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Original subtitles

Wie hei�t du, mein Junge? - Giacomo Gallo.

Giacomo Gallo.

Setz dich. Na, komm, setz dich.

Ich werde den M�rder deiner Mutter finden, Giacomo.

Und wenn es mein ganzes Leben kostet.

Und jetzt erz�hl mir alles, was du gesehen hast.

Ja.

Ja, das ist in Ordnung. Von mir aus die ganze Nacht.

Nein, nein, dann m�ssen wir �ber den Preis neu verhandeln.

Willst du das jetzt wissen?

Nein, das mache ich nicht mit! Kommt nicht in Frage!

Das kannst du vergessen, das brauchst du gar nicht erst zu versuchen.

Du kannst diese Schweinereien mit anderen machen, aber nicht mit mir.

Komm her, versuch's mal! Versuch's!

Komm her und ich zerfetz dich in St�cke! Na, los! Das ist kein Witz.

Ich bin genauso verr�ckt wie du! - Na sch�n.

Reicht das, reicht das? Reicht dir das nicht?

Na, klar. Einverstanden.

Ich meine, danke.

H�r zu. Ich biete dir auch eine meiner Spezialit�ten an, wenn du willst.

Nein. Hau ab.

Verschwinde.

Meinst du, ich kann noch ins Bad gehen, ja?

Ok.

Ich hab jede Menge Menschen umgebracht.

Aber sie werden mich nie kriegen.

Die kriegen mich nie.

Mit durchschnittener Kehle aufgefunden.

Der Zwerg ist schuldig.

Die Todesfarm...

Er hatte immer gegen sein grenzenloses Verlangen zu t�ten angek�mpft.

Er wollte Blut spritzen sehen. Er hatte fr�her Tiere umgebracht,

aber es war nicht dasselbe. Er empfand dabei nicht dieselbe innere Erregung,

wie er sie beim T�ten eines Menschen empfand. Und dann, eines Tages,

stie� er auf diesen Kinderreim. Jetzt w�rde sich sein Schicksal erf�llen.

Ich habe so viele Menschen umgebracht.

Die Zwergen-Morde.

Der Killer-Zwerg.

Amanda? Hier ist Angela. Kannst du mich verstehen?

Ja, ich sitz im Zug. H�r zu, ich war gerade bei 'nem Kunden,

einem Sadisten,

einem M�rder. Nein, nein, nein, er hat mir nichts getan.

Aber als ich ihn verlie�, da habe ich versehentlich

was eingesteckt. So 'ne blaue Mappe.

Amanda, du wirst es nicht glauben! Das sind die Beweise f�r die Morde,

die er begangen hat. Ach, vor vielen Jahren schon.

Holst du mich vom Bahnhof ab, ja? Machst du das?

Ich bin in 35 Minuten da.

Wei�t du, vielleicht k�nnen wir damit zur Polizei gehen. Ok.

Bis gleich.

Amanda? - Diebin!

Du bist eine Diebin! - Ich verrate nichts.

Niemand erf�hrt was, ich schw�r's! - Das wirst du auch nicht k�nnen,

ich schneide dir n�mlich die Zunge raus, bevor ich die Kehle aufschlitze.

Ich h�re Ger�usche. Wo bist du? - Ich bin im Auto.

Ich sitze im Auto mit meinem Freund. - Schatz, ich h�re ein Zugger�usch.

Du sitzt in einem Zug. Glaubst du, du k�nntest mir so entkommen?

Nein, ich werde dich finden. - H�r zu, hallo?

Hallo?

Hallo!

Hey! Bitte! Entschuldigen Sie!

Bitte, warten Sie doch! Bitte! Warten Sie doch!

Oh, Gott sei Dank. Bin ich froh, Sie zu sehen.

Was ist denn los? - Ich wei�, dass das verr�ckt klingt,

aber ich bin einen M�rder begegnet, der die Zwergen-Morde begangen hat.

Wissen Sie nicht mehr? - Oh, nein, bedaure.

Sie m�ssen sich erinnern. Es liegt viele Jahre zur�ck, ich war noch Kind.

Er wurde der Killer-Zwerg genannt. Und vor wenigen Minuten rief er an

und sagte, dass er mich umbringt! - Schon gut. Beruhigen Sie sich wieder.

Beruhigen Sie sich. Wohin fahren Sie? - Nach Garbio.

Bis Garbio wird der Zug nicht mehr halten, also kann niemand zusteigen.

Das ist er! Ich wei�, dass er es ist!

Hallo?

Ja, Sekunde. Eine Amanda ist dran. Sie sagt, sie sei Ihre Freundin.

Amanda. Hey! Hey! Wohin gehen Sie? - Ich bin vorn im 1. Wagen.

Kann ich mitkommen? Bei Ihnen bleiben? - Hier ist kaum jemand im Zug. Ok.

Kommen Sie. Ich bin Ihr Leibw�chter. - Warten Sie! Ich brauch meine Tasche.

Ja, nat�rlich. Geht in Ordnung. - Amanda. Ich kann jetzt nicht reden.

Wir treffen uns am Bahnhof. Ok? Ok. Wiedersehen.

Wo sind Sie? Wo sind Sie? H�ren Sie... Nein!

Ah! Nein, nein, nein!

Wo ist die Mappe, verdammte Schlampe? Ich will die Mappe wieder haben!

Gib sie mir! Wo hast du sie?

Ich wei� es nicht!

Hilfe! Hilfe!

Ich habe keine Ahnung! Ich wei� nicht, wo sie ist. Nein!

Entschuldigung! Wann f�hrt er weiter? - In genau 3 Minuten.

Die geh�rt doch Angela.

"Ich hab so eine blaue Mappe mitgenommen. Eine blaue Mappe.

Eine blaue Mappe."

Hey, was machen Sie denn da? Wollen Sie, dass ich meine Stelle verliere?

Sie k�nnen doch nicht einfach aus 'nem fahrenden Zug springen.

Gibt's hier eine Bahnhofspolizei? - Nein. Warum?

Wachen Sie auf! Wachen Sie auf, Sie Arschloch!

Wo ist mein Wagen? Los, aufwachen!

Verdammt! Was willst du? - Wo ist mein Wagen, verdammt noch mal?

Wo ist es? Ein silberner Kleinwagen! Ich hab ihn hier abgestellt!

Schl�ssel m�sste stecken! Wo ist er? - Und woher soll ich das wissen?

Vielleicht ist er abgeschleppt worden. - Und Sie behaupten, Sie h�tten nichts

gesehen? Sie h�ngen doch mit drin. - Ach, k�ss meinen Arsch!

Ok, dann hol ich jetzt die Bullen!

Tu es ruhig, alte Nutte!

Wo ist der Schl�ssel?

Wo ist der Schl�ssel?

Nein! Nein! Nein!

Hallo. Gleich da vorne.

Ach du meine G�te.

Die N�gel, sehen Sie mal. - Das hinterl�sst beim M�rder Spuren.

Das hei�t? - Was?

Wir m�ssten DNS-Spuren des M�rders unter ihren N�geln finden.

Ok, Manni, dann gehen Sie's mal an. Ich k�mmere mich um alles �brige.

Den Abtransport und so. Ich erwarte morgen fr�h einen kompletten Bericht.

Verstehe.

Na dann, viel Spa�. Und sorg daf�r, dass sie 'ne gute Manik�re kriegt, ok?

Sie sagte, sie w�re einem M�rder begegnet. Einem Zwerg.

Er soll mehrere Leute umgebracht... - Wie war das?

Er hat diverse... - Nein. Das davor.

