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Original subtitles

Guten Morgen, Vermont!

Morgen ist Weihnachten, der Weihnachtsmann kommt bald.

Wir spielen die besten Weihnachtshits, also bleibt dran.

-Morgen, Papa. -Hallo.

Der Arzt hat gesagt, wenn du mehr rausgehst,

bekommst du wieder mehr Kraft und wirst nicht so oft krank.

Ich weiß.

Ist ja egal. Wir versuchen es morgen noch mal, Papa.

Okay.

Heute Nacht habe ich von diesem Hengst geträumt.

Er war so schön, Dad, das glaubst du gar nicht.

-Hört sich an wie ein Kelpie. -Was ist ein Kelpie?

Das willst du nicht wissen.

Doch, will ich, deswegen frage ich ja.

-Nein, sie sind gruselig, nichts für... -Dad.

Na gut, aber ich habe dich gewarnt.

Kelpies waren einst dunkle, gestaltwandelnde Geister,

die heimlich die Gestalt wunderschöner Pferde annahmen.

Sie lebten in der Nähe des Wassers.

Sie konnten sich sowohl in Menschen als auch in Pferde verwandeln.

Das Besondere an Kelpies aber war,

sie konnten dich durchschauen bis in die Tiefen deines Herzens.

Sahen sie Boshaftigkeit, so verlockten sie die Fremden dazu,

besonders böse Kinder, auf ihrem Rücken zu reiten.

Sie tauchten in einen See ein,

und von den Reitern hat man nie mehr etwas gehört.

-Ertrunken? -Man weiß es nicht.

-Gefressen? -Man weiß es nicht.

Find zur Ruh'

Hab' keine Angst

In der Flut der Finsternis

Mögen Schatten auch fallen

Mögen Donner auch grollen

Stellt sich doch bald Frieden ein

Gefällt dir das Lied, Snicks? Okay.

NORDPOL

Wow, hier stinkt's. Wie hältst du das nur aus?

Weiße Tischdecken? Das ist doch kein Büffet in Vegas.

Mutter.

Schatz, du weißt, ich hasse es, so genannt zu werden. Klingt so alt.

Mach nicht zu viele Faxen, kapiert?

Der erste Eindruck muss gut sein.

-Ist der Neue bereit? -Ja. Er ist nervös.

Na komm.

-Molly. -Frohe Weihnachten, Schatz!

Rauf mit dir, Liebes.

Er ist wunderschön. Ich reite jeden Tag auf ihm!

Ihr seht toll aus.

Bleib ganz ruhig, okay?

-Die Hände nach vorne. -Hände nach vorne, Liebes.

-Ich will runter. -Nicht an den Zügeln ziehen.

-Er ist den Stall nicht gewöhnt. -Hol sie runter.

-Versprochen. -Ich will ihn nicht!

-Gib ihm Zeit, Liebes. -Ich sagte, ich will ihn nicht!

Bitte, wenn du nur... Gib ihm Zeit, okay?

Er bessert sich, versprochen. Nur...

Dafür zahle ich nicht. Darum ging es nicht.

Es ist nicht das richtige Pferd.

Mach dir wegen der Wichtigtuer keine Sorgen.

Du bist etwas Besonderes.

Mein Dad sagt, besonders zu sein,

heißt nicht, besser als andere zu sein,

sondern einfach, dass man im Inneren etwas hat,

was keiner sehen kann.

Vielleicht sind wir beide etwas Besonderes, was?

Du denkst, du bist was Besonderes?

-Nein. -Gut.

Dein Vater ist ein Krüppel.

Was weiß der schon vom Besonders-sein?

Du bist bloß ein Stallmädchen. Weg von meinem Pferd.

Schlimmer hätte es kaum laufen können.

Ich brauche einen neuen Reitlehrer.

Evie, ich brauche dich morgen zum Füttern und Ausmisten.

Da ist Weihnachten, Mr. McKarran.

-Ich weiß. -Der Krankenpfleger hat frei,

-mein Dad braucht... -Evie.

Ich gehe ein großes Risiko ein. Du bist minderjährig.

Du arbeitest zu wenige Stunden.

Aber ich mag dich,

und ich weiß, du brauchst Geld, aber kommst du nicht,

werde ich eine Vollzeitkraft einstellen.

Nein, ich verstehe schon. Ich komme morgen.

Frohe Weihnachten, Evie.

Frohe Weihnachten.

Dieses Pferde heute.

Warum können manche sein und tun und haben, was sie nur wollen,

und der Rest von uns muss zuschauen?

Bin wieder da, Papa!

Setz dich einfach dafür ein, kämpf darum.

Ein reiches Leben hat nichts mit materiellem Reichtum zu tun.

Es kommt von innen, aus deiner Seele.

Dieses Gleichgewicht erreichen nur ganz besondere Menschen.

Ist das eine umständliche Art zu sagen, es sei besser, dass ich kein Pferd habe?

Denn weißt du, die Logik erschließt sich mir nicht so ganz, Papa.

Nein, ich sage damit...

...dass das, was du als Vorteil siehst,

nicht immer so ist, wie es scheint.

Die reichsten Menschen, die ich kenne, sind nicht annähernd so gütig wie du.

Du bist etwas Besonderes.

Und ohne dich wäre ich verloren.

Zeit fürs Bett, Papa.

-Gib ihm Zeit. -Ich sagte, ich will ihn nicht!

Evie, zeigst du bitte mal, wie es richtig geht?

Das war toll, Evie. Bringst du's mir bei?

Klar.

Dad?

Frohe Weihnachten! Erst Frühstück, dann Kekse.

Sei umarmt. Evie.

Frohe Weihnachten, Evie. Verzeih, dass es nicht mehr ist.

Es gehörte deiner Mutter. Ich liebe dich. Dad.

Danke für die Pferde, Dad.

Morgen, Leute! Gönnen wir uns etwas zu Weihnachten?

Wie wäre es mit warmem Kleiebrei?

Echt jetzt? Welcher von euch war das?

Hallo?

Hallo?

Hallo, Junge. Ruhig.

Ganz ruhig.

Was machst du hier?

Du bist ein hübscher Junge.

Wo ist dein Reiter?

Kein Reiter?

Hallo?

Ist da jemand?

Hallo?

Ihr Pferd ist bei mir!

Und es kommt mir irgendwie bekannt vor.

Komm mit. Gehen wir zum Stall, bevor du erfrierst.

Na komm.

Komm mit, mein Freund.

Keine Ahnung, was du willst.

Nein, ganz sicher nicht. Auf fremden Pferden reite ich nicht.

Ganz wie du willst. Dann eben kein warmer Stall.

Habe ich gesehen. Du hast dich bewegt.

Ich weiß, du willst nicht allein bleiben.

Warte mal, nein.

Nein, was tust du da?

Na toll.

Ich warne dich, wirf mich ab,

dann werde ich richtig wütend auf dich. Verstanden, Mister?

He, langsamer.

Was in aller Welt?

Wo sind wir?

Ich kriege richtig Ärger.

War Erderwärmung oder so?

War es eine Zeitreise?

Ist das ein anderes Land?

