All language subtitles for Il ritorno di Don Camillo (1953)

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Original subtitles

DON CAMILLOS RÜCKKEHR

Das ist Don Camillo. Sie kennen ihn, nicht?

Er ist der Pfarrer der "Kleinen Welt" zwischen Fluss und Bergen

irgendwo in Oberitalien.

In dieser "Kleinen Welt" geschehen Dinge, die sonst nirgendwo passieren.

Don Camillo fährt in die Verbannung.

Er hat mit Fäusten seine Ideen gegenüber Peppone verteidigt,

dem kommunistischen Bürgermeister, Feind und Freund zugleich.

Fausthiebe sind keine passenden Argumente für einen Priester.

Der Bischof hat ihn zur Strafe weggeschickt,

weit weg von dieser "Kleinen Welt", die er so liebt.

Auf Wiedersehen, geliebtes Land.

- Guten Tag, Hochwürden. - Guten Tag. Wie komme ich zur Pfarrei?

- Sind Sie der Ersatz für Don Luciano? Dann sind Sie Don Camillo. - Ja.

Wir haben schon viel von Ihnen gehört.

Don Luciano war so ein netter Pfarrer und sanft wie ein Lamm.

Schade, dass er uns verlassen hat. Aber man kann nicht ewig leben.

- Er war immerhin 86! - Gott möge ihn bei sich aufnehmen.

- Ist es weit bis zur Pfarre? - Die liegt oben im Dorf. Etwa 10 km.

10 km? Gibt es einen Bus?

Der kommt da nicht rauf. Aber ich kann Sie ein Stück mitnehmen.

Mein Klappergaul steht da vorne.

- Weiter geht es nicht. - Was sind Sie von Beruf?

- Straßenwärter. - Flieger hätten Sie werden sollen!

- Wo ist das Dorf? - Sehen Sie die Wolke da? Dahinter liegt es.

- Auf Wiedersehen, Hochwürden. - Vielen Dank.

Sie nehmen den kleinen Weg da, dann links und immer geradeaus.

Ist hier jemand?

Sie kriegen wirklich alles kaputt! Ein Haudegen! Dem hält nichts stand.

Don Luciano hat 30 Jahre auf diesem Stuhl gesessen.

- Kaum fassen Sie ihn an, bricht er entzwei! - Wer sind Sie?

Ich habe Don Luciano den Haushalt geführt und werde auch Ihren führen.

Alle zittern hier vor Angst, aber ich fürchte mich vor nichts.

Mein Vater hat noch Wölfe getötet.

Fassen Sie mich nicht an!

- Ich bin in einem Irrenhaus gelandet! - Tun Sie nicht so harmlos.

Jeder weiß, wie Sie's machen. Mit Tischen und Bänken hauen Sie zu!

Wer hat diesen Blödsinn erzählt?

Hier leben nur Frauen und alte Männer. Wir brauchen hier keinen Wirbelsturm.

Einen Wirbelsturm?

Die Leute übertreiben wirklich.

- Gibt es nur diesen Raum? - So haben Sie alles in Reichweite.

Wohin führt diese Tür?

Herr, du bist noch schlechter untergebracht als ich.

Don Camillo hatte die Gewohnheit, mit Jesus zu plaudern.

Oft erhielt er Antwort.

Ich will mich ja nicht beklagen. Aber haben wir das verdient?

Doch dieses Mal schien Jesus nicht zu hören.

Gut, ich habe mich schlecht aufgeführt.

Pfarrer zu sein unter Verrückten, ist Strafe genug.

Du willst mich doch nicht alleine an diesem Ort verkommen lassen?

Als ich wegging, hast du gesagt: "Ich werde immer bei dir sein."

Wenn du dein Versprechen nicht hältst, wem kann man dann noch vertrauen?

Im Tal nimmt das Leben seinen Lauf.

Kein Don Camillo, keine Streitereien mehr.

Im Dorf herrscht wieder Schönwetterstimmung.

Ruhe!

Wir sind mit ganz anderen fertig geworden!

Maulhelden wie Don Camillo zermalmen wir.

Jetzt, wo wir den schlimmsten Reaktionär los sind,

werden wir verhindern, dass jemand den sozialen Fortschritt aufhält.

Weinberge verwüsten, ist das Fortschritt?

100 Rebstöcke weniger... Sie haben doch 10.000!

Unserem Dorf drohen ständig Überschwemmungen.

Durch den Bau des neuen Dammes verlieren Sie ein paar Rebstöcke.

Aber er wird den alten Damm verstärken und das tief gelegene Land schützen.

So wird dieser Boden urbar.

Und Sie können ihn unter Ihren Wählern aufteilen!

Sie verwechseln Fortschritt und Wahlkampf.

Signore Cagniola, die Opposition teilt die Meinung des Herrn Bürgermeisters.

Angenommen Don Camillo wäre noch hier...

Lassen Sie Don Camillo, wo er ist. Der schwebt in höheren Regionen!

Wenn Sie es nicht freiwillig hergeben, holen wir es mit Gewalt!

Wer mein Land anrührt, kriegt eine Kugel ab!

Hören Sie doch, Signore Cagniola...

Wehe Ihnen, wenn Sie sich dem Bau widersetzen!

Auch wenn ihr die Rote Armee holt, meine Weinberge kriegt ihr nicht!

Gewalt ist ein schlechter Ratgeber. Es ist besser, sich auszusprechen.

Genau das taten wir.

Da ich wusste, dass der Gemeinderat hier versammelt ist,

wollte ich Ihnen persönlich die dringende Reparatur

des Kirchturms nahelegen.

Sie versprachen meinem Vorgänger, alles Notwendige zu unternehmen.

Die Zeit verstreicht,

der Riss wird größer und Gertrude, die Glocke, droht herunterzufallen.

Sie reden da über etwas, wovon Sie nichts verstehen.

Entschuldigung, aber ich weiß, was ein Riss ist.

Dieser Riss ist ein persönlicher Riss zwischen Don Camillo und mir.

Widersprechen Sie nicht! Don Camillo ist nicht da, der Riss muss warten.

Aber wo Sie gerade hier sind...

Wen haben Sie anstelle des heiligen Lucio aufgestellt?

- Die heilige Rita. - San Lucio ist der Schutzpatron der Milchmänner.

Durch seine Entfernung gefährden Sie die Wirtschaft.

Weg mit dieser Fremden und zwar schnell!

Sie haben, was die Ausschmückung der Kirche angeht, nichts zu befehlen.

Ich unterstehe nur dem Bischof. Ich werde ihm berichten.

Hier hat nicht der Bischof das Sagen, sondern Don Camillo! Ich meine: Hatte.

Jedenfalls ändert so eine halbe Portion wie Sie

nichts an der Ordnung, die Ihr Vorgänger hier eingeführt hat!

Signore Spiletti, kommen Sie! Kommen Sie schnell!

Geht es ihm schlechter?

- Entschuldigen Sie bitte. - Ihr Vater?

Armer Doktor Spiletti, das geht mir sehr nahe.

Dieses reaktionäre Gerippe...

Aber er hat viele auf die Welt gebracht und viele andere geheilt.

Er ist der beliebteste Mann weit und breit.

Es gibt Momente, ohne den Kampf des Proletariats zu vernachlässigen,

wo man sich vor dem Gegner verneigen muss, vor allem, wenn er tot ist.

Ich schlage vor, Geld für ein Grabmal für Doktor Spiletti zu sammeln,

um ihn damit im Namen des Dorfes zu würdigen.

Die Sitzung ist beendet. Ich werde ihm einen letzten Besuch abstatten.

Er ist tot.

Gott möge ihm verzeihen. Er wollte nicht beichten.

Gib deinem Großvater einen Abschiedskuss.

Er war unser Gegner. Aber wir wissen den Wert des Individuums zu schätzen.

Ich werde einen Trauertag beantragen.

Das würde dir so passen, du Kommunistenschwein!

- Doktor! - Vom medizinischen Standpunkt aus ist er tot.

Er atmet zwar noch, aber das ist eine Beleidigung der Wissenschaft!

Du willst mich unter der Erde sehen. Aber du musst noch etwas warten.

