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Original subtitles

Aua.

Niemand hat gesagt, class es einfach sein wUrde.

Ja!

Lass uns nach Hause fahren. HUa!

DIE HUTERIN DER BLAUEN LATERNE

Nein, ich habe jetzt keine Zeit fiJr diesen Unfug.

Es hat funktioniert.

Oh nein.

Das war auch mm das flchfige Rezept.

Oh, zu viele Bliltenblétter, nicht genug Meersalz.

Vielleicht sollte ich mehr Oliven ins Cl machen.

Beim néichsten Mal sollte ich vorher die Fenster éffnen.

Was ist passiert, GroBmutter?

Wer? Oh, du bist es also.

Das geht dich gar nichts an.

Schén die Hénde waschen, Porter.

Ja, Mom.

Hast du meine Mutter eingeladen, mit uns zu frilhstilcken?

Was auch immer Olistene da in ihrer Werkstatt macht,

fUr uns wird sie eh nicht damit aufhéren.

Was denn? lch habe die Essensglocke geléutet.

Porter hat sie sogar drauBen auf dem Feld gehért.

Na ja, ich, ja, ich wollte sie nicht stéren.

Ich weifS ja, sie kann etwas

stérrisch sein.

Aber du lésst dich zu leicht von ihr einschilchtern.

Ich weiB ja.

Ist das etwa alles?

Oh!

Na, geht dosh. Danke schbn.

Liebling, dein Hut.

Oh!

Ich mache mir Sorgen um sie.

Die einzige Laternenmacherin des Tals zu sein,

hat sie immer gut beschéiftigt.

Aber dieses Jahr ist nicht einfach gewesen fiir sie.

Allein diese Zitterkrankheit.

Was soll das sein, die Zitterkrankheit?

Das ist, na ja, also verstehst du, deine GroBmutter ist alt.

Jetzt wird mir langsam klar, weshalb sie nicht mit uns isst.

Ihre H'a'nde schmerzen sehr viel mehr, als sie zugeben will.

Ich weiB, wie ich ihr helfen kann!

Tatséchlich?

Porter kann ihr heute unter die Arme greifen.

Es wiJrde ihr so guttun, etwas Gesellschaft beim Arbeiten zu haben.

Mom!

Liebling, sag mal, bist du dir da auch ganz etcher?

Ich meine, wenn Olistene wirklich Hilfe bréuchte,

wilrde sie dann nicht einfach fragen?

Ah, stimmt, vermutlich nicht.

Liebling, sie hat versprochen, Porter das Familienhandwerk

beizubringen, so wie ihr GrofSvater es ihr beibrachte.

Sie hat versprochen, es mir néchstes Jahr beizubringen,

aber dieses Jahr hat noch einen ganzen Tag Ubrig.

Eben. Nur noch einen einzigen Tag.

Warum nicht also heute schon damit anfangen?

Es ist niemals eine gute ldee, mit einer Schwangeren zu diskutieren.

Ich meine, h6r auf deine Mutter!

Ganz genau.

Also sei ein braver Junge, und vergiss nicht,

deiner GroBmutter ihr FrUhstUck mitzubringen.

Liebling, bist du soweit?

Ja, ich werde dann gleich mal die den Wagen holen.

Was fiJr ein herrlicher Tag fUr ein Schweinerennen.

Guten Morgen, Freunde!

Wer ist denn dein Favorit, SUBe?

Es geht gleich los!

Okay, Universum, jetzt heifSt es: absahnen!

Das darf doch nicht wahr sein. So ein Mist aber auch!

Dad?

Ich muss zuriick zu deiner Mutter.

Du wirst schon klarkommen. Also dann, bis bald!

Hau ab, ich habe zu tun.

Ich habe FrUhstUck fUr dich dabei.

Porter?

Natilrlich schicken sie dich.

Na, komm schon rein, bleibt uns ja nichts anderes Ubrig.

Muss ich dich erst tragen, oder was?

Los, mach die TiJr zu.

Ich habe FrUhstUck fUr dich dabei.

Ste“ es damn.

Diesmal nehme ich eins mehr hiervon, und eins weniger davon.

Dann wollen wir mal sehen.

Blaues Feuer habe ich noch nie gesehen.

Was ist das denn?

GrofSmutter, geht es dir auch gut?

Oh nein.

Ich helfe dir.

Ich brauche keine Hilfe.

Ist das Medizin fUr deine Hénde?

Das, ist etwas, was hilft, meine Nerven zu beruhigen.

Funktioniert es?

Tja, eine Zeitlang hat es funktioniert.

Vielleicht solltest du eine Kleinigkeit essen?

FUr sowas habe ich keine Zeit.

Wenn ich jetzt aufhére, werde ich das Geheimnis nie IUften!

Ein Geheimnis?

Oh ja, ein Geheimnis! Méchtest du mir dabei helfen?

Dann habe ich genau die richtige Aufgabe fUr dich.

Es Uberrascht mich, dich hier so schnell wiederzusehen, Keelan.

Auch dir einen wunderschénen guten Morgen, Sonnenschein.

Welchen Grund kénntest du haben, so unerhért fréhlich zu sein?

Du hast keine Arbeit, siehst fast aus wie ein Penner,

und deine Frau hat dich vor Monaten verlassen.

FUr wen nochmal? Ach ja, einen Bécker!

Sie sagt, er sei vernUnftig. VernUnftig. lch bin vernUnftig!

Und was bringt ihm das Uberhaupt mit seiner albernen Béickermiltze?

Ein kleiner WindstoB, und, wusch, zack, und schon landet er

unter seiner eigenen Schleifscheibe.

Also, was machst du hier, Keelan?

Was ich das ganze Jahr gemacht habe.

Ah, einen Haufen Geld verlieren also.

Nein, diesmal werde ich einen Haufen Geld gewinnen!

Hast du denn Uberhaupt noch Geld, Keelan?

Nein.

Und womit willst du dann deinen Wettschein bezahlen?

Hiermit!

Und was soll das sein?

Die Besitzurkunde filr mein Haus. Mein einsames, leeres Haus.

Alles andere hat das Universum mirja weggenommen.

