All language subtitles for Expeditionen ins Tierreich-Russland - Im Reich der Tiger, B_ren und Vulkane-0032212492

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Original subtitles

Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2014

Das größte Land der Erde.

Die Gipfel des Kaukasus.

Der Ural.

Die unendlichen Weiten in Sibirien.

10.000 Kilometer bis zur fernen Halbinsel Kamtschatka.

Im langen Winter eine erbarmungslose Welt.

Sie ist aus Schnee und Eis.

* Windrauschen *

* Windrauschen *

* Windrauschen *

* Schnaufen und Grunzen *

* Orchester-Musik *

* Orchester-Musik *

* Orchester-Musik *

Fliegen wir über Sibirien zum äußersten Ort des Riesenreichs.

Der Ferne Osten am Pazifischen Ozean.

* Orchester-Musik mit Chor *

* Orchester-Musik mit Chor *

* Orchester-Musik mit Chor *

Im Osten leben die mächtigen Amur-Tiger.

Sie sind fast unsichtbar.

Die Wälder sind reicher als anderswo in Russland.

Aber der Winter ist hier ebenso lang.

Das sind die Letzten ihrer Art.

Die größten Raubkatzen der Erde.

Der Amur-Tiger kommt gut mit extremen Temperaturen zurecht.

Nur den Menschen wird er wohl nicht überleben.

500 von ihnen gibt es noch in Freiheit.

* Wolfsgeheul *

Sie sind in ganz Russland verbreitet, trotz allen Nachstellungen.

Besonders in Sibirien.

Der Winter ist Wolfszeit.

Über Kilometer riechen sie verendete Tiere.

Mit dem Biss in den Schnee nehmen sie Witterungen auf.

Er verfolgt eine besondere Fährte.

Eines der wertvollsten Beutetiere der Welt.

Ein Zobel.

Schon zu Zarenzeiten waren sie eine Kostbarkeit.

Im Bau ist er sicher.

Die Wälder sind so riesig, dass sie viele Raritäten verbergen.

Ein Hirsch mit Vampir-Zähnen:

das Moschustier.

Seine Hauptnahrung sind Flechten.

Die sind schwer verdaulich.

* Lautes Kauen *

Raben dürfen im russischen Winter nicht fehlen.

Es sind Kolkraben, die größten aller Rabenvögel.

Die klugen Tiere langweilen sich schnell.

Sie denken sich immer was Neues aus.

Schnee ...

Ein Hang ...

Daraus müsste was zu machen sein.

Rodeln auf Rabenart.

Erst die Übung macht den Meister.

Ein Kenner.

Er prüft zunächst die Bodenbeschaffenheit.

Er probiert's auch.

Das kann ja nicht so schwer sein.

Na gut ... noch einmal.

Genug für heute.

Jenseits der endlosen Wälder liegt die russische Arktis.

Weiter in Richtung Norden.

* Orchester-Musik *

* Orchester-Musik *

Auch hier leben Tiere.

Die Sattelrobben haben Nachwuchs.

* Jaulende Robbe *

In nur 12 Tagen wachsen die Jungen heran.

Die Kleinen sind ewig hungrig und auf Ausschau nach der Mutter.

Kein Wunder.

Ihr Geburtsgewicht müssen sie in den wenigen Tagen verdreifachen.

* Schreiende Robbe *

Die Milch der Mutter ist pure Sahne.

Fettgehalt: 40 %.

In wenigen Wochen bricht das Eis.

Dann müssen die Robbenjungen schwimmen können.

Die Eisbären sind in ihrem Element.

* Lautes Brüllen *

Über einen Kilometer weit können sie Robben riechen.

Auf dem Eis sind die Kleinen leichte Beute.

* Hecheln *

Im Wasser wäre das Junge sicher.

Er ist zu spät gekommen.

* Lautes Hecheln *

Das nasse Element wird sein künftiger Lebensraum.

Damit muss es sich noch anfreunden.

Hier unten haben die Robben das bizarre Eismeer für sich.

* Robbengeschrei *

Wieder Richtung Süden - die Pazifikküste entlang.

Bald trifft man auf eine gewaltige Halbinsel.

Das Reich der Vulkane am Ende der Welt.

Kamtschatka.

* Orchester-Musik *

Der Riesenseeadler ist der schwerste Adler der Erde.

Der Steinadler ist ein Leichtgewicht dagegen.

Die Greifvogelschar trifft sich am Fuße der Vulkane.