Ich sterbe erst, wenn mir Don Camillo die Sterbesakramente gespendet hat.

Wenn das so ist, bleiben Sie noch bis zum Jüngsten Gericht hier bei uns!

Ohne die Hilfe Don Camillos

weigerten sich die Alten zu sterben und die Kinder, zur Welt zu kommen.

Er selbst, in seinem Dorf hinter den Wolken,

bemühte sich, seine neue Gemeinde für sich zu gewinnen.

Herr, die Gläubigen fliehen vor mir. Ich bin hier am falschen Platz.

Ich komme mir vor wie ein Panzerkreuzer in einem Teich.

Sobald ich mich bewege, rufen die Frösche Revolution.

So kann das nicht weitergehen.

Verdammter Regen! So wird das nie was mit dem Bau.

Ein Grund mehr, sofort anzufangen. Ich komme gleich. Los, an die Arbeit!

Du hättest Don Camillo nicht wegschicken sollen.

Er hätte Cagniola weichgeklopft.

Der Bischof hat ihn weggeschickt. Und zaubern kann Don Camillo auch nicht.

Ich spreche nur aus, was alle denken.

Lass mich in Ruhe! Don Camillo gefällt es, da wo er ist.

So gut auch wieder nicht.

Verzeihung, ich habe angeklopft,

aber es war so viel Krach, dass ihr mich nicht gehört habt.

Kommen Sie herein, Hochwürden.

Fast hätte ich Sie nicht erkannt.

Ich hatte schon fast vergessen, wie Sie aussehen.

- Sie sind ja klatschnass! - Es geht schon.

Ich bin Ihrem Stoßtrupp begegnet. Ist das der Vorabend der Revolution?

- Nur ein Bauvorhaben der Gemeinde. - Immer noch Bürgermeister?

Seit Sie weg sind, herrscht hier der gesunde Menschenverstand.

Und der neue Pfarrer ist ja so nett!

Der macht keine Politik. Ein Musterpfarrer.

- Der tut keiner Fliege was zuleide. - Ein paar Spaghetti, Herr Pfarrer?

Wie geht's da oben?

Ganz wunderbar.

Meine neuen Gemeindemitglieder sind so angenehm und liebevoll.

Und das Klima... man atmet richtig auf.

Hier regnet es. Aber da oben...

Heute morgen, als ich ging, da war... Von Regen keine Spur.

Um so besser. Dann sind ja alle zufrieden.

Zufrieden, jawohl.

Wie geht's Lenin?

Lenin?

Ja, Lenin Camillo Libero, dein Jüngster.

Dem geht es gut. Da, er wacht gerade auf.

Ein hübsches Kerlchen!

Zum Glück heißt er auch Camillo. Das bewahrt ihn vor den "Röteln".

Was macht der denn hier? Ich dachte, er wäre im Internat.

Du magst mich immer noch genauso.

Er ist mal wieder ausgerissen. Morgen bringe ich ihn zurück.

Wenn er nicht brav ist, kommt er zu Ihnen.

- Ich will nicht ins Internat! - Dann kommst du zu Don Camillo.

Ich will nicht zu Don Camillo!

Ab ins Bett!

- Dickkopf! - Ganz der Vater.

Ich komme gern mit dir mit.

Ach, du bist ein Engel.

Ich würde dich ja gern mitnehmen, aber da oben ist es kalt

und traurig.

Gehst du noch fleißig zum Religionsunterricht?

- Ich gehe nicht mehr hin. - Was?

Das ist ja reizend!

Die anderen auch nicht. Niemand geht mehr hin. Wir warten alle, dass...

Sei still! Ab ins Bett.

Sie hindern die Kinder daran, in die Kirche zu gehen.

Ich hindere niemanden an irgendetwas. Jeder macht, was er will.

Es sei denn, die roten Banditen haben etwas dagegen! Die Methode kenne ich.

Kümmern Sie sich um Ihren Kram. Sie sind hier nur mehr ein Fremder.

Gehen Sie wieder hinauf in Ihre Wolken!

Gut!

Ich brauche die Hilfe des Transportunternehmers Peppone.

Deswegen bin ich gekommen.

- Wozu? - Um einen Gegenstand nach Montenara zu schaffen.

Wenigstens bis zur Abzweigung.

- Wie viel wollen Sie dafür? - Ich berechne Ihnen nur das Benzin.

Es ist mir ein Vergnügen, Sie dorthin zu befördern, wo Sie herkommen.

Gut, ich erwarte Sie um Punkt zehn an der Ecke vom Waldweg.

Was ist das für ein Gegenstand? Ihr Mörser Kaliber 81?

Eine viel mächtigere Waffe, die euch alle zermalmen wird.

Ich weiß, Jesus, du bist überall, im Himmel und auf Erden.

Ich brauche auch keinen Fetisch,

aber ohne dich fühle ich mich da oben verloren, verstehst du?

Cagniola hat die Bulldozer gehört. Er will auf jeden von uns feuern!

Der Dreckskerl! Na warte, ich komme!

Wer ist das?

Wo ist der Bürgermeister? Sein Blut soll zuerst fließen!

- Ich schlage dich gleich windelweich! - Komm nur her! Los, schlag zu!

Brauchen Sie mich?

Nein, ich bin schon bis auf die Knochen durchnässt.

Welche Uhr hat da gerade zehn geschlagen?

Es gibt jetzt eine im Haus des Volkes.

Sozusagen eine fortschrittliche Uhr.

Aber sie geht nach.

Was ist denn los?

- Hat es dir die Sprache verschlagen? - Soll ich fahren oder reden?

- Ich habe das Gefühl, ein Auto folgt uns. - Aber warum?

Nein, es ist abgebogen. Warum sollte es uns auch folgen?

Ich möchte Ihnen eine Gewissensfrage stellen.

Weißt du überhaupt, was das ist?

Sie kennen jemanden gut und wissen, dass er ein anständiger Mensch ist.

- Sie haben sogar sowas wie Achtung vor ihm. - Schön. Und weiter?

Plötzlich sagt dieser Mann:

"Ich habe aus Zorn, aus Notwehr einen Dreckskerl umgebracht.

- Helfen Sie mir!" Was würden Sie tun? - Sag, wen hast du umgebracht?

- Niemanden. War nur so ein Gedanke. - Dann ist ja alles in Ordnung.

Weck mich, kurz bevor wir da sind.

Donnert es?

Ja, das ist das schöne Wetter in Ihren herrlichen Bergen.

Trotzdem vielen Dank.

Du schickst mir dann die Rechnung, ja?

- Brauchen Sie mich noch? - Nein, danke.

Alles klar. Du kannst losfahren. Gute Fahrt!

- Wollen Sie den da hochschleppen? Sie sind ja verrückt! - Verschwinde!

Und halt den Mund! Mörder!

Herr, niemals bist du mir so schwer vorgekommen.

Niemals hast du es so verdient zu schwitzen, Don Camillo.

Ich bin einfach der größte Idiot auf Erden.

Wieder fehlt es dir an Bescheidenheit.

Ja, aber erinnere dich an den Sessel. Halte den Dampf zurück.

Ich werde den Hahn zudrehen, o Herr.

- Du? - Ich habe eine große Dummheit getan.

Wenn du mit jeder Dummheit ankommst, solltest du dir Telefon zulegen.

Setz dich.

Nein, nicht da!

Nimm lieber den Stuhl.

Wen hast du umgebracht?

Cagniola. Er hat Nero geschlagen, da hab ich ihn niedergeschlagen!

Er ist gegen den Bau des Damms. Ich hatte vollkommen Recht...

Nicht zu einem Mord.

- Ich bin kein Mörder! - So?

Ein Mann tötet einen anderen. Was ist er wohl? Ein Geburtshelfer?

Warum bist du zurückgekommen?

Ich habe einen Wagen mit Carabinieri gesehen.

Wenn ich in deren Begleitung ins Dorf zurückkäme...

- Sie hätten natürlich triumphiert! - Ich?

Sie und die ganzen Reaktionäre und Großgrundbesitzer.

Also passen Sie auf: Ich bin seit neun Uhr hier.