Dem Haus'?

Ganz etcher?

Ich bin mir in meinem ganzen Leben noch nie sicherer gewesen.

Meine jahrelange Pechstréihne wird nun endlich ihr Ende finden.

Tja, du musst es ja wissen. Also, welches ist heute dein Glilcksschwein?

Ach ja!

Okay, Universum, jetzt gibt es nur noch dich und mich.

Gib mir ein Zeichen. Welches Ferkelchen ist das richtige?

Ein Zeichen! lrgendeins.

Es geht los!

Komm schon!

Das da!

Fertig!

Gut.

Machst du noch mehr Laternen, die du heute Abend verteilst?

Die sind alle fertig. Eine fUr jeden, der in diesem Tal lebt.

Was denkst du, tue ich das ganze Jahr fiber,

wéhrend du FuBball spielst?

Oh.

Hat diese C")| was mit dem Geheimnis zu tun, von dem du sprachst?

Ja.

Wofiir ist es gut?

Wenn ich das verraten wUrde, wére es kein Geheimnis, oder?

Soll ich dir helfen, GrofSmutter?

Ich muss wohl etwas milde sein. Mein Hénde zittern schon.

Und ob du helfen kannst.

Die Flamme erlischt nicht!

Ist das die alte Burg?

Ach, natilrlich nicht. Das ist nur ein altes Gemélde.

Nicht schon wieder!

Das war zwar noch mcht ganz flchfig, abet schon nah dran.

Und was jetzt?

Ich versuche es nochmal, wéhrend du...

Ja!

Nein!

Los!

Komm schon. Lauf doch! Na, los, Ferkelchen!

Los, schnapp dir die Karotte! Mein Haus steht auf dem Spiel.

Oh! Das machst du doch absichtlich.

Puh. Das war die letzte Kiste, Dad.

Tja, nun, also was habt ihr denn so gemacht, mein Sohn?

Das darf ich leider nicht verraten.

Grofimutter sagt, es ist ein Geheimnis.

Okay. H6r schén darauf, was Olistene sagt.

Das ist das Beste, was man nur tun kann.

Jap, das Beste was man tun kann.

Der Wagen ist schon fast voll.

Glaubst du, dass wir es noch rechtzeitig schaffen werden?

Ich denke schon; sofern unser Aufbau hier funktioniert.

Und woher weiBt du, class eines davon das geheime Rezept ist?

Na ja, eines davon muss es ja sein. Da bin ich mir ganz etcher.

Das sind die einzigen Kombinationen, die noch Ubrig sind.

Was sagst du? Bist du bereit?

Bereit wie noch nie, GroBmutter.

GrofSmutter klingt so férmlich.

Nenn mkzh dosh “eber emiach Nona.

In Ordnung, Nona. lch bin bereit!

Jetzt, Porter!

Sie funktionieren alle.

Ja! Ja!

Nein! Nein!

Sollen wir's nochmal versuchen, Nona?

Der Wagen ist beladen! Wer jetzt nicht kommt, hat Pech gehabt.

Oh, 2e“ mszuiahren. Keme Serge, Nona.

Wir kénnen das geheime Rezept néchstes Jahr rausfinden.

Ja, richtig. Es gibt immer noch ein néichstes Jahr.

Du bist ein braver Junge, Porter.

Geh, und sag deinem Vater, class ich gleich nachkomme.

Alles klar.

Was ist das denn?

Eine Flamme brennt noch?

Es ist doch noch nicht vorbei.

Beeilung, sonst kommen wir zu spéit.

Vor Mitternacht sind noch Dutzende von Laternen zu verteilen.

Musste das wirklich heute sein? Am Abend des Neujahrsfests?

Jetzt ist es offiziell: Das war das schlimmste Jahr meines Lebens.

Mag sein, aber mir kannst du das nicht in die Schuhe schieben.

Jeder andere verspielt nur so viel,

wie er sich auch leisten kann, Keelan.

Kommt herein, meine Schweinchen. Heute Nacht wird im Bett geschlafen.

Ach, und dir wilnsch ich viel SpaB auf dem Fest, Keelan!

Das wéiren eine Laterne fiJr mich und eine filr deine Tochter.

Ich habe extra zwei der allerbesten fUr euch zurilckgelegt.

Oh! Die sehen stark aus.

Ob die's heute Abend wohl bis zum Mond schaffen werden?

Ich geh dann mal lieber.

Warum geben wir dir nur eine MUnze?

FUr ein Jahr Arbeit ist das nicht grad viel.

Genau die Frage habe ich meinem GroBvater auch gestellt.

Und was hat er gesagt?

Er sagte, dass Traditionen wie dieses Fest der Kleber sind,

der unsere Gemeinschaft zusammenhélt.

Und das ganze Tal glilcklich zu sehen, war ihm die Arbeit mehr als wert.

Aberjetzt mal unter uns: lch mag die Aufmerksamkeit.

Es ist schén, wen jeder was von einem will, auch wenn es leider

nur einmal im Jahr vorkommt. Vor allem in meinem Alter!

So, und hier ist die letzte Laterne, nur fiJr dich.

Genau eine fUr jeden Dorfbewohner.

Also, geh und such deine Eltern, es geht gleich los.

Ich kann ja auf dich warten, Nona.

Ach, mach dir mal keine Sorgen um mich.

Ich werde gleich nachkommen, hérst du?

Okay, Nona.

Es ist fast schon so weit. lch muss mich beeilen.

Guten Abend, Olistene, gibst du mir meine Laterne?

Deine Laterne?

Ah, natilrlich. Einen Moment bitte, junger Mann.

Na, dann such ich mal meine MiJnze. lrgendwo hier muss sie ja sein.

Wem will ich was vormachen?

Ich habe keine MUnze. lch besitze Uberhaupt nichts mehr.

Ich habe alles bei diesen Schweinewetten verloren.

Schweine, sagtest du?

Ich hétte aufhéren sollen, aber ich dachte,

ich kénnte alles zurilckgewinnen.

Glaubst du auch manchmal, class das Universum gegen dich arbeitet?

Es klingt eher so, als seist du derjenige, der gegen dich arbeitet.

