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(Mann) Sehr steile Treppe. - Zu eng.
Das ist die reinste Klettertour.
Vierter Stock.
Hätte ja mal im ersten sein können. - Du hast Wünsche.
Hier. Die Sanitäter. - (Frau) Ja, hier rein.
(Mann) Was ist passiert? - (Frau) Der Mann brach zusammen.
(Mann) Wir sehen ihn uns an. Gut. - (Frau) Das ist seine Enkelin.
Also dann... Waren Sie da, als es passierte?
(Enkelin) Ich fand ihn auf dem Sofa. - Wie heißt er?
Dave Carr. - Dave. Dave?
Ist es denn was Ernstes? - Dave? Dave?
Keine Reaktion. Die Augen? - (2. Mann) Keine Reaktion.
(Frau) Wie geht's ihm? - Ganz gut.
Drücken Sie die Daumen. - Ja.
Hat er sonst noch Angehörige? - Meine Mutter in Wales.
Sie sieht ihn nicht oft. Meine Eltern sind getrennt.
(Langanhaltender Piepton) Tempo. Er ist ganz weg.
Oh Gott! Nein, für immer? Oh Gott, Dot!
Ist ja gut. Ist ja gut, meine Kleine. Ist ja gut.
Ist ja gut, meine Kleine. Ist ja gut.
WEITERE ZECHENSCHLIEßUNGEN
LABOURS FÜNFTE KOLONNE
(Bedrückende Musik)
AUFSTAND SPANISCHER TRUPPEN IN MAROKKO
HANDELT JETZT! VERTEIDIGT DIE SPANISCHE REPUBLIK!
(Patriotischer Gesang)
SPANIEN 1936
IM FEBRUAR GEWANN EINE KOALITION LINKER PARTEIEN DIE WAHLEN.
SIE SCHLUG DEMOKRATISCHE REFORMEN VOR.
EINE GESCHICHTE AUS DER SPANISCHEN REVOLUTION
GRUNDBESITZER, INDUSTRIELLE, GEISTLICHE UND OFFIZIERE
FÜRCHTETEN DIE MACHT DER ARBEITER.
18. JULI
GENERAL FRANCO FÜHRTE EINEN PUTSCH AN
GEGEN DIE GEWÄHLTE REGIERUNG.
(Patriotischer Gesang)
ZUR VERTEIDIGUNG BILDETEN DIE REGIERUNGSANHÄNGER MILIZEN.
GEGEN DIE FASCHISTEN KÄMPFTEN SIE UM IHRE DEMOKRATISCHEN RECHTE.
Das...
Das ist eine...
Eine der Milizen, die zur Front fahren.
Nach Zaragosa. In Aragon.
Ihr könnt die Wagen sehen.
Da steht immer der Name der Arbeiterorganisation.
Die wurden von den Arbeitern übernommen.
Das ist die Gewerkschaft der...
Gewerkschaft der Eisenbahner.
Das ist die CNT.
Die Anarchisten-Gewerkschaft.
Ihr könnt sehen, wie viel Unterstützung...
Ganz Barcelona ist auf den Straßen. Aber mit wenig Gewehren.
Die meisten haben kein Gewehr.
Da seht ihr Alte, Junge, Frauen und Männer.
Das sind die Faschisten.
Der General und alle, die die Privilegien verteidigen.
Und das machen sie mit uns.
Getötet und liegen gelassen. (Sie flüstert)
(Mann) Nur weil sie in der Gewerkschaft waren.
(Applaus)
Eine Niederlage für uns ist auch eine für euch.
Und mit jedem Schritt,
mit dem sich Franco der Macht in Spanien nähert,
nähern sich die Faschisten auch der Macht hier.
Wenn Franco gewinnt, bekommen die Faschisten Auftrieb.
Überall.
Dann dauert es nicht mehr lange und sie werden alle Völker,
alle freiheitsliebenden Menschen hinabziehen in Barbarei und Krieg.
Genossen, egal, ob Spanier, Engländer, Amerikaner, Chinesen,
wir alle haben dieselben Ziele,
dieselbe Hoffnung auf Gerechtigkeit und Gleichheit.
Verbündet euch mit uns, Genossen.
Macht unseren Kampf zu dem euren.
Lasst uns zusammen gehen.
Lasst uns zusammen gehen, es gilt...
die Parole für uns alle:
"¡No pasarán!"
Sie kommen nicht durch. ¡No Pasarán! ¡No Pasarán!
(Menge) ¡No Pasarán! ¡No Pasarán!
(Unverständlich)
(Menge) ¡No Pasarán! ¡No Pasarán!
(Sprechchöre)
(Unverständlich)
(Sprechchöre)
Kitty...
Ich werde wohl nach Spanien gehen.
Einfach so, ja? - Na ja, nicht einfach so.
Es dauert natürlich, bis das organisiert ist.
Ich gehe nach Barcelona.
Wieso du? Wieso musst du gehen?
Weil ich gehen kann. Ich habe eben keine Kinder.
Was mache ich denn hier schon? Ich lebe von Arbeitslosengeld.
Ein paar Millionen bei uns sind arbeitslos.
Aber... - Ich bin immer bei Demonstrationen.
Ich weiß. Ich war mit. - Ich möchte was tun.
Kannst du das nicht auch hier? - Wir müssen jetzt was tun.
Wir müssen sie aufhalten, sonst gibt es hier keine Zukunft.
Wie soll ich leben ohne dich?
Komm.
"Liebe Kitty, also ich habe es geschafft.
Es war kniffelig. Die See war rau. Ich war froh, als ich an Land war.
Larry schmuggelte mich an Bord und regelte alles.
Er brachte uns in Marseille an Land und zur Straße nach Spanien.
Dann nahmen mich Lastwagen bis zur Grenze mit.
Es gibt keine Organisation, die Freiwilligen hilft.
Man muss sich durchschlagen.
Ohne Pass über die Grenze zu kommen, war schwer.
Ich musste zu Fuß über die Pyrenäen.
Ich bin einige Meilen geklettert.
Meine Stiefel sind völlig kaputt. Wir schafften es."
(Spanisch) Möchten Sie sitzen? Möchten Sie sitzen?
Ja.
Können Sie die Hühner nehmen, damit der Mann sitzen kann?
"Ich bin in Spanien. Alles ist so hell, dass die Augen wehtun.
Ich bin im Zug nach Barcelona. Ob es jetzt losgeht?"
(Männer stöhnen laut)
(2. Mann spricht spanisch)
(spanisch) Prima Geheimwaffe gegen die Faschisten.
(Mann) Er sagt, sie könnten deine Füße gegen Franco einsetzen.
(Spanisch) Was haben Sie vor? Wozu sind Sie hier?
(Mann) Warum bist du hier? - Ich will kämpfen für die Republik.
Er will für die Republik kämpfen.
Gut so. Je mehr wir sind, desto eher gewinnen wir.
Möchten Sie einen Schluck?
Tomas.
(Lachen)
Danke. - Salud.
Gracias. - Zigarette?
Zigarette? - Ja, bitte, gern.
Mein Name ist Bernard Goujon. - Freut mich sehr. David Carr.
Aha. - Bernard.
Wollt ihr eine, Jungs? - Gracias.
Hast du Papiere? Dokumente?
Mein Parteibuch, ja.
Von der kommunistischen Partei Großbritanniens.
Ja, ich hab's hier. Und du?
Schau, ich habe so was.
Siehst du? Das ist für einen Genossen von der P.O.U.M.
Von was? - Der P.O.U.M. P-O-U-M.
P.O.U.M? Nein. - Nie davon gehört?
Da ist die spanische Arbeiterpartei. Revolutionäre.
(Spanisch) Die Fahrkarten.
Ich habe keine...
(Spanisch) Er ist ein Kamerad. Er kämpft gegen die Faschisten.
(Spanisch) Willkommen. - Willkommen in Spanien.
Danke.
Wer gegen die Faschisten kämpft, braucht keinen Fahrschein.
(Bernard) Die Gewerkschaft entscheidet.
Gracias. Gracias. - Danke.
Gracias. - (Bernard) Also Geschenk für dich.
Oh, nichts bezahlen? - Nein, nicht bezahlen.
Vielen Dank. - Gracias.
(Spanisch) Links, rechts, kehrt um, halt!
He.
(Befehle auf Spanisch)
Links! Links! - Auf geht's!
Kehrt um!