- Seit neun? - Ja, denn dann konnte ich nicht um zehn Cagniola niederschlagen.

Kein Alibi. Auch wenn der Mörder Bürgermeister ist.

- Was soll ich denn machen? - Du kannst hier auf die Carabinieri warten.

Das sind sie vielleicht schon!

Versteck dich da drin.

Cagniola, Sie hier?

- Ich habe eine große Dummheit gemacht. - Was ist passiert? Kommen Sie rein.

Nehmen Sie Platz.

Nein, nicht hier. Setzen Sie sich auf den Stuhl.

Ich glaube, ich hab Nero umgebracht.

Ein Abend voller Überraschungen... Wie ist das passiert?

Diese Kommunisten wollen auf meinem Land einen Damm bauen.

Doch wenn der Fluss steigt, schwemmt er ihn weg. Mit meinen Weinstöcken!

Nero wird zum Märtyrer der Revolution.

Ich habe eine Idee: Ich bin seit neun Uhr hier.

- Seit neun? - Ja, denn dann konnte ich nicht um zehn Nero niederschlagen.

Sie haben dieselben Ideen, Peppone und Sie. Sie passen gut zusammen.

- Mörder! - Rotes Schwein!

Wie eine Bande von Wilden! Auseinander, habe ich gesagt!

Auseinander! Was soll denn das?

Herr, dieses Mal kann ich nichts dafür.

- Habe ich da nicht etwas gehört? - Nur ein Gewitter.

- Hat der Blitz eingeschlagen? - Diese Schädel schlägt so leicht nichts ein.

Geben Sie mir ein Glas Wein. Das habe ich jetzt nötig.

Hier gibt's keinen Wein, nur Wasser.

Hier gibt's keine Weinstöcke, es ist zu kalt.

Hier gibt's keinen Fluss, nur Wildbäche.

Hier gibt's keine Erde, nur Steine und Wolken.

Und ihr prügelt euch um den schönsten Fluss der Welt.

Die sieben Plagen Ägyptens hättet ihr verdient!

Du lässt den Damm bauen

und dankst Gott dafür, dass dein Wein noch für die ganze Provinz reicht.

Sonst sollst du in der Hölle braten!

Und Nero? Er hat ihm den Schädel gespalten.

Neros Kopf ist hohl. Nur ein Knochen. Den kann man nicht spalten.

Also?

Sie sollen ihn bauen. Aber wehe, sie nehmen ein Zoll Erde zu viel weg!

Guten Abend.

Danke.

Hören Sie, ich muss Ihnen etwas sagen.

Mit Don Pietro ist es doch nicht so, wie ich Ihnen gesagt habe.

- Es gibt keinen... - Ich will es nicht wissen.

Ich bin hier und bleibe hier. Ich will gar nicht wissen, was unten vorgeht.

Geh wieder hinunter in deine Sümpfe und lass mich in Frieden.

Geh endlich und lass mich.

"Für Doktor Spiletti von der dankbaren Bevölkerung."

Mehr geht nicht. Er kann jederzeit sterben.

"Von der dankbaren Bevölkerung außer den Kommunisten."

Wir können einem Reaktionär nicht dankbar sein.

Politisch gesehen, ist er ein Aas. Aber er hat dich vom Typhus geheilt.

- Stimmt. - Abgesehen von der Politik kannst du ihm also dankbar sein.

- Es ist so weit! - Wann können wir mit der Arbeit anfangen?

Cagniola hat gesagt: "Nie!"

- Was? Diese Drecksau! - Dieses Mal bringe ich den Kerl um!

Du gehst zum Notar. Irgendwie muss dem Schwein doch beizukommen sein.

- Dem kann nur Don Camillo beikommen. - Das Dorf kommt gut ohne ihn aus!

Gut. Ich mache mich auf den Weg.

Übrigens, der Alte hat uns verlassen.

Spiletti? Dann ist es so weit.

- Wann ist er gestorben? - Gestorben? Er ist nur gegangen.

- Wohin? - Nach Montenara. Don Camillo soll ihn ins Jenseits befördern.

Er will in seiner Nähe begraben sein. Don Pietro wird ein Gesicht machen!

Wenn er da oben stirbt, was machen wir mit dem Denkmal?

- Und der Sammlung? - Es wird heißen, wir hätten ihn davongejagt.

Ich wusste, dass das Wahnsinn ist, dass er nie lebendig ankäme.

Aber er ist wenigstens dort, wo er sein wollte.

Ich freue mich, Sie zu sehen.

Was soll diese Komödie?

Ich lebe auf Sparflamme.

Ihr könnt alle wieder gehen. Ich brauche niemanden.

Niemand kann mir helfen, nur Don Camillo.

Reden Sie keinen Unsinn. Sie sind unterwegs in Sünde gestorben.

- Bin ich tot? - Sie hätten sterben können. Und dann?

Ich hatte das Priesterlein dabei, es hätte mir die Beichte abgenommen.

Aber ich wollte, dass Sie mich auf den Friedhof begleiten.

Denn wenn man mit Don Camillo die Reise antritt,

fühlt man sich sicher...

Es geht mir schon viel besser.

Das macht die gute Luft hier.

Wenn ich nicht gleich sterbe, werden Sie dann böse?

Lassen Sie sich nur Zeit.

In der Bassa war das öffentliche Leben völlig zum Stillstand gekommen.

Peppone erzählte jedem, dass,

solange erlebe, Don Camillo nicht mehr ins Dorf käme.

- Sie trauern also Don Camillo nach? - Diesem Diktator? Ich? Niemals!

Nur halten ihn jetzt alle für den heiligen Camillo.

Holen Sie ihn zurück, damit sie sehen, dass er nur ein einfacher Pfarrer ist.

Wir bedauern sehr, Herr Bürgermeister,

aber wir wollen ihn definitiv in die andere Gemeinde versetzen.

Don Camillo war eine ständige Gefahr. Ich muss Sie doch vor ihm beschützen.

Wissen Sie, dass man sagt, er würde Wunder tun in den Bergen?

- Wunder, Signore Bottazzi? - Ja.

Er soll Dr. Spiletti auferweckt haben.

Sie schleppen aus der ganzen Gegend die Sterbenden auf Mauleseln zu ihm.

Ich frage mich, ob das gut für die Kirche ist.

Wir wissen Ihre Fürsorge sehr zu schätzen, Signore Bottazzi.

Aber keine Sorge. Don Camillo stellt keinerlei Gefahr für die Kirche dar.

Hören Sie,

- lassen Sie uns offen reden. - Ich lüge nie!

Ich auch nicht. Aber die Wahrheit ist:

- Das Dorf braucht Don Camillo. - Das Dorf?

- Na ja, ich brauche ihn. - Sieh einer an...

Spiletti, den hätten wir zurückgeholt.

- Aber dieser Cagniola... Zum Teufel mit ihm! - Signore Bottazzi!

Verzeihen Sie.

Diese Wildsau will nicht, dass wir einen Damm bauen!

Dieses Schwein! Zum Teufel! Nur Don Camillo kann ihn zur Vernunft bringen.

Geben Sie ihn uns zurück. Das können Sie nicht abschlagen.

Ich wusste das alles. Aber ich wollte es von Ihnen persönlich hören.

Ich gebe ihn euch wieder.

Aber kommen Sie sich nicht beklagen, wenn er wieder mit Tischen schmeißt!

- Wenn er das tut, schmeißen wir zurück. - Na dann...

Hochwürden, Sie? Sie sollten doch erst mit dem Abendzug kommen.

- Wer sagt das? - Der Bürgermeister.

Mir sagte er, den ersten Zug zu nehmen. Es gäbe einen Empfang.

Er hat überall verkündigt, sie kämen mit dem letzten Zug.

Warten Sie, ich hole einen Schirm.

Don Camillos Rückkehr sollte kein Triumph der Reaktion werden.

Daher hatte Peppone Maßnahmen ergriffen.

- Hier. - Danke, Herr Bahnhofsvorsteher.

Um sicher zu gehen, dass niemand auch nur zufällig am Bahnhof wäre,

hatte er einen Boxkampf organisiert,

in welchem der Provinzchampion Gorlini

seinen Titel gegen den Ortsmeister Bagotti verteidigte.

