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Original subtitles

-Es ist nervenaufreibend. -Ein wenig.

Aber Danke. Freut mich, dass Ihr mich mitnehmt.

Ich schätze Eure Gesellschaft. Ihr lacht über meine Witze.

Die Geschichten über Eure Kindheit in Deutschland sind lustig.

Wüsste ich doch nur, was ein Gugelhupf ist.

-Nur ein Kuchen. -Ich dachte, es sei ein kleiner Biber.

Nun, das ändert den Sinn vieler Eurer Geschichten.

Bereitet Euch auf etwas Ungemach bei der Ankunft vor.

Ja, natürlich.

Meine Damen.

Hoheiten. Wie schön, dass Ihr gekommen seid.

Ihr seid eine Inspiration für uns alle.

Möchtet Ihr ein Macaron, General?

Wir haben 300 davon für die Männer.

Dürfte ich ein paar nehmen?

Folgt mir.

Was riecht hier so?

Leichen. Schlamm.

Pferdemist. Kanonenrauch.

Das ist kein Ort für Frauen.

Wenn hier russische Männer sterben, ist es ein Ort für uns.

Wie läuft der Krieg, General?

Wir haben einige Rückschläge erlitten.

Was dem erbärmlichen Schweden völlig fehlt ist unser großer russischer Kampfgeist.

Der garantiert am Ende immer den Sieg.

-Also verlieren wir. -Katharina!

Konzentriert Euch auf die Männer und nur auf den Sieg.

Sie brauchen Hoffnung.

Darf ich Euch ein Macaron anbieten?

Ich habe meine Finger verloren.

Das tut mir sehr leid.

Ich lege es einfach in Euren Mund.

Es ist Pistazie, falls das hilfreich ist.

Vielen Dank.

Vielen Dank für Euren Besuch.

Gerne doch.

Guten Morgen, Hauptmann.

Möchtet Ihr ein Macaron?

Ich habe Erdbeere oder...

Erdbeere wäre wundervoll.

Es hieß, Ihr wäret bereit, für ein Gemälde zu posieren.

Ja, in der Tat, General.

Was immer die Moral der Männer steigert.

Ein großes, triumphales Gemälde von Euch beiden wird das sicher.

Wir kleiden nur die Toten.

Was?

Zu wenig tote Schweden, also ziehen wir unseren Toten deren Uniformen an,

für einen triumphalen Haufen.

Hussa!

Könntet Ihr mir ein siegessicheres Lächeln schenken?

*eine gelegentlich wahre Geschichte.

Krieg und Kotze

Halt.

Geht es Euch gut?

Natürlich.

Was auch immer es war, es schwebt jetzt im Wind.

Ihr auch? Wir können anhalten.

Ich will schreien, aber gegen die Welt, dafür dass sie das zulässt.

Krieg ist unvermeidlich,

schon seit Höhlenmenschen einander töteten, um das Feuer zu kontrollieren.

Nein. Es ist eine Entscheidung.

Was in unserer Natur liegt, ist keine Entscheidung.

Ich überlege, ob ich ein Macaron vertrage oder nicht.

Scheiße!

Geht doch.

-Lasst es raus. -Wir müssen dem widersprechen.

Wir dürfen Männer nicht diesem Horror, der Leben und Hoffnung zerstört, aussetzen.

Russland kann so nicht weitermachen.

-Wir werden siegen. -Zu welchem Preis?

Nun, der Trick dabei ist,

zu wissen, wann der Preis zahlbar ist und wann nicht mehr.

-Das ging zu weit. -Ich habe Schlimmeres gesehen.

Aber ich bewundere Euer Herz und Euer Feuer.

Das hat mich sehr mitgenommen und ich werde es nie vergessen.

Was?

Ich hoffte, es würde geschehen. Ihr seid dabei, eine Russin zu werden.

Verfickt und zugenäht!

Genau.

Du verdammtes Biest.

Du musst den Krieg beenden.

Habe ich gerade. Madame Dimow hat gewonnen.

Ich muss essen. Ich verhungere.

Es gibt Elchtatar mit frischem Meerrettich und Wachtelei.

Ich war an der Front.

Mit Elisabeth? Warum tut sie das?

Als ob die Männer von einer Frau mit Macarons beworfen werden wollen.

-Sie sterben dort. -Das hoffe ich doch.

Sonst wäre das kein Krieg.

Und warum sind wir im Krieg?

Ich... muss den Schweden eine Lektion erteilen, wie mein Vater vor mir.

-Du musst ihn beenden. -Werde ich, nach unserem Sieg.

Aber wir gewinnen nicht.

Daher kann ich ihn nicht beenden.

Das musst du!

Weil Männer sterben?

So ist das im Krieg.

Es schmerzt dich, und ich verstehe das,

da du ein weiches Herz hast, aber...

Den Meerrettich reiben, nicht schneiden!

Sie sterben elendig ohne Grund.

Zum Ruhme Russlands, nicht ohne Grund.

-Rede mit den Schweden. -Ich würde eher sterben.

Nun, du nicht, aber Tausende andere.

Ja, freudig, zum Ruhme Russlands.

Wenn wir gesiegt haben, sind sie nicht sinnlos gestorben.

Du bist keine Russin, die das versteht. Daher verzeihe ich dir den Ton.

Geh. Ich möchte in Ruhe essen.

Sagt Louis, dass ich Borschtsch will.

Was zum Teufel?

Es ist nichts.

Du hast Blutergüsse.

-Er war etwas außer sich. -Wichser.

Es ist nichts.

Mir geht es gut. Vergiss es.

Fühlst du dich besser?

Ich gehe baden und kleide mich an, dann spielen wir Bridge, wie geplant.

Swetlana.

Lass mir ein Bad ein.

Verpiss dich! Geh.

Grigor, probier das Schwarzbrot mit Elchlippen. Das macht meinen Schwanz hart.

Eine Leistung, angesichts deiner Frau.

Verdammt lecker. Da ist ja auch Louis' herrlicher Borschtsch.

Wisst Ihr noch, wie wir das Schwein erlegten?

Es rannte genau auf uns zu.

Wir wären tot, hätten wir es nicht getroffen.

Hätte ich es nicht.

Toller Tag.

-Willst du etwas? -Ich habe schon gegessen.

Lasst uns danach Handball spielen.

Gehen wir jetzt.

Lasst das Essen besser stehen.

Louis' Borschtsch? Bist du verrückt? Natürlich nehme ich das mit.

Zeus.

Geht es Euch gut?

Ja.

-Etwas komisch ist mir schon. -Komisch?

Etwas... furzig.

Wollt Ihr aufhören? Liegt es am Käse?

Ich trinke das.

Jetzt geht es wieder.

Oh, Scheiße. Mist!

Alles in Ordnung?

Ja.

Gräfin Belanowa ist aus Europa zurück.

Ich will Euch unbedingt von den Brücken und Glockentürmen in Florenz erzählen.

Gerne doch.

Oh Gott!

Oh, ich habe es vermisst, am Hofe zu sein.

Du wurdest vermisst.

Ich komme!

Warum hört Ihr auf?

Tut mir leid, ich fühle mich unwohl.

Denkst du ständig daran?

Ja, tue ich.

Voller Blut und Schlamm.

Es war schrecklich.

Ich stand da in einem lächerlichen Kleid und reichte ihnen Pistazienmacarons.

Du gabst ihnen einen Moment des Friedens.

Das ist nicht genug. Ich schäme mich.

-Fühltest du dich als törichte Prinzessin? -Genau.

Und du sagst mir, ich soll es vergessen und schlafen. Sie mochten die Macarons.

Ich ertrage die Tatenlosigkeit nicht.

Die Herzlosigkeit.

Von mir?

Ja. Von allen an diesem verdammten Hof.

Du fühltest dich töricht, weil du es bist.

Was?

Du trugst ein goldenes Kleid und verteiltest Süßes an sterbende Männer.

Es ist so, wie es sich anfühlt.

Ich verurteile dich nicht dafür, aber erspare mir den selbstgerechten Hass.

Du bist gemein.

Tut mir leid. Ich...

Und du bist ein Lump, dem alles außer Wein, Liebe und Poesie egal ist.

Ich mag zwar Wein und Poesie, aber die Dutzenden Kerle,

mit denen ich aufwuchs, die in diesem Krieg starben, mochte ich auch.

Du kanntest also Jungs, die starben, und deine Antwort darauf ist ein Sonett?

Auch nicht besser als meine Macarons.

Sie wussten, dass dies Russland ist und sie Kanonenfutter sind.

Daher will ich ihnen die Ehre erweisen, keine sinnlose Wut vorzutäuschen.

-Die ist nicht vorgetäuscht! -Vielleicht nicht, aber sinnlos.

Da widerspreche ich.

Und ich mag dich gerade nicht.

Na und? Wahrheit ist Wahrheit.

Ich werde kein ohnmächtiges Leben führen.

Dann lebst du wohl im falschen Land.

Der Kaiser wird sterben.

-Wie geht es ihm? -Er ist sehr krank.

Können wir reingehen?

Alle sollen draußen bleiben.

Aus Angst vor Ansteckung.

Er hat sich in der Nacht ständig erbrochen

und er hat hohes Fieber mitsamt wilden Wahnvorstellungen.

Der Arzt und der Erzbischof sind bei ihm.

Verzeihung.

Wie geht es ihm?

Er ist extrem krank.

Wir fürchten, es könnte Cholera sein.

Cholera?

Ich vermute, dass er sie von einem besessenen nachtaktiven Tier hat.

Wohl von einem Dachs.

Wo soll er einen besessenen Dachs getroffen haben?

Wenn es Cholera ist, wird er sterben, nicht wahr?

Dieser Ausgang ist wahrscheinlich.

Oh, mein kleiner Liebling.

Der Arzt arbeitet an der Heilung. Vielleicht ist es etwas anderes.

Hat er etwas gesagt? Redet er?

Er spricht mit Unterbrechung.

Vieles davon ist wirr.

Er sagte, er sei ein Wolf, der schwedische Kinder zum Frühstück verspeist.

Und er erzählte, was er mit einigen Damen machen will...

Ich erspare Euch die Details.

Dann kamen weitere Anfälle von Durchfall und Erbrechen.

-Ich gehe zu ihm. -Riskiert nicht Euer Leben.

Ich will bei meinem Freund sein.

Ich wusste nicht, dass Euer Mann so mutig ist.

Oh ja. Das ist bekannt.

Verpiss dich, Vogel.

Ich fürchte, es ist der blaue Tod, aber er ist stark.

Mit Gottes Segen überlebt er vielleicht.

Dafür beten wir aufrichtig.

Ist es die Cholera?

Zweifellos. Ein schlimmes Leiden.

Ich habe dafür verschiedene Heilmethoden perfektioniert.

Er sollte eine tote Maus um den Hals tragen,

um die Krankheit herauszulocken.

Hallo, pelziger Freund.

Er darf kein blaues Essen zu sich nehmen.

Gibt es blaues Essen?

Ich mache ihm einen Stärkungstrank mit Essig und Arsen.

Sehr gut.

Sterbe ich?

Wenn es die Cholera ist, könnte er noch heute tot sein.

-Genau. Das bedeutet... -Ja.

Ja, es wird Euer sein. Ihr werdet Russland regieren.

Nach all unseren Planungen...

Fällt es Euch in den Schoß.

Angesichts dieser schrecklichen Lage

wird eine Beratung über die mögliche Machtübertragung einberufen.

An mich.

In der Tat. So scheint es.

Ihr seid die nächste... sollte das Schlimmste geschehen.

Bereitet Euch mit Gebeten vor. Der Senat wird einberufen.

Ich begrüße das.

Nicht seinen Tod.

Der ist schlimm, und... traurig.

Wir hoffen auf das Beste.

Gott wird uns beistehen. Das tut er immer.

Es geschieht. Es passiert wirklich.

-Mir ist etwas schwindelig. -Mir auch.

Ihr müsst Euch vorbereiten.

Es gibt viel zu besprechen. Ich organisiere das.

Ihr müsst die Senatoren überzeugen. Inspiriert und beruhigt sie.

-Das ist meine Art, Orlo. -Ich weiß.

Das Schicksal hat die Tür früher als erwartet aufgestoßen,

aber wir werden hindurchlaufen.

Bist du je gekommen und hast gleichzeitig gekotzt und geschissen?

Es ist atemberaubend.

Was tust du da?

Was du von mir wolltest. Etwas.

Scheiße!

Dein Blick sagte zu mir: "Sei ein Mann."

-Du hast ihn vergiftet? -Arsen aus der Wand im Borschtsch.