(Befehle auf Spanisch)
Halt! Halt!
Halt.
(Er spricht Spanisch)
(Stimmengewirr)
(Spanisch) Rechts! Rechts!
(Spanisch) Was denn jetzt? - Stopp! Hier rede ich!
Mich nervt das Ding hier.
Heb das sofort auf. - Mach du's. Ich bin weg.
Wohin willst du, Süße?
Lass das. Ich bin nicht deine Süße.
Kameradin. Kameradin.
Ich gehe nach Madrid. Da wissen die, wie so was geht.
Es ist wichtig für die Revolution, für Männer und Frauen.
Wir brauchen Disziplin, um zu siegen.
Was sollen wir denn damit anfangen?
Das ist erst der Anfang.
Ich will eine Waffe. - Du wirst kämpfen.
Vertrau mir, stell dich wieder hin.
Was guckt ihr anderen so? Bewegt euch.
Da ist ja im Krankenhaus mehr Leben.
Rechts! Halt!
(Rhythmische Musik)
In Deutschland...
Da war ich Patissier. - Patissier?
Patissier? - Ja. Konditor.
Und du, was hast du gemacht?
Elf Jahre zur See gefahren.
Bootsmann. - (Bernard) Handelsmarine?
Ja. - Dachte ich mir.
Ich war sechs Tage auf See. Nichts für mich. Mir war schlecht.
Die ganze Fahrt. - Was machst du?
Ich bin kein Seemann.
Ich war Dienstmädchen. Reinigung.
Dienstmädchen für eine englische Familie.
Und wie alles anfängt, rennen sie zurück nach England.
Sie lassen mich allein in Barcelona.
Nette Leute. - Zum ersten Mal frei.
Hier kannst du anhalten.
Das muss alles raus.
Hallo, Kameraden.
Hast du die Gewehre? - Ja.
Antike.
Antike? - Deutsche Mauser, 1896.
Einschüssig. - Und wie viele?
30.
In Ordnung. - Nimm lieber einen dicken Stock.
Ladet sie ab und bringt sie ins Lager.
(2. Mann) Ganz schön schwer.
Woher weißt du das alles? - Fünf Jahre französische Armee.
Warte. Woher kommst du, Genosse?
(Italienisch) Italiener aus Mailand.
Dann kennst du den Faschismus? - Klar. Das sind Bastarde.
Hey.
Hey. - Was?
Hey. Brauchst du Hilfe? - (Spanisch) Nein, ich schaffe das.
(Spanisch) Gut, Löwin.
Da hast du mich wohin geschleppt. - Qué?
Willst du wechseln? - Quatsch.
Geht's noch? Schaffst du es? - Kein Problem.
(Spanisch) Sehr gut.
Da wären wir.
(Deutsch) Kommt her.
Setz dich. Schnell bitte. Garibaldi, komm her.
(Spanisch) Ich bin Rafael Poccetti. - Ich weiß.
Aber Garibaldis habe ich nötiger. Setz dich bitte.
(Spanisch) Löwin, komm du auch.
(Deutsch) Auf der anderen Seite des Hügels sind die Schützengräben.
Das sind unsere Gräben.
Und jenseits der Gräben ist unser Feind.
Und der einzig gute Soldat in Francos Armee
ist ein toter Soldat.
Mein Name ist Vidal und ich bin euer Hauptmann.
Wir, die P.O.U.M., organisieren diesen Abschnitt der Front.
Im Westen von uns sind die Anarchisten.
Wir kämpfen zusammen als Waffenbrüder
und wollen die Faschisten vernichten.
Wir machen für die Arbeiter die Revolution. Versteht ihr?
Vergesst das nicht.
Ihr seid willkommen hier.
Weil ihr meine eine Sprache sprechende Truppe seid.
Wir sind stolz, euch zu haben als Kämpfer auf unserer Seite.
(Spannende Musik)
Hey, David, schau. Die Huren sind auch an der Front.
Ja? Sehen aber besser aus als die zu Hause.
Ja? - Morgen, Coogan.
Hier kommt Verstärkung.
Sollen wir hier warten? Wir müssen etwas arbeiten.
"Liebe Kitty. Ich bin jetzt Soldat bei der P.O.U.M.
Da kämpfen ganz normale Männer und Frauen für eine Sache.
Nicht wie die Armee bei uns. Es wird nicht salutiert.
Wir wählen die Offiziere und über alles wird abgestimmt.
Das ist Sozialismus in Aktion.
Ich bin in der Sonderabteilung, einer internationalen.
Ein Ire, Coogan, ist verantwortlich.
Wir kriegen alle den gleichen Sold. Zehn Pesetas pro Tag.
Er wird ausbezahlt, wenn wir in Urlaub gehen.
Und wir kriegen ein Päckchen Zigaretten pro Tag.
Es ist ein Rieseneinsatz. 20 000 Milizsoldaten allein hier.
Ich bin nicht in der kommunistischen Brigade.
Aber wir kämpfen alle gegen denselben Feind.
(Spanisch) Es lebe Franco! Es lebe Spanien!
(Spanisch) Schmort in der Hölle, ihr Faschisten!
(Spanisch) Ihr verdammten Hurensöhne!
(Spanisch) Eierlose Faschisten!
Mein Gott. - Unsere Verpflegung ist sehr gut!
(Spanisch) Das Essen hier ist verdammt genial!
(Schuss)
(Spanisch) Ich jag dir 'ne Kugel in den Arsch!
(Spanisch) Du stirbst mit nichts! - Alles okay?
(Spanisch) Ich jag dir eine Kugel in den Arsch!
Alles okay? Ich gehe mal weiter. Brauchst du Patronen?
Ja. - Du bist das Wetter ja gewohnt.
Du kommst ja aus dieser verdammten Stadt.
Warst du mal da? - Ja, fünf Jahre in Manchester.
Nur auf den Regen geguckt durch Gitter.
Wofür hast du gesessen? - Fürs Kämpfen gegen die Engländer.
(Spanisch) Mörder einer freien Nation!
(Knall)
Alles in Ordnung? - Ja, ja.
Setz dich auf. Geht's?
Stabil. Stabil.
"Hier sind Franzosen, Deutsche, Amis, Spanier natürlich,
und ein Schotte namens Jimmy.
Alles gute Jungs. Die Frontlinie bewegt sich kaum.
Wir beobachten die Faschisten und sie uns.
Wir warten nur darauf, dass was passiert:
Gräben ausheben, Patrouille, Wache schieben...
Aber am schlimmsten sind die Läuse. Sie machen einen verrückt.
Sie legen ihre Eier ins Hosenfutter.
Du bist nur am Kratzen. Das Essen ist nicht besonders.
Meistens nur Brot und Bohnen. Es gibt Probleme.
Ich täte alles für Rippchen mit Kohl.
Das Essen machen Frauen aus der Gegend.
Komisch, wenn man Frauen kämpfen sieht.
Aber keine Sorge. Von denen kommt keine an dich ran."
Max...
Als wir hier ankamen, sagtest du, Blanca ist eine Hure.
Wer? - Eine Prostituierte. Blanca ist...
Wer?
Du sagtest, Blanca ist eine Prostituierte.
Eine Hure. - Ja, ja, stimmt.
Wirklich gut. Wirklich gut. - Was?
Ja. - Ach, ihr verkohlt mich doch.
Das wissen doch alle hier. - Maite...
Bloß du nicht. Maite. - Maite.
Er hat recht. - Sie weiß Bescheid.
Hör mal, Blanca erzählte mir solche Geschichten...
Unglaublich. Hartes Leben.
Hartes Leben. Ganz hart.
Jose kann dir was erzählen. Er kennt sie gut, weil...
Sie weiß, wie man es macht. Sie ist gut und billig.
(Alle lachen) - Gut und billig?
Lasst mich in Ruhe. - Ist doch keine Schande.
Ja? - (Max) Ich sag's dir.
(Bernard) Viel Glück! - (Max) Da geht er hin.
(Lachen)
Hallo. - Darf ich?
Willst du eine Zigarette? - Nein danke.
Wenn du nachher nichts Besseres vorhast,
könntest du vielleicht mit mir etwas spazieren gehen.
Na, du weißt schon. - Ich verstehe nicht.
Wir beide könnten vielleicht... Du weißt schon. Wie mit Coogan.
Da, wo wir euch gesehen haben. - Hey.
Coogan ist mein Mann.
(Spanisch) Mein Freund.