Das hat meine Frau auch gesagt, kurz bevor sie mich verlassen hat.

Aber ich konnte einfach nicht anders.

Die Rennbahn hat mich immer wieder zu sich gerufen.

Aha.

Keelan, Keelan, komm zurUck, Keelan. Diesmal gewinnst du ganz etcher.

So, bitte schén, und mach dir keine Sorgen wegen der Milnze.

Irgendwie habe ich das dumpfe Gefilhl, dass das neue Jahr

eine zweite Chance fUr uns beide bereithéilt.

Also fUr mich jedenfalls ganz etcher.

Eine zweite Chance?

Ja, die kénnte ich gut gebrauchen. Danke...

...OIistene?

Eine zweite Chance.

Eine zweite Chance.

W0 ging es noch gleich lang?

Nachts sieht alles so anders aus.

Da ist es!

Das Baby.

W0 ist meine Mutter?

Also, ich...

Nona hat mir gesagt, sie wilrde gleich nachkommen.

Porter, geh und such sie. Sie kann nicht weit sein.

Verlass dich auf mich. lch werde sie finden.

Jetzt werde ich herausfinden, ob die alten Geschichten wahr sind.

Ja.

Ja.

Es milsste in einer dieser Statuen sein.

Oh, nein. Nein!

Nona, das Baby kommt!

Nona, wo bist du?

Wenn ich doch blofk wUsste, was jetzt zu tun ist.

Eine zweite Chance.

Oh nein!

Sieht so aus, als ob die FUBe in die Vertiefungen passen.

Ein steinernes Schlilsselloch.

Und die Laterne aus Bronze ist der Schlilssel!

Und wenn das hier ein Schliissel ist, dann muss ich ihn drehen.

Anscheinend nicht in diese Richtung. Wie wéir's denn so rum?

Es funktioniert!

Oh nein, wirst du wohl!

Nona?

Nona? W0 bist du?

Die alte Burg. Ganz genau wie in Nonas Gemélde!

Das istja richtig Arbeit.

Eine zweite Chance.

Oh, nein. Nein. Nein. Nein!

Das Geheimnis!

Nona?

Porter?

Nona?

Eine zweite Chance.

Nona,

wo bist du denn, Nona?

Es hat funktioniert. Es hat tatséchlich funktioniert.

Oh! Die alten Geschichten sind also wirklich wahr!

Frohes neues Jahr, Olistene.

Danke. Und ein frohes neues Jahr wilnsche ich auch dir, mein Sohn.

Ich filhle mich, als sei mir das Gewicht eines ganzen Jahres

von den Schultern genommen Worden.

WeiBt du, was dir gut stehen wilrde?

Ein richtig wuscheliger Rauschebart.

WeiBt du was?

Ich habe wirklich Uberlegt, mir so einen stehen zu lassen.

Ich geh los zur Arbeit, Liebling!

Ein bisschen Morgengymnastik hat noch keinem geschadet.

Das wird etcher ein gutes Jahr. Ach was, ein groBartiges Jahr!

Man kann es férmlich riechen.

Hey, was haben wir denn da? Schweinerennen?

Ah, ich...

lst alles in Ordnung? lst irgendwas passiert?

Ah, naja...

Olestine hat mich gekilsst und mich ihren Sohn genannt.

Du machst wohl Witze!

Redet ihr beiden gerade fiber mich?

Guten Morgen. Schén die Hénde waschen, Porter.

Hey, ich muss nicht hochgehoben werden!

Ich bin schon fast acht.

Mein kleiner Bursche.

Mutter'?

Ja, Liebes?

Ich, éhhh...

Sch atZ!

Dem Hut.

Also, wir haben nachgedacht und glauben, dass es an der Zeit ist,

class Porter die Familientradition fortfilhrt und du ihm

das Laternenmachen beibringst.

Ist das so?

Was? lch bin doch noch ein Kind.

Du hast es doch selbst gesagt, mein Sohn. Du bist fast acht.

Das habe ich aber nicht gemeint.

Ja.

Bevor du antwortest, will ich dir noch diese Liste zeigen.

Ich werde es machen.

Argument ems.

Du selbst warst noch jilnger als Porter, als dein GroBvater

damit begonnen hat. Moment mal. Was hast du gesagt?

Ich sagte, ich werde es machen.

Ich werde dem Jungen das Familienhandwerk beibringen.

ACh 'a'?

Unter einer Bedingung!

Und zwar?

Bitte gebt ihm noch ein Jahr Zeit. lch war viel zu jung,

als GroBvater es mir beibrachte, und auBerdem fUhle ich mich fit

wie ein Turnschuh und werde dieses Jahr locker allein schaffen.

Ja, genau, ich bin doch erst sieben Jahre alt.

Lass mir doch noch ein Jahr, Mom.

Na schén. Dann eben néichstes Jahr.

Ehrlich gesagt hétte ich nie gedacht,

class du so schnell zustimmen wilrdest.

Ich habe die ganze Nacht an dieser Liste gesessen.

Denkst du, ich bin so dumm, mich mit einer Politikerin anzulegen?

Oh! Apropos, ich will doch nicht gleich

die erste Ratssitzung des Jahres verpassen.

DiJrfte ich Sie ins Dorf fahren, Frau Gemeinderétin?

Meine Dienste stehen lhnen nach Belieben zur Verfilgung.

Oh. Nun, der Herr, wie kann man da nein sagen?

Wie eklig.

Endlich habe ich das Geheimnis des Tals gelilftet, GroBvater.

Die alten Geschichten Cuber die Burg stimmen also wirklich-.

Ja, jetzt ist meine Laterne aus Bronze gefertigt

und nicht mehr blofk aus Papier.

Und ich werde sie niemals loslassen milssen, niemals!

Ich wette also darauf, welches Ferkelchen in einem Wettrennen gewinnt?

Wie noch nie gesagt: ja.

Und wie schaffst du es, dass sie rennen?

Ich verfahre nach der guten alten Karotte-an-einem-Stock-Methode.

Absolut genial! Hier, mein Einsatz.

Oh, wart mal, was, wenn ich mich fUr das falsche Schwein entscheide?