Ein Zwerg. Sie sagte etwas von einem Zwerg, der gemordet hat.

Der Zwergen-Fall. Ist der nicht tot? - Ja, allerdings.

Sagen Sie Cascio, er soll an den Computer gehen, ich will alles wissen.

Ok, Chef. - Wer hat die Sache damals bearbeitet?

Ulisses Moretti. Er soll ein Genie gewesen sein.

Inspektor Moretti? - Ja.

Das ist aber lange her. Und Sie? Kennen wir uns?

Fr�her, als wir noch nicht diesen Papierkram hatten, gab es Kollegen,

die noch alles im Kopf speicherten. Wie Sie. Darum sind wir jetzt hier.

Wenn ich Ihnen helfen kann. - Wir w�ssten gern was �ber den Zwerg.

Den Zwerg? - Der Mann, der 3 Frauen umbrachte,

vor 17 Jahren.

Vor 17 Jahren, lange her. Marcello, da warst du noch gar nicht geschl�pft.

Sie haben den Fall nicht vergessen. Sie wollten ihn gerade verhaften,

aber es gelang ihm zu fliehen und unterzutauchen. Ein paar Monate sp�ter

fand man seine Leiche in einem Fluss, fast unm�glich ihn zu identifizieren,

nur aufgrund seines Buckels. Er hatte einen Kopfschuss erhalten.

Sie sind ziemlich gut. Sie wissen doch bereits alles.

Da drin ist nicht mehr gespeichert. - Ganz sicher, Moretti?

Sie hatten den Fall gel�st und wurden daraufhin bef�rdert.

Aber es gibt immer noch offene Fragen, die noch nicht beantwortet wurden.

Die Tatwaffe wurde nie gefunden, der Leichnam ist wahrscheinlich von

der Str�mung mitgerissen worden. Aber...

War es Selbstmord, ja? - Wer wei�, wie Sie sagten,

ein r�tselhafter Fall. Aber sehen Sie, das alles steht doch in den Berichten.

Und ich, ich wei� auch nicht mehr. Es tut mir Leid, aber mein

Erinnerungsverm�gen spielt mir auch gelegentlich eine Streich.

Immer abh�ngig von der Spannung. - Gleichstrom oder Wechselstrom?

Sie sagen es. Manchmal habe ich auch einen totalen Blackout, wie heute.

Meine Medikamente. Die vergess ich nie einzunehmen. Ist f�r die Pumpe hier.

Kann ich Ihnen Kaffee anbieten? - Nein, heute nicht. Dennoch, danke.

Ach, noch etwas, rufen Sie mich an, falls Ihnen noch was einf�llt.

Der Zwerg schrieb doch Thriller, oder?

Und irgendwann beschloss er, seine Phantasien in die Tat umzusetzen.

Das w�re noch Jahre so weitergegangen, wenn Sie nicht gewesen w�ren.

Ja, in einem anderen Leben.

Der Zwerg! Tja.

Es ist Mitternacht und morgen werde...

Die Sch�fchen...

Es ist Mitternacht, der Bauer im Bett,

er liegt hellwach.

Nein, ich kann mich nicht erinnern, wie der dumme Kinderreim gewesen ist.

Marcello.

Morgens um 4, sein Miezek�tzchen kratzt an der T�r.

Shit!

Marco!

Marco! Marco!

Ein Kurzer! Bumm! Dann war's dunkel! - Du bist ein Idiot, wei�t du das?

Wieso? - Findest du es komisch, rumzujaulen?

Was ist? Ich hab kein Scherz gemacht? - Und dieses "Miau! Miau!"?

Ich k�mmere mich mal ums Licht, ok? - Hey, warte mal!

Ich muss noch Zeug zusammensuchen. - Ich muss los. Beeil dich.

Jetzt warte mal die Sekunde, ja? - Ich wart oben auf dich. Mach hin.

Klar doch. Immer dieses Rumgehetze, Arschgeige!

Beppe! Na, wieder da? Bist wohl untergetaucht, um nicht mit den Bullen

reden zu m�ssen, was? - Pietro,

was meinst du, was der hier wert ist? - Sieht wie massives Gold aus.

Um die 500 Dollar? - Ich wette,

der ist 5.000 wert. - Och, du spinnst doch.

Wessen Jacke ist das hier? - Meine.

Ich hab sie ausgezogen, als ich eine Leiter rauf bin.

Eigenartig. An einer Hand hat sie lange N�gel und an der anderen sind

sie bis zum Nagelbett abgeschnitten. - Tja, ihr k�nnt sie wegbringen.

Was suchen Sie denn hier? - Ach, gar nichts.

Ich h�rte im Radio davon. Ich hab den Fall einst bearbeitet.

Einst? St�rt er uns?

Also?

Bevor ich ihren Leichnam fand, hab ich einen kleinen Kerl gesehen.

Vielleicht war es auch ein Schatten, m�glicherweise auch nur eingebildet.

Wie sah der kleine Kerl aus? - Keine Ahnung. Es war viel zu dunkel.

Was machen Sie hier, Moretti? Suchen Sie einen toten Zwerg?

Sein Geist kam, um sich zu r�chen. - Ach, es gibt keine Geister.

Aber Nachahmungst�ter. Wichtigtuer, die ber�hmte Mordf�lle nachstellen.

Was meinen Sie, Moretti? - Also, der Zwerg ist tot.

Das wei� ich hundertprozentig. Ich glaube ebenso wenig an Geister.

Und? - Ich glaube, dass der Fall sehr viel

komplizierter ist. Die ausgeschnittene Figur kennen Sie?

Vor 17 Jahren haben wir auch solche Figuren bei den Leichen gefunden.

Ein Schwein, einen Hahn und ein Huhn. In der Reihenfolge.

Ihr Erinnerungsverm�gen kehrt wieder. - Ja. Von Zeit zu Zeit.

Und wie vor 18 Jahren gibt es keine Fingerabdr�cke, kein Sexualverbrechen

und keine Spermaspuren oder was sonst auf Vergewaltigung schlie�en lie�e.

Nichts f�r eine DNS-Analyse.

Wie gedenken Sie ihn zu finden?

Peking.

Ja, ja. Giacomo! Telefon!

Hallo?

Welcher Lorenzo?

Ja, nat�rlich.

Ja, mein Vater ist noch am Leben. Ich hab schon Jahre nichts von ihm geh�rt.

Also, was gibt's?

Nein, ich will von der Sache nichts wissen. Vergiss es!

Danke f�r den Anruf, aber ich versuch das alles zu vergessen. Ja.

Wiederh�ren.

Keine Anrufe! - Entschuldigung.

Was war denn? - Nichts.

Lorenzo? Ich bin's, Giacomo.

Ich wollt dich fragen, ob ich ein paar Tage bei dir wohnen kann.

Ja, ich hab's mir �berlegt. Ich komm morgen mit dem Zug.

Ja. Ich sag dir noch genau, wann ich da bin.

Ok. Danke. Ciao.

Los jetzt, an die Arbeit. - Entschuldigen Sie. Ich muss gehen.

Ich versteh ihn nicht. Er hat... - Was tust du?

Auf Wiedersehen, Peking. - Was ist mit ihm los?

Der Junge muss total verr�ckt sein.

Giacomo!

Lorenzo! - Sch�n, dich zu sehen.

Wie geht's dir? - Bestens, danke.

Tut gut, mal wieder zu Hause zu sein. Und? Was treibst du so?

Ich arbeite in der Anwaltskanzlei meines Vaters. Du kennst ihn ja,

er steht st�ndig hinter mir. Etwa so. Wie lange willst du bleiben?

Keine Ahnung.