Verstehst du? - Ja. Si.
Schon vor dem Krieg. Wir gehen in die Miliz.
Tut mir leid. - Wir kämpfen zusammen.
Tut mir echt leid. Entschuldige. Dann gehe ich jetzt wieder.
(Lautes Lachen)
Schamlose Bande!
Du... Mit dir gehe ich gleich mal raus.
(Max) Hast du dich gut amüsiert? - Ja.
(Leise Anweisung)
(Ruhige Musik)
(Pfiff)
Marcel. Schau mal. - Ja, David?
Hm? - Gefangene. Faschisten.
Nein. - Ein Offizier ist auch dabei.
Und von uns? - Ich sehe nur...
Gene, Coogan...
Jimmy.
Wo haben sie die erwischt? - Gute Frage.
(Bernard, Spanisch) Alle hier entlang.
Bist du für Franco? - (Soldat spricht Spanisch)
(Coogan) Vidal, dieser Arsch von Senor möchte mir dir reden.
Wir haben sie hinter den Linien gefasst.
Haben sich jedenfalls verlaufen.
(Coogan auf Spanisch) Rührt euch.
Wie heißt du? - José.
José. Hast du Hunger? - Si.
Nimm sie mit und gib ihnen was zu essen.
(Jimmy) Ja. Also vamonos.
(Spanisch) Wo willst du hin? Bleib hier.
Ich habe Fragen. - (Spanisch) Ich muss nicht antworten.
Ich bin Soldat, ich tue meine Pflicht.
Hilf lieber der vom Volk gewählten Regierung.
Das ist aber keine echte Regierung.
Also gut. Wie viele Soldaten unterstehen deinem Befehl?
Hm.
Habt ihr Maschinengewehre?
Hm? Artillerie?
Gehorchen deine Soldaten?
Sicher. Wir sind eine echte Armee.
Heftige Kämpfe in Spanien
Franco erhebt Anspruch auf Malaga Viele Todesopfer in Madrid
Bombenhagel auf Madrid
Nazi-Piloten schießen auf Zivilisten
Pst. Hola. Aqui.
(Spanisch) Es gibt Post.
Axel. - Wollen wir mal sehen.
Hübsche Farbe hat sie genommen. - Ja, hier.
(Spanisch) Madruga. Mit Parfüm für dich.
Jimmy. - Gracias.
Pigat.
Moment.
Nein, tut mir leid.
Coogan? - Hier.
Ah, schön.
(Spanisch) Pigat? Geht es dir gut?
(Maite) Pigat. Hey, Pigat! - (Mann) Pigat.
(Mann) Pigat!
Pigat!
(Maite auf Spanisch) Wo willst du hin?
Was ist los?
(Spanisch) Ich will nach Hause! - Was ist los?
Ich will nach Hause. - Wieso?
Ich muss da was regeln.
Bist du irre? Du kannst nicht einfach weg.
Ich bin freiwillig hier und gehe, wann ich will.
So geht das nicht.
Du kannst nicht einfach weg, hier herrscht Disziplin.
Meine Frau vögelt einen anderen. Wer soll das regeln?
Du? Vidal?
Okay.
Was willst du tun? - Den Kerl an den Eiern aufhängen.
Was würde das ändern? Was meinst du?
Was ändert das?
Ich würde mich besser fühlen.
Ich bitte dich, bleib hier bei deinen Kameraden.
Ich bin wegen meiner Tochter hier. Für ihre Zukunft.
Du hast eine Tochter?
Sie ist letzten Monat zwei geworden.
Wie heißt sie? - Lidia.
Wenn wir den Krieg nicht gewinnen, hat niemand eine Zukunft.
Weder Lidia, deine Frau, du oder ich, niemand.
Verstehst du?
"Auf den Fotos siehst du, wie kalt es war.
Der Regen machte alles zu eiskaltem Schlamm.
Ich glaube, wir haben nur Holz gesammelt.
Alles, was brennbar war und uns gewärmt hat.
Dieser Coogan ist ein Draufgänger. War bei der IRA.
Als Erster auf Patrouille und als Letzter zurück.
Er weiß, was er tut, aber er riskiert auch einiges.
Seine Freundin heißt Blanca. Die ist auch in unserer Gruppe.
Die ist eine starke Person und hat eine scharfe Zunge.
Sie sind nicht dauernd zusammen. Aber jeder weiß, sie sind ein Paar.
Am schlimmsten ist das Nichtstun.
Eigentlich sitzen wir nur rum und reden und politisieren.
Ich komme her für den Kampf gegen die Faschisten
und kann sie nicht mal angreifen.
Allerdings wird es jetzt doch noch etwas heißer.
Und nicht nur das Wetter. Wir greifen ein besetztes Dorf an.
Denk an uns. In Liebe...
David."
(Stille)
(Spannende Musik)
(Coogan) Die Tornister ab.
Auf geht's, ihr Tapferen!
(Rufe und Schreie)
(Schmerzensschrei)
(Schreie)
(Coogan) David, komm mit.
(Schüsse)
(Schüsse)
(Schüsse)
Die sagen, da sind welche in der Kirche.
Kommt.
Ja. Ja.
Weiter. Weiter.
In Deckung!
Komm.
(Stimmengewirr)
Was ist denn los? - (Schuss)
(Schuss)
(Schüsse)
Scheiße.
(Die Frauen schreien)
(Unverständliche Rufe)
Wirf eine Patrone rüber. Her damit. - Aber da unten sind Frauen!
Ich will eine Patrone haben! - Du riskierst ihr Leben!
(Schuss)
Coogan! Coogan!
Feuer!
Feuer einstellen!
(Stimmengewirr)
(Spanisch) Sprich mit mir.
(Blanca weint)
Sprich mit mir.
Sprich mit mir!
Sprich mit mir.
Sieh mich an. Sieh mich an.
(Sie weint)
(David weint)
(Stimmengewirr)
Das Schwein hat vom Turm aus geschossen!
(Stimmengewirr)
(Stimmengewirr)
(Spanisch) Seid still! - (Stimmengewirr)
Moment, Ruhe!
(Pigat) Sein Gewehr ist noch warm.
Ich habe nur eine Frage.
Hast du damit geschossen? - Nein.
Sag die Wahrheit: Hast du geschossen?
Nein.
(Mann) Da ist der Beweis. - Was ist das?
(Frau) Er ist ein Verräter. Tötet ihn!
(Stimmengewirr)
Er hat fünf Kameraden verraten, sie sind tot.
Er soll sterben!
(Stimmengewirr)
(Stimmengewirr)
(Sie spricht Spanisch) - (Spanisch) Was ist passiert?
Sie holten meinen Mann und rasierten mir die Haare ab.
Warum?
Warum? - Weil mein Mann in der Miliz war.
(Stimmengewirr)
(Bedrückende Musik)
(Entsetzte Rufe)
(Stimmengewirr)
(Sie spricht Spanisch)
(Spanisch) Sie waren Anarchisten.
(Deutsch) Die waren junge Anarchisten.
Jemand sagte dem Priester bei der Beichte, wo die waren.
Er sagte es den Faschisten. Er wusste, die bringen sie um.
Du Mörder!
Wir müssen ihn töten.
Er hat unsere Kameraden verraten.
(Stimmengewirr)
(Spanisch) Wir sehen euch in drei Tagen.
(Spanisch) In drei Tagen? - In zwei oder drei Tagen.
(Er spricht Spanisch)
(Deutsch) Ich bleibe mit 20 Mann hier. Drei Tage.
(Leises Gespräch auf Französisch)
Sehr hübsch. Wirklich. Sehr hübsch.
Freut mich, dass du französischen Geschmack schätzt.
Hallo, Kumpel.
Gout francais. Le gout francais.
Gracias, amiga.
(Schluchzen)
Blanca, ich...
Ich wollte nur sagen, wie leid es mir tut,
was passiert ist.
Ich habe nicht geschossen, und die haben ihn erwischt.
So war das.
Ich meine, er war ein guter Mann. Er war ein mutiger Mann.
Wir werden ihn alle vermissen.
Ich weiß.
Das weiß ich.
(Sie schluchzt)
Na komm.
Als ich ihn das erste Mal sah, hat er gespielt auf...
Ach, wie heißt das denn? - Gitarre?
Nein. Ja, die war aber kleiner.
Banjo? - Ja.
Das hat er gespielt. Banjo.
In Bars und Cafés.