Was wird mit uns, wenn er tot ist? Denk daran, was Peter uns verschafft.

-Du wolltest das nicht? -Ja. Nein. Ich sagte nicht... Nur...

Unsere Situation ist komplex. Aber auch einfach.

Mit ihm haben wir ein sicheres Leben, Luxus, einen Platz am Hof.

Wer würde ihn ersetzen? Katharina?

Wir sind nichts für sie. Was wird dann mit uns?

Wir sind da.

-Georgina. -Oh, Schatz.

Ist ja gut.

"Ich werde dieses Land in ein neues Zeitalter führen."

Morgendämmerung?

Ort?

Alles davon.

Was werdet Ihr tragen?

Was? Wen kümmert das?

Ihr präsentiert Euch als Kaiserin von Russland.

-Ihr müsst gut aussehen. -Es zählt nur, was ich sage.

Als Frau ist es viel wichtiger, was man trägt.

-Marial, das ist... -Sehr wahr.

Ich suche was heraus, dann helft Ihr mir, mit meiner Liste.

Welche Liste?

Von denen, die mich als Magd verachtet und missbraucht haben,

und an denen ich mich räche,

wenn er tot ist und Ihr mich auf meinen Status wiederherstellt.

Das werdet Ihr doch, nicht wahr?

Ich will nicht anmaßend sein. Obwohl ich gerne Eure Magd bin,

wobei "gerne" ein ungenaues Wort ist...

Deine Liste kann warten.

Lass mich jetzt bitte schreiben.

Das ist mein Schicksal.

Wir haben hier darüber gesprochen.

Und du hast mich an jenem Tag gerettet. Ich danke dir.

Ich suche Euer Kleid aus. Es ist ein großer Tag für mich.

Für Russland.

Dafür auch.

Hallo. Ich schreibe gerade.

Wenn Peter stirbt, wirst du Kaiserin.

Ich weiß. Es ist ein besonderer Tag.

Ich kann dann den Krieg beenden.

Und so vielleicht unseren Streit gewinnen.

Der war bitter und ich wollte dich schlagen.

Ich sage dir immer die Wahrheit. Ich akzeptiere die Gefahr.

Also, willst du das?

Kaiserin sein?

Das tue ich.

Mit dir an meiner Seite.

Niemand schreit mich so gut an. Vielleicht brauche ich das.

Wir brauchen einander.

Er hat das gegessen?

-Peter? -Oh Gott, ja.

Jemand hat ihn vergiftet, verdammt.

Wie kommt Ihr darauf?

Er hat es gegessen und liegt im Sterben. Der Hund hat es gefressen und ist tot.

Scheinbar.

Ja, verstehe. Definitiv... möglich.

Erwähnt die regionale Stabilität und deren Bedeutung.

Stärkt den Status quo, erschreckt sie nicht.

Versprecht viel, lasst den Krieg unerwähnt und...

Meine Herren?

Es ist ein schrecklicher Moment für unser Land.

Ich bin als Deutsche hierher gekommen,

aber als ich das Land sah, änderte sich mein Herzschlag

und mein Blut strömte, als wäre ich zum ersten Mal geboren.

Falls der Kaiser stirbt,

sollt Ihr wissen, dass mein ganzes Herz dem Volke dienen wird.

Das Erste, was wir tun müssen, ist, den Krieg mit Schweden zu beenden,

unsere leidenden Soldaten von der Front abzuziehen,

damit keine jungen Russen mehr vergeblich ihr Leben lassen.

Es wird keinen Krieg mehr geben. Hussa!

Ihr wollt also das von Schweden eroberte Land aufgeben?

Sie sind tief in unserem Territorium.

Sie haben Wyborg eingenommen.

Was ist Wyborg?

Eine Stadt.

Mit etwa 50.000 Seelen, die wohl nicht erfreut sind, nun Schweden zu sein

und jeden Abend Fleischklöße und Preiselbeeren zu essen.

Nun, ich habe die aktuelle Karte nicht gesehen.

Außerdem, Kaiserin, wäre da noch die Hungersnot im Ural.

Im Ural? Jetzt hätte ich gerne eine Karte.

Natürlich. Eure Neuheit ist... wie sie ist.

Die erfrischende, unabhängige Sichtweise der Kaiserin wird ein Gewinn sein.

Lasst mich die Situationen erfassen.

Das wäre sehr gut, Kaiserin.

Ich habe mir Notizen gemacht.

Zweifelt nicht daran, dass das russische Volk Bildung erhalten

und aus der Knechtschaft befreit werden wird.

Ich werde die Leibeigenschaft umgehend beenden.

Ihr wollt also die wirtschaftliche und kulturelle Basis

unserer Gesellschaft zerstören?

Scheiß Deutsche.

Das ist mutig, aber wir werden...

Die Kaiserin scherzt sicher.

Damit müssen wir uns jetzt nicht befassen und...

Ich... Die Details dazu... werden...

Rechtzeitig ausgearbeitet.

Natürlich ist es zu viel verlangt, dass die Kaiserin...

Weiß, wovon sie spricht. Das stimmt.

Sie ist neu und wird unsere Führung brauchen.

Ich glaube, wir sollten nun alle für die rasche Genesung des Kaisers beten.

Ich...

Ja, natürlich.

Ihr habt einen Ausschlag am Hals.

Ach ja?

Richtig.

Das war eine Katastrophe.

Es hätte besser laufen können.

Ich weiß nichts über Russland.

Ihr werdet es kennenlernen und es Euch...

Habt Ihr gehört? Der Kaiser wurde vergiftet.

Möglicherweise.

Tschechow hat es bestätigt.

Arsen in seinem Borschtsch.

Vergiftet? Wart Ihr das etwa?

-Natürlich nicht. -Nein.

Wer dann? Und wenn es jemand war, ist es vielleicht ein Putsch.

Ein anderer.

Der den Thron besteigen will.

Ihr habt es also gehört. Marial?

Ich war es nicht. Ich hasse ihn und bin froh, dass er stirbt.

Patriarch, das vorhin war nur ein Ausrutscher.

Da mein Mann stirbt, bin ich natürlich äußerst bestürzt.

Ich werde mich zusammenreißen.

Natürlich. Was mich zu Iwan bringt. Iwan lebt noch.

Der Zweite in der Thronfolge.

Iwan der Kleine? Ernsthaft?

Woher wisst Ihr, dass er lebt?

-Von Euch. -Was?

Im Vertrauen gesagt.

Das war nur ein Gerücht.

Ich kenne niemand, der ihn tatsächlich gesehen hat.

Vielleicht haben es andere gehört und wollen ihn auf dem Thron.

Und haben Peter vergiftet.

Und wollen mich nicht.

-Wird Katharina Kaiserin, bin ich gefickt. -Sind wir alle.

Und diesen Iwan kennen wir nicht einmal.

-Man darf nicht sehen, dass wir das tun. -Was tun?

Der Kaiser liegt im Sterben

und du isst Torte und trinkst Wein.

Boris hat Geburtstag.

Es sieht aus, als würdest du feiern.

Tun wir auch: seinen Geburtstag. Er wäre letzte Woche fast gestorben.

Überleg mal, wie das aussieht!

Es gibt eine Ausgangssperre. Wir müssen alle wegschicken.

Nein.

Aufzuhören ist sinnlos.

Überlebt Peter, geht es uns allen gut.

Stirbt er, sind wir alle am Arsch.

Also feiern wir halt.

Georgina, stimmt doch, oder?

Ja. Feiern wir, solange wir es noch können.

Komm mit.

Hey, was macht Ihr da?

Wir suchen nach Iwan.

-Raus hier! -Verzeihung.

-Raus. -Ist Iwan hier?

Verzeihung. Was soll das?

Entschuldigung...

Riegelt den Palast ab. Niemand darf rein oder raus.

Bewacht diese Tür. Keiner darf hinein.

Was soll das?

Bleibt in Euren Gemächern, zur eigenen Sicherheit.

Bleibt dort, bis ich die Sicherheit wiederhergestellt habe.

Ihr könnt mir nicht...

Wenn der Kaiser ein Ziel war, seid Ihr es auch.

Gut gemacht, Leutnant.

Sichert die Damen in den kaiserlichen Gemächern.

Befolgt ihre Wünsche.

Keiner darf ohne meine Erlaubnis hinein oder hinaus. Die beiden auch nicht.

Darf er das? Uns einsperren?

Wenn ein Mörder im Palast ist, muss sich die Familie schützen.

Versucht nicht, wegzugehen. Vor der Tür stehen Wachen.

-Ihr habt ihn doch nicht vergiftet, oder? -Nein.

Das wusste ich.

Ihr habt ein gutes Herz.

Schlimm, diese Frage. Schlagt mich. Ich habe es verdient.

Nein. Es ist ein konfuser Moment.

Ihr schient schlecht auf die Führung vorbereitet.

Natürlich wart Ihr es nicht.

Das konntet Ihr sehen?

Ein Ausrutscher. Ihr wusstet nicht, dass Ihr mal Kaiserin werden könntet.

Genau.

Tante Elisabeth.

Mein armer Junge.

Wie geht es dir?

Ich blute, also nicht sehr gut.

Ich hörte Diener von Gift flüstern.

Ja.

Muss ein Fehler sein.

Alle lieben mich. Ich bin ein wunderbarer Kaiser.

Ja.

Oh, du bist hier.

Jemand ist hinter uns her.

Sicher Iwan, der Wichser.

Möglich, aber nicht unbedingt.

Ich sagte immer, wir sollten ihn töten, falls seine Anhänger etwas versuchen.

-Seid Ihr schwanger? -Nein.

Enttäuschend.

Der Adel liebt mich, weil ich den Palast in eine große Party verwandelt habe und...

Und Frauen lieben mich wegen meinem großen Schwanz.

-Du musst nicht reden. -Wenn ich sterbe, regierst du Russland.

Sei bitte gnadenlos. Foltere jeden Verräter. Sei schrecklich.

Wäre ich doch nur schrecklich gewesen.

Peter der Schreckliche.

In vielerlei Hinsicht warst du das. Bist du es.

Ich bereue einiges. Es gibt Dinge, die ich gerne getan hätte.

Ich wollte den Juli nach mir umbenennen. Ihn Peter nennen.

Eine wunderbare Idee.

Jetzt musst du ruhen.

Du musst das Arschloch töten. Iwan.

Das ist verrückt.

Ich will das auch nicht.

Er ist süß.

Aber sie suchen nach ihm. Sie werden ihn finden.

Und wir werden in Gefahr sein.

Stimmt.

Er ist noch klein. Wir können es ihm sicher ausreden.

Er will nicht Kaiser werden.

Also, Iwan, heute ist sehr viel passiert.

Der Kaiser ist krank und könnte sterben.

Sie wollen mich holen, oder?

Darüber wollte ich mit dir reden.

Das sind schlimme Leute, die dich für ihre Zwecke benutzen wollen.

Würden sie mich nach draußen lassen, mir Wein geben und Jungen zum Spielen?

Ich habe versucht, dich gut zu behandeln, Schatz.

Das hast du. Versucht!

Ist es das, was du willst?

Das kannst du von uns bekommen. Ein Anwesen, Freunde.

Du bist zwar noch etwas jung für Wein, aber egal.

Sie hat Angst, Lieschen. Ich sehe es.

Habe ich nicht.

Aber ich will kein Blutvergießen.

Ich mag Blutvergießen.

Du weißt nicht mal, was das ist.

Du glaubst es zu wissen, aber das tust du nicht, verdammt.

-Zicke. -Reden wir von was anderem.

Wie wäre es mit Hunden? Wuff!

Ich bin neun, verfickt nochmal.

Ich denke, dieses Gespräch ist beendet.

Du wirkst müde und mürrisch, Schatz.

Was soll ich tun? Er ist unnachgiebig.

Ich habe ein Messer in meiner Tasche.

Wir sehen uns bald wieder.

Ich werde nett sein, versprochen.

Tante Lieschen, hilf mir, ein paar Worte zu zeichnen.

Natürlich, Schatz. Was immer du willst.

Sie beten für seine Genesung. Ich dachte, sie hassen ihn alle.

Sie suchen nach Iwan.

Wer auch immer das ist.

Geistliche und Wachen.

Es könnte Erzi sein.

Peter sagt, ich muss ihn töten.

Elisabeth auch.

Das ist Wahnsinn.

Sie haben Recht.

Was?

-Orlo... Ich kann kein Kind töten. -Ich will das auch nicht.

Aber wir müssen es tun. Wir wussten, es würde Blut fließen.

Ihr seid so nah an der Macht und so kurz vor dem Tod.

