
Warum?
Ja, mit dem Knie wird's mir zu viel und...
Frieden halt, habe ich ja gesagt.
Und ich hätte gern, dass du heute Abend zu mir kommst.
Warum sollte ich? Du hast eine schöne Stimme.
Und du singst gerne, so wie ich.
Warum singen wir nicht zusammen?
Was?
Wir zwei? Nein, ein Metzgerchor wird's nicht.
Der Dr. Hagenau kommt, Zumbrugge von der Bank und ein paar andere.
Ich habe selbst gebrautes Bier.
Dein saures Krautbier kannst du selber trinken.
Mond sausages.
Vienna sausages oder Wiener. Wiener.
Und, ähm... Bratwurst.
Bratwurst. Und Schinken. Das ist ham.
Das kommt da rüber. Nimmst du das da mit?
* Kuckuck *
Delphine, gibst du mir so ein Papier?
Bitte schön.
Tante Lore, das ist Delphine. Die hilft uns ab heute im Laden.
Unsere Tante Lore. Sie tut keinen Handstrich.
Ich bin so froh, dass du jetzt da bist.
Wie nennst du sie?
Step-and-a-half. Weil sie so große Schritte macht.
Anderthalb, wo wir nur einen machen.
Zahlt sie nie? Wovon denn?
Aber sie bringt immer schöne Sachen für Johannes mit.
Step-and-a-half.
Ich habe ein Lied für uns.
Ah. Das kennt ihr alle.
Hier. Kennst. So. Oh.
Danke.
(singt) "Kein schöner Land in dieser Zeit."
Kozka. Ein schönes Lied aus der Heimat.
Ich dachte schon, du kommst nicht mehr.
Schön, dass du da bist. Komm rein, komm rein.
Mein Vater.
Männer. Wir haben einen Zugang, hier.
Konzka ist da. Eine Überraschung.
Vater, ich will dir die Eva vorstellen, komm.
Eva, das ist mein Vater.
Ich bin die Eva. Freut mich. Magst du ein Bier?
Nein. Sicher?
Hey.)'-
They will laugh at me. Go ahead. You can do it, please.
(Chor) "Kein schöner Land in dieser Zeit,
als hier das uns're weit und breit,
wo wir uns finden
wohl unter Linden zur Abendzeit.
Wo wir uns finden
wohl unter Linden zur Abendzeit.
Da haben wir so manche Stund'
gesessen wohl in froher Rund,
und taten singen,
die Lieder klingen im Eichengrund.
Und taten singen.
Die Lieder klingen im Eichengrund.
(leise) Dass wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal.
(laut) Gott mag es schenken,
Gott mag es lenken.
Er hat die Gnad'.
Gott mag es schenken,
Gott mag es lenken.
Er hat die Gnad'."
Gut, wirklich gut. Bravo!
Viel besser als gedacht. Kommt.
"In diesem Sommer war noch alles gut.
Wir waren endlich angekommen.
Aber man kommt nie wirklich an. Man glaubt es nur.
Und wie ich das geglaubt habe."
* Ruhige Musik *
(Vater) "Liebe Eltern, ich grüße euch herzlich. Uns geht es sehr gut.
Eva, dem kleinen Johannes und unserem Neuen,
der heißt so wie ich: Fidelis Waldvogel."
(Mutter) Gut sieht er aus, unser Bub.
Ein richtiger Mann ist er geworden.
Er hat jetzt sein eigenes Leben... da drüben.
Meinst, wir sehen ihn noch mal wieder?
Sag doch nicht so was.
"Das Seltsame ist, dass man schwören könnte,
dass alles gut ist.
Wenn man in Wahrheit schon auf den Untergang zurast.
Und andersherum denkt, es wird nie wieder gut.
Und dabei geht's schon wieder aufwärts.
Wenn ich nur wüsste, an welchem Punkt ich mich gerade befinde."
* Hunde bellen. *
* Er ächzt. *
Oh.
Schön kühl hier. Am liebsten würde ich mein Bett hier aufschlagen.
Ja, das täte mir auch gefallen.