Tut mir leid. Es war meine Schuld.
Nein. - Ich bin schuld. Ich habe nämlich...
Nein. Nicht du hast ihn umgebracht.
Aber... - Die Faschisten.
Er sagte, er will Patronen. Ich sagte, ich gebe dir keine.
Das könnte jedem von uns passieren. Früher oder später.
(Melancholische Musik)
(Spanisch) Wir empfinden heute große Trauer. Wirklich.
Aber das darf uns nicht aufhalten.
Die Kameraden sind nicht umsonst gestorben.
Josefina, Sebastian, Teresa, wir alle...
kämpfen für die gleiche Sache.
Wir machen weiter,
wir hören nicht auf.
Das hätten sie so gewollt.
Sie sind hier bei uns
und kämpfen für das Gleiche.
(Spanisch) Wir lassen sie in der Erde.
Aber diese Erde gehört nun uns, Kameraden.
Dieser Ort gibt uns die Kraft, weiter zu kämpfen.
Der Kampf ist lang und die Feinde zahlreich.
Aber wir sind mehr.
Wir werden immer viel mehr sein.
Die Zukunft gehört uns!
Der Kampf geht weiter. Sie kommen nicht durch.
Wir werden siegen.
(Er singt "La Internacional")
(Die anderen stimmen ein)
(Sie singen)
(Das Lied ist weiter zu hören)
(Sie singen)
(Spanisch) Es lebe die Revolution! - Tod dem Faschismus!
(Leises Stimmengewirr)
(Leises Stimmengewirr)
(Mann auf Spanisch) Kommt, setzt euch.
(Stimmengewirr)
Gut, Kameraden. Don Julians Haus gehört nun dem Volk.
(Jubel und Applaus)
Fangen wir an.
Wer spricht zuerst?
Teresa. - Wir müssen verstaatlichen.
Die Leute an der Front haben nichts zu essen,
und im Dorf haben die Faschisten nichts übrig gelassen.
Die Lebensmittel im Dorf decken nicht den Bedarf.
Wir müssen kollektivieren, und zwar bald.
Wir brauchen Lebensmittel,
für die Menschen und die Kameraden an der Front.
Ich bin einverstanden mit einer Kollektivierung des Landes
oder mit einer Aufteilung, in welcher Form auch immer.
Aber so, dass jeder seinen Anteil bekommt.
(Sie sprechen durcheinander)
(Laute Diskussion)
Moment, lasst ihn reden. José?
Ich bearbeite mein Land auf meine Art.
Es ist fast nichts, aber alles, was ich habe.
Ich habe es bearbeitet
und all meine Zeit da hineingesteckt.
(Laute Diskussion)
(Stimmengewirr)
(Anführer) Moment. Miguel, was willst du sagen?
Ich möchte unserem Kameraden sagen,
dass es gut ist, wenn er sein Land bearbeitet,
aber noch besser, wenn wir es alle gemeinsam bearbeiten.
Wenn es Zeit zum Ernten ist, isst du dann den Weizen allein?
Oder alle Kartoffeln? (Er antwortet auf Spanisch)
Nein, aber wir brauchen das alles,
um die Revolution weiter am Laufen zu halten.
Die Revolution muss weitergehen. Warte nicht auf morgen.
(Anführer) José, es geht nicht nur um das Land.
(Stimmengewirr)
(Anführer) Moment. Moment, Miguel, lass Aniceto sprechen.
Miguel.
Die Revolution ist wie eine trächtige Kuh.
Wenn wir ihr nicht helfen, sterben die Kuh und das Kalb,
und die Kinder hungern.
(Stimmengewirr)
(Man versteht sie nicht)
Vergesst nicht, dass Kameraden im Kampf gefallen sind.
Wir müssen verstaatlichen, das Volk braucht Essen.
Der begonnene Kampf muss weitergehen.
Aber Menschen sind verschieden.
Manche verstehen es zu arbeiten, andere nicht.
Ich habe mir alles selbst erarbeitet.
(Lautstarke Diskussion)
(Anführer) Moment, Paco ist dran.
Es ist wichtig, die Ernte zu verbessern.
(Mann) Wir müssen mehr anbauen.
Andere Dörfer haben ihre Produktion schon gesteigert,
durch gemeinsamen, rentableren Anbau.
(Laute Diskussion)
Mit einem Traktor schaffst du das Fünffache wie mit dem Esel.
(Diskussion und Stimmengewirr)
(Er argumentiert, andere fallen ihm ins Wort)
Moment, nicht alle auf einmal! Moment.
Sebastian.
Wir wissen aus anderen Dörfern, dass es funktioniert.
Wir sollten privates Eigentum abschaffen.
Niemand besitzt mehr etwas.
Wir teilen alle Ressourcen
und teilen sie nach Bedarf.
Wer eine Kuh braucht, bekommt sie.
Wir haben alle vier, fünf Kinder
und reißen uns alle den Arsch auf wie du.
(Sie sprechen durcheinander)
(Stimmengewirr) (Anführer) Moment, Kameraden.
(José) Wir haben Kameraden unter uns,
die wissen, wie es anderswo zugeht.
Die haben uns hier auch geholfen.
Teresa, Pepe hat recht.
Die Kameraden haben gesehen, wie es in anderen Dörfern läuft.
(Anführer) Sie dürfen auch sprechen. Dies ist eine offene Versammlung.
Die Versammlung ist offen, und wir gehören dazu.
Wenn du was sagen willst... - Das ist eure Entscheidung.
(Maite übersetzt, was Gene sagt)
(Alle reden durcheinander)
Also ich sage, was ich meine, und...
Wenn es einer anders sieht, soll er es sagen.
(Maite übersetzt, was Gene sagte)
Si? Okay...
Ihr solltet dieses Anwesen, dieses Land,
unter den Dorfbewohnern aufteilen.
(Sie übersetzt ins Spanische)
Das wurde in dem Erlass im Oktober ausdrücklich aufgeführt.
(Sie übersetzt ins Spanische)
Aller Besitz von Personen,
die am Aufstand beteiligt waren, wird konfisziert.
(Anführer) Hier liegt das Problem anders.
(Stimmengewirr)
Ich verstehe.
Ja, ich verstehe das.
Ich spreche nicht für die Großgrundbesitzer.
Wie heißt er? Pepe?
Ja. - Was macht ihr mit Pepe?
Der ist Pachtbauer und hat ein paar Morgen Land.
Oder mit einem Handwerker?
Das sind Antifaschisten. Was tut ihr dann?
Auf dem Papier klingt das toll.
Aber es ist nicht sinnvoll, weil es bedeutet:
Die Bauern gegen die Antifaschisten.
Ihr kämpft jetzt und braucht Nahrungsmittel.
Gene, ich denke, den privaten Grundbesitz
muss man vollkommen aufgeben, vergessen, streichen,
weil die Menschen bleiben in kapitalistischer Mentalität.
Ja. Ich bin nicht hier und plädiere nicht für den Privatbesitz.
Ich weiß, was Privatbesitz erzeugt. Das meine ich nicht.
Das ist nicht der Moment für Sozialismus-Diskussionen.
Wir bekämpfen den Faschismus.
Du glaubst wirklich,
dieser Mann spricht über das Lehrbuch vom Sozialismus?
Nein, das glaube ich nicht.
Also ich bin absolut seiner Meinung.
Ich bin für die Kollektivierung.
Aber diese Menschen können nichts kollektivieren, wenn sie tot sind.
Das ist deine persönliche Meinung. - Ja.
In meinem Dorf hat keiner gewartet,
bis die Regierung sagt: "Wir geben euch Land."
(Sie spricht Spanisch)
(Stimmengewirr)
Lasst uns über dieses Dorf hinaus sehen, auf etwas viel Größeres.
(Sie übersetzt ins Spanische)
Die spanische Bevölkerung hätte allein Franco erledigen können.
(Sie übersetzt)
Aber ihr habt auch noch Mussolini und Hitler auf dem Hals.
Das wissen wir doch auch. - Das ist nichts Neues.
Außer von Russland und Mexiko
werdet ihr von der Welt im Stich gelassen.
Die verkaufen den Republikanern keine Waffen.
(Sie übersetzt)
Freilich, das sind kapitalistische Länder.
Kapitalistische Länder.
Wenn ihr ihre Hilfe wollt, dann mäßigt eure Parolen.
