All language subtitles for Kaffee.mit.Milch.und.Stress.German.2014.AC3.DVDRiP.x264-KAF

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Original subtitles

Es hat mich traurig gemacht, dass die Zeiten sich geändert haben.

Früher war es nicht so schlecht wie heute.

Damals wollte sich der russische Nachbar ausbreiten

und wir fürchteten um unsere Unabhängigkeit.

Nach dem Krieg hatten wir Angst, die Felder würden zu Kolchosen werden.

Doch dann hatte unser Staatspräsident Urho Kekkonen die Idee,

unsere Nachbarn zum Skilaufen und Saufen einzuladen.

Das Abkommen für Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfeleistung...

Skier waren aus Holz und Männer aus Eisen.

Da brauchte man keine Tricks oder Doping zum Erfolg.

Frauen waren aus Roggen, und in der Küche roch es nach Hefegebäck.

Sogar in der Bank bekam man ofenfrischen Hefezopf.

Da wusste man, das Geld war sicher.

Man lächelte ehrlich

und ausreichend, aber selten.

Aus langen Holzbrettern eigenhändig gebaut.

Die Luft konnte zirkulieren, es gab keinen Schimmel.

Aber die Alte wollte Elektroheizkörper.

Das war angeblich modern und bequem.

Aber vor allem war es teuer.

Und unnötig.

Das Erste ist immer das Beste.

Das erste Haus, Auto, die erste Frau...

Früher hatte man keine Zeit zum Reden oder Diskutieren.

Wir mussten Kinder in die Welt setzen und das Land wieder aufbauen.

Im Alter sollte man Zeit füreinander haben.

Ich dachte auch, dass das mit ihr bis zum Ende hält.

Wegen so was fängt man doch nicht gleich an zu heulen.

So was hat mich nie traurig gemacht.

Wir haben doch darüber gesprochen.

Hört doch mal auf mich.

Du sollst nicht allein aufs Feld gehen. - Wär's doch nur das Feld gewesen!

Der Kellerboden ist aus Beton.

Die Bänder sind gerissen, das Bein ist wie ein Holzbein.

Wir machen eine Kernspintomographie.

Physiotherapie wäre auch nicht schlecht.

Es ist die Jugend, die eine Therapie braucht.

In Tampere würdest du schnell eine Untersuchung bekommen.

In Jyväskylä hätten sie sofort Platz. In Helsinki müsstest du...

Man weiß doch, wo man landet, wenn man in fremde Dörfer geht.

In Spielhöllen und mit jungen Frauen auf Mallorca.

Ist das nicht ein bisschen zu...

Dein Bein ist ein akuter Fall.

Wir überlegen, wo du am besten aufgehoben wärst.

Zu Hause. Ich spreche mit dem Herrn Doktor.

Dein Sohn hat recht. Im Leben gibt es verschiedene Phasen.

Und je schneller wir... - Ich hau ab.

Es ist Essenszeit. - Alles wird gut.

BETREUTES WOHNEN

Vater?

Mein Bruder ist in Karelien gefallen.

Ich bin im Keller auf den Boden geknallt.

Was soll daran so gefährlich sein?

Ich geh nicht nach Helsinki und lass mich von der Jugend massieren.

Weißt du, wie das für mich war, zu hören, dass du im Keller lagst?

Ein paar Tage länger da, und ich wäre jetzt beim Dach reparieren.

Das Wasser kommt schon durch die Nagellöcher.

So...

Sie weiß doch gar nicht, wer du bist.

Sie ist nicht mehr hier.

Wir sollten nach vorne schauen.

Die Schwestern kümmern sich um sie.

Bei uns wärst du gut aufgehoben.

Mutter wäre das auch recht.

Ich bleibe hier und hüte das Haus.

Der Kartoffelacker muss gepflügt werden.

Gelockert werden.

Aber das kannst du ja nicht.

Ich versuch's.

Der Vater muss sich um den Sohn kümmern, nicht umgekehrt.

So hat es die Natur bestimmt und gewollt.

Warum muss man ständig auf dem Sprung sein,

nach vorne?

Zur Schwiegertochter also, in die große Stadt.

Meine Tante wohnt in Helsinki, schon seit 40 Jahren, schätze ich.

Warum kann man nicht im eigenen Heim bleiben?

Ich gehe nicht in ein Hochhaus.

Du hörst die Nachbarn furzen und wirst ständig überwacht.

Wenn ich mal gehe, dann in meinen Stiefeln

und mit der Axt in der Hand.

Wenn ich mittags nicht mehr aufwache,

liegt die Zeitung auf meiner Brust

und das Hemd ist zugeknöpft.

Warum werden die Häuser in der Stadt von außen beleuchtet?

Ihr müsst die Dachrinne entleeren, sonst rostet sie durch.

Die schicken mich zur Therapie. - Ja, Hessu hat angerufen.

Die Stufe war morsch.

Ich muss sie reparieren, wenn ich nach Hause komme.

Die Kartoffeln müssen in den Keller.

Wir haben keinen Keller. - Man braucht einen.

Ein tolles Haus habt ihr.

Schön, wenn der Mann das Geld nach Hause bringt.

Ich bring das Geld nach Hause. Über 100 000 im letzten Jahr.

Oh.

Das ist eine Menge Geld für eine Frau.

Das ergibt keinen Sinn.

Ich soll mit dem Taxi fahren, nur weil mein Bein blau ist.

Wo ist denn die Physiotherapie? Und wann?

Es ist toll, dass du mal gekommen bist. - Ich musste ja.

Es geht am Montag los. Und ich gehe bestimmt nicht früher hin.

Ich hab jetzt alles reingebracht.

Wiedersehen.

Reichen dir die paar Sachen fürs Wochenende?

An der Tankstelle war ein Neger. Der hat Finnisch gesprochen.

Das ist kein schönes Wort...

"Neger". - Ach ja?

Kaffeezeit.

Kaffeezeit?

Morgenkaffee, Vormittagskaffee. Nachmittagskaffee, Abendkaffee.

Kaffee, Kaffee, Kaffee.

Wir trinken keinen Kaffee. Wir haben nicht mal eine Maschine.

Ich hab euch 2005 eine gekauft.

Zum halben Preis. War ein Weihnachtsgeschenk.

Für den Sohn einen Aktenkoffer und für dich...

... einen Mokkamaster.

Ja, das war eine wirklich tolle Maschine.

Wie wär's mit Tee? Ich hab hier Mate.

Mädels!

Die sind bei der Oma. - Mit Sicherheit nicht.

Hey, es gibt Geschenke! - Sie sind bei meiner Mutter in Varkaus.

Ja. Ich glaub's dir.

Ich war noch nie in so was. - In einer Badewanne?

Seit dem Abtrennen der Nabelschnur haben wir uns in der Sauna gewaschen.

Was stinkt denn hier so? - Lavendel.

Das hat man im Ersten Weltkrieg als Giftgas verwendet.