Welementow war schnell hier.

Er hat den Palast abgeriegelt und die Kontrolle übernommen.

Sieht zwar nach einem Putsch aus, aber ist er für Euch?

Kaiserin, Ihr müsst es tun!

Erzi?

Ihr habt nach mir gerufen?

Ich hatte einen schlimmen Traum.

Ich bin in einem Wald. Ich habe den immer wieder.

Ich bin ein kleiner Junge mit einer Krone in einem dunklen Wald.

Ich komme an eine Gabelung im Wald. Es gibt zwei Wege.

Ich tue einen Schritt, und dann...

...ist mein Bauch aufgeschlitzt und meine Eingeweide hängen raus.

Dann liege ich am Boden.

Dieser Rabe landet auf meinem Gesicht...

...und hackt in meine Eingeweide, während ich noch lebe.

Und ich schreie.

Kaiser?

Hier.

Wie ist sein Zustand?

Ihr wart schnell hier.

Ich erfuhr es auf dem Rückweg.

Ich kann noch immer schnell reiten.

Unterstützt Ihr die Kaiserin?

Sorgen wir uns erst einmal um seinen Tod und ihren Schutz.

-Was ist? -Wir haben die Kaiserin verloren.

Wach auf.

Komm schon.

Bitte lebe.

Ich bin noch nicht bereit.

Tötet den Mistkerl.

Rettet Russland.

Nein.

Das Leben von einem, um das Leben aller anderen zu verbessern.

Ich will ein anderes Russland, so wie du.

Aber nicht so.

Ihr kritisiert Orlo für Tatenlosigkeit, aber Ihr seid genauso.

Ich kann das nicht.

Dann tue ich es.

Nein!

Die Kaiserin ist weg.

Ihr wart schnell hier, finde ich.

Ja, das sagt Ihr ständig.

Ich weiß nicht, was...

Hallo. Wir sind nur...

Aufgebracht und hysterisch, wie Frauen oft sind.

Wachen und Geistliche suchen nach Iwan, Erzi.

Wisst Ihr etwas davon?

Ich bin dem Kaiser treu, und wenn er stirbt,

werde ich dem, was für Land und Volk am besten ist, treu sein.

Ist Iwan im Palast? Wissen wir das?

Steht Ihr beide hinter der Kaiserin?

Ich tue, was für Russland das Beste ist. Sollte Iwan das sein, dann sei es so.

Ich fürchte, das ist eine Sackgasse.

Zeigt ihn in der Großen Halle.

Damit die, die sich hinter ihm vereinen würden, erkennen, wie vergeblich das ist.

Natürlich wart Ihr stets meine erste Wahl, Kaiserin.

Ohne Frage...

Ich...

Ihr habt den Jungen getötet.

Gern geschehen.

Ich fühle mich...

...irgendwie hungrig.

Guter Weizenertrag im Kaukasus dieses Jahr.

Macht Euch das ganze Lernen langweilig?

Wenn ich an die Macht komme,

werde ich dieses Land in- und auswendig kennen.

Ich denke, das ist gut.

Tür.

-Ehemann. -Du warst nicht beim Frühstück.

Stimmt.

Ich habe was für dich.

Wohl der größte Diamant der Welt, mit interessanter Geschichte.

42 Menschen starben beim Ausgraben

und dem Transport aus Sibirien.

Aus Sibirien?

Eine riesige russische Provinz in Nordasien.

Sie besteht aus Tundra und Nadelwald und ist für eisige Winter bekannt,

ist aber Russlands Tor zum Pazifik

und wichtig für die Verbindung nach Amerika.

Genau.

Hübsch, nicht wahr?

-Danke? -Wofür?

Das solltest du jetzt sagen.

Ärgerlich, dass ich dir das sagen muss, bestätigt aber meine Vermutung.

Du bist noch sauer wegen den Knechten.

Ich war dagegen. Mehr nicht.

Du hast öffentlich widersprochen

und dich mit Eiter besudelt. Das darf nie mehr passieren.

Aber ich will nicht streiten, sondern hören,

dass du falsch lagst und dass der Diamant schön ist,

-und es hinter uns lassen. -Er ist schön. Danke.

Öffentlich bleiben wir einig.

Hussa. Soll ich deine Muschi lecken?

Ich... habe Blut.

Mag ich an Wurst, nicht an Muschi.

Ein anderes Mal.

Wo ist dieser junge Knecht?

Der Fallschirmjunge.

Von dir verbrannt.

Ach ja. Ich muss los.

Tür!

*eine gelegentlich wahre Geschichte.

Fleischbällchen in der Datscha

-Hey. -Guten Tag, mein Herr.

Ihr lauft?

Sieben Meilen im schönen Wald.

Nun geht es mir besser.

Es ging Euch nicht gut?

Ein wenig Trübsal.

Tschechow meint, es sei gelbe Galle,

die ich ausschwitzen und -bluten soll. Apropos.

Meine Gefühle sind durcheinander.

Trübsal, Wut, Übermut, alles auf einmal.

Hier draußen geht es mir besser.

Der Palast ist riesig, aber doch irgendwie beengt.

Man meint, die Mauern würden nach einem greifen.

Oft denke ich, dass die Wachen an den Türen tot sind.

Genau. Lustig. Lasst Ihr Euch einen Bart wachsen?

Vergaß, mich zu rasieren.

Bester Freund des Kaisers zu sein, hat Vorzüge.

Stimmt.

Ich habe ein prächtiges Anwesen, Weinberge, Kutschen.

Und ich liebe ihn.

Das ist der größte Vorzug, meine Liebe zu ihm.

Und ihr.

Alles in Ordnung?

Staubsturm.

Was?

Als Kind. Habe das Sandkorn nie rausgekriegt.

Seht.

Wow. Das ist...

Scheiße.

Ihr habt recht, die Bäume sind beruhigend.

Wir greifen in einer Woche an, bei Vollmond,

mit dem Segen des Kaisers.

Gewinnen wir?

Ich erhielt heute eine Nachricht.

Der schwedische Botschafter möchte heute Abend kommen.

Wir sollen für den Feind eine Party schmeißen?

Fragen wir uns, warum er reden will.

Es ist ein Zeichen.

Ich habe sie in der Mangel.

Oh Gott, Fettsack. So kämpfst du also?

-Lauf. -Was?

Lauf, verdammt.

Lauf.

Die Kirche hat so viel Geld in den Krieg gegen diese Lutheraner gesteckt,

und wird das auch weiterhin tun,

aber dass Welementow nicht so recht siegen kann...

Ich kann siegen!

Ich bewundere Glauben, und der Eure ist sehr bewegend,

aber er wirkt eher wie ein Wahn.

Genau. Orlo?

Ich bin unentschieden.

War klar, Schlappschwanz.

Wir machen das so:

Wir schneiden seinen Kopf ab, füllen ihn mit Fleischklößchen

und schicken ihn zurück.

Mir gefällt das, verdammt.

Ein äußerst elegantes und geistreiches "fickt euch".

Hussa.

Ich bin mir nicht sicher.

Den Feind zu reizen und sein Nationalgericht zu verspotten...

Welementow, Klappe!

Du planst das mit Tataren-Nick.

Es amüsiert den Hof und in den Dörfern redet man darüber.

Hallo. Ich habe etwas Weizen mitgebracht.

Wozu?

Im Ernst?

Ein eindeutiger Schwangerschaftstest.

Der Weizen blüht quasi sofort auf.

Ich hoffe, Ihr seid nicht unfruchtbar. Das wäre nicht gut.

Klingt unheimlich.

Gar nicht. Dumm von mir, das zu sagen.

Ich werde jeden Tag Weizen bringen,

und bald wird Eure Pisse von einem Baby zeugen.

Ich spüre Eure Fruchtbarkeit.

Die Schlacht von Wladiwostok.

Was?

Von der Schlacht erzählte mein Vater. Ein berühmter Sieg.

Der erste unter Eurer Führung.

Er sagte, Ihr wart ein Genie.

Ist lange her.

Glaubt Ihr an Schicksal? Bestimmung?

Wenn man jung ist, nennt man Hoffnung Bestimmung.

Ist man alt, wird sie zum Schicksal.

Ich möchte Euch etwas zeigen.

Seht Euch meinen Schenkel an.

Tue ich.

Und wie ich das tue.

Dieses Muttermal erschien auf meiner Haut.

Erkennt Ihr die Form?

Ich habe mit vielen Gefühlen zu kämpfen.

Der Geruch von Jasmin schwebt mir vor,

also ist das Fokussieren etwas...

Die Form. Denkt an eine Karte.

Es...

Es ist...

Es ist Russland.

Ja.

Es erschien einfach.

Das muss etwas bedeuten. Meint Ihr nicht?

Es ist seltsam.

Schicksale und Bestimmung, danach fühlt es sich an.

Im Herzen bin ich Russin.

Ich möchte uns helfen.

Vielleicht könnt Ihr mir helfen.

Wie?

Planen wir.

Das ist verdammt dumm.

Planen wir.

Was ist?

Der Kaiser will den schwedischen Botschafter köpfen,

beim Bankett, seinen Schädel mit Fleischklößchen füllen,

und ihn nach Schweden schicken.

Das ist irre.

Ich bin kein Freund der Schweden,

aber das macht sie entschlossener und unnachgiebiger.

Ich sehe mir Eure...

Eure...

Karte später noch genauer an.

Ergründet eher deren Bedeutung.

Ja, genau.

Wir reden noch weiter.

Der Kaiser kommt, sie setzen sich, Ihr haltet ihn, ich schneide.

Meine Güte.

Ich liebe diesen Chor.

Der Tschernobyler Mädchenchor ist unser bester.

Sie strahlen.

Danke für den Diamanten. Er ist in meiner Tasche.

Gefällt er dir?

Ich habe ihn den ganzen Tag bewundert.

Ihn, dich.

Danke.

Das wird ein toller Abend.

Man munkelt, du willst den Botschafter köpfen

und mit Klößen ausstopfen.

Das sollte eine Überraschung werden.

Viele werden es nicht wissen.

Ein brillanter Scherz.

Und sicher wirst du seine Augenhöhlen mit Preiselbeergelee füllen.

Mit Garnierung? Brillant.

Die Schweden kommen zu dir.

Das zeigt dem Hof, dass du stark bist und sie schwach sind.

Genau.

Wenn du jetzt Frieden aushandelst, trägst du den Sieg davon

und alle werden erleichtert und beeindruckt sein.

Beeindruckt? Das klingt gut.

Keine Waisenkinder mehr. Freude überall.

Genau. Und du?

Ich wäre auch beeindruckt.

Nein!

Ich meine, nein...

...zu Pommes Dauphine zur Gans.

Bratet die Kartoffeln bitte an.

Botschafter, wir müssen reden. Ich hörte, der König will ein Treffen.

-Ja. -Es gibt viel zu besprechen.

Geht es dir gut? Du warst nicht beim Essen.

Ich dachte, man vermisst mich nicht, und hatte zu tun.

Du schmeckst nach...

Pflaumen.

Pflaumenwodka. Selbstgemacht.

Köstlich.

Erzählen wir einander vom heutigen Tag.

Ich war auf Bezarows Hochzeit.

Zum Scheitern verurteilt, aber daher umso süßer.

Wir machten eine Wodka-Probe.

Dann lief ich viermal um den Hof.

Grigor hat einen Vogel erschossen und wirkt seltsam.

Und du?

Nur Pflichten.

Faszinierend.

Überfrachte mich nicht mit Details.

Es ist zu langweilig.

Was macht die Galle?

Ich habe sie ausgeschwitzt und -geblutet.

Geht es dir gut?

Ja, und dir?

Stirbt dein Baum?

Ein wenig, glaube ich.

Geburtstagstorte für Tatjana.

Und ein Prosit. Hussa.

Hussa.

Danke, Kaiser.

Seht, was Arkady mir gekauft hat.

Wunderschön.

Genau wie du.

Zwar nicht mein Blutdiamant, aber auf bürgerliche Weise schön.

-Habe ich dich je gefickt, Tatjana? -Als wir jung waren.

Arkady, ich muss deine Frau mal ficken.

Dann muss ich Euer Herz rausschneiden.

Ihr trefft also den König und beendet den Krieg.

Wie großartig.

Sie werden kapitulieren, und er wird sicher weinen.

Ich habe ein Geschenk.

Für mich?

Für den Kaiser.

Hussa, Grigor. Gib her.

Kapier ich nicht.

Es ist Euer Vogel. Der Erstaunliche.

-Der aus dem Vogelbad? -Genau der.

