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Wer h�tte das gedacht?
Am 26.April 1945 war es soweit.
Die russische Armee schloss den Ring um Berlin und drang zum Reichstag vor.
An diesem Tag konnte man hinter den Wolken die Sonne sehen.
Und der Geruch von Flieder aus herrenlosen G�rten drang durch den Rauch.
Wie beginnen?
Wie die richtigen Worte finden?
Ich war Journalistin, bereiste 12 L�nder.
Ich lebte in Moskau, Paris und London. In Paris und London war ich gern.
Aber ich bin freiwillig zur�ckgekehrt, ich wollte dabei sein.
Mein Name spielt keine Rolle.
Ich bin eine von vielen, die begeistert an die Zukunft unseres Landes glaubten.
Zweifel waren was f�r schw�chere Naturen.
Warschau, Br�ssel, Paris. Die Russen haben keine F�hrungskraft.
Bis die sich wieder fangen, da klopfen wir schon an die Moskauer Haust�r.
Verzeihen Sie die Aufdringlichkeit, aber es ist nun mal Krieg.
Gerd hasste Bahnh�fe. Als er ging, hallten seine Stiefel durchs Haus.
Wir waren �berzeugt, das Richtige zu tun, atmeten die gleiche Luft wie alle.
Und dann zieht er mir den Mantel aus... - Die Russen haben keine Ahnung.
Wir waren also auf dem Weg zur Sorbonne und plapperten so unser Franz�sisch.
Er dachte, ich sei eine von diesen gro�en blonden Schwedinnen.
Dann machte ich einen Wechselschritt, um meinen Schritt dem seinen anzugleichen.
Da blieb er stehen und sagte: "Ah, une fille du F�hrer."
Damit war die Bekanntschaft zu Ende. Schade.
Moment! Ich... ich m�chte mal... einmal ohne Musik bitte!
Ich m�chte f�r einen Augenblick, dass wir einen Momentan unsere M�nner,
die jetzt alle irgendwo in Europa liegen,
dass wir sie kurz an diesem sch�nen Abend teilhaben lassen.
Hauen Sie ab!
Ab, ab!
Weg!
Weg da! Rechte H�userfront. Verteilen.
Kommen Sie her, verdammt.
Mami, wo bist du?
Komm schon, beeil dich.
Weg, weg da.
Feuer, Sprenggranate nachladen.
Und Feuer.
Feuer!
Schei�e.
Wartet auf mich. - Vorsicht, Kopf runter.
Da sind Sie ja. - Halt, wartet auf mich.
Vorsicht!
Nein!
Keine Uniformen und keine Waffen, sonst gilt das Standrecht.
Felix, wo bist du?
Felix?
Wo ist er denn schon wieder? Felix? - �berhaupt kein Befehl mehr.
Keine Nachricht, nichts. Kein Schwein k�mmert sich um uns.
Felix? Lenchen, Lenchen? Wo seid ihr denn wieder?
Im Wedding strecken sie ihnen schon die Kinder entgegen. - Russenschweine.
Das waren die Buchh�ndler. Sie sprechen auch manchmal franz�sisch.
Und das ist die Apothekerwitwe.
Ihr Mann hat einmal Hindenburg von seinem Kopfschmerz befreit.
Das ist vorbei. Jetzt steigt man auf Gesicht und Arme einer Toten,
um ein Glas Marmelade zu ergattern.
Das ist die stille Frau Binder. Musikerin. Ihr Mann ist verschollen.
K�nnte bitte mal jemand helfen. Sie kriegt keine Luft mehr.
Guck mich an. Guck mich an!
Ich werde alles aufschreiben, berichten.
Gerd, und du sollst es lesen.
Darf ich Ihnen etwas anbieten?
Gerne.
Schlesien. Die wird nicht wieder.
Los, los, los! Geh da runter, schnell.
Mami? - Keine Angst, ich bin doch da.
Sie kommen.
Halt!
Achtung, Achtung. An alle B�rger dieser Stra�e.
Alle Waffen m�ssen sofort abgegeben werden.
Dies ist letzte Warnung.
Achtung, Achtung.
Dies ist letzte Warnung.
Achtung!
Die werden schon sehen.
Russendreck! - Auf!
Russisch?
Russisch!
Komm.
Komm.
Essen.
Krieg kaputt.
Frau.
Komm! Essen.