Wenn du jetzt verlieren solltest, gibt es doch immer noch

ein néchstes Rennen, um zu gewinnen.

Also, was denkst du, welches Schwein gewinnt?

Ich wilrde sagen, dieses da!

Das war reine Verschwendung von Zeit und MUnzen.

Das war es erstmal fiJr mich mit diesen démlichen Schweinerennen.

Das Universum hat gesprochen und ich hére zu.

Morgen heifSt zurilck zur Arbeit! So wahr ich Keelan heiBe.

Komm schon! Lauf, Schweinchen, lauf! Schnapp dir die Karotte!

Oh nein!

Meme Gfite.

Oh nein!

Jetzt h6r auf, so vorwurfsvoll zu gucken. lch muss es nochmal machen.

Der Wagen ist beladen! Wer jetzt nicht kommt, hat Pech gehabt.

Oh! Die sehen stark aus.

Ob die es heute Abend wohl bis zum Mond schaffen werden?

Ich geh dann mal lieber.

Dein Vater erzéhlt jedes Jahr denselben schlechten Witz.

Warum geben wir dir nur eine MUnze?

FUr ein Jahr Arbeit ist das nicht grad viel.

Weil ich meine Arbeit so sehr liebe, deshalb.

Hier ist deine Laterne, Porter,

geh und such deine Eltern, es geht gleich los.

Ja, GroBmutter.

Meme Gfite.

Ich muss mich beeilen.

Guten Abend, Olistene, gibst du mir meine Laterne?

Oh! Wie konnte ich dich nur schon wieder vergessen?

Mich vergessen? Schon wieder?

Such du mal deine Milnze, und ich kilmmere mich um deine Laterne.

Wem will ich was vormachen?

Ich habe keine MUnze. lch besitze Uberhaupt nichts mehr.

Glaubst du auch manchmal, class das Universum gegen dich arbeitet?

Jetzt ist das Universum schuld, class du auf Schweinerennen wettest?

Du hast schon davon gehért, he?

Ach herrjeh, vergiss die Milnze, nimm die hier und viel SpaB beim Fest.

Ah, Olistene? lch will ja nicht undankbar klingen,

aber bist du dir etcher, class diese Laterne fliegt?

Olistene?

Guten Abend, Olistene, gibst du mir meine Laterne?

Ich habe deine Laterne gleich hier.

Wenn ich nur wUsste, wo meine MUnze ist.

Vergiss die MiJnze.

Oh! Danke schén.

Wie kannst du nurjedes Jahr dieselben Fehler machen?

Jedes Jahr? lch versteh nicht ganz.

Du hastjedes Mal die gleiche Ausrede parat.

Dass das Universum gegen dich arbeiten wUrde.

Nunja, ich...

Hat denn das Universum dein Haus bei einem Schweinerennen verspielt?

Das hat sich aber echt schnell rumgesprochen.

Das Leben ist nichts, was einem einfach so widerféhrt, Keelan.

Du kannst deine eigenen Entscheidungen treffen, hérst du?

Aber was, wenn ich immer nur die falschen Entscheidungen treffe?

Ganz einfach, dann Ubernimmst du die Verantwortung

und hérst damit auf!

Ist alles in Ordnung, Olistene?

Deine Hénde zittern ja. Ruh dich doch lieber kurz aus.

Nein, fUr so einen Unfug habe ich keine Zeit.

Du solltest dich mal lieber um dich selbst sorgen.

Ist das deine Laterne? Lass mich dir zum Flues runterhelfen.

Ich gehe nicht runter zum Flues, und deine Hilfe brauche ich auch nicht.

Du gehst gar nicht zum Flues?

W0 gehst du dann Hm'?

Wow.

Man sollte meinen, class dieser Teil einfacher wird,

wenn man es so oft gemacht hat.

Was zum Geier ist denn hier los, Olistene?

Was hast du hier zu suchen?

Ich dachte, das hier wére nur ein altes, verfallenes Geméuer.

Du dafist dkzh New mcht auihahen. Du muss gehen, scion!

Oh nein!

Das ist doch ein alter Kalender, nicht wahr?

Aber wieso léuft das rilckwérts?

Ich hab's! Du sorgst dafilr, dass dieses Jahr nochmal von vorn beginnt.

Das meintest du, als du sagtest,

ich wiJrde jedes Jahr dieselben Fehler machen!

Wie hast du das so schnell rausgefunden?

Ich habe recht? Ehrlich?

Ich kenn die Geschichten Cuber die alte Burg, seit ich ein Kind bin,

aber ich hétte nie zu tréiumen gewagt, class sie wahr sind.

Ich habe keine Zeit filr sowas. Dann kommst du eben mit mir zurUck.

Okay, das wollte ich héren. Brauchst du Hilfe?

Ich kann diese Frage nicht mehr héren!

Ich brauche

kein bisschen Hilfe!

Grofimutter?

Oh nein!

Wer ist der Kleine?

Komm her, Porter, und bleib schén in meiner Néhe.

Oh nein, was mache ich denn jetzt blofk?

W0 ist Porter?

H6r auf, an deinen Zéihnen rumzuspielen, Porter!

Sonst féillt noch einer raus.

Du bist nicht mehr schwanger, Mom?

Schwanger?

Oder ist meine kleine Schwester oben?

Kleine Schwester? Was ist denn los mit dir heute?

Klingt ganz so, als wollte jemand gern ein kleines Schwesterchen haben.

Wie sieht's aus, Liebling?

Schade, da werde ich mich wohl mit dem FrUhstUck begnUgen milssen.

Sch atz-

Dem Hut...

Was ist denn mit deinem Bart passiert, Dad?

WeiBt du was? lch habe wirklich ilberlegt, mir einen stehen zu lassen.

Ich habe, éh, wir haben nachgedacht. Wir glauben, es ist an der Zeit, also,

ich habe diese Liste verfasst, mit Grilnden dafilr, class Porter...

Ah, wenn ich einhaken dUrfte: lch glaube, es ist héchste Zeit,

class Porter das Familienhandwerk des Laternenmachens erlernt.

Was? Ehrlich?