Das...

... wär ja was.

Weil die Kinder so lange fernsehen, sind sie morgens immer müde.

Und dann hängen sie den ganzen Tag im EDV-Netz herum.

Wir haben ihn für Mirkkus Abiprüfung gekauft.

So kann sie Dokumente... - Dafür reicht das Radio.

Wir haben in den sechziger Jahren ein Radio gekauft,

für die Olympiade in Tokio.

Ich erinnere mich noch genau an Néwalas Sieg.

Damals gab es keine Kinderzimmer.

Bestimmt auch keine Kindheit.

Wo ist denn hier der Heizkörper? - Das Thermostat ist neben der Tür.

Ich habe neulich im Fernsehen gehört,

wenn man die Zimmertemperatur um zwei Grad senkt,

könnte man bei der Heizung ungefähr fünf Prozent sparen.

Das ist schön. Wir haben hier aber Erdwärme.

Genügt das, oder soll ich dir noch eins holen?

Also, fühl dich wie zu Hause.

Für die Schwiegertochter.

Oh! Das wär doch nicht nötig gewesen.

Ach was, die Alte trägt sie jetzt nicht mehr.

Ich hab sie 1973 bei Asuvaate gekauft.

Hab sie einmal im Jahr gewaschen.

Die mussten noch nie geflickt werden.

Heutzutage stellen sie so was Haltbares nicht mehr her.

Der Stoff atmet, er lässt den Schweiß durch.

Danke. Es ist wirklich schwer, so was noch zu finden.

Vielleicht lernt die nächste Generation, wieder Kaffee zu trinken.

Die Kreuzworträtsel hat sie mit Bleistift gemacht.

Ich hab's ausradiert.

War nicht so leicht bei der Oktoberausgabe 1985.

Ach ja? Das ist ja schön.

Nicht zu fassen. Gleich halb neun. - Das ist doch nicht so spät.

Nicht spät, aber bald halb neun.

Weißt du, was es auf dem anderen Sender gibt?

Wir sollten umschalten.

Wie wär's, wenn du mal umschaltest?

Hier sind die Nachrichten.

Arvi Lind war ein besserer Nachrichtensprecher.

Mir gefällt Rönkä besser. - Dem glaubt man doch nichts.

Der Typ ist Schriftsteller. - Seine Krimis sind hervorragend.

Da kommen doch keine guten Detektivgeschichten raus,

wenn man jeden Abend im Fernsehstudio hockt.

Und auch keine guten Nachrichten,

wenn man jeden Tag furchtbare Dinge aufschreibt.

Ich vertraue keiner erfundenen Literatur.

Die Betriebsanleitung für den Escort ist ein gutes Buch.

Die wird nie langweilig.

Wie viel Schulden habt ihr noch auf dem Haus?

Weiß nicht genau. Weniger als Hunderttausend.

Hunderttausend Euro?

Kein vernünftiger Mensch hat so viel Schulden.

Die Schwiegertochter scherzt mit mir.

Die Alte und ich, wir haben nie Schulden gemacht.

Niemals.

Es ist wichtig zu sparen. - So ist es.

Man hat ja gesehen, wie es läuft, wenn man betrunken Kredite unterzeichnet.

Montag ist beruflich wichtig für mich. Und du?

Lieferst mir einen überalterten Austauschschüler. Vielen Dank!

Das Kind wird verdorben, weil es fernsieht.

Genau das sagt er!

Und wir unterschreiben besoffen Kreditverträge.

Er hat gesagt, ich würde ihn vergiften.

In der Badewanne, mit Lavendel.

Wieso bist du nicht mit ihm hergekommen?

Ein Pflegedienst hilft mir nicht.

Wieso habt ihr ihn nicht gleich ins Krankenhaus gebracht?

Und seit wann...? Aha.

Es passt dem Herrn natürlich gut, da zu sein und Videospiele zu spielen.

Du musst den Kartoffelacker pflügen?

Ich bin total ruhig. Du musst dich beruhigen.

Atme in eine Tüte. Oder in einen Kartoffelsack.

Es macht mich traurig, wenn man Sachen direkt sagt.

Das Reden funktioniert in unserer Familie nicht.

Zweimal habe ich dieses Wunder erlebt.

Beim ersten Mal war es Großvater, der auf dem Sterbebett sprach.

Zeitlebens hatte er es in sich aufbewahrt und brüllte es dann auf einmal raus.

Da muss man schon weinen.

Sogar Taavi Mononen machte er nieder, und das war ein rechtschaffener Mann.

Taavi hielt es nicht aus und versuchte, Großvater zu erstechen,

obwohl dieser schon drauf und dran war, in eine bessere Welt zu gehen.

Taavi wurde zum Verbrecher.

Und jeder weiß, wie das endet.

Beim zweiten Mal war ich es, der zu viel redete.

Die Alte glaubte nicht, dass man bei Kälte

noch ein paar Wollsocken anzieht.

Oder eine Runde Ski läuft.

Mir fehlen die Zeiten,

wo ich mit der Alten über viele Sachen geschwiegen habe.

EINGEHENDER ANRUF

UNBEKANNTE NUMMER

Hallo.

Hier ist der Pflegedienst...

Heute?

Sie wollen heute das Bein...?

Nein, nein, es ist in Ordnung.

Ihr braucht nicht zu kommen. Auf Wiederhören.

Öffnen Sie!

Ich muss mit Liisa sprechen.

Hausieren und Betteln sind hier verboten.

Ich versteh Sie nicht. Ich muss mit Liisa sprechen.

Lass mich mit deiner Religion in Ruhe. - Das tu ich, wenn Sie...

Ich bin nicht in der Kirche und möchte kein Hippie werden.

Machen Sie doch die Tür auf. - Was ist?

Machen Sie auf, ich will nicht schreien.

Schreien Sie nicht so rum!

Was?

Was ist denn, Mann? - Öffnen Sie die Tür.

Sie müssen den Griff drehen. - Was?

Sie geht nicht auf.

In welche Richtung?

Wie? - Drehen Sie den Schlüssel.

Wie denn? - In die andere Richtung.

Morgen! Ich muss mit Liisa sprechen. - Ja.

Die Schwiegertochter?

Warte hier.

Hey, du Gauner!

Lissu, komm, steh auf!

Warum gehst du nicht ans Telefon? Die Kuskews kommen.

Er hat sich reingedrängt.

Weißt du, wie spät es ist? - Sechs Uhr, wir haben viel zu tun.

Ich arbeite von zu Hause. Die Kuskews kommen am Montag.

Eben. Heute ist Montag.

Da ist heute irgendein Feiertag. Allerheiligen...

Es gibt keine Flüge.

Ach du Scheiße! - In zwei Stunden sind sie in Seutula.

In zwei Stunden... Wir nehmen dein Auto.

Ich wünschte, ich könnte.

Ich muss ins Vanajanlinna. Lass dich drücken.

Wirklich nett von dir.