Wegen der Lachse.

Die letzten Brocken vom Herbst werden von den Vögeln umlagert.

Durch die unterirdische Vulkanglut friert der Kurilensee nie ganz zu.

Ein wichtiges Winterquartier für viele Greife.

Riesenseeadler und Steinadler sind erbitterte Konkurrenten.

Der dunkel gefärbte Steinadler liegt unten.

Er scheint zu verlieren.

Aber er ist beweglicher.

Der Riesenseeadler unterliegt.

Er kämpft ums Überleben.

In Kamtschatka gibt es über 160 Vulkane.

29 sind aktiv.

An keinem Ort der Erde ballen sich mehr.

* Orchester-Musik *

Neben den Feuerbergen liegen heiße Quellen und Geysire.

Die Region scheint zu kochen, selbst im Winter.

Die Vulkane schlafen nie.

* Grollen und Zischen *

* Orchester-Musik *

* Balzgeräusche *

Ein balzender Steinauerhahn.

Mit der aufgehenden Sonne beginnt die eigentliche Balz.

Das milde Licht bringt das Gefieder zur Geltung.

Auerhahn wie Moorschneehuhn stehen beim Fuchs auf der Speisekarte.

Die Jagd kann beginnen.

Flügel müsste man haben.

Sobald die Temperaturen über den Gefrierpunkt klettern,

verwandelt sich das Land.

Das kurze Frühjahr im Norden muss genutzt werden.

Geysir-Felder zwischen sattem Grün stehen unter Volldampf.

* Lautes Brodeln und Zischen *

Der Braunbär kennt und schätzt die warmen Geysir-Weiden.

Kamtschatka ist eine Welt für sich.

Gewaltig und einzigartig.

Die Reise geht weiter.

Wir fliegen über Kamtschatka.

Über seine Gletscher und Vulkane.

Es geht 8000 Kilometer durch Sibirien in Richtung Westen.

* Orchester-Musik *

* Orchester-Musik *

Der Hohe Kaukasus.

Über 5000 Meter reichen diese Gipfel.

Der Elbrus ist 5640 Meter hoch.

Das ist höher als der Mont Blanc.

Der Hohe Kaukasus ist das höchste Gebirge in Europa.

Es ist auch eines der schneereichsten der Erde.

Das Frühjahr ist die Zeit der Lawinen.

* Grollen *

In diesen Bergen leben seltene Tiere.

Es sind die letzten Kaukasischen Steinböcke.

Die Jungböcke messen ihre Kräfte.

Es sind majestätische Tiere.

Nur noch einige Tausend gibt es.

Ein kleines Häuflein, umgeben von atemberaubender Kulisse.

Der Kaukasus hat etwas Magisches.

6500 Pflanzenarten gedeihen an den Hängen.

Ein vergessener Garten Eden.

* Orchester-Musik *

Noch eine Rarität aus dem Tierreich verbirgt sich hier.

Die größten Tiere in Europa wurden bisher noch nie gefilmt.

Bergwisente.

Im letzen Jahrhundert waren sie in Freiheit ausgestorben.

Ein paar Tiere aus Wildparks wurden ausgewildert.

Sie bilden die heutigen Herden.

Die friedlichen Kolosse können eine Tonne schwer werden.

Ein Bild der Hoffnung.

Bergwisente ziehen in langen Kolonnen durch die Weiten des Kaukasus.

Wie schon vor Jahrtausenden.

* Orchester-Musik *

Der Kaukasus ist in Europa eine der regenreichsten Regionen.

Wolken aus dem Nordwesten stürmen gegen die Berge.

Sie verlieren sich in den Gipfelregionen.

Die windabgewandte Ost-Seite.

Hier zeigt der Kaukasus sein anderes Gesicht.

Hier ist das Land eine Wüste.

Die mächtige Wanderdüne von Sarykum in Dagestan.

Sie ist 260 Meter hoch.

Ein Lebensraum für besondere Spezialisten.

Der Langohrigel hört nicht nur gut.

Mit den Ohren reguliert er seine Körpertemperatur.

Bei Dämmerung ist er auf Insektenjagd.

Mit den ersten Sonnenstrahlen begibt er sich ins Untergeschoss.

Da ist es kühl.

Es gibt noch einen Grund, um abzutauchen.

Ein Sandsturm kündigt sich an.

* Heulender Wind *

* Lautes Dröhnen *

So schnell er gekommen ist, ist der Spuk auch wieder vorbei.