(Maite übersetzt)
(Stimmengewirr)
(Alle reden durcheinander)
(Spanisch) Ich bin aus Deutschland. Wir wollten eine Revolution.
Und was ist passiert? Wir waren die stärkste Bewegung in Europa.
Die am besten organisierte Arbeiterbewegung.
Wir waren sechs Millionen Arbeiter in den Verbänden.
Und was ist passiert? Hitler.
Und was kam dabei raus? Hitler.
(Max) Die Sozialisten und Kommunisten sagten uns...
(übersetzt) Wir wollen die Revolution nicht jetzt.
(Lautes Stimmengewirr)
(Spanisch) Macht die Revolution jetzt!
(Laute Diskussion und Stimmengewirr)
(Spanisch) Wenn die Menschen sehen,
dass man über sein Leben und sein Land selbst bestimmen kann,
wenn die Kollektivierung real wird,
wird es für die Menschen in Deutschland und Italien möglich,
unserem Beispiel zu folgen.
(Maite) In anderen Ländern werden die Bauern und Arbeiter dann sehen,
dass die Macht in ihrer Hand ist.
(Stimmengewirr)
(Maite) Die Leute denken, sie haben etwas, aber sie haben nichts.
Wir müssen ihnen zeigen, dass wir...
Wir sind am Leben und haben Macht.
Wir müssen nicht von der Angst gepackt werden.
Wir sind am Leben. Irgendwann sterben wir, aber noch leben wir.
(Jubelrufe und Applaus)
In Frankreich sehen alle Arbeiter im Moment auf uns in Spanien.
Und bestimmt alle in der ganzen Welt.
Und ich denke,
es ist der gute Augenblick, füreinander zu kämpfen
und nicht gegeneinander.
Wir alle wissen nun, wie hoch der Preis ist...
für die Freiheit.
Und wir haben viele Freunde verloren.
Gene, was du sagst, ist überzeugend. Aber ich möchte dich was fragen.
Wen willst du beschwichtigen? Ausländische Regierungen und Banken?
Deine Revolution ist nichts anderes als eine radikale Neuverteilung.
Was wird diese Leute beschwichtigen?
Sie beschwichtigt nur,
wenn die Ideen verwässert sind und nichts mehr bedeuten.
Ich gebe dir recht, wenn du sagst,
dass sie auch sehen sollen, was in der Welt draußen passiert.
Aber nicht nur auf die Banken und Regierungen.
Wir müssen auch darauf sehen, dass in diesem Land
zwei Millionen Bauern sind, die kein Land besitzen.
Sie sind verdammt zu einem Leben im Elend.
Wenn wir jetzt nichts tun, stirbt die Revolution.
Nichts ändert sich, und alles war umsonst.
Alles steht und fällt mit der Idee.
Die Leute hier werden dran glauben müssen, mit oder ohne Ideen.
Wenn Franco gewinnt, bringt er eine Million Leute einfach um.
Wir zählen nicht mehr als ein Stück Scheiße.
Ja. - Genau.
Wenn wir verlieren, was haben wir von der Ideologie?
Die Ideologie ist doch nicht irgendwas im Buch.
Das muss was Lebendiges sein für Menschen.
(Frau) Ich finde, wir müssen es wagen.
Was tun wir? Elend, Hunger, Verzweiflung.
Der Faschismus kann wiederkommen und uns töten,
aber ich finde, es lohnt sich, mit der Kollektivierung weiterzumachen
und unsere Lebensverhältnisse zu verbessern.
(Diskussion, vereinzelter Applaus)
(Stimmengewirr)
(Spanisch) Lasst uns abstimmen.
Alle, die für die Kollektivierung sind.
Dafür?
Alle, die dagegen sind.
Freunde, die Kollektivierung der Landbesitze ist beschlossen!
(Triumphale Musik)
(Applaus)
(Sie singen ein Lied)
Geht's? Soll ich dir was abnehmen?
Mir? Wieso? - Na, vielleicht tut dir der Fuß weh.
Es geht schon, danke. - Ach, schon gut.
Hola. - Hola.
Und ihr redet übers Armsein? - Wer?
Du und Coogan in der Nacht.
Wir sprachen über unsere Kindheit. - Ich sage dir, was arm ist.
Zwei Pesetas am Tag für Feldarbeit, wenn du Glück hast.
Landarbeiterfamilien, die in Höhlen leben.
Das ist arm.
Darum brauchen wir die Revolution.
Hey. - Vorsicht!
(Stimmengewirr)
Mierda!
(Lachen und Pfiffe)
Lach nicht! - Tue ich nicht.
Ich habe es gesehen. - Ich habe nicht gelacht.
Brauchst du Hilfe?
Nein, ich sehe schon. - Noch ein Wort...
"Ich will sagen, ich bin nicht mehr der Gleiche.
Es ist, als stünde ich auf einer höheren Ebene.
Verstehst du?
Mein Blick geht weiter.
Ich bemerke vieles, an das ich früher nie dachte.
Ich kam her mit einer romantischen Vorstellung.
Aber im Krieg sterben Menschen.
Freunde wie Coogan und die Frauen und Kinder, die im Dorf starben.
Das alles ist jetzt ein Teil von mir und wird es immer bleiben.
Gestern warfen die Faschisten Flugblätter ab.
Darauf steht, dass sie gewinnen.
Was sonst in Spanien passiert, weiß ich nicht.
Aber wir an der Aragon-Front halten uns.
Wenn wir nur ordentliche Waffen hätten.
Vielleicht kommt doch eine russische Panzerkolonne.
Hoffen wir's."
(Sie singen ein ruhiges Lied)
Liebe Genossen, hört mal bitte.
Ich muss zum Kommandoposten zu einer sehr wichtigen Besprechung
mit dem Generalstab der Kolonne.
Ich sage deshalb "sehr wichtig",
weil wir dort diskutieren werden
über unsere Integration in die neue spanische Volksarmee.
Die Regierung in Valencia sagt: "Keine Miliz mehr."
Wir müssen uns dem Kommando der neuen Volksarmee unterstellen,
unter kommunistischer Führung.
Wenn wir uns weigern, liefern sie uns keine Waffen mehr.
Dann haben wir keine Waffen mehr. Versteht ihr?
Ja, dann stimmen wir ab.
Votamos. - Vamos.
(Pigat) Darf ich etwas sagen?
(Spanisch) Einen Moment.
Das könnte das letzte Mal sein,
dass wir als Miliz etwas entscheiden.
Ich meine, wir könnten uns eingliedern
zusammen in die Volksarmee und Waffen bekommen.
Alle in einer Einheit als Milizsoldaten.
Du bist ein Träumer. - (Spanisch) Unmöglich.
Wir sollten versuchen, die Situation realistisch zu sehen.
Egal, wer uns Waffen gibt, die Russen oder wer auch immer...
Sie geben uns keine, wenn wir nicht dafür ausgebildet sind.
Darum ist es einleuchtend,
dass wir in einer regulären Armee die beste Ausbildung kriegen.
Es spricht nichts dagegen. - (Bernard) Alles spricht dagegen.
Die Schaffung dieser neuen Armee mit Disziplin und Hierarchien
wird die revolutionäre Stimmung der Leute kaputt machen.
Genau das erwarten die Stalinisten. - Was?
Das ist doch widersinnig. - Genau.
Die kommunistische Partei wurde für die Revolution gemacht.
Warum sollten sie das unterdrücken? - Richtig.
Die sind nicht mehr revolutionär. Die Milizsoldaten sind das Herz.
Stalin fürchtet uns.
Er will Verträge mit dem Westen abschließen.
Mit Frankreich hat er das schon getan.
Und wenn er Verträge und Abkommen schließen will,
dann muss er unbedingt respektabel und verlässlich sein, klar?
Also wenn er uns unterstützt und unsere Revolution
dann ist er nicht mehr respektabel.
Deswegen sind wir...
Deswegen sind wir eine Bedrohung für Stalin.
Und für die anderen Länder.
Ich weiß nicht. - Es stimmt.
Das mag alles sein. Ist möglich. Ich weiß es nicht, ja?
Aber mit Amateuren gewinnen wir nicht.
Ich bin kein Amateur. - (Maite) Wir waren nicht schlecht.
Wir waren gar nicht so schlecht. Also bis jetzt. Oder Gene?
(Pigat) Und das ohne Gewehre.
Wir befreiten Valencia, Madrid... - Ich weiß.