Krieg kaputt, Frau.
Nicht Angst.
Nicht Angst.
Wir lassen uns doch hier nicht begraben.
Bravo, komm, komm.
Komm.
Gut! Komm.
Kartoffeln. Sehr gut.
Darf ich?
Das sind sie, unsere sowjetischen Befreier.
Voller Freude.
Offenbar staunen sie selber dar�ber, dass sie es soweit gebracht haben.
Ich kenne sie, ihre Sandalen und D�rfer. Ihre Neubauten, auf die sie stolz sind.
Die tun sich keinen Zwang an.
Bitte!
Bitte!
Hast du Mann?
Mann und zwei Kinder.
Schnell, schnell! Lass mich durch! Lass mich durch!
Nein, nein, ihr Schweine.
Ihr Schweine! Nein!
Sie geh�ren nicht hierher. - Ich hab nichts gemacht.
Ihr Schweine, lasst mich los. Stellen Sie sich doch nicht so an.
Die meisten Landsleute retten geschickt ihre eigene Haut.
Das schlesische M�dchen war ein leichtes Opfer.
Frau Hitler.
Hier. Schnell. Dachwohnung rechts. Schnell! Geh!
Nimm! Und geh! Geh!
Komm.
Sie k�nnen doch Russisch. Sie k�nnen mich doch jetzt nicht so im Stich lassen.
Soldat!
Aufmachen! Aufmachen!
Aufmachen, ihr Schweine! Aufmachen!
Wo? - Wir sind gleich da.
Frau Hitler.
Unser Land ist am Ende.
Gerd, erinnerst du dich deiner ersten Worte?
"Geben Sie mir drei�ig Minuten, und Sie werden mich nie mehr verlassen."
Gott steh uns bei.
Das ist der hintere Korridor. - Die Witwe bot mir eine Bleibe.
Sie nahm mich an der Hand und brachte mich direkt in ihre unversehrte Wohnung.
Ich nahm das gerne an. - Hier k�nnen sie erstmal bleiben.
Der Umzug war einfach. Eine Bluse, ein paar B�cher und Notizen.
Sie k�nnen gerne bleiben. - Danke, ich bleibe gerne.
Passen Sie gut auf sich auf.
Trotzdem w�re es gut gewesen, mich genauer umzusehen.
Aber wir wissen nie alles, und so nahm die Geschichte ihren Lauf.
War sicher mal sch�n hier.
Wie hast du mich denn gefunden?
Ich hab jeden Keller abgesucht.
Wie oft?
Oft.
Unsere Soldaten und amerikanische Waffen, dann w�ren die gleich weg. - Ja.
Gestern, an der Pumpe, ich war an der Reihe, da kommt einer an,
zweimal Eisernes Kreuz und einmal Deutsches Kreuz in Gold vorne dran,
und nimmt mir galant die Eimer aus der Hand. Sage ich:
"Wie komme ich denn zu dieser Ehre?" Sagt er: "Jetzt mal nicht schlappmachen,
denn wenn der Russe nur im Geringsten das mit uns macht,
was wir mit denen gemacht haben die letzten vier Jahre,
dann lebt in B�lde kein Deutscher mehr."
In B�lde. Das sagt doch keiner.
Was hei�t denn eigentlich: Verzeihung, haben Sie ein W�rterbuch?
F�r das, was der will, braucht der kein W�rterbuch.
Lenchen!
Kommen Sie mit!
Mitkommen, wohin?
Lenchen!
In den n�chsten Tagen wurde unser Haus gest�rmt, Tag und Nacht.
Lenchen!
Eine Frau hat sich erh�ngt, eine andere wurde erschossen.
Geschont wurde keine.
Jedes Gef�hl ist tot.
Lenchen.
Was hast du denn da? - Eine Karte.
Wacht auf, Verdammte dieser Erde, die stets man noch zum Hungern zwingt.
Das Recht wie Glut im Kraterherde nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
Geht halt weg, weg, weg, weg!
Ich!
Guten Tag.
Bitte nicht!
Wir werden das �berleben.
Um jeden Preis.
Kommandatura. - Kommandatura.
Wo sind sie denn jetzt, unsere Retter, die gro�en Armeen?
Fr�her waren der Krieg und das Sterben M�nnersache. Das ist lange vorbei.
Verdammte Russen. Offizier, General, Kommandant, egal.