Wieso hast du angerufen? - Ich dachte,

es interessiert dich vielleicht, was hier so abl�uft.

Aber was soll's? Du kannst bleiben, solange du willst.

Guten Morgen. Ich hei�e Adolfo Farina. Man hat mich vorgeladen.

Oh, verstehe, ja. Setzen Sie sich doch da rein.

Es wird aber etwas dauern. - Ich will hoffen, nicht zu lange.

Nein.

Ich hab 'n Alibi. Ich war bei meiner Freundin.

K�nnen Sie mir das ausdrucken? Tun Sie einem alten Kollegen den Gefallen.

Na, um der alten Zeiten willen.

Ok. Um der alten Zeiten willen. - Danke.

Sie scheinen was davon zu verstehen. - Ich hab's mir beibringen m�ssen.

Die Zeiten haben sich ge�ndert. - Sehr richtig.

Jetzt ist nur noch von DNS die Rede und Telekommunikation und so'n Zeug,

und GPS und so weiter. Beschattung sagten wir, jetzt hei�t's �berwachung.

Wir nannten es eine Spur verfolgen, heute hei�t es taktische Intervention.

Heutzutage klingt das eher nach dem Vokabular von Wirtschaftsbossen,

als nach Polizisten. - Das ist ein komplizierter Fall,

den wir nicht so leicht l�sen werden. Am besten, Sie fahren wieder nach Rom.

Was h�lt Sie hier noch? - Meine Mutter.

Maria Gallo. - Oh.

Wiedersehen.

Ich h�rte, was Sie sagten. Sicherlich h�tte ich Sie nie wiedererkannt.

Was? Ich versteh Sie nicht. - Sie waren damals noch ein Kind.

Der Chefinspektor... - Moretti. Nur Moretti.

Ich bin im Ruhestand. - Und was tun Sie hier?

Dasselbe wie Sie, mein Junge. - Und das w�re?

Ich wurde von einem Geist gerufen. H�ren Sie,

ich w�rde mich freuen, wenn Sie mich begleiten.

Da. - Ja. Die Gespenster der Vergangenheit.

Wir wohnten damals im Erdgeschoss, meine Mutter und ich. Nur wir beide.

Und dann zogen Sie zu Ihrem Vater. - Aber nicht f�r lange.

Waren Sie sp�ter noch mal hier? - Nein. Das ist heute das erste Mal.

Unter der Treppe ist es geschehen, ja? - Ja, direkt vor der Kellert�r.

Ich bin oben, wenn Sie mich brauchen. - Ja, ist gut. Vielen Dank.

Nein, Mama!

Nein, nein! Mama! Nein! Nein!

Geht's Ihnen nicht gut? - Doch.

Er hat sie get�tet, und ich hab's mit ansehen m�ssen.

Mit dem Musikinstrument. Es soll ein Englischhorn gewesen sein.

Mehr konnten Sie nicht erkennen? - Das haben Sie mich damals gefragt.

Und was haben Sie geantwortet?

Dass ich sein Gesicht nicht sehen konnte.

Aber etwas wei� ich noch. Nicht, was ich sah,

aber was ich h�rte. - Und was?

Ein Ger�usch. Ein sonderbares Ger�usch, ein Pfeifen oder Zischen.

Durch den anderen L�rm hindurch, den Kampf, die Schreie meiner Mutter,

aber dazwischen war dieses, dieses...

Ich h�r's im Traum jede Nacht, aber ich komme nicht dahinter, was es war.

Wir 2 bilden ein unschlagbares Team. Sie suchen was, das Sie nicht wissen,

ich wei� es, aber erinnere mich nicht. Manchmal vergesse ich, wie meine

Frau aussah, ruhe sie in Frieden. - Dann wissen Sie auch nicht mehr,

was Sie mir damals versprochen haben? - Und was war das?

Ich werde den M�rder finden. - Das hab ich gesagt?

Ja. Und dann sagten Sie noch: Wenn es mein Leben lang dauert.

Sehen Sie, vielleicht bin ich gerade aus diesem Grunde hier.

Und mit was bist du jetzt besch�ftigt?

Mit gar nichts. Ich bin arbeitslos. Aber bis dahin habe ich in einem

chinesischen Restaurant gekellnert. - Hm. Verstehe, ein junger Mann

sollte unterschiedliche Erfahrungen sammeln, bevor er sich festlegt.

Ach, was du nicht sagst. Der Ansicht warst du bei mir nie.

Bleiben Sie l�nger? Wo wohnen Sie? - Ich wohne...

...in einem Hotel. - Sie k�nnen doch bei uns wohnen!

Wie hei�t das Hotel? - Er steht hier doch nicht vor Gericht.

Ich hab doch nur eine einfache Frage gestellt.

Entschuldigt mich bitte, es k�nnte wichtig sein. Ja?

Da sind Sie richtig, Ja, verstehe.

Wir k�nnten uns f�r morgen verabreden. Hm. Wann?

Moment, ich notier's mir kurz.

Wo ist denn mein F�ller? Hat jemand meinen F�ller gesehen?

Nimm meinen, Dad.

Danke. Ok. Fahren Sie fort. Ja.

Trinkst du nie? - Nein, nicht mehr.

Hast du ein Alkohol-Problem? - Ich hab mit allem ein Problem.

Jetzt hast du ja meine Eltern kennen gelernt. Mutter kriegt nichts mit,

Vater behandelt mich, als w�re ich 15. - F�r meinen Vater gab's mich nicht.

Er hat wieder geheiratet, hat mit ihr auch ein Kind. F�r ihn

war ich einfach nur ein Klotz am Bein. - F�r meinen war ich eine Entt�uschung.

Er w�nschte sich einen Athleten und ich bin ausgerechnet Allergiker.

Er hatte 'ne andere Vorstellung von mir.

Also hat er mich um die ganze Welt geschickt, wie 'n Paket. Zun�chst

4 Jahre Studium in der Schweiz auf 'ner Eliteschule, danach studierte ich

Internationales Recht in New York. - Wir haben uns immer nur gepr�gelt.

Und selbst meine Mutter hat er geschlagen.

Hast du Gloria schon getroffen? - Gloria?

Sie wei�, dass du hier bist. - Hat sie nicht Harfe gespielt?

Ja.

Was haben Leute wie wir in so einem Laden verloren? Jeder qualmt hier!

Es ist wie 'ne Gaskammer. - Oh, mein kleines allergisches Baby.

Du siehst toll aus. Einfach umwerfend. - Das hast du fr�her nie zu mir gesagt.

Mit 12, da war ich viel zu sch�chtern. - Hey, Junge. Ganz cool.

Du solltest wissen, Gloria hat bereits einen Freund. Er hei�t Fausto.

Wer h�tte das gedacht? - Meinst du, es war ein Zufall?

Nein, es war kein Zufall. Wir sind f�reinander geschaffen. Hat nur 'ne

Weile gedauert, bis wir es erkannt haben, nicht, Gloria?

Was macht eure Auff�hrung? - N�chste Woche ist Premiere, es gibt

noch viel zu tun. Tschaikowskys "Schwanensee". Ich hoffe doch,

ihr werdet's euch mal ansehen. - Nat�rlich.

Klar doch. - Was gibt's Neues vom Zwerg?

Der Zwerg ist tot.

Aber jemand hat ihn wieder zum Leben erweckt. Hast du das gemeint, Fausto?

Vielleicht ist es sein Geist. - Quatsch! Was f�r ein Geist?

Ich wei� nicht, wovon ihr redet. - Das war alles vor deiner Zeit, S��e.