Oh, er ist doch jetzt schon fast acht.

Aber ich bin doch schon acht.

Aua.

Und das ist viel élter als ich war, als mein GroBvater

damit anfing, es mir beizubringen.

Das istja so Uberraschend. Das wéire ganz wundervoll!

Dann wiJrde ich vorschlagen, class wir direkt damit anfangen!

Mom?

H6re auf deine GroBmutter und tu genau, was sie sagt.

Wir nehmen dann den Wagen.

Hat meine Mutter gerade freiwillig angeboten,

unseren Sohn zu unterrichten?

Da hast du dir die Nacht wohl umsonst mit deiner Liste

um die Ohren geschlagen.

Lass mich das wenigstens fUr einen Moment genieBen.

Was ist letzte Nacht geschehen?

Wieso ist mein Zahn jetzt wieder zurilck?

Nun ja, die letzte Nacht, an die du dich erinnerst,

war eigentlich gar nicht die letzte Nacht.

Und was bedeutet das?

Das erklére ich dir auf dem Weg. lch muss jemanden finden,

und ich lasse dich nicht mehr aus den Augen, keine Sekunde lang.

Also, wo soll ich nur anfangen?

Kennst du die Geschichte der alten Burg, die fiber das Tal wacht?

Ich glaube, sie wurde zerstért von einer Armee.

Und deshalb feiern wir das Laternenfest.

Nun ja, da gibt es noch so einiges mehr zu erzéihlen.

Vor langer Zeit lebten die Bauern des Tals unter dem Schutz

einer méchtigen steinernen Burg. Einer Burg mit einem Geheimnis.

Ein Geheimnis?

Aus irgendeinem Grund konnten die Bewohner der Burg

jedes Mal vorhersagen, wenn eine Katastrophe das Tal heimsuchen wUrde.

Jede Art von Katastrophe!

Uberschwemmungen, Hungersnot oder Feuer.

Wie konnten sie das denn im Voraus wissen?

Tja, genau da kommt das Geheimnis ins Spiel.

Wenn eine Katastrophe eintrat, haben Sie das Jahr

einfach vor vorn beginnen lassen.

Ganz genauso wie wir letzte Nacht; mithilfe des blauen Lichts.

So ist es. Und weil sie genau wussten, was passieren wilrde,

konnten Sie sich jedes Mal darauf vorbereiten.

Ich weiB noch genau, wie ich meinen Zahn verloren habe,

abet er 'vst trotzdem 'mmer noch da.

Das liegt daran, dass du ihn noch nicht verloren hast,

so wie dein Vater seinen Bart noch nicht wachsen lief 5,

und du noch nicht deinen 8. Geburtstag hattest.

Und so, wie meine Mom noch nicht

mit meiner kleinen Schwester schwanger ist.

Ja. Das natilrlich auch.

Ich habe ein Haus? Milnzen in meiner Tasche?

Meine Frau ist wieder da. Nein, sie hat mich gar nicht erst verlassen.

Kénnte es sein, dass das Universum tatséichlich Mitleid mit mir hatte?

Und class ich endlich

meme zweke Chance kflege'?

Warum hat diese Armee die Burg zerstért?

Das waren neidische Nachbarn aus den umliegenden Télern,

die das Geheimnis fUr sich haben wollten.

Und warum haben sie das Geheimnis nicht einfach geteilt?

Weil es zu méchtig war und einfach nicht in jedermanns

Hénde geraten dufite. Es musste beschiltzt warden.

Aber ist das nicht sehr egoistisch?

Egoistisch?

Wer weiB, was die anderen mit dem Geheimnis angestellt hétten.

Wenn die Leute wussten, class sie von einer Armee

angegriffen wilrden, warum haben Sie nicht einfach das Jahr

von vorn beginnen lassen und sich vorbereitet?

Die Armee kam am letzten Abend des Jahres.

Daher war es nicht méglich, das Geheimnis einzusetzen.

Am néchsten Morgen war die Burg abgebrannt und das Geheimnis verloren.

Jedenfalls war es verloren, bis ich es endlich wiederentdeckt habe.

Und nun liegt es an mir, es zu beschUtzen.

Du erinnerst dich Uberhaupt nicht mehr an mich?

Sollte ich?

Ich habe dir den Schlilssel zu meinem Haus gegeben, gestern Abend!

Also, wenn ich ein Haus hétte, wUrde ich dann wohl dort schlafen?

Es ist, als ob das letzte Jahr nochmal abléuft,

und nur ich weif}. Bescheid.

Oh, das Universum gibt mir tatséichlich eine zweite Chance!

Also, setzt du jetzt was ein oder nicht, Mr. Universum?

Oh, und ob ich das tue.

Und ich habe da so eine Ahnung,

welches Ferkelchen das Rennen gewinnen wird.

GroBmutter, ich erinnere mich an gar keine Katastrophen.

Ja, und? Wieso fragst du?

Wenn du das Jahr von vorn beginnen lief5t, so wie in den alten Zeiten,

vor was fUr einer Katastrophe willst du uns beschiltzen?

Oh, naja, also, ich...

Und wenn wir beiden die Einzigen sind, die es wissen,

sollten wir es dann nichtjemandem sagen?

Das geht ganz und gar nicht.

Wir mUssen es beschUtzen, um das Geheimnis geheim zu halten.

Wer weiB, was sie damit anstellen wUrden.

Noch nicht mal Mom?

Nein. Nicht mal deiner Mutter. Niemand darf es wissen.

Du musst mir versprechen, class du niemandem

von dem Geheimnis erzéhlen wirst, in Ordnung?

Deine Mutter wollte, dass du tust, was ich sage, oder?

Ja.

Bitte versprich mir, dass du es niemandem sagen wirst, Porter.

Okay, GrofSmutter, ich verspreche es dir.

Was fiJr ein braver Junge du bist.

Aber was ist mit diesem Mann, der mit uns zusammen in der Burg war?

Genau aus diesem Grund suchen wirjetzt ein Schweinerennen.

Ein Schweinerennen?

Schweinerennen, tatséchlich!

Wieso habe ich nicht frilher was davon erfahren?