Ich nehme jeden, so hoch es geht.
Ich entscheide, wer mich bekommt.
Nein, nein. Komm mal sch�n raus hier. Es immer noch mein Bett.
Kannst uns hier aufm Sofa sch�tzen, guck mal nach. Sch�tzen.
Hm? So. Musst nicht gleich bei mir schlafen.
Hast du mich verstanden?
Mit wem wollen Sie sprechen?
Mit Ihnen.
Darf ich mich setzen?
Nein.
Gestern wurde unser Haus besetzt und viele Frauen vergewaltigt.
Es ist Ihre Pflicht zu helfen.
Mir.
Diese paar Minuten. Was ist das schon?
Es hat keinen Sinn.
Du Russisch? Was suchen?
Schade.
Fr�ulein!
Du, ich, Abend?
Hm?
Ich Anatol.
Du, ich, so einfach ist das.
In diesem Moment leistete ich einen Schwur,
dass nichts und niemand mich ber�hren sollte, egal, was passiert.
Du musst jetzt gehen.Verstehst du? Zu deinen Freunden.
Also...
Das ist mein Mann.
Verstehst du denn das nicht?
Mein Gatte.
Musst du doch verstehen.
Ich verstehe immer nicht, was der sagt. Der geht einfach nicht.
Was tun Sie denn da? Das ist Mahagoni.
Ich Charkov!
Charkov! Ah! Ich Industriekaufmann, Buchhalter.
Ich Buchhalter! Du Buchhalter! Wir Buchhalter!
Sind doch tolle Kerle, diese Russen, da ist Saft und Kraft drin.
Ich Molkerei.
Milch! Milch. Kuh.
Das ist ja interessant. - Interessant! Milch und Milch.
Toilette auf Flur. - Danke.
M�chten Sie noch was essen?
Warum Russland?
Warum Russland?
Das ist Major... den Namen hab ich jetzt leider vergessen.
Der ist Bataillonskommandeur. Die haben keinen Kommandanten, nur Kommandeure.
Wussten Sie, dass die Deutsch als erste Fremdsprache lernen.
Da muss erstmal ein Krieg ausbrechen, bis man so was mal h�rt.
Kann ich etwas f�r Sie machen?
Eine Bombe traf den Nachbargarten, und das ganze Haus war Kleinholz.
Und dabei ist die gem�stete Sau bis unters Dach geschleudert worden.
Ja, war nat�rlich ungenie�bar.
Ich habe allen gesagt, sie m�ssen gehen.
Kann ich mich setzen?
Kommen Sie zu mir.
Wie Sie w�nschen.
Nicht?
Der Sch�ndungsbetrieb nimmt seinen Lauf. Sie sind �berall.
In jeder Wohnung.
Wir sind jetzt Russisch. Zu Diensten.
Aber wir Frauen werden sch�n den Mund halten m�ssen,
sonst mag uns hinterher kein Mann mehr anr�hren. Armes Deutschland.
Deutsche Krieger: Setzen!
Was gehen die mich alle an?
Manchmal glaube ich, dass ich ab jetzt alles auf Erden aushalten k�nnte,
soweit es mir von au�en zust��t und nicht aus dem Hinterhalt des Herzens.
Ich bin oben auf. Und mein Russisch wird besser.
War da jemand? - Niemand.
Anatol ist ein Zigeuner.
Kommt und geht, wie er will. Kein Schutz.
Glaubst du...
glaubst du, der F�hrer l�sst uns im Stich?
Nein. Niemals.
Hier.
Ist das alles?
Mein Kopf tut so weh.
Wo gehst du denn hin? - Ich bring dir jetzt was zu essen.
Und wenn|s das Letzte ist, was ich mach.
Da packt er mich und wirft mich aufs Bett.
Und pl�tzlich wird er ganz langweilig, wie so 'n H�ndchen.
Und hinterher hat er mir ein Kompliment gemacht.
Da sagt er: "Ukrainerinnen so.
Und du so."
Aber der hat so ausm Mund gestunken.
Ach. Sie sind's. - Guten Morgen. Wir bringen Fr�hst�ck.
Am n�chsten Morgen, ein paar Stra�en weiter tobte der Krieg,
kam der Major mit seiner ganzen Truppe. - Guten Morgen.
Die Witwe, f�r jeden Speck zu haben, summte herum wie eine Biene.