Wir verloren Malaga, Toledo und mehr.
Wir müssen sehen, dass es sich hier um Erpressung handelt.
Sie werden Bedingungen stellen. Die wollen uns nicht als Verbündete.
Stimmen wir ab. - Ja.
Lassen wir sie wissen, was wir denken.
Wenn unser Generalstab unsere Organisationen behält,
unterstützen wir ihn darin, ja?
(Zustimmende Äußerungen)
Ja. - Alle?
Si. - (Mann) Uno, dos, tres, quattro...
Eine klare Mehrheit.
(Er spricht Spanisch)
(Unverständlich)
(Spanisch) Seht her. Das hier...
Die Patrone steckt ihr hier rein.
Ja? Alles klar? - (Spanisch) Ja.
Das ist alles.
Dann macht ihr... die Sicherung weg.
Jetzt ist es bereit...
Si, si, claro. - Zum Schießen.
Dann komm mal, Mr Laurel.
Unglaublich diese Ähnlichkeit. Unglaublich.
Sogar derselbe Hundeblick.
Du musst das Gewehr stärker gegen die Schulter drücken.
Feuer.
(Schuss)
Wie geht's der Schulter? - (Unverständlich)
Du hast Angst vor dem Gewehr? - Ja.
Du musst es gut festhalten. So.
Und nicht gewaltsam am Abzug ziehen.
Drück ihn wie die Brüste einer Frau.
Verstanden? - Companero...
Hast du das schon mal? - Was?
Hast du schon Frauenbrüste gedrückt? - Ja.
Na klar hast du das. - Einen Moment, bitte.
Si.
(David schreit auf)
David.
Scheiße! - (Madruga) Kommt schnell her!
(Leises Stimmengewirr)
Scheiße!
Schlimm? - Nein.
(Spanisch) Holt einen Stock.
Einen Stock! - Bleib ruhig.
Hat es ihn erwischt? - Er muss ins Krankenhaus.
Was ist passiert? - Das Gewehr ist explodiert.
Oh mein Gott. - Scheißding!
Für diese Ausrüstung hast du gestimmt!
Das weiß ich! - Hast du nichts Besseres zu sagen?
Lass ihn. Siehst du nicht?
Ja, ich sehe einen Haufen blöder, lebensmüder Idealisten!
Seht ihr es nicht? Es ist vorbei! - Bitte!
Ich halte das nicht mehr aus. Mir reicht's!
Ich kann nicht mehr zusehen, wie ihr aus Blödheit sterbt!
Ich gehe! Ich habe die Nase voll! David, sei klug und tu es auch!
Scheiße!
(Jimmy) Haben deine Augen was abgekriegt?
Nein. - Geht's so?
(Jimmy) Du hast Schwein gehabt. - Mach die Augen auf.
Wie weit ist es bis dahin? - Etwa sechs Kilometer.
Die flicken dich zusammen und bringen dich ins Krankenhaus.
Danke.
Wenn du aus dem Krankenhaus kommst,
brauchst du einen Platz, wo du dich erholen kannst.
Ja. - Ich weiß etwas.
Eine Pension, wo immer die P.O.U.M-Leute sind.
Ah. - Willst du die Adresse?
Ja, das wäre gut.
Danke. Warst du auch schon mal in dieser Pension?
Ja, manchmal. Ich kenne die Wirtin.
Da wirst du sein.
Sag ihr meinen Namen.
Mache ich. Ich sage: "Blanca schickt mich.
Haben Sie ein schönes Zimmer für mich?"
(Er schreit auf)
Pass auf dich auf. - Du auch.
(Ruhige Musik)
(Unverständlich)
(Spanisch) Ist diese Pension hier in der Nähe?
Die Pension "Adela"?
(Stumme Szene)
(Spanisch) Hallo?
Haben Sie ein Zimmer für mich? - (Spanisch) Wer sind Sie?
Ähm... Meine Freundin... Blanca...
hat mich geschickt.
Ich mag englische Gäste, sie sind sauber und ordentlich.
(Eine Frau singt)
Ist das mein Zimmer? - Ja.
Si.
(Eine Frau singt)
(David singt)
Hola. - Hallo.
Wie geht's dir? - Sehr gut. Was machst du denn hier?
Freust du dich denn nicht? - Doch. Ich bin nur überrascht.
Und was macht der Arm? - Oh, viel besser.
Die Fäden wurden vor zwei Tagen gezogen.
Äh, wieso bist du denn hier?
Bernard hat mir sieben Tage Urlaub gegeben.
Ich wollte dich überraschen. - Das ist dir gelungen.
Ich habe Wein besorgt. Steht auf dem Tisch.
Gut.
Nimm dir schon. Schenkst du mir auch ein?
Si, claro. - Bitte.
Wie geht's Bernard? - Gut.
Weißt du es schon?
Frauen dürfen nicht mehr kämpfen. - Ja, habe ich gehört.
Ich kann Krankenschwester sein, einen Lastwagen fahren...
Ich darf kochen,
aber ich darf nicht mehr mit einem Gewehr schießen.
Ich soll wissen, wo mein Platz als Frau ist.
Maite wird kochen.
Nein. - Ja.
Sie wird die schlechteste Köchin bei der Miliz sein.
Aber es stimmt, als Köchin kann ich sie mir gar nicht vorstellen.
Es verändert sich alles so schnell. - Ja.
Was hat Vidal dazu gesagt? - Nein, bitte...
Ich will nicht darüber reden.
Ja? Gut. - Heute möchte ich das vergessen.
Patronen, Schützengräben...
Politik, Töten, Verräter...
Ich will mich wieder mal wie ein Mensch fühlen.
Salud. - Salud.
Zieh dein Hemd aus. - Was?
Na komm.
Ja, gleich. - Zieh dein Hemd aus.
Ja. Da sind Knöpfe dran, weißt du?
Vorsichtig. - Moment.
(Sanfte Musik)
(Lautes Klopfen)
(Lautes Klopfen)
(Lautes Klopfen)
(Lautes Klopfen)
Was hat das zu bedeuten? - Guardias de Asalto.
Die Polizei von früher. Jetzt sind sie wieder da.
Wir an der Front kriegen keine Waffen.
Hier sind die Polizisten bis an die Zähne bewaffnet.
Ich mache uns mal Kaffee.
Hast du Streichhölzer? - Was?
Ich finde keine. - In meinem Rucksack.
Was ist das? - Was?
Das. Wir haben solche Uniformen nicht bei den Milizen.
Also ich...
Ich wollte es dir noch sagen.
Ich bin nicht mehr bei der Miliz.
Ich bin jetzt bei den internationalen Brigaden.
(Sie flucht auf Spanisch)
Du warst dafür, dass die Milizen bleiben sollten.
Ich habe es mir anders überlegt.
Ist es vielleicht wegen Gene? - Nein.
Am nächsten Tag ist er gegangen. - Nein, deswegen nicht.
Ich bin Mitglied der kommunistischen Partei.
Aber du hast mit uns gekämpft. Mit der P.O.U.M.
Ja, und was ist mir passiert? Jetzt habe ich Eisen im Arm.
Du weißt doch, warum so was passiert.
Du weißt, dass sie uns keine Waffen geben.
David, die Stalinisten verraten die Revolution.
Das glaube ich nicht. - Sprich mit La Batalla.
Nein. Ich habe im Krankenhaus mit anderen darüber geredet.
Unsere Führer wurden rausgeworfen! - So ist Politik.
Nein! Sie wollen uns verbieten.
Sie sagen, wir sind sozialistische Faschisten.
Und du weißt das.
Sie verboten unsere Zeitungen, verhafteten Journalisten...
Man redet von Folterkammern. Camaras de tortura.
Ich muss das erst selbst sehen.
Aber du siehst das nicht.
Du willst das gar nicht sehen!
Warum hast du es mir gestern nicht gesagt?
Ich habe es dir sagen wollen. - Gemeiner Lügner!
Ich wollte es dir aber... Blanca.
Scheiße.
Ich kam her, um für den Sozialismus zu kämpfen, für die Republik...
Ich kann das am besten bei den internationalen Brigaden.
Und wenn das wahr ist, gibt es einen Grund dafür.
Eine Erklärung. - Es ist wahr.
Und die Erklärung heißt Stalinismus!
Ach komm.
Was willst du jetzt tun? - Ich gehe zurück an die Front.
Ach, hör doch. Komm... Blanca.
Verdammt, Blanca.