Das ist nichts, womit sich ansténdige Jungs abgeben sollten.

Keelan.

Olistene? Du hast mich aber schnell gefunden.

Das ist der Wahnsinn! Danke! Oh, vielen Dank!

Da gibt's nichts zu danken. Warum nur kommst du hierher zurilck

und begehst den gleichen Fehler nochmal?

Fehler?

Dieser Ort ist doch der Grund,

weshalb deine Frau dich immer wieder verlésst!

Immer wieder? Wie oft hast du diese Laterne schon eingesetzt?

Oft genug, um zu wissen, wovon ich rede.

Auch ich weif}. das ein oder andere.

Letztes Jahr habe ich vielleicht nur auf Verlierer gesetzt,

aber ich erinnere mich auch noch an jeden einzelnen Gewinner!

Meine Frau verlésst mich ganz bestimmt nicht, wenn ich retch bin!

Ich habe die Laterne doch nicht eingesetzt,

um dir die Taschen zu fUIIen.

Deine Hénde zittern ja gar nicht mehr, Olistene.

Deswegen tust du es, nicht wahr?

Es geht dir einzig und allein darum,

class deine Hénde wieder gesund werden.

H6r zu, du kannst ganz beruhigt sein, Olistene.

Ich werde niemandem etwas verraten von dieser Féhigkeit.

Das geht nur dich und mich was an.

Du machst dein Ding, und ich mach meins.

Wenn du es willst, musst du mich nie wiedersehen. Einverstanden?

Na, schén. Einverstanden.

Hey!

Du da! Halt den Jungen von meinen Schweinen fern.

Wir wollten uns gerade auf den Weg machen.

Auf geht's, Porter. Es ist alles gesagt.

Ja!

Kann ich da nochmal hin?

Nein. Und sag ja deiner Mutter nichts davon,

class wir an diesem Ort waren.

Schmss damh. Und 'yetzt ieg den Baden.

War es dein Grofivater, der dir vom Geheimnis

der alten Burg erzéhlt hat?

Das meiste habe ich selbst herausgefunden.

Aber das wenige, das bekannt war,

wurde von Laternenmacher zu Laternenmacher weitergegeben.

Es hat sehr lange gedauert, bis ich das blaue OI entdeckt habe.

Als ich es endlich gefunden hatte,

ist es fast schon zu spét gewesen fiir mich.

AuBerdem war mein GroBvater nicht daran interessiert,

sich mit dem Geheimnis zu befassen.

Er hat das Neujahrsfest immer sehr ernst genommen.

Wusstest du, class unsere Familie die Laternen

bereits von Anfang an gemacht hat?

Schon als die Burg gerade zerstért war und die Bauern

das Fest ausriefen, haben wir sie hergestellt.

Und warum werden die Laternen aus Papier gemacht?

Na, sie sind aus Papier, weil sie so leicht genug sind, um davonzufliegen.

Und wir verbrennen sie, um uns daran zu erinnern,

class nichts ewig wéihrt, so wie auch die alte Burg nicht ewig wéhrte.

Als ich in deinem Alter war, wollte ich meine Laterne nie loslassen.

Warum sollte man an etwas festhalten,

das dazu bestimmt ist, weiterzuziehen?

Wie kann es sein, dass du Bursche schon so klug bist?

Aua.

Komm, lass mich deinen Finger sehen.

Aber bei dir sieht es so leicht aus, Nona.

Leicht bedeutet nicht einfach, Porter.

Oh nein!

Was?

WeiBt du eigentlich, class du wunderschéne Wimpern hast?

Was?

Da mUssen die Médchen in deiner Schule ja vor Neid erblassen.

Die hast du von der Familie deines Vaters geerbt.

Das einzige, was du von mir kriegst, ist der Schnurrbart.

Oh, mach dir doch keine Sorgen.

Ich bin viel zu alt, um mich an solchen Sachen aufzureiben.

Mutter? Ah, weinst du etwa?

Das sind blof$ Freudentrénen, Liebes.

'Ha, du fragst dkzh vermutfich,

wieso ich so niedergeschlagen bin, oder?

Nun, sie hat mich verlassen.

Meine Frau hat mich fiJr den Bécker verlassen, schon wieder!

Sie hat mich egoistisch genannt.

Ich wilrde zu viel Zeit bei den Schweinerennen verbringen.

Es istja nicht mal so, class ich verloren héitte.

Diesmal habe ich stéindig gewonnen. Was will sie denn noch?

Ich sage es dir: lch brauch jetzt einfach nur eine zweite Chance!

Eine zweite zweite Chance!

Wenn es doch nur ein altes Burggeheimnis gébe,

class mich dieses Jahr ganz von vorn leben lassen kénnte.

Warum werde ich von alien verlassen?

Hallo Olistene.

Oh, du bist es blofi.

Dir scheint es ja mittlervveile ganz passabel zu gehen.

Ach, na ja, ich kann nicht klagen. Was ist denn mit dir, Olistene?

Wofilr ist denn diese Medizin? lst deine Zitterkrankheit etwa zurilck?

So ein Unsinn, das ist nur etwas, um die Nerven zu beruhigen.

Verstehe. H6r zu, ich komm direkt zur Sache:

Das Jahr ist fast zu Ende, und ich werde alles dafUr tun,

um dir zu helfen, es von vorn beginnen zu lassen!

Ich bin mir noch nicht etcher, ob ich das tun werde.

Du versuchst mich loszuwerden, oder?

Ich habe dich doch die ganze Zeit in Ruhe gelassen.

Du musst dir keine Sorgen machen,

class ich an dir klette das ganze néchste Jahr.

Neue Jahr, das néichste, neue, Schleifenjahr; wie auch immer.

Wir machen diese Laternenschlilsselsache

und jeder zieht seines Wegs. Zick, zack.

Ich brauche wirklich keinerlei Hilfe, vielen Dank!

Du brauchst sie nicht?

Aber mir ist es wichtig, Olistene.

Was kann ich denn tun, um deine Meinung zu éndern?

Diese Entscheidung liegt allein bei mir.

Sei doch einfach mal glilcklich mit dem, was du hast.