Um die Ehre des Dorfes zu verfechten, waren alle da.

- Regnet es noch? - Bindfäden!

Hoffentlich noch bis zum Abendzug.

Haus des Volkes Großer Boxkampf in 10 Runden

Unser Ortsmeister Bagotti gegen den Provinzchampion Gorlini

Der Kampf um die Provinzmeisterschaft wird ausgetragen

zwischen dem Titelverteidiger,

dem Genossen Anteo Gorlini,

und seinem Herausforderer, dem Genossen Mirko Bagotti.

Wir hoffen, dass der Stern dieses Sohnes unserer Stadt

am Himmel dieses edlen Sports aufgeht.

Als faire Sportler wünschen wir: Möge der Bessere gewinnen!

Wenn du unserem Ort Schande bereitest, mache ich dich platt, klar?

Ich bin froh, dass Sie da sind.

Ich muss gestehen, dass mir Ihre Gemeinde fremd geblieben ist.

- Sie sind etwas grob. - Finden Sie? Die reinsten Lämmer.

Der Bürgermeister ist aber kein Schaf.

Ich habe vergeblich versucht, ihn dazu zu bringen, sein Versprechen,

was den Kirchturm betrifft, zu halten.

Ich habe ein Einschreiben geschickt,

in dem ich ihn bat, sich selbst von dem Schaden zu überzeugen.

Hat er Ihnen geantwortet?

Hier.

"Sprechstunde von 5 bis 7.

Den Turm zwecks Schadensaufnahme bitte ins Rathaus mitbringen."

- Na warte! - Es ist schlimm. Regen und Frost haben den Riss vergrößert.

Kommen Sie.

Dass Gertrude noch hängt, ist ein Wunder. Sehen Sie.

Passen Sie auf!

Wenn Sie gestatten, gehe ich jetzt zu einem Boxkampf.

So ein Dummkopf! Himmeldonnerwetter!

Tiefschlag! Disqualifiziert! Tiefschlag. Ich habe es gesehen!

Ich habe es genau gesehen!

Vorwärts, Peppone!

Na los, Peppone!

Herr, bitte hilf ihm.

Du kannst nicht zulassen, dass jemand so mit dem Bürgermeister umspringt.

Ein Hoch auf Don Camillo! Es lebe Don Camillo!

Danke.

Danke, meine Kinder.

Ich freue mich sehr, wieder hier bei euch zu sein.

Ich konnte es nicht erwarten und so habe ich den ersten Zug genommen.

Zum Glück bin ich noch rechtzeitig gekommen.

Wenn ich das sage, meine ich keine Gewaltszenen damit,

die zu beenden mir der Herr die Kraft gab.

Es ist eine Schande, dass ihr euch an solchen Kämpfen berauscht.

Seid ihr Menschen oder Blutsauger?

Während ihr euch an diesem Blutschauspiel ergötzt,

fällt durch die Schlamperei der Stadtverwaltung

eurem Pfarrer die Glocke auf den Kopf.

Ich sehe euch alle am Sonntag in der Messe.

Ich hoffe, dass alle kommen,

selbst jene, die für den Verfall des Haus Gottes verantwortlich sind.

Niemand hatte gewagt, sich der Einladung Don Camillos zu entziehen.

Nur ein paar Stühle unter der Kanzel blieben leer.

Peppone und sein Stoßtrupp waren nicht erschienen.

Meine Brüder...

Meine lieben Brüder.

Ich bin glücklich, all meine Schäfchen heute vor Gott versammelt zu sehen.

Selbst jene, die die Maul-und Klauenseuche haben.

Leider ist meine Freude durch ein schmerzliches Ereignis getrübt.

Wie ihr alle wisst, außer jenen,

die es eigentlich wissen müssten, unterhöhlt ein Riss unseren Kirchturm,

der jeden Moment einstürzen kann.

Gertrude, die Glocke, die seit Jahrhunderten in unserem Dorf läutet,

ein Opfer derer, die Versprechen machen und sie nicht halten,

ist herabgefallen.

Euch Gläubige bitte ich um Hilfe

für dieses Haus Gottes, das auch das eure ist.

Wenn ich Gläubige sage, meine ich die, die hierher kommen,

um Gott nahe zu sein,

und nicht jene, die nur prahlen wollen mit ihrem militärischen Gehabe.

Nach der Messe erfreuen wir uns noch einen Moment dieses schönen Morgens.

Ich werde vor dem Pfarrhaus eure Gaben in Empfang nehmen.

Jene, die nichts geben wollen, sollen es vor aller Augen tun.

- Ist das zu wenig? - Nein. Aber ob das Ihrem Gewissen genügt, weiß ich nicht.

Stillgestanden!

Im Gleichschritt, marsch!

Es ist unser Wunsch, dass die Glocke wieder an ihren Platz kommt.

Sie verkündete gestern den Tag der Befreiung

und wird morgen den Tag der proletarischen Revolution verkünden!

Danke, Herr Bürgermeister.

Für die Revolution musst du aber noch Kehrtwendung und Laufschritt üben.

Achtung!

Rechtsum!

Vorwärts, marsch!

Herr Pfarrer, geht es mit der Reparatur voran?

Ja, Herr Bürgermeister, wir sind fast fertig.

Was führt Sie denn her?

Cagniola hält das Versprechen nicht, das er Ihnen in Montenara gegeben hat.

Er redet irr und behauptet, ein Scheit auf den Kopf bekommen zu haben.

Mal unter uns, glauben Sie, dass aus dem Damm was wird?

Hätte mich auch gewundert, wenn Sie mit dem Aas nicht einer Meinung wären!

Vier Uhr.

Das ist meine Uhr.

Eine Uhr?

Sie weihen sie gerade ein.

Dank Ihrer Großzügigkeit und der Ihrer Genossen blieb Geld übrig.

Dank der Partei.

Sie jammern, dass der Turm einstürzt und stattdessen kaufen Sie eine Uhr!

Ich habe ihn notdürftig repariert und Gertrude hängt wieder an ihrem Platz.

- Das ist Betrug! - Die Menschen sollen ihre Uhren nicht nach Moskau stellen!

Hörst du? Sie geht nach.

Ich werde Sie beim Volk anzeigen! Ich werde Riesenplakate anbringen!

Wie war das mit dem Damm?

Du sagtest, Cagniola...

- Solange er sich weigert, geht nichts. - Akzeptiert er, gewinnt ihr Wähler.

Es geht hier um arme Teufel,

die kein Land haben, um Lauch für Suppe anzubauen!

Wenn das so ist, gehe ich zu Cagniola.

Die Hälfte des Landes für deine Armen und die andere Hälfte für meine.

Was?

Gut. Wenn es Ihnen gelingt, diesen dreckigen Schweinehund...

Du kannst die Bulldozer losschicken.

- Sicher? - So, als ob du dich schon bedankt hättest.

Danke.

- Smilzo, fahr zum Haus des Volkes und stell die Uhr etwas vor. - Ja, Chef!

- Ich trete keinen Fußbreit Land ab! - Ist das Ihr letztes Wort?

Wir werden im Katechismus lesen, Herr Pfarrer.

Dass der bigotte Cagniola sich Don Camillos Befehl verweigern würde,

würde Peppone sicher nie glauben.

Das Dorf war mobilisiert. Die Arbeiten sollten in der Woche darauf beginnen.

Keine Sorge. Am Montag muss alles fertig sein.

- Ich fange am Damm an. - Was? Hat Cagniola nachgegeben?

- Würde mich wundern. - Nicht nur euer Pfarrer tut Wunder. Wenn Peppone etwas

in die Hand nimmt...

Warum wollten Sie hier ein Fenster haben?

Da geht die Sonne unter.

Mit dieser Öffnung spare ich mindestens eine Stunde Licht pro Tag.

Und was du mich gekostet hast, habe ich schon nach elf Jahren raus.

Nach elf Jahren...

Herrgottsakrament!

Hör auf zu fluchen! Du wirst noch deine Seele verlieren.