* Er japst. *
* Sanfte Musik *
Lass nur. Bleib bei den Kindern. Ich mach das schon.
Aber zu zweit geht's schneller.
Huch. Oh.
Diese verfluchte Hitze.
Im Winter ist es zu kalt, im Sommer ist es zu heiß.
Davon hat mir Fidelis auch nie geschrieben.
* Heitere Musik *
Hallo, Vater!
Hallo, Delphine!
Hi. Cyprian!
Sieht gut aus. Ja?
Hi.
Und ich? Wofür du es ausgeben willst, weiß ich doch.
Stimmt schon lange nicht mehr. Schauen wir mal, wie lange.
* Melancholische Musik *
Eva, du kannst nicht Tag und Nacht schaffen.
Da mache ich mir Sorgen um dich.
Und wie dünn du geworden bist.
Du musst dir keine Sorgen machen.
Ich vertrage die Hitze so schlecht. Da arbeite ich lieber nachts.
Schlaf jetzt, Moggele, schlaf.
So lang, wie du kannst.
"Es schneidet mir ins Herz, wenn er mich 'kleine Schwester' nennt.
Aber es stimmt.
Wie Bruder und Schwester sind wir."
* Hupen *
Delphine, warte mal.
Gut, dass du da bist. Der Eva geht es nicht gut.
Guckst du nachher mal nach ihr? Sie arbeitet einfach viel zu viel.
Wenn es ihr nicht besser geht, müssen wir Dr. Hagenau holen.
Danke.
In meinem Bauch fühlt sich alles an wie verklumpt.
Krämpfe? Nein.
Oder vielleicht doch.
Jammern bringt ja nix.
Eva, du hast Fieber.
Du bleibst heute mal im Bett.
Fidelis ist unterwegs, und die Kinder müssen was essen.
Ich weiß, ich kümmere mich darum.
* Sie stöhnt auf. *
(singt) "Oh Shenandoah,
I long to see you..."
* Sie schreit auf. *
"Away you rolli..."
* Düstere Musik *
Ich gebe dir Morphium gegen die Schmerzen, ja?
Und?
Wir haben gedacht, es ist die Hitze oder die schwere Arbeit.
Oder die Geburt, hm?
Du bist ganz heiß.
Na ja...
* Melancholische Musik *
* Sie stöhnt auf. *
Wie schlimm ist es?
Macht es ihr schön.
* Melancholische Musik läuft weiter. *
* Koxotenheuken *
* Traurige Musik *
"Was habe ich falsch gemacht?
Alles war doch gut.
Ich will doch nur, dass alles bleibt, wie es war.
Dass die Eva bei mir ist. Nur das.
Dass sie mir bleibt."
* Er schluchzt. *
(Lore) Gott, du schickst gerechte Schmerzen und gerechtes Leid.
Gott, gib ihr die Kraft, die Schmerzen hinzunehmen
und zu ertragen.
Du gibst gerechte Schmerzen und gerechtes Leid.
Eine Sünde ist das.
* Eva seufzt. *
Au.
Du speisest uns, weil du uns liebst. Darum segne auch, was du uns gibst.
Amen.
"Ich spucke dir ins Gesicht, Gott.
Was hat Eva dir getan?
Warum verteilst du das Leid so ungerecht?
Wem hilfst du?
Wen bestrafst du?
Was ist dein Plan?"
Ich habe mal gehört, dass einem der Verstand bleibt.
Die Augen und das Hirn.
Du bleibst.
Du bleibst.
* Ruhige Musik *
Kannst du es aushalten, Eva?
Manchmal ist es schon ganz schön schlimm.
Aber dann geht's wieder.
* Ruhige Musik läuft weiter. *
Ich danke dir, Robert. Jetzt kriegen meine Blumen wieder Luft.
Ja, jetzt kriegen sie wieder Luft. Magst nicht mal eine Pause machen?
Es ist doch so heiß. Schau.
Oh. Das ist für dich.
Ich danke dir. Danke schön.
Magst du eine Geschichte hören?
Ja. Was möchtest du denn hören?
Von dem Schwein, dem du das Lesen beigebracht hast.
Die kennst du doch schon.