Fahren wir nach Hause!

Fertig! Und das sogar einen Tag frUher als nétig.

Woher weiBt du, class das genug sind?

Es sind genug, wenn die ganzen Regale voll sind.

Aber wo soll ich dann deine hintun?

Meme'?

Na ja, du hast dich nicht mitgezéihlt,

also habe ich dir eine Laterne gemacht.

Meine GiJte! Die istja besonders gut geworden.

Das muss dich sehr viel Zeit gekostet haben.

Und néchstes Jahr werden wir noch einen Platz brauchen.

FUr wen denn?

Na, fUr meine kleine Schwester.

Ach ja, natilrlich. Filr deine kleine Schwester.

Da wirja nun hierja fertig sind, wie wére es,

wenn ich dir meinen Lieblingsplatz im Tal zeige?

Wow! Von hier oben kann man ja das ganze Tal sehen!

Da drilben ist unser Haus! Und da spiele ich immer FuBball!

Komm doch mal einen Moment hierher, Porter.

Ich habe etwas sehr Wichtiges mit dir zu besprechen.

Was denn?

WeiBt du, warum ich das Jahr immer wieder von vorn beginnen lasse?

Hat es was mit deinen Hénden zu tun?

Das ist dir also nicht entgangen, ja?

Mein GroBvater hatte genau dieselbe Krankheit.

Deshalb fing er auch damit an, mich zu unterrichten,

als ich noch jilnger war als du.

Es gibt leider keine Heilung dafUr.

Und im Jahr, nachdem er sie bekommen hatte,

nun ja, sah es nicht gut fUr ihn aus.

Ich befilrchte, meine Hénde werden so werden

wie die Zweige dieses Baums; sich hin und her bewegend,

ohne Einfluss darauf zu haben; allein dem Wehen des Windes ausgesetzt.

Ich habe Angst davor, nicht mehr an den Laternen arbeiten zu kénnen

und davor, nutzlos zu werden.

Ab jetzt werde ich dir mit den Laternen helfen.

Du wirst niemals nutzlos sein.

Du wirst ein ganz toiler groBer Bruder sein.

Grofier Bruder?

Soll das heiBen, dass du das Jahr nicht von vorn beginnen lésst?

Ich habe dieses Jahr eine so wundervolle Zeit mit dir gehabt.

Die méchte ich einfach nicht wegwerfen.

Und auBerdem méchte ich gern endlich mal

meme Enkekochter kennememen.

Versprichst du es auch, GroBmutter?

Ich verspreche es! Und bitte nenn mich von jetzt an nur noch Nona.

Und ich verspreche, mich ab jetzt immer um dich zu kilmmern, Nona.

Was habe ich nur getan,

class ich so einen Jungen wie dich verdiene, Porter?

Liebling, dein Hut.

Der Schrank!

Meine Bronze-Laterne ist verschwunden!

Nicht verschwunden.

Sie ist gleich hier.

Keelan! Was hast du hier verloren?

Ich bin hier, um dich zu bitten, das Jahr von vorn beginnen zu lassen.

Und die Antwort darauf ist ,nein'!

Ich habe ein Versprechen abgegeben, diese Laterne

nie wieder einzusetzen, und das werde ich auch halten!

ACh 'a'?

Das ist allein meine Entscheidung. Du hast deine getroffen.

Und mit den Konsequenzen milssen wirjetzt beide klarkommen.

Wir alle kennen die Geschichte der alten Burg seit unseren Kindertagen.

Dass sie so egoistisch waren, das Geheimnis fUr sich zu behalten.

Dass es dazu filhrte, dass eine ganze Armee gegen sie aufmarschierte.

Und wenn ich mich recht entsinne endete es nicht gerade gut fUr sie.

Was soll das heiBen?

Was, wenn das ganze Dorf erféhrt, class die alten Geschichten wahr sind.

Dass du sie alle gefangen héltst in diesem Schleifenjahr,

ohne dass sie mitbestimmen kénnen, immer und immer und immer wieder.

Du willst doch etcher nicht, class deine Tochter erféhrt,

wie oft sie schon schwanger war, oder?

Was wilrde sie dann wohl von ihrem guten, alten Miltterchen halten?

Das wilrdest du doch nicht wirklich tun.

Wenn deine Hénde schon jetzt so sehr schmerzen,

wie schlimm wére es dann wohl erst

ohne die Hilfe deiner Freunde oder Familie?

Sobald sie die Wahrheit wissen, lassen sie dich im Stich.

So wie meine Frau mich im Stich IieB.

Warm wkd es 'ye rekzhen flit dkzh'?

Sag schon, wie oft wird oft genug sein?

Deine Frau will also fortgehen, ja? Dann lass sie!

So wie du alles geschehen lésst? Und das so lange?

Du warst es, die mir gesagt hat, class ich das Leben

nicht einfach hinnehmen, sondern in die Hand nehmen soll.

Und genau das ist es, was ich jetzt tue.

Und das ist gut fUr uns beide.

Ich kriege meine Frau zurilck und du deine Gesundheit.

Ich will dich doch nicht bedrohen, Olistene.

Ich will dir nur meine Hilfe anbieten, mehr nicht.

Also, wie macht man das blaue Feuer?

Bitte schén, Olistene.

Das wéire eine MUnze fUr mich und eine filr deine Tochter.

Ich habe euch extra die zwei schénsten zurilckgelegt.

Oh! Die sehen stark aus.

Ob die's heute Abend wohl bis zum Mond schaffen werden?

Macht Dad diesen Witz wirklich jedes Mal?

Ah, ja. Jedes Mal. Und die ist fUr dich, junger Mann.

Na los, jetzt geh schon zu deinen Eltern, ich werde gleich nachkommen.

Du hast mir was versprochen. WeiBt du noch?

Und ob ich das noch weiB. Siehst du?

Hier ist die Laterne, die du filr mich gemacht hast.

Okay, Nona, dann bis gleich!

Der frisst dir ja férmlich aus der Hand.

Er scheint dir wirklich zu glauben.

Jetzt komm schon.

Er wird sich nicht einmal daran erinnern,

class du dein Versprechen gebrochen hast.

