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650, 700...
Wie er wohl isst?
Wie er isst weiß ich nicht,
aber wie er trinkt.
370... - Ob er schnell isst?
Was hättest du denn gern? Sag's mir.
Keine Ahnung. Dass er schnell isst.
Du musst es dir nur fest genug wünschen.
517 und 90...
macht 607.
Der Arme.
Ich bin arm, weil ich noch hier bin.
Es ist so traurig, allein zu essen.
Meine Güte. Was für ein Fass!
Bring mir das Kaninchen, Jura.
Ich hätte nie gedacht, dass er das bestellt.
Das passt gar nicht zu ihm.
Überhaupt nicht.
Er ist viel zu groß für das bisschen Fleisch.
THE FRIENDLY BEAST
Bitte sehr.
Die Küche schließt in 30 Minuten.
Sie veralbern mich nicht, oder?
Bitte? - Ich hab gesagt, ich vertrag keinen Knoblauch. - Ja, natürlich.
Schon ein bisschen wäre fatal. - Der Koch weiß Bescheid. Keine Angst.
Darf es noch was sein?
Im Moment nicht. - Guten Appetit.
Müde?
Ja, und wie.
Lust, danach noch was zu machen?
Zum Beispiel?
Zum Beispiel...
worauf immer du Lust hast.
Eine Massage wäre jetzt gut.
Lucio.
So hab ich das nicht gemeint.
Wie?
Du sollst doch nicht am Handy rumspielen.
Das ist unprofessionell.
Er erwischt dich noch.
Hast du den Schlüssel? - Nein, den hat Inácio.
Das stinkt aber!
Dann geh ich vorn raus, okay? - Anna, wir haben noch Gäste.
Bring's erstmal zurück in die Küche.
Noch mehr Gäste. - Ich bleibe.
Geh heim. Du brauchst 'ne Pause. Ich bleibe, Inácio.
Wie viele? - Zwei. - Okay.
Soll ich auch bleiben? - Nicht nötig. Wir schaffen das.
Geh nur.
Die bleiben nicht lange. - Der Ofen ist aus, alles ist sauber.
Wir haben Feierabend. - Genau genommen...
erst in 15 Minuten.
Am Mittwoch kommt ein Journalist, der was schreiben will.
Was stinkt hier so? - Der Müll. Die Hintertür ist abgeschlossen.
Haben Sie den Schlüssel? - Nein.
Ich will ein besonderes Menü.
Das ist ein Kritiker. Einer, der Sternchen vergibt.
Was heißt 'besonders'? - Du bist doch der Koch, oder?
Meeresfrüchte? - Nein. Rotes Fleisch.
Mach mal was Neues. Aber gib vorher Bescheid.
So ein Magazin kommt nicht jeden Tag zu uns, Leute.
Welches denn?
Wie heißt das Magazin denn?
Erwischt.
Entschuldigt mich. Da muss ich ran.
Das eine Mal noch.
Überlasst ihn mir. Heute rede ich Tacheles.
Ana, schärf mein Messer.
Gab's kein Parkhaus? Diese verschissene Stadt!
Sei nicht sauer, Schatz. Ich kann nichts dafür.
Ich bin nicht sauer. Ich hab nur...
Ich hör's doch, Inácio. Was ist denn los?
Tu mir den Gefallen und nimm nächstes Mal ein Taxi.
Okay? - Wieso ein Taxi, wenn ich ein Auto habe?
Ich muss zurück. Warte nicht auf mich.
Es wird heute spät. - Bis dann. - Bis dann.
Tja, ich bin eben ein Künstler.
Ja, das sind meine Rezepte.
Das ist eine gute Frage...
Inspirieren lasse ich mich...
...von so vielem. Von meinen Reisen,
meinen Familienerinnerungen...
Mein berühmtestes Rezept hab ich geträumt.
Nach dem Aufwachen hab ich's wie ein Verrückter runtergeschrieben.
Essen ist Kunst.
Meine Mitarbeiter sind wie eine Familie.
Meine Mitarbeiter? Ja, wie eine Familie.
Wenn ich was anderes machen müsste?
Jemand hat den Seifenspender demoliert. Kümmer dich drum. - Ja.