Oh, bitte. Nein.
Ich erzähle dir, wie ich im Wald im Spessart
von einem Wolfsmenschen die Wolfssprache gelernt habe.
Ja?
Zum lndependence Day kommt ihr aber alle.
Ja.
Die Eva wünscht sich ein Fest, genau wie im letzten Jahr.
Hier. Ups. ja, danke.
Was soll das? Wird das jetzt hier ein Lazarett?
Die Eva kann uns besser sehen und hören.
Warum bleibt sie nicht im Garten? Weil sie da 'nen Hitzschlag kriegt.
Weil sie's schön haben soll, so lange ich sie noch hab!
Schön sterben? Dem Herrgott ins Handwerk pfuschen.
Mit verbotener Medizin.
Eine Sünde, Fidelis. So nenne ich das.
Jetzt reicht mir das. Du lässt meine Frau in Ruhe.
Ist das klar? Ein für alle Mal. Verstanden?
Kannst du mal mit anfassen, bitte? Ja.
(Mann) Ellenbogen auf den Tisch. Fidelis, komm.
* Stimmengewirr *
Schau sie dir an, die Mannsbilder.
(Mann) Drücken, drücken, drücken!
Wie stark der ist.
Nur von außen.
Innen sieht's ganz anders aus.
Komm schon!
Ich mache mir solche Sorgen um ihn.
Hier, nimm.
Langsamer, nicht verschlucken.
Sehr gut.
Passt du auf ihn auf?
Bitte?
(Mann) Mach, mach, mach. - (Frau) Oh, nein, nein, nein.
(Mann) Mach, mach, mach.
Ja! Nein!
Wenn der Sheriff kommt, sag mir Bescheid.
Bist du wieder auf der Flucht vor ihm? Ach was.
Der soll sich vorsehen.
Geh ich ihm lieber aus dem Weg, bevor es noch Tote gibt.
* Fröhliche Country-Musik *
Was ist denn das? So machen wir das in Hamburg.
Geht schnell und schmeckt.
In Hamburg? So, so.
Wollen Sie eins oder nicht? Nee.
Und das isst man jetzt so? Einfach so.
Tst, na ja. Von irgendwas muss der Mensch ja leben.
Danke schön.
* Band spielt "America The Beautiful". *
Tada. (alle) Oh.
Was ist das? Hamburger.
Danke schön. Sehr gerne.
Mmh. - Darf ich auch einen haben?
Ist ganz frisch. Ich mache noch mehr.
Cyprian?
Robert.
(singt) "Horch, was kommt von draußen rein? Hollahi, hollaho.
Wird wohl mein Feinsliebchen sein." "Hollahi jaho."
"Geht vorbei
und schaut nicht rein."
(alle singen) "Hollahi, hollaho.
Wird's wohl nicht gewesen sein.
Hollahi jaho."
"Die Leute haben's oft gesagt." "Hollahi, hollaho."
"Dass ich kein Feinsliebchen hab." "Hollahi jaho."
"Lass sie reden, ich schweig fein still."
"Hollahi, hollaho.
"Ich kann ja lieben,
wen ich will.
Hollahi jaho."
Neue Strophe. * Fidelis räuspert sich. *
"Heut an diesem großen Tag." "Hollahi, hollaho."
"Sing ich dir, wie ich dich mag." "Hollahi jaho."
"Ich sing's hinaus..."
"...hollaho." - (Sheriff) Clarisse?
"Dass die ganze Stadt erwacht." - Clarisse!
"Hollahi jaho!"
(Mann) Oh, schaut.
Danke dir.
War es gut? Ja.
Ich habe was für dich vorbereitet.
Sollst ja nicht leer ausgehen, gell?
Haidanai!
Haidanai. Das ist ja super.
Kannst du was sehen? ja, gerade so.
Ein bisschen. Ja. Nach da? Warte.
Oh.
* Fröhliche Swing-Musik *
Hi.
Hi.
Clarisse!
Clarisse!
* Türglocke *
* Prusten *
Clarisse! Clarisse!
* Er grölt leise. *
* Sanfte Musik *
Morgen muss ich Evas Garten in Ordnung bringen.