Was soll das werden?

Ich fahre den Wagen.

WeiBt du, wie das geht?

Wie schwierig kann das schon sein?

Na los!

Wir bewegen uns gar nicht. Was ist da los?

Na ja, riltteln tut es jedenfalls schon ganz ordentlich.

Na los! Bewegt euch schon!

Oh nein!

Mach dir keine Sorgen. Die wirst du eh nicht brauchen.

Nona ist verschwunden!

Nona?

Grofimutter!

Was so“ das hefiken, xerschwunden"?

Na, mit dem Wagen!

MR memem Wagen'?

W0 sollte sie hinfahren?

Es gibt da etwas, das ich euch nicht sagen sollte,

aber es ist sehr wichtig.

Das Baby!

Zu FuB wéren wir schneller untervvegs.

Wir werden nicht gehen.

Ein Schweinerennenwettsilchtiger verschleppt meine Mutter

in die alte Burg? Um das Jahr neu beginnen zu lassen?

So ist es. lhr mUsst mir glauben, bitte!

Das Jahr neu beginnen lassen?

Und wenn wir sie nicht aufhalten,

wird meine kleine Schwester nie geboren werden.

Niemand, absolut niemand wird verhindern,

class mein kleines Téchterchen auf die Welt kommt!

Sag schon, wo ist dieser Schweinepriesterjetzt, Porter?

Habe ich doch gesagt, in der alten Burg.

Aber wir werden nicht schnell genug dort sein.

Lass das mal ganz meine Sorge sein.

Lenk du uns einfach in die richtige Richtung.

Lenken?

Nein, nicht da lang!

ZurUck! ZurUck! Hat das Ding keinen Rilckwértsgang?

Hey!

Hey!

Hey!

Wir haben es geschafft! Wir sind rechtzeitig angekommen.

Ha! Du zitterstja noch stérker als meine Hénde.

Na, komm schon.

Da waren doch diese leuchtenden blauen Blumen hier drin.

Bist du etcher, class wir's richtig machen?

Sie muss heller leuchten.

Al-la!

Ah, da sind sie ja!

Ja, ja, sehr beeindruckend, ich weiB.

Und die Laterne hast du hierhin gestellt. Wie so eine Art Schlilssel.

Aha!

Es funktioniert!

Ah, ich verstehe! Man muss es einmal ganz zurilckdrehen.

Zu dem Zeitpunkt, bevor meine Frau mich verlassen hat fiJr

den Bécker.

Aber diesmal sorg ich dafiJr,

class sie bei mir bleibt.

Ich habe ein Versprechen abgegeben. Ein Versprechen an Porter!

Fast geschafft.

Nur noch ein kleines Stilck.

Was tust du da? Es ist zu spét, es sich jetzt noch anders zu ilberlegen.

Nein. lch habe genug davon, in der Vergangenheit zu leben.

Aber ich noch nicht.

Na also!

Nein!

Jetzt ist es zu spét.

Das ist er, Dad, der Schweinepriester!

Oh, du wirst mir nicht meine Kleine wegnehmen, klar?

Was? Was denn fiJr eine Kleine?

Nona! Du hast es versprochen!

Nein, nein, nein! lch darf das nicht zulassen!

Nicht nochmal!

Ich hab's doch gesagt: Es ist zu spét!

Nein!

Wir mUssen unsere Laternen brennen lassen,

um uns daran zu erinnern,

class absolut nichts

ewig wéhrt!

Nein! Nein!

Nein.

Nona!

Das ist echt lecker!

Freu mich, dass es dir schmeckt.

Ahm, habt ihr Salz?

Hier.

Danke.

Ach, gem geschehen.

Ich kann's immer noch nicht fassen, dass ihr mich eingeladen habt,

nach allem, was ich fast getan habe.

,Fast' kann man einem schlecht vorhalten.

AuBerdem warst es nicht du,

der das Jahr wieder und wieder und wieder von vorn beginnen IieB,

ohne class deine Familie oder sonst jemand etwas davon gewusst hétte-.

Ja, da hast du schon recht, aber Olistene hatte ihre Grilnde.

Auch wieder wahr.

Einmal sagte sie, vielleicht auch zweimal, class ich die Verantwortung

fin meme Entschéwkungen Yxbemehmen mfisste.

Ich habe es damals noch nicht verstanden, aberjetzt ist es mir klar.

Na ja, wenigstens kann ich mein Haus noch mein Eigen nennen,

mein leeres Haus.

PappeflaPaPP-

Ah, was hat sie gesagt?

Wir kénnten sie ja einfach fragen.

Ich sagte: papperlapapp. Du bleibst schén hier.

Ehrlich?

Wir alle haben doch so unsere Fehler gemacht, Keelan.

Aber die liegen in der Vergangenheit.

Und da werden sie diesmal auch bleiben.

Und auf dem Feld kann ich immer ein paar starke Héinde gebrauchen.

Aber du musst versprechen, ihn von den Schweinen

fernzuhalten, in Ordnung?

Sieh mal, Nona, ich habe meinen Zahn wieder verloren!

Sieh sich das einer an!

Bist du noch aus einem anderen Grund runtergekommen, Porter?

Ach ja! Mom hat gesagt, du kannstjetzt hochkommen.

Ist sie noch immer sauer auf mich?

Ich wilrde jedenfalls nicht von dieser

Vergangenheitsgeschichte anfangen, wenn ich du wére.

Ich bleib hier.

Keine Sorge. Wir werden zu dir zurilckkommen.

Vielen Dank, Olistene. Danke fUr alles.

Nona ist da!

Kommt doch rein.

Na, komm schon néher, und begrUBe deine Enkeltochter.

Sie ist wirklich wunderschén.

Und sieh mal:

Die Wimpern scheint sie von dir zu haben, Porter.

Wir haben sie

Olistene genannt.

Ihr, ihr...

Wir haben sie nach dir benannt, Nona!

Hallo kleine Olistene, und willkommen in der Familie.

Ach, meine Kleine, da habe ich dich

ganz schén warten lassen, nicht wahr?

DIE HUTERIN DER BLAUEN LATERNE

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