Was? Sieh mich nicht so an. Mir gefällt das alles gar nicht.

Es ist verrückt. Ich erkenne nichts wieder.

Okay, wir sind definitiv nicht in Vermont.

Hallo?

Echo.

Es war total blöd, weißt du?

Sie sah mich direkt an und sagte:

"Du denkst, du bist was Besonderes?"

Ich erstarrte und sagte nur so...

Ich war nicht darauf vorbereitet.

Ist das wirklich der richtige Weg?

Gut, denn Dad flippt aus, wenn ich nicht bald zu Hause bin.

Warte mal, was ist das?

Was ist das?

Hallo?

Hallo?

Ist sie das?

Das muss sie sein.

-Sie ist da. -Sag es den anderen.

Sie sieht nicht besonders toll aus.

Alle auf ihre Plätze!

Hallo, Evelyn Flynn.

Wer sind Sie? Woher wissen Sie, wie ich heiße?

Ich warte schon

sehr lange auf dich.

Wo bin ich?

Du bist in der Höhle der Offenbarung.

Alles erscheint so, wie es wirklich ist.

Das Zepter der Wahrheit besteht aus Steinen aus dieser Höhle.

Du bist aus einem Grund hier, Evelyn Flynn.

-Was passiert da? -Die Höhle offenbart dir etwas.

Dies ist die Welt von Albion.

Albion war die Heimat der Danann...

...einem friedlichen, selbstlosen Volk.

Die Danann besaßen vier uralte Schätze,

die für Harmonie unter ihnen sorgten.

Das Zepter der Wahrheit, in dessen Gegenwart niemand lügt.

Der Kessel des Überflusses, damit keiner je hungert.

Die Flamme des Wissens, die Antwort auf alle Fragen.

Und das Buch der Heilung...

...um alle Wunden zu heilen.

Eines Tages kamen die Milesier.

Getragen von dunklen Wolken aus den nördlichen Welten.

Angeführt vom bösen und gierigen General Eeder.

Sie kamen, die vier Schätze zu rauben und das Volk der Danann zu zerstören.

Die Königin der Danann sehnte verzweifelt Frieden herbei

und bat die Äbtissin um Hilfe,

eine magische Kreatur, die abseits beider Völker lebt.

Sie handelte einen magischen Vertrag aus,

der besagte, dass Albion in zwei Hälften geteilt werde.

Doch dank einer boshaften List

wählte der General der Milesier die obere Hälfte von Albion

und knechtete die Danann in der Unterwelt.

Der General ist besessen

vom Tag, an dem er die Danann endlich aus seiner Welt beseitigt,

und zwar stärker jedes Jahr.

Manche glauben, der Tag sei gekommen.

Jetzt wird es spannend.

Hat es ihr gefallen?

Sie hat noch nichts gesagt.

Ich bin in einer anderen Welt?

"In einer anderen Welt?"

Es gibt Tore zwischen unseren Welten, die sich ständig verändern.

Evie.

Liebe Evie.

Das Volk der Danann braucht deine Hilfe.

Wach auf.

Wach auf.

Wach auf.

Wer bist du? Was tust du hier?

Ich habe nicht die geringste Ahnung.

Wo kommst du her?

Vermont.

Was ist das für ein Land, dieses Vermont?

-Ich verstehe die Frage nicht. -Warum hast du mein Pferd geklaut?

Ich weiß, du bist nicht mein Pferd...

Darf ich bitte die Gefangene weiter befragen?

-Warum hast du mein Pferd geklaut? -Dein Pferd?

Ich schwöre, das wusste ich nicht.

Schwören ist unnötig.

Lügen könntest du gar nicht. Wegen des Zepters...

Du hast hier nicht das Sagen. Sie könnte Spionin der Milesier sein.

Wie, du hast sie hergebracht?

Spinnst du?

Wir sind auf einer gefährlichen Mission, uns droht Tod und Folter.

Was wir nicht brauchen ist ein ängstliches Mädchen.

-Kannst du mal kurz leise sein? -Nein, kann ich nicht.

Wer...

Wer bist du, wo kommst du her, was ist mit dem verrückten Pferd,

und warum täuschst du ein Gespräch vor?

Bist ein merkwürdiges Mädchen, Evie.

-Woher wissen alle, wie ich heiße? -Von Dag Dia.

-Wer ist Dag Dia? -Der Kelpie.

Das Pferd.

-Nein, sie kommt nicht mit. -Ich komme nirgendwohin mit.

Genau. Bitte gib mir das Zepter, und wir gehen.

-Ist das das Zepter der Wahrheit? -Ernsthaft?

Ein mächtiges, wertvolles Artefakt,

und du erzählst der ganzen Welt, dass wir es haben.

Nein, er hat es mir nicht erzählt. Sondern die Höhle der Offenbarung.

Und ein komischer Mann.

Echt? Legenden sagen, da passiert Magisches.

Männer, die sich in Pferde verwandeln und andersrum, oder so.

Man nennt sie Kelpies.

Habe ich aber nie geglaubt. Bloß Märchen für die Dummen.

-Danke. -Bitte hilf mir.

Ich muss nach Hause. Mein Vater ist krank.

-Es ist Weihnachten. -Was ist Weihnachten?

Weihnachten. Du weißt schon, der Weihnachtsmann.

Dank Elfen fliegt er nachts um die Welt

und verteilt Geschenke vom Rentierschlitten.

Leider trotzdem nicht.

Ich bin sehr beschäftigt damit, mein Volk vor der sicheren Vernichtung zu bewahren,

und die Zeit drängt leider, also...

Nein! Sie kommt nicht mit uns mit. Sie ist verrückt.

Willst du uns auf einer Mission begleiten, die nichts mit dir zu tun hat,

keinerlei Auswirkungen auf deine Zukunft hat,

während der ein hilfloses Kind wie du ziemlich sicher sterben würde?

-Nein. -Ich hab's versucht. Gehen wir.

Wie komme ich nach Hause?

Na gut.

Unsere erste Mission ist, die Flamme des Wissens zu finden,

die dir laut Dag Dia deinen Weg weisen wird.

Wenn du willst, komm mit.

-Ich will mit. -Perfekt.

-Nur zur Flamme. Dann gehe ich nach Hause. -Ja.

Halt das mal.

Wir müssen los.

Die Milesier verfolgen uns mit dem Wetter.

Sieht nach Regen aus.

Vor dem Regen kommen wir nicht davon.

Zieh das an.

Das beschützt dich.

Erémon!

Erémon!

Erémon!

Noch mal!

Schon besser.

Was ist das?

Was ist das?

Versucht jemand, mich zu ermorden?

Zeigt mir alle eure Hände. Sofort!

Zeigt mir eure Hände.

Sofort! Alle!

-Verrat. -Tut mir sehr leid, mein Lord.

-Verrat! -Nur 'ne Fleischwunde, mein Herr.

Ich gab Euch das Schaffleisch.

-Schaffleisch, das liebe ich. -Ja, selbstverständlich.

-Was ist das? -Ich fütterte Euch also,

und meine Hand war zu langsam, ich Dummkopf!