Ist alles zertrampelt.
* Koxotenheuken *
Dass du dich so um Eva kümmerst.
Ich danke dir.
Ich weiß doch, wie wichtig sie für dich ist.
Und ich habe was gutzumachen, denke ich.
* Ruhige Musik *
(Lore) Oh Herr, erbarme dich. Mein Gott, ich hoffe auf dich.
Herr, bleibe bei uns.
(Frauen) Lord, have mercy. Christ, have mercy.
Oh Lord, do not abandon me.
(Lore) Herr, erbarme dich. Mein Gott, ich hoffe auf dich.
Herr, bleibe bei uns. Lord, have mercy...
Ich muss das noch ausliefern. Magst du es einpacken?
(Lore) Herr, bleibe bei uns. Herr, hab Erbarmen mit uns.
Ich warte, bis du zurückkommst.
Mit den Krähen da drin lasse ich Eva nicht allein.
Danke.
(Lore) Herr, erbarme dich. Mein Gott, ich hoffe auf dich.
Herr, bleibe bei uns.
Und hätt er drei Ecken,
dann wär es nicht... mein Hut.
Danke, Tante, aber mir wäre es wirklich lieber, wenn...
Sch, sch, sch... Meine Liebe.
Wir beten für dich. Nur für dich.
Du wirst es brauchen.
Herr, erbarme dich.
Mein Gott, ich hoffe auf dich. Herr, bleibe bei uns.
* Entferntes Gespräch auf Englisch *
(Lore) Lots of money? - Expensive.
(Lore) Ex... What?
Oh.
(schwach) Sie sagen, Morphium ist eine Sünde.
Dass...
dass Gott mich nicht will,
wenn ich die Schmerzen nicht ertrage, die er mir schickt.
Hör nicht auf sie. Ganz ruhig. Gleich wird's besser.
* Düstere Musik *
Eva, bleib ruhig. Ich komm gleich mit dem Morphium.
Mach schnell. Ich kann nicht mehr lange.
Ja.
Wo ist die Medizin?
Weg.
Wir kümmern uns um Evas Seelenheil.
Tante. Unsere Eva leidet so entsetzlich.
Das ist der Weg zu Gott.
Ich hab's weggeschüttet. Was?
* Sie stöhnt. *
Warum hast du das gemacht? Das ist Teufelszeug!
Warum? Das ist Teufelszeug! Teufelszeug!
Warum? Was ist hier los?
Delphine, beeil dich, bitte.
* Eva schreit auf. *
Eva, ich gehe zu Dr. Hagenau. Ich komme gleich wieder zu dir.
Tante, du bleibst bei Eva.
* Düstere Musik *
* Türglocke *
Dr. Hagenau!
Dr. Hagenau!
Dr. Hagenau!
Delphine!
Eva, der Fidelis, der kommt gleich.
Ja, der Fidelis.
Oh mein Gott. Fidelis soll kommen.
* Eva wimmert. *
Delphine, Delphine, hab's ganz vergessen.
Dr. Hagenau wollte seinen Bruder besuchen. Er ist nicht da.
Wir brauchen das Morphium sofort. Ja.
Wir holen es uns.
* Eva atmet schwer. *
* Sie schreit und weint. *
Vorsicht.
* Sie ächzt und atmet schwer. *
* Düstere Musik *
* Sie atmet hektisch. *
Eva. Nein, nein, nein, nein! Nein, nein.
(weinend) Nein. Lass los!
Um Gottes willen, um Gottes willen. Eva, was machst du denn?
Eva, ich habe die Medizin.
Ich habe die Medizin.
Fidelis.
Du musst mit Dr. Hagenau reden, wenn er wieder da ist.
"Wie unverfroren die Gefühle einen anspringen.
Eva liegt im Sterben, und ich sehne mich nach seiner Nähe.
Das geht doch nicht."
* Harmonische Musik *
Was macht sie da?
Keine Ahnung.
Sie nennt es "Ghost Dance".
Ihr redet?
Sie kann doch kaum Englisch. Ich doch auch nicht.
Sie tanzt für Eva.