Und Herr Eckart, unser Volkssturmmann, war sofort zur Kapitulation bereit.
Russisches Pferd. - Was ist das?
Zucker. Wir haben Zucker! Und Speck und Salami und Brot und Butter.
Gro�e Freude, aber nicht bei allen.
Alles kaputt.
Ich Kaukasus.
Gro�er Berg, so sch�n!
Sch�n Tanzen. Und Frauen.
Nach Hause, verstehen?
Meine Frau. Verstehen?
Was wissen Sie vom Faschismus?
Faschismus?
Das kommt von "fascio" und hei�t "Rutenb�ndel". Sehr alt. R�misch.
Auf die deutsch-russische Freundschaft!
Hurra!
Du verfluchter Sauhund, du! Du Schwanz! Du elender Schwanz!
Jeder, der eine Waffe besitzt oder jemanden mit einer Waffe versteckt,
wird sofort erschossen. Das Haus vernichtet.
Das wird man Ihnen nicht verzeihen.
Kann ich etwas trinken?
Du musst hier weg.
Was wollen Sie hier? - Ich geh nicht nach Sibirien.
In den n�chsten Tagen ging der Major ein und aus. Gro�er Schutz, f�r alle.
In seinem Mantel hatte er Kerzen und Zigarren und jede Menge Geschenke,
die die Witwe so schnell wie m�glich in ihrem K�chenschrank verstaute.
�berhaupt brachen jetzt neue Zeiten an.
Russen spielen gern den Weihnachtsmann. Wir Frauen wollen das nicht verderben.
Das ist ja viel zu viel.
Der Major spricht sehr gew�hltes Russisch und erz�hlte mehr, als ich wissen wollte.
Ich kenne sein Konto, seine Eltern und die Namen seiner Br�der.
Heute sind Sie unser Gast. Nun setzen Sie sich doch.
So was von alter Schule. Ich fasse den einfach so gerne an.
Der Krieg ging weiter.
W�hrend drau�en unsere M�nner nach Sibirien geschicktwurden,
suchten viele Frauen nach Besch�tzern und waren so f�r den Rest der Meute tabu.
Sch�n hochhalten. Das ist eine Singer. So, ist nicht mehr weit. Hoch, hoch.
Rein, raus, raus, rein. Das geht ja hierzu wie im Taubenschlag.
Nasdrowje.
Kaum hatte Andrej das Haus verlassen, beanspruchte Anatol sein Besucherrecht.
Ich hatte Angst, dass die Platzhirsche aufeinander treffen und mich t�ten w�rden.
Ich kann keinesfalls behaupten, dass dieser Major mich vergewaltigt.
Ich bin ihm zu Diensten.
Eine Dirne? Vielleicht.
Einmal nur bin ich einer solchen Frau begegnet.
Die Leute sagten, ich solle nicht mit ihr sprechen, sie sei schlecht.
Was das schon hei�t: schlecht.
Junge Frau!
Nein, nein!
So was!
Da kommt sie anget�nzelt, als ob nichts w�re.
Wie oft? - Viermal. Und du?
Komm, komm!
Dass ich dich wiedersehe, du siehst gut aus. - Du erst.
Hier. Quittengelee. Echter Bordeaux. Nimm! Nimmst du mit.
Ihr seid ja hier richtig verw�hnt. - So kann man's auch nennen. Komm.
Ich freu mich, dass du da bist. - Ich auch.
Elkes Besuch hat uns alle aufgem�belt. Der Major l�sst uns gut bewachen.
Und wir trinken ungest�rt seinen Tee.
So ein appetitlicher Kerl war das. Und da sag ich zu ihm: "Junger Mann,
das Gewehr da auf Ihrer Schulter, das kann auch losgehen."
Und ich geh die Treppe hoch,
und im zweiten Stock schie�t einer aus der Wohnung raus,
der packt mich bei den Haaren und sagt: "Du Syphilis?" Und ich sag im Schreck:
"Nein, ich doch nicht." - So ein Schaf.
Wie geht's deinem Mann? - Der war gleich beim ersten Mal dabei.
Was sagen Sie zu unseren Kavalieren? - K�mmerlich.
Denen f�llt aber auch gar nichts ein. Mag sein,
dass die zu Hause das Neueste an sozialistischer Planwirtschaft haben,
ihre Erotik ist noch von Adam und Eva. - Das habe ich meinem Mann auch gesagt.