Ich sah ihn und dachte, Ihr solltet ihn haben.

Das ist kein Witz, Arkady.

Ach... na ja, bravo.

Voll Blei ist er nicht mehr so lebhaft.

Ich stelle ihn mir im Frühstücksraum vor, neben dem Schwein,

oder gegrillt mit etwas Salz und Pfeffer.

Hussa, alter Freund. Schräg, aber es kommt von Herzen.

Ich bin müde. Ich gehe schlafen, während Ihr mit Georgina in die Nacht reitet.

Alles in Ordnung?

Alles super.

Bis morgen.

Zu wenig Fleisch zum Grillen.

Suppe?

Sollen wir im Wald frühstücken?

Vielleicht laufen wir etwas. Das ist berauschend.

Leider muss ich mit zu den Friedensgesprächen.

Wir verhandeln auf einer Datscha mit dem schwedischen Königspaar.

Klingt toll.

Du könntest ja mitkommen.

Ich rede mit ihm.

Nein, das klingt ernst. Davon halte ich mich fern.

Viel Spaß. Ich muss laufen.

Mach mir nichts vor.

Natürlich nicht.

Wir sind einander fremd.

Liegt wohl an mir.

Gallenstau,

ein Gefühl der Beengung.

-Leo? -Ja?

Ich liebe dich.

Und ich dich auch.

Und das wird immer so sein.

Er war die ganze Nacht hier.

-Ihr habt ihn da, wo Ihr ihn wollt. -So doch nicht.

Ich will ihn mit Schicksal und Bestimmung blenden

und mit meinem Wissen.

Klingt öde.

Steckt den Diamanten in Eure Muschi und spreizt die Beine.

Das wird ihn richtig blenden.

Marial, ich ficke ihn nicht, um Unterstützung zu kriegen.

Es ist neun Uhr.

Um 9:15 Uhr hättet Ihr Welementow und das Militär,

wenn auch gebadet in Trinkerschweiß.

Nein.

Könnte auch schneller gehen. 9:05 Uhr, samt Vorspiel.

Wir baden Euch umgehend.

Das klappt nicht ohne Opfer.

Und was ist mit Leo?

Er wird nichts erfahren und profitiert davon.

Was opferst du dem Umsturz?

Meine Ungeduld, die zerfrisst mich nämlich,

genau wie meine Stellung.

Lass ihn schlafen.

In gewisser Weise ist Frieden schlecht für uns.

Der macht Peter populärer und schwerer zu verdrängen.

Das habe ich dann wohl überhört.

Das ist die ungeschminkte politische Realität.

Wir spielen auf lange Sicht.

Ich bin da, um Welementows Unterstützung zu gewinnen.

Noch etwas: Ich muss Leo von dem Umsturz erzählen.

-Was? -Er ist kein Spion, Orlo.

Er ist zu hübsch. Das sagte ich doch schon.

Und zu nett.

Der perfekte Spion ist hässlich und ohne Charme.

Es treibt einen Keil zwischen uns.

-Nein. -Orlo, Ihr...

Ihr leistetet einen Blutschwur, wie ich.

Ich musste mich schneiden. Das tat sehr weh.

Dazu verpflichte ich Euch.

-Er leidet. -Das Opfer müsst Ihr bringen.

Ist er kein Spion, wird seine Geduld belohnt,

und wenn doch, trägt sie dazu bei,

dass Ihr irgendwann nachgebt.

Möglicherweise jetzt.

Ich liebe ihn.

Er machte mir neulich einen Blumenstrauß.

Für mein Gemach. Das war süß.

-Weiber. -Soll ich ihn schlagen oder Ihr?

Gehen wir.

Nein, nein.

Versprecht, ihm nichts zu sagen.

Habe ich, tue ich. Los jetzt.

Du? Wo ist die Kaiserin?

Ich fahre mit Euch.

Aus Sicherheitsgründen.

Ach ja? Wie nervig.

Ich kam, um Euch zu besuchen.

Wirklich? Wie nett.

Ich wurde durch Lesen verhindert.

7.000 Eurer Männer umstellen Hanko.

Es ist ein wichtiger Seehandelshafen.

Die Schweden dürfen ihn nicht verlieren, aber für uns wäre er ein Segen.

Der Karte nach

wären eine Kombination aus Infanterie und rollenden Kanonen von der linken Front

das Beste für einen Vorstoß.

Wie sich Euer Mund bewegt, so seidig und vorlaut.

Redet weiter.

Nervig?

Ungemein.

Sehr gut. Jetzt der Handschlag.

Scheiße! Aua.

König von Schweden, Ihr sind kleiner als angenommen,

aber es ist mir eine Freude.

Wir haben zu viel Blut vergossen und nicht genug Wein.

Korrigieren wir das.

Scheiße, das ist ziemlich gut.

Ist von Arkady.

Er ist fruchtbar, auch mit Worten.

Die Gefahr ist, dass die Schweden wieder in den Marktbereich einfallen,

wo sie schwer zu vertreiben wären.

Also wäre es sinnvoll, sie irgendwie herauszulocken,

mit einer Art Finte.

-Ein schwacher Frontalangriff... -Euer Haar...

...der sie an einen bestimmten Ort lockt.

...die Sonne tanzt damit wie Nymphen...

Wenn wir gewinnen wollen, müsst Ihr die nötige Unterstützung haben,

und ich frage mich, ob Ihr die bekommt,

wenn dies über den Winter geht...

-Eure Augen... -Was ist damit?

Teiche so tief, dass man darin ertrinken könnte.

-Aber zufrieden. -Hört auf!

Ich bin keine Jasminblüte mit Teich-Augen, du fetter Arsch.

Euer Feuer, Euer Wangenrot und...

Ich bin furchterregend.

Wir haben angehalten.

Ein Hinterhalt? Schütze mich mit deinem Körper.

-Ich ertrug es nicht, ohne dich zu sein. -Natürlich nicht.

Kriegst du jemals eine Frau, schenk ihr einen Diamanten. Das ist alles.

Verpiss dich jetzt.

Was ist deine Strategie?

Da ist er ja. Hussa.

-Also, König von... -Komm her.

Hallo.

Und Kaiserin Katharina, strahlend wie die verfickte Sonne.

König Hugo. Königin Agnes.

Wir sahen gerade Fische aus dem Wasser springen.

Verdammte springende Fische.

Schießen wir mit Pistolen auf sie.

Brillant.

Wir haben noch keinen Drink. Wo kriegen zwei Könige hier was zu trinken?

Zu viel Blut wurde vergossen.

-Kippen wir etwas Wein. -Hussa.

Du hast doch hoffentlich echten russischen Wodka dabei.

Sicher. Wenn nicht, trinken wir General Welementows alkoholgetränktes Blut.

Danach essen wir General Ekbergs Leber,

die ist wie feinste Foie gras.

-Ich liebe Foie gras. -Ich auch!

Das ist super.

Fisch!

Ich bewundere Euer Land sehr.

Ach wirklich?

Ihr habt Buchdruck, gute Bildung

und ein Stück Demokratie.

Ja, alles das Werk meines brillanten Mannes.

Ich hoffe, wir lernen von Euch.

Ach, wie nett.

Seid vorsichtig.

Es hat Gutes und auch Schreckliches entfesselt.

Die ganze Beschissenheit und den Hass der Menschen.

Verstehe.

Vermutlich sind sie hinter uns her, werden uns töten und das Land übernehmen.

Nur, weil mein blöder Ehemann ihnen Wissen gab,

ein Mittel, um Widerspruch zu verbreiten

und die Hebel der Macht zu betätigen.

Guter Schuss!

Scheiße!

Genau.

Hoffentlich legen wir den Krieg bei.

Das wird die Lage beruhigen.

Oh, Scheiße.

Euer Gatte ist sehr gutaussehend.

Vielen Dank.

Dürfte ich wohl...?

Ihr meint...?

Viele Wege zum Frieden für ein Land und eine Frau.

Auf den Mund geschlagen?

Er sagte, ich hätte Augen wie Teiche.

Nun, das klingt eher höflich

als eine Aufforderung zur Gewaltanwendung.

Eine Frau würde das verstehen.

Ach so. Und?

Also versuche ich es noch einmal.

Ohne ihm auf den Mund zu schlagen? Ein Anführer hat Selbstbeherrschung.

Ich führe an,

Ihr erledigt den Papierkram.

Das ist unangebracht.

Ihr habt schöne Lippen.

So voll.

Wovon redet Ihr?

Und schöne Hände.

Bleibt ernst.

Ich sehe, was los ist.

Mit Euren hübschen, Amethyst-Augen?

Ich hasse die erste Parade der neuen Rekruten.

Schrecklich.

Ihre strahlenden Gesichter, voller Träume der Zukunft.

Beim Salutieren sehe ich Gesichtsfetzen, gebrochene Schädel und blutende Bäuche,

den schockierten Blick, wenn sie an die Front kommen,

diesen "Oh Scheiße"-Moment.

Nun, da wir einander deprimiert haben, gehe ich.

Prost.

Ich überlege mir noch, wie ich Euch in Hanko vernichte.

Und ich, wie ich Euch in Kyrol vernichte.

Schlaft gut.

Niemals.

Guten Abend, General.

-Kaiserin. -Bleibt sitzen.

Der Schlag tut mir leid.

-Ich will mich vertragen. -Keine Entschuldigung nötig.

Zu scheitern ist für mich inzwischen die Regel.

Ich...

Ich begrabe den Gedanken, mit Euch zu liegen.

Vielleicht habe ich eine neue Vision für Euch.

Orlo scherzte offenbar mit Euch, dass wir einen Putsch planen.

Ja, sehr lustig.

Und wenn es kein Scherz war?

Wenn es ernst wäre?

Würdet Ihr ein gefährliches Spiel spielen. Und wohl ein vergebliches.

-Ihr seid... -Sagt Ihr hübsch, schlage ich wieder zu.

Keine Anführerin. Ich sah es, als Peter vergiftet wurde.

Eure Knie wurden weich wie auf hoher See.

Das... stimmt,

aber ich bin anders.

Alles könnte besser sein.

Ihr könntet besser sein.

Ihr könntet den Krieg gewinnen. Ich weiß es. Ich sehe es in Euch.

Dann ist das ein blasser Schimmer meiner selbst.

Mein Begehren ist in gewisser Weise nicht nach Euch.

Es ist nach Eurer Jugend, Eurer Hoffnung,

Eurer Lebhaftigkeit.

In mir finde ich das nicht mehr.

Ich denke, Ihr könnt das wiederfinden.

Weil Ihr eine wahnhafte Optimistin seid. Das haben wir gemeinsam.

Aber Ihr seid keine Anführerin,

also lasst es und bleibt am Leben.

Jeder am Hof könnte sich gegen Euch wenden.

Sogar ich.

Würdet Ihr nicht.

Das ist es ja...

Ihr wisst das nicht.

Kaiserin.

Was machst du da?

Ich habe 104 Melonen beordert. Als Peters bester Freund kann ich das.

104 Melonen? Wozu?

-Ich mag sie. Sie stehen mir zu. -Du hast dich noch nicht rasierst.

-Nein. -Musst du aber.

Ich weiß!

Ich gehe nun im Wald laufen.

-Ich könnte gelbe Galle haben, oder grüne. -Geht es dir gut?

Ich sagte es doch gerade, also tut es das nicht.

-Tut mir leid. -Warum hörst du nicht zu?

Tue ich.

Ich sorge mich um dich.

-Der Vogel, der Bart. -Der Vogel war ein Geschenk.

Es kam doch gut an.

Mir geht es gut. Ich gehe einfach laufen.

Grigor.

Tut mir leid, dass ich nicht zugehört habe.

Schon in Ordnung.

Streich es aus deinem schönen Kopf.

Aufs Bett.

Sardellen, Brot und Butter, verdammt geil.

Träumst du je, dass niemand auf dich hört?

Du gehst durch die Orte und niemand hört auf dich?

Nie. Klingt gruselig.

Verdammt richtig.

Wie ist es, jetzt da dein Vater nicht mehr da ist, so ganz allein?

Nun, ich...

Für mich ist es schwer, obwohl es schon zehn Jahre her ist.

Ehrlich gesagt war er besser als ich.

Die Leute vergleichen uns immer noch ständig.

Das ist, wovon ich träume.

Ich gehe neben ihm und keiner sieht mich.

Dann dreht er sich um und sieht mich auch nicht.

Mein Vater war nicht mal so groß wie deiner. Keine Ahnung, wie du das machst.

Peter der Große, verdammt.

Zumindest war mein Vater "Olaf der Passable".

Ja.