-Diese elenden... -Seid so gütig,

gebt mir den hirnlosen Finger zurück,

und ich renne schnell zur Schneiderin

und frage mal, ob sie den blöden Kleinen nicht wieder annäht.

-Hängt ihn. -Oh nein!

-Mein Lord! -Nein.

Vielen Dank, mein Lord, das würdet Ihr niemals...

Häutet ihn.

-Nein, Lord! -Wartet mal.

Ich brauche ihn mit Haut.

Schmeißt ihn in einen wirklich schrecklichen Kerker,

und ich entscheide mich später.

Oh nein! Vergebt mir!

Erémon, was machst du denn hier?

Ihr schicktet nach mir, mein Lord.

Ich habe etwas gesehen.

Nur kurz im Regen, dann war es weg.

Fühlte sich an wie...

Es fühlte sich an wie etwas, das ich nicht gespürte habe

seit sehr langer Zeit.

Ich kann es nicht genau sagen.

Aber es war eine merkwürdige Magie.

In Form eines kleinen Mädchens.

Erémon, ich will also, dass du dieses Kind suchst,

findest und zerstörst.

Kleine Mädchen jage ich nicht.

Und wie kann sie überhaupt eine Gefahr darstellen?

Willst du mich beleidigen, Erémon?

Nein, mein Lord.

Ich bin zu nah dran für Schwierigkeiten.

Enttäuschst du mich jetzt,

so trinke ich das Mark deiner Knochen.

Ich bringe Euch ihr kleines Herz, mein Lord.

Danke. Na, dann ab in die Wicklen Berge.

Mein Lord.

Was sind das für Leute?

Die Kukri, mach dir wegen denen keinen Kopf.

Haben hier wohl ein Lager.

Okay, ich brauche dringend etwas zu essen.

Dafür ist keine Zeit. Bin ich nicht in fünf Tagen zurück, dann...

-Wirst du in Grund und Boden geschimpft? -So ähnlich.

-Ich werde zu Grund und Boden. -Was?

Der Vertrag gibt jeden Erntemond fünf Danann fünf Tage lang Zeit,

Vorräte zu sammeln, damit wir nicht verhungern.

Vollendet der Mond den Zyklus, werden die Danann,

die über der Erde sind, selbst zu Erde.

Glücklicherweise bin ich da schon vor Hunger gestorben.

Du bist ein merkwürdiges Mädchen, Evie.

-Darf ich dich etwas fragen? -Wenn ich Nein sage, fragst du nicht?

Du hast recht.

Nimm es mir nicht übel, aber warum haben die Danann

keine Arme geschickt, um die Schätze zu holen?

Steht im Kleingedruckten.

Laut Vertrag darf keine Armee und kein Anführer die Grenze überqueren.

Krieger haben es versucht und versagt.

Jetzt bist nur noch du übrig?

Ich bin nicht übrig. Sie haben mich für die Mission ausgewählt.

Ich war die stärkste, die belastbarste, die geschickteste aller Danann.

Das ist unglaublich.

Das ist es.

Woher weißt du, wohin wir müssen?

Dag Dia kennt den Weg zur Äbtissin, die Fackel zeigt uns dann den Rest.

-Die Äbtissin. Ist sie gut? -Weiß ich nicht, ich kenne sie nicht.

Aber in den Jahren nach dem Fall war sie den Danann eine große Hilfe.

Manche glauben sie sei tot.

Dag Dia aber nicht.

Verstehen andere ihn auch?

Es verfolgt uns. Ich weiß. Wir gehen ja schon!

Nein, nicht an den Haaren!

Was machst du hier?

-Ich rette dich. Wonach sieht's denn aus? -Mich muss keiner retten!

-Geh nach Hause, Lír! -Ihr kennt euch?

Lírs Familie sind die Wächter des Zepters der Wahrheit.

Lír war so lange in seiner Nähe, dass er nicht lügen kann.

Und gepaart mit seiner Eitelkeit erschwert das die Unterhaltung.

Ich bin nicht eitel. Ich weiß einfach, dass ich die schönste Person

in den meisten Gruppen bin, Anwesende nicht ausgenommen.

Ach, du meine Güte, echt jetzt?

Klar bin ich echt. Denkst du ich bin ein Geist?

Ist sie dumm?

-Ich mag ihn nicht. -Geh nach Hause, Lír.

Du kannst nicht einfach das Zepter klauen und damit in Albion herumspazieren.

-Die Ältesten sind rasend. -Die Ältesten hören nicht zu!

Sollen wir einfach nichts unternehmen?

Etwas geht vor sich, Lír, ich weiß es. Wo sind die Sammler?

-Vielleicht haben sie sich verlaufen. -Sammler verlaufen sich nicht.

Was meinst du damit?

Ich weiß es nicht. Wir suchen die Äbtissin.

Die Äbtissin? Ihr beide sucht eine Zauberin?

-Hast du Angst? -Nö.

Moment... Ja.

Warum so unsicher?

Ich kann euch doch nicht allein gehen lassen.

-Nein. -Ja.

-Nein. -Ich fürchte doch.

Du bist wütend darüber, dass ich mitkomme,

aber denkt nur, wie schrecklich ich mich fühle,

in diesem für Missionen unangemessenen Aufzug.

Bleib mir fern. Und du sei still.

Gefällt dir die Aussicht da hinten, edler Ritter?

Ehrlich gesagt, das war schon immer deine beste Seite.

Du magst ihn.

Du weißt nicht, wovon du sprichst.

Ist doch offensichtlich. Er ist süß,

aber Ehrlichkeit wird überbewertet.

Du hast davon keine Ahnung, Evie.

Ich mag ihn so wenig wie ein Vogelbaby eine eklige Zecke.

-Du bist das Vogelbaby? -Das Thema ist vorbei!

Indem du gemein bist, flirtest du.

Du liegst vollkommen...

Charys... Mara.

Die Sammler.

Sie verwandeln sich!

Sie verwandeln sich nach drei Tagen.

Glaubst du mir jetzt?

Haben sie sich bloß verlaufen?

Was ist der Grund?

Sie bringen Sammler um, damit wir verhungern.

Wir ziehen die Milesier zur Rechenschaft.

Wir müssen weiter. Nachts brauchen wir Schutz.

Zwei flohen zu Pferd.

Westwärts.

Beide weiblich.

Flache Hufabdrücke.

Das ist kein Ort für unsereins.

Für Milesier?

Für Menschen, deren Taten besser unbekannt bleiben.

Bewegung!

Noch eine Höhle?

Dag Dia sagt, dort drin ist ein Durchgang zum Bau der Äbtissin.

Gleich unter den Augen des Urteils.

Den Augen des Urteils?

Ernsthaft?

Wir schlagen das Lager am Höhleneingang auf.

Ziehen morgen weiter.

-Den Göttern sei Dank! -Angst?

Was wenn mir eine Fledermaus in die Haare fliegt?

Denk mal darüber nach.

Du hast also mal das Zepter bewacht?

Das habe ich... Das tue ich.

Ich bewachte es vor Kratzern, vor Wasserflecken.