Meine Seele... Unsinn. Halten Sie mich für blöd?

- Glaubst du nicht, dass du eine hast? - Ich glaube nur, was ich sehe.

Was hast du denn da drin?

Ausgerechnet Sie als Arzt fragen mich das?

Da drin sind die Eingeweide. Wenn sie funktionieren, lebt man.

- Wenn nicht, ist man tot. - Was bewirkt, dass sie funktionieren?

Na, das Leben.

Wenn du dir so sicher bist, dass du keine Seele hast, verkauf sie mir.

- Was? - Verkauf sie. Ich kaufe sie dir ab.

Ich kann nichts verkaufen, was ich nicht habe.

Nur zu. Verkauf mir deine Seele.

Falls du keine hast, bin ich mein Geld los,

falls du aber eine hast, gehört sie mir.

- Wie viel geben Sie mir? - 500 Lire.

Das ist zu wenig.

- Ich will mindestens 1.000. - So eine rote Seele ist nur 500 wert!

Das ist ein guter Preis.

- 1.000 Lire oder nichts. - Also 1.000 Lire.

Ich setze einen Vertrag auf, damit alles korrekt zugeht.

Ich verstehe! Sie veröffentlichen das, um die Partei in den Dreck zu ziehen.

Die Kommunisten verkaufen ihre Seele!

Ich gebe dir mein Wort. Das bleibt unter uns. Keiner erfährt etwas davon.

- Wir können das vertraglich festlegen. - Ihr Wort genügt mir.

Also, hör zu:

Ich, Francesco Gollini, genannt Nero,

verkaufe hiermit meine Seele dem Doktor Spiletti für 1.000 Lire,

die erhalten zu haben ich bestätige. Sie geht sofort in seinen Besitz über.

Er kann über die genannte Seele nach seinem Gutdünken verfügen.

Unterschreib.

1.000 Lire für nichts. Sie sind ja völlig verkalkt.

Mach dir keine Sorgen. Ich habe noch nie ein schlechtes Geschäft gemacht.

Karneval.

- Ich war bei Cagniola. - Gut. Danke.

Cagniola...

- Was ist mit Cagniola? - Er will nichts davon wissen. Er weigert sich.

Er weigert sich. Er will nichts davon wissen.

Konnten Sie ihn nicht überzeugen?

Herein.

Lass mich in Ruhe. Ich bin sterbenskrank.

Meine Frau schickt mich. Ich bringe Ihnen einen Tee. Trinken Sie ihn.

- Ist das Gift? - Nein, das ist Borretsch.

Sie sind kein Komplize von Cagniola. Aber Sie kennen ja mein Temperament.

- In der Wut sagt man manchmal Dinge... - Wut? Kenne ich nicht.

Süßen Sie das mit Honig. Aus eigener Produktion.

Was gibst du deinen Bienen im Winter als Nahrung? Die Werke von Karl Marx?

Diesen Winter nichts. Ich habe ihnen Ihre letzte Predigt vorgelesen.

Seitdem schlafen sie.

Ich kann nichts mehr für dich tun.

Cagniola hat sich einen Anwalt geholt.

Um ihn geht es nicht. Nach Karneval wird bei ihm gestreikt.

Dann sollen seine Anwälte für ihn arbeiten.

Nein, ich bin als Vater, nicht als Bürgermeister hier.

Was? Ach so.

- Hast du einen neuen Iwan gelegt? - Nein, es geht um Beppo.

Das Internat schreibt, mit ihm sei nichts zu machen.

- Wenn ich hinfahre, schlage ich ihm den Schädel ein! - Das ändert nichts.

Wollen Sie nicht hinfahren?

Ich? Aber der Kleine kann mich nicht ausstehen. Genau wie sein Vater.

Sie können mit ihm reden, ohne gleich zuzuschlagen,

- wie ich es tun würde. - Ich fürchte, dass mir die Hand ausrutscht.

Ein paar Ohrfeigen schaden nichts. Aber nicht übertreiben.

Er ist ein Bottazzi, nur noch nicht so entwickelt wie sein Vater.

So was will die Welt regieren und nicht mal ein Lausbub hört auf ihn!

Also abgemacht. Nächsten Sonntag fahre ich hin.

Gut, ich gehe dann.

Sie werden noch ordentlich schwitzen bei all Ihren schlechten Körpersäften.

Gute Nacht.

- Hast du wieder die Uhr vorgestellt? - Wir hinken der Reaktion nicht nach.

Unsere Uhr geht nach der Sonne und die ist unpolitisch.

Wenn ihr hinter dem Volk zurückbleibt, hat euer ganzes System ausgedient!

Herr, die Erde genügt ihnen nicht, sie wollen das Weltall neu erschaffen.

Gesundheit! Du bist wenigstens nicht umsonst gekommen.

Guten Tag.

Na komm.

Ist dir nicht kalt? Zieh den Schal fester.

Man kommt sich vor wie in London. Weißt du, wo das liegt?

Du hast wohl in Erdkunde nicht aufgepasst?

Glaubst du, dein Vater arbeitet sich gern krumm,

um das Internat bezahlen zu können?

Los, komm.

Setz dich. Ich muss mit dir reden.

- Darf ich herumrennen? - Machst du das nicht in der Pause?

Da ist nicht genug Platz.

Laut Aber dann muss ich mit dir reden.

Kommst du jetzt?

Was machst du? Was guckst du da?

- Ein Regenwurm. - Ach so.

Sieh mal, daneben ist noch ein kleiner!

Setz dich jetzt hin. Ich muss mit dir reden.

- Wenn ein Vater solche Opfer bringt... - Da ist ein Nest!

Von einem Häher.

Nein, bestimmt von einer Amsel.

- Du hast keine Ahnung. Ein Häher. - Nein, das ist sicher eine Amsel.

Du bist genauso überheblich wie dein Vater.

Du willst immer Recht haben.

Zeig mal die Feder.

Von einer Amsel! Sehen Sie, Sie hatten Unrecht.

Eine Schlitterbahn!

Warte, jetzt ich!

Ich nehme Anlauf!

Hast du das gesehen?

Eins, zwei, drei!

Jetzt bin ich dran!

- Eins, zwei, drei, vier! - Bravo!

Warten Sie. Der ist schön flach.

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs!

Bravo! Du bist ja unschlagbar!

- Hast du keinen Durst? - Doch. Und Hunger.

Komm.

Es ist fünf. Wir müssen zurück.

- Deine Kastanien. - Nein.

- Warum nicht? - Sie nehmen sie weg. Beim Reingehen werde ich durchsucht.

Guten Abend.

Guten Abend.

Und versuche...

Versuche, ein bisschen fleißig zu sein.

Versprochen.

Wenn ich da am Fenster vorbeigehe, sage ich Ihnen noch mal Lebewohl.

- Hier. - Danke.

Auf Wiedersehen.

Er ist wieder ausgerissen! Wenn ich den erwische, bringe ich ihn um!

- Hoffentlich erwischst du ihn nicht. - Das nach Ihrer Moralpredigt!

Diese Internate sind Gefängnisse. Er hält es da nicht aus.

Aber eins verstehe ich nicht: Wie hat er es geschafft,

- das Gitter auseinander zu biegen? - Er ist sehr stark.

Ich meine, intelligent.

- Wenn man bedenkt, dass er vielleicht tot ist... - Tot?

- Er wusste, du wolltest ihn in eine Besserungsanstalt stecken. - Ich?

Ja, er war so merkwürdig.

Wenn er lebt, soll er machen, was er will.

Du weißt, vor wem du das sagst, ja? Vergiss es nicht. Komm.

- Er schläft. - Was...

Er will kein Lehrer werden, sondern Bauer, wie alle in der Familie.

Sie bestärken ihn noch! Das Volk soll unwissend in Sklaverei verharren!

Wenn die Partei Gelehrte braucht, soll sie sie sich in der Stadt suchen!

Er braucht frische Luft! Sonst stirbt er.

Willst du eine Kastanie?

Dein Versprechen, das war wohl ein Wahlversprechen.

Hier.

Besser ein guter Bauer aus Liebe, als ein schlechter Lehrer mit Gewalt!