Es ist eine Last. Wie der Krieg.

Ich wollte nur mit einem Sieg auf den Thron steigen,

doch jetzt bekriegen wir uns seit Jahren.

Ich weiß. Wir müssen aus der Scheiße raus, nicht?

Und Wein, Essen und Muschis genießen.

Nett, mit einem König zu reden. Hussa.

Werfen wir die Generäle in den See.

Wir hatten die Druckerpresse kurzzeitig eingeführt.

-Ich weiß. -Ach ja?

Ihr habt ein Pferd gefickt.

Was? Das habe ich nicht.

Das ist egal.

Die Leute glauben es.

Wir haben festgestellt, dass die erste Lüge siegt.

Ich mag Euch.

Hugo ist eine Wonne,

und Agnes sollte ich mal ficken.

Ein faszinierendes Paar.

Unsere ersten königlichen Freunde.

Er versteht mich vollkommen.

Ich denke, du kannst das beenden... und ein Held für unser Volk sein.

Denkst du an deinen Vater?

Das Ende deines ersten Krieges und er ist nicht dabei.

Ja. Woher wusstest du das?

Du bist mein Ehemann.

Viel Glück.

Nun, es ist hauptsächlich Wolfspelz mit Leopardenfellfutter.

Lass mal sehen.

-Und? -Sehr schick.

-Sollen wir? -Ja.

Oh Gott.

Wir wollen beide das Blutvergießen beenden,

vor allem, weil wir Bratfisch essen

-und Weißwein trinken wollen. -Hussa.

-Mit Safran-Aioli. -Ja, ich liebe Aioli.

Da keiner dieser alten Säcke gewinnen oder verlieren kann,

sollten wir uns einigen.

-Wir haben eine... -Sei still.

Sehe ich auch so.

Du hast Einfluss auf Polen und Dänemark.

Natürlich. Die lieben mich.

Ich vermute, Ihr wünscht ein Ende des Handelsembargos...

Rede ich mit dir?

Krieg deine Leute in den Griff, verdammt, Peter.

Orlo, Schnauze.

Natürlich können wir das.

Und Ihr verpisst Euch aus...

Wo war das noch?

Russland.

Ja.

Wir ziehen aus Kyrol ab.

-Das ist Kapitulation... -Klappe, Anders.

Ja, Schnauze, Anders.

Ich dachte, das würde viel schwieriger werden.

Ich kann das wohl.

Ich sage, was ich will, und du, was du willst,

und wir sind uns einig. Hussa.

Hussa. Und natürlich St. Petersburg.

Was?

St. Petersburg.

Noch mal: "Was"?

Beachte dabei meinen Tonfall.

Es erscheint zwar groß,

aber St. Petersburg war schon immer schwedisch.

400 Jahre lang,

bis es dein Vater vor 30 Jahren gestohlen hat.

Gestohlen?

Scheiße, er eroberte es.

Ihr habt es verloren und er machte das Drecksloch zu einer tollen Stadt.

Ich weiß, dass du nicht unter dem vergangenen Ruhm und den Misserfolgen

deines Vaters leben willst.

Peter, ehrlich, als dein Freund,

wenn du als Kaiser einen sauberen Start willst,

gibst du am besten St. Petersburg auf.

Hugo, warum ruinierst du alles?

Das ist ein enormer Schatten.

Es ist seine Stadt, sein Sieg, nichts davon gehört dir.

All das macht dich zu einem...

...kümmerlichen Anführer.

Hast du mich gerade kümmerlich genannt?

Nein, aber im Vergleich zu ihm sieht es natürlich so aus.

Frag deine Leute.

Was?

Ich... Ihr seid... Ihr und er...

Vielen Dank, Dickwanst.

Also, du gehst nach Moskau

und machst es zu deiner Basis.

Das neue Herz Russlands.

Von dort aus kannst du Kaiser sein und dein eigenes Russland aufbauen.

Ich tue dir einen Gefallen.

-Interessant. -Ja, das ist es.

-Lass mich kurz darüber nachdenken. -Ok.

Da hast du deinen Frieden.

Scheiße!

Nimm das!

Nein, nein.

-Das ist mein Kopf. Nicht beißen. -Du beißt mich.

Runter.

Das ist eine Mädchentaktik.

Ok, alles gut.

Fick dich.

Scheiße.

Draußen zu warten ist frustrierend, nicht? Wäret Ihr lieber Zeugin ihrer Idiotie?

-Ich würde lieber... -Fick dich, schwedischer Wichser.

Du wirst im Blut deines Volkes ersaufen.

Wie schlimm, Muttersöhnchen.

Wusstest du, dass mein Vater deine Mutter gefickt hat?

Ins Gesicht!

Es gibt 30 Millionen von uns und nur 2 Millionen von euch.

Ist mir egal, ob 4 Millionen sterben, um euch alle zu töten.

Wir sind Russen. Ist uns scheißegal, wie viele sterben!

Was ist passiert?

Kaiserin, dein Mann ist ein Idiot.

Wusstet Ihr das nicht, tut es mir leid.

Heißt das, das Mittagessen ist abgesagt?

Dass ich dich ficke, ist auch abgesagt. Wir hauen ab.

Scheiße.

-Tut mir leid. Ich wollte nur... -Alles ok?

Wlad.

Dieser beschissene Ort.

Sehe ich auch so.

Ein Liebesbrief?

Nein.

-Ich werde ihn nicht lesen. Versprochen. -Marial.

Es ist entweder "harte Klinge" oder "zarte Klitoris".

Arschloch. Ihr wollt gehen.

Eine Weile. Ich habe gelbe Galle...

Sie ist...

Meiner müde und ich will das nicht mit ansehen.

Sie hat zu tun.

Warum jetzt und vorher nicht?

Was ist das?

Die Kirche, das Militär, die Regionen, der Hof.

Wie man alle gewinnen kann. Wie man die Macht übernimmt.

-Sie... -Tötet den Wichser.

Sie ergreift sie.

Verzeiht also ihre Unaufmerksamkeit.

Sie ist damit beschäftigt, Russland für alle zu verbessern.

Steig ein.

-Wir können nicht gehen. -Ich habe es entschieden.

Du kannst das gewinnen.

Das werde ich, in Fluten schwedischen Blutes.

Neue Pläne sofort, Welementow.

Ich habe genaue Pläne für eine baldige Großoffensive in Hanko.

Wir nehmen einfach eine Million Leute,

die nach Schweden ziehen und alle dort töten.

Das ist der Plan, Fettsack.

Wir können strategisch vorgehen und viel Blutvergießen vermeiden.

Ich will das nicht vermeiden.

Was daran verstehst du nicht, du kugelrunder Vollidiot?

-Was? -Eine Mücke in Eurem Gesicht.

Sie sollte Euch nicht infizieren.

Ach so.

Danke

Jedenfalls ist verdammter Terror der neue Plan.

Damit alle Männer, Frauen und Kinder in Schweden

lieber ersaufen würden, als uns zu begegnen.

-Du gehst also als Versager zurück? -Was?

Der Hof hat große Hoffnungen.

Die Leute kriegen mit, dass das geschieht.

Du gehst mit mehr Krieg heim. Ich will nicht, dass sie dich hassen.

Sie hassen mich nicht. Und wenn wir gewinnen...

Haben sie noch Väter und Söhne verloren.

Du bist wütend. Lass dich nicht davon treiben.

Geh zurück und versuche es noch mal. Für mich. Bitte!

Werde ich nicht.

-Entschuldigt er sich, und du dich... -Wird er nicht.

Wird er.

-Und dann legst du deinen Siegesplan dar. -Den Blutvergießungsplan?

Nein. Du hast letzte Nacht im Schlaf geredet und hattest einen brillanten Plan.

Hatte ich? Im Schlaf?

Hattest du. Ich hole ihn zurück in den Saal.

Na gut. Mit einer verdammten Entschuldigung.

Warum versucht Ihr, das zu retten?

Ihm einen Sieg zu bescheren, ist dumm.

-Euer Spiel auf lange Sicht. -Genau.

Ihr lauft immer noch.

Tue ich.

Kaiserin. Verpiss dich!

Ihr braucht Frieden mehr als wir.

Ihr steht kurz vor der Niederlage.

Bald pissen wir auf St. Petersburgs Straßen.

Welch schöne Straßen das nun sind. Ihr würdet sie kaum wiedererkennen.

-Das ist lustig. -Agnes.

Es ist lustig, Hugo.

Denkst du, St. Petersburg zu erobern, begeistert alle?

Oh ja.

Ihr braucht eine Ende des Embargos für die Wirtschaft,

weil Ihr dahinsiecht und Euer Volk seinen Unmut äußert.

-Hat sie das von dir? -Ich quatsche halt gerne.

Unglaublich.

Die Freiheiten, an die Ihr glaubt, sind toll,

aber Ihr braucht einen Sieg,

sonst werfen sie das schlaffe Blondchen noch ins Meer.

Ich hoffe, sie meint mein Haar. Oder hast du das auch erzählt?

Du stehst unter großem Druck.

Einige dich und ich wette, du kannst mich wieder ficken.

Ich bewundere Euch beide.

Euren Mut. Ihr habt gefährlich gelebt,

Freiheiten gewährt,

und so müsst Ihr sie überzeugen, dass sie Euch immer noch brauchen.

Ihm ist es egal, wie viele Russen sterben.

Zahlenmäßig seid Ihr unterlegen.

Sei dir im Klaren:

Ich sterbe gerne für das, woran ich glaube.

Würde es aber auch gerne nicht.

Gehen wir?

Da kommen sie.

Es... tut mir leid.

Der Wind rauscht mir in den Ohren. Wie war das?

Hör auf, Peter...

Wenn ich "St. Petersburg" höre,

schneide ich dein Herz raus, grille und esse es

mit Zitrone und Sumpfgras.

Hanko und Wyborg stehen beide vor einer langen, blutigen Belagerung.

Tausende werden sterben und es wird andauern.

-Ich denke, wir siegen. -Ich auch.

Klappe, ihr beiden.

Letzte Nacht sprach der Kaiser im Schlaf

und er knackte, was unmöglich schien.

Tat ich das? Das tat ich.

Es ist so, dass Ihr beide hier einen Sieg braucht.

Also bekommen beide einen.

Zwei Schlachten sind im Stillstand.

Anstatt sie zu entfesseln,

ziehen sich beide zurück.

Russland reklamiert einen großen Sieg in Wyborg,

Ihr in Hanko.

Wir verbreiten das über Presse und Kanzel.

Unsere Presse ist frei.

Idiotisch.

Die erste Lüge gewinnt,

heißt es so schön.

Pointiert.

Wir nutzen dies zum Guten.

Einmal veröffentlicht, glauben es die Leute.

Jeder Widerspruch wäre unpatriotisch.

Dann verkünden wir das Abkommen. Für beide sieht es wie ein Sieg aus.

Wir vereinbaren, nicht zu widersprechen.

Beide Länder reden nur von der gewonnenen Schlacht, nicht von der anderen.

Russland erhält das verlorene Territorium zurück.

Das Embargo wird aufgehoben. Wir lassen das hinter uns.

Alle sind Gewinner.

Abgesehen von den 118.000 Toten.

180.000 bei uns. Die können wir nicht zurückbringen,

wie der Kaiser letzte Nacht im Schlaf rührend murmelte.

-Das hat er gesagt? -Habe ich.

Das ist mein Plan. Er ist gut für beide.

Abgemacht?

Abgemacht.

Hussa. Alle gewinnen.

Wer will Fisch?

Ihr scheint betrübt.

Was für eine gute Menschenkennerin Ihr seid.

Wollt Ihr keinen Frieden?

Ich will siegen, damit es das vergossene Blut wert ist.

Ich kann Euch bieten, was Ihr wollt.

Mehr Wodka?

Wiedergutmachung.

Was wäre, wenn Ihr noch eine Chance bekämet, General?

Noch eine.

Ihr hasst den Krieg.

Ja, aber ich weiß, dass er oft unvermeidlich ist,

und wenn er das ist,

kämpft man wie ein verwundeter Tiger mit Blut in der Nase.

Gut gesagt.

Schließt Euch mir an.

Ihr seid ein Mann mit gutem Herzen,

der es nicht verdient, "Fettsack" genannt zu sterben,

mit Träumen von sinnlos Gefallenen.

Anhalten.

Ich habe gerade gesehen, wie Ihr das Blutvergießen sinnlos machtet.

-Und weiteres verhindert wurde. -Ihr seid gefährlich.

Und verräterisch.

Herr.

Ach, Fettsack

Noch Wodka übrig?