Da warst du erst 3 Jahre alt. - Ich glaub nicht, dass er tot ist.

Die Leiche, die man damals fand, war nicht er. Vielleicht 'n armer Junge.

Wenn ihr mich fragt, dann ist er nur untergetaucht, um Gras �ber die Sache

wachsen zu lassen, bis heute. - Warum nennst du ihn den "Zwerg"?

Sein Name ist Vincenzo de Fabritiis. - Wenn du schon so genau bist,

dann solltest du sein Pseudonym nicht vergessen. John McKenzie.

Gutes Ged�chtnis. - Ja, ich hab ein paar seiner B�cher.

Fausto, m�ssen wir dar�ber reden? - Es ist Teil unserer Vergangenheit.

Wohnst du immer noch da, wie fr�her? - Nein, wir sind umgezogen. Erinnert

ihr euch noch an diesen Penner? Leone, den Landstreicher? Der hatte mal 'nen

Spitz gefressen, das vergess ich nie. Ein Filipino gab ihm das Rezept.

Damals sind 'ne Menge Tiere auf grausame Art umgebracht worden.

Das war kurz bevor die Morde begannen. Katzen wurden ers�uft, Hunde verkohlt.

Wir haben auch mal so'n Schei� gebaut. - Ja, aber wir waren nur kleine Kinder.

Du warst fast 18. Kein Kind mehr. - Ok, aber ihr habt alle mitgemacht.

Und zwar alle. Auch du, Gloria. - Nein, das stimmt nicht.

Kein Grund zur Aufregung. Schon gut. - Das ist der Fluch des Zwergs. Sorry,

Vincenzos Fluch. Wir haben ihm immer �ble Streiche gespielt, wollten immer

seinen Buckel ber�hren. Und irgendwann war er m�chtig sauer. Ihr Schweine!

Ich verfluche euch! Dieser Fluch wird euch bis an euer Lebensende verfolgen.

Das schw�re ich, oder ein Toter aus eurer Familie wir euch heimsuchen.

Er war schon ein komischer Kauz.

Damals war in der Hecke 'ne L�cke. Durch die sind wir in den Garten rein.

Manchmal hat Vincenzo uns seine Geschichten vorgelesen,

als eine Art Vorschau.

Dann kamen unsere Eltern dahinter und haben den Spuk beendet.

Ach so.

Hey, sie ist noch da!

Ulisses!

Sehen Sie nur!

Ich sah da eben Vincenzo, ich k�nnt schw�ren, dass er am Fenster stand.

Vincenzo? Unm�glich! - War er's nicht, sah er aber so aus.

Kommen Sie. - Ich habe mich nicht get�uscht.

Wer sind Sie? Wer sind Sie? - Leone!

Leone? Ich kenne Sie nicht, aber ihn,

das war doch der Oberbulle. Hey, Chef! Wissen Sie noch, wer ich bin?

Kennen Sie mich noch? - Vage. Es ist mehr der Geruch,

den ich kenne. - Ich darf hier im Schuppen schlafen.

Es wohnt doch sowieso niemand hier. - Vor 'n paar Minuten sah ich noch

jemand am Fenster. - Wen?

Vincenzo. - Oh ja, der besucht mich manchmal.

Wir plaudern dann ein bisschen, besonders so nach 1 oder 2 Glas Wein.

Red keinen Schei�! Er war hier, Leone. - Ich sag doch, er kommt manchmal.

Wo hat er sein Arbeitszimmer? - Da, wo's immer war. Ich geh nie rein.

John McKenzie: "Das dunkle Zimmer".

John McKenzie: "Mord in der Anstalt".

John McKenzie: "Die Axtmorde".

Nirgendwo Staub. Da war jemand hier.

Auch 'nen Schluck? - Nein, danke.

Geht ihr wieder? - Ciao, Leone.

Hey! Danke f�r den Besuch!

Bis Mitternacht, der Bauer im Bett, er liegt hellwach.

Er z�hlt die Sch�fchen, H�hne, Schw�ne und ordnet seine Schlachtepl�ne.

Woher kennen Sie das Lied? - Signore Vincenzo sang das immer.

Wissen Sie, wie es weiter geht? Kennen Sie noch andere Verse?

Nein. Nein, mehr wei� ich auch nicht. Nein, nein.

Morde wie diese sind nicht einfach ein Zufall. Die plant man sorgf�ltig.

Die werden richtig inszeniert.

Die Opfer sollen leiden.

Seine Opfer sollen alles erfahren. Er will den Menschen wehtun. Den Frauen.

Wie schmeckt die Pasta? - Hervorragend.

Es ist noch mehr da. �brigens, das steht alles in den Akten.

Sie haben unz�hlige Psychologen befragt,

aber mir war die Sache von Anfang an sonnenklar. Man brauchte nur

seine Vorgehensweise zu analysieren und die ist heute nicht anders

als damals.

Vielleicht ist's ein Nachahmungst�ter. - M�glich. Aber haben wir es hier mit

einem M�rder zu tun oder mit zweien? Und wenn es nur einer ist,

wer steckt dahinter?

Einer, der sich 17 Jahre versteckte. - Das kann ich mir nicht vorstellen.

Es handelt sich hier nicht um eine Krankheit, die sich heilen lie�e.

Wein? - Nein, danke. Ich trinke nicht.

Ich darf nicht, aber m�chte gerne. Anweisung meines Arztes.

Ich werd mir noch 'nen Nachschlag genehmigen.

Nein, wir m�ssen uns mehr auf die Eisenbahn-Morde konzentrieren.

Die, wo keine ausgeschnittenen Figuren gefunden wurden.

Die f�gen sich nicht ins Muster. - Waren vielleicht Affekthandlungen.

Sie sagen's. Er war nicht vorbereitet. Und wer nicht vorbereitet ist,

der macht Fehler.

Ich schlag vor, wir sollten mit dem Bahnhof anfangen.

Der Parkplatz ist doch sicher bewacht. Was ist mit dem Parkw�chter passiert?

Hier bin ich. Du kennst mich doch noch? Von neulich.

Du hast es der Nutte ja m�chtig heimgezahlt. Nein, entschuldige,

es geht mich ja nichts an. Sieh her. Die Gravur war sehr hilfreich,

auch wenn's nicht leicht war, dich zu finden.

Da ist auch 'n bisschen mehr als der �bliche Finderlohn f�llig, oder?

Wir werden uns schon einigen. Von mir erf�hrt niemand was.

Er funktioniert noch sehr gut, ich hab ihn nicht benutzt. Ist Tinte drin,

nimm ihn, probier ihn aus. Warte, ich hab zwar kein Papier,

aber nimm das hier, darauf geht's auch.

Was schreibst 'n da? Was hei�t 'n das?

Blaues Blut? Tinte?

Ich bin ein b�ser Junge.

Ich rufe lieber die Polizei. - Ja.

Vielleicht ist er hier noch irgendwo.

Moretti, was l�uft hier eigentlich? Wollenen Sie Spuren verwischen?

Ich kann schwer von alten Gewohnheiten lassen. Au�erdem bin ich neugierig.

Dann wies man Ihnen den Fall zu? - Nein. Aber es war mal meiner.

Das ist Schnee von gestern. Jetzt ist die Mordkommission zust�ndig, ich.

Ja, ich hab nur geglaubt, ich... - Moretti! Ich kann auf Sie verzichten.

Und auf Sie auch, Gallo. - Er hat meine Mutter get�tet.

Ich seh die Sache anders als Sie. F�r mich ist das kein Routinefall.

Oder ein Hobby.

Ulisses! Warten Sie!

Sie sollten wissen, dass Moretti einer der Besten war.