Tut mir leid, aber ich hab keine Wahl.

Ich brauche fünf Stunden. Du kommst doch allein klar.

Der Pflegedienst taucht bestimmt auch bald auf.

Lass den Herd aus und fass keine Geräte an.

Vertrag, Laptop...

Was soll das jetzt?

Sie müssen sauber gemacht werden. - Um Gottes willen!

Habt ihr eine Dachrinnenbürste? - Die brauchen wir nicht.

Du musst jetzt los. Ich finde schon eine.

Ich muss nach dem Zwischenbecken sehen.

Nein, das tust du nicht!

Kannst du nicht mal nichts tun? Der Pflegedienst wird gleich hier sein.

Nein, die kommen nicht.

Sie kommen nicht? - Nein.

Also, hier hast du... den Autoschlüssel. Setz dich da rein und warte.

Du rührst nichts an und bewegst dich nicht.

Wo tut man hier den Schlüssel rein?

Im Escort war es immer hier irgendwo.

Und wie... - Hör auf. Setz dich auf die andere Seite.

Es ist besser, wenn ich fahre.

Ob eine Frau so eine Kiste im Großstadtverkehr steuern kann...

Da gibt es Blechschäden und Berichte in der Lokalzeitung.

Oder einen Bericht über einen Greis, der ohne Führerschein fährt?

Würde das gut aussehen in der Zeitung? Rück rüber!

Ist das das Warnsignal, wenn eine Frau fährt?

Und du musst nicht auf Toilette?

Warst du noch mal auf der Toilette?

Schnall dich bitte an.

Schon passiert.

Ich hab schon wieder keinen Morgenkaffee gekriegt.

Der Mensch kommt ohne Essen aus, aber er muss was trinken.

Kannst du noch bis zum Flughafen warten?

Als Krieg war, gab es keinen Kaffee.

Dafür gab es Kaffee-Ersatz.

Den hat man getrunken, bevor man sich hat schlagen lassen.

Ich hab einen Dokumentarfilm gesehen.

Da hieß es, von Kaffee kriegt man schlimmere Entzugserscheinungen

als von Drogen.

Aber die gibt's ja nicht zu Supermarktpreisen.

"Zwei Päckchen zum Preis von einem."

"Nicht für Wiederverkäufer." - Wir sind gleich da.

Was wünschen Sie?

Latte Macchiato, Espresso?

Such dir einen aus.

Einen? - Einen Kaffee.

Einen normalen Kaffee. - Einen Kaffee.

Einen Filterkaffee.

Filterkaffee.

Haben wir so was wie Filterkaffee? - Nein.

Haben wir leider nicht. - Nicht?

Er schmeckt wohl wie ein Latte. - Nimm einen Latte.

Schmeckt der wie dein Mate-Kaffee?

Wir brauchen eine Verkäuferin!

Hallo!

Wenn man nicht warten kann, ist das Leben eine furchtbare Hetzerei.

Hallo! Was kann ich euch denn bringen?

Einen Kaffee. Kaffee?

Die Kaffeezeit ist vorbei.

Die nächste ist erst wieder in drei Stunden.

Möchtest du was anderes?

Zu Hause würde ich jetzt Bratkartoffeln mit Preiselbeeren essen

und einen Becher Buttermilch trinken. - Buttermilch?

Einmal Pommes und einen großen Becher Milch.

Und noch einen Kaffee für alle Fälle. Er ändert ständig seine Meinung.

Und die Schwiegertochter? - Ich hab keine Zeit.

Die bösesten Taten geschehen dort, wo man nicht anständig isst.

Denk an den Krieg. - Einen Feta-Salat zum Mitnehmen.

Die werden ja richtig körperlich.

Ich weiß, wie man das heute nennt. Das ist "natürlich".

Die Menschheit versucht ja schon seit Tausenden von Jahren,

sich die natürlichen Beschäftigungen abzugewöhnen.

Das Kacken in der freien Natur, die Blutrache...

... oder das da. Was ist denn mit so was?

Sicher, dass du nicht aufs Klo musst?

Na dann...

Eine 200-Euro-Hose!

S-CARD-INHABER WILLKOMMEN

Hey! - Ja?

Die Klotür ist zu. - Ja, sie ist abgeschlossen.

Aber ich muss aufs Klo. Jetzt. - Haben Sie eine S-Card?

Ja, aber den Führerschein haben sie mir abgenommen.

Den brauchen Sie nicht. Aber mit einer S-Card kommen Sie da rein.

Wieso mit 'nem Escort?

Das sieht bestimmt nicht gut aus.

Die wollen vermutlich, dass sich mehr Leute eine S-Card zulegen.

Aber ich brauche doch nur einen!

Und den hat mein Sohn.

So geht sie nicht verloren. Wollen Sie meine S-Card ausleihen?

Ihren Escort ausleihen? - Ja.

Wieso sollte ich mir Ihren Escort ausleihen?

Damit Sie aufs Klo können.

Wiedersehen.

Einen Escort von Weibern.

Die Welt wird immer kleiner.

Wieso?

Wenn ein Mädel aus Afrika uns französische Kartoffeln verkauft,

wo kommt sie dann wohl her?

Aus Herttoniemi.

Jenni ist im selben Eislaufteam wie Mirkku. - Ach ja?

Kein Wunder, dass sie so gut Finnisch spricht.

Sie ist eine eislaufende Neg...

Ich meine, ein Herttoniemi-Mädchen.

Kein Problem.

Ich heiße alle neu angekommenen...

... Herttoniemis willkommen.

Sie sind immer gute Sprinter.

Es heißt, wenn sich die Gene mischen, werden die Töchter hübsch.

Schönheitsköniginnen sind sie alle geworden.

Ist das so? - Klar.

Ich respektiere auch hässliche Frauen.

Sie haben es nicht leicht.

Das Leben einer hässlichen Frau ist eher wie das von einem Mann.

Sie muss leiden und für ihr Leben schuften.

Sie kann sich nicht einfach in Tanzlokalen

einen nützlichen Ehemann aussuchen.

Sie bekommt nichts fertig serviert oder umsonst.

Die Schwiegertochter hat's auch nicht leicht.

Warte hier. Geh nicht weg.

Wenn eine Politesse kommt, zeig auf dein Bein.

Ich steh immer noch auf meinen eigenen Füßen.

Ich bin... - Du sagst kein Wort.

Ich brauche fünf Minuten.

Kannst du fünf Minuten warten und dich nicht rühren?

Es macht mich traurig, wenn die Menschen hetzen.

Die Jugend muss immer ganz schnell irgendwohin.

Um rechtzeitig zur nächsten Hetzerei zu kommen.

Kann ich fünf Minuten warten?

Ich hab mal zwei Tage und zwei Nächte auf einen Bus gewartet.

Aber er kam nicht.

Weil die Linie 1964 eingestellt worden war.

Aber als ich da saß und wartete, war es schon 1972.