Haben die schon bestellt?
Sie denken noch über den Wein nach.
Bin ich verschmiert? - Nein, perfekt.
Kann ich Ihnen helfen?
Er liest die Karte immer bis zum Ende.
Du solltest dankbar sein. Mit mir trinkst du immer den besten Wein.
Kann ich Ihnen etwas empfehlen?
Ist das Ihr Laden? - Was können Sie uns empfehlen?
Der Bordeaux Le Dome...
Kommt der aus Pomerol? - Nein, aus Saint-Émilion.
Sicher?
Ja. - Welchen Wein hatte uns das Mädchen empfohlen, Bruno?
Was meinte sie? Chardonnay Rosso? - Chardonnay Rouge.
Hör auf.
Kann ich Ihnen noch was empfehlen? - Das Mädchen meinte, Wildschweinfilet.
Eine ausgezeichnete Wahl. Dazu empfehle ich dann allerdings
einen volleren Wein, z. B. einen Saint-Amour.
Nein, wir nehmen den hier. Einen Chateau LaCroix.
Eine halbe Flasche? - Eine ganze.
Kannst du bitte eine Flasche und zwei Gläser bringen?
Saint-Amour klingt so romantisch. Wieso nicht den? - Der ist besser.
Aber den kenne ich gar nicht. - Er ist super. Eine Sache noch...
Ein Bordeaux muss aus Pomerol kommen.
Jeder Weinkenner weiß das. - Warum darf ich nie aussuchen?
Der wird dir schmecken. Hast du den Preis gesehen?
Glückwunsch. - Dieser Wein ist ausgezeichnet.
Da ist er schon: Chateau LaCroix,
Jahrgang 2006. Ein ganz besonderer Wein.
Ein ganz besonderer Wein für eine besondere Frau.
Erlauben Sie?
Wann schließt die Küche? - In 15 Minuten. Sie haben noch Zeit.
Gerade noch rechtzeitig. Wir waren in der Nähe.
Wir bekamen Hunger auf dieser Party.
Die war total öde.
Ciao.
Ciao.
Sehr gut.
Eiche. Leichte Säure. Anhaltend.
Ein exzellenter Wein.
Donnerwetter!
Echt gut. Noch einen, bitte. - Mach langsam, Verônica.
Sind Sie auch Sommelier? - Nein.
Nur ein Weinliebhaber.
Also, was bestellen wir? Die Arme wartet.
Was sie empfohlen hat? - Meinetwegen.
Wir nehmen, was Sie empfohlen haben. - Blutig oder medium?
Wir waren letztes Jahr auf einem Weingut in Frankreich... - Verzeihung.
Wie wollen Sie Ihr Fleisch? - Medium! Wie hieß das Weingut nochmal?
Auf dem wir letztes Jahr waren? In Frankreich. - Chateau Petit Village.
Hallo! Einen Whisky ohne Eis. - Kommt sofort.
Kann ich abräumen?
Tut mir furchtbar leid.
Verzeihen Sie bitte. - Nichts passiert. Einen Whisky.
Hat es Ihnen geschmeckt? - Ja, sehr gut.
Ich hatte noch nie Kaninchen.
Ein Familienrezept. Von meinem Großvater. Er ging immer jagen.
Er meinte, ein Schuss reicht, weil sie so klein sind und kaum Fleisch haben.
Einen Aperitif? Geht aufs Haus.
Dumme Kuh!
Steck dir die Haare hoch, damit sie nicht ins Essen hängen.
Was glotzt du so? Arschgesicht!
Das Essen für Tisch zwei kommt gleich.
Ich wollte mit dir über kommenden Mittwoch reden.
Ein Freund meiner Frau kommt vorbei. - Der Journalist?
Du weißt es schon? - Hab's in der Küche gehört.
Was haben sie denn gesagt?
Gerede eben.
Das Küchenpersonal... ...kocht.
Naja.
Ich wollt's dir einfach sagen. Manche machen sich
für Fotos gerne schick.
Was meinst du? Kann ich was besser machen?
Im Restaurant. Für das Interview am Mittwoch.
Deine Meinung ist mir wichtig. Zum Beispiel...
die Tischdecken?