Bei dem kargen Fra� ist der gute Ehemann auch nichts mehr wert, oder?
Ein verfeinertes Liebesleben setzt wohl regelm��ige Mahlzeiten voraus.
Also mein Zentrum ist der Bauch. - Ohne Spesen nix gewesen!
Herz, Schmerz, Liebe, Triebe. Auf uns! Wer wei�, wann wir wieder zusammensitzen.
So, Vorsicht! Hei�, hei�.
Das ist gedeckter Apfelkuchen. - Ja, mit Streusel. Und der singt noch.
Du, du liegst mir am Herzen.
Du, du liegst mir im Sinn.
Du, du machst mir viel Schmerzen, wei�t nicht, wie gut ich dir bin.
Ja, ja,ja, ja, wei�t nicht, wie gut ich dir bin.
Mit unseren M�nnern ist ja jetzt auch nicht mehr viel los,
so k�mmerlich und kraftlos wie die sind. - Das schw�chliche Geschlecht.
Hast du eine Nachricht von Gerd?
Ich hab noch eine Frage zur Syphilis. - Oh Gott!
Wie macht die sich eigentlich bemerkbar? Jucken und Brennen.
Und kleine Kn�tchen. - Aber das kommt erst sp�ter.
Wei� ich vom Lexikon.
Das Lexikon.
K�nnen Sie uns beistehen?
Nur an diesem Tag?
Ein besonderer Abend mit dem Major.
Gutes Gespr�ch.
Er sagte einfach, er f�nde mich gro�artig. Alles andere ist ihm egal.
Anders als die Deutschen, sch�tzen die russischen M�nner gebildete Frauen.
Aber der Krieg ist noch nicht zu Ende.
Entschuldigung. H�tten Sie einen Moment? Wir br�uchten mal Ihre Hilfe.
Mensch, Kinder, kommt mal weg hier. Wir bauen jetzt euren Turm zu Ende.
Der ist es.
Du Russisch?
�bersetzen!
Das deutsche Milit�r hat in meinem Dorf...
...die Kinder get�tet.
Sie haben sie alle...
...erstochen,
an den F��en gefasst...
...und ihre Sch�del...
...an den Mauern...
...zertr�mmert.
Sie k�nnen doch Russisch! Er soll das gef�lligst lassen.
Sie k�nnen doch Russisch.
Wohin gehen Sie?
Ich habe auf Sie gewartet.
Was ist los mit Ihnen?
Das alte Deutschland geht zu Ende.
Achtung, Achtung. Am 30.4.45 hat sich der F�hrer selbst entleibt.
Und damit uns, die wir ihm die Treue geschworen hatten, im Stich gelassen.
Auf Befehl des F�hrers glaubt ihr noch immer,
um Berlin k�mpfen zu m�ssen, obwohl der Mangel an schweren Waffen,
an Munition und die Gesamtlage den Kampf als sinnlos erscheinen lassen.
Jede Stunde, die ihr weiter k�mpft,
verl�ngert ihr die entsetzlichen Leiden derZivilbev�lkerung Berlins...
und unserer Verwundeten. Jeder, der jetzt noch im Kampf um Berlin f�llt,
bringt seine Opfer umsonst.
Im Einvernehmen mit dem Oberkommando der sowjetischen Truppen fordere ich euch auf,
sofort den Kampf einzustellen.
Breitling, General der Artillerie und Befehlshaber Verteidigungsbereich Berlin.
Ich geh zur�ck. Zu meinen Leuten.
Nach Sibirien?
Und wir?
Sprich mit mir, Friedrich, bitte!
Sprich mit mir!
Ich hab auf dich gewartet.
Ich hab gebetet und gehofft,
gebetet und gehofft.
Und jetzt will ich,
dass du irgendetwas davon erf�llst.
Einen Moment, einen Moment!
Was haben wir denn da? Zwei Heilbutts!
Das ist ja unglaublich. - Hitler, Goebbels, kaputt.
Kapitulation.
Nun ist es soweit.
Der Krieg ist vorbei.
Wie haben wir Frauen auf diesen Moment gewartet. Und jetzt?
Bittere, bittere Niederlage.
Immer mehr Menschen erz�hlen jetzt von grausigen Dingen.
Ich sp�re ein fremdes, schwerfassliches Etwas in der Luft,
b�s und bedrohlich.