- Zum Wohl! - Zum Wohl.

Beppo kam zurück in die Dorfschule,

mit der Auflage, wenigstens den Realschulabschluss zu machen.

Guten Tag, Kinder.

- Guten Tag, Fräulein. - Guten Tag, Hochwürden.

Setzt euch.

Unser Thema heute: Die Nächstenliebe.

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."

Verzeihen Sie bitte, Herr Pfarrer.

Ich wollte meine monatliche Inspektion eigentlich vor dem Unterricht machen.

Ich sehe, Sie sind zu früh dran. Es ist erst fünf vor drei.

Verzeihung, Herr Bürgermeister, aber es ist Punkt drei.

Wäre es nicht wünschenswert, dass beide Uhren die gleiche Zeit angäben?

Meine Schüler kommen immerzu zu früh oder zu spät.

Das öffentliche Leben der Gemeinde, die Sie beschäftigt, richtet sich

- nach der Uhr am Haus des Volkes. - Sie sind zu verantwortungsbewusst,

um diese wichtige Frage leichtfertig und unüberlegt abzutun.

Wenn der Bürgermeister die Kinder nun abfragen möchte...

Also gut.

Setzt euch.

Wie viel macht 9 mal 9?

- Weißt du das nicht? - Du weißt das doch.

Sag es dem Bürgermeister. Du willst es nicht sagen? Warum nicht?

- Weil er meinen Vater verprügelt hat! - Was?

Mit einem Schraubenschlüssel! Ich hab's gesehen. Ich saß im Auto.

- Wer ist das? - Mario Cagniola.

- Der Sohn? - Wenn ich groß bin, verprügel ich Sie!

Vorher verprügel ich dich!

Gebt ihr wohl Ruhe! Bleibt auf euren Plätzen.

Eine Bande von Strolchen seid ihr!

- Wenn du dich noch mal prügelst, geht es zurück ins Internat! - Und du?

- Lass ihn oder ich hole den Besen! - Er kriegt nur, was er verdient!

- Und du auch, wenn du dich einmischst! - Immer gleich schlagen!

- Von wem hat er das denn? - Ich tu es, damit er sich nicht prügeln muss.

Wenn ich ihn erwische, setzt es was!

Bist du zufrieden mit dir? Auf deinen Sieg beim Boxen warst du sehr stolz.

- Wie ist es heute? - Nicht mein Fehler, wenn die nach ihren Vätern geraten.

Gewalt erzeugt Gewalt. Du gehst zu oft mit schlechtem Beispiel voran.

Man sollte dich nicht in die Berge, sondern in die Wüste schicken.

Du hast sie mir anvertraut, Herr. Ich liebe sie. Aber ich muss sie bessern.

Ich weiß, Don Camillo. Ich weiß, dein Herz ist voller Liebe.

Aber warum sind deine Bewegungen so ungestüm?

Warum hast du mir so große Hände gegeben, Herr?

Ich finde nichts. Nicht mehr als bei jedem normalen Menschen.

Das ist es ja eben.

Sehen Sie genau nach, ob ich nicht irgendwas habe, das nicht mehr da ist,

- das entfernt wurde. - Wurden Sie operiert? Ich sehe keine Narbe.

- Nein, nie. - Tja, was wollen Sie denn?

Den Kopf haben Sie nicht abgehorcht. Horchen Sie mal ein bisschen.

Das Gehirn kann man damit nicht untersuchen.

Keine Sorge. Ihr Schädel ist zu. Ohne Ihr Wissen kann da nichts raus.

Die Kiste ist fest verschlossen.

- Sie sind ein richtiger Arzt. - Ein moderner Wissenschaftler. - Na...

Nicht wie dieser Spiletti aus dem Mittelalter.

Das Alter hat ihm ziemlich zugesetzt. Total verkalkt.

Denken Sie das nicht. In unserem Beruf zählt vor allem Erfahrung.

Ich bewundere Doktor Spiletti sehr. Er weiß Vieles, das ich nicht weiß.

"Genosse Bottazzi, wir laden dich ein, nach Moskau zu kommen.

Dir wird die Behandlung eines Sowjetbürgers zuteil.

Du kannst deine Disziplinbereitschaft in den Dienst des Friedens stellen,

deine unverbrüchliche Treue,

deine Selbstkritik, die nur von deinem beruflichen Können übertroffen wird.

Genauere Anweisungen über die Abreise wirst du noch erhalten.

Wir bitten dich und deine Genossen, dieses Schreiben geheim zu halten."

- So eine Ehre! - Diese Einladung ist mehr wert als alle Diplome.

- Man hat uns also nicht vergessen. - Gezeichnet: Franchini. Wer ist das?

Ist doch ganz egal. Der Brief kommt von der Bezirksleitung.

Das ist aber wirklich eine Ehre.

Das stopft denen das Maul, die mir vorwerfen, ich würde nicht

jeden Tag einen Pfaffen verschlingen.

Aber ist das der Moment zu fahren? Die Reaktion rührt sich wieder.

- Weil wir sie nicht beizeiten mundtot gemacht haben. - Was soll das heißen?

Man darf keine Zugeständnisse machen. Ein Chef muss hart durchgreifen.

Worauf wartest du dann noch?

Ich bin keiner. Aber wenn der Pfaffe sich bei mir rasieren lassen möchte,

schneide ich ihm die Kehle durch!

- Und am Karnevalstag... - Guten Morgen allerseits.

- Guten Morgen, Herr Bürgermeister. Wie geht's Lenin? - Lenin?

- Lenin Libero Camillo? - Ach so! Danke, gut.

- Was wollen Sie hier? - Du wolltest - mich doch unbedingt als Kunden haben.

Verzeihung.

Wer ist der Nächste? Niemand.

Den Bart.

Herr Bürgermeister, rückt die Abreise langsam näher?

Welche Abreise?

- Ins Paradies des Proletariats, oder? - Wie haben Sie das erfahren?

Ein Gerücht. Ist es falsch?

- Nein. - Schade. Unser Dorf wird seines Bürgermeisters beraubt sein.

Aber trotzdem meinen herzlichen Glückwunsch.

Danke.

Auf Wiedersehen.

So eine Reise nach Russland ist doch was Herrliches. Nur etwas weit.

- Sagen Sie, Chef... - Was wollen Sie damit sagen?

Dass Russland sehr weit weg ist.

Es gibt dort weder Ausbeuter noch Ausgebeutete.

Jeder Arbeiter fährt liebend gern in das Land,

- das dem Volk die Freiheit geschenkt hat. - Wann fährst du?

Es handelt sich nicht um ihn, sondern um mich.

- Haben Sie etwas gegen Russland zu sagen? - Was? Ich?

- Fragen wir doch gleich den Vatikan. - Sei still.

- Würden Sie an meiner Stelle fahren? - Ich bin nicht an deiner Stelle.

Mit jedem anderen kann man von Mensch zu Mensch reden. Nur nicht mit Ihnen.

- Ich bin ganz Ohr. - Also. Was denken Sie über Russland?

- Das habe ich schon oft gesagt. - Könnten Sie einmal offen sein?

Nicht jeder kann nach Russland fahren. Mein Wissen stammt aus Büchern.

- Aber du weißt das doch besser als ich. - Natürlich weiß ich das.

- Warum fragst du dann? - Los, packen Sie Ihre Lügengeschichten aus!

Ich stecke sie Ihnen in den Rachen und Ihre Propaganda obendrauf!

Dort lebt es sich also nicht besser oder schlechter als hier.

Das habe ich nicht gesagt. Aber ganz deiner Meinung.

- Warum schreiben alle schlecht darüber? - Du weißt schon, die Politik...

Die Politik...

Vergessen wir, dass es um mich geht.

Jemand hat die Möglichkeit, eine gute Arbeit in Russland anzunehmen.

Welchen Rat würden Sie ihm geben?

Wenn's um Arbeit geht, würde ich ihm zuraten.

Ich hätte nicht gedacht, dass du so sanfte Hände hast...

Herr, er hoffte durch das Gespräch die Kraft zu finden, abzulehnen.