* Harmonische Musik läuft weiter. *
* Musik überlagert Dialog. *
* Musik überlagert Dialog. *
* Harmonische Musik läuft weiter. *
Wir spielen Donnerstag bei mir Karten. Komm doch vorbei, hm?
Sag mir, wenn du was brauchst.
Ich danke euch.
Die Kinder sind im Bett. Fidelis ist unterwegs.
Ja. und?
Du hörst mir jetzt zu, verstanden?
Du gehst zu den Kindern, liest Johannes etwas vor.
Bleib, bis sie schlafen. Ich muss bei Eva bleiben.
Wie sagt man, wenn man etwas möchte? Beeil dich!
* Eva wimmert. *
Eva. Eva, ich bin da. Ich bin da. Sch, sch, sch.
Eva.
(liest) "Sie aber war eine böse Hexe,
die den Kindern auflauerte.
Wenn eins in ihre Nähe kam, fing sie es,
sperrte es ein und aß es.
Und das war ihr ein Festtag."
Licht.
Eva? Licht bitte.
Ja.
Delphine.
Mein kleiner Johannes...
Der Fidelis ist gar nicht sein Vater.
Der hieß wie er.
Johannes Grün.
So klug.
So hübsch.
Fidelis war sein Freund.
Er ist im Krieg geblieben.
Fidelis hat mich mit dem Kind nur geheiratet,
weil er's Johannes versprochen hat.
Aber er liebt dich so, dein Fidelis.
Ja.
* Motor brummt. *
Bleib bei ihm und den Kindern.
Ich helfe ihm, das verspreche ich.
Ich möchte, dass nur du mich anfasst, wenn ich tot bin.
* Tür wird geöffnet. *
Moggele.
Ich bin da.
Ich bin da für dich.
Schlaf ruhig.
Schlaf.
* Traurige Musik *
* Er schluchzt. *
* Er schluchzt. *
(schreit) Nein!
(schreit) Nein!
* Traurige Musik läuft weiter. *
* Flügelschlag *
* Eule ruft. *
* Traurige Musik läuft weiter. *
Fidelis.
Ich kümmere mich um sie.
Schlaf ein bisschen.
Das kann ich nicht.
Das kann ich jetzt nicht. Ich...
Das alles, das kann ich nicht.
Ich kann das nicht.
* Ruhige Musik *
* Ruhige Musik läuft weiter. *
* Sie schluchzt. *
* Ruhige Musik läuft weiter. *
(singt) "So nimm denn meine Hände
und führe mich."
(Chor) "Bis an mein selig Ende
und ewiglich.
Ich mag allein nicht gehen,
nicht einen Schritt.
Wo du wirst gehen und stehen,
da nimm mich mit."
* Koxotenheuken *
* Wind braust. *
Eva
(brüllend) Eva!
* Sie schluchzt. *
* Baby weht. *
Was machst denn du hier?
Wir ziehen die Kinder an. Dann können sie spielen.
Du glaubst wohl, du kannst hier bestimmen.
Du hast hier nichts zu suchen. Scher dich fort.
Wo ist Fidelis? Unterwegs.
Ich kümmere mich um alles. Das schaffst du nicht.
Lass mich durch!
Lass mich... Du... Du elendes Luder!
Glaubst du, du kannst in diesem Haus Evas Platz einnehmen?
Das werde ich verhindern. Verlass dich drauf.
Raus!
* Ernste Musik *
Delphine?
Delphine! Hey, warte mal.
Delphine, warte mal. Hey!
* Stumme Szene *
Delphine!
* Ladenglocke *
Tante, du verlässt mein Haus.
Sofort.
Ja, bist du denn von Sinnen?
Wer soll sich denn um alles kümmern? Kümmern?
Du? Du bist mir keine Hilfe.
Du bist faul und bequem und du lebst auf meine Kosten.
Selbst die Kinder haben Angst vor dir.
Trau dich, so mit mir zu reden. Wer hat dir das Geld gegeben?
Das dachte ich mir. Das war vor drei Jahren.
Ich habe dir alles zurückgezahlt. Jeden Cent.
Ich lasse mir das von dir nicht bieten.