Ich lief ins Dorf und kaufte mir einen Ford Escort.

Buslinien werden eingestellt,

Festtelefonnetze und Postzustellung abgeschafft,

aber der Escort lässt mich nie im Stich.

Ein paar Jahrzehnte hab ich auch auf einen neuen Präsidenten gewartet.

Und seit 1976 warte ich

auf Olympiagold im Langstreckenlauf.

Darauf werde ich wohl bis zu meinem Lebensende warten.

Hä? - Haben Sie einen Behindertenausweis?

Was? - Haben Sie einen Behindertenausweis?

So was hab ich nicht. - Sie müssen einen haben.

Aber dafür muss man doch behindert sein.

Das ist ein Behindertenparkplatz. - Aber ich hab ihn nicht hier geparkt.

Wer dann? - Die Schwiegertochter.

Sie bekommen jetzt einen Strafzettel. - Aber...

Ich zeig Ihnen was.

Wieso steht das hier auf Sowjetisch?

Also warum baut man eine Bodenplatte für so ein Haus?

Sie brauchen einen Ausweis.

Das Wetter war schlecht, deswegen hatten wir Verspätung.

Und vorher dieser Stau! Ich hoffe, hier geht es nicht so weiter.

Danke.

Danke Ihnen.

Danke.

Sorry, ich musste meinen Schwiegervater mitnehmen.

Ich hatte keine Zeit, einen Pfleger für ihn zu suchen.

Sergej Kuskew. Guten Tag.

Ich heiße Vadim Tarasenko.

Ludmila Tolstaja. Freut mich.

Er hat Demenz.

Hast du Remenz gesagt? Ich hab keine Remenz.

Es ist eine Ehrensache wenn man sich um die Alten kümmert.

Wir verstehen das. - Ja, auch bei uns ist das Ehrensache.

Es wäre nett, wenn du dich anschnallen würdest.

Die drei sind hoffentlich nicht vom KGB. - Das sind sie auf keinen Fall.

Kennen Sie deinen richtigen Namen?

Ich brauche diesen Deal, also sei still.

Könnte vielleicht Fuchs sein. - Eher Hirsch.

Über was sprechen die?

Über ihre eigenen Sachen. - Übersetz!

Soll ich reden? - Nein.

Sie reden über deine Mütze. Von welchem Tier das Fell ist.

Hab sie mit Holttinen gegen ein paar Kartoffeln getauscht.

Auf dem Markt 1951.

Das war mal ein Bär.

Die Mütze ist aus Bärenfell.

Eine schöne Mütze. Sehr schön.

Es ist sehr wichtig, immer den Kopf zu schützen.

Sonst verliert man den Verstand.

Das sieht man an der Jugend.

Er spricht über die Jugend.

Im Kreml haben die großen Kriegsherren immer große Hüte getragen.

Im Kreml tragen sie große Mützen.

Sie sahen sich am Sowjetfeiertag die Atomwaffen an.

Mit schiefen Mützen... - Lass es gut sein!

... von ihrem Balkon aus.

Der Sowjetfeiertag war nie mein Feiertag. - Schön.

Wer kam nach Gorbatschow? - Wir reden jetzt nicht über Politik.

Ah, Gorbatschow, Perestroika, Glasnost, Demokratie.

Er mag Geschichte.

Tschernenko, Gorbatschow.

Sei endlich still!

Ich sag's jetzt zum letzten Mal. Halt den Mund!

Beweg dich nicht vom Fleck!

Den Sowjets muss man ein paar Dinge sagen.

Da hast du recht. Nein, hast du nicht! Halt den Mund!

Kannst du dich noch an den großen Mann auf dem Panzer erinnern?

Hör zu, ich meine es ernst!

Breschnew hätte das nicht geschafft...

Das hier kannst du bewegen.

Ja. War es Tschernenko?

Die neuen Namen vergisst man schneller. - Mach's gut.

Zuerst war da Stalin...

"Dahin ging Stalin, Timoschenko, Kalin..."

... LCD-Fernseher, 42 Zoll.

Man kann das Essen ins Haus bestellen oder die örtlichen Gasthöfe besuchen.

1,6 Millionen.

Entschuldigung?

Das ist unser Angebot. 1,6 Millionen.

Nicht verhandelbar.

3,2 Millionen.

Wir haben einen Vorvertrag.

Die Situation hat sich geändert.

1,6 Millionen.

Die Elektrizität wird verschwendet. Kein Mensch will das kapieren.

Das Leben wird immer einfacher gemacht,

und man weiß nicht mehr, wie man 'ne Schraube reinkriegt.

Wenn der Strom weg ist, werden die Leute verhungern.

Die Jugend kriegt den Mikrowellenherd nicht mehr an.

Ich kauf morgen ein neues Gerät. Entschuldigung.

Du musst das nicht übersetzen. Die da kann Finnisch.

Es ist ja bekannt, dass die Sowjets keinem vertrauen.

Sie bringen eine schöne junge Frau mit. Aber die sieht und hört alles.

Er weiß, dass ich ihn verstehe. - Woher denn?

Wer gut Karten spielen kann, weiß auch, wann der andere blufft.

Er ist ein Meister im Kartenspielen. - Und was bedeutet das?

Wie läuft es? - Was?

Wie viel haben sie geboten? - 1,6.

Wie viel hast du verlangt? - 3,2.

Es war immer ein Kampf mit den Russen. - Ich hab da noch was zur Sowjetunion.

Erstens: Euren Jelzin mochte ich nicht.

Er mochte Jelzin nicht.

Er war betrunken, als er auf dem Panzer herumtanzte.

Er tanzte betrunken auf dem Panzer.

Zweitens: Sibirien klingt interessant.

Da ist es kühl. Das gefällt Finnen.

Er will an einen Ort, wo er eine Pelzmütze tragen kann.

Wenn einer sagt, er zahlt 3,2 Millionen,

hat er einen Grund dafür.

Danke, Schwiegervater. Ich übernehme.

Hier werden Ferienhäuser aus Qualitätsholz gebaut.

Hier baut man die Häuser aus Qualitätsholz. Sie atmen.

Der Rahmen fault nicht, und es gibt Belege über alles.

... und alles gegen Quittung.

In Leningrad war die Wärmeisolierung...

Jetzt kriegt man den Putz mit Spülbürsten von der Wand.

Wir müssen ordentlich bauen, damit es hält.

Man baut alles so, dass es hält.

Man braucht niemandem mehr heimlich Geld zuzustecken.

Deswegen muss man auch niemanden bestechen.

Habt ihr das mal ausgerechnet?

Schon mal darüber nachgedacht?

Sergej.

Magst du Wälder?

Jedermannsrecht.

Eine finnische Spezialität.

Finski spesiaali.

Jeder darf hier Beeren pflücken und Pilze sammeln, wo er mag.

Jeder darf hier Beeren pflücken und Pilze sammeln, wo er will.