- Ich möchte nicht in seiner Haut stecken. - Und ich nicht in deiner!

- Wieso? - Woher hast du das Briefpapier der Partei?

Wir drucken in derselben Druckerei. Als der Setzer sich mal umdrehte...

- Nur ein kleiner Scherz. - Bring das sofort wieder in Ordnung.

- Unmöglich. - Hast du keinen Briefbogen mehr?

Nein, das ist es ja... Ich glaube, ich habe noch ein Blatt.

- Du weißt, was du zu tun hast. - Jawohl, Herr.

Ein paar Tage später bekam Peppone einen Brief,

in dem seine Russlandreise abgesagt wurde.

Und Jesus erhielt einen anonymen Dankesbrief.

Fantastisch, sie haben einen Festumzugswagen!

- Wer sie? - Don Camillo.

Es ist ein großer Fisch, auf dem steht.

"Nehmt euch vor dem roten Fisch in Acht!"

- Der Fisch hat einen Bart, so wie sie! - Dummkopf!

Seht ihr? Soviel zum Thema Versprechen!

Aber er wird nicht weit kommen.

Sehen Sie mich kurz an. Fällt Ihnen etwas auf?

Jetzt ist nicht die richtige Zeit für so etwas.

Marcchetti der Faschist!

Der ihm und Don Camillo Rizinusöl zu trinken gegeben hatte,

um ihnen die Ideen auszutreiben. Danach hatte er das Dorf verlassen.

Verzeihung, Hochwürden.

Peppone verfolgt mich.

Gewähren Sie mir Asyl.

Ich sehe wohl Gespenster! Bist du unter die Rothäute gegangen?

Ich wollte das Dorf wieder sehen. Da habe ich mich verkleidet.

Aber Peppone hat mich trotzdem erkannt.

Keine Angst, dieses Haus ist unantastbar. Hier bist du sicher.

Danke.

Jetzt fängt es wieder an zu schütten.

Du wärst hier noch sicherer,

wenn zwischen uns nicht ein gewisses Glas Rizinusöl stünde.

Das ist doch schon so lange her. Bubenstreiche.

- Da waren wir beide noch dumme Jungs. - Alle drei!

Ich bin durch das Schlafzimmerfenster gekommen.

Ich hab zwei Rechnungen zu begleichen. Eine mit Ihnen...

und eine mit diesem Herrn.

Der Arzt hat mir gesagt, dir dieses Rizinusöl zu verabreichen.

Du leidest unter Verstopfung? Dann wird dir das hier gut tun.

Beeil dich. Sonst könnte mir die Stange aus der Hand rutschen.

Trink! Los, trink!

- Schmeiß die Stange weg! - Es ist geladen.

Weg damit oder ich schieße! Was ich sage, meine ich ernst.

Und jetzt trink.

Ich zähle bis drei.

Eins...

zwei...

Deine Roten sollen mich fertig machen, aber zur Hölle fahre ich nicht allein!

Ein hervorragendes Öl. Es wird dir bestimmt schmecken.

Machen Sie keinen Unsinn oder ich schieße!

Damit kannst du dem Bleichgesicht nichts anhaben. Es ist nicht geladen.

Trink! Los, trink!

Ich zähle bis drei, dann mache ich Rothautpastete aus dir!

Riecht ranzig. Es hat schon lange auf dich gewartet.

Wenn sie dich nicht erwischen sollen, dann nimm die Beine in die Hand!

Kommt zur Gewalt jetzt auch noch Lüge?

Hätte ich gesagt, es sei ungeladen, hätte Peppone ihn massakriert.

- Und als er Peppone zwang zu trinken? - Dann hätte er es nicht getrunken.

Eine Schande. Und das alles nur, um dich zu rächen.

Verzeihung, Herr. Ich sehe das anders.

Das war keine Rache, das war Gerechtigkeit.

Ich weiß, Camillo, dass du einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hast.

Was willst du damit sagen, Herr?

Die Gerechtigkeit fordert, dass Gewalt und Lüge bestraft werden.

Ja, Don Camillo. Du hast richtig verstanden.

Weißt du, Herr, das wird mich an meine Jugend erinnern.

Ein Hauch von Jugend...

Alle Schleusen des Himmels waren geöffnet.

Der Umzug musste abgesagt werden.

Es regnete Tag und Nacht.

In dieser Untergangsstimmung

nahm der Kleinkrieg der Kinder eine tragische Wendung.

Eine Steinschlacht am Dorfrand.

Die Kinder noch erbitterter als die Väter.

Plötzlich floss Blut.

Schädelbruch. Wir müssen ihn sofort in meine Praxis bringen.

Wer war das?

- Wer? - Mario Cagniola. Sie bewarfen sich gegenseitig mit Steinen.

Die Väter hassen sich und die Söhne. Biete dem Einhalt.

Du wurdest für sie gekreuzigt und bist machtlos.

Die Welt ist noch nicht zu Ende. Sie ist kaum über den Anfang hinaus.

Unsere Zeitrechnung ist etwas anders. Du darfst den Glauben nicht verlieren.

Verzweifle nicht an den Menschen. Wir haben noch viel Zeit, Don Camillo.

Er liegt im Sterben.

Zünden Sie die sofort an.

Nein, nicht vor dem da. Der gehört eurem Lager an.

Vor dieser da, die keine Politik macht.

Er hat eine winzige Chance, durchzukommen.

Der Arzt hat gesagt, morgen wissen wir mehr.

Dieser Unglückliche hat Gott gelästert.

Aber wie mit einem Mann streiten, dessen Kind stirbt?

Schon gut. Mir missfällt nur, dass er meine Mutter "diese da" nannte.

Du hast dich verhört. Er sagte: "Lieber vor der heiligen Jungfrau da."

Schön. Als er aber von mir sprach, sagte er "der da".

Damit wollte er nicht dich treffen, sondern mich.

Verzeih mir. Ich glaube, er wartet auf mich.

Und Don Camillo rannte raus.

Aber es war nicht Don Peppone, der ihn rief:

Es war das süße und naive Herz von Don Camillo, das Don Camillo rief.

Das süße Herz eines derben Priesters des Volkes.

Hier. Die tun's genauso gut.

Peppone hat sie für dich gebracht. Sie sind klein. Aber er hat kein Geld.

Es würde mich nicht wundern, wenn er sie auf Kredit gekauft hätte.

Man könnte fast meinen, sie leuchten heller als die übrigen.

Das alles ist wunderschön, Don Camillo.

Entschuldige mich, Herr.

Peppones Sohn wurde gesund. Und die Sintflut ging weiter.

Der Fluss gab Cagniola Recht. Er sprengte alle Dämme.

Er gab Peppone Recht und schwemmte das Land und alle Weinstöcke fort.

Ja, Herr Präfekt.

Ja, Herr Präfekt, ja.

Ja, Herr Präfekt. Wir evakuieren alles bis da, wo der Damm noch intakt ist.

Sind die Lastwagen unterwegs?

- Er hat nur noch drei. - Nur drei?

Was soll ich denn mit drei Wagen anfangen?

Ja, natürlich... Entschuldigen Sie.

Und ein Krankenwagen... Ja, gut... Ein Krankenwagen.

- Herr Präfekt... - Seit zwei Stunden ist das halbe Dorf auf dem Damm!

- Wo bleiben die Wagen? Die Flut steigt. - Die Wagen sollten um zwölf da sein.

- Wie spät ist es? - 12.35 Uhr.

12.45 Uhr.

Es ist genau 1 Uhr.

Es ist 1 Uhr.

Moment... Es ist zehn vor eins.

In der Stadt ist es Viertel vor zwölf.

Sie sollen sich beeilen... Sie können sich auf mich verlassen, Herr Präfekt.

Nutzen Sie Ihre moralische Autorität, um die Widerspenstigen umzustimmen.

Wir müssen möglichst viele wegbringen.

Das Bahnhofsviertel ist geräumt, aber am Haus des Volkes...

Ich helfe Ihnen.

Sagen Sie,

haben Sie dran gedacht, Ihre Waffen ins Trockene zu bringen?

Die proletarische Revolution fällt sonst ins Wasser.