Nachts �ber Land zu fahren, ist nicht gerade mein Hobby. Sie fahren.

Ok.

Oh. Danke.

Danke.

Willst du kein richtiges Bier? - Nein, ich mag das

alkoholfreie Zeug.

Ah, da sind sie.

Hey! Ich bin sp�t dran, entschuldige. - Das ist nichts Neues. Ich dachte,

ihr kommt nicht mehr. Setz dich. - Tut mir Leid wegen neulich Abend.

Schon gut, vergiss es. - Ich hab mich nicht mal verabschiedet.

Ist schon gut. - Wollen wir uns dazusetzen?

Und da sagst du, wir w�rden keinen Tisch finden. Siehst du, Fausto?

Du siehst zum Anbei�en aus.

Danke.

Ich muss was trinken. Was m�chtest du? - Das �bliche.

Bedienung! Was willst du, Marie-Luise? - Ich wei� nicht. Saft oder so.

Hey, wieso schmeckt das so komisch? - Du wolltest ja kein richtiges Bier.

Nein, das ist es nicht. Moment mal. Das ist ja auch nicht meins, Giacomo,

das ist deins. Schmeckt komisch. - Du bist kein richtiges Bier gew�hnt.

Lorenzo, was hast du? - Ruft einen Krankenwagen!

Schnell, ruft einen Krankenwagen. - In mein Bier hat einer was reingetan.

Er hat einen Asthmaanfall! - Einen Krankenwagen zum Barbican,

Piazza Vittorio. Ja, im Barbican. - Lorenzo! Bitte! Helft mir doch!

Mitternacht.

Es ist Mitternacht,

im Bett der Bauer liegt hellwach,

er z�hlt die Sch�fchen, H�hne, Schw�ne und ordnet seine Schlachtepl�ne.

Viehzeug.

Irgendwelche Tiere. Wie auf den Scherenschnitten des M�rders!

Ja!

Kaffee. Einen starken Kaffee. Willst du auch was?

Das hilft dem Ged�chtnis auf die Spr�nge.

Na, Lorenzo, wie geht's dir jetzt? - Besser.

Du hast Gl�ck gehabt. Du hattest nur wenig getrunken.

Was, Gott sei Dank, keine fatalen Folgen hatte.

Das Gift war f�r mich bestimmt. Aber wenn man anderer Leute Bier wegtrinkt?

Du allein bist Schuld! - Oh, Dad...

Du hast das Leben meines Sohnes auf's Spiel gesetzt. Ja, meines Sohnes.

Das kommt, wenn man Gespenster jagt. - Nicht Gespenster.

Die Wahrheit.

Ist doch egal. Wenn du nicht hergekommen w�rst,

dann w�r das auch niemals passiert.

Ich warne dich, halt dich von nun an von Lorenzo fern.

Ach, Dad, jetzt h�r auf. Giacomo hat keine Schuld,

und das wei�t du. - Nein, dein Vater hat Recht.

Ciao. Wiedersehen, Signora.

Hey! Giacomo, warte!

Giacomo!

Giacomo! - Auf wessen Seite stehst du?

Ich geh mit dir mit. - Na sch�n, na sch�n.

Fangen wir an. Also, das 1. Opfer, damals in den 80ern, das war ein Tier.

Ein Schwein. Synonym f�r Schlampe. 'Ne andere Umschreibung f�r Hure.

Das 2. Opfer: Maria Gallo.

Du hast Recht, Marcello, Gallo hei�t zu Deutsch Hahn,

du bist fremdsprachlich begabt. Und das 3:

Ein Huhn, Synonym f�r Jugend.

Ein Schwein, ein Hahn, und ein Huhn.

Und jetzt ist das Opfer ein K�tzchen. Immer Tiere. Immer sind's Tiere,

wir dieser Kindervers. Oh, schon ein Uhr.

Mor... Morgens um 1, morgens 1 Uhr,

der Bauer treibt einen Scherz mit sich nur.

Messer blitzte blitzeblank.

Nun wird das Schweinchen nicht mehr krank. Der 2. Vers, hah!

Ich erinnere mich wieder. Ich bin gut in Form.

Mein Uhrwerk tickt wieder. Also, wie geht's weiter?

Nun wird das Schweinchen nicht mehr krank, wie die Prostituierte.

Sie wurde aufgeschlitzt. Sie... Und sein Zeichen

war nat�rlich das Schwein.

In der Reihenfolge dieser alten Kinderverse mordet er.

Noch etwas? - Dora!

Ja? - Kommst du mal?

Ja, gleich.

Die geheimnisvolle Gestalt trat wie ein Geist

aus der Dunkelheit heraus und ging in das Zimmer,

in dem sich seine Troph�en befanden.

Und dann... - Oh, mein Gott. Endlich Feierabend.

Ich hab Angst, dass sich der Zwerg da irgendwo rumtreibt. Bin froh, dass

mich mein Freund abholen kommt. Und du, Dora? Wirst du nicht abgeholt?

Nein, aber ich hab auch keine Angst. Warum sollte es mich erwischen?

Das w�r wie ein 6-er im Lotto. Ihr wisst ja, die Zeitungen �bertreiben.

Na, dann macht's gut! - Unser Bunny-H�schen scheint sich Mut

einzureden. Sie ist viel zu naiv, hm?

Dora!

Oh, Entschuldigung.

Dora!

Dora!

Dora!

Verdammt noch mal!

Ah!

Letzte Nacht schlug er wieder zu. 'Ne Kellnerin aus 'nem Schnellimbiss.

Ich hab's gelesen. Nur Gott wei�, was noch alles in meinem Ged�chtnis

vergraben ist. Mir ist gestern Nacht wieder ein Bruchst�ck eingefallen.

Bei meiner letzten Vernehmung mit Vincenzo, bevor er untertauchte,

da sagte er mir, dass ihm jemand das Manuskript seines letzten Romans

gestohlen hatte und dass derjenige es als Leitfaden f�r seine Morde benutze.

Und er hat behauptet, dass die n�mlich Morde

bis ins Detail eine exakte Kopie seiner Morde w�ren. Das hei�t, derer,

die er im Roman beschrieben hat. - Es ist Mitternacht.

Wenn ich mich doch an alle Verse erinnern k�nnte. Ich sag Ihnen, warum.

Um mich zu �berzeugen, hat mir Vincenzo einige Strophen vorgesungen.

Es war 'n ziemlich langes Lied. Ich schenkte ich ihm keinen Glauben.

Aber was w�re, wenn er Recht h�tte? Was dann?

Ich wette, dass Leone auch alle anderen Strophen diese Liedes kennt.

Hoffen wir, dass er da ist.

Oh, da oben braut sich was zusammen.

Ich sehe mal im Schuppen nach. - Ja, gut.

Da ist er nicht. - Vielleicht ist er irgendwo im Haus.

Wer sind Sie? - Was?

Was machen Sie hier? - Das frag ich Sie. Es ist mein Haus.

Ich wohne hier seit vielen Jahren. Ich bin Laura de Fabritiis.

Oh ja, verstehe, Vincenzos Mutter! Nat�rlich! Verzeihen Sie.

Wissen Sie noch, wer ich bin? - Ihr Gesicht kommt mir bekannt vor.

Moretti.

Oh, Moretti, ja, ja,

ich erinnere mich. - Bitte entschuldigen Sie,

dass wir hier so einfach eindringen, aber wir f�hren Ermittlungen durch,

auf eigene Faust, m�chte ich sagen, um endlich zu erfahren,

was sich vor vielen Jahren abgespielt hat, insbesondere im Bezug auf die

j�ngsten Vorf�lle. Aber, nun wir haben

inzwischen ernsthafte Zweifel, dass Vincenzo

damals der M�rder war. Dass daf�r jemand anders verantwortlich ist.