Die finnische Jugend hat es verlernt, richtige Arbeit zu schätzen.

Man gründet Tonpfeifenakademien.

Mein Sohn lächelt nur, wenn ich ihm ein neues Videospiel kaufe.

Ja, ja, das kennt man.

Das führt zu Geschwindigkeitsüberschreitungen,

Kriminalität, und man schießt auf Polizisten...

Du hast recht.

Die Pepsi-Generation. Sie trinken Pepsi und werden immer fetter.

Die Pepsi-Generation.

Man trinkt und nimmt zu.

Meine Frau hat meinem Sohn immer Pepsi zu trinken gegeben.

Meine Frau hat meinen Sohn total verhätschelt.

Das machen die Frauen immer.

Man muss Freundschaften entwickeln, wenn man gute Geschäfte machen will.

Na los, spring!

Hab ein langes Leben.

BÄRENWOCHEN

Zum Wohl! - Trinkt mit uns auf unser Wohl!

Einen Schnaps. - Ich trinke immer nur zwei pro Jahr.

Und die hab ich schon getrunken.

Er hat dieses Jahr seine zwei Schnäpse schon getrunken.

Dann lasst uns schon mal auf das nächste Jahr trinken.

Dann trinken wir aufs nächste Jahr. Man weiß ja nie, ob es das geben wird.

Zumindest für russische Geschäftsleute.

Bitte tu's. - Jedermanns...

... recht. - Jedermannsrecht!

Zum Wohl!

Zum Wohl!

Sergej, was tust du da? Hier darfst du nicht rauchen. Hör auf!

Ich hätte nie gedacht, dass der Opa es schafft,

mitten in der Stadt ein Kaninchen zu fangen.

Ist das Schwein da?

Nichts ist besser gebaut als ein Schwein. Außer dem Ford Escort.

Er sagt, es gibt kein besseres Schwein als den Escort.

Man zieht es selbst auf, lernt sich kennen...

... und isst es zu Weihnachten.

Es wäre nett, wenn Sie etwas leiser reden.

Das war nicht unsere Absicht.

Eines der Ferkelchen wurde mir ein guter Freund.

Eins der Ferkelchen grunzte so nett.

Darum hat die Frau es immer gestreichelt. - Das Ferkel? - Ja, wie eine Katze.

Ich hab hier ein Foto von ihm. Wir haben den Kleinen Simon getauft.

Es hieß Simon.

Süß.

Ich hab versucht, es mit der Axt zu treffen.

Auf den Kopf. - Er hat versucht, es zu töten.

Wir gehen an die Bar. - Ich hab es gewusst.

Man muss fähig sein, ein Tier, das man essen will, zu töten.

Danke für Ihren Besuch. Bitte kommen Sie nicht wieder.

Ihr Finnen seid aber...

... komplizierte Menschen, würde ich sagen.

Wir halten uns an die Regeln.

Deswegen ist es für euch von Vorteil, mit uns Geschäfte zu machen.

2,4 Millionen...

... Euro.

2,5. Das ist die Schmerzgrenze. Es ist ein billiger Preis dafür.

Darf ich mal? Glaub mir, was ich dir jetzt sage.

Es hat keinen Sinn, wenn ihr sie auf eine Bodenplatte baut.

Ein Punktfundament passt viel besser zu diesem Gelände.

Die Platten gehen kaputt, wenn es Frost gibt.

... sie sind nicht frostfest.

Was taugt ein Haus, wenn der Boden unter dir aufplatzt?

Es wird verrotten. - Es verfault.

Und was ist mit dem Schmelzwasser? - Was ist mit dem Schmelzwasser?

Wenn es Hochwasser gibt, - Bei Hochwasser...

kannst du das Haus im Fluss suchen. - ... kann man das Haus im Fluss suchen.

Man sollte Alkohol nicht mit Arbeit mischen.

Jeder weiß, was daraus wird.

Man soll nicht mit den Sowjets Geschäfte machen.

Yrjänä hat das schon lange gewusst.

Sie haben ihn beim Kartenspiel um 400 Mark betrogen,

während einer Überfahrt auf der Georg Ots.

Das ist ein Schiff.

Sie haben die Regeln geändert. Das macht der Sowjetmensch immer.

Die ändern die Regeln immer, wie es ihnen passt.

Scheiße!

Ich weiß schon, was man da tun könnte.

Fluchen hilft der Schwiegertochter nicht.

Das ist wohl wahr.

Hessu holt dich jetzt ab. Er bringt dich dann... weg.

Ich werde wohl noch eine Weile bei euch wohnen.

Um zu helfen. - Nein, nein, nein.

Du hilfst uns am besten, wenn du ins Krankenhaus gehst.

Krankenhäuser kenne ich zu gut.

Die Leute da machen...

... aus einem Menschen ein Baby. Und dem Essen fehlt das Salz.

Zu Hause bei euch wäre ich von viel größerem Nutzen.

Den Mädchen würde ich bei den Schularbeiten helfen und...

... dem Sohn beim Dachrinnenputzen. - Hör zu!

Schwiegertochter... - Ich habe einen Namen!

Ich habe zwei akademische Abschlüsse und arbeite für internationale Firmen.

Ich mache keine Fehler im Job oder privat.

Ich habe drei Kinder, bin eine gute Mama, keine Schwiegertochter!

Ich kaufe Pilze und Fische im Supermarkt. Dafür muss ich nicht in den Wald.

Und du bringst mich da nicht wieder hin. Verflucht!

Alles war okay, bis du gekommen bist.

Kapierst du eigentlich, was du da verbockt hast?

Ohne dich würde ich jetzt auf gute Geschäfte anstoßen.

Ich wäre Miteigentümer und würde Karriere machen,

statt mit dem Arsch voraus im Wald herumzukriechen

oder eine Zeitreise zu Gorbatschow zu machen!

Dein Vater ist unmöglich, hol ihn ab! - Was ist passiert?

Ist mir egal, womit. Mit dem Mähdrescher oder zu Fuß.

Ich weiß...

Er kann schwierig sein.

Aber Vater braucht doch nichts anderes als einen Fernseher und die Nachrichten.

Vater! Vater! Ich brauch deine Hilfe, sofort!

Habt ihr ans Essen gedacht?

Du wirst immer gleich so temperamentvoll,

wenn du nichts gegessen hast. - Wir haben gegessen.

Und der Mützenaustauschschüler will weiter bei uns wohnen.

Wir hatten darüber gesprochen.

Darüber gesprochen? - Wir haben doch das vierte...

Unglaublich! - Aber dann hätte sein Leben einen Sinn.

Das ist das Verrückteste, Dümmste, Unsinnigste aller Zeiten.

Komm sofort her, sonst bring ich dein Zeug zum Sperrmüll.

Okay...

"Twisted Sister".

Okay.

Ich schaff es noch, sie im Hotel zu treffen.

Du nimmst ein Taxi und fährst zu uns.