Hör doch!
Blanca?
Pass auf dich auf, ja?
Bitte.
In Liebe B.
WEHRMACHT WIRFT BOMBEN AUF GUERNICA
"Deswegen bin ich in Barcelona. Das alles ist schwer zu erklären.
Der gemeinsame Kampf wird zum Kampf gegeneinander.
Jeder misstraut jedem.
Die Anarchisten ziehen an einem Ende, die Kommunisten am andern.
Ich muss der Partei glauben. Die wissen sicher, was sie tun."
VERSCHWÖRUNG SPANISCHER TROTZKISTEN MIT FRANCO
"Die Stadt ist wie ein hochexplosives Pulverfass.
Überall Lastwagen voller Sturmgardisten.
Und jetzt gibt's Krach um das Telefonamt.
Die Polizei hat es gerade besetzt.
In den Straßen wird gekämpft.
Barrikaden überall, Schießereien, Genossen gegen Genossen.
Die Faschisten lachen sich tot.
Egal. Ich soll mich einer Abteilung der Regierungstruppen anschließen.
Wir verteidigen das Hauptquartier der kommunistischen Partei."
(Rufe und Schüsse)
(Stimmengewirr)
(Unverständlich)
David.
(Durchsage) Die Besetzung der Telefonica
ist eine Kriegserklärung gegen die Arbeiterklasse.
(Mann) Was macht die P.O.U.M?
Ein Generalstreik wurde ausgerufen, mit Ausnahme von Waffenproduzenten.
Fabriken und Werkstätten stellen die Arbeit ein.
Die Barrikaden der Freiheit wurden wieder in der Stadt aufgestellt.
Bewaffnet euch... (Schuss)
(Schüsse)
(Spanische Rufe)
(Schüsse)
(Unverständlich)
(Spanisch) Ihr sollt Faschisten töten, nicht euch gegenseitig!
(Sie schimpft weiter) Gehen Sie nach Hause!
Verschwinden Sie! Sie werden verletzt!
(Spanisch) Was machen Sie da?
Was sagst du?
Wir haben nichts zu essen!
Hörst du? Wir müssen etwas auf den Tisch stellen können!
(Stimmengewirr) (Mann) Gehen Sie aus dem Weg!
(Schuss)
(Schuss)
Entschuldigung.
(Spanisch) Entschuldigung! Freundin!
Entschuldigung! - (Schüsse)
Mistkerle!
(Spanisch) Hey, Stalins Handlanger! In welcher Division warst du?
In der Karl-Marx-Division! Und du? In der dritten Division?
Nein, du Mistkerl! In der Durutti, der besten!
Ihr kennt nicht mal euren Feind, Idioten!
(3. Mann) Ihr habt die Revolution verraten!
(Eine Frau ruft etwas) Das ist eine Lüge!
Ihr habt die anti-faschistische Front zerbrochen!
Blödsinn!
(Spanisch) Ich war an der Front! - (Deutsch) Wo kommst du denn her?
Wo kommst du her? - Manchester.
Ich bin aus Liverpool. - Was machst du denn hier?
Keine Ahnung. Wieso bist du nicht bei uns?
Wieso bist du nicht hier bei uns?
Das weiß ich auch nicht.
(Spanisch) Was kocht ihr, Mistkerle? - Würstchen und Bohnen!
Habt ihr Hunger? - Und wie!
Hier habt ihr eins!
(Explosion und Schreie)
Shit! Blödsinn!
(Spanisch) Nicht mehr. Nie. - (Spanisch) Warum?
Das sind Feinde. - Wir sind keine Feinde.
(Spanisch) Er kam von der Front.
Er war am Verhungern. Ein Desaster.
Welche Front? - Aragon.
Die Miliz ist ein Desaster. Alle spielen den Boss.
Man sagt, sie können nicht einmal Gewehre laden.
Ich habe gehört, dass die Frauen von der Miliz
die Faschisten nicht töten, sondern ficken.
(Stimmengewirr)
Die machen nichts.
Sie geben vier unerfahrenen Männern Gewehre...
Das ist gelogen!
Ich war an der Front.
Ich bin in der Miliz.
Du bist in der Miliz? - Ja.
Er kann nicht mal sprechen. - (Deutsch) Was?
Was redest du da, du kleines Wickelkind?
Ihr könnt mich mal. - Ich bin ein Kind?
Ja, ein Kind. Nino.
Si? Du hast keine Ahnung. Setz dich, Arschloch!
(Stimmengewirr)
Ich werde es dir zeigen, du verdammte kleine Rotznase!
Dreckiger kleiner Hosenscheißer!
(Stimmengewirr)
(Inhaber) Was ist hier los?
(Stühlerücken)
(Spanisch) Seid ihr verrückt?
Was glaubt ihr, was los ist?
Was glaubt ihr, was hier los ist?
Schließen sich P.O.U.M und CNT zusammen, sind wir am Ende.
Das passiert hier.
Müssen Ausländer uns das sagen? - Ist doch gut, dass sie hier sind.
(Melancholische Musik)
(Ruhige Musik)
(Stumme Szene)
Lazarus. - Ja, zurück von den Toten.
(Jimmy) Aus der Fremde. - Nicht vergessen.
(Sie sprechen Spanisch)
(Jimmy) Roca! Andres! - Que tal amigo?
Ja? - Muy bien.
Cóme estás? - Bien.
Hola. - Haben sie dich umgedreht?
Ja, in Barcelona wird alles umgedreht.
Und wer ist jetzt oben? - Die Kommunisten.
Hola. - Hola.
Du bist ein Spion der Kommunisten? - Ja.
Du blöder Engländer. Bist willkommen.
Schön, dich zu sehen. - (Stimmengewirr)
Maite!
Mira. - Hola, amiga.
Que tal? - David.
Wieso bist du hier? - Weil ich Hunger habe.
Sehr gut. - Du bist Küchenchef?
Im Ernst. Was ist denn passiert?
Was steht auf der Speisekarte? - Zur Abwechslung Bohnen.
(Mann) Die kocht entsetzlich gut. - (Maite) Geh zum Teufel.
(Mann) Da kocht die Großmutter.
(Er spricht Spanisch) Das weiß ich nicht.
Hola.
Que tal?
Muy bien, y tu?
Si, bien.
Was tust du hier?
Hast du mit eigenen Augen gesehen? - Ja.
Ich habe eine Menge gesehen. Auch was ich nicht sehen wollte.
Alles klar?
Ja.
Gut.
Amiga.
Ich bin froh, dich zu sehen. - Ja.
Si, si, si. Yo tambien.
"Die Partei ist verrottet, Kitty.
Ich dachte nicht, dass ich das mal sage.
Sie ist verdorben und korrupt.
In Barcelona habe ich gesehen, wie Genossen exekutiert wurden.
Andere verschwanden in Folterkammern.
Stalin benutzt die Arbeiter wie Schachfiguren,
um mit ihnen zu spielen und zu opfern.
Hier hat sich einiges verändert.
Einige fehlen.
Sie ertrugen die internen Kämpfe nicht.
Wir haben ganz schön was abgekriegt.
Man munkelt, wir greifen bald groß an.
Und immer noch keine Waffen. Keine Hilfe.
Aber diesmal gewinnen wir. Wir sind guten Mutes."
(Sie singen)
Cómo estás?
(Sie singen)
Vale.
(Das Lied geht weiter)
(Aufschrei)
(Schüsse und Stimmengewirr)
(Bernard) In Deckung!
Viva!
Medico!
Medico!
(Spanisch) Wir haben Verluste. Sie bombardieren uns.
Die drei, vier, zwei...
Hör mir zu...
Wo bleibt die versprochene Verstärkung?
(Schüsse)
Was ist das für eine Position? Niemand ist hergekommen.
Du verstehst überhaupt nichts!
Du verstehst nichts!
Wir können nicht standhalten!
Diese stalinistischen Schweine. - Das könnte längst vorbei sein.
Wir hätten den Hügel nehmen sollen. - Die haben uns sitzen lassen.
Madruga. Madruga. - Si?
(Er spricht Spanisch)
Ich brauche Munition! - (Bernard) Ich muss zu Vidal.
Bernard, warte. - Meinst du, ich gehe spazieren?
(Explosion) Ah!
(Schuss)
(Jimmy) Du lieber Gott! - Die wissen doch, wo wir sind.
Wo bleiben die Sturmtruppen?