-Sonnenschäden. -Sonnenschäden? Ihr lebt in der Unterwelt.

Einmal war da eine Spinne.

Wenn er wüsste, wozu ich fähig bin...

Was macht ihr da?

Leute.

Evie!

Von gemalten oder geschnitzten Augen keine Spur.

Keine Anzeichen eines Eingangs oder von etwas von Menschenhand Gebautem.

Es ist zum Haare ausreißen!

Bloß nicht. Glatze stünde dir gar nicht.

Dein Kopf hat eine sehr komische Form.

Sie hat recht.

War dies einst das Versteck der Äbtissin, so ist sie weitergezogen.

Sie hat uns zurückgelassen.

Ich sage dir doch,

hier sind keine Augen, weder gemalt noch geschnitzt noch urteilend.

Leute.

Ich bin Eriu vom Volk der Danann.

Ich wünsche, das Tor zu passieren.

Zur Seite, mit dir geht's nicht.

Nie im Leben sind das die magischen Worte. Vielleicht muss es ein Rätsel sein.

Abrakadabra!

Simsalabim!

Sesam, öffne dich?

Was ist? In meiner Welt sind das mächtige Wörter.

Wie gesagt, nur Danann können das Tor passieren.

Hast du eine Idee?

Er war nie drinnen.

Er kennt das nötige Ritual oder die Zeremonie nicht.

Zeremonie.

Gib mir das Zepter. Gib mir deine Hand.

Komm schon.

Was im Namen der Götter...

Vielleicht eine Liebesszene.

Beweisen wir die Liebe der Danann. Komm, Lír.

-Die Bedeutung des Traums. -Des Traum?

-Wovon redest du? -Na komm, Lír.

-Komm, wach auf. -Mir geht's gut.

Es ist nur...

-Jetzt nimm seine Hand. -Nein.

-Nimm seine Hand. -Nein.

Was auch immer du über mich und Spatzenhirn denkst...

Angst vor der Wahrheit?

Ich habe vor nichts Angst.

Wow! Wahre Liebe.

Ich schneide deine Zunge raus.

Vorwärts.

"Danke, Evie. Ohne dich wär's nicht gegangen.

-Du bist so schlau, Evie." -Ich kann dich hören.

Waffen bereithalten, wenn sie kommen!

Keine Hochzeit, kein König!

Es gibt keine Hochzeit, denn wir zerstören sie alle!

Waffen bereithalten, wenn sie kommen!

-Klopfen wir einfach an? -Würde ich nicht tun.

-Wer bist du? -Hi, Dag Dia.

-Woher kennst du Dag Dia? -Jeder kennt Dag Dia, Dummkopf.

Keine Hochzeit, kein König!

-Wir suchen die Äbtissin. -Genau, wir suchen die Äbtissin.

Hilfst du uns?

Okay.

Sie werden sich nie einig.

Kein Geschrei mehr! Ich kann mich nicht konzentrieren!

Verstehe ich's nicht vor der Ankunft,

verstehe ich es nicht bei Ankunft. Verstanden?

Hört! Waffen bereithalten, wenn sie kommen!

Zum letzten Mal, wie viele kommen?

Es fehlen Untertassen und Löffel!

Untertassen und Löffel.

Hallo!

Sind besser hübsche Schurkenkönige, denn Kobolde heirate ich nicht.

Es gibt keine Hochzeit, denn wir zerstören sie alle!

Eine Hochzeit! Das hat keiner gesagt.

-Es fehlen Untertassen und Löffel! -Hallo!

Sei du die Priesterin bei meiner Hochzeit.

-Priesterin passt zu dir. -Keine Hochzeit, kein König!

Keine Untertassen, keine Löffel!

Sie sind da.

Wo ist mein König? Kommt er nicht?

-Wo ist die Geheimarmee? -Wir suchen die Äbtissin.

Schmeckt es? Fast fertig.

-Lüg mich nicht an. -Noch nicht.

Als Machtbeweis gibt's deine Finger in einer Box.

-Ekelhaft. -Ich verstehe es nicht!

Das Buch sagt, die Wahrheit liegt hinterm Schein.

Die Wahrheit ist, man muss sich ergeben, um zu gewinnen.

Tut mir leid. Verstehe ich auch nicht.

Das Buch ist Unsinn! "Ergeben, um zu gewinnen."

Dann würden wir alle im Kerker leben!

Von wo greifen sie an? Sag es mir.

-Sag es sofort! -Ich weiß nicht!

Bei den Göttern! Lasst die Damen gehen, ihr mannigfaltigen Weiber!

-Der Feind! -Mannigfaltig.

-Noch ein Maul. -Ein Gelehrter.

Du bist gekommen.

Die Milesier kommen.

-Wir müssen weg. -Bitte!

Bitte helft uns! Sie kriegen uns!

-Bitte helft uns. -Ist ja gut, es ist...

Find zur Ruh'

Hab' keine Angst

In der Flut der Finsternis

Mögen Schatten auch fallen

Mögen Donner auch grollen

Stellt sich doch bald Frieden ein

In unserem Land, diesem heiligen Land

Verbreiten Albträume Verwirrung

Doch setz dich durch, du findest bald

Die Kraft, die dir den Weg weist

-Die Äbtissin. -Wunderschön.

Dag Dia hatte recht, sie hat uns nicht verlassen.

Du hast mich gerettet, Evie.

In diesem zersplitterten, verlorenen Zustand war ich viele Jahre.

Die Schätze der Danann sind sehr mächtig.

Einen zu lange zu besitzen, wirft die anderen aus dem Gleichgewicht.

Die Legende besagt, die Rücknahme der Schätze der Danann sei der einzige Weg

die Magie des Vertrags zu beenden und die Grenze zu öffnen.

Das ist nur die Hälfte.

Die Schätze müssen vereint werden,

und die Blutlinien müssen sich einigen, den Zauber zu brechen.

Das geschieht niemals.

Zuversicht, Lír.

-Ich bin zuversichtlich, es geschieht nie. -Tun sie's nicht, nehmen wir's mit Gewalt.

Okay.

Du bist deswegen hier.

Find zur Ruh'

Hab' keine Angst

In der Flut der Finsternis

Ich sehe so viele komische Dinge...

Konzentriere dich, sonst zeigt die Flamme dir, was sie will.

Konzentriere dich auf deinen Heimweg.

Ich sehe einen See.

-Es ist schön dort. -Das wird dein Heimweg sein.

Suche das Buch.

Suche das Buch.

Such du es.

Ich sehe einen...

Einen Turm?

Nein, Moment, ein Kloster.

Am Rand der Dorillianischen Klippen. Eine Tagesreise von hier entfernt.

Eure Hoheit, woher kanntet Ihr das Lied?

Attacke.

-Sie durchbrechen die Felswand. -Wir brauchen das Buch.

Du willst doch nach Hause.

Allein schafft ihr's keinen Meter.

Ich schaffe einen Meter allein. Was ist das für eine Logik?

Attacke!

Attacke!

Meine Schritte sind länger als ihre, also...

Los, geht! Die Milesier kommen!

-Geht! -Was ist mit Euch?