Eine Krötenkopf-Agame.

Sie hat kräftige Lauffüße.

Und sie ist ein Meister der Verhüllung.

Nicht nur Bauchtanz beherrscht sie.

Sie kann auch Sprints.

Am Fuße der Düne lockt saftiges Grün gemächlichere Reptilien an.

Eine Maurische Landschildkröte.

Das Weibchen ist bei der Arbeit.

Das ist ein männlicher Vertreter auf Brautschau.

Ein dramatischer Wettlauf beginnt.

Bei Schildkröten heißt es zunächst:

Anklopfen.

Sie lässt ihn noch zappeln.

Dann kann sie dem zarten Liebesspiel nicht mehr widerstehen.

Urtiere in Ekstase.

Ihre Dankbarkeit hält sich in Grenzen.

Richtung Nordosten.

Dort liegen hinter dem Kaukasus endlose Sümpfe, Steppen und Wälder.

Ein Gebirge teilt den Kontinent.

Der Ural.

In der menschenleeren Wildnis ziehen Elche ihre Jungen groß.

Seltene Bilder.

Das Junge hat sich wochenlang von Muttermilch ernährt.

Nun muss es sich an Elch-Kost gewöhnen.

Rinde und Knospen.

Schmeckt doch schon, oder?

Eine Bärin mit ihren Jungen von diesem Jahr.

* Hecheln *

Ein ausgewachsenes Männchen.

Er ist die größte Gefahr für die Kleinen.

Sie müssen den Ort dringend verlassen.

Im Uralgebirge liegt ein geheimnisvoller Ort.

Manpupuner.

* Orchester-Musik *

Der Legende nach sind die Felsen versteinerte Menschen.

Ein schönes Mädchen und ihre 7 Brüder.

Auf der Flucht vor Feinden für alle Zeit zu Stein erstarrt.

Tatsächlich schufen die Elemente das Monument.

Herausgewaschen von Regenfluten in Jahrhunderttausenden.

* Regenprasseln *

Die Wälder des Ural sind riesig und undurchdringlich.

Wölfe und Bären können deshalb ungestört auf Jagd gehen.

Ein Kadaver lockt die Raubtiere an.

Wer wird den Platz für sich behaupten?

* Lautes Knurren *

Ohne sein Rudel hat der Wolf keine Chance.

Im Ural lebt eine Rarität.

Sie wurde nie zuvor in Freiheit gefilmt.

Fast wie ein Fabelwesen sieht der Russische Desman aus.

Ein Wasser-Maulwurf, der in Erdbauen lebt.

Mit seinem beweglichen Rüssel spürt er Kleintiere am Grund auf.

Wie bei seinen Verwandten an Land sind die Augen verkümmert.

Nur noch 200 Tiere leben im Ural.

An der Wolga sind die kleinen Kobolde zahlreicher.

Er ist fast blind.

Aber er hat Haare an der Schnauze.

Damit ertastet er Schnecken, Krebse, Fische und Amphibien.

Hochsommer im südlichen Ural.

Hochsaison im Wald bei den seltenen Wildbienen.

Imker hängten ausgehöhlte Stämme als Bruthilfen in die Bäume.

Die Bärenmutter hat mit ihren Jungen ein Nest aufgespürt.

Nun müssen sie nur noch an den Honig kommen.

Die Jungen können gut klettern.

* Summende Bienen *

Hier oben ist nichts zu machen.

Der 200-Kilo-Block muss nach unten befördert werden.

Das war der leichteste Teil der Übung.

Der Stamm ist verschlossen und hat eine Privatarmee.

Zum Überfluss erscheint noch ein großes Männchen.

Er nimmt das süße Geschenk gerne an.

Reicht seine Kraft, um den Stamm zu knacken?

An Kraft mangelt es ihm nicht.

Aber die Bienen stechen in seine empfindliche Nase.

* Gequältes Brummen *

Das hält der stärkste Mann nicht aus.

Die Bärenfamilie hat freie Bahn.

Ihnen scheinen die Bienen kaum etwas auszumachen.

Ihr Tag ist gerettet.

Hinter dem Ural erstreckt sich das größte Waldgebiet der Erde.

Sibirien.

* Orchester-Musik *

Mittendrin liegt der Baikalsee.

Der älteste und tiefste See der Erde.

Das "Heilige Meer".

Ringelrobben aus dem Ozean sollen den Weg hierher gefunden haben.