Gefallen dir die Tischdecken nicht?
Doch, aber vom Hocker hauen sie einen nicht.
Aber... was dann?
Platzdeckchen.
Könnte schön aussehen.
Aber dann müsste ich auch... ...neue Tische besorgen.
Lassen wir das.
Das ist Unsinn. Die Tischdecken bleiben.
Riecht lecker. - Es ist blutig. Ich wollte medium.
Probier mal.
Wir haben kein Wechselgeld mehr.
Wie viel brauchst du? - 11,40.
Wir müssen jetzt gehen.
Das könnt ihr.
Und ihr braucht nicht mehr wiederkommen.
Weder morgen noch sonst irgendwann.
Sara, räum bitte die Säcke weg.
Was ist hier los?
Müll? Vor Gästen?!
Sie konnten nicht mehr warten.
Die U-Bahn schließt. Sie mussten wirklich los.
Hör mal. Es geht nicht, dass die Kids solange hierbleiben, Kumpel.
Das müssen wir mal klären. Und noch ein paar andere Sachen.
Werden wir... Kumpel. Warte in der Küche.
Heute geht nicht... - Warte bitte in der Küche!
Ich hab's gehört. Ich warte aber lieber hier.
Geld her! Na los! - Du dummes Miststück!
Wenn ihr spurt, passiert keinem was!
Geld her! Alles auf den Tisch!
Räum Safe und Kasse aus!
Was glotzt du so?!
Hoch mit dir! Schnauze! Steh auf!
Eine dumme Bewegung und ich blas ihr den Kopf weg!
Kopf runter!
Kopf runter, hab ich gesagt!
Ruhig, ruhig.
Sie tropft schon. - Hör auf damit!
Du hast doch angefangen! - Fick dich!
Setz dich hin, Schlampe!
Her mit dem Geld! Das ist kein Witz, Mann!
Lass uns abhauen!
Halt dich an den Plan, Idiot! - Spiel dich nicht so auf!
Verdeck dein Gesicht, du Arsch! - Lass mich! So hässlich ist sie nicht!
Wegen dir Penner wander ich nicht in den Knast!
Die haben Kameras! Ich geh nicht in den Knast!
Nimm die Knarre runter!
Du Vollidiot! - Dann schieß doch!
Waffe runter. - Nein.
Ich nehm sie nicht runter. - Waffe runter.
Scheiße!
Spinnst du?
Wieso? - Er hatte eine Waffe, Inácio.
Die ist nicht echt. - Nicht echt?
Woher willst du das wissen? - Ich bin ja nicht verrückt.
Nein, aber rücksichtslos! Er hätte uns alle umlegen können!
Lasst uns die Polizei rufen! - Und einen Krankenwagen. Er stirbt gleich.
Beruhig dich!
Die Kleine braucht einen Arzt, Inácio.
Sara.
Geh ins Lager.
Hol Klebeband oder ein Seil oder was immer du findest.
Was tut er da? - Mich um diesen Penner kümmern.
Moment mal. Was meinen Sie mit kümmern?
Denkst du, du kannst hier reinspazieren, dich bedienen und einfach wieder abhauen?
Umdrehen. Dreh dich um!
Du sollst dich umdrehen!
Hände nach hinten.
Sara.
Fessle ihn, Sara.
Djair.
Sperr ihn in die Küche.
Ich bring ihn weg, Inácio.
Du siehst doch, dass er eine Knarre hat! Komm!
Bleib hier, Verônica!
Es reicht, Verônica! Hör auf!
Komm wieder her!
Beruhig dich. Setzt dich wieder hin.
Beruhig dich. Wir fahren nach Hause.
Wir fahren gleich.
Schneller ging's nicht? - Der Kleine ist ziemlich kräftig.
Wir müssen die Polizei rufen. - Nein, keine Polizei.
Wie meinst du das? - Die Polizei unternimmt nichts.
Weißt du noch, das erste Mal? Die haben nur die Gäste verschreckt.
Der Penner steckt seinen Finger in meine Pussy und Sie wollen keine Polizei rufen?!
Ich will, dass sie im Knast verfaulen.
Die sind nur Abschaum. Der hier.