Keine Sorge. Geh bitte. Mögen die Götter mit dir sein.

Attacke!

Wie unklug von dir, die Rebellen zu beherbergen, Malvina.

Diese Kinder werden sterben, und du...

Du hast ihr Schicksal besiegelt.

Möglicherweise...

Oder sie retten diese Welt vor einem Schicksal, das schlimmer ist als der Tod.

Nein!

Der Weg ist zu steil. Bleib hier und halte Ausschau.

Es wird niemand verletzt, versprochen.

Es sei denn, er gibt uns das Buch nicht. Ist ja gut, kein Töten.

Keine Angst, wir sind vorsichtig.

Ich schaffe wirklich einen Meter allein.

-Ich schaffe sogar zehn. -Ist ja gut!

Wir sind da.

-Was ist da drin? -Das Buch ist da drin.

Wenn da ein Skelett drin ist,

-schreie ich. -Schreie ich.

Was ist denn das?

Lír, kannst du mal mithelfen?

Entschuldige.

Oh Gott, wie schrecklich.

Es ist Gallgaidheal, einer der Gebrüder Dunn.

-Oh je. -Was in aller...

Warum ist... Ist ja irre!

Bei den Göttern!

Warum hat er das getan?

Träumte vielleicht, er kann fliegen. Tue ich oft.

Was zur...

Halt!

Halt an, du untoter Knappe!

Wir tun dir nichts an!

Ach jemine.

Aus dem Weg!

Ist mir egal, ob sie nett sind!

Ich erlaube nicht, dass sie mich beklauen!

Klar gehört es mir!

Ich hab's gekauft bei...

Ich hab's gefunden im...

Hab's getauscht gegen... Kann mich nicht konzentrieren.

Dieser idiotische Ast.

Viel besser. Wo war ich?

Wie du an das Buch der Heilung kamst.

Danke. Das Buch der Heilung habe ich...

Woher wisst ihr davon? Wollt ihr es klauen?

Meine Macht klauen, was? Seid wohl Gehilfen von General Eeder?

Euch widerliche Milesier erkenne ich sofort!

-Ich bitte dich, Gallgaidheal. -Nenn mich nicht so.

Ich hasse den Namen.

Okay, wie sollen wir dich nennen?

Freunde nennen mich Gally.

-Okay, Gally. -Ihr seid keine Freunde!

Nein, sind sie nicht. Sie sind Buchdiebe.

Besonders die Rothaarige!

Moment, du verstehst Dag Dia?

-Ja klar! -Warum?

Warum verstehe ich dich?

Weil du mein Bruder bist? Er ist mein Bruder!

-Dein Bruder? -Sein Bruder?

Habe ich doch gesagt! Seid ihr taub? Er ist mein...

Mein Bruder?

Oh, Bruder.

Jahrelang dachte ich, du seist tot.

Warum umarmt er das Pferd?

Warum kamst du nicht eher? Ich war so schrecklich einsam.

Und seit wann bist du so groß?

Das ist mir beim Wegrennen gar nicht aufgefallen.

Dag Dia wurde in der Festung von Milesiern tödlich verwundet.

Die Äbtissin rettete ihn als Kelpie.

Keine Angst, Bruder! Seitdem hat sich vieles verändert.

Sieh dich um. Ich besitze es alles.

Die Königreiche, über und unter der Erde. Alles meins.

-Du kannst traben, wo du nur willst. -Wovon redest du?

Wenn du es unbedingt wissen willst, rothaarige Bücherdiebin...

...bin ich ein Gott.

-Ein Gott? -Ein Gott.

-Bist kein Gott. -Bin ich.

-Bist du nicht. -Ja, bin ich.

Nicht, dass wir dir nicht glauben...

Doch, genau das, ich glaube ihm nicht.

Das ist nicht hilfreich.

Ich bin verbrannt, erfroren, von Wölfen zerfetzt worden.

Bin von einer 150 m hohen Klippe auf richtig spitze Steine gefallen.

Ich bin ertrunken, vom Blitz getroffen, von einer fetten Kuh erdrückt worden.

Augen ausgerupft, Ohren abgesägt.

Schnitt mir mein Herz heraus, teilte es in drei und jonglierte damit.

Teilte mich wortwörtlich in zwei auf der Suche nach Freunden, nichts.

Gar nichts. Ich bin unbesiegbar. Ich bin unsterblich!

Ich bin ein Gott!

Hängt das vielleicht mit dem Buch der Heilung zusammen?

Unsinn.

Seid ihr deswegen da?

Wir brauchen das Buch, um die Danann vor den Milesiern zu retten.

Wir haben noch zwei Tage, dann sind die Danann verloren.

Warum habt ihr das nicht gleich gesagt?

Bitte schön.

Der alte Wisch ging mir eh langsam auf die Nerven.

Öder Lesestoff, wenn ihr mich fragt.

War schön, euch kennenzulernen. Bruder.

Gerne bald wieder, quatschen, Spaß haben.

Viel Glück euch.

Lír, siehst du von hier aus das Kloster?

Nein, ehrlich gesagt, ich sehe es von hier aus nicht.

-Ist... -Guck mal.

Bei den Göttern! Du nennst dich ein Mann?

Blutet noch. Das ist das falsche Buch.

Gally!

Ihr fehlt mir auch, Freunde!

-Gally? -Wo ist er hin?

Gally?

Ich weiß, du bist hier irgendwo, Gally. Ich weiß, du kannst mich hören.

Wir wollen dich nicht beklauen.

Dein Volk ist in großer Gefahr, es braucht deine Hilfe.

Wir haben keine Zeit.

Der verrückte Kauz ist vielleicht mit jeder Sekunde weiter weg.

Trennen wir uns, um ihn zu fangen.

Ich weiß, wie's ist, allein zu sein...

Und zu denken, man sei auf sich allein gestellt.

So sehr deine Familie auch helfen will, sie kann es nicht.

So fühle ich mich schon mein ganzes Leben.

Aber dies sind gute Menschen. Sie wollen dir nichts tun.

Und dein Bruder liebt dich sicher sehr,

er führte uns diesen weiten Weg in der Hoffnung, dich zu finden.

Du musst nicht mehr allein sein, Gally.

Du musst nicht allein sein.

Wer will schon unbesiegbar sein?

Hört sich langweilig an.

Die Flamme zeigt uns, wo er ist.

Es ist langweilig.

Schrecklich langweilig.

Ihr habt ja keine Ahnung.

Hat euch schon mal ein Wal verschluckt?

Ich musste warten, bis er mich auskackt.

War da wochenlang drin.

Es war sehr unbequem.

Für den Wal bestimmt auch.

Ich biete dir einen Handel an, Mädchen.

Nenn mich Evie.

Evie, ich biete dir einen Handel an.

Ein Buch der Heilung gegen einen Freund.

Was denkst du?

Willst du mein Freund sein?

Wie wär's mir drei zum Preis von einem. Und einen Bruder noch dazu.

Einen Bruder.

Hier.

Dann heilen wir mal den dürren Feigling, was?

Was ist?

Das Buch heilt vielleicht sein Ehrlichkeitsproblem.