Nein, ich lasse mir das nicht mehr bieten.
Nimm die Bibel, such dir was Eigenes.
Hier kannst du nicht mehr wohnen.
Schleich dich.
(schluchzend) Dein eigenes Fleisch und Blut!
Ich verfluche dich!
Gott wird dich verfluchen!
Für deine Undankbarkeit.
Das rächt sich. Wirst schon sehen. Ich kann nicht mehr.
Ich kann nicht mehr. Kind, ich komme.
Ich komme.
Was meinst du, wo sie alle sind, unsere Toten?
Cyprian hat mal gesagt, sie kommen als Tiere zurück zu uns.
Geben uns Zeichen.
Keine Ahnung, wo er ist. Vielleicht hat er meinen Brief nicht bekommen.
Vielleicht.
Aber ein Zeichen könnte er geben. Auch wenn er nicht tot ist.
Es geht ihm gut.
Das spüre ich.
Auch Eva spüre ich manchmal ganz deutlich.
Die war eine Gute, Eva.
Und lustig.
Weißt du, wie sie den Sheriff genannt hat?
Alter Presssack.
* Lachen *
Vor Eva hatte der richtig Respekt.
Weil sie war die Einzige, die keine Angst vor ihm hatte.
Ach komm. Als ob du Angst vor dem Sheriff hättest.
Weiß nicht.
Er wird immer zudringlicher.
Der einzige Mann in Argus,
der mir gefallen würde, den kennst du ja.
Aber den würde ich niemals anrühren.
Weil der gehört dir.
Wovon redest du? Hör auf.
Hör auf damit.
Ist gut.
Ist gut, ich sage nichts.
Aber dass du ihn jetzt so im Stich lässt...
mit kleinen Kindern...
Und dieser grässlichen Tante.
Pfui.
Tante.
Das ist für Mutter und Vater.
Komm gesund heim und grüß mir alle.
Wer weiß, ob ich jemals lebend ankomme.
* Schluchzen *
Das schaffst du schon. Wenn du meinst.
Bye.
* Schluchzen *
* Delphine spielt eine Melodie auf dem Horn. *
Wann kommst du zurück?
Delphine. Ich brauche dich. Das geht doch nicht.
Wieso?
Ich habe der Tante gesagt, dass sie gehen muss.
Sie ist schon auf dem Weg nach Schwaben.
Und kommt nicht zurück? Nein.
Dann machen wir es so:
Ich komme früh um sieben
und nach dem Abendessen für die Kinder gehe ich heim.
Gut. Gut.
Morgen früh um sieben, gell?
* Fröhliche Musik *
* Fröhliche Musik läuft weiter. *
* Ächzen *
* Fröhliche Musik läuft weiter. *
* Musik verklingt. *
WOOLLIFE-HÜTE FÜR DEN FRÜHLING
* Er pfeift. *
* Bedrohliche Musik *
Whereas...
* Schlüssel klackt. *
* Sie ächzt. *
* Sie weht. *
* Sie weht. *
* Sie schreit. *
(stöhnend) Oh yeah.
* Bedrohliche Musik läuft weiter. *
Oh yeah.
S? *
* Sie atmet heftig. *
* Düstere Musik *
* Ruhige Musik *
Woher hast du die? Von Step-and-a-Half.
Hat sie die gestohlen?
Sie ist keine Diebin. Du magst sie sehr, oder?
(lachend) Eine Rothaut. Wer hätte das gedacht?
Will sie jetzt hier einziehen? In Cyprians Haus?
Ach.
Hat er dir nichts gesagt? Was?
Ich verstehe auch nicht alles, was sie, was sie erzählt, aber...
Ich glaube, sie nimmt an, dass das ihr Haus ist.
Sie ist seine Mutter, Delphine.
Das ist verrückt.
Ja, das ist es wohl.
Tst.
Grüß Fidelis von mir.
Ist das nicht ein wenig unvorsichtig,
so viel Geld bei sich zu haben?
Mach dir keine Sorgen, Rudi.
Ich kaufe mir endlich ein Automobil. - Schön.
Dann läuft das Geschäft ja gut.