Abschaum.
Keiner ruft die Polizei. - Geht's ums Geld?
Dann will ich welches. Die haben mir eine Waffe
an den Kopf gehalten. Eine Pistole.
Seine Hand war dreckig und hat gestunken.
Ich riech sie immer noch.
Ich wollte das Fleisch nicht essen.
Ich hab gesagt, ich will nicht. Es war noch roh.
Will keiner was tun? - Wollen Sie etwas Wasser?
Halt's Maul.
Mit dir rede ich nicht, du bist ein Nichts.
Ich will 100.000. - Sie hat den Verst...
Sprich nicht für mich, du Ekel! - Hör mal, Inácio.
Ich kann die zwei am Krankenhaus absetzen. Der Rest ist ihre Sache.
Es geht ihr nicht gut. Sie braucht einen Arzt.
Und wenn er hier stirbt, war's das mit deinem Laden, Inácio.
Keiner setzt mehr einen Fuß hier rein. Ich weiß, wovon ich rede.
Lass mal sehen. Zeig mal.
Mir machst du nichts vor, Djair.
Der Überfall war deine Idee.
Damit willst du mein Restaurant ruinieren.
Das habe ich nicht nötig, mein Lieber. Ich arbeite.
Jeden Tag hier, wie ein Esel. Der Kühlschrank tropft,
der Herd geht nicht richtig. Nicht mal den Müll kann man rausbringen!
Da muss keiner kommen, um den Laden zu ruinieren, Inácio.
Weißt du, was? Fahrt zur Hölle! Alle beide!
Ich bin nicht wie sie! - Was bin ich denn?
Ein Schleimerin, Stiefelleckerin und Arschkriecherin - Fick dich!
Es reicht!
Sara, fessle ihn. - Was?
Komm. Fass mich an... Komm.
...und ich reiß dir den Kopf ab! - Djair!
Stell mich nicht auf die Probe. Los, Sara.
Ihr beide seid krank.
Das ist Geiselnahme. Das bedeutet Gefängnis.
Ich bin im Recht.
Djair.
Eine Spielzeugpistole.
Steh auf!
Ich hoffe, sie vergewaltigen dich im Knast!
Sara!
Es reicht!
Pass auf den Dicken auf. Komm her!
Fessle deine Frau. - Verarscht du mich? - Fessle sie!
Sofort.
Ruf die Polizei. Der Typ ist verrückt.
Er ist ein Bulle. - Was?
Er ist ein Bulle. Er wollte, dass ich die Polizei rufe.
Drehen Sie sich bitte um. - Du musst das nicht tun.
Nicht zu fest! Ich habe Probleme mit der Durchblutung.
Und jetzt?
Jetzt brauchen wir einen Plan.
Ich muss mal.
Sonst mach ich mir in die Hose.
Drück nicht so! Willst du mich anmachen, oder was?
Fick dich, du Schwuchtel.
Entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten.
Ich bin Staatsanwalt.
Schau mich an.
Schau mich an, Arschloch. Lass mich gehen!
Bin gleich wieder da.
Was kochst du hier drin? Gammelfleisch?
Djair!
Der meint dich. - Arschloch.
Warum hast du ihn nicht begrapscht, du Schlappschwanz?
Müssen wir uns wegen dem Typ Sorgen machen? - Nein.
Der hat nur ein Problem mit mir. - Ach ja?
Bist du wirklich Polizist?
Ja, aber...
bin auf die schiefe Bahn geraten. - Hast du gehört, du Hurensohn!
Ein Polizist hat gesehen, was du meiner Frau angetan hast.
Das war's, du Stück Scheiße.
Kannst du dich umdrehen? So kann ich nicht.
Es tut mir leid.
Fertig?
Hast du einen Freund?
Geht dich nichts an.
Wenn nicht, dann nur, weil du nicht willst.
Hör mal.
Ich kann dir helfen. - Ach ja?
Wie? - Ich kenne Leute von hier. Einflussreiche Leute. Bessere als ihn.
Das reicht. Steh auf. - Denk an das Leben, das du noch vor dir hast, an deine Familie.
An deine Freunde.
Er benutzt dich nur. Denk drüber nach, Kleines.