-Wäre das nicht gut? -Ich gebe es zu.

Er ist mir irgendwie ans Herz gewachsen.

-Wie ein Freund? -Wie ein Parasit.

Ein Parasit, von dem ich noch nicht geheilt werden will.

Jetzt heilen wir dich, Bruder.

Lasst euch nicht stören. Welch rührende Szene.

Die Milesier!

-Renn weg, Eriu! Jetzt! -Los!

Sie ist unwichtig.

Wir haben unser Ziel.

Die Reliquien tragen das Symbol der Danann.

Der Tag verläuft ertragreicher als erwartet.

Wer bist du, kleines Mädchen?

Ich heiße Evelyn. Man nennt mich Evie.

-Was ist deine Mission, Evelyn? -Ich will nach Hause, Sir.

Willst du das, ja? Wo ist dein Zuhause, Liebes?

Cedar Creek in Vermont.

-Das Land kenne ich nicht. -Hätte ich nicht erwartet.

Fesselt sie!

Erzähl mir, Evelyn...

...warum hilfst du den Danann?

Es ist nicht dein Kampf.

Ein Tyrann zwang die Danann, alles zurückzulassen

und unterirdisch zu leben.

Sie wollen nur ihr Zuhause zurück und in Frieden leben.

Dafür lohnt es sich doch zu kämpfen.

-Das ist ihre Seite der Geschichte. -Gibt es eine andere?

-Nein. -Warum hilfst du den Milesiern?

-Ich bin ein Milesier. -Na und?

Hat mich noch nie jemand gefragt.

Kein Wunder, dass General Eeder sich für dich interessiert.

Sollst du das Mädchen nicht umbringen?

Dem General ihr kleines Herz bringen?

Wer die Nacht überleben will, hält sich aus meinen Angelegenheiten heraus.

Ich hatte einmal eine Tochter. Wäre jetzt in deinem Alter.

Deine Seele erinnert mich an ihre.

-Einmal? -Der Große Krieg nahm sie mir.

-Sie und ihre Mutter. -Von Danann getötet?

Getötet von Menschen.

Die Art von Mensch ist unwesentlich.

Menschen zerstören alles, Evie.

Ohne Ausnahme.

Menschen gebührt daher weder meine Liebe noch mein Hass.

Nur meine Gleichgültigkeit.

Und mir gebührt ihr Gold.

Ihr seid ein besserer Mensch, als Ihr vorgebt.

Ist das so? Warum glaubst du so etwas?

Ihr tut böse, aber...

Ich weiß, in Euch steckt Gutes.

Auf welcher Seite wäre Ihre Tochter? Wenn sie ich wäre.

In mir steckt nichts Gutes, Evelyn.

Gar nichts.

Ich habe Dinge getan,

die du Unschuldige dir nicht vorzustellen vermagst.

Ich bin der Grund, weshalb Kinder Angst im Dunkeln haben.

Ich bin der Schakal, der Verwundete jagt.

Ich liebe nicht. Ich fühle nicht. Mir ist alles egal.

Und suchst du einen Retter...

...wirst du von mir bitter enttäuscht werden.

Ich weiß zwar nicht, warum du meine Gedanken hören kannst.

Doch ich verspreche dir, ich werde es beenden.

Mach dir nichts vor, Mädchen. Und wenn es dich dein Leben kostet.

Das glaube ich Euch nicht.

Eriu, ich wusste, du kommst! Ich wusste es!

Dag Dia wartet im Wald auf dich. Los!

Renn!

Komm schon.

Evelyn!

Eriu!

Ich sagte es dir.

Ich sagte es dir, Evelyn. Nichts.

-Bitte geh. -Nein!

Nichts.

Eriu!

Dag Dia?

Es sind wohl nur noch wir beide.

Tut mir leid, dass du allein aufwachen musstest.

Ich... Ich brauchte einen Moment allein, zum Nachdenken.

Dag Dia?

Daimhin ist mein richtiger Name, aber Dag Dia ist mir lieber.

Weiß nicht, wie ich's dir sagen soll,

aber im Lager ist Eriu...

Ihr ist nichts passiert.

Sie hatte das Buch der Heilung.

Ihr Plan war ziemlich waghalsig.

Entschuldige, dass du so viel durchmachen musstest, seit ich dich herbrachte, Evie.

Warum hast du mich hergebracht?

Andere Menschen aus meiner Welt hätten dir viel mehr helfen können.

-Du musstest es sein. -Das ist lächerlich. Warum?

Ich habe schon genug Schwierigkeiten, weil ich dich herbrachte.

-Sie erklärt es dir. -Wer ist sie? Von wem sprichst du?

-Die Königin. Eriu sandte ihr Nachricht. -Die Königin?

Ich soll eine Königin treffen? Das muss jetzt aufhören.

Eriu kommt wegen mir in einen Kerker der Milesier.

Eriu opferte sich, damit du hier sein kannst.

Dumme Entscheidung! Für mich setzt man sich nicht ein.

An mir geht man einfach vorbei.

Ich bin ein Niemand aus dem Nirgendwo. Verstehst du nicht?

Er versteht nicht,

denn er brachte dich als Säugling aus dieser Welt,

und er weiß genau, wo du herkommst.

Eure Hoheit.

Mit dir befasse ich mich später, Daimhin.

-Warum seid Ihr Dag Dia böse? -Du solltest nicht hier sein, Evelyn.

Ich weiß.

Aus dir ist ein wunderschönes Mädchen geworden.

Ehrlich gesagt, es macht mich nervös, dich zu sehen.

Warum sollte es Euch nervös machen, mich zu treffen?

Mütter hoffen immer, dass Töchter Gutes über sie denken.

Ich dachte, ich sehe dich vielleicht nie wieder.

Du hast sicher viele Fragen.

Inmitten eines großen Krieges,

verliebten sich ein Krieger der Milesier und die Prinzessin der Danann.

Die Äbtissin traute sie im Geheimen,

und schon bald trug die Prinzessin ein Kind unter dem Herzen.

Der Krieger und die Prinzessin wollten ihre Liebe verkünden.

Doch der Krieg nahm eine schreckliche Wendung...

...und trennte die beiden.

Nach dem tragischen Tod ihres Vaters...

...wurde die Prinzessin plötzlich zur Königin.

Das Wohlergehen eines ganzen Volkes hing nun von ihr ab.

Die Königin wusste, dass der Säugling ein mächtiges Geheimnis hütete,

und viele versuchen würden, sie zu zerstören.

Sie bat also die Äbtissin, sie weit weg zu bringen,

in Sicherheit in den Armen ihres Vaters.

Mein Vater ist ein Milesier?

Dein Vater wurde verwundet und floh vor der Rache seines eigenen Volkes.

Ich vermisse ihn sehr.

Dieses Kind ist endlich nach Albion zurückgekehrt.

Wie traurig, dass man sie nicht so willkommen hieß,

wie ihre Mutter es sich erträumt hatte.

Vermisst du mich manchmal?

Noch ist kein Tag vergangen,

an dem ich mich nicht nach dir sehnte.

Dich aufzugeben, war der schlimmste Moment meines Lebens.