Wenn es Schwierigkeiten gibt, rufst du an.

Der Mensch weiß selten, was das Beste für ihn ist.

Ich hab versucht herauszufinden, was für mich und die Alte das Beste ist.

53 Jahre lang hatten die Alte und ich eine klare Arbeitsteilung.

Ich kümmerte mich um draußen und das Auto,

die Alte kümmerte sich um innen und die Kinder.

Zum Innen gehörte auch mein Magen.

Aber nicht das Heizen.

Als ich jünger war, konnte ich mir nicht vorstellen,

dass die Alte eines Tages nicht mehr neben mir ist

und die Erziehungsverantwortung bei mir liegt.

Mit den Jungs lief es schief.

Der eine ging nach Belgien,

und der andere wird in der Magisterschule nie fertig.

Ihr seht euch immer Filme an und macht die harten Jungs nach.

Glaubst du, es macht dich stark, wenn du so qualmst?

Okay, alles klar.

Aha. Name?

Stinde. - Tinde?

Bist du einer von den Hippie-Schweden?

Eigentlich heiße ich Timo. - Timo?

Timo ist ein guter Name.

War cool mit dir. Aber jetzt brauche ich Futter.

Timo. Ich hätte da einen Vorschlag.

Essen und Lohn für ein bisschen Arbeit.

Ja, was zum Reinziehen wäre cool.

Die sind von meinem Acker.

Sergej und ich haben gute Steinpilze gefunden.

Die Kartoffeln hast du angebaut? - Klar.

Cool. Hoch lebe die Selbstversorgung.

Hat Timo einen Lebenspartner? - Ich lebe im Zölibat.

Oh.

Und wo sind Timos Eltern?

Sie haben sich scheiden lassen. Meine Mutter sehe ich ab und zu.

Eltern sollten niemals auseinandergehen.

Wenn man einen guten Menschen findet, hat es wenig Sinn,

nach einem besseren zu suchen.

Denn den findet man nicht.

Die Nachrichten sind schon vorbei. - Ach wirklich?

Ja, es ist schon spät.

In den EDV-Geräten gibt es Nachrichten, wann immer man will, oder?

Die UNO-Klimakonferenz in Polen hat heute begonnen.

Rönkä. Trau dem nicht, Timo.

Hey, hey, hey!

Nein, stopp!

Das war nah dran.

Die Menschen dürfen Beulen bekommen. Aber dieser Escort nicht.

Also, die Kupplung ist merkwürdig.

Alles andere ist merkwürdig. Die Sowjets sind merkwürdig.

Das ist sehr verallgemeinert.

Hast du mit ihr gespielt? - Was?

Man muss mit der Kupplung spielen, um zu schalten.

Hast du den Acker gepflügt?

Na ja... - Hast du's nicht geschafft?

Ich kam nicht dazu, weil Lissu mich angerufen hat.

Und der Boden war schon gefroren... - Du machst das, solange es geht.

Es gibt noch keinen Bodenfrost.

Ich hab dir Kartoffeln mitgebracht. - Bring sie in den Keller.

Wir haben keinen. - Einen Keller muss man haben.

Kann ich schon runterkommen? - Ja.

Das ist Tinte. Tinte ist...

Was bist du noch mal, Tinte? - Ausgegrenzt.

Tinte ist ausgegrenzt.

Riecht es hier nach Alkohol? - Ja, wir haben angestoßen,

mit Sergej, Tarasenko und der schönsten Frau der Welt.

Ich hab ihnen von den Ferkeln erzählt. Du weißt doch noch, das Ferkel Simon.

Hi.

Der Arbeiter hat seinen Lohn verdient.

Spar die Hälfte davon.

Gut. Mein Vater und ich machen morgen weiter.

Alles ist gut. Dann machen wir dir jetzt ein Bett.

Wieso ist er nicht im Krankenhaus?

Wir sollten berücksichtigen, dass hier was fehlt.

Es gibt einen großen Altersunterschied. Zwischen uns fehlt die Aufbaugeneration.

Es gab einen interessanten Artikel...

Was redest du da für einen Müll? Welche Aufbaugeneration?

Von der in den Jahren 1960...

Hey, es ist eine Kaputtmacher-Generation. Sieh mal, was er heute gemacht hat.

Vaters Situation ist schwierig, mit seinem Bein...

Du kommst auch gleich in eine schwierige Situation, mein Freund!

Du bist ziemlich aggressiv... - Halt den Mund!

Belehr mich nicht. Du weißt gar nicht, was aggressiv ist.

Passiv-aggressiv wäre vielleicht...

Warum liegt ein Junkie in meinem Bett und scheidet Hepatitis aus?

Dein Vater ist total senil!

Ich hab gelesen, das ist ein Ersatzvater-Verhalten...

Er roch nach Alkohol. - Wie bitte?

Du sagst jetzt dem Mützenpaviankönig, dass er hier nur zu Besuch ist.

Schaffst du das? - Ich werd's... - Schaffst du das?

Er hat geschlafen. Jetzt ist er sicher hellwach.

Wäre das denn so schlimm?

Dann koch ihm einen Abendbrei. Damit er wieder einschläft.

SORRY, ALTER MANN. DIE GELEGENHEIT WAR ZU GUT...

Also... Soll ich jetzt vielleicht...

... für dich und Tintti Frühstück machen?

Timo ist weg.

Ja...

Vielleicht ist es für dich hier ein bisschen langweilig...

Ich bringe dich wohin, wo es mehr zu tun gibt.

Ich habe genug zu tun.

Aber ich denke darüber nach.

Bis was Besseres kommt.

Ja.

Nachdenken ist sicher genauso wichtig.

Wo geht sie jetzt hin?

Hm, weiß nicht... vielleicht einkaufen.

Oder zur Arbeit.

Man sollte nicht aufgeregt fahren.

Der Baum steht wohl etwas zu nah am Haus.

Der sollte gefällt werden.

Das würde ich nicht tun.

Lissu ist ziemlich sauer.

So wie Margaret Thatcher es immer war.

Weihnachten 2006 hab ich das Ding gekauft.

Jeder echte Mann

muss eine Motorsäge besitzen.

Na ja, die Motorsäge habe ich nicht oft gebraucht.

Ich hab eher Brot für die Kinder geschnitten.

Gib mir mal einen Meißel, damit ich die Kette anheben kann.

Ich bin mir nicht sicher, ob Liisa die Idee gut findet. Der Baum...

Frauen sind anders böse als Männer.

Sie schweigen so zornig,

als würden sie laut schreien.

Wollen wir nicht warten, bis Liisa nach Hause kommt?

Dann können wir zusammen entscheiden. - Leer.

Ja.

Ich weiß. Ich muss damit spielen.

Gibt's hier Shell in der Nähe? - Was?

Man spart viel Geld, wenn man genau hinschaut.

Shell!

Die haben Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört.

Shell? - Ja.

Eine Tankstelle hat Menschenrechte verletzt?