Einen Scheißdreck weißt du über mein Leben.
Und nenn mich nicht Kleines. Ich hab einen Namen.
Ich heiße Sara.
Sag es!
Sara.
Das reicht jetzt. Steh auf. Und deinen Dreck wisch ich nicht ab.
Warte. Ich bin noch nicht fertig.
Aber ich kann nicht, wenn du zuschaust.
Das kann ich nicht.
Du hast fünf Minuten.
Danke...
dass du mich beschützt hast.
Beim Überfall.
Als er zu mir kam und...
Du weißt schon.
Helft mir.
Wo hast du schießen gelernt? - Beim Kurs, nach dem ersten Überfall.
Wow. Echt mutig.
Ich hab Angst vor Pistolen.
Alles wird gut.
Ob sie den Schuss gehört haben? - Nein!
Ich zieh besser die Vorhänge zu.
Sara. - Ja?
Du kriegst eine Gehaltserhöhung. Wegen all dem.
Wir klären das am Monatsende.
Nicht nötig.
Ich bestehe drauf.
Ich schau mal nach der Dame im Bad.
Du bist nicht Manns genug, mich umzubringen.
Schau dich doch nur mal an.
Du aufgeblasenes Stück Scheiße.
Schieß!
Was war das? - Er hat den Jungen umgebracht. - Hilf mir mal!
Mach schon! - Wir sollen uns also keine Sorgen machen?
Schon wieder ein Schuss. - Ich weiß! - Hilfe!
Ist da jemand!? - Sei still!
Wir sind hier am Arsch der Welt. Dich hört keiner.
Wenn er ihn erschossen hat... - Was dann? - Dann bring ich ihn um.
Meine Güte. 'Ich bring ihn um'.
Mit deinem Spielzeug, Kleiner? - Ich hab einen Namen.
Magno.
Wir müssen hier verschwinden! - Wartet.
Du bist doch Polizist? Was ist mit deinen Kontakten, deinen Tricks?
Ich bin im Ruhestand. - Scheiße, das bringt doch alles nichts!
Ich bin schuld, wenn er stirbt.
Weiß jemand, dass du hier bist, Magno?
Nein. - Niemand?
Und bei euch?
Verônica.
Und bei dir?
Gib mir die Schlüssel.
Tut es weh?
Nein.
Du könntest auch ein Pflaster gebrauchen.
Sag ihm, dass ich...
Sag ihm... dass...
Ich hab den Verbandskasten geholt.
Weißt du, was drin war?
Ein Nagel-Clip.
Und eine Schachtel Watte.
Die war aber leer.
Wir könnten abhauen.
Nach Santos.
Eine Freundin von mir wohnt dort.
Ihr kann man vertrauen.
Glaubst du, er spielt mit?
Ich denk schon.
Du darfst nur nicht nachgeben.
Ich konnte ihn noch nie leiden.
Ich dachte, ihr wärt alle befreundet. - Wer alle?
Sag ihm... Sag ihm, ich werde...
Die aus der Küche konnte ich noch nie leiden.
Die taugen nichts.
Wie er mich angeschaut hat.
Sein linkes Auge.
Es hat gezuckt. Ich bin mir sicher, dass er's war.
Holz oder Fliesen?
Für den Boden.
Keine Ahnung.
Was leichter zu putzen ist?
Fliesen.
Geh nicht ran.
Sie wird sich Sorgen machen.
Geh nicht ran.
Dreh dich. Na los!
Mein Bein. Ich schaff's nicht.
Es geht nicht.
Wenn du wirklich was mit dem Überfall zu tun hast, dann sag es.
Wir finden eine Lösung. - Wer ist 'wir'?
Ich. Wir alle hier.
Immer dasselbe.
Schuld ist immer der Neger, hm?
Der Neger, der Bauer, die Schwuchtel.
Ich wollte nur helfen. - Einen Scheiß hilft das. Das kannst du dir schenken.
Kommissar. - Ich bin keiner.
Ich habe letzten Monat gekündigt.
Dieses Restaurant ist nichts ohne mein Essen.
Verstehst du jetzt, warum es das Arschloch auf mich abgesehen hat?