Du hast entschieden, mich zu verlassen.

Das ist schlimmer, als zu denken, du seist tot.

-Deine Wut werfe ich dir nicht vor. -Gut.

Denn keine Mutter zu haben, war wirklich schwer.

Dad hat es versucht, aber...

Evelyn.

Evie.

Evie, es tut mir aufrichtig leid.

Warum glaubt Dag Dia, ich könnte dir helfen?

Um den Zauber der Grenze zu brechen,

müssen die vier Schätze der Danann versammelt werden,

und beide Blutlinien müssen dem Ende des Vertrags zustimmen.

Das bin ich, nicht? Ich habe beide Blutlinien.

Ich kann es ohne die Zustimmung der Milesier tun.

Auch bin ich, wer du sagst,

die Milesier-Festung zu stürmen, schaffe ich nicht.

Du tust nichts dergleichen.

Molly hatte recht. Ich bin nur ein Stallmädchen.

Evie.

Eriu und die Äbtissin erzählen von einem Mädchen,

das sowohl großzügig als auch mutig ist,

sowohl klug als auch ehrlich.

Dieses Gleichgewicht erreichen nur ganz besondere Menschen.

Das sagt mein Vater auch.

Darf ich etwas versuchen?

Ich wollte nur mal sehen, wie es sich anfühlt.

Mom?

Ich habe Angst.

Find zur Ruh'

Hab' keine Angst

In der Flut der Finsternis

Das warst du. Ich erinnere mich.

Es ist ein uraltes Lied aus Albion.

Meine Mutter sang es mir vor, wenn ich Angst hatte.

Hör auf.

Seht her...

Welches Danann-Häppchen esse ich zuerst?

Meine Reise war erfolgreich, mein Lord.

Bei den Göttern!

Erémon, du hast dir ein eigenes Königreich verdient!

Nicht so groß wie meins, viel kleiner, aber immerhin...

Ich spüre ihre Energie pulsieren,

nun, da sie wieder vereint sind.

Narren! Ich mache sie fertig!

Ich habe vor nichts Angst! Nichts!

Nicht mal vor den kleinen Mäusen nachts,

mit ihren scharfen kleinen Krallen, mit denen sie versuchen...

-Das ist das Wahrheits-Ding? -Das Zepter der Wahrheit, ja.

Na gut, hängt die Schätze auf!

Nicht den Kessel!

Soll ich verhungern?

Hängt sie an die Wand. Dort, wo ich sie bestaunen kann,

während ich ihre Macher wie Insekten wegfege.

Die Danann sind ein friedliches Volk, Ihr Kröte! Wo bleibt Eure Ehre?

Sie soll geschlagen und dann umgebracht werden.

Selbstverständlich, mein Lord.

Wenn sie tot ist, noch mal schlagen.

Keine Gnade, mein Lord.

Schlagt mich statt ihr!

-Sei still, Lír! -Nein! Seht Euch mein schönes Gesicht an.

Verdient dieses Gesicht nicht Schläge?

Euer Gesicht erst.

Verpasst wenigstens ein paar saftige Schläge

diesem Meisterwerk vor Euch.

Warum Zeit damit vergeuden, diesen Kobold zu schlagen?

Du denkst, ich sehe aus wie ein Kobold?

Nein, ich habe gelogen. Es war berauschend.

Umbringen!

Du wagst es, so zum General zu sprechen?

-Bist du wahnsinnig? -Ja, wahnsinnig!

Wahnsinnig verliebt in den allmächtigen Meister!

Verflucht sei meine Geburt als Danann!

Ich träumte immer davon, Milesier zu sein.

Manchmal malte ich das Symbol der Milesier auf meine Brust,

als wäre ich einer von euch. Ich mag Euer Aussehen.

Ich mag Euren Geruch.

Ich mag sogar Eure Art zu essen.

In Demut der Eure, gnädigster Lord.

Mit Eurer großen Macht entledigt mich dieser Schale eines Danann,

und ich diene Euch bis zum Tod.

Der gefällt mir. Gebt ihm eine hübsche neue Uniform.

Nenn mich nur einer erbarmungslos.

Werft die anderen beiden in den Kerker.

Morgens öffentliche Schläge, danach aufschlitzen.

Eine Menge Zuschauer. Und eine Blaskapelle!

Lasst uns etwas Spaß haben, was?

Erémon!

Ja, mein Lord?

Hast du meine kleine Vorahnung beseitigt?

Noch nicht, mein Lord. Aber bald.

Ein kleines Mädchen entkommt meinem besten Krieger?

Sie ist mir nicht entkommen.

Rätsel mag ich nicht, Erémon.

Wir haben ihre Freunde in Gefangenschaft. Sie kommt zu uns, mein Lord.

-Ach, sie ist ein Narr? -Schlimmer als das.

-Selbstmörderisch? -Noch schlimmer.

Sie ist mutig, selbstlos

und mit verhängnisvoller Hoffnung.

Heute Nacht wird es ihr Verderben sein.

So sei es.

Mein Lord.

In dieser schweren Stunde,

ist es ein wahrer Segen, dich als Verfechterin zu haben.

Der Tunnel.

Siehst du ab und zu nach meinem Dad?

Damit er nicht allzu traurig ist?

Es gibt einen unterirdischen Geheimgang...

...denselben, den Daimhin und Gallgaidheal vor vielen Jahren nutzten.

Wir verwandeln uns.

Uns bleiben nur noch wenige Stunden.

Sollten wir heute Nacht hier sterben...

...so muss ich dir meine Gefühle offenbaren.

-Ist das wirklich der richtige... -Still.

Meine scharlachrote Schönheit.

Bist du auch nicht so schön wie ich...

Ich will nur ehrlich sein.

Bring den Teil schnell hinter dich.

Selbstverständlich.

Wo war ich?

Bist du auch nicht so schön wie ich... Ach ja!

Bist du auch nicht...

-Den Teil kennst du schon. -Ja.

Besitzt du schon immer...

...eine Einzigartigkeit, die mich...

...berauscht hat.

Du bist anders als alle Frauen, die ich kenne.

Du schmeichelst mir nicht, schickst mir keine Geschenke,

schreibst mir keine Gedichte über mein...

Kurzum, deinetwegen will ich...

...anders sein, als ich es bin.

Sodass ich dir...

...vielleicht gefalle.

Du musst dich nicht ändern, Lír.

Rede vielleicht 95 % weniger.

-Ich versuch's. -Gut.

Ihr zwei seid so süß.

Evie, du bist gekommen!

Ich freue mich, aber Eriu wollte mich gerade küssen...

Dich küssen?

Er wollte mich küssen! Du wolltest mich küssen.

-Sie hat sich definitiv nach vorne... -Alles klar, gehen wir!

-Wie bist du reingekommen? -Geheimgang. Deine Nachricht kam an.

Ich erklär's später.

Seien wir leise wie Mäuse.

Viel kleinere Mäuse. Viel kleiner.

Kann uns mal jemand helfen?

Unfassbar, ich hab's getan.

Halt!

Wo wollt ihr hin?