Ja, schon...

Im Niger-Delta und... - Hör mal.

Es war doch der Stalin, der Menschen verletzt hat.

Zum Einkaufen, fährt da die Schwiegertochter?

Ja, ich fahr lieber mit dem Fahrrad oder dem Kickbike. - Mit was?

Dem Kickbike. - Kick-was?

Das ist so was wie ein Tretroller.

Mein erwachsener Sohn fährt mit einem Tretroller einkaufen?

Kein Diesel. Zweitakter.

Wenn du's nicht kannst, frag.

Zuerst eine Fallkerbe.

Also schräg von oben nach unten. Auf dem direkten Weg.

So wird's gemacht.

Und was ist mit denen hier? - Wickel dir doch einen Turban damit.

Ich hab eine Sendung über Holzfäller gesehen...

Was... - Also mit diesen Gurten...

... steuert man die Fallrichtung. - Ach ja?

Du bist 17 Jahre zur Schule gegangen und weißt nichts.

Ja, ich habe viele Schuljahre hinter mir.

Aber wir müssten zuerst hochklettern und die Gurte befestigen.

Das Forstarbeiterleben ist mir bekannt.

Also dann... Die großen Äste...

Du kannst doch nicht... Verdammt!

Schrei nicht so, Mann! Das Bein ist doch noch dran.

Die Eiche sieht seltsam aus. Da nistet das Europäische Gleithörnchen.

Das sind doch Fantasiegestalten.

Man muss sich bei der Stadt eine Genehmigung holen.

Das hat dich erschreckt. - Du hättest mir fast das Bein abgesägt.

Ich hab's nur gestreift.

Manche Leute erschrecken sich leicht. - Ich hol einen Fachmann.

Bist du nicht Manns genug, einen Baum zu fällen?

Ich...

Ich hab eine Doku auf National Geographic gesehen.

Da sah man, wie die Ureinwohner von Südamerika Bäume fällen.

Bitte setz die Schutzbrille auf.

Mit diesen Gurten kann man die Fallrichtung kontrollieren.

Wenn man zu blöd ist zu sehen, wohin er fällt.

Warum weißt du immer alles besser?

Es ist der Sohn,

der seinem Vater gehorchen muss.

Die Jugend setzt Helme auf, wenn sie zum Kühlschrank geht.

Auffanggurte und Schutzpolster, sogar auf dem Friedhof.

Ihr begeht da ein Umweltverbrechen. Ich ruf die Polizei.

Tu das.

Du hast vergessen, dem Gewächshaus einen Helm aufzusetzen.

Ein Glück, dass ich die Schutzbrille aufhabe.

Wer weiß, was sonst passiert wäre.

Das ist nur ein Spiegel.

Das ist nur ein Dinosaurier in unserem Wohnzimmer.

Was zum Teufel ist hier los?

Bist du bescheuert? Was hast du dir dabei gedacht?

Früher war alles besser.

Aber gestern kommt nicht wieder.

Warum schmeißt du ihn nicht raus?

Ich bin nur einen Moment weg, und mein Haus ist Afghanistan!

Ich ernähre uns! Mein Job steht auf dem Spiel!

Sei endlich ein Mann! Tu was!

Für die Leute von heute ist gestern etwas ganz anderes als für mich.

Das, was für mich gestern war, ist für die hier Geschichte.

ICH BIN WEG. DAS WARTUNGSHEFT IST IM HANDSCHUHFACH.

DENK AN DIE KUPPLUNG. GRUSS. ICH SELBST

Die Welt ist nicht so, wie ich sie kannte.

Sie ist nicht so, wie ich dachte.

Die Zeiten der Ziehharmonika sind vorbei.

Jetzt haben sie Häuser und Elektrizität.

Ich schaff es nicht, die Welt und die Menschen zu ändern.

Ich kann es nicht.

Eine Autobombe hat heute in der syrischen Stadt Hama ein Dutzend Menschen getötet.

Die Bombe explodierte im morgendlichen Berufsverkehr.

Es ist leicht, mit Stiefeln an zu sterben. Aber ich habe Gicht.

Kennst du Gicht?

Sie kommt durch die Ansammlung von Harnsäure.

Also von Pisse in den Gelenken. Das Zeug ist überall.

Lauter wunde Beulen unter der Haut.

Ich kriege Kortison gespritzt, Tag und Nacht. Hilft aber nicht.

Ich hätte gern einen Schnaps. Darf ich aber nicht. Damit fing's ja an.

Wieso geben die uns kein Morphium? Damit könnte man verschwinden.

Da war so eine Katze. - Ja, ja.

Sie war ziemlich klein.

Da ist Opa. Zeig ihm, was du gemalt hast.

Hallo, Opa. - Hey.

Nicht so fest.

Wie geht's dir, Opa? Alles okay? - Ja, alles gut.

Sieh mal, was ich gemalt habe. - Sie hat den ganzen Tag gemalt.

Ist die Schwiegertochter arbeiten?

Mia und Melissa, setzt euch da hin.

Da gibt es ein Schachbrett

und Spielkarten

und bunte Kreide. Da könnt ihr tolle Sachen malen.

Ich male den Tiger da. Der guckt so lieb.

Also...

Lissu...

Sie musste wieder zur Arbeit.

Sie ist im Hotel. Sie hat uns vor ein paar Tagen verlassen.

Warum denn?

Man könnte das so sagen, aber...

Du hast sie nicht aufgehalten?

Das ist nicht so einfach.

Das ist einfach.

Nichts auf der Welt ist so einfach wie das.

Seine Alte lässt man nicht einfach gehen.

Fröhliche Zeiten, Helminen.

Ich hoffe, du wirst mit der Gicht fertig.

Man kann nicht mit geschlossenen Augen Kleinholz hacken.

Zuerst fixierst du das Holz, und dann hackst du es.

Sehr gut! Das ist Männerarbeit.

Es gibt keine Männer- oder Frauenarbeit. - Wie funktioniert dieses komische System?

So dauerhaft wie in Jugoslawien?

Ich trinke keinen Kaffee.

Diesmal trinkst du ihn.

Ich esse kein Fleisch.

Das ist kein Fleisch, das ist Erlenrauchschinken.

Was bezweckst du damit?

Jetzt hör mal zu, Sohn: Wenn eine Frau dir was sagt,

glaub ihr nicht.

Du musst wissen, was sie will.

Wir Männer bauen Häuser,

und sie will darüber reden.

Wenn die Alte dir sagt,

sie will keine Weihnachtsgeschenke, was machst du dann?

Ich kauf ihr keine. - Nein.

Du kaufst ihr ein so teures Geschenk, dass es dir noch im nächsten Jahr wehtut.

Wenn die Alte sagt, sie möchte mehr mit dir reden,

was tust du dann, Sohn? - Ich rede.

Quatsch! Du bringst sie ins Schlafzimmer.

Wieso?

So doof kannst nicht mal du sein.