Ich werde nicht im Weg stehen, kann mich Euch aber nicht anschließen.

Warum nicht?

Ich bin erledigt, als Mann, als Anführer.

Ich glaube Euch nicht.

Wir können alles ändern,

aber vor allem uns selbst.

Ich werde für mein Schicksal kämpfen,

und Ihr werdet es mit mir tun.

Vielleicht seid ihr furchterregend.

Vielen Dank.

Das Kompliment weiß ich zu schätzen.

Wen habt Ihr bis jetzt?

Orlo und meine Magd Marial.

Mehr nicht?

Und jetzt Euch.

Eine Magd, einen Bürokraten und einen Säufer.

Ja.

Scheiß drauf, ja. Warum auch nicht?

Danke.

-Wofür? -Ich weiß, ich rede nicht im Schlaf.

Komm her.

Grigor?

Hussa!

Ich sage es Leo.

-Nein. -Keine Diskussion.

Ich kann ihn nicht ansehen

-mit einer Lüge im Herzen. -Ich finde...

Ihr scheint diskutieren zu wollen,

aber das kommt nicht infrage.

Ihr seid heute... irgendwie anders.

Ich führe.

Ich bin eine Anführerin.

Na gut, wir könnten alle sterben,

aber uns gut dabei zu fühlen, ist wichtiger als die Risikominimierung.

Gut, dass Ihr versteht.

Und?

Hussa.

Guter Weizenertrag im Kaukasus dieses Jahr.

Macht Euch das ganze Lernen langweilig?

Wenn ich an die Macht komme,

werde ich dieses Land in- und auswendig kennen.

Ich denke, das ist gut.

Tür.

-Ehemann. -Du warst nicht beim Frühstück.

Stimmt.

Ich habe was für dich.

Wohl der größte Diamant der Welt, mit interessanter Geschichte.

42 Menschen starben beim Ausgraben

und dem Transport aus Sibirien.

Aus Sibirien?

Eine riesige russische Provinz in Nordasien.

Sie besteht aus Tundra und Nadelwald und ist für eisige Winter bekannt,

ist aber Russlands Tor zum Pazifik

und wichtig für die Verbindung nach Amerika.

Genau.

Hübsch, nicht wahr?

-Danke? -Wofür?

Das solltest du jetzt sagen.

Ärgerlich, dass ich dir das sagen muss, bestätigt aber meine Vermutung.

Du bist noch sauer wegen den Knechten.

Ich war dagegen. Mehr nicht.

Du hast öffentlich widersprochen

und dich mit Eiter besudelt. Das darf nie mehr passieren.

Aber ich will nicht streiten, sondern hören,

dass du falsch lagst und dass der Diamant schön ist,

-und es hinter uns lassen. -Er ist schön. Danke.

Öffentlich bleiben wir einig.

Hussa. Soll ich deine Muschi lecken?

Ich... habe Blut.

Mag ich an Wurst, nicht an Muschi.

Ein anderes Mal.

Wo ist dieser junge Knecht?

Der Fallschirmjunge.

Von dir verbrannt.

Ach ja. Ich muss los.

Tür!

*eine gelegentlich wahre Geschichte.

Fleischbällchen in der Datscha

-Hey. -Guten Tag, mein Herr.

Ihr lauft?

Sieben Meilen im schönen Wald.

Nun geht es mir besser.

Es ging Euch nicht gut?

Ein wenig Trübsal.

Tschechow meint, es sei gelbe Galle,

die ich ausschwitzen und -bluten soll. Apropos.

Meine Gefühle sind durcheinander.

Trübsal, Wut, Übermut, alles auf einmal.

Hier draußen geht es mir besser.

Der Palast ist riesig, aber doch irgendwie beengt.

Man meint, die Mauern würden nach einem greifen.

Oft denke ich, dass die Wachen an den Türen tot sind.

Genau. Lustig. Lasst Ihr Euch einen Bart wachsen?

Vergaß, mich zu rasieren.

Bester Freund des Kaisers zu sein, hat Vorzüge.

Stimmt.

Ich habe ein prächtiges Anwesen, Weinberge, Kutschen.

Und ich liebe ihn.

Das ist der größte Vorzug, meine Liebe zu ihm.

Und ihr.

Alles in Ordnung?

Staubsturm.

Was?

Als Kind. Habe das Sandkorn nie rausgekriegt.

Seht.

Wow. Das ist...

Scheiße.

Ihr habt recht, die Bäume sind beruhigend.

Wir greifen in einer Woche an, bei Vollmond,

mit dem Segen des Kaisers.

Gewinnen wir?

Ich erhielt heute eine Nachricht.

Der schwedische Botschafter möchte heute Abend kommen.

Wir sollen für den Feind eine Party schmeißen?

Fragen wir uns, warum er reden will.

Es ist ein Zeichen.

Ich habe sie in der Mangel.

Oh Gott, Fettsack. So kämpfst du also?

-Lauf. -Was?

Lauf, verdammt.

Lauf.

Die Kirche hat so viel Geld in den Krieg gegen diese Lutheraner gesteckt,

und wird das auch weiterhin tun,

aber dass Welementow nicht so recht siegen kann...

Ich kann siegen!

Ich bewundere Glauben, und der Eure ist sehr bewegend,

aber er wirkt eher wie ein Wahn.

Genau. Orlo?

Ich bin unentschieden.

War klar, Schlappschwanz.

Wir machen das so:

Wir schneiden seinen Kopf ab, füllen ihn mit Fleischklößchen

und schicken ihn zurück.

Mir gefällt das, verdammt.

Ein äußerst elegantes und geistreiches "fickt euch".

Hussa.

Ich bin mir nicht sicher.

Den Feind zu reizen und sein Nationalgericht zu verspotten...

Welementow, Klappe!

Du planst das mit Tataren-Nick.

Es amüsiert den Hof und in den Dörfern redet man darüber.

Hallo. Ich habe etwas Weizen mitgebracht.

Wozu?

Im Ernst?

Ein eindeutiger Schwangerschaftstest.

Der Weizen blüht quasi sofort auf.

Ich hoffe, Ihr seid nicht unfruchtbar. Das wäre nicht gut.

Klingt unheimlich.

Gar nicht. Dumm von mir, das zu sagen.

Ich werde jeden Tag Weizen bringen,

und bald wird Eure Pisse von einem Baby zeugen.

Ich spüre Eure Fruchtbarkeit.

Die Schlacht von Wladiwostok.

Was?

Von der Schlacht erzählte mein Vater. Ein berühmter Sieg.

Der erste unter Eurer Führung.

Er sagte, Ihr wart ein Genie.

Ist lange her.

Glaubt Ihr an Schicksal? Bestimmung?

Wenn man jung ist, nennt man Hoffnung Bestimmung.

Ist man alt, wird sie zum Schicksal.

Ich möchte Euch etwas zeigen.

Seht Euch meinen Schenkel an.

Tue ich.

Und wie ich das tue.

Dieses Muttermal erschien auf meiner Haut.

Erkennt Ihr die Form?

Ich habe mit vielen Gefühlen zu kämpfen.

Der Geruch von Jasmin schwebt mir vor,

also ist das Fokussieren etwas...

Die Form. Denkt an eine Karte.

Es...

Es ist...

Es ist Russland.

Ja.

Es erschien einfach.

Das muss etwas bedeuten. Meint Ihr nicht?

Es ist seltsam.

Schicksale und Bestimmung, danach fühlt es sich an.

Im Herzen bin ich Russin.

Ich möchte uns helfen.

Vielleicht könnt Ihr mir helfen.

Wie?

Planen wir.

Das ist verdammt dumm.

Planen wir.

Was ist?

Der Kaiser will den schwedischen Botschafter köpfen,

beim Bankett, seinen Schädel mit Fleischklößchen füllen,

und ihn nach Schweden schicken.

Das ist irre.

Ich bin kein Freund der Schweden,

aber das macht sie entschlossener und unnachgiebiger.

Ich sehe mir Eure...

Eure...

Karte später noch genauer an.

Ergründet eher deren Bedeutung.

Ja, genau.

Wir reden noch weiter.

Der Kaiser kommt, sie setzen sich, Ihr haltet ihn, ich schneide.

Meine Güte.

Ich liebe diesen Chor.

Der Tschernobyler Mädchenchor ist unser bester.

Sie strahlen.

Danke für den Diamanten. Er ist in meiner Tasche.

Gefällt er dir?

Ich habe ihn den ganzen Tag bewundert.

Ihn, dich.

Danke.

Das wird ein toller Abend.

Man munkelt, du willst den Botschafter köpfen

und mit Klößen ausstopfen.

Das sollte eine Überraschung werden.

Viele werden es nicht wissen.

Ein brillanter Scherz.

Und sicher wirst du seine Augenhöhlen mit Preiselbeergelee füllen.

Mit Garnierung? Brillant.

Die Schweden kommen zu dir.

Das zeigt dem Hof, dass du stark bist und sie schwach sind.

Genau.

Wenn du jetzt Frieden aushandelst, trägst du den Sieg davon

und alle werden erleichtert und beeindruckt sein.

Beeindruckt? Das klingt gut.

Keine Waisenkinder mehr. Freude überall.

Genau. Und du?

Ich wäre auch beeindruckt.

Nein!

Ich meine, nein...

...zu Pommes Dauphine zur Gans.

Bratet die Kartoffeln bitte an.

Botschafter, wir müssen reden. Ich hörte, der König will ein Treffen.

-Ja. -Es gibt viel zu besprechen.

Geht es dir gut? Du warst nicht beim Essen.

Ich dachte, man vermisst mich nicht, und hatte zu tun.

Du schmeckst nach...

Pflaumen.

Pflaumenwodka. Selbstgemacht.

Köstlich.

Erzählen wir einander vom heutigen Tag.

Ich war auf Bezarows Hochzeit.

Zum Scheitern verurteilt, aber daher umso süßer.

Wir machten eine Wodka-Probe.

Dann lief ich viermal um den Hof.

Grigor hat einen Vogel erschossen und wirkt seltsam.

Und du?

Nur Pflichten.

Faszinierend.

Überfrachte mich nicht mit Details.

Es ist zu langweilig.

Was macht die Galle?

Ich habe sie ausgeschwitzt und -geblutet.

Geht es dir gut?

Ja, und dir?

Stirbt dein Baum?

Ein wenig, glaube ich.

Geburtstagstorte für Tatjana.

Und ein Prosit. Hussa.

Hussa.

Danke, Kaiser.

Seht, was Arkady mir gekauft hat.

Wunderschön.

Genau wie du.

Zwar nicht mein Blutdiamant, aber auf bürgerliche Weise schön.

-Habe ich dich je gefickt, Tatjana? -Als wir jung waren.

Arkady, ich muss deine Frau mal ficken.

Dann muss ich Euer Herz rausschneiden.

Ihr trefft also den König und beendet den Krieg.

Wie großartig.

Sie werden kapitulieren, und er wird sicher weinen.

Ich habe ein Geschenk.

Für mich?

Für den Kaiser.

Hussa, Grigor. Gib her.

Kapier ich nicht.

Es ist Euer Vogel. Der Erstaunliche.

-Der aus dem Vogelbad? -Genau der.

Ich sah ihn und dachte, Ihr solltet ihn haben.

Das ist kein Witz, Arkady.

Ach... na ja, bravo.

Voll Blei ist er nicht mehr so lebhaft.

Ich stelle ihn mir im Frühstücksraum vor, neben dem Schwein,

oder gegrillt mit etwas Salz und Pfeffer.

Hussa, alter Freund. Schräg, aber es kommt von Herzen.

Ich bin müde. Ich gehe schlafen, während Ihr mit Georgina in die Nacht reitet.

Alles in Ordnung?

Alles super.

Bis morgen.

Zu wenig Fleisch zum Grillen.

Suppe?

Sollen wir im Wald frühstücken?

Vielleicht laufen wir etwas. Das ist berauschend.

Leider muss ich mit zu den Friedensgesprächen.

Wir verhandeln auf einer Datscha mit dem schwedischen Königspaar.

Klingt toll.

Du könntest ja mitkommen.

Ich rede mit ihm.

Nein, das klingt ernst. Davon halte ich mich fern.

Viel Spaß. Ich muss laufen.

Mach mir nichts vor.

Natürlich nicht.

Wir sind einander fremd.

Liegt wohl an mir.

Gallenstau,

ein Gefühl der Beengung.

-Leo? -Ja?

Ich liebe dich.

Und ich dich auch.

Und das wird immer so sein.

Er war die ganze Nacht hier.

-Ihr habt ihn da, wo Ihr ihn wollt. -So doch nicht.