Das aus Ihrem Munde zu h�ren, klingt schon etwas eigenartig.

Sie waren so fanatisch. Ich war immer davon �berzeugt,

dass mein Sohn unschuldig ist.

Ebenso wie mein Mann. Er starb an gebrochenem Herzen,

3 Jahre nach diesen Vorf�llen.

Vincenzo, mein kleiner Liebling.

Er war der S�ndenbock, der im Namen der �ffentlichkeit geopfert wurde.

Warum sind Sie heute hier? - Ich habe eine Vorladung erhalten.

Vincenzos Leiche wird exhumiert. - Ach, �brigens, wussten Sie,

dass Vincenzo Kinderreime gesammelt hat und Gedichte �ber Tiere?

Oh ja, nat�rlich wei� ich das.

Er war fasziniert von Kinderb�chern. Er hat sie immer im

Antiquariat gekauft. Aber da Sie gerade davon sprechen,

die m�ssen die hier irgendwo sein. - Oh, ich hasse diese Dinger.

Das ist der 1. Anruf, den ich bekomme. In 5 Jahren.

Ja? Das ist f�r Sie.

Oh. Ich habe Ihre Nummer hinterlassen. - Ja, die Liebe. Die Jugend...

Hallo? Wo bist du? - Heute ist Schwanensee-Premiere.

Nein. Mir ist was dazwischengekommen. - In 10 Minuten geht's los. Wo bist du?

Ich schaff's nicht, ich komm dich nach der Vorstellung abholen, ok?

Schade, dass du nicht kommen kannst. Ich bin so aufgeregt. Sagte ich dir,

dass ich auf der B�hne Harfe spiele, in so'm verr�ckten Schwanenkost�m?

Ah! Die Farm der Tiere.

Jemand hat die Seiten rausgerissen. - Was?

Vielleicht hat Vincenzo das Original versteckt, damit ihm der M�rder

das nicht auch noch stiehlt. - Versteckt?

Ja. - Damit sind wir wieder am Anfang.

Gibt es nicht die Farm der Tiere noch von einem anderen Schriftsteller?

Ich hab's mal gelesen. Wer schrieb's? - George Orwell?

Oh, George Orwell, sehr richtig, ja. - Das muss hier irgendwo stehen.

Ein sehr gutes Buch.

Ah. Da hab ich's schon.

Oh, danke.

Ich danke Ihnen, Signora! Ich werd's Ihnen vorlesen.

Es ist Mitternacht, im Bett der Bauer, er liegt hellwach.

Er z�hlt die Sch�fchen, H�hne, Schw�ne und ordnet seine Schlachtenpl�ne.

Morgens ein Uhr. Der Bauer treibt einen Scherz mit sich nur.

Das Messer blitzte blitzeblank, nun wird das Schweinchen nicht mehr krank.

Morgens um 2. Die Schlacht der Schalmei. Kein Hahn mehr kr�ht

nach dem Ger�t. Es starb das Vieh beim Kikeriki.

Morgens um 3. Potzteufel, ist's auch mit dem K�ken vorbei.

Das H�hnchen wird still und gackert nicht viel, und unser Bauer nun

endlich schlafen will. Morgens um 4.

Sein Miezek�tzchen kratzt an der T�r.

Trotz mauzen und krallen muss es sich f�gen,

denn er ers�uft es mit Vergn�gen. Morgens um 5.

Der kleine Hase flieht in die S�mpf, Mit Krallen und Z�hnen k�mpfte es an,

aber letzten Endes der Tod gewann. Morgens um 6.

Des Schwanes Hals ist weg, hex, hex. Wie sch�n, nun sind die Feinde tot,

der Bauer hat jetzt keine Not. Der Tag bricht an.

Der Bauer friedlich schlafen kann. Um ihn herum die M�rderwaffen,

doch er darf endlich ruhig schlafen. - Der lange Schwanenhals.

Wie war das? - Ist weg.

Das war vorhin Gloria am Telefon. Sie muss gleich auf die B�hne.

Sie ist wie ein Schwan gekleidet.

Vielleicht ist sie der Schwan.

Entschuldigung! Ihre Eintrittskarte? - Ich hab keine, aber ich muss rein.

Wozu? - Weil ich muss!

Meine Damen und Herren, der 2. Akt beginnt in 10 Minuten.

Meine Damen und Herren, der 2. Akt beginnt in 10 Minuten.

Und dann flieg ich nach London, um meine Freundin zu besuchen.

Hey! - Entschuldigung.

Und mein Hemd? Der spinnt ja wohl... - Beeil dich, wir m�ssen auf die B�hne.

Gloria! - Was? Giacomo! Wie sch�n.

Geht's dir gut? - Nat�rlich. Mir geht's bestens.

Was hast du? - Nichts. Ich dachte nur...

Was hast du gedacht? - Ach, nichts.

Oh, Giacomo...

Mara, du bist absolut hinrei�end! - Himmlisch, einfach himmlisch!

Danke, danke. Aber jetzt muss ich mich leider auf den 2. Akt vorbereiten.

Selbstverst�ndlich. Geh nur. - Wir gehen zur�ck zu unseren Pl�tzen.

Mara, der 2. Akt f�ngt gleich an. - Ich komm schon.

Meine Damen und Herren, der 2. Akt beginnt in 5 Minuten.

Gleich beginnt der 2. Akt. Bitte nehmen Sie Ihre Pl�tze ein.

Danke, dass Sie gekommen sind. - Signora de Fabritiis,

sollten wir nicht vielleicht... - Ich wei�. Entschuldigen Sie mich.

Sie sind davon �berzeugt, dass ich nur ein inkompetenter Bulle bin, oder?

Inkompetent? Kalt wie eine Maschine! - Ja, und eben diese Maschinen sind es,

die uns helfen den kaltbl�tigen M�rder zu finden. Wir �berwachen zurzeit

18.000 Telefonanschl�sse und gehen den Anrufen nach. Mit einem Scanner,

der auf bestimmte Stichworte reagiert. - Was sicher von Erfolg gekr�nt ist.

Denn der M�rder ruft seine Freunde an und sagt: "Ich bin der M�rder und ich

schneid diese Tierfiguren aus". - Sagen Sie doch, was Sie wollen.

Auch wenn wir nicht ausschlie�en, dass der M�rder einen Komplizen hat,

gehen wir auch anderen Hinweisen nach. Zum Beispiel die Teilnehmer, die nicht

telefonieren, sowie allen, die zwar Anschl�sse haben, aber seit einem

Jahr keinen Anruf mehr get�tigt haben. - Viel Gl�ck.

Ich will einen kompletten Bericht. Wie die Leiche verschwinden konnte,

wann sie entfernt wurde und was f�r Gr�nde es daf�r gab!

Das war erst k�rzlich, wenn man von den Schrammen am Sarg ausgeht.

Ja.

2000!

1983.

Da w�re zun�chst de Fabritiis Mengotti,

Maria Gallo, Luisa Bisi.

Nein! Vincenzo de Fabritiis,

der wurde da gefunden!

Signora de Fabritiis!

Entschuldigen Sie die sp�te Stunde. - Ich bitte Sie.

Sie schlafen wohl nie? - Ich brauch nicht viel Schlaf.

Mir geht's ebenso. Ich schlafe kaum noch, seit 17 Jahren.

Wissen Sie, ich war so verzweifelt,

als ich in den Sarg blickte und er leer war!