Hast du das so mit Mutter gemacht?

Das Kaminholz wird nicht fertig, wenn du nur rumquatschst.

Wir brauchen keinen Ofen. - Zweifelt sie an der Erdwärme?

Die Erdwärme ist nicht das Problem.

Was ist dann das Problem, wenn es nicht an der Kälte lag?

Hallo, Sergej.

Liisa.

Ja. Ja.

Ich hab mir noch überlegt...

Sie sind sauber!

Weiß ich. Timo hat sie saubergemacht.

Du sollst nur dafür üben, wenn sie voll sind.

Wir haben dafür eine Firma beauftragt.

Eine Firma zum Reinigen. Und was macht der Hausherr?

Der liegt auf der Couch. Kein Wunder, dass die Alte weg ist.

Sie ist nicht weg, weil ich hier nicht geputzt habe!

Sie sind sauber! Ich hör jetzt auf.

Ein guter Fahrer schafft Sicherheit.

Du musst auf sicheres Fahren achten. Das mag die Alte.

Halt ihr die Tür auf und wasch ihr den Rücken.

Mach all das, was du bisher nicht gemacht hast.

Bau einen Kaminofen. - Wir brauchen keinen Ofen.

Die aus Backstein sind am besten. Wir holen zuerst die Steine.

Wir brauchen keine Steine!

Wenn du immer sicher gefahren bist, was war dann Mutters Problem?

Wovon redest du? - Uns hat sie angelogen.

Aber die Stempel auf den Postkarten haben sie verraten.

Was hatte Mutter?

Was war mit euch los?

Es wurde kalt.

Kalt?

Wie lange war sie weg?

Ungefähr ein halbes Jahr.

Kam von allein wieder. Ich hab sie nicht angefleht.

Der Frost treibt die Schweinchen heim.

Ein halbes Jahr? - Ja, so um den Dreh.

Es waren genau 168 Nächte.

Nur weil ihr kalt war? - Daher stammen alle Streitigkeiten.

Ob es 17 oder 23 Grad warm ist.

Das weiß man, wenn man Erfahrung hat.

Das ist der Grund für Streitigkeiten?

Es könnte auch sein, dass sie beleidigt war.

Ich hab ihr gesagt...

... dass sie euch immer verwöhnt. - Was heißt "uns"?

Dich und deinen Bruder.

Sie hat euch Zuckerwürfel gegeben.

Euch die Haare lang wachsen lassen.

Sie hat euch nicht zum Morgenmelken geweckt.

Hat's lieber selbst gemacht.

Pekka ist es immer gut gegangen.

Mir geht es gut.

Und der Familie geht's gut, auch wenn du's nicht sehen willst.

Aber die Dachrinne hättest du verrotten lassen.

Und wenn du über'n Rasen läufst, setzt du einen Helm auf.

Pekka ging nach Belgien.

Sag mir, warum jemand nach Belgien geht.

Weil man da einen Job als Kernphysiker hat!

Und einer der Besten ist! Hier gibt es diese Jobs nicht!

Über ihn wird sogar in der Zeitung geschrieben!

Nicht in unserer. Nicht in der Suomen Kuvalehti.

Das ist auch kein Magazin für Kernphysik!

Pekka konnte noch nicht mal einen Ölwechsel machen!

Verdammter Schwachkopf!

Im Baumarkt gibt's kein Klo.

Wenn du aufs Klo musst, wäre jetzt eine gute Gelegenheit.

Deine Kupplung ist nicht in Ordnung.

Kommt runter! Das Essen ist gleich fertig!

Kommt runter, Mädchen!

Essen ist fertig!

Sieh mal, Papa, was ich gefunden habe.

Hallo, Opa! - Hallo.

Hallo, Opa!

Danke.

War doch gut, oder? Die Sojabolognese...

So... Soja? - Soja.

Na, wenn's nichts Besseres gab.

Warum ist das Auto von Opa am Baum?

Weil es ein altes Auto ist.

Fahren denn alle alten Autos in Bäume? - Ja.

Es gibt für die Alten... nichts Besseres als einen Baum.

Wir werden jetzt backen, Opa.

Kommst du mit?

Ja... ich komme gleich.

Ja, das macht ihr sehr gut.

Du formst zuerst ein Bällchen, und dann machst du ein kleines Loch...

Das sieht aus wie Omas Handschrift. - Das sind alte Rezepte von ihr.

Sie hat sie mir hinterlassen.

Opa war draußen beschäftigt, und wir haben drinnen gebacken.

Ihr dürft dann später darüber streiten,

wer welches Rezept bekommt.

Hallo. - Hallo.

Ich hab mich schrecklich verhalten.

Es tut mir leid.

Vergessen wir's. - Seid ihr am Backen?

Ja, die Mädchen und ich... - Das ist so schön...

Ja...

Schöne Grüße von Sergej.

Ja, also, danke...

Und was macht ihr gerade?

Das ist ja eine Backfabrik!

Ich hab die anderen traurig gemacht.

Ich hab ihnen wehgetan.

Ein Rosinenbrötchen.

Der Beginn vieler schöner Sachen im Leben.

Man trinkt mit dem Nachbarsmädchen Kaffee und schaut sich nur an.

Man traut sich nicht zu reden.

Dann gibt es süße Brötchen.

Der Zucker fällt auf den Teller. Es ist ein bisschen lustig.

Der Zucker gelangt ins Blut. In dem Moment fühlt man sich sehr wohl.

Man traut sich, ihr in die Augen zu schauen.

Man wird angelächelt. Und man muss selbst ein bisschen lächeln.

Sogar von innen.

Die Hochzeit folgt nach einem Jahr.

Und nach neun Monaten die Taufe.

Wenn der Säugling stehen kann,

legt man das Fundament für ein eigenes Haus.

Man baut sich ein eigenes Häuschen.

Man verlässt es nur mit der Axt in der Hand,

mit der man schon die Bäume für das Haus gefällt hat.

Dann sieht man der Frau beim Backen zu.

Wie ihre Hände sich bewegen und auch die Hüfte mitschwingt.

Man tut so, als sei man so hungrig,

dass man die Küche nicht verlassen kann.

Doch die Frau weiß, dass man sie anschaut.

Später beim Hefezopfessen erzählt man der Frau,

dass sie noch dasselbe Mädchen ist, in das man sich verliebt hatte.

Auch wenn ihr Hintern ein bisschen breiter geworden ist.

Auch ohne Worte sagt man,

dass es nichts schadet, wenn er noch etwas breiter wird.

Ich bleibe bei dir.

Ich wünschte, du wärst wieder bei mir.

Mein Leben ist inzwischen wie das eines Halbstarken geworden.

Der zu viel Radau macht.

Der immer irgendwie in Hektik ist.

Und jetzt zu den Nachrichten.

Der Bergbau, die Politik im Nachbarland...

Das sind die Themen des heutigen Abends.

Dieser Rönkä ist doch nicht so übel.

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