Ich m�chte an sowas jetzt nicht denken.
Alles vorbei.
H�ren Sie?
Sie trinken und rauchen wie M�nner.
Die russische Armee hat eine Million Frauen.
Sie kommen von �berall. Und bei uns keine Uniformen.
Stiefel viel zu gro�, Hemden und Jacken eine Katastrophe.
Einmal kommt eine, Ljuba, glaube ich, war der Name.
Sie sagt: "Towarischtsch Major, ich glaube, werde ich heute fallen.
Ich will neue W�sche." Ich sage: "Nein, du bist schon lange mit uns.
Kugeln machen Bogen um dich." Zwei Stunden sp�ter, sie kommt wieder.
Und wieder. Dann sage ich ihr:
"Dann das neue Hemd, mit B�ndern hier wei� wie Schnee,
es war voll Blut."
Alle Soldatinnen haben Angst, im Tod nicht sch�n zu sein.
Sind Sie Faschistin?
Nicht!
Krieg kaputt!
Schnell!
Woher Waffen?
Wem geh�rt die Wohnung?
Wem?
Mir.
Das ist Versto� gegen Anordnung der Roten Armee.
Lang lebe der F�hrer.
Verreckt doch alle.
Wissen Sie �ber Waffen?
Nein. - Gehen Sie zur�ck in Wohnung.
Gehen Sie.
Haben Sie mich verstanden?
Haben Sie mich verstanden?
Gehen Sie!
Wie konnten Sie das riskieren? Verraten und verkauft sind wir jetzt.
Ich ganz Berlin! Hotel Adlon, Wedding, Kaiserdamm!
Rote Fahnen. Sch�ne Fahnen, gute Qualit�t.
Was ist?
Streit?
Hier! Ich bekommen.
Alles gut?
M�chtest du was essen?
Hier. Was ist besser? Sag du! Sein Schwanz oder mein Fahrrad?
Wir feiern! Alle kommen. Ganzes Haus. Befehl!
Euer Hitler ist kein Mensch! Er ist stinkender Dreck!
Dreck!
Lenchen, Lenchen! Da oben ist Krach! Alle! Jetzt kommen.
Befehl!
Warum Angst?
Schauen Sie. Da unten. Was sehen Sie?
Soldaten.
Russen! Bestien. Oder Tiere, wie Sie sagen.
Und stimmt!
Keiner von uns wartet eine Sekunde, wenn er einen Deutschen erschie�en kann.
Euer Blut ist auf unseren Uniformen.
Ist gut so. Keiner von ihnen wollte Krieg!
Die meisten wussten nicht mal, was das ist: Deutschland.
Und jetzt kommen Sie mit!
Was passiert hier denn eigentlich? Vorsicht, das ist Mahagoni!
Lass mich doch los!
Du tanzen. Tanzen! - Was f�llt Ihnen ein?
Das ist mein Wohnzimmer und kein Tanzsaal. Du verstehen?
Das ist fantastisch. - Kein Tanzsaal!
Trinken Schnaps, Wodka, Schnaps gut.
Du!
Singen? Jetzt will der, dass ich sing. Ich sing jetzt nicht.
Was will der denn? - Na, was wohl?
Nein.
Das ist Europa! Das ist Europa!
Ich Anatol.
Das wei� ich. - B�rbel.
Mein Herz rufen B�rbel.
B�rbel, B�rbel, B�rbel.
Ich spiel Geige.
Violine. Violine?
In einem Orchester, aber jetzt nicht mehr.
Warum gehst du nicht hoch?
Soll ich? - Ja, ist doch richtig.
Das brauchen wir alle.
Kommst du mit?
Sp�ter.
Bestimmt? - Ja.
Ist sch�n, dass du da bist.
Ich will Sie umarmen.
Ganzes Leben lang.
Ich hier, Sie in Moskau.
So lange Arme hat keiner.
Versuchen Sie.
Der Major bat mich, ihn Andrej zu nennen. "Warum nicht?", sagte ich.
"Der Krieg ist vorbei." Er sah mich lange an.
"Jedes neugeborene Kind schreit nach Krieg,"sagte er.
Nichts und niemand, kein Mensch, keine Nation wird dieses Rad anhalten,
nur der Tod.
Nicht so schnell, mir wird schlecht.
So was.
Achtung.
Ich in dich verliebt.
B�rbel.