Kommissar. - Ich hab doch gesagt, ich bin keiner!
Wie lange dauert es, bis die Polizei kommt?
Keiner hat sie gerufen.
Ich muss mit dir reden, Djair.
Wo ist mein Cousin?!
Mach ihn los.
Wie viel zahlt er dir?
Nichts?! Eine Hure muss doch ihren Preis kennen!
Wusst ich's doch. - Was denn?
Du bist neidisch auf mich. - Ach, Sara. - Doch, bist du.
Auf dich? Schau mich an. Und dann schau an, was du machst.
Fräulein...
Wo ist meine Frau?
Antworte. Antworte, verdammt!
Red nicht so mit ihr, Djair. - Mein Gott.
Wie weit bist du schon gegangen?
Hast du ihm deine Pussy hingehalten?
Du hast ihm deine Pussy hingehalten! - Schnauze!
Halt die Fresse, du Schwuchtel!
Mach Musik an.
Das ist Lucio. - Um die Zeit?
Sara, bist du da?
Hol ihn rein.
Warte. Ich rede mit ihm.
Lucio, was machst du hier? - Mein Handy ist weg.
Wie spät ist es?
Ich wollte nachschauen, ob ich's unterwegs verloren hab.
Bist du betrunken?
Hast du's gefunden?
Nein...
Aber vielleicht liegt's ja noch drin.
Nein... Nein, Lucio.
Wirklich.
Es geht jetzt nicht.
Lass uns morgen reden.
Okay?
Wirklich.
Mein Fehler.
Ich hol mein Handy am Montag ab.
Ich dachte nur, zwischen uns hätte es gefunkt.
Da hast du falsch gedacht.
Du bist nicht dumm, Djair.
Ich hab dich sogar immer gelobt in Interviews.
Weißt du, was du jetzt für mich tun wirst?
Ich möchte, dass du Folgendes sagst:
"Ich heiße Djair, Nachname so-und-so,
und ich habe das Restaurant 'La Barca' überfallen.
Ich...
bin ganz allein...
verantwortlich für den Tod zweier Menschen."
Verstanden?
Hast du das verstanden?
Feigling!
Red nicht so mit mir. Ich bin dein Chef.
Es nimmt auf.
Dein Problem mit mir hat nichts mit der Küche zu tun,
oder dem Essen, oder den Rezepten.
Du hast ein Problem mit meinen langen Haaren, Inácio.
Mit meinen gezupften Augenbrauen, und meinem Rosenparfüm.
Mein Hintern macht dich verrückt!
Streit es ab.
Na los.
Erzähl. Was hat er dir gesagt?
"Der Typ ist ein Weichei. Lass uns seinen Laden ruinieren."?
Was hat dir das Stück Scheiße erzählt?
Er war's doch? Sag schon! - Sara war's.
Wir haben's zusammen geplant.
Ich kenn' den gar nicht.
Sag ihm, dass es deine Idee war! Dass du meine Freundin bist!
Er lügt. - Sag ihm, dass du meine Freundin bist!
Was läuft hier?
Ich bring dich um!
Warst du etwa nicht scharf auf sein Geld?
Gefällt's dir hier etwa? Sie hasst es! - Er lügt.
Wir wollten mit deinem Geld ans Meer fahren, du Trottel!
Ich treib's nicht mit Verbrechern. Hast du gehört?!
Du bist dreckig, Kleiner. Du bist Abschaum von der Straße!
Was soll das, Sara? - Ich hab dich noch nie gesehen. Hör auf, mich so zu nennen!
Er will uns gegeneinander aufhetzen.
Bitte. Ich würde dich nie hintergehen.
Bitte Sara, er soll aufhören.
Sag's ihm.
Sara.
Die hab ich schon immer gehasst.
Was hat er mit dem Jungen gemacht?
Dasselbe wie mit meinen Haaren.
Nur am Hals.
Tut mir sehr leid
um deine Haare.
Ich hab im Leben schon viel gesehen. Aber das...
Was soll das?
Warum hat er dich nicht umgebracht?
Er hat's nicht eilig.
Ich will dir was zeigen. Gib mir deine Hand.
Es ist ganz leicht.
Ja.
Nicht atmen.