Ich will ihn mit Schicksal und Bestimmung blenden

und mit meinem Wissen.

Klingt öde.

Steckt den Diamanten in Eure Muschi und spreizt die Beine.

Das wird ihn richtig blenden.

Marial, ich ficke ihn nicht, um Unterstützung zu kriegen.

Es ist neun Uhr.

Um 9:15 Uhr hättet Ihr Welementow und das Militär,

wenn auch gebadet in Trinkerschweiß.

Nein.

Könnte auch schneller gehen. 9:05 Uhr, samt Vorspiel.

Wir baden Euch umgehend.

Das klappt nicht ohne Opfer.

Und was ist mit Leo?

Er wird nichts erfahren und profitiert davon.

Was opferst du dem Umsturz?

Meine Ungeduld, die zerfrisst mich nämlich,

genau wie meine Stellung.

Lass ihn schlafen.

In gewisser Weise ist Frieden schlecht für uns.

Der macht Peter populärer und schwerer zu verdrängen.

Das habe ich dann wohl überhört.

Das ist die ungeschminkte politische Realität.

Wir spielen auf lange Sicht.

Ich bin da, um Welementows Unterstützung zu gewinnen.

Noch etwas: Ich muss Leo von dem Umsturz erzählen.

-Was? -Er ist kein Spion, Orlo.

Er ist zu hübsch. Das sagte ich doch schon.

Und zu nett.

Der perfekte Spion ist hässlich und ohne Charme.

Es treibt einen Keil zwischen uns.

-Nein. -Orlo, Ihr...

Ihr leistetet einen Blutschwur, wie ich.

Ich musste mich schneiden. Das tat sehr weh.

Dazu verpflichte ich Euch.

-Er leidet. -Das Opfer müsst Ihr bringen.

Ist er kein Spion, wird seine Geduld belohnt,

und wenn doch, trägt sie dazu bei,

dass Ihr irgendwann nachgebt.

Möglicherweise jetzt.

Ich liebe ihn.

Er machte mir neulich einen Blumenstrauß.

Für mein Gemach. Das war süß.

-Weiber. -Soll ich ihn schlagen oder Ihr?

Gehen wir.

Nein, nein.

Versprecht, ihm nichts zu sagen.

Habe ich, tue ich. Los jetzt.

Du? Wo ist die Kaiserin?

Ich fahre mit Euch.

Aus Sicherheitsgründen.

Ach ja? Wie nervig.

Ich kam, um Euch zu besuchen.

Wirklich? Wie nett.

Ich wurde durch Lesen verhindert.

7.000 Eurer Männer umstellen Hanko.

Es ist ein wichtiger Seehandelshafen.

Die Schweden dürfen ihn nicht verlieren, aber für uns wäre er ein Segen.

Der Karte nach

wären eine Kombination aus Infanterie und rollenden Kanonen von der linken Front

das Beste für einen Vorstoß.

Wie sich Euer Mund bewegt, so seidig und vorlaut.

Redet weiter.

Nervig?

Ungemein.

Sehr gut. Jetzt der Handschlag.

Scheiße! Aua.

König von Schweden, Ihr sind kleiner als angenommen,

aber es ist mir eine Freude.

Wir haben zu viel Blut vergossen und nicht genug Wein.

Korrigieren wir das.

Scheiße, das ist ziemlich gut.

Ist von Arkady.

Er ist fruchtbar, auch mit Worten.

Die Gefahr ist, dass die Schweden wieder in den Marktbereich einfallen,

wo sie schwer zu vertreiben wären.

Also wäre es sinnvoll, sie irgendwie herauszulocken,

mit einer Art Finte.

-Ein schwacher Frontalangriff... -Euer Haar...

...der sie an einen bestimmten Ort lockt.

...die Sonne tanzt damit wie Nymphen...

Wenn wir gewinnen wollen, müsst Ihr die nötige Unterstützung haben,

und ich frage mich, ob Ihr die bekommt,

wenn dies über den Winter geht...

-Eure Augen... -Was ist damit?

Teiche so tief, dass man darin ertrinken könnte.

-Aber zufrieden. -Hört auf!

Ich bin keine Jasminblüte mit Teich-Augen, du fetter Arsch.

Euer Feuer, Euer Wangenrot und...

Ich bin furchterregend.

Wir haben angehalten.

Ein Hinterhalt? Schütze mich mit deinem Körper.

-Ich ertrug es nicht, ohne dich zu sein. -Natürlich nicht.

Kriegst du jemals eine Frau, schenk ihr einen Diamanten. Das ist alles.

Verpiss dich jetzt.

Was ist deine Strategie?

Da ist er ja. Hussa.

-Also, König von... -Komm her.

Hallo.

Und Kaiserin Katharina, strahlend wie die verfickte Sonne.

König Hugo. Königin Agnes.

Wir sahen gerade Fische aus dem Wasser springen.

Verdammte springende Fische.

Schießen wir mit Pistolen auf sie.

Brillant.

Wir haben noch keinen Drink. Wo kriegen zwei Könige hier was zu trinken?

Zu viel Blut wurde vergossen.

-Kippen wir etwas Wein. -Hussa.

Du hast doch hoffentlich echten russischen Wodka dabei.

Sicher. Wenn nicht, trinken wir General Welementows alkoholgetränktes Blut.

Danach essen wir General Ekbergs Leber,

die ist wie feinste Foie gras.

-Ich liebe Foie gras. -Ich auch!

Das ist super.

Fisch!

Ich bewundere Euer Land sehr.

Ach wirklich?

Ihr habt Buchdruck, gute Bildung

und ein Stück Demokratie.

Ja, alles das Werk meines brillanten Mannes.

Ich hoffe, wir lernen von Euch.

Ach, wie nett.

Seid vorsichtig.

Es hat Gutes und auch Schreckliches entfesselt.

Die ganze Beschissenheit und den Hass der Menschen.

Verstehe.

Vermutlich sind sie hinter uns her, werden uns töten und das Land übernehmen.

Nur, weil mein blöder Ehemann ihnen Wissen gab,

ein Mittel, um Widerspruch zu verbreiten

und die Hebel der Macht zu betätigen.

Guter Schuss!

Scheiße!

Genau.

Hoffentlich legen wir den Krieg bei.

Das wird die Lage beruhigen.

Oh, Scheiße.

Euer Gatte ist sehr gutaussehend.

Vielen Dank.

Dürfte ich wohl...?

Ihr meint...?

Viele Wege zum Frieden für ein Land und eine Frau.

Auf den Mund geschlagen?

Er sagte, ich hätte Augen wie Teiche.

Nun, das klingt eher höflich

als eine Aufforderung zur Gewaltanwendung.

Eine Frau würde das verstehen.

Ach so. Und?

Also versuche ich es noch einmal.

Ohne ihm auf den Mund zu schlagen? Ein Anführer hat Selbstbeherrschung.

Ich führe an,

Ihr erledigt den Papierkram.

Das ist unangebracht.

Ihr habt schöne Lippen.

So voll.

Wovon redet Ihr?

Und schöne Hände.

Bleibt ernst.

Ich sehe, was los ist.

Mit Euren hübschen, Amethyst-Augen?

Ich hasse die erste Parade der neuen Rekruten.

Schrecklich.

Ihre strahlenden Gesichter, voller Träume der Zukunft.

Beim Salutieren sehe ich Gesichtsfetzen, gebrochene Schädel und blutende Bäuche,

den schockierten Blick, wenn sie an die Front kommen,

diesen "Oh Scheiße"-Moment.

Nun, da wir einander deprimiert haben, gehe ich.

Prost.

Ich überlege mir noch, wie ich Euch in Hanko vernichte.

Und ich, wie ich Euch in Kyrol vernichte.

Schlaft gut.

Niemals.

Guten Abend, General.

-Kaiserin. -Bleibt sitzen.

Der Schlag tut mir leid.

-Ich will mich vertragen. -Keine Entschuldigung nötig.

Zu scheitern ist für mich inzwischen die Regel.

Ich...

Ich begrabe den Gedanken, mit Euch zu liegen.

Vielleicht habe ich eine neue Vision für Euch.

Orlo scherzte offenbar mit Euch, dass wir einen Putsch planen.

Ja, sehr lustig.

Und wenn es kein Scherz war?

Wenn es ernst wäre?

Würdet Ihr ein gefährliches Spiel spielen. Und wohl ein vergebliches.

-Ihr seid... -Sagt Ihr hübsch, schlage ich wieder zu.

Keine Anführerin. Ich sah es, als Peter vergiftet wurde.

Eure Knie wurden weich wie auf hoher See.

Das... stimmt,

aber ich bin anders.

Alles könnte besser sein.

Ihr könntet besser sein.

Ihr könntet den Krieg gewinnen. Ich weiß es. Ich sehe es in Euch.

Dann ist das ein blasser Schimmer meiner selbst.

Mein Begehren ist in gewisser Weise nicht nach Euch.

Es ist nach Eurer Jugend, Eurer Hoffnung,

Eurer Lebhaftigkeit.

In mir finde ich das nicht mehr.

Ich denke, Ihr könnt das wiederfinden.

Weil Ihr eine wahnhafte Optimistin seid. Das haben wir gemeinsam.

Aber Ihr seid keine Anführerin,

also lasst es und bleibt am Leben.

Jeder am Hof könnte sich gegen Euch wenden.

Sogar ich.

Würdet Ihr nicht.

Das ist es ja...

Ihr wisst das nicht.

Kaiserin.

Was machst du da?

Ich habe 104 Melonen beordert. Als Peters bester Freund kann ich das.

104 Melonen? Wozu?

-Ich mag sie. Sie stehen mir zu. -Du hast dich noch nicht rasierst.

-Nein. -Musst du aber.

Ich weiß!

Ich gehe nun im Wald laufen.

-Ich könnte gelbe Galle haben, oder grüne. -Geht es dir gut?

Ich sagte es doch gerade, also tut es das nicht.

-Tut mir leid. -Warum hörst du nicht zu?

Tue ich.

Ich sorge mich um dich.

-Der Vogel, der Bart. -Der Vogel war ein Geschenk.

Es kam doch gut an.

Mir geht es gut. Ich gehe einfach laufen.

Grigor.

Tut mir leid, dass ich nicht zugehört habe.

Schon in Ordnung.

Streich es aus deinem schönen Kopf.

Aufs Bett.

Sardellen, Brot und Butter, verdammt geil.

Träumst du je, dass niemand auf dich hört?

Du gehst durch die Orte und niemand hört auf dich?

Nie. Klingt gruselig.

Verdammt richtig.

Wie ist es, jetzt da dein Vater nicht mehr da ist, so ganz allein?

Nun, ich...

Für mich ist es schwer, obwohl es schon zehn Jahre her ist.

Ehrlich gesagt war er besser als ich.

Die Leute vergleichen uns immer noch ständig.

Das ist, wovon ich träume.

Ich gehe neben ihm und keiner sieht mich.

Dann dreht er sich um und sieht mich auch nicht.

Mein Vater war nicht mal so groß wie deiner. Keine Ahnung, wie du das machst.

Peter der Große, verdammt.

Zumindest war mein Vater "Olaf der Passable".

Ja.

Es ist eine Last. Wie der Krieg.

Ich wollte nur mit einem Sieg auf den Thron steigen,

doch jetzt bekriegen wir uns seit Jahren.

Ich weiß. Wir müssen aus der Scheiße raus, nicht?

Und Wein, Essen und Muschis genießen.

Nett, mit einem König zu reden. Hussa.

Werfen wir die Generäle in den See.

Wir hatten die Druckerpresse kurzzeitig eingeführt.

-Ich weiß. -Ach ja?

Ihr habt ein Pferd gefickt.

Was? Das habe ich nicht.

Das ist egal.

Die Leute glauben es.

Wir haben festgestellt, dass die erste Lüge siegt.

Ich mag Euch.

Hugo ist eine Wonne,

und Agnes sollte ich mal ficken.

Ein faszinierendes Paar.

Unsere ersten königlichen Freunde.

Er versteht mich vollkommen.

Ich denke, du kannst das beenden... und ein Held für unser Volk sein.

Denkst du an deinen Vater?

Das Ende deines ersten Krieges und er ist nicht dabei.

Ja. Woher wusstest du das?

Du bist mein Ehemann.

Viel Glück.

Nun, es ist hauptsächlich Wolfspelz mit Leopardenfellfutter.

Lass mal sehen.

-Und? -Sehr schick.

-Sollen wir? -Ja.

Oh Gott.