Jetzt wird alles wieder von vorn anfangen, die Ger�chte,

der Geist, der Zwerg,

das Monster. Ein Monster in 2-facher Hinsicht,

wegen seines Wuchses und der Morde. Das ertrage ich nicht noch mal.

Helfen Sie mir bitte. Bitte, sagen Sie Ihren Kollegen, dass Vincenzo tot ist.

Was macht Sie da so sicher? - Ich wei� es,

ich wei� es. - Wie kommen Sie darauf?

Weil ich seine Mutter bin! - Das reicht nicht aus.

Wollen Sie den wahren Grund erfahren?

Also gut!

Ich hab ihn get�tet. Ja, ich bin's gewesen.

Ich hab ihn erschossen. Er hatte mich darum gebeten.

Vincenzo hatte mich gebeten, er hatte mich geradezu angefleht.

Er selbst hatte nicht den Mut dazu. Ich war's.

Ich tat es aus Liebe, um ihm weiteres

Leid zu ersparen. Damit er nicht weiter dem Gesp�tt ausgesetzt ist

und auf die Gnade der andere Gefangenen angewiesen.

Im Gef�ngnis konnten sie so grausam sein, besonders wenn es...

Moment mal bitte, mit 'ner Waffe, ja? Es ist nie eine Waffe gefunden worden.

Das fehlt Ihnen? Entschuldigung. - Aber Signora. Warten Sie, Signora!

Vincenzo?

Vincenzo!

1983 geschahen die Morde alle in derselben Gegend. Warum?

Marcello, hilf mir. Hm? Wir sind doch 'n gutes Team.

Na, dann nicht. Sehen wir uns mal die Mordwaffen an, wie er sie einsetzte.

Da w�ren ein Gartenmesser, ein Musikinstrument, ein Englischhorn,

ein Opfer ertr�nkt, mit 'nem Seil stranguliert, mit der Axt erschlagen.

Nur das Englischhorn, wozu?

Eine sonderbare Waffe. Wie war das gleich?

Kein Hahn mehr kr�ht nach dem Ger�t, es starb das Vieh beim Kikeriki.

Das Instrument. Gew�hnlich schneidet man doch einem Hahn die Kehle durch

oder erw�rgt ihn! Aber er...

Moment, da f�llt mir was ein.

Ich bin ein b�ser Junge.

Hallo, hier ist Gloria. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.

Hier ist Moretti, Giacomo. Sie fragen sich doch, wie ich Sie gefunden habe.

Aber wie Sie wissen, bin ich Polizist. H�ren Sie,

ich hab ein paar interessante Dinge herausgefunden. Zun�chst mal haben

sich 1983 die Morde auf ein eng abgestecktes Gebiet beschr�nkt,

aber jetzt, jetzt sind sie �ber die ganze Stadt verstreut.

Ist doch sehr aufschlussreich, finden Sie nicht?

Ein Genuss!

Die 1. seit 1966.

Was findest du das? Hm?

Wer ist da? Soll das ein Scherz sein?

Es ist Mitternacht, im Bett der Bauer, er liegt hellwach,

er z�hlt die Sch�fchen, H�hne, Schw�ne

und ordnet seine Schlachtenpl�ne.

Es ist Mitternacht,

im Bett der Bauer, er liegt hellwach,

er z�hlt die Sch�fchen, H�hne, Schw�ne

und ordnet seine Schlachtenpl�ne.

Nein!

Hier ist Moretti, Giacomo... - Giacomo! Da ist 'ne Nachricht

f�r dich auf dem Anrufbeantworter. ...ich habe ein paar interessante

Dinge herausgefunden. Zun�chst mal haben sich 1983 die Morde auf ein eng

abgestecktes Gebiet beschr�nkt, aber jetzt, jetzt sind sie �ber die

ganze Stadt verstreut. Ist doch sehr aufschlussreich.

Warum wohl? Und im Fall Ihrer Mutter gibt es einen auff�lligen Widerspruch

zu dem Kinderreim. 3. geht es um die Schrift auf der Hand des Parkw�chters.

Rufen Sie mich so bald wie m�glich an. Ich glaube, dass wir es gel�st haben.

Bis sp�ter. Ciao.

Hallo? - Ulisses? Ich bin's, Giacomo.

Giacomo, hier ist Manni. Moretti ist tot.

Ich glaube, Sie sollten mal herkommen.

Sein Herz hat versagt, es war ein Herzschlag. Die Autopsie best�tigt es.

Sie haben die Ermittlung ja verfolgt. Ach, �brigens hat er noch, �h,

kurz vor seinem Tod das Magazin seiner Pistole leergeschossen.

Auf wen? - Das wissen wir nicht.

Wieso hat er mich alleingelassen? Dieser fanatische alte Kerl.

Jeder, dem ich was bedeute, stirbt. Aber auch jeder, der mir was bedeutet.

Du hast doch mich. Giacomo, hey, jetzt komm schon.

Sieh mich an! Hm?

Ich bin bei dir! Ich bin noch am Leben und daran �ndert sich nichts.

Es ist der Fluch Vincenzos.

Und er verfolgt mich.

Ich muss weg. Raus aus der Stadt. - Wie meinst du das?

Wie ich's gesagt habe.

Ich muss dir noch was sagen, wir m�ssen noch am Theater vorbei,

um mein Instrument abzuholen. - Was?

Ich muss noch meine Harfe holen. Ich hab sie da gelassen.

Instrument. Harfe? Also gut, fahr los.

Hey. Moment mal. Halt an. Leone!

Hey, Leone! Wo willst du hin?

Ich komme gerade von Signora de Fabritiis, der Herr sei ihr gn�dig.

Ja! Steig ein, wir nehmen dich mit. - Oh, nein. Ich bin's gewohnt zu gehen.

Na, mach schon, Leone. Steig ein. - Na gut.

Dann eben mal vornehm.

Oh! Danke. - Wohin soll's denn gehen?

Wohin eigentlich? Na, wieder heim! Jetzt geh�rt mir das ganze Haus.

Signora de Fabritiis ist ja jetzt tot.

Halt! Hey, lasst mich hier raus.

Ich danke euch. - Ciao, Leone.

Ciao.

Ja, danke.

Du siehst aus wie einer,

der ganz schnell von hier verschwinden sollte.

Tja, dann. Sollten wir uns nicht mehr sehen,

pass gut auf dich auf. - Ja, du auch, Leone. Mach's gut.

Oh, Gloria. Halt an. - Wozu?

Er hat seinen Wein vergessen. - Na und?

Das ist sein Wein. Das verstehst du nicht, das ist...

Trag ihm den doch nach. Na los, mach schon.

Ihr k�nnt euch ja gemeinsam betrinken.

Wartest du auf mich?

Werd mal sehen.

Nichts wie weg! Fahr! Fahr schon! - Was ist denn?

Ich sagte, fahr los! Fahr endlich! - Wohin?

Ist egal, erst mal weg!

Moment! - Was ist?

Sieh mal!

Siehst du die Tasche da? Da ist der Zwerg drin.

Lass doch den Quatsch, Giacomo! - Das ist mein Ernst! Er hat den Zwerg.

'Ne Zwergenpuppe. Neulich hab ich sie durchs Fenster gesehen. 'ne Puppe,

aber sie ist kein Spielzeug. Fahr ihm nach.

Stopp!

Weiter.

Stopp!

Und weiter.

Da steht kein Name dran. Und nun? - Du rufst die Polizei.

Und ich seh mich mal um. - Gut. Oh, Shit! Das Handy ist im Auto.

Ich bin gleich wieder da. - Gloria!