Zieh dich aus.
Langsam. Langsamer.
Leg dich hin.
...dein scheiß Restaurant. - Halt's Maul! - Was?
Halt dein Maul.
Das ist meine Arbeit, die du scheiße nennst.
Du bist zu nichts gut. - Da ist wohl jemand sauer?
Ich bin nicht sauer. Ich lächle sogar.
Ich lächle immer. Für dich und die Gäste. - Lass den Scheiß!
Des einen Freud, des andern Leid. - Fick dich!
Leg nie wieder auf, wenn ich mit dir rede, Schlappschwanz!
Inácio...
Gibt's ein Problem, Sara? - Nein.
Ich hab das alles so satt.
Lass uns fortgehen.
Irgendwohin weit weg.
Tief in den Dschungel.
Wo wir keine Klamotten brauchen.
Und das Restaurant aufgeben? Niemals.
Du bist echt ein Schlappschwanz. - Red nie wieder so mit mir.
Du tust mir weh. - Red nie wieder in dem Ton mit mir.
Niemand sagt mir, was ich tun soll. Du auch nicht.
In der Küche ist kein Empfang. - So eine Scheiße!
Bind mich los. Na mach schon!
Geht nicht! - Bei dir ging's doch auch! - Und wenn er zurückkommt?
Na und? Wo zum Teufel willst du hin?
Was hast du vor?
Ich bin gleich wieder da. Vertrau mir.
Der kommt nicht wieder.
Was ist dein teuerster Whisky?
Bring mir einen Schluck.
Ist doch nicht zuviel verlangt.
Bring den blauen, und ein Glas.
Zwei.
Willst du nur zuschauen? - Zwei Gläser.
Mach schon!
Wünschen der Herr sonst noch was? - Warte in der Küche.
Bemitleidest du mich?
Alle tun das, wegen meines lahmen Beins.
Weißt du, dass ich schon viele umgebracht habe?
Verbrecher müssen sterben.
Das waren nicht nur Verbrecher.
Einen sogar mit bloßen Händen.
Ich hätte ihn einfach verhaften können, aber nein.
Ich wollte sehen, wie er leidet. Verstehst du?
Ich weiß genau, was in deinem Kopf vorgeht.
Da draußen gibt's viele wie dich.
Tief in dir drin...
stirbst du vor Angst.
Wie war das? Als du ihn getötet hast?
Was hast du empfunden?
Nichts.
Der Junge war bewaffnet und hat mir ins Bein geschossen.
Die Kugel steckt immer noch im Knie. Kein Arzt kriegt sie raus.
Es ist zum Kotzen, diese ständigen Schmerzen.
Glaub mir.
Für dieses Leben bist du nicht gemacht.
Witzig. Du erinnerst mich an meinen Vater.
Der starb genauso wie du.
Verrückt.
Und keiner kam zu seiner Beerdigung.
Keiner wird dich vermissen.
Schonmal darüber nachgedacht?
Dass dein Leben keinem was bedeutet?
Dass du jetzt schon ein Geist bist?
Glotz nicht so.
Du siehst aus wie ein geprügelter Hund.
Na und?
Ist doch keiner da außer dir. - Nein, so mein ich das nicht.
Ich meinte eher...
Weißt du, wie Hunde aussehen, die man vor die Tür gejagt hat?
Das hat er doch?
Dich fortgejagt?
Was ist mit dem Kommissar passiert?
Ist gegangen.
Lässt dich hier verrecken.
Was denn? Glotz mich nicht so an, Playboy.
Schwein!
Gefickt hat er dich auch, oder?
Man hat's bis hier gehört.
Männer... Wollen immer das Sagen haben.
Er kommandiert dich rum, oder? - Was willst du, Djair? - Nach Hause.
Duschen.
Blumen gießen, mein eigenes Restaurant. Vögeln! Ich weiß, was ich will, Sara.
Das wusste ich immer.
Und du? Jetzt, wo du wieder das bist, was du immer warst?
Was willst du?
Ich hab die Polizei gerufen. - Der Akku ist leer.
Das war er erst danach.
Du bluffst.
Es stimmt.
Du bluffst.
Du hast nichts verstanden.