Wir wollen beide das Blutvergießen beenden,

vor allem, weil wir Bratfisch essen

-und Weißwein trinken wollen. -Hussa.

-Mit Safran-Aioli. -Ja, ich liebe Aioli.

Da keiner dieser alten Säcke gewinnen oder verlieren kann,

sollten wir uns einigen.

-Wir haben eine... -Sei still.

Sehe ich auch so.

Du hast Einfluss auf Polen und Dänemark.

Natürlich. Die lieben mich.

Ich vermute, Ihr wünscht ein Ende des Handelsembargos...

Rede ich mit dir?

Krieg deine Leute in den Griff, verdammt, Peter.

Orlo, Schnauze.

Natürlich können wir das.

Und Ihr verpisst Euch aus...

Wo war das noch?

Russland.

Ja.

Wir ziehen aus Kyrol ab.

-Das ist Kapitulation... -Klappe, Anders.

Ja, Schnauze, Anders.

Ich dachte, das würde viel schwieriger werden.

Ich kann das wohl.

Ich sage, was ich will, und du, was du willst,

und wir sind uns einig. Hussa.

Hussa. Und natürlich St. Petersburg.

Was?

St. Petersburg.

Noch mal: "Was"?

Beachte dabei meinen Tonfall.

Es erscheint zwar groß,

aber St. Petersburg war schon immer schwedisch.

400 Jahre lang,

bis es dein Vater vor 30 Jahren gestohlen hat.

Gestohlen?

Scheiße, er eroberte es.

Ihr habt es verloren und er machte das Drecksloch zu einer tollen Stadt.

Ich weiß, dass du nicht unter dem vergangenen Ruhm und den Misserfolgen

deines Vaters leben willst.

Peter, ehrlich, als dein Freund,

wenn du als Kaiser einen sauberen Start willst,

gibst du am besten St. Petersburg auf.

Hugo, warum ruinierst du alles?

Das ist ein enormer Schatten.

Es ist seine Stadt, sein Sieg, nichts davon gehört dir.

All das macht dich zu einem...

...kümmerlichen Anführer.

Hast du mich gerade kümmerlich genannt?

Nein, aber im Vergleich zu ihm sieht es natürlich so aus.

Frag deine Leute.

Was?

Ich... Ihr seid... Ihr und er...

Vielen Dank, Dickwanst.

Also, du gehst nach Moskau

und machst es zu deiner Basis.

Das neue Herz Russlands.

Von dort aus kannst du Kaiser sein und dein eigenes Russland aufbauen.

Ich tue dir einen Gefallen.

-Interessant. -Ja, das ist es.

-Lass mich kurz darüber nachdenken. -Ok.

Da hast du deinen Frieden.

Scheiße!

Nimm das!

Nein, nein.

-Das ist mein Kopf. Nicht beißen. -Du beißt mich.

Runter.

Das ist eine Mädchentaktik.

Ok, alles gut.

Fick dich.

Scheiße.

Draußen zu warten ist frustrierend, nicht? Wäret Ihr lieber Zeugin ihrer Idiotie?

-Ich würde lieber... -Fick dich, schwedischer Wichser.

Du wirst im Blut deines Volkes ersaufen.

Wie schlimm, Muttersöhnchen.

Wusstest du, dass mein Vater deine Mutter gefickt hat?

Ins Gesicht!

Es gibt 30 Millionen von uns und nur 2 Millionen von euch.

Ist mir egal, ob 4 Millionen sterben, um euch alle zu töten.

Wir sind Russen. Ist uns scheißegal, wie viele sterben!

Was ist passiert?

Kaiserin, dein Mann ist ein Idiot.

Wusstet Ihr das nicht, tut es mir leid.

Heißt das, das Mittagessen ist abgesagt?

Dass ich dich ficke, ist auch abgesagt. Wir hauen ab.

Scheiße.

-Tut mir leid. Ich wollte nur... -Alles ok?

Wlad.

Dieser beschissene Ort.

Sehe ich auch so.

Ein Liebesbrief?

Nein.

-Ich werde ihn nicht lesen. Versprochen. -Marial.

Es ist entweder "harte Klinge" oder "zarte Klitoris".

Arschloch. Ihr wollt gehen.

Eine Weile. Ich habe gelbe Galle...

Sie ist...

Meiner müde und ich will das nicht mit ansehen.

Sie hat zu tun.

Warum jetzt und vorher nicht?

Was ist das?

Die Kirche, das Militär, die Regionen, der Hof.

Wie man alle gewinnen kann. Wie man die Macht übernimmt.

-Sie... -Tötet den Wichser.

Sie ergreift sie.

Verzeiht also ihre Unaufmerksamkeit.

Sie ist damit beschäftigt, Russland für alle zu verbessern.

Steig ein.

-Wir können nicht gehen. -Ich habe es entschieden.

Du kannst das gewinnen.

Das werde ich, in Fluten schwedischen Blutes.

Neue Pläne sofort, Welementow.

Ich habe genaue Pläne für eine baldige Großoffensive in Hanko.

Wir nehmen einfach eine Million Leute,

die nach Schweden ziehen und alle dort töten.

Das ist der Plan, Fettsack.

Wir können strategisch vorgehen und viel Blutvergießen vermeiden.

Ich will das nicht vermeiden.

Was daran verstehst du nicht, du kugelrunder Vollidiot?

-Was? -Eine Mücke in Eurem Gesicht.

Sie sollte Euch nicht infizieren.

Ach so.

Danke

Jedenfalls ist verdammter Terror der neue Plan.

Damit alle Männer, Frauen und Kinder in Schweden

lieber ersaufen würden, als uns zu begegnen.

-Du gehst also als Versager zurück? -Was?

Der Hof hat große Hoffnungen.

Die Leute kriegen mit, dass das geschieht.

Du gehst mit mehr Krieg heim. Ich will nicht, dass sie dich hassen.

Sie hassen mich nicht. Und wenn wir gewinnen...

Haben sie noch Väter und Söhne verloren.

Du bist wütend. Lass dich nicht davon treiben.

Geh zurück und versuche es noch mal. Für mich. Bitte!

Werde ich nicht.

-Entschuldigt er sich, und du dich... -Wird er nicht.

Wird er.

-Und dann legst du deinen Siegesplan dar. -Den Blutvergießungsplan?

Nein. Du hast letzte Nacht im Schlaf geredet und hattest einen brillanten Plan.

Hatte ich? Im Schlaf?

Hattest du. Ich hole ihn zurück in den Saal.

Na gut. Mit einer verdammten Entschuldigung.

Warum versucht Ihr, das zu retten?

Ihm einen Sieg zu bescheren, ist dumm.

-Euer Spiel auf lange Sicht. -Genau.

Ihr lauft immer noch.

Tue ich.

Kaiserin. Verpiss dich!

Ihr braucht Frieden mehr als wir.

Ihr steht kurz vor der Niederlage.

Bald pissen wir auf St. Petersburgs Straßen.

Welch schöne Straßen das nun sind. Ihr würdet sie kaum wiedererkennen.

-Das ist lustig. -Agnes.

Es ist lustig, Hugo.

Denkst du, St. Petersburg zu erobern, begeistert alle?

Oh ja.

Ihr braucht eine Ende des Embargos für die Wirtschaft,

weil Ihr dahinsiecht und Euer Volk seinen Unmut äußert.

-Hat sie das von dir? -Ich quatsche halt gerne.

Unglaublich.

Die Freiheiten, an die Ihr glaubt, sind toll,

aber Ihr braucht einen Sieg,

sonst werfen sie das schlaffe Blondchen noch ins Meer.

Ich hoffe, sie meint mein Haar. Oder hast du das auch erzählt?

Du stehst unter großem Druck.

Einige dich und ich wette, du kannst mich wieder ficken.

Ich bewundere Euch beide.

Euren Mut. Ihr habt gefährlich gelebt,

Freiheiten gewährt,

und so müsst Ihr sie überzeugen, dass sie Euch immer noch brauchen.

Ihm ist es egal, wie viele Russen sterben.

Zahlenmäßig seid Ihr unterlegen.

Sei dir im Klaren:

Ich sterbe gerne für das, woran ich glaube.

Würde es aber auch gerne nicht.

Gehen wir?

Da kommen sie.

Es... tut mir leid.

Der Wind rauscht mir in den Ohren. Wie war das?

Hör auf, Peter...

Wenn ich "St. Petersburg" höre,

schneide ich dein Herz raus, grille und esse es

mit Zitrone und Sumpfgras.

Hanko und Wyborg stehen beide vor einer langen, blutigen Belagerung.

Tausende werden sterben und es wird andauern.

-Ich denke, wir siegen. -Ich auch.

Klappe, ihr beiden.

Letzte Nacht sprach der Kaiser im Schlaf

und er knackte, was unmöglich schien.

Tat ich das? Das tat ich.

Es ist so, dass Ihr beide hier einen Sieg braucht.

Also bekommen beide einen.

Zwei Schlachten sind im Stillstand.

Anstatt sie zu entfesseln,

ziehen sich beide zurück.

Russland reklamiert einen großen Sieg in Wyborg,

Ihr in Hanko.

Wir verbreiten das über Presse und Kanzel.

Unsere Presse ist frei.

Idiotisch.

Die erste Lüge gewinnt,

heißt es so schön.

Pointiert.

Wir nutzen dies zum Guten.

Einmal veröffentlicht, glauben es die Leute.

Jeder Widerspruch wäre unpatriotisch.

Dann verkünden wir das Abkommen. Für beide sieht es wie ein Sieg aus.

Wir vereinbaren, nicht zu widersprechen.

Beide Länder reden nur von der gewonnenen Schlacht, nicht von der anderen.

Russland erhält das verlorene Territorium zurück.

Das Embargo wird aufgehoben. Wir lassen das hinter uns.

Alle sind Gewinner.

Abgesehen von den 118.000 Toten.

180.000 bei uns. Die können wir nicht zurückbringen,

wie der Kaiser letzte Nacht im Schlaf rührend murmelte.

-Das hat er gesagt? -Habe ich.

Das ist mein Plan. Er ist gut für beide.

Abgemacht?

Abgemacht.

Hussa. Alle gewinnen.

Wer will Fisch?

Ihr scheint betrübt.

Was für eine gute Menschenkennerin Ihr seid.

Wollt Ihr keinen Frieden?

Ich will siegen, damit es das vergossene Blut wert ist.

Ich kann Euch bieten, was Ihr wollt.

Mehr Wodka?

Wiedergutmachung.

Was wäre, wenn Ihr noch eine Chance bekämet, General?

Noch eine.

Ihr hasst den Krieg.

Ja, aber ich weiß, dass er oft unvermeidlich ist,

und wenn er das ist,

kämpft man wie ein verwundeter Tiger mit Blut in der Nase.

Gut gesagt.

Schließt Euch mir an.

Ihr seid ein Mann mit gutem Herzen,

der es nicht verdient, "Fettsack" genannt zu sterben,

mit Träumen von sinnlos Gefallenen.

Anhalten.

Ich habe gerade gesehen, wie Ihr das Blutvergießen sinnlos machtet.

-Und weiteres verhindert wurde. -Ihr seid gefährlich.

Und verräterisch.

Herr.

Ach, Fettsack

Noch Wodka übrig?

Ich werde nicht im Weg stehen, kann mich Euch aber nicht anschließen.

Warum nicht?

Ich bin erledigt, als Mann, als Anführer.

Ich glaube Euch nicht.

Wir können alles ändern,

aber vor allem uns selbst.

Ich werde für mein Schicksal kämpfen,

und Ihr werdet es mit mir tun.

Vielleicht seid ihr furchterregend.

Vielen Dank.

Das Kompliment weiß ich zu schätzen.

Wen habt Ihr bis jetzt?

Orlo und meine Magd Marial.

Mehr nicht?

Und jetzt Euch.

Eine Magd, einen Bürokraten und einen Säufer.

Ja.

Scheiß drauf, ja. Warum auch nicht?

Danke.

-Wofür? -Ich weiß, ich rede nicht im Schlaf.

Komm her.

Grigor?

Hussa!

Ich sage es Leo.

-Nein. -Keine Diskussion.

Ich kann ihn nicht ansehen

-mit einer Lüge im Herzen. -Ich finde...

Ihr scheint diskutieren zu wollen,

aber das kommt nicht infrage.

Ihr seid heute... irgendwie anders.

Ich führe.

Ich bin eine Anführerin.

Na gut, wir könnten alle sterben,

aber uns gut dabei zu fühlen, ist wichtiger als die Risikominimierung.

Gut, dass Ihr versteht.

Und?

Hussa.

Untertitel von: Christian Eisenach

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