Tanzen.
Komm, hopp.
Wir sind jetzt kein Volk mehr, sondern eine Bev�lkerung.
Ich rede von Individuen, die sich in einer Demokratie formieren.
Und t�chtig f�r Aufschwung sorgen. Wirtschaftsaufschwung.
Tanzen, tanzen, du komm.
Die L�nder Europas werden ihre Grenzen sprengen.
Sie werden zu gr��eren R�umen verwachsen. Die siegreichen Gro�m�chte werden,
wie Napoleon, mit L�ndern aufr�umen...
Wir werden eine Sowjetrepublik mit sozialistischer Planwirtschaft, was?
Danke.
Na, Herr Hoch, alles gut �berstanden? Wir m�ssen das jetzt praktisch sehen.
Ran an den Alltag, dann kriegen wir auch wieder Laune.
Langsam.
Trinken.
Meine Mutter hat gesagt,
ich w�rde einen Mann heiraten, der Klavier spielt.
Wenn Sie es nicht tun, werde ich Ihnen etwas sagen, Andrej.
Der Krieg ver�ndert die Worte.
"Liebe" ist nicht mehr das, was es war."
Und trotzdem,
trotzdem m�chte ich,
dass mein Mann die Frau wiederfindet,
die er verlassen hat.
Bleiben Sie.
Wir Frauen sind jetzt auf Lebenszeit gestempelt.
Aber f�r heute und jetzt, jetzt, f�r diesen Moment,
f�hle ich mich katzenwohl.
Ich hol uns Tee. Ilse hat noch welchen.
Morgen, Lenchen! Schon jemand auf?
Wo ist denn dein Wanja? - Auf Arbeit.
Und Mami?
Ilse?
Ilse?
Ilse?
Ilse.
Ilse, komm weg da.
Gerd, wei�t du noch? Es war ein Dienstag.
Wir gehen zu Felix.
Man konnte das Harz riechen.
Wir kamen in eine ganze Wolke von Schmetterlingen.
Und du kanntest jeden Namen.
Bl�ulinge, Zitronenfalter, Feuervogel, Schwalbenschwanz und so viele mehr.
Einer sonnte sich mitten auf dem Weg, samtbraun und gelb mit einem blauen Saum.
Du hast ihn Trauermantel genannt.
Was hab ich nicht alles gehabt in meinem Leben. �berreichlich.
Der Major hat alles verloren.
Verdammter russischer Idealist.
Er nimmt sich so wie er will, dass die Welt sein soll.
Sowjetischer Apostel.
Aber ich mag ihn. Je weniger er von mir will, umso mehr mag ich ihn.
Sehr.
Andrej!
Andrej.
Andrej ist nicht mehr hier.
Versetzt.
Wohin?
Unbekannt.
Dosvedanja.
Die V�gel still, die Glocken schweigen.
So hei�t es doch.
Setz dich doch.
Das Atelier,
ist das weg?
Ich leb hier nicht alleine. - Ich wei�.
Ukrainerinnen so.
Hier. Das ist f�r dich.
Ihr seid schamlos.
Merkt ihr das nicht?
Es ist so widerlich, euch auch nur zu sehen.
Ich m�chte mich bedanken. - Wof�r?
Dass ich Sie kennen lernen durfte.
Geben sie acht auf sich.
Wie sollen wir leben?
Versetzt, so nennen sie das.
In W�rden und Ehren.
Nach Sibirien, wer wei�?
Gerd.
Mein geliebter Gerd.
Was sollen wir denn tun?
Die Zeit zur�ckdrehen?
Zur�ck zu deinen allerersten Worten?
"30 Minuten", sagtest du.
"Geben Sie mir 30 Minuten, und Sie werden mich nie mehr verlassen."
Was?
Was?
Keine Antwort.
Zwei Tage sp�ter war er weg.
Ich wei� nicht, ob er wiederkommt.
Ich wundere mich, dass ich nicht mehr darunter leide. Ich habe viel zu tun.
Ich muss schauen, dass ich ein St�ck Feuerstein finde,
muss die Pf�tzen in der Wohnung aufwischen und unbedingt Gr�nzeug suchen.
Gestern fand ich Flieder.
Ob Gerd noch an mich denkt?
Wer wei�.
Vielleicht spricht das Herz noch einmal und wir sehen uns. Irgendwann.
Can't find what you're looking for?
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