Dann nehme ich Ihre. Die sind bestimmt auf dem Kirchturm.

Da habe ich nur Proviant hinaufgeschafft.

Wollen Sie hier bleiben?

Ich war zweimal weg. Das hat mir gereicht.

Er will mal wieder den Helden spielen! Immer die anderen übertreffen!

Das Unglück ausnutzen für Ihre Propaganda!

Ich verzeihe Ihnen.

Sie sehen ja noch im Himmel und den Sternen ein politisches Manöver!

Verzeihung, ich werde gebraucht.

Ersaufen Sie! Die Überschwemmung hätte dann mindestens einen Sinn gehabt.

Danke.

- Können Sie wenigstens schwimmen? - Wie ein Stein.

- Ist deine Familie weg? - Ja.

- Ich vertraue dir meine Sippschaft an. Ich bleibe. - Wo bleibst du?

Hier. Ich will nicht, dass dieser Kerl im Kirchturm den Märtyrer spielt.

Wenn wir wiederkommen, hat er das Dorf gerettet!

Weine nicht, ich werde hierbleiben und auf alles aufpassen.

Wie schön!

Und der alte Spiletti stirbt?

Nein, nein, es ist dasselbe wie immer.

Sprach er über seinen Vertrag mit mir?

Ich bin kein Buchhalter, ich bin Seelsorger.

Genau, ich hab ihm meine Seele für 1000 Lire verkauft.

Ich unterschrieb einen Vertrag.

Seelen waren für dich ohnehin immer eine Priestererfindung. Tut es dir Leid?

Der dreckige Reaktionär wird zur Hölle fahren.

Was macht er mit dem Vertrag, wenn er stirbt? Erbt ihn sein Sohn?

Ich will den Vertrag! Das Geld kriegt er zurück.

Komm in die Kirche, er ist im Glockenturm.

- Wer? - Spiletti.

Er wollte mich nicht allein lassen.

Ich habe noch Platz im Wagen.

Gestatten?

Mario! Hilf deinem Freund.

Auf geht's. Steigt ein. Vorwärts.

Pass gut auf den Kleinen auf.

Ich komme so bald ich kann. Mach dir keine Sorgen.

Benehmt euch. Wiedersehen!

- Danke, Cagniola. - Nichts zu danken.

- Fahren Sie! - Ich komme so schnell es geht nach.

- Gute Reise! - Wiedersehen!

Geben Sie ihm den Vertrag zurück. Das macht ihn krank.

Das ist der Knoblauch. Was sonst, wenn man nur Eingeweide im Innern hat?

Was in meinem Innern vorgeht, geht Sie nichts an. Da sind Dinge...

Ein Ding... Das verstehen Sie nicht.

Hier. Ich brauche ihn nicht mehr. Mein Geschäft ist abgeschlossen.

Behalt deine 1.000 Lire. Das war es wert.

Die Sache ist rückgängig gemacht. Jeder nimmt sein Eigentum zurück.

Hier.

Nehmen Sie es wenigstens.

Dieses verfluchte Geld ist nicht mal gut für die Armen.

- Jetzt ist alles in Ordnung? - So sicher, wie es einen Gott gibt.

Schön.

Jetzt, da du deine Seele wieder hast, denk dran, sie zu reinigen.

Ich brauche Ihr Waschmittel nicht.

Herr, wer soll nur diese Menschen verstehen?

Ich, Don Camillo.

Ich schaue in der Stadt noch mal nach, ob wir auch keinen vergessen haben.

Viele Familien mussten die Nacht auf dem Damm verbringen.

Ein kalter, nebliger Sonntag brach an.

Das Wasser stieg weiter.

Auch die größte Überschwemmung ändert nichts daran, dass Sonntag ist.

So. Aber nicht wie ein Verrückter dran ziehen. Es ist nicht sehr stabil.

Durch die Überschwemmung ist der Riss wieder größer geworden.

Keine Sorge. Ich halte die Stellung!

Es ist die Messe.

Meine Brüder!

Meine lieben Brüder.

Da wir uns unter diesen Umständen nicht zur Messe versammeln können,

lasst uns ein Gebet der Hoffnung zum Himmel senden.

Der Mensch hat schon andere Sintfluten erlebt.

Eines Tages wird das Wasser wieder zurückgehen,

die Sonne wird wieder scheinen,

Wir werden uns dann an die Brüderlichkeit erinnern,

die uns in diesen Stunden vereint hat.

Wir werden wieder kämpfen, ein jeder, wie es ihm von Gott gegeben wurde,

auf dass die Sonne heller scheine,

auf dass die Blumen schöner blühen

und auf dass das Elend eines Tages

aus unseren Städten und Dörfern verschwinde.

Unsere Zwietracht werden wir vergessen

und anstatt zuzubeißen, versuchen wir zu lächeln.

Es wird alles ganz leicht sein,

und unser Dorf wird ein kleines Abbild vom Paradiese sein.

Gehet hin in Frieden, Brüder.

Ich bleibe hier, um die ersten Sonnenstrahlen zu begrüßen.

Die Glockenklang soll weithin die frohe Botschaft des Erwachens tragen.

Gott ist bei euch.

Amen.

Stopp!

Danke, o Herr, dass du deinen unwürdigen Diener bei dir aufnimmst.

Don Camillo. Hochwürden. Ich bin es, Peppone.

Dieser Kerl hier, Herr? Das ist doch nicht möglich.

Du bist wirklich überall!

Ich dachte, ich wäre im Paradies. Du warst auch da.

Da wusste ich, dass es das Fegefeuer ist.

Sollte ich je da hochfahren, hoffe ich, Ihnen nicht zu begegnen.

Der Himmel ist groß genug.

- Hast du mich aus dem Wasser gezogen? - Der größte Fehler meines Lebens.

Hier.

Was? Sie sind auch hier?

Ich habe beschlossen, erst zu sterben, wenn alles wieder in Ordnung ist.

- Er sagt nichts mehr. - Er spart seine Kräfte. In den Krankenwagen mit ihm.

Eine Trage!

Sie bleiben hier?

- Was glaubst du? - Dann sind wir zwei.

Sind Sie der Bürgermeister? Sie müssen sich um die Evakuierten kümmern.

Beeilen Sie sich. Ich nehme Sie mit.

- Bürgermeister, tun Sie Ihre Pflicht. - Hätte ich Sie bloß nicht gerettet!

- Wissen Sie, was das ist? - Ein Nagel, nicht?

Wenn ich wiederkomme, schlucken Sie den hier, und zwar quer!

Wenn deine Uhr wieder vorgeht, wachsen ihr überall Nägel.

Wenn Ihre falsch geht, fackel ich Ihren restlichen Turm ab.

Du bist schuld, dass er auseinander gebrochen ist.

Ich fürchte weder einen nassen noch einen trockenen Pfarrer!

Beinahe wären wir in Wut geraten.

Es ist genau zehn Uhr.

Was habe ich gesagt? Die Sonne kommt heraus!

- Ich dachte, die gibt's nicht mehr. - Wir können wieder nach Hause!

Mach's gut, Kleiner.

Gute Reise, Don Camillo. Die Sonne ist wieder da.

- Wir sehen uns Sonntag in der Kirche. - Ich muss Sie leider allein lassen.

Wenn Sie wieder ins Wasser fallen, wäre ich gerne dabei.

- Um mich zu ertränken? - Ja, genau.

Hier. Sie werden sich zu Tode langweilen, so ganz allein.

Da haben Sie sicher Zeit, eine gute Zigarre zu rauchen.

- Danke. - Meine letzte.

Ich schicke Ihnen welche. Mit dem Proviant.

Passen Sie gut auf sich auf!

Sie auch, Herr Bürgermeister. Und einen Gruß an den kleinen Lenin.

Mache ich.

Auf Wiedersehen, bis bald!

Wiedersehen, Don Camillo!

Beschütze sie, Herr.

Schütze sie und vergib mir, dass ich mich im Paradies wähnte.

Dort war nicht alles perfekt, aber ich war glücklich.

Du hast keine Zeit, um auszuruhen. Du hast noch so viel zu tun.

Stets zu Diensten, Herr.

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