Das soll vor 500.000 Jahren gewesen sein.

Sie wurden zu einer eigenen Art.

Auch im Sommer ist das Wasser eisig.

Die Sonnenbänke sind umkämpft.

* Jaulen und Wimmern *

Bis zu 30 Minuten können Baikalrobben tauchen.

Sie tauchen in eine fremdartige Welt, die 1600 Meter in die Tiefe reicht.

Korallenartige Baikalschwämme.

Ein Flohkrebs.

Mit 10 Zentimetern Länge ist er ein Gigant seiner Gattung.

Zwei Drittel aller Baikal-Bewohner gibt es nur in diesem Ur-See.

Stundenlang wärmen sich die Robben an ihren Lieblingsplätzen auf.

Neue Badegäste sind unerwünscht.

* Jaulen und Stöhnen *

Weiter nördlich erstrecken sich die baumlosen Ebenen der Tundra.

Rentierherden durchstreifen das Land wie seit der Eiszeit.

* Gänseschnattern *

Schneegänse.

Die Neuzugänge der Gänsekolonie müssen aufpassen:

Polarfüchse.

Er ist etwas auf der Spur.

Ein Lemming.

Lange können sich die Küken nicht ausruhen.

Sie sind nur wenige Tage alt.

Aber sie müssen in die flachere Tundra umziehen.

Dort gibt es sichere Seengebiete.

So zieht der Sommer im hohen Norden vorüber.

Andere Überlebende aus der Eiszeit:

Moschusochsen.

Im September messen die Bullen ihre Kräfte.

* Knurren *

Ein Kampf, bei dem enorme Energien freiwerden.

Mächtige Hornplatten.

Darunter liegen flexible Fasern und ein echter Dickschädel.

2-mal 400 Kilo rennen gegeneinander.

Mit bis zu 50 km/h.

Die Knautschzonen halten.

Der Anlauf wird gesteigert.

Der Linke hat genug.

Ihm gehören jetzt die paarungsbereiten Weibchen.

Eigentlich sind Moschusochsen friedfertige Wesen.

Die Zeitgenossen der Mammuts sind außerdem relativ bewegungsfaul.

So konnten sie die futterarmen Eiszeiten überstehen.

Und bis heute auch die langen Winter der russischen Arktis.

Noch einmal zurück über Sibirien.

Zum Fernen Osten an die Küsten des Pazifischen Ozeans.

* Orchester-Musik *

Die Landschaft hat nichts von der Sibirischen Taiga.

Ussurien besitzt auf der Erde den artenreichsten nordischen Wald.

Asiens größte wilde Lotusfelder.

Im See leben exotische Geschöpfe.

Der Reiher ist irritiert.

Es ist eine chinesische Weichschildkröte.

Die besten Sonnenplätze sind auch hier begehrt.

Der russische Sommer ist kurz.

Die Exoten aus den Tropen müssen dann so viel Wärme wie möglich tanken.

Ihm ist der Sonnenbader ein Dorn im Auge.

Das ist der eigentliche Strandbesitzer.

Er kennt kein Pardon.

Nicht weit entfernt.

Sika-Hirsche.

Aus irgendeinem Grund zieht es sie immer wieder zur Küste.

Die Tiere werden immer nervöser, je näher sie dem Wasser kommen.

Das Rauschen des Meeres scheint sie magisch anzuziehen.

Und das war ihr Ziel.

Braunalgen.

Der Kelp ist reich an Salzen, die die Hirsche dringend brauchen.

Selbst das Salz der Gischt wird aus dem Fell geleckt.

Sie sind noch immer unruhig, trauen sich kaum zu fressen.

Ihn haben die Hirsche gefürchtet.

Der Amur-Tiger.

Er ist zu seinem Riss von der Nacht zurückgekehrt.

Seltene Aufnahmen.

Vielleicht sind es am Pazifik die ersten und die letzten der Tiere.

Die Geier warten schon.

Eigentlich ist er satt.

Aber mit Geiern und Dickschnabel-Krähen teilen?

Niemals!

Er ist der König der Taiga.

Aber auch für ihn ist Jagderfolg keine Selbstverständlichkeit.

So frisst er, so viel er kann.

Er ahnt schon:

Sobald er den Platz verlässt,

werden die Aasfresser nichts mehr übrig lassen.

Er scheint genug zu haben.

Nein, nicht die Krähen!

Das kann er nicht zulassen.

Aber er hat ja keinen Hunger mehr.