Ja? - Ich warte hier.

Leone! Ich wei�, dass du da bist! Leone!

Leone! Spiel keine Spielchen mit mir!

Leone?

Leone, ich hab dich reingehen sehen. Ich wei�, dass du hier bist.

Ach du Schei�e!

Du wirst doch niemandem was erz�hlen.

Ich f�rchte, mit dir nimmt es dasselbe Ende wie mit dem S�ufer da.

Nein! - Giacomo! Giacomo!

Verdammt, verdammt! - Nein!

Nur du bist Schuld! - Nein!

Giacomo! Giacomo! - Nein.

Giacomo, wir sind es!

Giacomo, wo bist du? - Giacomo! Giacomo!

Giacomo!

Dad!

Dad!

Vergib mir,

vergib mir, Lorenzo,

es ist nicht meine Schuld.

Ich das nie gewollt...

Vater!

Ich dachte, er wollte mich umbringen. - Es sieht schlimm aus.

Was ist denn gewesen? - Ich war eingestiegen und pl�tzlich

hat mir jemand was �ber den Kopf geschlagen, da wurde ich ohnm�chtig.

Und dann kam Lorenzo und wir sind �ber das Tor geklettert.

Die Blutung muss schnell gestoppt werden.

Was hat dich hierher verschlagen? - Ich sah seine Unterlagen durch,

darunter war eine Telefonrechnung mit der Adresse hier.

Tja, dann ruf ich jetzt mal die Polizei.

Hallo? Mein Name ist Lorenzo Betti.

Wir haben hier 2 Leichen. Und ein Dritter ist verletzt. Ja.

Schicken Sie einen Krankenwagen. Via Moncalvo 11.

Ja. Ganz am Ende der Stra�e.

Ulisses hatte die L�sung gefunden. Wei�t du, was er auf den AB sprach?

Ja. - Warum waren die Morde 1983 nur auf

unsere Wohngegend beschr�nkt, w�hrend die letzten �ber die ganze Stadt

verstreut sind. Soll ich dir den Grund sagen?

Die Polizei wird gleich da sein.

Also h�r zu. 1983 war der M�rder noch ein Kind.

Jetzt ist er erwachsen und kann sich frei bewegen.

Er kann fahren. Er kann �berall hinfahren.

Nur ein Kind w�rde den Kindervers auch w�rtlich verstehen.

Und ein Instrument als Musikinstrument betrachten.

Lorenzo,

ehrlich gesagt reicht's mir. Tut mir Leid, was deinen Vater angeht.

Aber er hat nur das bekommen, was er verdient hat.

Hey! Lass uns gehen. - Und wenn ich mich weigere? Was dann?

Mich umbringen, wie du meine Mutter umgebracht hast?

Was redest du da? Du spinnst doch.

Dieses Ger�usch hier hab ich damals geh�rt.

Dein Asthmaspray! Du hast noch die gleiche Allergie wie damals.

Dein Vater wusste von deinen Taten. Und deshalb hat er dich auch sp�ter in

die Schweiz geschickt, nach Amerika. Er hat dich immer beobachtet.

Um zu verhindern, dass du nicht noch jemanden t�ten wirst.

Und heute war er hier, weil er dich gesucht hat. Er fand die Rechnung,

nicht du. Aber leider traf er nicht dich an, sondern nur Leone, den er

dann kaltbl�tig erschossen hat. Wie er es auch mit mir vorhatte.

Um dich und eure Familie zu sch�tzen. - Er ist doch Schuld, dass er tot ist.

Er h�tte sich nicht einmischen sollen. Ich war auf ihn nicht angewiesen.

Mein Gott, Lorenzo. Wieso dein Anruf? Wieso musste ich dich besuchen?

Wei�t du's nicht? Na, weil's zwischen uns ein Spiel ist, weiter nichts!

Du bist mein bester Freund, wie schon damals in der Kindheit!

Ich bin n�mlich ein b�ser Junge!

Und dann hattest du Angst, ich k�nnte vielleicht zu viel rausfinden.

Und hast diese Giftsache arrangiert. - Du meinst, ich habe Angst?

Das ist doch Unsinn! Das war nur ein Ablenkungsman�ver,

damit mich niemand verd�chtigt.

Bleib hier, sonst schneid ich ihr die Kehle durch! Du wei�t, ich kenn mich

damit aus. - Ok, ok.

Ganz ruhig, Junge, ja?

Die Polizei wird gleich da sein. - Ja, nat�rlich, klar.

Schlie�lich habe ich sie ja gerufen, du bl�de Gans!

Du hast mich also niedergeschlagen. - Ja. Ich hab dich niedergeschlagen!

Warte! Wozu? Warum hast du das getan?

Schuld sind die schlimmen Geschichten. Vincenzo hatte mir was aus seinem

Roman vorgelesen. Und da gab's 'n Kinderreim, den ich nicht mehr aus dem

Kopf bekam. Ich bin verr�ckt geworden. Ich dachte an nichts anderes mehr.

Es ging um Tiere, die get�tet werden. Also habe ich auch welche get�tet,

aber das war irgendwie nicht dasselbe. Und da habe ich das Buch gestohlen

und meine eigene Version verwirklicht. Dass 'n 13-J�hriger dahinter steckt,

hat keiner gecheckt. Sogar meine Opfer nicht. Ich brauchte

sie nur anzugreifen, von hinten. - Und Leone war dein Komplize.

Ein nutzloser Komplize. Ein Alkoholiker, wie du.

Er kam sp�ter dazu, als ich jemanden brauchte, der die Puppe bedient.

Der hatte von nichts 'ne Ahnung. Ich hab ihm erz�hlt, ich wollte blo�

all denen einen Streich spielen, die Vincenzo damals geh�nselt hatten.

Und das hatte er mir auch geglaubt. Es hat ihm sogar Spa� gemacht.

Du h�ttest ihn erleben sollen, als wir auf dem Friedhof die Leiche klauten.

Ich hab's geschafft, einen perfekten M�rder zu erschaffen.

Einen Phantom-Killer-Zwerg! Und ihr seid alle darauf hereingefallen.

Hey! - Geh!

Aber 17 Jahre hast du keinen get�tet!

Wer sagt das? Flieg mal nach New York oder nach Genf,

da kennen sie diese Kinderverse auch! - Bitte, Lorenzo!

Bitte. Ganz ruhig.

Lass sie los, ok? Lass sie gehen. Bitte.

Das wurde aber auch Zeit. Wer wei�? Vielleicht h�tte Moretti den Fall

schneller als wir gel�st. - Beeilt euch Jungs. Hierher.

Ist ja gut. Jetzt ist es vorbei. Ist ja gut.

Nicht doch, es ist vorbei. Es ist alles vorbei.

Es kann dir nichts mehr passieren. - Schneller! Schneller!

H�r zu, Gloria. Ist schon gut, keine Angst.

Hoffentlich ist das wirklich das Ende. - Sie sagen es.

Heilige Maria, hier kann einem wirklich nur schlecht werden.

Verst�ndigt den Staatsanwalt. Dann k�nnen die Leichen weg.

Sekunde! Kein Mensch darf hier rein, das ist ja ein echtes Massaker.

Mein Gott... - Passen auf, wo ihr hintretet.

Hat es sich doch gelohnt, die ganzen toten Telefone zu �berpr�fen.

Hey! Seht mal, was ich gefunden habe! Die Reste vom Zwerg!

Der Tag bricht an. Der Bauer nun endlich ins Bett gehen kann.

Um ihn herum die M�rderwaffen, doch er darf endlich ruhig schlafen.

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