Ich bin nicht, was du denkst.
Ich bin, was ich sein will.
Du solltest doch in der Küche warten!
Frierst du?
Der kommt uns nicht mehr in die Quere.
Setz dich.
Weißt du, wie das hier enden wird?
Aber ich.
Als erstes packen wir die Reste ein.
Niemand wird in der Tiefkühltruhe suchen.
Was suchen?
Wir setzen sie auf die Speisekarte.
In Japan essen sie Pferde.
Aber...
Das sind doch Menschen.
Ist doch auch nur Fleisch.
Du glühst ja.
Ich hab mich in meinem Leben noch nie so gut gefühlt.
Schließ die Augen.
Ich will nicht sterben.
Das entscheiden nicht wir, Kleiner.
Was wäre dein letzter Wunsch?
Keine Ahnung.
Ich möchte tanzen. Ganz eng.
Mit einem Mann, einer Frau, einem Hühnchen. Ganz egal.
Mir fällt nichts ein.
Nicht mal was zu essen?
Ich koch dir was. Komm.
Ein bisschen näher.
Den Rindereintopf meiner Großmutter.
Ich hab noch nie was besseres gegessen. Nicht mal annähernd.
Als erstes muss das Fleisch zart werden.
Ich leg's in Milch ein. Lange.
Dann schneide ich es in kleine Streifen. Ganz dünn.
Und dann brate ich es an, in Butter und ganz fein gehacktem Knoblauch.
Bis es herrlich duftet. Intensiv, lecker, in der ganzen Küche.
Riechst du's? Dann hacke ich Zwiebeln,
Paprika, Tomaten. Dann etwas Wasser dazu...
zwei Löffel Tomatenmark und eine ganz kleine Prise Pfeffer.
Weil ich das mag. Dann mach ich den Deckel zu und lass es köcheln.
Und weißt du, woran du erkennst, dass es fertig ist?
Wann der Moment gekommen ist?
Wenn der Dampf aufsteigt und den Deckel ganz leicht zittern lässt. So...
Er ist verschwunden. - Bind mich los.
Er ist noch hier, Sara. Das ist deine Chance. Bind mich los!
Na los.
Bind mich los! - Das ist zu fest.
Nimm das Messer dort.
Schneid mich los. Komm.
Sara.
Schau mich an.
Komm mit.
Wo ist Djair? - In der Küche gefesselt.
Das Beste Stück kommt zum Schluss.
Jetzt bist du dran.
Halt's Maul! Schwachkopf!
Lass mich gehen.
Bitte.
Ich will dir nicht wehtun.
Überraschung.
Lass das Messer fallen.
Lass es fallen.
Fallenlassen.
Ich hab dir vertraut.
Wir hatten eine Abmachung, und du hast alles kaputtgemacht.
Ich hatte so viel mehr von dir erwartet.
Dein Problem ist, du denkst zu klein, du hast ein Spatzenhirn.
Schau mich an, Sara.
Schau mich an
und pass auf.
Hey.
Hallo.
Steh auf.
Hast du ihn umgebracht?
Lass uns gehen, Sara.
Wer ist Sara?
Warum hast du mich nicht umgebracht?
Ich brauche dich, Sara.
Bind mich los.
Bind mich los.
Mein Gott...
Ich hab mir alles so anders vorgestellt.
Wenn ich die Augen schließe,
sehe ich...
das Meer.
Das wunderschöne, blaue Meer.
Ich trage einen Hut.
Aber jetzt kommt ein Wind und weht ihn mir weg.
Macht nichts.
Ist mir egal.
Plötzlich kommst du langsam auf mich zu.
Aber die Sonne scheint zu hell, deswegen...
erkenne ich nicht, ob du's wirklich bist, weißt du?
Aber ich weiß, dass du es bist.
Ich kann es spüren.
Ich kann sogar den Seetang riechen.
Kennst du diesen sauren Geruch von Seetang, der im Sand liegt?
Dann küssen wir uns...
und du gehst zurück ins Meer,
weit hinaus.
Ganz, ganz weit.
Bis du verschwindest.
Ich kann nicht schwimmen.
Alles gut.
Ist ja nur in meinem Kopf.
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