Oder?

Probleme einer Großkatze.

Spätsommer am Chanka-See.

Zeit für ein ganz besonderes Schauspiel.

Myriaden von Eintagsfliegen schlüpfen wie auf ein geheimes Signal.

Sie beginnen den Hochzeitstanz.

Der wichtigste und letzte Tag in ihrem kurzen Leben.

* Orchester-Musik *

Zur gleichen Zeit im fernen Kamtschatka.

Auch hier steht ein Massenansturm unmittelbar bevor.

Noch ist alles friedlich.

Endlich sind sie da.

Lachse.

6 Millionen werden vom Meer in die Flüsse ziehen.

Die mächtigen Kamtschatka-Bären warten geduldig.

Bis ihnen genügend Fische vor der Nase schwimmen.

Erst dann eröffnen sie die wilde Jagdsaison.

* Orchester-Musik und Chor *

Die fetten Lachse helfen den Bären, den langen Winter zu überstehen.

Und der Winter ist nah.

Der Herbst hat nur wenige Wochen.

Sie tauchen das ganze Land in ein Meer aus Farben.

* Melancholische Orchester-Musik *

Dann bedeckt eine Schicht aus Eis über Nacht die Wasserläufe.

Darunter hält sich zunächst noch Leben.

Es ist gefangen in einem gläsernen Sarg.

* Melancholische Orchester-Musik *

* Melancholische Orchester-Musik *

Der eisige Atem des Winters hat sein erstes Werk getan.

Der erste Schnee.

Er deckt das Land zu.

Und damit auch alles Fressbare.

Elche haben sich an solche Bedingungen gewöhnt.

Sie sind überaus genügsam.

Kälteeinbrüche unter minus 30 Grad bringen die Bäume zum Platzen.

Ein seltenes Natur-Hörspiel beginnt.

* Lautes Knacken *

Bäume scheinen im Überfluss vorhanden.

Trotzdem streiten sich die Tiere um die besten Futterplätze.

Sie entwickeln ein Temperament, das man Elchen nicht zutrauen würde.

* Jaulen *

Der Bär ist noch nicht im Winterschlaf.

Kann er den Elch packen mit einem Überraschungsangriff?

Die Bären tun gut daran, den Winter zu verschlafen.

Das ist schnell klar.

Anders die hochbeinigen Pflanzenfresser.

Sie sind wie geschaffen für den Trab durch Tiefschnee.

Elchtest bestanden.

Ganz Sibirien fällt jetzt in tiefen Schlaf.

Der ist 7 Monate lang.

Im hohen Norden war der Winter nie ganz verschwunden.

Selbst im Sommer nicht.

In mächtigen Kathedralen unter Eis brüten die Seevögel.

An dem unwirtlichen Ort sitzen sie geschützt vor Nesträubern vom Land.

Neben allerlei Möwen brüten hier auch Hornlunde.

Die Nordmeervögel sind noch beim Vorspiel.

Der Nachwuchs der Lummen ist erwachsen.

Aber er ist noch nicht flugfähig.

Er muss unbedingt das Meer erreichen.

In diesem Jahr kam das Packeis früh.

Es versperrt den Weg.

Darauf hat der Eisfuchs nur gewartet.

Doch er ist wasserscheu.

Hier kommt er trockenen Fußes nicht mehr weiter.

Und zurück?

Ein unfreiwilliges Bad im Eiswasser.

Der jungen Lumme steht ein Leben bevor

in einer der härtesten Regionen der Erde.

In einer Welt, die sich ständig wandelt.

Von Norden her treiben immer mehr Eisschollen ans Festland.

Sie bringen gewichtige Fracht vom Polarkreis mit.

Die größten Landraubtiere der Erde.

Das letzte Stück legen die Eisbären als geübte Schwimmer selbst zurück.

Die Tiere müssen nun fasten, bis im November das Meer zufriert.

Erst dann können sie erneut auf Jagd gehen.

Die Könige der Arktis erwarten sehnsüchtig den Winter.

* Russischer Gesang *

Bald kommt die Sonne nicht mehr über den Horizont.

* Russischer Gesang *

Russland ist das größte Land der Erde.

Es ist in weiten Teilen eine vergessene Welt geblieben.

Gewaltig und voller Wunder.

Möge es den kommenden Generationen erhalten bleiben.

Möge es erhalten bleiben - so, wie es ist.

* Russischer Gesang *

Copyright Untertitel: NDR 2014

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