Und die Liebe klopft auch an die Tür, habe ich gesehen.
Gibt's was Schöneres?
Und einen besseren Schutz für eine schöne Frau
als den Sheriff persönlich?
Pst. Ich sage nichts.
* Harmonische Musik *
* Harmonische Musik läuft weiter. *
So früh schon Feierabend? Ja, ich habe mich beeilt.
Bist du schon fertig? Ja.
Komm, wir trinken ein Bier. Was denkst du?
Gut.
Die Kinder schlafen? Ja.
Wo ist eigentlich Cyprian?
Ist der immer noch mit dem Zirkus unterwegs?
Ich habe lange nichts von ihm gehört.
Er ist ein Zirkusmensch. Er hat sein eigenes Leben. Ja.
Wolltest du nicht mit ihm gehen?
Er ist doch dein Mann.
Cyprian und ich sind nicht verheiratet.
Nicht?
Und der Trauring?
Den trage ich nur, damit die Leute nicht reden.
* Ruhige Musik *
* Hackern *
* Türglocke *
Cla risse? Clarisse?
Irgendwas riecht hier.
Den Geruch kenne ich.
* Düstere Musik *
* Türschloss knackt. *
Clarisse?
* Düsterer Hang *
Ich dachte, die sind ein Liebespaar. Nein.
Sie hatte Angst vor dem Sheriff.
Das hat sie mir immer gesagt. So wie der hinter ihr her war.
Das ist ja kein Grund, ihn gleich umzubringen.
Wir wissen doch nicht, was passiert ist.
Ich mochte Clarisse. Alle respektierten sie.
Ich verstehe sie. - Wir brauchen einen neuen Sheriff.
Ah, ich habe eine Idee.
Der Kozka. ja, kennt Argus wie seine Westentasche.
Und kann Recht von Unrecht unterscheiden.
Wir brauchen auch ein Beerdigungsinstitut.
Wenn jetzt wieder jemand stirbt... - Sheriff Kozka.
* Lachen *
Das ist richtig. Gut.
* Sanfte Musik *
Danke fürs Herfahren. Gern.
* Sanfte Musik läuft weiter. *
* Sanfte Musik läuft weiter. *
* Eule flattert und ruft. *
Eva?
Eva?
Du sollst es als Erste wissen.
Ich werde wieder heiraten.
(Chor) "Amazing grace,
how sweet the sound,
that saved a wretch
like me.
I once was lost,
but now I'm found.
Was blind,
but now
I see.
'Twas grace that taught
my heart to fear.
And grace,
my fears relieved.
How precious did
that grace appear.
The hour
I first believed."
* Sie seufzt. *
Post aus Amerika. - Ach was.
Du hast den nicht verdient.
Du, Hur', du dreckige.
Ja, verreck's noch einmal!
Das Luder, das saumäßige! Das rächt sich noch einmal!
Ihr denkt, Gott sieht das nicht, das Sodom und Gomorrha.
Das rächt sich am Jüngsten Tag! Du musst das Tor nicht zumachen!
Das können alle hören! Es ist die Wahrheit!
Die ist sein Untergang, ist die!
Put, put, put, Put. Put. Put-
Put, put, put.
* Hupen *
Hey, Robert. Hallo.
Zurück, ja? You are back?
Die hat geheiratet.
Did she?
Fidelis. Fidelis Waldvogel.
Oh, wow. Fidelis?
Ja.
Eva ist tot. Dead.
* Er spricht Lakota. *
* Sie spricht Lakota. *
* Dramatische Musik *
Cyprian.
Das ist dein Haus, ich weiß. Your home.
* Ruhige Gitarrenmusik *
* Räuspern *
Cyprian. Hey, Fidelis.
* Lustige Musik *
* Applaus *
* Applaus *
* Applaus. Jubel *
* Applaus *
* Lustige Musik läuft weiter. *
* Applaus. Jubel *
* Applaus. Jubel *
* Applaus *
* Kuckucksuhr ruft. *
* Melancholische Musik *
Und? Wie war's?
Schön.
Cyprian, der ist ein Künstler.
Künstler .