Der General fordert, die Gefangene sofort zu ihm zu bringen.

-Ich bestätige... -Nein!

-Bestätige es nicht. -Nicht bestätigen.

Besser nicht bestätigen.

Warum sollte ich es nicht tun?

Nun... Sag es ihm.

Bestätige es nicht, denn...

...der General mag dich nicht.

Damit du's weißt, er hat mich vor Kurzem begnadigt.

Hat er das?

Oder hat er vergessen dich umzubringen?

Er hasst mich einfach! Keine Ahnung, was ich getan habe. Ehrlich.

Vielleicht geht es ihm besser, wenn er was gegessen hat.

Die isst er mit einem Happs.

Okay, gehen wir.

Heiße Suppe.

Vielen ist das nicht bewusst,

aber wer einmal mehrere Wochen im Darm eines Wals gelebt hat,

findet so ziemlich alles interessant.

Die Nacktschnecke da. Was macht sie? Was denkt sie? Was hat sie für Hobbies?

Meine Mutter nannte mich kleine Nacktschnecke.

Süßer Spitzname.

Hab sie vergiftet, ich war erst zehn.

Ich mag Spitznamen auch nicht.

Evie.

Du bist also gekommen.

Erémon hatte recht.

Wie die Motte zum Licht.

Sag, kleine Made, was bist du?

Regenwasser.

Sehr merkwürdig.

Dein Wesen kenne ich wie mein eigenes.

Und doch bist du ein Fremdling.

Ich frage daher erneut. Was bist du, saftiges Lämmchen?

Ich bin deine Enkelin.

Das ist absurd.

Warum lügst du, wissend, dass ich dich dafür umbringe?

Ich lüge nicht.

-Euer Sohn ist mein Vater. -Mein Sohn ist tot!

Ist er nicht. Er lebt. Wir leben in Vermont.

Vermont!

Ich wusste, es gibt einen Grund, warum du unsere Gedanken hörst.

Ergreift sie!

Hast du genug gesehen von den Taten der Menschen?

Ihr hattet recht.

Wegen unserer tragischen Art?

Wegen meiner Enttäuschung Euretwegen.

Hey, Jabba.

-Wie nennst du mich? -Spitznamen mag er nicht.

Fragt nach meiner Mutter.

Mir egal, mit was für einem Wicht

mein Sohn sich zusammentat, um dich zu zeugen.

Ich weiß, sie war eine Danann,

sonst wäre dein Blut nicht so durcheinander.

Ja, aber nicht nur irgendeine Danann.

Meine Mutter ist die Königin.

Ganz genau. Beide Blutlinien.

Im Namen der Milesier und der Danann,

beende ich den Vertrag.

Eure Herrschaft ist beendet!

Das war's?

War das dein großer Moment?

Sehr niedlich.

Deine kleine Welt bricht vor deinen Augen zusammen.

Hast du vergessen, dass du in Besitz der Schätze sein musst?

Kleines Mädchen, dachtest du, du spazierst hier einfach rein,

übernimmst die Herrschaft und zerstörst mich?

Ich bin ein General!

Du verkommener Irrer! Die Danann werden frei sein!

-Eriu! -Nein!

Halt dich fern von meinem Lord, dreckige Danann!

Er ist gut, er ist gütig!

Was tust du? Runter von mir, du Narr!

So, kleines Mädchen.

Du sollst wissen, wie es sich anfühlt, entzweigerissen zu werden.

Der Kessel! Wo ist der Kessel?

Was ist mit meinem Kessel passiert?

Zeit loszulegen, Evie.

Gally, du bist unglaublich!

Da ist er! Fangt ihn!

-Hättest du das gedacht? -Nein.

Fasst ihn, er hat den Kessel!

Los, Evie!

Heiße Suppe.

Fasst ihn, den Doppeldeserteur!

Sehr heiße Suppe.

Verflucht seist du, verräterische Ratte!

Extrem heiße Suppe.

Oh, mein Gott!

Das ist eine Rettung.

-Evie! -Erémon!

Bring sie um, du nichtsnutzige Ratte!

Wie gesagt, keinem Menschen gebührt meine Liebe.

Nein!

Meine Tochter war gütig.

Sie hätte an deiner Seite gekämpft, Evie.

-Jetzt rette dein Volk. -Nein!

-Rette uns alle. -Nein!

Evie.

Ihr seid ein böser Mensch und noch böserer Herrscher.

Das Knechten der Danann hat ein Ende.

Ich beende den Vertrag und öffne die Grenze.

Die Öffnung der Grenze löst nur noch einen großen Krieg aus,

für den du ganz allein verantwortlich bist.

Nicht wenn niemand kämpft.

Das tun Menschen aber.

Sie kämpfen und sie sterben! Das war's!

Und wir fangen an mit deinem Volk.

Bringt sie sofort alle um!

Wer an ihr Hand anlegt, verliert diese Hand!

Dafür bezahlst du mit deinen Knochen, Erémon.

Mag sein. Aber nicht heute.

Was macht ihr hier?

Was macht ihr Trolle da?

Wachen, kommt zurück! Geht weg!

Geht weg! Das ist mein Palast!

Ihr solltet nicht hier sein!

-Wachen! -Evie!

Wie sollen wir dir nur danken, für das, was du erreicht hast.

Zum ersten Mal in Ewigkeiten stehen wir in der Sonne,

unsere Schätze sind wiedervereint und wieder im Gleichgewicht.

Und es gibt eine gute Chance auf Frieden,

nun da Erémon den Thron der Milesier von Eeder übernommen hat.

Wir sind in Sicherheit.

Vorerst.

Wann sehen wir uns wieder?

Sehr bald.

Finde ich allein zurück?

Halte die Augen offen.

Findest du einen Ort in der Natur von so bemerkenswerter Schönheit,

dass dir der Atem stockt,

so berühren sich dort unsere Welten.

Und an jenem Ort ist der Weg nach Albion.

Du bist all das,

was ich mir je für dich hätte erträumen können, meine Evie.

Grüße deinen Vater von mir.

Ich werde immer hier sein und auf dich warten.

Komm schon.

Hörst du mich, Liebes?

Bin ich tot? Bin ich im Himmel?

Riecht es denn wie im Himmel?

Du hast uns ganz schön erschreckt, Evie.

Wir haben uns schreckliche Sorgen gemacht. Wo warst du?

Ich rannte in den Wald.

Dort war ein Pferd... Nein, ein Kelpie.

Ein was?

Dad?

-Dachte, ich hätte dich verloren, Schatz. -Tut mir leid, dir Sorgen zu machen.

Alles gut. Du bist in Sicherheit.

Du bist hier. Das ist das Wichtigste.

Mutter lässt dich grüßen.

Nun...

Wir haben 'ne Menge zu besprechen, was?

Das haben wir. Du kannst laufen.

Kein Mut ohne etwas Angst, stimmt's?

-Geht es ihr gut? -Ja.

Evie, das ist unsere neue Reitlehrerin.

Schön dich kennenzulernen, Evie.

Ja.

Und hast du den Hengst gesehen? Ist er nicht wunderschön?

Ja.

Erneut.

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