Die Ärsche hocken in der Etappe. Das können wir auch, du Arschloch.
Wir singen einfach.
Wir können nicht hierbleiben. - Nein.
Wir müssen die Stellung halten. Wir müssen bleiben.
Nein, wir haben keine Waffen! - Wir müssen zeigen, wer wir sind!
Die wissen genau, was hier passiert.
Niemand schickt uns Waffen. Wir werden alle hier sterben.
Wir kämpfen weiter. - So hilfst du ihnen.
Dann sehen sie, warum wir Kämpfer sind.
Wir kämpfen weiter.
Das ist ein Befehl.
(Sie diskutieren auf Spanisch)
Ja, Kommandant. Sofortiger Rückzug.
Warum geben Sie mir diesen Befehl,
obwohl wir eben die Stellung halten sollten?
Und... Hören Sie mir zu!
Warum haben wir hier unsere Leben riskiert,
während wir auf Verstärkung gewartet haben?
Zu Befehl, Kommandant.
Madruga, Andres, kommt her!
Und der Rest, schnell.
Garibaldi, Roca, wir gehen auf die alte Position zurück.
Komm, Roca. Gehen wir.
Bernard nach links mit Jimmy. David auf diese Seite. Kommt.
Schnell! Sanitäter!
Los, David!
Geht zurück!
Los, zurück!
Los!
(Schüsse)
(Schmerzensschrei) Jimmy!
Blanca, komm her!
Sanitäter! Ein Schwerverletzter!
Schnell!
Durchhalten, Jimmy! - (Stöhnen)
Sei mutig!
Bleib ruhig.
Oh Gott! (Unverständlich)
Mach schnell. (Jimmy stöhnt auf)
Schau mal, die Kavallerie ist da.
Sind etwas spät dran, falls sie kämpfen wollen.
(Befehle auf Spanisch)
Hey, Gene. Gene! - Gene.
Was machst du hier? - (Spanisch) Ruhig.
Hört auf ihn. Bleibt ruhig.
(Deutsch) Sie sollen ruhig bleiben. Hört auf ihn.
(Spanisch) Ruhe! - (Spanisch) Was ist los?
Hört zu. - Lasst sofort eure Waffen fallen.
Befolgt den Befehl!
Lasst die Waffen fallen! - Was ist los, Gene?
Das ist ein Befehl. - Was bedeutet das alles?
Können wir wissen, warum? - Befolgt den Befehl!
Ich weigere mich! - Befolgt den Befehl!
Diese Einheit wird ab sofort aufgelöst!
(Protest) (Offizier) Ruhe!
Ihr könnt nach Hause gehen.
Außer der folgenden Personen, die festgenommen werden.
(Protest) - Ruhe!
Juan Vidal.
Bernard Goujon.
(Er spricht Spanisch)
Miguel Angel Campos.
Rafael Jimenez. - Ihr spinnt!
Was wird uns vorgeworfen?
Die P.O.U.M. ist jetzt illegal.
(Lauter Protest)
Eure Zeitung wurde verboten und eure Anführer verhaftet.
(Mann) Wie lautet die Anklage? - Konspiration mit den Faschisten.
Und Kollaboration mit Franco.
(Deutsch) Das glaubst du, Gene? - (Spanisch) Ist das Konspiration?
Ist das eine Konspiration?
(Mann) Si.
Das ist eine Lüge!
Sieh mir ins Gesicht!
(Spanisch) Das liegt an euren Anführern!
Das ist ein stalinistisches Komplott!
Die verarschen euch. - (Stimmengewirr)
Was ist mit Sietamo? Alcubierre?
Lecinena? Casetas de Quisena? Tierz?
Navales?
Alles Orte, die von der P.O.U.M. befreit wurden!
Waren das vielleicht Faschisten? - Navales.
(Stimmengewirr)
Estrecho Quinto? La Naja?
Les Drassanes? Waren das Faschisten?
Die Männer der P.O.U.M. haben Madrid verteidigt!
Haben die mit Franco kollaboriert?
Ruhe! Befolgt die Befehle!
Bereit zum Schießen!
Ruhe!
Ruhe! - (Stimmengewirr)
(Stimmengewirr)
Ruhig!
Ruhig! - Was ist mit den Verletzten?
(Stimmengewirr)
Ruhe, Madrugo! - Ihr seid verhaftet!
(Stimmengewirr)
(Stimmengewirr)
(Man versteht sie nicht)
(Mann) Was war in Barcelona mit unseren Kameraden? Mörder!
Sie werden dich erschießen.
(Stimmengewirr)
(Mann) Mörder!
Krieg deine Männer in den Griff.
Krieg deine Männer in den Griff.
(Stimmengewirr)
(Alle reden durcheinander)
(Spanisch) Kämpft mit uns gegen den Faschismus!
(Man versteht sie nicht)
Gene.
Du Feigling! Du Schwein! Komm und sag mir das ins Gesicht!
Komm her.
(Spanisch) Feigling! Feigling! - Sie müssen das tun.
Du Feigling! - Man hat euch reingelegt!
Eure Führer haben euch verraten. Sie haben euch belogen.
Verräter! - Sie haben euch reingelegt.
Sie haben euch reingelegt. - (Stimmengewirr)
Sie haben euch reingelegt, die Führer der P.O.U.M.
Du hast uns reingelegt!
Komm her! - Es gibt Beweise.
Komm zu uns! Komm her!
Komm her! - (Schuss)
Ruhe! Lieber Gott!
(Schuss)
(Aufgeregte Rufe)
(Schüsse)
(Spanisch) Mörder!
(Stumme Szene)
Bastarde!
Oh mein Gott. - Warum habt ihr das getan?
Wieso habt ihr das getan? Warum habt ihr das getan?
Mörder! Warum habt ihr das getan?
Hör auf! Sei still! - Wieso?
Sie erschießen dich! - Wieso habt ihr das getan?
(Mann auf Spanisch) Scheißmörder! Scheißmörder!
Scheißmörder!
(Spanisch) Feiglinge!
Feiglinge!
(Bedrückende Musik)
(Unverständlich)
Lasst die Waffen sinken.
Gene, mach die Augen auf! (Kampfrufe)
(Mann) Nieder mit dem Faschismus!
(Aufgeregte Rufe)
(Stimmengewirr)
(Sie sprechen Spanisch)
Marille!
(Stimmengewirr)
(Melancholische Musik)
(Weinen)
(Traurige Musik)
(Spanisch) Vielen Dank.
"Wir haben Blanca auf kollektiviertem Land beerdigt.
Das hätte sie sich gewünscht.
Vier Wochen später lösten die Stalinisten die Kommune auf.
Aber immerhin hat die Erde ihr eine kurze Zeit lang gehört.
Ich versuche, nach Hause zu kommen.
Das wird nicht so leicht sein.
Es gibt eine schwarze Liste.
Als Deserteur und Anhänger der P.O.U.M. stehe ich drauf.
Sichere Häuser gibt's nicht.
Wir verstecken uns in Baustellen und schlagen uns irgendwie durch.
Einige der überzeugtesten Kämpfer
gegen den Faschismus wurden ermordet.
Falls du diesen Brief bekommst, denk nicht, dass ich was bereue.
Revolutionen sind ansteckend.
Wenn wir es hier geschafft hätten, was möglich war,
dann hätten wir die Welt verändert.
Aber macht nichts. Unser Tag wird kommen."
(Weinen)
(Spanisch) "Wir lassen sie in der Erde,
aber diese Erde gehört nun uns, Kameraden.
Dieser Ort gibt uns die Kraft, weiter zu kämpfen.
Der Kampf ist lang und die Feinde zahlreich.
Aber wir sind mehr.
Wir werden immer viel mehr sein.
Die Zukunft gehört uns, Kameraden!"
(Ein Lied erklingt)
(Das Lied geht weiter)
(Das Lied wird leiser)
Ähm, kann ich noch mal eben was sagen?
Also das... Das habe ich gefunden.
Das war zwischen seinen Papieren. Und das passt irgendwie zu ihm.
Ich möchte das Gedicht von William Morris vorlesen.
(Mann) Kenne ich es?
"Euer soll der Kampf sein Welcher niemals vergeblich
Wenn ihr auch vergessen Und auch vergangen
Eure Taten, die leben ewig"
(Inbrünstige rhythmische Musik)
UNTERTITELUNG: Timecode Filmstudio, Kehl, 2019
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