Na ja.
Er hat jemanden gefunden.
Wie?
Alles ist gut.
* Ruhige Musik *
(Clarisse) "Meine liebe Delphine.
Ich hoffe, du bist glücklich geworden mit deinem Waldvogel.
Pass gut auf ihn auf.
Hier ist es schön, und ich bin frei, wie ich es immer sein wollte.
Merry Christmas."
Delphine!
Du, Oma und Opa haben auch was geschickt. Komm.
Oma und Opa haben was geschickt? ja, Oma und Opa.
Für unsere jungs? Oh, ist das aufregend.
Für euch. So einen hatte ich auch.
* Ruhige Musik *
Das ist für dich und deinen Bruder.
Delphine, ich glaube, da ist auch was für uns drin.
Komm.
(Mutter) "Ein frohes Weihnachtsfest für dich und Delphine, deine Frau.
Hoffentlich gefällt euch, was wir euch eingepackt haben.
Ich bin so froh, dass du nicht mehr allein bist mit den Kindern
und wieder eine Frau aus der Heimat hast.
Ich danke Gott jeden Tag für seine Großzügigkeit."
Ist die von deiner Mutter?
Die ist von der Großmutter, glaube ich.
Warte. Ich würde sie so gern kennenlernen.
Ja.
Irgendwann fahren wir heim. Das verspreche ich dir.
Heim? Ja.
Nach Hause?
Ja, nur auf Besuch.
Nur auf Besuch, meine ich.
Wenn du "home" sagst,
meinst du dann zu Hause oder die Heimat?
Heißt "home" Heimat auf Englisch? Ich weiß nicht.
Na ja...
Und dann ist da noch die Heimat.
Ja.
* Ruhige Musik *
Eva.
Ich bin glücklich.
Und dein Fidelis ist es auch.
* Ruhige Musik läuft weiter. *
* Melancholische Musik *
* Reifenquietschen *
* Krachen *
* Ruhige Musik *
"Das ist es gewesen,
das bisschen Glück.
Mit beiden Händen habe ich es gepackt und festgehalten."
(Chor) "Heute muss ich fort von hier
und muss Abschied nehmen.
O du allerschönste Zier..."
"Nur ein paar Monate ist es bei mir geblieben.
Nur ein paar Monate.
Jetzt bin ich wieder allein." (Chor) "Da ich dich so treu geliebt.
Über alle Maßen,
soll ich dich verlassen,
soll ich dich verlassen.
Wenn zwei gute Freunde sind,
die einander kennen,
Sonn' und Mond bewegen sich,
ehe sie sich trennen.
Noch viel größer ist der Schmerz,
wenn ein treu verliebtes Herz
in die Fremde ziehet..."
(schluchzend) Oh Gott, was wird denn jetzt aus den armen Kindern?
Diese Delphine hat Schneid, Luise.
Aber sie ist keine Metzgerin.
* Schluchzen *
Schreib's ihr auf.
Der Thymian ist wichtig.
Thymian.
Und den Majoran darf sie nicht vergessen. Viel Majoran.
* Schluchzen *
* Fröhliche Country-Musik *
DIE BESTEN HAMBURGER DER STADT LASST SIE EUCH SCHMECKEN
So, die Herren. Oh, danke schön.
SELBSTGEMACHTE HAMBURGER
* Fröhliche Musik läuft weiter. *
Untertitel: No Limits Media 2019
Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2016
Wer die Einsamkeit sucht,
für den sind die Gates of the Arctic richtig.
Nördlich des Polarkreises, in Alaska,
gibt es nichts mehr außer Wildnis pur.
Wer dorthin will, ist lange unterwegs.
Doch die Mühe lohnt sich:
Hinter schneebedeckten Gipfeln
erstreckt sich eine Sahara des Nordens.
Hier tragen die Giganten Alaskas seit Jahrtausenden ihre Kämpfe aus.
Entlang uralter Routen wandern Karibus und Lachse Meile um Meile.
Wesen aus der Eiszeit treffen auf Überlebenskünstler der Arktis.
In den endlosen Weiten
des Nationalparks Gates of the Arctic.
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